Mittwoch IS April 1905 155. Jahrgang Drittes Blatt 7?r. 95 Gießener Anzeiger General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Liehen 95 der te Marke. Vormittags n Im seiner Durchführung genügt nicht die gewöhnliche drei-oder fünfjährige Vertragsbauer des Pachters, sondern bie Zelt und Arbeit 'n.n«.i'l/i t nirhf hip Urntt leitendeil Tö.atcr-Hrganilat on. genommen $u haben. 40 50 68 55 lanser, ne 17. Orschetw «tzNch mü Ausnahme de« Sonntag«. Die „(Hefcenet Somtllenblätter* werden dem ^Anzeige* viermal wöchentlich beigelegt. Der E^tsslichs £anö®Ut* erscheint monatlich einmal fftotattonSbrud and Vertag btt Brühlftche» Untoerfu&ißbrudcrel Ä. Laag«, Dietzen. Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulstr.I« Del Nr. 6L Teiegr^Ldr. i Anzeiger Dietz«» Beleidigung, Khebruch, Anell. AuS Nichterkreisen schreibt man: Die Anti-Duell-Liaa hat in einer Eingabe an den 60 60 . 65 c 70 75 80 80 85 105 105 lt 140 115 130 * w 23 25 28 25 lich ab halten lassen. , So glauben wir nicht, daß solche strafrechtlichen Re- Ost e r m o n t a q. von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben; Austeilung der heil. Kommunion. um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Milttärgottesdieny.^ imois Blau Zlasche <>ncl. D“q zerversuch, rdeu diese »ber taufen! ilie1 Xelepb. 346. ob hier nicht eine Reform am Platze und eine Erhöbling des Strafmarimums, die der sittlichen Bedeutung der Wahrung der ehelichen Treue gerecht werden würde, wünschenswert ist. Aber eine Verminderung der Duelle wird eine solche Ver- chärfung deS Gesetzes nicht zur Folge haben. Wer sich von einer Leidenschaft hinreißen läßt, in das eheliche Verhältnis eines Andern einzugreifen, der wird sich davon ebensowenig abhalten lassen, wenn auf den Ehebruch eine Höchststrafe von 6 Monaten steht, als wenn auf denselbem eine solche von 2 Jahren gesetzt ist. Er wird wie jeder Telinguent hoffen, daß die Sache geheim bleibt, oder daß im Falle der Entdeckung der betrogene Ehegatte von der Sache nicht viel Aufhebens machen, sondern den Skandal vermeiden und höchstens einen möglichst diskreten Zweikampf folgen lassen wird. Wer damit rechnet, daß er sich eventuell vor die Pistole des Gegners stellen muß, wird sich durch eine noch so Hobe Strafandrohung von der Begehung der Tat schwer- Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Gründonnerstag, den 20. April, chatt,»dienst. In der Stadtkirche. Vormittags 9 */, Uhr: Vorstellung und Prüfung der Kon- firmanben aus der SOI a r t u S g e m e in b e. Pfarrer Schwabe. Abends 6 Ubr: Beichte und heiliges Abendmahl für Matthäus- und Dtarkusgemeinde gemeinsam. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. J Pfarrer Schwabe. In der Joharrneskirche. Abends 7 •/♦ Uhr: Beichte und heiliges Abendmahl un Lukas- und Iohannesgemeinde. Anmeldung vorher bet dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.____ Psarrer Euler. Karfreitag, den 21. April. In der Stadtkirche. Vormittags 97. Uhr: Pfarrer v. Schlosser. Beichte und heiliges Abendmahl für Matthaus- und Markus- gemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde prbpten Vormittags 11*/. Uhr : Kinderkirche für Matthäus- und Markus- gemeinde gemeinsam. Pfarrer Schwabe. Abends 6 Uhr: Siehe Johcmneskirche. In der Johauneskirche. Vormittags 9'/, Uhr: Professor v. T r e w S. Beichte und heiliges Abendmahl für Lukas- und Iohannes- 2. Osterfeiertag, den 24. April In der Stadttirche. Vormittags 9V? Ubr: Konfirmation der Kinder aus der MarkuS^ gemeinde. Feier des heil. Abendmahls. Pfarrer Schwabe. Nachmittags 2 Uhr: Vorstellung und Prüfung der Kmder cmr- Mattbäusgemeinde. Pfarrer v. Schlosser. Abends 6 Uhr: Pfarrassistent Schulz. In der Johanneskirche. Vormittags 9*/8 Ubr: Professor D. Eck. \ Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die JohanneS-l gemeinde. ' Pfarrassistent Sattler. Nachmittags 2 Uhr: Vorstellung und' Prüfung der Konfus manden aus der Lukas- und Militärgemeinde. Pfarrer Euler. Abends 6 Uhr: Siehe Stadtkirche. Nach allen Gottesdiensten besondere Kollekten für dre Armen.^ Nachdem Herrn Kirchenrat Dr. Naumann zur Wiederherstellung seiner Gesundheit ein Urlaub bis 30. September bewilligt, und für diese ßeit Herr Pfarrassistent Sattler zum Assistenten für die ^obannesgemeinde bestellt worden ist, werden die Glieder der FohanneLgemeinde gebeten, sich in allen pfcn-rarntlichen Angelegen- heilen nur an diesen, wohnhaft Südanlage 8, im Johannespsarv^ Haus, ebener Erde, zu roenben. Katholische Gemeinde. Freitag, den 21. April 1905. Eharfreitag. Vormittags um 77» Uhr wird das Allerheiligste nach dem he^ Grabe übertragen und dort bis zur Abendandacht ausgesetzt. um 97, Uhr: Die sog. „verstörte Meße. Nachmittags um 57r Uhr: Predigt: darauf Andacht. Samstag, den 22. April 1905; Eharsamstag. Vormittags um 7 Uhr beginnen die hl. Weihen. , um 8V, Uhr ist das Hochamt. Samstag, den 22. April 1905: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur» hl. Beicht. Sonntag, den 2 3. April 19 0 5. Ostersonntag. Vormittags von 6 7, Uhr an: Gelegenheitheil. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in dev-i * selben Austeilung der heil. Kommunion^ um 8 Uhr: Die zweite heilige Messe. Militärgottesdienst. „ um 9 7, Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 27, Uhr: Andacht mit Segen. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenhett hl. Beicht. Montag, den 24. April 1904. Israelitische Neligionsgemeinde. chottesdienst in der Synagoge (Südantage). Donnerstag, den 20. u nd Freita g, den 21.21 ptt 11905.) Passahfest. 1. Tag. Vorabend: 7 Uhr. Morgens 8.30 Uhr: Predigt. Nachmittags 4.00 Uhr. 2. Tag. Vorabend : 8.00 Uhr. Morgens 8.30 Uhr: Predigt. «bend-r 0 ^v.^Während der Sommermonate beginnt der Morgen^ gottesdienst am Sabbath nm 8.30 Uhr. 85 85 40 43 45 45 48 58 58 75 60 70 2X1 86 1 40 «45 , 40 lt 40 85 50 70 95 115 100 140 165 180 FlW | empfohlen. W ic wird in® len deutschen W rei herge- U t abgelageu, g hsenzen und 8 n, em nach W Ören dk*B beftiflat H iqer Wega i Mchlul! W i Allein.^ itzeu uud M ernommeuQ 5 um tu\tn M zu erzielen, > gtz für diesen | gnac aus nurg „ um 9' r Uhr: Hochamt. Nachmittags um 2?/3 Uhr: Andacht. Samen verschiebevt inlagea Sleichrasen Barten# S- s«*$* eien [tfl» alle» stlifsauev Gemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde^ erbeten Abends 6 Uhr: Liturgische Andacht. Pfarrer Enler. Nach allen Gottesdiensten Kollekte für die evangelischen Anstalten) zu Jerusalem. 1. Osterfeiertag, den 23. April. In der Stadtkirche. Vormittaas 97- Uhr: Pfarrer v Schlosser Vormittogs 11 Uhr: Kinderkirche für MatthauS- und MarkuS- gemeinde gemeinsam. Pfarrer D. ö cb l o f J e r. . Abends 6 Ubr: Beichte zu der mit der Konfirmation W Kinder aus der Markusgemeinde verbundenen AbendmahlSfeier Pfarrer Schwabe. In der Johanneskirche. Vormittags 9V? Uhr: Pfarrer Euler. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die LukasgemeMde. Pfarrer Euler. Abends 6 Uhr: Pfarrassistent Sattler. Nach allen Gottesdiensten Kollekte für die Kirchenkasse. Zeit schwerlich zu denken ist. In zweiter Linie besaßt sich die Anü-Duell-Ltga mit der Frage der Bestrafung des Ehebruchs. Sie geht davon aus daß nach der Beleidigung am nächsthäufigsten der Ehebruch und sonstige Verletzungen der ehelichen Treue den Anlaß zum Duell geben. Das ist nicht logisch gedacht, denn an sich fallt dieser Anlaß zum Duell mit unter den Begriff der Beleidigung. Wenn der Mann den vor die Pistole fordert, der mit seiner Frau Ehebruch getrieben hat, so tut er das weil der Gegner ihn in seiner Ehre auf das schwerste verletzt' hat. Aber richtig ist, daß diese Fälle der Beleidigung wohl am häufigsten den Anlaß zu einem ernsten Duell geben. Wenn man hier einen anderweitigen Ausgleich zwischen den Gegnern schaffen könnte, dann würde das Duell an praktischer Bedeutung ganz entschieden verlieren. Indessen wird es bei den nun einmal herrschenden Anschanungen schwierig sein für diese Fälle das Duell zu beseitigen. Denn der Eingriff in die Ehre ist so tief und so verletzend, daß eme gerichtliche Bestrafung, und sei es die schwerste, ein Aequivalent für den verletzten Gatten nicht leicht bieten kann. Deshalb wird man sich von einer Verschärfung der Ehe- druchstrafen einen besonderen Erfolg nicht versprechen dürfen. Allerdings ist die Strafe, die das Gesetz auf den Ehebruch jebt nämlich eine Gefängnisstrafe von höchstens 6 Monaten, nicht sehr hoch. Sie ist noch dazu daran gebunden, daß die Ehe wegen des Ehebruchs geschieden sein muß und der verletzte Ehegatte Strafantrag gestellt hat. Das tritt nur m seltenen Fällen ein, da der geschiedene Gatte m der Regel froh ist wenn er den langwierigen Scheidungsprozeß überwunden hat, er hat dann kaum noch Neigung, einen neuen Prozeß folgen zu laffen, der die Sache immer wieder von neuem aufwühlen muß. Infolgedessen treten Verurteilungen wegen Ehebnichs nur selten ein. Man kann darüber streiten, es früher der Fall war. Wir brauchen nur auf die Oldenburger oder den Lemgoer Prozeß hinzuweisen. In allen Fällen, welche die Preffe betreffen oder einen politischen Charakter haben, treten schon jetzt regelmäßig sehr erhebliche Bestrafungen ein. Das muß zu der Befürchtung Anlaß geben, daß eine Erhöhung deS Strasminimums für die Beleidigung lediglich für diese Fälle von Bedeutung werden würde, ohne auf die Duellfrage von Einfluß zu sein. Und was die Bemeffung der Geldstrafe betrifft, so kommen die persönlichen Verhä'ltniffe des Verurteilten für diese schon jetzt in entscheidender Weise in Betracht. Das braucht im Gesetz nicht ausdrücklich gesagt zu werden, sondern versteht sich von selbst. Nichtig ist allerdings, daß in unserer kriminalistischen Literatur eine Bewegung besteht, welche die Geldstrafe jedesmal in ein genaues Verhältnis zu dem durch den Steuerzettel nachgewiesenen Einkommen des Verurteilten setzen will. Aber dagegen sind schon so viele Bedenken erhoben worden, daß an eine Verwirklichung des Gedankens in der nächsten ^Stpßl nun an leitender Stelle ein Mmm, der feiner Aufgabe aewachfen ist, der dafür die nötigen Gaben des Wissens und Könnens wie ter praktischen Erfahrung mitbrmgt, und der es versteht ' sich für die verschiedenen Zweige der künstlerischen und administrativen Leitung mit den bestmöglichsten Kräften zu um- neben so wird sich nach kurzer Vorbereitungszeit der einheitliche .,nh ,'ip öewukte Wille auf allen Gebieten wohltuend geltend machen. »hea er roirb gemeinnükigen Au'qab-N. ben Zweck ber tiolK- unb ^uÄIbung. ber Pflege geistigen Lebens ber RMerung kunstleriichen Geichmnckes wiebcrgegeben; -3 wirb »um Faktor b-s öffentliche Lebens und ber kulturellen Entwtcke,,ng ber Stob, iverdeii An seinem Gedeihen werden mit dem Letter d,e besten Köofe der Stadt die Männer der städtischen Verwaltung, die wohl° gesiwite Presse, die Volks- itnb Jugend bi lkmer, kurz die geistigen Führer teilnehmen; ganz anders als der geschäftlichen Unier- nehmuna eines Pächters wird ihm die öffentliche Meinung gegenüberstehen und der Anteil des Volkes sowohl wie der fapitalfra|tißen Kreise zu teil werden eines Lebens. Es genügt auch nicht die Kraft des leitenden Mannes sondern es bedarf der Zusammenarbeit eines Stabes ge- chulter, vereint und zielbewußt derselben Attfgabe dienender Mitarbeiter' des ersten Kapellmeisters und des Negiekorpers sowohl wie des Dramaturgen, des Bureauchefs, des Kassierers re.; dem Programm diene eine O r q a n i s a 11 o n ! Und selbst wo diese Einheit in der obersten Leitung, gewiffermaßen der Generalstab, bisweilen gesprengt wird durch das Ausscheiden eines wichtigen Gliedes — wie es ja leider das Schicksal der mittleren Theater ist, daß sie ihre tüchtigsten Kräfte verlieren, sobald diese zu Größerem herangereift sind — da kann etwas anderes an ihre Stelle treten : bie Tradition. Eine Tradition kann sich aber nicht m dem unsicheren Verhältnisse des Pachtsystems herausbilden, wo immer einer dem andern das Steuer m die Hand gibt und wo mit dem Steuermann auch regelmäßig der Kurs zu wechseln pffegt. Und auch die für eine ruhige Entwicklung iinerlaßliche Stabilität des Ensembles uud damit des Spielplanes ist nicht anders zu er- * Jena, 18. April. Unter dem Vorsitz des Fürsten Karl zu Löwenstein, des ersten Vorsitzenden der Antr- duell-Liga, tagte hier eine Konferenz von Anhängern der Antiduell-Bewegnng. Nachdem Univerfitatsprofessor Liepmann-Kiel die von der Liga an den Reichskanzler und Reichstag gerichteten Anträge auf Abänderung der stras- gesetzlichen Bestimmungen über Velcidigimg und Zweikampf erläutert hatte, wurde die Gründung einer Ortsgruppe der Liga für Jena und Thüringen beschlossen. In das Komitee wurden gewählt Kunstmaler Hauptmann a. x. Jordan-Weimar, Dr. Tück, SchriftsteNer Fr. Thieme und Rentner Sck)ulze-Jena. * Genickstarre. Bet einem verheirateten Arbeiter aus Horst (im rhein.-weftf. Jndustriebezirk) wurde durch einen zuständigen Kreisarzt Genickstarre festgestellt. Die notwendigen Vorsichtsmaßregeln wurden gctTcfjen. In Alt-Löbau (Schles.) ist ein Gutsbesitzer an Genickstarre gestorben. In dem Dorfe Lautitz bei Lobau ist ern Stellmacher an Genickstarre erkrankt. * Kleine Tageschronik. Am 18. d. M. e n t g l e t ft e durch Schienenbruch ein Zug der Kleinbahn D a der sieben- Ehristiansfeld. Ter Lokomotivführer und He^er wurden verbrüht, letzterer lebensgefährlich. Reisende sind nicht verletzt. — Der .Standard- meldet aus Kalkutta, daß die Pest furchtbare Fortschritte in Britisch-Jndien macht. In der letzten Woche starben in Kalkutta allein 100 Verlonen täglich. _______ Aus einer Denkschrift von . kwiaSchröder, Dramaturgen des Kageriubilaums- Stadt-Theater und der Volksoper in Wien. (Nachdri'ck verboten.) Der Vorwurf gewiffenloftr^eschäftlicher Ausnützung trifft bafe unter bieicr ~ ft I« Dekorationen beziehungsweise der erlahmen; das Gebäude uno^^^^^ ausgenützt, die vom Direktor ganze Fundus nur cvnftQnbhaItuna rc. aber werden auf das zu tragenden Kosten ^^^^ffungen bleiben meist Etgen- mmdeste Maß beschran . < Vertrag in das Eigentum ber tum des Direktors; w° s.° dur^V°Urag Stadt ubergchcii, steht tbt Sieti qebrarf)t ^„den müssen, da den Opfern, die dafür al m,,zstattnnqsstück, eine Modeneuheit ge- si- 'n der Regel für e n ntliche Ergänzung des Fnndus macht werden und somit tem g t c dauernd zu statten bilden; io wird eme lachgemaSe, bem Apeater ™ - kommende wirkliche seiner Be° eitye Y (Ofa(en Verhältnisse gegebenen Bestimmung und den ^cht 0(ie§ auf einmal geleistet binqungen anzupassen. Es kann nicpr t o bnlten damit roerben. Es gilt mit dem nicht alles Pulver auf ernrnal ver ^sftn wi , n eine Uebcr. sorglich auszuwahlen und eiuzutellen damit n sättigung eintrete; auch der gesunde e Mager ver g . verträgt nicht zu mcl von emer Speise, ob e^mmv.^ Ä* JÄ Ä-W » »5 : Zur Leitung eines Theaters gehört ein Programm, u Reichskanzler Vorschläge zur Verminderung der Duelle gemacht. Darunter befindet sich an erster Stelle ber Vorschlag einer Erhöhung des Strafmarimums für die Beleidigungen und bas Verlangen, baß künftig neben ber Freiheitsstrafe auch auf Geldstrafe erkannt werben könne. Auch sollen bie Geldstrafen nicht nur nach ber Höhe ber Beleidigung, sondern auch nach ben Vermögens- und gesellschaftlichen Verhältnissen der Beteiligten, insbesondere der Verurteilten, bemeffen werden. Ob durch die Durchführung dieses Vorschlages mit Rücksicht auf die Beseitigung des Duells sehr viel erreicht werden wird, ist zweifelhaft. Einmal ist es Tatsache, daß das Straf- maximum für bie Beleidigung von 1 bezw. 2 Jahren Gefängnis und 600 Mk. Geldstrafe schon jetzt recht selten zur Anwendung kommt, und daß wohl noch niemals ein Gericht bedauert hat, daß es nicht noch höher gehen könne. Und es — „........-- --- • , . läßt sich ferner auch nicht leugnen, daß die Gerichte in der formen von großem Einfluß auf das Duell fein werden, ^er letzten Zeit bei Beleidigungen schärfer zugegriffen haben, als Zweikampf wird nur dann wegfallen, wenn die ' r .......—gesellschaftlichen Anschauungen sich ändern, auf denen er beruht und in denen er seine wesentlichste Stütze bat. Was nun endlich bie Kosten dieses Systems betrifft, so werden sie je nach den Ansprüchen, die an das Theater und den Letter gestellt werden, je nach ber Größe ber Verhältnisse und bes Betriebes sehr verschieden sein. Im allgemeinen durften aber folgende Bemerkungen einleucbten: Der Leiter wird unter allen Umstande« mit einem Gehalt zufrieden sein, ber einem Pachter in ähnlicher Verhältnissen in Anbetracht bes Risikos und be§ Charakters schäftlicher Spekulation nicht genügen würbe. Der Ver-waltungS- förper wirb allerdings etwas komplizierter und baher kos pteligeÄ fein, aber bie Mehrausgaben werden durch rationelle Wirtschatt, durch bie der Dauer bes Geschaffenen und Angeschafften gewidmete Sorgfalt, durch Vermeidung von nur dem Augenblickserfolg dienenden Anschaffungen und durch intensive Ausnützung des Vor^ banbenen reichlich wett gemacht. Der ungleich gediegeneren Quali^ tat ber Leistungen wird ein nicht wie beim ewig wechselnden Theatergeschäft unbeständiges, sondern ein unwandelbar treues, bett besten Kreisen ber Bürgerschaft ebenso wie ben breitesten Schichten bes Volkes angehörendes Stammpublikum entsprechen, das für den Stand des Unternehmens bie beste Gewähr bietet. Und endlich ermöglicht die städtische Oberaufsicht eine Kontrolle, bie die Leistungen ber Leitung mit den Wünschen ber Bürgerschaft und ben Erträge Nissen des Betriebes in Einklang zu bringen verstehen wird. Insbesondere aber dürste da, wo ein neues Theater gebaut^ wirb, der beste Moment für den Versuch und daS geringste Risikoj für das Experiment geboten sein. Denn erfahrungsgemäß sind btei ersten Jahre unter allen Umständen feine mageren. Wenn man! also ihre Ueberschüsse statt einem betriebsamen Geschäftsmanns bem, Theater selbst zu Gute kommen läßt, so dürfte es schon in biefett, ersten Jahren möglich sein, davon die im Anfänge besonders viek^ seitigen und kostspieligen Bedürfnisse des administrativen und fünfl^ lerifchen Betriebes zu decken und vielleicht sogar Fonds zu schaffeltj die später einmal über weniger gute Zeiten Hinweghelfen können« Keinesfalls aber ist gerade in diesen ersten Jahren ein Risiko mft dem Versuch verbunden, ber unter allen Umständen der Stadt* Verwaltung das Verdienst einträgt, an einer der bedeutsamen Ent« Wickelung eines für das öffentliche Leben so wichtigen Kunstzweig^ ,vie des Theaters dienenden Reform tätigen xutb wertvollen Vlnteu. Zum Backen empfehle k IMMMW«! «U Qualität Feinstes Weizenmehl „ Kaisermehl „ Blütenmehl Stampf zucken Würfelzucker . . Süll Rosinen . . Rosinen Eleme . . 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Gießen, den 17. April 1905. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Bu/4 Primajunge Schnittbohnen 2-Pfd.-Dose 35 £ Wachsbohnen Bahnhofstr. <*ebr. Berdux, Lindenplatz. ff If ff If ff ff If If M If II If ff If n n n 45 35 45 65 80 75 100 110 55 u If n 11 n ft 1! II t! Gemüse-Erbsen . Junge g. Erbsen Mirabellen Neineclaudes. Birnen . . . Melange . . Aprikosen . . Pflaumen . . Ä M. M W- .1 ft Fussboden - Anstrichlarhen aller Art Bohnerwachs, Linoleumwiohse Stahlspäne, Pinsel Staubbindenues Fussbodenöl wohlriechenden Ofenlack empfiehlt 1696 August Noll Bahnhofstrasse 51. Saatkartoffehi. Einen Posten kleine magn. bonnm vorzüglicher Qualität, sowie alle eenen feine Kruhiartoffeln empstehlt billigst 2117 Geisel Telephon ^8». trennenstratze 6. Mehrere neue leichte Jagbwagen i9s7 Phaeton Sandschneider von Mk. 450 an. Ein gebrauchtes, leichtes Halbverdcck nut abnehmbarem Bock, gebrauchter Landauer ] sehr gut erhalten Mk. 450. Pferdegeschirre jed. 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(Ohne Gewähr.) 19 28 65 67 84 184 337 464 [400j 512 632 81 745 1199 392 760 871 984 2000 152 83 231 50 76 97 333 58 3050 243 95 377 [400] 435 50 90 1400 ] 4017 [10G0J 191 [1000] 480 661 846 87 [2000] 5174 79 285 637 71 75 [400] 92 (4001 755 814 34 55 93 923 6158 345 50 420 837 927 7000(400 ] 32 71 334(1000 , 47 599 661 741 71 [1000] 85 97 871 932 8051 159 [400] 350 72 507 636 871 75 99 9038 46 59 208 [2000] 343 545 [1000] 740 804 54 944 10018 134 IluOOl 2:33 329 [2000] 55 584 681 796 [1000] 11065 69 195 259 72 372 422 45 52 578 603 828 999 [ 400 1 2005 45 74 80 [400] 276 375 453 65 83 514 73 906 1 3051 230 320 |400] 485 93 609 [4001 35 738 46 47 [4C0J 14040 126 210 15 45 346 679 701 [400] 889 96 [1000] 906 (1000] 15164 98 384 [400] 500 44 87 685 795 923 46 16058 104 94 364 83 [1000] 444 46 540 59 98 687 [4001 756 17013 55 94 182 213 [400] 30 [40 J] 323 29 [1000] 39 540 [400] 636 822 62 971 18427 56 534 692 709 70 980 93 10179 ; 400] 303 22 97 502 50 605 75 754 80 801 970 20048 129 [400] 236 [400] 490 641 21074 217 1400 41 538 [400] 661 70 95 96 790 91 22011 18 52 132 37 58 |400J 373 89 4001 434 578 756 815 18 23095 261 876 8.30 54 [1000] 74 981 24032 143 401 530 85 [400] 723 79 98 901 5 (10001 25152 326 300 55 [400] 454 960 26022 [400 ! 364 457 62 537 [400] 734 [406] 86» 983 27356 6u9 48 709 60 804 930 2 8014 35 [10C0] 107 10 84 [400] 212 ROM] 27 83 320 28 99 462 (400 528 82 617 79 995 29000 [400] 3 163 (400 87 205 (1000] 388 94 482 618 46 99 766 95 905 3OU11 18 146 300 11 69 535 671 874 81 31022 60 73 174 253 369 501 [400] 58 715 22 27 88 [2000] 95 98 839 (10001 66 3 2017 [400] 37 38 115 33 80 285 350 469 598 761 [1000] 835 33200 [400] 481 640 (1000s 714 26 34082 83 174 275 [400] 83 [4001 348 457 622 83 721 26 69 9 0 .1*166 (4031 213 458 524 77 90(1000] 94 607 724 817 36307 452 639 nOöei 88 92 2-000 809 60 37060 103 33 53 289 482 689 761 809 61 7$ 3E7 (1006] 41 48 89 108 34 72 231 461 556 790 [1000] 835 43 65 972,4001 30710 945 40004 24 WO 242 58 585 92 685 11000] 843 71 958 84 41198 264 368 92 509 46 807 29 908 59 42103 245 330 49 507 605 |400| 725 27 809 [400] 43108 252 826 516 686 821 [2000] 64 961 74 4 4062 118 32 53 337 42 [460] 702 27 61 87 11000] 804 911 45080 400] SO i 400] 179 537 49 688 [1000] 820 46148 89 293 634 860 978 47145 318 48 506 44 677 718 24 818 24 48064 199 266 309 21 414 25 42 518 , 4001 660 748 70 907 14 400] 49010 92 112 14 33 42 84 278 87 300 538 55 625 1400* 701 43 |400| 50413 517 704 819 [5000] 949 81 [1000] 51178 346 64 87 453 574 [400] 713 [400] 55 819 54 973 52117 14001 304 17 [1000] 45 418 [400] 524 52 83 730 53146 [1000] 210 310 20 50’53 739 76 805 [400] 54071 156 84 216 44 (1000 | 434 53 530 686 758 869 (1000 | 95 55023 46 99 232 98 333 [400] 60 65 66 475 527 635 789 896 99( 56124 (2000 ] 359 67 482 658 769 897 952 53 57081 149 313 59 487 599 044 51 (400] 77 [400] 799 [400] 839 68 75 91 985 58017 177 [400] 267 [400] 68 [10001 373 1400) 753 996 59126 220 i 10001 538 67 667 994 60147 [1000] 51 540 619 713 400] 22 79 831 967 61097 [400] 282 [4001 503 774 811 18 77 935 68 6 2199 14001 314 40 509 647 (1000] 720 933 38 63246 82 528 766 944 [400] 64=097 126 [400] 52 64 77 363 91 564 769 842 61 905 65041 89 209 30 [1000] 60 344 592 827 939 66176 [400] 271 [4001 308 [2000] 14 50 492 93 648 [400] 71 (4001 95 716 814 ] 400 i 27 77 83 [2000] 901 11000] 14 6 7053 117 39 274 310 414 44 74 533 51 62 771 902 68026 218 825 44 64 69250 60 68 303 49 1400] 501 801 44 70386 462 527 616 [400] 71017 57 141 72 [400 1 227 38 656 840 [1000] 939 72104 8 [1000] 212 337 94 418 71 549 ; 400] 60 67 [400] 77 605 732 863 400] 973 [1000] 73082 350 430 52 550 757 92 74084 175 260 319 422 90 [4001 524 65 [4001 927 53 110001 75181 200 348 68 [4001 503 [400] 48 95 731 [1000] 51 991 [400] 76164 469 559 641 (1000] 817 43 94 919 7 70-18 249 393 406 513 58 631 51 59 [400] 95 790 837 [1000] 914 [400] 27 78068 [1000] 82 119 [400] 61 239 74 |2000] 562 772 812 992 79073 [1000] 129 [400] 417 22 533 89 718 52 869 92 920 26 31 (1000] 80056 327 [400] 406 11000] 516 48 54 78 686 830 95 81347 84 403 63 567 86 765 -490] 82010 46 265 [10001 361 [10001 715 904 54 60 83018 162 2.36 439 110 0 0 0 ] 572 648 51 [400] 53 64 800 27 99 8 4043 159 74 212 440 672 891 (400] 905 85167 297 11090] 413 922 86002 71 92 175 231 73 337 99 643 828 923 47 S7O’)8 15N 308 4001 20 [2000] 49 567 87 88 93 [1000] 641 64 ; '> [400 186 302 [4001 621 879 947 89141 200 80 301 3 7f ' 511 24 91 614 [400] 991 [4 '0] . iAi 63 80 336 [10001 73 448 538 625 82 711 84 [1000] 868 99L .20] 168 295(1000] 364 400- 413 [1000] 29 [16001 42 571 615 - 1)21 6 578 712 [400] 854 110001 90 965 93201 345 474 9? 62 | 400 ] 80 885 9U1 [4001 94=125 45 51 97 337 497 660 86 861 ?n 952 '401] 54 11 |'.v 00] 99 210 72 91 455 527 41 94 678 811 59 (400] 960 7k • t " J | 341 478 581 [1000] f 859 97024 25 97 [460 110 [400] 33t *.;-u7 98017 175 | 400 i 231 409 |400| 22 (400] 33 82 (400' , . -a2 000 9 747 57 916 66 99088 162 73 224 [490] 93 55) - : ■..}] V4? Nächste Ziehung: 19. April 1905. Ale ritt jie£ ['-Natur, aube» ff«** Hil«' < »IIUXN'" btude«1’ UTu* 1 OivolS «drelst tür *0)riflrr frrnlpr^ Vor vergessene ein Handl Tode vm Kreuze, d richtet - der Ame jciertfte o Jesu von, entblößen t Pfahl, das die fugend! des Krieger auf Kircher Stein gehl und es gk heünni^ol tatet bau den Zlbmd voll Blut warm. W Es 1 anderes 1 fliktes, in sicheren 9 Geschlickt Mann ar Märtyrer, besiegelt schnclllebi gessen kon immer toi reichender todes- e-. Versöhne Freist Lebens fet "heit intb ] grübelnden wort sucht, aber die V Herzens fe gibt inner Gleichgewü haimonie — dem ei W Wei- Wir Wirten, \ und die sehen,' ftj; wir ljinm der erftar. wir die B wie sich — aber Golgatha, der Welt und in i Welch eii Seiferten einander i borg ©em gäbe des bare Tenk dollbrach p- edige Lieb fr» w beweist *ie Oie Achten n,' ?’9en, dj° W iDennJ«8 der "• 1 fttÄh L? fei ein neue? Ä? J fei Mir