LSS. Jahrgang Erste- Matt. Nr. »38 Mittwoch 4. Oktober 1906 M Siebener Anzeiger ™E W General-Anzeiger " .ZM Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Fernsprechanschluß Nr. 51. BezrrgSpretSr monatlich75Pf., of e rtek» jäbrlich Mk. 2.20; durch! Avhole« ix. Rtceigftclleit: monatlich 6o Pf.; durch diePost Mk.2.— viertel« jährl. auSfchl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer biß vormittags 10 Uhr» Zeilenpreis: lokallLPs* auswärts 20 Pfg. Verantwortlich für den poltt und allgem. Teil: P. Wittko: für .Stadt und Land" und „Gerichtssaal": August Goetz; für den An- zeigenteil: Hans Beck. Die heutige Kummer umfaßt 10 Seite«. Dtt^ießemr^Rkgimentskommandeur Trothas Nachfolger? Man schreibt uns aus Berlin von sehr geschätzter Seite: General von Trotha sollte nach den bisherigen DiSpo- süionen am 12. November sein Kommando abgeben, an dem Tage, den der neue Gouverneur von Lindequist für seinen Amtsantritt bestimmt hatte. Nun ist die Ausreise deS Herrn von Lindequist auf zwei Wochen verschoben worden. Der Grund hierfür liegt zweifellos darin, daß man dem General von Trotha Zeit lasten will, vielleicht doch noch im letzten Augenblick sein Ziel zu erreichen. Der Kaiser soll in Bezug auf Herrn von Trotha gesagt haben: wenn er einem General einen Auftrag erteilt habe, so müste er abwarten, bis der General ihm melde, daß er den Auftrag ausgeführt habe, oder er (der Kaiser) müste zu der Ueberzeugung gelangen, daß der General der ihm gestellten Aufgabe nicht gewachsen sei. Seinen Auftrag, den Aufstand in Südwestafrika niederzuwerfen, hat General von Trotha allerdings noch nicht ausgeführt, andrerseits hat er doch wohl zu viel geleistet, um eS verdient zu haben, kurzerhand beseitigt zu werden. Ob die vierzehntägige Frist ausreichen wird, den erwünschten Erfolg noch zu erzwingen, mag dahin gestellt bleiben, sicherlich aber wird der Ehef des Militärkabinetts Graf Hülsen-Haeseler, dem Herr von Trotha nicht nur verwandtschaftlich nahesteht, seinen Einfluß aufwenden, um dem General einen möglichst großen Zeitgewinn zu verschaffen. Nun steht diesen militärischen Erwägungen die zwingende Notwendigkeit gegenüber, die Gouvernementsgeschäfte möglichst bald in die festen und gewandten Hände des Herrn von Lindequist zu legen. Dieser Notwendigkeit hat, wie wir hören, der K a i ser selbst sich nicht verschließen können. Die Situation ist demnach im Augenblick sehr schwierig und daSDilemna nicht leicht zu lösen. Ein Zusammenwirken deS Generals von Trotha mit Herrn von Lindequist gehört jedenfalls — darüber herrscht nirgends Zweifel — in das Reich der Unmöglichkeit. Trotha will nicht unter den Befehl deS wesentlich jüngeren Gouverneurs treten, während Lindequist die Geschäfte nur unter der Bedingung übernehmen will, daß die Truppen unter seinen Direktiven stehen. So sieht man sich jetzt genötigt, nach einem neuen Truppenkommandeur Umschau zu halten. In Frage kommen die folgenden Persönlichkeiten: der neue Gießener Regimentskommandeur Oberst von Lindenau, Oberst Deimling und Major von Estorfs. Von ihnen ist, wie wir jetzt vernehmen, Major von Estorff zur Zeit fallen gelassen worden, weil bei seiner Ernennung mehrere dem Dienstalter noch ältere StabSofsiziere aus der Kolonialtruppe hätten abberufen werden muffen, eine Maßnahme, die nicht opportun erscheinen kann. Oberst Deimling hat eine längere Dienstzeit in Südwestafrika für sich, während Oberst v. Lind en au als bewährter Generalstabsoffizier und ausgezeichneter Taktiker empfehlenswert erscheint. Ihm wird auch diplomatische Begabung nachgerühmt, die für den neuen Posten, in Berücksichtigung der besonderen Stellung dem Gouverneur gegenüber gewiß recht wertvoll wäre. Herr von Trotha dürfte dagegen seinerseits einen der ältesten in der Kolonie stehenden Stabsoffizier vorgeschlagen haben, der die Operationen nach dem Plane des Generals weiterzuführen hätte, so daß auch mit einem verspäteten Erfolge der Name Trotha verknüpft bleiben würde. Die Entscheidung, wem die Erbschaft des Generals von Trotha zufallen wird, ist zur Stunde noch nicht gefallen. Mancherlei Gründe lasten es wünschenswert erscheinen, daß der neue Truppenkommandeur gleichzeitig mit dem neuen Gouverneur in der Kolonie einträfe. Wählt die Regierung diesen Weg, so müßten schon die nächsten' vierzehn Tage hierüber Klarheit bringen. Erfolgt innerhalb dieser Fris also nicht die Ernennung eines neuen Kommandeurs, so dar man annehmen, daß Herr von Trotha mit seinen Absichten durchgedrungen ist und bei Ankunft deS Herrn von Lindequist die Kommandogewalt einem seiner Stabsoffiziere übcr- geben wird.___________________________________________________ Per berliner ßlektrizitäts-Ausstand. Wie W. T. B. heute meldet, legten nun auch die Ar- oeiter und Arbeiterinnen der Glühlampenwerke, sowie die Arbeiter der Nernst-Lampenfabrik die Arbei nieder. Die Gesamtzahl der Aus ständigen wird auf 3 8 000 geschätzt. Der Straßenbahnbetrieb konnte mi Einschränkung aufrecht erhalten werden. Ein Arbeiter deS Kabelwerkes an der Oberspree wurde unter dem Verdacht, den dortigen Brand angelegt zu haben, verhaftet, doch liegen zuverlässige Beweise nicht vor. Ferner legte ein Teil der Lagerarbeiter, Packer und Monteure von Siemens & Halske und der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft die Arbeit nieder. Die nicht entlassenen 10 Prozent der Arbeiter in den von den Firmen geschloffenen Betrieben sind trotz der Versicherung, daß nicht ein Mann erscheinen werde, in der Mehrzahl der Werke nahezu vollständig an der Arbeit. Um 5.53 Uhr nachmittags begaben sich am Dienstag jwei Mitglieder des Streikkomitees zum Oberbürgermeister Kirschner, um seine Vermittlung anzurufen. Der Oberbürgermeister erklärte sich bereit, mit beiden Par- eien zu verhandeln, da er die Lage für sehr ernst und bedenklich halte, stellte jedoch die Bedingung, daß das Streikkomitee ihn offiziell schriftlich um seine Vermittlung ersuche. 25 Versammlungen waren nach den verschiedenen Stadtteilen Berlins, ferner nach Oberschönweide, Nixdorf und Char- vttenburg einberufen. Die Referenten empfahlen für den Augenblick eine abwartende Stellung. Die Arbeiter verhalten sich, wie von anderer Seite gemeldet wird, vollkommen ruhig. Große Geldsammlungen zu Gunsten der AuSgesperrtcn und Streikenden werden für den Fall vorbereitet, daß die Maste»-Aussperrung andauert oder, wie befürchten wird, weitere Kreise ziehen sollte. ES besteht in den Kreisen der Straßenbahner nicht die Absicht, zurzeit einen großen Streik zu beginnen. Auch bei den Omnibus-Angestellten ist keine Stimmung für einen Solidaritätsstreik vorhanden. Dagegen ist es nicht von der Hand zu weisen, daß bei einer längeren Dauer des Kampfes auch diese Arbeiter-Kategorien in den allgemeinen Kampf mit hineingeristen werden. Die Zahl der Arbeitswilligen, die sich den Elektrizitätswerken anboten, ist sehr groß. Auch aus der Provinz sind Arbeitswillige in großer Zahl eingetroffen. Sie wurden unter starkem polizeilichem Schutz nach den Krast- stationen im Innern der Stadt gebracht. Bisher kam eS zu keinerlei Ausschreitungen. Man nimmt an, daß in nächster Zeit sowohl die elektrische Straßenbeleuchtung als auch der Betrieb der Straßenbahn noch weitere Einschränkungen wird erfahren müssen. Unser Berliner lk.-Mitarbeiter schreibt uns: Soweit der Streik in der Elektrizitätsindustrie, der den Anstoß gab zu der Mastenaussperrung seitens der Arbeitgeber, als eine „Machtprobe" cnsigefaßt wird, sind offenbar die Unternehmer ein st weilen nicht dieBesiegten. Man spricht soviel von der musterhaften Disziplin der organisierten Genossen. Aber wenn irgendwo, dann hat hier die Disziplin versagt. Die Gewerkschaftsführer sahen von Anfang an klar ein, daß der Streik ein Schlag ins Wafser sein werde, und sie mußten trotzdem der erregten Stimmung Rechnung tragen. Es ist auch ein Zeichen bc5 Schwankens und der Meinungsverschiedenheit, daß der Oberbürgermeister nm Vermittlung angegangen worden ist. Ob jetzt die Vermittlung nicht zu spät kommt, nachdem die Elektrizitätswerke gesehen haben, daß sie zur Not durchkommen, bleibt abzuwarten. Die Arbeitgeber wollen, wie verlautet, keinerlei weitere Zugeständnisse machen. Bei einem solchen Riesenausstand sind die Geldmittel rasch erschöpft. Nun sollen zwar auch Sammlungen von bürgerlicher Seite veranstaltet werden, aber wenn sich mich „bekannte Sozialpolitiker" an die Spitze dieser Sammluuqen stellen, wird schwerlich das Ergebnis ins'Gewicht fallen. Hitzige Gemüter haben die Drohung eines General st reiks bereit. Aber dazu gehören doch erst recht ungeheuere Mittel, nnd außerdem ist für einen solchen Streik gewiß nicht die geringste Unterstützung aus dem Bürgertum zu erwarten. Das sozialdemokratische Zentralorgan, der „Vorwärts" dient der Möglichkeit, einer Einigung durch seine stark herausfordernde Haltung durchaus nicht. Russische YerrigLetten. Tein Pariser „Temps" zufolge hat das Pariser Komitee der Bankiers und Kreditinstitute kürzlich die Bedingungen einer neuen russischen Anleihe erörtert. Dieselbe würde 1800Millionen Frcs. betragen und gleichzeitig in Frankreich, Deutschland, England, Nordamerika und Holland zur Emission gelangen. Die Hälfte, 900 Millionen Frcs., würde Frankreich reserviert werden. Falls infolge von Kursdifferenzen der russischen Rente auf den verschiedenen Plätzen nicht überall derselbe Emissionstürs ftxiert werden könnte, würde die Anleihe auf den ftanzösischen illLarkt beschränkt werden und eine Milliarde betragen. Zn Misko lcz wurde der 25jährige Großgrundbesitzer Patagaly von zwei Arbeitern ermordet. Zn Baku nimmt die Feindschaft zwischen Armeniern und Tataren einen immer drohenderen Charakter an. Am 2. d. M. begab sich der Hausbesitzer Aschurow mit seinem Bekannten Mucharow nach seinem Hause. Plötzlich sprang der Armenier Mnazakanjanz hervor und versetzte Mucharow mehrere Dolchstiche. Gleichzeitig wurde aus einem Hause ein Schuß auf Aschurow abgefeuert. Beide erlitten tödliche Wunden. Eine Kosakenpatrouille nahm zwei Armenier fest. Als die Verhafteten nach dem Polizeirevier geführt wurden, feuerte ein Armenier, der Gerichtsvollzieher Arumow, aus fernem Hause mehrere Revolverschüsse ab und verwundete einige Kosaken. Militär und Polizei nahmen eine Haussuchung in der Wohnung vor und fanden dorr ein großes Waffendepot. Arumow ist verhaftet. Alle Geschäfte sind gesMosien. Deutsches Seidk B erlin, 3. Okt. Die zwischen Deutschland und Frankreich getroffene Vereinbarung über den Programm-Entwurf für die Marokkokonferenz wird im Wortlau heute in der „Nordd. Allq. Ztq." veröffentlicht. Politische Tagesschau. Kultusminister Harnack? Wie an anderer Stelle gemeldet wird, ist Prof. Dr. Harnack als Generaldirektor der Kgl. Bibliothek zu Berlin in Anwesenheit des Kultusministers Dr. Stuot und einiger seiner Räte eingesührt worden. Wie man nun dem „Reichsb." schreibt, gibt es Kreise, welche glauben, „daß der jetzige Kultusminister Dr. Studt seinen Nachfolger in das Amt eingeführt hat, welches Harnack zum Uebergang und ^Sprungbrett in das Kultusmini st erium dienen oll. Er wird ernsthaft von manchen als kommender Mounts betrachtet." Der „Reichsbote" schreibt: „Harnack an der Spitze des Kultusministeriums würde die Herrschaft dep Umsturztheologie auf allen 'Fakultäten und durch ihre Zöglinge auch auf den Kanzeln bedeuten. Unsere leitenbett! Männer müßten aber doch mit Blindheit geschlagen fein, wenn sie nicht einsähen, daß, wenn sie die Kirche der Um* turztheologie preisgeben, die logische Konsequenz verengt, daß bann auch der Staat der Umsturzpolitik der Sozialdemokratie verfallen muß." Der „Reichsb." bezweifelt eS aber auch, daß Harnack überhaupt Kultusminister werben! möchte, „weil für ihn dort keine Lorbeeren zu holen wären/ wo er aber in die Gefahr kommen würde, feinen früheren^ Ruhm selbst zu zerstören." Ausland. Paris, 3. Okt. „Echo de Paris" meldet aus Tanger, daß abermals drei Algerier, ftanzösische Untertanen, Opfer zweier Ueberfälle der Leute Raisu tis geworden sind. Dep französische Geschäftsträger haoe bei den Behörden in Tangers Einspruch erhoben. — „Petit Parisien" veröffentlicht eine Unterredung, die fein Redakteur Douvier in Baden-Baden mit dem Fürsten Bülow hatte. Die Unterredung bezog sich fast ausschließlich auf Marokko. Bülow betonte, daß Deutschland das einzige .Interesse habe, die Freiheit des Handels zur Anerkennimg zu bringen, daj; ihm aber jeder Angriff aus. die besonderen Rechte Frankreichs fern liege. Bülow empfiehlt der französischen Pre,je, ihrem Publikum die Ueberzeugung beizubringen, daß Deutschland nur den Zweck verfolge, feine Interessen zu verteidigen, nicht aber Frankreich anzugreifen. Deshalb werde es in Algeciras ebenso aufrichtig die französischen Rechte anerkennen, wie bei de« Pariser Vorverhandlungen. Zum Schluß der UnterhalUiwg befragte der französische Journalist über die russische deutsche Annäherung. Bülow antwortete: ,ZW mir unfern T'kßcn, btn Heini Hetzen wir die § Tie Beerdi nachmittags 41/ l)oi5 aus Halt. Zriedhossportal oi'cic Omii Z W töt töth §\w\6)t'\bm Mm ÄrchMttn, TS)V e.»,^ un IWtnaim und B 'öabnfjof tirunbtrg M, find bei “* P® I* «6 b «“*. bqogtn ffrn^n9tbOtt mit kN «roftnungslkimin am Mfflgelbftti Zuschlagssrjstj ®le6en, btn 3, —^Merzogli bct Handwerker-1 i^lindet zu tz id)l 6r9C9CnÜber Antritt »«rmftibf ‘"'»k.g,,. ®»Wi,g*6' (' »" S% “'Mi«, Derwandim, wun««** Io,*"b,h6* oaier und GE Irr I 1 ?U()t Mver Sic Gießen (Nieg Die Beerdigu nachmittags */i51 hois aus stakt, Handel . . 100.80 4 % Oesterr. Goldrente. . 496 Italien. Rente . . % Portugiesen Serie I . 116.25 Berliner Börse, 5. 4. Okt., Anfangskurse. Harpener Bergwerk L aur ah litte . . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . . Türkenlose .... . 68.75 . 97.80 Berliner Handelsges. . Pannstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . > • Kreditaktien . . - . Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . . . . Gotthardbahn . . . . Lombard. Eisenbahn Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbahn . 21.70 . 146.30 . 130.00 Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: schwach 32°/° 396 32°/° 396 32°/° 32°/° . 176.40 . 152.70 . 243.70 . 102.80 . 169.90 Reichsanleihe do. Konsols do. Hessen . . Oberhessen 4 96 äussere Argentinier 3°/0 Mexikaner . . . 42°/° Chinesen . . . Aktien: Bochum Guss .... Buderus E. W. . Tendenz: ziemlich 1. Oktober l. I. Gießen, den 2. Oktober 1905. Großherzogliches Amtsgericht. Karl Nicolaus als Einzelkaufmann weitergeführt. Lich, den 2. Oktober 1905. Großherzogliches Amtsgericht. 147.50 135.25 279.00 246.25 171.75 222.50 269.75 135.70 140.00 174.75 152.70 Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den Oktober 1905: Trüb, stark windig, Negenfalle, etwa? warmer. Näheres durch die Eichener Wetterkarte. jetzige. Grün berg, 3. Okt. In der am letzten Samstag abends abgehaltenen Gemeinderatssitzung bildete wieder einmal die projektierte Bahnstrecke Lich —Grünberg den Hauptgegenstand der Beratungen. Diesmal handelte es sich darum, mit dieser von der Einwohnerschaft stets mißtrauisch beurteilten Angelegenheit endgiltig „reinen Tisch" zu machen. Zunächst lag ein von dem am 24. Septeniber in Butzbach versammelt gewesenen Eisenbahn-Komite, sowie den Bürgermeistern der interessierten Orte gestellter Antrag zur Beschlußfassung vor, welcher vom Großherzoglichen Kreisamt zur Annahme befürwortet wird. Der Antrag empfiehlt der Gemeinde Grünberg, die Verzinsung der! zu übernehmenden Obligationen von 4 auf 3 s/4 Prozent I herabzusctzen, bezw. das Geld zum Selbstbeschaffungswert I herzugcben, damit die Bahn zustande kommt. Dieses Ansinnen wurde ohne Debatte abgclehnt. Eine eingehende, zum Teil recht lebhafte Aussprache erforderte hierauf ein gestellter Antrag, die Eisenbahn-Angelegenheit als für die Gemeinde Grün- berg nunmehr erledigt zu erklären, nachdem die Firma Lenz | & Ko. in Berlin es abgelehnt habe, zu den seinerzeit fest- gelcgten Bedingungen die Bahn zu bauen. Der Antrüg fand allseitige Unterstützung und wurde mit allen gegen eine Stimme angenommen. Durch diesen wichtigen Beschluß ist die Stadt Grimberg aller Verpflichtungen sowohl der Bahn- bau-Gescllschast, als auch dem jetzt wieder in Tätigkeit getretenen Eisenbahn-Komitee gegenüber enthoben, sodaß ihr keinerlei Kosten mehr erwachsen können. (Gründ. Z.) Limburg, 2. Okt. Auf dem hiesigen Bahnhof stieß . 257.25 . 141.00 fest. * Kleine Tageschronik. Der Lithograph Vander ans ftürth stürzte bei Besteigung der 3u g sPi de von einer Wand auf den einige hundert Meter tieferliegenden Hollentalferner ab. Bei dem Nebel und Sck'neesturm war an eme Bettung Nicht zu hcnTen: es rrfrf'eint ausatnchschs.'n. daß er noch lebt. _ Elektriz. Lahm eyer . . . Elektriz. Schuckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg- Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk. . . Laurahütte...... Nordd. Lloyd . . . . Oberschi es. Eisen-Industrie . 243.20 . 187.00 . 195.00 . 169.60 . 213.00 Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bnnk für und Industrie, Giessen. Frankfurter Börge. 4. Okt., 1.15 Uhr. Gießener Strafkammer. i'n.) Gießen, 3. Okt. Der Gastwirt nv» Wciulrändler Georg W. von Wörrstadt hat gegen den Wciuh oler Philipp G. hier und dessen Schwiegervater . m : . >- E in Alzey, wegen unlaute re n W : tt bewrsb* Mitb Beleidigung Privatllage angestrengt. Im Ok- . 223.76 . 269.75 . 22.00 . 136.70 . 139.20 Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bei der Firma Förster und Nicolaus, Lich, eingetragen: Der Gesellschafter Johann Georg Förster ist verstorben. Die offene Handelsgesellschaft ist erloschen. Da? Geschäft wird unter der seitherigen Firma von dem Gesellschafter 396 Portugiesen ID 42°/° russ.Staatsanl. 1905 42°/« Japan. Staatsanleihe 4 96 Conv. Türken von 1903 Bremen 4 Okt. Der verstorbene Vorsitzende des hiesigen Künstlervereins' Dr. Meier vermachte der Kunst halle eure wertvolle Sammlung von etwa /0 "00 graphisck)en . ^'I^d.atteritt Nienburg a. Saale. 4. Okt. Bei der Emwhrt m den hiesigen Babnbvf stieß ein Dersonenzug nnt einem Güterzuge zusammcn. Ein Schaffner wurde schwer, zwei Reisende imrrben leicht verletzt. Leipzig, 4. Okt. Infolge gemitteter Vermogen^'erlwltnisie und ehelichen Zwistes vergiftete s i ch das Gürtlerehe v a a r Arnold. Beide sind tot. ..... Paris, 4. Okt. In Roulicr (an der deutsch-rranwnschen Grenzei ist die Familie Lecomvte, Vater. Mutter und Tochter, infola-' Genusses giftiger Pilze gestorben Wien , 3 Okt. lMae^rdnetenhaus. Fortsetzung.! tr an s ftt. vor dessen Rede die Deutschen demonstrativ den -^aal verlassen, macht die deutsche Aaitation, sowie den hartnäckigen --^verstand der Deutschen gegen die kulturellen Forderungen der Time- ck"-u für die Brünner Ereignisse verantwortlich, mebner tritt für das gleiche Wahlrecht ein und verlangt sosortiae Juf- lösuna des Hauses. Der Minister des Innern Vylandt-Nhevdt nimmt die Reaierung gegen die Vorwürfe in Schutz Am Lchlupe bringen die Sozialdemokraten einen Dringlichreitsantrag ein, in dem die Regierung aufaewrdert wird, die Gesetzesvorlage betreffend die Einführung des allgemeinen g lei ch en direkten geheimen Wahlrechts spätestens im November vorzulegen. Außerdem beantragt der Funatsmeche Kvudela gegen den Deutschen Albrecht die Einsetzung eines Mißbilliaungs- ausschusses wegen des Zurufes: Feiger ^luSkn eifer Wien. 4. Okt. Aus den Besvrechungen des Kaisers nut den ungarischen Ministern Baron Feiervarv. Kri'toffy und -anvi schließen politische Steife, daß auf die Wo hl re form z u ruck- gegriffen und das Kabinett Feiervarv neugebildet toerb9J? o?! a u, 3 Okt. Die Mechaniker und die Arbeiter in den Reparaturwerkstätten der elektrischen S t r a ß e n b ah n sind in den AuSstand getreten. Sie weigern sich die Straßenbahnwagen zu reinigen usw., sodaß die Wagen für den Verkehr nach und nach nicht mehr verwendbar waren. Heute versuchten die Ausständigen die Ausfahrt der Wagen aus den Bahnhöfen zu verhindern Der Ausstand der Schriftsetzer behüt sich immer weiter 'aus. Zur Zeit ruht die Arbeit in sieben großen Druckereien.___________ gestern nachmittag ein von Gießen kommender Güterzugl auf einen anderen vorausgefahrenen, aber noch vor dem Einfahrtsignal haltenden Güterzug. Maschine und die letzten Wagen wurden mehr oder weniger stark beschädigt. Beide Hauptgleise Gießen-Koblenz, wie umgekehrt, waren längere Zeit gesperrt. — Beim Rangieren be§ verunglückten GüterzugS entgleiste dann später noch ein mit Bauhölzern! beladener Wagen, der umstürzte und abermals zwei Hauptgleise sperrte. Personen wurden nicht verletzt. (F. G. A.) ** Kleine Mitieilüna . n aus SS offen und den Nachbarstaa ten. Als bet Regierungsbaufübrer Hans Leister aus Darmstadt sich unter der Drahtseilbahn des Porvhnrwerkes Edelstein bei Schriesheim befand, hängte sich ein mit Porphyr blöckcn beladener Rollwagen nu8 nnb schüttete seinen Inhalt aus der Hohe von 10 Metern auf Leister. Er erlitt einen Schädelhrnch und dürste schwerlich mit dem Leben davonkommen. Kunst und Wissenschaft. Paris, 3. Okt. Unter großer Beteiligung wurde gestern der Internationale Tuberkulosekongreß durch ben Präsidenten Loubet eröffnet. Der Präsident ?ougre, 1 es D - rnrb hielt die Eröffnungsrede H^rard erklärte vor 3000 Aerzten schwermütig, die ärztliche Behandlung ^er^u-- herkulose habe vollständig Bankbruch gemacht und alle Anstrengungen der Heilkunst seien lltzt ^e Berhutmig der Ansteckung und auf die Hvgiene gerichtet. Der deutsche Generalarzt Dr. Schjerning beglückwünschte ^e Republik zu dem ^erbienft daß sie sich durch die Einberufung des Kvngresie? um das Wohlergehen der Völker erworben babe "Wrr haben alle dasselbe Ziel", fuhr der Redner fort, ..das Wohl der Völker. Von Frankreich ist der grundlegende ^dan^ der kontagiosm Natur der Schwindsucht ausgegangen, m ^utschland wurde S ffodi her Srreget her Srnnfteit entbot «elfter: arbetf en die Gelehrten aller Länder unaufhörlich werter, um das Wesen der Krankheit und die besten Mittel zu ihrer Bekampfiing zu ergründen. Wir haben den festen Willen, unter unserem Mmner den schönsten aller Siege zu erringen, dessen Ziel das Wohl der ganzen Menschheit ist." — Die einzelnen Mtellungen begannen heute, ihre Arbeiten. In der ersten Abteilung sprach Professor b Behring über die Biologie des Bazillus Kvch. ^^wischeu Scrtretent ber Lyoner Schule, die Anhänger der Lehre von l der Gleichheit der menschlichen und tierischen Tuber^lvsesind, und Vertretern der Berliner Schule bte der Ansicht ftnd. daß menschlich« und tierisch« Tuberkulose »Wei «^edene Kftnk- heitsformen sind, entipann sich eme D i s k n s sion. Die Ab teilung nahm fast einstimmig eme Tagesordnung an. m der für unerläßlich erklärt wird, bte Ansteckung von M en sch u Mensch zu bekämpfen, bte Prophylaxe gegen dle Rindertuberkulose weiter sortzuführeu uu« für die Verhinderung der Uebertragun g von Tier auf Mensch zu sorgen. In der dritten Abteilung sprach Professor Heubner - Berlin über den ej utz der K i n der a-z-it Tuberkulose.Ansteckuu, Redner trat besonders für daÄ Sehen auf dem Lande, anstattrn der Stadt ein. In der vierten Steilung hmrbc das Thema des S ch ntzes der Erwachsenen gegen A n st e ck u n g und das der sozialen Hygiene verbandelt. Mi llera ^sprach m lE^ rem Vortrage über die Schwierigkeiten, die sich m einet Verschmelzung der verschiedenen Verficherungszweiae ent- acgenstellen. In einet Resolution gab die Abteilung dem Wunsche Ausdruck, daß die allgemeine Vrophylare und Einrichtungen für Hnluua usw meiter miagHnfbet werden.__„ Bekanntmachttng. In das Handelsregister Abt. A wurde eingetragen bezüglich der Firma: a. „Gebrüder Rosenbaum zu Gießen": Die Prokura des Kaufmanns Siegmund Seligmann zu Gießen ist erloschen, b. „Ehr- Bischoff zu Gießen": Geschäft ist am 1. Oktober mit Aktiva, aber ohne Passiva auf Kaufmann Bruno Heilmann in Gießen übergeqangen und wird unter der Firma Ehr. Bischoff Rachf. weitergeführt, c. Reu em- getragen ist die Firma „L. Gerolstein und Comp. zu Gießen", Gesellschafter sind Ferdinand Gerolstein Witwe, Rosalie geb. Stern zu Betzdorf a. d. Sieg, und Kaufmann Louis Gerolstein zu Gießen: Beginn der offenen Handelsgesellschaft am M-SMKSV l-ms-bli-b °boo Untertftnft) 01.8 AK, ^uptsSch»» W -MnfaÄ« Aogob^oossons^ststo-m- S ’ Lend b« tafWM «tot « kn B-rb ndun? 1W; ouft fei tun nnck.. Emlongen d°Z »nefts ^n Herr -us Giften in »ftiftero aeroefm. bet bieie E" ieim Be- je 5000 Mk. 82906, Gewinne von je ^6*64926 727611 mamt E 23503 35963 40270 40411 48274 o-80 n 77739 86957 90747 95814 96036 96415. (Ohne Gewah . ....... 777 » Paolamentaoisches Ter «eiten 50 ®ar,: eine Borstcllunn von Winzern IN Abenheim, b n Lne7nb7"°?sch bM tim Äriehmmg des Antr^s in unb die Staatskasse nicht unerheblich belastet wtrde^ Em ^bürfni« für ein Amtsgericht Heppenheim ser - überdies Acht vorhanden, da Lorsch von -Heppenhetm mit der Bahn ■ht 14 Minuten zu erreichen sei. - Der Mansardendieb, welcher gestern m etnem Hanse her Ostanlage mieqeräumt batte, ronrbc be^ morgen ft bet Person eines 16jährigen Mädchen? °"6 Wiesbaden ermittelt unb oerhastet. Tie gestohlenen Gegenstände konnten den Bestohlenen zurückgegeben werden. - Von unserer Redaktion. Der bisherige zweite Redakteur de? Gieß. An,. Aug. G o etz ist a«S der Redak wn unseres Blattes ausgetreten, um eine Stellung m der polnischen Redaktion der „Leipziger Neuesten Nachr. zu nber» nahmen. An seine Stelle trat Herr Redakteur Ernst Heß von der „Darmstädter Zig.". -] Klein-Linden, 3. Okt. Schwere Brandwunden am Kopf, Gesicht und Händen zog sich eme hiesige Frau dadurch zu, daß sie die beim Auskochen des Schmalzes übrig gebliebenen Grieben ins Feuer warf. Die fetthaltigen Grieben fingen sofort Feuer und die Flammen schlugen der Frau ine Gesicht. Die hinzneilenden Verwandten konnten zum Glück das Feuer sofort löschen. -f- Lollar, 4. Okt. Gegen die am 28. v. MtS. abgehaltene Bürgermeisterwahl wurde noch vor Beendigung des Wahlaktes wegen eines vorgekommenen Formfehlers von einem Wähler mündlich Rekurs erhoben. Der Rekurs wurde am folgenden Tage schriftlich zu Protokoll gegeben unb am 2. d. M. die Rekursbegründung zum Anschluß an die Wahlakten der Bürgermeisterei zur Weitergabe an die vorgesetzte Behörde übergeben. Durch den auf diese Weise erhobenen Rekurs ist erwiesen, daß der Rekurrent ganz unparteiisch gehandelt hat, zumal ein Wahlresultat noch nicht vorlag und die Wahl keine große Stimmendifferenz ergab, sie betrug nur 19 Stimmen. Es ist sonach damit zu rechnen, daß wir einer nochmaligen Wahl entgegensehen, hoffentlich verläuft auch diese in der ruhigen Art und Weise, wie die 89.50 101.00 89 60 99.95 99.80 101.70 101.40 96.90 105.70 69.00 68.30 98.10 95.70 91 00 Türkenlose......139.20 496 Gricch. Monopol-Anl. . 54.70 • • 90.70 Äniverlitäts-MachrMen. — Die von Pros. Dr. Adolf Sarnack, nunmehrigen Generaldirektor der König!. Bibliothek, für das bevorstehende Wintersemester in der theologischen Fakultät der Berliner Universität angekündigte Privatvorlesung „Einleitung m das ?eue Testament wird vom o. Professor für neutestamentlichc Exegese, Wirk!. Ober» konsistorialrat Dr. Q8 e i fi, gehalten werden. Äriflinak-Draütmcsdunqen. Berlin, 4. Okt. Der „Lok.-Am" meldet zu dem Streik in b?r Berliner Elektrizitäts-Industrie, ber Streik-Aus- s ch ii ß chabe es abgelehnt, die Vermittelung des Oberbürgermeisters Kirschner anzurufen. Ferner hätten die Straßenbahner beschlossen, bei der Direktion eine Lohnerhöhung von 15 Prozent zu beantragen. Mülheim /Ruhr', 4. Okt. Huer feuerte der Arbeiter Gelasch auf feine Frau und auf fick mehrere Revolver- schüfse ab Beide sind tödlich verletzt. Stettin, 4. Olt. In Risnow wurde der Förster Kloster von Wilddieben erschossen. Die Mörder sind unbekannt. 4'/x2 Oesterr. Silberrente 496 Ungar. Goldrente . . Hast da fietii mein Freund, so seh’ nach dem Süden. II — Hl Vielleicht wirst du dort deinen Bronchialkatarrh mit all den leidigen Nebenerscheinungen los. Aber laß dir sagen, baß TJ du denselben Zweck erheblich billiger erreichen kannst: | o Kauf' dir in der nächsten Avotheke, Drogerie oder Mineral- r> wasserhandlunci ein paar Schachteln Fan's achte Sodener ~ Mineral-Pastillen und gebrauche ste nach Vor chrrfi. Ich wette: ehe drei Tage vergehen, bist du wohlauf und sicher kannst du alles was Husten, Heiserkeit, Katarrh der Luft- roege rc. heißt, nicht begnemer und angenehmer los werden, o als durch die Sodener. Für 85 Pfg. pssr Schachtel überall IIOIII erhältlich- hv^ Markte. th. Gießen, 4. Oktober. Der gestrige R i n d v i e h m a r k t ftntte einen Auftrieb von etwas über 1000 Stück Großvieh und 180 Kälbern. Schon der Vormarkt zeigte für Milchvieh kein Jo flottes Geschäft wie der letzte Markt. Am Hauptmarkt war Milch- wäre zu den letzten hohen Preisen nicht unterzubrmgen, weil die Käufer sich zurückhielten. Schwere Kühe waren zwar gesucht, da Sieder Kundschaft aus Thüringen mehrere Ladungen zusammen kaufte. Auch der Handel in Fettvieh zog nicht so wie sonst. Aus dem Siegerlande waren schöne junge Weidrinder auf den Markt gebracht worden, weil man vermutete, dahier beßere Preise zu । bekommen. Die Kundschaft verhielt sich jedoch ablehnend unb die Tiere wurden von .Handelsleuten für das Dillgebiet angekauft. Nach fetten Kühen war für die Lahnorte und nach Masttieren am Markt starke Nachfrage, doch fehlten diese Gattungen Vieh. Tas Geschäft in Kälbern war recht flau. Die Badeorte haben keinen Bedarf mehr, nur für Frankfurt lag Bedarf vor, der, gegen die I bisherigen hohen Preise, recht billig gedeckt wurde. Es wurden I aehanbelt Milchkühe das Stück: 1. Qual. Mk. 450—480, 2. Qual. Mk. 340—400, 3. Qual. Mk. 260-300. Verkauft wurde der Etr. I Schlachtgeivicht: Fette Rinder 1. Qual. Mk. 71—72, 2. Qual. Mk. 68—69, Fette Kühe 1. Qual. Mk. 64-66, 2. Qual. Mk. 61-68, Kälber 1. Qual. Mk. 70—75, 2. Qual. Mk. 64-68, 3. Qual. Mk. 56—60. Der Markt ging spät zu Ende wurde aber bis auf I wenige Stücke geräumt. fc. Frankfurt n. M., 3. Okt. öeu- unb Stroh- I nta r F t. Man notierte: Heu Mk. 3.40 bis Mk. 3.80, Stroh Mk. 2.80 bis Mk. 3 50. Mes ver 50 Kilo. Tendenz: lehr fest. x. «wmfi Qta ' bis 1886 Ministerialrat im Großh. mit ber Inschrift .Mir heue verl.ften - Sels.sch.THÜ-.ng'sche 6tr beute fortgesetzten Ziehung der 6. stiane raew,;Mn I mrant ntünbitm roteorrouii unu u» «i» v..»-,--, t>ß000 Mk auf Nr. 69443 /nach Gotha-, em Gewinn uMen ^ein mehr von W. zu beziehen, fonbe aertater in die Affäre bineinaezogen hatte, soweit ^urteilung wc?en unlauteren Wettbewerbs erfolgt war, Mses^kenntnis auch die Piiblikationsbejugnis erteilt werden. ^iesesEr^nntnis nnirbc von den Verurteilten angefochten .und die A^^mmer nach sehr umfangreicher Deweisaupmbnie und nach an dem Verhalten des VeruUeilten gescheiterten Vttgleichsver,uchen, uir Bestätigung de-l Urteils mit der Maßgabe, ung aus dem Gesichtspunkte des unlauteren Wett^werbs auszuscheiden sei, womit die Publikationsbefugnis °uch m Weglall törnmk Im übrig« s-i-n bie auggftprocbrnm ©traten, bem Zerrte enispreckcnd Den Verurteilten würben tnc iamtftchen ffoitai. 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