^täretah. Sils: «°n E $«* 2 s*$< Wtnetj ?«. Ä,4|«ii 1 'EU»; S^ng, •” «"'m",, >fc«t ymA a« Ä freue »iK« 'n SieX?.4 aber, r 9uf6ebitiin xtn ^tu6 |Ä^ Ein- ' ^ksamer Agj, M Ssste İ "°rd°° abge. ®!' sSä'VU ^elonttnen, gut a0. ll\?“ ju iiehmL 2 - ?*?n Mindei- Tflaren, ttttbiiirr r 'brnty 'N SS int er taften pntranfe des Gros- »m Inneren ÄusK maß im Herbste M bmen kann. Nachdem ist im vorigen Ich ereins und zwar «K n Erfolge öeranftafe Mannerchor Hurnait i ein Konzert ir e bei Winterkaste.-. t Hotel „Kaiser S er b an b 51 a:Ht envereine W uch eine ZlnM .tntionen am gefirigm nqen tuntbcn um 11 'r/sfranffutt a. M r Iferent toat inem tetw i- st Mdnie w» x ^atytexi btt§ -y x und der hallst' MungsgeWste ® bic Warenhäuser, k ne genommen -nüber seien bi; -■• Nittel zu sinnL^ bemacht erbrm- man durch W ,e dauernde «M erfahr vorliege, M -/übermächtigen^' -,.s»[8qen>erbe i*?1 Ä und «ee«W 'n die V Debatte, rn° 5 VM ■lorfibo^ j krN-- ’ ^noration^.^bsab- ybet die < ^er r eine >vy Sichel /■:- J, lell«"1'? Ltk- I|ffl 1 ,, L°^' ■■ Kie Heutige Mmmer umfaßt 12 Seiten. mit großem StoiienaufioanOe einen ^^eattwaii auf (türdjiiett I X^ani)ßeLiu)t£>Diieuor O/uibiieLn, ljien es für genügenb, bak war bekanntlich Pros. Wülfer in München. D. Red. d. |einzelne der Mitglieder akademisch gebildete Leute seien,' w V*VQV uiu V V- 4, vvui.4-v^rivvvv U-l-U-V 114 l l ) ui/ ytVUUVlV -vVUXV jVUvJl, um daraus ihre Befähigung zu folgern. Eigentümlich mußs es berühren, wenn derselbe Vorsitzende dem Angeklagten wiederholt vorhielt, daß dieser — Dortmunder Bürger! —J nicht Stadtverordneter sei und daher die Aufgaben der Theaterkommission nicht zu kritisieren habe. Die Verhandlung endete mit der Verurteilung des Angeklagten wegen Beleidigung der Theaterkommission zu 600 Mk. Geldstrafe Für den künstlerischen Wert dieser Art Theaterintendautü^ i|t damit natürlich nichts bewiesen." Kaiser Wilhelm L geb. 22. März 1797. Der 22. März wird dem deutschen Volke ein Tag stolzer emd großer Erinnerungen, aber auch herzlichen Gedenkens bleiben. Welche überwältigenden schicksalsschweren Wandlungen seit jenem 22. März im Jahre 1797 bis aus unsere Tage: damals dicht vor dem Zusammenbruch und dann nach ruhmreichem, aber kurzem Aufschwung Jahrzehnte inneren Elends, äußerer Ohnmacht, bis es endlich nach langen, verbitternden und aufreibenden Kämpfen gelang, die in unserem Volke schlummernde Kraft zu zusammenzufassen und hinweg Siege von ungeahnter Größe ung zu führen. WaS Kaiser Wilhelm I. ung der Rollen; ja die Mitglieder haben sogar die Besugnis, während der Vorstellungen den Bühnenraum zu betreten, um zu inspizieren und zu rügen. Die Kommission besteht außer dem Oberbürgermeister Schmieding, der sich aber in die eben erwähnten Funktionen nicht einzumischen pflegt, aus zwei besoldeten und zwei unbesoldeten Stadträten, zehn Stadtverordneten und einem mit dem Titel eines Kommerzienrates begabten Bürger, einem reichen Holzhändler. Von den beiden besoldeten Stadträten ist der eine, der stellvertretende Vorsitzende und die Seele der Kommission, Jurist, der andere Architekt; von den übrigen zwölf Mitgliedern ist eines Bergrat und Grubendirektor, je zwei sind Brauereibesitzer, Brauereidirektoren und Rechtsanwälte, je eines Architekt, Arzt, Fabrikdirektor, ultramontaner Zeitungsverleger und Phonograph. Bei der Wahl des Photographen i)t offenbar der Gedanke maßgebend gewesen, daß er in jüngeren Jahren elbst Schauspieler gewesen ist und kürzlich ein (nicht zug- rästiges) Stück geschrieben hat. Die sämtlichen klebrigen ind Mitglieder der nationalliberalen oder der Zentrums- )artei, die sich hier auf Grund eines Reichstagswahlkom- iromisses und des Drerklassensystems in die Herrschaft der Stadt teilen. Kein einziger von ihnen ist den literarischen Fragen n äh er g etre ten, die für die Leitung eines Theaters ins Gewicht fallen, ganz abgesehen von allen übrigen Anforderungen, die man in dieser Beziehung stellen kann. Wenn die Kommission auf die Be- etzung von Stellen Einfluß haben kann, weshalb denn auch nicht (wie es in der Gerichtsverhandlung wenigstens in einem Falle festgesteltt wurde) die Frau^des zweiten Vorsitzenden? Freilich- der Vorsitzende der Strafkammer, stählen, mit mächtiger Hand über alle Hindernisse zu einem, und weltgeschichtlicher Bede^ Oiedene Kaiser uns hinterlassen hat! Tas hoffe ich zu imiprpe m । Erteil Dön allen, die wir an den Geschäften j"?!! -Vaterlandes mitzuwirken haben, in Krieg und in Frieden, ben^u Weibe ^"gebung, in Arbeitsamkeit, in Pflichttreue treu ~ r un§ e§' das, was der alte Kaiser als kostbares Erve hinterlaßen hat, zu schirmen und zu schützen. Möchte jenes Vorbild ndem Deutschen leuchtend vor der Seele stehen. ^Wiedereröffnung des Lönigl. Schauspielhauses in Berlin fandam 21 • März mit einer Aufführung des Kleistschen D,nz von 5^o m bürg" statt. Es war nach der „Frkf. Lta e3ne Ausführung von seltener Stimmungslosigkeit und mipft durchwegs unzureichenden Kräften. K^ein einziger ve?ochte eine Persönlichkeit zu schaffen und hinter den .A r echt mittelmäßigen männlichen Darstellern blieben !.weiblichen noch weit zurück. Das Beste an der Vor- - tng war die Ausstattung. Tie neuen Dekorationen ge- rten einen schönen Anblick. Tie Kostüme waren prächtig historisch getreu. Tie Vorstellung schloß mit einer rnzollern-Apotheose. Auf der Bühne sah man das Denk- p des großen Kurfürsten und dahinter eine Treppe mit hervorragenden Hohcnzollern. Zu oberst stand Friedrich ü Große, der erbeutete Fahnen in Empfang nahm. Im ^tergrunde erschien die alte brandenburgische Flotte. Ge- 1 jschaftlrch bot die Eröffnungsvorstellung nicht viel mehr das löbliche Brld des ThöLtre paro. Die ersten fünf skettrerhen waren ausschließlich für die Damen reser- . t. Für dre großen Balltoiletten erwies sich die salon- ^ge Ausstattung des tz>auses als ein sehr vorteilhafter «men. In den Mtttelreihen saßen Offiziere und die yiben Mllltarattachees, hinter diesen Staatsbeamte und stcen im Zivil, darunter die beiden Bürgermeister, die I ^seumsleiter, Professoren und Berliner Theaterdirektoren \ Äiert. Im ersten Rang gruppierten sich zur Rechten der fserloge die diplomatischen Vertreter, zur Linken die mister mit ihren Frauen. Ter Reichskanzler faß in ' sar enuniform mit mehreren Herren in einer Pro- üumsloge. ttm acht Uhr erschien das Kaiferpaar den Prinzen und der Prinzessin Viktoria Luise und tbe vom Generalintendanten begrüßt, der daraufhin durch umaliges Aufklopfen mit dem Stab das Zeichen zum z j.inn der Vorstellung gab. Während der Pause war das >!yer dem Hose reserviert und für das PubLikum s chlo s s e n. * Bom Dortmunder Stadttheater. „Wunderbare Verhältnisse in der Leit- HA eines Theaters — )o lesen wir wörtlich in der DenL Volksztg." — bildeten bte Grundlage eines Beleidig- igoSprozesses, der vor der Strafkammer zu Tort mund egem den Redakteur des „Tortm. Generalanz." verhandelt lüde. Tie Bewohner oer. Stadt Dortmund hatten sich bis ihi.il mit den mehr oder weniger leidlichen Darbietungen Sgiilügen müssen, die ihnen auf rein privatem Boden tzemde Unternehmer in einem geradezu. illusions- Woudenden Saale gewährten. Daraut führte die Stadt Diangel jeder prunkenden Uehhebung, deren die wahre Größe entraten kann, das eifere Pflichtgefühl, die treue Gesinnung, die verständige Wüngung von Personen und Verhältnissen. Durch diese eckU Herrjchertugenden gilt der erste Kaiser des neuen deutsche Reiches als das Vorbild des neuzeitlichen Fürsten, des £rfien, den mit dem Volke, an dessen Spitze er gestellt ist,ein Band gegenseitigen Verständnisses und Vertrauens verb-ben muß. Und obgleich Wilhelm 1. eine hohe Auffassung von seinem fürstlichen Beruf halte, obgleich er auf der ^aksrung seiner monarchischen Rechte unnachsichtlich beste-» — immer überwog bei ihm das Bewußtsein der schwer Pflichten, die sein Herrscheramt ihm auserlegte, und bi demütige Erkenntnis der Grenzen menschlichen Könnens. Das Ro Wilhelms I., wie es unter uns fortlebt, hat wenige Staden nach dem Tode des Kaisers der Dlann, der ihm währ-d seiner ganzen Herrscherlaufbahn in bösen und in guten Qflcn am nächsten gestanden hat, in seiner markigen We> ,»ut scharfen Zügen gezeichnet in der Ansprache, mit der e tiefbewegt und mit vor innerer Erregung zitternder Stlmn bcm deutschen Reichstage Kunde von dem Hin- 'cheiden V Kaisers gab: Die ldenmälige Tapferkeit, das nationale hochgespannte Ehr-- Äefühl ur «ilen Singen die treue, arbeitsame Pflichterfüllung im Dien r. Vaterlandes und die Liebe zum Vaterlande, dre in unserem ahmgeschledenen Herrn verkörpert war, mögen sie ein un- zerstörbEb Erbteil unserer Nation sein, welches der aus unserer Dlilifche Tagesschau. Minister Freiherr v. Hammerstein. ir verstorbene preußische Dtmilier des Innern scheint aich der Mann der Rechten gewesen zu fein. Der von der ^reuzztg." veröffentlichte Nachruf ist kurz und kühl. Tie konservative Partei, schreibt die „Kceuzztg.^ mit gemessenem Lobe, habe bei Frhrn. v. Hammerstein m den letzten Jahren auch in prinzipiell wichtigeren Fragen Verständnis und Entgegenkommen gefunden. In den „letzten" Jahren, das besagt wohl, daß in den ersten Jahren die Harmonie zu wünschen ließ. So war es auch in der Tat. Eine Ueberraschung bereitete schon die Berufung des Frhrn. v. Hammerstein den Konservativen; sie hatten auf Manteuffel oder einen anderen ausgeprägten Konservativen gehofft. Tas Organ des Bundes der Landwirte, die „Tageszlg.", entwirft von dem Verstorbenen folgende Charakteristik: „Frhr. v. Hammerstein war Gieß. Anz.) Sie schloß im Vorjahre mit dem Direktor des Essener Stadtthearers unter Zustimmung der Stadt Essen einen Vertrag, durch den sie jenem das Stadttheater verpachtete dergestalt, daß die mäste der beiden Theater dieselben sein und abwechselnd in Dortmund und Essen austreten sollten. Schvn der Plan dieses Pendeltheaters begegnete damals in der Bürgerschaft vieler Opposition, die sich steigerte und in manchen Spöttereien ihren Ausdruck sand, als man der 16köpsigen The ater ko m Mission eine Proszeniumsloge zu ständiger unentgeltlicher Benutzung vorbebielt. Diese Kommission wurde nicht nur mit der Aufgabe oetraut, die Vertragsersüllung durch den Theaterpächrer zu überwachen. Es wurde ihr durch den Vertrag mit dem Pächter auch gestattet, die Aufführung eines Stückes ohne Angabe von Gründen zu untersagen. Sie hat E in f l u ß aus die E n g a g e m e n t s und die Verteil- — Tie Bewegung der Einführung ftäbtl* scher Regie und Anstellung von Intendanten gewinn^ sichtlich an Boden. In Tüsseldors und Köln haben wieder^ holte dahinzielende Anttäge wenigstens zu wesentlichen! Aenderungen des Pachtvertrags geführt. Tie Direktion der) Vereinigten Stadttheater in Köln ist vom 1. Januar abj Max Marterfteig übertragen worden. Er übernimmt bo^1 Theater vom 1. August ab auf sechs Jahre und zahlt und die Hälfte des 20 000 Mk. übersteigenden Reingewinnes. Als Gagenetat wurden 80000 Mk. fepgesetzt. In Eolmars und Meran (wo gleichfalls Prof. Tütfer das Haus bautej T. Red.) beschlossen die Bi Hörden die Beibehaltung des dorr bereits bestehenden Systems. In Lübeck hat der Haus^ und Grundeigentümer-Verein den Antrag eingebracht, bei) Staat möge das neu zu erbauende Theater in eigener Regie; führen. Auch in Barmen hat der Theaterdeputation undi der Stadtverordnetenverjammlung ein diesbezüglicher Antrag Vorgelegen, und in Mainz ist die Einführung nach drei Jahren jo gut wie beschlossene Sache. Direktor Steinert ist, da die Stadt seinem Antrag aus Erteilung der Erlaubnis zur Führung einer auswärtigen Direktion neben der des Stadttyeaters nicht stattgab, zurückgetteten, um in die Direktion des Berliner Trianon-Theaters einzutreten. Tie Stadtverordnetensitzung stimmte zwar dem Prinzip der städtischen Regie zu, glaubte jedoch die Zeit der Einführung? bis zum 15. September zu kurz und beschloß, das Theater; auf weitere drei Jahre auszuschreiben und inzwischen alle Vorbereitungen für den Systemwechsel zu treffen. (Sonder- abdruck aus „Tramaturgische Blätter^', 1. Jahrgang^, Nummer 1/2. Monatsschrisr für das gesamte Theaterwefem Begründet von Karl-Ludwig Schröder. — Verlag Wien VIII1, Wayringergürtel 107.) — In Hame l n sand die Enthüllung einer Geben täfel für den^Entdecker des Morphiums statt, den Apotheker Sertürner, am „Hochzeitshaus", in dem ich früher die Sertürner gehörende Ratsapothekc befand. Tie Tafel wurde von dem Deutschen Apothckervcrein ae- 'ttstet. weder reaktionär noch im eigentlichen Sinne junkerlich noch überhaupt Anhänger einer politischen Partei, am allerwenigsten aber war er Agrarier." Rtit dem Zentrum verdarb es der Viinister wiederholt durch allzu temperamentvolle Erwiderungen. Speziell die Polenpolitik gab Anlaß zu manchem scharfen Zusanimenstoß. Trotzdem dürfte einige Verwunderung die Art und Weise erregen, wie Vizepräsident Dr. Porsch (Ztr.) im preußischen Abgeordnetenhaus die Trauerbotschaft verkündete. Das war fast mehr eine geschästsmäßige Dtit- teilung, als ein Nachruf, wennschon die üblichen Wotte von der „lebhaftesten Anteilnahme" nicht fehlten. Die Trauerfeier für den Minister Frhr. v. Hammerstein findet am 23. Dlärz im Saale des Ministeriums des Innern Itatt. Daran schließt sich die Ueberführung nach dem Lehrter Banhof. Die Beisetzung findet am 24. März in Steinhorst bei Hannover statt. * Rüstungen in aller Welt. Es ist erstaunlich, zu waujen fmangittlen Aufwendungen tm Interesse der Landesverleidigung sich gegenwärtig auch kleinere Staaten aufschwingen. Im Etat Schwebens sind nicht weniger als 63 Millionen für Heer und Flotte angesetzt. Ferner sind 30 Millionen in Aussicht genommen für Neubewafsnung der Infanterie und Artillerie, owie für Befestigungen. Tie Kosten oer geplanten Schifss- neubauten belaufen sich auf 7 Millionen. Nicht weniger als 100 Millionen Mark fordert Holland in dem der Nation in diefn Entscheidungskampfe gewesen ist, auf welches volla^ttelte Nlaß persönlichen Verdienstes an den gewaltigen'folgen er unbestrittenen Anspruch hat, das hat die--.'eschichte in ihre Jahrbücher eingetragen. Und doch, nitf der siegreiche, nicht der mächtige Kaiser hat sich die Lieb des deutschen Volkes erobert. Was ihm die Herzen öffne,, das war der Zauber echter, schlichter Menschlichkeit, der,eine Gestalt verklärte, der eX 6155* Jahrgang Mittwoch 22. März 1905 außer Sonntag». d Ve,«g»peeß»r Dem Gießener Anzeiger jä W W monallich7LP^ viertel» werden im Wechsel mit jCk xdk A M A A A jährlich Mk. 2.20; durch dem Kesfischen eandwirl ■ WMU M Abhole- u. Zweigstellen die ©Ivener Zamtlien- ■ KD HU W D V ■ H Md MW MM /m monatlich 65 Pf.; durch Mhti viermal in der M W W M H H HLr W V ■ ■ H Jk Ä| JF $ ß W MW D die Post Mk. 2.-viertel- Woche beigelegt. WF M M W W M W 0 BT W WWW WWW WF M tahrl. ausfchl. Bestellg. Rotationsdruck u. Der- W W Ww' W iS W U W M. B 1 W Annahme von Anzelc ÄSLÄ Seneral-Anzeiger ** ** ZM und Anzeigeblatt für den Kreis Gichen KWZ —■uiiijiBui—_______ __ zeigenteil: Hans Beck. soeben dem Parlament üorgciegten Anleih.egesetzentwurf.j Tie Gelder sind für die ostindischen Kolonien besttmmt, unds es ist offenes Geheimnis, daß sie zum weitaus größten, Teil für die militärische Sicherung der wichtigsten Plätze^ der Sunda-Jnseln Verwendung finden sollen. Holland mad^t also geradezu ungeheure Ansttengungen, um seinen toett# sollen Kolonialbesitz zu schützen. Schließlich will sich auchss Serbien auss neue in Schulden stürzen, um seine 2ti>i tilLerie mit modernen Kanonen auszurüsten. Deuts chsii land ist nicht nur durch seine beiden Geschützfabriken an1 diesem Wettbewerb beteiligt, sondern es scheint des 93oi>; Zugs gewürdigt zu werden, der serbischen Regierung dem Kredit zu eröffnen, dessen sie zur Anschaffung der neuen! Kanonen bedarf. ____________________ Farlttmerttarisches. Berlin, 21. März^ Tie Budgetkommission eti* ledigte heute den Militäretat ohne wesentliche Debatte.^ Hierauf ging sie über zur Beratung des Etats für baä oft- asiatische Expeditionskorps. Abg. Liebermann von Sonnenberg bittet um Auskunft über die politische Lage und fragt an, ob es nicht möglich fei, Ehina zur Erfüllung ferner Pflicht anzuhalten. Abg. Storz (südd. Vp.) wünscht Aufklärung, ob es notwendig fei, das ExpeditionskorpÄ noch weiter beiz>ubehalten. Staatssekretär v. Richthosen macht verrrauliche Mitteilungen. Ein Regierungskommissar teilte mit, daß über die Auslegung des Pekinger Friedens-i Protokolls Meinungsverschiedenheiten obwalteten, welche ,ich aus die Art der Bezahlung bezögen. Ehina habe iw Silber bezahlt, während es in Gold bezahlen sollte. Jn^ dessen habe Ehina die Tisserenzen ausgeglichen. Eine Verständigung fei indes zu erwarten. Aus eine weitere An-^ frage erwidert der Staatssekretär, die Zurückziehung der Truppen werde erfolgen, sobald sich hierM die Möglichkeit biete. Taraus wird der Etat sowie eine? große Reihe anderer Positionen genehmigt.______________ deutsches Äerch. Berlin, 21. März. Der Kaiser besichtigte gestern abenh den Umbau des Königlichen Schauspielhauses eingehend und wohnte der Generalprobe der Eröffnungsvorstellung bei.' Heute besichtigte der Kaiser die Ausstellung des Bildhauers! Eanonica, hatte eine Konferenz mit dem Reichskanzler unh hörte un Königl. Schlosse die Vorträge des Chefs des iNilitärkabinetts und des Chefs des Admirall'tabs der Marines Heute abend wohnten die Majestäten der Eröffnungsvorstellung! im umgebauten Königlichen Schauspielhaufe bei. (Vergleichs Feuilleton.) — Der Geh. Medizinalrat Professor Dr. Renver- und desien Bruder, der Landeshauptmann der Rheinprovinz> Nenoers, in Düffeldorf, erhielten vom Kaiser den erbliches Adel. Prof. Dr. R. Renvers gehört seit längerem zu den Leuchten der Berliner medizinischen Gelehrtenwelt. In besonders ehrender Weise kam dies zum Ausdruck, als Professor von RenverS berufen wurde, unter sehr schwierigen Umständen die Behandlung der Kaiserin Friedrich zu übernehmen. Seit 12 Jahren ist er ärztlicher Direktor des städtischen Krankenhauses. — Der Entwurf eines Wohnungsgesetzes ist heute 6cm preußischen Abgeordnetenhanse zugegangen. Bremen, 21. März. Auf der neuen Werft der Aktiengesellschaft „Weser" lief heute nachmittag der für die kaiserliche Dlarine neu erbaute kleine Kreuzer „N. J." glücklich vom Stapel. Die Taufrede hielt im Auftrage deS Kaisers der Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Justizrat Dr. Troendlin. Der Redner hob hervor, wie der Kaiser unablässig bemüht sei, dafür zu sorgen, daß Deutschland oud) als Seemacht unter den Nationen den Platz einnehme, aus den es Anspruch habe. Schließlich taufte der Redner den Kreuzer auf den Flamen „Leipzigs. Kolornalpost. Brüssel, 21. März. Wie jetzt bekannt wird, ist der Tod des Vizegouverneurs des Kongo st aates, Eostermans, auf Selbstmord zuruckzuführen. Eostermans war infolge Ueberanslrengung und des ungesunden Klimas derart nervös geworden und solchen Fleberallsällen ausgesetzt, daß er beschloß, sich in Europa zu erholen. Trotzdeni eine diskrete Ueberwachung durch ferne Freunde auSgeübt wurde, gelang es ihm, sich vor Betreten des portugiesischen Schiffes, das ibn nach Belgien bringen sollte, zu töten. Offiziös wird versichert, daß der Tod Eostermans keineswegs in Zusammenhang zu bringen sei mit den Ergebnissen der nach dem Kongo- slaat auf Englands Betreiben entsandten belgischen Linier» suchungskommlssion. rttuStand. Kopenh agen, 21. März. Der Folketing nahm in zweiter Beratung mit 56 gegen 46 Stimmen den Gesetzentwurf betreffend die Einführung der Körperstrafe in der vom Landsting beschlossenen Fassung an. Tie Durchführung des Gesetzentwurfs ist damit gesichert. Paris, 21. März. (Kammer.) Das Haus beginnt die Beratung des Gesetzentwurfs betreffend die Trennung von Staat und Kirche. Berry (Nationalist) sagt, die Annahme der Vorlage werde im Lande eine Erregung Hervorrufen, die mit Gewalt unterdrückt werden müsse. — In dem heute im Elysöe abgehaltenen Ministerral machte Delcassv Mitteilung vom Berichte des französischen Gesandten in Tanger vom 11. März, m dem es heißt, daß die dem Sultan bezüglich der Vorschläge und Ratschläge Frankreichs gegebenen Wrifllärungcn einen günstigen Eindruck gemacht und allen Gerüchten die Spitze abgebrochen hätten, die darauf hinzielen, die Absichten Frankreichs und den Eha- rakter seines Vorgehens zu entltellen.__________________________ AliS ^luöt uni) £iuij). Gießen, den 22. März 1905. ** Empfang. Der Großherzog und die Groß- h erzog in empsingen am 21. März, vormittags 10 Uhr, im Neuen Palais das Bureau der Landessynode, bestehend aus Prof. I). Stamm-Gießen, 1.Vorsitzender, Direktor Brand- Mamz, 2. Vorsitzender, Oberamtsrichter Wahl-Schlitz, Schriftführer, Pfarrer D. Schlosser-Gießen, Schriftführer, ferner die von Sr. K. H. dem Großherzog ernannten Mitglieder der Landessynode: Se. Erlaucht Graf zu Solms- La ub ach - Darmstadt, Pfarrer Widmann-Darmstadt, Pfarrer Hildebrand-Echzell, Prof. I). Drews-Gießen und Landgerichtsrat Schmeckenbecher-Gießen. ** Bienenzucht. Die zweite diesjährige Versammlung des Bienenzüchtervereins für Gießen und Umgegend, die am 19.. d. DL hier stattgefunden hat, war überaus gut besiicht. Gegen 50 Mitglieder hatten sich eingefunden, die den Aus- fübrungen des Herrn H en sek-Hirzenhain mit der größten Spannung folgten. Gilt doch Herr Hensel als einer der ersten Imker Oberhessens, und seine Betriebsweise im Vieretager ist mustergültig. Nach kurzer Einleitung über die Entwickelung der Bienenzucht führte der Redner seinen Hörern den Vieretager in Theorie und Praxis vor, sich über die Bevölkerung und weitere Behandliing, die Ein- und Auswinterung mit allen ihren Nebenfragen verbreitend. Denjenigen Imkern, die mit Dreietagern wirtschaften, empfahl er das Schiedbrett auszumerzen und den Betrieb entsprechend dem im Vieretager einzunchten. Zum Schluß beantwortete Hen Hensel alle aus der Versammlung an ihn gerichteten Fragen. Tie nächste Versammlung findet anfangs Mai statt. ** Die Preise der wichtigsten Lebens- und (yuttcrmittel haben im Februar ihren Stand wiederum erhöht. Nach der „Statist. Korresp." betrugen sie pro Tonne (1000 Kilogramm): Weizen 170 Mk., (im Januar ebenfalls 170, im Februar 1904 162), Roggen 139 Mk. (138 bezw. 130), Gerste 151 Mk. (150 bezw. 135), Hafer 143 Alk. (143 bezw. 126), gelbe Erbsen zum Kochen 235 Alk. (238 bezw. 230), weiße Speisebohnen 333 Nil. (330 bezw. 286), Linsen 391 Alk. (394 bezw. 356), Eßkartoffeln 67,4 Mk. (65,7 bezw. 56,1). — Die Fleischpreise betrugen für Rindfleisch im Großhandel 1110 Mk. (1112 bezw. 1228); im Kleinhandel für 1 Kilogramm: Rindfleisch von der Keule 1.42 Mk. (1.42 bezw. 1.43), vom Bauche 1.21 Mk. (1.21 bezw. 1.20), Schweinefleisch 1.37 Mk. (1.35 bezw. 1.30), Kalbfleisch 1.43 Mk. (1.43 bezw. 1.44), Hammelfleisch 1.37 Mark (1.38 bezw. 1.41), inländischen geräucherten Speck 1.54 Mk. (1.53 nn Januar dieses Jahres und Februar vor. Jahres), Efzbutter 2.38 Mk. (2.40 bezw. 2.29), inländisches Schweineschmalz 1.58 Mk. (1.58 bezw. 1.53). — Tie Preise der vier Getreidearten haben sich demnach gegen den Vormonat nur unwesentlich verändert. Tie Eßkartoffelpreise dagegen sind in den meisten Marktorten noch weiter gestiegen. 5 Bad-Nauheim, 21. März. Bei dem überaus milden, sonnigen Frühlingswetter herrscht hier allenthalben ein reges Treiben, gilt eö doch, alles für die Ankunft der bald zu erwartenden Kurgäste bereit zu machen. Die begonnene Bautätigkeit an den Badehäusern, Hotels und Privatgebäuden wird beschleunigt. In den Parks, Anlagen und Promenaden ist man nut der Instandsetzung der Beete, Wege rc. beschäftigt; die Fußpfade werden nut Kies bestreut, die Hauptstraßen gewalzt. In dem Kurhaus und den Bade- häusern find Schreiner, Weißbinder re. nut den ErneuerungS- atbetlen beschäftigt. DaS schöne Wetter hat innerhalb weniger gestellt worden. •e* r- it ! die Ge- sei den, sich ibed ker । ch, beim Menschen verhalte, wisse man nicht genau. Ein gejui Mensch könne wohl etwas schweflige Säure vertragen, ein krai aber nicht, und diese genössen doch in erster Linie das Flei wirken daß das Fleisch eine frische Farbe bekommt. Dr. B o n h o s s vom hygienischen Institut fügte hinzu, Zersetzung aber kaum verhindert werde. Das Attest des richtschemikers in Berlin sei unwesentlich, denn der Man kein Mediziner. Die neuen Versuche an Tieren hätten erg daß diese schweflige Säure sehr schädlich wirte. Wie es Die beiden Kugeln, die in das Gehirn eingedrungen sind, konnten jedoch nicht entfernt werden. Der Z istcmd ist hoffnungslos. ensalz und Februar 1902 V Polizei bei 3 3ur llnter- ^suchsanstalt ^ebebranb hatte aber künstliche Färbung festgestellt. Das richt hielt die liebertretung des Gesetzes für erwiesen und e kannte argen zwei Angeklagte auf je 40 Mark, gegen eine auf 30 Mar k und gegen die beiden lebten auf je 15 Mar Geldstrafe.i Urgroßmutter, Großmutter und Mutter verwenden Werner Breuer’5 Caffe-Sinrogat. Die wachsende Generation bleibe dem Urfhell der Vor» „ fahren treu! t Q>eri(4)tsiaal. n. Gießen, 21. März. Tie Strafkammer verhandelte heute gegen die Zimmermeister Gebr. F. von Groi;°Karben wegen Vergehens gegen die Bauordnung. Es ist ihnen zur Last gelegt, daß sie' bei der Aufführung eines Tanzfaales zu Klem- Karben von dem behördlich genehmigten Bauplan abgeivichen lind und sonnt gegen die anerkannten Regeln der Baukuult verltoßen haben. Ter fragliche Bau stürzte ein, nachdem er bis zum Tellen des Taches fevtigge|tc(lt nmr, glüllllchertvetse zu einer Zeit, als keine Arbeiter daran tätig waren, so daß nicmaiib Schaden nahm. Nach Aussage des Sachversiändigen war der Plan, trotz seiner behördlichen Genehmigung, derart mangelhatt, bau, lueim and) genau danach gearbeitet tvorden wäre, der Einsturz hätte erfolgen müssen. Weiter war er der Ansicht, daß die Angeklagteii belirebt wareti, den Platt ztt verbessern; sie hätten sich aber als Bau- Handwerker trotzdem deßeu betvußt fein müssen, daß die Gefahr des Emimrzes bestehe. Ter Fall mürbe sehr milde behandelt, indem das Gericht je 15 Mk. Geldstrafe als entsprechende Luhne erachtete. — Tie Strafkammer verurteilte ferner den Tagtohner H.H. von Alsfeld tvegen Zechprellerei zu 4 Aiouaten Gefängnis. H. hatte sich in einer Wirtschaft unter der unwahren Behauptung, fein Arbeitgeber werde Zahlung leisten, Genutzmittel verabfolgen taffen. — Ter Taglohner Fr. 'DL aus Neustadt a. S. wurde durch das Schöffengericht Bad-Nmihenn wegen Hausfriedensbruchs zu 3 Wochen Gefängnis verurteilt. Seme Berufung wurde wegen uneutichuldigten Ausbleibens verwonen. — Wegen groben Unfugs hatte das Schöffengericht Friedberg den Arbeiter I. AL aus Kilianstädten zu 10 'Dir. Getdstrcue verurteilt. Er soll am Bahnhof zu Hetdenbergeu laut gelungen haben, und nachdem ein Gendarm zur Feststellung seiner Per,onalien schritt, diesem jede Auskunft verweigert haben. Tas Schöffengericht hatte das Hauptgewicht auf das letztere Verhalten des 'DL gelegt und darin etnen groben Unfug crbiicit. Im Gegensatz hierzu erklärte die Straf- innuner, daß es das gute Recht eines Beschuldigten sei, seine Kundci ob Keikehr. Ao.äsrvinjchalt. Kleine F i n a n z ch r o n i k. Ter Stadt Offenbach i die Genehmigung zur Ausgabe von 5 Mill. Mk. 3 %% Schuldverschreibungen erteilt worden. — Tas Bankhaus Gebr. Beth man t hat die Einführung von 6 'Dliü. Mk. 3 V/Zo Anleihe der Stadt Dl a i n z von 1905 an der Frankfurter Börje beantragt. Berlin, 21. März. Das Deutsche Reich Ipt bekanntlic nn Jahre 1900 80 Mill. Mk. 4 proz. Schatzanweisunge! begeben, von denen Sepie 3 über 20 Millionen Mark am 1. Api 1905 fällig wird. Während die beiden vorhergegangenen ar 1. April und aut 1. Juli 1904 fällig gewesenen Serien 1 und 1 den Inhabern gegen 3y2 Proz. Schatzanweijungen umgetauscht wurH den inub, soweit der Umtausch nicht erfolgte, zur baren Nück-U zahlung gelangten, werden die am 1. April fälligen 20 Mill.» Mark der Serie 3 ihrem vollen Betrage nach bar eingelöst.7 Tie Verzinsung hört am 1. April auf. Im Interesse der Inhaber liegt cs daher, diese Schatzanweisungen rechtzeitig zur Einlösung! vorzuiegen, zumal die bei den Reichsbankstellen außerhalb Ber-H iins zur Einlösung gelangenden Schatzanweisungen vorher derH Kgl. Preußischen Staalsschuldentilgungskasse in Berlin zur An- j er Leimung, eingesmidt werden müssen. Von den Serien 1 und 2, | deren Zotseiuauf am 1. April und 1. Juli 1904 aufgehört f)at, \ sind 70 000 Mart bisher rwch nicht zur Einlösung gelangt Märkte. ke. Frankfurt a. M., 21. März. Leu» unb Stroh- martt. Heu kostete heute Mt. 3.20-3.50, Stroh Mk. 2.10 di- Alk. 2.30. Alles per 50 Kilo. Tendenz: fest. rer Entschuldigung Konservensalz, F t gut empfohlen ...... Personalien zu verweigern; ob er damit gut tue, lei eine andere .Frage. Ta nach den Zeugenaussagen DL auch nicht gelungen, Mdern nur laut gesprochen hat, tarn das Gericht zur Frei- ivr^ung. — Turch das Schöffengericht Herbstein wurde der ^ipidwirt H. S. II. zu Engelrod wegen eines von jemem jährigen Sohn verübten Feldfrevels in Straw genommen, Ta er bei Aufruf nicht anwesend war, wurde feine LeVU'ung ohne Beweisaufnahme verwonen. — H. St. von Rödgen hatte den Gastwirt H. wegen Beleidigung verklagt. Tas Schöffengericht fom zur Freiiprechung, was St. Anlaß zur Berufung gab. H. soll'tn einer Gememderatslitzung m Bezug auf Lt. geäußert haben • Uen» St. heute keine Arbeit hat, so hat er morgen mchts zu effeif*, ?nb -wenn ihm etwas pafftert, fällt er der Gemeinde mr traft". (S^nfoivenig als ui enter Jmtanz konnte das Berufungsgericht feststelle"' 5ic 2leußerung jo gelautet habe und bau sie beleidigend fer erfolgte deshalb Bestätigung des Urteils. — Tie Frau V. y. Pou Wmgershau|en wurde eben- 'alls mit ihrer Berufung abgeivid'611*. l)atte in der Wohnung des Landwirts A. Llaudal gemodn- fobau bie|er sich genötigt sah, sie aus dem Haus zu entfernen. Er 'siwg sie dabei etwas derber angefaßt haben, als nötig war. Eme^Körperverletzung, dessen sie Appel beschuldigte, konnte nicht fe|lge'lellt werden. Uebngens waren Zeugen bei dem Vorfall nicht zügeln, -tas erftuiltanzliche Urteil mußte somit bestätigt werden. , . . „ . () Diarburg, 21. Mürz. Ein b€)0T^e,r'> ^E ^ngeurigen des Fleischergewerbes, nicht minder auu) bie Flei|ch- ionsumenten interessieren der P r o z e " befchastigte heute in mehrsiünLfiger Verhandlung die hiesige ^trastammer. Fünf Metzgermeister aus Homberg bei \aOel ivareit an* geklagt, durch Zusetzung von K o n s e r i Farbstoffen znm Fleisch das Gesetz vom 18. übertreten zu haben. Im vorigen Jahre hatte ihnen Flrischproben entnommen, und diese wa suchung nach Marburg in die landwirtschaftliche _ geschickt worden. Auf Grund des gewonnenen Resul^aren nun die fünf Metzgermeister unter Anklage gestellt )oc?rE>cn- gaben heute übereinstimmend zu ihrer Entschuldiguw^ an, oav sie schon seit langen Jahren das K einem Gerichtschentiter in Berlin hier gm cuivivyitn v - , . > nutzten, von einem Zusatz von Farbstoff zum Fleisck>' r} nichts bekannt. Zudem wäre auch noch niemand i usoige.J** Genusses des so behandelten Fleisches erkrankt, sie es in ihren eigenen Familien. Interessant waren achten der beiden Sachverständigen. Dr. H e b e b r a n hiesigen landwirtschaftlichen Versuchsstation bekundete, uJn„fpi den 10 Proben 6 beanstandet worden wären, in 5 hie»x schweflige Säure und in 3 außerdein noch der Farbstü ^^ 1 <' Die schweflige Säure des &onferocnfai^7^ r? Tage die Natur verwandelt. Ein gutes Frühjahr iff für die Saison von größter Bedeutiing. -f- Friedberg, 21. März. Die Errichtung einer elektrischen Bahn von hier nach Bad-Nauheim ist jetzt einen Schritt weiter gerückt, nachdem zwischen dem Land- tagsabg. Damni und dem Bürgermeister Dr. Kayser eine Besprechung slattgefunden hat. Die Verhandlungen werden fortgesetzt. In Bad-Nauheim scheint man endlich seinen Widerstand gegen das Projekt anfztigeben, dessen Ver- ivirklichung von Friedberg schon lange erstrebt wird. -j- Hel den bergen, 20. Viärz. Die Bahnstrecke Hel den bergen — Stockheim ist jetzt so weit ferliggestellt, daß die Eröffnung im Juli oder August erfolgen kann; die Stationsgebäude werdeii jetzt im Innern ausgebaiit. Haltestellen haben bekommen Heldenbergen, Eichen, Höchst, Oberau, Altenstadt, Lmdbeun, Heegheim, (tilmibcrg und Stockheim, Die Teilstrecke Heldenbergen—Vilbel wird dagegen erst im Sommer 1906 vollendet sein. Ta die Äiidder in dieser bergigen Strecke viele Wuidilngen macht, so sind hier erhebliche Geländeschivierigkeiten. Zwischen Heldenbergen und Gronau find allein fünf Brücken über die 9tidder erforderlich, ivelche zum Teil begonnen find. Der Tunnel bei Büdesheim, dessen Durchsuch lürzlich erfolgte, wird jetzt zwei Dieter breiter und tiefer aiisgeschachtet. Die hier gewonnenen Basalt, massen werden zur Besd)ollerung des Oberbailes uitd zum Bau der Brücken benutzt. Frankfurt, 20. Marz. In der GöRv.straße 22 in Bockenheiui stürzte das v i e r Di o n a t e a l 1 e T ^,ch t e r ch e u der Ehelciite Hiltner aus dem Kinderwagen in ein? Daneben flehende Badewanne und ertrank. — Ter Korbflechter Lorenz Schreiber hatte eine kleine Werkstatt in der Lad??-' reihe der Gelben Hirfchgasse 9. Mit seiner Frau lebte cf ständig in Unfrieden. Tas Geschäft ging nicht besonders und um seine Sorgen zii betäuben, trank er. Irgend etwas muß ihn in den letzten Tagen vollends aus deni Gleichgewicht gebracht haben. Ter junge, kaum dreißigjährige Diann hat sich in seiner Werkstatt durch Oeffneu des Gashahns getötet. Frankfurt, 21. März. Nach der von dem Statistischen sjlmt heransgegebenen tabellarischen Ucberficht war die mittlere Iah re sb evö Ikerung Frankfurts im letzten Jahr 316 000 Seelen. —Ter große Flußdauipfer „Jn- duslrie 18*, der heute früh nach Antwerpen abgehen wollte, hat bei seiner Ausfahrt schweres Unheil angerichlet. Der mächtige Kahn wollte nach seiner Aiissahrt ans deui Hafen durch die Schleuse fahren, niußte aber vor der Eifenbahnbrücke drehen. Em kleinerer Dampfer half ihm dabei. Trotz- deui bekam ^Industrie 18* die Kehre nicht und rannte nm der Bugspitze den „Ruf* (Hinterteil) des vor dem Kohlenlager von Kleinschmidt liegenden' beladenen K oh l en sch i ff e s „Heinrich von Diühlhcim" an. Das Kohleiischiff erhielt ein Hartes Leck und sank mit dem Hinterteil. Durch den heftigen Anprall fiel in der Kajütenwohnung der Ofen um und setzte zwei Zimnier in Brand. Zum Glück waren Frat> und Kinder des Kapitäns in der Stadt. Der kleine Dampfer zog das befchädigte Kohlenschiff in den Kohlenhafen, wo es entladen, atisgepunipt und repariert wird. Offenbach, 21. März. Das Frauenkomitee, welches in allen Schichten der hiesigen Bürgerschaft mit großem Erfolge Sammlungen zur Erwerbung eines hervorragenden Erzeugnisses der Offenbacher Industrie als Hochzeits- gefchenk der Stadt Offenbach für das Groß herzogliche Paar veranstaltet hat, hielt gestern eine Sitzung ab. Es wurde beschlossen, als Geschenk einen Vierspänner-Break- Iagd wagen, der in der Hofivagenfabrik Dick u. Kirschten erbaut worden ist, als Geschenk anzukailfen und den Rest der gesammelten Geldsumme dec Großherzogin Eleonore zu einem von ihr selbst zu bestimmenden wohltätigen Zwecke zur Verfügung zu stellen. Der große und doch leicht und elegant gebaute Wagen wurde vor einigen Jahren für die Pariser Weltausstelliing hergestellt, wo die Firma mit der goldenen Medaille ausgezeichnet wurde. Das Gefährt ist für zwölf Personen eingerichtet; es hat zwei Quersitze für je drei und zwei Längssitze für je zwei Personen; außerdem ist noch ein zweisitziger Rücksitz für Kutscher und Diener vorhanden und io angeordnet, daß ein rasches Abspringen möglich ist. (O. Z.) w. Eronberg, 20. März. Heule fand hier der 6 6. Feldbergfest-Turntag statt, der, wie der Vorsitzende Röbig-Rödelheim konstatierte, die bestbesuchteste Versammlung war. 104 Vertreter waren anwesend. Die Unfall» und Haftpflichtfrage nahm einen hervorragenden Teil der Tagesordnung in Anspruch, und es wurde gewünscht, daß die beteiligten Vereine selbst für beide Fälle Sorge tragen. Als Uebungen für das diesjährige Feldbergsesl wurden bestimmt: Freihoch, Stabhoch, Freiweithoch und Steinsloßen. Bis zu 24 Punkte sollen Diplome gewährt werden. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Der Chauffeur Mai von der Firma L. Peter fuhr von Niederrad nach Frankfurt. In der Nähe vom Mummschen Garten fließ er mit einem Wagen zusammen, wobei er so schwer an der Brust verletzt wurde, daß ec gleich nach deni Unfall starb. * Kleine Tages cyronit. In Dortmund kehrte in animierter Stimmung in der Nacht der Anstreicher Kraerner in feine Wohnung zurück und begab sich in seine unter dem Dach gelegene Schlafstube. Dort ist er durch das Fenster auf das ^acl) gestiegen und hat sich dort niedergelegt. Jedenfalls ist er nicht mehr Jperr über sich selbst gewesen und unten auf einen hchzerncn Staletenzaun gefallen, von dem ihm vier Spitzen tief in den Untcrieib und in den rechten Oberschenkel drangen und schwer verwundeten. Bald nach seiner Einlieferung in das Krantenhans trat der Tod ein. — In K ö l n gelang es der Kriminatpoli-ci einen 21 jährigen stellungslosen .Handlungsgehilfen seuzunehmen, der in letzter Zeit in etwa 20 Fällen dadurch Betrügereien verübte, daß er fiu) als Arzt Dr. Elassen, Dr. Earnap oder Dr. Grüneberg ausgab unb augab, in einem der hiesigen Hospitäler angestellt z>u sein. Der Verhaftete hat sich bei Leinen Geld erschwindelt und auch Betrügereien in verschiedenen Geschäften ausgeführt. — In Ansbach feuerte der 17 Jahre alte Sohn des Buchdruckereiarbeiters Blumberger auf seinen Water, da dieser in trunleiiem Zustande seine Frau mißhandelte, zwei R e v o l v e r s ch ü s s e ab und verletzte ihn schwer. Daraus orachte sich der Solm selbst dura) zwei Sck)üsse tödliche Verletzungen bei. — Bsi finer G r u b e n - Ex P l o s i o n im Berg . wert Drenkove in Süd-Ungarn fanden 12 Bergleute den . Lod. Zwei^ wurden lebensgesuhrlich verletzt. — In Paris mußte Our Schriftsteller Antonin Proust, der in der Nacht vom 20. auf den 21. ds. einen Selbstmordversuch gemacht hatte, einem operativen Eingriff in die Schädeldecke unterzogen werden. I dem man durch Konserveuscuz ein frisches Aussehen gebe. DH cc Zusatz von Farbe wurde zwar von den Angeklagten beftritten, WM 'MW Fertige Federbetten 843 Bahnhofstraße 44. Bahnhofstraße 44. mit staubfreien, gewaschenen Federn 10 Mk., 12 Mk., 15 Att., 18 'JllL, 21 Mt. und besser, sind stets vorrätig. ©= RDZis« L ©o Kissen 3.30 Mk., 4 Mk., 5.50 Mk., 6.75 Mk., 8 Mk. und bester empfehlen Carl Stückrath, Möbelfabrik Gegründet 1868 Asterweg 47 Ederstrasse 8 Sonncnstraße 20 22. Souuenstraße 20/22. 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März 1905. 01764 3» vermieten — 6 Zimmer 5901 6-Zimmerwohnung mit Zubehör und Bleichplatz zum 1. Juli zu vermieten. Näheres Ludwigstraße 22, pari. 1302 Ludwigstraße 27 schöne 6--Zimmerwohnung im 2. Stock mit Zubehör und Gartenanteil per L Juli zu vermieten. __________Näheres Parterre. Neu herger. 6-Zimmerw. II. St. Bad, Gas, Trocken b. Bleichpl.Avr. o. sp. zu verm. Moltkestr. 26. s"14 402j Elegante 6-Zimmer-Wohnung in schöner Lage, mit Badezimmer und allem Zubehör, sowie großem Bleichplatz per 1. April oder früher zu vermieten. Näheres Nordanlage 21, vart. Eine Wohnung, 6 Zimmer Badezimmer, neu hergerichtet, zu -vermieten. 225 Näheres LudwigSplatz 5, Part. Neubau Plockstraße sind zwei elegante 6-Zimmerwoh- nungen mit Bad (2. u. 3. Etage), per 1. Mai oder später zu verm. Baugeschäft Abermanu <8: Kling, 1216___________Löberstraße 8. | 5 Zimmer j 716] 5-Zimmerwohnung per 1. Juli zu verm. Steinstraße 82. Löberstraße 8 per 1. April er. schöne 5-Zimmer- Mansarde, per 1. 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Heinrich Habermehl, 01759______Neuer fonnlbnu.^ 2 Kegelbahnen Montag und Dienstag frei. 01774 Frankfurter Hof. 01773] EinDameuschirm m. Horn- griff wurde vergang. Samstag aus Sonntag im Neuen Saalbau vertauscht. Bitte denselben ans- zuwechseln Schiffenbergerweg 66. KMsmmWrVttck Zonntag, 26. März, abends 8 Uhr, (nicht a.19, ds.wie zuerst festgelegt) v17/s im Vereinshaus Familien-Abend mit reichhaltigem Programm. Läe^erDkr,anx Heute abend Singstunde im Vereinslokal (Easö EbeO und Besprechung interner 2-^uns- angelegenheiten. 1)- /» Der Vorstand.