Nr. 198 Zweites Blatt. 155. Jahrgang Donnerstag 24. August 1905 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „(Siebener Famlllenblatter" werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der ^hessische tanötoirf* erscheint monallich einmal. Gießener Anzeiger Rotationsdruck und Verlag der Drühlllchea Universitalsdruckerei. R. Lange, Gieße«. Redaktion. Expedition u. Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr. 51. Telegr^Adr.: Anzeiger Gießen. General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Zu den Unruhen in Aeutlch.GstafriKa. schreibt der „T. R." ein Kenner des Landes, der das Auf- standsgcbiet erst im vorigen Jahre bereist und bald nach seiner Heimkehr vor der aufzichenden Gefahr gewarnt hat, Oberstabsarzt Dr. Arning in Hannover, folgendes: „Es scheint noch nicht festzustehen, ob der Bischof Cossran Spies mit seiner Begleitung tatsächlich erschlagen worden ist: wenn dieser Unglücksfalb aber stattgefunden hat, so soll er auf dem Wege von Kilwa nach Liwale sich ereignet haben. Die gesamte Gegend zwischen diesen beiden Orten ist, abgesehen von der nächsten Umgebung der Küste, fast durchaus frei von jeder Besiedelung, seit die Wangoni-Ein- fälle dieses Land in eine Einöde verwandelst haben. Hat also die Niedcrmetzelung der Deutschen auf dieser Strecke stattgefunden, so müssen die Täter von bewohnten Gegenden dorthin gekommen sein. Nicht unmöglich ist es, daß die Aufrührer in den Matumbibergcn von dieser Expedition unterrichtet waren und den Uebersall ausführten. Möglich ist es auch, daß die Reisenden schon dem Dondegebiete sich näherten und einem Angriffe der Wandonde zum Opfer gefallen sind, denn nach den neuesten Nachrichten sind auch die Einwohner dieser Gegend in eine aufständische Bewegung geraten. Ich bin geneigt, an die letztere Möglichkeit zu glauben. Zu verwundern ist es nicht gerade, daß die Wandonde un- ruhig geworden sind; denn als ich im vorigen November die Gegend von Liwale durchzog, fiel mir der trotzige Mißmut gerade dieser Leute gegen den Europäer auf. Ich bemerkte, daß Liwale und Donde nicht etwa zwei Bezirke sind, sondern Liwale ist der Vezirksort für das Dondeland, besetzt mit einem Unteroffizier und einem Dutzend Polizeisoldaten. Diese Besatzung mochte unter friedlichen Verhältnissen genügend erscheinen, weil das ganze Gebiet nur eine außerordentlich schwache Bevölkerung besitzt. Der Mißmut dieser geringen Bevölkerung richtete sich nicht etwa allein gegen den eilig Durchreisenden, sondern auch die deutschen Einwohner in Liwale, darunter ein dort ansässiger Kaufmann, klagten, daß neuerdings mit den Schwarzen gar kein Auskommen mehr sei. Als bockbeinig und widerhaarig waren die Leute von jeher bekannt; die gerade in jener Zeit auftretende Neigung zu passivem Ungehorsam muß aber doch wohl schon das übliche Maß überstiegen haben. Aus einer weiteren Steigerung dieser Verhältnisse werden die heutigen Unruhen herzuleiten sein, und ihre Ursache wird man in St eu e r ka l ami t ä t e n suchen müssen. Das Dondeland galt als ein reicher Kautschukbezirk; früher unzweifelhaft mit Recht: und das dorther stammende Erzeugnis wurde auf dem Markte sehr hoch bewertet. Noch vor zwei Jahren waren recht gute (Srntemengen von dort an die Küste gebracht worden: der Neid des Wettbewerbes hatte alsdann veranlaßt, daß verschiedene Firmen durch Kreditgewähren an die Eingeborenen sich die reichsten großen Ernten sichern wollten. Es wurde mir erzählt, daß auf diese Weise wohl 80 000 Rupien, also rund 100 000 Mark, in der Hoffnung auf künftigen Gewinn in Waren oder in Bar an die Bewohner des Bezirks verteilt worden waren. Der brave Neger bezahlte auch richtig seine Steuern mit diesem geliehenen Gelde. aber an die Leistung des Gegenwertes an Kautschuk, w'e die kreditgebenden Firmen es gehofft und gewünscht hatten, dachte er nicht. Vielleicht oder wahrscheinlich hätte er, selbst wenn er gewollt hätte, seinen Verpflichtungen gar nicht nachkommen können, denn die Bestände an Kautschuk-Lianen sind hier, wie fast überall in Ostafrika, ganz außerordentlich durch den Raubbau der Eingeborenen mitgenommen worden. Sicher ist, daß in dem in Frage kommenden Jahre, wie man mir glaubwürdig berichtete, nur ein geringer Bruchteil der vorjährigen Kautschukernte an die Küste befördert werben konnte, weil trotz des erhaltenen Kredits nicht mehr angeliefert wurde. Das damals ins Land gekommene Geld wird heute, rund wie es einmal ist, den Händen der Dondeleute entrollt sein, und da sie sich vor der Notwendigkeit sahen, alte Schulden und neue Steuern zu bezahlen, ohne neuen Kredit erhalten zu können, wählten sie den Weg, der ihnen der beguemste erschien, sich ihren Verpflichtungen zu entziehen, und setzten ihre Widerhaarigkeit in die Tat um. Eine größere unmittelbare Gefahr sehe ich auch in diesen Unruhen nicht; denn die Bevölkerung des Dondelandes zählt nur nach wenigen Tausenden. Hätte sich nur eine halbe Kompagnie in jener Gegend befunden, würde es nie zu Unruhen gekommen sein, und ihre Unterdrückung, sowie die Bestrafung der etwa Schuldigen wird keine übermäßigen Aufwendungen nötig machen. Wohl aber ist in dieser ganzen Sachlage eine Bestätigung desjenigen zu sehen, was ich am 30. Mai in der „T. R." über die Verhältnisse und Zukunft Ostafrikas schrieb: Das Unbehagen der Gesamtbevölkerung des Landes ist vorhanden, und wenn die dichte Bevölkerung des weiten Innern dazu kommen sollte, diesem Gemütszustände den gleichen tatkräftigen Ausdruck zu verleihen, dann sehen wir uns vor einer fast unlösbaren Aufgabe. Schon jetzt hat der Gouverneur eine Verstärkung seiner Machtmittel verlangt, es sollen Beratungen darüber schweben, ob man mit den Marmcmannschaften auskommcn kann. Ich schrieb am 30. Mai, daß das heute unzweifelhaft unzuverlässige schwarze Material der Schutztruppe den Anforderungen nicht genügen würde, die ein zukünftiger größerer Aufstand an sie stellen wird. Diesen Nachrichten gemäß scheint eine solche Anschauung sich nun aucl, in den maßgebenden Kreisen geltend zu machen. Ein Beweis dafür war auch m. E. schon die wenig beachtete Meldung, daß man fast die gesamte Besatzung des vor Kilwa liegenden Kriegsschiffes an Land gebracht und dafür die dadurch hervorgerufenen Lücken mit Scywarzen „ausgcfüllt" habe. In dem Küstengebiet kann man unsere deutschen Matrosen wohl zeitweise verwenden; unmöglich aber ist es, im Innern Deutsch^Ostaftikas mit weißen Soldaten einen längeren Krieg zu führen. Ich will mich auf eine weitere Erläuterung dieser Angelegenheit nicht einlasscn, aber ich glaube, daß jeder Kenner des Landes mir recht geben wird. 9hir eine starke farbige Schutztruppe ist zu verwenden, die mit einem großen Prozentsatz solcher Mannschaften durchsetzt ist, die außerhalb des deutschen ostafrikanischcn Schutzgebietes ansgehoben sind. Dafür möge man sorgen, und zwar schnell, ehe es zu spät ist." Voliiische Tagesschau. In Erwartung des englischen Geschwaders. König Eduard ist neben Kaiser Wilhelm der nreist- genannte Monarch. Doch damit nicht genug: er ist die Hoffnung aller deutschfeindlichen Elemente, nicht nur in England und Frankreich, sondern auch bei den Slaven des europäischen Ostens. Ein großpolnisches Blatt, die „Praca", spricht ganz offen aus, daß eine Niederlage Deutschlands die unabweisbare Vorbedingung der Wiedergeburt der polnischen Nation sei, und daß die Hauptrolle in der Bündnisaktion gegen Deutschland dem König von England zufalle, dem die Slaven sich willfährig erweisen würden. Zutreffend meint die „Nationalztg.", daß solche Kundgebung an Hochverrat grenze und die Hintermänner des Blattes in den Verdacht bringe, daß sie sich mit der Aufgabe befassen, die guten Beziehungen oes deutschen Reiches zum Ausland zu stören, an deren Erhaltung die Regierung ihre besten Kräfte setzt. Es wird den Polen zwar nicht gelingen, eine internationale Verschwörung gegen Deutschland anzuzetteln, aber bedauerlich bleibt es, daß die Eintracht unter den großen germanischen Staaten gering genug ist, um bei den Todfeinden des Germanentums solche Hoffnungen überhaupt aufkommen zu lassen. Der Besuch des englischen Kanalgeschwaders in der Ostsee könnte zwar die slavischen Erwartungen dämpfen, es ist aber zweifelhaft, ob diese Wirkung eintreten wird. Die vorjährige Kieler Begegnung zwischen Kaiser Wilhelm und König Eduard, bei der freundschaftlich-zuversichtliche Trinksprüche gewechselt wurden, hat eine Besserung in den deutsch-englischen Beziehungen nicht herbeigeführt. Die „Grenzboten" meinen sogar, diese Beziehungen hätten seitdem einen Tiefstand erreicht, wie nie zuvor. Das heißt vielleicht die Dinge zu düster sehen, aber die Aussicht ist, wie gesagt, nicht sonderlich groß, daß die „Festtage" an der Ostsee die deutsch-englische Spannung dauernd oder auch nur für längere Zeit schwinden machen werden. Eine Rede Kaiser Wilhelms anläßlich des Stapetlaufes in Stettin ist bereits angekündiat. Man wird annehmen dürfen, daß der Kaiser in der Begrüßung der en®* lischen Gäste, wie stets, herzliche Worte wählen wird. Dre En tgegnung steht dem leitenden Admiral des englischen Geschwaders, Wilson, zu. Der Wortlaut seiner Antwort ist natürlich unter Mitwirkung des Londoner 9(u8* wärtigen Amtes festgestellt Es wird also im Grunde eine Kundgebung der englischen Regierung durch den Mund des Admirals Wilson erfolgen, die schon um deswillen der besonderen politischen Note entbehren dürfte, als eben Aer nicht Mönarch dem Monarchen gegenübersteht. In Kiel sprach König Eduard im vorigen Sommer den Wunsch aus, die innigen verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Herrscherhäusern möchten durch erneuten persönlichen Verkehr womöglich noch enger geknüpft werden, und die beiden Flaggen möchten bis in die fernsten Zeiten nebeneinander wehen zur Auftechterhaltung des Friedens und der Wohlfahrt aller Nationen. Die beiden Flaggen wehen allerdings demnächst wieder einmal friedlich nebeneinander, aber die Zuversicht, daß es bis in die fernsten Zeiten so sein werde, wird getrübt durch Nichterfüllung des ersten Wunsches König Eduards. Der Erneuerung des persönlichen Verkehrs zwischen beiden Monarchen stehen anscheinend „tln* stimmigkciten" entgegen, die die Feinde Deutschlands mit Eienugtuung erfüllen. Aus Stadl imÄ AauL. Gießen, 24. August. ** Durchreise des Kaisers. Gestern abend irnt 7.38 Uhr passierte S. M. der deutsche Kaiser mit Sonderzug von Milhelmshöhe kommend ohne Aufenthalt den hiesigen Bahnhof und fuhr über Bockenheim nach Cronberg. Die Ankunft dort erfolgte um 9.1b Uhr. ** Eine Volrsakademie in Rüsselsheim. AuS den Mitteln der vom Rhein-M.mischen Verband für Volksvorlesungen zu Frankfurt a. M. für Volksbildungszwecke gesammelten Schillcrspende wird, so schreibt man uns, Ende September d. I. in Rüsselsheim eine Volksakademie ins Leben gerufen werden. Mit diesem Namen wird eine Zusammenkunft von Freunden aus allen Ständen bezeichnet, die 14 Tage im Pfarrhaus zu Rüsselsbeim gemeinsam tagen werden, um ihre Ansichten, Kenntnisse und Erfahrungen auszutauschen. Geschichtsforscher, Pfarrer, Lehrer, Landwirte, Geschäftsleute und Arbeiter sollen sich an der Zusammenkunft beteiligen. Die Vormittage werden mit ver-j schiedenen Vorträgen ausgefüllt, und an den Nachmittagen! werden Ausflüge in die Umgegend unternommen, um! Bodengestaltung, Pflanzenwuchs, Denkmäler usw. kennen zu^ lernen. Abendunterhaltungen mit Musik bilden den Beschluß des Tages. Die Veranstaltung soll später an anderen Orten wiederholt werden. — Das Dunkel des Rüdesheimer Mordes scheint sich endlich zu lüften. Die Nachforschungen nach dem Ermordeten scheinen von Erfolg zu sein. Man will in dem Ermordeten den Hausburschen Hugo Hermann aus Lüdenscheid wieder erkennen. Hermann, der am 28. März 1887 zu Erfurt geboren wurde, kam im März dieses Jahres von Iserlohn nach Frankfurt a. M. und trat als HauSbursche Frankfurterstraße 73 in Stellung. Mitte Mai trat Hermann in der gleichen Eigenschaft Rödelheimerstraße 84 in Stellung, wo er im Juni auStrat unter der Angabe, er wolle über RüdeSheim nach Köln wandern. Die in Lüdenscheid wohnenden Angehörigen erhielten kurz vor dem Mord nochmals einen Brief, in dem Hermann seinen Reiseplan mitteilte; seit dieser Zeit hat Hermann kein Lebenszeichen mehr von sich gegeben. Die Eltern des Hermann wurden erst durch die Zeitung auf den Rüdesheimer Mord aufmerksam und glaubten nach der Beschreibung, daß ihr Sohn das Opfer des Raubmordes geworden ist. Die Wiesbadener Kriminalpolizei ist mit der Angelegenheit eifrig beschäftigt und die Mutter des mutmaßlich Ermordeten traf bereits in Wiesbaden ein. ** Ein süßer Automobilunfall passierte aut Sonntag auf der Wei ter st ad ter Kirch weihe. DaS Mqemcine Kartenbau-Ausftcilung Aarmstadt 1905. (Original-Artikel d"s Gießener Anzeigers.) (Schluß.) Auf der Terrasse hat ein Eckchen, westlich vom Olbrich- schen gelben im Sondergarten der Architekten Fuchs und Koch gelegen, mein ganz besonderes Interesse erregt. Mitten in einem Viereck, auf drei Seiten von dunkelgrüner Hecke umgeben, im Schatten von Kastanienbäumen steht eine grauschwarze Syenitschale, in der Wasser emporquillt. Darüber wölbt sich eine durchbrochene vergoldete Kuppel, die auf drei Vorsprüngen der Schale ruht. Den Platz ringsum bedeckt blühendes Heidekraut. Ein selten geheimnisvoller, kleiner Winkel ist es, der mit seinem weihevollen Ernst uns völlig gefangen nimmt. Wandern wir zurück zur Henkel'schen Sonderaussiellung. Vom Eingänge aus blicken wir über eine saftig grüne Rasenfläche, die seitlich von Bambusstauden und allen möglichen üppigen exotischen Blattpflanzen muldenförmig eingefaßt ist, auf einen Heinen Teich mit Wasserrosen. Auf der Rasenfläche sind zwanglos verteilt Lilien, die ihre weißen Blütenkelche dem Eintretenden zum Gruße entgegenneigen und ihm ihren Duft entgegenhauchen. An der Eingangs- und rechten Seite sind Laubengänge aus weißen Latten, zierlich berankt, die Wege eingefaßt mit weißen, windenartigen Blüten, dazwischen hin wnd wieder Büschel von weißen Glockenblumen bi flachen, weißgestrichenen Holzkästen. Am Wasser ist ein freier Platz mit weißer Bank, die von kleinen Pyramiden blaßblauer Glockenblumen flankiert ist. Diese Einlage wirkt wie ein kleiner Zaubergarten. An dieselbe schließt sich ein Wintergarten, in dem uns prächtige Schnittblumen in ihren großartig abgestimmten Vasen ganz besonders fesseln. Eine so wunderbare Farbenharmonie muß hauptsächlich Frauen zum stimmungsvollen Schmücken ihrer Wohnräume begeistern. Hinter der Halle ist noch ein geometrisch angelegter Platz, der Henkel'sche rote ©arten, besetzt mit brennend roten Geranien, die meinen Augen weh tun. Angenehm wirken dagegen die Fuchsien mit ihren zierlichen dunkelroten Blütengehängen. Sogar der Versuch mit einer Fuchsienhecke ist gemacht worden, die den Garten von einer großen Anzahl schön geformter Blumentöpfe trennt. Einzelne solcher bepflanzten Töpfe sind, um die Wirkung zu zeigen,im roten©arten aufgestellt. Wir könnteng leich in der angrenzenden Festhalle, wohin uns die Musik lockt, eine Erfrischung zu uns nehmen, wollen aber doch vorher dem Wasserpflanzenhause der Hofgärtnerei Rosenhöhe einen Besuch abstatten. Nicht zur Vervollständigung unserer Besprechung erwähnen wir dieses exotische Gewächshaus zuletzt, sondern um es ganz besonders zu würdigen. Auf keiner Gartenbauausstellung ist bisher etwas Aehnliches geboten worden. Die Diener überwachen ängstlich die Eingangstür, damit dem Hause nicht zu viel Wärme entweicht. Mit der Wärme strömt uns ein vanilleartiger Duft entgegen. Auf der großen Wasserfläche des rechtwinkeligen, langgestreckten Beckens breiten drei Königinnen der Blumen (Victoria regia) ihre großen, tellerförmigen Blätter aus, von denen man jetzt wohl immer wenigstens eine blühen sieht. Ringsherum schwimmen die kleineren Geschwister, deren schöne weißen, roten und blauen Blüten uns von unserem botanischen Garten her besonders lieb und vertraut sind. Noch viele andere schöne Wasserpflanzen recken ihre farbigen Blütenkolben in die Luft. Und am Wasser sehen wir Gruppen vieler Sumpfpflanzen von üppigem Wuchs. Gleich am Eingang entlockten uns die schön geformten, zart gelben Blüten von Nelumbien, Lotosblumen, einen Ausruf der Bewunderung. Sie wiegen sich, wie auch ihre schönen sammetartigen Blätter, elegant aus den schlanken Stielen. Die Pflanze hat so schöne und strenge Formen und wunderbare Farben, daß ihre geringe Verwendung in der dekorativen Kunst auffallen muß. Die ganze südliche Längsseite ist mit Lotosblumen in den verschiedensten Farben besetzt. Am Ende der Halle ist ein erhöhter Platz, der mit seinen originellen, verschiedenartige« Korbmöbeln zum AuSruhen einlädt. Das Auge wird angenehm berührt von dem gedämpften grünen Licht, das im Raume herrscht, hervorgerufen durch Kürbispflanzen, deren verschiedenste Wirten Deckengebälk und Dachsparren umranken, eine grüne Decke bildend, von der hier und da ein Kürbis oder eine vergeblich nach Stützpunkt suchende Ranke herunter- hängt. Wir sehen eine höchst originelle Idee gelungen verwirklicht, das direkte Licht abzuhalten oder zu mildern und gleichzeitig das kahle Gerüst vor den Blicken zu verbergen. Die vielen Züchtungen der verschiedensten Nadel-, Laubund Obstbaumschulen, der schönen Blumen und Blattpflanze« in den Teppichbeeten, in der Dahlienausstellung, in der Schnittblumenhalle zu schildern, ist völlig zwecklos. Sie ver-, langen ein eingehendes Studium an Ort und Stelle. Wir wollen mit unserer Schilderung nur andeuten, wie sehr bie< künstlerische Seite in der Darmstädter Ausstellung betont und eine wie außerordentlich vielseitige Anregung den Besuchern der Ausstellung geboten wird nicht nur dazu, daß sie kaufen, sondern was sie kaufen und wie sie ihre Gärten anlegen unter den gegebenen Verhältniffen, um eine harmonische Gesamtw.rkung zu erzielen. Noch nie ist bei einer Gartenbau- Ausstellung eine so reiche Gelegenheit in dieser Beziehuna geboten, wie bei der diesjährigen Darmstädter. am 23. August -- 4 20,6 C. 13,1 ’C. 23. 6S”/, weise man zurück. — liebevoll zu Hadem Doch''re Temperatur Niedrigste gemachten Erhebungen ergeben, daß Ueberle als Verüber des Naubanfalls in der Hirschgaffe am 2. August nicht in Betracht kommen kann, da er, wie nachgewiesen ist, bereits am 1. August in Wiesbaden eingetroffen war. Frankfurt, 23. Aug. In der Saalgasse ereignete sich heute vormittag ein schwerer Unglücksfall, bei dem drei Männer verletzt wurden. Im Haus 9 werden zur Zeit für eine Wirtschaft Klosette mit Gasbeleuchtung eingerichtet. Der Hauseigentümer, Jakob Maus, der Wirt K. Scheffler und der Unternehmer H. Wilken besichtigten heute morgen die halbfertige Anlage. Maus, der einen starken Gasgeruch bemerkte, wollte mit einem Streichholz die defekte Stelle des Gasrohrs suchen. Das Gas, das sich in der Höhe ange- sammelt hatte, explodierte. Maus erlitt Brandwunden im Gesicht. Auch noeh seinen Hintermann Scheffler faßte die Flamme und verbrannte ihn schwer im Gesicht und an beiden Vorderarmen. Wilken rourbe von dem Luftdruck zurückgeschleudert und im Gesicht verbrannt. Die Rettungswache der Munzgasse legte den Verlebten Notverbände an und brachte Scheffler, der am glimpflichsten davongekommen war, nach dem Heiliggeisthospital, die beiden anderen in ihre Wohnung. Das Gebäude hat keinen Schaden gelitten. — Gegen neun Uhr heute vormittag wlirde die Rettungswache der Münzgasse nach dem Kreuzbergschen Neubau am Schauspielhaus gerufen. Mehrere Arbeiter waren mit dem Anbringen der Treppe beschäftigt, von der ein Teil schon in der Wand befestigt war. Ein anderer Teil, an dem noch gearbeitet wurde, stürzte hinunter und riß dieArbeiter Norbert E h r i st und Karl H ö ck e rt mit in die Tiefe. Höckert, der drei Stock tief fiel, erlitt einen Oberfchenkelbruch, Christ, der schon im zweiten Stock hängen geblieben war, einen Schädelbruch. Beide Verunglückte kamen nach der Dr. Bockenheimersehen Klinik. (K. P.) Weilburg, 20. Aug. Die hiesigen Metzger beschlossen, für Fleisch und Wurst eine Preiserhöhung eintreten zu lassen. Es kostet: das Pfund Ochsenfleisch 76 Pfg., Schweinefleisch 80 Pfg., Kalbfleisch 75 Pfg., Fleisch ohne Knochen 1 Mk., Fleischwurst 90 Pfg., fieber- und Blutwurst 70 Pfg., Schwartemagen 90 Pfg. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Einem Sohn des Besitzers der Obermühle bei Biedenkopf wurde durch die Kreissäge ein Finger fast durchgesägt. Der Zeigefinger mußte amputiert werden. — Wie die „Pfalz. Pr." aus N c u ki r ch e n meldet, wurde auf dem Heimwege von der Kirchweihe der 25 Jahre alte Steinbrecher Johann Fischer von dort von dem 28 Jahre alten Musiker Adam Andre, dessen 50 Jahre altem Vater, Wilhelm Andre, und einem unbekannten Dritten überfallen. Ihm wurde der Schädel eingeschlagen und vollständig gespalten, sodaß der Tod alsbald eintrat. Auf die Hilferufe des Ueberfallenen eilte dessen Bruder herbei, doch mußte er flüchten, da sich die Drei auf ihn stürzten. (Kerichtslaal. 0 Marburg, 22. Aug. Die Strafkammer verurteilte Irute einen Standesbeamten, der einen Minderjährigen ohne Genehmigung des Vormundsckwftsgerichts zur Ehe zugelassen Hte. wegen Uebcrtretnng des Personenstandsgesetzes zu 30 Mk. Geldstrafe. M ü u eh e n , 23. Aug. Wegen Verehelichung ohne d i e n st l i ob e Bewilligung hotte sich beute der 30 Jahre alte Leutnant des schweren Reiterregiments, Graf Edgar v. Wolffskeel, Sohn des kgl. Kämmerers und Oberstallmeisters v. Wolffskeel, vor dem Kriegsgericht zu verantworten. Wegen Gefährdung der militärischen Disziplin und zur Wahrung der mili« förikhen Interessen land die Verhandlung bis nir Verlesung des Urteils unter Ausschluß ber öeffentliehfeit ftntt Gral v. Wolffskeel benutzte seinen Urlaub im Jahre 1903, um sich am 30. Juni mit der Schauspielerin Marie Tombak in England ohne dienstliche Bewilligung zu verehelichen. Gras von Wolffskeel wurde mit Rücksicht au? seine jungen Jahre und mit Rücksicht daraus, daß er nach seiner Angabe unter dem Einflüsse seiner Gemahlin und durch geistige und körperliche Depression gehandelt habe, zu 45 Tagen Festungshast verurteilt. Meteor oloniscke Beobachtungen der Station Gießen. 14 Stimmen angenommen worden war, erklärte ber Vor- sitzenbe nach halbstündiger Pause unb Besprechung mit einem hinzugezogenen, von ber Versammlung aber abgelehnten Rechtsanwalt, sein Amt nieberzulegen, nachdem zuvor eine genaue protokollarische Ausnahme über die Verhandlungen genehmigt worben war. Dann übernahm auf allgemeinen Wunsch Gartenbirektor Heicke ben provisorischen Vorsitz, legte ihn aber später roieber nieber, nachbem die Versammlung sich fast einstimmig für die sofortige Neuwahl eines definitiven Vorstandes ausgesprochen hatte. Auf Vorschlag fiinne-Erfurt wurde schließlich ber alte Düsseldorfer Vorstand: Stabtobergärtner Tripp- Hannover, Vorsitzenber, Ober- gärtner Zneininger- Hannover, Schriftführer, unb Gärt- nereibesitzer Karich - Bremen, Schatzmeister, wiedergewählt, ebenso ber Hauptausschuß. Ferner wurde eine fünfgliedrige Kommission zur 9(bänberung ber Statuten gewählt unb die Abhaltung einer neuen Hauptversammlung im November b I. m Kassel beschlossen. Die nächstjährige Hauptversammlung soll in Nürnberg stattfinben. Alle übrigen Anträge und Beratung§gegenftänbe wurden von der Tagesordming ab- gesetzt. Der Versammlung folgten Festmahl unb Ausflüge in bie Umgebung. Mainz, 23. Aug. Fünf Knaben spielten gestern rbend im Floßhasen auf dort vor Anker liegenden Flößen. Plötzlich gingen die Hölzer auseinander unb die >Kinder stürzten in den Rhein. Auf ihr Hilfegeschrei nlten mehrere Arbeiter herbei, denen es gelang, vier Knaben 30m Tode des Ertrinkens zu retten. Der 10jährige Heinrich Bunkert ging sofort unter; trotz eifrigen Suchens der Arbeiter konnte er nicht gerettet werden. Mainz, 23. Aug. Bei dem Mädchen Hager, das -ie Summe von 840 0 Mark unterschlagen hat und inMarburgverhaftet worden ist, wurden gerade noch zehn Pfennig gefunden. Die ganze Summe hatte das Mädchen mit Söhnen aus „guten Familien" durchgebracht. Die Staatsanwaltschaft hat aber trotzdem das Mädchen nicht tunnels soll gleichzeitig mit der Eröffmmg der internationale! Ausstellung von Mailand erfolgen und zwar anfang Mc nächsten Jahres. * E i n Skandal, wie e r in der Theatergeschickit noch nicht da war, beschloß, wie man aus Paris schreib! die Festspiele im antiken Theater von Nirn es. Zum zweite Male sollten „Venus und Adonis" von Xavier Leroux und „Ämica" von Mascagni aufgeführt werden, weil aber böse Gerüchte über die Finanzen der Organisatoren umliefen, verlangten Sänger, Choristen und Millionten, bevor sie sieh „exekutierten", ihr Honorar. Der Impresario versprach die Zahlung im Verlaufe der Vorstellung, und so trieben Venus und Adonis ungestört ihr Liebessviel: bann aber wollte niemand um der Liebe willen weitersvielen. Der Impresario flehte um einen Akt verlängerten Kredits: inzwischen werde er die Einnahmen in den verschiedenen Eintritts^sien . zentralisieren". Während der erste Akt der „Amica" vom Publikum applaudiert wurde, „zentralisierte" der Impresario auch so gewissenhaft alle verfügbaren Gelder, daß in der Pause weit und breit 'iichts mehr von ihm zu finden war. Er hatte 40 000 Franken für die Zahlung aller Unkosten nötig. Die Einnahmen betrugen knapp 20 000 Fr. Ein furchtbarer Tunnilt erhob sich hinter den Kulissen, doch erst gegen Mitternacht erfuhr das Publikum, was die Künst- rtmosphäre. trübte. Der Vorhang hob sich und hervor trat der gefeierte Bariton der Pariser Komischen Oper Renaud, der mit seinem edlen Organ verkündete, daß der Impresario au Flügeln des Gesangs davongegangen war und daß Chor und Orchester nicht bezahlt seien. Die Solisten gaben ihr Honorar dran und hielten sich zur Disposition des Publikums. Der Vorhang fiel wieder. Solange es sich um das Geld der Künstler handelte, verhielt sich daS Auditorium bewundernswert ruhig, als es aber einsah, daß es um sein eigenes Geld betrogen war und nicht die „Amica" bis zum letzten Atemzuge dafür erhielt, verlor es gegen 1 Uhr nachts die Geduld. In dichten Scharen zog das Publikum auf die weltbedeutenden Arenabretter. Publikum und Künstlerschaft machten jetzt gemeinsame Sache: mit Jndianergeheul wurden alle Dekorationen zu einem Scheiterhaufen zusammengetragenund angezü n- bet Tie Feuerwehr von Rimes kam eilends angerückt, das Löschen ging aber nicht ohne Widerstand: man wollte etwas für sein Geld hibeu. Erst gegen 3 Uhr gelang es dem anrückenden Militär, die auf 10 000 Personen angeschwollene Volksmenge zu vertreiben und ber Arena ihre antike Ruhe wiederzugeben. * D i e Zigarette der Zukunft. Bekanntlich b-kämpfen viele fier-te das Zigarettenranchen, weil es wxit schädlicher sei als das Ziaarrenrauchen, unb zwar finden sie die Schädlichkeit in dem paxierncu Kleide der Zig'.rette, insofern das Papier beim Verbrennen nachteilig aut bie Schleimhäute deS Mundes unb des Rachens einwirkt. Diesem Uebclftanbe Hilst eine neue Er- (T-tiißcfanuL (Für Form unb Inhalt aller unter di ' r Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Rcdakck- d'"i V"hlikum gegenüber keinerlei Verantwortung.! (!) Großen-Linden, 23. August. Bei der gestrigen Versteigerung der in der hiestgen Gemarkung gelegenen B a u e r m ü h l e wurde als Höchstgebot der Betrag von Mk. 12 000 erzielt. Dies durste dem ungefähren Wert, ohne das dabei befindliche Land von Mk. 6000, entsprechen. Am Nachmittag desselben Tages wurde die Mühle aus freier Hand non Bürgermeister Leun erworben unb zwar für den Preis von Mk. 28 000, angeblich für die Gemeinde zur Anlage einer Wasserleitung. Da dieser Kauforeis in gar keinem Verhältnis zum Wert stetzt und die ganze Wasserkraft nur drei Pferdestärken beträgt, so dürste die Genehmigung dieses Kaufes durch den Gemeinderat versagt bleiben. Auch die ganze Bürgerschaft erhebt gegen das Projekt Widerspruch. in Untersuchungshaft behalten, da bie eigene Großmutter oem Mäbchen bas Sparkassebuch zur Gelberhebung einge- hänbigt haben soll. Tie Anverwandten haben nun bas ungeratene Kinb in bem von ber Gräfin Iba Hahn-Hahn errichteten Kloster „Zum guten Hirten", einer Besserungsanstalt, untergebracht. Wiesbaden, 23. Aug. Hier ist ber Mörber bes Lapezierers Peter Kunz aus Pforzheim festgenommen unb am Samstag abend in Heidelberg ein» geliefert worden. Es ist ber 21 Jahre alte Schlosser Louis Ueberle auS Neuen heim. In ben bisherigen 93er- nehmungen hat sich ber Bursche, ber als arbeitsscheu bekannt Dar, in schwere Widersprüche verwickelt. Zugleich haben die dem Darmstädter Drogisten M. gehörige, mit vier Personen besetzte Automobil rannte, wie bie „N. Hess. Volksbl." melden, bei ber Durchfahrt durch bie Messe eine Zuckerbube über ben Haufen, um brei direkt im Wege stehende Kinber, die vor Ängst vor dem Wagen wie angewurzelt stehen blieben, nicht zu überfahren. Mit einem großen Krach stü rzte die Zuckerbube zusammen, ihren ganzen süßen Inhalt über das Pflaster ergießend. Das Automobil kehrte nochmals um, unb bem Manne würbe nach kurzer Debatte für ben ausgestanbenen Schrecken, Arbeit unb Verlust 10 Mk. Vergütung bezahlt. Die teilweise für ihn unbrauchbar geworbenen Waren bürste sich bie bortige Ingen b auflesen, was eine berartige fibete Balgerei zur Folge hatte, baß ber Staub, eben erst wieber aufgebaut, um ein Haar zum zweitenmale zusammengerissen würbe. Bei ber Weiterfahrt würbe Herr M. von einer ganzen Anzahl anberer Bubenbesitzer ersucht, boch für 10 Mk. auch ihre Stäube zusammenzufahren, da alles ber Meinung war, baß ber Mann babei ein gutes Geschäft gemacht hatte. (!) fionborf, 23. Aug. Wie alljährlich, finbet auch in Liefern Jahre unsere Kirmes am ersten Sonntag im September, also am 3. unb 4., statt. — Am 2. unb 3. September l. I. erhält bie hiesige Gemeinbe etwa 30 Mann 23er Dragoner Einquartierung. p. Oberschelben, 23. Aug. Einige Knaben von hier spielten in einem Steinbruck. Ein Teil stürzte plötzlich zusammen unb begrub et Knaben. Der eine Junge würbe balb lebenb hervorgezogen: boch sein Spielkamerab, der ell jährige Heinrich Bäumer, war sofort tot. Allgemein ist bas Mitleib, bas man ber armen Maschinenwärterfamilie Bäumer entgegenbringt. R. B. Darmstadt, 23. Aug. Die heutige Jahresversammlung des Vereins deutscher Ga rtenkün st l er hatte sich in mehr als fünfstündiger lebhafter Verhandlung fast ausschließlich mit der tiefgehenden inneren Krisis zu beschäftigen, die den Verein schon seit längerer Zeit beherrsch! und deren Kernpunkt kurz ausgedrückt lautet: Los von Berlin! Schon auf der vorjährigen Hauptversammlung in Düsseldorf hatte die große Mehrheit der Mitglieder scharf gegen die sogenannte Berliner Richtung Stellung genommen und beschlossen, den Art. 7b der Statuten dahin abzuändern, daß die Vorstands- und Ausschußmitglieder nicht mehr verpflichtet sein sollen, in Berlin oder in dessen Umkreis von 30 Kilometern ihren Wohnsitz zu haben. Das Berliner Amtsgericht lehnte jedoch die Eintragung dieser Bestimmung in das Vereinsregister ab, weil nicht konstatiert morden sei, ob dieser Beschluß von einer statutenmäßigen Dreiviertel- Majorität gefaßt wurde. Der alte Vorstand berief daher flugs eine neue Hauptversammlung am 22. Januar d. I. nach Berlin und wurde wiedergewählt, die in Düsseldorf erfolgte Wahl eines anderen Vorstandes also annulliert. Damit war aber eine große Mehrheit der Vereinsmitglieder nicht einverstanden, die auch heute geschlossen gegen den Berliner Vorstand auftrat und dessen Rücktritt verlangte, wogegen der Vorsitzende, Herr B r od erf en - Berlin, entschieden auf feinem Posten zu verharren erklärte. Die Versammlung gab aber zunächst ihrer Willensmeinung dadurch deutlichen Ausvruck, baß sie ben Jahresbericht des Vorsitzenden, wonach der Verein 782 Mitglieder besitzt und 11 779 Mk. Einnahme und 9593 Mk. Ausgabe hatte, einfach ablehnte, ihn später aber doch „zur Kenntnis zu nehmen" beschloß. Tann wurde ein Antrag' des städtischen Gartendirektors H e i ck e - Frankfurt einstimmig angenommen, wonach der Passus 7 b im Statut, der die Beschränkung der Vorstandsmitglieder auf den Wohnsitz Berlin bestimmt, aufgehoben wird. 9lm schärfsten aber ging ein Dringlichkeitsantrag Heicke-Franksurt vor: „Die Versammlung lehnt die Mitglieder des auf der außerordentlichen Hauptversammlung in Berlin gewählten Hauptvorstandes und Hauptausschusses ab, weil sie sich mit einem großen Teil der Vereinsmitglieder nicht im Einklang befinden und widerruft deren Bestallung." Als dieser Antrag mit 82 gegen Schnell und dauernd in Qualität unübertroffene Dr. ThomPsonS Sersenpttlver, Marke Schwan, die Gunst der Hansiraucn erworben. Minderwertige Nachahmungen sindung ab, die das jetzige weiße Zigarettenpapier durch em au5 türkischem Tabak hergestelltes Papier ersetzt. Letzteres, dem ber Name „Aplex" gegeben worden, besitzt nicht, wie auch bereits von hervorragenden Aerzten anerkannt worden, die schädlichen Eigenschaften des bisher verwendeten Papiers und beeinträchtigt auch nicht den Geschmack und das Aroma des Zigarettentabaks. Nebcrdies brennen Zigaretten mit einer Aplexhülle tadellos gletch- mäßig, sind von großer Gliinimäkugkeit und haben eine haltbare, glatte, meiste Asche. Tas sind Vorzüge, die bei uns zu einer immer größeren Verbreitung des Zigarettenrauchens beitragen werden und damit der Erfindung auch eine große Bedeutung ür die deutsche Zigarettenindustrie verleihen. * 3 ur Erforschung der AffensPrache. Aus Loudon v^ird berichtet: Ter durch seine Studien _iihcr die Affensprach c bekannte amerikanische Naturforscher Professor Garner begibt sieh jetzt wieder nack Westafrika, nm mit Hilfe eines Grammophons seine Beobachtungen über die Assensvrache in den Urwäldern fort'.usetzen. Aus das Studium der Affensprache wurde Garner zuerst durch das seltsame Benehmen einiger Assen gelenft, die sich mit einem wilden, rotnasigen Pavian in einem Käsig befanden: er beschloß daher, den Versuch eitler, Uebertragung d"r geänderten Laute zu machen. Seit iener Zeit bat er viel Mühe und Geld darauf verwandt und in einem eisernen vergitterten Käfig verborgen, schon viele einsame Stunden in den afrikanischen Dschungeln angebracht. Er behauptet anck, daß er bereits wertvolle wissenschaftliche Ergebnisse erzielt hat, und das; sich die Affen durch Worte, nicht durch Zeichen verständigen. In einem Briefe an seinen Bruder in Svdneh schrieb er: „Ich habe fast 200 Affenworte niederg-'schrieben. Einiae phonetisch buchstabierte sind: „Achiui", was Sonne. Feuer, Wärme nsw. b-deiitet, „kukckg" gleich Wasser. Regen, Külte: „goschkn" gleich Nahrung, die Handlung deS Essens. Du siehst daraus, daß die Sprache sehr Primitiv ist, es sind vielleicht nur noch zwanzig ober dreißig Worte, die ich noch nicht habe."^ Nachdem er die Affen in einer Menagerie studiert hat, erklärt er, daß der Unterschied Zwischen den Tieren in der Gefangenschaft und in der Freiheit ein ganz bedeutender ist. Eine Gemeinsprache gibt es nach seiner Behauptung nullst. und die Affensprache hat viele fflb'-rtcn wie die menschliche Svrackie. £ tr (fit i (fi e Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südankage). Samstag den 2 6. August 1905: Vorabend: 7.00 Uhr. Morgens 8.30 Uhr. Predigt. Nachmittags 4.00 Uhr. Sabbathausgang 8.05 Uhr. Israelitische Religionsgesellschaft. Gottesdienst. ©nbbotbfeier ctm 26. August 1905. Freitag abend 6.55 Uhr. Samstag morgens 8.00 Uhr. Predigt. Nachmittags 4.00 Uhr. Sabhathansgang 8.10 Uhr. Wochengottesdienst: morgens 6.00, abends 7.00 Uhr. Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 22 Aucmst 1905. Verini-ehte». • Kaierde (Herzogtum Braunschweig), 19. Aug. Vor etwa 14 Tagen wurde hier der Landwirt Jörns erschossen aufgefunden, und man nahm an, daß Selbstmord vorliege. Inzwischen entstand der Verb acht, baß ber Sohn des Jörns seinen Vater erwürgt, dann ihm durch den Kopf geschossen uub bie Flinte bei der Leiche in solche Stellung gebracht habe, daß auf Selbstmord geschlossen werden konnte. Gestern wurde nun die Leiche wieder ouSgegraben und die Untersuchung muß wohl Anhaltspunkte für den Verdacht ergeben haben, denn der Sohn wurde sofort verhaftet. Er bestreitet indessen die Tat. * M e i r i n g c n, 23. Ang. Beim Wieg von der Dosse n - Hütte hcninglücfte gestern abend ein im Rosenlaubhotel sich anf- baltcnder Herr Winter ans England. Er war von Herrn Edwards begleitet. Winter war sofort tot. Seme Leiche wurde heute morgen hierher gebracht. Frau und Kinder des Verunglückten weilen in Mncrrcn. * London, 23. Aug. D e r H e r z o g v o n M a n ch e st e r erhielt bei einer A n t o m o b i l f a h r t in Irland von emeir Bauer, dessen Pferd scheute, Stockprügel. * Basel, 23. Aug. Abends stürzte der Dach st uh eines Hauses in der Hegenhcimerstraße ein. Von den elf beschäm tigten Arbeitern wurden sieben schwer verletzt. Einer ts später im Spital gestorben. * Mailand, 22. Aug. Die Eröffnung des Smtplon- l l Höchste Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M. Fleischpreise in Gießen 1 Ochsen Kälber 1 Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 77-80 Mk. ', Kg. Schlachtgew. 86—90 Pst V, „ „ 75 u '/, Kg. 72-82 Pfg. '/, , 70-80 , */, „ 76 86 „ Getreidepreise in Mannheim Brotpreise in Gießen f Weizen 100 Kg. 17.20—17,30 9)1 f. l. Roggen (neuer) 100 Kg. 14,60—14.70 Mk. Weißbrot 2 Kg. 52 Pfg. Schwarzbrot 2 Kg. 48 Pfg August 1905. Barometer am 0° reduziert -4-einpeuuiu der Luft Absolute Feuchttgkeit Relative Feuchtigkeit Wiudricktuna £ E A Wetter 23. 2“ 746,6 + 19,8 8,7 51 WNW 4 Bcw. Himmel 23. 9’6 747,8 4-14,2 8.9 74 WSW 2 Klarer Himmel 24. 7-b 748,3 +10,2 7,7 83 still Sonnenschein Haft. 1M6. 7.00 Uhr. preist in Gießen 1 Mit der Hoffnung, auch diesmal in meinem Unternehmen unterstützt zu werden zeichne 4389 7 Frühobst- Versteigerung Schirme ZSZ " Deulsthe erslkl. Solidana-Fahrrader Reparaturen zwar: Bäumen am Heinrich Sack, 19 MsrktslrÄ 19 öffentlich meistbietend versteigert. [Wieder eingetroffen: Hochfeine französische 88 Tafel-Trauben 0 8 Pid.-Körbchen Mk. 3 — Gebrüder Berdux W Babnhoiskraße 27 Vinöeitplag 12. 4368 ra i 8 I I umit s 8 8 I -ö Wetter kommenden Mannschaften haben L« BrennshrfF- Binde und OctSfeuerlöschordnung abzuliefern. Ter Branddirektor: Traber. B”/. Vermittler gesucht gemäß 2lrt. 13 der Landesfeuer- 368 Ziffer 8 des Reichs-Strast schnell und billig in eigener Werkslätle. b Frucht Brotpreise ist am B“/. Krosdorjerweg Wieseckerlveg alten Sleinbacherweg Lulherberg Lärchemvaldchen — Die Zusammenkunft Versäumnisse werden löschordnung und nach § gesetzbuches geahndet. Dte zur (Lntlaffung von 11 , 8 , 4 , 2 „ 4 PsßpM-AdreW mit Krma ue>< biU'.flfi Srützl'iche Untverfltäts-Vruäeret. Sichen. chiuligc» 1.__— en. inbe. lanfogt), 905: auf Wunsch Tcllzahluutr. Anzahl. 20, 30. 50 M. Abz. 8—15 M. mon. Belchirader von 64 M. an. Zubehörteile spottbillig. v ..verbrauch 5^^/2-l/2Phe.per Shmde Kostenanschläge kostenlos. käuflich erworben habe, außen neu renoviert und im Inneren umgebaut und 2 Lokale, der Neuzeit entsprechend eingerichtet habe, und bin daher in der angenehmen Lage, meinen werten Gästen einen angenehmen, lieblichen Aufenthalt zuzusichern. Ich werde, wie seit langen Jahren, denselben prompte und aufmerksame Bedienung zuwenden. Fahrräder, Nähmaschinen, Silbergegenstände re. JRichard Buchacker, General-Vertrieb Gieße«, Reuen Baue 11. Daselbst 11 Lose für Mark 10.- (Porto u. 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August, nachmittags 3 Uhr beginnend» werden die Frühbrraeu von den städtischen Bäumen und * m -chivav' . ’ie QU(zOc,Tn btt äSs v Ä •1 uns?!ltb?rc. "henz £ e,net lORc tfl9en R Deutung 5'n 5(1,5 So» KZ " .M, L, Morine uffn •■Qoitfi’fu" at.;, , bot(1«5, daß die LtLL S'S , „ 93. August, '"'der bie^n ®e* ' a"§ HöckiAebot "0. -"' "L tzond >ble Preis von t lir6bLr wp Anlage eme ®ert StöMJdjt pMlsnrmkst Dienstag, den 29. August d. I., abends 8 Uhr auf dem Brandplatze am Turmhause: Appell aller alten und ntuen Mannschaften. | ß l 4 fSss* • ass*» Giessen Hotel-Restaurant-Erfiffnuug Verehrlichem Publikum, werten Freunden und Bekannten zur gefälligen Mitteilung, daß ich das Bestauraut vormals Philipp Bauerg Bahnhofstrasse Rg. 72-82 W 70—80 , ' 76 86 ,—. reife in ließen rzbrot 2Ksi- Die beliebten Giessener Fferde- I ä©tüd Mk. 1.—- Lüdu Ziehung 7. 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'MV SQ e J C « 70 O - — C G *■"* ’S' m c : -2 o : -- «ft *2 'S* S «S ^.>g- NZR- ^C. c = E *^7 =£ •CD - r. - o —. c ä © *2 C? -ä; G ?cä?s w CDjj ft. i? c yD o — _C?? E c ~ o © 00 «r> ’Z — E^_o<3-^co'c,o — S & M <5)--r K (9 hohc° 03 b 2 " C 2 «Q S4S. u - « e d co _C o E . xGVTx -*-• «ft ' ..-®SuVc r t« «h« Via?u? Durch Zusammenlegen von 2 Stockwerken mittels Uediuguna. cinzusehcn «ahn- Gerbindung einer separaten Treppe können die schönsten Hofstraße 38, ii. [4369 ”S” Ni »itWW h v , I (300 hl Bier), schöner Garten und Näheres Baugcschäft XlMltlt, Hosmannstr. 14. Kegelbahn umsländehalb. zuverk. I Schriftl. Meldungen unt. 05o63 Ian den Gießener Anzeiger erb. 97 622 95 750 857 925 M 5 5019 80 81 127 249 59 329 540 51 60 94 616 47 746 5 6020 22 24 159 243 51 74 320 453 589 662 97 797 804 [2001 27 42 57002 ' 250 58 84 802 98 422 36 46 537 839 58 62 71 58029 86 135 41 75 90 92 336 486 602 [2001 724 855 59050 111 53 87 227 881 88 [200] 76 561 605 [10 000] 27 66 91 712 908 61 84 60046 65 66 99 143 94 210 12 41 71 390 411 22 586 608 32 73 896 917 [2001 52 64 79 99 61062 74 77 121 50 253 76 304 48 85 400 5 95 571 98 609 52 66 718 84 869 88 [200] 912 36 52 59 97 62'»37 41 58 108 69 94 235 87 48 81 82 326 45 403 34 90 97 507 62 78 651 58 761 78 83 811 79 906 6 8040 42 47 56 69 93 120 76 [200] 84 86 91 274 366 423 42 53 509 27 608 18 702 56 91 95 890 923 45 64016 80 54 81 119 87 202 23 47 49 301 8 27 450 84 514 643 707 55 58 60 65 807 10 50 [200] 909 65120 62 74 [200] 96 295 448 68 76 77 611 26 74 80 692 757 89 853 65 957 99 6 6048 52 135 56 68 203 16 62 377 99 619 67 621 813 955 94 67028 34 87 [200] 164 216 [200] 18 74 77 81 86 302 97 567 629 781 820 987 66014 19 71 89 111 81 206 75 347 411*28 46 55 500 18 648 65 735 81045 939 52 69045 1671200] 846 65 89 [200] 438 524 636 80 785 86 950 70051 72 193 218 87 325 39 47 63 456 508 26 68 620 71 719 39 [2001 52 910 15 92 71035 68 82 104 205 72 [200] 64 71 355 86 400 18 16 687 69 725 71 91 826 41 76 916 42 [200] 65 94 72012 40 94 257 77 800 74 84 96 464 518 79 641 57 98 826 66 67 93 964 72 73206 19 36 85 92 476 509 18 47 67 [2501 68 [ 200 ] 629 43 79 85 781 815 63 93 950 74060 81 88 111 48 65 81 217 878 449 92 507 23 61 98 633 34 728 53 605 [400 u. e. Pr. v. 75 000] 82 99 807 67 [250] 910 46 30032 85 86 117 268 [1000] 338 453 62 507 28 43 639 853 81040 80 98 174 226 45 61 66 361 568 608 45 61 74 77 703 8 23 34 805 19 914 82047 53 152 89 211 29 50 62 73 74 83 [250] 322 36 403 561 84 605 34 35 68 765 807 11 24 42 45 50 960 83073 [2a0] 120 241 470 513 43 92 699 [400] 721 27 52 832 82 987 34034 77 116 60 75 207 25 94 398 452 65 616 78 91 602 |20Q) 94 708 43 73 800 6 36 71 941 wozu freundlichst einlabet 05591 Gottlieb ErnstJ n .----------------------------——---------------- sind alle Hautunreinigkeiteu u. I J Sonntag, den 27. und Montag, den 28. August 1905 Hautausschläge, wie Mitesser, ° Zinnen, Gesichtspickel, Hautröte, V|ll K-lbol-WchMsel-Seisc y zu [05580 Großcn-Bustck 60 09 703 78 855 947 54 57 ~ o 80016 124 31 248 91 410 55 527 77 80 96 605 63 717 24 858 79 81072 76 198 256 397 412 669 784 44 77 78 87 89 802 28 " """ „„ .. 82036 138 67 [ 200] 393 472 565 641 74 89 807 923 78 69 79 209 10 52 73 [2001 380 508 26 97 617 27 95 719 45 59 84059 91 168 [200] 248 65 313 64 444 45 [200] 55 534 41 620 Turnfest wozu etgebenft einladet [4381 Gastwirt L. Schlierbach™ Für Speisen und Getränke wird hinreichlich Sorge getragen. Betreffend: Wie oben. m Auf die Einwendung mehrerer beteiligter Grundeigentümer hin hat das Schiedsgericht durch Urteil vom 11. April If. Js. bestimmt, daß eine nochmalige Zuteilung der Gewanne 31, 82, 84 | zu 4287 unb 9. SeptemberI Salaten und Majonnaiseu. !f. IS. liegen als Ergebnis dieser neuen Zuteilung auf dem Ge- meurdehaus zu Heuchelheim ziir Einsicht der Beteiligten offen: ' eine Zuteilungskarte, ä. ein Zuteilungsverzeichnis, 3. die Gütergeschosje nebst Zusammenstellung, ' ein GeldausgleichungsverzeichniS, ein beglaubigter Auszug aus dem Urteil des Schiedsgerichts vom 11. April ls. IS. I Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet H f VI4 U. VIIV- statt: Montag, den 11. September lf. IS., borui. von 9 bis Neue Kartoffeln, L Ztr. 3.50 Mk., 10 Uhr im Gemeindehaus zu Heuchelheim bei Gicßeu, wozu einzeln per Pfund 4 Pfg. ich die Beteiligten unter dem Anfügen entlade, daß die Nicht- 0-561 Neuenweg 33. erscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Eimveiidiiiigen — — ~ ------—— find schriftlich abzufassen, zu begründen und aus Pap.er in Alten- MMIMle ennboU^tmm aroße [mindestens l/. Bogen) emzureichen. • x ^ureimholz rann 9 Friedberg, den 17. August 1905. B“/, 8U lederTageszett bei mir abgeholt Der Großherzogliche Feldbereinigungskommissär: und SelnfeU werden. 4215 gez. Spanier, Kreisainimann. vcijeuocin B 0 I Zimmergeschält, Schottstraße 19. [250] 97 814 911 35 49 56 [200] 17032 60 77 130 207 11 85 419 97 541 42 53 63 95 617 28 99 705 [250] 12 20 66 75 [200] 803 73 903 13 20 18059 [200] 115 29 32 87 88 219 86 93 889 462 89 635 62 616 18 36 723 88 99 886 10014 52 62 173 messet-, 6 mm stark zu verkaufen bei Jakob Kuhl, Crumbach, Post Nodheim a. d. Bieber. [05543 Visitenkarten liefert rasch and billigst ßrühlscbe Uolv^Drackerd. Neuerbautes Geschäftshaus in günstigster Lage hiesiger Stadt, komfortabel eingerichtet, ist preiswert zu verkaufen oder zu vermieten. Schriftliche Meld, unter 4386 an den Gieß. Anz. erb. wMOMer zll Dcrfnufcn 1 Sofa, 1 Bettstelle m. Matratze, 2 Rohrsessel, 1 Tisch und verseh. Haushallungsgegenslände. [05451 Lollar, PoUgebäude, 3. 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