Nr. 67 Montag, 20. März 1905 155. Jahrg. ie Sä^vieriokeiten vermieden. Der Gedanke der Nutzbarmachung der Reichsbank für den überseeischen Geldverkehr ist nicht neu. Schon 1884 hat der damalige Reichsbankpräsident von Dechend sich mit der Deutschen Bank und der Diskontogesellschaft deswegen in Verbindung gesetzt; es handelte sich damals um den Verkehr mit den überseeischen Gebieten. Das Projett erfreute sich des persönlichen Interesses des Fürsten Bismarck. Aber ttotz zweijähriger Verhandlungen und des größten Entgegenkommens der Banken zerschlug es sich schließlich. Eine Reichsüberseebank ist nicht zu realisieren. In der letzten Zeit ist es gelungen, bei der deutschen Großfinanz eine größere Geneigtheit für die Errichtung von kolonialen Banken zu finden. Für Ostafrika liegen ja die Dinge besonders schwierig. Ohne erhebliche Zuschüsse ist die Tätigkeit einer Bank da nur möglich, wenn sie in Anlehnung an Handelsfirmen errichtet wird, die bereits dort ihre Niederlassung haben. Die Vorteile aus der Notenausgabe werden nicht sehr erheblich sein. Für die ersten Jahrzehnte wird der Notenumlauf, da. die Eingeborenen an Papier nicht gewöhnt sind, außerordentlich geringfügig fein. Das Interesse des Reichs ist aber dabei in jeder Weise gewahrt. Ein lokales Institut, das außerdem durch die Beteiligung großer Handelsfirmen Fühlung mit dem Geschäftsleben der Kolonie hat, kann sich in seinem Geschäftsverkehr 'ben örtlichen Bedürfnissen leichter anpaßen als eine Reichsüberseebank. Außerdem bedeutet die Kolonialbank keinen Schritt weiter auf dem Wege der Heranziehung des deutschen Kapitals für die Entwicklung der deutschen Kolonien, und gerade dieser Gesichtspunkt ist außerordentlich wickftg. Wer die Zurückhaltung unseres Kapitals beklagt und es bedauert, daß sehr häufig für koloniale Unternehmungen auf ausländisches Kapital zurückgegriffen werden muß, der sollte nicht dort Schwierigkeiten machen, wo das deutsche Kapital sich für Unternehmungen in unseren Kolonien interessiert. Wie die Mrogoro-Bahn diese Bank nach sich gezogen hat, so hoffen wir, daß diese Bank andere wirtschaftliche Unternehmungen in unseren Schutzgebieten nach sich ziehen wird. Gewiß sind zwei Bankinstitute bester als eins, weil da die Monopolstellung fortfällt, aber eine Bank ist doch bester als keine Bank. (Beifall.) Geh. Legationsrat Seitz äußert sich über die Frachtsätze der subvenftonierten Dampfer nach den Kolonien. Die Höhe und die Verschiedenheit der Satze erkläre sich aus der Besckzafienheit der in Bettacht kommenden Häfen und der mehr ober minder großen Schwierigkeit des Anlaufens. Gleichwohl habe die Gesellschaft Maximal sähe festgesetzt, die um 10—15 Prozent niedriger sind als die Sätze für den Durchgangsverkehr. Der Sender müste sich aber vor Absendung der Güter sachgemäß informieren; wenn er dies nicht täte, käme er freilich zu Schaden. Abg. Dr. Paasche (nl.): Bei der Geschäftslage des Hauses will ich auf längere Ausführungen verzichten, obwohl ich. auch eine Masse Material !)abe. Auf Grund dieses meines Materials komme ich aber zu einer ganz andern Beurteilung unserer Kolonialvolittk als der Abg. Erzberger. Ich glaube, zu so scharfen Angriffen liegt keine Veranlassung vor. Im Gegenteil, in unseren Kolonien sind schon zahlreiche Keime einer gesunden Entwicklung gelegt, die hoffentlich reiche Früchte tragen werden. Nun will ich noch kurz auf einzelne Fragen eingehen, bie hier angeschnitten worden sind. Die Frage des Münzwesens könnten wir hier füglich lassen. Geh. Legationsrat Helfierich legte bar, weshalb es zweckmäßiger gewesen sei, an dem Rupiensystem festzuhalten. Das muß uns wohl genügen unb es ist überhaupt nickst richtig, daß, nachbem wir stillschweigend das frühere gutgeheißen haben, wir jetzt so scharfe Kritik daran üben. Ich gehe also darüber hinweg. Des längeren verweilen muß ich bei der Bankftage. Ich kann Herrn Erzberger nur sagen, ich würde es nicht für ein Glück halten, wenn die deutsche Reichsbank in Ostaftika Filialen hat, Nebenstellen einrichten unb ihre Beamten dorthin setzen würde, denen sie bestimmte Insttuttionen aeben müßte usw. Das. was sich bei uns in Deutschland selbst bewährt, wo neben der Reichsbank noch eine Fülle selbständiger Banken eriVHert, die in der Reichsbank nur eine Zentralstelle erblicken, würde in Staaten wie Ost- afrifa mit dem langsam sich entwickelnden Verkehr nicht am Platze sein unb was haften wir beim schließlich davon, wenn eine selbstständige Reichs-Ostafrika-Bank geschaffen Ware? Auch bie jetzige Ostaftikabank steht ja zum größten Teil unter Kontrolle des Reichs. Die Hälfte des Reingewinns über 5 Prosen! fällt dem Reich zu. Die Notensteuer ist genau so wie bei unserer Reichsbank. Ich wüßte wirklich nickst, worin der Unterschied für das Reich bestehen sollte. Wtt haben bie gleichen Vorteile, die wir mir haben könnten, die wir auch sonst hätten, und sind von allen Nachteilen verschont. Eine solche Bank, wie wir sie jetzt konzessioniert haben, ist von den Kolonisten längst gewünscht und eine Privatbank ist mich bester im Stande, den dortigen Verhältnissen gerecht zu werden als dies Beamte tun können, die doch keineswegs frei handeln können. Wenn bie großen Banken bei uns im Stande sind, die Führung des industriellen Lebens zu übernehmen, so wird diese Bank auch in Ostaftika dazu imstande sein, und das Recht zur Notenausgabe, das Herrn Erzberger so sehr zu ttänken scheint, faste ich gar nicht als ein Privileg auf, sondern nur als eine Erleichterung des inneren Verkehrs. Eine Konkurrenz anderer Banken ist ja jetzt keineswegs ausgeschlossen. Aber auch den anderen Banken wird es lieb sein, wenn sie dort schon eine Notenbank vorfinden, die in die dortigen Verhältnisie sich eingearbeitet Bat; kurz, wir können mit der Entwicklung ganz zufrieden sein. Es ist dadurch die Möglichkeit, deutsches Geld in den Kolonien an.zulegen, in ungewöhnlichem Maße gewahrt. Der Abg. Erzberger meinte, erst hätten wir der Ostafrikagesellschaft das Privileg abgekauf! und jetzt hätten wir.es wieder erneuert. Davon ist doch gar keine Rede, und schließlich, was würde bei den großen Summen, um die es sich hier handelt, es auch auf die paar 100 000 Mark ankommen? Es ist viel von der Entwicklung des Kolonialrechts gesprochen worden. Die Lobsprüche, die man ihr heute schon spendet, sind meines Erachtens nur cum grano salis aufzufassen. Daß man sich darin übt, die bestehenden Verordnungen usw. für die Kolonien jurisftfch zu analysieren, das mag ja zur Stellung des jurisftschen Geistes ganz gut sein, aber in diesem Sinne möchte ich das Kolonialrecht nicht ausgebaut sehen. Wenn jede kaiserliche Verordnung oder jedes Gesetz, das für die Kolonie erlassen wird, das Opfer spitzfindiger Konsttuttionen wird, so hat das wenig Wert. Das Kolonialrecht sollte vielmehr selbständig ausgebildet werden int Anschluß an die wirtschaftliche Entwicklung der Kolonien selbst. Das Kolonialrecht sollte also weniger entwickelt werden de lege lata, als vielmehr de lege ferenda, und in diesem Sinne sollte man auch geeignete Lehrkräfte an unseren Universitäten heran- ziehen. Es braucht dies durchaus nicht an jeder Universität der Fall zu fein. Manche Universitäten sind hierfür besonders geeignet, z. B. Kiel, wo der rege Verkehr mit den Marineoffizieren wertvolle Anregungen bieten könnte. Ich beschränke mich auf diese kurzen Ausführungen. Ich hoffe, daß alle Anregungen, die hier gegeben werden, vom Kolonialamt reiflich erwogen und mit gesundem Sinn für die Wirklichkeit ausgeführt werden, damft uns anderen hier die Freude an bet Bewilligung kolonialer Ausgaben nicht schwindet. (Lebh. Beifall b. d. Natl.) Abg. Dr. Südekum (Soz.): Wir stehen bezüglich der Kolonien noch immer auf demselben Standpunkt. Energisch wenden müßen wir uns gegen bie Begünstigung des Großkapitals bei den Kolonien, hat sich doch schon ein wahrer Kolonia!-KaVitalismus heraus- gebildet. Die Großkavitalisten ziehen jetzt schon Millionen, direkt oder indirekt, aus den Kolonien. Denken Sie nur daran, waS z. B. Woermann an den Truppentransporten verdient hat! Doch sichet tausendmal mehr, als die Summe beträgt, mit der er sich an den Kolonien beteiligt hat. Unsere Kolonialverwaltung hat bisher noch stets versagt, den südwestafrikanischen Aufitand hätte sie voraus- sehen müssen und hat es nicht getan. Und allem Anschein nach droht jetzt auch in Ostafrika ein Aufitand. Darauf deuten alle Anzeichen hin. Abg. Frhr. v. Richftwfen skons.): Ich nehme an, daß wtt bt> diesem Etat nur in der stillschweigenden Voraussetzung so eingehend debattieren, daß wir bet den anderen Kolonien schweigen. Die Verhältnisse in Südwestafrika können wir am besten bei dem Nachtragsetat besprechen, der in wenigen Tagen kommen wird. Ich Balte es aber für meine Pflicht, hier airf die Taten unserer tapferen Truppen hinzuweisen, die sich in Südwestafrika unter den schwierigsten Verhältnissen so hervorragend tapfer geschlagen haben. (Beifall.) Wir haben nun einmal Kolonien, unb meine Freunde sind bereit, alles zu bewilligen, was für die Kolonien nötig ist zur gedeihlichen Wetterentwicklung, namentlich auf dem Gebiete der Eisenbahnen. Abg. Dr. Arendt (Rpt.) findet nicht, daß in Ostaftika mit einer ernsten Aufitandsgefahr zu rechnen ist. Immerhin zeigt die Bemerkung des Abg. Dr. Südekum, von welch ausschlaggebender Bedeutung der Eisenbahnbau für Deutsch-Ostaftika ist. Daß der Abg. Südekum über die guten Geschäfte des Kapitals m Afrika Sagte, zeigt doch, daß in den Augen der Sozialdemokraten die wirtschast- liche Entwicklung der Kolonien nicht mehr so schlecht sein kann, tote ehemals, als die Sozialdemokraten das Kapftal vor den Kolonien warnten und „Taschen zu!" rufen. Leider hat Dr. Südekum noch keineswegs recht, mtt den guten Geschäften der Gesellschaften in Aftika hat es vorläufig noch gute Wette. Doch hoffe ich zuversichtlich auf die Zukunft. Die Bedeutung der Kolonien fit zweifellos im Wachsen be* griffen. Vor allem muß ihre Selbstverwalttmg gekräftigt werden: das ist die erste Bedingung für gutes Gedeihen. Daß man der Hamburg-Amerika-Linie in Sachen der Tarife möglichst auf die Finger sieht, dafür bin ich auch. In der Münzftage bin ich a; berer Ansicht als Herr Paasche. Wtt haben die Rupienwährung ieines* Wegs sanktioniert, wtt sprechen ja heute zum ersten Male darüber. Uno da muß ich dem Abg. Erzberger recht geben: es wäre viel besser, wenn toir die Reichswährung dort häften! Auf jeden Fall ist das jetzige System ganz verkehrt: daß man de facto eine neue Münze cingefübrt hat, die zwar Rupie heißt, tatsächlich aber einen ganz anderen Wert als die indische Rupie besitzt. Die neue Rupte hat auf keinen Fall einen Zweck. Und dieses überflüssige Heber# oanasstadium erleichtert nicht etwa, sondern erschwert gerade bie Einführung der Reichswährung. In der Bankftage kann ich Herrn Erzberger nicht beistimmen. Die Reichsbank wäre dort nicht am Platze. Eine andere Frage ist es, ob man nicht dort ehr staatliches Bankinstitut Batte einrichten können. Haften aber gerade die Freunde des Herrn Erzberger einer solchen Vorlage xn* gestimmt? (Abg. Erzberger ruft: Ja!) So? Nun, das ünrb man sich an den maßgebenden Stellen Wohl ad notam nehmen. Abg. Erzberger (Zentt.) hat sich über die Rede des Abg. Dr. Paasche sehr gewundert: er (Erzberger) soll die Kolonien scharf kritisiert Baben? Keine Spur! Im Gegentell, er habe seine ä&> weichende Meinung nur ttn Interesie der Kolonien zum AuÄ>ruH gebräckst. Herr Paasche sei ja päpstlicher als der Papst. Hiermtt schließt die Disttlssion. Der Etat für Ostafrika wird nach den Vorschlägen der Kommission bewilligt. Beim Etat für Kamerun führte Kolonialdirektor Dr. Stuebel aus: Ich habe vor einigen Tagen ein Telegramm des Gouverneurs aus Kamerun erhalten, worin er mtt mifteilt, daß sich dort eine gewisse Unruhe zeigt. Die den betteffenden Landesteilen zur Verfügung stehenden Truppen werden nicht für ausreichend gehalten, um Ruhe und Ordnung aufrechtzuerhalten. Ebensowenig wird es für angezeigt erachtet, auf anderen Stationen stehende Abteilungen hinwegzunehmen. Er verlangt daher eine Vermehrung der Schutztruppe um zwei Kompagnien. Die Maßregel wird als sehr dringend bezeichnet, da die Kolonialverwaltung die Verantwortung nicht übernehmen kann, durch die Ablehnung dieser Maßregel Gefahren heraufzubeschwören. Die bedauerlichen Vorgänge in Süd- westaftika mawen heute dem Gouverneur und der Kolonialverwaltung größte Vorsicht zur Pflicht, selbst in einer Kolonie wie Kamerun, wo Vorgänge im Umfange wie in Südwestafrtta seither für ausgeschlossen gehalten wurden und auch ausgeschloffen sind. Es sollen deshalb die nötigen Mittel für die Verstärkung der Schutz - truppe im Ergänzungsetat für 1905 gefordert werden. Ich mochte dem noch hinzufügen, daß nach einem inzwischen ottigettoffenen weiteren Telegramm des Gouverneurs mttgeteilt wird, daß bie Ruhe nirgends gestört ist und daß auch alle Vorkehrun- gen getroffen sind, damit die Ruhe in Zukunft nicht gestört toirb- Der Etat wird ohne weitere Debatte bewilligt. Beim Etat für T o g o tritt LAg. Roeren (Ztt.) für eine Aufbesserung der Pension^ der etatsmäßigen Kolonialbeamten ein, und weift die Angriffe zurück, die gegen die Missionen in einem Berliner Blatt erhoben sind. Ferner erhebt Reoner gegen eine Anzahl von Beamten schwere Vorwürfe. Diese Beamten könnten sich freuen, daß sie in Aftika bei den Wilden und nicht in Deutschland wären, da sonst die Sttafiustiz längst eingeschritten wäre. Namen toolle er nicht nennen unb auch nicht auf Einzelheiten eingehen, da die EinzÄ- heiten sich der Wiedergabe entzogen. Kolonialdttettor Dr. Stuebel: Die Verwaltung legt bat größten Wert auf ein gutes Verhältnis zwischen ihren Beamten und den Missionen, wenn dieses Verhältnis geteübt werden sollte, wird Remedur eintreten. Der Wert der Missionen wttd von unS nicht unterschätzt. In der Auswahl der Beamten wttd die größte Vorsicht geübt. Aber für alles, was die Beamten tun, kann man uns nicht verantwortlich machen, denn wtt können den Beamten, nicht ins Herz sehen und kennen sie nur aus ihren Papieren. Darin, daß die Beamten, die, in .der Heimat in einem gewißen Milieu der Moral gelebt haben, sich in den Schutzgebieten eine besondere Moral angewöhnen, liegt eine gewiße Schwierig kett, auf die man Rücksicht nehmen muß. Abg. Ledebour (Soz.) meint, die Beamten sollten in den Kolonien die Blüte der europäischen Kultur darstgllen und sich nicht eine besondere Kolonialmoral angewöhnen. Redner krttisiert bann 9fnyfrng, trenn nicM nnber? bemerkt, abeiiM nm 7 llfrr. man heute nur noch die MvrrliA zur Hautpflege geeignetste 1TJLJ 11 IlVllUSÜHÜ. w zranoerroerüitngen NMgs ver Togovahn, man foUte da? Land nicht den groben Gesellschaften überlassen, sondern den Negern •tüiebcrgebem" Damit schließt die Debatte. Der Etat wird bewilligt. Zu dem Etat für S ü d w e st a s r i k a schlägt die Budget- komnussion eine Resolution vor, betreffend Einsetzung einer Kom- misston au? Mitgliedern de? Reichstages und kolonialer Sach- -verständiger behufs Prüfung der Rechte und Pflichten und der .bisherigen Tätigkeit der Land- und Bergwerksgesellschaft in Süd- ,westasrika. Abg. Sattmann (Antis.s hält im ©inne dieser Resolution eine nähere Beleuchtung der betreffenden Verhältnisse für unerläßlich und kritisiert die dem Hause vorgelegte Denkschrift als nach den verschiedensten Richtungen hin lückenhaft und tendenziös. Ebenso wie dieser Redner üben Kritik an dem Treiben und den Vorrechten der Land- und Minengesellschaft und an dem Verhalten der Kolonialverwaltunq ihnen gegenüber itoch die Abgg. Erz- berger und Ledebour. Abg. P a a s ch e (nl.) nimmt die Kolonialgesellschaft in Schutz und bittet, baldmöglichst ein neues Berggesetz in Kraft treten zu taffen. Kolonialdirektor S t ü b e l stellt eine neue Bergverordnung in Alls sicht. Nach einer weiteren Debatte wird der Etat für Südwestafrika genehmigt und die Resolution angenommen. Debattelos werden erledigt die Etats für Neu-Guinea, die Karolinen und M a r i a n n e n, ebenso nach unwesentlicher Debatte Samoa, sowie die Titel für die kolonialen Reichszuschüsse im Etat des Auswärtigen Amtes. Montag 1 Uhr: Militäretat und Friedenspräsenz nebst Festlegung der zweijährigen Dienstzeit. Schluß gegen halb 7 Uhr. bewährteste Nahrung für J i 2 fuhr dann fort: »Mr sind es dieser Nation schuldig, dafür zu sorgen, daß sie ein Heer hat, das einen so guten Dienst leistet, wie irgend eines in der Welt. Aber wir können das nicht durchsetzen, wenn wir Mannschaften nicht in Massen ausbilden." Schließlich erklärt der Präsident: „Unsere Nation wird tveder den Isthmus-Kanal noch seine Inseln im Meere preis geb en und darin liegt ein Argument für die Verstärkung unserer Machtmittel." längerer, unwesentlicher Debatte, in welcher die Syn. Hofmann, Lühl, Stamm-Stockstadt, Wahl-Langen und Bernd eck für den Antrag eintreten, während Synodale I). Schlosser-Gießen, Schaub, Tr. Melior und Wahl-Schlitz erklären, daß sie die Sache für zu geringfügig hielten, um deshalb eine Verfassungsänderung vor- zunehmen, wird der Antrag mit erheblicher Mehrheit an* genommen. Die Vorstellung des Pfarrers i. .P H o f m a n n - Gießen nm anderweite Regelung seines Ruhegehaltes wird dem Antrag des Ausschusses entsprechend abgelehnt. Eine längere Debatte ruft noch die Eingabe des Dekanatsausschusses Reinheim, die Einschränkung der Feldarbeiten an Sonntagen während der Erntezeit hervor. Oberkonsistorialpräsident D. Buchner erklärt sich mit dem Äusschußantrag einverstanden. Nach längerer Debatte, an der sich besonders die Syn. U. Schlosser, Wahl-Langen, Römheld u. a. be-. teiligten, wurde der Msschußantrag dahin abgeändert: „Landessynode ersucht das Großh. Oberkonsistorium, bei den Zuständigen Stellen wiederholt mit allem Nachdruck aus eine strengere Beobachtung der zum Schutz der Sonntagsfeier bestehenden Bestimmungen hinzuwirken." Dieser Antrag wird einstimmig angenommen und darauf die Sitzung geschlossen. Nächste Sitzung: Montag vormittag 10 Uhr. -ic Ein Antrag der Abgg. Tr. Lu cins-Mainz und Gen., die Ergänzung der Verfassung der evangelischen Landeskirche des Großherz^gtums Hessen durch Einführung eines § 107 a betreffend, lautet: Die Synode wolle beschließen: daß in das Edikt vom 6. Jan. 1874 die Verfassung der ev. Landessynode für das Großherzogtum Hessen, § 107 ein neuer Paragraph folgenden Inhalts eingefügt werde: Die Landessynode hat das Recht, durch Abgeordnete, die sie aus ihrer Mitte wählt, an einer etwaigen (synodalen) Gesanrtvertretung der deutschen evangelischen Kirchen teilzunehmen. Ter Dekanatsausschuß des Dekanats Reinheim hatte den Entschluß gefaßt, durch Vorlagen an Großh. Oberkonsistorium und die betr. Kreisämter dahin zu wirken, daß die immer mehr zunehmenden Sonntagsarbeiten auf dem Felde wieder mehr eingeschränkt werden und die Synode zu bitten, dahin zu wirken, daß die Feldarbeiten zur Erntezeit nur in einem wirklichen Notfälle vorgeuommen werden dürfen. Infolge dieses Antrages schlägt der dritte Ausschuß vor, die Landessynode wolle Großherzogliches Oberkonsü« storium ersuchen, bei Großh. Ministerium des Innern wiederholt mit allem Nachdruck auf eine strengere Beobachtung eventuell eine Verschärfung der zum Schutze der Sonntagsfeier bestehenden Bestimmungen und auf Zulassung von nur wirklich dringlichen und unaufschiebbaren Feldarbeiten hinzuwirken. Kcer und K otte. — Eine infolge der Erfahrungen des ostasiatischen Krieges gebildete, der Inspektion der Küstenartillerie unterstellte Minenk omp a g nie wird in Kuxha ven stationiert und ihr ein Minendampfer nebst verschiedenen Torpedobooten zugeteilt. — Tas Magdeburgische Dragoner-Regiment Nr. 6 in Diedenhosen wird unterm L Juli nach Mainz versetzt imb tauscht mit dem MainzerHusaren-Regiment Nr. 13. Koblenz, 19. März. Als Gelände für die dem Kaisermanöver des 8. Armeekorps vorcuisgehenden Brigade- und Divisionsmanöver sind der linksrheinische Teil des Regierungsbezirks Koblenz und Teile der Kreise Daun, Bern- kastel und Wittlich in Aussicht genommen. Die Kaiserparade des 8. Armeekorps am 11. September soll bei Urmitz auf demselben Gelände wie im Jahre 1897 gehalten werden. Newyort, 18. März. Präsident Roosevelt hielt gestern auf dem Festmahl der „Söhne der amerikanischen Revolution" eine Ansprache, in der er die Vermehrung der amerikanischen Schlachtschiffe befürwortete, da sie ein Mittel seien, Kriegen mit anderen Nationen vorzubeugen. Roosevelt Alis Htndl ttirö Ln"d. Gießen, den 20. März 1905. ** Frühjahrspferdemarkt. Die Anmeldungen zu dem am kommenden Mittwoch, den 22. d. M., auf den Marktanlagen an der NodHeimerstraße stattfindenden Pferdemarkt sind diesmal von feiten der Züchter und Händler über alles Erwarten günstig ausgefallen, und bei guter Witterung ist ein starker Besuch in sicherer Aussicht. Auch mit der zum erstenmal vorgesehenen Ausstellung von Wagen, Sätteln, Geschirren, SLatlutensilien, landwirtschaftlichen Geräten usw. scheint man das Richtige getroffen zu haben, liegen doch von hiesigen und auswärtigen Firmen bereits zahlreiche Anmeldungen vor, sodaß die beiden zur Verfügung stehenden gedeckten Hallen kaum ausreichen. Für gute Leistungen sind für die Aussteller Diplome sowie „lobende Anerkennungen" vorgesehen. Außer der Prämiierung der Pferde von Händlern und Züchtern find auch diesmal Ehrenpreise für im Privatbesitz befindliche Reit- und Wagenpferde ausgesetzt. Es sino verschiedene Gespanne, die im Geschirr vorgefahren, sowie Reitpferde, die unter dem Reiter gezeigt werden, angemeldet. Die Vorführung der prämiierten Pferde und Wagen findet von 11 Vs Uhr ab bei Konzert und Restaurationsbetrieb statt. Tribünenkarten für reservierte Plätze sind bei den Mitgliedern der Pserdemarkt-Kommission zu erhalten. Die vorhandenen Lose sind nahezu vergriffen, wozu die große Gewinnchanee und die praktischen Gewinne beitragen, unter denen sich außer den von uns bereits namhaft gemachten Haupttreffern Fahrräder, Nähmaschinen und sonstige praktische Gegenstände befinden. ** Seinen 6 0. Geburtstag feierte gestern Stadtverordneter Karl Orbig. Am Vorabend erfreute ihn der Gesangverein „Eintracht" durch ein Ständchen. Der Verein der Gastwirte überreichte durch seinen Vorstand einen Regulator, die Filiale Gießen des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes einen Nuhesesfel, mit dem Wunsche, daß er noch lange im Interesse des Verbandes tätig fein möge. **.T er soeben erschienene 5. Bericht des Deutschen Samariterbundes für 1903 und 1904 liefert den Beweis, daß das Samariter- und Rettungs- Wesen in fortschreitender Entwickelung begriffen ist. Eine große Anzahl von Samaritervereinen und verwandten parlamentarisches aus Kelseu. Die hessischen Gemein des or stw a rte (I. A.: Forst- roart Bracht in Gießen) haben der 2. Kammer folgende Bitte worgetragen: „Die Kammer wolle im Einvernehmen mit der Großh. Staatsregierung veranlasien, daß die Artikel 2 bis 6 des Gesetzes vom 17. Januar 1901, die Dienstbezüge der staatlich bestätigten Forstwarte betreffend, in Wegfall gebracht werden, wolle unsere Besoldungen staatlich regeln und dieselben von 70 auf 100 Prozent erhöhen." Die Regierung legte der 2. Kammer eine „Summarische Obersicht der Einnahmen und Ausgaben der Staatsschuldenverwaltung für das Rechnungsjahr 1900/01" sowie 10 weitere, die Ergebnisse der Staatsschuldenverwaltung, der StaaiS- renten-Äblösungsschuldenverwaltung und der Landeskulturrentenschuld in dem genannten Jahre nachweisende, von Großh. Staatsschuldenverwaltung aufgestellte Uebersichten und hierzu gehörige Erläuterungen, ferner ein Rechnungsduplikat für das bezügliche Rechnungsjahr vor. Eine Vorstellung der Großh. Handelskammer Darmstadt betrifft den Entwurf eines Gesetzes über die Gemeindeumlagen. Darin wird im wesentlichen folgendes ausgeführt: Es stellte sich eine große Meinungsverschiedenheit zwischen den Vertretern der Großh. Regierung einerseits und den Großh. Handelskammern andererseits über den Abzug der Schulden und sonstigen persönlichen Lasten beider Veranlagung zur Steuer vom Gewerbebetrieb, wie zur Steuer vom Kapitalvermögen heraus. Während die Handelskammern einstimmig auf ihrem Standpunkte verharrten, es möchte bei der Kapitalsteuer ein Abzug der Schulden vom Kavitalver- mögen durch Streichung des Absatzes 2 des Artikels 19 statt- sinden, vermochte die Handelskammer Darmstadt auf den Hessischen Handelskammertagen ihre Ansicht nicht genügend zur Geltung zu bringen, es möchte auch bei der Veranlagung zur Gewerbesteuer ein Abzug der Schulden und sonstigen persönlichen Lasten durch Streichung des Absatzes 2 des Artikels 9 stattfinden. Die Großh. Regierung geht von dem Gedanken aus, daß sich bei Abzug der Schulden die Folge ergäbe, daß der nicht verschuldete Gewerbetreibende für den verschuldeten zahlen müsse, und sucht dies durch eine Ausstellung der Vermögenswerte und Schulden verschiedener Gemeinden klarzulegen. Es verbleiben jedoch eine Reihe von Geschäften, die ein kleines Betrieskapital besitzen und der übermächtigen Konkurrenz des Großkapitals mir dadurch begegnen können, daß sie durch Inanspruchnahme von Kredit beim Bankier oder Fabrikanten, durch ein großes Lager oder Kreditgeben sich eine Kundschaft ZU sichern suchen. Diese Geschäfte kleinen ober mittleren Umfangs haben schon recht schwere Opfer für ihre Existenz zu bringen und sollten deshalb durch eine Steuer auf ihre Schulden, welche sie ohnedies entsprechend verzinsen müssen, nicht noch besonders belastet werden. Wenn hier der Leistungsfähige für den minder Leistungsfähigen eintreten muß, so , vollzieht sich hierbei nur das Prinzip "ber ausgleichenben Ge- , rechtigkeit. Es bietet sich hier Gelegenheit, den kleineren unb mittleren Geschäftsmann gegen die Konkurrenz 'ber Warenhäuser zu schützen, welche mit verhältnismäßig geringem Betrieskapital einen bedeutenden Umsatz und Gewinn erzielen. Es dürfte eine berechtigte Forderung sein, diesen kleineren Geschäften ihre an sich schwierige Stellung ; durch eine Steuer auf vorhandene Schulden nicht noch zu erschweren. Durch diese Besteuerung ber Schulben wirb außer- , dem noch eine doppelte und häufig mehrfache Besteuerung des gleichen Objektes herbeigeführt. Es wird daher gebeten, bei Beratung des vorliegenden Gesetzentwurfs, die Gemeindeumlagen betreffend, der Annahme des Absatzes 2 des Artikels 9 die Genehmigung versagen zu wollen. itoasesie Modestoffe Verlangen Sie Muster in schwarz, weiss und farbig. C’/( Seiden-Grieder-Zürich A m ivo mau sich die Haut durch tägliches 21,11 Xiivtiv 1 Schminken u. s. w. verdirbt, gebraucht KvangelisEe -Landcssynod. R. B. T a r m ft a b t, 18. März. Nachdem Präs. Pros. D. Stamm- Gießen das Eingangsgebet gesprochen, kommt zunächst die Vorlage des Oberkonsistoriums, die Abänderung des Kirchengesetzes vom 23. Juni 1891, zur zweiten Beratung. Syn. Backes ersucht nochmals, auch die Pensionen der bereits im Ruhestand befindlichen Geistlichen in einer, dem neuen Gesetz angemessenen Weise zu erhöhen. — Tas Gesetz wird darauf nach den Beschlüssen der ersten Lesung genehmigt. Ebenso werden in zweiter Lesung der Gesetzentwurf über die allgemeine geistliche Witwenkasse und über die Auszahlung der Pfarrgehalte angenommen. Ein Antrag der Tekanatssynode Rod heim verlangt, daß künftig auch den in loco einheimischen und wirklich ich an der Tagung beteiligenden Mitgliedern der Deka- na t s s y n o d e n Tagegelder ä 4 Mk. gewährt werden. Ter Antrag wird damit begründet, daß der Nichtbezug der Tagegelder manchmal doch Anlaß zum Fernbleiben werden könnte und tatsächlich den Einheimischen doch der gleiche Ausfall an Arbeitsverdienst und das gemeinsame Mahl erwachsen, wie auswärtigen Mitgliedern. Ter dritte Ausschuß empfiehlt der Synode die Annahme dieses Antrages. Oberkonsistorialrat Nebel ersucht namens des Oberkonsistoriums, dem Antrag, der eine Verfassungsänderung erforderlich machen , keine Folge zu geben. Nach Körperschaften, ebenso von Stadtvertretungen (darunter auch die Gießener) sind dem Bunde hinzugetreten, sodaß ihre Zahl fast 200 beträgt. Ter Deutsche Samariterbund stellt den Mittelpunkt aller Bestrebungen dar, die sich auf die erste Hilfeleistung bei Unglücks- und Krankheitsfällen erstrecken. Wie aus dem Bericht hervorgeht, werden auch jene Lücken ausgefüllt, die durch den Mangel an Transportmitteln für Verunglückte und durch das Fehlen von Gegenständen zu einer geordneten Krankenpflege auf dem Lande sich oft zum Schaden der Erkrankten bemerkbar machen. Die Beschaffung von bespannten Rettungswagen und die Aufstellung von Entleihdepots zur Krankenpflege hat reichen Nutzen geschaffen und zur Rettung manchen Menschenlebens beigetragen. Der diesjährige Samariter- tag wird am 1. und 2. Juli in Kiel tagen. R. B. Darmstadt, 18. März, I. I. K. K. H. H. der Groß Herzog und bte Großherzogin sind heute nachmittag 5 Uhr 8 Min. mittelst Sonderzugs glücklich und wohlbehalten wieder ans Rußland zurückgekehrt. Am Bahnhof, der mit Fahnen geschmückt war, hatten sich Oberkammerherr Frhr. v.. Riedesel zu Eisenbach. Oberstallmeister Frhr. v. Riedesel zu Eisenbach, Generalmajor Ge- neraladjutant v. Wachter, Flügeladjutant Rittmeister Krämer, der russische Gesandte Fürst Koudascheff mit Gemahlin u. a. zur Begrüßung eingefunden. Als die beiden m schwarz gekleideten Fürstlichkeiten am Bahnhof den Wagen bestiegen, brach die zahlreich versammelte Menge in stürmische, freudige Hurrarufe aus. Frankfurt, 19. März. Laut einer Verfügung des Ministers des Innern werden dieser Tage die von den Angehörigen des ermordeten Hermann Lichtenstein für die Ermittelung der Täter gestifteten 2000 M k. zur Verteilung kommen. Der Betrag geht in 31 Teile. Tie Hamburger Kriminalpolizei erhalt 300 Mk., die beiden Hauptzeugen je 150 Mk., zwei Kriminalkommissare je 200 Mark, zwei je 100 Mk., zwei Kriminalwachtmeister je 100 Mark, zwei je 50 Mk. zwei Kriminalschutzleute je 50 Mk., die übrigen je 30 Mk. Weitere 2000 Mk. wurden von den Hinterbliebenen der Schutzmanns-Unterstützungskasse überwiesen. Polrzeirat Wolff erhielt die vom Minister bewilligten 1000 Mk. )( Marburg, 19. März. Tie Leiche des seit dem 3. Februar vermißten Tien st mädchens Katharine Rock aus Ebsdorf wurde heute mittag zwischen Gissel- berg und hier aus der Lahn geländet. Was das junge Mädchen in den Tod getrieben hat, ist nicht aufgeklärt. Dcrmijcbto. * Berlin, 19. März. Als der Wagen der Kaiserin gestern nachmittag die Ausfahrt des Potsdamer Bahnhofes verließ, lief die vier Jahre alte Tochter der Plätterin Fritsche zwischen die Pferde der Hofequipage. Die Kaiserin verließ den Wagen unb sorgte bafür, baß das Kind auf die Unfallstation gebracht wurde. Hier wurde festgestellt, daß bas Kind unbedeutende Quetschwunden erlitten fjatte. Den Kutscher der Equipage trifft keine Schuld. Der biensttuende Kammerherr der Kaiserin, v. d. Knesebeck, hat sich im Auftrage der Kaiserin in die Wohnung der Eltern des Kindes begeben und hier nochmals festgestellt, daß eine ernsthafte Verletzung nicht stattgesunden hat. * Dresden, 18. März. Die Polizei verbot bem Straßenverkauf der neuesten Nummer der „Lustigen Blatter", desgleichen den Straßenverkauf des „Simplizissimus"-Flug- blattes wegen Behandlung der Montignoso-Affäre. * Von der Gräfin Montignoso. Graf Matta- roli, der ehemalige Rechtsbeistand des Justizrats Körner, sagte einem Aus frag er gegenüber: „Die neuen Verhandlungen in der Angelegenheit der Gräfin Montignoso lassen einen günstigen Ausgang voraussehen; es wird nicht nötig werden, die Gerichte anzurufen." Bei seiner Audienz in Dresden habe ihm der König zu verstehen gegeben, daß er nicht an allen im Umlauf befindlichen Klatsch glaubt, unb daß feine einzige Sorge sei, feine neuen Komplikationen aus diesem Klatsch entstehen zu lassen. ________________________ Spielplak der vereinigten Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Dienstag den 21. März *): „Violetta". Mittwoch den 22. März: 6. Abonnements-Konzert. Donnerstag den 23. März: „Die Stumme von Portiei." Freitag den 24. März geschlossen. Samstag den 25. März, abends 6 Uhr: „Die Meister- inger von Nürnberg.". Sonntag den 26. März, nachinittags halb 4 Uhr: „Der Trompeter von Säkkingen." Abends 7 Uhr: „Das 6)lück." Hierauf: „Alessandro Stradella." Montag den 27. März geschlossen. Schauspielhaus. Dienstag den 21. März *): „Der Kilometersresser." Mittwoch den 22. März, nachmittags halb 4 Uhr: Schüler-Vorstellung bei ermäßigten Preisen: „Wilhelm Teil." Donnerstag den 23. März, abends halb 8 Uhr: „Mebea." Freitag den 24. März: „Der Kilometersresser." Samstaa den 25. März': Anläßlich des 75. Geburtstages v^n Paul Heyse: Zum ersten Male: „Der Kanadier." Vorher: Zirm ersten Male: „Die Tochter ber Semiramis." Sonntag ben 26. März, nach mittags halb 4 Uhr: „Zaza." Abends 7 Uhr: „Im bunten Rock." Montag den 27. Dtärz: „Ter Kilometersreffer." Dienstag ben 28. März: „Ter Kanabier." Vorher: „Die Tochter ber Semiramis." magc:.- darmkranke gÄ Weiht M d-» . s^Ge be^ ä , d°-ÄL ncte^ü^ ^tebic* btztzLL ?wä?§5*- " und d-r^'tz '6110 ttit. ML Mr- rSä"’fe . ’/yugt twtbe- ^Swrdnete, bfc ,fWgc;i (jijnobafai ^c» ebangelii ^kanatsziei», M Wage« B r' "«i-amtn dch« zunehmenden Som- mehr eingeschränkt ^1Jt Zu wirken, dass m einem wirklichen der dritte ÄLsschntz Mögliches Oberkonst, crium -es Zmern eine strengere Zeder zum Schutze -5 ngen und auf & iw unauffchieb^.' gen der Smin Potsdamer MM der Plätte» toW e. Die Kgem ver« ; das flmb auf bie )urde ftilgM, daß (Ä fette. Den Ler b\ex\\*te’ , -ai. \\^ M • ■ Wern des töte daß eine ernW Polini verbot^ -r .Lustigen W. umplizisstmu^-A^ .noso-Affärc- )so. Gras Malta- es Justizrats xic neuen Serbonb- in Montignow laßn f§ wird nicht Ä Sei seiner AM" eben filatfi gt™6*'11 , ftomptifaiwnen ,.. Mittwoch J* K “jieifr ä;« rabeua- . B' .g- Man - /' Äole- • ' er'if Die rften ZK'nach, irtfc Achier « TIC ld)t Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Neubeschotterunq wird die Klinik- 'ft r a 6 e vom 22. bis 25. März einschließlich für den Fuhr- verkehr gesperrt. Gießen, den 18. März 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Berbern ' Bekanntmachung. Betr.: Droschkenfuhrwesen in der Provinzialhauptstadt Gießen. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß in Uebereinstimmung mit der Stadtverordneten-Versammlung der unterm 28. August 1900 erlassene Tarif für das Droschkenfuhrwesen in der Provinzialhauptstadt Gießen dahin ergänzt worden ist, daß für eine direkte /fahrt vom Bahnhof oder einem anderen Punkte der Stadt nach dem Bergwerk Nnterhof mit einem Einspänner für 1—2 Personen 1 Mk., für drei bis vier Personen 1.50 Mk., mit einem Zweispänner für 1—2 Personen 1.50 Mk., für 3—4 Personen 2 Mk. und nach dem Bergwerk Oberhof mit ein-nn Einspänner für 1—2 Personen 1.50 Mk., für 3—4 Personen 2 Mk., mit einem Zweispänner für 1 — 2 Personen 2 Mk., für 3—4 Personen 2.50 Mk. zu entrichten sind. Gießen, den 16. März 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. ____________ Derberg.___________________ Bekanntmachung. Die Lieferung der für die Stadt Gießen im Rechnungsjahr 1905 erforderlichen Drucksachen soll im Wege des Angebots vergeben werden. Bedingungen und Angebotsformulare sind auf unserem Sekretariat erhältlich. Angebote mit Papiermuster sind bis spätestens 31. ds. Mts. einzureichen. Gießen, den 17. März 1905. B18/3 Großherzogliche '' raermeifterei Gießen. ________________Mecum._________________ Bekanntmachung, die Reinigung der Schornsteine betreffend. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß vom 1. April 1905 bis dahin 1906 der südöstlich der Straße von ffrank- surt nach Marburg gelegene Stadtteil dem Kaminfeger Zwcsch und der nordwestlich dieser Straße gelegene Stadtteil dem Kaminfeger Keil zugeteilt worden ist. B17/8 Gießen, den 16. März 1905. Großherzoglichc "'.ürgermeisterei Gießen. Mecum.__________ Bekanntmachung. Das VI. Ziel Gemeindesteuer kann noch bis Ende dieses Monats dhne Kosten bezahlt werden. Zahltage: Jeden Wochentag von vorm. 8—12 Uhr; ausgenommen der 27. und 31. l. M. Gießen, den 18. März 1905. B18/9 Die Stadtkaffe. Doepfer.__________________________ Vergebung von Erdarbeiten. Das Abheben von Rasen- und Humusboden in der Göthe-- .straße, sowie das Transportieren des Bodens mittelst Schienen- qleis auf etwa 150 m Entfernung, soll Dienstag, den 28. März, vormittags 11 Uhr öffentlich vergeben werden.. Angebote auf Vordruck, der bei uns erhältlich, sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 3 Wochen. B2% Gießen, den 18. März 1905. Städtisches Tiefbauamt. ________________Braubach.______________________ Wl'anz am 31. Dezember 1904. Aktiva. Jtt, $ Passiva. $ 1. Kassebestand 489.69 2. Ausltände u. Manko des Lagerhalters 2630.37 3. Warenvorrat (Einkauf) 6753.61 4. Mobilien 86.22 10859.89 Die Zahl der Mitglieder Zugang 1904 . Abgang 1904 . 1. Warenschulden 3184.74 2. Aufg. Kapitalien 2840.— 3. Stammguthaben 350.— 4. Noch zu bezahlende Verwaltungskosten 261.25 5. Reservefonds 2921.30 6. Betriebsrücklage 765.49 7. Reingewinn 537.11 10859.89 betrug Ende 1903 74 Daher Stand der Mitglieder Ende 1904 . 71 Der Vorsüvd des Laildw. Ksnsnni-Mcks eingetr. Genossenschaft mit unb. Haftpflicht, zu Beuern. 1435 L. Ran ft II., Direktor. Johs. Otto II., Lagerhalter. Die am 9. und 10, d. Mts. Hierselbst in der Wirtschaft von Schmidt stattgefundenen Nutzholzversteigerungen sind sämtlich genehmigt. B20/3 Groß-Rechtenbach (Kreis Wetzlar), den 18. März 1905. Das Bürgermeister-Amt. Darmstädter pädagogtom Darmstadt, 53 Hcerdweg 53. Vorbereitung zum Einjährigen-, Primaner- unb Abiturienten- Examen, sowie zum Eintritt in mittlere und obere Klassen höherer Lehranstalteit. Eintritt jederzeit. Seit Jahren die besten Erfolge, hv"M. FJia«. Turnverein liessen (gegründet 1846). Turr Halle: Steinstraße Nr. 3 (am Oswalds Garten). Tnrnplan. Riegentnrnen: Dienstag und Freitag Kürturnen: Mittwoch Turnen der Männerabteitung: Dienstag Turnen der Dameuabteilurrg: Donnerstag Abends von 8—10 Uhr Anmeldltngen werden in der Tttrnhalle, sowie von dem I. Sprecher Herrn L. Althoff, Walltorstr. 16 entgegengenommen. Versteigerung. Dienstag, den 21. d. MtS., nadim 2 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: 1. 18 Flaschen Champagner, 60 Flaschen Weißwein, 12 fflaschen Südwein, 12 Flaschen Ingwer, 1 Sofa und 1 Schrank nut Glas- auf faV; [1482 2. 1 Drehbank, 6 Dutzend meffmg. Wagschalen, 1 Kaffaschrank, 1 Billard, 1 Egge, 1 Pflug, 1 Fahrrad, 1 Faß Bleiweiß, mehrere Betten, SofaS, Berlikows und andere Möbel. B 0 r n. Gcri'luävolszieber. teste Gewinnchancen bei geringem Einsatz! Nächste Ziehung schon am 23, März und folgende Tage ler sehr beliebten, eünsliaen Grossen Wohltätigkeits- Geld- t Lotterie d. KrankenpHegeAnstalten vom Roten Kreuz. Strassburg 1. E. 6052 S“ M. 70000 1. Hauptgew. li.20000 2. Hauptgew. M. 10000 3. Hauptgew. M. 5000 3 a 1000 — M. 3000 6 ä. 500 — LI 3000 30 \ 100 = M 3000 60 ä 50 = M. 3000 350 Gew. zus. M. 5000 5600 Gew. zus. M. 18000 I 1 M Lose 10 Mk. U Jo 1 ul.porto u. Liste 30 versendet das Geueral-Debit j. Stürmer,Strassburg i. E. R. Buchacker. W.Semmler Ph. Weiler. G. C. Volk. tiä 1.7* M M W Herrenhüte Knsimlliihechßte Mätzen reichhaltige Auswahl Conrad Bramm Marktplatz 18. 1440 Kein alltägliches Schuhputzen mehr nötig. Überall vorrätig! Fabrik: Union Augsburg. _________________________hv10 4 „Cereus“-Ralim macht Hände, Arme, Hals und Wangen blendend »vcifj.l1293 Vortreffliches Mittel für die Hautpflege. — Topf 1 Mark. — Adler-Drogerie, Seltersweg 39. Wichtig; für Pappdächerbesitzer! Aeternol ist ein vorzüglich beivährter, bestempfohlener Anstrich für alte und neue Pappdächer. Aeternol läuft und tropft nicht. Aeternol reißt u. springt nicht. Aeternol kann kalt verarbeitet werden. 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März 1905. 1508 Danksagung L20 ab 1410 Carl Schwarz Gießen, den 20. März 1905. 1494 21)haben inUen meisten Geschäften, Fabrikant: Carl Gentner,Göppingen. I "y 'M Der heutigen Ausgabe liegt ein Flugblatt der Stadt-Apotheke in Gößnitz S.-A. bei. [*•/. erwiesene Teilnahme spreche ich, zugleich tm Namen der übrigen Hinterbliebenen, meinen herzlichsten Dank aus. Achtungsvoll Julins Philippi. Lina Schneider, geb. Geismar I>r. Cf. Schneider, Veterinär-Rat Ernst Balser. M Für die im§ während der Krankheit und bei dem Hinscheiden unserer teuren Gattin, Mutter, Schwiegerrnirttec und Großmutter Mk. 24.— „ 19.- Ztr. V Elegante, moderne NEUHEITEN feiner H olzwareu zum Brennen, Bemalen, Flach- 1488 imb Kerb schnitt zu bekannt billigen Preisen. Wilh.Müller, Steinstr.68. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere verehrt Ehren-Mitglieder, alten Herren, auswärtigen Mitglieder, sowie die aktive Union von dem Ableben unseres lieben A. H. 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Allen Verwandten und Bekannten die traurige Mitteilung, daß gestern vormittag 1/211 Uhr unsere gute Mutter, Schwester, Schwiegermutter und Frau Marie Schwarz geb. Denzler » Frau Marie Pröschold geb. Noll nach langem, mit Geduld getragenem Leiden, sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen sDammstr. 19), den 20. März 1905. Die Beerdigung findet Dienstag den 21. ds. Mts., nachmittags 41/. Uhr, von der Kapelle oes neuen Friedhofs aus statt. Julius Lony was wir hierdurch allen Freunden und Bekannten tiefbetrubt anzeigen. ■ . ■ ____________________ v ■ ■■ Zweüe „ guter Bausand Grube. Frei Station kostet die erste Sorte per 200 zweite „ lf 200 Für FÜr Kürlie mr Kontor Deutsche Arbeiter-Seife Werkstatt zym gründlicben und schnellen Reinigen der Hände. 1 Pack = 12 Stück Eine Mark. M66) Adler-Drogerie, Seltersweg 39, Otto Schaaf. EP ■ ^otonOos^