Diensmg 24. ^samiar 1905 155. Jahrgang «erstes Blatt. Auch in Belgien ist nun der Ausstand losgebr^en. wollen. „ M . ... | Am Samstag abend hielten eine große Anzahl S ch r i f £ = I steiler eine Beratung ab über die Maßnahmen,« welche zur Vorbeugung eines blutigen Vorgehens getroffen werden könnten. Es wurde beschlossen, eine Abordnung zum Minister des Innern zu senden, um ihn zu veranlassen, den Kaiser geneigt zu machen, daß er die Petrtron der Arbeiter entgegennehme. Unter den Abgeordneten^ befand sich auch Maxim Gorki, In der Amtswohnung des Ministers des Innern wurde der Abordnung gesagt, daß der Minister nicht zu tzausc sei, Tie Abordnung wurde dann an den Gehilfen des Ministers des Innern, Rbdszewsch aewiesen. Dieser erklärte, er könne in der Sache nichts tun; er würde td-ie Bitte der Schriftsteller dem Minister über- Mitteln, Hierauf wandte sich die Abordnung an den Staatssekretär Witte, der äußerte, er könne nicht an den Kmser die Bitte richten, daß er unverzüglich irgendwelche Entscheidung treffe. Weiter bemerkte Witte, er perionttch könne sich nicht in die Anordnungen des Ministers des ^Nnerrr einmeugen, werde ihn ober über die Abordnung in Kenntnis setzen und ihn bitten, sic zu empfangen. Hierauf sprach er mit dem Minister des Innern durch Fernsprecher. Er erwiderte, er werde die Abordnung nicht empfangen. Am Samstag fand eine stark besuchte Versammlung von Leuten statt, die den gebildeten Ständen angehören. Es wurde beschlossen, ein Komitee zu bilden für Sammlung von Spenden für die Familien der geschädigten Arbeiter. Die Verteilung der Spenden wurde dem Hilfsverein für politische Verbannte und Gefangene übertragen. Der Krieg. Ein Telegramm General KuropatlinS an den Kaiser vom -22 Januar bringt folgende Ennäclheitcn daß vorläufig nock nicht der Weg der Geietzgebung bc-schntten werden soll, um den berechtigten Forderungen der Bergarbeiter Geltung zu verschaffen. Auf die Rede des nationalliberalen Abg. Frb rn v H e v l fccr namens der großen Mehrheit [einer Fraktion die Erklärung abgab, die B e r g a rb e rterforder un g en prüfen und durch 'Ge setz l ö 1 en woll en, erwiderte der Handelsminister, er müße eine ^lellnngnayme zu den Vorschlägen ablehnen, weil es nicht angebracht in, in der ersten Aufwallung Gesetze zu machen. Im allgemeinen ist dieser Grundsatz gewiß zu billigen. Allein tu einem Fal.e von so erwrmer Bedeutung wie dem vorliegenden könnte cs doch von mchlicher Wirkung sein, dem Eigenwillen gegenüber auf die Macht.des Staates hinzu weisen, scbeunig Mittel zur Mhilfe zu ergreifen. Uebrigens sind auch die Fragen, um die es sich bei nnnn Reichsberag"s-etz handeln würde, längst spruchreif.^ Auf 'dem Schauplatz des Streiks selbst hat nck nichts neues ergeben Aus Essen wird gemeldet: Die Belegschaft der fiZ- kaiischen Zechen Melle und Rheinbaben trat in den Ausstand. Damit steigt die Zahl der Streikenden auf 210 000. Die Kohlenpreise. Krefeld, 22. Jan. Aus Wesel wird gemeldet, daß die Stadtverordneten beschlossen haben,, größere Mengen Kohlen zu beschaffen und sie an Unbemittelte oder zu geringem Preise ab^ugcben Köln, 23 Jan. Der „Köln. Ztg." zufolge richtete daß Kohlensyndikat ein Rundschreiben an die H an dl er, in welchem diese darauf aufmerksam gemacht werden, datz sie für sich keinen höheren Nutzen rechnen dürfen, als sue an der Vertragslieferung selbst hätten. Allen Verkamen des Syndikats liege diese Voraussetzung zu Grunde. ~ Stuttgart, 23. Jan. Während sich an verschiedenen Platzen I Süddeutschlands, so z. B. in Fran kfur t a. jUc. unb m Mannheim, die Folgen des Bergarbeiterstreiks ichon. recht unangenehm fühlbar machen, dürften der w nryember gi.nhen I n d u st r i e vorerst Wohl noch keine wesentlichen Schwierigkeiten ans dem Streik erwachsen, da meistens Saarkohle verbraucht wird und auch die Ruhrkohlenlieferungen bisher^keme Unterbrechungen erfahren haben. Unangenehm kann die Situation nur bei einer mehrwöchigen Dauer des StreM werden, da tn diesem Falle ausgeschlossen ist, daß das Saarrevier allen Anforderungen wird entsprechen können. Auch im Hausbedarf ist eine irgendwie ins Gewicht fallende Vreissteigerimg in Württemberg iiDcf) nickt eingetreten: diese wird sich aber bei längerer Fortdauer des Ausstandes gleichfalls kaum vermeiden laßen. München, 23. Jan. Die Versorgung der bayerischen Staatseisenbahnen mit Steinkohlen ist in der Meise geregelt, daß außer dem sogenannten eisernen Bestand, der ohne besondere Genehmigung nicht angegriffen werden darf, noch ein dreimonatiger Vorrat auf Lager gehalten Mrd H^^ ^mmt noch, daß aus dem Ruhrgebiet stammende Ulen mU Rücksicht auf die Möglichkeit einer Unterbrechung der RheinschiNabrt schon mit Beginn des Winters aus Lager gesetzt wurden, [odap gegenwärtig eine Zuführung solcher Kohlen Nicht notwendig ist Die I bayerischen Staatseifenbahnen haben daher unter der Storung der Kohlenförderung im Ruhrgebiet kaum zu leiden, In Mainz haben, wie uns berichtet wird, für verschiedene Sorten die Kohlenhändler bereits die Preise erhöht, indem die Vorräte geräumt und sich Ersatz nur durch bedeutende Mehrkosten beschaffen läßt. Von der Preiserhöhung werden gerade du minderbemittelten Leute betroffen, die ihren Bedarf ZentnerweE decken Heute, Dienstag abend, findet in Mamz eine öffentliche Volksversammlung statt, die sich mit dem Bergarbeiteransstandi im Ruhrgebiet beschäftigen wird. . ., , . In Gießen ist nach unseren Informationen bis letzt kerne Preis erhö hun g für die Kohlen eingttreten. Z>^!S neue K, öinelt in Irankreich. Rouvier fjat gestern, Montag vormittag, dem, Präsidenten Loubet niitgcteilt, daß er den Auftrag zur Kabinettsbildung endgültig übernehme. Die Liste der neuen Minister ist bereits veröffentlicht, worden. Sie lautet: Rouvier Präsidium und Finanzen; D e! e a s s S Aeußeres;PoincarrS Justiz; E t i e n n e Inneres; Bienvenu-Martin Unterricht und KulkiS, Thomson Marine B e r t c a u j Krieg, Dubies Kolonien, Jean D u p u i; Ackerbau, Ruau Handel. Ter Minister für öffentliche Arbeiten ist noch nicht bestimmt. Im neuen Ministerium werden btc Ministerien des Kultus und des Unterrichts zusammengetegt werden. Die Wahl Bienvenu.MartinS, der dieses Portefeuille erhalten soll und der eine der größten Gruppen vertritt, scheint die Absicht kund zu tun, daß das neue Kabinett die vom vorigen Kabinett beobachtete Haltung in der Kirchenpolitik nicht ändern wird. Bezüglich des Einkommensteuerqesetzeutwurss wird daS Kabinett alles tun, um die Reform vor Schluß der gegenwärtigen Legislaturperiode durchzuführen, lieber den Gesetzentwurf betreffend die zweijährige Dienstzeit wird daS Kabinett ebenfalls noch in dieser Session eine endgültige Entscheidung herbei- führen. die Stimmung hier ohnehin erregt war. Für den 26. Januar wird ein allgemeiner A u s st a n d befurchtet, dem sich auch die Droschkenkutscher an,chließen Streik dir A-rgarbetter im Wuörgebiet. m R e i chs t a a mit im preußische« Abg ko rdn«ten- r, „ jg au nrftrigen Montag brr Brraaibeilerausstanb im Mr rev^r u,ELache gekommen. Die Wciaerurva bti Mn» Vereins mitU^n Ärbciterdelegierten zu verbandeln, fand nue- jL.,1 scharle Mißbillimmg. Landelsminister Moller bezeichnete W aerrma zweimal ÄS einen politischen Fehler Wenn die Mrren nicht Mitwirken wollen, muß ich nur allem bellen" sagte Ib’i-r Minister im Mbaeordnetenhause, wo die Sn- Vorlage enbgiltig Mr Annalnnc gelangte ^ndePn be- lehE eine wcitere Aeußer.tN« Herrn ÄölleeS im ReickSt-P. Tagen angekündigte Streik -am 33. d. Ml. im Borruago ausgebrochen. Vorläufig find es nur hundert Arbener der Gruben von Grand Hornu, die eme Lohnerhöhung fordern, und die Einfahrt verweigern. Ti-ese Streikerklärung, hat« aber auf die erregten Arbeiter der umliegender Gruben einen tiefen Eindruck gemacht. Man befürchtet ein s ch n c II e -> Umsichgreifen der Bewegung. Manifeste in heftiger Sprache werden verbreitet. Tie schnelle Abgabe der Kohlenlager nach Deutschland haben die Preise für Kohlen verteuert und die Arbeiter werfen den einzelnen Grubenbesitzern vor — ob mit Recht ober Unrecht ist schwer zu entscheiden — daß ihnen Kohlen überhaupt verweigert ober zu hohen Preisen angerechnet würden, da alle Kohlen nach i Deutschland gehen sollen. Metzeim Anzeiger General-Anzeiger ** Amts- und Anzeigeblatt für den Mreis Gießen Der Äusstand in Ketereöilrg. So groß zurzeit in Petersburg der wachsende Aufstand bn Arbeiter ist und so unbedingt srcher schrecklich viele Menschen bei den Straßenkämpfen ihr Leben eingebußt haben, so wenig und dürftige Meldungen liegen doch über alle diese Ereignisse heute noch vor. Heber den -Vorgang bei der Wasserweihe wird man kaum je volle Klarheit erhalten. Das ist eben das willkürliche Walten und Schalten der russischen Machthaber, der Zensur^ die alle wahrheitsgemäßen Berichte über die Sachlage unterdrückt. Alles konnte eben nicht verheimlicht werden, und wav heute über den Aufstand in der Zarenstadt die Zensur hat durchsickern lassen, läßt drohendes Unheil genug ahnen. Ta heißt es in den neuesten Depeschen, die uns heute vor- lieaen, zahlreiche Versammlungen der gebildeten, Stande hätten Versammlungen abgehalten, in denen die Sympathie für die Bewegung zum Ausdruck kam. Em Ruud- sckireiben des Ministers des Innern soll an alle Behörden Rußlands den Befehl gerichtet haben, alle Versammlungen uir Besprechung von Reformen im Innern des Reiches nötigenfalls gewaltsam zu verhindern. Man fürchtet die kämmende Revolution! Der Zar hat bereits am Samstag nachmittag die Hauptstadt verlassen, um sich nach Zarskofe- Selo zu begeben. Er entfernte sich auf Anraten seiner Minister, welche von der Sicherheit des Winterpalastes nicht ganz überzeugt waren. Sämtliche Großfürsten und Großfürstinnen der kaiserlichen Familie haben ebenfalls Peters- ohne Zeitungen. Im Stadtteile Wassili Ostrom, so berichtet die Petersb. Tel.-Agentur, war Montag nachmittag 2 Uhr der Verkehr ungehindert. In der 5., 6. und 7. Linie waren Truppen zusammengezogen. Auf dem Mittelprospekt wurde das Publikum von militärischen Pikets sehr scharf angefahren. Am Sonntag plünderte die Menge einen Kleiderstoffladen sowie eine der staatlich en Branntweinbuden, wo für 3000 Rubel Branntwein vernichtet wurde; hingegen wurde kein Geld geraubt. Dieses tiiar vor der Ankunft der Arbeiter an die staatlichen Einnehmer abgeführt worden. Auf dem Newski-Prospekt kam es Montags zu einem Zusammenstoß der Menge mit dem Militär; letzteres feuerte. Wie viel Menschen umgekommen find, darüber erfährt man immer wieder nichts. Eine andere Meldung berichtet: Die Aufregung dauert an. In einzelnen Stadtteilen werden die L ä d e n geplündert. Man b e für chte t, daß das Volk in seiner Wut die Häuser in Brand stecken werde. Allenthalben ist manimBegriff, Barrikaden zu er richten. Ganze Wagenladungeii von Toten und Verwundeten werden den Hospitälern zugeführt. Eine Dame und ihr Kutscher wurden während der Fahrt durch Schüsse des Militärs getötet. Die Ausständigen beschlossen, nach Zarskoje Selo (wo sich der Zar befinden soll!) zu marschieren. Eine höchst wichtige Meldung ist die der „Köln. Ztg", daß, gutem Vernehmen nach, bald der RücktrittdesMi- Nisters des Innern, Fürsten Smiatopolk- Mirsky, erwartet werde. Ueber feinen Nachfolger verlautet noch nichts. Die Ersetzung des Botschafters Urussow durch den Grasen Milrawiew sei sehr wahrscheinlich. Mit diesem Wechsel des Ministers würd;e vielleicht eine Einrenkung der Negierung und der Beginn einer neuen Zeit für Rußland zu erwarten sein. Ferner wird heute gemeldet, daß der Oberprokurator des heiligen Synods, Äobje Donoszew gefährlich erkrankt sei. Dieser Mann war seither bekanntlich eine eifrige Stütze Les grasten Absolutismus. In den von den Elekttizitätssirmen Helios bedienten Gebäuden in Petersburg erlosch Montag nachmittag die elektrische Beleuchtung, da nunmehr auch die Ar- Leiter dieser Firma sich dem Ausstande angeschlossen Ijaben. In Moskau riefen die zum Teil übertriebenen Privat- Meldungen über die Vorgänge am Sonntag eine Panik Servor. Die Filiale der Petersburger Agentur wurde form ich bestürmt um Duskünste über die wahre Sachlage. Die Börse toar flau. Die Aufregung war um so größer, als biirg verlassen. . _ s. , Wie es gestern, am Montag, in Petersburg aussah, darüber erfährt man nichts gewisses. Zweifellos hat sich mehr ereignet, als die russische Zensur passieren ließ. Aus dem Newski-Prospekt sammelte sich, so heißt es, immer mehr> Volk an. Aus dcm Palaisplatz werden Ansammlungen durch die G a r d e z u P s e r d e verhindert. Sonntag abend tun 11 Uhr warfen Arbeiter die Fensterscheiben der qii der Straße und an der Tschemigow-Brücke bis zur Tnitschkow-Brücke gelegenen Häuser und des 6ert der letztgenannten Brücke gelegenen Palais ves Großfürsten Sergei ein. Auch die Fensterscheiben vieler 5Mser des Newski-Prospekts wurden eingeschlagen. Der Unruhen wegen hielten viele Behörden Montags keine Sitzungen ab, weshalb wohl auch In Pans Gerüchte über eine Militärdiktatur entstanden sind. Ueber Paris berichten nämlich Meldungen aus Petersburg, daß General Wassilischkoff, Kommandant der Petersbiirger mobilisierten Truppen, ferner General Sachaross und Stadt- Hauptmann Foulon eine Art Diktatur für die Zeit des Aufruhrs erhalten hätte. Sie hatten ein durch zahlreiche Maueranschläge verbreitetes Kommunique ausgegeben, worin es heißt, das Militär habe im Dienste des Zaren und der Religion seine schwere Pflicht erfüllt. Vierzig Stadtverordnete beschlossen, in der am nächsten Mittwoch stattfindenden Dumasitzung ein Gesuch an hie Regierung um Maßnahmen zum Schntz der Bevölkerung gegen die Folgen der Unruhen zu beantragen. Viele haben Petersburg eilig per Bahn verlassen, um ihre Person in Sicherheit zu bringen. Tagelang bleibt Petersburg Bezugspreis: monatlich 75 Pß, viertel» jährlich Mk. 2.20; durch Ab ho le- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost All. 2.—viertel- fährt, ausfchl. Bestellg. Annahme von Anzeigen .ir die Tc 2Sr"immer -'s vo-mittags J5ehr. ; • c*renvrei§: jfai 12 ?3fw auswärts '0 AerantworA'ch \vt den polit. und U ,euu Teil: P. Wittlo; für „Stadt und Land" und „Gerrchtsfaal": August Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Nr. Ätt Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Siebener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Zamilien- blätter viermal in der Woche beigelegt. Notationsdruck u. Verlag der Brüh l'scheu Univers.-Buch-u. Stein- bruderei. R. Lange. Redaktion, Erveditwn und Truderet: Schul st ratze 7. Adresse für Tevcicheit: Anzeiger Gietzen. HernfvreÄanfrblunAr 51 Aus Berlin, 23. Januar, wird uns geschrieben: Die Abendblätter wurden beute auf den Straßen Berlins so lebhaft begehrt wie feiten. Im Weitergehen lasen die Käufer die noch, feuchten Blätter und teilten Begegnenden Einzelheiten des Inhalts mit. Ueberall ist I das herrschende (Gesprächsthema, der Gegenstand zum ^cill leidenschaftlicher Erörterungen den gestrige Schreckensonntag in Petersburg. Selbst die n euen N a ch r i ch ten aus 'dem Streikrevier erregen dos öffentliche Interesse nicht in diesem Grade. Je mehr EinM^ beiten bekannt werden, umsomehr wächst der Abscheu über das Blutbad, wächst das Erstaimen über Anordnungen und Befehle von einer Unvernunft, die allenfalls als Akte der Verzweiflung begriffen, obschon nimmermehr entd chuldigt werden können. Welche schlechten ^a^9e^r mögen es gewesen sein, die dem Zoten zu dem wohlberechneten Sturmangriff auf sein Volk die Festigkeit des Ent- chlusses, b«es verhängnisvollsten, den er je gefaßt wahrend einer Regierungszeit, einzuflößeu vermochten? Trese Be-! fürworter einer exemplarischen Strenge haben eine TllJ-“W bare Verantwortung auf sich geladen. Die Geschichte Rußlands befand sich an einem Wendepunkte: leistete Nikolaus der flehentlichen Bitte Folge, die Darlegung der Arbeiter persönlich .entgegenzunehmen, vielleicht wäre noch alles gut geworden, vielleicht hätte ein neues festeres Baud Zar und Volk Umschlungen, vielleicht wäre das Vertrauen Zusammenrottung zu feuern und feinen zu schonen. Ein Mitarbeiter der „Berl. Ztg." hatte eine Unterredung mit dem bekannten russischen Strafrechtslehrer Profesior Tr. Michael Neußn er, um feine Ansicht über die erschütternden Vorgänge in Petersburg zu erfahren. ^Reußner I zweifelt nicht daran, daß die neue furchtbare Phase der Bewegung in Rußland ein bewaffneter Au f st a n d sein wird Eine weitere Folge könnte fern, daß das Militär nicht gegen das Volk vorgeht, sondern sich ihm sogar anschließen wird. Er kenne übrigens auch ein Regiment der Leibgarde-Infanterie, das unter feinen Umständen auf das Volk schießen wird. Aber auch der Ausbruch einer Palast- Revolution müsse ins Auge gefaßt werden. Die Ereignisse in Petersburg, die auf die ganze zivilisierte Welt mcht ohne Eindruck geblieben sein werden, haben auch auf die Börse eine sehr starke Wirkung gehabt. Die Reformbestreb- mtqen in Petersburg und Moskau haben die Börse schon seit emiger Zeit mehr interessiert, als die Ereignisse am Kriegsschauplätze, unb nun ist es wegen dieser Reformen zu einem blutigen Zusammenstoß gekommen, über den man sich noch fein klares Bild I machen kann, da der Telegraph, so gesprächig er war, Herne fast vollständig schweigt, jedenfalls infolge der verschärften russi- schen Zensur Daß die Börse infolge der Ereignisse sehr ungünstig beeinflußt ist, kann man sich lebhaft denken. Immerhin muß festgestellt werden, daß cM btc Petersburger Schreckensnachrichten keinen übermäßigen Verkaufsandrang hervorrieien die Kurse der Hauptwerte zwar 2—3 Prozent Uicdiiger einfcbtcn, bann aber feine weiteren Verluste mehr erlitten. Auch die Nachrichten vom Wiener und Pariser Platz melden zwar eme wesentlich 'abgeschwächte Eröffiiung, aber tm Verlaufe kemen werteren Rückgang Wie leicht begreiflich ist waren Nuflenwerte besonders n’idaänaia Bei der 4V2prozentigen neuen russischen Anleihe 9 .0 Swienf %ei ben älteren Anleihen 1—Ws Prozent. Russische Irfodtateii gingen 3 Prozent zurück. Von Santen waren Diskont o-Kornmandit besonders gedrückt, die 2 Prozent verloren. t' Ulin; Ausland der den sn> <\rd) Die untenr Tiesenwegs rotri Girßtli, ®r seltstellen, er wird auf ca. 100 000 Mk. geschätzt. 3 Versicherungsgesellschaften, Phönix, Magdeburg und München- Gladbach teilen sich in den Schaden. Unglücksfälle sind anscheinend nicht vorgekommen. Neber die Entstehungsursache ist bestimmtes nod) nicht bekannt, doch steht fest, daß an«* I scheinend Ueberstunden gearbeitet wurden, denn man fand bei "Theater- und Saalbau-Projekt. In der Entdeckung des Feuers noch 2 brennende Lampen in den Arbeitsraumen. Das Feuer muß im Maschinenhaus entstanden sein. Der Betrieb des Etablissements ist in keiner Weise gestört, da die abgebrannten Gebäude nur einen kleinen Teil der Werkstätte und Lagerräume der Firma umfaßten, deren Hauptgebäude der Möbelfabrik sich in der Heidelbergerstraße befinden. r. Mainz, 23. Jan. Infolge starken Nebels kam eS heute vormittag hier zu einem Z u s a m m e n st o ße zwischen dem S ch lepp d a in p f er „Taunus" und einem der Traj ekt- boote, die den Verkehr zwischen hier und Kastel vermitteln. Der Kapitän des TrajektbooteS hatte vollständig die Steuerung verloren und stieß mit großer Wucht auf den Seiten- tci( des „Taunus", der bedeutende Lekage erlitt. DaS Trajekt- boot wurde auch sehr stark beschädigt, und besonders die Kajüte erster Klasse ging ganz in Trümmer. Glücklicherweise erlitten die Passagiere keinen Schaden und kamen mit dem schrecken und einer nicht unbedeutenden Verspätung davon. fllllv 1. M 1 3. U 4.M Wroetbtn ipäleittnS 20. anjubnnqen. , Protoko gebäude, Rimmer ließen, bei ©TOK Leibdragoner-Regiments Nr. 24. Beim Empfang der zukünftigen Großherzogin am Bahnhof am 31. Jan., nachmittags 4 Uhr, wird eine Ehrenkompagnie durch das Infanterie-Regiment Nr. 117 (Mainz), welches wahrscheinlich auch bald auf den Achselstücken die Abzeichen der neuen Inhaberin tragen wird, gebildet, während die Ehreneskorte auf der Fabrt nach dem Schloß eine combinirte Schwadron deS Garde-Dragoner-Regiments Nr. 23 unter dem Befehl des Rittmeisters Westerweller v. Anthoni stellt. — Die Trauung Vermischtes. * Familiendrama in Kassel. Der Inhaber der Wirtschaft auf dem Bahnhof des Vorortes Vettenhausew Weisel, hat seiner Frau den HalS durchschnitten und banr 'Vhn. Q schSn,° ' Ko st proben von Maggis Suppenwürze. Die durch ihre altbewährte Suppenwürze rühmlichst bekannte Maggi-Gesellschaft wird, so schreibt man uns, in den nächsten Tagen hier verschiedene Kostproben veranstalten. Es werden dabei besonders Maggis Suppen Schutzmarke Kreuzstern praktisch vorgeführt werden. Da diese Würfel nicht nur ein billiges, sondern auch sehr bequemes Mittel zur raschen Herstellung vollständig fertiger, reinschmeckender Suppen bilden, so kann unseren Hausfrauen der Besuch dieser Kostproben brannte schon der Dachstock in der Mitte des Gebäudes nächst dem Kesselhaus, und daS Feuer dehnte sich trotz des energischen Eingreifens der Feuerwehr, deren sämtliche' Züge alsbald herbeigeeilt waren, über den ganzen, ca. 40 Meter langen Dachstock ans, so daß er vollständig ausbrannte. da das Feuer in den zahlreich aufgestapelten Polstermöbeln gute Nahrung fand. Die Feuerwehr warf mit 18 Schlauchlinien Wassermassen in daS Feuer, so daß die Hauptvorräte gerettet sein dürften, wenn auch der Schaden immer noch sehr bedeuten^ ist. Auch die Wassermengen haben bedeutenden Schaden angerichtet. Erst gegen 2 Uhr war man des Feuers ziemlich Herr: der Dachstuhl war in sich selbst zusammengefallen, doch hatte die Feuerwehr noch Stunden mit dem gänzlichen Ablöschen zu tun. Vorteilhaft war, daß das Gebäude von allen Seiten frei steht, sodaß man von allen Seiten zur Bekämpfung deS Feuerherdes herankommen [Tonnte. Da es windstill war, kamen die Nachbargebäude nicht in Gefahr, lieber die Höhe des Schadens läßt sich bis jetzt noch nichts der, nicht verwirrt von der Parteien Gunst und Haß, in einer zehnjährigen Arbeit, mitten unter dem „gelben" Volk lebend, in angesehener wissenschaftlicher Tätigkeit und in stetem Umgänge mit dem eingeborenen Volke reichlich Gelegenheit hatte, dessen Stimmungen und Ansichten kennen zu lernen, mit dem i geschärften Blick des Gebildeten und mit dem warmen Herzen des Menschenfreundes zu studieren. Herr Maier, im Dienste der Baseler Mission stehend, namentlich mit der Leitung ihres höheren Schulwesens in Südchina betraut, hat seine Urteile und Eindrücke in einen fesselnden Vortrag zusammengefaßt." ** Aus d em Bureau des S t a b t1 b e a t e r 5. Da die Indisposition des Herrn Linzen, die sich schon am Sonntag in der Aufführung von „Zopf und Schwert" stark bemerkbar machte, tn letzter Stunde bedeutend zugenommen hat, so kann die heutige Vorstellung von „Zopf und Schwert" nicht stattfinden. Statt deffen sindet (als 12. Dienstags-Abonnements-Vorstellung) eine Aufführung von Halbe's „Strom" statt. Hob ^neret ®(i(bunqtn btr Md 100 6i^-liln eignen Ei ivW KchlkN'A 11 Rui. 7 310 ' ' Aus Stadl und Land. Gießen, 24. Ianua rl9O5. ** Zur Vermählung des GroßherzogS am 2. Februar wird, so wird uns aus Darmstadt berichtet, die Ehren-Kompagnie beim Eintreffen des Kaisers am Bahnhof durch eine Kompagnie des Jmanterie-Leib-Garde- Regiments Nr. 115 gestellt: die Ehreneskorte auf der Fahrt nach dem Schloß bildet eine combinierte Schwadron des Trinkwasser in unserer Stadt zu besitzen. („L.-P.") (!) Ilbenstadt, 24. Jan. Zn unserer gestrigen Nottz, über die hier stattgesundene Schlägerei ist zu bemerken, das; nach den neuesten Feststellungen nicht die Frau und der Bruder des Herbert als Täter in Betracht kommen. Erst nach und nach scheint sich das aus der Tat ruhende Dunkel zu lichten. Vorgestern war die Staatsanwaltschaft den ganzen Tag hier, nm an Ort und Stelle Beweiserhebungen anzustellen. Soviel bis jetzt bekannt ist, waren außer dem Verletzten vier junge Leute an der Schlägerei beteiligt, die in einer dunklen Ortsstraße stattsand. Wer den eigentlichen Schlag geführt hat, ist noch nicht ermittelt, doch sind genauere Anhaltspunkte für die Person des Täters gegeben.. Ta Herbert noch immer bewußtlos ist, so konnte er auchs bisher noch nicht vernommen werden: erst durch seine Vernehmung dürfte wohl vollkundige Klarheit geschaffen werden. — Das Spielen mit Schußwaffen hat wieder einmal ein Opfer gefordert. Ein hiesiger Müller ging unvorsichttg mit einem scharf geladenen Terz er ol um, das sich in her Hand des Mullers entlud, wobei die Hand von der Kugel durchbohrt wurde. 8ä. Darmstadt, 23. Jan. Heute nacht kurz nach 10 Uhr brach in dem der Firma H. Lantz hier, Kunstdruckerei, Ecke der Franckensteiner- und Weinbergstraße,gehörenden- Fabrikwesen, welches erst in einigen Wochen seinem neuen; Betrieb übergeben werden sollte und in dem z. Zt. noch die? Darmstädter Möbelfabrik die meisten Räume im ersten: und Dachstock zum Aufbewahren von Möbeln gemietet hat,,' auf bis jetzt unaufgeklärte Weise ein großes Schadenfeuer aus. Beim Herannahen der ersten Feuerwehrzügei gestrigen Sitzung des Komitees wurde Mitteilung über die! bis jetzt eingegangenen Zeichnungen gemacht und das erfreuliche Resultat konstatiert, daß für das ganze Projekt bis jetzt Mk. 287 700, und — bei Ablehnung desselben d urch die Stadtverordneten — für das Theater Mk. 282 8 50 und für den Saalbau Mk. 3 9 2 5 0 zur Verfügung stehen. Besonders bemerkt wurde die starke Beteiligung der Universität. Es wäre nun zu wünschen, daß auch die breite Bürgerschaft mit ihren Zeichnungen nicht länger zurückhielte. •• Sie gelbe Gefahr. Neber dieses Thema wird, wie schon mehrfach mitgeteilt wurde, Missionar Martin Maier morgen, Mittwoch, abends 8 Uhr, im Saale der großen Aula der Universität einen Vortrag halten. Die „Berner Zeitung" schreibt dazu: „Es ist von Interesse, das objektive, ruhig abwägende Urteil eines Mannes zu hören, B Bei ber t .gerichk (Biegen 1.® 2. N 3, 6ol 4. Str Vertagt. , — Trr Reichskanzler Grat von Bulow ilt durcv eine leichte Erkältung genötigt, bas Zimmer zu hüten, und hat deshalb cm dem gestrigen Lrdensfest nicht teilgenommen — Die die „Nordd. Mlg. Ztg." erfährt, linb bie Arbeiten! für den deutsch-österreichischen Handelsvertrag Jo weit gedichen, daß bie Unterzeichnung für bie nächsten Tage in Aussicht steht. , ,, . — Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: In einem Bericht der ,.Koln. Ztg." vom 21. Januar wurde Kolonialdi r e k t o r S t ü b e l verantwottlich gemacht für die Verweigerung der 200 000 Mark, die aus Grund eines mit der Firma Kopvel abgeschlossenen Vertrages für bie Vorarbeiten der Eisenbahn Dindbuk- Reboboth verausgabt sind. Der Bericht behauptet, der .Kvlo- nialdirektor habe in ber Sitzung der Budgetkommission vom 19. Januar die Verpflichtung zur vorherigen Vorlegung des Etatsvoranschlags für diese Bahn bestritten. Aus die entgegenkommenden Erklärungen des Reichsschatzsekretärs, der Fehler und versehen bei bei etatsrechtlichen Behandlung zugegeben habe, s en bie Parteien zur Bewilligung des Postens geneigt gewesen, bis ber kolonialdirektsr wiederholte, daß er nach seiner Ansicht in jeder Beziehung im Recht gewesen sei. Demgegenüber stellen toir _mif Grund des Protokolls ber betreffenden Sitzung fest: Zunächst gab ber Reichsschatzsekretär die Erklärung über die staatsrechtliche Seite der Frage ab. Er gab dabei zu, daß bei, der formellen Behandlung Fehler unterlaufen sein könnten, bat die Kommission, nachdem um Indemnität nachgesucyt sei, sich über die verfassunas- mäßigcn Bedenkm hinweg?,usetzen und die Entscheidung lediglich nach sonstigen Gesichtspunkten zu treffen. Im weiteren Verlaufe ber Sitzung legte der skolomaldirektor als Vertreter des ^ach- refforts auf ausdrückliche Aufforderung aus der Mitte der .Kommission nochmals die sachlichen Gründe dar, die rücksichtlich der bei ber militärischen Lage zurzeit zu treffenben Entschließung nach seinem pflichtgemäßen Ermessen die umgehende Inangriffnahme der Vorarbeiten für die Bahn als dringlich hätten erscheinen lassen. Was .t t#*1|(f Ml r'.“ s, k ■ i'A'fTt -L' mit eintt satzlutg^^ über die Operationen der Kavallerie unter Misch Sattnar fand ein Angriff des.Feindes, der IV- Kompagnien stark iriv. beim Torfe Ntzoatar fhrtt, als die russischen Jager und Kochten cmen Offenstvstost aus die Flanke und die tstachlmt de? Femdes machten Dtc Japaner flüchteien ror den ilosaten und.besesttcn du! F Kbnuchinn im Innern des Torfe?, ^re Kosaken unter Csim, und Nekrafoff näherten sich der Maner der Fa-brrk. wurde durch Bajonettstich« am Kops verwundet und dann durch zwei Gewehrkicheln getötet: °uey der frtmzvsi ck>e -em xant Berttn siel. Um die Japaner, welche sich ymter oer starken Mauer der Fabrik befanden, zu vertreiben, much Artillerie berbeigernftn werden. Tiefe eToffnete aitf CdhTitt das Granatfeuer. Tarauf floben d'- Japaner, s wurden zum Teil vernichtet, zum Totl gefangen aenvEen. Tie Verluste auf feiten der Russen smd. S^fsi»,ere un^ 7 Soldaten tot, 7 Ofsitt-re und 33 Soldaten verwundet ®x>t dem Angriff auf die Statton von ^nk-u am 1- Januar traf ein Zisg aus Taschrkiau, bestestend aus i tzvagcn mit japanischer Jnfmrteric em. Ter Zust wurde durch Freiwillige beschossen, tvclche die ltnke Flanke deckten, dann durch unsere Artillerie. Tie Lowmotrve 5"'vdespSter^r trümmert infolge einer D-schüdrgung der Eisenbaünsime b-' Inkan. Der Angriff war verlsindert durch da^ -rabtge^ccht das vor b>en iapanisckicn Grüben angebracht war. der Nacht vorn 14. Januar lief eine Meldung em daß em Dorf, 4 Werst von unserem Feldlager entfernt, von den Japanern besetzt war und daß eine andere feindliche Kolonne von Niutschwang heranrücke. Unsere Kolonne erhielt Lum Morgen den Befehl, nach Nordwesten vorzugehen, um imfere Bewegungen zu decken. Kosaken Wurden ge^en em^e Bataillone" starke feindliche Kolonne beordert, stie dann bat Feuer eröffnete, aber unter Verlusten zum Ruckzngge- fünfen wurdr. Eino ander- Kosar.nabt°tlung erofin°te das Fcuer auf da? von d-n Japanern besetzte ^orf, da^ außerdem noch durch eine andere Nterlung unserer. Ar- tillerie beschossen wurde. Tie Vorhut einer Kolonne, ü ic .aus dem Torfe herauskam, wurde durch unsere Angriffe vernichtet. Unsere Verluste inSgesaimt sind: < Cftv -tet-e und 71 Soldaten getötet und 32 Offiziere und 2»7 Mannschaften verwundet. . v Aus Tokio meldet Reuter: Admiral Kamimura berläßt heute Schimbaschi, um wieder zur Flotte zu stoßen. Es heißt neuerdings, das Dladiwoft.ok-Geschwader habe seine Ausbesierunaen beendet und könne jeden Augenblick uuslausen. Die Flotte bereitet nm tntt Nachdruck auf die zweite Periodode? Dneges vor. ^zn Japan sind bis jetzt von Po^ 2lrthur 309 russische Osttzrere und 17 511 Mann einaettoffem________________ ÄD11Sero astopol, 23. Jan. In Sewastovol steht das Ma r i n e- dstvot in Brand Nach beut zweiten Fabriksignal zum Sammln der Arbeiter um 7 Uhr morgens brach in verulmdenen Werkstätten ber Admiralität Feuer aus. Fast gleichzeitig stand das Dach des Gebäudes in seiner ganzen Ausdehnung in flammen. Der ^Brand behüte sich mit solcher Schnelligkeit aiis, daß lieh bie Arbeiter ber Mobellabtellung kaum durch einen Lprimg ans ben Fenstern auf ba? Nachbarbach retten konnten. ^ie Ursache deS Brandes ist unbckannt. Der Scheden beträgt einige hunderttausend Rubel. In den Werkft-'ttten sind gegen loOO Arbeiter beschäftigt. Dank vielen Vorkehrungen gegen die ^euersgewbr wurden viele Hafengebäude gerettet. Der Brand wurde um 1 Uhr Familien habe ich angcorbnct. Ihnen 10 000 Markzur "Neustadters! 23.^- Gestern tagte hier der Par- iE.Vc MilM- Sone" < y Nelfiluiion sfsvtnsr der pfälzischen Nationalliberalen an das ^'OMptoarnmin und den Wahlaufruf der Liberalen des rechtsrhetnischen Papern aussvriebt. __ k’o k,. »)88 £* r-"1 9 atS Innsbruck 23 Jan. Von hier ging ein T r a n s p o r t non^lOÖ Arbeitern n a ch De n t s ch--s ü dw e st a f r i?a. Diese Arbeiter sind Tiroler und wurden von Agenten sur Bahn- bauten anyeworbtm.^ rnssisch-n rev-. l u t i o nären Sozialisten hielten heute abend eine zahlreich besuchte V^ammlimg ab, in der den P cterSburg, er n n i f e n Svmpathie ausgesprochen wurde. Die Zugänge zum Versammlungslokal waren polizeilich bewacht, ebenso daS russische bei Adolf Geisse, SelterSweg. Der Hessische Landesverein vorn Roten Kronz hielt, wie uns ans Darmstadt gemeldet wird, am gestrigen Montag nachmittag unter dem Vorsitz des Ober- konsistorialpräsidenten I). Buchner seine Hauptversammlung für 1903 und 1904 ab, die von 35 Vertretern der hessischen Zweigvereine besucht war. Nach der Wahl der Mitglieder des Verwaltungsrates erstattete der Vorsitzende Bericht über die Tätigkeit deS Lande^vereins, dem gleichzeitig die Verwaltung der Kaiser Wilhelmftiftung obliegt, und teilte u. a. mit, daß der Ertrag der Sammmliingen für die deutschen Truppen in Sü dw est afri ka sich auf 4408,26 Mk. belief. Zur Vervollständigung der 200 vorrätig zu haltenden Betten wurden sogleich 2000 Mk. bewilligt und für weitere Anschaffungen wurde beschlossen, bis zu 3000 Mk. bereit zu stellen. Weitere Beschlüsse wurden des hohen Paares wird Prälat Dr. Walz unter Assistenz des Hofpredigers Ehrhardt vollziehen. TeBeg®Bionischer SCwrsberichte 101.85 | 30/g Mexikaner Hi 4a: B";1 B24/, im Distrikt Heegwald, und Eichen u. Nadel-Stock. auf der Kreisstraße Beuern— 446 n sich ZU im er. Lindenplatz 12, Gießen. Bahnhofstraße 27. Bestellungen erbitte frühzeitig, da Fische stets Freitags geräumt. Die jTRANKFURfSMZ Beginn 419 C2*/< Hir 415 D2‘A ’v- ■? V. M 3500 1900 5 100 fZ V auf der Stannn- 105.00 64.55 63.85 125 128 4780 H W Buchen-Wellen Eichen-, Nadel- Aspen-Wellen rm Bnchen-Stock 129.60 50.60 Nutzknüppel 2V2 Meter lang, Scheit (darunter vieles, welches Küferholz eignet), Eichenstangen Buchenstämme III. Klasse Birken- und Erlen-Stäinme 58 38 0,69 10,64 0,55 41/2% Chinesen . . Electric. Sohuckert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit, Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsgea. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden . . . Gotthard bahn . . . Lau rahfltte . . . . Bochum . . , . . Harponer . Staatsschatzscheine . Freitag, den 27. d. Mts., kommt im Beuerner Gemeindewald, olgendeS Holz zur Versteigerung: 372% W 3°/0 n Reichsanleihe do. Konsole . do. . . Hessen Oberhessen Eichenstamm I. Klasse 3,09 Eichenstämme II. Klasse 9,49 „ III. und IV. Klasse 153,29 Die Beerdigung findet Mittwoch den 25. d. Mts., nachm. 37o Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. IL™-—--- ! AuiBrötchen gestrichen u.iür Saucen eme appetttreizcudePcrlkatesse I c^n Heinen A>orttonsdosen oder ^uOen stets frisch im Verbrauch. Kreisstraße diesseits der Diesenbach und kommt das and Stangenholz zuerst zur Versteigerung. Staufenberg, am 20. Januar 1905. Fstm. u 1 dell .flDOlt- 4% Unerar. Goldrente . . 40/ Italien. Rente , . . 4%% Porto fieser , . . ■<0/ Portugiesen, . . . 1 % C. Türken . . . . Türkenlose . . . . 4°/o Griech. Monopol.-Anl. Birkenstämme 1,37 Fstm., Eichenstämme bis 62 Zmtr. Durchmesser 56,65 Fstm. (darunter 40 Stämme Schnittholz, die anderen Stämme eignen sich zu Wagnerholz), Fichtenstämme, Fichten-Derbstangen, Fichten-Reisstangen, Rm. Eichen-Nutzscheit, Holz-Versteigerung. Donnerstag, den 26. Januar 1905 sollen in den Waldungen dec Stadt Staufenberg in den Distriken Birken «mb Schwalbengraben versteigert werden: Kutscher-Verein Gießen. Von dem. am 23. d. Mts. erfolgten Hinscheiden der Gattin unseres Mitgliedes Heinrich Großhaus Frau Elisabeths Grosshaus setzen wir die Mitglieder geziemend in Kenntnis. Der Vorstand. Großh. Bürgermeisterei Staufenberg. Stephan. Weichholz: 41 rm Weichholz. Groß-Rechtenbach, den 23. Januar 1905. Mte im "dtischr nt toorben em Berg- lMoi) füc :*tt ?nmp. flieit ein l^ccfenbcn Menge ist arf bet -r Wasser- ntt; es ist zu liefern «Ifo genau l§ am zu- ur Reserve uch fertig n Arbeiten Jen dürfen, reichliches Brennholz - Versteigerung! im Gemeindewald von Nieder-Kleen, Dienstag bctti 31. Ä. Mts., Beginn vormittags 10 Uhr, Distrikt Pfingst-' Geilshausen, (beim Pflanzgarten.) Beuern den 23. Jan. 1905. Großh. Bürgermeisterei Beuern. Otto. . 89.75 . 101.85 . 89.70 . 100.10 . 99.70 11 232 108 14 7 310 254 rm Buchen-Scheit 14 , Eichen- u. Nadel-Scheit 74 „ Buchen-Knüppel 30 „ Eichen- und Nadel- Knüppel Die Zusammenkunft ist . 32.99 . 92.00 . 137 10 . 108.20 . 210 00 189.10 . 140.60 . 156.60 . 162.70 . 137.50 . 17.20 . 193.00 . 254.30 . 235.25: . 209.80t gebäude, Zimmer Nr. 15, zur Einsicht auf. Gießen, den 21. Januar 1905. Großherzoali'' c 'rei Gießen. I. V.: Enrschmann. Nutzholzverkauf. Mittwoch den I. Februar d. I., vormittags 9 Uhr anfangend, kommen im Gemeindewald Naunheim zum Verkauf: 1) 132 Eichen-Stämme mit zus. 114,35 Inhalt, bis zu Fstm. 3,18 Inh. und 76 Em. Durchmesser, darunter schönes astfreies Schnittholz. 2) 7 Buchen-Stämme mit Fstm 4,89 Inh. bis 55 Em. Durchmesser. 3) 98 Fichten-Stämme mit 64,80 Inh., bis zu Fstm. 1,59 Inhalt, 26 Mtr. Länge und 29 Em. Durchmesser. 4) 120 Fichten-Stangen I. bis III. Kl. 5) 88 Kiefern-Stämme mit Fstm. 30 Inhalt. Zusammenkunft bei den Fichten in Buchenhardt, an den Oberwiesen. Das Nadel- und Buchen-Stammholz wird vormittags verkauft, am Eichenstammholz im Jungfernhchz gegen 1 Uhr Jagd Verpachtung. ^Montag, den 6. Februar l. Js., nachmittags 3 Nhr, soll auf hiesigem Rathaus die der Gemeinde Watzenborn- Steinberg zustehende Feld- und Waldjagd auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Watzenborn, 20. Jan. 1905. Gr. Bürgermeisterei Watzenborn-Steinberg. Die hiesige Gemeindesagd wird Donner-stag den 9. Febr. d. Js., nachmittags 2 Uhr, nut dem Rat- Hause dahier mit weitere 6 event. 9 Jahre verpachtet. Die Jagd umfaßt ea. 450 Hektar Ackerland und Wiesen und 153 Hektar Wald. Sie ist von der Bahnstation Wölfersheim-Södel in 4 Minuten zu erreichen. Der Bestand an Rehe»», Hasen, Rebhühner», und Fasanen ist ein guter, wie überhaupt die Jagd als eine der besten Gemeinde-- japben der ganzen Wetterau bezeichnet werden kann. Södel bei Friedberg, 20. Jan. 1905. Großh. Sürqermciftcrci Södel. Raab. D24/1 vckmntmachuno In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Restaurateurs Anton Koch in Gießen ist auf Grund des Ztvangsvergleichs * Vorschlags des Gemeinschuldners Vergleichstermin auf Freitag d. 17. Febr. 1905, vorm. 10 Nhr, vor dem unterz. Amtsgericht anberaumt. Der Vergleichsvorschlag ist aus der Gerichtsschreiberei zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt. [B21/, Gießen, den 19. Jan. 1905. Großherzogliches Amtsgericht. Holzversteigerung in der fürstlichen Oberförsterei Lich. Montag den 30. Januar, von vormittags 91/, Uhr an, im Distrikt Hard: Scheiter: 228 Rm. Buche»» (dabei 2 mal 2 Rm. Werkholz), 29 Rm. Eichen (teils gemalten, teils rund); Knüppel: 68 Rm. Buchen, 23 Rm. (Sichen, 9 Rm. Nadelholz; Stöcke: 84 Rm. Buchen, 42 Rm. Eichen, 32 Rm. Nadelholz; Wellen: 1970 Buchen, 600 Eichen, 700 Weichholz (Ausputzreisig), 490 Nadelholz. — 4 Bnchcn-Schnittholz (39-57 Etm. Durchmesser) = 2,04 Fstm., 2 Erchen-Schnittholz (46 und 51 Etm. Durchmesser) — 2,13 Fstm., 17 Eichengrnbenholz t Wagnerholz, Pfosten Holz nsw.) — 5,16 Fstm., 5 Kicfernschnittholz (32 bis 46 Etm. Durchmesser) = 5,21 Fstm., 51 Fichten - Stammholz (Schnittholz, Balkenholz rc.) — 63,63 Fstm. Die Zusammenkunft ist auf der Waldstraße von Koluhausen in die Hardt beim Gintritt in den Wald. Dienstag den 31. Januar, von vormittags 91/, Uhr an, im Distrikt Höler: Scheiter: 231 Rm. B»»chen, 12 Rm. Eichen (ungespaltenh 4 Rm. Nadelholz (ungespalten; Knüppel: 169 Rm. Blichen, 122 Rm. Elchen, 2 Rm. Kirschbaum, 9 Rm. Nadelholz; Stöcke: 123 Rm. Blichen, 86 Rm. Eichen; Wellen: 5530 Buchen, 2000 Eichen, 140 Nadelholz. — 11 Eichen-Schnittholz (40 bis 48 Etm. Durchm.) = 7,56 FsMl., 2 Elsbcer-Werkholz = 0,40 Fftm., 4 Fichten-Banholz = 2,88 Fstm., 14 Fichten-Dcrb- stangcn — 0,67 Fstm. Tie Zusammenkunft ist auf dem Vicinalweg von L»ch nach Garbenteich am Hölereck (Schutzhäuschen). Bekanntmachung. Die unterm 24. Dezember 1904 angeordnete Sperre des Tiefenwegs wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 23. Januar 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen, herberg. Zusammenkunft um 10V2 Uhr beim Vorsteher, der Versteigerung im Walde um 11 Uhr. Hohensolms, den 21. Jan. 1905. Der Bürgermeister. H u t t e l. Holzversteigerung Gemeindewald Altenkirchen, Montag den 30 weide Eichen: 2 rm Derbholz, Buchen: 51 rm Derbholz, 33,2 Nadlholz: 51 rm „ 47,2 881:1/1 la. IMiinWe TMtm Bruno lslando^sky. Duisburg a.RH. hv1*/18__| -MpsWllktti Mßell Jac. Perfpn Schanzenftr. 4 Lmdenplatz « empfiehlt täglich frisch: Lüstrahmbutter pro Ptd. 1,20 Mk., fernste Hofgutbntter pro Pid. 1,10 Mk., XM7- zarte Spcifcmatte pro Pfd. 15 Pfg. Selbstmord versucht. Man hörte aus der Weisel'schen Woh- gung am Sonntag abend, nachdem der Wirtschaftsbetrieb geschloßen worden war, ein heftiges Zanken zwischen den beiden Ehegatten. Dann aber wurde es ganz still, und man hatte keine Ahnung von dem Entsetzlichen, das sich da vorbereitete. Heute früh nun zwischen 5 und 6 Uhr hörte der Stationsvorsteher matte Ruse, als diese danach gleich verstummten, legte er der Sache weiter keine Bedeutung bei. Als heute morgen sich von dem Weiselschen Ehepaar niemand sehen ließ stellte man Erkundigungen an. Ein Bahnbeamter bemerkte dann auch, daß das Fenster des Schlafzimmers der Familie Weisel etwas geöffnet und stark mit Blut bespritzt war Da die Tür zur Wohnung verschlossen war, stieg em Beamter mittels Leiter durch das angelehnte Fenster m die Kammer ein. Auf dem blutbespritzten Boden zwischen den beiden Betten lag die Frau mit durchschnittener Kehle, während der Mann, bleich und stöhnend mit zerschnittenem Handgelenk sich i»n Bette wälzte. Die drei kleinen Kinder saßen leise weinend da; von Hilferufen mcircn sie jedenfalls durch Drohungen des Vaters abgehalten worden. Die Er* mordung der Frau ist mit einem Rasiermesser ausgeführt. Weisel zeigte in letzter Zeit ein sonderbares Wesen, er^ war hochgradig nervös, so daß man vermutet, er habe die Tat m einem Anfall von Geistesstörung begangen. • Leipzig, 24. Jan. Der seitherige Direktor der Leipziger Trikotagenfabrik, Kotte, wurde verhaftet. Der Auf- fichtsrat hatte wegen Jnventurfälschung Strafanzeige erstattet. * .Hamburg, 24. Jan. Der Dampfer „Perm rnt einer Getreideladung vmi Danzig nach Oxeloesund rn Schweden bestimmt, ist im Sturm mit 14 Mann Besatzung untergegangen. mittags Fortsetzung. Der Bürgermeister • Kern. Holz-Versteigerung. vorm. von 9 Uhr an, Bekanntmachung. Bei der gestrige»» Wahl der Beisitzer für das Kaufmanns-- a ericht Gießen sind als Beisitzer für drei Jahre gewählt worden: 3 I. Selbständige Kaufleute: 1. Möhl, Georg Emil, mit 41 Stimmen, 2. Noll, August, „ 41 „ 3. Holterhoff, Franz, „ 41 „ 4. Strauß, Moritz, „ 40 „ II. HandlurrgSgehilfeu: 1. Will, Hermann, mit 91 Stimmen, 2. Engel, Hugo, » 55 „ 3. Dolch, Karl, „ 55 „ 4. Hofmann, Abraham, „ 47 „ Beschwerden gegen die Rechtsgiltigkeit dieser Wahlen sind bis lvätestens 20. Februar lfd. Js. bei der unterzeichneten Behörde anzubringen. . ... . Das Protokoll über die Wahlhandlung liegt tm Burgermeistere»-- Kurili und Wissenschaft. Karlsruhe 23. Jan. Der Hofschauspieler Heinrich Reiff, der über 25 Jahre dem Verbände unseres Hos- theaters cmgehört und in den letzten Jahren zu den ersten Kräften auf dem Gebiete der komischen Rollen und ersten Chargen zählte, ist heute nacht plötzlich im Mter ümt 51 Jahren am Herzschlag gestorben. v München , 23. Jan. „Die Bergschmiede", em Bühnenspiel von Karl Hauptmann, das zwar seine Verse zeigt, | aber mit dem, was wir Bühne zu nennen gewohnt sind, nicht loS«i • d-E »’ft, ou cä Obet. «""hlutiq « W. dn Mit. bricht le,(ig di- teilte bie 1’^ auf 200 Dor» 1 A be. :°üen, big ic mürben 37,% 4% Oesterr. Goldrente . . 101 80 Ktrichtssaak. e Gießen, 24. Jan. Die Strafkamm er verurteilte Deute ten Maurer P. R. von Treis a Lmda. wegen Urkunden- fälschung und Betrugs zu 5 Monaten Gefängnis. R. Iict einen mif ihn gezogenen Wechsel durch Beifügung cme§ falschen Nauiens gesälsckst, was ihm die Diskontierung ermöglichte. Mit dem erhaltenen Gelde wollte er das Weite mchen, wurde ciber am hiesigen Bahnhof noch rechtzeitig angehalten. tn seinem Besitze befindliche Geld mtt 180 Mk wurde ihm ab- genommen Tie Staatsanwaltschaft hatte 4 Monate beantragt, das Gericht hielt aber mit Rücksicht auf die Vorstrafen, worunter sich eine Verurteilung wegen Urkundenfälschung befindet, eine höhere Strafe angezeigt. — Ein wiederholt rückfälliger Dieb wurde in der Person des Taglöhners H. R. von Butzbach ebenfalls zu 5 Monaten Gefängnis verurteilt. Er hat einem Mitarbeiter eine Schippe gestohlen und diese mit verschiedenen Zeichen versehen, sodaß sie non dem Eigentümer nicht mehr erkannt werdeii sollte. Die Schippe wurde trotzdem erkannt, was Anzeige zur Folge hatte — Weiter wurde ein Urteil des Schöffengerichts Gießen teilweise abgeändert. Die Eheleute I. W. hier hatten sich in Gemeinschaft mit dem Taglohner I. W. in die Wohnung der Schwiegereltern der erstgenannten begeben. Dort gab es Streit, der iit Tätlichkeiten ausartete, worauf Anzeige wegen Hausfriedensbruchs, Körperverletzung und Bedrohung erfolgte. I. W. wurde durch das Schöffengericht zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt; seine Berufung wurde verworfen Die Eheleute I. W. hatten Gefängnisstrafen von je 3 Wochen und 5 Tagen erhalten, diese wurden, auf 14 Tage herabgesetzt. — Ein bei einer hiesigen Firma beschäftigter Reisender V. E. war angezeigt worden auf einen i n F a h r t b e f i n d l ijf> c n Eisenbahnwagen gesprungen zu sein, was einen etro, - befehl über 8 Mk. zur Folge hatte. Auf seinen Einspruch setzte das Schöffengericht die Strafe auf 3 Mk. herab. Seiner dagegen erhobenen Berufung wurde teilweise ftattgegeben und die Strafe auf 1 Mk. herabgesetzt. t t , Koblenz, 21 Jan. In der Mord- und Brandprozemache gegen den Schmied Stoffel aus Windesheim wird seit dre» Tagen am hiesigen Schwurgericht verhandelt., Stoffel war im Feldzuge wegen Meuterei zum Tode verurteilt worden, wurde aber vom Großherzog von Hessen begnadigt. Die seit 20 Jahren andauernden Grausamkeiten des Stoffel gegen seinen Schwager, seine beiden Frauen und die Kinder wurden von deir Einwohnern von Windesheim wiederholt bem Bürgermeister gemeldet. Dreier schenkte den Anzeigen kein Gehör, weil er befürchtete, datz darn» die Familie der Gemeinde zur Last fallen werde. Das Schwurgericht verurteilte Stoffel wegen Mordes zum Tode. Bochum, 24. Jan. Das Schwurgericht verurterlte nach zweitägiger Verhandlung den Bergmann Kosmecki aus Laer, der am 22. August v. I. den Bergmann Maleska zu Harpen ermordet hatte, zum Tode. Buche-, Eiche- und Nadel-Knüppel, „ ,z „ „ Stöcke, n ii ii ir Wellen. Zusammenkunft ist vormittags 9 Uhr 4X'.% Oesterr. Silberrente 100.40 - " ~ ‘ . 99.95 iqen Notiz bemerken, Frau und imen. Erst ibe Tunket Hast den ibebungen außer dem Neiligt, die >eu cigent- t, doch sind rs gegeben, ite er auch i seine Vergaffen wer- bat Hiebet Wer ging i \xm, das Hav^ »Pit : kurz nach mstdruckerei, gebörenben1 einem neuen Zt. noch dies je im ersten: erntetet hah Schaden- »icrwehrzuge iube§ nächst § energischen [iqe alsbald Peter langen nie, da bas pöbeln g"ie -Llauchlinien rräte üertttet nod? lebt bebeutenben ,n beS 3«l,ctS ft zus°'nwen' „ mit b«m , «aenStih« Ifonnte. 5t i" ®*; ,t noch nM - f 3 Der- !°? Mnnche-m finb ■ ft J,; f«nb dkl Lompen * . " ,1U8 ent« ’•?, in teinet „en ^,-jdclberg^ ‘"st«!1 , ,1.nnittf[n’ gteue- *‘n - t. r5 bi< rm Stockholz, 164 rm Reiser^ , „ 703 , , / • ----- --------. x TURK PABST Anchovy Paste. Sardellen BiitterJ X i -------- --------_ 4ll.t% äussere Argentine' Tendenz: fester. Das Bürgermeisteramt. Jede Woche Mittwoch, Donnerstag, Freitag lebendfrisch iw Bsestea1 ISordseeware eintreffend: Hochs. Nordsee-ScheUsisch mit W 2—4pfündig, ipfündig. Portions-Schellfisch Prima Nordsee- Kabliau ohne Kops im ganzen Fisch per Pfd. 36 Pfg«, im Ausschnitt 40 Plll- Große grüne Heringe. aT‘;' Gebrüder Berdux das Geringsr? zu tun hat, tourte im Hoftheater mit stummem! Erstaunen ailfaeuomm''u und te-nn abaelehnt. ' Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst!^ Voraussichtliche Witterung tu Hessen für Mittwoch bett 25. Januar 1905: Trub, milder, besonders nachts, unb Tau^ weiter, nur vereinzelt im Gebiet geringe Niederschläge (Regen). Näheres durch die Giestetter Wetterkarte. Henrik Meldunoen. Petersburg, 24. Jan. Hier wurde von der Po-, lizei eine y'roste Anzahl B omben-Werkstä'ttert, aufgefunden und Luigebobeu, in denen Studenten gefähr-, liche Wurfgeschosse mit Lyddit und Melinit herstellten. Die PotiAer ist .durch Verrat in den Besitz einer ganzen Liste von geheimen Werkstätten gelangt, in denen seit Wochen^ Bombet» an gefertigt worden sind. Petersburg, 24. Jan. Aus Serteresk an der: finnischen Küste wird berichtet, daß 1800 Arbeiter die Gewehrfabrik plünderten und in den Besitz titeler' Gewehre gelangten. Sie haben aber keine Munition. D-i^ Leute zerstörten die Eisenbahn nach Sertesesk^ Ts'chifu, 23. Jan. Dreizehn Dschunken mitt 500 Männern, Frauen und Kindern sind au^. Port Arthur hier ein g e tro ffen. Die Ueberfahrtt dauerte elf Stunden. Weitere Dschunken werden ettoartet., Ilm ihre Sicherheit hegt man Besorgnis, da ein Sturm wt, Entstehen ist. Dampfer sind abgesandt worden, um stzy zu suchen, sind aber noch nicht zurückaekehrt. gesch. Seltersweg 19, gesucht. Restaurant zaa Andres 331 empfiehlt 5 Zimmer 457 Es ladt freundlichst ein CarB Lampert 0417 tags. 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