Samstag, 21. Januar 1905 Nr. 18 Gießener Anzeiger General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen r 155. Jahrg ÄnttrttwHOmwf onB ffertag b* ÜxrtzserftiAtfiZnDatfrxitt R. Saa-O, •ufroi 8UMfhim, -S ch muß gegen jede Art von Terrorismus iiachdrucklich gisitmtz» weiden s Beifall rechts.) Ich beNage cs tief, daß noch keine Einigung zu stände gekommen ist. Dio zur Wermittelung berufenen Staatsorgane brocheu wurden. , Vl Wir haben jetzt 9-, 9N-, 9^2- bis lOstundige Schichtzeit. (Hört! Hört!) Selbst Verstöße gegen die Arbeitsordnung ließen sich die Unternehmer fortgesetzt zu Schu den kommen Was bedeuten dann alle Gesetze, wenn sie so befolgt werden? Da sollte man doch einfach dekretieren: Alle Gesetze sind cmfgehoben, was Rechtens ist, Dekretieren die Herren vom großen Geldsack. (Sehr gut! bei den Soz.) Tie Unternehmer versprechen den Landarbeitern goldene Berge, um sie nach dem Westen zu locken (sehr richtig! recbts) aber auch diese Arbeiter sind auf das schmählichste be- t'oqen worden (sehr richtig! rechts) und würden gern nach Dem Cften zurückkehren, wenn sie nur die Mittel dazu hatten. Das Verlangen nach höheren Löhnen ist auch.durchaus berechtigt. Ter Syndikus der Essener Handelskammer Herr Hirsch hat allerdings eine erstaunliche Höhe der Löhne herausgerechnet, aber er hat das nur mit Hilfe eines Taschenspielerkunststückes zu Wege gebracht. Er hat nämlich die Lohnzifftrn des allgemeinen KnapPschaftSvereins benutzt, diese rechnen aber nicht nach Tagelöhnen, sondern nach dem monatlichen Verdienst, der zur Berechnung des Tage atzes lediglich durch die Zahl der Arbeitstage dividiert wird, einerlei ob 25, 30 .Per 40 Schichten gefahren sind. Auf diese Weise kommt naturM ein höherer Satz heraus, als es der Wirklichkeit entspricht. Tie Knappschastskassen können nicht anders rechnen, weil es sich für sie nur um eine rationelle Festsetzung des Krankengeldes handelt. Webner wendet sich nun zu den einzelnen Punkten der Inter- pcllation uni) verbreitete sich besonders ausführlich über das Nullen der Waaeii, das in einer Art geübt werde, die den Arbeiter feder Kontrolle seiner Arbeitsleistung beraube. Die Arbeiter verlangen die Abschassung des Nullens. In England kennt man eS nicht, in Schlesien auch nicht. Nur im rheinisch-westfalischen Bezirk, da stand es in Blute. Häusig ist eS reine Sch, an-, die das Nullen verursacht, ganz unoerechtfert,gterwe,se natürlich. Auf einer Z-che sind 62 Wagen hinter einander genullt worden, lvoril hortl> Man bat die Leute Direkt bis aufs Blut gereizt auf manchen Zechen. qj?lin fßnr das durch das Wagennullen ersparte Geld fließt in die Ünteritünungskassen der Arbeiter. Ja, wer hat denn die Kontrolle rechnete, Herrn Möller immer beizustehen, wenn das Zentrum ein- i mal von Saarabien spricht und auf die dortigen Zustände hinweist, dann stehen Sie (zu den Nat.-Lib.) wie ein Mann dagegen. Ta- • mals aber in Herne, da haben die Herren dort graulich gemacht vor Saarabien, da haben sie gesagt, wenn die Hibernia-Verstaatlichung zur Wahrheit wird, dann bekommen wir hier gerade solche Zustände wie in Saarabien. (Hört, hört!) Tas Ansehen der Regierung im Nuhrrevicr liegt jetzt schwer am Boden. Gebern bei der Zechenstilllegung ist ein großer Teil des Ansehens zu Grunde gerichtet worden. Damals hat die Regierung keinen Finger gerührt, um dem gemeingefährlichen Treiben ein Ende zu machen. Jetzt, wo die 230 O00' Bergleute um ein wenig Licht und Lust kämpfen, da schickt man Gendarmen, da ruft man um Militär gegenüber den Zechenstilllegungen, die ganze Ortschafren verwüstete, die tausende von Handwerkern und Geschäftsleuten vernichtete! (Lebhaftes: sehr richtig!) Tie Herren von der Bergwerksverwalrung scheuen vor nichts zurück, wenn sie ihren Protzenstandpunkt aufrecht erhalten. Soweit gehen sie selbst, daß sie auch dem deutichen Richterstande Korruption vorwarfen, wenn es ihnen paßt. (Hort, hört!) Da muß ich mich wirklich darüber wundern, wie en'. Men ich solcher Selbstverleugnung fähig sein kann, wie Herr Moller sie übt, wie man eine solche Mißwirtschaft noch moralisch^imter'tntzen kann. Das ist nicht nur mir unverständlich, nicht nur Sozialdemokraten, nicht nur der Arbeiterschaft, sondern auch weiteren Krei,en der Bürgerschaft bis weit hinein in die oberen Schichten derselben. Aus Zentrums- und national-liberalen Blättern kann Herr Moller erfahren, wie man in der Bürgerschaft über die Zechenverwaltungen denkt. Wenn die Negierung sich nicht immer bloß an die Unternehmer, sondern aucb an Die Arbeiterorganisationen gewendet hätte, dann hätte sie wahrheitsgetreues Material über die Zustande im Ruhrgebiet erhalten. Trotzdem der Minister. Möller selber den Streik schon vor Monaten voraussah, hat er nichts getan, um ihm vorzubeiigen, um etwas dafür zu tun, daß den berechtigten Beschwerden der Arbeiter abgeholfen werde. Um die Anerkennung Der Arbeiterorganisationen durch die Unternehmer zu erzwingen, dazu bedarf es durchaus keiner Kraftprobe, wie Herr. Möller tm Abgeordnetenhause meinte, diese Anerkennung herbeizuführen, wäre, schon längst Aufgabe der Gesetzgebung gewesen. Wenn Herr Moller aber durchaus eine Kraftprobe will, — jetzt hat er sie. Man hat von jeher den Arbeiterorganisationen das Leben sauer gemacht durch Verdächtigung der Führer und ähnliche Künste, nicht nur den sozialdemokratischen, sondern auch den christlich-sozialen, den polnischen und allen anderen. Was das aber heißt, wenn die Führer bei den Massen verdächtigt werden, was das für schädliche Folgen haben kann, das weiß nur der, welcher die Psychologie der Masten nicht bloß vom Redaktionssessel aus, sondern durch die Erfahrung ituDiert hat. Tie Unternehmer haben den Streik systematisch heraufbeschworen (lebh. Zustimmung bei den Soz.), und wenn wir nicht unsere Organisationen hätten, so wäre es sicher schon zu den schwersten Ausschreitungen gekommen. Seit zehn Wochen schon hat es im Ruhrgebiet gegährt, es ist nicht wahr, daß die Leute un» vermittelt in den Ausstand getreten sind. Wer dies behauptet, hat entweder nicht sehen können, oder nicht sehen wollen Einen glänzenderen Beweis für die Berechtigung der Arbeiterwunsche kann eS doch gar nicht geben, als das Zusammengehen aller vier Organisationen, die sich sonst so scharf bekämpfen. Denken Sie doch auch an die Spende des Erzbischofs Fischer von Köln, der, wie ,ch> heute zu meinem größten Erstaunen lad, den Bergarbeitern 1000 Mk. zugewandt hat. Tiefer Streik ist eine Demonstration gegen die Ungesetzlichkeit und für daS Recht. Von zwei Seiten werden wir nur angegriffen, einmal von den Blättern der Zechenbesitzer und dann von der Presse der Anarchisten. Das überrascht mich gar nicht, die Gegensätze berühren sich eben; es herrscht hier eine gewiße Geistesverwandtschaft, und die Herren finden sich zusammen aus dem Gebiete der Ungesetzlichkeit. (Sehr gut! bei den Soz.) Es ist nicht wahr, daß die Bergarbeiter Kontraktbruch begangen haben; aber c§ ist selbstverständlich, daß in diesem Streik von den Bergarbeitern einer dem anderen beisteht. Wenn so oft in der niefe ein Bergarbeiter dem anderen Kameraden mit Gefahr des eigenen —ebens beispringt, bann kann er ihn jetzt nicht im Stiche lasten. Das ist eben Kameradschaft, das ist Solidarität. Und daß die,e Empfindungen unter der Arbeiterschaft vorwalten, .darüber zollte man sich freuen, wäre es anders, dann würden wir in sittliche und moralische Versumpfung versinken. Ein Kontraktbruch kann doch nur begangen werden, wenn ein Kontrakt da ist. (Lehr richtig!) Ter Arbeitskontrakt aber war längst null und nichtig, denn er war schon' von den llnternefjmern vorher oft genug gebrochen wordem Am 18 Mai 1889 hat der bergbauliche Verein sich ausdrücklich damit einverstanden erklärt, daß die Schichtzeit nur acht Stunden einschließlich Ein- und Ausfahrt betragen solle, und er hat ferner andere Zugeständnisse gemacht, die aber ausnahmslos spater ge- bie Frage bejahen kann. Es wäre ganz anbers gekommen, wenn Herr Stmnes, bevor er den Anschlag auf Verlängerung der Einfahrt auf Grunbe Vruchstraße machte, sich mit ben Arbeitern ins Einvernehmen gesetzt hätte. Es wäre bann zu beni Streik nicht gekommen. Man wirft ben Arbeitern Ungesetzlichkeit vor, baß sie angeblich ben Kontrakt gebrochen hätten. Warum denkt man nicht an die Ungesetzlichkeit der Arbeitgeber? (Zum Reichskanzler Grafen Bülow gewandt.) Daß der Anschlag auf der Zeche Bruchstraße ungesetzlich war, das hat ja das Einschreiten des Oberbergamts bewiesen., In den Kreisen der „nationalen" Herren spricht man sogar von Gesetz, von erworbenen Rechten. Warum haben denn die Zechen- v sondern eine große nationale Frage ist. Auf die unendliche Zahl von Einzelheiten, die ber. Abg. ■Ö»*' vorbrachte, werde ich nicht antworten. Dazu fehlt es mir an Feit, und die oorqebrachten Dinge sind mir auch 311111 Teil vollständig neu. Zweifellos werden sa viele dieser Punkte dem Dberberg- hauptmann und seinen Kommissaren vorgelegen haben, sie werden gründlich untersucht werden, und Sie können der gerechtesten und billigsten Beurteilung sicher sein, lieber die Maßnahmen bet Polizei kann ich natürlich keine Auskunft geben, da sie dem Minister des Innern untersteht. Ich weiß aber aus den Berichten der Aufsichtsorgane, daß man allerdings nach einer Richtung mit Herrn Hue übereinstimmt, daß nämlich die s e n s a t i 0 n e l l c n Nachrichten über Ärawalle und ähnliches übertrieben sind. (Lebhaftes hört, Hörti bei den Soz.) Ich will hoffen, daß cs auch weiterhin so bleibt (Große Heiter- leit), und daß es gelingt, die Disziplin "«ter Ihren Meuten auf- jeden länger dauernden Streik als einen solchen Notstand anseben — sondern in ihm nur ein Mittel zur Schürung des Haste? zur Stärkung des Klastcngefübls im Parteiinteresse sWidersvruä bei den Soz., lebhafte Zustimmung rechts.! Mas führt die forial demokratische Presse für eine Smache 0(’nenüber diesem Streik?' Es ist möglich, daß di? Führer aus taktischen und praktischen Gründen in diesem Augenblick den Ausbruch des Streiks nicht ge wollt haben. Nachdem aber der Streik ausgebrochen war. bring: jede Nummer feder sozialdemokratischen Zeitung, insbesondere der „Vorwärts", jeden Tag eine ganze Wagenladung CeL die ins Feuer gegossen wird. (Lärm bei den Sozialdemokraten.! Der Vorredner har der Negierung zum Vorwurf gemacht, daß sie einen Mangel von Voraussicht gehabt habe gegenüber diesem Streik, und dabei hieß es im ersten Aufruf der sozialdemokratischen Partei über den Ausstand im Ruhrgebiet über die Regierung und die Volksvertretung: „Un fere Regierungen sind kapitalistische Negierungen (Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten!. Unsere Parlamente sind Kapitalisten Parlamente." (Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.! Wie Sie diese Ausführungen mit Ihrem „Sehr richtig!" unterstreichen, wenn Sie toirfPTi diese Ansicht hegen, dann verstehe ich nicht den beweglichen Appell, den der Herr Vorredner an die Mehrheit dieses hohen Hauses und an die Einsicht der Regierung gerichtet hat. (Unruhe bei den Sozialdemokraten.! Entweder — oder! Entweder entbehrt dies Haus und die Negierung des Verständnisies für die Arbeiter ober aber Sie verzichten auf derartige Angriffe hier und in Ihrer Presie. Dann verzichten Sie auf solche Angriffe auf die Regierung, wie wir sie lesen mußten anläßlich der Vermittelungsversuche der Regierung, daß diese nicht im I''^rcsic des Arbeiters sondern des Kapitals handele, daß also d' rlb die Bergarbeiter von den Bemühungen der Kommissare des Herrn Ministers Möller nichts nt erwarten hätten. (Hört!! So erleichtern Sie uns die Derssi mutig im Ruhrrevier, von der der Vorredner behauptet hat. daß sie • am Herzen läge. (Sehr richttg!! Wenn Sie den Streik, es der Vorredner eingehend ausgeführt hat. toirflieb leguna empfiehlt. - Beides ist von mir zugcfagt. Da? erste Gesetz ist nt ber Be* arbeit"ng begriffen und nahezu fertig. Es bietet aber sehr große iuristische Schwierigkeiten, weil der Eigenttimsbegrtff etwas modifiziert "werben muß. Daß das nicht leicht ist, werden die Herren an- erkenu'n. An unS hat es nicht gelegen, wenn diese Angelegenheit noch nicht erledigt ist. Ein anderer Punkt, der zur Aufregung nefüfirf hat. ist die Wunusi-ankhcit. Wir haben unS nnt dieser Frage ia wiederholt beschäftigt und ich kann Ihnen nur bestätigen, daß unsere Anstrengungen zur Bekämpfung der Wurmkrankhett tn oneraischer Weise weiter fortgesetzt werden, nicht nur un Rubrrevter^ s -ndern auch in anderen Rev'"ren, wo neuerdings die Krankheit sich e'naeschlichen hat, weil einige Aerzte, die die Aufsicht hatten, sie nicht r-htig erkannt haben. Sobald wir die Krankheit erkannten, sind wir überall vorgegangen. Die Kraft der Krankheit ist gebrochen, wenn auch selbstverständlich bei einer großen 8"hl von Arbeitern hie angewandten Mittel versagen. So lange uns dw Aerzte kem Mittel geben, das die Krankheit mit Sicherheit beseitigt, werden wir nicfita nnberc? hm können. Au« hier liesst bei den Vermal. Umssen. namentlich im Rnbrrevier. kein Verscknilden vor. D'efe verwaltnnaen bnben in bervorrassender Weife Mittel angewandt, mn die .llrnnkbeit zu bekämpfen. Mittel 'N -'nem Umfange w>- nirnend? nnderbwo. Erst neuerdings hat man in B^ssien -'ne Ber. ordniina erlnilen. die der unkrissen falt wv'-tl'ch nachgeb'wet ist. es -rbebt sich aber fofort der Schrei. das, da« chic inttrttoflriÄe Saft für die Arbeitaeber sei. In England bat man sich dab'n ausge. sprechen, das, die Erfal'Ninaen m anderen Landern zwar einen ge. wislen Erfvlss. wenn auch keinen sicheren. v'gprrchen. datz aber Mannabmen erbebliche Kosten verursachen. W I r haben die Kosten nicht gescheut. Ich schabe die freiwilligen und erzwungenen Kosten allein für das Nubrrevier auf 7 biß 8 Millionen Cie tun also unrecht, wenn Sie den Zechenbesiberr' aus ihrem Verhalten lieg n. über der Wurmkrnnkbeit einen Strick drehen wollen. Herr Hus bat hervorgehoben. das; er und sein ssreund Sachse bemüht waren, einen grossen Bergarbeiterstreik lediglich wegen der Wurmkrank, beit"', Verbindern Im Crnm, der christlichen Gewerkvereine heißt es über diese Rede: „Tie Bergleute wünschen zu wissen, ob Herr Vuk bei diesen Sähen ein recht ernstes Gesicht gemacht hat, um sw glaubbast erscheinen zu lallen. ES ist uns nicht? bekannt von - ner nnauSgesehten, rastlosen Tätigkeit SachseS, um einen Streik h,ntm. »'halten. Wir nehmen an. Herr Sachse glaubt das selbst nicht. -Tatsache ist. das; durch die wüste Hebe der Sozialdemokraten dw Erregung künstlich gesteigert ist." lSört, hörtll In fernem Urte. ° Üb7r den Kontraktbruch aus Zeche Bruchstraße vermag ich Herrn Hue nickst zu folgen. Ich bedauere den Kontraktbruch um desientwillen so sehr, weil ich befürchte, daß, wenn die Besttmmungen "ber die Ein- dalh'ng einer Kündianngssrtst in der ^b-'ts°rdnunss sich als 'weck, los erweisen, die Arbeitgeber tn großer Masic davon Gebraus ; machen werden, gar keine Kündigungsfrist emzufubren, wie eS j Herr Bebel im Jahre 1890 gegen meinen heftigen Widerspruch ge. recht zu erhartrn. MchtS toh» ht höherem Grade dazu bettrage^ den Respett vor Ihren Organifattonen in toeifc £u fiet ihnen bisher feindselig gegenüberstehen, al8 wenn sie es verstehet, die Massen so in Ordnung zu halten, daß eS zu ^men Aussch>r - ttmgen kommt. Das Verfahren vor dem Gewerbegericht ist gar nicht in Szene gegangen. Niemand kann wißen, waS vor dem Ge Werbegerichte passiert wäre. Hier gerade seht zu meinem großen Bedauern die Unbesonnenheit ein. Die ganze Stimmung im Ruhr- rcvier hat dazu geführt, in den Streik einzutreten, ganz einerlei, ob die Zechen schuldig im Sinne deS Abg. Hu^Umren «ober Nicht. Herr Hue gibt ja selbst zu, daß eine große Zahl von Zechen vor banden ist, die auch er loben muß. Herr Hue hat weiter flefafit die Deputatkohle sei ein altes Gegenseittgkeitsrecht. Nach den mir zugegangenen Berichten von meinen Behörden ist eine angemessene Zahl von Wagen den Arbeitern zur Verfügung gestellt. Herr Hue hat meinen Bericht im Abgeordnetenhause als erschwerend für die Verständigung hingestellt. Ich habe mich> tut Abgeordnetenhause ebenso streng wie hier enthalten, irgend etwas anderes zu tun, als nach den mir vorliegenden Berichten zu berichten. Wenn diese Berichte irrig sind, so bin ich gern der Belehrung zugänglich. Die Frage der Stilllegung der Zechen hat zweifellos große Auftegung hervorgerufcii. Eß wird Ionen ve- fannt sein, daß wir im Abgeordnetenhause eine Kommission em- nefcht haben, die sich mit der Feststellung der Zechenstilllegung beschäftigt und daß dort eine einmütige Resolution zu Stande ge- wmmen ist, die eine Aenderung des § 85 des Berggesetzes verlangt und die ferner den Versuch der zwangsweisen Zechensttll- Was die letzte große Streitftage, die Frage des Nullen», betrifft, so muß ich hierbei eine kleine Berichtigung dessen eintreten (affen, was ich im Abgeordnetenhause getagt habe. habe dort gesagt, daß an feiner Stelle mehr als zu 3 Prozen im Durchschnitt genullt sei. Herr Sachse meint, daß schon eine 2^ prozentige Nullung viel wäre. Ich mache zunächst barauf 1890 das Nullen noch eine ganz andere Maßregel war alheute denn damals flosien die genullteii Arbeitserträge m die Kasten der Bergwerke, während sie jetzt tn UnterstuhungSkasten fließen. Ich habe aber erfahren, daß auf einigen Zechen ^'Hungen über 3 Proz. oorgekommen sind. (Hört, hört!s Wir werden diese Falle untersuchen. Auf weitere Ausführungen verzichte ich. Ich bin der Meinung, daß das Eingehen in weitere Details hier Hause die Lache nicht fördern kann, sondern daß die Untersuchung der Emzel- mlle der Kommission überlasten bleibt. Alle Klagen werden nach Materien und Revieren geordnet und gesichtet werden, und es wer- bei für di- verschiedenen R-vi-r- besondere Unieriuchungskam- miffionen eingesetzt w-rd-n, damit di- Arbeit rnfebrr neforbert w'rd Ich spreche nach wie vor meine Uebcrzcugung aus, daß w'r a>u 'eiten der Bergverwaltung unsere Schuldigkeit getan haben, und ich .'rwarte, daß alle, die wirklich ernstlich den Frieden wollen, unse- Vorgehen nicht dadurch erschweren, daß sie durch einseitige Stellungnahme die beiden Parteien reizen. (Beifall.! Auf Anttag des Abg. Singer (Loz.) beschließt das HauS einsttmmig die B e s p r e ch u n g d e r I n t e r p e l l a t i 0 n. Abg Stötzel (Zentr.!: Tas rücksichtslose Vorgehen des Berg» bat,Vereins hat die Arbeiter in den Streik getrieben. Schon daS Sttlllcgcn der Zechen hatte die Arbeiter im höchsten Grade erbittert. Dazu kam noch, daß die Arbeiter fortgesetzt in einer Weise behandelt wurden die nicht mehr febön ist. Namentlich die unteren Beamten tun sich darin hervor. Die höheren Beamten schließen sich ein und bekommen die Arbeiter gar nicht zu sehen. Doch gibt es auch Ausnahmen Viele Arbeiterforderungen sind schon von unS 1892 bei der Beratung des Berggesetzes im Abgeordnetenhause ''efüiwortct worden. Aber alle unsere Anträge sind abgelehnt morden. Ter verstorbene Dr. Hammacher hat 1889 die Verhandlungen geleitet und den Frieden wiederhergestellt. Aber et bat damit keinen Taut geerntet bei den Bergwerksbesitzern. Et selbst hat es mir erzählt, daß er feit der Zeit viel zu leiden ge- b.» W ’S*’“* Ruhrrevier nochmals anS Herz rege, v 1 finite.) r^Ms»r?mttiTfter Möller: Herr Hue hat zwar in Pr-nß'fch-r S--nd-ISm,n' t-r auch °'-l- h-stig- ruhigcr W-if- gcfprocki-n. adel nicht zur Beifegunss des Angriffe in seiner Rede -ntl,altem dl- "'W SonfHUS beitrastn werben. ' Rolle zu spielen, shart, gemacht, weiterhin viesewe U p Ohne unparteilich « er- W «L sind w auf^m-m »,,t0A"iXn bie" Lt7aus ’Ännb bekommen ^be, werden meine^ommifiare SeHeÄt^Ä diesenigen Beschwerden entgegen- pcnomm n U?n. dw bi- von den Ar e.tern ^'t'e^n.nb « würL sehr erwünscht sein, auch weitere, Be- (ckiwerden von 'ihnen schriftlich entgegenzunehmeii, und wir wurden tt°daiin jede dieser Beschwerden prüfen. Nach diesem Rezept wird auch weiterhin verfahren werden. ,Zuruf bei den Soz.: „Und d,e habt hätte von den Leuten. (Hört! hört!) Abg. von Normann (kons.!: Ich habe zu erklären, baß wir es ablehnen wüsten, in eine Prüfung der Einzelheiten einzutreten, so lange die unter Kontraktbruch vollzogene Arbeitseinstellung andauert. (Gelächter bei den Soz.s Sobald dieser Rechtsbruch beseitigt und die Arbeit wieder ausgenommen ist, werden wir wohlwollend nach beiden Seiten hin in eine Prüfung eintreten, (erneutes Gelächter bei den Soz.s bis dahin aber erwarten wir, baß die öffentlichen Behörden mit voller Energie alles, tun, um den Arbeitswilligen den notwendigen Schutz zu gewährleisten. (Gelächter b. d. Soz.) Wir freuen uns aufrichtig, daß der Reichskanzler sich in diesem Sinne sehr energisch hier ausgesprochen hat. (Beifall rechts.! Hieraus vertagt sich das Haus auf Sonnabend, 1 Uhr. Tagesordnung: Interpellation der Konservativen bezüglich der Handelsverträge und Fortsetzung der heutigen Debatte. — Schluß 6 Uhr- bet der fortschrittlichen Fahne zu halten. Auch bei den christlichen Arbeitervereinen fbielcn Partei mteresten hinein, und vollends die sozialdemokratischen Gewerk schäften, sie sollten ja von Anfanq an gar nichts anderes fein als Ererzierplätze unb Manöverfelder für eine Partei des Umsturzes als eine Schule für die Erziehung der Arbeiter. Was die cnalifchen Gewerkschaften Großes geleistet haben, das haben sie geleistet ain rem wirtschaftlichem Boden ohne jedes Ansehen der Partei. Was bet uns not tut, — das betone ich besonders gegenüber dem^Herrn Vorredner, obwohl er in seinen Ausführungen bemüht gewesen ist. den Sozialisten zurücktreten zu lasten hinter dem Bergarbeiter — ber Sozialdemokrat schimmerte aber doch durch (Heiterkeit!,— das i" die Emanzipation der in Berufsvereinen aller Art organisierten Ar beiter von der Parteipolitik und namentlich von der Politik einer Partei, deren geistiges Oberhaupt schon vor Jahren und Jahr zehnten die Führer der englischen Gewerkschaften, weil sie die Lage oer Arbeiter auf friedlichem Wege ohne Streiks zu Hestern bestreb' sind, für Verräter erklärte, die jeden wirtschaftlichen Fortschritt unter der gegenwärtigen Staats- und Gesellschaftsordnung für aus geschloffen erklärt, die auch in dem Elend eines nicht glücklichen Stteiks nicht eine Art nationalen Notstandes sieht — und ich würde Den u« r öie et Qtti b.. U”'l™uTnkmWr ,8 n6flcleSdt m!t Stt eX iw’Ä M weiß das eine: Wer sich einm,sch in Streiks, obne gerufen zu werden, der kriegt m der Regel v beiden Seiten Prügel. (Große Heiterkeit.! Das ist eine alte Er- salwunss Daß wir ssfeichwvbl in diesem Streik 6te verm'ttelnbe Rolle zu spielen versuchen mußten, wie die Situation liegt, darüber war ich mir keine» Augenblick 'M Zweifel undder Her. Reichskanzler war mit mir einer Meinung, daß daS Ocschc) müsse Bei einem Streik in dem Hauptkolstenrevier des Kon- tinents handelt es sich um Fragen, die unendlich w'chttge^sind als bei jedem andern Streik. Auf reden Kohleuarbei^ter werden m kurzer Zeit viele andere Arbeiter kommen, die miifeiern miiüen. Darum "hat dieser Streik einen weit über reden anderen bmaus-- gehende Bedeutung. Deshalb mußte ich, obgleich uiiperufen unb trotzdem ich fest überzeugt gewesen bin, von beiden Seikn anne- nisfen zu werden, doch schon von Anfang an den Versuch zu einet Beilegung deS Streiks machen. Nun werfen Sie mir vor, ich batsi den erplosiven Ausbruch des Streiks schon langst vorhergesehen und doch nichts getan. Da sage ich: Mit den Forderungen, welche dic- Arbeiter in den Vereinen unb Versammlungen vorbrachten, war fein Gluck zu machen bei den Vertretern der Arbeitgeber, und erfolglose VermittelungSversuche wurden die Regierung nur diS- kreditiert haben. Wir haben aber in jedem Fall, wo ^eschwerren 'aut wurden, die unteren Behörden zur Berichterstatlimg aufge' ''ordert, und in vielen Fallen ist auch Abhilfe erfolgt. Wir haben inch effektive Ansätze zu Streiks zu beheben versucht. Wir haben mit Erfolg c5 fertig gebracht, daß derartige Ver- fuche, die EinfahrtSzeit zu verlängern, nickst verwirklicht sind. Dem '-at Herr Hue zugestimmt und damit anerkannt, baß wir keines vegS ftillgesessen haben. (Zuruf: Warum denn nicht auch bn Bruck-straße?! Bei Bruchstraße haben wir alles getan, toa« uns nöglick' war. Bruchstraß-.' hat die verlängerte Zeit einführen wollen, wir haben aber gesagt, baß man nickst dazu berechtigt sei. raß eine lttägige Kündigungsfrist innegehalten werben müßte, daraus rsi 'ic Anordnung sofort zurückgezogen worden, aber baraur hat Bruchstraße am 22. Dezember gekündigt zum 1. Februar mit Der Bemerkung, daß bann die verlängerte Zeitdauer eintreten wurde. .Ne Arbeiter, dic nickst gewillt seien, auf diese Bedingung einzu- vben, sollten das Recht haben, auszutreten, unb 1100 Arbeiter haben ihre Zustimmung zu dieser Aenderung des Arbeitsvertrages 'erfasst. Das gesibah in ben ersten Tagen des Januar. Dann 'am der Versuch der Vermittlung durch das Oberbergamt. Ta. 7berbcrgamt hat die Arbeiter durchaus korrekt verwiesen an DaS Berggewerbegerickst. das meines ErackstenS das geeignete ,vorum zur Ausgleichung gewesen Ware. Tie Vertreter ber Arbeiter haben auch diesen Vorschlag dankbar aeeeptiert, und zugesagt, ihn am ' sistgenden Tage zu befolgen, dann aber ist das eingetreten, was >\e Erfahrung in anderen Ländern auch gelehrt hat, — dann ist rplosionsartia der Streik auSgebrock'en. Ta trat der Moment ein, ' to Sie Herr Hue. Herr Sachse unb andere die Leute nickst mehr m ber Hand hatten, unb durch diese Tatsache haben Sie (elbst dem Gewerkschastsgedankeu, für den Sie sich so lebhaft ter eine reu. inen empfindlichen Stoß beigebracht. (Unruhe unb Aha! bet den ^oz! Denn jebt wird man sagen: „Die Arbeiterfüorer haben ihre Leute ia gar nickst in der Hand. Man hat immer behauptet seitens >cr Gelehrten: der einzige Weg, um zu einer Verstandigimg zu kommen, sei die Begründung von Organisationen, weil der orgam» üerte Arbeiter der Veriiunst zugänglich sei, und der nickst organisierte dem Zufall. Und hier haben wir gesehen: der Zufall hat regiert. sLebh. Zurufe bei ben Soz Präsibent Graf BaNestrem bittet wiederholt, den Redner nicht zu unterbrechen.! Sie selbst Haven ja ave möglichen Versuche gemacht, den Streik zu lokalisieren, ete haben ganz klug überlegt: Wir wollen nur Herrn ehnneS an den Kragen geben und uns nickst die Finger verbrennen mit einem großen Streik, der uns unendlich viel Geld kostet. Wollen Sie da. leugnen? Sie haben sich zwei bis drei Tage lang alle mögliche Mühe gegeben in Versammlungen, die Arbeiter zur Vernunft zu bringen, ihnen beizubringen, daß ber Streik aussichtslos (ei, und irotzdeiu haben Sic feinen Einbruch gemacht. (Zurufe von den Soz.j -as ist ein trauriges Zeugnis für die Kraft Ihrer Organi» iation. (Widerspruch bei ben Soz.j Ich bitte Sie nun, damit wir ^u gesunden Verhandlungen und zu einer Vermittlung gelangen, die Sache mir nickst allzu schwer dadurch zu machen, baß Sie meine Person unb meine Verwaltung verdächtigen. Nur wenn wir uns absolut neutral verhalten, sind wir in ber Lage, nach beiden Seiten zu vermitteln, unb wenn Sie das wollen, bann müssen auch Sie Enthaltsamkeit üben, gerade so wie wir. Herr Hue sagte, er wolle nicht als Parteimann sprechen, sondern nur als Gewerkschaftsmann Er hat bas im ganzen auch getan, ich möchte ihn aber bitten, auch einmal wieber ben Parteimannsrock anzuziehen unb auf feine Presie einzuwirken, daß sie aufbören, in ber maßlosen Weise zu agitieren wie bisher. Wenn es in einem Artikel Ihrer Presse z. B. heißt' Die Arbeiter seien mit Skorpionen gezüchigte Grubenheloten, denen die Wurrnkrankheit den Leib zerfrißt und in dieser Art die breiten Masien von Ihrer Presse traktiert werden, dann wird man sich nicku wundern, wenn Ihre mäßigenden Worte keinen Einfluß mehr haben. Ich bitte Sie also, dahin zu wirken, daß diese Kampfes' weise gemiibet wird unb daß mir anerkannt wirb, baß die Beilegung dieses Streiks nicht nur im Interesse ber Arbeiter liegt nicht provozie ‘ ' iben, wenn ber Streik — Herr Hue bestätigt mir das durch sein Kopfnicken — wenn der Streik sogar gegen Ihren Dillen unb Wunsch ausgebrochen ist: wo bleibt da die Hoffnung des Abg. Bebel, daß in seiner Zukmiftsgesellschaft die Frage ber Produktion sich spielend lösen werde, daß es ihm möglich sein würde, d'" Massen in ihrer Bewegung (Lachen bei Den Sonaldemokraten! < .szuhalten. Ter Vorredner hat ben Ausbruch des Streiks auf die materialistische Art der Arbeitgeber und auf aufreizende Artikel der bürgerlichen Blätter /urückgeführt. So einfach liegt die Sache dock nicht. . Alle Revolutionäre, wie schon vor hundert Jahren die der Iacobiner, können wohl Leidenschaften entfesseln, zügeln aber können sie sie nicht. (Sehr richtig!! Die am lautesten klagen über das Regiment ber Arbeitgeber, werben wohl auch die Hauptschuldigen sein mit ihren seit Jahrzehnten betriebenen Anschuldigungen und Hetzereien, wenn, wie ,ch behaupte, gegen die Hoffnung der Negierung und der großen Mehrheit dieses Hauses der Streik sich ausdehnt und die armen fanatisierten und verführten Arbeiter und ihre Familien in Elend und Not bringt. (Sehr richtig! Unruhe bei den Sozialdemokraten.) Der Vorredner hat gesagt, daß aus der Unbesonnenheit oft Gutes hervorgehe. Ich bin im Gegenteil der Meinung, daß auf sozialem Gebiete nur durch Besonnenheit dauernde Fortschritte zu erzielen sind. (Sehr wahr!) Deshalb hoffe ich, daß die Beratungen des Hauses getragen sein werden von ÄÄV iS? S Arbeitgeber geschoben und gewiß, wenn die von dem ^^ ä, L Wunsch ÄÄ« nach °°m°inf°m-n Verhgndlung-n, mit den Vertretern der Arbeiter 'gnorwren s-lw».Jo da§ gerade so mißbilligen, tote ich trotz der nach . verfehlten Rechtferttgimgsversuche desund be- stellung der Arbeit ohne vorherige Kundtoung mchvtt 6 danre. fAbg. FNch er-Berlin, cm.: » ? «« b Nn- deninitStSvorlagc! — Heiterkeit lmkS.f Man m'ig orew recht unter Anfrechterbaltung deS oNlleme'nw'rtfchafti'chen famtintercsieS möglichst von dem agitalorifchen ' ' ' n scheiden, und das bedarf einer fehr '°rgfamen Unterfochung. UM eine solche gerecht vorzunebmen, dazu 'N iß , ,, 5» WÄK Bss. beute vorgelegt find. Klagen begegnet >wer d,e angebliche Rat- und nuferer" an^die ^Achtunq"von Krone E.^lmd Äigkeit gewobnten GefeMchast ein starkes Mißtraiien bervor gegen d.e vereinig Aapitalmacht der großen Zechenbcsiber Banken, dm ia m d H-berniaanqelcgenbeit sich bemerkbar gemacht ^t, und die der ^or rcdncr zu meinem Bcdaucni ausgiebig hcrangczogcn hat stehen v^r einem sehe schwierigen Problem dasimandereni^Kn tue. staateu ebenso wie bet uns nocp der Lostmg harrt. Im west y. auf die Vereinigten Staaten, wo die Stmdtkats-, um Trustbildung am weitesten fortgeschritten ist, wo eine weise Zen tralverwaltung und ein weiser Präsident fdion crfc/V'1' .L c* Staat vor Schaden zu bewahren. Bei uns ist die Aisigabe m eine Richtung erleichtert. Ick denke dabet an die vorbildlichen der deutschen Sozialpolitik, ich denke an daS Gefühl^der soZtalev Verpflichtung, das die deutschen Unternehmer die schweren Lasten Opfer und Kosten der sozialen Gesetzgebung mittig tragen laßt unb sich fortgesetzt, daS möchte ich besonders hervorheben, tn groß- artigen fteiwilligen Wohlfahrtseiiirichttmgen für die Arbeiter bc tätigt. (Unruhe bei ben Soz., Zwischenrufe.! Aber auf der am cvv Seile (erneute Unruhe bei ben Soz.( — würden Sie die Gute baben Ihre Bernetktmgcn vorzubringen, nachdem ich geendet nabe, liegen die Verhältnisse bei uns besonders schwierig. Tie, Arbeiter Organisationen sind in Deutschland nicht aus einem wirtschaftlichen Bedürfnis natürlich entstanden (lebhafte Unruhe bet ben Soz.! sondern sie sind (erneute Unruhe) — lasten Sic mich, bitte, meine Gedanken ausfübren — von dieser oder jener Ausnahme aboe sehen, im wesentlichen Werkzeuge der politischen Parteien. (Wider spruch bei den Soz.! Wenn Sie das beftreiten, so weise ich Ei' beifvielsweisc auf die Hirsch-Dunckerschcr. Gewerkschaften bin. br denen doch gewiß bestimmend das Motiv toar, dic Arbeiter gegen über der Agitation, der genialen Aosiation von Ferdinand Lasialli •SfeÄ P'K * fti ganl1 ^it,t t«