Dienstag 26. September 1905 Nr. 226 Zweites Matt. 155. Jahrgang Gieheim AMiger Eeneral-Anzelger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Siehe«. ->ung.Mädchrnv.LandelM 0 06393] Ll.-Ä. Neuen Sain uns ncrw/fHiun^td vC 15,11: diesen Vorwurf übt einen Druck auf Baden aus Der WWW gegen Preußen herausfühlen. Eisenbahnreform soll Baden daß ein ganz und gar nicht kultur- etwas sagt, macht die Pille noch pfinden bereiten; und kämpferisches Blatt so bitterer. Amtliche Nachrichten über Viehseuchen. In einem Gehöft zu Büßfeld (Kreis Alsfeld) sind die Backsteinblattern (Rotlaufseuche) unter den Schweinen ausgebrochen. Gehöftsperre ist verhängt. StotattonSbrucf und Verlag der Brühl'sch« UniversitätSdruckerei. ÖL Lange, Gießen. Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr.V. Tel. Nr. 61. Telegr.-Adr. r Anzeiger Dießen. Erscheint ttgNch mit Ausnahme de« Sonntags. Die „Gießener Zamllitnblätter" werden dem „Anzeiger viermal wöchenlltch beigelegt Der ^tzesstsch« Landwirt" erscheint monatlich einmal. , 5rL mit fl. Handfchnil uim ichrisU. Alb. in und airj-:: ?r hause. LchrisL 'llelb. u W an den Gieß. Anzeiger nfe. jWjeWuf>i!nen'der Hinter empfohlen-—/ Mann des Tages. N. Verl in, 25. Sept. „Mit der Einführung der „verpreußt" werden; Preußen konnte man oft in jenen Versammlungen, wo die Eisenbahnreform zur Diskussion stand, vernehmen. Eine derartige Auffassung beruht indes wohl auf Verkennung der tatsächlichen Vorgänge, welche zu dem umfassenden Plan einer allgemeinen deutschen Cisenbahnbetriebsmittelgemeinschaft und den damit zusammenhängenden Tarifreformen führten. Preußen hat, so wird behauptet, nicht daran gedacht, auf einen deutschen Bundesstaat einen Druck in dieser Angelegenheit fühlbar zu machen, sondern — nachdem die preußisch-hessische Betricbsgemeinschaft so außerordentlich günstige finanzielle Ergebnisse für Hessen herbeiführte — ging die Wiederaufnahme der Reformgedanken nach einer Schlummcrzeit derselben von fast zehn Jahren jetzt zuerst von Württemberg und Baden aus, denen Bayern, Sachsen und Mecklenburg nachfolgte. Wiewohl das Kilometerheft in der badischen Bevölkerung sich eingelebt hat, bedeutet es doch vom betriebstechnischen Standpunkt aus, wie von dieser Seite aus behauptet wird, einen Rückschritt und gern möchte die badische Eisenbahn- oerwaltung diese Einrichtung wieder los sein. Soll dieser Schnitt in eine eingebürgerte Gewohnyeit gemacht werden, so darf man das Odium dieser Operation aber doch wohl nicht auf Preußen fallen lassen. Unrichtig ist auch die in Baden allgemeine Ansicht, als ob die Personcntarife in Baden billiger seien als in Preußen. Das Gegenteil ist der Fall: der Durchschnittssalz für das Personenktlometer beträgt auf den preußisch-hessischen Bahnen 2,51 Pfg., auf den badischen Staatsbahnen 2,95 Pfg. Mit dec Einführung dec vierten Wagenklasse wird sich auch in Baden der Personentarif vei> billigen und das Vorurteil gegen die vierte Klasie als sozialen Rückschritt verschwinden, sobald erst jene Erfahrungen vorliegen, welchen sich bekanntlich auch Hessen nicht entziehen konnte; hier sträuble man sich ebenfalls gegen die vierte Klasse; nun kann man es aber nicht fasten, daß auf der badischen Strecke der Main-Neckarbahn diese Einrichtung nicht in die hessische Betriebsgemeinschaft einbezogen wurde. Der Hinweis auf Bayern, welches die vierte Wagenklasie nicht einführt, ist hinfällig. Denn die dort beabsichtigte Teilung der dritten Wagenklaste in zwei Kategorien erkennt doch im Prinzip die vierte Wagenklaste an — die Zifferzahl tut da nichts zur Sache. Wenn bei der in Aussicht genommenen Eisenbahnreform von darzubringenden Opfern gesprochen wird, so muß Preußen die größeren leisten; dies geschieht im Jntereste einer größeren nationalen Einheit auf dem Gebiete unseres leider noch immer stark partikularistisch angehauchten Verkehrswesens. Für diese Bestrebungen aber Preußen als den Sündenbock hinstellen, der den änderen Staaten die Eisenbahnreform aufzwingen will — vor einer solchen Auffaffung sollte sich Baden bewahren. Die badische Regierung wird bald dem Landtag Aufklärung über die geplante Eisenbahnreform zu geben im stände sein; jedenfalls ist, wie einst bei uns in Hessen, auch diese badische Angelegenheit vom Standpunkt einer rein wirtschaftlichen und finanziellen Frage zu betrachten. Nolilijche Tagesschau. Da8 Kolouialamt und die „Kölnische VolkSzeitmrg". Die „Nordd. Allg. Zig." bespricht gegenüber der (doä gestern in der „Polit. Wochenschau" erwähnten) Be- Kekmmtmachmlg. Betr.: Die Abgabe der Einkommen-, Vermögens- und Kapitalrentensteuererklärungen für das Steuerjahr 1906. Unter Bezugnahme auf die Bekanntmachungen in obigem Betreff vom 10. August l. Js. (Kreisblatt Nr. 97, 100, 101) verden die Pflichtigen der Stadt Gießen darauf aufmerksam gemacht, daß die Einreichung der Steuererklärungen für das Steuerjahr 1906 bis 30. September l. Js. zu erfolgen hat. Gießen, den 25. September 1905. Großh. Steuerkommistariat. Dr. Metzler. iucfjt Herr v. Witte, der heute abend Berlin verlassen hat, ist der Mann des Tages und als solcher auch hier von ^Vertretern der Presse lebhaft umworben worden, zumal nach der heutigen Besprechung mit dem Reichskanzler und im Hinblick aus seine morgige Audienz bei Kaiser Wilhelm im Romintener .Jagdschloß. (Sine besondere politische Bedeutung dürfte die Audienz allerdings Eaum haben; der Kaiser wird dem durch den Abschluß des Portsmouther Friedens um sein Vaterland hochverdienten Staatsmann persönlich seine Genugtuung zum Ausdruck bringen wollen. Die Audienz mit dem Projekt einer in Deutsch la n d neu aufzunehmenden r u s s r s ch e n A n l e i h e in Zusammenhang zu bringen, liegt fein Anlaß vor. Wenn, wie namentlich in England gemutmaßt wird, Herr v. Mtte sich in tag Awang Umber M! Men oder llmgeqciib ive Mnftiidje perlen unter M Mlar, LlwMsjc 20, Meres Mädchen, wch oLenu.M Hausarbeit veisl ttchl 5 teile als Haushälterin, b| m lungerte Mädchen cl tls Eilige, ]LI Näheres Steiuslraße 7oj Zur Verteidigung des Kenerals von Hrotya veröffentlicht die „Zukunft" einen 'Artikel, der Beachtung verdient. In dem Artikel soll bewiesen werden, daß die jüngst von der „Köln. Ztg." veröffentlichten Pläne des Herrn v. Lindequist nichts neues seien. Es heißt darin il a.: „Die Deportation der Witbois hat auch Trotha geplant; nur über den Ort, wohin sie gebracht werden sollten, bestanden noch Zweifel, scheint man in Berlin anders gedacht zu haben, als in Windhuk. Am 24. Juli telegraphierte der General: „Ueberführung der Togo-Witbois nach einer Binnen- station gänzlich ausgeschlossen. Ueberwachung auch an einem der beiden Küstenpl'itze ohne Kette von mir abgelehnt. Jeder Deuffche, der von einem dieser hierher gesandten Witbois erschossen wird, kommt aus das Haupt dessen, der ihre Ueberführung anordnet. Vorschläge, sie nach dem Kilimandscharogebiet im Osten zu senden." Dorthin sollten auch die Leute Hendriks kommen, wenn man sie niedergeworsen hatte. Und der Friede mit Morenga? Schon am 18. Juli meldete der General: „Verhandlungen des Hauptmanns Salzer mit Moren ga, der sich auf Grund der Proklamation (Trothas) ergeben will. Deutsche seien ihm immer aus den Fersen, selbst in Gebirgsschluchten, die er für uneinnehmbar gehalten hatte; ließen ihm keine Ruhe und raubten sein Vieh. Kühe gäben keine Milch mehr. Rinder durch ewiges Hin und Her fußlahm. Kleinvieh gehe zu Grunde. Besonders Mangel an Tabak und Kaffee." In Berlin scheint man die Verhandlung dantals nicht gern gesehen zu haben. Denn am 23. Juli telegraphierte Trotha an den Kanzler: „Euer Exzellenz haben, glaube ich, keine Veranlassung, von mir eine schwächliche Kriegführung oder socche Politik vorauszusetzen. Ich muß aber mit den Etappen rechnen und mit den Schwierigkeiten, die ich übersehe. Deshalb erschien mir ein Abschluß mit dem einzigen anständig Krieg führenden Morenga nicht nur erwünscht, sondern geboten. Die Lage ist durchaus rncht so, daß eine Beendigung des Aufstandes vor der Tur steht." Und vorher hatte er über neue Verhandlungen Salzers berichtet und gesagt, gegen Morenga könne sonst noch Jahr und Tag ohne Erfolg gekämpft werden. Ob die Exzellenzen der Wilhelmstraße für oder gegen den Frieden mit Morenga waren: daß Trotha ihn wollte, ist erwiesen. Erst als Salzer nicht ans Ziel gekommen war und Hendrik Witboi mit beträchtlicher Macht in einem westlichen Nebenrevier des Leberflusscs erfchien, mußte mit Morenga wieder als mit einem zu bekämpfenden Feind gerechnet werden. Auch damals aber, am 3. August, schrieb Trotha: „Um Zersplitterung zu vermeiden, will ich Morenga nicht gleichzeitig angreisen, sondern alle verfügbaren Truppen gegen Hendrik heranziehen. Wenn Hendrik geschlagen ivird, ist weiterer Widerstand auch für Morenga unmöglich." Diese paar Zitate (die auf Wunsch vermehrt werden können) beweisen schon, daß der Herrn v. Lindequist zugeschriebene Plan nichts enthält, was nicht auch dem General eingefallen war." Gießen, den 22. September 1905. Betreffend: Die Ausführung be5 § 3a des Krankenversicherungsgesetzes. Das Grohherzogliche Kreisamt Gießen an die Vorstände der Gemeindekrankenverficherungen des Kreises Gießen. Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auflage vom L6. Juli l. Js. (Kreisblatt Nr. 93) noch nicht entsprochen haben, werden wiederholt an deren Erledigung mit Frist von 5 Tagen erinnert. _________________I. V.: Dr. Fink.__________________ Kekannlmachung. Betr.: Gesuch des Theodor Löb von Bellersheim um Genehmigung zur Erbauung eines Schlachthauses. Theodor Löb zu Bellersheim beabsichtigt auf dem Grundstück Fl. I Nr. 88 und 89 der Gemarkung Bellersheim ein Schlachthaus zu errichten. Pläne und Beschreibung hierüber liegen 14 Tage lang oom Erscheinen dieses in der Darmstädter Zeitung, bezw. im Kreisblatt für den Kreis Gießen an gerechnet auf dem Bureau der Großh. Bürgermeisterei Bellersheim zur Einsicht der Interessenten offen. Etwaige Eimoendungen sind binnen dieser Frist bei Meidung des Ausschlusses bei Großh. Bürgermeisterei Bellersheim voczubringen. Gießen, den 22. September 1905. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Wagner. mängelung der von ihr gegebenen Darstellung der Vorgeschichte der Kameruneisenbahnvorlage durch die »Köln. Volksztg." nochmals die Hauptpunkte, auf die der Korrespondent des Kölner Blattes seine Anschuldigungen aufgebaut hat. Die „Nordd. Allg. Ztg." betont dabei u. a.: 1) Das Renö'sche Buch ist nicht nur ohne jede amtL Anregung oder Unterstützung entstanden, sondern hat auch dem Kamerunbahnkonsortium einen Zuschuß zu den Truckkosten weder geleistet noch zugesagt. 2) Die Personen, mit welchen bie Hfllomalabteilung sich wegen Verleihung von Bergrechten an das Syndikat besprach, waren entgegen den Behauptungen der „ftflln. Volksztg." vom Syndikat in alter Form als bevollmächtigt zu den Verhandlungen bezeichnet. — Die „Nordd. Allg. Ztg/ werft bamt 3) nochmals nach, baß bereits in ber Synbikatsfitzung vom 6, Dezbr. 1904 bie Finanzierung ber Kamerunbahn ohne Reichsgarantie als unmöglich bezeichnet würbe unb Vertreter für bie Verhandlungen aus ber Grundlage einer partiellen Reichsgarantie benannt würben. Die „Nordd. Allg. Ztg." schließt ihre längeren Ausführungen: Es bleibt dabei, daß der Korrespondent der „Kölnischen Volkszeitung" Beläge für seine schweren Beschuldigungen weder beibringt, noch überhaupt besitzt, daß er mithin seine öffentl.Anklage in fahrlässiger Weise auf der unzureichenden Grundlage ganz lückenhafter und unrichtiger Informationen erhob. Zu der Schlußbemerkung des Korrespondenten: „Das Syndikat wollte ohne Reichsgarantie eine Kolonialbahn bauen; wäre ihr das gelungen, so hätte der Reichstag nicht wieder die Zinsgarantie für andere Kolonialbahnen übernommen. Frellich gibt es Leute, „die ein Interesse daran haben, dies zu verhindern", bemerkt die „Nordd. Allg. Ztg.": das ist eine schwere Verdächtigung der Kolonialverwaltung, wonach sie geflissentlich das Zustandekommen der Kamerunbahn ohne Zinsgarantie hintertrieben hätte. Diese Verdächtigungen, für bie vorsichtigerweise „Beläge" nicht in Aussicht gestellt werden, steht durchaus auf der Höhe der bisherigen, als un» begründet und unwahr nachgewiesenen Behauptungen. Die „Köln. Volksztg." hat für ihre „Enthüllungen" in der kolonialen Frage zuerst von der mittelparteilichen und der liberalen Presse die Wahrheit zu hören bekommen, dann hat ein sozialdemokratisches Organ von „Revolverblattmanier" gesprochen und jetzt nimmt sich auch noch die sonst den Klerikalen gegenüber sehr vorsichtige „Kreuzztg." das rheinische Zentrumsorgan vor. Sie nennt den Angriff auf die Kolonialoerwaltung ein überflüssiges und gegenstandsloses Gerede. Noch schmerzlicher als diese grobe Kritik dürfte dem rheinischen Blatte die Andeutung der „Kreuzztg." sein, daß der Angriff auf ein Geschäftsmart ö v e r zurückzuführen ist. Die „Kreuzztg." schreibt nämlich: „Wir sehen in der ganzen Sache nichts anderes, als einen mißglückten Versuch zu einer der jetzt so beliebten Zeitungssensationen." Mit dem von ihr so oft bekämpften „S ch erliSmus" auf eine Stufe gestellt zu werden, wird der „Köln. VolkSztg." sicherlich ein recht bitteres Em- Bügeltuchs! SlauzbügelvkannM/'MÄ l ttiod). grunbl. eil ■■■ -ad)m. SdaUtorfW Wt H, u] Eingang Morenga, der Feldherr der Hereros, der zurzeit den Truppen des Generals v. Trotha in Deutsch-Südwestafrika so viel zu schaffen macht, wird in der neuesten dtummer der „Zukunft folgendermaßen geschildert: „Em baumlanger, schlanker Herero aus Damara- lanb. Mitte der dreißig. Ein kluges, ausdrucksvolles Gesicht. Kleidung: entweder deutsche Offiziersuniform oder vornehmer englischer Reitanzug; am Lederriemen hängt das Gorzglas. Immer begleitet ihn, der sich Jakob Ma- rinte, den Feldtornet und jetzigen Oberführer der Bon- delzwarthottentotten nennt, ein britischer Sekretär und Kriegsberichterstatter. Kein anderer Kapitän im Schutzgebiet hält den Vergleich mit diesem Jakob aus, der auf seine Weise ein ganz genialer Kerl ist. Wo er die Schwarzen geführt hat, ist mehr Blut geflossen als sonst irgendwo; und auch wenn man vorher nicht wußte, daß man ihm gegenüberstehe, war an der Gefechtsanlage aus den ersten Blick zu merken, daß er die taktische Führung habe. Seine Leute zittern vor ihm und schleichen sich auf seinen Wink fast bis in die deutsche Front hinein. Er ist, je nach Bedarf, tollkühn oder vorsichtig und hat den Ehrgeiz, den Krieg nach Europäersttte zu führen. Weil er die feige Ermordung deutscher Farmer und die Verstümmelung der Verwundeten nicht billigte, hat er sich mit Hendrik Witboi entzweit . . . ." Der Artikel klingt in folgende ernste Sätze aus: „Trotha hat diesem Gegner die Anerkennung nicht versagt; ließ sie ihm sogar ausdrücklich verkünden. Daß er noch nicht zum Frieden mit Morenga gekommen ist, Ivar nicht seine Schuld, sondern die Folge unseliger Zufälle, die selbst der genialste Führer nicht abwenden tonnte. Wenn Morenga die Waffen streckt, ist im Süden Ruhe und der schwerste Teil des Hottentottenkrieges hinter uns; Eornelius, Christian, Morris, Stürmann und die anderen Kapitäne hätten dann keine Hofstiung mehr. Bis wir aber soweit sind, muß gekämpft werden. Und dieser Kamps ist wirklich nicht so leicht und bequem, wie in der lieben Heimat mancher zu wähnen scheint. Bei den Truppen, die ins Gefecht gekommen find (nie mehr als zweitausend Mann zur selben Zett), sind die Verluste ungeheuerlich groß; jeder dritte Offizier, jeder zehnte Mann ist gefallen. Mit dem Kochgeschirr wurde diesen Tapferen von den überlebenden Kameraden das Grab geschaufelt; ein paar Klippen steine drüber und ein rohes Hartebestkreuz in die Scholle gepflanzt Wer nach zwei, drei Wochen die Stätte dann, etwa auf einem Patrouillenritt, wiedersah, fand das Grab aufgewühlt, ein Stück schioarzweißen Bandes, vielleicht eine Ehinamedaille (für Afrika war ja keine Denkmünze nötig) und ein bleichendes Knochengerüst: mehr hatten die Schakale und die Hereroweiber nicht übrig gelassen. So leben, so sterben und faulen deutsche Menschen in SüdttEstasrika. Statt mit untauglichen Mitteln jetzt den Beweis zu versuchen, daß Trotha sein Geschäft nicht versteht, sollte man ui der Wilhelmstraße dafür sorgen, daß der Krieg endlich mit voller Kraft geführt wird und nicht jeder, der hin üb ergeht, im voraus wissen kann, nach der Abschiedsrede im Hamburger Hafen habe er von den Landsleuten nur noch Hohn unb Schimpf zu erwarten " Nord uud Süd. Während bei uns in Hessen die Wahlbewegung nur langsame Fortschritte macht und in größerer Ruhe sich vollzieht als man hätte ermatten sollen, geht es im benach- batten Baden lebhafter zu. Nach den verschiedenen Kundgebungen zahlreicher Versammlungen und Körperschaften im Frühjahr und Sommer kann es nicht fehlen, daß bei dieser Wahlbewegung auch vielfach die Frage der Eisenbahn- re form wieder aufgecollt wird. Wiederholt wurde nach Baden die Mahnung gerichtet, diese wichtige wirtschaftliche Angelegenheit nicht zu einer politischen Pacteifrage zuzuspitzen oder gar die Einführung der vierten Wagenklasse und eventuell Abschaffung des Kilometerheftes zur Bedeutung einer Wahlprobe zu gestalten. In der äußerst lebhaften Agitation gegen die vierte Wagenklasse und für Beibehaltung des Kilo - meter heft es ließ sich stets ein Beisatz von Erbitterung MUK e ' .Iw. Waise. 28 I. milch Mild Uond.Amwg.MW ^.Herrii,w.a.o.l!erm..ied.m^. slj_____ Sektion Gies» D, L Oe. A.-Y. DonnerM den 28. W M SSSSd ■au L- S71* öeiufc SK'E'S* Ä- ————^Tcipkl. Garten) (früher Steins gasfest [gen Regi®ents Kap all s w «»M*. W” 29 b. 2 zer Lorstavb- sliosts- in s na v 25. Kongreß des Deutschen Vereins für Armenpflege und Wohltätigkeit. (Original-Bericht des Gießener Anzeigers.) III. Mannheim, 22. September!. Tei? gestrige Tag brachte zunächst noch eine Dampferfahrt aus dem Rhein und durch den Dafen, die Gelegenheit gab, von. der großartigen Entwicklung des Mannheimer Handelsverkehrs einen Eindruck zu empfangen. Am Abend fand in dem gewaltigen Ribelungensaal des Rosengartens eine Festversammlung stau, die den über 5000 Personen fassenden Saal bis zum letzten Platz füllte. Dabei wurden im ersten Teil treffliche musikalische Genüße geboten. Die heutige Versamnrlung wurde durch Verlesung eines übel-' aus huldvollen Telegramms der Frau Großherzogin von Vaden eröffnet. Zur Verhandlung stand das ungemein wichtige und aktuelle Thema: „Die heutigen Anforderungen an die öffeni^ liche Armenpflege im Verhältnis zur bestehenden Armengesetzgebung."- DermiHte». * Eisenb ahn Unfälle. Am Montag ereignete sich ein schwerer Eisenbahnunfall bei Köln. Eine von Kalk kommende Lokomotive fuhr bei einem Bahnübergang, wo die Barriöre nicht geschloffen war, in einen von Deutz kommenden Straßenbahnzug, der mit Schulkindern und Beamten dicht besetzt war. Der Motorwagen wurde zertrümmert, der Anhängewagen aus dem Geleise geschleudert. Eine Person war sofort tot, sieben andere sind lebensgefährlich verletzt. Nach Aussage des Wärters war die Lokomotive nicht gemeldet. — Ein gemischter Zug von Wollin (Pommern) ist in Pritter bei Ostswine infolge Schienenbruches verunglückt. Die Maschine und vier Wagen entgleisten. Mehrere Personen wurden leicht verletzt. — In der Nähe von Rutt ek (Ungarn) stieß ein Personenzug mit voller Kraft mit vier durch dem Sturmwind auf das Hauptgeleise getriebenen Waggons zusammen. Zwei Reisende wurden bei dem Zusammenstöße getötet, zwei schwer verletzt. Die Lokomotive und mehrere Waggons wurden zertrümmert. • Brände. In Stettin brach im Freihafenbezirk großes Feuer aus, welches umfangreiche Holzlager ergriff. An der Löschung des Brandes beteiligten sich mehrere Dampfer. Um 7s/< Är gelang es, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Die Bretterlager gehören englischen Firmen und waren zumeist bei deutschen Firmen versichert. — In Groß- Mierka bei Groß-Strelitz (Schlesien) wütet eine große Feuersbrunst. In kurzer Zeit waren drei Wohnhäuser mit Nebengebäuden und fünf Scheunen niedergebrannt. Auch Vieh und viele Landwirtschaftsgeräte fielen den Flammen zum Opfer. In Klein-Strelitz wurden 13 mit Erntevorräteu gefüllte Scheunen eingeäschert. — In Untcrköditz in Thüringen zündete beim Spielen mit Streichhölzern der fünfjährige Sohn eines Gutsarbeiters das Kleid seiner Schwester an, die infolgedessen verbrannte. Das Kind wurde als verkohlte Leiche aufgefunden. • Zar Nikolaus II. als Spielzeugcrfinder. Von den Sorgen des Herrschcrberufcs, die gegenwärtig auf den Schultern keines anderen europäischen Monarchen mi solcher Schwere lasten wie auf den seinen, ruht Nikolaus II. am liebsten aus im Kreise seiner blühenden und munteren Kinderschar. Hier vergißt er auf Augenblicke und Stunden alle politische Mühsal und nimmt auch wohl selbst Anteil an den Spielen seiner Kleinen. Seine Gemahlin, die Zarin Alexandra, ist, wie man weiß, eine sehr talentvolle Zeichnerin und sie hat sich oft das Vergnügen gemacht, Spielzeug für ihre Kinder selbst zu entwerfen und anfertigcn zu laffen. Es scheint nun, als ob der Zar den Ehrgeiz gefühl habe, es ihr auf diesem Gebiete gleich zu tun. Denn wie man aus St. Petersburg schreibt, hat der Kaiser für seinen einjährigen Sohn, den Zarewitsch, das Muster einer Schlange gezeichnet und eine illustrierte Zeitung ist sogar schon in der Lage, ein Bild dieser Schlange zu veröffentlichen, wie sie ein bekanntes Spielwarengeschäft ausführcn mußte. Mit unbefangenem Auge vermag man freilich nicht zu erkennen, wodurch sie sich von anderen gleichfalls zu kindlichem Aus Stadt mrd Amck. Gießen, 26. September. Sprechstunden der Redaktion: 12—1 Uhr mittags, Uhr abends. — Vom Hause Erbach. Der Meldung von der Mesalliance im Hause Erbach wird jetzt angefügt, daß auch zwei jüngere, verstorbene Brüder des 61 jährigen, regierenden Grafen morganatische Ehen schlossen, und zwar der eine mit Fräulein Marie K re dell, die kurz vor der Vermählung .durch großherzoglichc Verleihung den Namen „von Wildenstein" erhielt, und der andere mit Fräulein AnnaKittner, die durch großherzogliches Diplom in den Besitz des Namen? „von Curl" gelangte. Beide Namen sind den gräflich Erbach- Erbachschen Besitzungen entnommen. Das Haus Erbach- Erboch ist bekanntlich die mittlere Linie des einer fränkischen Dynastie entstammenden Gesamthauscs Erbach. Die dritte (ätiere) Linie trägt den Namen Erbach-Fürstenau, während Zeitvertreibe hergestellten hölzernen Reptilien derselben Art unterscheidet, — höchstens könnte dies durch den Kopf sein, der mit einem mächtigen Schnabel versehen ist, wie ihn wohl keine der in Brehms „Tierleben" verzeichneten Schlangenarten besitzen dürfte. Der Körper der Schlange ist schön grün bemalt, und mit weißen und roten Punkten verziert und bei der Auswahl dieser Farben wurde, wie man hört und gern glauben wird, sorgfältig darauf Bedacht genommen, daß sie keine giftigen Stoffe enthalten möchten, da Seine Kaiserliche Hoheit der Thronfolger und Hetman aller Kosaken noch die löbliche Angewohnheit haben, alle erreichbaren Gegenstände in höchstdcro Mund zu stecken. — Daß der Zar ein zärtlicher Gatte und Vater ist, bezweifelt selbst unter den erbittertsten Gegnern seines Thrones Niemand. * Ein weiblicher Verteidiger „amtierte" bei einer Verhandlung vor der Berufungskammer des Berliner Landgerichts II. Es handelte sich um eine Anklage gegen einen Bauerngutsbesitzer Götze in Köpenick, der fortgesetzt wegen des ihm streitig gemachten Rechtes zur Benutzung eines über fiskalischen Grund und Boden führenden Weges in Konflikt kam und schon mehrmals freigesvrochcn worden ist, obwohl seit einiger Zeit eine Tafel mit der Inschrift „Verbotener Weg" daselbst prangt. Der Angeklagte pocht darauf, daß seine Familie schon zu Zeiten Friedrichs des Großen diesen Weg benutzt habe und auch ein Recht zur Benutzung besitze. Als Verteidiger dieses Rechtes erschien die Schwester des Angeklagten, Frau Gutsbesitzer Rückert, die auf Grund des § 138 der Strafprozeßordnung durch Gerichtsbeschluß zugelaffen worden war, weil sie am besten mit den recht verwickelten Rechtsverhältnissen in Gemäßheit ihres Familienarchivs Bescheid wußte. Der weibliche Anwalt, der mit großem Aktenstoß im Saale erschien, erfreute sich einer so zuvorkommenden Behandlung, daß ihn mancher zünftige Kollege darum beneiden konnte. Der Vorsitzende begrüßte den „Herrn Verteidiger" durch eine freundliche Verbeugung und auch der auf die folgende Verhandlung wartende Rechtsanwalt bot galant und zuvorkommend der Dame den ersten Platz am Verteidigertische an. Diese erledigte sich übrigens ihrer Aufgabe nicht nur mit „Genie und Grazie", sondern auch mit einer bewundernswürdigen Sachkunde und brachte dem Gerichtshöfe die Ueberzeugung bei, daß ihrem Bruder mindestens der gute Glaube innegewohnt habe. Der Gerichtshof erkannte auf Freisprechung. * „Konsumverein für Raucher". Aus Halber« stadt wird berichtet: Im Januar vorigen Jahres suchte ein anscheinend dem Arbeiterstande angehöriger Mann junge Leute zum Unterschreiben eines Bogens zu bewegen mit der Erklärung, wer sich unterschreibe, erhalte in vier Wochen gratis Zigarren zugeschickt, von denen er sich eine Auswahl treffen könne. Der Mann erklärte ferner, er bekomme für jede gesammelte Unterschrift 75 Pfg. Diese Tätigkeit hat der Herr wochenlang mit gutem Erfolg ausgeübt. Im Oktober erhielten nun die Unterschriebenen eine Zustellung des Amtsgerichts Halberstadt, daß sie in das Register einer Genoffenschaft „Konsumverein für Raucher, E. G. in., b. H." eingetragen worden seien. Auf die Zusendung von Zigarren warten sie noch heute. Dafür erhielten sic vor kurzem durch einen Gerichtsvollzieher eine Zuschrift, wonach der Geschäftsführer den Konkurs der Genossenschaft angemeldet habe, zu den Terminen niemand erschienen sei und daß der Kaufmann Lesser als Konkursverwalter ermächtigt sei, im Wege der Zwangsvollstreckung von jedem „Mitglieds" 10 Mk. einzu- treiben. Die „Genossenschaftsmitglieder" waren natürlich wie aus den Wolken gefallen und die Zwangsvollstreckung hat auch wohl, da die Mitglieder ganz junge unmündige Bürschchen waren, wenig Erfolg gehabt. * Milchverunreinigung. In etwas humoristischer Form kam auf der Tagung des Verbandes deutscher Milchhändler in Magdeburg eine sehr ernste Sache zur Sprache. Man verhandelte über die Frage der Milchverunreinigung und ihrer Verhütung. Dazu sprach Professor Schloßmann unter dem Gesichtspunkte, daß die Milch leicht den Geruch und den Geschmack von anderen Dingen annehme, in deren Nähe sie aufbewahrt wird. Er hat völlig gereinigte Milch anderen Personen zu trinken gegeben, ohne daß sie von den mit der Milch vorgenommenen Prozeduren Kenntnis hatten. Darauf erklärten ihm diese Personen, es fehle etwas an dein richtigen Geschmack. Nachdem dann Herr Schloßmann ein kleines Körnchen Kuhdünger in die Milch getan hatte, ba sagten die Versuchspersonen: Ja, das ist der richtige Milch' geschmack. Professor Schloßmann zieht daraus den Schluß, wir seien durch Generationen hindurch so an die verschmutzte Milch gewöhnt, daß wir gar nicht wissen, wie reine Milch schmecken muß; wir halten den Mistgeschmack für den richtigen Milchgeschmack. So geht es unS wahr« scheinlich mit vielen Nahrungs- und Genußmitteln. * Der größte Bahnhof der Welt wird der int Bau begriffene Leipziger 'HauptbahnHof werden. Er wird 85 550 Quadratmeter Grundfläche und 26 Geleise haben Die Kosten betragen 130 Millionen. Bis 1914 soll dir Gesamtanlage im Betriebe fein. • Kannibalisches Menu. Die Frau Direktorin schreibt an ihre Freundin: „Teuere Aurora, gestern war bei meinem Sohne Kindstaufe. Um elf Uhr wurde sein Junge getauft und dann kalt gespeist. Wir waren alle recht heiter." die erstere (jüngere) Linie den Namen Erbach-Schönberg ührt. Der Senior dieser ersten Linie ist mit der Prinzessin Marie vonBattenberg vermählt, deren ältester Bruder Ludwig ein Schwager unseres Großherzogs und der Kaiserin von Rußland ist. Dieser Graf Gustav zu Erbach-Schönberg ist auch sehr nahe dem holländischen Hofe verbunden, indem der älteste Sohn des gräflichen Paares, Erbgraf Alexander, mit der jüngsten Schwester der verwitweten Königin Emma, Mutter s Königin Wilhelmine von Holland, vermählt ist. — Das fr ilich Er- bach-Schönbergsche Schloß liegt neben der Pfarr. lieche auf einer Anhöhe in dem kaum 2000 Einwohner zählenden Flecken König, durch dessen Straßen zur Abendzeit in zahlreichen Prachtexemplaren das Vieh von der Weide gesittet und wohlerzogen nach den heimischen Ställen heimtehrt. Einige Mühlen, mehrere Streichholz- und Zigarrenfabriken, die außerhalb des Städtchens gelegten sind, unterbrechen )urd) den gemäßigten Lärm ihres Betriebes kaum die Stille, die über dem lieblichen Ort lagert, dessen Mittelpunkt in allen Beziehungen ders Schloß ist. JU der inneren Ausstattung teils im Empirestil, teils im Stil der Epoche Ludwigs XVI. gehalten, machen die Schloßräume mit ihrem großen Reichtum an Sepiagemälden italienischer Herkunft einen überaus behaglichen Eindruck, der durch einen Gang in den Park noch erhöht wird. Unter den prachtvollen alten Bäumen, die diesen nach dem Muster italienischer Gartenkunst angelegten Schloßpark zieren, von dem man auf die Wälderpracht des friedlichten Mümlingtals herniedersieht, träumte vor 41/? Jahren die jetzige Königin der Niederlande ihren letzten Mädchentraum. ** Eröffnung derNeubaustreckeStockheim- Helde über gen - Win decken. 'AM 1. Oktober wird, wie schon kurz berichtet wurde, die normalspurige Nebenbahnstrecke Stockheim-Heldenbergen-Windecken mit den Stationen Glauberg, Enzheim, Lindheim, Altenstadt, Höchst a. d. Nidder, Eichen für den Personen-, Güter- und Privatdepeschenverkehr, sowie für Abfertigung von Leichen und lebenden Tieren eröffnet. Der Haltepunkt Enzheim dient nur dem Personenverkehr. t. R o d h e i m a. d. Bieber, 23. Sept. Der kommunalständische Verband für unseren Regierungsbezirk hat oberhalb Rodheims an der Straße nach Fellingshausen ein größeres Gelände käuflich erworben, um darauf ein Wohngebäude für den hier stationierten Kreisstraßenmeister nebst einem Geräteschuppen zu erbauen. Gleichzeitig ist dabei die Anlage einer größeren Ob st ba umschule vorgesehen, aus welcher der spätere Bedarf an Obstbäumen für die Kreisstraße gedeckt werden soll. Das Baugelände wurde von dem „Schmitter ®ut" erworben; der Quadratmeter wird mit 2 Mk. bezahlt. v. Bad-Nauheim, 22. Sept. Bis zum 21. Sept. 1905 sind 25 551 Kurgäste angekommen, wovon am genannten Tage noch 2132 anwesend waren. 352 226 Bäder wurden bis zum 21. September abgegeben. r. Dauern he im, 24. Sept. Heute uachmivttag gegen V23 Uhr fand die Einweihung des neu erbauten Schulhauses in Gegenwart des Kreisrates Böckmaun, des Kreisschulinspektors Scherer und des Kirchen-, Schul- und Ortsvorstandes, des Baumeisters Kraft und der ganzen Gemeinde statt. Die Weiherede hielt Pfarrer Wolke Witz von hier. Hierauf fand die übliche Schlüsselüberreichung und Besichtigung der beiden Schulsäle und Lehrerwohnungen statt. Die Bausumme beträgt ungefähr 50 000 Mark. Tat um ein neues Anleihegeschäft bemüht hat, so kann das lediglich Gegenstand eines Gesprächs gewesen sein zwischen dem Minister und dem Führer des Berliner Russenkonsortiums. Herrn v. Mendelssohn. Dieses Gespräch, hat gestern stattgefunden gelegentlich des von dem russischen Staatsmann in seinem hiesigen Hotel veranstalteten Festmahls, und es ist begreiflich, wenn Herr v. Mendelssohn die Gelegenheit benutzte, sich zu informieren über die etwaigen finanzpolitischen Wirkungen der Witteschen Konferenzen mit leitenden Mannern der französischen Regierung und Hoch--- finanz. Es gehört keine Prophetengabe dazu, vorauszm- sehen, daß Rußland alsbald eine neue Anleihe wird abschließen müssen. Diese Anleihe kann aber ebensowenig wie die früheren auf den deutschen Geldmarkt beschränkt sein, und wenn aus Petersburg gemeldet wird, Witte habe in Paris Fiasko erlitten, so ist das schon um deswillen ganz unwahrscheinlich, als Frankreich dem Verbündeten die sofortige Wiedereröffnung des Kredits in Aussicht gestellt hat für den Fall der Beendigung der Feindseligkeiten. Vermutlich handelt es sich bei dieser Meldung um eine Quertreiberei seitens der Gegner Wittes am Zarenhofe, die in Sorge sind, er könne zu mächtig werden und maßgebenden Einfluß beim Zaren erlangen. Deshalb mag dieser Hofpartei der Empfang Wittes durch Kaiser Wilhelm ungelegen kommen, wird doch dadurch dem SOHnifter unmittelbar vor feiner Heimkehr ins heilige Rußland ein wirkungsvolles Relief gegeben. sK- Es l 95 «Lßnw* H * »6* & M*1 Ä"s * rtiw & M, bet Ltacitc 'S m b-ttiib- URy WÄ S-in« g-it burclch's uitter M gesvrbcrt wn die Gcmemden ,* Geuct v rut S? im Stmtversa L Nom mr dos, Mi. Referent Im sch, dab eine «teig- fehl von Städten, bedenklicher n der Menbchmdinng, b1 -chit unbed ngl ci Mer die Fürsorge die Reihen des Mit dm Kreis derer, ai chn. Tos würde n >iner solchen wcitg' vürden auch schwere i\t Bedeutung die' leuchtet, daß der Et lichen Armenvflege diesen Gründ der Amenvslege ar ivonds geübt. Red Zuwendungen rechl nehmen. Das würd uendungen auf dc und der Tuberkul armemechtlichen E solche Entwicklung werden können, toei grösserer Verbände dos finamielle Jl ba sonst eine loenii Achten wäre. emWar. dre der vehordr, tvra Hrn dem müfie die y Empfänger vm v toorfen werden, weitherzig eusgä Vertonen, die sic Eeren Auswen in der Lage sind mutte aber durch werden. , Referent legt berichterstatter drc als die schönste > wünscht. 1 , Rechtsrat Fle «er bayrischen Ges itvrderungen an bti j? werden. Tatsäcl Bayern werde du 2 Znzelne Armei kollegiale Beratnna »negschastsrälc über! s LeistnngsuZ »uns sehe die ^aturltch ßfe c Morse nu§ ' l öffelt worden ■ege oas Gesek fr Kn $orb B in lin'-ntm"1 lolche» y i«cln, sei iu^Mtge S keine s der Arbeit CT'intio hkt9cbenb^ $c,|h|ii zu d.'oüale L^toge mit h rtttcn Ls Mlaken Achlan AB Niet n l^Udkn ■ ,$t 4^ Hauptversammlung des Hessischen Lehrerturnvereins. (Schluß.) An das Schauturnen reihte sich ein Vortrag des LebrerS Zöller- Watzenborn-Steinberg über „Guts-Muth s". Guts- Muths ist der Begründer dcS deutschen Schulturnens, er hofft von der richtigen Pflege der Leibesübungen Gesundheit des Körpers und ungetrübte Heiterkeit des Geistes. Die allgemeine Aufgabe des Turnens ist ihm die Gründung einer innigen Harmonie zwischen Körper und Geist. Dem Vaterlande zu dienen ist der Hauptgedanke, der ihn bei all seinem Schaffen beseelte, er wollte die Jugend heranbilden zum künftigen Wehrmaun. Doch handelt es sich bei Guts-Muths nicht um eine militärische Ausbildung, sondern lediglich um Entwicklung derjenigen körperlichen und sittlichen Eigenschaften, welche der Wehrkraft und allgemeinen Volkskraft förderlich sind. Die Turnkunst galt ihm als „Arbeit im Gewände jugendlicher Freude". Um 2 Uhr sand im Cafö Ebel Mittagessen statt. Landes- /urninspektor Schmuck verlas Begrüßungstelegramme, bezw. Schreiben von Schulrat S i ck i n g e r - Mannheim, Hosrat M a u l- Karlsruhe, dem Leiter des badischen Schulturnens, vom Badischen Lehrerturuverein und Schriftführer D e u b l e r--Bieber; die oberste Schulbehörde, Oberlehrer BackeS-Darmstadt und Kaßlick- Darmstadt hatten ihr Nichterscheinen mit dem Ausdruck des Bedauerns entschuldigt. In das vom Provinzialdirektor Geheimrat Dr. B r e i d e r t auf Kaiser und Grobherzog ausgebrachte Hoch ftimmtc die Versammlung begeistert ein. Weitere Toaste brachte aus Turuinspektor Schmuck auf die Lehrer und Schulkinder, die am Schauturnen beteiligt waren, Schabe- Mannheim auf den hessischen Lehrerturnverein, Schneider - Heuchelheim aus Landes» Mrninspektor Schmuck. Nach dem Essen begannen die Hauptoerhandlungen. Der zweite Vorsitzende, L u l e y -Mainz, verlas den Jahresbericht. Danach zählt der Verein in neun großen Bezirken 201 Mitglieder und 38 Einzclmitglieder; einen bedeutenden Zuwachs erhielt der Verein in Oberhesseu. Der größte Bezirksverein ist Mainz; Gießen hat 22, Grünberg 32, Lich 29, Büdingen 21 Mitglieder. Die Nechnungsablage erstattete ebenfalls Luley-Mainz. Die Gesamteinnahmen betrugen 215.20 Mk., davon entfallen aus Oberheffen 113.30 Mk., Starkenburg 20.30 Mk., Rheinheffen 52.20 Mark, die Ausgaben sind 196.80 Mk., der Ueberschuß 66,75 Mk., wozu noch 15.70 Mk. außerordentliche Einnahmen fommen. Nach der Prüfung der Rechnung wurde dem Rechner Entlastung erteilt. Hierauf erfolgte die Neuwahl des Vorstandes. Nachdem Lehrer Bach-Großenlinden die hohen Verdienste des ersten Vorsitzenden heroorgehoben hatte, wurde Landes-Turninspektor Schmuck per Akklamation wiedergewählt, zum zweiten Vorsitzenden wurdeLuley-Mainz mit großer Majorität, zum Rechner Bopp -Nidda, zum Schriftführer Bach -Großenlinden, zum Beisitzer Sauerwein -Worms einstimmig gewählt. Bei der Wahl zu Abgeordneten zum deutschen Turnlehrerverein 1907 'm Leipzig wurden außer den genannten Vorstandsmitgliedern gewählt: Jfs- land -Mainz, Wolf -BerSrod, Schneider -Lich. Die Wahl der Ersatzmänner wird den Bezirken überlassen. Ter Vorsitzende Schmuck kommt daun auf die Frage des schwedischen Turnen? gu sprechen, die zur Zeit die Turnlehrer Deutschland? beschäftigt. Er erklärt, daß dieses bereits vor 50 Jahren abgetan worden sei, durchaus nicht den deutschen Verhältnissen entspräche und höchstens als Heilgymnastik zu verwenden fei, durch seine langsamen Bewegungen aber sich durchaus nicht mit dem srffch-fröhlichen Charakter der Jugend vefirage. Darnach wurde einstimmig folgende Resolution angenommen: „Die Hauptversammlung des Hessischen Lehrervereins betrachtet das schwedische Turnen als eine Angelegenheit, die längst erledigt ist, und muß sich gegen alle Versuche aussprechen, demselben Zugang ins deutsche Turnen zu verschaffen, da es in keiner Weise geeignet ist, unser deutsches Schulturnen zu ersehen; auch die Ueberuahme gewisser schwedischer Hebungen müssen wir ablehnen, da sie entweder unästhetisch wirken oder bereits vorhanden sind." Ferner wurde beschloßen, daß in Zukunst der deutsche Turn- lehreroerein wieder für sich tagen soll, nicht in Verbindung mit dein Verein für Volks- und Jugendspiele; jedem Redner soll höchstens eine Stunde bewilligt werden und die turnerischen Vorführungen nicht über vier Stunden dauern. Der Frage „Einführung des Turnunterrichts in den Fort- "bildungsschulen" steht die Versammlung wohlwollend gegenüber. Der Vorsitzende richtet zum Schluß die Bitte an die Versammlung, ihn bei der Aufstellung einer T u r n st a t i st i k für Hessen zu unterstützen. — Der Vorschlag, den Knaben, die am Schau- lurnen teilnehmen, durch ein kleines Geschenk eine Freude zu bereiten, fand lebhafte Zustimmung. Es wird beschlossen, daß jedes Kind einen Tierschutzkalcnder erhält. Als Ort der nächsten Hauptversammlung 1807 wurde Worms bestimmt. Den Schluß der Versammlung bildete ein Vortrag des Lehrers Wolf-Bersrod über den „Deutschen Turn tag in Quedlinburg und die Einweihung des Guts-Muths-Denkmals". >i,W ,5tÄJ tr "Äit* J*' --Atz l*H4 l'ch im. ,■ *'tIi«ft ^tcnNte§ , Xr in\Smä^Cit * enoeibl^e Anwalt,p *en- erfreute sich mancher züG -er Vorsitzende beaA 'n- freundliche Verb^ 'Wandlung wartende Rchi n™nb der Dame den * erledigte sich übrige 6cmVlmb Grazie-, fonbt "gen Lachkunde und brat' ing dei, daß ihrem Brlllr'i 'wohnt habe. Ter GcrichM ! Raucher-. Aus Halb« »r vorigen Jahres suchte'! ' angehöriger Mann juiul sagens zu bewegen mit M ioe, erhalte in vier denen er sich eine Ausmt.1 arte ferner, er btfomint 6 Vsg. Tiese Tätigkeit hat!« folg ausgeübt. Jni Cflok en eine Zustellung beste das Register einer GemM- icher, 6. ®. m., b. 6/ rin» die Zusendung von 3i«m erhielten sic vor t«jm M 'cflrift, monad) k fd5oft anaemeltti. W, a. wxta 'Mifc 'der fiau’pnair^ rmWtzi fei, im Wege V m .Mitgliedes 10 Mk. ein».' Mitglieder- waren natürliche t , die ZwangSvollstteäuuyh!! ganz junge unmündige Wfl ibt. ...Bi na. In etwas humoMK c§ Verbandes deutfchcr^MW ehr cmfte Sache zur Spt»« -rage der MilchvenmremizsM wroch Professor SchloßWW - die Milch leicht den 0cll :n Dingen m* '"«■ jot oöllig g«™* * ; o6n( b«6 . »oitburen SeiffltmS ■« ts Wt ->m- «W /M„n S--- Sä)’*”™ I , die Mch 9* *51 nicht mil'"! * “ d ff '“S?S Hof der roerbcn. l' 'lai'vtbahn (jatc. Ä**»’ “*.? fflit w»"”nI< (peilt- " ®. 22. ®*& .-A «KAMM- in 1 1 September + Es starben an: Tuberkulose der Lungen Tuberkulose des 15,4 ° C. 7,2° „ werden. _ , , , , . . Das Festmahl, das ebenfalls im Rosengarten abgebalten werd, und ein Ausflug nach Heidelberg nnd> in das Neckartal, der durch eine Beleuchtung des Heidelberger Schlosses gekrönt werden soll, werden den Schl ns; des sehr stark besuchten und höchst anregend und fruchtbringend verlaufenen Kongresses machen. L.er Teutsche Verein für Armenpflege und Wohltätigkeit darf mit Stolz auf diesen Abschluß seiner 25 jährigen Tätigkeit blicken, und in das zweite Viertel;abrhundert mit der Hosfnung em- treterr. daß seine Arbeit auch darin noch dringend nötig ist Nach dem Schlußwort der Referenten werden die Leitsätze folgender Formulierung angenommen. 1. Die öffentliche Armenpflege hat die Fürsorge für alle armenrechtlich hilfsbedürftigen Personen unter Berücksichtigung der gesundheitlichen und der Armut vorbeugenden Anforderungen der Gegenwart sicherznstcllen. Diese Für- sorge ist sowohl im Gesetz über den Unterstützungswohnsitz als auch im bayrischen Arnieirrecht begründet und tatsächlich durchführbar. , 2. Tic öffentliche Armenpflege in Elsaß-Lothrmgen entspricht nicht den obigen Anforderiingen. Für sie ist dringend die Einführung des Reichsgesetzes über den Unterstützungswohnsitz zu fordern. 3. Im übrigen wird eine künftige Reform der Armcngesetz- gebung auf bessere Gewähr für die allseitige und gleichmäßige Erfüllung der an die Armenpflege zu stellenden Anforderungen, insbesondere durch Schaffung leistungsfähiger Arnrenverbnnde nnd durch Zentralisation der Aufsicht über die Ausübung der Armenpflege, Bedacht zu nehmen Haber:. Als letztes Ziel ift _ehte einheitliche deutsche Armengesetzgebung ins Auge zu fassen. Nach den üblichen Formalitäten wird die Sitzung geschlossen. Die gedruckten Berichte darüber hatten für das Gebiet des Unterstützungswohnsitzes die Herren Senatssekretär Buehl imd Rat F l e m m i n g aus Hamburg, für Bayern Rcchtsrat Fleischmann aus Nilrnberg, für Elsaß-Lothrmgen Beigeordneter Tr. Schwanker ans Straßburg vorgelegt. Zunächst erhielt das Wort dazu Herr B u e h l. Er führte folgendes aus: Bei einem 25 jährigen Jubiläum ziemt Rückblick imd Vorblick. Es kann nicht zweifelhaft sein, daß in diesen 25 Jahren unter dem Einfluß höherer Lebenshaltung an unsere Armenverwaltungen neue Anforderungen in hygienischer und sozialer Richtung herangetretcn sind, die zu der Frage nötigen, ob diese Bedürfnisse auf dem Boden der bestehenden Gesetzgebung zu beftiedigcn sind. Ferner drängt sich die Tatsache auf, daß uns in Deutschland noch 'ein einheitliches Armenrecht fehlt, daß das Reick vielmehr in drei Gebiete zerfällt. Tie Aussichten, auch in der Armenpflege zu einer Einheit zu gelangen, scheitern an dem zähen Festhalten Bayerns an seinem Heimatsrecht. Dagegen muß erklärt werden, daß der Zu stand in Elsaß-Lothringen, wonach es dort überhaupt keine gesetzlich gesicherte bürgerliche Armenpflege gibt, der in Deutschland herrschenden Auffassung der Aufgaben des Staates nicht entspricht. In Bayern ist auch unter der Heimatgesetzgebung eine unseren heutigen Anschauungen entsprechende Ausgestaltung möglich. Durch die im Gebiet des Untcrstützungsivohnsitzes nnd in Bayern bestehende Gesetzgebung ist dem Armen die Gewährung des zum Leben unbedingt Erforder- Jn der Diskussion wendet sich Stadtrat I a k st e i n aus Potsdam scharf gegen die Ausführungen von Tr. Buehl. Er ist entschieden dagegen, die freie Bewegung der Gemeinden in der Betätigung ihrer sozialen Fürsorge durch gesetzliche Festlegung und Schaffung einer Auffickt zu beschränken. Er möchte die pvli^i- liche Grundlage der Armenpflege nicht dnrck 'eine grenzenlose Erweiterung ihrer sozialen Aufgaben zerstören. Kirchenrat Hockte 11 e r aus Lörrach bekämpft den dem Referat von Buehl zu Grunde liegenden Begriff der Armenpflege, daß sie die Aufgabe habe, die aus den Mängeln unserer Wirtschaftsordnung en! dringenden Mißstände auszugleichen. Das gelte vielleicht von einer idealen Armenpflege, nicht aber von der Zwangsarmcn- Pflege, die ihre Mittel aus Steuern beziehe. Eine solche mu; stich auf das Unentbehrliche beschränken, nnd alles dariiber Hm- ausgehende der sozialen Fürsorge überlassen. Justizrat l.r. Rul and aus Kolmar spricht seine lebhafte Freude darüber aus, daß nach den Urteilen berufener Kenncr das Gesetz über den Unterstütznngswohnsitz sich durchaus bewährt habe, und mir seine Durchführung sicher zu stellen sei. Er erhofft davon das beste für die bevorstehende Refornr der Gesetzgebung m El,atz- Lothringcn. Besonders hält er die Auffassung, daß das Unter- "tützungswohnsitzgesetz durchaus geeignet sei, sich 'den modernen Anschauungen anzupassen, für Völlig begründet, staunt, solle ja nicht gesagt sein, daß nun mit einem Male alles Mögliche n den Kreis der Armenpflege hineingezogen werden solle. solle und könne sich mir modernen Anforderungen so lange nickst entziehen, ehe deren Erfüllung nickst auf anderem Wege sicher gestellt sei. Er empfiehlt daher dringend den von Sckwander beantragten Satz. Seine Annahme wäre eine nationale stat. Stadtrat Tr. Flesch aus Frankfurt a. M. hält die geforderte soziale Armeiifiirsorgc auf . dem Boden der gesetzlichen Armenpflege für praktisch unausführbar. Für Frankfurt, das etwa 8 Prozent unterstützte Arme hat, kämen dadurch noch wertere 30 Prozent, die unter 900 Mark Einkommen haben, unter 38 Prozent, die von 900 bis 1200 Mark haben, beim sie können alle miteinander nicht die etwa nötige Heilstättenbehandlung und dergleichen aus eigenen Mitteln bestreiten. Daran hat der Gesetzgeber sicher nicht gedacht, sondern mir an die unentbehrlichste Ergänzung des Mankos des Arbeitseinkommens, und mrt Recht. Je geringer die Zahl der öffentlichen Almosenempfänger, desto besser. Darum muß jede Armenpflege sich mit einem Kranz von Vereinen, sozialen Veranstaltungen, umgeben. Was^rch da bewährt, wird nach und nach eine regelmäßige Aufgabe des Staates und seiner Gesetzgebung werden, die dann auch zur sozialen Ausgestaltung der Armenpflege führen wird. Tr. Klumcker aus ftranksnrt a. M. bespricht das Interesse, das dre private Armenpflege an dieser Frage hat. Er hält durch dre Referate die Entwicklungsfähigkeit der öffentlichen Armenpflege auf dem Boden des bestehenden Gesetzes für nachgewiesen. Darüber kann sich die Privatwohltätigkeit mir freuen, deren Mittel dann für andere Aufgaben frei werden. Eine einheitliche Durchführung der Gewährung des unentbehrlich Notwendigen seitens der Armew- verwaltnngen müsse herbeigeführt werden. Tr. Münster berg erklärt die durch die Umfrage festgestellte Tatsache der ungenügenden Durchführung der elementarsten Grundsätze unserer Armenpflege für wahrhaft erschütternd und darum dre Frage einer zweckentsprechenden Aufsicht, die sogar in einem so ftcren Land, wie England, bestehe, nahegelegt. Er eiNpsiehlt darum bae Scitjabe, auch nach der Seite der Ermöglichung der prophylaktischen Fürsorge. Bürgermeister Dr. Schmidt-Mainz spricht rm Sinne der Jaksteinischen Ausführungen. Frl. S a l o m o n-Berlin wünscht die ganze Frage nur vom Standpunkt des nationalen und des Volkswohls beantwortet zu sehen. Von diesem Standpunkt werde vielfach Sparsamkeit zur Vergeudung der Volkskraft. Tr. Levy-Berlin spricht seine Freude darüber aus, daß dre Verpflichtung der sozialen Fürsorge im ausgesprochenen e>mn bei dem 25 jährigen Jubiläum öffentlich zum Ausdruck gekommen sei, unangesehen der Frage, wie weit und in welcher Werse die ihr entgegenstehenden Schwierigkeiten zu überwrndeu sern Landwirtschaft. — Dem „Reichscmz.* zufolge war im Deutschen Reiche Mitte September der Saaten st and wie folgt: Kartoffeln 2,4; SUce 2,3; Luzerne 2,6; BeivässerungSwiesen 2,2; andere Wiesen 2,4; wobei 2'gut, 3 mittel, 4 gering, 5 sehr gering bedeutet. In den Bemerkungen heißt es: Durch vielfach fast täglich niedergehenden Regen wurden die letzten Arbeiten bei der Getreideernte sehr in'die Länge gezogen, so daß zur Zeit der Berichterstattung fixe und da noch Reste von Sommerweizen und Hafer auf dem Felde standen, auch die Herbstbestellung leidet unter großer Nässe und ist auf schweren Böden bis jetzt nahezu unausführbar, von tierischen Schäden werden Engerlinge, Hamster, Feldmäuse genannt; besonders die letzteren richten vielfach auf Kartoffel- und Kleefeldern nicht unbedeutenden Schaden an. Die Aussichten aus eine gute Kartoffelernte sind infolge der Näße etuws zurückgegangen. Bei früheren, feineren Sorten, deren Ernte schon begonnen hat, zeigen sich Krankheiten, namentlich Fäule in großenteils erheblichem Maße. Kunst und Wissenschaft, Lüttich, 23. Sept. Auf dem Kongreß für Kinder» schütz wurde ein Antrag angenommen, die Schulbehörden xmd die zuständigen Regierungen zu ersuchen, häufiger in den S ch ulen eine ärztliche Untersuchung der Schulkinder zu veranlassen, um tuberkulöse Kinder vom Schulbesuche auszuschließen. Auf dem Kongreß f u r L i 11 e r a ri s ch e n Schutz wurde em Antrag angenommen, die Berliner Konferenz möge eine Verfügung treffen, wonach fortan das schriftstellerische Urheberrecht erst 50 Jahre nach d e m Ableben freigegeben wird. Anm.: Die in Klammem gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen.gebrachte Kranke kommen. Schwurgericht. th. Gießen, 26. Sept. Tie diesmalige Tagung des Schwurgerichts für die Provinz Oberhesscn wurde vom Landrichter Tr. Friedrich in seiner Eigenschaft als Vorsitzender gestern eröffnet. Verhandelt wurde gegen den 53 Jckhrc alten Dienstknecht Georg Minter von Merkenfritz wegen Sittlich kcitsver- b rechens aus § 176 Ziffer 2 d. R.-Str.-G. Die Anklage vertrat Staatsanwalt R e u p die Verteidigung wurde von Rechtsanwalt En gisch geführt. Nach dem Anktagebeschluß hat der Angeklagte eine an Epilepsie leidende, bereits entmündigte Witwe in Ober-Schmitten, deren 0^eifteskrankheit in der ganzen Gegend, übrigens auch dem Angeklagten bekannt war, mißbraucht. Die Verhandlung wurde hinter verschlossenen Türen geführt. Das öffentlich verkündete Urteil sprach den Angeklagten schuldig und diktierte ihm unter Zubilligung mildernder Umstände eine Gefängnisstrafe von einem Jahr zu, worauf ein Monat als durch die Untersuchungshaft verbüßt in Abrechnung kommt. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Die späteren, härteren Kartoffelsorten scheinen bis jetzt noch aesxmb geblieben zu sein. Klee und Luzerne haben sich fast überall nicht unwesentlich gebessert und lieferten meist reiche Erträge. Leider batte die Einheimsung sehr unter der unbeständigen Witterung zu leiden, so daß vieles minderwertig geworden ober ganz verdarbst ist. Junger Klee und junge Luzerne entuuckelten sich in letzter Zeit recht schön. Abgesehen von einigen süddeutschen Staaten liefern die Wiesen befriedigende, zum Teil sehr reichliche Erträge, nur wird das Trockenen des Grummets durch die unbeständige Witterung erschwert und verzögert. — In S ü d d e u t s ch l a n d haben die Wiesen auch da, wo der 6;rummetschnitt nur gering ausgefallen ist, sich jetzt wieder soweit erholt, daß noch eine reiche Derbst- weide in Aussicht steht. — In einer vom französ. Ackerbauminister vorgenommenen Untersuchung wird der diesjährige Ernte er trag in Frankreich in Weizen auf 119 Millionen Hektoliter, gegen 105 Millionen im Jahre 1904, der Ertrag in Roggen auf 21 Millionen Hektoliter, gegen 18 Millionen im Vorjahre geschätzt._______________________ Arbeiterbewegung. )( Alzey, 24. Sept. Bei den Maurern, die an der zn errichtenden Irrenanstalt arbeiten, ist wegen L o h n d i f f e r e n z e n ein Streik ausgebrochen. Berlin, 25. Septbr. Auf Wunsch der Arbeiterausch ü s s e haben die Firma Siemens u. Halske, Siemens- Schuckert und Allgemein eE l e k t r i z i t ä t s g e s ellschaft, da die ersteren erklärten, mit ihren Verhandlungen noch nicht fertig zu sein, die heute Abend ablaufende Frist für die Abgabe der tn der Erklärung von vorgestern verlangten Antwort bis auf morgen Mittag verlängert. Solingen, 25. Sept. Aus Anlaß der Differenzen bet Schlagereibesitzer mit dem deutschen Metallarbeiterverband ist in 27 Betrieben annähernd 1000 Arbeitern gekündigt worden. Die Kündigung wird aufrecht erhalten, roenn der Metallarbeiterverband nicht den verhängten Streik über die Firmen Rauh u. Weyersberg, Kirschbmim u. Co., sowie die Sperre bei der Firma Röhle aufhebt. Lübeck, 25. Sept. Der 16 Wochen andauernde Bau- ar b eiterstreik hat heute mit der Niederlage derAr- b eiter geendet, und zwar nach Vereinbarung eines zweijährigen Lohntariss auf Grund der vor dem Streik von den Arbeitgebern angebotenen fünfprozentigen Lohnerhöhung zum 1. April 1906. ___________________ MöKkuMe UtlierM tor Wesfälle in dtt Ztadt Gießw 29. Woche. Vom 16. bis 22. Juli 1905. Einwohnerzahl: angenommen zu 28 000 linkl. 1600 Mann Militär Sterblichkeitsziffer: 24,14 nach Abzug von 10 Ortsfremden: 5,57 °/oc. Zusammen: Erwachsene: im vom 1.Lebensjahr: 2—15. Iaht Spirlpla« drr verrinigten Frankfurter Stadttheatrr. Opernhaus. Dienstag den 26. September*): „Joseph und seine Brüder.^ Mittwoch den 27. September: „Der Freischütz." Donnerstag den 28. September: „Mda." Freitag den 29. September, abends 6 Uhr: Der Ring des Nibelungen. Dritter Tag. „Göttev- dämnierung." Samstag den 30. September: ..Cavalleria rusticana.“ Hierauf: „Der Bajazzo." Sonntag den 1. Oktober, nachmittags halb 4 Uhr: „Das Veilchenmädel." Abends 7 Uhr: Zum ersten Male: „Die neugierigen grauen." Montag den 2. Ott, abends halb 7 Uhr: „Lohengrin." Schauspielhaus. Dienstag den 26. September: „Der Graf von Charolais.^ Mittwoch den 27. September: Zum ersten Male: „Stürme.* Donnerstag den 28. September: „Die Jungfrau von Orleans.*j Freitag den 29. September: „Die Kreuzelschreiber." Samstag, den 30. September : „Die Frau vom Meere." Sonntag den 1. Oft, nachmittags halb 4 Uhr: „Die Brüder von St. Bernhard.^ Abends 7 Uhr: „Stürme." Montag den 2. Oktober: „Stürme.* •) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. licken gesichert. Ein Ueberblick über die Praris der Armenpflege führt zu der betrübenden Erkennttiis, d-aß die Armenpflege noch vielfach, besonders auf dem Lande, hinter dieser Forderung zurückbleibt. Und gar den neu aufgetauchten Bedürfnissen gegenüber, wie sie sich in Beziehung auf Krankenpflege, Heilstätten- behandlung und all bergtcieben vorbeugende Maßregeln geltend macken, stehen die meisten Armenverwaltungl'n mehr oder weniger ablehnend gegenüber, und zwar trotzdem das Bundesamt ftir Heimatwesen durch mehrfache Entscheidungen anerkannt hat, daß Aiistvendungen in dieser Richtung nach den Anschauungen unserer Zeit durchaus unter das zum Leben Erforderliche gehören, und deshalb deren Erstattung durch den gesetzlich verpflichteten Armen- verbaud gefordert werden könne. Meist aus finanziellen Gründen, weil die Gemeinden dadurch unerträglich belastet werden, nnd keine Grenzen abzusehen seien, werden diese Entscheidungen des obersten Gerichts für unverbindlich erklärt. Ta sie aber jedenfalls im Streitverfahren zwifcken Armenverbänden verbindlich sind, wäre es sehr wenig folgerichtig, wenn sie nicht überhaupt eine Norm für das Verfahren der Armenverwaltungen werden sollten. Referent hält die Befürchtung einer finanziellen Ucbcr- lastung der Armenpflege gegenüber der statistisch nachgewiesenen Tatsache, daß eine Steigerung der Armenlasten nock in einer geringen Zahl von Städten, auch da nicht namhaft, stattgefunden habe. Bedenklicher sei der Einwand, daß, wenn solche Dringe, wie Heilstättenbehandlung, bessere 5)auspflege und dergleichen also zum Leben unbedingt erforderlich erachtet werden, der Kreis der unter die Fürsorge der Armenpflege fallenden Personen weit in die Reihen des Mittelstandes erweitert werden würde, also in den Kreis derer, aus denen vielfach die Armenpfleger hervorgehen. Tas würde nicht nur bei diesen selbst verstimmen, sondern einer solchen weitgehenden Hereinziehung in die Armenpflege würden auch schwere sittliche und soziale Bedenken entgegen ft eben. Tie Bedeutung dieses Einwandes wird vor allem dadurch^ beleuchtet, daß der Empfang von Unterstützungen seitens der öffentlichen Armenpflege den Verlust des Wahlrechtes nach sich zieht. Aus diesen Gründen wird diese soziale Fürsorge vielfach ans der Armenpflege ausgeschaltet und aus besonders bereit gestellten Fonds geübt. Redner hält es für zweifelhaft, ob damit solchen Zuwendungen rechtlich der Charakter der Armenunterlttitzung zu nehmen. Das würde mir dann zu vermeiden sein, wenn solche Aufwendungen auf dem Gebiet der Volksernährung, der Erziehung und der Tuberkulosenbekämpfung allen ohne Rücksicht auf die armenrechtlicken Erfordernisse zugänglich gemacht werden. Eine solche Eiitwicklung würde aber nur dann in Aussicht genommen werden können, wenn die kleineren Armenverbände durch Schaffung oiößerer Verbände entlastet wurden. Dabei müßte allerdings das finanzielle Interesse der Einzelgemeinde erhalten bleiben, da sonst eine weniger sorgfältige Verwendung der Mittel zu befürchten wäre. Das alles ist auf dem Boden des bestehenden Rechtes erreichbar. Dagegen läßt der weite Abstand rn der Art der Ausübung der ^lrmenpslege die Schaffung einer Aufsichtsbehörde, einer Zentralstelle, ftir wünschenswert erscheinen. Außerdem müßte die gesetzliche Beschränkung des Wahlrechts für den Empfänger von öffentlichen Unterstützungen einer Reform unterworfen werden. Schon heute wird dieses Gesetz vielfach sehr weitherzig ausgelegt. Trie darin bekundete Auffassung, daß z. B. Personen, die sich im allgemeinen selbständig ernähren, aber zu größeren Aufwendungen für Krankenhausbehaudlung usw. nicht in der Lage sind, deshalb das Wahlrecht nicht verlieren sollten, müßte aber durch eine Revision der Fassung des^ Gesetzes gesichert werden Referent legt zum Schluß 'int Einverständnis seiner Mit- berickterstatter drei Leitsätze vor, deren einstimmige Annahme er als die schönste Feier des 25 jährigen Jubiläums des Vereins toünfdjt. , _ , Rechtsrat Fleischmann hält es auch vom Standpunkt 6er bayrischen Gesetzgebung für möglich, den sich wandelnden Forderungen an die Art und das Maß der Armenpflege gerecht zu werden. Tatsächlich fehle es aber in der Praxis noch sehr. In Baneril werde die Armenpflege meist noch int alten Sinn geübt. Ter einzelne Armen Pfleger fei durch gesetzliche Vorsairtsten und kollegiale Beratung viel weniger beschränkt. Vielfach seien Armen- pslegfckastsräte überhaupt nicht vorhanden. Vielfach fet die ftnait- zielle Leistungsunfähigkeit der Gemeinden daran schuld, ^zede Besserinig setze die Schaffting größerer Armenverbande voraus. Natürlich sehe es am schlimmsten auf dem Gebiet der sozialen Fürsorge aus. Tas sei bislang fast ganz der Privatwohltattgkeit überlassen worden. ?lllerlei flufwendungen für Erziehungszwecke lege das Gesetz den Gkmeinben auf, nicht aber für irgendwelche prophylaktisck'a Maßregeln auf dem Gebiet der GesuMei s^- pslege Ein einheitliches deutsches Armenrecht habe gegenwärtig noch wenig Aussicht, werde sick aber hoffentlich doch durchsetzen. Trotz aller Stammesverickiedenheiten sei Hunger dasselbe m Nord und Süd, und was z. B. in Ulm erprobt sei, werde wohl auch in Neu-Ulm gelten. Redner wünscht eine Ausgestaltung des bayrischen Rechts in der doppelten Nichtung auf bessere Anpassung au moderne Anschauungen und auf ein ^nhettliches ^'^©Tnhitber stellt die Verhältnisse in Elsaß-Lothringen Dar Tie heute allgemein geltende Anschauung, daß die bürgerliche Armenpflege ihren Ausgang nicht von der persönlichen Pflicht des Wohlttin-, sondern von der sozialen Verpflichtung nehme^ Dem er.ifv.rcebe allein die gesetzliche Verpflicktting der Gemeinde zur Armenunterstützung. Daran fehle es Elsaß-Lothringen, wo nock das französische System, hemsche, daß, die Gemeinde zwar zur Armenpflege verpflichtet fei, aber nur nach Maßgabe der vorhandenen Mitteln, die aus freiwilligen Zuivendungen fließen An solchen Zuwendungen mangele es zwar m Efla^Lo hr ngcn nicht, aber es fehle an der Sicherheit, daß gerabe ba, KW «da* Bedürfnis auftrete, auch die Mittel vorhanden seien, ^arum sei keme Bürgschaft gegeben, allen Bedürfnissen der Armen gerecht zu werden In der großen Mehrzahl der Gemeinden gebe es gar feine Organisation der gesetzlichen Armenpflege ^ese Unsicherheit der Leistuivgen treffe natürlich am meisten bei der weitergehendm sozialen Fürsorge, z., B.. der Stanfenbau&bebGn^ luna, zu. Diese Mißstände werden letzt m wetteren ^/isen anerkannt, und Reformen find im Gang. Dazu haben besonders d e Verträge mit den übrigen deutschen Staaten geholfen durch die den aus Altdeutschland stammenden Armen eine den deutschen Grundsätzen ents'-rechende Unterstutziing aus Staatsmitteln^ gesichert wird, die dem einheimischen Armen vielfach versagt werden muß, was vielfach zu ganz unerträglichen Ungerechtigkeiten und daraus sließendeil Mißstimmungen fuhrt. Allerdings lehne man immer noch das Reichsgesetz über den Unters^tzungswolMtz wegen der ihm anhafteiiden Mangel ab, und märte auf eine form desselben. Redner erwarte von der heutigen Verhaus den Nachiveis, daß diese Mängel Nicht in dem Gesetz begründet sind, souderii lediglich seiner Ausführung anhaften, und beantragt eine nachdrücklichere Fassung des zweiten Lettsatzes. Höchste Temperatur am 24.-25. Niedrigste „ « 24.-25. Tie Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 25. September 1905. Höchste Schlachwiebpreise in F r a n f f u r t a. M. Fleischpreise in Gießen Ochsen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 80-85 Mk. V, Kg. Schlachtgew. 86—90 Pf. 7, „ „ 74__ 7, Kg- 72-82 Pfg. 7, „ 70—80 , V, „ 76- 86 „ Getreidepreise in Mannheim Brotpreise in Gießen Weizen 100 Kg. 18.20 Mk. Roggen 100 Kg. 15.80 Mk. Weißbrot 2 Kg. 52 Psg. Schwarzbrot 2 Kg. 48 Pfg. Gehirns KD 1(D — — Typhus 1(1) Kl) — — Empyem KD KD — —— Peritonitis KD KD — — Herzfehler Kl) 1(D — —— Krämpfen 1 —- 1 —• Lebensschwäche KD — 1(1) — Altersschwäche 1 1 — — Krebs 2 (2) 2(2) — — Ertrinken beim Baden 2 (2) 2(2) — — Summe 13 (10) 11 (9) 2(1) — September 1905. Barometer auf 0° reduziert e c z £ der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit C2 H A Windstärke Wetter 25. 236 740,6 14,0 10,6 90 8 4 Sprühregen 25. 9?6 742,2 12,0 9.4 91 WSW 2 Bew. Himmel 26. 726 743,5 9,6 8,7 98 SSE 2 Bed. Himmel Nebel Danksagung 5000 Bahnhofstrasse, Ecke Neustadt 5001 ' M keutigl Giessen, Nidda, den 26. September 1905. steigert werden. [4998 ö Leschorn. 4997 100 allem Zubehör hergerichtet werden. 3252 Näheres Baugeschäft Hoftuanuftr. 14. Gebrüder Berdux, 27 Mittwoch Donnerstag B“/, 5 D Eis Eis Emil Schmal!. Hess. Hof. 4898 M 8313/1 Grösse Marktstraße 4. Telephon 119. Kirktplatz 18 Gl®SSGH Marktplatz 18 Bedeutendstes Werk dieser Branche in Mitteldeutschland. b18/8 3S3E33TSÄ ikKWWMMMKW MAZ to w K N S 8 s Aus Brötchen gestrichen u.sür Saucen eine appelitreizende Delikatesse In kleinen ^orthmsbofen oder Huven stets frisch im Verbrauch. Freitag 4998 Emilie Euler, geb. Eckhardt. Familie Karl Euler. Familie Eckhardt Meine Verkaufsräume bleiben nächsten Ssmteg und Sesmtaig Für die überaus vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schmerzlichen Verluste unseres teueren Entschlafenen sprechen wir im Namen der trauernden Hinterbliebenen innigsten Dank aus. -■ ■■■: ■■ ■ ■ :: ■' • - Nähere Auskunft, Prospekte u. Antragsformulare kostenfrei bei den Vertretern: durch Generalvertretung für Hessen, Hessen- Nassau u. die Pfalz: Darmstadt: Atignat Berbenich, Zirnrnerstr. 3; in Gießen: J. Löbcrmann, Hauptagent, Westanlage 64; Wilh. Karnbach, Privatier, Kanzleiberg 9; B. Hahn, Bahnbeamter a. T., Steinstraße 55; in Großeu-Buseck: Salomon Berlin; m Großen-Liuden: ileinr. Weiss, Bauunternehmer; in Laubach: Wilh, Klipstein; in Wieseck: Ludwig Kirchner, Kausm. Feinstes KrisiaBB-ICunsteis aus sterüisiertem Wasser hergestellt, jedes Quantum zu haben bei versenden wir nur 1 Stack. Haupt-Katalog enthalt grosse Auswahl in Rawfermetsern, Rasler- utenstilen, Haarmascblnen, Taechen-, Tafelmessern u. Gabeln, Demen-, Haar- und Schneiderscheren, Reben- od. Gartenscheren, Sensen, Gärtnermessern, Brot-, ,en HU t Jergeöung von Aauaröeiten. Die zu einem Anbau an das Kesselhaus der neuen Kliniken dahier erforderlichen Erd-, Maurer» und Zimmerarbeiten werden hiermit unter Zugrundelegung des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 öffentlich ausgeschrieben. Angebotsunterlagen können in unserem Amtslokal eingesehen, Angebotsformulare daher gegen Selbstkostenpreis bezogen werden. Offerten mit entsprechender Aufschrift sind bis zum EröffnungS- termin Mittwoch, den 4. Oktober, vormittags 11 Nhr einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 26. September 1906. Großherzogliches Hochbauamt Becker. Feiertage halber geschlossen. Carl Frensdorf Schlacht-, Gemüse-, Hack- und Wiegemessern, Uhren, Uhr- u. Halsketten, Broschen, Ringen, Portemonnaies, Pfeifen, Spazierstöcken, Fernrohren, Feldstochern, Schuss- und Stichwaffen, Musik-Instrumenten, Schmuck- u. Hauehaltungsartfkeln, Kinderspiel- waren u. Christbaumschmuck etc.etc. versenden wir gratis u. fr. ohne Kaufzwang Versandhaus ßebrSder Bell, Grefrath M b. Solingen 8g*gSndetf1876. es”/» täglich frische Zufuhr in feinster lebendfrischer Ware. Versteigerung. Dienstag, den 3.Oktober l.J., nachm. 3 Uhr sollen im städtischen Pfandlokale Seltersweg 11 dahier die wegen rückständiger Gemeindesteuer, rückständig. Mädchen- u. Neal- fchulgelder sowie die wegen rückständigen Wassergeldes gepfändeten Gegenst. als Schränke, Verttkow, Kommoden, Schreibtische, Sophas, Wagen u. Pferde und eine Bade-Einrichtung ver- BLkauutmachuug. Der Voranschlag der Gemeinde Obbornhofen liegt vorn September bis einschl. 6. Oktober l. Js. aus dem Bureau der Großh. Bürgermeisterei daselbst zur Einsicht der Interessenten offen. Obbornhofen, den 26. September 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Obbornhofen. Dribompsons Seifenpulver ist das beste | habe mich hier als Hebamme niedergelassen u. wohne l Seitenweg 2, III. grau Mha Weber. 4592 ÄlUtkWell, Petknser, & 100 Kilo 18.— Mk. ab Hof, zur Bahn 18.50 Mk. SaMeizen, Kirsches Square- head, sehr winterfest. NW fooNnüe. Erste Sendung KfiMwOCh früh eintreffend. 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Säcke werden zugegeben mit ä St. 40 Pfg. berechnet. hvVe s Breilfte-tS Sauptzllchf Kilo 20.— Mk. ab Hof oder e=^ w on den Preis Aeiginbe flW Lnübcr der Ve-g Aem schon m Futterernte die Di de« Preisauhchlagei Kst alle wichtigsten teniber wieder der xie Steigerung der September 1903 ( gramm betrug, st 14 MH pro 50 R sogar 18 Mk. betv sür Rinder uni stehen bedeuten! Dies wirkt td)on d Lrsatz für Schweim mittet angewiesenei für Kälber, der im bedeutend gewichen 1903; Schafe hab 1903 ebenfalls sti September in Ber Ochsen Bullen Färsen, Kühe Kälber Schale Schweine Nächst Berli Chemnitz auf: 51—58 Mk. füi sie im laufenden Differenz noch ni stieg in Chemnitz Chemnitz steht dei ding- ist der Mfl LrWaiz sür Sch IS M. im ParMmM Ochsen noch lau erhöhte sie sich den größeren 9) gart mit einer Zu nennen, bie Schweinen zeigt. August einen ga. m allerletzter Zei bis 67 Mk. Mitt schon 62 bis 72 kosteten 50 Kilogi gart den höchste gesamt 19 wichtig !° -rh-blich ist bl ^'ehmarkte Dort, “f September not ■“"Worten eingetre I" Norddeut $.“m6l|rg, bas t> 7^°nd bei Rind, -3®t. beträgt 18-19 Slt. gcrlie, ■001,1 « Berti daß ec n $ Zu et(Qri den Chen Waschanstalt Gebr.Rcver Färberei. ■__________________________________________________________________________________________________________■ •• • ..... In meinen Neubauten an der West-Anlage find mehrere schön eingerichtete elegante Wohnungen zu vermieten und per 1. Oktober ev. früher beziehbar. Durch Zusammenlegen von 2 Stockwerken mittel» Verbindung einer separaten Treppe können die schönste« herrschaftlichen Wohnungen von 10—11 Zimmern mit - Nur acht Tage gültig! 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M«W^»Der heutigen Nummer liegt ein Prospekt bei über das Zbeliebte Familienblatt „Bon Land zu Land" mit der Einladung zu einem Probe-Abonnement. Bestellungen sind zu richten an die I. Ricker'sche Universitäts-Buchhandlung (Ernst Legler). Wegen hoher Feiertage bleibt mein Geschäft nächsten Samstag u. Sonntag geschlossen Bitte meine verehrte Kundschaft, ihre Einkäufe am Freitag vornehmen zu wollen. 06378 JmBbus Eiatzj Metzger Wieseck. / . f .. .. ■; C ' - Z; Feinste holländische ScheUfieche treffen bis Alittwoch ein und sind von jetzt ab täglich zn haben. Ebenso empsehle alle sonstigen Sorten Fluß- und Seefische, leb. Karpfen, Schleien rc. Jedes Quantum kann stets zum billigsten Tagespreis geliefert werden. — Prompter Versandt nach Auswärts. [4990 J« M- Schulhof Mittwoch den 27. Sept. l. I. nachmittags 2 Uhr werden im Biekerschen Saale versteigert: Sofas, Kommoden, Klei- derfchränke, Spiegel, 1 vollständ. 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