Nr. 129 Zweites Blatt. ISS. Jahrgang ffifofeMw WiSr ^Anzeige, viermal wöchenürch betgelegt Der Bf |O5 fek, g R vA El ^xZ'l Ü O1 bL M M N. VI CanööUr* erschetm moruuUch einmal» v Nr w Q # ▼ Nyr Xf ® y W' 'v V' Samstag 3. Juni 1905 RolattonSdruck und Verlag der Vrühllch« Untoerfltätsbruderet 9L Lang«. Vietze», Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulst?. Lei. Nr. 6L Lelegr^Udr. i Anzelg« Vietze», General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Aer Krieg. Der nennte Bericht des Admirals Togo, der am 1. d. Mts. in Tokio einging, lautet: „Jwate" und „3afitmo" melden, daß keine russischen Schiffe zwischen Torischima und Schanghai seien. Kontreadmiral Chimamura meldet, daß sein Flaggschiff „Jwate" die „S cherntschnn g" am Nachniittag des 27. Mai auf 3000 Meter Entfernung stark beschaffen und zweifellos zum Sinken gebracht hat. Die Gefangennahme NoschdjestwenLkiS. Nach einer Depesche des „Daily Expreß" au5 Tokio belichtet ein Offizier von dem Untergange des „Borodino^: Die Geschosse von dem japanischen Linienschiff „Schikischima" begannen die „Borodino" gleich nach Beginn des Kampfes zu treffen. Ein Schuß von der „Borodino" traf die „Schikischima". Roschdjestwenski kam darauf an Bord der „Borodino" und leitete den Kampf. Die Schlachtschiffe „Schikischima" und „Fudschi" eröffneten gemeinsam das Feuer. Ein Geschoß schlug in die Geschützbank der „Borodino". Von der Mannschaft lagen Dutzende tot und verwundet umher. Durch zwei andere Geschosse wurden die beiden zwölfzölligen Geschütze der „Borodino" außer Gefecht gesetzt; 18 Mann wurden getötet. In der nächsten Stunde glich die „Borodino" einer wahren Schlachtbank. Es zeigte sich denn auch, daß Noschdjestwenski verwundet war. Er wurde, wahrend die unbeschädigten kleinen Geschütze weiter feuerten, an Bord eines Torpedobootszerstörers geschafft. Die Japaner kamen näher heran und feuerten sämtliche Geschütze ab. Die „Borodino" geriet in Brand und zog sich unter dem Feuer von 8 japanischen Schiffen, da- von den noch brauchbaren Geschützen der „Borodino" erwidert wurde, zurück. Die „Borodino" sank tiefer und tiefer, fuhr aber fort, verzweifelt zu kämpfen, obgleich alle Hoffnung vergeblich war. 400 Mann waren getötet oder verwundet. Nachdem ein japanisches Torpedoboot gesunken war, wurde die „Borodino" von der ganzen Flottille der feindlichen Torpedoboote angegriffen. Durch eine Explosion wurde die „Borodino" zum Kentern gebracht. 40 Mann wurden gerettet und an Land geschafft. Rassische Schiffe in japanischen Diensten. London, 2. Juni. Nach Meldungen aus Tokio sollen die erbeuteten Schlachtschiffe „Orel" und „Nikolai" nur leicht beschädigt und bereits mit japanischen Mannschaften in Dienst gestellt mord en sein. Die Japaner rücken in der Mandschurei vor. Petersburg, 2. Juni. General Linewitsch meldet §em Kaiser unter dem 31. Mai: Die Japaner begannen am 2 9. Mai vorzurücken, indem sie unsere Truppen in dem Tale des Tzinkheflusses, drei Werst vor dem Fenchulinpasse, an griff en. Das Tal blieb in unseren Händen. Am gleichen Tage wurde eine Bande Chunchusen 30 Werst südwestlich von Kherasu in der Umgebung von Jknetchen durch die Freiwilligentruppen zerstreut. Ein Teil der Chunchusen wurde getötet. Die Wat im rnffischen Publikum wegen der furchtbaren Niederlage findet nicht allein in Reden der größten Erbitterung Ausdruck, sondern auch, wir nachfolgender Vorfall beweist, in offenen Demonstrationen. Die Fahnen-Kompanie einer Flotten-Abteilung zog eine Petersburger Straße mit klingendem Spiel entlang. Das Publikum drängte sich herbei mit lautem Ruf: „Es wäre zeitgemäßer, anstatt luftige Weisen, einen Trauermarsch zu spielen". Daß in Petersburg ein großer Ausstand auSgebrochen ffi, der sehr gefahrdrohend ist, teilen wir unter „Rußland in Sturm und Drang" mit. Alle Blätter außer „Swjet" fordern Frieden um jeden Preis. Die materielle Einbuße, die Rußland durch die Seeschlacht von Tsuschima erlitten hat, wird auf 300 Millionen Rubel geschätzt, davon entfallen 140 auf die untergegangenen Schiffe. Das Pariser Journal meldet aus Petersburg: In einem außerordentlichen Ministerrat, dem auch mehrere Großfürsten beiwohnten, sei die Notwendigkeit eines Friedensschlusses anerkannt worden, doch sei fein Beschluß betreffs Nachsuchung eines Waffenstillstandes gefaßt worden. Auch soll der Zar Befehl gegeben haben, die Abfahrt des 4. baltischen Geschwaders zu beschleunigen. Diese Flotte kann jedoch nur Bedeutung er» halten, wenn sie sich mit der Schwarzen Meerflotte vereinigen könne. Diesbezügliche Gerüchte zirkulieren mit großer Bestimmtheit. Auch in Konstantinopel zirkuliert das Gerücht, Rußland beabsichtige ernstlich die Frage der Durchfahrt der russischen Schwarzen Meerflotte durch die Dardanellen aufzuwerfen und sei entschlossen, etwaigen Einspruch Englands zurückznweisen. Eine engere englischstapanische Allianz? Der englische Minister für auswärtige Angelegenheiten, ^andsdowne^ hielt bei der Konferenz der konservativen Partei eine Rede, worin er ausführte, weder England noch Japan habe daran gedacht, das Bündnis zwischen beiden Ländern aufzuheben. Die einzige Frage wäre gewesen, ob das Bündnis in der jetzigen Gestalt fortbauern solle oder ob eine engere Allianz abgeschlossen werden solle. Rußland po 't vergeblich in Frankreich an. London, 2. Juni. Der „Daily Chroniele" meldet, /aß die russische Negierung im Begriffe war, in Frankreich eine Anleihe von 6 00 Millionen Franes aufzunehmen; deren Abschluß hatte am 30. Mai stattsinden sollen, doch veranlaßten die Berichte über die russische Niederlage die französischen Finanzleute, sich von dem beabsichtigten Geschäft zurückzuziehen. Volttische Tagesschau. AuS Anlaß der Schneider-Außsperrung wird uns geschrieben: Wer die Zwistigkeiten zwischen den Arbeitgebern und Arbeitern mit aufmerksamem Blick verfolgt, kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß bei drohenden Streiks Aussperrungen der Arbeiter häufiger als seither eintreten. Bei näherer Ueberlegung ist es auch weiter nicht verwunderlich, daß die Entwicklung diese Richtung nimmt. Wie von einem Streik nicht die Rede sein kann, wenn die Arbeiter nicht organisiert find, so kann auch eine Aussperrung von Arbeitern nicht veranstaltet werden, wenn sich nicht die Arbeitgeber zu einem Verbände zusammengeschlossen haben. Da nun die Arbeitgeberverbände in den letzten Jahren einen großen Aufschwung genommen haben, so ist es erklärlich, daß die Arbeitgeber bei Forderungen der Arbeiter, die sie als unbegründet ansehen, mit der Aussperrung vorgehen. Denn dadurch verhüten sie, daß der Streik zu einer Zeit ausbricht, in der er ihnen am ungelegensten ist, d. h. während der Hochsaison. Wie ferner von den Arbeitern mit Sympathiestreiks vorgegangen wird, so kann man heute auch allerwärts von Sympathieaussperrungen hören, die zu dem Zwecke veranstaltet werden, die Gewerkschaftskassen zu erschöpfen. Je mehr die Verbände der Arbeitgeber und Arbeiter erstarken, desto mehr wird die Entwicklung dahin führen, daß die kleineren lokalen Streiks verschwinden und an ihre Stelle gewaltige Kämpfe zwischen den gegenseitigen Organisationen treten. Sobald in einer Stadt eine bestimmte Gewerkschaft den Streik proklamiert, wird der zuständige Arbeitgeberverband größere Aussperrungen vornehmen in der ganzen weiten Umgegend. Anfänge dieses Systems haben sich in der Praxis schon gezeigt. Dadurch wird die Häufigkeit der Ausstände sich vermindern und Tarif- oereinbarungen werden in größerer Anzahl getroffen werden. Die8 würde in noch viel weiterem Umfange geschehen, wenn die Parteien sich mehr als bisher entschließen wollten, vor den Einigungsämtern der Gewerbegerichte zu verhandeln. Unter einer unparteiischen Leitung wird eine Einigung unter den streitenden Parteien viel leichter erreicht. Deutsches Reich. Berlin, 2, Juni. Großfürst Michael Alexandrow itsch traf heute mit Gefolge hier ein, vom Kaiser in Begleitung des Kronprinzen und der Prinzen Eitel Friedrich, Adalbert und August Wilhelm empfangen. Der Großfürst nahm in der russischen Botschaft Wohnung, wohin ihn der Kaiser geleitete. — Der Kaiser verlieh dem Großfürsten NikolausMichailowitsch den Schwarzen A d l e r o r d e n. — Dem kranken Freisinnsführer Eugen Richter bringen bekanntlich die Sozialdemokraten keine freundlichen Gefühle entgegen, weil er der schärfste Kritiker der zukunftsstaatlichen Phantasien gewesen ist. Das Blatt des Genossen Franz Mehring aber entblödet sich nicht, in Ausdrücken gegen Eugen Richter vorzugehen, welche nur die tiefste Verachtung dieser sozialdemokratischen Kampses- weise Hervorrufen können. Die „Leip;. Dolksztg." überschreibt einen Artikel gegen Eugen Richter: „Ein Strolch noch im Sterben." — Gestern abend starb nach kurzer Krankheit infolge einer heftigen Lungenentzündung in Charlottenburg der Zentrums-Abg. Stötze! im 70. Lebensjahre. Er vertrat seit 1877 im Reichstage den Wahlkreis Essen und war feit 1885 Mitglied des Abgeordnetenhauses für den Wahlkreis Koblenz-St. Goar. — Der Entwurf eines Reichserbschaftssteuer- Gesetzes wird zurzeit im Reichsschatzamt einer Umarbeitung unterzogen im Sinne einer allgemeinen Abschwächung. Der Entwurf hatte dem preußischen Finanzministerium zur Begutachtung Vorgelegen und war dort auf mehrfache Bedenken gestoßen, denen nunmehr Rechnung getragen werden soll. Insbesondere soll die vorgesehen gewesene Besteuerung der Deszendenten wieder fallen gelassen werden. Jena, 2.'Juni. Die deutsche Anarchisten-Kon- ferenz, die zu Pfingsten nach Wendgen-Jena einberufen worden ist, wurde von der Behörde verboten. Ausland. London, 2. Juni. Unterhaus. L-wd Newton lenkt die Aufmerksamkeit des Aauses aus den neuen Vertrag m 11 ® f «• ghaniftan, durch den England nicht mehr erreichte als unter dem früheren. Rußlands schweres Mißgeschick in Ostaften habe seine (Bteflimg in Mittelasien nicht beeinträchtigt. Unterstaabs- iefretät für Indien Batli bestätigt die Erklärung Vatf-mrs über den Bau russischer strategischer Bahnen. Wenn NNr die Politik fortsetzen, fi-eundNche Siebungen mit Afghanistan zu unterhalten, ohne d'esem Lande unsere Aufmerksam keil en zu sehr Mifzudräng'M, werden wir alles erreichen, was totr im Auge haben. Wir werden ferner fremden Macht eine Einmischung gestatten. N"ch hinterer Dcbotl» erlist Lord Lans- downe das Wort. Hauptpunkt des W .-muten § sei, daß die auswärtigen Angelegenheiten Afghanistans unter Englands Leitung und Kontrolle stehen sollen. — Der Sultan ließ den Gesandtschaften in Tanger den Wim sch nach Berufung einer i n t e r n n t i n n alen.marokka- Nischen Konferenz anzeism, und bis zum Eintreffen der .Antworten der verschiedenen Regierungen alle Per Hand- l u n g e n sowohl mit deutschen als auch französischen Sonde rgesandl schäft abbrechen. Für den Fall, dnß die Mächte den Gedanken einer Konferenz begünstigen sollten, wird die Zurückziehung dieser Missionen erwartet. Ms Ort der Konferenz loirb der Sultan Tanger vorscUagen. Rom, 2. Juni Bei der Himm-lfahrtK-Proklamation in Bari stürzte sich ein Anarchist aus den Ka rd i n a l G a l l o und stieß ihm einen Dolch ins Gesicht. Es entstand eine .große Panik, bei der das Kreuz hnh ,m*irrere Heiligenbilder zertrümmert uni) die Geistlichen zu Boden geworfen wurden. Budapest, 2. Juni. Das YlbgeordnetenhauS nahm mit', großer Mehrheit einen Antrag Kossuths auf Schaffung eines auto« nomen ungarischen Solltarifs an. — Zeitung-sm^ldungen zufol.-re ist das Kabinett, Fejervary bis ans einige Lücken^geb^det. Die formellen Entscheidungen erfolgen anfangs nächster Woche. Das Kabinett ist berufen btt Geschäfte z.u führen, bis im nächsten Herbste der Boden iür eine Verständigung' und für neue Konstellationen vorbereitet ist. Madrid, 2. Juni. Nach einer Blättermeldung war eine c artistische Erhebung in Catalonien in Vorbereitung. Die Ovg-anisatton soll bis in das Ausland hinein feine politischen Machenschaften y.i veranstalten versucht haben, wodurch bet Erfolg der Reise des Königs von Spanien sehr verringert worden wäre. Es gelang aber den Behörden rechtzeitig, daL Komplott M entdecken und zum Scheitern zu bringen. Schwurgericht. th. Gießen, 8. Juni. Gestern vormittag wurde daS Schwurgericht der Provinz Oberhessen für das II. Quartal d. I. eröffnet. Der Gerichtshof war gebildet aus dem Vorsitzenden, Landgerichtsrat Prätorius, und den Beisitzern, Landgerichtßräten Schmeckenbecher und Neuenhagen. Verhandelt wurde unter Ausschluß der Oeffentlichkeit gegen den verheirateten, 42 Jahre alten Land- und Gastwirt Georg Grein von Romrod wegen Sittlichkeitsverbrechens, begangen an einer geistesschwachen Person. Die Geschworenen bejahten die Schuldfrage, worauf der Gerichts!', f den Angeklagten zu 1 Jahr Zuchthausstrafe verurteilt'' welche als Zusatzstrafe zu einer von der Strafkammer ausgesprochenen aus 6 Monate Zuchthaus reduziert wurde. Aus Stadt und Land. Gießen, 3. Juni 1905. \ ** Personalien. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog haben dem Architekten Ebhardt zu Berlin-Gnmewald das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipp« des Großmütigen verliehen. — Heinrich Wilhelm Röddiger zrr Darmstadt wurde zum Bureaugehilfen ernannt ** In der Gemälde-Ausstellung am Brand sind von heute an neu ausgestellt: eine Kollektion von 21 Gemälden von W. Besig-Rom, sechs Aquarelle von A. Mangold-Darmstadt, sowie Werke der plastischen Kunst in GyvS, Bronce und Terracotta von E. Beyer-München und W. Fritsch-Berlin. Die gegenwärtige Ausstellung um^ faßt über hundert Gemälde und Kunstwerke. • * DaS Promenadenkonzert fällt morgen aus. • * Flugfeuer. Gestern vormittag gegen 11 Uhr geriet, wie man uns mitteilt, wieder einmal, wie im vorigen Sommer so überaus häufig, der Eisenbahndamm, und zwar besonders an der Herberge „zur Heimat", in helle flammen. ES wäre sehr zu wünschen, daß die Heizer der Lokomotiven größte Vorsicht namentlich innerhalb und in der Nähe von Ortschaften nehmen. * * Bezirkstag der mittelrheinischen Bezirksverwaltung des deutschen Techniker-VerbandeS. Wir weisen auch an dieser Stelle auf die Einladung deS Technischen Vereins Gießen zum 17. Bezirkstage der Mittel- rheinischen Bezirksverwaltung des Deutschen Techniker-Ver-^ bandeS hin. Die Verhandlungen finden am morgigen Sonntag von 11 Uhr an im Neuen Saalbau (Steins Garten) zu Gießen statt. • • Verunglückter Radfahrer. Bei einem AuS- finge von Marburg über Gießen nach Braunfels rannte ein radelnder Lokomotivführer von Marburg auf der abfallenden Straße an einer Kurve in voller Fahrt gegen einen Baum und blieb bewußtlos liegen. Passanten veranlaßten feine Beförderung nach Gießen. Der Verunglückte hat einen schweren Beinbruch und anscheinend eine Gehirnerschütterung erlitten. • • Die oberhessische KornhauS - Genossenschaft hat, wie man uns mitteilt, den Bau eines Kornlager- hauses an der Station Burg-Nieder-Gemünden beschlossen. Die Erbauung wird in aller Kürze begonnen. * * Besitzwechsel. Witwe Rusag, Frankfurterstraße 39, verkaufte ihr Haus an Karl Seibel, Frankfurterstraße, für 38 000 Mk. — Kalkwerkbesitzer Stadtverord. Aug. Gabriel kaufte ein hinter seinem Werk liegendes umfangreiches Terrain für 35 000 Mk. «Ti Lich, 2. Juni. Gestern nachmittag 1 Uhr sand im Saale des Gastwirts I. Stein die theorettsche Gesellenprüfung statt. Die Prüfung wurde von Hochbauaufseher Hübner geleitet. Jeder Prüfling mußte zwei Aufgaben rechnen und einen geschäftlichen Aufsatz schreiben. Dann fand die mündliche Prüfung statt. Es hatten sich 23 Prüflinge gemeldet; zwei davon fielen schon in der praktischen Prüfung burch, 19 Prüflinge gingen mit der Note „gut bestanden", 2 mit „bestanden" ab. Dem Gewerbe nach waren eS 4 Zimmerlente, 3 Maurer, 2 Weißbinder, 6 Schreiner, 2 Glaser, 2 Schlosser, 2 Schmiede, 1 Wagner und 1 Schneider. Nach Beendigung der Prüfung hielt Lehrer Alt eine Ansprache an die Junggesellen. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Glasermeister Scherff, dankte den Meistern, sowie den Lehrern für ihre Mühe und Arbeit und überreichte den Junggesellen unter Handschlag die Gesellenbriefe. w. Bad-Nauheim, 2. Juni. Wie wir hören, beab- sichtigt der Prinz von Wales zur Kur hierher zu kommen. Es sind bereits mit dem Besitzer des Kaiserhoss' Herrn Haberland wegen Wohnungen Verhandlungen gepflogen iporbcn. ' Schotten, 1. Juni. Gestern feierte Rendant W. Wolfschmidt das 5l)jährige Jubiläum als Rechner der Kirchensonds Winger^nausen und Eichelsachsen. Geh. fRe*' gierlmgsrat Schönfeld überreichte ihm daS von Sr. Königs 1. mit dem Kennwort: Foyer die Hälfte sämtlicher Logenplätze Parkett steigen um 7 Ztm. an. oes Bühnenbildes der V ü h n e n - Der ' .'<1 lnnmen solle. 2. 3. 4. 'Hohett dem Großherzog verliehene Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen; er verlas ferner em den Jubilar ehrendes Schreiben des Kirchenvorstandes zu Breungeshain. Von vielen Seiten gingen dem Jubilar Glück- Zum Schlüsse trat das Preisgericht noch in eine Prüfung der Frage ein, welche Stellung des Theatergebäudes auf dem Grundstück empfohlen werden sollte. Nach eiugchender Erörterung an Ort und Stelle kam man zu der Ueberz"ugung, daß sowohl die Lage parallel zur Südaulage, wie auch diejenige parallel zum Neuenweg praktisch möglich ist, sowohl bet Anlage eines geschlossenen Baues, wie bet der Anlage eines durch die seitliche Lage des Kulissenmagazins gruppierten Baues, da letztere bei beiden Richtungen d^r Hauptachse in die Nähe der Johannes- straße gelegt werden kann. .... . Da jedoch die Entscheidung' über die Wahl des auszufubrenden Projektes noch offen ist, weil keiner der Entwürfe unmittelbar zur Ausführung reif ist, und eine genaue Absteckung des Baues auf dem Bauplatz hiernach zunächst nicht angebracht erschien, beschloß dis Preisgericht, diese Frage offen zu lassen und ein Urteil über die Stellung des Bailes nicht abzugeben. ungünstig liegen. Die Bankreihen im wunschknndgebnngen zu. )( Stockheim, 2. Juni. Die 32 Jahre alte Frau eines Unternehmers des Stockheim-Vilbeler Eisenbahnbaues, Namens Meister, erhängte sich heute gegen 8 Uhr morgens am Fensterkreuz ihrer Wohnstube. Ein Schlosser mußte ihr vorher die Tür gut verschließbar machen. .Alsdann beging sie die Tat, vor welcher sie ihre 2 kleinen Kinder mit der Anweisung weggesandt hatte, Jie möchten sich Zuckersteine kaufen. Ein kleines Kind war noch in der Stube. Vorübergehende sahen die Frau am Fenster hängen; der Tod war aber schon eingetreten, ehe betrügen aus und diskontierte sie. Als die Fälschungen — es handelte sich um eine Gesamtsumme von etwa 12 000Mk. — ans Tageslicht kamen, brach der Konkurs über den Angeklagten herein. Nach der Behauptung des Verteidigers hat ihn seine eigene Frau, von der er jetzt geschteden lebt, • Eine Million Mark für ein gebrochene- Eheversprechen. In England und Amerika sind Klagen auf Schadenersatz bei einem gebrochenen Eheversprechen nichts seltenes, den Rekord dürfte aber Frau Katharina Poillon erreicht haben, die von dem wohlhabenden Newporker Sportsmann Gould Brockaw eine Million Mark als Entschädigung für ein nicht gehaltenes Eheversprechen verlangt. Frau Poillon ist eine sehr hübsche junge Witwe, und es ist ohne weiteres verständlich, wenn Herr Brockaw sich in die Dame verliebte. Aber er will sie nicht heiraten, während sie behauptet, daß er ihr die Ehe versprochen habe. Der Fall kam, wie aus Newport geschrieben wird, jüngst zur Verhandlung und endigte mit einem Vergleiche, nach welchem Herr Vrockaw der Dame die Summe von 120 000 Mk. zahlt. * Erdbeben in Skutari. Nach Berichten des ,W. T. B." ist in Skutori ein heftiger Erdstoß verspürt worden. Tie Erdstöße beschädigten fast sämtliche Häuser derartig, daß sie unbewohnbar geworden sind. Viele Gebäude sind eingestürzt. Das mohantedanische Viertel Bakelik ist vollkommen zerstört. Bis jetzt sind 102 Leichen geborgen worden; 250 Verwundete wurden sestgestellt. Die ganze Bevölkerung lebt im Freien, teilweise unter Zelten. ♦ Ein Roman aus dem Tiroler Dorf der Weltausstellung in St. Louis. AuS Innsbruck wird unS geschrieben: Von St. Louis ist folgende Nachricht hierher gelangt: Kürzlich fand die Vermählung von Kenneth H. Bailey, Sohn eines Londoner Millionärs, mit Fräulein Klothilde Burger, einem Blumenmädchen aus dem Alpendorfe der Weltausstellung, statt. Damit findet einer der neuesten Romane der ganzen Ausstellung sein Ende. Ter junge Bailey war der Verwalter der Ausstellung einer Londoner Gesellschaft, deren Präsident sein Vater ist. Als er einst mit einer Gesellschaft von Freunden das Alpendors be- silchte, näherte sich ihm Fräulein Burger mit einem Blumenstrauß, ihn zum Kaufe einladend. Der junge Millionärssohn verliebte sich auf den ersten Blick in das Mädchen und nach langen Kämpfen mit den ihre Einwilligung verweigernden Eltern fand nun die Vermählung des interessanten Paares denunziert. . * Kleine Tageschronik. Die große Oparin Pitts, bürg geriet bei der Nachmittagsvorstellung in Brand, Publikum blieb ruhig und verlieh das Theater, das nieder- brannte. — Ein Marbira-ser ©tubierenbet namenä . 'Srefler ans Bremen, ter feit einigen Tagen fehlte, ist in tenJMpeu abgestürzt und hat feinen Tod gefunden. — Die Erkrank, imgen infolge des Genusses non verdorbenem F l e t f ch m Obgleich zur Verbesserung , . lußboden etwas geneigt angelegt ist, erscheint doch die gewählte Steigung der Bankreihen als nicht ausreichend Die 177 Besucher des 1. Ranges verteilen sich aus zwei Prosceniumslogen, 10 Seitenlogen und 5 Bankreihen I im Hintergründe. Für die Logen sind die Sehlinien günstiger wie bei den Parkettlogen. Für die 238 Personen des 2. Ranges sind in seitlichen Umgängen Garderoben von je 15 Meter Länge günstig angeordnet. Für die B ü h n e | ist bei der geforderten Prosceniumsbreite von 9 Meter! eine Breite von 18 Meter gewählt, die mit Rücksicht auf die genügender Deckung wegen erforderliche Prospektlänge! von 13 Meter etwas knapp erscheint. Bei der vorhandenen 1 * * * Tiefe von 10 Meter wird es nur mit Einschränkung gelingen, 4 vollständig aus gestattete Gassen zu entwickeln. Die Hinterbühne hat eine Breite von 13 Meter nnb eine Tiefe von 5,30 Meter und besitzt hierdurch den Vorzug, daß die auf der Hauptbühne benutzten Prospekte auch auf der Hinterbühne unmittelbar aufgehängt werden können. Während die Bühnentreppen vorschriftsmäßige Größe und Lage h,.. o—-/-..y-.., . „ haben, ist bei den die Bühne umgebenden Korridoren statt man in§ Zimmer eindringen konnte. Die Frau stammt aus der vorschriftsmäßigen Breite von 2 Meter nur eilte solche Berlin. von 1,60 Meter vorgesehen, auch fehlt an einer Seite dieser fc. Frankfurt a. M., 2. Juni. Gestern nachmittag Umgänge die massive Wand, da Eisenfachwerk an dieser wurde in Seckbacher ^marfmig d-r 80jährige S^hben- ^°lle E zulässi^ist. Jn jj von 1*50 Mk. beraubt. Die Räuber entkamen. tischer Weise als Tageskasse brauchbar gestaltet ist, an. Kleinle Mitteilungen aus Hessen un. c> d eit er^cn Obergeschoß liegen an den Bühnenumgängen Nachbarstaaten. DasPlarrbaus in Heuchelheim ai|? jeder Seite eine Chorgärderobe und 2 Solistenzimmer. in diesem Herbste fertiggestellt werben. Es enthalt 11 große ^aume, . . für Statisten und die Wohnung des Haus- deren Zahl arb=r.?*,r*r?l“5^"n9 beä °ro6en Spc’$ tneifterä sind in bett Keller verlegt. Das Orchester baut noch um 2 vermehrt werden 3 Meter unter die Bühne ein und reicht für 40 Mitglieder “,Öö-w'T'if./VÄhne'pv?etflrf 0,80-1,80 WIL, Enten pr. Stück 1 80—9 9om{f Eönse or. Pw. 55—65 Pfg., Ochsenfletsch nr. Pfund 70—80 PUn. Kub- und Rindsleisttz pr. Pfund 62—68 Big., Sclnveine- fleikh pr. Pfund 60—76 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 80 Pfa.. Kalbfleisch vr. W 70-74 Pia., bautmelsteisch pr. Pfund 50-76 Pta. Karlokelu pr. 160 Kg. 6.50-7,00 N.k., Zwiebelnpr. Ztr 8 00-10.00 All.. Alileb per Liter 20 Psg... Newel per Ze-Mu 0 bis 0 Alk., in Körben 00—00 Pta. dilis'e 100 St. 00- bü Pfg. Zwetscl'en per Zentner 0.00- 0.00 Mk. Bnucn per Zentner 6 bis 0.00 Alk. Weißkraut 0.10-0.15. Marktzett 7-1 llbr. le. Frankfurt a. 'DL, 2. Jumt. v e u- und Strotz- nt a r k t. Heu kostete bellte Alk. 3.00 3.40, L trotz Mk. 2.30 bis M. 2.45. 9(Uc£> per 60 Kilo. Teudeuz: in Heu sehr flau, in Stroh s e st. , Erz"Knre. bas F e r n i e. Angebot 3050, Nachfrage 3000. Ausbenten und Zu- büßen, 1903: 225; 1904: 300. Der Verwsser ist bePrebt, durch schlichte, der Formen- Märkte. welt derAntike e u t l e tzn te V e h a n d l u u g 'ciu£rriy.ron» ßUcftcu 3 Zuni. Marktbericht. Auf tzeutigem Woctzenmarll fen ein" monumentale Wirkung SU erreichen und fteincrt , . . Butter^ pr. Pfd. 0.90—1.05 Mk., frübnereier 1 St. 5—6 Pfg. diesen Eindruck an der Vor der front durch einen 3 Meter ~ f g0—00 Psg., Gänseeier 15—00 Psg., Enteneier 6—7 Pfg.. Käse hoben F-rgurensrjes, durch das Motiv eines großen Laalstnster. Cl'ck.6—8Ps.. Käsewatte2Stck. 6—6Pfg. Erbsen pr.Liter 21 Psg., für das Foyer und dnrch figürlichen Sclimuck der Roallte an den 32Pfg ^outzenpr.PaarO,80- O.OOAck.,Sülmerpr.St. Ecken und am Mittelbau. Di- Formgebung gestattet eine um»I tunenm. .uex ~ v nA --- sangreick)e Verwendung von Verbleudsteinen und zu Hunden der Kosten eine Einschränkung des Werksteins. Neber bie Gesamterscheinung des Theaters, die von dem Landläufigen wesentllch crbweicht und Öriginalitäi anslrebt, waren die Meinungen statt. • Daß sein Weib ihm zum Verhängnis wurde, behauptet der jetzt in Leipzig wegen Wechselsälsch- ung zu 2 Jahren Gefängnis verurteilte Dr. Huberti. Der Verurteilte ist ein intelligenter und äußerst fleißiger Mann gewesen, dem nach seiner Schilderung seine eigene Frau zum Verhängnis wurde. Seine Frau, einst eine gefeierte Schönheit, wurde von ihm vergöttert, ihr zuliebe arbeitete der stark idealistisch und phantastisch veranlagte Mann mit abnormer Kraft. Als er sich dann später in seiner Frau bitter getäuscht sah, geriet er in Verzweiflung. Er füllte, wie er behauptet, ,im Zustande nervöser Abspannung und geminderter Zureehnungsfähigkeit" Blankowechsel, die er seinen Schülern diktiert und von ihnen batte akzeptieren lassen, mit Geld- geteilt Im übrigen z-iat auch dieser Entwurf, wie Entwurf 1, Jo f ulkt das Preis glicht aus, eine geschickte ssiaud bei der Disposition des ZuschanerhauseS und der Bülmenraume, sowie Erfahrung bei d r Durchbildung der erforderlichen Belrtebsanlageii; auch hier wird b°r Verfasser ohne Schwierigkeit b : bemängelten Stell"N seines Entwurfs einwandfrei, gestalten niten. Das Preisgericht entschied einüunmig, da?, 1 n m 111 cl) c EntwurfeMängel und Verstünc gegen die D.ßimmnngen des Proa-'n'ws anfwen n und daher ein erster Preis nicht zur §ie gntwii fe für die ßrvauung eines Die gewählte Stilform ist der italienischen Stadliüeaters in Rieften. Renaissance und dem Barock entnommen und q nach dem Urteil der Preisrichter, soweit dies die Sorbet» liegen, o. i. |rönt erkennen läßt, im allgemeinen gefällig angcwendet, Wie aus einer heutigen Bekanntmachung der Burger- toenn eine charakteristische Hervorhebung wichtiger Meisterei zu ersehen ist, werden die eingereichten 4 Ent- ^nie und Bauteile zu vermissen'ist. Der Maßstab auf würfe nebst dem Urteil des Preisgerichts von^ Sonntag, ben ^rijaiiteit der Vorderftont lagernden Figuren ist ver- 4. bis Samstag, 10. Juni von vormittags 10 bis nachm. I =e^It unb beeinträchtigt die Gesarnwirkuntg. Ueber dem 1 M;r und nachm. von 3—6 Uhr im Sitzungssaale der Stadt- sind flache Dächer angeordnet, die für das verordneten öffentlich apsgestellt .. Gesamtbild nicht in die Erscheinung treten, während das Das Urteil des Preisgerichts liegt nun gedruckt Bühnenhauses zwischen zwei kräftigen Giebeln vor. Für den verhinderten Preisrichter Kommerzienrat ^.„eigt ist Ter Ausbau wird däher in seiner Gruppierung Heyligen st ae d t wurde als Ersatzmann Stadtv Sch a ss- Bühnenhaus zu stark betont erscheinen lassen und nicht ftäbt gewählt, welcher die Wahl annahm und sich sofort einheitlich wirken Die Verwendung von .Verblendsteinen an der Sitzung beteiligte. Landgerichtsdirektor Bücking &ei ber ^wählten Architektur ausgeschlossen. Iw übrigen erschien infolge dienstlicher Verhinderung etwa V2 Stunde bic G^stimtdisposition die Hand emes erfahrenen nach Beginn. Kommerzienrat Heich elheim mußte wegen Theaterbaumeisters erkennen, dem es unschwer gelingen geschäftlicher Abhaltung nach etwa zweistündiger Beratung L üicIe bcr gerügten Mängel abzustellen, wenn hicr- die Sitzung verlassen. Ans Vorschlag de_ Lperbürgermeisterv bur(j. bci. Entwurf auch an vielen Stellen wesentlich umwurde Stadtbaurat Kullrich-Dortmund cmftimimg zum gearbeitet werden muß. Vorsitzenden erwählt. S5?ir cnMehmen dem Urteil des Preisgerichts noch die Aus- Es waren rechtzeitig emgegangen die Entwürfe: führungen über den E n t w v r f 4 (Kennwort,.,5 strahliger L>tevn", .Thalia", ! von Prof. Dülfer herrührend-L Die Eintrittshalle ist 11 Meter .Zwei Welten", breit und 7 Meter tief: 2 Meter tiefe Windfänge und eine .Semper", I ausreichend bemessene und mit einem guten Bürgersteig ver- ,5strahliger Stern" I sehene Unterfahrt liegen vor derselben. Au die Eintrittshalle I ftpvirfmet schließt sich der Umgang des Parketts, der an bcr Hinter wand des 9 ^Rei der alädann erfolaten Vrüwna der Entwürfe in- Zuschmierraums den Bestimmungen entgegen mir eme Breite von ^ei Der lUsoann ersoigren ^u^ung oer ^rwurw rn Meter aufweist, während er an dieser Stelle mindestens bezug aus deren Vollständigkeit ergab pch, daß allen Ent- breit sein münen. An den Seiten des Zuschauer- wursen Schaubilder und dem Entwurf 2 eme Ansicht sind bi- Umgänge 5 Meter breit und enthalte auf ieder der Rückseite des Bühnenhauses beilagcn, die im Aus- §cite 14 Meter nnb 2 Meter tiefe Garderoben, die Übersichtschreiben nicht verlangt waren. Es wurde deshalb beschlossen, sich imb praktisch sieg-n. An die Garderobm schließen sich nach diese nicht verlangten Zeichnungen von der Beurteilung der Bübne zu die Toiletten für Herren und Damen. und von der öffentlichen Ausstellung auszuschliehen. 3n- Das Parkett ist für 385 Zuschauer bestimmt,. ^lche sich aus folaedessen wurden diese Zeickmunaen entfernt 15 Bankreiben nnb 9 mi der Rücksest-' des Raumes liegende Loaen . 0 Hierauf wurde so leistt es üi dem gedruckten Urteil in verteilen. Die Ausgänge von-den Bankreihen liegen zweckmäßig pieraus wuroe, so yeigr es in oem georuaien iirieii, rn Garderoben gegenüber und wwden eine sckr-nelle eine Prup-ng der Kostenüberschlag- emgetreten, welche sol- ßnufcS itiiV eine schnelle tofertigimn an bcu gendes Ergebnis hatte: Der umbaute Raum für Entwurf I (Garderoben ermoaliwen. Die Steigi'ng zwischen den einzelnen wurde auf 22 624 Mm. festgestellt. Bei Entwurf 2 fehlte Bankreihen de§ Parketts beträgt 1'2 Zentimeter nnb ist als recht der rechnerische Nachweis des umbauten Raumes. In der günstig zu bezeichnen. , , durch oas städtische Hochbauamt bewirkten Vorprüfting! Für die Besucher des 1. Ranges sind im Umgang des Par- wurde der umbaute Raum auf 24 800 Mm. ermittelt. Bei ketts offene Treppen angeordnet, die den Charakter emer so- Entwurf 3 ist der umbaute Raum vom Verfasser mit genannte Dielentreppe tragen und oben wiederum frei in den 27 340 Mm. richtig angegeben. Bei Entwurf 4 fliegt das ^Die^^l75^Sitzvlätze des 1. Ranges verteilen sich auf Zuschauerhaus mit sejuen Umgangen unter einem ach, und Profteninmsloaen, 12 Sciten'loaen und 5 Ba-nkreihen an ber der gesamte umbaute Raum betragt 2o 500 Mm. Rückseite Der Verfasser zieht seine Rangansladnng hinten auf Für die im Preisausschreiben verlangte Bauausführ- $ Meter zusammen und erreicht auf diese Weise für die vorderen ung erachtete man einen Einheitspreis von 18 für 1 Mm. Mätze der Logen verhältnismäßig günstige Setzlinien. , Das umbauten Raumes für erforderlich. Außerdem mußte für! Foyer ist 11 Meter breit imb,9 Meter tief und hübet mit bem größeren architektonischen Aufwanb bei Entwurf 1 ein Zu- anschließenden Umgang einen cinheitlich benutzbaren Ranm, der »Lach KL |U, bi. fei L»»U.I 1 "I gÄ-SÄS'lSSÄ “Ä 420000 Mk., bei Entwurf 2 auf 458 800 Mk., bei Entwurf s .1 Qltf(}' einen Eingang bezw. Ausgang in auf 492000 Mk., bei Entwurf 4 auf 459 000 Mk. Mit Vorderfront Die Anlage ist praktisch und übersichtlich. Das Rücksicht auf bie Bestimmung bes Programms, wonach bie Zuschauerhaus gestaltet der Verfasser mit, einer stark ansteigenden Baukosten bie Summe von 400 000 Mk. möglichst nicht über-«Decke, in deren ungefähren Mittelpunkt em Oberlicht von 4 Meter . llIlüt:n Ui|Viuu vix> w-«uiiw v ----z—v steia-n sollten, hielt bas Preisgericht bei sämtlichen Ent- Durchmesser, das reichlich Tageslicht einz-ulaßen im stände ist, Bororwn L e i p z i g s haben mm auch auf das Stadtgevttr würfen bie Baukosten für vroarammgemäß, wenn auch der angeordnet ist. Im übrigen t)erfprt^^^ bcr nacl) (i5ernt>griif.en. & inb dort 12 Personen zum Teil schwer er- Mptzrtzotraa nnn (rntmiirf 3 die Owenie des znlässiaen fast si in er Form und Ausdildung eine aünstige akustilche Wirkling, Insgesamt stellt sich letzt d^e ')ahl d.r Bergistungs l Mehrbetrag von Omtwurf .3 Die Owenze Obs zmaoigen Die Bühne hat der Verfasser 11,40 Meter lang und 19/0Meter n1cf,T als 150, davon sind bislang 3 10dli ch v-ickaufen. übersteigt. Hiernach war es nicht erforderlich, einen ber ermöglicht bei diesen Maßen sowohl eine Die Fleischermeister Möbius ui Möckern und Walter in Entwürfe von bem Wettbewerb auszuschließen. beoueme Unterbringung von 4 Gass n, wie auch genügend Platz Matzen, aus deren Geschäften das verdorbene Fleisch geholt Bei der Einzelpr üfung der Entwürfe ergab sich seitlich der 13 Meter breiten Prospekte. . worden ist, wurdm verhaftet, aber wieder auf treten folgendes: Der Entwurf 1 )Kennwort „T halia"; wie Von den für die Buhne verlangten Nebenräumen, liegen an gesetzt. Möbius ist jetzt wieder in Ha ft genommen, sich später heraussteNte, von Fellner u. Helmer in I vorschriftsmäßigen Treppen nnb Umgängen auf^dcr einen Seite Walter ist flüchtig. Mehrere andere Verhaftungen sind teils wwn in der Mitte der dem Emgang gegenüberliegenden Seite Ackern Slnsbai, W-t ber Verfasser an allen Stellen die sichtet Worten. - In Neuendorf ('Bommern) ereignete liegt. Da für den AbendverLauf eme Storung des Parkett- l forderlichen Dächer Ueber Zuschauerranm imb Umgang lnnweg s:^h ein schw-nes Unglück, (nn Arbeiter hatte ein verirrtes A r - publikums burch bie vor ber Kasse wartenden Personen Nicht s^rt er in einer Breite von 27 Metern ein mächtiges Sattes- ^llerie-Geschoß, gefunden, das er in ferner ,WohnuW ausgefchlossen erscheint, und die Wege des von der Kasse zu dach, aus dem in zylindrischer Form mit einem stumpfen Kegel- auseinanderznnehmen 1^1111^ Dabei explodierte das Geschotz, den Eingängen nach den Rangtreppen strömenden Pu- dach versehen das Oberlicbt für den Zuschauerranm herausragt, ^r wurde getötet, z'ne, Kjnd'r und ein-, lncg verlc g. blikums sich mit denen der Parkettbesucher kreuzen, er- Das Satteldach schließt der Verfasser nach der Vorderfront mit Ä dem Eingang zum Vestibül wird fiir bedenklich erachtet, Es - ** * " wäre besser gewesen, das Vestibül um diese Stufen zu senken und sie vor die Eingänge zu den Wandelgängen und den Rangtreppenhäusern zu legen. Im Zuschauerraum sind anschließend an die Prosceniumslogen je 3 Logen zu 4 Personen vorgesehen. Außerdem sind in 16 Sitzreihen 360 Sitzplätze angeordnet. Durch die Lage der Logen wird der erste Ausgang für das Parkett ziemlich weit zurückgeschoben, sodaß aus diesen Ausgang 9 Reihen mit insgesamt 89 Personen auf jeder Seite angewiesen sind Wenn auch die Lage der Logen in der Nähe des Prosceniums akustisch richtig erscheint, so wird doch wegen des ungünstigen Sehwinkels und wegen des beschränkten Raums der Logen etwa 1 ‘ '* •ii'5N ber KZ! bQjj r» nes Ale H ftb,c by: S^tere LZK ÄL ° l'nd fii„qtn ,prc^n nichts la ^oinone!; LEports. ^Näbtciunq nb f§ iR ohne ' b'e?mne !äM Re bt. «nfethmt, ' ®«l)anb[un!1 ’WStoimt Men be§ ^piirt worden. u^r derartig, ' Gebäude find W ist voll- n .^borgen Die ganze Be. ?n. ft Dors der Innsbruck wird Nachricht hierher i von Kenneth mit Frön- chen aus bem nit findet einer sein Ende. Ter ung einer Son* x ist. AIS er »dlhendors be* einem Blumen- ige Millionärs« ! Mädchen und ng verweigern« Fanten PaarcS Verhängnis i WechMsch- öuberfi. Der lei&iget Slaim ene Frau zum ririerir ^Du- mit abnotmet Frau bitter ge« üüte, wie er bc« und geminderter feinen Schütt offen, mit W- , gsiidiunyn - efoa 1200056 r§ übet dm ft- - Lerteidigcrs h°t Clrr m Pittt- gtoub' X dos *’ -JnßW V*wB !L Die Erkrank- äW ® whS -M- Mtften it WU& f'^mkd'Z i ein venN^huM n << Aurd°^""^"' ^•¥«56 gt. &"6 ö(i(e ''f n, nl V* Sport. — Der Süddeutsche Rennfahrer-Verband veranstaltet am Pfingstmontag in Giesen auf dem Sportplatz an der Haardt ein internationales Berufsfahrrennen. Als Hanptnmnmer gelangt ein internationales Stundenrmnen mit Motarschrittmacher mit dem Titel ,.Groü^r Breis von Offeß-'n" zum Ausivag. Das Nennen ist mit 600 Mark f.300, 200. 100) dotiert. Das Neun Programm umfaßt f^ner noch ein Mat^r- rennen über 10 Kilometer sowie 3 Fliegerrennen. Sämtliche Nennen . sind nur für Berufsfahrer offan. Der Borland steht mit einigen b^utm^n D"">'rr'''''r"rn in Eingesandt. /Flur T-orm und Inhalt aller unter di u 'r Rubrik st senden 9IrfiM übernimmt die Redakt'"" d"'" ^"Witm g7genüber keinerlei Verantwortung.1 Ziesten, den 2. Juni. Heute nachmittag spielten mehrere Jungen am Eingang Aer Grabenstraße non der Babnbosstraße aus Kußhall, ohne ans die Passanten im aeringsten Rücksicht zu nehmen, toierbei wurde eine die Straste pgisierende ö'ltere Dam«' von dem Ball empfindlich getrogen. Au? Vorhalt ecklärte eii'er der Buhen: „Hier dürten wir Tustball spielen." Venn die l'etr. Eltern nicht soviel Einsicht besitzen, ihren Kindern ein solche? Spiel aul ostener Straste zu untersagen, so wäre es erwünscht, dast die Polizei ihr Augenmerk darauf richtet. H. K. Telephonischer Kursbericht Frankfurt n. )!., 8^2% Reichnanleihe . . 101 55 3"/' do. ... 9045 3