Dienstag 3 Oktober 1905 155» Jahrgang Zweites Blatt. «r. Wä Eichener Anzeiger General-Anzeiger. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sichen 58 io Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sckm» Universitätsdruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr.?. Tel. Nr. 5L Telegr.-Adr.: Anzeiger Gießen. ihm über den Kopf. Der nur den Tod konstatieren, Schädelbruch. Den Fuhr- (Darmst. T. A.) einer gestern in Auerbach wurde an Stelle des eine Erscheint «glich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Gießener ZaniMenblätter- werden dem ^Anzeiger viermal wöchenllich beigelegt. Der Ehelstlch« Landwirt" erscheint monatlich einmal. demnach beseitigt.) ~ , München, 2. Ott Die Zentralversammlung dcS landwirtschaftlichen Vereins in Bayern nahm folgenden Antrag Beckh an: Die Staatsregierung möge tm Bundesrate dahin wirken, daß die Schutzmaßregeln zur Verhinderung der Einschleppung von Seuchen durch ausländische Schlachttiere nicht abgeschwächt und in dieser Rlcht- ung der Agitation für Oeffnung der Grenzen kerne weiteren Zugeständnisse gemacht werden mögen. Ferner möge die Regierung entsprechende Vorkehrungen treffen, damit das nach dem neuen Handelsvertrag zugelassene Einfuhrkontingent österreichischer Schweine an der Grenze geschlachtet und nur solche Schweine eingeführt werden können, die srch vor der Schlachtung als gesund erwiesen haben. Die Regierung möge arlßerdem die die Oeffnung der Grenzen beantragenden Städte veranlassen, bis zur Wiederkehr normaler Preisverhältnisse die gemeindlichen Aufschläge auf Fleisch und die Schlachthausgebühren aufzuheben bezw. herabzumindern. Deutsches Reich. Berlin, 2. Oktober. Der Kai ser erlegte am Samstag in der Oberförsterei Rominten einen ungeraden Vierzehnender. Inzwischen wurde gemeldet, daß ein Elch in der Oberförsterei Rominten , festgemacht" worden sei. Das Kaiserpaar fuhr infolgedessen mit dem ganzen Gefolge sofort nach der Oberförsterei. — Wie der,StaatSanz." meldet, ist der Oberstallmeister Graf v. Wedel in den Ruhestand versetzt und zum Ober- Truchseß ernannt worden. An seiner Stelle wurde der frühere Hofmarschall der Kaiserin Friedrich Frhr. v.Reischa ch zum Oberstallmeister des Kaisers ernannt. — Der neue amerikanische Konsul in Berlin, Thackara, erklärte einem Mitarbeiter der „Rat. Ztg/, daß er an keinen Zollkrieg zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten .mibe. Die bevorstehenden Tarifverhandlungen würden seiner Meinung nach unzweifelhaft mit der Zeit zu den besten Beziehungen zwischen den beiden Ländern führen. — Die »Rat. Zig." erklärt, sie fühle sich durch das Verhalten ihres Berichterstatters Eugen Zabel, der ihr aus Petersburg ein Telegramm schickte, aus dem sie ent- nehnien zu dürfen glaubte, daß Zabel eine Unterredung mit Witte gehabt habe, irregeführt, sie habe Zabel telegraphisch mitgeteilt, daß Redaktion und Verlag der „Rat. Q|g.* jede Beziehung mit ihm abbrechen. — Die „Rationallib. Korr." schreibt: Den Wünschen von liberaler Seite entsprechend, wird sich wahrscheinlich der preußische Landtag mit einer Novelle über eine neue Wahlkreiseinteilung wie über Acnderungen d?s Wahlverfahrens zu beschäftigen haben. Dresden, 2. Oft. Bei den heutigen Wahlen zur zweiten Kammer des sächsischen Landtages wurden an Stelle der ausgeschiedenen 30 Abgeordneten gewählt: 19 Konservative, 8 Nationalliberale, 1 Reformpartei (Antisem.), 1 Freisinniger, 1 Sozialdemokrat. Die zweite Kammer setzt sich demnach nu§ 53 Konservativen, 24 Nationalliberalen, 2 Mitgliedern der Reformpartei, 2 Freisinnigen und 1 Sozialdemokraten zusammen. (Die konsero. Zweidrittel-Mehrheit ist im nahen Kesielkopf, dem höchsten Punkt des Quillerwaldes feiern, der an die Tatsache erinnert, daß hier am 18. Nov. 1805 der letzte Wolf in Hessen erlegt worden ist, wie uns Chroniken berichten. Der Stein trägt nur die schlichte Inschrift: Den 18. November 1805 wurde hier ein Wolf geschoßen vom Rittmeister v. Wolff. (Hess. Ldsz.) Darmstadt, 2. Oft Der Prinz Albert zu Schleswig-Holstein sowie der Graf und die Gräfin zu Doh na-Schl obitten trafen, wie die „Darmst. Ztg." meldet, gestern nachmittag zum Besuch bei den Großherzoglichen Herrschaften in Wolfsgarten ein. Darmstadt, 2. Okt. Eine zwanglose Abschieds- feier für den eine Reihe von Jahren am Landgericht als Staatsanwalt tätig gewesenen und seit dem L Jülr d. I. als Amtsrichter nach Butzbach versetzten Dr. W o l f f hatte am Samstag abend die Mitglieder des Landgerichts und der Staatsanwaltschaft im Kaisersaal vereinigt Gcneral- staatsanwalt Dr. Praetorius widmete in beredtester Weise dem Scheidenden herzliche Worte der Anerkennung, dem sich Ansprachen des Landgerichtspräsidenten Herzberger, Oberstaatsanwalt v. Hessert und des Gefeierten anschlossem Die Stunden verstrichen rasch und der ganze Verlauf des Abends zeugte von der allgemeinen Beliebtheit, deren sich Herr Dr. Wolff erfreut. , .. Y r. Eberstadt, 30. September. Heute ereignete sich hier ein schrecklicher Unglücks fall. Die beiden Töchterchen des Bauunternehmers M. H. Dächert hier, zwei Kinder von fünf und sechs Jahren, spielten mit anderen Kinder vor ihrem Elternhause. Ein leerer Bierwagen fuhr irrt Schritt vorbei, das ältere Kind lief noch schnell vor den Pferden über die Straße, das jüngere wollte nach, fiel hin, kam unter den Wagen und ein Hinterrad ging herbeigerufene Dr. Ascher konnte veranlaßt durch einen doppelten mann soll keine Schuld treffen. Bensheim, 2. Oft. In Kirche und Schule. Die Pfarrvereinszusammenkunft für Ober«= Hessen, die am 2. Oktober in Gießen versammelt war bat — so schreibt sie uns wörtlich mit der Bitte um Veröffentlichung — „mit Bedauern davon Kenntnis genommen, daß em Mitglied des Pfarrvereins in seinem Artikel „die hessische ersten Halbsahr 1905" die aus der Chronik der Ehristl. Welt in den Gieß. Anz." übergegangen ist, mit offenbaren Uninchng- f eiten und Verdächtigungen dem Pfarrverem tn Umn Arbeit falsche Motive untergeschoben hat, welche durch die Geschichte des Pfarrvereins den Wissenden längst widerlegt sind Der 'Smriit- (eiter des Kirchenblattes wird beauftragt diesen Artikel im Vfarr- oereinsblatt zu bringen damit jedes Mitglied von der Grundlosigkeit der Behauptungen sich selber überzeugen kann. Foxterrier ! 6, entl* Siebet- c Belohnung, Sonnenslr,^. nlaq früh wurde in der Arche ein Schirm der- t. Um baldigen Umtausch Damenuhr mit Äcttc rlore«. g mngWeidengMM» arnung! e werte Snndschaft und r seye ich hiermit in Kennt- mein früherer Bursche ehrinmeinenDienstenslehl, für nüch, noch für fein Geschäft arbeitet. (5069 "Ngsvoll W. Lein, ermeister, Mein-Linden. nelem semen Kern-, Stein- e£,£N sofort zu ver- Näheres mderGefchäftsst. eßener Anzeigers. |Q662i ohne Fische heimgehen mußten. Mainz, 2. Oft. Laut Beschluß des Landesausschusses der Hessischen Zentrumspartei findet der allgemeine hessische Katholikentag am 2 2. Oktober, nachmittags 2^ Uhr, in der Stadthalle in Mainz statt. Als Redner sind gewonnen: Reichs- und Landtagsabg. Dr. Schädler auS Bamberg, Reichstagsabg. Arbeitersekretär I. GieSbertS aus M.-Gladbach und Landtagsabg. Justizrat Dr. Schmitt aus Mainz. — Nach dem soeben fertiggestellten städtischen Rechnungsabschlüsse für daS Rechnungsjahr 1904 hat die Betriebsrechnung wieder einen namhaften Ueberschuß ergeben. Die Gesamteinnahmen der städtischen Betriebsrechnung im Jahre 1904 betrugen 7 332 255 Mk. und die Ausgaben 6 807 375 Mk., sodaß ein Ueberschuß von 524 880 Mk. verblieben ist. Nach Abzug der auf das Rechnungsjahr 1905 zu übertragenden Kredite und der im Jahre 1904 noch verbleibenden Ausstände im Gesamtbeträge von 69 329 Mk. verbleibt ein wirklicher Ueberschuß von 455 550 W. Dec Ueberschuß im vorigen Jahre betrug 39 544 Mk. weniger. Das städtische Gaswerk hatte einen Ueberschuß von 278 lo0 Mark, das Wasserwerk 167 023 Mk., das Elektrizitätswerk 100 700 Mk. und die erst seit einem Jahre im Betrieb befindliche elektrische Straßenbahn 50 059 Mk. An uneinbringlichen und niedergeschlagenen Posten waren 189 718 Mk. zu streichen. (Mainz. Journ.) — Die „Mainzer Volks- ztg." geht (nach der „Franks. Ztg.") in den Verlag der sozialdemokratischen Partei über. . Homburg v. d. H., 2. Oktober. Das Oberhofma» schallamt hat das Kgl. Krongut „Kleiner Tannenwald" bei Homburg dem Kurdirektor Frhr. v. Maltzahn auf 12 Jahre verpachtet. Frhr. v. Maltzahn baut an- grenzend an den „Kleinen Tannenwald" ein Landhaus nach -Sl^ener $[?M 06583 ^gelturstis' MW 1 befindet fich ‘LtinZibarek. Aus Stadt und Zand. Gießen, 3. Oktober. ** Ordensverleihungen. S. K. H. der Großherzog haben am 2. September dem ersten Kommandanten der freiwilligen Feuerivehr zu Darmstadt, Branddirektor und Kreisfeuerwehrinspektor Ludwig Fischer die Krone zum Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstorden? Philipps des Großmütigen und dem Adjutanten der freiwilligen Feuerwehr zu Darmstadt Christian Franck, sowie zum 1. Oktober d. I. dem Fürstlich Stolbergischen Revierförster Karl Otto Meyer in Breitungen bei Roßla im Harz das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Personalien. S. K. H. der Grobherzog haben am 27. September den Hofgartengehilfen Heinrich Go- b e l dahier mit Wirkung vom 1. Oktober 1905 an zum Hofgarten-Assistenten ernannt. S. K. H. der Groß Herzog haben zum 1. Oktober dem Kreisamtmann bei dem Kreis- amt Lauterbach Friedrich v. Bechtold und dem Kreisamtinann bei dem Kreisamt Worms Hans Wolfs den Charakter als „Regierungsrnt" erteilt. Durch Entschließung Großh. Mmiste- riums des Innern vom 1. Okt 1905 wurden ine Lehramts- akzessisten Georg Bentz an der Oberrealschule zu Offenbach, Jakov Co m o an der Realschule zu Bingen, Dr. Ludwig F a h z an der höheren Bürgerschule zu Hungen, Dr. Heinrich Gräf an der höheren Bürgerschule zu Reu-Isenburg, Dr. Wilhelm HeY- mann an der höheren Bürgerschule zu Groß-Gerau, Andreas Käst er an der Oberrealschule zu Offenbach, Heinrich Klump am Herbstgymnasium zu Mainz. Hermann Lotz an der Realschule zu Heppenheim a. d. B., Georg Lust am Realgymnasium zu Mainz, Jakob M al sy an der Realschule zu Michelstadt i O., Theodor Ranft an der Augustine^chule zu Friedberg, Georg Schaffnit am Gymnasium zu Worms, Ludwig Schimpf an der Augustinerschule zu Iwiedberg, Otw Schmidt g e n am Wolfgang Ernst-Gymnasium zu Buümgcn, Philipp Seitz an der 8 €»■ st**"’ &;I(N, 4w.Waife, W A mütelgr., II blond, Vermög. MM *. rrn,w.a.o.Berm.,jed.makell. Ang.u.Dks,SeiliiiS-S°'ü18. Realschule und dem Progymnasium zu Alzey und Karl Weimer an der höheren Bürgerschule zu Psiingstadt zu Lehramtsassessoren ernannt. In den Ruhestand wurde versetzt am 21. Sept, der Schullehrer an der Volksschule zu Gießen Johannes Braun auf sein Nachsuchen, mit Wirkung vom 1. Oktober 1905 an, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, und wurde ihm aus diesem Anlaß das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Uebertragen, wurde am 27 September dem Schullehrer Karl Hirckenhein zu Unter-Schmitten, im Kreise Büdingen eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Schwanheim, im Kreise Bensheim. Ueber- tragen wurde am 27. September dem Schulamtsaspiranten Philipp Bayer aus Leiselheim, im Krepe Worms, eme Lehrnstelle an der Gemeindeschiile zu Groß-Rohrheim, xm Kreise Bensheuw S. K. H. der Großherzog haben «m W. Sept d. I. den Domanialkommissar zu Fischbach i. S. Oberförster Ernst Mettenheimer mit Wirkung vom 1. Oft. d. I. an zum.Oberförster der Oberförsterei Lauterbach ernannt; den Steuerkommissariatsassistenten bei dem Steuerkommiffariat Ä Geora Kn a b daselbst in gleitier kommissariat Worms verseh: die RegierungSassenoren Georg Stammler aus Schlitz und Georg Knoß aus Darmstrndt zu Steuerkontrvlleuren, den Forstassessor ErnstEckhard aus Gießen mit Wirkung vom 1. Okt. d. I. an zum Forstassistenten und die Steuerkontrolleure Regierungsassessoren ^ustus R e imherr und Friedrich Kratz, beide zur Zeit m Mainz, zu Steuerwmmisia- Aatsassistenten des Steueickommissariats Mainz I ernannt. S K. H der Großherzog haben am 30. Sept. d. I. den Kr-i- amt'sgeHilfen bei dem Kteisamt Mainz Karl H e g^e r nut Wirkung vom 1 Oktober auf sein Rachsumen aus. dem -Staatsdienste entlassen S K H derGroßherzog haben Mittels (Hitschließung vom 30 Sept.' dein Oberleutnant und Adjittanten der, 16. Kavallerie- Brigade von Schmelzing und Wernstein,, seither im 1 Großh. Dragoner-Regiment lGarde-Dragoner-Reg'.ment) Nr. 23, das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großabgehaltenen Wählerversammlung Wiederwahl ablehnenden Fabrikanten Euler Fabrikant Aul er in Bensheim als Kandidat für die Landtagswahl aufgestellt. ($1. (V A.) Rüsselsheim, 1. Okt. Die zweite Woche bet lksakademie brachte den Schluß der Vorträge von Dr. Klein- Gießen über Napoleon I. und den AuFau des preußische Staates, wobei die Person des Freiherrn v. Stem m ihrer Ab- häiigigkeit von ethischen Grundsätzen besonders hervortrat. Dr. Drevermann vom Senkenbergianum nt zrrcmtrurt a. JJC. trug über Erdgeschichte vor und eine Mhrung m die Tongruben von Flörsheim und die Kalkbrüche von Hochheim Moß sich an. Den größten Teil der Woche füllten Borträge und Besprechung« über Volksbildungswesen aus. Lehrer Bolk-Offenbach behandelte die verschiedenen Zweige der Bildungsärbeit und Dr. Schilling- Groß-Gerau den Demvnstratwns- und Experiinentat- vortrag. Führungen durch das Stadelsche MnseuM iN Frankfurt (Prof Mannheimer), durck das römisch-germanische Museum in Mainz mit Vortrag von Direktor Schuhmacher, sowie ein volkskundlicher Ausflug nach Trebur (Pfarrer Korell- Königstädten: Aus der Kaisergeschichte Treburs) erfolgten am Montag, Donnerstag und Freitag nachmittag. Dren^ag abend veranstaltete Lehrer v. d. Au-Guftavsburg , einen Beethovenabend Ein Lichtbildervorttag von Dr. Schilling über das deutsche Mlderbuch fand Donnerstag abend statt. ,Erstag nachnv um 3 Uhr erfolgte der Schluß der Akademie, wobei Marrer Fuchs für die Ueberlassung des Pfarrhauses und allen Vortragenden warmer Dank abgestattet wurde. Männer aller Berilfsstande betonten ihren festen Willen, ttotz aller Schüvierigketten, die sich einer neuttalen Mldungsarbeit entgegenstellen, treu an der guten Sache zu arbeiten. Im Laufe des Winters wird eme Zusammen- kimst der Akademiemitglieder ftattfinden, wobei die Jugendfürsorge besprochen werden soll. Besonderer Dank gebührt dem Rhem- Mainischen Verband für Vollsvorlesungen für feine finanzielle Unterstützung und dem Geschäftsfilhrer Lehrer Volk, dem geistigen Vater der Akademie. Ein Protokoll über die Verhandlungen, das in einigen Wochen im Buchhandel erscheint, wiid den Freunden aller Volksbildungsarbeit wichtiges Material geben. fc. Neu-Isenburg, 1. Oft. Auch hier ist wegen der Fleischnot von der Gemeinde ein Seefischmarkt eingerichtet worden. Am Freitag fand der erste Fischverkauf statt. Der Andrang der Käufer war so stark, daß schon nach einer Stunde die ganze Sendung verkauft war und Viele -u »Uße«, Wi* Schulstraße 10 befindet, wird am nächsten Donnerstag iw Hotel Einhoni wieder eine P r o b e st n n d e uach der Berlitzmethode erteilen Diese Methode, die nun fchou seit 1878 m der ganzen Welt'weiteste Verbreitung gefunden hat, ist eme Nachahmung des Prozesses, vermittels dessen ein Kmd naturgemäß die Mutt r- sprache lernt. Von der ersten Lettwn an W der Schüler während der UnterrichtÄkunden ausschließlich die Sprache, b^e er erlernen will. Der Schüler soll Grammatik, Literatur und Handelskorrespondenz lernen, ime jeher in seinem Lande diese Fächer erlernt. Die Berlitzmethode ist, wie es m Meyers Konversationslexikon, 4. Auflage M). XV. S. 185 heißt, die systematisierte Form der Erlernung einer siemden L-prache un fremhen Lande durch den wirklichen Gebrauch. ♦* Die Einfalt vom Lande. Em Korrespondent schreibt au8 Alzey: Dieser Tage kam eine Bäuerin in die Stadt und wollte einen im hiesigen K r e i 8 krankenhause liegenden Kranken besuchen. Auf ihrem Gange nach demselben kam sie an dem in der Nähe befindlichen runden Wafferturm der Eisenbahnstation vorbei. Sie ging an die Tür desselben, rüttelte mehrmals und begehrte Einlaß. Em hinzukommender Eisenbahnbeamter machte sie auf Irrtum aufmerksam und sagte: .Dort drüben ist ja daS KreiS- krankenhauS." Die Bäuerin erwiderte ganz naw: ^Ach nee, deß iffeS net, des iS jo viereckig.* — Au, au!! ** .Derselbe", lieber die mißbräuchliche und in 99 von 100 Fällen ganz überflüssige Anwendung deS Fürwortes „derselbe" ist schon viel Tinte und Druckenchwarze — leider mit wenig Erfolg — verspritzt worden. Und doch wurde manche Rei>- m.inch° wissenschaftliche Arbeit °n : ra« an ,» der Sprache sehr gewinnen, wenn der Redner bezw. Verfasser den unnüken Ballast über Bord ivürfe. Wie unschön erst eine Häufung dps Fürwortes ist, dafür zwei Beispiele, -so fcnck» sich m entern Aufsatz eines viel gelesenen Münchener Mattes folgendes Satz- ungetüm: „Bei der Taufe, die in der Kapelle ftandfnnd, lag das Kind zu Füßen eines goldgestickten Diwans, auf dem eme wunderschöne Frau ausgestreckt lag, die Mter des sel ben, und um das Kind kniete eine schirr von Franen die dem selben göttliche Verehrung zollte und dasselb e anbetete^ ^-k-n Vattr desselben verehren sie unerschütterlich als den wttder zur Welt gekommenen Erlöser^, Nne äUiche Dellmativn des Wcntes nimmt ein angesehener deutscher Gelehrter im Vorwort einer weitverbreiteten wissenschaftlichen Enzyklopädie vor^ Der Inhalt des. . . hat sich bei Beendigimg desselben so reich und mannigfach erwiesen, ftfrbia Cth cluber als notwendig erachtet wurde. Der großeii Mühe, den ■ selben auszuarbeiten, hat sich. - . unterzogen. 9'ur diese ; Bereitwilligkeit sei demselben . . der verdiente Dank aus- Mochen " In beiden Beispielen könnte das fürchterliche „der- unbeschadet der Deutlichkeit ledesmal enfroeber ganz ans- aelassen oder ersetzt werden und Swar durch das persönliche ober durch das besitzanzeigende oder durch das hinweisende J-ürwort. Klein-Linden, 1. Okt. Der Turnverein hielt qestern abend bei Gastwirt Hinterlang seine Hauptversammlung ab. Nach dem Jahresbericht deS Vorsitzenden Brandenburger hat sich der Verein m den letzten Jahren gut entwickelt, die Mitgliederzahl auf über 100 gestiegen Auch der Rechenschaftsbericht zeigt einen günstigen Abschluß sodaß man bald dem Bau einer Turnhalle naher »u treten gedenkt. Bei der Vorstandswahl wurde der erste Sprecher A. Brandenburger, der bereits 11 Jahre dieses Ehrenanit bekleidet, nahezu einstimmig wiedergewahlt, zum ersten Turnwart wurde Frey, zum zweiten F. Knapp/ zum Zeugwart Steinmüller, zum Rechner L. Will, zum L-christ- führer W. Fey und zum Beisitzer W. Ufer gewählt. Treis-Münzenberg, 1. Okt. Bei der gestern hier abgehaltenen Bürgermeisterwahl wurde der Landwirt Wilhelm Gorr IV. mit 26 Stimmen gewählt. Der seitherige Bürgermeister erhielt nur 23 Stimmen. Hungen, 2. Oft. Herr Geometer Kaspari, der älteste'Einwohner unserer Stadt, feierte gestern in körperlicher und geistiger Frische seinen 90. Geburtstag. Trotz dieses hohen Alters ist Herr Kaspari noch immer beruflich tätig. X Bleichenbach, 30. Sept. Gestern wurde der im vorigen Jahre angelegte Karpfenteich ausgefischt. Das Ergebnis war zufriedenstellend; etwa iy2 Ztr. Karpfen (durchschnittlich 1 bis IV, Md- schwer) wurden zu 65 Pfg. das Pfund verkauft und fanoen raichen Absatz. Die Besetzung des ausgesischten Teiches mit kleinen unverkäuflich gebliebenen Karpfen geschieht demnächst mit ca. 400 Stück. Melgershausen, 30. Sept. Sem hunder ah- rigeS Jubiläum kann am 18. November em Denkstein mWCHI -erger Str. 82. Frl. Krause. Herstellung von einigen d Kubümtr. Basalt-Bahu- er wird ein zuverlässiger 'Inttmjir im Besitz ein& fahrbaren echers ist, iür bald-esiicht. Mche ÄüdMtzrn unter n den Tieß Änz. erbeten. Sektion Giess» D.&OB.A.-Y. Donnerstage B;»,« 5. OtW»«' abends 8'/. Uhr «1*1* (im ®“!1Sl“lSW gS33*"* ü-i»atw.,erh.Ios.gr.Ausw. ytllulv. Samen m. 3 bi§ 3 M. Verin. Send. Sie nur Knibtatä mrtm einige 20 Zengen und zwei Sachverständige Ausbeuten 1903: tteit wo 214.25 243.62 152.50 260.75 225.12 Zeugen ging fcrörrr, daß neuerdings zwischen der Gräfin Mon- tignoso und ihrem früheren Gemahl ein Uebereinkommen dahin zustande gekommen ist, daß die Gräfin die kleine Prinzessin Monica am 1. Mai 1906 zurückgibt, wogegen ihr gestattet wird, ihre Kinder von Zeit zu Zeit zu Oest. Kredit .... 214.20 Deutsche Bank .. . . 243.70 Darmstädter Bank . . 152.80 Bochumer Guß . . . 260.50 Harpener Bergbau . . 224.80 Tendenz: Ziemlich fest. Erz-K uxe. F e r n i e. Angebot 4550, Nachsrage —. 225; 1904: 300. Märkte. Sandet und Verkehr. Volkswirtschaft. Berliner Börse vom 2. Oktober 1905. (Mitgetcilr von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 81/, Prozent. Anfangs- u. Schlußkurse. Arbeiterbewegung. Berlin, 2, Okt. Der Betrieb der großen Berliner Straßem b a h n wird trotz des Streiks derElektrizitätsarbeiter aufrecht erhalten und auch die Straßenbeleuchtung keine Unterbrechung erleiden. Tie Straßenbahn hat indessen ihren Betrieb auf einzelnen Linien eingeschränkt. Heute morgen sind Feuerwehrleute zur Dienstleistung bei den Elektrizitätsfirmen abkommandiert worden. Sie werden hauptsächlich als Kohlenschipper verwendet und verrichten die Arbeit in Zwikleidimg. Militärische Hilfe ist bisher nicht herangezogen worden. Die heute unter Vorsitz des Maqistratsrates von'Schulz fortgesetzten Einigungsversuche zwischen den am Streik beteiligten Elektrizitätssirmen und den ausständigen Arbeitern haben zu einem Ergebnis noch nicht geführt, da beide Teile auf ihren: bisherigen Standpunkt beharren. Schulz bezeichnete die Einigungsoersuche als vorläufig gescheitert und vertagte die Besprechungen auf u n b e st i m m t e Zeit. Heute früh war die Durchführung des Streiks unvollständig, doch rechne:: den Blättennetdungen zufolge die Arbeiterkreise darauf, daß morgen der Streik vollständig durchgeführt ist. Kericgtssaal. Darmstadt, 30. Sept. Das Kriegsgericht hat den Musketier KrauS von der 5. Komp. 118. Rgts. in Worms, der in einer Manöverlaune einen Befehl eines Gefreiten nicht befolgt, den Gefreiten mit Schimpfworten belegt und mit der Faust vor die Brust gestoßen hatte, wegen tätlichen Angriffs auf einen Vorgesetzten, Gehorsamsverweigerung und Achtungsverletzung zu zwei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt. 8ä. D a r m st a d t, 1. Okt. EinbrutalesSittlichkeits- verbrechen fand gestern vor dem Schwurgericht seine Sühne. Am Sonntag, 23. Jul: d. Js., abends gegen 7 Uhr, wurde im Walde nabe der Jdjeppen Allee" ein L:ebespärchen von drei Burschen überfallen, der Mann in die Flucht geschlagen und das Mädchen vergewaltigt. Einer der drei ist siüchtig geworden, die beiden anderen standen gestern vor dem Schwurgericht. Es sind der 29jährige Weißbinder Karl Trietsch und der 26jährige Taglöhner Heinr. Seibert, beide hier wohnhaft. In der Verhandlung, die unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattsand, wurden beide 9(n> geklagte schuldig befunden und zu je vier JahrenZuchthatis verurteilt. Zwei Monate Untersuchungshaft werden ihnen an- gerechnet. fc. Mainz, 1. Okt. Der 20jährige Heinrich Josef Madavid hatte im Mai, als er im Krematorium mit Aufräumungs- arbeiken beschäftigt war, die Gelegenheit benutzt, um 35 Kreuze zu demolieren, die Figuren des Gekreuzigten zu zerschlagen und als attes Eise>: zu verkaufen. Er wurde vom Schöffengericht zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Hanau, 28. Sept. Unter der Anklage des schweren Red Star Linie. Ter Postdampfer „Finland" der Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 25. Sept, wohlbehalten in New-Pork angekommen. Kunst und Wissenschaft. — Vom Darmstädter K u n st l e b e n. Heber Neuheiten und Neueinstudierungen des Hostheaters in Darmstadt wird uns olgendes mitgeteilt: Im Schauspiel stehen u. a. folgende Auf- ührungen in Aussicht: „Hedda Gabler"' und „Die Wildente von Ibsen, „Die Brüder von St. Bernhard" von Ohorn, Sudermanns Schauspiel „Stein unter Steinen" und eine neue Tragödie „Berg des Aergernisses" von Dr. Lilienfein, ferner das Lust- piel „Sein Alibi" von Wolter und „Der Helfer" von Philipp:. In der Oper find in Vorbereitung die Werke „Boheme" von Pnccini, „Feodora" von Givrdano und „Die Abreise" von d'Albert. Neu einstudiert werden zunächst „Tristan und Isolde" von Wagner, „Der Barbier von Bagdad" von Cornelius, sowie die Mozart-Opern „Jdomeneo", „Titus" und „Cofi fan tutte" gegeben, die alsdann mit den anderen Repertoire-Opern des Meisters Vereint, im Januar, zu Mozarts 150 jährigem Geburtstag im Zyklus erscheinen sollen. — Das Programm des Richar d Wagner-Vereins für die Wintersaison lautet: 20. Okt.: Karl Hallwacbs, Hugo Wolf-Abend: 1. Dez.: „Das Wesen der musikalischen Romantik" lvon Bach bis Debussy), Vortrag mit Erläuterungen am Klavier von Dr. Otto Neitzel aus Köln; 15. Dez.: Johannes Brahms-Wend von Dr. Ludwig Wüllner aits Köln: 25. Jan: Feier von Mozarts 150 jährigem Geburtstag (27. Jan.); 8. Febr.: Beethoven-Klavierabend von Edouard Risler aus Paris: 15. Febr.: Vortrag von Professor Henry Thode aus Heidelberg: „Die tragische Bühne von Bayreuth"; 29. März: Kvnzert des Münchener Knim-Orchesters; 23. April: Franz Liszt-Abend: 7. Mai: Arnold Mendelssohn-Wend. — Schußmittel gegen die Gefahren der Elektrizität. Wie uns das Patent- und technische Bureau von M Holland in Dresden mitteilt, setzt das Komitee der Mailänder Ausstellung 1906 eine Prämie von 5000 Lire für einen einfachen und handlichen Apparat aus, welcher die Elektrizitätsarbeiter vor den Gefahren schützt, die ihnen bei der Arbeit durch die Berührung der Konduktoren erwachsen können. m -Xx* haä o fie ”ni natür(icb St. Vinzenz starb ein in Heldenbergen in Arbeit stehender, «L aus Sachsen stammender Mann, namens Ltn d N e r, an einer Grund zu der Mordtat befiagt, gab sie an,, daß sie mrt 'wem Kopfwunde, die von einem Schuß herrührte. Lindner Mann in schlechten Verhältnissen lebte und sich wurde in der Umgebung von Heldenbergen bewußtlos auf» $eIb LÄs^Elt^Müll?? d^Anllag^wälnend'Herr Rechts- gefunden. Da er nicht mehr zum Bewußtsein kam und keine Bopp "die Verteidigung übernommen hatte. „ Zur Angaben hinterließ, so ist nicht möglich, festzustellen, wie der "" ..... —k Mann zu der Verwundung kam. Stuttgart, 2. Okt. Vor dem hiesigen Schwurgericht stand heute die Änllage gegen den sozialdemokratischen Landtagsund Reichstagsabg. Keil wegen Beleidigung des Königs v 0 n S a ch s e n zur Verhandlung, die in einem am 23. Dezember 1904 erschienenen, auch in mehreren anderen sozialdemokratischen Blättern wiedergegebenen Artikel, betitelt „Die Königin auf d e m S ch u b'", gefunden wurde. Als Zeugen waren erschienen Generalmajor von Griegern, Polizeipräsident Köttig von Dresden und Polizeiinspektor Unger von Dresden, die übereinstimmend aussagten, daß die Gräfin M 0 n tign 0 s 0 bei ihrem unerwarteten Besuch in Dresden in durchaus korrekter und angemessener Weise behandelt worden sei, was diese auch in einem Dankschreiben an den Polizeipräsidenten ausdrücklich anerkannt habe. Trotzdem gelangte das Gericht zu einem frei- sprechenden Urteil hauptsächlich deshalb, weil der Angeklagte Nachweisen konnte, daß er besonderer Umstünde halber den Artikel vor seinem Erscheinen nicht gelesen hat. Aus den Aussagen der Zeugen ging hervor, daß neuerdings zwischen der Gräfin Mon- sehen. Leipzig, 2. Okt. DaS Reichsgericht verwarf die Re» Vision des Propstes Malzt zu Worms, der bekanntlich vom Landgericht Mainz am 10. April wegen SittlichkeitSverbrechenS zu einem Jahre Gefängnis verurteilt wurde. Neiße, 2. Okt. Das Kriegsgericht der 12. Division verhandelte gegen die Unteroffiziere Hentschel uni» Zahn vom 6. Pionier-Bataillon wegen tätlichen Angriffs gegen einen Vvrgefetzten. Der Angriff wurde auf einen Käse r n e n p v st e n verübt, der nach § 3 des Militm-Strafgefttz- buches als Vorgesetzter zu betrachten ist. Das Urteil lautete aus 1 Jahr 6 Monate Gefängnis und Degradation bei so- fortiger Verhaftung. Kisenkahn-Ieitung. — Eine neue Einrichtung für Schnellfahr^ versuche wird zur Zeit im G r u n e w a l d bei Berlin bei der dortigen Hauptwerkstätte errichtet. Die neue Versuchsstelle bedarf jedoch nicht der dort fehlenden freien Strecke. Die zu prüfenden Lokomotiven arbeiten unter Volldampf, bleiben aber an einer und derselben Stelle. Man kann sich die Einrichtung ungefähr so vorstellen, wie bei den Wettläufen zwischen Pferd und Radfahrer auf den Spezialitätenbühnen. Die Lokomotive ruht ebenfalls auf Rollen, der Reibungswiderstand der Achsen kann durch Reibungsbremsen vermehrt werden. Arbeitet die Lokomotive, so muß sie nicht nur den Widerstand der Drahtrollen, sondern auch den der Bremsen überwinden, ohne daß sie sich von der Stelle bewegt. Die Schnelligkeit der Lokomotive, der Widerstand der Drahtrollen, sowie der Bremsen läßt sich genau berechnen, um daraus Schluffe auf die Leistungen der Lokomotive zu ziehen. Besondere Instrumente werden für die Meffung der Zugkraft, der Temperatur der Feuerkisten u. f. w. auf gestellt. Das Probefahren der Maschinen auf freier Strecke kann dadurch immerhin nicht vollständig ersetzt und muß deshalb beibebalten werden. Die neue Anlage im Grünewald wird nach den Plänen des Geh. Regierungsrats Professor v. Borries ausgeführt. Schon auf der Weltausstellung in St. Louis war ein derartiger Prüfungsstand in Betrieb. Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 2. Oktober 1905. (Nachdruck verboten.) . Man schreibt uns aus Leipzig: Klägerinnen sind eine ?vrau K. aus Kleeberg und deren unmündige Tochter. An: -0. Januar 1902 war der Gatte der Frau K. t ö 11 i cb Peru n g l 11 cf t. St. befand sch in Begleitung eines Bekannten auf der Nachhausefahrt in seinem von ihm geleiteten Wagen. Als er die von der von Butzbach nach Ufingen führenden Chaussee abgehende Straße nach Klee- berq einbiegen wollte, muß er bei der Dunkelheit m zu Bogen gefahren fein; denn wie die Spuren zeigten, hatte sich das Gefährt einer Böschung genähert, um bann diese h t n a b = z u st ü rzen. Der Begleiter des K. hatte geschlafen und fand sich, nach mehreren Stunden erst wieder zur Besmnimg kommend, unter dem Wagen vor; neben ihm lag K. tot. Die Klägerinnen machen dem KreisFriedberg den Vorwurf, daß er entgegen einer hessischen Verordnung die gefährliche Straße n t cf) t mit eng aneinander gereihten Pappel bäum en von der steuen Böschung abgegrenzt habe. Verlangt wird m der SUagc eine jährliche Rente von 1200 Mk. an die Witwe des Verunglückten. Das Landgericht Gießen nahm an, daß sich K. infolge Der Dunkelheit und des Schnees geirrt habe, ein Verschulden seinerseits am Unfall nicht vorliege. Die Klage wurde deshalb als berechtigt anerkannt. Das Oberlandesgericht Darmstadt erkannte den Anspruch nur zur Hälfte für berechtigt an, da der Verunglückte bei der Dunkelheit an der gefahrvollen Stelle absteigen und das Pferd führen konnte. Beide Parteien hatten gegen dieses Urteil Revision eingelegt. Das Reichsgericht kam auch zi: einer Aufhebung des Urteils und wies die Sache zur besseren Klärung u ochmals an das Oberlandesgericht z u r ü ck. — . . _ R. B. Darmstadt, 3. Okt. __ riebt bat sich heute mit jenem fitauha.n aubnrvrd cm einem 11 jährigen Kinde -u beschäl legen, der Ende Mai in Offenbach von einer Frau verübt touTDc und weit über die Greirzen der Stadt hinaus große Er wgunq hervorric. Als Täterin ist von der Polizei b-e 31 jähr, genau des GlcnerS Josts Lou, geb. Kat. Bruckner aus Lampert- c *'nr;llClt 'r*'TvC1Jö ivkicke cic . ..tsetzliche Tet auch bereits ein- zeii. in ui Hai. Im _«s. Ma: d. I. hatte die Keine Rosa Lückert jOTeinwun mit ihrem Mtf DM). Fleck in Ofienoach JahpeL- xanagti tur den Sereux „Eeres" anzukassieren, sie tarn aber geladen. __ Bon der Haftpflicht der Kreisverwaltung sür gefahrvolle Straßen. Gießen, 3. Okt. Marktbericht. Auf heutigem Wockenmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. 1.00—1.15 Mk., Hühnereier 1 St. 7—8 Vfg. 2 Stck. 00—00 Pfg., Gänseeier 15—00 Pfg., Enteneier 6—7 Pfg., Käse pr. Stck. 6—8 Pf., Käsematte 2Stck. 5—6 Pfg. Erbsen pr. Liter 21 Pfg., Linsen pr. Liter 32 Pfg., Tauben pr. Paar 0,80—0,90Mk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse vr. Pfd. 70-00 Pfg., Ochsensteisch pr. Pfd. 72—82 Pfg., Kiih- und Rindfleisch pr. Pfuno 70—72 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 76—86 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 90 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—80 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—76 Pfg. Welsche per Pfund —.— Kartoffeln pr. 100 Kg. 5,00—0,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,00—8,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Aepfel per Pfund 10 bis 30 Pfg., in Körben 00 Pfg., Nüsse 100 Stück 35—40 Pfg., Zwetschen per Zentner 6—7 Mk., Birnen per Zentner 8 bis 10 Mk. Weißkraut 0.10—0.15 Mk., Marktzeit 8-2 Uhr. Gießener ^ndwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 4. Oktober 1905: Anhaltend kühl, allmählige Aufheiterung. Nähere.' durch die Gießener Wetterkarte. den Vlänen deS Geh. Baurats Profeffor Jacobi. — Der .Kleine Tannenwald- wurde von dem Landgrafen ^.udwtg Friedrich in der Mitte deS 18. Jahrhunderts angelegt. Die Partie am Teich mit ihren Laubgängen und den prachtvollen Bäumen gehört zu den schönsten gärtnerischen Schöpfungen welche die hiesige Gegend aufzuweisen hat. Die -andgrafin Elisabeth baute im Tannenwald eine Meierei. Bemerkenswert sind die von verschiedenen Fürstlichkeiten im Parke auf* gestellten großen Schmuckoasen. — Von allen Garten, welch die Homburger Landgrafen angelegt haben, ist der „Kieme Tannenwald« der einzige, welcher im Besitze der Krone verblieben ist, alle übrigen, wie der Englische Garten, Gustav- qarien, Accatimn 2c. sind in Privatbesitz übergegangen. RB. Frankfurt, 1. Oktober. Die unter dem Protektorat der Prinzessin Friedrich Karl von Hessen s ehende .Internationale Ausstellung für Kochkunst, Hotel- und Wirtschaftswesen-, verdient die Bezeichnung einer internationalen Ausstellung im vollen JJ aJ . wenngleich ja naturgemäß das Hauptkontmgent der Aussteller sich aus Frankfurtern rekrutiert. Die Jnternationalitat wird besonders dadurch dokumentiert, daß eme (stoße Anzahl Der berühmtesten Köche ober gastronomischen Schriststelleni auS Paris, London, Genf, Luxemburg, Zürich, Berlin, der Küchenchef deS Königs von England herbeigekommen sind Hessen ist leider nur sehr schwach vertreten. Die Ausstellung^ist veranstaltet vom Frankfurter Gastwirteoerem und dem Internationalen Verband der Köche" und fuhrtnicht nur die dekorative Kochlunst, sondern auch die praktische Küche vor Augen. Sie zerfällt in drei Hauptteile mit über 400 Aus- stellungSnummern und den interessantesten Teil für das große Publikum bildet zweifellos die dritte Abteilung, der gastronomische Prunksaal. Hier sind von einer Anzah hervorragender deutscher Küchenmeister prachtvolle Produkte der dekorativen Kochkunst und Konditorei zur Schau gestellt, mächtige Schüsieln und Aufiätze mit den delikatesten Braten, Hummern, Fischsorten, Geflügel, bis 2 Meter hohe Tafelaufsätze künstlerischer Art aus Fett- und Stearinmaffe, Blumen- dekorationen aus Baumtorte 2c. Ganz hervorragend ist hier neben den großen Frankfurter Firmen und Küchenmeistern auch der Zweigverein des Internationalen Verbandes der Köche in Mainz vertreten, dessen Präsident, Herr Gutmann, geradezu kulinarische Wunderwerke geschaffen hat, wie die Russische Uors-ä'osuvrs-Schaukel, ein Chaudfroid von KrammetSvögeln u. a. m. Sonst sind hier aus Heffen nur noch die beiden Großh. Hofköche Heinrich Pieper und JuleS Psrard aus Darmstadt mit dekorativen Schüsseln vertreten. Der Hauptvorzug dieser Abteilung ist, daß die schmackhaften Schaustücke täglich durch frische ersetzt werden, fodaß sie immer wieder ein anderes Bild zeigt. Die beiden Übrigen Abteilungen enthalten Rohmaterialien für die Küche und Nahrungs- und Gemißmittel aller Art und Küchen-, Hotel- und Wirtschaftseinrichtungen, Maschinen 2c. In der Haupthalle begegnet man den Pavillons bekannter Nahrungs- niittelfabriken und Handelsfirmen, wie Georg Scheyeler- Frankfurt, Hohenlohe-Kaffel, C. H. Knorr-Heilbronn, Compagnie Liebig, Emmericher Warenexpedition, auS Heffen Konservenfabrik Helvetia-Groß-Gerau, Robert Rückes und Haffemer-Bingen, Karl Rondholz-Egelsbach, Heinrich Fischer- Jugenheim, Hassia-Mineralbrunnen-Vilbel, Joh. Eberhardt- Worms, A. W. Heil-Butzbuch 2c. In der Abteilung für Fachliteratur hat Ernst Lorenz (Hotel zur Traube, Darmstadt) ein hochinteressantes Sammelwerk von internationalen Hof- und Hotel-MenuS ausgestellt, das auch einen bedeutenden geschäftlichen Wert besitzt. Wir finden darin die Krönungs- MenuS Kaiser Alexanders HL, Kaiser Nikolaus II., Philipp Louis von Frankreich (1846), das Menu zum 60jährigen Jubiläum der Königin Viktoria 2c., sowie Menus bei zahlreichen weltgeschichtlichen Anlässen und in den verschiedensten Herstellungsarten, Kupferplättchen, Holz, Kork, Seide, den mannigfaltigsten Papiersorten, Prägungen, Malereien, Handschriften :c. Am interessantesten sind die zahlreichen Menus bei Festessen Kaiser Wilhelms II., die sämtlich in deutscher Schrift und ausschließlich deutschen^ Speiftbezeichnissen aus- geführt sind. — Eine originelle Einrichtung bilden die täglichen Musterspeisen der konkurrierenden Köche, deren Leistungen im Hauptrestaurant mit Originalweinen der Aussteller verabfolgt werden. X Krofdorf, 1. Okt. In der abgelaufenen Woche kam das inmitten unseres Dorfes gelegene alte Schul- gehöft zur Versteigerung. Dasselbe hat Jahrhimderte hindurch als Schule gedient und fast alle Bewohner von Krofdorf haben darin zu den Füßen einer Lehrerfamilie ge- feffen, die nahezu ein Jahrhundert hindurch das Schulamt verwaltete. Im Laufe der Jahre erwies sich die alte Schule für unsere amvachsende Gemeinde zu klein und es sind deshalb zwei weitere Schulgebäude mit je zwei Klassen entstanden. Wetzlar, 2. Okt. Heute morgen 6 Uhr ereignete sich auf dem Bahnhof Löhnberg ein bedauerlicher Unglücks fall. Ter auf der hiesigen Röhrengießerei beschäf- ttgte Arbeiter Ludwig Weber von Niedershausen wollte den nad) Wetzlar fahren den Zug besteigen, bevor derselbe an seinem gewöhnlichen .Haltepunkt angelangt war. Plvtz- nch setzte sich der Zug wieder in Bewegung und der schon halb auf dem Trittbrett stehende Arbeiter fiel von dem Zuge herunter und kam so unglücklich unter denselben zu hegen, daß ihm der linke Arm an der Schulter und die rechte Hand über dem Gelenk abgefahren wurden. Ter Verunglückte, der vor kurzem sein 49. Jahr vollendete, besitzt eme ^,-rau und zwei Kmder. Er wurde mit demselben Zuge, tPn..ian leine ^Arbeitsstätte bringen sollte, in die Gießener Amik ubergefügt (Wetzl. Anz.h 2 Ter bisherige Kurator der Uni- rrTL. ^berregierungerat Dr. Steinmetz wurde aus Anlaß seines Uebertrittes in den Ruhestand zum Wir k- lrmen Geheimen Oberregierungsrat mit dem Range^emes Rates erster Klasse ernannt._________________ DerOffcnbacher Raubmord vor Gericht. Höchste Schlachtviehpreise in F r a n f f u r t a. M. Fleischpreise in Gießen Ochsen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 80—85 Mk. 7, Kg. Schlachtgew. 86—90 Pf. 7o 11 » 74 „ 7, Kg. 72-82 Pfg. 7, , 70—80 , 7, , 76-86 „ Getreidepreise in Mannheim Brotpreife in Gießen Weizen 100 Kg. 18.25 Mk. Roagen 100 Kg. 15.90 Mk. Weißbrot 2 Kg. 52 Pfg. Schwarzbrot 2 Kg. 48 Pfg. Zleischpreise in Sietzen Ausbeuten lge "* ,/, Kg. 72-82 W 1/ , 70-80 , grotpreife in Gießen &SÄ«*) as- u. L0 1.70 1.80 1.50 L.80 wt »g. für Schnellsahr" ald bei Berlin bei der leue Versuchsstelle bedarf recke. Die zu prüsenden , bleiben aber an Man kam sich die Linden Wettläufen zwischen itenbüfjnen. Die Loko- lkeibungsw,'-erstand der rehrt werden. Arbeitet Widerstand der Draht- munden, ohne daß fi< nt der Lokomotioe, der emsen läßt sich genau svmgm bet MomobDt v. fät b\e Wr tu V to. aufgeftellt. TaS je tarn dadurch immer- halb beibebalten werben, ach den Plänm des Seh. Sqefiihrt Schon auf der rartiger Prüfungsstand in Schlußkurse. 2112a 243.62 152.50 260.75 22512 h und Frucht und vrotpreife 5. ' ® >Se "9 mö' "*> • 3t9.- "U*. gehalten» c? vas ein Beitra In. Qt 'N Arbeit ?,e Lindn„ ’ *c' Mrfe.' Lind? *•«...V; ZSr LU m-S atln^ontiS?' ’ k ^^J’efe auch in °uÄMcklich <^ . J? e'nem frei. Weil der Anoeksa/,^ ^halber den AE ^btn Aussagen^ feinet ®bn* m6fintU?*l'01RTntn Reute S^n, "ückgtbt, wogegen « 8ext 8Htt5 W verwarf die «e» ' er bekanntlich vom ittlichkeitSverbrechenS zu ber 12. Division ntlZel und Zahn ien Angriffs gegen 'Uwe auf einen Ka- Es Militär-Strafgese^- Das Urteil lautete auf ld Degradation bei so- s'7O—72 ÄS" 2/ Plund Pr* ßsund -«rt ^„00%; ft »Ö* 's.»'«"' 6<9D* s 1Ä c Sd Q *-» Q sr 3 w tH an er. 3 =?l c Q 3 — — •e rs *3 2 — ao- <5 ez <5 L 3 ZZ p -ZK 4- ‘p C E .CQtS^ c — o o £ P o_ *5^ Z- l-> . *• H Z - U 5ö? = - - § - CK— Itj p p g p -— Cd Q 'TS ■— o P Q P O ^>Pfc O c CK TD Z- -22*p-po /=> I P S? § t<^ 5? ort - 3 cß - CK# L- G — p "T» .2 Q <3--— (9^— L) g- pS £ O P j-# L.—-p >2 _ . r-* _T- -J-« ES - E£ —' C.— _ CD p c*a" = oW ^--<2 c 8 s A 2 „gp -5 35,2 §«a « O p <- O -C L.------- . P P o 30 p " p 8 s « -^2 g — -P O rp iO o 05 C ^2 -I ,rD :* p § p CJ Zr: art art ort art p <51 v» P _O o CD a P CD pr £ 3 «’S 3 er. •SP <3 D S5P <3 L an ar? P c 3 VD ■£ 00 o M --xh , «D 3 Zr z «* ‘ZT 'S -N .-r» r-t «* »P CtZD <» . S . P 3 o «LS 31 Gv O> 3 P VP c an K-r an p o®: CD L>^ g1 tp-t^ p^( 5v :« o $-, UL C7 3 » ^-Öan P*3 ° P 3 •“ CP Q 0 — 0 — ° TT*-' o c o p l3_ P- p o 2 ’S o P «c E CD 3 P -ti P o -Z"«-p v ^.K L ■—. u— Ä T> P p QO C !—wO ^7- «• 8 3 o = ä> o JO —• p p p p o C o o CD CD . . TS e> P P e-» "o nn -P *-» sxs p L Pp? T *b O .L^up T® 3 -S t3^ — ijP3 -« an

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