1fr. 95 Zweites Blatt 155. Jahrgang Samstag Ä2. April 1905 Gietzener Anzeiger Urfchrmi «-ttch mit Ausnahme des ©onntagS. Stotahonßbrucf unb Verlag der Brühlfch« UnioerfttätSbruderel R. Lange. ®le&au Die ..Siebener FamllienblStter- werben dem „Anzeiger viermal wöchentlich beiqelegt Der ^helstich« Laaöwttl- erscheuu monatlich einmal Redaktion. Expedition u-Druckerei Schulstr.V, Del Rc. 6L Lelegr.-Aür. i Anzeiger Gietz«. General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Volltische Toqesschluu Die Marokkofrage. Hilft nicht vom prtecf. Der französische Minister des Aus- wärtigen, der in der Deputiertenkammer seinen Verdiensten das reichliche Lob gespendet hat, das nicht klingt — Del- easss kann immer noch nicht das richtige, in Deutschland Vertrauen erweckende Wort finden. Lakonisch schreibt die „Nordd. Allg. Ztg.": Die Auseinanderseftung zwischen Herrn Delcasss und den Gruppen der französischen Kummer, die >as Verhalten des Ministers in der marokkanischen Angelegenheit mißbilligen, habe stattgesundcn, ohne daß eine wesentliche Annäherung zwischen den von beiden Seiten vertretenen Auffassungen zu bemerken wäre. Aus dieser offiziösen Glosse ist zu entnehmen, daß auch zwischen der amtlichen deutschen und der amtlichen französischen Auffassung bisher keine wesentliche Annäherung stattgefunden hat. Der „Lok.-Anz.", der wiederum aus dem Auswärtigen Amt informiert zu sein scheint, hält die Rede Delcasses nicht dazu geeignet, der ganzen Angelegenheit eine andere Wendung zu geben". Verhandlungen auf einer breiteren Grundlage als zwischen Frankreich und Deutschland allein könnten nur erwünscht sein. Die letzte Verhandlung in der franz. Deputiertenkammer wird auch in Frankreich allerseits sehr ernst besprochen. (Slentenceau sagt in der „Aurore", der Zwischenfall sei zwar mit der Erhaltung Delcas'ös erledigt worden, aber dieser verdanke den glücklichen Llusgang nur dem Dazwischentreten Rouviers, der den Ertrinkenden an den Haaren herausge- zogen, ihm aber einige bei solcher Operation unvermeidliche .Hiebe versetzt habe. Wenn Rouvier die Regierungsgewalt behalten wolle, so ittiqfe er sich nach einem Nachfolger für den Mini st er des Auswärtigen umsehen. Selbst' der monarchistisch-klerikale „Gaulois" gibt Delrosso auf, der an dem Schweigen seiner Gegner und Freunde zugleich geinerkt haben müsse, daß seine Zeit zu Ende ist. In der „Petite Republigue" stellt Gerault Richard fest, Delcasse schweige, weil er nichts zu sagen habe. Jaurös hingegen erkennt die Verdienste Delcasses an und findet in ihnen den Grund dafür, daß gerade er das „Mißverständnis" ohne Verminderung des nationalen Mrsehens ausklären könnte. Am Charfreitag fand im Elysee eine Sitzung des M i - nisterrates statt, der der Minister des Äeußern Del- cassö nicht beiwohnte!? Neuer deutsch-chinefischer Vertrag? Die Vermutung, daß es sich bei dem zwischen Deutschland und China angestrebten Abkommen nm vertragliche Sicherung der deutschen Handels- und Schiffahrtsinteresftn im Yangtse-Gebiet handele, wird in politischen Kreisen nicht durchweg geteilt. Man findet beispielsweise, daß gerade eine den D a n g t s e «'blauen Fluß) betreffende wirtschaftspolitische Vereinbarung den Keim zu einem Konflikt zwischen Deutschlandund England- Japan in sich tragen könnte. Durch den Bündnisvertrag mit Japan Hut sich England bekanntlich zum mindesten das kommerzielle Uebergewicht int Yanatse-Tal gesichert. Paktiert also jetzt Deutschland mit dem Reich der Mitte, so wird ein Mißtrauen geweckt nicht gegen China, das man als den geschobenen Teil hin- stellen würde, sondern gegen Deutschland. Die Möglichkeit, daß Deutschland durch ein solches dlbkommen mit China aufs Glatteis geraten könnte, ist in der Tat um so weniger zu leugnen, als das vertragliche Versügungsrecht über das Yangtse- Gebiet dem Hofe zu Peking zweifelsohne strittig gemacht werden wird durch das verbündete England-Japan. Ueber diese deutschchinesischen Verhandlungen ist Aufklärung sehr erwünscht. In der „Nordd. Allg. Ztg." findet sie sich noch nicht.____________ Deutsches Neich. Berlin, 21. April. Mon meldet aus Giardini vorn 21. d§.: Die Prinzen Eitel Friedrich und Oskar, sowie der Herzog von Sachsen-Koburg-Gotha nahmen heute auf der „Hoheuzollern" Wohnung Um 10 Uhr fand an Bord Gottesdienst statt, an dem sämtliche Fürstlichkeiten und Damen und Herren des Gefolges teilnahmen. Der Kaiser verlas die Liturgie. Militär-Obcrpfarrer Goens predigte über das Wort der Schrift: „Es ist vollbracht!" Zur Mittagstafel bei dem Kaiserpaare war Dcilitär-Oberpfarrer Goens geladen. Das Wetter ist schön, doch besteht noch eine starke Dünung. Die Postverbindung erleidet noch immer Verzögerung. — Der Kaiser wird zum Besuche des GroßherzogUchen Hofes am 5. Mai in Karlsruhe eintreffen und bis zum 7. Mai dort verbleiben. _ ßu der Frage der Gewährung einer Apanage für den deutschen Kronprinzen schreibt die „Köln. Ztg.": Mit dieser Anregung wird man kein Gl ü ck haben. In Preußen beläuft sich die beim Regierungsantritt Wilhelm Il. be- Irächtlich erhöhte Throndotanon auf 1 6 M t t l t o n e n At a r k jährlich. Davon läßt sich z u r N o t et n eF am i l t e erhalten, auch wenn der Solm verheiratet tst. Dte Steuerzahler nocb mit ein vaar weiteren Millionen zu belasten, liegt gar kein Äb vor. Im Reiche wird man erst recht nicht willens sein dem Kronprinzen eine Apanage auszuwerfen, ivahrend nicht einmal der Kaiser im Reiche eine Zw'lliste bezieht. — »lni 25 Ö Mts. beginnen hier die Verhandlungen liber ein neues handelspolitisches Abkommen mit Viilqarien, demnächst wird auch der vorbereitende Schrift, mechsel mit Portugal wegen eines neuen deut ch-portu° giesischen Handelsvertrages stattfinden; dagegen sind einleitende Schritte zu Vertragsverhandlungen mit den V e r. einigten Staaten bisher nicht erfolgt und m nachtter Zeit a.ub nicht zu erwarten. Der Reichstag wird sich mit Den abzuschließenden neuen Verträgen voraus,tchtlich erst tm Herbst zu befassen haben. — Die bulgarilchen Vertragsdelegierten sind gestern hier eingetroffen. Von deutscher -Leite ist außer Herrn v. Körner noch der Geh. Legattonsrat Dr. stehmann als Bevollmächtigter bei den Verhandlungen be- tiinint. , , , , Detmold, 20. April. Der Grasregent hat die Einladung des Kaisers zu den Bermählungsfeierlichkesten )eS deutschen Kronprinzen mit dem Ausdruck seines Ve- auernS abgelehnt. Aeutlch-Südwcllafrika. Die neuesten Verluste. Amtliches Telegram ans Windhuk: Auf Patrouille am 1. Apr bei Geidam gefallen: Lt. Wilhelm Bandermann, geb. 1880 in Berlin, früher Telogravben-Bat. Nr. 2: Unter- off'zier Sophus Heuer, Reit"r Wilhelm Stein, Unteroffizier Ludw. Schuemann, Gefr. Georg Wernthaler und Reiter Paul Mewius. Verwundet: Gefr. Albert Epple. Im Gefecht am 13. April 1905 bei Tsanarob gefallen: Oberveterinär Adam .Hagemeier, Unteroffizier Kraaü, Gefr. Weimar und Reiter Kaseberg. Verwundet: Gefr. Koettgen, Reiter Laos, Ruter Dietrich und Reiter Neff. — Beim Ueberfüll der Farm Onde- karimba am 13. April 1905 gefallen: Reiter Krebs. — Unteroffizier Bernschein, int Lazarett zu Windhuk am Typhus gestorben. Die Bekleidung. Generalleutnant v. Trotha meldet aus Kub, daß am 13. Avril eine Kaffernbande von 15 Mann am Achoub südlich von Nauchas durch eine Bastardpatronille aufgehoben wurd^ Der Führer der Bande war Kapitän Jack, d^r im Oktober 190J den Farmer H ermann ermordete. Neun Koffern sind gefallen. Gewehre und einiges Vieh wurden erbeutet. Kriegerisches. Die „Frkf. Ztg." hatte ixmi Privatbriefe ein-s württembergi- schen Hererokämpfers folgendes entnommen: „Wie wir mit Bekleidung bestellt sind, spottet überhaupt jeder Beschreibung. Zerfetzt! Zerlumpt! Am schlimmsten ist es mit der Wäsche: die können Verschiedene nicht mehr waschen, sonst hat man Fetzen in den Händen." Hierzu wird von der „Nordd. Allg. Ztg." bemerkt, daß die nach Südwestafrika abgehenden Mannschaften bei ihrer Ausreise u. a. mit folgenden Bekleid- ilngsstücken versehen werden: Ein Kvrdnmff.'nrock, eine Kordresthose, eine lange Kordhose, drei Feldanzüge, ein Mantel, ein Paar Schnürschuhe, sechs Hemden, sechs Unterhosen, sechs Paar Strümpfe, zwei Handtücher, eine Leibbinde, sechs Taschentücher und vier wollene Decken. Außerdem steht bnr Truppe im Schutzgebiet zur Ergänztmg defekt gewordener Stücke der volle etatsmäßige Jahresbedarf an Bekleidung und Ausrüstung zur Verfügung. ThrothaS Dank. Dem Kaüerlichen Kommissar und Militär-Inspekteur der frei? willigen Krankenpfleger Fürsten zu Solms-Daruth, ist nachstehendes Schreiben des Kommmtdos der Schutztruppe für Südwestafrika zugegangen: Windhuk, 20. März 1905. Es ist mir ein Bedürfnis, im Namen der mir unterstellten Truppen für die zahlreichen Spenden zu danken, die als Liebesgaben aus dem Vaterlande gesandt werden. Neben der Verpflegung den Truppen vmt Zeit zu Zeit zugeführt soweit es die großen Transportschwierigkeiten zuließert — von denen man sich int allgemeinen in der Hnmat wohl noch keine ganz zutreffende Vorstellung m, tcht —, sind sie dem Einzelnen eine aufmunternde Frch^d'J ent Beweis, daß seiner in der Ferne gedaebt wird. Äe 'werden daher stets willkommen sein und ich hoffe, daß es immer mehr und mehr gelingen wird, trotz der sich enlcsegenstellenden Hindernisse, auch den vordersten Spitzen in reichlicherer Weise, als es bisher möglich war, diese Gaben znzusühren. Auch für die .Hilfstätigkeit, des Roten Kreuzes und der ibm an gegliederten Vereine, sowie der Ritterorden, welche die Versorgting und Pflege der Verwundeten und Kranken wesentlich unterstützen, möchte ich hier aufrichtigst danken. Es würde mich freuen, wenn den Gcbertt im fernen Vaterlande von diesen mich und die Truppe beseelenden Gefühlen Kenntnis gegeben werden könnte. gez.: v. Trotha, Generalleutnant. Dieser Dank durste nicht verfehlen, die für unsere Truppen so erwünsckite Hilfs^ätiak^t ernm,t anzuregen. Japan unb A ankreich. Paris, 21. April. Ter japanische Gesandte stattete dem Minister des Auswärtigen einen Besuch ab, um seine Aufmerksamkeit auf die gemeldete Anwesenheit russischer S ch i f f e in der K a m r a n h b u ch t zu lenken. Ter Besuch des Gesandten Tr. Motono wird von offiziöser Seite dahin erläutert, daß dieser Schritt keineswegs den Charakter eines P r o t e st e s gehabt habe. Ter Gesandte habe sich nicht beklagt, daß die Rechte der Neutralität Frankreichs verletzt worden seien, er habe bloß insehrfreund- schastlicher Weise daraus aufmerksam gemacht, daß sich das russische Geschwader in der Nähe der französischen Gewässer befinde, und die Ueberzeugung ausgesprochen, daß infolgedessen die französischen 'Behörden ihre Wachsamkeit verdoppeln werden. In den parlamentarischen Kreisen hat diese Angelegenheit ziemliche Beunruhigung hervorgerufen. Die „Humanitä" des Deputierten Jaurös schreibt, gewisse politische Persönlichkeiten hätten die Nachricht erhalten, daß eine Schl ach t zwischen der russischen und ber japanischen Flotte unmittelbar bevorsrehe. Wenn diese Schlacht in den indochinesischen Gewässern ausgefochten werden sollte und die russischen Schiffe genötigt sein sollten, sich in französische Häfen zu flüchten, so könnte Frankreich wider Willen plötzlich in den russisch-japanischen Konflikt hineingezogen werden. Ein hervorragender Teputierter und ehemaliger Minister (Pressence?) hat die Absicht ausgesprochen, in der Deputiertenkammer über diese Angelegenheit eine Anfrage zu stellen. Der ehemalige Kriegsminister und frühere Generalgouverneur von Fran- zosisch-Jndochina, de Laneffan, erklärte heute int „Siöcle", die Kamranhbai bilde geradezu einen inneren Hafen. Ad- mtrat Roschdjestwenski sei dort eingefahren, nicht bloß, um die Havarien seiner Flotte auszube ssern, sondern auch um sich zu verproviantieren und sich über die Vorgänge in Petersburg, in der Mandschurei und in Japan, sowie über die Fahrt des Verstürkungsgeschwaders des Admirals Nebogadow zu unterrichten. Admiral Noschd- jestwenski befinde sich in einem französischen Hasen und vollständig gegen jeden Angriff der Japaner geschützt, falls diese ihn nicht dort aufsuchen und so die Neutralität Frankreichs verletzen. Tokio, 21. April. (Reuter. )Die Stimmung im Volke gegenüber Frankreich ist noch immer erregt. Versammlungen werden abgehalten, in denen die Haltung Frankreichs scharf verurteilt wird. Es ist eine große Kundgebung geplant. Die Zeitungen fahren fort, die Frage der Neutralität Frankreichs und ferne Verantwortlichkert gegenüber den möglichen Folgen zu besprechen. Ein früherer Minister erklärte in einer Unterredung: Wir üermetben sorgsam, andere in unsere Angelegenheiten hineinzuziehen; wir müssen aber unsere Rechte schützen. Wenn Frankreich Ruß- land die Kamranhbucht flibt, warum kann uns Großbritannien nicht gestatten, Hongkong ;u gebrauchen? Paris, 21. April. Dem „Matin" wird aus Petersburg gemeldet, in russischen Marinekreisen habe man Anlaß zu glauben, daß das Geschwader Nebogatows durch die M a l a e c a st r a ß e fahren werde, um sich mit Roschdjestwenski zu vereinigen. — Nach Meldungen aus; Petersburg hat Roschdjestwenski den Befehl erhalten, den Ankerplatz in der Kamranhbucht zu verlassen, und nicht das Eintreffen Nebogatows abzuwarten. Trotzdem wird Roschdjestwenski seine Weiterfahrt solange verzögern, bis Nebogatow weit genug herangekommen ist, um in einem Kampf das Hauptgeschwader zu unterstützen. — „Echo de Paris" bestätigt, daß die russische Flotte die Kanrranhbai verlassen hat. Hongkong, 21. April. (Reuter.) Auf dem vrtz» tischen C h i n a g e s ch w a d e r herrscht eine bemerkenswerte Tätigkeit. Der Kreuzer „Hogue" hat Befehl er-- halten, sich bereit ut halten, ans Befehl innerhalb von zwei Stunden in See nx geben,_______________________________ Rußland in Itnrm unb Drang. Des Zaren Dank. Petersburg, 21. April. (Petersb. Telegr.-Ag.) Für seine Mübcxvaltung während der jetzt geschloffenen Konferenz für die Bedütfnisse der Landwirtschaftsindustie wurde dem Vorsitzenden, Minister v. Witte, und allen Mitgliedern der Konferenz der Dank des Kaisers eröffnet. Die unter deut früheren Minister des Innern, Goremkin, errichtete neue Konferenz, in der Maßnahmen zur Festigung deS bäuerlichen Grundbesitzes getroffen werden sollen, besteht aus 13 Mitgliedern, darunter befinden sich aus der. Witteschen Konferenz die Gehilfen des Finanz- und deS Kultusministers Wirklicher Staatsrat Kutler und Geheimrat von Schwanebach' sowie noch drei Moskauer Edelleute. Bombenangst. Noworossijsk, 21. April. Das Zollamt hat sorgfältigste Neviston der hier eintreffenden Kisten mit Zitronew und Apfelsinen angeordnet. Diese Maßnahme ist durch den Verdacht hervorgerufen worden, daß Bomben in bet Form dieser Früchte eingeführt würden. Die Kaufmannschaft hat sich deswegen beim Senat über den Finav>"^ Minister beschwert. Aus Polen. In Warschau drangen vter bewaffnete Anarchisten in zwei Häuser ein, erdolchten einen und verwundeten tätlich den zweiten Hausbesorger buÄ Nache dafür, daß ste Genoffen verraten hatten, die später zu Zwangsarbeit verurteilt worden waren. Als die Verbrecher verfolgt wurden, feuerten ste Revolverschüffe auf ihre Verfolger ab, verwundeten einen, entkamen aber. — In der Spitzenfabrik von Feinkin^ terrorisierten bewaffnete Sozialisten die Beamten unteq Drohungen mit dem Revolver, während ein anderer Revo-^ lutionär stundenlang aufrührerische Reden an die versammelten' Arbeiter hielt. Tie Verhaftung des Schriftstellers LiembrowSkr erregt große Aufregung. Er wurde unter dem Verdacht, als. Glitsbesttzer unter den polnischen Bauern seines Bezirkes» nationale Agitation betrieben zu haben, verhaftet. In Lodz kam es während einer Theatervor* fteIlling zu großen regierungsfeindlichen Demon-/ i'irationen. Zur Aufführung gelangte das Schauspiel »Erosi und Psyche". Nach dem ersten Akt, in dem ein verhaßter König ernt orbet wirb, ertönten laute Beifallsrufe. Tas Publikum erhob sich von bon Sitzen unb schrie: »Nieber mit dem Zarat! Nieder mit dem Krieg! Es lebe die Freiheit! Es lebe die Konstitution!" Hierauf verließ das Publikum das Theater unb veranstaltete einen Demonstrationszug durch die Straßen ber Stabt, wobei es revolutionäre Lieder sang. Der Umzug dauerte fast eine Stunde. Die Polizei wagte es nicht, gegen die Demonstranten einzuschreiten. Neue Judenhehe. Jüdische Bürger von M o h i l e w wenden sich cm bt& russische Presse mit der Bitte, M veröffentlichen, daß sie! eine Organisation zur Veranstaltung einer Jndenhetze ür Mohilew aufgebeckt hätten. Selbst in der dortigen Reichs-^ bankfiliale gingen hetzerische Aufrufe von Hand zu Hand.! In der Stadt sammeln jich große Schuren Ziaeuner, die besonders unverschämt auftreten. Da beim Gouverneui7 Klingenberg recht?eit''ge Hilfe nicht zu erwarten sei, wird« das schlimmste befürchtet. Der italienische Kis.'nbaönerkreik. Rom, 21. April. Eine Abordnung der sozialistisches Deputierten begab sich gestern abend z-um Ministerpräsidenten Fortis, um Vorschläge für bie Beendigung des Ausstandes zu machen. Wie Die Blätter melden, äußerte sich Fortis unter Benlflmg aus seine Erklärungen in der Kammer zu gunsten eines obligatorischen Schiedsgerichtes und ließ die Hoffnung durchblicken, daß, werrw der Ausstand aufhöre, die Aus ständig en nicht b e* straft würden. Die sozialistischen Deputierten überbrachten^ die Erklärung dem Streikkomitee, welches die Wieder-! ausnahme der Arbeit beschloß. Die Blätter! sprechen ivre Freude über die Beendigung des Ausstandes und die Wiederherstellung der allgemeinen Ruhe aus unb loben die Haltung der Regierung. Aus Stad! und Land. Gießen, 22. April 1905. e* Hessisch-Thüringische Staatslotterie. Be^ ber heute fortgesetzten Ziehung ber 6. Klaffe fiel ein Gewinn' von je 5000 Mk. auf Nr. 4830 6879 23045 86480, Ge-! winne von je 2000 Mk. auf Nr. 23063 30716 38143 56474. (Ohne Gewähr.) — Die nächste Prämienziehung findet am Dienstag nach dem Feste finit heutige | pro vier Zehntel-Liter. Da man nun mit den Scharikstellen I ge Be-1 der Brauer sonne außerdem mit dem von dieser Seite ohne-. dies zu erwartenden Aufschlag zu rechnen hat, soll zunächst ein Einverständnis mit den Brauern versucht werden. ZU Gri 02O^k'.' Telephonischer Kursbericht Frankfurt n. M., 20. April, 2‘4 Uhr mittag. M . 101.60 85 50 Tendenz : fest. 1 4 5 Herrn Georg Schneide: Gendarm i- P. heute morgen 10 Uhr in die Ewigkeit abzurufen. Gießen, Rufach, den 22. April 1905. Die Beerdigung findet Dienstag, den 25. April, vormittags 11 Uhr von der Kapelle des alten Friedhofes aus statt. 2236 W 4 % Oesterr. Oo’drente 4* 8 % Oesterr. Silb'*rre! Uns’ai'. fioldrente haben Rente , Portneries^r I '‘erhlffioRen. III Unit. Türken . 4% 40/ 3'1’ Reicb*anleihti do. Konsole . do. . . TT-*fl8en < ■’bprheeson Bekanntmachung des Großh- Polizeiamts, welche einige ! stimmungen über den Straßenverkehr inS Gedächtnis zurück- , ruft, gegen welche gar oft gefehlt wird. Es ist nämlich im Interesse der Ermöglichung des ungehinderten Fnß- 8"/i, Mexikaner 4,/e"/- Chinesen . . Electric. Rot nckert . Nord<1 Lloyd . . Kreditaktien . . Diskonto-Kommandit, harmstfidter Bank . Dresdener Bank . . Ber'iner Handeleges Oesterr StaaUbahn . Lombarden , . , Gotthar-Ibahn , . . Lanrahütte . . . Bochnm . . . . Harpener . . . , Staatschatracheine , Stock ^heres '*hceftr. inmitten herrlicher Gebir&swatdun£en. Badeschrift durch die Badeverwahunj. . 9645 . 139.50 . 125.70 . 208.70 189 20 . 143 20 . 157 00 . 170 70 . 141 40 . 16.90 . 189.00 . 276.50 25190 . 218 25 . 100.60 4'Zim 3-Ziiii der 91 richtet, ju oen Wh. meister. Tiirct Verkehr in unfei die Bel früher, ; 1100] < SÄ mit Zu! mieten. Fußsteige frei! Wir verweisen auf die anteil) vem- mi 1 p ™nOi 1?°8|S 1“ »trn Schöne Hing p( verrnietk Die tieftrauernden Hinterbliebenen K. Schneider, Dr* Schneider« ^nenw, , ^chönl >eein 7'^e nr f"/fvrech L0,«rl i ®a«0e|tf) gewählt. fsenbach, 20. April. Die Aufhebung . 90.90 . 101.55 . 90.80 . 100.50 . 99.00 . 102 20 e . 101.15 . 100 00 . 105 80 . 67.70 . 67.70 . 89.00 Man verlange ausdrücklich die Orisrinalmarke „Dr. Hommel’s“ Haematogen und lasse sich Nachahmungen nicht aufreden. roiS auf Schweine ist also, wie wir gestern bereit iirz mitteilten, von der Großh. Negierung nicht gen eh migt worden. Der Negierungsbescheid hebt, nach der „Off. Ztg.^, hervor, daß es ein Sprung ins Dunkle sei, jetzt unmittelbar vor der Verabschiedung des neuen Gemeindesteuergesetzes eine so tiefeinschneidende Maßregel zu treffen, anderseits sei der Steuerzuschlag, mit dem Offenbach an der Spitze der hessischen Städte marschiert, ein so hoher, daß die Zeit nicht dazu angetan sei, durch den Ausfall von jährlich weiteren 60 000 Mk. die Steuern noch mehr in die Höhe zu treiben. Vermutlich, so fügt das genannte Blatt hinzu, dürfte auch die Negierung zu der Ansicht gekommen sein, daß gerade aus der Eingabe der Schwei ne - metzger hervorgehe, daß diese sich als die Benachteiligten fühlten und keineswegs gewillt seien, oie Vorteile der Oktroiaufhebung unverkürzt dem kaufenden Publikum zu- kommen zu lassen. Ein um so schwerer wiegender Grund, als wir hier in Ostenbach ja schon bei der Aufhebung des Oktrois auf andere Nahrungsmittel, besonders auf Mehl, die Erfahrung machen mußten, daß dieselbe zu keiner Verbilligung führte. So wäre auch diesmal wohl dem kleinen Mann kein Nutzen erwachsen, dafür aber hätte er die Erhöhung des Steuerzettels empfindlich am eigenen Leibe gespürt, während die 60 000 Mk. Gewinn sich nur auf eine kleine Zahl von Interessenten, auf die Schweinemetzger, verteilt hätten, die aber auch nicht im ungeschmälerten Genuß desselben geblieben wären, weil mit der Aufhebung des Oktrois ja einer Konkurrenz, der Fleischeinfuhr von auswärts, dte Tür geöffnet worden wäre. Wie nun die Dinge nach der Weigerung der Negierung, den Beschluß der Majorität der Stadtverordnetenversammlung zu bestätigen, liegen, wird jetzt der Steuerzahler davor bewahrt bleiben, diesen ihm doch nicht zu gute kommenden Ausfall der 60 000 Mk. Oktroigebühren mit der entsprechenden Erhöhung seines Steuerzettels deeken zu muffen. Icflone k- etod 'hin' Für Haus hai tu.Küche ist die condensiHe Alpenmilch Nestle unentbehrlich,säuert nicht, stets gebrauchsfertig äls Sahne f.Kaffee&Tee,als Milch F. Kakao.ChocoLft Speisen. ISSüESÄS Solbad EEEHEngg ZZZSoodenWerra^ cSruä/. 5 ahn Derwifcbkft. * Großherzogin Viktoria Melitta und Groß- fürst Cvrill. In einer Newvorker Zeitschrift behauptet ein mit den Verhältnissen des ZarenhoseS anscheinend gut vertrauter amerikanficher Sc' r ist st ekler, die golz bei Hannover ein scheußliches Verbrechen an einem Knaben verübt: Der Täter blieb damals unermittelt. Jetzt hat der Gemeinde-Polizist von Ricklingen in den beiden K i n- desm ö rdern Dütber und Paul die Personen ermittelt, die an dem Tage der Tat in jenem Holze umherschweiften, und zwar Vüther in der Uniform eines Postbeamten. Der Knabe erkannte in dem Verbrecher Paul den>Täti^r: beide leugnen die Tot. * Genickstarre. Der prenß -^u^usminister hat zum Studium der Genickstarre in Oberschlesien den Berliner Privatdozenten Dr. Wespenhöffer, Prosektor am städtischen Krankenhaus in Moabit, entsandt. In Königshütte sind am 18. und 19. April drei Erwachsene und 10 Kinder an Genickstarre erkrankt. Aus Lanrahütte und zahlreichen anderen Orten werden neue Erkrankungen und Todesfälle an Genickstarre gemeldet. — In Budape st sind seit dein 10. April zwei Fälle von Genickstarre beiKin^"rn Leute vnr^-ch^mmen.. 3’Wo 37 31W Wo Delogierten für den 2 2. Rhein-Main-Verbandstag in Lauterbach wurden außer dem Vorsitzenden die rrett Mb er tJ-^Tr aukmann- und Gerhart-Darmstadt, sowie 1 Hu rßßßO I '2 tu Ct* JS*. ; Eine ‘ >einzd"k strnße Io Siitwer Todes'Anzeige Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unfern lieben, unvergeßlichen Gatten und Vater Paris, 21. April. (Havas.) Nach einer Unterredung mit dem Minister des Aeußeren erklärte Ministerpräsident R 0 u v i e r den anderen Ministern gegenüber, er habe einen günstigen Eindruck von seiner Unterredung "Delcassä habe versprochen, morgen- seine Antwort zu geben. Man glaubt, der Minister werde der Aufforderung Rouviers folgen und sein Portefeuille behalten.; Zahlreiche K-ommentare find im Umlaufe. Mehrere Deputierte erklärten, Delcassä habe am Morgen dem Ministerpräsidenten sein Abschiedsgesuch zugehen taffen. Dieser habe erklärt, er f^nne es nicht annehmen. Er habe dem Ministerrat« darüber berieten müssen. Der Ministerrat hat es für angebracht gehalten, daß Ronvier sich zu Deleasss begebe, um ihn von seiner Absicht abzubringen. Rvuvier habe dann die entsprechenden! Stritte getan. Dem Vernehmm nach hak heute nachm'^ag int Ministerium des Aeußeren zwischen dem Minister der Kolonien Clementes, dem Cbff d^s Generalstabes, der Marine Vize-Ad- miral Tmichard und dem Direktor für politische Angelegenheiten im Ministerium des Aeußeren eine Besprechung statt gesunden, um auf dem Wege eines gemeinsamen Vorgehens seitens der drei Ministerien Maßregeln Aufrechterhaltung der Neutralität in den indo-chi'uesis^"n GewgU-rn zu treffen. Tokio, 21. Avril. (Reuter.) Der Kaiser erteilte heute dem Ministerpräsidenten Katsura und dem Minister deS Aeußern Komura eine Audienz. Die Negierung beobachtet noch immer Schweigen bezüglich der Vorgänge in der Kam-^ ranhbucht, es verlautet aber, daß der diplomatische Schrift-, weebfel noch nicht abgeschlossen ist. Man erwartet, Frankreich werde eine förmliche Untersuchung der Lage in der Kamranbbucht vornehmen. Inzwischen raten die politischen Rührer Japans der Presse, größere Mäßigung und Ruhe zu zeigen. Die Behauptung der Pariser Presse, daß der Beweis für die Anwesenheit russischer Kriegsschiffe in der Kamranh- bucht fehle, findet hier scharfen Widerspruch. w. Berlin, 22. Avril. Die bekannte Schauspielerin io Niemann-Rabe ist am Donnerstag abend der Klinik des Prof. Mendel gestorben. Bald nach 50. Geburtstag am 3. DeZ. v .I. begnnn sie zu kränkeln und " stellte sich ein schweres Ächirnleiden ein, das sie: in die Behandlung deS Prof. Mendel trieb. gängerverkehrs auf den Fußsteigen dad Bewahren der Fußsteige mit Fuhrwerken jeder Art (auch Handwagen) — ausgenommen, soweit hierdurch der Fußgängerverkehr nicht gehindert wird, die Beförderung .von Kindern und Kranken in Kinder- und Kranke -wagen — bei Strafe verboten. Außerdem ist 'n .sagt das Stehenbleiben, wodurch der freie Verkehr gehemhst wird, sowie das Tragen von Gegenständen, welche geeignet Tmb, andere zu belästigen (z. B. Metzgerbollen, Markt- tkörben re.). Gerade diese Rücksichtslosigkeiten sollten nicht erst durch Strafanzeigen verhindert zu werden brauchen. •• Unsere Regimen? musik konzertiert am 1. Öfter» ' feiertag von nachmittag 4 Uhr im Schützengarten in Wetzlar, am 2. Feiertag nachmittag im Neuen Saalbau in Gießen, am 3. Feiertag nachmittag im Philosophenwald und abends ,im Neuen Saalbau. •* Revision. Wie wir kürzlich berichtet haben, wurde ,Kommerzienrat Engelhardt in Rüsselsheim auf eine Privatklage des Kaufmanns Eberhardt Metzger in Gießen von der hiesigen Strafkammer wegen Beleidigung 311 einer , Geldstrafe verurteilt. Wie uns jetzt aus Darmstadt mitgeteilt .wird, hat Rechtsanwalt Dr. Hoffmann II. in Darmstadt als ! Verteidiger des Kommerzienrats Engelhardt gegen dieses -Urteil Neviston eingelegt, sodaß die Angelegenheit vor dem j Oberlandesgericht in Darmstadt nochmals zur Verhandlung kommen wird. ! ♦* Die Brauereien Textor (Inhaber Georg Bichler) und Friedel u. Asprion teilen uns mit, daß die von der „Mitteld. Sonntngs-Ztg." gebrachte Nachricht von einer Fusion der beiden Brauereien voUständig unbegründet ist und daß diesbezügliche Verhandlungen weder geschwebt haben noch stattfinden. i -i- Lich, 21. April. An dem Hause der Kirchenstraße Nr. 8, dem Herrn W. Zimmer gehörig, in welchem die Großh. Ortseinnehmerei bereits 30 Jahre lang verwaltet wird, ist ein prachtvolles Wappenschild mit der Aufschrift versehen ^Großh. Hess. Ortseinnehmerei^ angebracht worden. Es ist damit einem schon lange gehegten Wunsche der Gewerbetreibenden des hiesigen Hebebezirks entsprochen 'worden. Die Großh. Negierung hat diese Schilder für sämtliche Großh. Ortseinnehmereien von einem Emallierwerk m Elberfeld anfertigen lassen. (*) $ arm habt, 21. April. Prinzessin Heinrich und Großfürstin Sergius werden Ntitte Mai aus Nußland hier eintreffen. Die Großfürstn wird hier vorläufig /Zlufenthalt nehmen, während Prinzessin Heinrich am Himmel- fahrtstag noch Kiel zuruckkehrt. —Der Gemeinderechner /Koch hat sich, wie wir gestern berichten konnten, der Staatsanwaltschaft gestellt und ist in Untersuchungshaft genommen , worden. 1889 kandidierte Gemeinderechner Koch bei der Bürgermeisterwahl in Zellhauseu gegen den Bürger- ' meister Wegstein, unterlag aber mit vier Stimmen Minorität. (3ur Deckung der bedeutenden -Mahlagitationskosten scheint Koch nach allgemeiner Ansicht die Spar- und Darlehenskasse mit 6000 Mk. widerrechtlich in Anspruch genommen zu 'haben. Die Bemühungen, den Fehlbetrag im Laufe der Jahre auszugleichen, sind ihm zweifellos mißlungen, weshalb das Defizit mit Zinsen und Zinseszins inzwischen auf ein Manko von 11 000 Mk. anwuchs. sd. Darmstadt, 22. April. (Drahtbericht.) Prinz Waldemar v. Preußen trifft morgen am hiesigen Hofe zum Besuche ein. sd. Darmstadt, 21. April. 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Haeckel ist von einer Berliner K'onzertdirektion (Sachs) zu der jetzigen sensationellen Berliner „Vortragstournee" gewissermaßen engagiert worden und erhält als EntschädiMNg eine Summe von tausend Mark für jeden Vortragsabend. Die findige Direktion kommt trotzdem glänzend auf ihre Kosten. Handel urd Verkehr. Dot^swirtschaft. Die preu ß-ifch-h essj sch e Eisenbahngemein- schuft hat im März 130 529 000 Mk. oder 3 884 000 Mark mehr vereinnahmt als im Vorjahre. Damit sind im gesamten Rechnungssahr 1904/5 vereinnahmt 1 590 988 000 oder 72 755 000 Mark mehr, als i. V. Daraus ergibt sich mit unwiderlegbarer Deutlichkeit, der weitere Aufschwung unseres wirtschaftlichen Lebens, zumal schon das Jahr 1903/4 einen respektablen Aufschwung gebracht hat, gewissermaßen noch als Ausläufer einer wirtschaft- lich-kritischeu Periode auf mehreren Gebieten. do '7A 1 026571 (Sermimine Wohnung Izu vermieten Schützenstraße 17. 2 Zimmer Withelmstraße 8 ist Beletage i- I Möbl. 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IS., vormittags von 10 bis 12 Uhr, findet in der hiesigen Volksschule und zwar in der Ltadtknabenschnle im Zimmer Nr. 3, in der Sta trnädchen. schule im Zimmer Nr. 6, die Ausnahme der Kinder statt, welche biS zum !♦ Mai d. Js. daS sechste Lebensjahr zurück- Auch ^können am genannten Tage auf Wunsch der Eltern oder deren Stellvertreter solche leiblich und geistig nicht unreife Kinder auf. genommen werden, welche bis zum 30. September d IS. da- sechste Lebensjahr vollendet haben. Diejenigen dieser zur Anmeldung gebrachten Kinder aber, die für den Schulbesuch als nicht genug herange'etft be- trachtet werden können, werden für das nächste Schuljahr zurückgestellt. Bei der Anmeldung ist der Jmpsschein vorzulegen und bet auswärts geborenen Kindern auch der Geburtsschein mitzubringen. Außerdem haben diejenigen Eltern, die von der Gewährung freier Lehrmittel für ihre zur Aufnahme gekommenen Kinder Gebrauch machen wollen, unter Vorzeigung des diesjährigen GtaatSsteuerzettelS bei betreffenden Hauptlehrer Antrag zu stellen. Gieße«, den 19. April 1905. Für den Schulvorstand: Mecum, Oberbürgermeister.__Hab«, Rektor. (3)örbe u. Stühle werden schnell ’v und billig gestochten. 102590 F. Partner Wwe.. Seltersweo 81. Gut. Suche sofort ein schönes Gut zu kaufen ob. zu pachten. Ausfuhr!. Beschreibung erbitte u. hv20/4 a. d. Exp. d. Bl. Dreher, Haaruhrketten, Touye-Scheitel und Perücken werden gut und billigst fangeertigt bei 639 LmngMiM Bullen Vogelsberger Raffe, IV, Jahr alt, verkauft Wilhelm Lotz!., Wies eck, A l ten-Bltsecker-Strafie. 02640 ßanf-Couverts mit Firma ITlark 2.60 per Caulend. Warnung! g Bel Kauf eines hiesigen oder au«. wMrtigen Geschäftes, Grundstückes, Gewerbebetriebes jedweder Art oder bei Beteiligung kann man nie genügend vorsichtig sein. 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