155» Jahrgang «Erstes Blatt. sie haben aber für die Landbezirke wieder etwa 200 Schutzleute aus Berlin und H annover kommen lassen, run* andere zum Newskiprospekt. Montag 23. JannarlSOZ VezngSPrei-: monatlich 75P1., viertel» Der Aufstand der Arbeiter in Mersöurg. Ter befürchtete Zusammenstoß in Petersburg gestern, Sonntag nachmittag, hat statt gefunden. Wir erhielten heute stüh folgende Trahtmeldung: Petersburg, 23. Jan. Der gestrige Versuch der Arbeiter, dem Zaren die Bittschrift zu Überreichen, ist gescheitert. Militär verhinderte vaS Vordringen der Arbeiterschaft zum Winterpalars, beschoß die Volksmenge mit scharfen Salven und richtete ein schreckliches Blutbad an. Neber 2000 Tote und 1000 Verwundete gab es. Die Hospitäler sind überfüllt. Großfürst Wladimir befehligte die Truppen und ordnete rücksichtsloses Vorgehen an. Der Ausbruch sanden sie begeisterte Zustimmung. Tie Zivilbehörden lehnen es ab, Militär zu requirieren, gegen die Offiziere. Man reißt ihnen die Epauletts ab, schlägt sie und ruft: „Mörder!" Wenn Verwundete vorübergetragen werden, entblößen die Leute das Haupt und schreien: gurret !" In der Nähe des Winterpalais auf dem Senatsplatze hielten die Arbeiter Automobile der Petersburger Agentur an, holten die Insassen heraus und zerbrachen die Wagen. Die wütende Menge rief beim Vorüberfahren von Offizieren: „Ergreift sie!" Gegen halb 3 Uhr war der Platz vor dem Winterpalais von der Menge gesäubert. Die Truppen verfolgten die Aufrührer, die sich in den angrenzenden Straßen zerstreuten. Ein furchtbares Bild bot sich, als die Verwundeten und gräßlich ent st eilten Toten über den Newski-Prospekt transportiert wurden. Unter ihnen befanden sich mich Frauen und Kinder. Beim Eintreten der Dunkelheit nahm die Volksmenge im Zentrum der Stadt ab. Kavallerie und Infanterie , biwakierten -cruf dem Platz am Winterpalais. Starke berittene Abteilungen patrouillierten die Straßen ab. Im Wassiljewskij-Ostrow-Stadtteil gaben gegen 4 Uhr Truppen auf die verbarrikadierte Strecke drei Salven ab. Trotz der entstandenen Verwirrung ging die Menge aber nicht auseinander. An anderen Punkten wurden keine großen An- GietzenerAnzeiger General-Anzeiger lpC5ßreCtner§burg, 23. Jan., 1 Uhr 15 Mm. morgens jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch | die Post Mk.2.— viertel- Nr. 19 «rscheivt tügttch außer SonmagS. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfifchen Landwirt ;bie Glegener Kamillen- blätter viermal in der Woche beigelegt Rotationsdruck u. Verlag der Brü h l'schen Univerf.-Buch-u. Steindruckerei. R. Lange. Redaktion, ErvedUioa und Druckerei: Schulstratze 7. Adresse tot Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. zerstreut. Gegen 30 Personen wurden hierbei verletzt. Tann wurde die Menge zerstreut. Die Stimmung der Arbeiter war ruhig, wenn auch gedrückt. Um 1 Uhr 30 Mm. nimmt v.er Andrang der Arbeiter zum Winterpalais zu. Das Militär zog die Säbel blank und hielt mit Mühe den Andrang aus. Dann wurde Verstärkung verlangt. Eine andere Meldung lautet: Eine große Anzahl Arbeiter, die vom Wassiljewskii-Ostrow'-Stadtteile über me Nikol ausbrücke zum Winterpalais Vordringen wollten, wurden hier zurückgedrängt, wobei vier Personen verwundet, ein Kosak getötet und ein Offizier verletzt wurde. Die Menge beschloß, bewaffneten Widerstand zu leisten und, stellte m der vierten Linie im Wassiljewsklf-Ostrow-Stadtteile Drahthindernisse her. Ein Teil der Aufrührer zog fort, um sich zu bewaffnen. Den vorübergehenden Offizieren werden die Degen weg genommen. Vor der Menge, welche von den Putilo-Werken herkam, schritt mit dem Kreuze in der Hand der PriesterGapon, neben ihm ein Bauer mit dem durchschnittenen Bilde des Kaisers. Gapon selbst ist verwundet. Unter den Getöteten befinden sich der Gehilfe des Stadtteilaufsehers und em Revieraufseher. Um 4 Uhr hielten die Truppen den Platz am Winterpalais besetzt, wo aus transportablen Kuchen Mittagessen für sie bereitet wurde. Im Wasftljewskn- Ostrow-Stadtteil zerstören die Aufrührer die Tele- „ _ „ ^..c,bauenBarrikadenundbe- Iwaf^neten sich mit Säbeln und Werkzeugen. der Revolution wird erwartet. Wenn auch diese Meldima des Bureaus Herold über die große Zahl der Toten nnd Verwundeten noch etwas, fragwürdiger Natur ist, f» hassen doch die übrigen Nachrichten, die wir heute erhalten, über den furchtbaren Ernst des Ereignisses keinen Zweifel. Gestern, Sonntag mittag 2 Uhr zog eine vieltausendköpfige Menge nach dem Winterpalais-Platz, wo. es bei den Zusammenstößen mit dem Militär ---------- „ , etwa 150 Tote und viele Verwundete gab. ^zn gr a ph enleitun gen dem Wassili-Ostrow-Stadtteil wurden B ar rikad en gebautsich ... k - -----. „ - und die Teleqraphenleitung zerstört. Die Ar-höchst erbittert ist die Menge im Zentrum der Stadl beiter sind mit Säbeln und Werkzeugen be-> " ---- wasfnet. Gegen 3y2 Uhr erfolgte ein Zusammenstoß auf dem Wewski-Prospekt, wobei es 30 Tote und viele Eine Menge Arbeiter, die sich am Alexanderplatz angesammelt hatte, versuchten oas Gitter zu übersteigen, um nach dem Palaisplatz zu gelangen, sie wurden aber von den Truppen daran verhindert. Hinter dem Moskauer Schlagbaum nahmen die Arbeiter von der Kerosin-Niederlaae Besitz. Im W a s s i l i-O st r o w Stadtteil gab es auch Tote. Hier versammelten sich etwa 10 000 Arbeiter. Nachdem sie von der Brücke zurück- gedrängt worden waren, wurden beim Arbeiterktub ausl ken Fenstern der umliegenden Gebäude eine große Anzahl Proklamationen geworfen. Ein Arbeiter richtete von einem Fenster eine Ansprache an seine Kameraden, w welcher er auf die Gewalttätigkeit der Truppen wie aus die Haltung des Kaisers gegen das Volk hinwies. Die Menge nahm diese Rede sympathisch auf. T’/. , „Nieder mit der Selbstherrschaft!" Als auf der Schlüsselburger Chaussee der erste blinde Schuß siel, begann die Menge energisch vorzudrängen. Die Kosaken hieben anfangs mit Nagaiken und der flachen Klinge, was mehrere Verwundungen zur Folge hatte. Hierauf sanken die vorn stehenden Arbeiter in die Knie und flehten die Kosa rem an, sie zum Kaiser zu lassen. Sie riefen: ,,Wir gehen nicht gegen den Kaiser, wir wollen ihm selbst die dolle Wahrheit sagen. Seid gnädig, laßt uns zum Kaiser! Ihr Flehen blieb jedoch ohne Wirkling. Alsdann drängte die Menge aufs neue vor, worauf noch drei Salven abgegeben wurden. Die Menge wich zurück. Eilt großer ^cu zog sich jenseits der Newa zurück Der kleinere ilieb zur Stelle, wurde aber von einer 'berittenen Patroume Amts- und Anzeigehlatt für den Kreis Gießen sammlungen bemerkt. ; Ter Führer der Arbeiter, der Priester Gapon, richtete ; an den Kaiser nachfolgendes Schreiben: „Herrscher! Glaube : nicht, daß Dir die Minister die volle Wahrheit über die , Lage sagten. Das- c^anze Volk vertraut Dir und beschloß, morgen nachmittag ~um 2 Uhr vor dem Winterpalars zu erscheinen, um Dir die Not darzuleaen. Wenn Du, wankelmütig, nicht vor dem Volke erscheinst, dann zerreißt Du das moralische Band zwischen Dir und Deinem Volk. Das Vertrauen zu Dir wird schwinden, da unschuldiges Blut zwischen Dir und Deinem Volke fließen wird. Erscheine morgen vor Deinem Volke! Empfange unsere Ergebenheitsadresse mutigen Geistes! Ich, der Vertreter der Arbeiter, und meine tapferen Arbeitergenosseu garantieren Mr die l Unverletzlichkeit Deiner Person! Der'Schriftsteller Maxim Gorki ließ der Kasse der Arbeiterverbände 400 Rubel zugehen. Auch vca anderer Seite laufen zahlreiche Beiträge ein. Der Petersburger Korrespondent des „Standard hat mit dem Priester Gapon, der an der SMe der streikenden Arbeiter steht, eine Unterredung gehabt. Gapon ift ein schmächtiger Mann von 29 Jahren mit braunem Barte so ruhig im privaten Gespräche wie leidenschaftlich auf der Tribüne. Er sagte, er sei unzufrieden mit der sozialistischen Dunkelkammer-Organisation; er habe mit der Organisierung einer Kolonie von Arbeitslosen begonnen und eine Tenkschrift darüber der Zarin vorgelegt, die diese lobte. Er folgte dann Subatows Beispiel, obwohl dieser em Re- aierungsagent war. Gapon sagt, daß er vor acht Monaten Plehwe einen Organisanonsplan vorgelegt und die Erlaubnis erhalten habe, die Arbeiter zu organisieren. Er tat dies zu politischen Zwecken und bildete flüher Sprecher und Sekretäre ohne finanzielle Mittel heran Er hat ;cht en Zentrcckorqanisationen. Am Sonntag um 2 Uhr wird die Temonstration vor dem Winterpalaste stattfindenn. Dem Minister des Innern, Mirski, vmrde mitgeteilt, die Arbeiter wünschen den'Zaren persönlich zu seben, damit er die Petition für eine Verfassung entgegennehme; erscheine der Zar . Em atbeitcr schrl Pnlaste einfiuben werben. Sehr wahrscheinlich werde ich am Sonntag umkommen, schloß Gapon, aber ich bin überzeugt, daß das Blutvergießen, wenn es dazu kommt, die Freiheit bringen wird Wenn der Zar weise ist, kommt er am Sonntag nach Petersburg. Unsere sofortige Forderung ist Einberusung einer konstituierenden Versammlung vorliegenden Meldungen lauten: Petersburg, 22. Jan., 9 Uhr 30 Mn. abends. Aus dem Navski-Prospekt lwt sich eine große Volksmenge versammelt ^DaS Voli versucht, die Straße mit Bänken und Gittern für die Kavallerie zu Verwundete gab. . Um 12 Uhr mittags sammelten sich im Wassili- O str ow-Mtadtteil Arbeiter an. Polizei war nicht zu sehen, wohl aber Manen-Patrouillen. Bei der Nikolai- brücke wurde Infanterie ausgestellt, um die Arbeiter nicht durchzulassen. In zwei Straßen des genannten Stadtteils ist der Verkehr ganz eingestellt. Bei den Akademien der Künste und der Wissenschaften wurden großeTruppen- m ass en konzentriert, sowohl Kavallerie tote Kosaken. Aus der Wyborger Seite wurde der Tramwayverkehr eingestellt. In den in der Nähe der Brücken liegenden Straßen versammelten sich die Arbeiter, welche zu zweien und dreien durchgelassen wurden. Auf den Brücken standen Ulanen. DieGardezuPferde hielt sich bereit, nach dem Wassili- Ostrow-Stadtteil ausKurücken. Nach der Rede eines Arbeiters, welcher seine Kameraden auflorderte, in voller Ordnung zum Platz vor das Palais zu ziehen, begaben sich mehrere tausend Arbeiter nach der Nikolaibrücke. Von dort zog eine Arbeitermenge, um sich mit den bei der Sampsonbrücke angesammelten Arbeitern zu vereinigen, in die Nähe des dritten russischen Arbeiterklubs. Es wurde eine Auflordertmg verlesen, um 2 Uhr nachmittags vor btm Winterpalais zu sein. Der Vorschlag, Ruhe zu halten, wurde mit Hurra mifgenommen. Hieraus passierten die Arbeiter die Sampsonjebrücke in der I Richtung auf die Troizkibrücke, um auf den Palats- platz zu gelangen. Die Truppen hinderten die Menge ntchü Auf der Petersburger Seite wurden 4000 Arbeiter durch Ulanen in zwet Parteien geteilt. Die Mehrzahl der Arbeiter zog weiter. Der kleinere Teil wuchs rasch und zog dem ersten Teil ruhig nach. Als sie die Troitzkibrücke erreichten, stießen ste auf Infanterie und Ulanen. Tie Musik spielte zum Vorrücken. Die Menge blieb unentschieden stehen., Tie Reiter warfen sich mit blanker Waffe auf die etwa 9000 Köpfe zählende Menge und trieb sie zurück. Hierbei kam es zu mehreren Verwundungen. Alsdann stürzten sich die Zurückgetriebenen in die umliegenden Straßen, verfolgt von der Kavallerie. Nunmehr drängte die Menge nach der Troizkibrücke, wo sie die Kavallerie mit der blanken Waffe empfing. Aus dem S u m o r o w p l a h bei der Troizkibrücke gaben die Truppen drei Salven auf die von der Petersburger Seite kommenden Arbeiter ab und verwundeten 5 Mann, die in Mietsdroschken fortgeschafft wurden. Um 2 Uhr nachmittags gaben die Truppen vor dem Winterpalais zwei Salven ab, eine in der Richtung auf das Winterpalais, die jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzei'»n itt die Tc rSp'iimner «'s vv'miittaqs 01 ibr. Zc'rewireis: ^122^ auswärts -'9 l'j. Verantwortlich für den polit und u In dem Stadtteil Wassili Ostrow wurde bis nafy Mitternacht geschossen. Stre L b#r Wergarksiter im Augrgebiet. In Gelsenkirchen und Schalke waren am Samstag große Versammlungen gew-esen. Tie von der christlichen Organisation in Schalke einberufene, von mindestens 4000 Bergleuten besuchte Versammlung zeigte denselben Geist, wie alle anderen Versammlungen^ Tie Leute sind> sich des Ernstes der Lage bewußt. Als die Redner sagten^ daß man sich auf einen langen Kampf gefaßt machen müßte/ den Arbeitswilligen Schutz zu gewähren. Tie „Essener Volkszeitung" veröffentlicht den Brtef-, wechsel des Syndikats mit den Krankenkassen unds der Vertragskommission für die Aerzte des Land--» k r e i s e s E s s e n. Tie die kranken Bergleute behandelnden^ Aerzte hatten mit guten Gründen bewiesen, daß ihre Hono-^ rierüng nicht hinreiche. Tie in brüsker Kürze gefaßte Ant-^ wort des Syndikats war ablehnend, wie die vor acht ^agen^- an die Arbeiter ergangene Antwort. Aus Oberschlesien wird gemeldet, daß sich die Nach-^, frage nach Kohlen zur schleunigen Ablaffung nach den west-, lichen Jndusirierevieren häufen. Neben Hausbrandkohlen^ werden auch Jndustriekohlen in dringendster Weise aus den; oberschlesischen Kohlenrevieren nach Westen heranzuschaffen', gesucht. Die geringen Mengen Kohlen, die gegenwärtig ab-, gegeben werden können, werden von den rheinisch-westfalischen Fabriken zu hohen Preisen bezahlt. Die letzten Angebote waren direkt limitiert zu Preissätzen, die 70—90 Proz. über normal lauteten. — lieber die für Auslandskohle gegenwärtig geforderten Preise erfährt die ^K. V.-Z/, daß Flammförder- kohle 24 Mk. pro Tonne frei Duisburg und böhmische Flammkohle 9,30 Mk., dazu 12,8 bis 13,1 Mk. Fracht bis Dassel kosten. Diese Preise wären um 13—15 Mk. höher! als die bisherigen Ruhckohlenpreise, so daß ein Weiterarbeiten/ der Eisenwerke undenkbar sei. ' Jas H densfek am ^3erlittet Kof. Das Krönungs- und Ordensfeft wurde am nötigen; Sonntag im königlichen Schlosse feierlich begangen..ifer, und die Kaiserin, der Kronprinz, die Prinzen des komglichen Dauses, und die Damen und Herren des Gefolges begaben liö^ uni 11 Vs Uhr nach dem Rittersaal, wo die Ritter des schwarzem Mlerordens und die Staatsminister versammelt waren, xunmeyr^ begann die Cour der vorzustellenden, neu ernannten Ritter des■: Roten Adlerordens, des Kronenordens usw. Nach der Cour begaben sich die Majestäten in die Schloßkapelle und nahmen auf dem^ Wege die Vorsirllung der neu dekorierten Danwn entgegen, der Schloßkapelle waren Staatssekretär v. Aichthosen mit dm Botschaftern, Gesandten und Mitgliedern des diplomatischen Kvrps,^ die Generale, Admirale und Staatsbeantte anwesend Nach dem, Gemeindegesang predigte Hofprediger. Kritzmger. Das Ni^erlan-^ dische Dankgebet beschloß den feierl^en Gottesdienst. Sodmm fand im Weißen Saale Tafel statt. Die Mmestatm saßen neben-! einander, ihnen gegmüber in Vertretung de^Neichskmizlers Grast Posadowskv Der Kaiser trmtf auf das Wohl der neuernannten/ und früheren Ritter. Später sand Cercle statt. Anläßlich des O rd ens festes erhielten u. a.. Das Groh-i kreuz des Roten Adlerordens General Sllotzel, kommcnidlerender- General des 16. Armeekorps. Den Roten Adlerorden 1. Kl.f mit Eichenlaub und Schwertena am Mnge Admiral b. Ben bemann: General der Kavallerie und Gouverneur von Straßburg v M oh en er. Den Roten Adlerorden 1. Kl. mit.Eichenlaub. General der Infanterie v. <8 ü t o to, ^eneraV des 3. Armeekorps. Generalleutnant Freiherr v. E gl o mtetn , Gouverneur von Köln; General der Kavallerie vH agenow,^ Gouverneur von Metz: General der ^nfmtene v Hugo, Gene-^ ralinspektor des Militärbildungswesens: Generalleutnant Linae^ kommnnpierender Scnerti bfä 11. Armeekorps, fanferic v Bcrbaridt, GenerÄrnspektenr der Iuß--Artmerie. Dm Stern s-iim Roten Adlororden 2. Kl. mit der kgl. Krone der Direktor tm RciKsnmt des c«««« ® «ä Par. Dmt ErL-nl-nÄ 6lenero1leiitnant v. Bescler, b-onstragt der Wohrnehmn^ der GrsMfte des Cbeis des Ingmicnr- und Pwnicrkorp^, Gene-, rollentnont v. Noßler, Kommondierentrer der 11. Drwl °n, Mmerollmtnont Gronau, Kommonb der 1. DiMswn, ..W Kenerallcutnint Dr. v. D f«l, K°mmond der 28. Trv. Direktor im Reichspostamt Pressel, Vizeadmiral v Prrrr^ Wik nnd Gaffron: G-ner-a. v. Schwär,-koVven der, A7)ti»ilunaschcf rnt Reichs Postamt Dr. Spilling, der neg. a D v Svdow-Gör itz; der Kommandant von Breslau Generalleutnant v Trotha Den Roten Wlcrordcn 2. Kl. mit Eichenlaub und Sch'vcrtern am Ringe: KontrcadMiral v o ni Holtzendorff Den Roten Adlerorden 2. Kl..mit Eichenlaubs Bros v Bezold, Landgerichtsvräs. B ö d z i ng - Straßburg, Geh' Kommerzienrat Friedericks-Remscheid; ^r CorpSar^ des 6 Armeekorps H e r z e r , der Direktor im Reicks Postamt , Giesecke: der Kommandeur der 66. Ins.-Brigade, Gkneralmaiov v Lipinski; der Kommaudeur der 14. Inf.-Brig. Generalmwor. . J- Megden. Den Roten Mlerorden 2.,Kl. mit Eichenlaub:^, Obervostrat Münch; Bros. R e g c l s ü e r g e r - Göttingen Ge- 1 neralmajor Sirt von Arnim, Direktor des allgcmeineu Krieg departements: Generalmajor Spiegel, Kommandeur der . ^lisanteriebrigade; Kontreadmiral v. Lo t u b e ii r a u ch. -- 1 koinmiffar für den Kaiser Wilbelm-Kanal, ^neralmator v. Dr e s . kow Jnlp-kt-ur der Jufontkri. -SLulm: er 5; Kcd. Oberpvstrat Wii »ter'Magdeburg imd Gwe ro^'uperintmdeut SP er n t r - Gttffel. Dm Roten ' ■ «-rs n'fibttt. Stu da: tf >os Neber-Bonn: D irbef W,l Ii- ! Pimbiirg. 2ic Irwc zum Roten Adlcrorden S. Kl. ' JÄ'uelÄ1»* uh?:mbcr DiroNor . ©weralkutnaiU Lev mann. Sen totem mit Schwertern am Untersuchung ist bereits im ffianqe. Bekanntmachung Nr. 15, 21, 90, 147, 215, 284 zu Lit. 500 T ü w Z Nr. Serie 37, 101 zu 500 I der B27i 28 12,51 Mm. 87 120 1000 2U00 100 200 500 1000 2000 I I I I der Kreis- ant ersten 2000 1000 262 575 39 10 5 98 3380 42 V W X Q R 8 zu besprechen, Wien bis 33 Ctm. Durchm. und 12 Mir. 38,57 Mm. bis 30 Ctm. Durchm. und 18 Mir. 34,12 Mm. Kiesern-Stämme Länge mit Fichten-Stämme Länge mit •• Zum Heldenberger Morde wird uns mitgeteilt, daß Hudbe über herkulische Kräfte veruigt. Ein Metzger in Bad-Nauheim, bei welchem Hudbe längere Zeit in Arbeit stand, hat geäußert, daß er kaum je einen so kräftigen Gesellen gehabt habe wie Hudde; die schwersten Lasten, so z. B. das ganze Viertel eines Ochsen, habe er geschleppt, ohne daß man ihm die geringste Anstrengung angesehen hätte. Daher ist die furchtbare Wucht der Stiche leicht erklärlich. Indessen ist auch Pfarrer Thöbes ein ungemein kräftiger Mann gewesen, wie man leicht aus seiner außergewöhnlich starken Muskulatur ersehen konnte. Dies weist umso mehr auf die Annahme hin, daß Hudde den Pfarrer im Schlafe erstochen hat, denn trotz der verbundenen Hände hätte der Pfarrer in wachem Zustande sich infolge seiner starken Kräfte erfolgreich gegen den Mörder zur Wehr setzen können. — In der Untersuchungssache gegen Hudde erfahren wir, daß die Geschichte mit den Fingerabdrücken auf! HoZzversteigerung. Freitag den 27. und Samstag den 28. Januar b. Js., von vormittags 9V2 Uhr an, soll im Oppenröder Großh. Bürgermeisterei Oppenrod. Balser wiederholt, und hoffentlich ist dann Herr Linzen, der Darsteller des Soldatenkänigs, nicht mehr so erkältet, wie er gestern war. Eine ganz besonders gute Leistung, mit großer Sorgfalt in allen Einzelheiten durchgearbeitet, bot Herr Lüttj ohann als Erbprinz von Bayreuth. — Bürgerverein Gießen. Die Sympathien der hiesigen Bevölkerung, welche dem neugegründetcn Bürgerverein entgegengebracht werden, hat ihren Ausdruck bereits in zahlreichen Anmeldungen gefunden; auch eine Anzahl Stadtverordneten hat seine Mitgliedschaft eintragen lassen. Die Generalversammlung morgen, Dienstag, wird deshalb voraus- sichtlich sehr stark besucht sein, da ja doch auch jeder Stadtteil zahlreich vertreten sein muß, um seine Vertreter in den Vorstand wählen zu können. Ferner soll, wie wir 1 Sten, jedenfalls darüber Beschluß gefaßt werden, ob in der im Laufe des Februar vorgesehenen Hauptversammlung als wichtigstes, den Geldbeutel interessierendes Objekt bie Theater- und Saalbaufrage zur Erörterung kommen soll. .letzt wurde, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird, t Wie bis jetzt festgestellt ist, hatte Herbert mit seinem Bruder Daran nahmen teil: Ministerpräsident Gral gemeinsam am Sonntag abend wegen eines m der Samstag , Ackerbaummister Tallinn und j Nacht stattgehabten Streites einem Dritten auspassen wollen, um ibn durchziiprügeln. Herbert ist als ein rauflustiger Ge- Als der Erwartete kam, stürzten sich die beiden K i r Ä l i im Konftrmandeusaal der L u k a s g e m e i n d e. Text: Offenbarung Job. 3, 14—22. Piarrer Euler. Fichten-Derbstaugen mit 2O,9G Mm. Fichten-Neisstangen mit 10,96 Mm. Rmtr. Buchen-Scheit Nmtr. Biichen-Knüppel Rmtr. Eichen-Knüppel Gießen, den 16. Januar 1905. Großherzogliche ^meisteret Gießen. Mecum. Unifltf lilrlüiniiirn. R. B. Darmstadt, 23. Jan. Der ordentliche Pro^ fessor der Medizin Dr. Friedrich Moritz, bereit Direktor der medizinischen Uuiversitällklinik in Greifswald, wurde zum ordentlichen Professor in der medizinischen Fakultät und zum Direktor der medizini- schen Klinik an der Landesuniversität in Gießen ernannt. Berlin, 23. Jan. Der Kaiser hat L e o n c a v a l l o zu dem Erfolg, den sein Noland von Berlin in Neapel gehabt hat, t elegraphisch beglückwünscht. Paris, 23. Jan. „Petit Journal" berichtet aus Pete r s b u r g : Man glaubt dort, daß der Großfür st Sergius einem Attentat z-um Opfer gefallen sei. Der Hauptangrisf erfolgte aus den Stadtteil Wassili-Ostrowo, wo Barrikaden errichtet worden sind, auf welck)e die Artillerie schießt. Ein weiteres Telegramm berichtet, daß die Fenster des Palastes des Großfürsten Alexis von der Volksmenge durch Steinwürfe zerstört wurden. Bei dem Versuch, Zarskoje Selo zu erreichen, wurden die Ausständigen durch Infanterie, Kavallerie und Artillerie z-urückgetrieben. Auf verschiedenen Punkten der Stadt schossen die Truppen ohne jedes Kommando. Petersburg, 23. Jan. Die Truppen fahren fort, auf die Aus ständisch en zu schießen. Ein amtlicher Bericht über die Zahl der gestrigen Opfer wird erst im Laufe des heutigen Tages veröffentlicht werden. 30 b is 40000 Arbeiter v on Kolpin o, einer Stadt 25 Km. von Petersburg entfernt, marschieren auf die Hauptstadt. lieber die Zahl der Opfer der gestrigen Straßen- kämpse gehen die Schätzungen weit auseinander. Nach einer i Version sollen sogar 20 bis 24 000 Personen getötet oder v erw und et sein. , VoliWie Tagesschau. Die Besetzung der Großherzogin von Sachsen-Weimar. Zur Beisetzungsfeier am Samstag mittag 1212 Uhr versammelten sich die Fürstlichkeiten und die geladenen Gäste in der Hof- und Garnisonkirche in Weimar, in welcher der Sarg mit der Leiche der verstorbenen Großherzogin auf einem Katafalk inmitten eines Lvrbeerhaines aufgebahrt war. Der Groß- Herzog und die Fürstlichkeiten nahmen zu Füßen des Sarges Aufstellung. Nach einer kurzen Ansprache des Hospredigers Dilthev wurde der Sarg auf den Leichenwagen gehoben, worauf sich der Trauerzug nach der Fürstengruft in Bewegung setzte. Den Zug eröffneten 4 Ordonnanzen und Gendarme, dann folgte der Militärkondukt, bestehend aus einem Bataillon des 5. Thüringischen Infanterieregiments Nr. 94 und die Musik, welche Trauerweisen 100, 107, 121, 179, 249, 282, 291 zu 19, 21, 36, 82, 142, 200, 271, 398, 430, 484, 496, 517, 610, 630 zu 17, 49, 67, 68, 241, 256. 264, 350, 365, 414, 430, 446, 457, 475, 648 zu 18, 124, 180, 204, 229, 290 zu b) 1897 er Anlehe». 81, 94, 150, 153 zu 32, 89, 122 zu 22, 72, 138, 153, 171, 172, 250, 285 zu 12, 16, 114, 182, 260, 344, 347, 349, 355 zu 10, 63, 127 w c) 1899 er Anlehe«. Kiefern- und Fichten-Knüppel Wellen Buchen-, Eichen-, Kiefern- und Fichtenreiser Rmtr. Buchen-, Eichen-, Kiefern- und Fichten-Stock. Die Zusammenkunft ist bei der Seiswiesc auf ilraße Oppenrod—Albach. Das Stammholz wird und das Brennholz am zweiten Tag versteigert. Oppenrod, 23. Januar 1905. Sonbon 23. Jan. Nestern moro-n st o r b L o r d K i n r o k, I hier eine Schlägerei statt, bei welcher em 26jatmger ver. Lordgeneralanwalt von Schottland und Lordssekretär des Sektious-1 h^rateter Mann namens Herbert derartig schw er ver- verschreibunqen, a) des 1896 er und 1897 er Anlehens: bei der Stadtkaffe Gießen, bei der Mitteldeutschen Kreditbank zu Frankfurt a. M., bei der Deutschen Genossenschaftsbank daselbst, und schritten auf ^rn der die Reaienmgeu von Rußland und Japan emf der Straße. Sein Zustand ist so besorgniserregend, daß int Herbert schon mehrmals totgesagt wurde. Die gerichtliche -6. Dutenhofen, 23. Jan. Einen Leichenzug von solcher Ausdehnung, wie der am Samstag nachmittag dem I Inhaber des bekannten „Jagdschlößchens",' Jean Sorg er hier, bereitet wurde, hat unser Ort wohl noch nicht gesehen. Der große Saal des Trauerhauses, in dem der Sarg auf- gestellt war, war mit Blumen und Kränzen, kostbaren Widmungen der Vereine, studentischen Korporationen und Freunden des Veritorbenen reich und sinnig geschmückt. Krieger- und Gesangvereine deö Ortes und der Umgegend, Vertreter mehrerer Gießener studentischen Vereinigungen, der Gießener! 'Kabfahreruerein von 1885, der Wetzlarer Radfahrerverein, der Ga'lmirteverein von Gießen und Umgegend, der Gießener! Gefangnerem „Heiterkeit" und die zahlreichen sonstigen Leid, tragenden, die die Mittagszüge au§ Gießen und Wetzlar nach Dutenhofen gebracht hatten, bildeten das Trauergeleite. Am Grabe fchilderte m trefflichen Worten Pfarrer Geibel das Leben des Dahingeschiedenen, worauf der Gesangverein Dutenhofen die Trauerfeiec mit dem Vortrag eines eindrucksvollen Grabliedes schloß. (!) Ilbenstadt, 22. Jan. Am vorigen Montag fand! Aer Krieg Die „Times" will von ziwerläffiger Seite erfahren haben, daß Admiral Rost je st wen skij während der nächsten drei Monate keinen Versuch machen werde, die Gemäßer im fernen Osten zu erreichen. Die baltische Flotte werde, wenn sie von Madagaskar absegele, vielleicht ihren Kurs nach Osten nehmen, doch sei es höchst unwahrscheinlich, daß ihre Kreuzfahrt sie fürs erste auch nur bis zum östlichen Teil des Indischen Ozeans oder gar in die Nähe des Indischen Archipels bringen werde, wo sie japanische Kreuzer treffen könnte. Das Blatt bemerkt dazu, der Zar habe den Mittelweg zivischen der Rückberusung und Weitersendung der Flotte eingeschlagen. Admiral Rostjestwenskij werde eine Basis für seinen längeren Aufenthalt im Indischen Ozean brauchen, die britische Admiralität möge Schritte treffen, um britische Inselgruppen davor zu schützen. Wie „Reuter" aus Durban meldet, teilte der Kohlen- bampfer „Gatton", der von Madagaskar zurückkehrte, wohin er für die baltische Flotte Kohlen gebracht hatte, mit, die Flotte sei am 14. Januar mit unbekanntem Bestimmungsort abgeseqelt. Am 13. Januar machten die Schiffe der baltischen Flotte klar zum Gefecht infolge der Nachricht von einer Annäherung der Japaner. Die Torvedonetze wurden Heruntergelaffen und den Kohlenschiffen wiirde befohlen, sich aus der Nähe der Kriegsschiffe 511 entfernen. Tie russischen Mannschaften sollen immer noch nicht ausgebildet sein. Gemeindewald nachverzeichnetes Holz versteigert werden: "" Eichen-Stärnme bis 34 Etrn. Durchm. und 12 Mtr. Länge mit 12,51 Mm. Bei der in der Sitzung der Stabtverorbneten-Versamrnlung vom 12. Januar 1905 oorqcnommenen planmäßigen Verlosung der am 15. Mai 1905 zur Rückzahlung kommenden Schuldverschreibungen der Anlehen der Stadt Gießen vom Jahre 1896, 1897 und 1899 sind folgende Stücke gezogen worden: a) 1896er Anlehe». ängerufcn werden, einen Waffenstillstand abzuschließen im Hinblick auf die Unterzeichnung eines für beide Nationen gleich ehren- Aus t.:i) Land. Gießen, den 23. Janiiar 1905. M Eissport. Der Vorstand des Eisvereins beabsichtigt, wie er uns mittelst, kommenden Mittwoch nachmittag ein Jugend wettlaufen nebst Kunstlauf für Erwachsene mit PreiSverteiliing abzuhalten und während der Veranstaltung die hiesige Regimentskapelle konzertieren zu lassen. Die geplante Abhaltimg eines Eisfestes mußte aus verschiedenen Gründen auf kommende Woche verschoben werden. •* Das Stadttheater brachte gestern abend Karl GutzkowS „Zopf und Schwert" zur Aufführung und hatte einen ziemlich guten Besuch dabei. Dieses Liistsptel des Vertreters des „jungen Deutschland" hat viel Anklang ge- funben, und ber kernhafte Ton. ber in bi cf er ergötzlichen Hofgeschichte aus Friebrich Wilhelms I. Zeit angeschlagen wird, unb bie frische, beutsche Sprache beS Dichters kam voll zur Wirkung. Das Stück wirb nächsten Dienstag hier uVa p e ft, 22. Jan. Heilte fnnb hier eine Beratung bezüglich der H a n d e l s v e r t r a. g s v e r ha n dl u na en m 11 Deutschland statt. 2™.: .....r. Tizza, Haudelsminister Hieronynn, n»herttne\rfrt8i',OweeTd>#Erwirk' Vedoifli Durch d!d° Vrüi>sing h^ntc' schlug ber eine Bruber auf ben anberen Bruber. ber 9”Sg unb iÄ unte^btuttn nod) am Dodcn lag. los, in ber fflleinunfl, -s sei der Dritte, über bie politische ^Lage den formellen Auftrag zur Kabinetts- Die eigene Frau des schwerverletzten kam ebenfalls hinzu bilbnng Rouvicr erbat sich Zeit, um sich mit seinen Freunden unb ()Q(f nun noch, ihren Mann zu prügeln, auch m der ata. J-DJcinnnn, cS fei ber dritte. Als sie ibren Irrtum erkannten, sellsck a st fcqt ^"öffenricri’c» Malm tinc Petition 'xn linier-kq Herbert bereits mit gespaltener Schädeldecke bewußtlos L ' '' • * HA« fnrth ntih I mtF Pifrnüp P-pth Qiiftnnb ul fn l^pforoniserreaend. daß Sar?kt omingo, 22. Jan. (Reuter.) Die Regierung und der Gesandte der Vereinigten Staaten nnterzelchncten e,n Protokoll, in melcbem die Vereinigten Staaten die Unversehrtheit des Gebietes von Sankt Domingo garantieren und die Verantwortung übernehmen, die innere und äußere Schuld der Republik zu ordnen. Sie werden die Bedingungen der Bezahlung festsetzen, unrechtmäßige Ansprüche znrückwcisen, über die Rechtsgistigkeit und den Betrag der schwebenden Forderungen entscheiden und die Zollvenvaltuug übemehmen. Dle Beamten sind aber den Gesetzen von Sankt Domingo unterworfen. Tie Vereinigten Staaten werden ferner für notwendige Ausgaben 45 Prozent von den Zollcinnahmen der Regiening von Sankt Domingo zustellen, die Beamten der Zoll- und Steucrverwaltung, und die Zinsen dar äußeren und inneren Schuld bezahlen. Der ganze Ul-üerschuß verbieibt bis zum Jahresende in der Staatskasse und wirb von der Regierung von Sankt Domingo zur Bezahlung ber Schulden verwandt werden. 171, 276, 280 zu 301, 388, 413, 421, 461, 474 zu 564, 568, 569, 596, 618, 627, 674, 699 zu 200 „ 1 „ 735, 746, 747, 771 zu 100 ES wird dies mit dem Aunigen zur Kenntnis der Besitzer ichulbverschreibungen gebracht, daß bie Einlösung ber Schulb- zum Kroneuorbeu 2. Kl.: Okueralmajor R ohrfchei bt. 'Den Stern zum Krouenorben 2. Kl.: Contreabmirlü Borcken- Hagen: Generalmajor Emmich, OTief bcs c1111ärrntinftjj11?*-. Generalmajor Mitzlaff: Nnterstaatsiekretär von Elsaß-Lvthrm- mm, Zorn v. Bula ch. Den Kronenorben 2 Kl. mst Stern. Mftnsteriakbirektor m Kulttlsminiüerium Forster: der Direktor im Rechnungshof F r itz 1 cb: Prästdent bcs Patentamts Dnav, Kvmmanbenr der 15. Jnfanteriebngade ßc I d: O-eiandter Micha- Helles-Lim a. Kammergerick>tSrat Rrntelen. Den Kranen- otSxrt 2 Kl.: Oberregierungsrat B 0 den st ein - Magdeburg Landgerichtspräsibent D e u l: a r d - Frankftirt a M. ^kn Krvncn- men 2. Kl.: Prof. Diethep-BerliN: Prvseffor T ü cf er - Düsseldorf; Professor Hermann-Aachen; Prvf.swr^Kautz ü - Halle: Oberpostdireftvr I i b m » •ycirf,59crj..’l£rh mann- Leipzig: Ministerjalreiident M u l l e r - Weimar. Gcst OberfiAanz-at Müller- Erfurt; ReichsgerichtSrat Plan k-L^V- -ig; ber Gouverneur von Kamerun, v Putkamer Nnclls «richtSrat Rcichardt-Leipzig: Abgeordneter v Rich tho t c n- Damsdorf: Prof. Sachau-Berlin: ^enatSvr ftdent Schm'dt- Ncmmbiirg: Gras Schwerin-Löwitz, Prch.dcnt ^s dcustchc-n Landwirtfchaftsrats: Oberst Senden ,Kvmmand. d. 4. ÜUil^rle-- bhnabc: Landgerichtspräsideut Wiel- Dortmund i der Kommandeur des 71. Jnf.-Regts. v. Witzleben; Wnhbrs^f Zorn v. Bulach-Straßburg. Die Schleife zum Roten Adle-rorben 3 M.. Univeriitätsprofessor Enge l m a n n - Berlin. ^n Rvten ckdler ordi!'.°n? ,vielte, als bet Tampscr um 1 Uhr 5 Mm. die Schleuse pafsierte. München, 22. Jan. Die Einnahmen der bayerischen Staats bahn en im. Jabre 1901 betrugen insgesamt 168 61QOQO Mf, d 7 «"-n- -t* P e>!3 514 qjtf )lus'nud. 21n tro er en , 22. Jcw. Der frühere Präsident des Oranjefrei st aate? Stein tft gestern abend nebst Familie hier eingetroffen. Am Babnboi wurde er von den Mitgliedern be* hiesigen Bnrenkomitees sowie von einer großen Volksmenge empfangen. Der Vorsitzende deS Vurenkomitee- hielt eine Anwrache, in der er ben Erprästdenten willkommen hieß imb überreichip sodaiiii der Gattin SteinS sowie dessen Töchtern Blumenstränße. Ter Präsident mit feiner Familie bestiegen alSdaiin einen bereit gehaltenen Wagen und nahmen in einem nahe gelegenen Hoiel Wohnung. Erpräsident Stern reist am kommenden Mittwoch mit jeiner Familie nach Südafrika ab. b) des 1899 et Anlehens: bei der Stadtkasse Gießen, _ bei dem Bankbanfe Aron Heichelheim in Gießen, unb bei bem Baiikhause ©ebrüber Nenstabt in Frankfurt a. M., dem Hemd des ermordeten Psarrers, wovon Front- «Wg«i tan"' f0,uic baB die Berzinßmg mit dem 1ö. Mm 1905 surter Blätter berichteten, eine Legenbe ist. Trotzbem ist bas Bemeismaterial gegen Hubbe so schwer, baß an seiner Täterschaft fein Zweifel mehr bestehen kann, wenn er selbst auch nach wie vor alles ableugnet. Er ist mit einer Kette so an bie Wanb geschlossen, baß er zwei Meter auf und ab gehen kann. Nachts wirb er von einem Gensbarmen, tags von einem Gefangenausseher bewacht. Hubbe ist guten RNuts, ißt unb lieft ■ j M Danksagung i Dutenhofen (Jagdschlößchen), den 22. Januar 1905. 0394 B CD o Gießen, den 22. Januar 1905. ML Petroleum p. Liter Pfennig. Hochfein parfämirt. Stetnstraße 65. Steirrstraße 65. Gießen. < tii »II Jean Sorgen Witwe Richard Borger 3000 3000 3000 3000 5000 Versteigerung. DieuStag den 26. Januar lfd. IS., nachm. 2 Nhr, sollen im städt. Pfandlokal Seltersweg 11 dahier die wegen rückständiger Gemeindesteuer 3. Ziel gepfändeten Gegenstände (Mobiliar aller Art) sowie 1 Pferd und 1 Rind versteigert werden. '354 Gemmecker, Pfandmeister. Vorzügliches, noch neues Nussbamn-Pianino ans renomm. Fabrik, ganz kurze Zeit gespielt, ist mit Garantieschein billig zu verkausen. Schriftl. Ansrag. u. 439 an die Exp. d. Bl. a21/1 kt die bestii flirden Tilnt V e'rkaufsstefi^udurehi^ia^lö erkenntlich. d" Iagdverpachtung ~ Dienstag, den 31.Januar l. Js., nachmittags 1 Uhr, soll im Rathause zu Herbstein, die Jagd der Gemeinde Herbstein, umfassend 320 Hektar Wald und 1490 Hektar Feld, aus weitere 6 Jahre verpachtet werden. 412 Nähere Auskunft erteilt der Unterzeichnete. Herbstein, 20. Jan. 1905. Großh. Bürgermeisterei. Schneider. Schutzmarke. hv20/1 Die Beerdigung findet Mittwoch den 25. Januar, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 436 WMrustst M ins ftiid) kinsWßMn Miltn. Prompte Bedienung. Gediegene Aussührung. Eivile Preise. Auf Wunsch Original-Sktz-cu und Kostenanschläge. JugEridf rische vergibt Guthmami’s osvcvos Todes-Anzeige. Heute morgen entschlief sanft nach kurzem, aber schwerem Leiden unser unvergeßlicher Gatte, Vater, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme an dem Hinscheiden unserer innigst geliebten Gattin, Mutter und Großmutter ZM Johanna. Fertsch geb. Beyer sprechen wir hierdurch unseren tiefgefühltesten Dank aus. Für die trauernd Hinterbliebenen: Ferdinand Fertsch, Lotterie d. KrankenpnefleAnstalten vom Roten Kronz, Strassburg i. E. Ziehung in kurzer Zelt 6052 M. 1. Hauptgew. $60000 2. Hauptgew. M. 10000 3. Hauptgew. M. 5000 Kritzerkmeradschlift Weßeii. Von dem am 22. d. Mts. erfolgten Hinscheiden unseres Mitgliedes und Kameraden Kn» Christian goftebrrg setzen wir die Kameraden geziemend in Kenntnis. Tie Beerdigung findet Mittwoch den 25. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Freie Lnmibusfahrt vom Marktplatz nach dem Friedhof und zurück. Abfahrt 2% Uhr pünktlich. v23/1 Der Vorstand. 5600 Gew. zus. M. 18000 I \ M 11 Lose 10 Mk. DUö 11U. Porto u. Liste 30 versendet das General-Debit J. Stürmer, Strassburg i. E. R. Buchacker. W.Semmler. IckkistoUmln- ith MMer-Wst Saust. BeBitz, Ailmchn 5 Kaiseröl nicht explodierbares Petroleum t>. Liter 25 Pfennig. Gehr. Berta Bahnhofftraße 27. Lindenplatz 12. Für die zahlreichen Beweise der Liebe und Teilnahme anläßlich des schmerzlichen Verlustes unseres in Gott ruhenden, unvergeßlichen Gatten und Vaters Hem Jean Borger Gastwirt sowie für die unserem teueren Entschlafenen so zahlreich gewidmeten Blumenspenden sagen wir hiermit unseren verbindlichsten Dank. Besonders aber danken wir herzlich für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Geibel, welche derselbe am Grabe unseres geliebten Dahingegangenen gesprochen hat. 3 ä 1000 — M. 6 ö 500 — M. 30 ä 100 = M. 60 ä 50 = M. 350 Gew. zus. M. groß-, ca. ^-Psund-Laibr 50 Pfa. immer frisch vorrätig bei sl82 L. Steinhäuser. * Herr Ohr. Rosenberg im 61. Lebensjahre. Um stilles Beileid bitten Tie tieftrauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Ang. Rosenberg, geb. am. Otto Rosenberg. Gießen (Seltersweg 3), Witten, Eöln, Ludwigshütte, Krumbach, Wetzlar, Wallau, Eifa, Diez,' den 22. Ja*utar 1905. Tranohn in roten Dosen macht das Schuhwerk weich, dauerhaft * wasserdicht Fabrikant-- Carl Gentner, Göppingen Todes-Anzeige. Heute morgen 51/, Uhr entschlief nach langem, schwerem Leiden meine innigst geliebte Gattin, unsere liebe, teure Mutter, Tochter, Schwester und Schwägerin ■ Frau Elisabethe Grosshaus im Alter von 33 Jahren. 0407 Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen (Brandplatz 12), den 23. Januar 1905. Die Beerdigung findet Mittlvoch den 25. d. Mts., nachm. 31/, Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Bekanntmachung, betreffend: Umbau der Kreisstraßen Lang-Göns—Holzheinr, und Lang-Göns—Leihgestern. Die mit dem 8. November v. Js. verfügte Sperrung der Kreisstraßen Lang-Göns—Holzheim und Lang-Göns—' Leihgestern wird hiermit von der Unterführung der Main-- Weser-Bahn sowohl in der Richtung nach Holzheim als auch in der Richtung nach Neuhof-Leihgestern auf weitere 200 m ausgedehnt. Gießen, den 20. Januar 1905. B“/l, Groß. ~ mt Gießen. I. V.: Haberkorn. Bekanntmachung^ Bei der gestrigen Wahl der Beisitzer für das Kaufmanns^ gericht Gießen sind als Beisitzer für drei Jahre gewählt worden: I. Selbständige Kaufleute: L Möhl, Georg Emil, mit 41 Stimmen, 2. Noll, Airaust, , 41 3. Holterhoff, Franz, „ 41 . 4. Strauß, Moritz, „ 40 v II. Handlungsgehilfen: 1. Will, Hernmnn, mit 91 Stimmen, 2. Engel, Hugo, „ 55 „ 3. Hosch, Karl, „ 55 „ 4. Hofmann, Abraham, „ 47 „ Beschwerden gegen die Rechtsgiltiqkett dieser Wahlen sind bis spätestens 20. Februar lfd. Js. bei der unterzeichneten Behörde anzubringen. Das Protokoll über die Wahlhandlung liegt im Bürgermeistereigebäude, Zimmer Nr. 15, zur Einsicht auf. Gießen, den 21. Januar 1905. „ B“/1 Großherzogli- e Büraermeisierei Gießen. __________________I. V.: Eurschmann.__________________ Bekanntmachung. Aus der Julius und Minna Kohlermanns-Stiftung sind bie> Zinsen vom 23. März 1904 bis 31. März 1905 mit 179,32 Mk.^zu gleichen Teilen an einen unbescholtenen, hilfsbedürftigen geborgen Gießener Bürger (Witwer) und die Witwe eines solchen (geboren» Gießenerin bevorzugt) am 1. April d. Js. zu vergeben. Meldungen unter Vorlage der erforderlichen Ausweise nimmt*, bis 15. Februar 1905 das Armenamt, Neuen-Bäue 25, Zimmer Nr. 2 entgegen. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. ______________________Eurschmann. _______________B^/si Holzversteigerung in der fürstlichen Oberförsterei Lich. Montag deu 30. Januar, von vormittags 9V, Uhr an, imj Distrikt Hard: Scheiter: 228 Rm. Buchen (dabei 2 mal 2 sJhnJ Werkholz), 29 Rm. Eichen (teils gespalten, teils rund); Knüppel:, 68 Rm. Buchen, 23 Rm. Eichen, 9 Rm. Nadelholz; Stöcke: 84 Nm. Buchen, 42 Rm. Eichen, 32 Nm. Nadelholz; Wellen: 1970 Buchen,i 600 Eichen, 700 Weichholz (Ausputzreisig), 490 Nadelholz. — j 4 Buchen-Schnittholz (39-57 Etm. Durchmesier) — 2,04 Fstm., 2 Eichen-Schnittholz (46 und 51 Etm. Durchmesser) = 2,13 Fstm., 17 Eichengrubenholz (Wagnerholz, Pfostenholz usw.) — 5,16 Fstm.» 5 Kiefernfchuittholz (32 bis 46 Etm. Durchmesser) — 5,31 Fstm^ 51 Fichten - Stammholz (Schnittholz, Balkenholz re.) =- 63,63 Fstm. Die Zusammenkunft ist aus der Waldstraße von Kolnhauseu in die Hardt beim Eintritt in den Wald. Dienstag den 31. Januar, von vormittags 9VC Uhr an, im Distrikt Höler: Scheiter: 231 Rm. Buchen, 12 Rm. Eichend (mtgespalten), 4 Rm. Nadelholz (ungespalten); Knüppel: 169 Rni. Buchen, 122 Rm. Elchen, 2 Rm. Kirschbaum, 9 Rm. Nadelholz' Stöcke: 123 Rm. Blichen, 86 Nm. Eichel:; Wellen: 5530 Buchen, 2000 Eichen, 140 Nadelholz. — 11 Eichen-Schuittholz (40 bis 48 Etm. Durchin.) = 7,56 Fstm., 2 ElSbecr-Werkholz == 0,40 Fstm., 4 Fichten-Bauholz = 2,88 Fstm., 14 Fichten-Derb- staugen — 0,67 Fstm. Die Zusammenkunft ist ans bem Vicinalweg von Lich »mch Garbenteich am Hölereck (Schutzhäuschen)._____________________ Holzversteigeruug. Mittwoch, den 25. Janunr d. IS., von vormittags^ 9 Uhr an soll im Großen-Bnsecker Gemeindewald, Distrikt Schwalbenwald nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 90 Eiche Stämme mit 25,47 Fstm., worunter Schnittholz» bis 65 Etnr. Durchmesier. 297 Achte Stämme mit 102,17 Fstm., worunter Schnittholz bis zu 38 Etm. Durchmesser. 11 Kiefern Stämme mit 6,51 Fstm. 3 Esche „ w 0,36 „ 155 Fichte Derbstg. „ 13,85 u 15 Esche v „ 0,29 , 150 Rm. Buche Scheit. 16 „ Eiche „ 125 „ Buche Knüppel. 47 „ Eiche, Kiefern und Fichte Knüppel. 3840 Wellen Buchen Reiser. 900 „ Eichen „ 2350 „ Kiefern und Fichtenreiser. 117 Rm. Buche, Eiche, Kiefer und Fichten Stock. Die Zusammenkunft ist im Dlstritt Schwalben,vald aw den Eichwiesen. Großen-Buseck am 20. Jamtar 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Großen-Buseck. ___________Schwalb._______________413\ Mheinische Ariketts bester Ersatz für Steinkohlen liefert billigst in jedem Quantum 4?^' SäMard Dinkel Bahnhofstwßc 10. Sämtliche Damen- und Kinder-Konfektion 0.75 an. Marktplatz 9-10 Marktplatz 9-10 Kkllnkl-ll.5li!stkr!l«mnkjll 0339 ,u vermieten. e 31, III. 16 403 198 144 100 15 ti Zimmer Tie glückliche Geburt eines gesunden Jungen 430 zeigen hocherfreut cur Marktplatz 7. 03981 aus guter Familie 0406 1. April zu vermieten. 186 Näh. Bismarckstratze 26, Part. 4 Zimmer 2. Aenderung der Satzungen. V*2/l gesucht. 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