155. Jahrgang (PrfteS Blatt. Amts- und Anzeigeblatt für Len Kreis Eietzen per firufia<* Dummer umtnfit 24 weiten. Tcbolinie, die Ausländern Sed kill«"' tngc*1 erlang mehr. Mngsjcicheu, S* ihn von Lüd! Befprechu: Kolonialpost. Brüssel. 1. Tez. Im fioloninfnint ist die Meldung cingehoffen, daß im Lomani-t^ebict im Kongo eine ftot- torci von Negern überfallen worden ist und das; die beiden Weißen, die dort anwesend waren, ermordet worden sind. _________________ ns): IC Sniorniütict lööjlidietStrtuc1.- v>e Steilen e in. ib Sonncnthal, d, die Kosten h auf ntnb zu g abenb 8 Uh: tcllungcii guten en Zirkus Silber Kreise SDlatburj bjt 9259,87 9t genommen. ?ti bad), bi?pirli. Stabt tej t Der Streik der Post- und dauert in Polen fort. Nur die Samstag 2. Dezember 1905 vezag-vrelPr monaihd) 75 ISt, eiertet Mr. 284 «Ubeint täglich » e, Sonntag-. Ebener Anzeiger rvfjtii’a im Wechsel mit betrag sstschen Landwirt diH ttefener Familie»' blOki Diermal in der tod>e beigelegt. 8Ub*:noii4brucf il Der- LaifXi Brüh l'ichen U.tMt'-1.-Buch-u. Stein- bitwlerei. R. Lange. Mldclinn, ü-rvebitum und Trurfrret: tz»« Ist ratze 7. iRkafiton 112 v» r.-flu..(S)cpeb.eä®öl c für Teoefdien: Bnciger Gießen. zahlreiche in den Fabriken beichäsligie Ausländer die Stadl; die Fabriken werden geschlossen, die Arbeiter entlassen. — Telegraphen beamten c >vabriE 7 • 7, Tezember >hi1 Dresden, 1. Dez. Bei den Stadtoerordnetenwahlen erlitten die Antisemiten hier eine schwere Niederlage. Es wurden wider Erwarten Sozia l d em oe traten gewählt. — Tas Stadtverordneten kolle^gium beschloß die Absendung einer Petition an die sächsische Staats» regierung und den Reichstag aeaen die Tabaksteuer. 6riN* e zu TrMvdl nl^erN^ im den, 256 W® t, während sud dik tzer beheb 1'5 ’ : 276), Zugenieurr idjiüf 342 (• 0),8H >7 (22) Beiucher t jdjen Staaten W.t uei 361 Russe». - 3 7 yonoroe r- und PrivaldoM r für oriental^- erridjtsgcgcniiaiitc ist t>. Lerltn s al, Tireltor °k-v u't von der i«»1 >r iwonntwoM. jährlich Ptk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monotlidi Go Pi.; durch die Post Alk. 2.— uiertel- jährl. ausidil. Bestell y. Annahme von Anzeige« für die Taqesmnmner bis cormittugd 10 Uhr. ZeileupreiS: lokal 12Pf, aus,väns 20 Plg. Verantwortlich für den volit. und allgetn. Teil: P. Witt ko- für .Stadt und Laiid^ und .Gcrichtosaaf: Ernst Heb; für den Anzeigenteil: HanSBeck. ber ..SBortDärt..: n**»cln, btöoT ■< k Revcnt oid !. 1C1,C Oeitbma?.; enttoio ben ,d>c Semetl'uMu Ihbe UniDübtbf’' 2l «Island. FrederikShald (Nonm-gen), 1. Dez. Tie S chle i fn n g der Er cnzsc tngen bet begonnen. Proviant, Munition, W.ssen usw. sind fortgeschasst worden. Man ist babp, ,‘xc Tr bth-.ndemisse zu entfernen. Tie Pan'ertürme und die Geschütze werden fertaeschefft. sobald entfdyicbcn ist, wo und rote sie Verwendung finden sollen. London, 1. 2 cs. Heute wurde ein Kabinettsrat ab» gch,'lten. ES beißt, bn5 K"binett hrbe beschlossen, lieber zu* tüd-j! treten alS das Parlament auszulösen. X3 i e n , 1. Dez. Im Herrenhaus erklöne Mmistev- vräsiiu-nt v. Gautsch, er halte eS für eine Pflicht und ei« Bedürfiris, auch das Herrenhaus, das an der gesckn^lrchen Entwicklung $?cfterr'icS-Ungnrr9 so ri hmvolleu Anteil nahm, mit den Absichten der Regiwnug über die Wahl re form vertraut ’,u machen. Ter Ministerpräsident weist auf die yi*Ttf(f)Tttte auf sozialem, politischem und geistigem Gebiete hin, sowie auf die bisherige llnfruchtbarkeit der Gesetzgebung, wo- durch b:c Strömung zugunstrn einer Aenderung der Grundlage b-5 P 'rldmentS sehr gefördwt wird. Die Reform müsse zu einer p.rft ver- irslicht werden, wo die Erweiterung der öffentlichen *)’ e ebt e versöhnlich wirke, und Int8 Band zwischen der Gesetzgebung und allen Volksschichten durch friedliches Zusammenwirken gekräftigt werde. Die Regierung wolle d'.s allgemeine Wahlrecht völlig ausgestalten unter Berücksichtigung der staatsrechttickren und natio- n^len Verhältnisse. Der Ministerpräsident betont, das Herrenhaus sei es namentlich, dem die staatserhaltende, legislative Mission 'nkonrme. Tic Regierung bitte um die Z-örderung ihrer Absichten seitens des Herrenhauses in diesen schwierigen bedeutungsvollen Zeiten. Washington , 1. Dez. Der deutsche Botschafter hat der amerikanischen Regierung eine Note überreicht, durch welche da- deutsch awerikamlck»e Handelsabkommen vvm 10. Juli 1900 mm 1. Märe 1906 7> c F fi n b i a t wird. gehörende Telegraphen Verbindung mit London, wird durch englische Telegraphisten bedient. — In Dielen Hunderten von Schulen Polens verbrannten die polnischen Schulinder alle russischen Bücher, Bilder. Zarenporträts. Tann prügelten und vertrieben sie ihre russi'chen Lehrer und russischen Kameraden auS den Schulen. Zahlreiche Schulgebäude wurden demoliert. Auch am 30. v M- kam es bei Huldschinski zu Zusammenstößen. Arbeiter überfielen die militärischen Posten, die drei Arbeiter erschossen. Unter den Soldaten de-, russ.-voln. Grenzgarnison Grodno gärt es gleichfalls. Tie Artilleristen haben eine Reihe ökonomischer und sozialer Forderungen ausgestellt und einen Aufruf unter den Soldaten verbreitet. In Petersburg wurde eine Anzahl Mannschaften des Garde-Kürassierregiments, _ des Garde-Husarenregiments und des Leibjäger- Bataillons der kaiserlichen Familie fe st genommen, weil sie verschiedene Forderungen stellten, darunter die, daß sie nicht zu Polizeiüiensten bei Unruhen herangezogen werden Nach der im „Vorwärts" veröffentlichten Sammelliste zu gunften der russischen Opfer hat die sozialdemokratische Partei Teuti chlands 25 000 Mark ge- tiftet. Insgesamt sind bisher 162 000 Mk. eingegangen. jJnlilifdic ssnarsschlm. Verlobungen. '■;< Nach aus Madrid cm getroffenen Meldungen gilt die fltetlcb nn des Königs von Spanien mit der Prin- Viktoria Eugenie (Ena) von Battenberg) ai4 ficl»cr. Die Hochzeit würde wahrscheinlich im nächsten Jivh' in Madrid stattfinden. Die zukünftige Königin würde dH Kamen Viktoria führen zu Ehren der verstorbenen ftflnhin Viktoria von England. Sogar amtlichen Kreisen ni-Lft'tehcnd.' Blatter Madrids bringen diese Meldung, sodaß a ci teten Richtigkeit kaum mehr zu zweifeln fAin dürfte. TilciHriuzessin ist 18 Jahre ah und das Datenkind der Vz»-koiserin Eugenre von Frankreich, deren großes M«rm 9 p e n sie einmal erben dürfte. - In Verbindung mit diesem Heiratsplan deS Königs härt einer unserer B^erliner Korrespondenten aus Hofkreisen, b««!; dcmnächst die Verlobung der Prinzessin Patt in« von Eonnauaht, der Enkelin des Prinzen FMrich Karl von Preußen, die bis vor kurzem als die tr^lumtitie Braut Ton Altons oö galt, mit dem Marquis v"2i< Ang le seh bekannt gegeben werden soll. Ter Ml «reu. S von Anglesey ist zur Zeit Leutnant in der Moyel $orfe Guards, t>cr „blauen" Garde zu Pserde, und h 1 i ein jährliches E i n t o m m c n von 2 Millionen Mark Sein Vetter und früh"re Trager deS Titels war b-w rtb Heine Vorliebe für da? Theater und für Edelsteine b'ilrnn! und hatte sich durch seine sinnlose Verschwendunas- sr ich vollständig zugrunde gerichtet Tie Familie Anglesev ist (inp alte MilitarfamiUe: bet Begründer des Namens „ Mt^Iessey" und der Marquiswürde war Feldmarschall und b-i stili^te die englisck>e Kavallerie unter Wellington bei A atertoo. Die Jlotteudkmonstrationen gegen die Türkei. $ic ersten btiefliajen ^.richte dec DernonstrationSflotte finb eungetroffen. Aüs denselben ist zu entnehmen, daß bin Vambung mit 617 Mann erfolgte. Am nächsten Tage taunbr k)ic Zahl auf 100 Mann reduziert. Die e r st e L a n - b tun n .erfolgte unter dem Befehl des englischen Kom- mc.and.onten Farrington; das französische Tetache- rrm-nt besetzte das Zollamt, das österreichisch-ungarische das TI'Ikgrcphenamt, das englische die Uftrstraße, das Italic- niOc und russische die Straßen. Tie Besetzung erfolgte in A'Ä.ir soiheil des türkiscl)en Polizeichefs. Tie Cberteitnng deS Zollamts führt ein französischer Selchffskommissar, dem ci iritalienischer Rechnungsbeamter beigegeben ist. Tie Ern- ncrtmcit deS ersten Tages betrugen 4964 Piaster, welche bei. der Ottomanbank deponiert wurden. Tie lleberreichung der Kollektivfchrift der Machte in ed'Ho ntnb Belgrad ist erfolgt Tas Memorandum besagt, bcif, bic bishergien Bemühungen, die Psorte zur Annahme dcirmacedonischen FinanzkortroNe zu bewegen, resultatlos blürb'n, und die Mächte gezwungen waren, Presswnsmaß- rsintlii anzuwenden. Hieran trügen jedoch nicht nur die nögerungen der Pforte di" Schuld, sondern auch die M'^lii'it zwischen den verschiedenen Nationalitäten, die zu dlt'^gcn Konflikten und Aitentaten gegen die friedliche Be- VitrlPrung führte. Tie Mächte erklären, daß sie sich durch ivte Aemuhungen revolutionärer Elemente in ihrem Ver- HMn nicht stören lassen werden. Sie würden keinen Ver- fitid nir Störung des Status quo auf der Balkanhalbin)el gatten, und alle darauf bezüglichen Versuche hindern: fi|: ofssen, daß dte Balkanstaaten ihre Bemühimgen unter- st-p tzn und unverzüglich aZk Maßregeln ergreifen werden, u .n be Ermutigung und Nährung der revol. Bewegung im btn türkischen Provinzen zu hindern. Ein Offizier des Temonstrationsgeschwaders erklärte eiimt Berichterstatter, daß der Gouverneur von Mytilene si Ä aun 30. v. M. an »orb des österreichischen Admiral- V tchs. begeben und dem Aldmiral v. Nipper ein amtliches Dl'ttramm aus Konstantinopel mitgeteilt habe,,in welchem c?5 hißt, daß die Pforte der Kontrolle in Mace- btonien nach Annahme gewisser Abänderungen zu- stti.nme. Admiral v. Ripver habe dem Gouverneur geant- wnm.it. daß, falls die Pfort" nicht bis Sonntag mittag d iLForderung der Mächte annehme, das internationale Gc- sö-«:der die Inseln Lemnos und Jmbros besetzen irrt!):. ________________ Ans §tubt und Land. Gießen, 2. Dezember 1905. ** Personalien S K der Großherzog haben dem 2. evang. Pfarrer Fn'edr. Beek zu Alzey die 1. eoang. Pfarrstetle daselbst übertragen. S. K. H. der Großherzog haben dem Oberlehrer an dem Gymnasium zu Offenbach Dr. Wilh. Heraus den Charakter als Proseffor erteilt Ernannt wurde der Schulamtsaspirant Gust. Kröll aufl Rodheim. KreiS Gießen, zum Lehrer an der Taubstummenanstalt zu Friedbera. unter Belastung in der Kategorie der Bolksschiillehrer. In den Ruhestand versetzt wurde der Schul- (obrer au der Gemeindeschule zu Langen Hch. Klein auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste unter Verleihung deS Silbernen Kreuzes deS Verdienstordens Philipp? deS Großmütigen. Am 30. November 1905 wurden zu Forstastestoren ernannt die Forstakzesststen Gust. Baader aus Alzey. HanS Bock aus Groß-Umstadt, Hch. Keudel auS Liederbach und Otto Kratz aus Lich. ♦♦ Aus dem Bureau des Stadttheaters. Aus die morgige, nachmittags halb 4 Uhr beginnende Kindervorstellung, die Sophie HennigS ,Rot- käppchen^ bringt, sei an dieser Stelle hingewiesen. Im dritten Bilde ist eine Burleske, .Gemüsepolla*, eingelegt, die die Kleinen besonders interessieren durste. Abends 8 Uhr geht zum letzten Male Gustav NaederS Posse ,Robert und 'Bertram1 unter Mitwirkung der Kapelle des hiesigen Infanterieregiments in Szene. Besondere Anziehungskraft dürste das Aiiitreten der 1. Dpcnttenfännerin Amalie Luther- Reimer vom Hosthcater in Hannover ausüben, die »Vergebliches Ständchen^ von BrabmS und »Irenenwalzer^ singen wird. Untere Valletmeisterin Lina 0 ldini wird einen ,Spanischen Tanz^ als Einlage im 3. Akte ausführen. "Für daß Vr om e n a d e - Ko n z ert am Sonntag, 3. Dez., norm. 11 Uhr, ist folgendes Programm ausgestellt.' 1. Ouvertüre z. Ov. .Der Geiger auS 2nroP von Gen^e, 2. Walzer und Chor a. d. Op. „Fausf von Gounod, 3. Fautaste a. d. Op. .Mignon^ von Thomas, 4. Armee- marsch Nr. 9. M Unsere Regimentsmusik konzertiert Sonntag nachmittag von 4 Uhr ab im Neuen Saalbau. DaS äußerst reichhaltige Programm bietet besondere musikalische Genüsse. ** (Sin sehr interessanter Vortrag wird nächsten Montag abend geboten. Bros. Tr. Krüger spricht im Saale des Geseklschattsvereins ,,Ueber die Entstehung der Ev angel: en -Literatur", ein Thema, das ohne Zweifel wieder so viele Zuhörer fesseln wird, wie voriges Jahr der Vortrag des geschätzten Redners über das Leben Jesu und die Geschichtsforschung. ♦♦ Männer-Turnverein. Sonntag, 3. Tez., findet anläßlich des Stiftungsfestes ein F a m i l i e n a u s - flug nach dem Windho^ statt. Abfahrt 3.25 mit der Bicbertbalbehn Gleid Zeitig machen die Turner einen Turngang Klein-Linden—Lü' ellinden—Ailendorf über Heuchelheim nad) dem Windhof. Treffpunkt V/a Uhr an der kath^ Kirche. (Näheres Inserats GietzenerAnzeiger General-Anzeiger v n. 1".c auf > ■ Dn mit bSA d'e un^i ’timbU "■ • ’ 'vpQanb inulis "?«s 5 Z Hcrr bon e> J s°°> 9*’": i« * die ch" i“‘ ■ ;«n - ** "d W* 5 ich fall* ’ reenn* „4 nich> *F 5 Deutsches Berlin, 1. Dez. Ter Kaiser ift heute von hier nach Moschen abgereist. __ In der gestrigen Plenarsitzung deS Bundesrats wurden der Antrag Preußens auf Erteilung der Zustimmung zum Entwurf eines Gesetzes betreffend die Abändenmg des Abschnitts 4 deS B ö r s e n g es e tze S, ferner die Vorlagen betreffend die Ueberstcht der Einnahmen und Ausgaben deS Schutzgebiets Kiaulschou für 1904, betreffend den Handels-, Zoll- und SchiffahrtSoertrag zwischen dem deutschen Reich und Bulgarien vom 1. August 1905 betreffend den Entwurf eine? Gesetzes über die Wertbestimmung der Einfuhrscheine im Zoll verkehr, betreffend den Entwurf eines Gesetzes wegen Feststellung eine« dritten Nachtrags zum NeichShauShaltsetat für 1905 und betreffend den Eulwurf eines Gesetzes wegen Feststellung eines dritten Nachtrags zum HauShaltSetat für die Schutzgebiete auf 1905, den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Die Gesetzentwürfe wegen Abänderung eines Gesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden und über den ServiStarif und die Klafleneinteilung der Orte wurden genehmigt. — Aus Veranlassung deS Staatssekretärs deS Innern fanden am 30. November Besprechungen über die Verhältnisse der Tapetenindustrie und des Tapetenhandels, wie ste zufolge der Kartellbewegunq innerhalb dieser Gewerbezweige sich gestalten, statt. Der stenographische Bericht über die Verhandlungen wird im .Neichsanzeiger* veröffentlicht werden. — Ter Abg. Graf Bernstorfs hat. unterstützt von Mitgliedern der Rechten, der Reichspartei, der polnischen Fraktion und dem Zentrum, den Antrag auf baldige Vorlegung eines Gesetzentwurfs eingebracht, durch den die Ver- brauchSabgabe ans Zucker, sobald der Ertrag die Summe von 2.10 Mk. auf den Kopf der Bevölkerung übersteigt, em'vrechend h ero bgem in b e rt werden soll. __ Die auf Grund des zwischen den beiden konservativen Parteien und den Na ti o n a ll ib e ral en vereinbarten Kompromisses entworfene Schulvorlage :st in der Tat fertig gestellt und wird in allernächster Zeit der Oeffentlichkeit bekannt gegeben werden. Die Einigung lom am Dienstag abend im Kultusministerium zustande. Z'.ulsttche 'DcuigLeilen. Die Nachricht von einem Attentat oufben Zaren wird von gut unterrichteter Stelle als absolut e r s u n d e n bezeichnet. In den letzten Tagen kursierten wieder Gerüchte von dem ^bevorstehenden Rücktritt deS Grafen Witte. Von alledem kann indes keine Rede sein. Witte erwirkte vielmehr oeben bei dem Zaren die Aufhebung des Belagern ngSzu st andes in Polen. Vielleicht wird diele Vlaß- nahnle zur Beruhigung der wild erhitzten polnischen Gemüter beitragen. Heute liegen noch mehrere Vfeldungen von Meutereien in polnischen Regimentern vor. Im Städtchen Wilko wischten revoltiert daß 8. Dragonerregiment. Die Otsiziere werden mit dem Tode bedro'st, sallS die Forderungen auf Erhöhung des Loldeß nicht bewilligt werden. — Während der Dieuterei in der 3. poln. Artilleriebrigad- in Warschau wurde ein Wachtmeister von Soldaten zum Fenster der Kaserne h i n a u 8 g e ro o r f e n. Tie Kaferne wurde von Infanterie umzingelt, die Artilleristen interniert. Ein neues Regiment Infanterie ist eingetroffen. — In C ft r o • en f a meuterten die Soldaten des 14. Tragoner-Regiments und steckten die Kaserne in Brand. Von gleichfalls meuternden Sappeuren wurde ein Oberst mißhandelt. — Im Warschauer Militärgefängnis harren 40 Gefangene, zumeist Großgrundbesitzer, ihrer Deportation nach dem inneren Rußland auf admin'stratioem Wege. Tie Arbeiter der Gasanstalten streiken. In Lodz verlaßen t - j*; 'S - chen nl(9 yjt r(i Ml** ' Lariam ntarisches. 8 rrlin, 1. Dez. Das Zentrum beschwß im Reichstage zi i: kamtrngen: Die Aiisdehnung der obligatorischen Kra n * f" i« und Jnvaliden-Versicherung mit höheren Bf'iiträgen dSr Arbeitgeber. Weiter brackste e3 ben B!'Ug.g esetzentronrf ein, sowie einen Gesetzentwurf über | dste ^erbliche Sonntagsruhe. Das Zentrum wird werter eiinr. Aesetzentwurs betreffend Handclsinspektionen em- b!:^ni, sowie Anträge betreffend die Vereinfachung und Der- b! Wpwg des W e ch s e l prvteüverfahrens, die Handwerkerfrage, lül n g u n g der begriffe H a ndwe r k und Fabrik. Eilli« betreffs des Nein en Befähigungsnachweises: Nur NAiislle rt i t e l in h a b e r dürfen Lehrlinge halten 5 ii'Snm-.en der Zulaffung der fteiwilligen Jnvalidenversichening fi iDInnTriter gezogen werden. Ferner brachte die ZenttumsfraNlvn wiiil Mcksicht auf den Vortest, welchen trie Tarifsgemeinsck)r.ttnr hi Kr Buck)druckerei gebraeyt haben, folgenden Antrag ein: ± c tHrtjnSbeten Regierungen um Vorlegung eines Gesetzentwurfs iTifl asiichen, welcher ausreichende Bestimmungm zur Sichenmg ui mb weiteren Ausgestaltung der Tarifgemeinschaften enthalt. wurde ein Antrag auf Portofreiheit der Pakete qig: intib von Soldaten bis zu 5 Kilogramm eingebracht, desgl. eren Irrtrng, welcher im Interesse der ländlichen Bevölkerung Vni"illigu ng der Telephon einrichtungen bezw. biihrir. Wenutzu"" in kleineren Ortschaften verlangt. Trägl. der iriu loctigen Jahr nicht erledigte Eintrag, wonach die Kosten d.'r Wk l'chschau den Bundesstaaten zur Last fe.llcm. Vo-n den trftSxr Dcrvstichtelcn dürfen Kchüm nicht erhoben werden. Großen.Linden, 2. Dez. Die gestrige Volkszählung ergab für Großen-Linden eine ortsanwesende Bevölkerung von 1905 Personen. DaS bedeutet gegen die Volkszählung vor fünf Jahren eine Zunahme von 168 Personen. R.B. Darmstadt, 2. Dez. (Eig. Drahtbericht.) Zwischen dem Senat der Technischen Hochschule und dem Ausschuß der Studentenschaft ist ein nicht unerheblicher Konflikt ausgebrochen, der gestern abend in einer allgemeinen Studcntenversammlung zum offenen 'Ausdruck kam. Tie Studentenschaft batte vor Schluß des Sommersemesters eine der bekannten Charlottenburger Resolution ähnliche Resolution wegen des Ausschlusses der konfessionellen Verbindungen beschlossen. Ter Senat der Hochschule aber hat diesen Beschluß nicht akzeptiert unter Hinweis daraus, daß der Ausscyus auf Grund des § 8 gewählt sei, nach welchem der Ausschuß eine Vertretung aller studentischen Korporationen ist. Tie gestrige Versammlung beschloß daraufhin mit großer Mehrheit, den Ausschuß in seiner seitherigen Form aufzulösen. Nachdem die Vertreter der beiden hier bestehenden katholischen Korporationen unter Protest den Saat verlassen hatten, wurde ferner beschlossen, den seitherigen Ausschuß mit der weiteren provisorischen Geschäftslcituug zu beauftragen. Es wurden fünf Mitglieder hinzugewählt und der provisorische Ausschuß mit der Neubearbeitung de Satzungen beauftragt. Tie neuen Satzungen sollen unter Ausschluß der konfessionellen Verbindungen gelten. — Jt. Hoftheater fand gestern die Erstaussisthrung von Oskar Blumenthals neuem Lustspiel „Ter Schwur der Treu erstatt. Tas Stück fand nur mäßigen Beifall, der in erster Linie den Tarstellern galt. Tas (proßherzogspaar und der Fürst zu Solms-Lich wob-'^n d Vorstellung bei. Frankfurt, 2. Dez. Gestern hat die als Kaffeehaus etablierte Hauptwache den ersten Gästen ihre Tore geöffnet. Die winkligen Stuben und Stübchen sind in drei recht stattliche Säle umgewandelt. Der Umbau ward in pietätvoller Weise vollzogen. Das Charakteristische des alten Gebäudes ist außen und innen gewahrt geblieben. An der schmalen Marmortreppe, die in den ersten Stock führt, ist das Gitter der alten Treppenanlage verwendet, oben im Zimmer für Nichtraucher, hat man die schweren Thürprofile gelassen mit den runenhasten Namenzcichen. Im Parterre ist durch den Anbau nach dem Schillerplah zu ein einziger großer Raum geschaffen worden. Der Stil der Innenausstattung entspricht der äußeren Architektur: alle schmückenden Details, Buffets, Beleuchtungskörper, Decken und Wand- dekorationen zeigen mit Barock verquikten Louis Seize-Stil. Im ersten Stock befinden sich zwei Wirtsckastsraume: ein Damensalon und ein Zimmer für Nichtraucher. Die Decke der Zimmer für Nichtraucher, der ehemaligen „Verhörsstube", ist eine der schönsten dieser Art in Frankfurt; das Wandgetäfel ist oben und unten aus braun getöntem Escheuholz. Im Herrenzimmer, da? nach der Katharinenkirche zu liegt, hat man die Fensternischen zu Kojen gemacht. Die Wände zeigen guten künstlerischen Schmuck, wertvolle Stiche und Farbenbilder auS Frankfurts Vergangenheit. — Der Bezirksausschuß von Wiesbaden genehmigte das Frankfurter OrtSstatut, das die Einführung völliger Sonntagsruhe vorfieht. h Frankfurt a. M., 1. Dez. Vier Italiener, di im Juli hier einen Arbeiter beraubt hatten und deshalb zu 3 und 4 Monaten Gefängnis verurteilt worden waren, sind auS dem deutschen Reich ausgewiesen worden und werden nach Verbüßung der Strafe über die Grenze gebracht. — Der vor einigen Tagen auS dem Klapperfeld- Gefängnis entsprungene Gärtner Heinrich Wilhelm aus Seligenstadt wurde in der letzten Nacht in Ginnheim bei einem Einbruch ertappt und verhaftet. — Auf ein gestern abend mit einem bekannten Herrn die Hafenstraße passierendes Mädchen wurde ein Schuß abgefeuert. Die Kugel drang dem Mädchen durch den Unterkiefer in den Hals. Die Verletzung ist nicht lebensgefährlich. Von dem Täter fehlt jede Spur. * Kleine Mitteilungen ans Hessen und den Nachbarstaaten. In Darmstadt konnte man am 1. Dez. da? 2 5jährige Jubiläum des städtischen Wasserwerks feiern. Gießener Strafkammer. X Gießen, T. Dez. Dem Kaufmann G. K. von Igstadt gmg wegen Uebertret- ung der Verordnung betreffend den Verkauf der dem freien Verkehr entzogenen Waren,' ein Strafbefehl über 8 «Mark zu, weil er durch einen Reisenden an eine Hebamme zu Altenhain Karbol- und Borsäure absetzen ließ. Aus seinen Einspruch sprach ihn das Schöffengericht Ulrichstein frei, da die verkauften Waren nunmehr fmgegeben sind. Ta er sich eines Rechtsanwalts bediente und dessen Kosten nicht aus die Staatskasse übernommen wurden erhob er Berufung. Das Gericht verurteilte die Staatskasse auch in biete Kosten, zumal es sich um eine in letzter Zeit noch vielfach bestrittene Rechtsfrage handelt, deren Kenntnis einem Laien nicht zugetraut werden könne. Maurer K. fc. aus Brandenburg a. d. Havel, der die letzten 20 Jahre fast ausschließlich im Zuchthaus zugebracht hat, wurde am 5. Oktober d. I. entlassen und nach der Kolonie Neu-Ulrichstein gebracot. Nack kaum einwöchigem Dortsein, rückte er nachts mit dem Krllner Rich. Joh. G. aus Langen- bielau aus, und verübte zu Maulbach einen Einbruch, indem er durch ein Kellerfenster einstieg und die in das Haus führende Tür mittels eines Pflugeisens aufbrach. Es sielen ihm außer Eßwaren nur wenige Gegenstände in die Hände und so begab er sich mit seinem Begleiter, der sich inzwischen ans der Straße ausgehalten hatte, nach einer Ziegelhütte, die sie aufbrachen und dort ihren Raub verzehrten. Sie wanderten nun nach Neustadt, wo sie bei einem Einbruch abgefaßt wurden. AuS dem Verhalten deS L. vor Gericht ging unzweideutig hervor, daß er sich wieder nach dem Zuchthaus sehnte, was einige Aeußer- ungcn bewiesen: z. B. ,,Tie Kvst im Zuchthaus war besser als auf der Kolonie", und, als er sich auf den Antrag deS Staatsanwalts äußern sollte: ..Mir rst überhaupt alles gleich'". Auch das Gericht gab seiner Ansicht dahin Ausdruck, daß L. sich in der Freiheit nicht wohl fühle und erkinnte auf 4 I a h r e 2 Monate Zuchthaus, 10 iöhr. Ehrverlust und Polizeiaufsicht. G., welcher als der Versiihrte betrachtet wurde, erhielt 1 Monat 5 Tage Gefängnis und 4 Wochen Hast. — Vor vier Wochen wurde der Taglöhner I. G. von Schwabenrod wegen verschiedener Betrügereien zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt. In bHcr Verhandlung ergab sich, daß er im Jahre 1900 bei einer Wirtsfrau erschien, der er vorschwindelte, er sei von einem Oekonomen geschickt, für eine Anzahl Arbeiter das Nachtessen zu bestellen. Hierbei ließ er sich einen Liter Schnaps geben, ben bet Oekonom bezahlen sollte. Tas Gericht erkannte hierfür auf 2 Monate Zuchthaus. — Wegen Verstoß gegen die anerkannten Regeln der Baukunst würbe Maurermeister I. S. von Selz zu einer Gk'lbftrafe von 10 Mark verurteilt. Bei der Rohbaurevision eines von ihm errichteten Hauses, ergab sich, daß ein Stück der Kellerscheibemauer ausgebogen war und cin- zustÜrzcn btohtc. Bei näherer Besichtigung entdeckte man, baß bie Mauer innen mit losen Steinen und ohne Verband hergestellt war. Tie milde Strafe wurde damit begründet, daß es sich um eine geringfügige Sache handelte, bei der keine große Gc- ahr für andere bestand. — Eine eigenartige Sache wegen Entführung eines minderjährigen Mädchens wurde zum Schlüsse verhandelt. Der Maurer H. Sch. , von Bermutshain hatte schon längere Zeit mit der 19 jährigen Tochter eines Schreinermeisters zu Eschenrod ein Liedesverhältnis. Tie jungen Leute beabsichtigten, sich zu heiraten, zumal sich schon Folgen zeigten. Doch der Vater versagte seine Zustimmung zur Verehelichung, da er bet Ansicht war, der Angellagte könne keine Frau ernähren. Alle Vorstellungen des Angeklagten, aur' rie bevorstehende Niederkunst seiner Tochter, vermochten den Hten nicht dazu zu bewegen, seine Einwilligung zu geben. Eines Tages sand er in seiner Wohnung einen Bries, aus dem ^bervorging, daß eine Toebter von ihrem Bräutigam nachts entführt werden solle. Er beauftragte mm seine jüngere Tochter, die mit ihrer Schwester in einem Zimmer schlief, auf jedes verdächtige Geräusch zu achten und ihm sofort davon Mitteilung zu machen. Doch das Schicksal wollte cs anders. In der Nacht auf den 22. Aug. d. I. begab sich die Braut unter dem Vorwande des Unwohlseins aus ihrem Zimmer auf die Straße, wo der Bräutigam mit einem Wagen ihrer harrte. Bestürzt lief die Schwester der Braut zu ihrem Vater um Meldung zu erstatten: doch es war zu spät, der Wagen war bereits nach Bermuthshain abgefahren. Er verständigte sofort die Cendarmerie und stellte gegen den Entführer Strafantrag. Im Lause der Untersuchung besann er ich jedoch eines besseren: er gab bie Zustimmung zu der Heirat und wollte ben Strafantrag gegen den zukünftigen Schwiegersohn zurückziehen, was aber gesetzlich unzulässig ist. Und so hatte sich nun Sch. heute wegen seiner Tat zu verantworten. Sch. behauptete im Gegerrsa^ zu seinen in der Untersuchung gemachten Angaben, daß er seine Braut weder zur Verehelichung noch zur Unzucht entführt habe, da dies doch die Voraussetzungen zur Bestrafung sind: sondern er habe sie bloß um deswillen abgeholt, weil er annehmen mußte, daß es ihr unter den obwalten- >en Umständen bei ihrem Vater schlecht gehe. Don der Staatsanwaltschaft wurde die Minimalstrafe von einem Tag Gefängnis beantragt, doch das Gericht kam zum Freispruch. Nun wird in aller Kür re bie Hoch-fit statt finden. Ein Adventist ans religiösen Gründen vorm Kriegsgericht. (b.) Mainz, f. Dez. Wegen Verweigerung bes Dienstes aus religiöser Hebeneug» ung hatte sich heute bet 23 jähr. Krankenpfleger und Musketier Johann Martin Friedrich Jansen, der aus einem kleinen Orte in Westfalen stanrmt, von der 7. Komv. des 87. Inf -Regt?. am Kriegsgericht zu verantworten. Der bisher unbestrafte Angeklagte würbe kürzlich als Heeresunsicherer eingezogen, er kam auS Amerika und hatte sich der Militärbehörde gestellt. Schon am ersten Freitag abend und Samstag weigerte er sich an den Pntzstunben teilzunehmen. Die Sache wurde dem Hauptmann gemeldet, der den Angeklagten nach ben Gründen der Dienstverweigerung frug. Jansen erklärt, baß er ?ldventist sei, seine Religion verbiete es ihm, während des Samstags andere als die allernotwendigsten Arbeiten zu verrichten. Das Putzen fcr Uni» örm sei keine notwendige Arbeit da sie auch vor Sonnenuntergang vorgenommen werden könnte. Der Hauptmann meldete die Sache weiter urtb erhielt hierauf vom Generalkommando die Verfügung, daß die Gebräuche von Leuten, die Anhänaer einer vom Staate nicht anerkannten Sekte seien, keine Berücksichtigung zu finden hätten. Jansen erhielt die Versiegung vorgehaltrn und wurde verwarnt, ebenso wurden ihm die Folgen weiterer Gehorsamsverweigerungen ffaraelcgt. Trotzdem weigerte sich der Angeklagte am 10. und 17. November abends wiedernm, die Uni- ormstücke zu putzen. Jansen wurde hiera"f in Untersuchung gekommen. Heute machte ibn Kriegsgerichtsrat Engel auf die chrnren Folgen seiner fortgesetzten Gehorsamsverweigerungen auf- wenn er damit fortfahre, würde er die längste Zeit seines Lebens im Gefängnis zubringen. Jede weitere Gehorsams- vwweiate». * Bei der Ka iserreise nach Oberschlesien entdeckte auf der Strecke BreSlau-Brieg ein Bahnwärter einen Schienenbruch. Er stellte das Haltesignal und bewirkte sofort die Anlegung eine? Schienen-NotverbandeS, so daß der Kaiserzug in langsamer Fahri die Unfallstelle passieren konnte und mit 7 Minuten Verspätung in Pleß eintraf. • Der neue st eEisendahn Unfall. Ein Landauer Schnell zu g stieß nachts auf der Station Türkenfeld (Bayern) mit einem Güterzuge zusammen, wobei 8 Personen verletzt wurden. Der Materialschaden ist beträchtlich. * Kleine Tagcschronik. Der Münchener Skiläufer Franz Reich ist in den Dolomiten abge- stürzt und hat erhebliche Verletzungen erlitten. — Am 1. Dez. wurde an der Muldebrücke bei Bitterfeld eine ungefähr 25jährige unbekannte weibliche Person mit einem Beil e r m o r b e i und beraubt aufgefunden. Tas Beil lag in einem nahen Wassertümvel. — In Finsterwalde ermordete der Lokomotivheizer Wehland seinen Sohn und schnitt sich selbst ben Hals durch. — Die 300 000 Mk.-Prämie bet preußischen Klassen- lotterte fiel mit einem Gewinn von 1000 Mk. auf bie Nr. 42125. Tie Teilnehmer au bent Gewinn ftnb mehrere kleine Hanbwerkcr in Berlin, bie noch einige Mitspieler in ber Provinz haben. — In So fi a würbe ein breifacher Morb entdeckt Ter Advokat Dimitrow wurde mit gespaltenem Schöbe. int Pferdeftall, seine Magd an ber Haustür, seine Schwester int Bett ebenfalls mit burch eine Hacke gespaltene. Schübel aufgefunben. Tie Morbtat"n scheinen vom serbischen Kutscher Timitrows vcr- übt worben zu sein. 0) richlsiaal. Paris. 1. Dez. Das Urteil im Prozeß wegen bes Attentate? auf ben König von Spanien ist heute nacht gefällt worden. Die Geschworenen verneinten sämtliche Schuldfragen, worauf bie Angeklagten — der Täter selber ist bekanntlich nicht ermittelt worden und die ’JUt genagter »r-— w'r ..Bmdäclpinf" — frrini'fhTnfbcn wurden. Märkte. Gießen, 2. Dez. Marktbericht. Auf heutigem 'JVofheiniin* kosteten: Butter vr. Pfd. 1.15—1.25 Mk.. Hühnereier 1 -t. R-g'V;. 2 2tcf. 00—00 Big.. Gänfeeier 15—00 Via., Enteneier 6—7 T-ig.. 9;f or. Skck. 6—8 Pf., .stcuematte 2Stck. 5—6 Pfg. Erbst» vr. Liter 21 ’ ! Linkenvr.Liter32 Psg., Tnubcn pr. Tao v 0,80-1,00 Tlf., Hühneror -*? 1.00-1,60 Mk., Halme vr. Stück 0,80-1.80 Mk.. Enten vr 1,80-2,20 Mk., Gänse vr. Pfd. 60—70 Psg., Ocknenfleisch m.ä 72—82 Pfg., Kuh- und Rindfleisch vr. Pfund 70—7? 1Tcg., ' stcisth vr. Pfund 80—90 Psg.. Schweinefleisch, gc n, vr. 94 Pfg., Kalbfleisch vr. Pfd. 70—80 Pfg., Hamme! ch Vr. 50—76 Pfg. Welsche ver Pfund —.— Kcn tosst! vr. lyc» y. 5,00—5,50 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,00—8,00 Mk., Milch pet SitJ. 20 Pfg., Aevfel ver Pfund 10 bis 25 Psg., in Körben 00 «u Nüsse 100 Stück 30-40 Pfg.. Birnen ver Pfd. Mk. 0.10-^? Weißkraut ver Stück 8—10 Pfg., per Zentner Mk. 2.00—3.00,^ Marktzeit 8—2 Uhr. fc. Frankfurt a. M., 1. Dez. Heu- und Etre markt. Man notierte: Heu Mk. 3.60 bis Mk. 3.80, i3ttä Mk. 2.40—2.70. Tendenz: fest. Ku^en-Notiernngcn. Erz: Feruie G 5075, B 5125, Peterszeche G 180, B 210, Gießener lankwirlschaftlichcr Wetterdienst. Pr" anssichtliche Witternng in Heuen für Sonntag, b» 3. Dezember 1905: Leicht trüb. Temperatur wie heute, tre^ Näln'rfK Mrch die 6\ipnpitpr 'T',pttprfnrtp. Hintn -Oru 5 m lMuiflfH. Lübeck, 2. Dez. Wegen der F l e i s ch t e n e r n n g bewillig die Eutin-Lübecker Eikenbahngefellschaft sämtlichen Beamten h-? Arbeitern eine Teuerungszulage. — Bei Resnoei 1- Belt wurde ein gesunkenes Segelschiff englischer Baiiart e.e'un'- Die Mannschaft ist wahrscheinlich ertrunken. Berlin, 2. Dez. In einem an die Eisenbahn-D.chiomi gerichteten Erlaß verbietet der Verkehrsminister bn Genuß aller alkoholischen Getränke toäfircnb Dienstes des Eisenbahn-Personals. — Tie sozi a ldcm: kratische Fraktion des Reichstages hat nach Besprechung^ Vorwärts-Angelegenheit folaenden Beschluß gefaßt: & Fraktion erklärt durch die gepflogene Aussprache in Safe des Vorwarts-Kvnfliktes dte Angeleaeuhe,t für nch als erledig Petersburg, 2. Tez. Tie Gerüchte über die Vornöngcfr Hofe nehmen ernstere Gestalt an. Nach der einen Lcsm « Timitri Konstantinowitsch den Zaren an der Hand, einer anderen ein anderer Großfürst ihn anr Ko pf e t>ermvr• bet haben. Tas Hofministerium lehnt jede Erteilung von fl-r. fünften ab. — Ein Kvrrefpondent bat den Grafen Lco ToVv auf seinem Gute besucht. Tolstoi hält in überraschendem 1* mismus die gegenwärtige Lage in Rußland n t (bt für geföh l i ch. Die Industriearbeiter in den wenigen großen spielten keine Rolle gegenüber den Bauern, die den n-?fnitl:ri” Teil des russischen Volkes bildeten. Tie Bauern aber nicht an Revolution. Nur eine fleinc Partei teüolutior.ri Agitatoren wolle den Umsturz. Jedenfalls sei es nötig, bijfe bisherige Regierung, die sich auf Gewalt stützt, aufgclri r.» durch eine Regierung, die sich auf Liebe und Wohlwollen WM im Sinne des Ehristetztums handelt, ersetzt werde. - - HinW. fiert d^s Gerückst. daß in Zirsko'e Sselo unter den . Offizieren eine Verschwörung gegen den Zit'.i entdeckt worden sei. Selbst die Hofbeamten gebens, daß in Zarskoie Sselo etwas Wichtiges passiert sei. Sita wäre, daß die Garde nicht mehr zuverlässig sei. fe noch die Kosaken gelten für verläßlich. Es heißt, fämtli Nur echt mit Dreieck-ÄnEiiPByp. 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