^3>lbau ten).____ Juli: ■Konzert Grossh. Hess.) Nr. 116 “? w I 6* Kransse. n tritt 50 Pf2> iiaden-Fabril einerei tofieln ä 7 Psg. 3781 erdux -latz 12. imdBa»-Is/cre/sE ikelhaus ischaffeubnrser i tute meiner Rollädri he einschlagenden Arlüi m Bedcui sich verfrnue^ irjelbe steht mit fiofa (Moii chtend j. S. Reuter. gbcr'-arlLchneide^ npftetrieb, Bahnhofsplatt Ja, 1830. Lieferant vcc ßölow. Fürstlichkellen i SBÄg »b .u-'K'ä - Probezeit. >0 J® ' illustrjWSoM |, ,V ,... I empfcl'' .. !t|g Ü n'erde' ' * 01K I"oU 3-1'i jiM® Pleicb^ M ZS ■ntestricke »*.S* »; I. M Alllk« . 20itncrvl61 Tieustag, * 9 uhc c>1 Nr. 16S Erstes Blatt. 155» Jahrgang Donnerstag 20. Juli 1905 Ocholftratze 7. ttorefle füt Devefchenr «uz-tger ©icfectu Kernsprrchanfchluß Nr 51. Ovdch.f te*no außer Sonntagfl. fctm Gtetzener Anzeiger -verden im Wechlel mit dem veMschen eandwirt die 6le|$t*er SamtlUn- Mittet viermal in der Woche beigelegL (Rotationflbrucf tLjßer- der B rühl'ichen Untveri.-Buch-n. Stern- brudmL BL Lange. Cö monat^ch^ö ^1., otertel» jFy V pr 'A bl " . jährlich Mr. 8.20; durch GiehenerAMger« ™ General-Anzeiger ** v ** den ooltl. und Amts- Md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW zetgenteil: Danfl Beck- Kie heutige Bummer umfaßt 8 Seilen. um zu Vivat hier- Js., zur Einsicht der Beteiligten offen. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen gegen findet statt: Donnerstag, den 3. August lf. vormittags von 9—10 Uhr auf dem Gemeindehaus zu Inheiden, wozu ich die Beteiligten unter dem Anfügen einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen aus- Tagung schließt: »Die Burschenveremskonferenz suhlte- sich in "hohem Grade geehrt durch das Erscheinen des Hochw. Abtes von St. Bonifaz, Pater Gregor Danner, der die Güte hatte, die anwesenden Burschenfreunde zu ermutigen, in ihrem edlen Beginnen unentwegt fortzufahren zum zeitlichen und ewigen Wohle der Burschen, zum Heile von Staat und Kirche." Aus diesen Zeilen ist zu entnehmen, daß weit mehr „Burschenfreunde" als Burschen auf der Konferenz waren. Kekamitmachmig. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Inheiden; hier die Arbeiten deS II. Abschnittes. In der Zeit vom 20. Juli l. Js. bis einschließlich ■2. August l. Js. liegen auf dem Gemeindehaus zu Inheiden die Arbeiten des II. Abschnittes von obiger Feldbercinigung, nämlich: 1. 28 Bonitierungskarten, 2. 2 Bände Besitzstandsverzeichnisse, 3. 2 Bände Gütergeschosse, 4. 1 Band Zusammenstellung der Gütergeschoffe, 6. daS Protokollbuch mit der Strophe beginnt: „Aut, ihr Bauern! Rührt's enk alle! Loahnt's not länger rum wie d' Lalle I Aushör'n muß 's jetzt mit dem Zahlen Goar nix laß 'n ma uns mehr g'sallen — Frisch draus los, dann wir san xund: Vivat hoch der Bauernbund!" Auch eine Auswahl von Theaterstücken soll zusammengestellt werden für die Burschen, und es ist anzunehmen, daß für solche Bauernkomödien ein gewaltiges Interesse erwachsen wird. Leider sind die Mitteilungen der Zentrumsblätter von der Konferenz über das Vereinsleben sehr spärlich, so daß wir wieder den Rektor Zipperer zitieren müssen, Forstdiebstähle, wegen deren eine Strafe von nicht mehr als 20 Mark verhängt ist. Der funge Herzog, bisher Leutnant im 1. Garde-Regt., ist vom Kaiser zum Oberst befördert und & la suite oes 1. Garde-Reots. gestellt worden. ahnen, wie's zugeht: „Aul'm Kirta tean ma tanz'n, Messer renn'n ma uns in d' Ranzen, Kartenschvielen, Kegelscheib'n, Fressen, Sausen, nachha Speib'n: Frisch drauf los, dann wir san xund: Vivat hoch der Bauernbund!" Der Bericht der Zentrumspresse über die Münchener Die Burschenvereinskonferenz fühlte sich Raffengefahr. Man schreibt uns: z ,, , . Die öffentliche Meinung Deutschlands und auch anderer Staaten des alten Kontinents sieht in dem Russen trotz allem den „weißen Drude r". Richt so die englisch sprechenden Rationen. Sie haben für Rußland ungleich weniger übrig als für Japan. Zunächst Attisch, wie das Machen London und Tokio bezw. Rewyork und Tokio besehende Bundes- und FreundschastsverhälMis erweist. Dann auch finanziell, enal. und amerikanischen Geldmarkt weiß Japan zwemllos hinter sich Sier aber beginnt sieb das Blatt zu wenden Die Abneigung, die Engländer und Amerikaner in sozialer Hinsicht gegen die „Japs" wie gegen die gelbe Rasse überhaupt haben ift mindestens so groß, wie der Widerwille gegen das rusiisch-pol- Nische Proletariat. Man sucht die gelben vom eigenen Lande und von den Kolonien feriizuhalten, was bei den Negierungen Japans und Chinas den lebhaftesten Verdruß erregt. Sehen ne doch ihre Untertanen derart gewifi ermaßen auf ernt etun gestellt mit den Regern. Aus freier geringschätzigen Behandlung der gelben Volksstämme kann sich eines Tages cm Zerwuryns zwischen den guten Freunden herausbildcn^ China tritt mehr in den Hintergrund. Es ist Nicht in dem Sinne.Großmacht wie Japan, weiß aber seine Internen bei diesem m zuverlamger Hond Die Rassensrage wird zwar nicht m nächster Zukunft Aufstellung. , . „ Der Regierungsverweser hielt eine längere Ansprache, in der er der Vergangenheit gedachte, dem Herzog Fortdauer des guten Einvernehmens zwischen Fürsten und Volk wünschte und zum Schlüsse sagte: ,Mit tiefer Dankbarkeit habe ich es während meiner Regentscha.t erfahren dürfen, welch' hohen Wert die wurme Teilnahme des erhabenen Oberhauptes unserer Nation für diese Lande und ihren Fürsten hat. Möge das Volk der Herzogtümer unter der Leitung seines Herzogs' alle Zeit treu festhalten an Kaiser und Reich." . „ Der Herzog verlas darauf die Thronrede. Er sprach zunächst mit warmen Worten dem Regenten für dessen fünfjährige Tätigkeit seinen Dank aus und erwähnte dann die Regelung der Domänen-und Fideikommißfrage Er gab seiner Freude 'Ausdruck über die trotz der hierbei zutage getretenen großen Schwierigkeiten bestehende Uebereinstimm- ung zwischen dem Fürsten und dem Land. Der Herzog schloß: „Stets werden wir mit uner> mütterlicher Treue zum Reich und seinem erhabenen Ober- 0 ^.HieraufÄachte der Präsident des Landtags ein Hoch auf den Herzog aus, mit dem die FeierlicUeit beendet wap Um 11 Uhr fand Festgottesdienst statt. Die von dem Herzog vollzogene Eidesurkunde wurde von d^w ^äsidenten des Landtages Liebetraut vor dem im Landschastshause versammelten gemeinschaftlichen Landtage der Herzogtume verlesen. Zu gleicher Zeit wurde bekannt gegeben daß Oberregierungsrat Rich t er-Berlin zum OtaatS- minister der Herzogtümer Sachsen-Koburg und Gotha ernannt worden sei. ~ Um 3 Uhr 17 Min. nachmittags verließ der Regierungsverweser endgiltig die edabt Der Herzog gab ihm das Geleit zum Bahnhofe, wo sich beide Fürstlichkeiten herzlichst verabschiedeten. Um 4 Uhrerfaßte der feierliche Umzug des Herzogs durch die festlich geschmückte Stadt. Am Rathause begrüßte Oberbürgermeister Liebe- traut den Herzog mit einer Ansprache, die Mit emem Hoch auf den Herzog schloß. Der Herzog dankte mit kurzen ^^Der Herzog ordnete den vollständigen Erlaß deri enigen ' Geld- und Gefängnisstrafen an, die wegen nachstehender Straftaten bis zum 19. d. M, rechts- aUtig Erkannt wurden und noch nicht oder noch Nicht vollständig vollstreckt sind. Hierzug^ren erstens du Beleidigung des Kaisers oder der Mitglieder des her- roalicben Hauses, zweitens Widerstand gegen die Staatsgewalt und Verletzung der öffentlichen Ord- nuna- drittens von Amtswegen erfolgte Vergehn gegen die w^n^nvben 196 und 197 Str.-G.-B., sowie Vergehen und UeberkctlMqcn die Marineoffiziere der Schwarzen Meerflotte an die Ostsee zu versetzen, und umgekehrt werden Ofliziere von der; Ostsee nach dem Schwarzen Meer geschickt. Bezeichnend ist, daß auch Armeeofsiziere zum Seedienst abkommandiert werden. Die Kronstädter Gardemarine erscheint besonders verdächtig, und daher ist schon die Wschiebung eines Teiles der Matrosen nach Nikolajew angeordnet. Ter Semstwo-Kougreß tagt Moskau, 19. Juli. Der soeben hier versammelte Kongreß der Semstwos und Dumas gab heute, nachdem er über den Plan einer von Bulygin zusammengesetzten Gossudar Stwennaja-Dnma verständigt worden war, und den Bericht des Organisationsbureaus gehört batte, fein Urteil dahin ab, daß die Verwirklichuna des Planes Bulygins oder eines anderen, auf ähnlichen Gimnd- lagen ausgearbeiteten und daher für die Schaffung einer Nationalversammlung in der wahren Bedeutung KoMische Tagesschau. Staatssekretär Craf Posadowsky verbringt auch in diesem Sommer seine Ferien in England, wo er mit Vorliebe volkswirtschaftliche und sozialpolitische Beobachtungen anstellt. Es ist bekannt, daß Graf Posadowsky keine Gelegenheit pvrübergehen läßt, sein Wi sen zu bereichern. Daß er England bevorzugt, gereicht freilich nicht allen deutschen Polittkern zur Freude. Mau findet in gewissen Kreisen, daß diese Englandfahrten des Staatssekretärs sein sozialpolitisches Empfinden befruchten auf Kosten des Verständnisses für die Nöte der heimischen Landwirtschaft. Als Graf Posadowsky bei der Han- vertragsdebatte im vorigen Winter das Wort aussprach, die Landwirtschaft bilde den festen 'Ankergrund für das von den bewegten Wellen sozialer Forderungen umbrandete Staatsschiff, da wollte er wohl gleichzeitig die Kritiker beschwichtigen und beruhigen, die da meinen, er würdige nicht mehr voll die Bedeutung der Landwirtschaft, seitdem das modern-iitt 'strielle und gewerkschaftliche Leben in England seme Aufmerfsam^eit fessele. Die englische Landwirtschaft entwickelt sich allerdings in absteigender Linie, auch sind die Beding', gen, unter denen sie arbeitet, durchaus andere als in Deutschland. Interessant sind gleichwohl auch Agrarstudien jenseits des Kanals, und was Graf Posa- dowsky in seinen parlamentarischen Reden gelegentlich über die englische Landwirtschaft sagte, verträgt sich zwar nicht mit den agrarischen Dogmen, ist darum aber nicht mmder beachtenswert. Die wesentliche Bedeutung der Englandreisen des Staatssekretärs liegt aber darin, daß sie ihm Gelegenheit geben, über soziale Angelegenheiten sich dort zu informieren, wo die sozialistischen Organisationen durch die gewerkschaftlichen in den Hintergrund gedrängt find. Es ist von Wert, daß der Staatssekretär, dem das sozialpolitische Ressort unterstellt ist, den Nachweis zu erbringen vermag, daß auch auf anderem Wege als dem des sozialdemokratischen Programms dje Sozja^reform fortentwickelt . werden kann. * Die Bauernburschen Bayerns. Der katholische Burschenverein für das Königreich Bayern hat unter der Leitung eines Stistsdekans dieser Tage in München eine Konferenz abgehalten. Ein halbes Hundert Vereine und 4000 Abonnenten auf das Vereinsblatt sollen versammelt gewesen sein. Es wurde u. a. mitgeteilt, daß ein Liederbuch im Entstehen begriffen ist. Der Rektor Zip- perer aus Münnerstadt hat ein Lied dazu beigesteuert, das geschlossen sind. Die Einwendungen sind schriftlich abzufassen, zu begründen und auf Papier in Aktengröße (mindestens Vz) einzureichen. Friedberg, den 13. Juli 1905. Der Großh. Feldbereinigungskommiffär. I. V.: D r a u d t, Großh. Negierungsassessor. Aer Regierungsantritt des Kerzogs Katt Kduard von Sachsen-Koöurg-Hotya. Gotha, 19. J!uli. Auf dem Schlöffe Friedenstein vollzog sich heute in Zierlicher Weise oer Regierungsantritt des Herzogs Karl Eduard (geb. 19. Juli 1884) in Anwesenheit zahlreicher Fürstlichkeiten, darunter seiner Mutter, der Herzogm von ^llbany (der Wttwe des Prinzen Leopold von Großbritannien, des bereits 1884 verstorbenen jüngsten Bruders des Königs Eduard von England), des Regierungsverwesers E r b- Prinzen Hohenlohe-Langenburg, der Prinzen Eitel Friedrich und August Wilhelm^ von Preußen, der Ko- nigin-Mutter der Niederlande, des Fürsten Ferdinand von Bulgarien und des Herzogs von Connaught (der bekanntlich gleichfalls ein jüngerer Bruder des Königs,Eduard, also em Onkel des jungen Herzogs Karl Eduard, ist). Der Herzog, der heute vormittag hier ein getroffen und am Bahnhofe von dem Erbprinzen Hohenlohe-Langenburg empfangen worden war, unterzeichnete vor dem gesamten Ministeriuni die Eidesurkunde. Um IOV2 Uhr betrat der .Herzog den Thronsaal des Schlosses und nahm vor dem Thron)essel des Wortes ungeeigneten Planes nicht dazu angetan sein würde, die Ruhe im Lande wiederherzustellen, der drohenden Gefahr entgegenzutreten, Rußland von dem Zustande der Anarchie zu befreien und es auf den Weg einer friedlichen, normalen Entwicklung auf Grund einer festen Staatsordnung zu führen. Moskau, 19. Juli. (W. D.) Obgleich der Kongreß der Cemstwos und Dumas die Gossudar Stwennaja-Duma Bulygins, noch irgend einen anderen Plan, welcher keine Volksvertretung im wahren Sinne des Wortes schaffe, anerkannte, fand er doch tm Hinblick darauf, daß eine Volksvertretung, welcher Art sie auch sein möge, als, Stützpunkt für die Bewegung zu gunsten der politischen Freiheit dienen solle, daß die vereinigten Vertreter der Semstwos und Städte in möglichst großer Zahl in der Gossudar Stwennaja- Duma, falls diese zustande käme, vertreten seien und dort eine festgefügte Gruppe zur Erreichung der Garantien persönlicher und allgemeiner Freiheit bilden solle. Die Un- an nehmbarkert des Entwurfes BulyginS begründet der K'ongreß folgendermaßen: Das auf den Vermögensgenuß und die Klasseneinteilung der Wähler sich gründende Gesetz beraubt die in Aussicht genommene V o l ks v e r t r c t u n g der Möglichkeit, die wahren Gedanken und den Willen des Volkes zum Ausdruck zu bringen. Die Beseitigung zahlreicher Kategorien russischer Diirger von der Beteiligung an den Wahlen widerspreche den Grundsätzen der Gerechtigkeit und der weisen Staatspolitik. Das Fehlen der Garantien für die persönliche und allgemeine Freiheit, für die persönliche Unantastbarkeit, sowie die Beaufsichtigung der Wahlen durch die Verwaltungs- und Polizeiorgane schaffte eine Sachlage, bei der die Uebercinstimmung der Wahlresultate und der wahre Wille der Wähler n i ch t g e s i ch e r t ist. Die weiteren Beweggründe betreffen die nicht genügend garantierte Immunität der Volksvertreter und die fortdauernde Möglichkeit administrativer Willkür gegenüber der Gesamtbevölkerung, sowie die Teilung des Bestandes der Volksvertretung in Sektionen und die Ernennung der Präsidenten der Plenarversammlung, sowie der Sektionen durch die Regierung. Der vollständige Ausschluß der Oeffent- lichkeit der Sitzung nehme der Gossudar Stwennaja-Duma den Zusammenhang mit der Bevölkerung. Im Gegensatz zu der vom Throne verkündeten Einigung des Kaisers mit dem Volk vermittels der Volksvertretung stellt sich das Projekt zwischen den Monarchen und die gewählten Vertreter den Reichsrat und macht die Duma von diesem abhängig. Statt eigene, die Gesetzgebung betreffende Fragen zu stellen, berechtigt das Programm die Duma nur zur formellen Anregung legislatorischer Fragen, gestehe ihr nur eine beratende Stürmte zu und öffne Tor und Riegel für die Entscheidung gesetzgeberischer und das Budget betreffender Fragen ohne das Gutachten der Duma. Einige wichtige Teile des Staatsbudgets würden der Duma gänzlich entzogen, ebenso die Frage der auswärtigen Politik. Außerdem gewährt das Programm der Duma keinerlei faktische Kontrolle über die Verwaltung. Moskau, 19. Juli. Dem Semstwo-Kongreß dürfen nur auswärtige Journalisten beiwohnen, welche sich verpflichten müssen, ihre Berichte nicht an russische Blätter zu geben. Moskau, 19. Juli. Der Kongreß der Delegierten der Börse und der Industriellen hat den Hauptpunkt des Programms Kosalewsky angenommen, welcher die Einführung der Nationalvertretung mit allgemeinem Stimmrecht und ein Zweikammcrsvstem fordert. Aer Krieg. Sachalin. Tokio, 19. Juli. (Reuter.) Hier wird allgemein geglaubt, daß die Bodengestaltung der Gegend hinter Mauka auf Sachalin, wo die Russen nach der Niederlage bei Daslin e Halt machten, einen weiteren Rückgang nach Norden nicht gestattet. Munitionsmangel wird vermutlich die Russen bald zur Uebergabe zwingen. Vernichtung eine? amerikanischen Schiffes. AuZ Tokio wird gemeldet, daß das amerikanische Schiff „Ohio" durch eine schwimmende Mine zwischen Port Arthur und den Elliot-Inseln zum Sinken gebracht wurde. Nachdem das Schiff die Mine getroffen hatte, erfolgte eine heftige Explosion und der Dampfer ging innerhalb 5 Minuten mit der ganzen, nu5 28 Mann bestehenden Besatzung unter. Glücklicherweise hatte das Schiff keine Passagiere an Bord. Der Auftrag für Paris. Unserer gestrigen Darlegung über die heikle Mission des Herrn v. Witte ist einer unserer Berliner Mit- ar bei ter in der Lage, eine interessante Ergänzung zu geben. Eine der russi chen Botschaft nahestehende Persönlichkeit bezeichnet eS als nicht unwahrscheinlich, daß Herr v. Witte, um die französische Goldquelle auf6 neue zu erschließen, den Auftrag hat, durch Herrn Nouvier die Pariser Hochfinanz an den deutsch-französischen Krieg zu erinnern, den Frankreich auch bis zu dem ihm ungünstigen Ende durchgeführt habe. ES könne also nicht verlangen, daß der Alliirte, dem noch eine große kampfbereite Armee zur Verfügung stehe, um jeden Preis Frieden schließe, möge vielmehr auf die „Ehrenpflicht" sich besinnen, im Falle der Ergebnislosigkeit der Washingtoner Konferenz der russischen Regierung die finanziellen Mittel zur glorreicheren Fortführung deS Krieges zu liefern. ES soll dies beiläufig die Auffassung fein, in der der Zar durch seine Umgebung bestärkt wird. Nun, Herr v. Witte dürfte mit dem Hinweis auf das Jahr 1871 kein Glück haben, denn Frankreich hat die Kriegskosten damals bis auf den letzten Centime aus eigener Tasche bezahlt. Deutsches ReLch. Berlin, 19. Juli. Man meldet aus Hernoesand (Schweden): „Die „Hohenzollern" mit dem Kaiser an Bord, der Kreuzer „Berlin" und das Depeschenboot „Sleipner" sowie ein Torpedoboot sind heute nach Myland abgegangen. — Das Handschreiben des Kaisers an den Fürsten Karl Günther von Schwarzburg-Sondershausen zu dessen 25 jährigem Regierungs-Jubiläum hat folgenden Wortlaut: „Durchlauchtigster Fürst, Freund, lieber Vetter! Ich kann mir die hohe Freude nicht versagen, Ew. Durchlaucht zu der Feier de? 17. Juli, als des Tage?, an welchem derselben vor nunmehr 25 Jahren die Regierung Ihrer Lande angetreten haben, meinen innigsten und aufrichtigsten Glückwunsch auszusprechen. Ew. Durchlaucht wollen sich überzeugt halten, daß ich an diesem Tage deS für Dero fürstliches Haus »md Dero Land gleich erfreulichen Festes den herzlichsten Anteil nehme, und daß eS zu meinen leblxiflesten Wünschen gehört, eS möge Ew. Durchlaucht von der göttlichen Vorsehung beschiedeu sein, noch während einer langen Reihe von Jahren dem Wohle Jlwer Untertanen sich widmen und xum Besten unseres gemeinsamen Vaterlandes in so segensreicher Weise wie bisher wirken ztt können. Ich benutze diesen willkommenen Anlaß »u erneuter Versicherung der freundschaftlichsten Gesinnung, womit ich verbleibe Ew. Durchlaucht freundwilliger Vetter Wilhelm LR." — Die Bevölkerung deS Deutschen Reichs hat nach der Schätzung des Kaiserlichen Statistischen Amts im laufenden Jahre 60 Millionen überschritten. Nach dem ©tat. Jahrb. ist die mittlere Bevölkerung des JahreS 1905 auf 60164 000 Köpfe geschätzt gegen 59 364 000 im Jahre 1904 und 58 569 000 im Jahre 1903. Von 1903 zu 1904 hätte hiernach die Bevölkerung um 795 000 und von 1904 zu 1905 um 800 000 zugenommen. Die am 1. Dezember d. Js. stattfindende Volkszählung wird zeigen, wie weit daS rechnungsmäßige Ergebnis von dem wirklichen abweicht. Erheblich wird, so schreibt die „Voss. Ztg.", der Unterschied nach den Erfahrungen bei den früheren Volkszählungen jedenfalls nicht sein. Die 50. Million überschritt die Einwohnerzahl Deutschlands im Jahre 1892; 1870 betrug die Bevölkerung deS heutigen Deutschen Reichs 40,8 Millionen, 1855 36,1, 1816 24,8 Millionen. Man kann ungefähr berechnen, daß sich die Bevölkerung des Reichs seit 72 Jahren verdoppelt hat. Oldenburg, 19. Jul. Die Großh. Staatsanwaltschaft hat gestern endgiltig beschlossen, kein Rechtsmittel im Meyer-Prozeß einzulegen. — Der Großherzog versicherte drahtlich den Minister Ruh st rat seines unveränderten Vertrauens. Äeet und Stoffe. — Aus dem Militärwochenblatt. Die Zahlmeister Hoffmann vom 1. Bat. d. 4. Großh. Jnf.-Negts. (Prinz Carl) Nr. 118, Boltz vom 1. Großh. Hess. Drag.-Negt. (Garde-Drag.-Regt.) Nr. 23, zu Oberzahlmeistern befördert. Anstand. Stockholm, 19. Juli. Die Negierung genehmigte den von der Stadtverwaltung genehmigten Beschluß betr. die Aufnahme einer Anleihe von 50 Millionen Kronen. Aarhus, 19. Juli. Der deutsche Kronprinz wohnte heute den Uebungen der hiesigen Garnison bei, welche von dem Prinzen Christian befehligt wurde. London, 19. Juli. (Unterhaus.) Der Vorschlag, eine Anleihe von 58 35000 Pfund Sterling für verschiedene Arbeiten für dieMarine aufzunehmery wird mit 219 gegen 168 Stimmen angenommen. Der Zivillord der Admiralität, Lee, bemerkt, daß die Gesamtkosten für die gegenwärtigen Vorschläge der Admiralität, den Hafen in Rofyth betreffend, auf 21/, Millionen Pfund Sterling veranschlagt seien und daß ein Teil dieser Summe in dem Betrage der Anleihe von 5835 000 Pfund Sterling mit- enthalten seien. Rom, 19. Juli. Ein italienisches Syndikat hat sich zu dem Zweck gebildet, in Tripolis einen Hafen zu bauen. Tanger, 19. Juli. Es verlautet, der Prätendent sei von seinen meisten Parteigängern verlassen worden. Er verfüge nur noch über wenig Reiterei und einige Fußtruppen und befinde sich auf der Flucht in der Richtung auf Sidi Melluk. Aus dem Jal)resöerichte der KirßenLr KandclsKurnmer. UeBer den Gang der einzelnen Geschäftszweige des Bezirks wird u. a. folgendes berichtet: Der Getreidehandel arbeitete fortgesetzt mit sehr bescheidenem Nutzen; eine Besserung ist hierin noch nicht ein- getreten. Der Handel mit Futtermitteln war ziemlich befriedigend bei steigenden Preisen und fortwährend knappen Beständen. Scharfe Konkurrenz bereiteten ihm, wie auch dem Düngemittelhandel, die landwirtschaftlichen Genossenschaften. Der Viehhandel war anfangs lebhaft, flaute aber bei der Dürre stark ab. Der Geschäftsgewinn war ziemlich gering. Eine schwere Schädigung für Den Viehhandel bilden die landwirtschaftlichen Zucht-Genossenschaften und die häufigen polizeilichen Beschränkungen. Die Müllereien wurden wieder benachteiligt durch die Konkurrenz der großen rheinischen Walzenmühlen. Der Handel mit Mühlenfabrikaten litt unter starken Preisschwankungen. Die Bierbrauereien hatten einen besseren Geschäftsgang, hervorgerufen durch die heiße Witterung und die Herbstmanöver, dagegen war der Geschäftsgang der Branntwein- und Likör- fabriken recht ungünstig. Der Kolonialwarenhandel war befriedigend. Die Rauchtabakindustrie behielt ihren früheren Umsatz bei, litt aber unter hohen Rohstofspreisen und der Gewährung von Zugaben an die Kundschaft. In der Kautabakfabrikat i'on herrschte wieder ein reger Geschäftsgang. Die Zigarreninou- ftrie erzielte zwar einen gesteigerten Absatz, doch war der Nutzen bei den hohen Preisen der vom Publikum verlangten fahlen Decken, den erhöhten Ansprüchen der Kundschaft in Ausstattung, Fasson und bei der säumigen Zahlungsweise sehr nachteilig bemerkbar. UeBer dieBergwerks-undHüttenproduktion in der Provinz OBerhefsen ist folgendes zu sagen: Der Absatz an stark manganhaltigen Eisenerzen war im Berichtsjahre geringer als im Vorjahre. Die Brauneisensteinförderung im Vogelsberg war zwar größer, doch waren die Preise sehr gedrückt. Die Hochofenproduktion war etwas größer als im Vorjahre, dagegen litt das Ergebnis unter der DerrechnungSwerse des Roheisensyndikates. Die Eisen- gießereiunternehm ungen in Lollar konnten wieder ausgedehnt werden, doch bröckelten die Preise, namentlich für Artikel der Zentralheizungsbranche, fortgesetzt ab. Nur durch starke ProduktionSvermehrung konnte der Preisrückgang einigermaßen ausgeglichen werden. Der Eisen Hande l zeigte eine Besserung, besonders in Bauartikeln und Oefen, weniger in Blechwaren und landwirtschaftlichen Artikeln. Die Braunkohlenförderung und Brikett- fabrikation war voll beschäftigt und konnte den Betrieb erweitern. Wenig befriedigend war der Kohlenhandel. Die Basaltindustrie hatte einen Rückgang ihres Versandes onfÄUttreiJen. Der Geschäftsgang war ungünstig und litt unter denselben widrigen Umständen wie im Vor/ahre. Die Kalkindustrie hatte besseren Geschäftsgang Bei gedrückten Preisen. Die Schlackensteinfabrikation ging sehr lebhaft, dagegen verlief die Zementwarenfabrikation bei sehr scharfer Konkurrenz ungünstig. Im Berichtsjahre herrschte sehr rege Bautätigkeit, und dementsprechend waren auch der Geschäftsgang der Dampfziegeleien und Berblendsteinwerke, sowie der Handel mit Baumaterialien befriedigend. Kieselgur er&ieltc einen besseren Absatz. Für Werkzeugmaschinen machte sich im Inland ein größerer Bedarf geltend. Die Beschäftigung im Werk-! zeugmaschinenbau war befriedigend, doch blieben die Preise niedrig. Die Herstellung gesundheitstechnischer Anlagen hatten guten Absatz bei vermehrtem Wettbewerb und gedrückten Preisen. Die Ka ssen schr an kfab rika- tion hatte ein zufriedenstellendes Ergebnis. Die Blech. Warenfabrikation ging flott bei sehr niedrigen Preisen der Fabrikate und hohen Rohstoffpreisen. Die Lampenfabrikation war wenig befriedigend, dagegen war der Handel mit DeleuchtnngSartikeln in Gießen recht belebt. In der Uhrmacherei herrschte während des größten Teiles des JahreS ein ruhiger Geschäftsgang. Der Handel mit geschnittenen Hölzern und Masten für elektrische Anlagen hatte ein zufriedenstellendes Ergebnis, dagegen gestaltete sich der Handel mit Gruben- und Schwellenhölzern schleppend. Die Fabrikation gebogener Möbel batte einen lebhaften Geschäftsgang, doch wurde daS Ergebnis durch hohe Rohstoff- und verminderte Fabrikationspreise stark reduziert. Die Zigarrenkistchenfabrikation war gut beschäftigt. Die Lackfabrikation hatte zwar guten Absatz, doch war der Geschäftsgewinn ungenügend. Der Drogen- und Farbwarengroßhandel erzielte erhöhte Umsätze bei geringeren Gewinnen, dagegen war der Kleinhandel hierin befriedigend. Die Seifenfabrikation litt unter feßr gedrückten Preisen. Jin Petroleumhandel machte sich die Konkurrenz des russischen, österreichischen und rumänischen Petroleums gegenüber dem amerikanischen Petroleum stärker bemerkbar. Die deutsch-amerikanische Petroleum-Gesellschaft setzte auch im Berichtsjahre ihre Bemühungen fort, durch Errichtung von Tankanlagen in unserem Bezirk festen Fuß zu fassen. Die Preßspan- und Pappenfabrikation konnte im Inland besseren Absatz erzielen, doch mußte nach wie vor mit sehr gedrückten Preisen gearbeitet werden. Im Papier- und Pappengroßhandel herrschte rege Nachfrage; im Papierdetailgeschäft brachte die zweite Kiffte des Berichtsjahres einen besseren Geschäftsgang. Die Leinenwebereien waren gut beschäftigt, doch standen die Preise der Fabrikate nicht immer im richtigen Verhältnisse zu denjenigen der Rohstoffe. Der Großhandel mit Tuch und Bukskin hatte bis zum Herbst hin guten Absatz; auch in der Betten- und W ä s ch e b r a n ch e, der Manufakturwaren- und Konfektionsbranche und dem Hut handel war der Absatz befriedigend, dagegen trat in der Korsettfabrikation eine Abschwächung ein. — Die Steigerung der Preise für Rohhäute wirkte ungünstig auf das Ergebnis der Le der fabrikation. Der Schuhwarenhandel zeigte erhöhte Umsätze bei gestiegenen Preisen. Die Kürschnerei hatte Bei der milden Witterung im Vorwinter einen schwachen Geschäftsgang, und auch der Rauchwarenhandel litt unter fallenden Preisen. Der Handel mit Borsten war nur mittelmäßig. Die Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse äußerte sich im Bankgeschäfte tn einer Vergrößerung der Umsätze und in einem vermehrten Anlagebedürfnis der Kundschaft. Jedoch hatte das Bankgeschäft auch im Berichtsjahre unter den schädlichen Wirkungen der Börsen- und BörsensteuergesetzgeBung zu leiden. Die Zahl der industriellen und kaufmännischen Unternehmungen unseres Bezirks hat sich im Berichtsjahre wenig geändert. Die unzuträglichen Verhältnisse in den Niederlageräumen des Hauptsteueramts zu Gießen Bilden, so bekundet der Bericht u. a. weiter, seit Jahren den Gegenstand fortgesetzter Klagen der am zollpflichtigen Warenverkehr beteiligten Geschäftskreise der Stadt Gießen. Die Niederlageräume hoben sich längst für die Bedürfnisse der Industrie und des Handels als unzureichend erwiesen und entsprechen auch in bautechnischer Beziehung keineswegs den Anforderungen, die man cm eine mooerne Mederlage zu stellen berechtigt ist. In einer von uns einberufenen Versammlung von Interessenten wurden diese Mißstände ato gemein anerkannt, und wir richteten daher an das Großh. Ministerium der Finanzen eine Eingabe, in der wir eine Erweiterung der jetzigen Niederlageräume beantragten. Da auch der jetzige Zouschuppen am Güterbahnhof für den Verkehr zu klein ist und seine Entfernung von dem Verwaltungsgebäude des HauptsteueramtS zu vielen Anständen Anlaß gibt, so schlugen wir vor, bei einem Erweiterungsbau besonders darauf Rücksicht zu nehmen, daß ein Gleisanschluß hergestellt werden kann, um den Zollschuppen ant Bahnhof überflüssig zu machen. Insbesondere empfahlen wir dem Großh. ^Ministerium der Finanzen, zu prüfen, ob sich auf dem Gelände der alten Klinik hinter dem ehemaligen Liebigschen Laboratorium eine hinreichend große: Niederlage mit Gleisanschluß errichten läßt. Sollte sich oiefei; Platz nicht als geeignet erweisen, so erschien uns eine Verlegung der gesamten öffentlichen Zollniederlagen in die Nähe des Güterbahnbofes, wo sich leicht ein Gleisanschluß Herstellen läßt, als die zweckmäßigste Lösung. Allerdings müßte bei dieser Verlegung der Meoerlage die Zollabfertigung für Postpakete in der Stadt verbleiben und außerdemj müßte von einer Beschränkung oder gänzlichen Beseitigung der jetzigen Vrivatlager mit und ohne amtlichen Mitverschluß Abstcmo genommen werden. Die für den starken Personenverkehr unzureichenden Warteräume der Biebertalbahn an den Bahnhöfen in Rod heim und besonders in Heuchelheim gaben auch im Berichtsjahre wiederum Anlaß zu Klagen der Reisenden. Da unsere früheren Bemühungen zur Abstellung dieser Mißstände noch nicht den genügenden Erfolg gebracht hatten, so sahen wir uns veranlaßt, nochmals bei dem Großh. Kreisamt zu Gießen auf die unzuträglichen Verhältnisse hinzuweisen und die Erweiterung der Warteräumv anzuregen. Die Gießener OmniBusaesellschaft verzeichn nete auf den während der letzten Jahre ein getretenen Rück* gang der Einnahme und der Personenbeförderung im Jahre 1904 eine nicht unbedeutende Zunahme. Die Gesellschaft arbeitet ohne Gewinn, da die Terrain- und Pftasterverhältnisse der Stadt Gießen für einen Omnibusverkehr nicht geeignet sind. Ans Stadt und Land. Gießen, 20. Juli 1905. ** Eine Bäuerin und ihr „falsches Geld^» Eine biedere Bäuerin fuhr dieser Tage nach einem oberhesfi- schon Badeort, um einen Kranken zu besuchen. Bei dem Empfang der Fahrkarte hatte sie, ohne c9 gleich zn merken, ein neues Einhalbmarkftück erhalten. Als die Frau in einer Wirtschaft ihre Zehrung bezahlen wollte, fand sie zu ihrem nicht geringen Schrecken da? neue Geldstück, und mit den Worten: „Ach du läiber Goatt, do hunn fe nach on der Eisebohn falsch Geld, so hunn aich noch kan» gehat." Mit diesen Worten wollte sie nach dem Bahnhof eile». Doch der Rheinisches Technikum Bingen Programme frei. ist erledigt. D;o/, Rodern, Stadt Cassel 3825 b27. 3755 langer. I. V.: Curschmann. für Maschinen- u. Elektrotechnik, verbunden mit Chauffeure chule. Der unter dem 17. Juni 1905 gegen den Steinhauer Friedrich Schomber I aus Kefselbach erlassene Steckbrief Emma Senling Wetzsteinstraße 45. Billigste Äusnabrnepreise für: Einmachgläser in allen Großen, Wasserflaschen mit Glas von 25 Pfg. an, Wein-, Bier- n. Wassergläser, Kinder-Flaschen, la. Gnmmi- ftänbigen Ausfrilss personal, das über ungerechte Vehandlnng klagt. gesterner Weg öffentlich meistbietend versteigert Gießen, den 21. Juni 1905. Großh. Ortsgericht Gießen. Gros._______ K. 85/04. B”/. Imeckak den 27. Juli. nachmittags 3 Uhr, werden auf hiestaem Ortsgericht die dem Carl Marx in Gießen stehenden I0/84 tel an 12'16 = 4457 qm Acker NN 10/194 — 3750 qm Acker am Steinborn auf den Leih- Strafandrohuna gefetzt wird. Außer oen Pflichtigen werden auch Kmder, welche tm lanfenden Jahre gefroren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft. Alle in einem Termine geimpften Kinder müssen tn dem 8 Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschau nochmals erscheinens^ d„en Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, können gleichfalls dem Jmpfarzte m den öffentlichen Terminen vorgestellt werden. Die Impflinge muffen mit reiner Wasche und rem gewaschenem Körper zur Impfung gebracht werden. Es wird nur an einem Arme mit Lymphe aus dem LandeSimpfmstttut geimpft. Kinder aus Familien, in denen ansteckende Krankheiten herrschen, dürfen nicht in die Termine gebracht werden. Gießen, den 27. Juni 1905. Großh.rzooi ■ • rv-r.-bterct Gießen. Für die überaus herzliche Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres treuen Vaters Scm Heinrich Hofmann V. insbesondere für die trostreichen Worte de? Herrn Wr«r§ ©tud sagen wir auf diesem Wege unfern mmchten -am. Die trauernden Hinterbliebenen. Heuchelheim, den 19. Juli 1905. 04787 Millionenheirat an sie „abgeführt* hatte. Die Verhaftete nennt sich Witwe Roth und wird seit langem schon von den Behörden in Bonn und München gesucht. * Kleine Tageschronik. Bei Rügenwalder- münde ertranken in der Ostsee beim Baden die beiden erwachsenen Töchter des Fuhrherrn Graap. Der 28 jährige Versicherungsagent Selchow ans Berlin versuchte ihnen Hilfe zu bringen, geriet aber in eine Untiefe und ertrank vor den Augen der Zuschauer. Lehrer RaSper, der Leiter der Charlottenburger Ferienkolonie, stürzte sich hiernach in die Fluten. Es gelang ihm, das eine Mädchen noch lebend an Land zu bringen, wo es alsbald verstarb. — Das Kriegsgericht der 17. Division hat hinter dem Oberarzt Dr. Jädeke vom Infanterieregiment Lübeck, der wegen Mißbrauchs der Dienstgewalt angeklagt und flüchtig ist, einen S t e ckbrief erlassen.________________________ (Ganghofers) Herzen. . . * Eine Heiratsschwindlerin verhaftet. Die Kölner Kriminalpolizei verhaftete eine gefährliche internatw- nale Heiratsschwindlerin, die hauptsächlich tn Artstokraten- kreisen Verbindungen suchte und fand. Unter den Geschädigten befindet sich auch ein Berliner Gardeoffizter, dem die Schwindlerin eine französische Prinzessin mit 1?0 Millionen Francs (!) Mitgift in Aussicht gestellt hatte. Als der Offizier merkte, daß er betrogen wurde, fuhr er nach Köln und zwang durch Vermittlung der Kriminalpolizei die Betrügerin, ihm die bedeutenden Beträge zurückzuzahlen, dre er auf Konto der KeriOtslaal, (sd.) D a r m st a d t, 19. Juli. Eine Klage wegen Mißhandlung und vvrfchristswidriger Behandlung Untergebener, deren Ursprung schon etwa 5 bis 6 Jahre zurücktregt, wurde heute im Interesse der Disziplin unter Ausschluß der Oeffmtltch- keit vor dem Kriegsgericht verhandelt. Eng damit zusammenhängende Verhandlungen fanden im vorigen Jahre m Gießen bezw. vor der Strafkammer in Mainz statt. Der Mißhandelte ist der Musketier Emil Reininger von der X. Kompagnie des Infanterie-Regiments Nr 118 in Worms. In Gießen wurden vom Kriegsgericht der auch freute unter Anklage stehende Unteroffizier Nickel sowie der Feldwebel Hummel freigesprochen, während die Mainzer Verhandlung zur Verui^etl- nng von drei Kameraden des Reininger, sowie zur Bestrafung eines Gefreiten brachte. Heute sind angellagt der Sergeant Friedrich Nickel aus Rodheim bei Friedberg, der Vizefel^nebel Heinrich Kraffert aus Mommenheim und der Unteroffizier Reinhold Zellmann aus Bargoschin bei Danzig. Sie sind beschuldigt, in den Jahren 1900 £5 1902 den im Alter von 17 Jahren freiwillig eingctretencn Ernst Reminger aus Darmstadt, der ja manche Fehler gehabt haben mag, auf alle mögliche Wege gequält Mid mißhandelt zu haben. Aus den Aussagen der heute vernommenen 21 Zeugen gmg hervor daß in der betr- KoEgmc das Erziehen der Mannschaften durch Quälereien und Mißhandlungen häufig vorkam. Reininger wurde wiederholt geschlagen, Aniversttäls-Aachrit-ten. — Felix Dahn, brr bekanntlich als deutscher GcschichtS- . schreiber wie alS Romanschriftsteller und Balladendichter hoch geschätzt ist, bekleidet in Breslau eine ordentliche Professur der Rechte. Der gestrige 19. Juli war der Tag seines fünfzig - fiahrigen Dvktorjubiläums und darum der Jubilar der Gegenstand vielfacher Ehrungm. Zuerst erschienen zur Gratulation die Mitglieder der juristischen Fakultät, in deren Namen Professor Gretener sprach und eine Festsärist überreichte. Spater erschien der Senat mit dem Rektor Magnifieus an der Spitze, der eine längere Ansprache hielt und eine Tabula Gratulatona überreichte 'Oberpräsident Graf Zedlitz-Trützschler beglückwüngfrte den Jubilar in seiner Eigenschaft als Kurator der Universität und überbrachte ihm als Oberpräsident Schlesiens Glückwünsche des Kaisers und den dem Jubilar verliehenen Roten Adlerorden zweiter Klasse. Zahlreiche Deputationen der philosophischen Fakultät, sowie von juristischen und anderen Behörden, Korper- schaften und studentischen Korporationen folgten. Von zahlreichen auswärtigen Universitäten gingen schriftliche Glückwünsche ein. Die Universität München ehrte den Jubilar, der das Fest in voller Frische und Rüstigkeit begeht, durch die Erneuerung des Doktor- dipliwls.^ln, 19 $uIi Gestern abend sand eine Studenten v e r s a mm l un g statt, in der die Wahl eines ständigen Ausschusses an der Berliner Universität vorgenommen werden sollte Es waren 85 Korporationen vertreten. Zunächst wurde Bericht erstattet - über die Eisenacher und Weimarer Tagung des Hochschulverbandes. Dann wurden auf Grund der dortigen Beschlüsse die kathol. Korporationen nut überwaltigen^r Mehrheit von der Mitwirkung bei dieser Wahl ausgeschlossen. Es fiel aber auf, daß der Verein Deutscher Studenten und die Finkenschaft, die beide bei der Abfassung der Eisenacher Beschlüsse eifrig mitgewirkt hatten, gestern gegen den Ausschluß der katholischen Korporationen stimmten. Die Wahl selbst wurde um einige Wochen verschoben, weil man sich übw ften Wahlmodus niefrt einigen tonnte: e§ mürbe eine Kommission eingesetzt, die zunächst sämtliche Vorschläge reiflich prüfen soll. ~ t , Hannover, 19. Juli. Den Rektoren der technischen und tierärztlichen Hochschulen ist eine Verfügung des Kultusministers angekündigt worden, nwnach die Auflösung beider -Studentenausschüsse geforderr wird, well sie konfessionelle Verbindungen aus schließen. , Marburg, 19. Juli. Nächsten Montag habilitiert sich m der philosophischen Fakultät der hiesigen Universität der Literar- historiker und Kritiker Dr. Harry Mahne als Privatdozent mit einer Antrittsvorlesung über Jmmermanns „Münchhausen . Bekanntmachung. Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gießen wird, beginnend mit Samstag, den 1. Juli im Jmpflokale - Schulgebäude, Neustadt 61 — für die nächsten 5—6 Wochen jeden SamStag, nachmittags 5 bis 6 Uhr» ab- aehalten werden. Jmpfostichtig im laufenden Kalenderjahr Und die im vorigen Jahre geborenen Kinder, sowie die Rückständigen aus früheren Jahren. r ,2, ... , Wir loben die hiesigen Einwohner, welche lmpfpstichtige Kinder haben, zur Benutzung dieser öffentlichen Tennine mit dem Bemerken ein daß alle in denselben vorgenommenen Jmvfungen unentgeltlich lind. Wer die Termine nicht benutzen will, muß die Jinvumg feines pflichtigen Kindes bis zum Jahresschluffe auf seine Kosten bewerkstelligen (offen, widrigenfalls ihm im Januar nächsten Jahres eine vierwöchentliche Frist zur Nachholung der Impfung unter Tagesordnung: , des Vorstande». 2. Bericht über Neichsversicherung 4. StWung teWMtal -u M°m,. 5. Statutenabanderung. 6. Verschiedene«. ändern' sehr wichnge Besprechungen stattfinden, wird tm -.rtgenwnm Sntmfle um allgemeines scheinen der Mngüeder dringend gebeten. __ General-Versammlung des Mtn Gichner Zttznzicht-LkreinS SamStag, den 22. Juli 1905, abends 8V- Uhr Arvciterbewegung. G el sen kirch e n, 19. Juli. Da die organisierten Schreiner ihre Kündigung nicht zurückgezogen haben, hat der ^nn- ungsvorstand die Aussperrung beschlossen. , Essen (Rhiirs, 19. Juli. Wegen Mißhandlung eines Arbeitswilligen wurden 16 Bauarbeiter verhaftet. Die Zahl der Aiisgesperrten im Essener Revier beträgt 2000, m ganz Rheinland-Westfalen rvnb 30 000. Viele auswärtige Bauarbeiter kehren in ihre Heimat bis zur Beendigung der Aussperrung zurück. — Die Färbereigroß firm en in Gera kündigten oen Arbeitern und Arbeiterinnen eine M a s s e n a u § f P e r r u n g an, falls der Färberausstand in Meerane und Glauchau bis Montag nicht beendet ist. _ . ,rr _ Basel, 19. Juli. Die Angestellten der städtischen Straß cn- b a h n treten freute in den Ausstand aus Solidarität mit dem aus- tot it«i jjei t*1 - ä'» inf"’ * Ein Gedenktag. Am 19. d. M. waren 95 Jahre oergangen, seit die Königin Luise von Preußen st a r b. Es war in Frankfurt a. M., wo Friedrich Wilhelm II. int Feldzuge von 1792 damals das Hauptquartier hatte. Von hier schrieb der Landgraf von Hessen-Darmstadt nach Hildburghausen an Luisens Großmutter, sie möchte doch mit ihren Enkelinnen den Rückweg nach Darmstadt über Frankfitrt nehmen, um diese dem König von Preußen, dessen Gemahlin und Luisens Mutter Geschwisterkinder waren, vorzustellen. Die Großmutter folgte mit den Prinzessinnen Luise und Friederike der Einladung, wollte aber noch an demselben Ärge nach Darmstebt Weiterreisen, wurde jedoch vom König in Frankfurt zurückgehalten. Der Augenblick der neuen Bekanntschaft war, wie Friedrich Wilhelm IIL nach dem Tode der Königin Luise zum Bischof Eylert sagte, zugleich auch der Moment der wechselseitigen Zuneigung gewesen, und eine innere Stimme habe ihm gesagt: Die ist es oder keine sonst auf Erden! „Habe mal", fuhr der König fort, „über diese wunderbare wechselseitige Sympathie etwas sehr Schönes in Schillers Schriften gelesen, wo treffend bezeichnet ist, wie mir und meiner seligen Luise zumute war, als wir uns zum ersten Male sahen, und wie wir uns nachher oft bekannt haben. Es war keine verliebte Sentimentalität, sondern ein bestimmtes, llares Bewußtsein, was gleichzeitig ihre und meine Augen mit einer Freudenträne netzte. Gott, was alles liegt zwischen jenem ersten Augenblick, wo ich sie fand, und diesem, wo ich ihren Verlust beweine! Weiß wohl, solche sympathetischen Gefühle sind die schönen Gefühle der ersten jugendlichen Liebe, sind nur einmal da und kommen nachher in dieser Reinheit nicht wieder. Aber gern denke ich daran zuruck und möchte wohl mal jene Stelle in Schiller wieder lesen; habe jte aber nicht finden können." Eylert fand die Stelle m Schillers „Braut von Messina" in der Szene, wo Don Cesar der Mutter und dem Bruder den wunderbaren Zauber des ersten Anblicks der Geliebten schildert, und worin die Worte vorkommen: „Und llar auf einmal fühlt ich's in nur werden — Die ist es oder keine sonst auf Erden!" * „Leute schweren Schlages". In Tegernsee fand dieser Tage ein eigenartiges Preisschießen statt. Dr Ludwig Thoma hat es zu Ehren Ludwig Gang- bofers veranstaltet, der kürzlich im letzten „Simplizissi- mus"-Prozeß freimütig — wenn auch vergeblich — als Sachverständiger für ihn eingetreten ist. Nach Beendigung des Schießens fand, wie die „Münch. N. Nachr." berichten, die Verteilung der Preise statt, wobei die Verkündigung, daß neben dem Jubilar auch sein 15jähriges Töchterchen, Fräulein Sophie Ganghofer sich einen Preis erschossen habe, Hellen Jubel erregte. Dann hielt Ganghofer eine Rede über den Festgeber, dessen Verurteilung im Schwabenlande ihn allen frei denkenden Bayern um so teurer gemacht habe. Der Stuttgarter Staatsanwalt habe Thoma und ihn selbst ironisch als „Leute schweren Schlages" bezeichnet. Aber er nehme dieses Wort als eine besondere Ehrung m Anspruch. Thoma habe sich durch furchtlose Kennzeichnung muckerischer Heuchelei um die Sache der Freiheit verdient gemacht. Aus die sechs Wochen Haft in Stuttgart werde aber eine lebenslängliche Haft folgen, nämlich tn seinem $rifiina(-Dre.t)imcföunfleiL Kassel, 20. Juli. DaS Kaiserpaar wird anfang August zu mehrwöchentlichem Aufenthalt in WilhelmS- höhe eintreffen. Berlin, 20. Juli. Die An o r dnu u gen deSsiultuS- Ministers zur Auflösung der Studenten-AuS- schüsse wegen Ausschlusses der konfessionellen Verbindungen ind allen preußischen Hochschulen zugegangen. Berlin, 20. Juli. Dem Reichstage wird tn seiner nächsten Tagung eine Vorlage zugehen, die die Bestimmungen über die Sonntagsruhe besser zusammen- faßt, als dies bislang geschehen ist. Ferner ein Gesetzentwurf über die Rechtsfähigkeit der Berufsvereine. Bonn, 19. Juli. Die Stadtverordnetenversammlung hat die Aufnahme einer Anleihe von 4 400 000 Mark für den Erwerb und den Ausbau der Straßenbahn beschlossen. Die Umwandlung der Straßenbahn in eine elektrische wird der Firma Sre- mens-Schuckert übertragen. Die Anleihe soll, je nach der Lage des Geldmarktes, mit 3Vs—1 Proz. verzinst und nut V/* Prozent getilgt werden. Essen a. d. R., 20. Jüli. Auf dem Schacht „Annw des Kölnischen Bergwerkvereins wurden zwei Bergleute durch einbrechende Gesteinsmassen verschüttet; der eine ist tot, der andere schwer verletzt. — Bisher führten 18 Unternehmer die Aussperrung der Bauarbeiter durch. Heute trat eine soziale Kommission der Stadtverordneten zusammen. , . Hamburg, 19. Juli. Der (mehrfach erwähnte) An- kauf des Whitworther Kohlenfeldes in Glar- morganshire (S ü d w a l e s) ist p e r f e k t geworden. An dem Konsortium ist die hiesige Firma Ä. G. oe Freitas u. Co. beteiligt. Das Gesamtareal der Felder umfaßt 26 Quadratkilometer, gleich 12 preußischen Maximalfeldern. Der größere Teil des Besitzes ist zugleich Grundeigentum der Gesellschaft: diese soll als englische Limited-Gesellschaft ms Leben treten. Die Aktien sollen in London eingefiihrt werden. Das Kapital wird auf etwa 50 000 Pfund Lterlmg beziffert. Die abzubauenden mittleren und unteren Flöße enthalten nach fachmännischer Schätzung zirka 400 Millionen! Tons Geplant ist die Förderung von jährlich einer Million Tons Steinkohlen für Schiffsbedarf und Hausbrand. Vorhanden sind außerdem Anthra- e i t - u n d K o k s k o h l e. 'Anlagen fiir Kokereien und Nebenprodukte sind vorgesehen. In die Verwaltung tritt außer den Deutschen auch der Vorbesitzer I. C. A. Henderson. Die Felder sind untersucht worden vvn englischen und deutschen Geologen. Der Verschiffungshafen für Kohle wnd Port Talbot sein. y „ Meerane, 19. Juli. Die Sächsisch-TH-urrngische Färber e iko n v en t i o n , der 26 Firmen angehören, hat wegen des Ausstandes der Färbereiarbetter bei den Firmen I. H. Borncmann und C. Datky beschlossen, ab Montag ihre Betriebe zu schließen, wenn die Weiterarbeit bei den genannten Firmen bis Samstag nicht ermöglicht ist. Das Nachgeben der Ausständigen erscheint unwahrscheinlich, da ihre Zahl sich weiter vermehrte. Auch in Glauchau sind weitere 40 Mann in den Msstanv getreten. In Gera wurden 100 Mann entlassen, weil sie die Ueberstunden verweigerten. Paris, 20. Juli. Dem „Matin" zufolge steht dee Minister deS Aeußern augenblicklich in Unterhandlungen mit der amerikanischen Regierung wegen Entsendung eines, französischen Geschwaders nach den amerikanischen Gewässern. Tokio, 19. Juli. Der japanischen Regierung ging von einem hier in Gefangenschaft befindlichen russischen General der Vorschlag zu, die zahlreichen für Japan lästigen Kriegsgefangenen in ihre eint lat zu. entlassen; es würden Garantien geboten, daß dte zurück- beförderten Mannschasten dem Kriegsschauplatz in Zukunft fernbleiben. Der Vorschlag wurde von Japan ab gelehnt, doch erklärte letzteres sich bereit, eventuell in einen ^u.8* tausch der gegenseitigen Gefangenen zu willigen. Sltnt MM« la. Wetterauer Ware, gelbe Perke von Erfurt und Frührosen versendet inkl. Sack ä 41/, Mk. pro Zentner gegen Nachnahme [3728 A. Simon II. Echzell t. d. Weiterart. Morgen Freitag trifft eine größere b,möEinmachgnrken, LMtMken ii. SciWeercil ein Billigste Preise. [04788 Frau Ferber, Marktballe L Marburg i.H., 18. Juli 1905. Der Erste Staatsanwalt. Versteigerung. Freitag den 21. Juli, nachm. 4 Uhr, fohen im städtischen Pfandlokale, SelterSwea 11, dafrier, die wegen rückständiger Gemeindesteuer 6. Ziel 1904 05, wegen rückständiger Zinsen zur VezirkSsparkaffe Gießen, sowie Miet- tt. Holzgelder gepfändeten Gegenstände Möbel aller Art. 2 lederne Koffer, 1 Einsp.-Pferde- geschirr,! Bohrmaschine,IPianino, 1 Kufr und 1 Rind versteigert werden. 3754 Gemmeckk-r. ‘■er Wirt ließ sich daS vermeinte falsche Geldstück einmal zeigen, zur allgemeinen Heiterkeit löste sich das Rätsel bald. Ober-Bessingen, 18. Juli. Ein schwerer Unfall ereignete sich in unserem Dorfe. Zwei Fuhrwerke, welche sich begegneten, rannten aneinander. Hierbei stürzte der eine Fuhrmann von seinem schwer beladenen Wagen herab und kam vor die Räder zu liegen. Sein Pferd, daS hierdurch scheu geworden war, rannte davon und die Räder gingen dem Bedauernswerten über beide Oberschenkel, sodaß er schwer verletzt wurde. Einige Leute legten dem Verunglückten einen Notverband an und brachten ihn mittelst eines Federwagens in seine Wohnung nach Ettingshausen. Mainz, 19. Juli. In einem Neubau der Albinistraße sollte gestern der 14jährige Dachdeckerlehrling Rudolf Felmer von hier im vierten Stockwerk drei Dielen überschreiten, alS sich eine loSlöste und mit dem jungen Mann hinab in den Hof stürzte. Schwerverletzt wurde der Unglückliche in daS Rochushospital gebracht; an seinem Aufkommen wird gezweifelt.__________________ ifcj 1 'N WiptA vtz w !ÄS*8 yySt W ■te erhöhte uSf-!' ffti. lnf)anbe! L\tlon kirnte SB?® lUl9eit Ul unseres Kation könnt» Se "ach ivie vor leJ1, Papier, MC; int Apier, ^nchtsjches beschäftigt, doch * M richtigen - ■ Großhandel hin guten ichebranche, der 'kUonsbranche Wbigenb, dagegen ttne Abschwächung >frfra_ute wirkte un« brilation. Der he bei gestiegenen r milden Witterung . gang, und auch der ’itben Preisen. Der ißig. Verhältnisse äußerte ^ößerung der Um« idürfnis der Kund« auch im Berichts- n der Börsen- und lftnännischen Unten Berichtsjahre wenig in den Niederlage« i Gießen bilden, Jahren den Gegen« Taigen SSarcnbtt : Gie^rr. Die M ie Bedürfnisse bet ichend erwiesen unb iziefrnng keineswegs moderne 9HeberIage einberufenen Ber« diese Mißstande all« iQfrer an das Großh he, in der wir eim me beantragten. Ta tMW Fr d-1 „MdmAiml- « tritt« «ti* turn TrwnttMSt „en, d!,ß em tn efondere empfahlen nanzen, e hinreichend A M Sollte sich schien uns eine Ber« lnieberlagen en di t ein Gleisanschluß , Merdengs jEWJ: .^en und «ißerbeert , Achen W ? aÄichen w »es w« - -SSS SAAZ mußte chtcn hohen Damm hinauf- und herabspringen, und Zellmann hat die Kvmeraden des Reininger öfters angeseuert, ihm einen Llbzug zu geben. Nickel erhielt drei Wochen Mittel- arrcst, Kraffert zniei Wock>en gelinden Arrest und Zellmann zwei Wochen Mittelarrest. , . 3 Paris, 19. Juli. Das Kriegsgericht in Ehalons ,ur Marnr verurteilte den LeutnantEavcrvis wegen unerlaubter dreimonatlicher ?lbwescnfrcit vom Regiment zu fünf JahrenGefangnis und Degradation. Ce.vervis war seinerzeit mit 7000 Fr., die er der Regimnilskasse entnommen hatte, geflüchtet. __, Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. DoranSsichtliche Witterung in Hoffen für Freitag, den 21. Juli 1905: Heiter, am Tage wärmer Räderet httreh bic 0>ienener Wettevkarie. Zur Reise-Saison " offerieren wir Damen-Blusen w-rs sc«.-» .....,» SIk. 3,50, 5.50, 6.50 Damen-Ünterröcke und Waschstoff mit Volants Mk. 1.25, 1.85, 2.20, 3.00 Damen-Unterröcke farbiflC\eÄ“öe,attt8 Nk. 1.85, 2.35, 4.50 Kinder-Kleidchen Weitz und farbig enorm billig Kinder-Strohhüte S’“„ zu jtiiem annehmbaren Preise Kinder-Capes und -Mützen. A. Hotterhoff Söhne, Seltersweg 20. Sängerkranz Sonntag den Ä3. Juli, mchmitt. 5 Uhl Sommerfest V*% Steins Saaibau. Der Borstand. 88,3 Statt Karten. Adele Grün Willy Kaltwasaer Verlobte Hörbach Giessen 20. Juli 1905. Zur Sommerszeit besonders empfehlenswert c2% zu für 2 gute Teller — in wenigen Minuten — mir mit Wasser herstellbar. Adolf Geisse, SelterSweg 2, Ecke mn Kreuz. 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Gro 8. Verdingung. Die Ausführung der Arbeiten Bild Lieferungen zur Errichtung von 2 Stellwerksgebäuden aus Bahnhof Stockheim soll im Wege des schriftlichen Angebots zusammen öffentlich verdungen werden. Die Zeichnungen und Verdingungsunterlagen liegen bei der unterzeichneten Betrredsin- speklion zur Einsicht aus, können auch von da gegen poft- und bestellgeldfreie Einsendung voll Mk. 1.50 bezogen werden. Die Angebote sind versiegelt bis zum Eröffnungstermine am 29. Juli 1905, vormittags 11 Uhr, portofrei emzusenden. Bz% ZufchlagSsrist 4 Wochen. Gießen, den 19. Juli 1906. Ar. Glsenb.-Betriebslnspektion 2. Wie ich von meiner langjährigen •^Trunksüchte einfach u. sicher gänzl. befreit bl«, teile ich Jedem gratis geg. 20 Pf. Rückporto diskret mit. — Briefe mit 20Pf. frankieren. A.Ernst, 72. Basel, Schlossfach, 66. [3828 Neue Kartoffeln. 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