ruih ■en lUfu^ / I lypolhekengeld I. delle, in jeder pöhe, n l .provisioo-lo-auszuieil k!-, t schnitt,che ölelbungen u. W I ^kn Siebener Anzeiger erb, j Hach »ühuhold zu främ rgm steufindmdm [06335 25 jährigen kHWih ie besten Wünsche. Biegeipfafc Heirat nget Beamter am t)W tf. \M eine? Men. HLuM und solid et- itnen Fräulein« mit tirotf rmLgen behusi Heirat. Anonym zwecklos. eiferten unter Nr. 06806 ar i Gießener Anzeiger erbeten. SBaile,» 3. mittelot, llöl blonb, Vermög. 200 000 4 Herrn, w.a.o.Aerin.,jed.mM rl Ang.u.Z!ie-,Snlii--i--ll.. Di« Mitglied« >- h| j>(It 23. Nr. S24 Zweites Blatt. 155. Jahrgang Samstag 23. September 1905 Erscheint »glich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Siegener $amlllenbiatter“ werden dem »Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der Ehejstsch« tanböUt" erscheint monatlich einmal. Eichener Anzeiger Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitätsdruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion.Expedition ».Druckerei: Schulstr.?. Tel. Nr. 5L Tclegr.-A.dr. ; Anzeiger Dreßen. GeuerÄ-Mzeiger, Amtr- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Aus den WrieftN eines gefallenen Asstziers. Wie es drunten in Südwestasrika zugeht, erfahren wir aus Briefen, welche ein tm Kampfe gegen die Schwarzen gefallener Offizier, Kurt Hildebrand von der Marwitz [zuletzt beim 18. Dragonerregiment), an seine Angehörigen gerichtet hat. Tie Briefe, welche im Auszug in Nr. 48 der „Zukunft" zum 'Abdruck gebracht werden, führen uns einen lebenslustigen, mutigen, in seiner schlichten Menschlichkeit liebenswürdigen Offizier vor, der alle Annehmlichkeiten der Heimat hinwegwrrft, um dem Rufe des obersten Kriegsherrn zu folgen und auf afrikanischer Erde unter Oualcn und Entbehrungen den Heldentod zu sterben. Am 23. Juli 1904 hatte der junge Offizier seiner Mutter zum letztenmal die Hand gedrückt, still und ernst, wie es Soldaten geziemt: dann dampfte er mit der „Gertrud Woer- mann" der dunklen Zukunft entgegen. In den Briefen, welche Kurt von der Marwitz während der Fahrt über da§ große Wasser und nach der Ankunft im afrikanischen Deutschland nach .Hause schrieb, finden sich fesselnde und anmutige Schilderungen über das Gesehene und Erlebte, aber auch schwere Anklagen nach verschiedenen Richtungen. So fällt uns im ersten Briefe, datiert vom 26. Juli 1904 (auf der Höhe von Teriffa) eine Stelle auf, die sich vermutlich an die Adresse des großen Ham- burger Rheders und Kaufmanns Woermann, eines Günst- ling's des Kaisers, richtet: „Wir fuhren die Elbe hinab und mußten in Stade acht Stunden liegen, um Lieferungen, die Herr 3a. verstauen zu lassen versäumt hatte, an Bord zu nehmen. Dieser Mann hat meiner Ansicht nach viel mehr Einfluß auf die Mobilmachung der Kolonialtruppen, als gut ist. . ." In einem Briefe, geschrieben auf der Höhe von Magador, sagt der Offizier: „Unsere Mannschaften sind meist so töricht, gegen denTurstBierzu trinken, und schwitzen daher weidlich. Das 'Unteroffizierkorps ist leider nicht annähernd ans d^er Höhe; man sieht den kleinen und engherzigen Standpunkt, den viele Kompagniechefs haben; sie suchen sich ihre schlechten Elemente wegzuloben. Tie besten wären eben gut genug, um den Anforderungen, die hier gestellt werden müssen, gerecht zu werden. Man leidet sehr darunter, daß man andauernd die gröbsten Register ziehen muß." In einem Briefe, auf der Höhe vom Kap Verde, klagt Kurt von der Marwitz über sengende Hitze und mangelnden Luftzug. „Wir fuhren — schreibt der Offizier sodann — heute so dicht an einem heimkehrenden Woermann-Dampfer vorüber, daß man die Gesichter der Passagiere erkennen konnte. Von unseren Leuten wären gewiß viele gern mit zurückgefahren, die sich die Unannehmlichkeiten der Expedition nicht so gedacht hatten. Tie für den Kriegsfall vorgesehene Verschärfung der K'riegsartikel haben leider einige Renitente schon an sich ausprobieren müssen." Ein vom 17. August datierter Brief, in dem die Ankunft in Swakopmund mitgetcilt und die mißlichen Landungs- verhättniste geschildert werden, enthält folgende Bemerkung: „Trotz meinem Untertanenverstand habe ich den Eindruck gewonnen, daß die Kriegsleitung so im Argen liegt, daß wir nicht die geringste Veranlassung haben, über jene anderen Staaten zu moralisieren lzu Gericht zu sitzen)..... Tie Landschaft ist geradezu trostlos. Fliegender Sand, kein Baum, kein Strauch, nur einige verbrannte Kakteen. Tie Deutschen sind a ll e m i t e in a n d er v er z a n kt, von Manchen werden Geschichten erzählt, die sich schriftlich nicht wiedergeben lassen." (Schluß folgt.) Unruhen in Afulsch-Wajrika. Nach einer Meldung des Gouvernements von Deutsch- Ost afrika hat Hauptmann Merker die Aufständischen zwischen dem 7. und dem 15. September in mehreren Gefechten in den Kitschi-Bergen nordwestlich von dem Mcttumbi-Berge im Hinterlande von Kilwa geschlagen. Der Gegner erlitt große Verluste. Diesseits wurde nur ein Farbiger verwundet. 30 Mann Marine-Infanterie sollten mit der Verstärkung für Morogoro unter Hauptmann Frhr. v. Wangenheim am 21. September mit dem ,Bussard" nach Bajamojo gehen, um dann nach Morogoro zu marschieren. Zur Beendigung der Pazifizierung von Morogoro stehen nach dem Eintreffen dieser Verstärkung dem Hauptmann Frhr. v. Wangenheim über 160 Askaris außer der Marine-Infanterie zur Verfügung. 30 Mann Marine- Infanterie und zwei Kompanien Farbige werden Mitte Oktober in Kilwa zum Vorgehen auf Liwale-Songea bereit sein. — Im Bezirk Lindi steht Hauptmann Seyfried mit 30 Mann Marine-Infanterie und 100 Askaris. Erstere sollen eine feste Stellung bei der Missionsstation besetzen. Der Benediktiner- abt Norbert traf mit den flüchtenden Missionaren aus Kigon- sera und Peramiho am Niassasee ein. Der Telegraph nach Tabora ist in Ordnung. Von Mahenge und Sengea liegen keine Nachrichten vor. Hauptmann Nigmann hatte mit der Kompanie von Jringa Mitte September ein siegreiches Gefecht auf der Grenze der Bezirke Mahenge und Jringa gegen Wahehe und Wambunga. Auf deutscher Seite wurden drei Farbige getötet lind vier verwundet. Der Feind hatte schwere Verluste und zog sich in der Richtung auf Jfakara zurück. Nigmann verfolgt ihn und sucht mit Mahenge Verbindung. Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet: lieber die Entwickelung der Unruhen unter den Eingeborenen im südlichen Teil des ostafrikanischen Schutzgebietes ist einem Bericht des Gouvernements aus Dar-es-Salaam vom 26. August folgendes zu entnehmen: Der Bezirk Kilwa wurde nach der Abreise des Bezirksamtmanns von Rohde von dem Bezirksamtssekretär Gruse verivaltet, bis dieser am 22. Juni infolge eines Unfalles dienstunfähig wurde. Mit der Führung der Bezirksamtsgeschäfte wurde dann der Stabsarzt Lott beauftragt. Die Bewohner der Matumbiberge sind von alters her als trunksüchtig, diebisch, widersetzlich und rauflustig bekannt, seit der 1898 ausgeführten Strafexpedition des Premierleutnants v. Beringe waren sie gefügiger. Schon Mitte Juli führte der Akide von Kibatta Klage, daß ein Zauberer im Mo- horobezirke die Eingeborenen aushetze. Dieser Zauberer wurde verhaftet, kriegsgerichtlich zum Tode verurteilt und gehängt. Ende Juli bedrohten Bergbewohner den Baumwoll- pflanzer Hopfer in Mtumbet. Dieser wurde auf der Flucht nach Kilwa in der Nacht vom 1. auf den 2. August ermordet. Am 31. Juli wurde der Akide in Kibatta überfallen. Der Ueberfall wurde abgewiesen. Am 1. und 2. August wurde Samanga von den Aufständischen angegriffen^ Der erste Angriff wurde von dem Baumwoll- pstanzer Steinhagen und den Arabern, der zweite von einer Abteilung PolizeiaSkari aus Kilwa unter dem Feldwebel Hoenicke mit erheblichen Verlusten zurückgeschlagen. Auf unserer Seite sind zwei Eingeborene gefallen. Die in Samanga wohnhaften Inder sind auf einer Dhau geflüchtet. Ihre Häuser wurden von den Aufständischen ver- brannt. Die Bergbewohner gingen in zwei mit Vorderladern bewaffneten Horden vor, eine gegen die Baumwollpflanzungen bei Miteja und Msurru, die andere gegen Samanga und Mohoro. Die Telegraphenlinie zwischen Kilwa und Dar-es-Salaam ist zerstört. Als die Nachricht vom Aufstand am Nachmittag des 1. August in Dar-es-Salaam anlangte, gingen am selben Abend 70 Mann der 5. Kompagnie unter Hauptmann Merker mit dem GouvernementS- danipfer nach Samanga ab. Als auf Grund weiterer Nachrichten die Lage ernster erschien, gingen am 3. August mit dem „Bussard" weitere 120 Mann der 5. Kompagnie unter Major Johannes nach Kilwa. Tas Bezirksamt Kilwa hatte inzwischen die 3. Kompagnie auS Lindi in der Stärke von 60 Mann mit dem Gouoernementsdampfer herangezogen. Mitte August griff die Aufregung nach Westen in der Richtung auf die T e h e t e b e r ge über; acht Araber sollten ermordet und der arabische Akida in Madabe bedroht sein. Bald darauf traf die Nachricht von der Ausdehnung der Unruhen auf das Donde-Liwaldelcmd und von der Ermordung des Bischofs Spieß ein. (Darüber ist bereits erschöpfend berichtet worden. D. Red. des Gieß. Anz.) Weitere Eingcborenenxtachrichten machen es wahrscheinlich, daß der Polizeiposten zu Liwale von den Auf- ständischen Wadonde und Wagindo genommen worden ist. Im Liwalebezirt befanden sich Feldwebel Fau pel mit 8 PolizeiaSkari und 2500 Patronen, der Kautschukaufkäufer Aimer Dort der Firma Traun n. Stärken in Hamburg, und Landtvirt Pfüller. Die T ö t u n g Faupcls und der Pvlizeiaskaris scheint sicher: Psiitler ist anscheinend nach Ssongea geflüchtet. Das Schicksal Aimers ist noch ungewiß. Tie Aufregung steckte auch die Landschaften südwestlich von Kiliva-Kiwiudje an, sowie nördliche Teile des Bezirkes Lindi. Bezirksamtmann Ewerbek befindet sich auf einer Dienstreise im äußersten Westen des Bezirkes und bietet die Wavao vom Rovum als Hilfsvölker gegen die Wadonde im Lindibezirk auf. Der Kornmandant des „Bussard" beruhigte und sicherte die Küstenstationen im Süden durch Ausschiffung von Matrosen und Maschinengewehren. Zurzeit liegen in Mikindani 1 Maschinist, 8 Mann und 1 Maschinengewehr, in Mahoro 2 Offiziere, 34 Mann und 1 Maschinengewehr. Oberleutnant Paasche schlug Haufen Aufständischer bei Kipokwa und Ssassale so empfindlich, daß bis auf weiteres ein Umsichgreifen der Betvegung nach Osten und Norden nicyt mehr zu befürchten ist. Im Tar-es-Salaamer Bezirke sind die Unruhen nur auf die Gegend südlich von der Missionsstation Mareno- mango beschränkt. Dort wurden dieselben durch die Sultanin Kiba'sira in Kisangire hervorgerufen. Auf die Bitte der Missionare in Maneromango und Kisserawe begab sich Regierungsrat Bäder dorthin mit einer Abteilung Polizei- askari. Als der arabische Dolmetscher des Bezirksamts die aufgeregten Jumben zu Schnurr entbot, wurde er von den Eingeborenen erschossen. Zur sofortigen Bestrafung wurde Hauptmann Fonek mit 50 ASkari und einem Maschinengewehr dorthin entsandt. Aus anderen Landesteilen Hegen keine sorgen erregenden Nachrichten vor. Bolitische Tagesschau. Minister v. Witte ist nach Zeitung-Zmeldungen aus Paris vom Zaren beauftragt worden, K a i s e r W i l h e l m die Jntensionen des Zaren bezüglich der zweiten Friedenskonferenz im Haag zu unterbreiten. Auch in Paris konferiert Witte mit den politischen Persönlichkeiten über die Einberufung diese? zweiten Kongresses. Witte nahm in Montelimar Anlaß, L o u b e t für Frankreichs Anteil an den Portsmouther Verhandlungen zu danken. Tiefer versicherte, daß Frankreich die gern übernommene Pflicht, Rußlands Interessen in Tokio während der Dauer des Krieges zu vertreten, bis ans Ende erfüllen werde, im besonderen anläßlich der bevorstehenden Ratifikation des Friedensvertrages. Witte äußerte im Kreise feiner Bekannten, er werde wahrscheinlich Anfang nächster Woche von Kaiser Wilhelm empfangen werden. Tem „Petit Parisien" zufolge soll V e r d i d u V e r n o i, der deutsche LegationSrat in Washington, welcher mit Witte an Bord oes „Kaiser Wilhelm der Große" nach Europa kam, in der Lage sein, dem Kaiser über die G e h e i m g e s ch i ch t e d e s Portsmouther Vertrages bemerkenswerte Mitteilungen zu machen. Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, 22. September 1905. Anwesend: Oberbürgermeister Meeum, die Beigeordneten Curschmann, Georgi und Heyligenstaedt und die Stadtverordneten: Brück, Dr. Ebel, Euler, Eichenauer, Faber, Gabriel, Dr. Gutfleisch, Haubach, Helfrich, Huhn, Jughardt, Jann, Keller, Krumm, Kirch, Looß, Leib, Löber, Petri, Schmoll, Schaffstaedt, Dr. Schäfer, Wallenfels und Wimmenauer. Der erste Punkt der Tagesordnung betrifft die Auslosung von Schuldverschreibungen. Es wurden aus- gelost vom Anlehen 1893: ä 2000 Mk.: L 278, 291, 175, 112, 147 und 109; ü, 1000 Mk.: M 345, 280, 278, 220, 225, 202, 180, 159; k 500 Mk.: N 152, 664, 123, 554, 627, 31, 711, 462, 163, 182, 366, 450, 688, 559, 104, 60; k 200 Mk.: 0 245, 195, 228, 143, 101 und 33; a 100 Mk.: P 81, 24, 9, 320, 281, 6, 316, 235. Anlehen von 1894: ä, 2000 Mk.: 15 340, 350; ä, 1000 Mk.: M 404, 446; ä 500 Mk, N 906, 900, 1066, 956, 949, 903; ä 200 Mk.: 0 319, 397, 391; ä, 100 Mk.: P 541, 581, 523, 446. Anlehen von 1895 : ä. 2000 Mk.: L 436; k 1000 Mk.: M 550; k 500 Mk.: N 1130, 1155. Bevor der Oberbürgermeister zu seinen Mitteilungen überging, hieß er die Stadtverordneten zu der ersten Sitzung, nach den Ferien herzlich willkommen, und betonte, daß ein treues und freudiges Zusammenwirken zum Wohle der Stadt tnnsoinehr zu wünschen sei, da in der nächsten Zeit folgenschwere Beschlüsse gefaßt werden müßten. Oberbgm. Mecum verlas danach ein Dankschreiben des Vorsitzenden de? GeselligkeitSvereins Gleiberg, worin dieser für den Jahresbeitrag der Stadt im Betrage von 100 Mk. seinen Dank abstattet. Eine wettere Mitteilung betraf die Geschäfte des KreisgeometerS, die, einem früheren Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung gemäß, mit Genehmigung des Mintsteriums des Innern auf das städtische VennessungSamt übergehen. Auch mit dem Wunsche der Versammlung, die Parzellenvermessungen rechts der Lahn möchten statt vom Staate von städtischen Angestellten ausgeführt werden, tft die Negierung grundsätzlich einverstanden, und demnächst wird den Wünschen wohl stattgegeben werden. Tie Pläne zum Theaterneubau waren, so bemerkte der Oberbgm. weiter, öffentlich ausgestellt; in der nächsten Woche werden voraussichtlich die Fundamentierungsarbeiten ausgeschrieben werden. Die Mitglteder der Versammlung erhielten ein durch Druck vervielfältigtes Schaubild des nun im Plan feststehenden Gebäudes. Nächsten Sonntag werden in der Turnhalle der Stad t- Mädchenschule die von den Schülerinnen gepflegten Blumen ausgestellt werden, die alljährlich auS einer Stiftung den Mädchen überwiesen werden, um im Herbst das Resultat der Pflege festzustellen. Dec nächste Punkt der Tagesordnung betraf die Teuerung der Lebensmittel. Dieser Punkt hatte einige Jntereffenten auS der Bürgerschaft als Zuhörer herbeigelockt. Oberbgm. Mecum teilte mit, daß er, als Ende Juli und Anfangs August die Preise der Lebens- mittel, namentlich für Fleisch, zu steigen anfingen, statistische Ausstellungen gemacht habe, um auS der Lage des ViebmarkteS und des SchlachthofeS festzustellen, ob die Volksernährung in der letzten Zeit zurückgegangen sei und ob die Preise gestiegen seien, in welcher Weise die Gießener Verhältnisse tm Vergleich zu dem nächsten großen Markt in Frankfurt sich darstellten. Er habe ferner Erkundigungen bei süddeutschen Städten eingezogen, in welcher Weise dort städtischerseits die Seefischversorgung gefördert werde. Seither habe hier noch nichts geschehen können, weil die meisten Mitglieder der sozialpolitischen Kommission abwesend waren. Dieser Tage sei nun eine Anfrage des Stadto. Eichenauer eingelaufen, was die Stadt zu tun gedenke angesichts der Fleischteuerung und ob sie sich den Bemühungen anderer Städte in dieser Frage anschließen wolle. Als am 5. d. M., so führte Oberbgm. Mecum weiter aus, in LonyS Bierkeller eine öffentliche Versammlung wegen der Fleischteuerung, stattfand, habe er, der Oberbgm., dem Stadtv. Krumm/ der dort ein Referat halten wollte, seine zahlenmäßigen Feststellungen vorher mitgeteilt, um Mißverständniffen und falschen Anschauungen vorzubeugen. Was die Menge des Fleisches anlange, so habe sich der Viehauftrieb auf unseren Märkten im Juli und August 1904 und 1905 folgendermaßen beziffern lassen: in den beiden Monaten 1904 waren zusammen 7035 Stück Rindvieh und 2678 Schtveine ausgetrieben; im Juli und August dieses Jahres 8033 Stück Rindvieh und 4141 Schweine. Ein Mangel an Schlachtvieh sei also nicht hervorgetreten. Was den V e r b r a u ch anlange, fährt Oberbürgermeister Mecum fort, so habe er auch hierzu Aufstellungen und Vergleiche gemacht. Bei der Feststellung des Fleischkonsums in Gießen müsse beim Vergleich der heutigen Ergebntffe mit dem vorigen Jahr berücksichtigt werden, daß damals zwar auch das Regiment ausgerückt war, daß aber nicht nur ein neues Regiment eingezogen war, sondern auch viel sonstige Einquartierung. Wenn man dies berücksichtige, so habe der tägliche Fleischkonsum, auf 10 000 Einwohner ausgerechnet, betragen: Vom 1.—2 0. Au gu st 19 04: 3,24 Großvieh, 7,10 Kleinvieh, 12,36 Schweine; in derselben Zeit 19 0 5 dagegen 2,61 Großvieh, 6,76 Kleinvieh, 10,00 Schweine. Vom 21.—31. August 1904: 3,32 Großvieh, 6,40 Kleinvieh, 12,00 Schweine; in derselben Zeit 19 0 5: 3,02 Großvieh, 6,78 Kleinvieh, 11,74 Schweine. Vom 1. bis 10. September 1904: 2,48 Großvieh, 6,64 Kleinvieh, 9,73 Schweine; in derselben Zeit 1905: 2,31 Großvieh, 5,49 Kleinvieh, 836 Schweine. Vom 11.—20. September 19 04: 3,00 Großvieh, 6,11 Kleinvieh, 12,81 Schweine; in derselben Zeit 1905: 3,38 Großvieh, 7,43 Kleinvieh, 11,88 Schweine. Es sei also nicht richtig, daß der Fleischverbrauch abgenommen habe. Jedenfalls sei aber ein Notstand insofern zu konstatieren, als das Fleisch erheblich teurer geworden sei. Unsere Metzger, so stellte Oberbgm. Mecum fest, seien verhältnismäßig nicht zu viel nut den Preisen in die Höhe gegangen. Ter Vergleich der Preise auf dem Viehrnarkt in Frankfurt und im Kleinverkauf in Gießen für die Monate Juli und August 1905 ergeben folgendes.- Aw 3. Juli 1905 waren die Preise kür Ocülew KälbLc Ed)treine in Frankfurt 74—75 (Ochsen), 84—88 (Kälber), 70 (Schweine), in Gießen 70—80, 70—74, 70—80; am 10. Jutt 1905 in Frankfurt 71—73, 82—87, 70, in Gießen: 70—80, 70—74, 70—80; am 17. Juli 1905 in Frankfurt: 74—76, 82—87, 70—71, in Gießen: 70—80, 70—74, 70—80; am 24. Juli 1905 in Frankfurt: 75—80, 81—85, 71—72, in Gießen: 70—80, 70—74, 70—80; am 31. Juli 1905 in Frankfurt: 75—80, 81—85, 72—73, in Gießen: 70—80, 70—74, 70—80; am 7. August 1905 in Frankfurt: 75—80, 83—87, 74, in Gießen: 72—82, 70—74, 70—80; am 14. August 1905 in Frankfurt: 77— 80, 86—90, 75, in Gießen: 72—82, 70—80, 70—80; am 21. August 1905 in Frankfurt: 77—80, 86—90, 75, in Gießen: 72—82, 70—SO, 76—86; am 28. August 1905 in Frankfurt: 77—79, 86—90, 75, in Gießen: 72—82, 70—80, 76—86; am 4. Sevt. 1905 in Frankfurt: 78—80, 86—90, 75, in Gießen: 72—82, 70—80, 76—86; am 11. Sept. 1905 in Frankfurt 78—82, 86—90, 75, in Gießen 72—82, 70—80, 76—86; am 18. Sept. 1905 in Frankfurt 78—82, 86—90, 75, in Gießen: 72—82, 70—80, 76—86. Das Schweinefleisch sei um 9 Proz. im Preise gestiegen. Der Rechner der Ortskrankenkasse, Fourier, habe am 7. d. Mts. ein Schreiben eingereicht, worin die Stadtvertretung um Stellungnahme zu der Fleischfrage gebeten wird, und der Verein der Gastwirte habe dasselbe getan und gebeten, die Stadtverwaltung möge für die Aufhebung der Grenzsperre eintreten. Die Gastwirte hätten unter der Teuerung zu leiden, da es wegen der Konkurrenz nicht jedem Gastwirt möglich sei, die Preise zu steigern. Inzwischen habe, so führte Oberbgm. Mecum aus, eine Vereinigung der sozialpolitischen und der Finanzkommission getagt, und es sei darin beantragt worden, wie viele süddeutsche Städte, so solle auch die Stadt Gießen für ihre Bevölkerung einmal in der Woche Seeslsche beziehen. Da aber geltend gemacht worden sei, es muffe auf die hiesigen Fischhändler Rücksicht genommen werden, denen die Stadt keine Konkurrenz machen möge, so sei man übereingekommen, die Fischhändler aufzufordern, die Stadt in ihren Bemühungen zu unterstützen. Ferner schlägt die Kommission vor, für die Oeffnung der Grenzen für gesundes Schlachtvieh bei der Regierung zu petitionieren. Dagegen sei von der Aufhebung des Oktrois abzusehen, weil die städtischen Finanzen sonst in eine heillose Verwirrung geraten müßten. Der Ausfall der städtischen Einnahmen hierdurch würde nämlich 6 Proz. der Steuern betragen! Stadtv. Krumm führte au§, daß er von Petitionen nicht viel halte. Die Regierung würde nicht darauf ein» gehen, weil ihre Politik ja darauf gerichtet war, die Lebensmittelpreise zu verteuern, angeblich um berechtigte Interessen der Landwirtschaft zu vertreten. Diejenigen, die in dieser Politik Mithilfe geleistet hätten, bränchten sich jetzt über das Resultat nicht zu routrbern. Man möchte vielmehr für die Zukunft die Augen besser aufmachen. Die wichtigsten Lebensmittel, nicht nur Fleisch, seien in unerträglicher Weise teurer geworden: Eier, Butter, Milch, Obst und Hülsenfrüchte. In den letzten 10 Jahren seien solche Teuerungen nicht vorgekommen. Der arme Mann befinde sich in der schwierigsten Lage. Von der Regierung sei festgestellt worden, es gebe keinen Fleischmangel. Er, Krumm, gebe zu, daß Fleisch genug da sei; für denjenigen nämlich, der Geld genug habe, die hohen Preise zu zahlen. Wa§ die Fischversorgung an» lange, so bezweifle er, daß die paar Händler imstande seien, unseren Bedarf zu decken. Wenn man diese Leute erst einladen müsse, die Zeit der Teuerung zu benutzen, um Geschäfte zu machen, dann seien es die Leute nicht, uns zu helfen. Er sei der Ansicht, die Stadt solle es auf sich nehmen, an einem oder 2 Tagen in der Woche einen Fischverkauf zu veranstalten. Es gehe nicht an, wegen ein paar Existenzen das Wohl der Gesamtheit in Frage zu stellen. Die Abschaffung des Oktrois sei eine unumgängliche Notwendigkeit. Es stehe nun auch eine Milchteuerung vor der Tür, und es sei unerhört und ungehörig, daß nun Alle auf einmal kämen, um die wichtigsten Lebensmittel zu verteuern. Diesen fortgesetzten planmäßigen Preissteigerungen gegenüber hätten Resolutionen keinen Wert; sie seien Strohfeuer, Messer ohne Stil. Der Vorschlag der Finanzdeputation befriedige ihn nicht; die Stadt müsse dafür sorgen, daß wirklich etwas geschehe. Er hoffe, daß aus der Versammlung heraus andere Vorschläge gemacht würden. Stadtv. Schmalk tritt diesen Ausführungen scharf entgegen Diese ganze Rede sei nur ein Schlag ins Wasser 'gewesen. Die Kommission habe sich auch die Köpfe zerbrochen, was am besten zu tun sei und sei gewiß willens gewesen, alles zu tun, was in ihren Kräften stehe, um die Fleischteuerung beseitigen zu helfen. Mein sie fei nicht in der Lage, mehr zu tun, als in dem Vorschlag beabsichtigt werde. Herr Krumm habe von einem „Messer ohne Stil" gesprochen; er könne gar nicht sehen, was damit gesagt werden sollte. Wenn mir das Oktroi aufheben wollten, dann mußten wir unsere städtischen Einnahmen auf eine andere Weise decken, und wie Herr Krumm sich das denke, habe er noch nicht gesagt. Seine Ausführungen seien ein Strohfeuer gewesen, ohne irgend einen gangbaren Weg anzugeben. Diese Nörgeleien ohne Zweck hätten gar keinen Sinn Der Oberbürgermeister habe in lobenswerter Weise statistisch bewiesen, daß die Fleischguantität nicht zurückgegangen sei; die Versanrmlung sei machtlos, etwas zu tun, um billigere Preise zu erzielen. Herr Krumm stelle Anforderungen, die nicht zu erfüllen seien, und rede ohne Zweck und Ziel. Er nehme es ruhig auf sich, daß die „Mitteldeutsche SonntagSzeitung" ihn nun wahrscheinlich für seine Aeußerungen tüchtig vermöbeln werde. Die Kommission habe nach bestem Wissen und Gewissen ihre Pflicht getan und die einzig mögliche Vorlage gemacht. Der Ausfall durch das Oktroi würde 40 000 Mk. betragen, und diese 6 Proz. der Steuer könnten doch nicht auf andere Art eingebracht werden. Stadtv. Tr. Gut fleisch: Wir können die wichtige Frage der Teuerung unserer Lebensmittel nicht lösen; sie ist "in ein falsches Fahrwasser gekommen. Im Reichstag ist die Angelegenheit entschieden worden, indem eine agrarische Mehrheit darauf Bebaut war, die Preise zu erhöhen, angeblich, weil cs nötig ]ei, daß die Landwirtschaft besser prosperiere. Aus Debatten über diesen Gegenstand komme nichts heraus: jeder habe in dieser Frage schon seine Meinung. Es heiße nur, bei den künftigen Reichstagswahlen den richtigen Standpunkt einzunchmen. Das wird dann vielleicht einen langjährigen Prozeß der Besseruna herbeiführen« den viele von uns nicht mehr erleben werden. Eine Eingabe an das Reich oder cm unsere hessische Regierung fei voraussichtlich ganz nutzlos: die bisherigen Aeußerungen Podbielskis bewiesen dies. Immerhin wird ein bescheidener Wunsch, eine Demonstration Wirkung haben, wenn er auch ohne praktischen Nutzen bleiben wird. Was die Oktroifrage anlange, so freue er, Gutfleisch. sich, wenn der Tag der Beseitigung gekommen fein werde. Es gehe aber nicht an, das Oktroi, das wir seit 10 Jähren haben, auf einmal heute aufzuheben, mitten int Jahr, wo die Steuer schon festgesetzt ist. Ein Preisabschlag der Lebensmittel würde auch gar nicht so ohne weiteres eintreten. Selbst wenn die Regierung zur Abschaffung des Oktrois ihre Genehmigung erteilen würde, was aber wahrscheinlich nicht der Fall sein würde, ginge es nicht 'a:n, eine solche Maßnahme ganz plötzlich zu treffen. Es müsse der richtige Zeitpunkt abgewartet werden, nämlich die Beratung des nächstjährigen Haushal- tungsvoranschlags im nächsten Februar. Die Fleischteuerung würde bis 'dahin leider andauern, ja, noch zunehmen. Er, Gutfleisch würde sich freuen, wenn Herr Krumm seinen Antrag auf Aufhebung des Oktrois zurückzöge. Wir wollen als praktische Männer, die nicht vergeblich arbeiten wollen, unter allem Vorbehalt für später, heute die Mschafsung des Oktrois nicht beschließen, aber mit der Annahme des Vorschlags der Kommission wenigstens eine demonstrative Wirftmg erzielen, zumal in einer Zeit, wo auch die Landwirtschaft uns ihre Wünsche so laut entgegenschreit. Stadtv. Krumm, der offenbar über die energischen Ausführungen seines Kollegen Schmall nicht erbaut war, ergriff nochmals das Wort. Auch er sei der Meinung, daß die Annahme einer Resolution keinen praktischen Erfolg verspreche. Er erkenne auch die Gründe von Dr. Gut- fteisch an, daß die Mschaffung des Oktrois jetzt nicht angehe. Ich habe mich aber, so fährt er fort, wieder einmal an eine Kommission gewagt, in der Herr Schmall sitzt. Der bezeichnet nun meine Rede als einen Schlag ins Wasser. Nun, ich habe mich nie befleißigt, inhaltslose Reden loszulassen. wie cs öfter von Seiten des Herrn Schmall geschieht Wenn Herr Schmall glaubt, daß die „Mitteldeutsche Sonntagszeitung" unbedingt gegen ihn das Wort ergreifen würde, so schätze er seine Persönlichkeit sowohl wie seine Reden zu hoch ein. Stadtv Krumm bemerkt daun noch, daß er ifter die Abschaffung des Oktrois auch nur wenige Worte gesprochen habe, daß er es aber für unrecht gefunden habe, daß die Stadt es gänzlich den Fischhändlern überlassen wolle, ihre Bewohner mit Seefischen zu versorgen. Hier mußte Hr. Krumm seine Ausführungen berichtigen lassen, indem Oberbgm. Mecum ihm vorhielt, daß die Stadt keineswegs beim Seefischmarkt untätig bleiben wolle. Der Antrag gehe vielmehr dahin, die hiesigen Fischhändler zu einer Besprechung einzuladen, worin über ihr gemeinsames Vorgehen mit der Stadt verhandelt werden solle. — Damit erklärte dann Stadtv. Krumm sich einverstanden. Stadtv. Schmall richtete darauf noch scharfe Worte an die Adresse des Hm. Krumm. Warum er denn nicht in der Sitzung der sozialpolitischen Kommission, zu der er eingeladen war, anwesend gewesen sei, um seine Weisheit loszulassen? Jetzt komme er mit Bekrittlungen, die Aufsehen machen sollten, ohne der Sache selbst auch nur im geringsten positiv fortzuhelfen und einen anderen Weg anzugeben. Er verbitte sich die Aeußeruna. daß er, Schmall, inhaltslose Reden halte; er tue seine Pflicht, und es wäre ihm leid, wenn er in Versammlungen so leeres Geschwätz verbreiten würde, wie es oft von anderer Seite geschehe. Doch mit diesen Bemerkungen habe Krumm nur eine Retourchaise ans seine berechtigten Vorhaltungen machen wollen. Er wiederhole es, die Ausführungen Krumms seien nur ein Schlag ins Wasser gewesen. Stadtv. Haubach unterstützt die demonstrative Resolution und erklärt, nachdem er noch auf die Oktroiabschaffung eingegangen war, die er auch noch im nächsten Jähr sich sehr überlegen wolle, sich ebenfalls für die Einrichtung des Fischmarktes unter Mithilfe der Stadt. Oberbgm. Mecum konstatiert danach, daß die Versammlung mit den Vorschlägen der Kommission einverstanden ist. Die Resolution, für die Oeffnung der Grenzen cinzutreten, wird angenommen, und ferner wird ein Kredit von 7—800 Mk. bereitgestellt für den Fall, daß die Verhandlungen mit den Fischhändlern innerhalb acht Tagen zu keinem Ergebnis führen, damit die Stadt alsdann allein die Cache in die Hand nehmen könnte. Es wurden darauf einige Dispensgesuche verhandelt. Das Gesuch des Ph. Horn für die große Mühl- aasse wurde genehmigt; ebenso dasjenige des K. Schmidt für den Selttrsweg wegen der 'Anlage von Fenstern und eines Balkons, der nicht mehr als 50 Etm. Auslage haben darf. Die Anbringung eines Schaufensters in dem engen Flur des Hauses, der den einzigen Ausgang aus dem Gebäude bildet, bezeichnet Oberbgm. Mecum als unzulässig wegen der Gefahr, in der beim Ausbruch eines Brandes die Bewohner des oberen Stockwerkes sich befinden würden. Er müsse die Verantwortung dafür ablehnen. Louis Becker erhält für den alten Steinbacher Weg den nachgesuchten Dielens wegen der Erbauung zweier Treibhäuser außerhalb des Ortsbaustatuts. Louis Hellmold will in der Schwarzlach dem Bahndamm entlang eine Reihe von Häusern erbauen. Das Gesuch wird nicht genehmigt, weil zuerst die Straßen, die ins Freie führen, fortgesetzt und ausgebaut werden sollen. Tie Mtienbrauerei Gießen will das Gebäude Katz l a n s g a s s e 10 rückwärts verlegen und benötigt dazu einen Teil des dahinter liegenden Flutgrabens, der ihr für 30 Mk. pro Quadratmeter über lassen werden soll. Der Kauf bezw. Tausch sowie ein Dispens werden der -Aktienbrauerei genehmigt. Das Gesuch des K. Häuser für Riege ltzfad 22, wo er zwischen ein Vorder- und ein Hinterhaus noch ein zweites Hinttr- Gesuch 'bedeutet, so wurde festgestellt, eine Ausnutzung eines Grundstücks, wie sie hier kaum jemals dagewesen ist. Die Versammlung konnte indessen nur beschließen, daß das Hinterhaus zeitlich nicht vor dem Vorderhaus erbaut werden darf. Für die Erbauung der Irrenanstalt an der Licherstraße werden im voraus die erforderlichen Dispense erteilt Der Bau des Pförtnerhauses ist bereits in Angriff genommen. Tie Einsprüche von Bischofs und Appel gegen den F l u ch t l i n i e n p l a n für die Wilhelm st raße zwischen Ludwig- und Ebelstraße werden abgelehnt. Der Plan sieht eine Vorgarttnbrcitt von 8 Metern vor; die beiden Herren wollten eine Breite von 5 Metern. An der Licherstraße vor der Lanömcnmstraße wird, nachdem die Versammlung dies genehmigte, die Stadt drei kleine Bauplätze versteigern. Stadtv. Ebel nimmt hierbei Veranlassung, seinen bodenreformerischeu Standpunkt zu betonen, da es sich aber um kleine, un- zusammenhängende Grundstücke handelt, erhebt er feinen Einwand Es hat sich nachträglich herausgestellt, daß da^_ zur Universitätsbibliothek eingezogene kleine Stück Gelände, der frühere Sttphanswea (14,7 Quadratmeter) der Stadt gehörte; die Stadt tauscht nun dafür ein Stück Gelände an der Gabelung der Kepler- und Bismarckstraße dafür ein. Tas Gesuch des H. W i n n um Erlaubnis zur Ueber- brückung des Stadtbaches int Zuge der großen Mühlgasse wird genehmigt. Es soll ein nicht mehr als 1 Meter breiter Fußsteig werden, für den eine jährliche An er kennungs gebühr zu zahlen ist von einer Mark. Die Herstellung eines schienen fr eien Neber» gangS über die Eisenbahn im Zuge der Frankfurt er Straße ist ein Projekt, das vor einiger Zeit schon bekannt geworden ist. Es sollte sich darum handeln, die Liebigstraße auf ihrer höchsten Steigung durch das Gebiet der alten Kliniken einzuschwenken, um, ansteigend, über die Bahn hinweg und an einer anderen Stelle als bisher auf die Frankfurterstraße zu treffen. Auf der anderen Seite würde die Liebigstraße durch das Gebiet der katholischen Kirche weitergeführt werden müssen. Der Nachteil dieses Projekts wäre, daß der seitherige gerade Fuhrverkehr durch die Frankfurterftraße künftig sehr umständlich werden würde. Die Eisenbahn, die ein Interesse an der Bahn hat, würde wohl einen großen Teil der Kosten tragen, aber trotz der Geländeerschließungen, die die Stadt durch das Projekt machen würde, würde sie schließlich doch noch ca. 120000 Mark Kosten dafür aufzubringen haben. Das Projekt wird einstimmig abgelehnt. Die Frankfurterstraße und der Blick von ihr in die Stadt würde durch das Projekt verunstaltet werden. Oberbgm. Mecum bemerkte zwar, daß voraussichtlich die Bahnbehörde später mit einer lieber« führung der elektrischen Straßenbahn über die Geleise nicht einverstanden sein werde, aber sie wird, wie Stadtv. Gabriel an der Hand der neuen Eisenbahnbetriebsordnung nachwies, wenn die nötigen Schritte getan werden, der Stadt Entgegenkommen zeigen können und müssen. Gs sind viel Beispiele ähnlicher Fälle vorhanden. Uebrigens gibt es, wie Oberbgm. Mecum ausführte, auch andere Wege, mit der Elektrischen oder mit Automobilomnibusse in die Frankfurter- straße hinaus zu kommen. Für die Entwässerung der Straße neben der Veterinärklinik werden 225 Mark bewilligt. Die Arbeiten werden freihändig an die Firma Jäger u. Rumpf übergeben. Der Eintritt des Fabrikanten Throm in das Pachtverhältnis der Gemeindejagd wird von der Versammlung genehmigt. Bekanntlich erhalten die unbemittelten Kinder der Volksschule freie Lehrmittel. Am Ende des Schuljahres müssen die Schüler die ihnen überlassenen Bücher, sofern sie noch brauchbar sind, zurückgeben, damit sie anderweitig verwendet werden können. Die Kosten betrugen seither 824 Mk. Wenn nur neue Bücher ausgegeben werden, was gestern au§ sanitären Gründen beantragt wurde, entstehen 221 Mk. Mehrkosten. Stadtv. Haubach meint, die gesundheitliche Vorsicht gehe zu weit; man möge die 221 Mk. sparen. Auch Stadtv. Löb er ist dieser Meinung und bemerkt, die Kinder könnten durch die Pflicht der Ablieferung dazu erzogen werden, ihre Bücher in gutem Zustande zu erhalten. Stadtv. Jann teilt ebenfalls die Haubach'sche Ansicht, verweist aber doch daraus, daß die häufigen Neuauflagen der Schulbücher, die ost nur ganz unwesentliche Aenderungen enthalten und aus geschäftlichen Interessen veranstaltet werden, doch ost eine längere Beibehaltung der alten Bücher schwierig machen. Stadtv. Schmall ist für den Antrag des Schulvorstandes, die Mehrkosten zu bewilligen. Der Betrag sei im Hinblick auf die nicht gering zu schätzenden gesundheitlichen Gefahren unwesentlich. Gerade die Kinder hätten zum größten Teil die Gewohnheit, die Finger am Munde zu näffen und damit in den Büchern zu blättern. Die Versammlung ließ aber die Sparsamkeit sprechen und lehnte den Antrag ab. Außerhalb der Tagesordnung wurde die Kabellegung von der Moltkestraße bis Großer Steinweg genehmigt. Folgende Wirtschaftskonzessionsgesuche wurden genehmigt: des Heinr. Rusch für Kanzleiberg 5, des Jakob W Örn er für Westanlage 64, des Karl Leven für Asterweg 7, des Hein. Blum III. für Licherstraße 57, des Friedr. W. Schmidt für Bahnhofstraße 77 (Hotel Viktoria), des Herrn Sehrödel für Wolkengaffe 27 (Weinhandlung Schott), des Friedr. Kahle für Wetzlarerweg, des Franz Buchberger für Riegelpfad 35, des Karl Textor für die Liebigshöhe, des Heinr. Buß für Neuen Saalbau. Damit war die Tagesordnung der öffentlichen Sitzung erschöpft. Märkte. Gieße«, 23. Sept. Marktb ericht. Aus heutigem Wocbeumarkt kosteten: Butter pr. Pkd. 1.00—1.10 Mk., Hühnereier 1 St. 7—8 Psg. 2 Stck. 00—OOPfg., Gänseeier 15—OO Pfg., Enteneier 6—7 Pfg., Käse vr. Stck. 6—8 Pf., Kasematte 2 Stck. 5—6 Pfg. Erbsen pr.Liter 21 Pfg., Linsen pr. Liter 32 Pfg., Tanbenpr.Paar0,80-0,90Mk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Halme pr. Stück 0,80-1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse nr. Pfd. 70—00 Pfg., Ocbsenfleisch pr. Pfd. 72—82 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 70—72 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 76—86 Pfg„ Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 90 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—80 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—76 Pfg. Welsche per Pfund —.— Kartoffeln pr. 100 Kg. 5,00—6,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,00—8,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Aepfel ver ZenMer 7 bis 10 Mk., in Körben 00 Pfg., Nüsse 100 Stück 50—60 Pfg., Zwetschen per Zentner 4—6 Mk., Birnen per Zentner 8 bis 10 Mk. Weißkraut 0.10—0.15 Mk. Marktzeit 8—2 Uhr. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. September 1905. Barometer aut 0° reduziert Temperatur der Lltst Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter 22. 2” 748,9 14,9 6,7 53 ENE 4 Sonnenschein 22. 9” 7492 10,2 7.0 76 NE 2__ Bed. Himmel 23.! 72* 746,4 8,2 6,7 82 ENE 2 - 1 Höchste Temperatur a n 21.' -22. Septem der 4- 15,4 ° C. Niedrigste 21. -22. + 8.10 . vom 24. ® lffg.(2 M) Tafelt । ' (2 ' ) Weivbu i: (4,) • De: 1 Kilogrc Georg Tern ll.,A.-Ln V.SteinmüllerWw.,L Sous . . . • • fcint, Weber, Heuchelt Weitzel, Lang-Göns 2 Kilogu tzcorg Tem ll., Gn°Ln Auis Lüßmuth, Stein LLteinmnller Ww., L Sons ...... \ Lteinmüller, Gr.-Li 1 Kilogrc Georg Dem B., Gr.-ll Ä. Weitzel, Lang-Töi U.LteininüllerWw., Göns .... 2 Wog Georg Dem U., ®r/ Louis Siihmuth, Sie W. Weitzel, Lang-Gö Heinr. Weber, Heuch Gust. Jacoby, Allen- fiad Post, Wieseck . 27, Wog. WS Süßmulh, Sten S NvM MchL Karl M W IW F. Weiß, Griininge 2 W W. Schiininel, Kinzi Jakob Appel, lirosi _ nn , 27, Ki Hch. Weber, Heuchel Dieselben Preis Gießen, den 23 Großl Arbeiisnac Aartenstraße 2 (< 9 , . . Es köl -WZ ®iivcnnbjei ■ounnrer, j iich. Toäes-Anzeige Heute verschied nach kurzem Leiden unsere teuere, unvergessliche Mutter, Schwiegermutter und Grossmntter 4911 Frau Jeanette Siesel geb. Saiin Giessen, Marktstrasse 8, den 22. September 1905. Somatose I 1 Kg. (2 Pid.) Gem. Brot 2 2 Georg Dern II., Gr.-Linden 24 W. Fabel, Wieseck . 25 L. Steinmüller, Gr.-Linden 25 24 Conrad Bramm i 18 Marktplatz 18 4583 W *i Hut- und Mützen-Geschäft i 22 Göns 66 Mk. . veranschlagt . 22 . 44 44 „ 1905. Scnßfelder, Kreisstraßenmeister. 4892 Arbeitsnachweis der Stadt Gießen , Aerztlich empfohlen. L. Steinhäuser, Ncuenbäue in Würfeln, Vertreter: Christian Ludw. Thomas, Giessen, Bahnhofstr. ; $öeiiv s I 4 l : ER •y 'n (4 (2 (4 3 2 2 1 W. Lein, Klein-Linden Karl Post, Wieseck . Jakob Appel, Krofdorf werden und zwar: Maurerarbeiten . Steinhauerarbeiten Schlosserarbeiten 2 3 1 2 W. Brück, Wissmar Hch. Schmidt, Heuchelheim . 26 . 26 . 25 Heinr. Weber, Heuchelheim 25 W. Weitzel, Lang-Göns . . 25 Die Beerdigung findet am Sonn rag, dem 24. d. Mts., nachmittags 3l/2 Uhr in Friedberg vom Trauerhause, Kaiserstrassee 13, aus statt. Blumenspenden dankend verbeten. 50 50 (4 „ ) Bäcker. zu V I gonnÄ W. Steinmüller Ww., Lang- Göns ....... ww 24^ 48 „ 72 , 22 „ 44 „ ' i "'M Georg Dem II., Gr.-Linden 44 Louis Süßmuth, Steinberg 44 „ W. Weitzel, Lang-Göns. .44 u Heinr. Weber, Heuchelheim 44 „ Gust. Jacoby, Ällen-Buseck 44 „ Karl Post, Wieseck . . . 44 , ) . - ) Weißbrot 26 ) , 52 im 78. Lebensjahre. Um stilles Beileid bittet 1231.91 724.76 240.— 1677.— 240.— 360.— 132.50 39.— FLEISCH-EIWEISS Hervorragendstes, appetitanregendes u. nervenstärkendes Kräftigungsmittel. Erhältlich in Apotheken und Droguerien. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roib. Steter Eingang von Neuheiten. Billigste Preise unter Garantie des guten Tragens. 21/, Kilogramm (5 Pfund) Kornbrot bei: Hch. Weber, Heuchelheim 55 „ Der Brotverkäufer: Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern. Gießen, den 23. September 1905. Etfi >5 Erste Taunus-Gognac-Brennerei Mr Scheller Söhne ljomvulg v. d. Ij. • • gegründet iw. 1/1 Flasche M. 1.80. 2.40, 3.—, 4.—. 5.—, 1/2 Flaschen verhältnissmässig. Preise stehen auf den Etiketten. 1 Kilogramm (2 Pfund) Kornbrot bei: F. Weiß, Gröningen . . 22 Jakob Appel, Krofdorf . 'emittelten Kinder der Km Ende de? Schulst^ I erlassenen Bücher, fc fr ■ damit sie andemeitig m I Hen betrugen seither 824^ V den werden, was geltem oj I :de, entstehen 221 Mk. Meir. I it, die gesundheitliche Lei. I die 221 Mk. sparen, N I ung und bemerkt, i/fMr ? Ablieferung da/, ’tanbe jii erhaltet j 'fche Wnfidjt, verrat M I 'LrndEtzrn enthalten vr: iranstaltet werden, dach g lten Bücher schwierig nich: Antrag des Cchulvorstan^ Der Betrag sei im Hinblil en gesundheitlichen Gesahm t hätten zum größten Ti Munde zu nässen und bar: a die Sparsamkeit sprch 2'/, Kilogramm (5 Pfund) Gem. Brot bei: Lorris Süßmuth, Steiilberg 54 «j Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: SieseS- 63 76 82 Arbeitsvergebung. Montag den 25. September, nachmittags 3 Nhr, sollen auf (Äroßherzogl. Bürgermeisterei Alten-Buseck nachstehende Arbeiten und Lieferungen öffentlich in Akkord gegeben 3 Kilogramm (6 Pfund) Gem. Brot bei: W. Fabel, Wieseck . . . 66 H Gust. Jacoby, Alteil-Buseck 66 Karl Post, Wieseck . . . 66 „ Karl Trautmann, Wieseck für 2 gute -icuci' Luppe. In turzepcr Jeit luld nur »üt Wasser znznberciteu. Angelegentlichst empfohlen von [C"-'3/9 Ludwig Steinhäuger, Neuen Baue 17. Louis Süßmuth, Steiilberg 48 W.Steinmüller Ww., Lang- Gölls . ......48 L. Steinmüller, Gr.-Lillde>l 50 Emil Fistor STachf Eisenwaren en gros und en detail Telephon 61 Giessen Marktstr. 10 Der auswärtigen _ I Kilogramm (2 Pfund) Weißbrot bei: Chauffier- und Pflasterarbeiten Steinlicferung (Grundbausteme) „ (Decksteine) Kieslieferung..... Steinsetzen und Messen . . Gießen, den 19. September 2 Kilogramm (4 Pfund) Kornbrot bei: W. Schimmel, Kinzenb. M. 44 F. Weiß, Grüningen . Jakob Appel, Krofdorf . . 44 „ Karl Spamer, Neiskircheil 44 W. Lein, Kleiil-Lillden Aiidtislher WshMiiMchilicis Gichen. Gartenstraße 2, Zimmer Str. 14. (GeschästsstlUldeil von 8—1 und von 3—6 Uhr.) ES sind zu vermieten: 2 Wohnungen von 7 Zimmern, 2 Wohnungen von 6 Zimmern, Wohnungen von 5 Zimmern, 2 Wohnungen von 4 Zimmern, Wohillliigen von 3 Zinlmeril, 1 Wohnung von 2 Zimmern und Kabinetten, 2 Wohnungen von 2 Zimmern, 2 unmöblierte und möbliertes Zimmer, 1 kleiner Laden, 1 Werkställe. 2 Kilogramm (4 Pfund) Gem. Brot bei: " ~ ......Karl Trautmaim, Wieseck 44 2 Kilogramm (4 Pfund) Weißbrot bei: Georg Dern IT., Gr.-Linden 48 ~ Krotpreist vom 24. September bis 8. Oktober 1905. ... ; | Gehr. Adami. Mäasbnrg H. Belloff II, Alicestrasse I Jac. Friesleben, Bahnhofstr. ferner Geschäfts-Empfehlungen hetert b.a.all yrühl'iche Universitüts-Vruclerei. Gietzen. Der hiesigen Bäcker. 1 Kg. (2 Pid.) 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Für die Wohnungssuchenden erfolgt die Bennittelung nn «ntgeltlich. __J—" hüdnktticr i '. fl- 6* pr' ® * ’*■ l® ' 7,r Beniner 4 u m °'1H1 Ernst Challier (Undolphs Kachf.) Glessen. Spficial-Gßsciiäti R Musik« aller Art tirvese Auswahl, eolide t’reiöe. Illustrierte Preis Verzeichnisse gratis and franko. Musikalieu-Handlung und -Leihanetalt Spetialltoli Billige AusgaOea» Dnf Eröffnung der Neubanstrecke Stockheim (Oberhefsen)-Helden- bergcn-Windeckeu,EisenbahudireltionsbeztrkFrankfurta.M. Am 1. Oktober d. Js. wird die normalspurige Nebenbahnstrecke Stockheim (Oberhessen)—Heldenbergen—Windecken mitdenSlationen: Glauberg, Enzheim, Lindheim, Altenstadt, Höchst a. d. Nidder. Eichen für den Personen-, Güter-, Gepäck- und Privatdepeschenverkehr, sowie für die Abfertigung von Leichen und lebenden Tieren eröffnet. Auf allen Stationen ist die An- und Abnahme von Sprengstoffen ausgeschlossen. Der Haltepunkt Enzheim dient nur dem Personenverkehr. Für die neue Bahnstrecke haben Gültigkeit die Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung vom 4. November 1904 und die Eisenbahn- Berkehrsordnung vom 26. Oktober 1899. Mit dem Tage der Betriebseröffnung werden die neuen Stationen in die Gütertarife der Preußifch-Hessischen-Oldenburgischen re. Staatsbahnen und den Staatsbahn- bezw. Prwatbahn-Tier-Tarst aufgenommen. Nähere Auskunft erteilt unser Verkehrs-Bureau. Frankfurt a. Al., den 21. September 1905. Königliche Eisenbahn-Direktion._____________B,8/e W. Fabel, Wieseck W. Weitzel, Lang-Göns Heinr. Weber, Heuchelheim 50 Jakob Appel, Krofdorf . . 50 W. Lein, Klein-Linden . . 52 Karl Post, Wieseck ... 52 Bekanntmachung. Die Vertilgung der Ratten durch Gift in den städtischen Kanälen und Wasserläufen soll in den nächsten 8 Tagen vor- genommen werden. Um eine durchgreifende Wirkung zu erzielen,! ist es erforderlich, daß alle Besitzer der im Stadtgebiet liegenden | Hausgrundstücke für gleichzeitige Vertilgung der Ratten in ihren; Kanälen, Sinkkasten und Höfen re. sorgen. Die Besitzer von Haus-1 tieren, Geflügel re. werden hiervon unter der Aufforderung in Kenntnis gesetzt, solche Tiere von den gefährdeten Stellen fern zu halten, da seitens der Stadt etwaige Schadenersatzansprüche adge- lehnt werden. „e, Gießen, den 21. September 1905. B-8/e Großhcrzr.gua-c Bürgermeisterei Gießen. Mecum. q wurde die Kabellegu^l 'Großer Steinweg .Zessionsgesuche mck ir Kanzleiberg 5, de? M deß Karl Leven fut R : Achersirahe 57, deS Friel je 77 lbotel J ,e 27 (Weinhandliing scho^ 1 >„s ^rdtu BuL' rerweg, deS W"! .es Karl Textor für r m.utn Saaibau. lling du Sß-M-" ® ■ Niederlagen in Giessen: Carl Seibel, Frankfurterstr. Xtobatf)l««6cn „ si Darmstädter Pferde-Lotterie Ziehung am 13. 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Tapezier (für dauernde Arbeit), 11 Schreiner, Schueider, 1 Frlseur, 2 Schuhmacher, Installateure, 20 Erdarbeiter, 1 Weißbinder, 2 Zimmerleute, 4 jüngere Arbeiter und 4 jüngere Arbeiterinnen für leichte Beschäftigung, 7 jüngere Hausburschen,Lauffrauen,Laufmädchen,Dienstmädchen,Hausmädchen. Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Schmied (gegen Vergütung), 3 Schreiner (auch gegen Vergütung), 2 Schuhmacher, 1 Friseur, 2 für Installation und Schlosserei, 1 Schreiber, 1 Kellner. ES suchen Arbeit: B /» 1 Maschinist, 1 Strickerin, 1 Bäcker, 1 Weißbinder, Maurer oder Taglöhner, 1 Kutscher, 1 Laglöhner für leichtere Arbeit, 1 Verkäuferin, Lauffrauen und Laufmädchen, 1 Kindermädchen, Ausläufer, Haus- oder Bureaudiener, Bureaugehilfen und Kaf'ierer. SskiJ ruKZ «n Eten, N btt a Lb*4 « ®rtirt b,"b r™ k | e gerade ^jg Umfl5nb[i^ .Qn der Zikn ^ ro(it1 !ten tragen 'L roüli., Gr.-Linden 22 H Hch. Weber, Heuchelheim 22 „ W. Weitzel, Lana-Göns. . 22 „ L. Steinmüller, Gr.-Linden 22 „ W. Steinmüller Ww., Lang- W. 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