Nr. 2 Zweites Blatt. 155. Jahrgang Dienstag 3. Januar 1905 triein) IBgfiö mli vuSnahm« bei VrmntogS. Die „Ätefifner LamlllendtStter" werden dem ^Anzeiger otermai wöchentlich beigelegt. Der ^hilfsich« Landwirt- erjcheinl monatlich einmal. Kch«r Anzeiger Rotationsdruck und Verlag da Brüht Ich« UntDerfttät8t)ruderet R. Lange, ©tefetn, Redaktion. Exyeditton n. Druckerei? Schulftr.!. Let Nr. 61 Lelegr^Adr.» Anzeiger Dietz«» General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen BoMifche Tagesschau. Dorsengesetz. Mit einer gewissen Spannung sieht man in interessierten Kreisen der weiteren Entwickelung entgegen, die das Börsen- gesetz nun nehmen wirb. Vorerst hat es nicht den Anschein, als ob die Acnderungen der 9iooeUe den Umfang annehmen würde, den man für eine wirtliche Besserung resp. Verbesserung im Sinne der Börse erwartet. Bei der Negierung mag jetzt endlich das Versländns für die Notwendigkeit einer Umgestaltung voll erwgcht sein, aber nicht die Energie, sie den kurzsichtigen und übelwollenden Gegnern der Börse und des mobilen Kapitals abzutrolzen. Es steckt viel Kraft und Intelligenz irx der deutschen Banktütigkeit. Nur ist zu befürchten, daß eine Fortdauer der schwierigen Verhältnisse, unter denen unser Bankierstand arbeiten muß, die Lebensbedingungen für die kleinen Betriebe noch mehr erschwert, als dies bisher ge- schehen ist. Will England Schutzzölle einsnhren? Seit einiger Zeit schon sind in hiesigen politischen Kreisen Gerüchte darüber im Umlauf gewesen, daß der Schatz- kanzler Austen Chamberlain im kommenden Budget einen Einfuhrzoll von 5 Prozent auf alle importierten Waren vorschlagen wirb, bie bisher nicht verzollt wurden. Weine, Spirituosen, Bier und Tabak sollen die alten Steuern behalten. Nach einer anderen Version soll der öprozentlge Einfuhrzoll nur auf Manusa kl urwaren erhoben werden. Tie „Pall Mall-Gazette", die sich sonst nicht mit Gerüchten abzugeben pflegt, veröffentlicht nun einen Brief eines Korrespondenten, den das Blatt als besonders gut informiert bezeichnet. Darm wird die erstere Version als die richtige angegeben. Der Schatzkanzler wurde nach der Richtigkeit der Meldungen gefragt, erklärte jedoch, er tonne sich vorläufig nicht über kommende Budgetfragen äußern. Es ist schon längst kein Zweifel darüber, daß Austen Chamberlain nut einem gehörigen Defizit vor das Parlament ^u treten haben wird. Die (Sinf om men ft euer hat bisher in diesem Jahre bedeutend weniger eingebracht als berechnet worben war. Andererseits scheinen aber allerdings auch die Ausgaben nicht so groß gewesen zu sein, wie man berechnet halte. Wie groß das Defizit sein wirb, laßt sich natürlich vorläufig noch nicht berechnen, man schätzt es auf etwa 5 Millionen Pfund. Immerhin ist eS sicher, daß bie Regierung auch in biefer Beziehung einen schweren Stand haben wirb, und sobald bas Parlament zusammen- tritt, dürfte es zu heftigen Kämpfen über diese Fragen, ebenso wie auch über die Frage der Fiskalresorm fommen. Ganz besonders aber erwartet man, daß die Regierung wegen der schlechten Bewaffnung der $lrtillerie und der unsicheren und unbestimmten F l o t t e n p o 111 i f heftig angegriffen werden wirb, bie m den unnützen Ausgaben für die begonnenen Einlagen am Firth of Forth wieder einmal recht klar zutage getreten ist. * Zm ungarischen Abgeordnetenhaus hielt Ministerpräsident Graf Tisza eine Ansprache, worin er die Neujahrswünsche der liberalen Partei erwidernd, sagte, das Kabinett betrachte es als heilige Aufgabe, die Wirksamteil des Parlaments auf eine dauernde Grundlage zu stellen. Leider erwicfen auch einzelne, bisher Libeiale der Obstruktion einen ungeheueren Dienst durch ihren Anschluß an bie Opposition. Die heterogensten Fratkionen der Opposition gegen die liberale Partei hätten sich mit zynischer Verleugnung ihrer Grundsätze verbündet, um die Arbeitsfähigkeit des Parlaments zu vereiteln. Der Verniiitclungs - Vorschlag Julius Andrassys sei diirchaus ungenügend, er würbe der technischen Obstruktion Tür und Tor öffnen und enthalte die nut den elementarsten Begriffen des Parlamentarismus völlig unvereinbare Bedingung des Rücktritts des Minisierpräsidenlen. Trotz des kolossalen Systems der Irreführung vertraue er auf die Wählerschaft. Gerade im gegenwärtigen kritischen Momente bedürfe es der ganzen Kraft der Station, um das zu erreichen, was ihr Ehrgeiz stets anstreben müsse, nämlich, daß in dieser Monarchie, der nun eine so große Aufgabe harrt und deren Bestand eine Lebensfrage für Ungarn bildet, der Schwerpunkt immer mehr nach Ungarn verlegt werde. Die Liberalen sollen diese Ziele der nationalen Politik mit aller Kraft vertreten und die Wähler mit derselben Auffassung durchdringen. (Stürmischer Beifall), * Südafrikanische Minenaktien. In unterrichteten Londoner Kreisen wirb angenommen» daß Namenaktien noch tm Laufe des Januar wieder gute Kurse sehen werden. Die sachlichen Verhältniüe hätten sich geklärt und gebessert. Deutsche Großbanken und deutsche Bankiers seien durch Kapital an südafrikanischen Werten stark interessiert. Einzelne Minen haben sogar vorwiegend deutschen Charakter. Infolgedessen ist auch schon der Gedanke aufgetaucht, daß bie Deutsche Bank und bie Dresdner Bank dahin wirken sollten, Mmencittlen an den beutschen Börsen zur Einführung zu bringen. Auch wird daraus hmgewiesen, baß der Frankfurter Platz für derartige Aktien besonders geeignet wäre, ba süddeutsche Kapitalistentrelse die Spekulation m Minenaktien bevorzugen. Keec und .- olle. Vier neue Generalseldmarfchiille. Bet der Parvleansgaoe tm ^cug^auje, die sich an dte Gratulatiotiscour schloß, verlieh der Kaiser, wie schon kurz gemeldet, drei um die Armee hochverdienten Männern die höchste .militärische Würde: die Generalobersten Graf tzaseler, v. Hahnte und v. Los wurden zu Generalfeldmarschallen ernannt GeneralielvNi^rchall Graf ßä feier hat nach hervor- ragender Teilnahme an den Feldzügen der Jayre 1864, 66 und 70/71 hauptsächlich im Generalstabe die Stufenleiter der militärischen Chargen in rascher Folge erklommen. Im März des Jahres 1890 trat er als Generalleutnant an die Spitze des damals neu errichteten 16. Armeekorps in Metz, wurde am September 1890 General der Kavallerie und am lo. Januar • 1901 Generaloberst Bei seinem öOjuijrigcn Militardiensijubiläum erhielt er den drang eines Feldmarschalls und trat im Juni 1903 vonj der Führung des 16. Armeekorps zurück. Generasieldmarschall v. Hahnte stand von 1888 Bti 1901 an der Spitze des kaiserlichen Militärkabinetts und 5 3 tiö D 3 er 3; *”■ 3 - CT O-- 3 er o CT . CD £ O CO p 5 » £ ~ 3 ff - er ZT -=r* o L> 5 - o P CO ZS 3* p 3 *”* er S >3- 2. ,£=cp zr s rz -je> er 2 J* r» ~ D = -B, O G p o CD O — ro Z1» -t *-■ ö 2. o 2 o ff o ?. § 3 Gi O er er cd S5 *"*3 0 • cd ö 'T‘ O P s, 2 r® C Z- C“ r* 6 3 3 ~ Xs er 3 cd _ er dö ri; o er "co o« 2 . - c2 ä 3< ÖD 5 er 5'3 -** 3»’ =f. S °=->" L- 2 x s D ~ CP 5 —- er ff " 2:3- D 0R, ä O CD - ff 3 ---r. 3 rz a y g.« p ° «er ui CD S3 5» er <5- r-, <3 c u 3 c? CD tfö er o ® «8 D ISO d S ä cr = o ° S ~ 5.&S 5 2 p ^s* ■ 3 o . 5. 5* =*. 5" S "E 2. E Ö9 er ~ P c>' -z ro ev ro ■— 5- QT O S.DT 3 CP cP CP 3 D.5o?2. „ a S* H i 2^2. <5v 3 O- CD 2 b9 c «er p ,* 2 © * 3« £ p CD P D S* § o er* CD o. re <5* o & O 3 3 P 2 CD D o CD £ fö» o 8 s « § 3 ö- QJ 2 E? (v? D O rr Z O ° «xt> 55 er = %> ff Ö s (SR Üt) CD tib UV 75 § 5" K D er 3 er CT- 3 & o o 3 3 s<3 o er c . D CD 3 er c S* s ■Hj -*■ p 3 ^2 ff m O -73 5 *, » e-t tO © 3 CO * 5 Sf ff? Cb - er p Üö 5 o1 s 2.2< Ä r> > t > i i b n it n 5 K it -.a t- Ic r 5 >c iS n LL wurde dann Zuln Gouverneur von Berlin uni) Oberstkom- mandierenden in den Marken ernannt. Am 18. Januar 1901 ttmrde er Mn Generalobersten ernannt, seit dem Jahre 1896 ist er Chef des Grenadierregiments Prinz Kar' von Preußen (2. Brandenburgischen) Str.. 12. Generalfeldmarschall Freiherr von Loö hat lange Jahre, zuerst als Flügel-, dann als Generaladjutant int persönlichen Dienst des verewigten Kaisers Wilhelm I. gesunden. Im Jahre 188-1 wurde er kommandierender General des 8. Armeekorps, im Jahre 1895 Gouverneur von Berlin. Außer seiner militärischen Tätigkeit hat Freiherr von Los auch vieljach Verwendung zu diplomatischen Missionen gefunden, u. a. iiberbrachte er im Jahre 1895 Papst Leo XIII. zu seinem 50jährigen Bischofsjubiläum die Glückwünsche des deutschen Kaisers. Ferner ernannte der Prinz regen t von Bayern den Prinzen Leopold von Bayern zum Generalfeldmar- schatt der bayeris chen Armee. Prinz Leopold steht, bisher als Generaloberst d. K. mit dem Range als Ge- neralseldmarscl)all, an der Spitze der Armeemspektion, die das 3. (Brandenburgische), das 4. und die drei bayerischen .Armeekorps umfaßt. Der neue österreichische Ministerpräsident. Ter Kaiser von Oesterreich empfing am 31. Dezember 6en Präsidenten des obersten Rechnungshojes Freiherrn Non Gautsch in Audienz. Im Lause des Nachmittags erfolgte unter gleichzeitiger Enthebung des bisherigen Ministerpräsidenten v. Körber die Ernennung des Freiherrn Gautsch zum Ministerpräsidenten. Tie bisherigen Minister verbleiben im Amte. Zum Minister des Innern wurde der bisherige Statthalter von Ober-Oesterreich. Graf von Bylandt-Rheidt und zum Leiter des Justizministeriums der Sektionschef Geheimrat Tr. Klein designiert. Am Nachmittag fanden zwei kurze Sitzungen des Miiiister- rates statt; zunächst verabschiedete sich v. Körber von seinen bisherigen Kollegen, sodann begrüßte Freiherr Gautsch die Minister und versammelte sie zu einer Beratung. Tie „Wiener Zeitung" verössentlicht morgen folgendes Handschreiben des Kaisers an den bisherigen Ministerpräsidenten Körber: „Zu meinem lebhaften Bedauern finde ich mich bestimmt, Ihrem durch enifte Gesundheitsrücksichten veranlaßten Ansuchen uni Enthebung von ihren dernraligeu Funkttonen zu willfahren. Indem ich Sie sonach von der Stelle als Ministerpräsident, sowie von der Leitung meiner Ministerien des Innern und der Justiz in Gnaden enthebe, kann ich nichjt unterlassen. Ihnen für die ausgezeichneten Tienste, die Sie in dlesen Stellungen durch fast fünf Jahre in aufopfernder und hingebungsvoller Weise mir und dem Staate geleistet haben, meine volle Anerkennung und meinen aufrichtigen Tank auszusprechen. Ich gebe zugleich der Hoffnung Ausdruck, auf Ihre ferneren Dienste in Zukunft zählen zu können." Ter neue Leiter des Kabinetts ist kein Neuburg in ministerieller Tätigkeit. Er hat eine glänzende Laufbahn hinter sich. 1851 geboren, wurde er schon 1885 vom Posten des Direktors der Theresianischen Akademie aus Unterrichtsmütister, trat indes mit 2aa||C 1893 zurück und wurde darauf zum Kurator der gedachten Akademie tut5 bald darauf zum lebenslänglichen Mitglied des Herrenhauses ernannt. Im Oktober 1895 übernahm er im Ka? binett Badeni wieder das UnterrichtSporteseuitle und bildete nach Badenis Rücktritt am 28. November 1897 ein neues Kabenitt, in dem er das Ministerium des Innern verwaltete. Trotzdem er die Badenischen Sprachenverordnungen für Böhmen aushob und durch andere ersetzte, vermochte er die deutsche Opposition nicht zu beruhigen, und trat dcs- Ijafb schon am 5. März 1898 mit seinem ganzen Kabinett zurück. Seitdem bekleidete er das Amt des Präsidenten des obersten Verwaltungsgerichtshofes. Aus Stadt und Land. Gießen, 3. Januar 1905. " Personalien. In den Ruhestand versetzt wurde der Bahnwärter in der Hess. Preuß. Eisenbahngemeinschaft, Karl Keller zu Alzey, mit Wirkung vorn 1. Januar 1905. ** Gießener Volksbad. Im Dezember wurden 8349 Bäder verabreicht gegen 8875 im November 1904 und 6737 im Dezember 1903, oder im Durchschnitt pro Tag 269 Bäder gegen 296 im November 1904 und 250 int Dezember 1903. Der Besuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad 4472 Männer, darunter 693 zu 10 Pfg., „ 805 Frauen, 92 „ 10 „ Wannenbäder 1. Klasse 243 Männer, 94 Frauen, „ 2. „ 619 „ 444 „ Dampf- und Heißluftbäder, sowie Massage zusammen 154 Männer und 22 Frauen, Brausebäder 1309 Männer und 187 Frauen. Tie Personenwage wurde von 180 Personen benutzt, das Bad von 2 Personen besichtigt. E* Neue hessische Staatsanleihe. Dem Vernehmen nach unterhandelt die hessische Negierung ivegen einer neuen 3% Staatsanleihe von 24 Mill. Mark mit Bankgruppen. Diese sind eingeladen, bis zum 4. d. Nits, ihre Offerten cm* zurcichen. '* Weihnachtsfeier des „Hessischen Waiscn- 'chutz Gießen". Gestern abend fand im Gasthaus zum Einhorn die Weihnachtsfeier des Fechtvereins Waisenschutz statt. Durch eine Anzahl freiwilliger Gaben mar es dem Vereine vergönnt, für 5 3 Kinder (itatt 32 im Vorjahre) Gaben auszuteilen. Die Kinder erhielten Anzüge, Schuhe und sonstige Geschenke und es herrschte bei der Austeilung der Gaben große Freude. Daß in diesem Jahre einer so unverhältnismäßig großen Anzahl Kinder beschcert werden konnte, ist ein Beweis dafür, daß der Verein in der Bürgerschaft mit der Zeit doch mehr an Wertschätzung gewinnt. Wenn er auch nicht wie andere Vereine durch große Festlichkeiten nach außen glänzt, so wird desto mehr int inneren gearbeitet und die Beträge, welche sonst zu Festlichkeiten Verwendung finden, werden hier zu edleren Zwecken, zur Linderung der 9iot armer Halbwaisen Kinder verwendet. Dieses wurde auch von dem Vorsitzenden in seiner Ansprache besonders hervorgehoben. Ganz besonderen Dank s h . unentgeltliche Mühewaltung bei dem Feste wur diener Ochs und Schreinermeister Karl Beil cm g sp ) • Es war keine kleine Arbeit, Vorträge mit den Sv 1 zuarbciten, die Kinder selbst in der Wohnung auszusu jen die Geschenke einzuteilen. Das ganze Fest kann m ! y 9 hingen bezeichnet werden und die vorzüglich einftudier träge der Kinder sanden ungeteilten Beifall. ** Preisausschlag für Zucker und Dasse . Ein unliebsamer Angriff auf das Portemonuaw der yaus trauen steht bevor, indem für zwei unentbehrliche tagu ) Bedarfsartikel, nämlich Zucker und Kaffee, bie «preiie 9 wattig aufgeschlagen sind. Tie schönen Soinmerragc. u gewiß noch jedem in Erinnerung, aber der Landwirtschaft und namentlich den Zuckerrüben haben sie bösen Scham" angetan. Der Zucker, den wir täglich im Haushalt brauchen, wird bekanntlich aus den Rüben gewonnen, und diese Yavc.ii. unter der Trockenheit so sehr gelitten, daß Millionen' von Zeiitneru weniger geerntet worben sind als in früheren Jahren. Tie Zuckerpreise sind daher bedeutend gestiegen, und die Hausfrauen müssen sich darauf gefaßt machen, daß sie das Pfund Zucker mit 30 Psg. unu noch Hoyer bezahlen müssen. Ebenso verhält es sich mit dem Kaffee. Auch für diesen Artikel sind die Preise ui die Höhe gegangen, und wer eine gute Tasse Kaffee Hinten will, muf; Demnächst 1,20 bis 1,80 Mk. für das Pfund bezahlen, deuii Oie Zeiten, wo man für 1 Mk. das Pfund einen mittelguten Kaffee bekommen konnte, sind vorbei. ** Oberhessische Brauche. 2 er dritte Weih- nachtstag ist, so sck/reibt man uns, von jeher der Tag, an oem die Dienstboten, Knechte und Mägde sich aufs neue verdingen, bezw. ihren Dienst wechseln. Dieser Wechsel wird in nianchen Orten „Schurzen" oder „Scy e rzen", in anderen auch „Bün deichens Geburtstag" genannt. Bei dem Auszug wird ein Dienstmädchen von ihren 3üinnliii6engcno|,innen und den Burschen begleitet und gewöhnlich bis zur neuen Dienststelle gebracht, ^er Auszug findet bei Gesang und Peitschen- tnallen oder auch Schießen statt. Den im Dienst verbleibenden Mägden .oder Knechten wird nach altem Brauch Der „Kasten geruckt". Dabei müssen die so Geehrten Kaffee oder Brer spenden. Tie Tage vom dritten Weihnachtstag bis Neujahr gehören den Dienstboten; an diesen können sic ihre eigenen Arbeiten besorgen. — Ein schauer Sylvester b r a u ch hat sich noch in vielen Orten ^berhessensj bis heute erhallen: es i|t dies die Ueberreichung eines „Neiljayrsgeschentts" an die O b ft b ä um c. Das Geschenk besteht in einem Strohseil, welches um den Stamm gebunden wird. Tas Anbiuden geschieht tv-ahrenb Mittag-, Abend- oder Zweluhrläuttns und wird von ^.ntfpruchen und Bttten um eine gute Ernte begleitet. Bis vor etwa 50 Jahren war dieser Brauch noch allgemein üblich; das Läuten dauerte damals besonders lang, weil das Anbinden des Strohseiles nur während des Laurens Giltigkeit hatte. -s- Großen-Linden, 2. Jan. Im Laufe des Winters sotten im Lindener Martwald, Distrikt Fuchsbail, vom Oberhessischen Geschichtsverein wieder größere Ausgrabungen vorgenoinmen werden. In genanntem Distrikt befinden sich Vermochte«. verhaftet. D ’/* Gebhardt Handzeichnungeu. nb von r neuen ' wnc, Menzel X'. von Zumbusch njiü. uüu. c ine Kotlettivu € i ;iüvol* in das Gießener Museum. w t. Reiskirchen, 1. Jan. Die Unsitte, wahrend der Neujahrsnacht zu schießen, erforderte auch hier em Opfer. Von zwei jungen Leuten, welche das neue Jahr! anschießen" wollten, schoß der eine dem andern derart ins Gesicht, daß außer der einen Gesichtshälfte ein Auge derart verletzt wurde, daß der hinzugezogene Arzt das Auge für verloren hielt. I ß Langsdorf, 1. Jan. Gestern abend hielt unser /ungerTurnv erein sein diesjähriges Wintervergnügen, I Abendunterhaltung mit Tanz, ab. Den Anfang des Abends füllte eine nachträgliche Weihnachtsfeier mit Verlosung aus. Ein prächtig geschmückter Weihnachtsbaum, unter dessen Lichterglanz gesungen wurde, versetzte die Teilnehmer bald. m die rechte Weihnachtsstimmung. Für Heiterkeit sorgten unteres jungen Komiker, sowie die zahlreichen Ulkgeschenke unserer Weihnachtsverlosung. Um 12 Uhr war das Programm abgelaufen. Der II. Sprecher, Hermann Bender I. (in Vertretung des I. Sprechers) beglückwünschte die Versammlung, gedachte der im vergangenen Jahre froh verlebten Stunden im Turnverein, dankte allen Gebern und Geberinnen, die bis hierher den Verein unterstützt haben, und schloß dann mit einem donnernden ,Prosit Neujahr und Gut Heil" dem Turnverein. Bali-Seid® v.95Pf.«n — Zollfrei! — Muster an Jedermann*. — Seidenfabrikt. Henneberg, Zürich. W^as?' der letzte Londoner Nebel kostet. Tie qeradezu fürchterlichen Verluste,, die der letzte Lebel hier in London zur Folge gehabt hat, lassen sich erst nach und nach übersehen. Schisiseigner und Kaufleute sind natürlich pieienigen, die am meisten verloren haben, und die ersteren sind wohl die einzigen, die jetzt schon ungefähr berechnen tonnen, welchen- Verlust sie tatsächlich erlitten haben. -ter £{545x31 berictoen nnrb uui etwa anderthalb Millionen Pfund, also etwa 30 00 00 00 Mk^ per Tag angegeben, und die ganze Nebelwoche wird ihnen etwa 200000000 Mk. kosten. Während voller Neben -^age hat eigentlich jeder Verkehr auf der Themse ausgehort, und mir I die allertoll kühnsten der Kapitäne wagten es, die Anker zu lichten. ——— Infanterie von Bülow kommandierender ufinreon a. ww forU. T>er General der Kavallerie von Bülow, der länge« Zeit das 14. l>lrmeekorps Äehli-gte, wird als ^neral-^uüml L den Rcniglisten weitergMhrt. ^Mlleutnant Ernst Früher, von Bülow ist als kommandierender General des 7 Armeekorps 1901 gestorben. Tie Bülows sind die in der preußischen Armee. Rangliste am meisten vertretene selige Familie. ker Orden nach dem Tode. Mit emer fchwierigev Frage hat sich dieser Tage die Berliner Generalordenswmmisiiov ! befasst: sie hatte zu entscheiden, ob ;emand noch einen , Orden bekommen kann, wenn er, schon tot ist. Es gibt nämlich hier und dort Leute, die so rücksichtslos lind, gerade zu sterben, wenn I ihnen ein -Orden zugebilligt wurde, die,er ihnen aber noch nicht ausgehändigt ist. Es fragt sich, was dann mit ihnen uüd dem Orden zu machen ist Tie Generalordenstontmsinmi hat ftuher in den Fällen, in denen eine mit einer^Auszeichnung bedachte ! Persmi nach dem Tage der Vollzielmng des königlichen Erlch es, aber vor Aushändigung der Insignien verstarb, dw^erlechung I bekannt gemacht und das Besitzzeugnis silr die Hinterbliebenen ausgefertstgt. In diesem Verfahren ist jetzt insofern eine AAide- Eg eWveten, als die Verlegung nicht mchr „zur Veroffenr- sichung gelangt, sobald die Generalordenskommpnon durch die betell gte Behörde von dem Ableben der betreffenden Person reWig Nachricht erhält. Tas Besitzzeugms wird.dagegen nach wie vor als Andenken für die Hinterbliebenen ausge^ttg Wenn I SjCr ^rdensmann aber vor dem -^age der Vollziehung des I königlichen Erlasses verstorben i.t, wird die I her nicht veröffentlicht, und auch ein V^lltzöeu.Mrs nicht ausgestellt. Ihm selbst wird das dann auch ziemlich gleichallttg blechen I '* Gin nobles Stadtobe r h a u p t. llu^> ü f \ et d 0 r t mirb berichtet: Der Oberbürgermeister Marx hat eine ihm von den Stadtverordneten angebotene Gehaltserhöhung mit I d-w Begründung abgelehnt, daß er volle Befriedigung in [ Ur gelblichen Entwickelung des ihm anvertrauten Gemein- roetbSl[[e n, 2. San. (Kohl enm ar rt.) Der Abruf in Industrie, und Hausbrand kohlen ist befriedigend. «Landwirtschaft. Der landwirtschaftliche Vrovinzialv ereitt für Starkenburg veranstaltete in der Zell vom 28 bis 30 Te-iember v I. im Saale der Turngeineinde (Woogsplatz/ in Darmstudt einen Buchführungskurs Sekretärs des landw. Provinzialvercins, Herrn Lang. ,-^ie Teilnehmer folgten den an der Hand eines praktischen Seiipieiv gegebenen Unterweisungen des Kursusleiters mit großeni ^nterepe. ^urch die Abhaltung solcher Kurse findet die laiidw. Buchführung in den Kreisen der praktischen Landwirte immer mehr Eingang, waK freudig zu begrüßen ist Tagen verbüßt hat. . , t Schon damals ergab sich, das; Schroter nicht allein das lukrative Gewerbe eines Heilkünstlers in Tilsit und Umgegend ] getrieben hatte. Erst in diesen Sagen wurde vor tan hiesigen Schöffengerichte gegen eine Arbeiterfrau Tvrothea .N 0 h ringI verhandelt, die sich des Betruges gegen zwei Gutsbesitzer aus der Umgegend schuldig gemacht hatte. Auch diHe Frau kurierte Menschen und Vieh in ähnlicher Weise wie Schroter und hatte den beiden gegen sie als Zeugen auftretenden Bauern, die sich I bei ihr wegen einiger kranker Kühe Jiat gepolt hatten, 1 einen aus Pulver, Mehl und Oel zusammengeruhrten Teig mit- aegeben, der den kranken Kühen dreimal täglich eingegeben werden jollte. Dazu mußte folgender Zaubervers laut gesprochen werden. I Tu Zaubergeist hast den N. N. angegriffen. So soll e^> werden | von ihm ab in Dein Mark und in Tein Bein Ich beschwöre Dich bei den fünf Wunden Jesu in dreier ^^nd, laß den! N. N. wieder gesund." Nach diesem Hokuspokus gab die Mohring | iwch ein Räucherkraut für den Stall uiid bemerkte, der Wunder-s teig könne ebenso bei kranken Pferden und Schweinen Mit 6rogem. Erfolge angewendet werden. Nachdem sie ihr Honorar von 10'M — bis dahin hatte sie handeln laffen —- ^ngesttichen, verlangte! sie noch zur Mitnahme Kartoffeln, Eier, Brot usw uiid als die Wirtsleute hiermit zögerten, drohte sie, sie merde machen, „daß alles in die Luft gel)t". Aus Angst vor der Zauberm I erhielt sie auch die verlangten Naturalien Ten gleickf-en Schivindel hat sie auch bei den T>ejocks'sch.en Eheleuten nut noch mehr I Brimborium ausgeführt. Auch hier wurde der Zettel nut der Zauberformel hinterlassen und Geld und Naturalien ur Empfang genommen. Mit 20 Mk. in der Tasche und reich ^beladen mit sonstigen materiellen Schätzen kehrte die „Seherrn von ihrer Kunstreise zurück. Nach einigen Tagen kehrte den beiden Besitzern und ihren Flauen die Belmnung wieder; der Zauber war gebrochen, und nun erst merkten lie, daß. .ft^ ^uer gerieblmen ISchwindlerin in die Hände gefallen waren, die ihre.LEglaulng- leit ausgenutzt hatte. Briefe an die M., worin lie um. Zurua-I gäbe des Geldes ober wenigstens eines Telles baten, blieben erfolg- I io§, so daß die beiden Besitzer der .„Zauberzettel ^uzerge erstatteten. Die Angeklagte gab vor Gericht ziemlich unverblümt zu verstehen, daß sie doch nichts dafür könne, wenn die Leute I o Einfältig seieä. Das hiesige Schöffengericht verurteilte die M zu 5 Monaten Gefängnis. ± w . Auch die Angellagte, die sich morgen unter der Anklage der Körperverletzung vor der hiesigen Svr.^kammer zuver^ ' antworten hat, die N a t u r a r z t i n Klara N i e b 10 s , Mt bet der Staatsanwaltschaft im Verdacht, daß sie die Hellkunst aus- aeübt hat, ohne die nötigen Vorkenntniffe zu besitzen. Die Angeklagte ist Vertteterin der Naturhellmethode und praktiziert in Tilsit seit etwa zwei Jahren. Sie singiert auch als Mib-! begründerin des hiesigen Naturheilvereins, und nahm. regen^Anteil an der Errichtung des Tilsiter Sonneii- und Luftbades,, das durch die Anhänger ihrer Lehre unterhalten wurde In dmem Aatur- l>eilverein spielte übrigens seiner Zeit auch der -^^btopath Schröter eine Rolle. Tie Anklage gegen Twaulein Niebios d e eine nahezu zweijährige Vorunteriuchung notig wachte, bettifft ^ WasNehcmdlung von Kindern, bei der, sie zu energisch vor- aegangen sein soll, die in einem Falle lvgar den ob eines Kindes zur Folge gehabt haben soll. Zu dem Prozeßsiud fünf ärztliche Sachverständige und zehn Zeugen geladen. (Nicht nur die litthauische Bevölkerung ist so aberglaubiich, fvndern auch andere im Herzen Teutschlands. Wir erinnern nur an die ^llbeler Wahrsagerin. D. Red.) Hierauf begann das Tanzvergnügen. . , L Frankfurt, 2. Jan. Die neugegruudete Vreh- . marttsbank der Frankfurter Flerscher-^nn- nn a hat zwischen Metzgern und Händlern zu Kontr o- . Versen gesüyrt. Der Mitteldeutsche Dreh Händler verein beschäftigte sich unter dem. Vorsitz vori^ Ap. Grttenstein mit der Angelegenheit. Nach längerer ^iskussron wurde beschlossen, die Verhandlungen mit dem Aufsichtsrat der Vichmarktsbank abzubrecheu, umsomehr, als zwei drittel der Frankfurter Metzger auf der Serbe der Händler stehe. Uur den Kunden ein Aequivaleni ju bieten und bic Saujct juunterstützen, beschloß man weiter, eine Vre hv erst^e& ung in eigener Regie zu gründen, sestgesetzten Prämien sind: für Kühe und Bullen 4 Ml., für Rmder, Stiere und Ochsen 3 Mk., für östreichrsche Ochsen, bei denen Krankheiten nur selten vorkommen,' 2 Mk. Bei Bezahlung von ie einer weiteren Abark sind die Tiere auch gegen un- I aesetztiche Fehler versichert. Zur Asusarbertnug der Statu eu die der Generalversammlung Mitte Januar vor- aeleat werden sollen, wurde eine elfglredrige Kommrsswn gewählt. Mit dem hessischen BieMndlerverern, der seinen Siti in Mainz hat, sind Unterhandlungen wegen Verschmelzung der beiden Vereine im Gange. Weiter haben ich die Mitglieder durch. Nameusuntersclirrft verpflichtet qcqen eine Änventionalstrafe von 500 Mk. für leben Fnll, heute, Utontag, alb, ohne jede Qtarantie ju verkaufen. Ar^ Metzger kreis en wird der „Kl. Pr." getoneben, daß die Ablehnung der Währschaft mchtursachltck^n ^usammeuhang mit der Gründung der Bank steht, denn sie sei schon viel früher in den Kreisen der Händler errett worden; sie werde jetzt bannt, vergui-it um den Metzgern die Freude an der wirtschaftlich ]0 bedeutungsvollen Gründung einer Viehmarktsbank zu vergällen. ,,^re Agitation der Händler gxgen die Bank und ihr offenes U-maeitändnis daß die Gründung der Bank für die Metzger außer ordentliche Vo r teile biete, ist aber", fn heißt es m b?? Zuschrift, --der beste Ansporn, nunmehr alle Metzger unter der Flagge der Bank zu einigen und dem Verlas>en des gesetzlichen Bodens durch die Viehhändler die Spche L bieten Deshalb hat die Fleischerinnung auf MenStag, Ibenbö 81/2 Uhr, eine außerordentliche Generawersamm. luna nach der Alemannia berufen, in der die Abrechnung mit den Händlern und Gründung einer Vrehverstcherung beratenwerden teiiungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Der Turner Moldauer m Lee heim fiel beim Geräteturnen so heftig mit dem Kopf aus den Boden, daß er bald daraus verschied. — Zwei Arbeiter des Sodenberger Basaltwerkes aus Obereschenbach gerieten in Streit. Der 18 Jahre alte Goebel traf den 21 crat)re alten Leurer mit einer Bierflasche so heftig an die Schüfe, daß dessen Tod sofort eintrat. Goebel wurde drückten Karwfseln muß beamtet werden, daß diese, sobald sic feucht geworden sind, nicht langer al= höchstens einen Tag auf der Futterstelle liegen bleiben dürfen, weil sie leicht Säure erzeugen, unseren Schützlingen den .. lagen verderben, und den Tod herbeisühren können. Will man nicht besondere F-utterplatze einrichten oder Futterbrettcr anbringen, so streue man wenigstens in den Garten, auf dem Hose, vor ober hinter bcin Hause von vorgenannten Futtermitteln, und man wird wahrneymcn. daß sich bald die gefieberten Gäste em,indem Indem wir annehmen dürfen, dura) vorstehend, un Fnteressc der bei uns überwinternden Vögel gemachte Ausführung bas Mitleid und die Mithilfe weiter ürerfe angeregt zu haben, wollen wir noch ansugen, baß von, ben, in bicfcui Winter neu hergarichteten Futterbrettern, welche, soweit der Vorrat reicht, unentgeltlich abgegeben werben können. Man wolle sich bieserhalb, sonne auch wegen weiteren Bezugs von Futterbreitern unb .vutteu- Hänschen an den Vorsitzenben beS GreHener^-rrer chu^ Vereins toenben. Anfragen lucibcn im ^tadtknabenschur Haufe entgegengenonunen. ^VuttexitcIIe sich in der Nähe eines Gewässers bejinbet Wo bicfcS nicht möglich zu machten ist, ba barf man eu nicht versäumen, ben Vöglein mit Wasser gefüllte flache Geiäße neben an zu stellen; beim wenn bie Flusse Äen" Ijaben bie Vögel vst mehr unter ben Quälen des Durstes als unter ben Qualen beS Hungers zu leiben. Für alle Meisenarten, bie kleineren Spechte, Baum- läuser, Finken usw., asuch Amseln, empfiehlt sich- für bic Winterfutterung: Kürbis-, Gurken-, Sonnenblumenkerne, ganz kleine Stückchen Nnßkerne, tzmifkörner, kein zerschnittenes, gekochtes Fleisch (etwa erbsengroß), kleine Krümchen von Talg ober ungesalzenen Speck (nur nicht ^^°Zeisige?Go?dammern, Hänflinge, Haubenlerchen, Stieglitze usw nehmen sürlieb mit Heusamen, Scheunenab all, alten, übrig gebliebenen ®artenjantercicn, RapSabsalle, minhn», Hanfsamen u. bergt mehr. Amseln, Trosseln, Stare usw. werben lstrangezogcu burck getrocknete Hollunber- unb Heidelbeeren, Trauben von wilbem Wein, Hagebutten, burch kleinzerschmttene Aevfel ober Birnen, sein geschintteiie Stückchen Fleischs iaekochtes unb womöglich ungesalzenes). Rohes Fleisch füllte inan nie geben einerseits weil breS ben kleinen Vöaclchcn schäblich werben kann, andererseits, weck sich । Amseln baburd) verwöhnen unb un Sommer junge pappen unb etwas Mohiisameu ftnb für ben Zaunkönig ■ "" ^^Verabreichung von Schwarz- unb Weißbrot- ; ttümchen (nicht Stückchen) an bie Vögel unb Nun »er- tieöTn&d ÖeTljuuöeiuö7n, ltiet^nöen Vögcl. Wenn Walb unb Flur in Eis erstarrt sind, bann tntt bei den Vögeln die bitterftc ein. des Einzelne Tisielstöckchen und emzelne Samenahren des Wegerichs, oder die wenigen Beeren, welche cm dei ) n hängen, vermögen nicht den 5)unger der W ^hn- Die Not treibt die Tierchen m dre Nahe iüuscr^ ^royn ungen. Aus ihren Auge^r spricht dre Brtte. ,, 7lL essen!" Die Tierschutzvereme betrachten e^ ihrer wichtigsten Aufgaben, für die Zrnderung t Lrer VögÄ einzut7eten. W # geeignete Futterplatze anlegen, oder 8^ beschicken, das pinnctcn Orten anbringen und mit Futter Dcjcgm / bcii Vöacln zusagt, sondern auch dadurch, dap w- such> , s-y" fe*'Xb ss«»«« gedacht und '«ste gesagt! Vögeln bargereicht St Ee&Ä »U täglichste Winterfütterung einiges mitzutecken. Anheften von Tw Anlage bcr -^tteKatzeunb^das Futterbreitern ntuf! klärten Zäune, mehrere Bäume, Zuleitungen vorfmden (Garten, «aune i ) Fwtter- Us-r mit G-busch u wZ. unb Platze nut Ionien iuü> ano.um °öer sicher- Lu bcbccteu, weil bieyben 0 ^b anbeten un- ijcit gibt unb jw Schutz twi ötaimo v bie acbctciicii Gallen haberr. Aucli r,r ♦ Die Familie von Bülow der der ^(11^ bay I Vräseutationsrecht zum Herrenhause verliehen und brefc Auszeichnung dem Reick-skanzler am Weihnachtstage zur Mlltellung I gebracht hat, konnte in diesem Jahre auf ihr 7c>0iahrigeSi Bestehen zurückblicken. Tie Bülows gehören dem meellen-1 burgisc^u Uradel an und sind wahrscheinlich mit Heinrich dem Löwen auf dessen Feldzügen nach Mecklenburg gekommen. Sie nennen sich nach ihrem Stammgut bei Rhena und werden in einer Radeburger Urkunde vom Jahre 1154 zuerst erwähnt, -vie Familie führt im blauen Wappenschilde 14 Goldmünzen (Byzantiner) und wischt kn mit Goldmünzen belegten hörnern ans dem D-lm die Golddrosjel, den Vogel Bülow, In. einem alten Wüt Fcunilö'nbuche des Jahres lc80 sindrt sich solgender ÄahffPruch.1 , „Der ist nicht flugs ein Gdelmann, Ter geboren ist aus großem Stamm, Oder der Geld uiid Reichtum hat Und tut doch keine vedlick-e Tat. Tie Tugend und die Höflichkett Adelt den Menschen alle Zeit." Später haben sich die Bülows über die Grenzen ihres Heimatlandes ausgebreitct und sind beionders m die heutigen Irovinzm I Preußen, Pommern, Brandenburg, Hannover und Schleswig-1 Holstein gekommen. Der Rcichsrrell)ewnstand des hauptsächlich I in Hannover und Braunschweig angesessenen Teils der OEillw datiett cms Wien vom 16. Tez. 1705. Tie Erhebung I ^weiaes A (aus dem Hause Wedendorf), dem der sietzige Reichskanzler angehört, in den preußifchen Grafcnstand.erfolgte am I 22 Juni 1899, die des Zweiges B (aus dem Haun Potremle), am 17 Jan. 1816, die des Zweiges E, Bülow von Ennewitz (aus dem Haufe Plüskow) am 9. Juni 1814 imb die des Zweiges D, Haus Kühren (aus deni Haust Gndow) am 16 Sep- tembn 1881 — Tie Mitglieder bcr Familie Bulow haben zu allen Zellen ihre Kräfte in den Tienst 'des Staates nnd ihres I Landesherrii gestellt; sehr viele von ihneii haben es in der und Militärhierarchic zu bedeutenden Stellungen ge- der Kandel und KerKeyr. Wolkswirtschast. Zur Börsenlage. Ten deutschen Handelskainmer» berichten ist in den meisten Fällen nicht nachzwagen, daß ne Optirnismus allzu sehr anregcn. Selbst wenn die Zerren Berichterstatter über günsttge Ersckielliungen, zu berichten haben, waliren sie sich eine gewisse Zurückhaltung, die zur ausgeiprochensten und jedenfalls nur berechtigten Vorficht wird, wenn u rSS nosen handelt. So heißt es m dem Bericht der Berliner Handelskammer für das Jahr 1904, hei Beurteilung der Bori.enlage, daß die Börse alles günsttge reichlich escompttert . ^/wuders wird hervorgehoben, daß die Besierung auf mdisitriel.em Gebiete zu recht wesentlichem Telle „auf die DeckuÄg der durck) den Krieg hervorgerufenen Bedürsniffe zurückzusuhren ist, datz dw Hoffnung auf eine fernere gänsttge Entwickelung w^mtlich^auch gestützt wird, daß nach Beendigung des riipiich-iapanpchen Sieges und nach Wiederherstellung deffen, lvas er zerstört hatt sowie m den alsdann vorzunehmeiiden Ergänzungen und '^uanfwasiungen unsere Industrie ausreichende und gewinnbringende llroell finden W Ob diese Hoffnung in vollem Umfange berechtigt ist, kann erst 'die Zukunft lehren. Es sollte indes nicht übersehen werden, daß unsere Betriebe inzwischen fast sämtlich mehr oder weniger umfassende Erweiterungen erfahren haben und bau lie be§9aw allgemein auf eine große Nachfrage rechnen müssen, bmii Berriedigung sie auf dem Weltmarkt leicht dem amerikanffchen oder englischen Wettbewerb begegnen könnten Es siUte ferner nicht vergeßen werden, daß ^die wichtigsten Handelsverträge^ mp das Zustandekommen des österreichischen wird no^> ^erechntt zwar abgeschlossen sind, ihr Inhalt und der Zellpuntt des ^nkraft^ tretens aber nicht bekannt und der für den Handel und Jndustrie sich ergebende Einfluß noch nicht zu berechnen Endlich sollte die englische Schutzzollbewegung nicht aus den Augen gelassen Ziulturbilder aus dem deutschen Osten. sh. Tilsit, 3. Jan. m v ointir bic Stadt Tilsit der Schauplatz | 5 R standen, die aberg laubisch2 machen, indem S&i’bÄÄ ' S“’»£ 'S,= In Wirklichkeit kurierte er HeilsYstemen und von oer ..... . r c „ », P Y !'. van Rchstlbersvc Emil Thoma, München. Außencm irnd rn rr. e.eu u Werken die Mchrzahl unserer erst.'n W'* ytax Liebermann. F. v. Uhde, e F. v. Tesreggcr, H. Zügel, F. Fernand Knopfs aus Brüssel sanvr Gießen, den 3. Januar 1905. Tip Ätscht! übrigen wr/ru ndh^i Bleichstraße 12 Büffets Paneelbretter Nähtische Etagären Sessel Ziertische Bibliotheken *190? '^em Gegründet 1863 Möbel Dekorationen W ohnungs-Einrichtung Vertikows lincletnnteppiche Tischdecken Läuferstoffe Schreibtischs ■HflK ffnwtWL tQu1d)n ( f thfflic flirren Iß’ Billigste Preise Franko Lieferung i'XMVjj, fffff*, k« f(Ht i 6fr! „gut sch^, Seron ?r bfi r Idicnni Lchc ..-> Führung ment b:. Bertolin-Urkande No. 45719 m $h#fwk geem interrffm urnot ist badet vom Kaiser!. Patentamt Berlin. Rheumatismus o Unterkleider < zeü die HauSwafferleitungen gleichfalls in oben an- ie abzustellen. Dem Einfrieren solcher Wafferlei- ilndkrechitj Italic* (MfW • r c sich mit nmifi all bfn mr' ;. nn AuSlarSt L gute nm w* ® rustifdm fein- Ilm die frw finflnim dabm lebt «seitliche1 und Kantet r schmtngt- i'f ntfist blüht brr CHS QJrntöff* urb straße hat b>- Trocken halten der Füße in bet L ' ’ ihre j» - k bfT !''■■■ ' Eröffnung von laufenden Rechnungen. Vorschüsse anf Wertpapiere ond Waren unter günstigen Bedingungen. Einlösung von Zins- und Dlvldendensobelnen und verlosten Stücken. Annahme von Geldeinlagen ohne Proviaions- berechnung. Verwaltung von offenen und geschlossenen Depots. An- und Verkauf von Wertpapieren an allen in- und ausländischen Börsen. Ausstellung von Kreditbriefen auf alle grösseren Plätze des In- und Auslandes. Eröffnung von provisionsfreien Scheck-Rechnungen. Stahlkammer mit Schrankfächern unter Selbstverschluss der Mieter» Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Lich für das Rechnnngsiahr 1905 liegt vom 4. Januar 1905 an acht Tage lang auf dem Bürgermeistereibureau zur Einsicht der Jntereffenten offen. Lich, den 2. Januar 1905. Großh. Bürgermeisterei Lich. Heller. 49 Von heute an täglich Irische flreppri sowie Berliner Wllnllchu. ßonWorci n. M Nmtiid. Radikale schmerz- imb gefahrlose Bescittgnngv. Hühneraugen rt in einigen Minuten. 41 Ohne Messer! Ohne Aetzuug! IV. Kaiser, LindcnplaK -2, Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. A. wurde heute bezüglich der Firma Louis Lotz zu Gießen eingetragen: TaS Geschäft nebst Firma ist am 1. Januar 1905 auf 1. Carl Lotz, Lederfabrikant, 2. Louis Lotz junior, Ledersabrikant in Gießen, übergegangen. Die Prokura der neuen Geschäftsinhaber ist erloschen. Offene Handelsgesellschaft. Beginn: 1. Januar 1905. B8/t Gießen, am 2. Jan. 1905. Großberzogl. Amtsgericht. Versteigerung. Mittwoch den 4-. JannarlSOS, nachmittags 2 Uhr, werden im Psandlokal Seltersweg 11 gegen Barzahlung versteigert: 1 Pferd, 1 Billard, 1 Nähmaschine, Sofas, Kommode, Kleiderfchräiike, Glas- schränke, Tische, Spiegel, Uhren u. a. m. 42 Gießen, den 27. Dezember 1904. Johann, Gr. Pfandmeister. I L I W *** U P z