rtige I* 7 Nr. L73 Zweites Blatt Erschetnl tRgllch mit Ausnahme deS Sonntags. Die „Slrtzener Kamlllenblätter" werden dem „Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der »hesfllch« taabölrt” erscheint monaUich emmaL Montan 2V. Noveniber 1905 Rotationsdruck unb Berlag der BrÜßlstcheu UntDerfxiäidbrudertL R. Lange, (Sieben, Redaktion, Expedition u. Druckerei: Hchulftr.7. Tel. Nr. 5L Tetegc.-Adr.r Anzeiger (Lietzen. 155. Jahrgang General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Volilische Wochenschau. ck. *o. Gießen, 20. Nov. 1905. Die vergangene Woche stand bei uns in Hessen völlig im pichen brr Wahlmännerwahlen für den Landtag, i i»och hat das Ergebnis Ueberrafchungen nicht gebracht, so daß bi8 am 24. November eintretende Desinitivum ohne besondere Lpamnmg erwartet wird. Der Ausfall wurde ja auch bei allen bürgerlichen Parteien vorausgesehen. Nur die Sozialdemokraten hlitten die rosigsten Hoffnungen und sind gründlich enttäusch^ »rrden. Die Nationalliberalen werden, wie wir voraussagten sphie ^Tchreh. te^ csus. Mittel Mk. 6.-, ° Umrttchts, RarüntQBe 23, en::' sich unserem;• t> des Vereins uüche EtenogW n Slolze-Schrey) eßen. Zchi tcu niirhaftrn schwirza KWpt gen Pichen onSirümplii |t »19 re, Kchj M-r.M AbteilMg). 1905, abends 8 g itut§ (UnisttfütogtK ng: ungsweise derA nd Thermen. ItiU inb sckwn am Tage nach der Wahl allein von allen hessischen F/. ittrm Fon fintieren konnten, mit ungeschlachtem Besitzstände auS den Wahlen hervorgehen. Der neue Landtag wird sich drunach, wofern die Abgeordnetenwahlen keine Korrektur mehr tragen, rnsammensetzcn aus : 18 Nationasl>beral en, wie bisher, 11 Biuernbündlern (bisher 12), 7 Zentrumsleuten (7), 7 Sozial- tvTno(raten (6), 4 Freisinnigen (3) und 3 Wiäöen (4). Dock ■efrt es mit dem Getvinn von einem Mandat, das den F-reisinnigen ir Wahlbezirk Wörrstadt zugefallen ist, ziemlich unsicher aus (•< stehen hier 16 Wahlmänner Christ (freis.) 16 Wahlmännern SMf lBbd.) gegenüber. Christ selbst ist Wahlmann: wählt er sit» selbst, entscheidet bas Los, im anderen Falle wird Wolf ge- Uii.hlt und die Freisinnigen haben das Nachsehen. Daß, wie fri- Gegner zu früh frohlockten, Nationalismus verbunden mit eifern Liberalismus aus den Herzen der Hessen zu weichen beginne, Li- behauptet wurde, diese Behauptung hat sich als trügerisch erwiesen. Wenn von ollen Parteien nur die Sozialdemokratie 'inni Gewinn zu verzeichnen hat, so ist das noch kein Zeichen ffn eine gefürchtete Demokratisierung des Volkes. Ein großer Irl der Wähler empfindet und urteilt nickt parteipolitisch, sondern nach Stimmungen. Der wird gewählt, der am, meisten goldene Berge vers"cicht, der am regsamsten sich zeigt und zu agitieren versteht. Das aber vermögen allenthalben am d': en leider die Sozialdemokraten. Die Folge davon ist natür- : M-, daß sie immer mehr zu verantwortlichen parlamentarischen I |Z; tarbeit gelangen, namentlich wmn nock) wehr persönliche als ic ck'it>e Mjß'iimmung in Wahrheit bürgerlichClesinnter dazu kommt, die nnrbend? Kraft der Sozialdemokratie ohne deren Zutun zu 2'Märken. Erreicht aber die Wählerfchöft von der Sozialdemokratie nickt, was sie von ihr erwartet hatte, so wendet sie sich wieder wt ihr ab. und probiert cs mit einer anderen Partei. So wicder- folft sich der Kreislauf ohne Ende. Indes manchmal tritt nfl) ein Rückscwag ein, indem ganze Wählerschicht en, durch Er- ifaheuna belehrt, zu der Ansicht gelangen, daß Festhalten an '.vintischen Grundsätzen ersprießlich ist. Vorläufig ist kein Grund roffrnben, über die Nadikalisierung d's hessischen Volkes be- 'besemders laut zu klagen. Im Interesse der Wählerschaft aber IMv leit wir hoffen, daß die besten der Versprechungen, die die P-nrteien in den einzelnen Kreisen den Wählern gemacht haben, sich im Laufe der näckfflen Session einlösen lassen, daß von ben: Golde der versprockpmen Berg« nickt allzuviel Truggold ist Auch mehreren anderen deutschen Bundesstaaten brachte di ■ »aomngenc Wockw bemerkenswerte politische Ereignisse. Die rite bayerische Kammer genehmigte einstimmig in erster ininfl den Zcntrumsantrag zur Aenderung des Wahl- t 5. Heute, Montag, beginnt die zweite Lesung der Vorlage. 3n Dresden und in Umgegend wurden zahlreiche Volksversammlungen abgcbalten, die in energischen Resolutionen die Ge- nxifDritnfl des allgemeinen, gleichen, geheimen, dielten Landtaachvahlrechis forderten. Wegen der Versarnm- liiniten war Militär in den Kasernen konsigniert. _ Sämtliche iL' cbmannsckaftcn des Garnisonbezirks hatten 40 scharfe Pa- Nomen erhalten! — Das liberal-sozialdemokratische St ickwa hlkartell in Baden hatte zur Folge, daß gegen Sie Offiziere der Reserve, welche sozialdemokratische Stimmzettel 'lgegcben haben, disziplinarisch vorgegangen werden soll; wir balgen das mit der „Köln. Ztg." für tadelnswert. Bei der Rei cl)stagsstickwähl in Eisenach veröffent- libite der unterlegene freis. Kandidat, Kühner, einen Aufruf inr Unterstützung der sozialdemokratischen K'andidattir, während die Militärvereine wiederum gegen die sozialdemokratische Stimm- ckgiabe mobil machten. Das Ergebnis war die Wahl des Anti- ' initen Schack mit annähernd 10400 Stimmen gegen den rogialdemokraten, der 8748 Stimmen erhielt. Dieser Ans- .i 0ul -Eisenl-ah; 1“bt” «1W«1 iersMiülms. iheiin * -t öffnen werde, wenn die Arbeiterschaft vorbehaltlos unter lre-rkennung des neuen Lohntarifs und der allgemeinen De- .nmtnger. gleichzeitig in allen Verbands-Betrieben die Arbeit beider ai'f^uwbmen fick bereit finde. Die Vertreter der Arbeit- rhmer ersuckten die Bürgermeister der im Bezirk am Streik Icteiligten Städte um Verhandlungen mit den Fabrikanten. Die llibrikanten lehnten aber weiteres Entgegenkommen und neue ^rb'vdlungen ab. Viel bcachtet wurde weit über Rheinland-Westfalen hinaus l Arbeitszeit regeln. (Bgl. den Artikel: „Aus dem kil'rrevierst) Tie R c i ch s f i n a n z v o r l a g e ist noch nicht veröffentlicht, k-nm die Erhöhung der Tabaksteuer haben sich die Jnter- (fiffltten in mehreren Eingaben an die maßgebenden Instanzen p-^ndt, wir wollen hoffen: mit Erfolg. Ter Gie ßenev Glanz. hv* iten zu ^ben* er, i ng hatte eine Reihe von Demonstrationen im Gefolge. Die keßörden hatten wohl in Befürchtung größerer Unruhen eine rrne Menge O^cnbormerie und Schutzmann schaff zusammengezogen, iufterbem lief dis Gerückt um, die Garnison sei alarmiert. Als Sie Aufruhrvaragraphen allenthalben angeschlagen wur- Srn und die Gendarmerie einen Platz vom Verkehr absperren sollte, staute sick die Menge. Rufe wie: Nieder mit der l! c a k t i o n! ertönten. Einige Verhaftungen wurden vorgenom- men. Da der Hauptverkehrsvlatz durch die Menschenstauungen v-nt Verkehr vollständig abgesckniian war, gingen berittene »cndarmen gegen die Volksmenge, zu deren Unter- Urning man sogar die Feuerwehr herbeirief. Diese richtete im kalten Strahl auk das dichteste Gewühl und 'Su'bcrte den Platz. Mer auch in den Nebenstraßen wurden gegen irissanten riesige Wassermengen verspritzt, sodaß am Tage darauf überall Glatteis war. Die Tumulte dauerten infolge der un- : gn.ähnlichen Maßregeln bis spät in die Nackit hinein. Im sächsisck-thüringiscken Weberdistrikt und I P ckergebiet ruht die Arbeit vollständig. Es wäre nur zu wün- ■■ daß der Friede in diese Genwebe bald wieder einkehrte. " dortige Arbeitgeber-Verband erklärte indessen, daß er nach sic vor auf seinem Standpunkte beharre, daß er seine Betriebe Tabakverein, der leider gar zu lauge gel.lÄummert hat, soll jetzt, wie wir hören, zu neuem Leben erwachen wollen. Es ist wahrlich an der Zeit! m , Heber die vielerörterte Marinevorlage ist im Bundes rat eine Einigung erzielt Word an. Danach treffen die Vorh?r- sagungen über gar so enorme Marinevergrößerungspläne nicht zu. Wir sprechen heute an anderer Stelle mehr t>.irüber. Offenbar gelegentlich des Duseutlmlts des öeutsckien Kaisers in Nürnberg, wo im Beisein des Prinzregenten von Bayern und des Großherzogspaares von Baden das Kaiser Wilhelm-Denkmal enthüllt itmrbe, fiel die Entscl)eidung in d-r Frage bet Neubesekung des K o l o n i a l a m t s. Große Ueberrasckung verursachte die Bekanntgabe, dch die Wal>l aus den ehemaligen Regenten des Herzogttims Sachsen-Kvhurg-Gotha. den Erbprinzen Ernst von Hohenlohe, gefallen ist, da sich der Erbprinz bisher mit Kolonielfragen nickt befefäfttgt hat. Indes spricht manches zugunsten der jetzigen Entsckxidung: ver- möge seiner gesellsck'stlickcn Stellung vermag ber Erbprinz ihm entgegentretenben Einflüssen gegenüber mit größerer Sicherheit aufzutrcten als seine Vorgänger, die sich, wie wir am letzten §e.mstag mitteilten, oft Machen feststen gegenüber befunben haben, beiten es ihnen nicht möglich wer entgeaenzuwirken. Der Prinr g hört übrigens zu ber liberalen, antiklerikalen Minderheit ber ersten württenck. Kammer. Noch einige bemerkenswerte politische Vorgänge aus ber vorigen Dock-e verdienen genannt zu werden. Der Verband deutscher Arbeitsnachweise tagte in Wiesbaden und entschied sich für paritätische Einrichtung kommunaler Arbeitsnachweis-Bureaus. Bom Hoch ickulst reit in Charlotten- burg ist die ablelmende Haltung der Professorensclwst aus das Begehren ber Vermittlung, d's bie Studenten aussprackten, zu melben. Aussehen erregte die Errichttmg einer nnierifnni- schm Professur an ber Berliner Hochsckule mit amen r-nifcTrnt Kapital. Graf Lerckenfelb, seit 25 Jahren baver- ifcficr G-esmdter am Berliner Hof, feierte dort sein Dienstiub.- fäum, bei wolcker Gelegenl>eit Fürst Bülow sein Festhalten an dem föderttiven Charakter unser''s nationalstaatlichen Lebens betonte. Die Senatoren der freien Städte ließen bem Grasen einen kostbaren silbernen Pokal überreichen, ansgelegt mit alten hanseatischen Münzen. Graf Lerclienseld vertritt seit Jahren den hanseatischen GManbten (vahrend seines Urlaubes. In dem „Vor wärt ^-Konflikt ist eine neue PAse eingetreten insofern, als nun auch bie Fehde zwischen ben G?- nerkschaffen unb der politischen Partei entl»rannt ist Ein Einig- ungsversuck, bet von den Berliner Parteifunktionären in bezug auf bie Redakteurfrage unternommen wurde, ist gescheitert. Der Parteivorstand und die Preßkommission sind bubet mit ihrer, Anträgen unterlegen. Im übrigen hat der sozialdernokr. Parteivorstand das Ausinnen der Breslauer G^'nossen, Straßendemonstrationen geaen das preußische Dreiklassenwahlreck>t zu unternehmen abgelehnt. In Sacken der Fleischteuerung wurde offiziös bekannt gegeben, daß der Reicl»8?anzler heute, am 20., den Vorstand des deutschen Landwirtschasisrats zur Entgegennahme einer Denkschrift dieser Körperschaft über die Fleischv-ersorgung der deutschen Bevölkerung empfangen wird. König Alfons von Spanien schloß an seinen Besuch in Berlin einen Aufenthalt in Wien und München. Am gestrigen Sonntag ist er in Paris eingetroffen. Oesterreich erhielt von den vereinigten Mächten die Führung bei ber geplanten Flottendemonstration gegen bie Pforte, welche die Türkei zum Nackiqeben in ber maceb. Finanzfrage veranlafsen soll. Die dazu bestimmten Sclpffe der Mächte, darunter auch Rußland, sollen sich am 22. b. M. im Hafen von Pyräus versammeln. Bon bort soll sich das gesamte Geschwaber, das bereits unterwegs ist, zunächst nach Mvthilene begeben. Dis jetzt haben bie Botschafter von der Türkei keine Kundgebung erhalten. Seit ber Ablehnung haben bie Botschafter keinen Verkehr mit der Pforte unb dem Pilbis qepffogen. Man darf wohl immer noch glauben, daß ber Sultan im letzten Augenblick nachgeben wirb. Die Mohammedaner sinb inbessen beunruhigt und gegen die Europäer erbittert Bei dieser Demonstration wird die deutsche Kriegsflottenicht vertreten fein. Dies beruht nach offiziöser Erkläning lediglich auf der technischen Schwierigkeit, denffcke Sckpsie für die weite Fahrt in das östliche Mittelmeer verftlgbar zu machen. Deuffchland hat sich im übrigen den Forderungen der anderen Mächte in den verschiedenen Noten und besonders im Ultimatum in allen Punkten angeschlossen. Die Anwesenheit be§ britischen Geschwaders unter dem Prinzen ‘uon Battenberg vor Newyork hat dort zu amerikanischen Kundgebungen für und gegen England geführt. Nach mehreren amerifan. Blättern desertierten von dem englischen Geschwader während des Newyorker Aufenthalts einige hundert Mann. Daß ein deutsch-amerik. Zollkrieg zu erwarten sei, wird in der amerikanischen Presse bestritten, in der englischen dagegen behauptet. Nach ameriftniischen NackwiÄten plant StaatSfekretär Root die BeUegung der Zwistigkeit durch den Abschluß eines Provisoriums. Das kanadische offizielle Blatt deutet bie mögliche Beilegung deS Zollkrieges an, sobald der kanadische Maximal- und Minimal-Zolltarif endgiltig beschlossen sei. In Norwegen hat sich das Volk mit 259 563 gegen 62 264 Stimmen für die Monarchie entsckfteden. Das Stor- fbing hat bann einstimmig, während nur ein Mitglied fehlte, den Prinzen Karl von Dänemark zum König gewählt, der dem Storthing folgende Antwort sandte: „Mit Erlaubnis des Königs, meines erlauchten Großvaters, nehme ich die Wahl als König von Norwegen an, indem ich den Namen Haakon VII. annehme und meinem Sohne den Name:, Olaw beilege. Meine Gemahlin und ick flehen Gottes reichsten Segen über das norwegische Volk herab. Dir wollen unser künftiges Leben seiner Ehre und seiner Größe weihen." Die M a ro kko-Konfer.en z in Algeciras soll unter des span. Ministerpräsidenten Montero Rios Vorsitz am 15. Dezember zusammentreten. In Rußland ist der Generalstreik jetzt von neuem proklamiert worden: er soll durchgeführt werden, bis zur M- schaffung der Todesstrafe. Indessen ist er nicht ganz -um Ausdruck gekommen und soll heute beendet werden. Die Industriellm lehnten die Forderungen der A'^iter auf Einführung des A ch t st u n b e n t a g e s ab, ebenso der Eisenbahnminister, der l-rNärte, daß den Arbeitern auf den Bahnhöfen und in den Werkstätten während des Ausstandes fein Lohn bezahlt werden solle. Weiter hat der Ministerrat beschlossen, die Arbeiter in ben Negierungsdruckereien während des Aalsstandes nicht zu be- -ahlen. Viele Setzer sind verhaftet worden. Zur Herstellung der Ruhe in Petersburg soll eine Militär-Diktatur unter dem Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch, nach anderen Meldungen die Bildung eines Triumvirats geplant sein, das aus diesem Großfürsten, dem Grafen Ignatiew und dem General Trepow, bestehen soll. Indessen sckwint die Versickerung weit glaublicher, daß Witte bei allen Anhängern der Ordnung diejenige Unterstützung findet, die nötig ist, um die Reaktionäre zum Schweigen zu bringen unb dadurch den Weg für Reformen zu ebnen. Die furchtbaren Juden massalres haben aufgehört. Allenthalben, auch bei uns in Gießen, wird für die armen Opfer ber Schreckenstage gesammelt. In Kronstadt wurde eine Meuterei der Matrosen niedergeschlagen. Die Meuterer werden nickt standrechtlich, sondern gerick"tlick verurteilt werden. Wladiwostok wurde von meuteruben Truppen eingeäschert. Soldaten plünderten und brannten Staatseigentum nieder und ermordeten viele Dffi*1 ; i c r e, die die Ordnung mit Gewalt wieder Herstellen wollten. Die Meuterer verübten unbesckweiblick'e Schandtaten und fudrten ihre Opfer unter den eurov. wie chinesisckten Einwohnern. Die letzten Nachrichten melden, daß die Meuterei in Charbin noch im Gmge sei. Aus Tokio wurde gemeldet, daß unter den ruffpchcn Kriegsgefangenen sich eine revolutionäre und eine loya- listisckx Partei gebildet habe. Es sei zwischen beiden Parteien wiederholt zu blutigen Schlägereien gekommen, bei denen es mehrere Tote und viele Verwundete gab. Peutfcbes Rekch. Kiel, 19. Nov. Ter Kaiser traf gestern um 1 Nhr 15 Mm. hier ein. Zum Empfange war Prinz £>cin<- rich erschienen. Ter Kaiser ließ sich sofort Bericht über den Untergang des Torpedobootes erstatten und begab stch mit dem Prinzen nach dem Exerzierschuppen der Matrosen- divisionskaserne, wo die Bereidigung der Truppen oorgenommen wurde. Der Kaiser gedachte in einer Ansprache des Unterganges. Er hob bie Pflichttreue der Seeleute hervor und erinnerte an die schweren Gefahren, denen auch in Friedenszeiten die Macinemannschaftcn entgegensehen. Prinz Heinrich brachte ein dreifaches Hurra auf ben Kaiser aus. Am Abend empfing der Kaiser an Bord des „Kaiser Wilhelm II." den Generaldirektor Ball in, heute mittag an Bord des Linienschiffes »Kaiser Wilhelm II.' den Oberlandesgerichtspräsidenten B e s e l e r. Berlin, 19. Nov. Ter .ReichSanz.' widmet deG verewigten Großherzog Adolf von Luxemburg einen Nachruf, in dem es heißt: „Zwischen der Negierung de? Kaisers unb des verewigten Fürsten bertiditen leit seiner Thronbesteigung in Luxemburg stets ungetvfibt freundliche Beziehungen. Mit der herzlichen Teilnahme, die Deutschland den Luxemburgern beim Verluste ihre« ehrwürdigen Cbevhi.upleS bekennt, verbinden stch auir-ichtige Wünsche für die lange und glückliche Regierung des mmmehrigen Großherzog» Wilhelm." — Tie »Hamb. Nachr.' wollen erfahren haben, daß auch der frühere koburgische Staatsminister Dr. Hentig m den Tlenst der Kolonialverwaltung treten soll. Der Erbprinz zu Hohenlohe-Langenburg soll ihn als UnterftaatSsekretär des künftigen Kolonialamtes gewünscht haben. — Die ,Berl. Korr.' meldet: Nachdem für den Bau deS GroßschiffahrtSwegeS Berlin — Stettin die erforderlichen Garantieverpflichtungen übernommen worden find, sind die Vorarbeiten zur Ausführung deS Unternehmens eingeleitet worden, wofür drei Millionen vorgesehen sind. Stargard i. P., 19. Nov. Der Oberstaatsanwalt hat einen Steckbrief gegen den flüchtigen ReichstagSabg. Expastor Krösell-Pgrih erlassen. Detmold, 19. Nov. Gegen die geplante Erhöhung der Tabaksteuer haben die lippischen Tabakfabrikanten eine Eingabe an den Staatsminister v. Gevekot gerichtet, in welcher der Minister ersucht wird, im Bundesrate gegen die neue Steuer zu stimmen. Ausland. Kopenhagen, 19. Nov. Die Abordnung be9 norme gischen StorthingS ist heute nachmittag hier eingetroffen und von dem Ministerpräsidenten, dem Präsidenten deS Reichstages und dem norwegischen Gesandten empfangen worden. Eine zahlreiche Menschenmenge begrüßte die Deputation mit Hurrarufen. Eine Flottenabteilung soll das norwegische Konigspaar nach Norwegen führen. — König Christian begnadigte anläßlich der Wahl des Prinzen Karl zum König von Norwegen 36 Sträflinge. Haag, 18. Nov. Die niederländischen Truppen nahmen in Soppong (Insel Celebes) zwei Stellungen. Hierbei verloren sie einen Mann, 6 wurden verwundet. Der Feind hatte 41 Tote und 4 Verwundete. In Wetee versuchte der Feind ebenfalls Widerstand zu leisten. Hierbei fielen der Anführer und 35 seiner Leute. Der Verlust der Truppen betrug 2 Verwundete. Paris, 19. Nov. Nachdem der Senat mit 171 gegen 108 Stimmen die Dringlichkeit des Trennungsgesehes angenommen hatte, erklärte er, mit der Beratung der einzelnen Artikel sofort zu beginnen. Neapel, 19. Nov. Im Verditheater wurde gestern zu Ehren des Ministerpäsidenten Fortis ein Bankett veranstaltet. Fortis hielt eine Rede. Er habe Grund zu glauben, daß er stets das Vertrauen deS Parlaments be- seffen habe; denn die Mehrheit halte beständig getreu zu der liberalen und demokratischen Richtung der Negierung. DaS Ministerium werde alle seine Bemühungen der Befferung der Staatsfinanzen widmen. Die Lage der Finanzen des Landes sei gut. In kürzester Zeit werde man darauf bedacht sein, den Hafen und Bahnhof von Neapel auszubauen. Belgrad, 18. Nov. Hier bildet augenblicklich ein Rencontre des Kronprinzen Georg mit seinem end- güldig scheidenden Erzieher, den französischen aktiven Major Levasseur, das Tagesgespräch. Levasseur besuchte den Kronprinzen, um sich von ihm zu verabschieden. Wie verlautet, konnte der Prinz im allgemeinen seinen Erzieher nickt leiden. Bei dem Abschiedsbesuche soll nun ein Wortwechsel entstanden fein, der zu Tätlichkeiten ausartete. Man erzählt, der Kronprinz habe Levaffeur ein Wassergläschen an den Kopf geworfen was der Major dem Kronprinzen nicht schuldig geblieben ist. Kronprinz Georg soll dann die Effekten des Majors Levaffeur beschädigt und einige Bücher desselben zerriss en haben. Der König be- los ewiefen. 'Iß eint er von Nidda und Oberleutnant Kaufs mann von Marburg. 6cTn-ml-5 erhielten, welche gernLst § PO des Berggesetzes bei einem Versink gegen die Gesetze versagt werden muh- T'"-^ *»•* Genehrniamg ist auch 'dieser Punkt der Eingabe als gegenftands- •• In Audienz empfangen wurden nm Samstag non S. K. H. dem Groß Herzog tu a. Oberst z. D. bis zum frühen Morgen noch beieinander. *"DcrTurnvereinGieken, gegründet den Neigen seiner Wintervergnügungen mit seinem v-rgestrrge». Leier auf die heute veröffentlichte Bekanntmachung bc5 Städtischen Gas- und Wasserwerks, betr. .Vorkehrungen gegen daL Einfrieren der HauS- Von der Wasserleitung. Dir machen unsere verhaftet worden sein. In Ps ko w wurde von einer Bande beineffneter Räuber das Kontor der Pctrolenmfirma Nobel überfallen. Der Geschäftsführer Korenew und ein Arbeiter wurden e r m o rdet, zwei andere Beamte schwer verwundet. Die Geschäftskasse wurde vollständig ausgeraubt. Von den Einbrechern fehlt jede Spur. Auch in der sndrussischen Stadt Dalanda sind neue große Straßenunruhen zum Ausbruch gekommen. Eine aus Bauern und Arbeitern bestehende Menge zertrümmerte Ver- laufsvuden, plünderte sie aus und zündete sie dann von allen vier Ecken an. Etwa 1OO< Geschäfte wurden ein Opfer der flammen. Viele Kaufleute haben chr ganzes Lab und Hindi nnii La»d. Gießen, 20. November 1905. M etzgerinnung: Ter entschiedene Protest der B o rst a n d c b• e t h e H i s ch e n Metz gerinn ungen gegen die von dem bestücken -andivn:. lckastsrot ausgestellte Behauptung, dav .der Zwischenhandel und die Metzger den größten Nutzen aus der Steigerung der ^ehiw: hätten*, veranlaßt den Generalsekretär des hessischen -anbroitt. schast-rats, Oekonomierat Tr. Müller, zu einer persönlichen tzr- mideruna in der .tzess. landm. Zeitschrift*. Nachdem der genannte fierr in seiner Aeußerung sich einige Spässe erlauf und dann selb-i Wasserleitungen* besonders aufmerksam Dme Vor. ichriften bezwecken den Schutz der gesamten Hauswasser, lcitungen und ihrer Abzweigungen m Nebengebäuden und Gärten, die Verhütung von Wasserverlusten, die.Zugänglich, feit der Wasscrmesscr, die Bewahrung der Gebäude :c. vor Schaden. — Wir empfehlen den HauSbentzern, bezw. denjenigen welchen die Bedienung der HauSwasierleitung obliegt, die Aufbewahrung und Beachtung dieser Vor. schrnt^n.^ ^.^^uerung schreibt uns die Darmstädter strafte den Kronprinzen mit Lehn Tagen Zimmer- arr elt Der Kronprinz trat die Strafe bereits an. ftonHaniinopct, 17. Nov. Schensi Pascha 'st M.t vier Bataillonen, drei Eskadron? und vier Gc>chutzen von Prizrend zur Strafexpedition nach den. albanemchen Seb.ee Wuma abqeqanqen. An der Brücke de? Drmaflune- hotte er ^'n mehrstündiges Gefecht und ein Fle.nes Ge,echt b m Einmarsch in den Hauptort des Liumasischen Gebietes Parindsi, 37 Kilometer von Prizrend. D'e gruppen hatte drei Tote und sechs Verwundete. Tie Albanesen verloren 27 Tote und 60 Verwundete. Scheust Pascha wurden zwei Bataillone nachgesandt. ni-r Amnhrr Newyorl, 19. Nov. Tas britische Geschwader fuhr Deute ab. Ein peinlicher Zwischenfall erdete M folge der Animosität der n.ederen Bevölkerung gegen England neuerdings dadurch, daß Banden von Hafenarbeitern das Lock, an dem der brache Kreuzer Drake' liegt, zu stürmen und die englrlche n gg b e r u n te r z u r eben versuchten. Tie Schutzmannfchaft nn.ßte uÜt Ver Lffr dagegen' ein,chreiten >">d Ernk.ere^w^ vermieden; immerhin war die Besatzung n ins Gewehr gerufen. zwischen Lv,. 1^.-..,..,-,.... ,----- ■ _. dem Gedanken einer polnischen Autonomie zu ziehen. Lin 1 solcher Wunsch, heißt es in dem Artikel weiter, zielt un- < zweifelhaft auf die Wiederherstellung des Königreichs . Polen hin. Tas Schicksal Polens kann vor der Bildung der Reichsdnma nicht entschieden werden, denn das ruiusche Volk muß bei der Regelun " der polnischen F-rage gehört werden. Die Verhängung de Kriegszustandes in Polen ist in keiner Weise von vem Wunsche veranlaßt worden, den Polen die ihnen bereits bewilligten Rechte zu nehmen, sondern einzig und allein vor der Notwendigkeit, Ereignissen, die vom Standpunkt der höheren Interessen des Staates nicht geduldet nvrbcr. dürfen, vorzubeugen. ~cr Kriegszustand wird deshalb in Polen aufgehoben werden, sobald dort wieder Ruhe einziehen wird. Das Komitee der Ausständigen nahm am Samstag folgende Beschlüße an, Ter Ausstand der Eisenbahnen hat bcr Regicruna bewiesen, daß die Anwendung grausamer Maßregeln, wie Verhängung der Todesstrafe, des Belagerungszustandes und Massenmorde usw. einen heftigen Widerstand f iter- der verbündeten Arbeiter hervor- rnfcn werde. Der Ansstand hat bewiesen, daß man die Macht der Arbeiter verkennt und daß an dem- Tage, an dem das Komitee es für notwendig hält, der Regierung den Krieg zu erklären, das Komitee des Sieges sicher sei. Tas Komitee schlägt dann vor, den Aus st and heute, am 20. November, mittags, zu beendigen. Ferner fordert das Komitee die Arbeiter auf, ihre Kräfte zu sammeln, um, trenn der Ausstand wieder notwendig werden sollte, auf allen Buhnhäv.' und Bahnlinien den Streik gleichzeitig beginnen zu kdnnen, und solange auszuharren, bis den Arbeitern volle Genugtuung! gegeben wird. Aus den polnischen Städten laufen denn auch schon Nachrichten über Beendiguna der Ausstände und Wiederherstellung des Eisenbahnverkehrs ein, ebenso aus anderen ruft. Städten. Tie Ordnung ist jetzt soweit hergcstcllt, daß nach einer Bekanntmachung des Staatssekretärs des deutschen Reichspostamtes nach Orten des Generalgouvernements Warschau wieder Postfendunae.i jeder Art zur Beförderung angenommen werden. r :c Annähme von Postsendungen nach ganz Rußland unterliegt nunmehr f e i n e n Beschränkungen mehr. Die letzten Unruhen in Polen haben indes wieder viel Unheil im Gefolge gehabt. Auf der Strecke Köln s ch k i L k a r z h s f o der Weichselbahnen sprengten unmittelbar, nachdem der Verkehr wieder begonnen hatte, etwa 1500 ausständige Arbeiter der benachbarten Eisengruben in'd Fabriken in Staraebowitze die Bahnbrücke mit Dynamit in die Luft, zerstörten die Telegraphenleitung und die Schienen nnd zwangen den ersten Zug, der herankam, nach Skarzhsko zurückzukehren. Tie Behörden riefen Militär herbei, das die Ordnung wieder herstellte. — 3n W a r s di a u wurde eine Bombe gegen eine Schwadron Kosaken geschleudert, ohne jedoch Schaden anzurichten. — Aus Czensto ch a u verlautet, daß in der Regiments- kasse des 42. Dragonerregiments Unter schleife von 18000 Rubeln entdeckt worden seien. Es sollen 70 Soldaten Aulstlche Wuigketten. r-u einem am 18. d. M. unter dem Vorsitz des Zaren .b^-ltL^Minist-rra. erftot; d,- No wen- biqteit einer möglichst schnellen Tur^.nhrung OK fetze welche sich auf die Prinz".nen des karierlichm Manifestes vom 17. Oktober stützen und ernste Maßregeln gegen dw revolutionäre Arbeitervereiniguiig Irefrcu, Die um Preis die normalen Zustande ,des Landes stürzen wollen, um die Nevolution herbe, zufuhr en. lüraf ^>itte erklärte, daß die Arbeitervereinigungen, welche die jetzige Bewegung unterstützten, in der Minderheit feien. Herauf verfugte der Ministerrat Maßregeln gegen die und revolutionären Vereine, ge^eu die pol Aufstande, gegen die Studenten usw. Was Bolen anbetristr, so beschloß der Miniüerral, die Autonomie nicht gewahren ;,u wollen, weil eine solche Maßregel die Integrität Deutschlands und :Nu«lauds b e d r o h e n wurde, ^n dieser Frage soll Kaiser Wilhelm e.mc kategorische Erklärung abgegeben haben. (?) Mit der Durchführung der beschlossenen Maßregeln wurden Groysurst Nikolai Nikolajewitsch nnd die Generalgouverneure der einzelnen Provinzen betraut. ., .... Der deutsche Generalkonsul in Aarschan veröffentlichte eine Erklärung, daß alle Gerüchte, Deutschland beabsichtige, in Russisch-Polen e in zu greis en uud aus Grund von Bereinbarun-en Teile des ru,) i ) ch en Gebietes zu besetzen, er runden seien. Und auch in einem Arliiel des russ. Regierungsboten" wird das Gerücht, die von der Regieri'.ng bezüglich Polens getroffenen Maßregeln seien von N a ch b a r m ächte n veranlaßt worden, für unbegründet erklärt. Ter Artikel rechtfertigt die Maßregeln unter Hinweis mv< die Schwierigkeit, eine Grenze ; den separatistismen Bestrebungen in Polen und ‘votu.cn. ^ut verloren. Nur der Besonnenheit des PoUseimeiiters der die Organisierung einer Bol^miliz ^stattete, r) ^ verdanken, daß weitere Ausschreitungen verhütet wurden. Momentmi^herrM^Ri^l^En streikende Eisenbahner einen Eisenbahnzug an, der nach Petersburg gehen Mte, und töteten den Maschinisten. Auch aus der Umgebung von Riga kommen wieder bedrohliche Meldungen von An griffen. Ter Besitzer des Gutes Altschwanenburg, B ar on Wolff, wurde von Bauern überfallen, wobei d Baron zwei Bauern niederschoß. Seit dem Beginn des letzten Lluftreten^ der Eh o- lera im Weichselgebiet )ind 249 Erkrankungen ftstgesteklt worden, von denen 136 tödlich verliefen. An emigen.Pun ten der Kirgisensteppe im Gouvernement Astrachan sind vom 96 Oktober bis zum 14. November o8 Pestsalle vor senden. Ein PoUzeioNiZier unb 1)11X11X11 .0^ ^rocfcn wären, als jetzf, und knüpst daran ewige wohlKüe an Bord des „Woronesch" und vier Fwanische Torpedoboote Berdicnsl in der Metzgerei. Obgleich ^ae'landen E-- umrina! K ä» - »■<- Hä Ä “-“'S"Ätt» ä'V äXi11E« ä bnt unter Leutnant von Stengel nördlich des Sitzes des Umbäubcn niub betJEortrur! ber gX ««Prim, zwei groä Sager genoni men. Negierungsrat Voder ist aus dem südlichen vi^vo en finb, <ür ba§ Sclilachtoieh nnerschwmglichePreis- Teil des Bezirks Dar es Salam zurückgekehrt. Die Bevot' ^hle'n, Nutzen von der gegenwärtigen Viehteuerung haben, oder kcrung hat sich überall unterworfen und auch für biejeuigen, welche diese Preise sich zahlen lassen. längst verbrannte Hütten wieder Steuern gezahlt. •• Zur Landtags wähl. Nachdem rn besonder« - " Sitzung die Wahlmänner der Stadt Lich am gcitngcn eonn- dem TKtußrtfVier. tage beschlossen haben, ebenfalls für die Wahl Köhler- . schtm) sprachen abweNelnd Mitglieder der m-r,»ersch>edeneu sichert. Wormser -nndo-bung gegen 9tbg. s si^dk-°r^ch!en^A?mbrutnmn^,?erLerb^ erfläd, ®r EFleisch eEt ^7^rikbesi^r^t- Stadto. 9Ö,: 5tveitti.fl sei eigentlich nicht vorhanden, ^b-r ave 'N b°c^Wonnser^Zei mg^ q|u?fM)cunge„ in bm Kameraden, ohne Unterschied, rechneten mit der Möglich ^lrtikel Fhres gestrigen Abendblattes „Stabtparlawent" nicht etnijj feit eines Streikes, Besonders aus den Zechen, wo diel ()ättc ber Kundgebung des Herrn Proiessors Tr. Streikenden an den Ausschußwahlen nicht teilbchmen dürfen, i.iemals zugestimmt, wenn sie sich.^wie es der betrefrenbeUrtlkrb m die Erregung grob Ans verschiedenen Zechen ist wie«.. 'EEer NN, °n^ « anderer Redner mitteilte, densemgen Bergleuten, die un piuf- ^6 anerbhig§ belcibigcnbe Wendung ,bic Griechen hatten* usw. trage der Belegschaft der Verwaltung Abänderungsantrage stt also bereits der zweite Stadtverordnete, der von Arbciisordmliig unterbreiteten, am 15. d. M. gekündigt ^.^„sprtichnahmc der gänzlich unpolitischen Stadtverord. . Sodann referierte Effertz über die Zechen- ^tcn-Versammlung zu Gunsten dec Freiherr v. Heyl'schen sperre. Er sieht in dem System der Uebcrwey'ungsscheuichp^tif sich öffentlich loLsagt. eine Vrovokation seitens der Unternehmer einen Verstoß gegen *. Bon der Bad-Nauheimer evangelischen gute Sitte und Gesetz. In der Diskussion wird von mehreren Dan kestirch e. Die Glocken des Hauptturmcs der ihren I Rednern betont, daß, wenn die Sperre nicht aufgehoben wird Bollendung entgegengehenden Tankeskirche werden, wie wir und die Kohlenprcise weiter steigen, alles Bremsen der Orga- ,uc Richtigstellung einer anderslautenden, durch die Blätter nisationen nicht mehr helfen werde, und cs könne schon m qegflngcnen Nachricht mittcilen können, von der bekannten nächster Zeit zur Katastrophe kommen. Endlich wurde Glockengießerei F. W. Rinker zu Sinn bei Herbom beschlossen, falls das Oberbergamt nicht zur Zufriedenheit der! ^^liefert werden. Bergleute antwortet oder binnen vier Wochen keine Antwort „ Freidenker-Vereinigung. Eine Besprech^' erfolgt ist, unverzüglich eine neue Siebenerkommissivn einzu- im ^bcl zum Zwecke der Begründung eines Freidentr. berufen. In der Zwischenzeit soll die Arbeitsordnung nid)t <ßei.ein§ {iatfc den Ausgang, daß nach einem kurzen Vortuu unterzeichnet werden. bcS Predigers Kl auke aus Frankfurt a. M. über denZwe4 Der rheinisch-westfälische bergbauliche Verein beschloß, I b ba§ ß,c[ eines solchen Vereins beschlossen wurde, eint einen Mitgliedern die allgemeine Aushebung bcr $CUppC des deutschen Freidcnkerbundes zu begründen. 3U Arbeitersperre zu empfehlen. Er erklärt Qteid^seitig I tiefem Zwecke ist geplant, am 29. d. M. eine größere gegenüber anderslautenden Behauptungen: öffentlich^ Vcrsammlimg abzuhalten, in welcher die Ver« Es ist nickt wahr, daß im Revier täglich ^ße Massen- cjn}gung sich fonstitniercii wird. Versammlungen stattfmden, in ^en die Maßiiahmen per Bcaun „ - oberb essische 6)esellschaft für Natur« !^sun^chcwe°'Ä cine^Rcihe' tron Zechen ^dei TDrtmunder und Heilku nde hält am Mittwoch abend im Horsaal bei Bergreviers eingeführt seien. Fwci erfunben ist auch, daß M^rMchen Instituts ihre ordentliche H a nptve rsamm- jeder Bergmann, der Abkehr ninrmt, ohne Einwilligung deS ot» | (u n Dem geschäftlichen Teil geht ein Vortrag von *Ä6 Äl Ädüta4 Ä k. ® e (t e 5 F a in i> .16« bic Bild.mgsweisc bet auf' feiner andern Zecke 'Arbeit erhält. Dec Widersinn der letzten in Mineralquellen unb ^Hermen voraus, zu dem Gaste will Behauptung ergib? sich bei einigem Nachdenken von selbst. kommen sind. Ferner erklärt der Verein zu der Eingabe der Revier-i •<- Der Marine-Verein Gießen beging o|;l konferenz an daS Obcrbergamt: SamStag abend im Cafö Leib die Feier seines vierzehn' 1) cs sei unrichtig, daß die neue Arbeitsordnung emc Der-!: 5 x, xiqe >i Stiftungsfestes. Sämtliche Plätze im Sao längerung der Arbeitszeit ^beM^ a^kLÄL m den Logen und auf der Gallerie waren besetzt und b:t gesetzes-^ 2^ stä bcr Wortlaut der WLeitsordnung falsch aufgefa^. Gäste dcS Vereins lauschten mit sich steigernder Bcgcislcriin) Tort ist keineswegs gesagt, daß nach Wlmrf einer halben ^^r Ansprache, welche der Marme-Arzt der Wm, Stunde Seilfahrtdauer niemand mehr auf die ^eilfahick Anspruch R n s cd h a u v t -- Gießen, hielt. Er gedachte der Vkrlu'^- ireqfcNt 2uU"b ta deutsche Rtotle sei. ihren. Bestehe., erlitten 3) Tu Bemängelungen wegen falscher'Definitionen Zwischen lieber- Dr. Nuschhaupt schilderte weiter d,e große Wichtigkeit w- schicht und Nebenschicht sind unzutreffend. 8«lsch ist diei Be- starken Sceivchr, die sich unserem tapferen Landhecc cd. hanptung, daß ein Unterschied zwischen Ueber- ''^-^bcnsckii't ^ürtiq an die Seite stellen könne. Die ^lnsprachc klänge-' Ä VÄÄ- 'N L H°ch °"k ®: Mai. den Mcc unb 6 «. gg drücklich von einer Festsetzimg der Arbeitszeit über die ordentliche Großherzog, dem die Menge inbelnd zustnumtc. ^er v Taner der Arbeitszeit hinaus irn Unterschied von den besonderen sitzende dcS Marine-VercinS, Heb streit, verlas daran! Nebenschickien. Tie ietzige Fassung das Msatzcs 4 i^s 12 cinqcqancicncn Glückwunschschreiben. Prinz Heinrich K dem al- er jüngst in Dannstnb. wellte die ü- irtsüblicltcn Tcaelolni, jetzt find ?/i des durchschnittlichen Netto- labimg zur Teilnahme an dem Fest übersandt worden w Tagesarbcitsvcrdienstes seiner Lohnklassc normiert. Bei der Fort- yat durch Kapikanleutnant v. Bülow miUeilcn lassen, bnii ( setzwig der Arbeit an demselben Arbeitsorte s?i 80c des Berg-^stjaac wieder in Kiel anwesend s.m müsse, daß er ^LitLmisL Stal** feietÄ k« doch gefreut habe, als ihm NN,üblich ferner und -Unterstütmngskasscn erhobenen Bemängelungen wegen Un- in Hetzen die Einladung zuteil geworden fei. ^izcaoni'' gesctzlichkeit sind hinfällig durch den Hinweis berrauf, daß diese I Mensing, welcher früher in Wiesbaden wohnte und Edrct' inzwischen die gesetzlich porgeschricbene t^whmigi'ng !^s.Ober- „,jtalied deS Vereins ist, hat von Kiel aus, der Oberleutnaa -------- —----- —-«an k.. «'Tgfrjrttafernem 1^ ^chmehl, ein geborener Gießener, hat von Brem.' auS zu dem Festtage gratuliert. NcberauS stimmungsvc wirkte die Ausführung der Musterung auf dem MeereSgrun - welches Stück von den Mitgliedern des Marine-VercinS vc-* züglich zur Darstellung gebracht wurde. Das Duett lustigen Seekadetten* brachte eine humorvolle Stimmung y die Festvcrsammlung, die sich zu wahren Lachsalven steiget'> als unsere blauen Jungen an Bard deS Schiffes * 1 * 3 ‘ ScemannLtause unter den Aeqiiator aufführten. Wol * gelungene lebende Bilder nu§ dem Leben der Marine bildet n den Schluß der Darbietungen des Abends, welche den Marine-Vcrcin alle Ehre machteil. Ein Ball hielt die Fuge brauchte. An Bord befanden sich 70 Passa gehalten hatten. Die Katastrophe er- aierc und 28 Mann Besah ung. D. Tal. Anz. (Gcrnsh. Ztg.), Herr L. Keitmann, sein Handel des Oberschles. Eisen-Industrie 134.60 sind hat Türkenlose . . . . 138.60 4% Griech. Monopol-Anl. . 53.60 4% äussere Argentinier Börse, 20. Nov., Anfangskurse 4% Öesterr. Goldrente. . 4*/6 Oesterr. Silberrente Laurahntte . Nordd. Lloyd . 174.60 . 149.80’ . 241.50 . 180.70 . 190.60 . 164.60 . 211.60 4% 4% Elektriz. Lahmeyer . . Elektriz. Schuckert . . Eschweiler Bergwerk . Am Montag, 20. November, * mitteilt, der Verleger deS 140.00' 131.00 271.75 Harpener Bergwerk Laurab'itte . . Lombarden E. B Nordd Lloyd . . Türkenlose . . . 100.30 100.30 95.60 Berliner Handelsges. . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . . . . Gotthardbahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbahn . 246.75 . 137.20 Gelsenkirchen Bergwerk . 230.00 Hamburg - Amerik. Pnketf. 164.70 Harpener Bergwerk . . . 217 30 100.55 89.00 100.85 8910 99.30 217.50 255.80 24.70 124.50 138.70 . . 256.00 . . 124.30 3% 327- 3% 327- 32% ibung gegen itzer und Stadtv.; Erklärung: den Ausführungen? tadtparlameul' ui & emi Proiesjors St. es der betreffende? in Justizrats Dr. @v sachlich der Fall ro: e Griechen hatten'; Stadtverordnete, tei »politischen ©toter 'c Freiherr v. W verliefen. Gernsheim, 18. Nov. 67.75 67.95 94.50 95.70 89 80 niet eoangeU Hauptturme; te t ckden, M aen, »ta ter tete\< zu Sinn te\ Aießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. BoranSsichtlichc Witterung iu Hessen für Dienstag, den 21. November 1905: leicht roolfiq. etwas kälter, höchstens noch vereinzelt im Lande gerinne Niederschläge. Näheres durch die ßiieüencr Wetterkarte. .goldenes Jubiläum als Buchdrucker. Hierzu herzliche Gratulation, vereint mit dem Wunsche, daß e§ de>n Jubilar vergönnt suin möge, sich noch recht viele Jahre seinem 'Berufe widmen zu können. * St I c ; "t e M i t t ' > t " " a e n aus Hessen und den ’N a ch b a r st a a t e n. Iu Philippsthal bei Hehfeld stieß man bei Bohrungen nach Kali am eine war in e Solquelle. — Tic Sektion WormS des Teutsch-österreichischen Alpen- Vereins beschloß den Bau eines U n t e r k u n s t s h a u s e s auf dem Kapeljoch im Montafon (Vorarlberg!. — Tte Stadt- -Verordnetenversammlung zu Kassel beschloß die Eingemeindung her Vororte Kirch-Titmold, Roten-Ditmold, Bettenhausen und 'Wahlershausen. Tic Einwohnerzahl Kassels wird durch diese vier neuen Stadtteile auf 135 000 erhöbt. •feiert, wie der „Rhein. Boten" Telefonisch® Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für nnd Industrie, Giessen. Frankfurter Börse. 20. Nov., 1.15 Uhr. 370 Mexikaner . . 427o Chinesen . . Aktien: Bochum Guss . . . Buderus E. W. . . Tendenz: fest. Berliner Canada E. B. . Darmstädter Bank . Deutsche Bank Dortmunder Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: fest Hrikflmsten der RedaktilM. (Anouhmc Anfragen bleiben nnberiitlsichtigtL W. Erika Wedekind und Frank Wedekind Geschwister. K. G. Tic Wormser Rede des Dr. Gutsleiich der ..Wormser Volkszeitung" im Wortlaute beigelegen. ollen Teilen Mohlgelungeuen Winterfest. Tie Turnhalle war auf den letzten Platz b-s-tzt und schnell machte nch eine heitere Stimmung geltend. Das a'.isgestellte Programm roor,so recht danach angetan, jedem Festbesuchcr raich die beite Seite der Fidelitas abzugeNTinncn. Obenan (tefjen die sehr schon zu Gehör gebrachten Vorträge der hiesigen Regiments-Munk, ausgestattct mit verschiedenen Soli für Violine und Trompeten. Derr Gun und sein Partner ernteten wahren Beuallslturm, sodaß sich Musildirektor Krauste, der den musikalischen Teil selbst leitete, zu einer Einlage veranlaßt sah. Tie Gesangsvorträge des Sängerchors des T. V. lieferten den Beweis, daß der Turner auch Sänger sein kann. Der Tirigent, Derr Kasten, bot tn reicher Abwechselung der Lieder einen schönen Genuss Mit dem Wunsche, es möchten sich noch recht viel junge Leute den Bestrebungen des Säng-'rchors anschlieseu, wünschen wir ein eifriges Vorwärts- schreiten auf der betretenen Bahn. In humoristischer Richtung imirde uns die gerade zur Jetztzeit angevaßte „Schweineno^ mit Orcheßerbegleitung aufgctischt. die allgemeinen Beifall fand, d. b. bie Aufführung, nicht die Schmeinenot! Auch hier mußte das Programm durch verschiedene Einlagen ergänzt werden und die Festteilnehmer amüsierten sich aufs angenehmste. Mer bei all dem vielen Schönen regte sich die Frage nach dem turnerischen Teil, es kann verraten werden, daß die Riegen der Aktiven, der Männer und der Damen, an Effekt und Exaktheit den übrigen Darbietungen vollständig ebenbürtig waren. Das Turnen am Reck bat großartiae Leistungen und ebenso fand das mit Musikbegleitung vorgeführte Kenl^nschwingen der Männer- und Alters- rieqe lebhaften Beifall. Diese Hebung zeigte so recht, nrie auch für den Aelteren Erholung und Genuß auf der Turnstätte ge- schsifi werden kann. Gar mancher wird wohl nach dem Gesehenen nicht säumen, sich 'der Mtersriege anzuschließen. Der Tamenreigen bildete den Glanzpunkt des Mends. Eingeübt von kundiger Hand, folgten die 16 Damen den Winken ihres Meisters, um die verschi-'^en-'n Stellungen in bewunderunas- «tmrDtgcr Anmut und Schönheit auszufühttn. Der lebhafte Beifall. sowie eine den 3 cilnclymcrimrcn gewidmete Blumendekor--tion wird ihnen noch lange in schöner Erinnerung sein. Ter Turnverein kann ftoh nuf den in jeder Beziehung schonen Verlauf seines Winterfestes sein. _ **■ DerMännerturnv er ein Gießen hielt am Sams- Preise steigen, wird man diese Morgengabe in der Tat eine wahrhaft fürstliche nennen können. • Ein netter Druckfehler ist dieser Tage der Berliner „Boss. Ztg.* passiert. Im »fürstlichen Theater zu Gera fand die Uraufführung des Dramas ,Frost im Fr-'i h l i n g" von Leo Lenz-Dresden statt. Tie genannte Zeitung ließ sich darüber berichten und der Druckfehlerteufel, der ihr ganz besonders gewogen ist, veränderte dabei den Titel de? Dramas in .Prost dem Prüfling". * Kleine Taaeschr o u i k In Wilster (Holstein) sind anscheinend infolge Genusses verdorbenen Fleisches die Frau und zwei Kinder des Gerbers Becker gestorben. — In der nacht wurde ein italienischer Arbeiter von zwei Burschen in Wilden bei Tiegen er ft oeben. — TaS „Berk. Tgbl." meldet aus Konstantinopel: Bei einem Erdbeben am Berge AthoS wurden durch abstürzende Felsen mehr als zehn Mönche getötet. Reichsanleihe do. Konsols . . do. . . Hessen . . . Oberhessen . . 90.50 . 67 70 . 97.70 Leipzig, 20. Mv. Die Sozialdemokraten veranstalteten, hier fünf Versammlungen, in denen sie das allgemeine^ gleiche und geheime Wahlrecht forderten. Leipzig, 20. Nov. Nach 5 großen sozialistischen Versammlungen veranstalteten 10000 Leute eine Demonstration in den Straßen gegen das sächsische Klass en- wahlrecht, die mehrere Stunden dauerte und ruhig verlief, sodaß daS starke Polizeiaufgebot nicht in Tätigkeit zu treten tag abend im Netten Saalbau einen Festko mmers ab zur Feier ber vor 20 Jahren erfolgten Vereinsgründ- it n g. Tie Mitglieder des Vereins waren nebst den Vertretern der hiesigen Vereine zahlreich erschienen und als Vertreter des mittclrbeinifcbcn Turnkreises war streisvertreter Turninsvcktor Schmuck von Darmstadt anwesend. Nach einigen Musikstücken "ber Regimentskavelle begrüßte der 1. Sprecher des Vereins. Rechts- Anwalt .Kaufmann, die Gäste und brachte, anknüvsend an die 'vaterländischen Bestrebungen der Turnerschaft ein Gut .Heil aus .st'aiser und Großherzog aus. Mehrer Kling, der 2. Sprecher, gab sodann in seiner Festrede einen Ueberblirf über die Verein?- aeschichte und gedachte vor all-'m dabei der 16 .Herren, die am 18. Nov. 1885 den Verein gegründet bitten. Mit dem Wunsche, d'ß es dem Männerturnverein vergönnt sein möge, auch in Zukunft seinen Bestrebungen mit gleichem Erfolg dienen zu können, lchloß her Festredner seine mit lebhaftem Beifall ausgenommenen Ausführungen. Der erste Vorsitzende, den der Verein hatte. Herr Müller, übermittelte den Tank der Mitavünder und brachte auf ii '•? fernere Blühen und Gedeihen des Vereins ein Gut Heil »ui?. Kreisvertreter S ch m u ck von Darmstadt übermittelte die «Vlückwünsche des Mittelrb?inkr''ises und feierte den Iubelverein »ils ein turnerisch tüchtiges und angeseh nes Glied des Kreises. vVaubcrtrefer Stadtv. Helm- Gießen gratulierte im. Namen des Gaues Hessen und her Gießener Turnerschaft, indem er dem Wunsch Ausdruck gab, daß auch fernerhin Tiimbercht und Männer- in'rnverein in inniger Fül/ima mit der Gießener Bürgerschaft fideiben möge. Rechtsanwalt Kaufmann überreichte sodann stem Vereinsrechner M ar g ol f, der 20 Jahre im Vercinsvorstand "öfig ist, als Zeichen dm Anerkennung ein wertvolles Schreib- ..eng, wvft'lr dieser herzlich dankte. Der Turnverein gratulierte dem Iubelverein durch ein herzliches Glückwunschschreiben, indem er gleichzeitig als Festgabe einen prachtvollen Regulator nibersandte. ‘ Telegraphische Beglückwünschungen waren von Bens- r im, Offenbach, Rodheim a. d. B., Frankfurt, Darmstadt, Ms- iefb und Berlin cingetaitfen. Für den Schützenverein überreichte te-sseu Bberschützenmeistcr. Stadtv. Brück, mit herzlichen Worten inen Fahnennagel, mährend stnd. Müller die Glückwünsche iier akad. Turnerverbindung Eh'er'iskig übermittelte. Fabrikant "8 indewald feierte in längerer Ausführung das schwertfreudige ind gemütstiefe deutsche Volk und die deutsche Tumerschoft als Die Hüterin des nationalen Gedankens. Jur übrigen bestand der -schon verlaufene Kommers aus Musikvorträgen, gemeinsamen «Gesang und hübschen Gcsanasdirbietungen des Daner'schcn Ge- srngvereins unter Leitung seines Dirigenten Gernhardt. Die G' ickn üi'sche dieses Vereins übermittelte Herr Todt. Die a V iiven Turner des M. T. B. brachten in die lange Reibe 'der Reden und musikalischen Genüsse eine angenehme Mwechsel- ung und zeigten mit den vorgesnhrtcn flotten Stab Übungen und freien Ppramideu, daß das Turnen im Männer tu rn- •nerciu eifrig gepflegt wird. Die nach 1 Uhr beginnende Fidelitas hielt die Teilnehmer des K'ornmerses noch lange zusammen. — Am Sonntag sand ein gemeinsamer F-rühschoppen im Hotel Schütz und abends ein Festball im Saalbau statt, die beide bestens Münch en, 18. November. Tic Akademie der Wissenschaften wählte zu korrespondierenden Mitgliedern u. o.: Professor der Plnlosovhie Husserl-Göttingen, den Professor der romanischen Philosovhic Tobler-Berlin, den Professor des Sanskrits Windisch-Leipzig, den Präsidenten der Physikalisch-Technischen, sReichsanstalt in ' Eharlottenburg Geh. Regicrnngsrat Warburg owie den Professor der Zoologie Bin m-Leipzig. . 174.00 . 150.00 . 241.40 . 99.70 . 164.60 Dermildbte#- e Ei n Brautkleid int Werte von 20000 Mark dürste nicht zu den Alltäglichkeiten gerechnet werden und selbst in England, wo der Luxus in Bezug aus Toiletten noch weiter getrieben wird als selbst in Paris, eine Seltensein. Deshalb bildet dieses kostbare Kleid auch augenblicklich den Gegenstand der Unterhaltung der Londoner Society. Die glückliche junge Braut, die es tragen durfte, mar Miß Beri;l Spencer-Churchill, die an einem dieser Taae ■an den jugendlichen Herren Harold Pearson verheiratet wurde. Diese Vermählung, der auch Mitglieder der englischen Königsfamilie beiwohnten, bedeutete zugleich eine neue Verschmelzung des britischen Geburtsadel mit der 'Geldaristokratie. Denn Lord Edward Spencer-Churchill, der 'Later der nunmehrigen Fran Pearson, ist ein Sproß des HerzogshauscS von Marlborough, während Sir Wcetmann Pearson, der Vater ihres Gatten, ein neugeadclter, millionen- ueicher Großkaufmann ist. Sie Weetmann hatte denn auch Iben Spitzenüberwurf dieses phänomenalen Hochzeitsgewandes, Sher dessen eigentlichen Wert darstellt, seiner künftigen Schwiegertochter als Morgengabe verehrt und, wie eS heißt, sttammen die Spitzen ursprünglich aus dem Vatikan. Wenn fflnan bedenkt, daß cs heutzutage gar kein übles Geschäft ist, ffsein Geld in Spitzen anzulcgen, die von Jahr zu Jahr im 42% russ.Staatsanl. 1905 42° n japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Uhlenhorst ist auf der Fahrt hierher in der Nähe von HclsingforS untcrgegangen. Die Besatzung und die Passagiere sind ertrunken. Breslau, 20. Nov. Der praktische Arzt Rosenberg in Sccbnih im Kreise Lüben soll ein neu»es Mittel gegen Tuberkulose gefunden haben. London, 20. Nov. lieber die Sch iffSk atastrophe bei St. Seroant wird noch gemeldet: DaS Unglück ereignete sich um 10 Uhr abends, daS Schiff sank binnen 2 Minuten. Die Ursache der Katastrophe ist darin zu suchen, daß sich der Kapitän durch das Licht bc5 LcuchtturmeS irre- führen ließ. Nach einem späteren Telegramm konnte ein Boot deS Dampfers Ada 12 Passagiere und einen Matrosen retten, die sich an den Masten des untergegangenen DampscrS eignete sich, als die meisten Passagiere schliefen, dadurch erklärt es sich, daß nur 2 Rettungsboote abgelaffcn wurden. Das eine Boot kam mit 12 Passagieren in St. Malo an, das 2. Boot wurde bei Cast leer an den Strand getrieben. Da dort auch 13 Leichen angetrieben wurden, glaubt man, daß das Boot gekentert ist und die Jnsaffen ertrunken stnd Mehrere Dampfer sind an den Unglücksort abgegangen, um die Leichen zu bergen. Von der Hilda ragen noch der Mast und ein Teil des Rumpfe? auS dem Wasser hervor. Die Zahl der Ueberlebendcn ist noch nicht genau fcstgestellt. Glasgow, 20. Nov. Bei dem Brande sind 40 Personen um gekommen und 35 meist so schwer verletzt, daß nur wenige mit dem Leben davonkommcn werden. Madrid, 20. Nov. Di- „Correspondencia" meldet, daß im Mai n. I. die Verlobung des Königs mit der Prinzessin von Battenberg stattsinden werde. Wien, 19. Nov. In verschiedenen Bezirken von Wien fanden heute 25 nach Erwerbszwciacn geordnete sozialdemokratische Versammlungen statt um Propaganda die am Tage der Parlamentserösfnung zu veranstaltende Kundgebung! für das allgemeine Wahlrecht zu machen. Es wurden Beschlüsse angenommen in denen in scharfen Worten zum Wahlrcchtskampfe, eventuell zum Massenausstand aufgesordert wird. Petersburg, 19. Nov. lPctersb. Tcl.-Ag.l Die Bauern- unrufrm nehmen z u. Im Bezirke Sterns Qskol im Gouverne ment Kursk sind 17 Landgüter geplündert und in Brand gesteckt worden. Infanterie und Kosaken sind dorthin entsandt worden. Tie Gouvernements Kursk und Pensa, wo es gleichwlls zu Bauernunruhen gekommen ist. wurden als im verstärkten Der' teidigungszustande befindlich erklärt. Moskau, 19. Nov. Der Kongreß der städtischen Sem st wo s wurde heute nachmittag eröffnet. Vertreten waren 26 Gouvernements und 36 Städte: aus Polen waren 23 Mgeordnete erschienen. Der Bürgermeister von Saratow Nemirowski sprach von den Schrecken, der Bauern Unruhen und sagte, das Heil beruhe allein in dem Zusammengehen mit dem Grafen Witte. — Graf Hepden sagte, es sei notwendig, daß die Negierung sich nicht in Widersprüche verwickle. Neben der Verfassung bestehe eine autokratische Gewalt: diese könne das Manifest vom 30. Oktober aufheben. Man habe die Freiheit verkündigt, gleichzeitig aber den Bela gern- ungszustand proklamiert und Generaladjutanten mit unbeschränkten Vollmachten ausgestattet. Es bedürfe allerdings gegenwärtig einer starken Machtentfaltung, aber einer solchen, die gut und auf den Gesetzen begründet sei. Man müsse Senatoren entsenden, nicht Generale, und den Bürgern! ihre Rechte durch eine ordentliche Justiz sicherstellen. Solche zeitweiligen Gesetze, irwlchc die Freiheit zu verwirik- lichen vermöchten, seien wichtiger als Wahlrechts- s r a g c u , die durch die Duma ausgearbeitet werden würden. — Der Vertreter der Stadt Stawropol Abramoff sprach^ sich gegen eine Besprechung mit Witte aus. Die Regierung habe an demselben Tage Akte der Willkür in ganz Rußland begangen. Man mü^e sich im Namen des Kvngresses! cm das ganze russische Vol wenden und dasselbe über die gegenwärtige Lage aufklärcn. — Roditscheff erklärte! sodann, die Regierung begreife die Lage nicht, sie wolle nicht zugleich tatkräftig und gesetzlich vorgehen. Wenn die Regierung aber einer Stühe bedürfe, so müsse man ihr helfen, aber unter der Bedingung des feierlichen Versprechens, sich von der Reaktion zu trennen. Man müsse der Regierung! helfen, das grundlegende Gesetz vom 30. Oktober zu verwirklichen: aber zuvor müsse die Regierung etwas leisten, wo.S Vertrauen zu ihr erwecken könne. Ungar. Goldrente . . Italien. Rente . . . Portugiesen Serie I . Portugiesen ,, III (hriiiinatzDraljlm-'l'duiiqen. R.B. Darm stadt, 20. Nov. (Eig. Drahtbericht. > Heute vormittag 7U-» Uhr wurde iu der Nähe des Exerzierhauses von dem hier garnison'erenoe? Lcibdragonerregimcnt Nr. 24 in einem Naturtcmpel die Leiche eines Dragoners aufgcfundcn Offenbar liegt Selbstmord vor. — In der'Nähe der Kaserne de? Feldartillerieregiments Nr. 61 irurbc im freien Felde die Leiche eines unbekannten etwa 40 Jahre alten Mannes erschossen auf gefunden. Der Tote trug einen Zettel bei sich, auf dem der Name A. Kant aus Frankfurt stmcd. Köln, 20. Nov. In Kalk geriet ein Kutscher mit seinem Dien sttz e r ren iu streit, wobei er letzteren durch einen Sd;u>; iu den Kopf i c w e c ve^r letzte. Der Kutscher brachte sich bann selbst einen . blichen ^chuß bei. gpielpfaK der «reinigten .frankfurter Ztadttheater. CVcrnbanS. Dienstag den 21. November *): „Iphigenie nuf Tauris." Mittwoch den 22. November geschlossen. Donnerstag den 23. Nov.: Riaoletto." Hierauf: „Ter verlorene Groschen." Freitag den 94 November, abends halb 8 Uhr: „Frühlingslust." Samstag den 95" November: „Fidelio." Sonntag den 26. November, nach- mütags halb 4 Uhr: „Ter Waffenschmied" Abends 7 Uhr: „Mignon." Montag den 27. November, abends halb 8 Uhr: „Der Trompeter von Säkkingen." LchanspiclhanS. Dienstag den 21. November: „Was ihr wollt." Mittwoch den 22. November geschloffen. Tc.merstag den 23. November, abends halb 7 Uhr: „Faust." 1. Teil mit Prolog im Himmel. T-reitug den 24. November: „Das schwache Geschlecht." Lamstag den 25. November: Zum ersten Male: -Der Vi eine prüfte." Sonntag den 26. November, nachm. halb 4 Uhr: „Zaza." Abends 7 Uhr: „Maria Stuart." Montag den 27. Nov.: „Ter Vielgeprüfte." •) ywwng, wenn nicht anders bemerkt, abend? nm 7 Uhr. i’Skh ’Pn, bi» 5 ? ■ Glitzern, C “«I bi™ J Wein der Ch. Glaubt unb bot 11 wollten, bah'' L°». dah »»ch 'NM juneru n «n>ge WM, -Vl"^l'°nben r JWIer bes h# ,'n°r lehr unanger >?-B-hanbluna , nlligt werben, te ‘Gerinnungen W eismnterial |iir verlangt. «Wen Prione- *cn Männern inV öie eingangs gekn n Lefononueral6. Leichtfertigkeit unb; eichchen Bevölkerns bleiben, ob bie i >eb «»erschwinglich!: yiehteuetung habt- laficn/ Had)bem in bese:. >ch am gestrigen t it die Wahl Rö: mmige Wahl ikreis Hungen-Li: . 112.90 . 00.00 . 24 80 . 143.50 . 125.00 ng. Eine W ünbung eines Freid ich einem kurzen S: ud o‘3H. über be« § beschlossen wtck mbc§ zu begrünte:. 29. b. M. eine : n, in welcher bit> -lllch-ft fü;: och abenb im Vor- 'ichc HaiiptveG l geht ein Bockte mgsiveise der M. oraus, zu dem Gießen beO reier seines v'-^ i,»«««I räW iaiser j eN' « u meiste,1 seiner^ anlav 'ch' ■ gtf qeivorden .. csbaden t öießene1' M fvahtt" K Sord -L.« ftejjtfeifl«1’ handel unb Werke! r. ^otkswirtslffaft. Verstaatlichung d e r B e r g w e r k e. In Börsenkreisen wird wieder leise an dieses Thema gerührt. Es heißt, dap der Staat angesichts der ständigen Gährnng im Rnhrbezcrk lerne Stellung in der dortigen Kolilenindustrie noch befefügen werde, um in diese Bewegungen nachdrücklicher eingreifen ru können. Damit will man gewissermaßen saaen, daß der neue HandelsmmNter hic Kastanien ans dem Teuer holen soll, an denen sich sein früherer Kollege die §>ände verbrannte. Auch hofft man weiter, daß an einen Streik vorläufig nicht au denken ist, und dancm waren vergangenen Samstag Kohlenaktien wieder einmal zu steigenden Preisen gesucht. . , , Besteuerung des Brauerei-Gewerbe-,'. Tie geplanten Steuern auf Bier erregen in Brauereikreisen große Besorgnisse und der Vorstand der Brauerei Königstadt-Berlin hat dies auch in seiner letzten Sitzung ausgesprochen und die BcHaup- lung anfgestellt das gnn^e Braugewerbe sei in seiner Existenz bedroht falls die neuen Steuern in der geplanten Höhe zur Durchführung gelangen sollten. Jedenfalls müsse an eine entsprechende Erhöhung der Bierpreise gedacht werden. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 20. Nov. (Telegr. Orig.-Bericht des Gieß. Anz."st sämtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt- vreise. Itim Verkaufe standen: 422 Ochsen, 149 aus Oestreich, 33 Bullen, au? 00 Oestreich, 826 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder 0 aus Oestreich, 274 Kälber, 487 Schafe und Hämmel, 1440 Schweine, 0 Siegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100Pfund Schlachtgewicht Ochsen 1. Qualität 79—82 Mk., 2. Qual 73—75 Mk., 3. Qual. 66—68Mk.: Bullen l.Qual. 68 bis 70 Mk 2. Qual. 64—66 Mk.: Kühe 1. Qual. 70—72 Mk., 2.Qual. 65—67 Mk., 3. Qual. 48—50 Mk, 4. Qual. 46—47 Mk., 5. Qual. 00—00Mk. Kälhen: l.Qual. 86—90Pfg., Lebendgewicht 52—54Pf., 2. Qual. 81—86 Pfg., Lebendgewicht 49—52 Pfg., 3. Qual. 64—66 Pfg., Schlachtgewicht 64—66Pfg., Schafe: l.Qual. 70-72, 2 Qual. 60—62 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 79—SO T'fg., Lebendgew. 62.50 Vfg.. 2. Qu.78-00Pfg., Lebendgew. 61—00 Pfg., 3. Qual. 73—75 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh gedrückt, Uederstand unbedeutend: bei Kleinvieh mittelmäßig, kein lleberstand. fc. Frankfurt a. M., 20. Nov. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz "1 sllmtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktvreis e. Weizen Mk. 18—00.00, Kurhessischer Mk. 18.00—00.00, La Plata Mk. 18.50—19.25, Kanfas Mk. 18.50—19.25, Roggen (hiesiger! Mark 16.75—17.00, Gerste (Wetterauerl Mk. 17.75—18.50, Frankenfelder Mk. 00,00—00,00, Hafer Mk. 15.75—16.50, Mais Mk. 13.75—14, Weizenmehl 27—28.00, M. 00—00, 2. Qualität Mk. 25.00 bis Mk. 26.00, 3. Qualität Mk. 22.50—23.00, Noggenmehl 0 Mk. 24.25—25.50, 1. Qualität Vik. 22.00—23.00, Weizenkleie Mt. 9.50 bi-? Mk. 10.00, Roggcnklcic Mk. 11.00—11.50, Maiskeime Mk. 11.00 bi? Mk. 11.25, Franken, Pfälzer, Ried Mk. .17.50—18.00. Alle? per 100 Kg. ab hier. Ärbeiferbeweaunti. — Ter Bergarbeiterstreik in Oberschlesien behübet fid) stark in der Abnahme. Aus Wildenstcinsegengrube streiken nur 275, auf Myslowitzgrubc 239, Nouprzemsagrube 33, Karlsscgen- grübe 65. ______ 20. Nov. Der deutsche Dampfer Frau Recslne GrQnsieln 5962 5964 Grossen-Linden, den 19. November 1905. 5959 - Schweinefleisch 50 Pfg. 18“/, HülseMrüchte 5953 5950 Albirr Wcidflog aus Sachsen. 5960 IbOO^O^ck Barv.u.Bes.e.eleg.Ltllw. '.t • t 60 vf. 6ävf. Ltgeiaiine Painiill Erbsen (Niesen) Erbsen, grüne Erben, gespalten Erbsen, geschälte Bohnen (Perl) -M. Gladenbach, Giessen, Corbach, Friedberg, Marburg, den 20. November 1905. Heuchelheim, den 18. November 1905. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Dienstag den 21. Nov., mittags 121/, Uhr, vom Trauerhause aus statt. heute morgen 2 Uhr sanft entschlafen ist. Giessen (Bleichstrasse 31), den 20. November 1905. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinr. Degen und Familie. Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag um 3 Uhr vom Sterbehause Bahnhofstrasse 39 aus statt. Verwandten und Bekannten die traurige Mitteilung, dass unsere hebe Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Fräulein Amia filrgen heute morgen 9 Uhr nach langem schweren Leiden im Alter von 17 Jahren sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Karl Dessert Die Beerdigung findet Mittwoch den 22. November, nachmittags 21/, Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. aus dem Bürgermeisterei-Bureau dahier offen. Stockhausen, den 17. November 1905. Grobherzogliche Bürgermeisterei Stockhausen. Suppes. geb. Gernandt im Alter von 45 Jahren. Todes-Anzeige« Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass unsere hebe Mutter, Grossmutter und Schwiegermutter Frau Susanne SSrachert, geb. Kröckel • geb. S Cari Seibel «•* ßll8/u I Franksurler Str. 89 Telephon 593 Linsen, Deutsche bei 5 Psund */« PI- \ biniaer 5 , 10 , i Ps.) blU,9Cr* - Alles gut kochende Qualitäten. L. Steinhäuser 17 Neuen Bäue 17 „Trink-Eier“ vollsrisch u. absolut reinschmeckend empfiehlt 15557 Georg Wallenfels Aiarklplatz 21 Telephon 46 gegenüber d. Engel-Apotheke. Reue Berliner Rollmöpse per St. 7 Ps., 100 St. Mk. 6,50 Feinste Bratheringe Neue Biömarckhcriuge Neue russische Sardinen enipfiehll s5288 Eb. Dort, _______Walltorstrabe 45._______ LU.aiz (gar. rein) p.Psd. 55 vf. „MrerKok" Dienstag, den 2L November 1905 Schlachtfest morgens: Wellfleisch mit «raut abends: Meyelsuppe. [07868 ____F. Hwrnickel. iöninnidjiBcwt 3iilionr|l 1 Psund 75 Pfennig Sack toMittlwnrji! 1 Pfund Mark 1.— solange der Vorrat reicht [5954 L. Steinhäuser 17 Neuen Baue 17____ la HMnöijcht loriitrra < 3rano Mandowbky, Duisburg a. Rh. la. Mandeln von 80 Pf. an Haselnußkerne feinste Sultaninen Rosinen u. Kormrhen von 25 Pf. an bis zu den feinsten Qualitäten empfiehlt [5946 L. Steinhäuser 17 Reuen Baue 17 Satt! Wo Mn M hin! M! Wn gkhtn mr hin? Orpheum. Mys Sitrbth. Ab 21. November täglich Auftreten des Wendischen Künstler-Ensemble (Direktion H. Reuter). 5963 Anfang abends 8V2 Uhr. Anfang abends 81/, Uhx. Eintritt: 1. Platz 80 Pfg., 2. Platz 60 Pfg., 3. Platz 40 Pfg. Im Vorverkauf bei den Herren PH. Stier, Neuen Baue, Gustav Sonntag, Zigarrengeschäft, Seltersiveg, Jakob leben, Bahnhofstr.: 1. Pl. 70 Psg., 2. 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