Giessen liiilit 26 fd. 90 Pf 1 50 , 80 " » 80 ” >oae 35 di **30 Mk 38 ft, 25 „ 30 ” sehe 27 » jtr. 30 » 53 * ht. nm! 'M ing nstwerk Qualitäten 10,140, MM ehe ein, .feie hier! Giessen k 20 pfg. i 6 „ i25 „ chor, auMtf* S>ädtm «* W LS ä* t Ar Srwachjen^ Mg., Kinder 10 VS- .... m^reiauna. !t llt ver *- Strack ^ufilo l9 ßirr Sernhard' LH-.M L-SOr fteabt n iifl-ra -— Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Die üeulige Kummer umfaßt 10 -eiten. Freunden dienen. sicherung mit der- vie im gescUschaft- 19. Okt. noch nicht Pfllitifthr Tagesschau. Der enthüllte KriegSplan. N. Berlin, Die allgemeine deutsche Eisenbahn-Tarifreform wird vorläufig, nachdem die bayerische Negierung daS gute Heidelberger Programm der BetriebSmittelgemeinschast durch- löchert hatte, als gescheitert betrachtet werden müssen. Die Tapferkeit badische Negierung zieht die richtige llonseguenz. i“r- r" ' jellen-ptclS: lokal 12 Ps^ uömärtS 20 Psg. ter und Flotte. Gin Teil der Forderungen der neuenFlotten-Dorlage, bie iin Noveindkl dem Reichstage zugehen durste, soll in einem oerstärkten Ausbau der Hochsee-Torvedoboots- t(otte liegen. Bisher rourbe alljährlich nur der Bau einer Hoch- see-Tioision in Angriff genommen. Im Gegensatz zu anders „Sie haben Italien verfuhrt." Tie „Nordd. Alla. Ztg" schreibt: Wir enMehmen einer Meldung der „FE ^tg." ouS Nom fcati im Neapler „Mattine" ein Herr Jean Gnrrire behauptet eine angebliche Aeus^rnng deS französ-cchtn Miu'lerpröfideuteu Nmivic-r zu seinem friH)'ren Aw tsqeu offen DelecssS „vous avez döbauchß l'Jtalie" sei nur ein Zitat eineS Wortes S. M. des Kaisers: S. M. solle im vorigen Jahre in Süd-Italien einen französischen Freund empfangen und scherzend zu ihm gesagt haben: „Ihr Franzosen flirtet mit England, tanzt mit Spanien und nun „vvuS m'avez d 6 bauchs l'Jta11e . Wir sind zu der Feststellung ermächtigt, hast diese Gffckffckste, wie olle Erzählungen, die das Wort vom Debauchieren Italiens bcrn Kaiser zuschre'ben wollen, vom ersten bis zum letzten Wort frei C T f Vf? nur zweckmäßig daß von deutscher Seite jeder Versuch der Legendenbildung, soweit sie dazu dient, die deutsche Politik zu verdächtigen, schleunigst gestört wird. In Italien sollte man etwas vorsichtiger sein mit dem Duf- tischen pikanter Details, denn die Rolle, die von der italienischen Diplomatie während der Marokko-Krisis gespielt worden ist. ist immer noch nickft ganz klar und verständlich. Fürst Bülow, der im November den Besuch Tittonis erwidert, wird wohl Gelegenheit nehmen, den Minister des Auswärtigen zu befraai-n wns es mit der Darstellung der „Tßpeche de Toulouse" auf sich hat, wonach Tittorn eine französisch-englische Abmachung als die „beste Friedensbürgschaft" wi'Nkommen geheißen haben soll, indem er dem französischen Botschafter in Rom sagte: „Deutschland würde niemals wagen, Sie anzugreisen". Daß Deutschland diese Abmachung, richtiger das Bündnis zwischen England und sfrantreich, sehr ernlicb zu verhindern bestrebt war — bekanntlich mit Erfolg — war nach derselben Darstellung schreibt hierüber u. a.: Die in Deutschland häufiger werdenden Riesenkampfe finol nicht vom GefühMandpunkte auS zu beurteilen. N'AS wirkt darum komischer, als wenn in Barte:- ober GewerkschafiSblättern zum Gotterbarmen über die Kvmvffuhrung der unternehmerver-1 bänbe geflennt wird, waS man jetzt bei der großm AuSs^rrung in der Berliner Elektroindustrie wieder so vielfach beobachten konnte Als ob die ^werksckwften ni t dasselbe tun würden, wenn sie es könnten, als ob die von den Anarchisten und den sozialrevolutionären Gewerkschaften Friedebergscher.Db>ervanz Pro- padierten Generalstreiksaktionen, die m W tn Dresden der bürgerliclxm Gesellschaft proNam'erte Todfemdschast und her in Jena sakrameutierte polit. 972offen)tretf im Grunde gommra etwas anderes wären, als rücksichtsloser Kampf um ^stere Freiheit und Macht der Arbeiterklasse! Im Gewerks' Meben und im Massenkampfe stoßen nun emmal die GegmsStze hart anein- ander . . . Diese Gefühlsduseleien smd also lächerlich, wae ebenso lächerlich die An sielst wäre, die Unternehmer unserer Gewerbes Sta nur im fffcWnen Augen der Vuchhcuckergehilfen willen oder um eines reputierlick>en Ansehens nach auhen wegen weniger rückständig oder weniger brutal als ihre Klasscugenosstu in anderen Berufen. Re n, die Erfahrung, die beste Lehr- Meisterin im Leben, hat sie, und uns bafrn uns Gott sei Tank jetzt befinden, affen anderen Gewerben weit voraus in der Fwbrikkonstitntion. Dieser Entwicklungsgang ist bekanntlich auch im Buchdruckgewerbe nicht so »°r iich gegangen, daß beide Teile in Glacehandschuhen sich bte artigsten Kvmpli- 'n^Aus^^wirtschastlichen und sozialpolitischen Gründen bleibt es selbstverständlich wünschenswert, daß sowohl der Strei! wie die Aussperrung möglichst vermieden werden. Tenn beide KvmP'csarten bringen stets mittelbar und unmittelbar eine Schädigung der Produktion und eine Verminderung des Nationalwohlstandes mit sich, mdem ffe zugleich durch Verschärfim- der Klassengegensätze eine so- zurle Verbitterung zum mm besten in den Füllen zuruck- gegnen sei. «heute liegt ein neues Moment vor, das die Enthüllungen deS Pari,er ,',Matin" — gleichvi l, von wem diese Mitleil- ungen anSgegangen sind — in dem entscheidenden Punkt: Beistandsanerbieten Englands ob-'T König Eduards — sehr zu bestätigen geeignet ist. Em Leitartikel der „France militair e", des gelesenst-n Blattes Frankreichs, vom 1. September d. I. hat, worauf die „Krenzztg." aufmerksam macht, die Hilfeleistung Englands in genau demselben Sinne behandelt wie einen Monat später der „Malin" andeutete! Lllso der Vorschlag der Landung in Schleswig-Holstein, „kombiniert mit einer mächtigen Aktion der vereinigten englisch- französischen Flotten in der Nordsee und Oft fee". Und nicht nur das: Auch der Plan der Besetzung des Nordostseekanals durch England wird in der Auseinandersetzung der .,France militaire" ein» gehend daraelegt! Daraus folgt, daß bie Enthüllung des ,',Matin" nicht aus der Luft gegriffen sein kann, weil augenscheinlich ernsthafte militärische .Kreise Frankreichs seit längerem mit der Idee ,icb besaßt haben. Daraus folgt ferner, daß wahrscheinlich die Anregung zu der England zugewiesenen Ausgabe m einem deutsch-englisch-französischen Kriege von englisu^er Seite gekommen ist. Daraus folgt endlich, daß mindestens die Grundlinien des Planes zwischen den leitenden Strategen der beiden Länder bereits festgestellt wurden. Tie „Krenzztg." bemerkt, daß der Kriegsplan gegen Deutschland nicht auf flÜchtiaem, vorläufigem Meinungsaustausch, sondern auf wohlüberlegter, militärischer Beratung beruhen müsse. Tas Beste an diesem Plan, den man getrost dumm /ernten darf, weil die versprochenen hunderttausend Mann en gl. Söldner — vorausgesetzt, daß die tapferen Mannen überhaupt zur Stelle wären — die Besetzung Schleswig- Holsteins nicht erzwingen können: das Beste an diesem Plan ist eine naive Preisgabe. Selbstverständlich erscheint die „France militaire" nicht unter Ausschluß der Oeffentlichkeit. Die Beitrage di"ses Blattes werden nicht minder sorg-faltig als in Frankreich auch von unserer Heeresverwaltung studiert und es wird daraus ebenso begreiflicherweise die Nutzanwendung gezogen. Wenn nun gerade d e r Operationsplan offenbart wirb, der für die Mitwirkung Englands in einem Kriege Frankreichs gogcn Deutschland in der Tat der gegebene ist, wenigstens soweit die Verwendung der englischen Flotte in Betracht kommt, so kann man für diese Offenherzigkeit nur dankbar sein. Es wird schon dafür gesorgt werden, daß ein solcher „englischer Besuch" einen heißen Empfang findet! „Metin" und „France militaire" mögen nur so weiter enthüllen: damit leisten sie dem Frieden schätzbare Dienste. — In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurde der Antrag der Sozialdemokraten, den Magistrat zu ersuchen, Mittel zu ergreifen, um in Zukunft die Beschäftigung von Feuerwehrleuten bei Arbeitskämpfen, rote bei der AuS- fixrrimg in der Elektro-Jnduslrie, zu verhindern, mit 89 gegen 27 Stimmen abgelehnt. - - Lübeck, 19. Olt. Die Hansestädte faßten ben Beschluß, im Bundesrat gegen den Antrag Preußens auf Erhebung von SchissahrtSabgaben aus freien Wasserstraßen zu stimmen Koburg, 19. Cft. Großfürst Cyrill von Rußland hat am Festungsaraben für eine halbe Million Mark ein größeres Grundstück" erwarben. Ferner kaufte der Großfürst m der Nähe von Tölz in Oberbayern ein Schloß. Köln, 19 Okt. In einer Z e n t r u m sv er sa m m l ung crTlarte der Abg. Dr. Spahn, bei der Biersteuer müsse man b'5 Hauptaugenmerk darauf legen, daß hauptsächlich die großen Brauereien getroffen würden, während der Tabakzoll nur die feineren Taba ksorten treffen dürfe. Der Einführung einer Reich serbschaktssteuer werde der ReickMag keine ablehnende Haltung gegenüber einnehmen, -sollten neue Mittel für eine Verstärkung deS DeereS ober per Flotte gefordert roerben, würde die Zentrumsftaktton erwägen müssen, ob das deutsche Volk auch die Mittel aufbr ingen könne, und komme man bei diesen Erwägungen zu Abstrichen, so dürfe man der Partei hierüber keinen Vorwurf machen. Karlsruhe, 19. Okt- Bisher liegen die L a n dtags- wähl- Ergebnisse aus 56 von 73 Wahlkreisen vor. Definitiv gepfählt sind 41 Abgeordnete und zwar 17 Zentrum, 15 National- liberale, 3 Demokraten, 5 Sozialdemokraten und 1 ^mserv. Bünd- tcr. An den 15 Stichwahlen sind beteiligt: ba8 3ejttntm in 14 Fallen, Nationalliberale in 10, Demokrat^ w 4 Sozialdemokraten in 13, Freisinnige ht 1, konservative Bündler m 4 und sonstige in 2 Fällen. Tie Mockparteien haben blSher 18 sichere Mandate und sind an 14 Stichwahlen beteiligt. München, 19. Cft. Tie Obstruktion, in dem Gemein d e k o l l e g i u m ist beendet. Man ewigte sich dahm, die beiden Rechtsrstsstellen zur Bewerbung ansziffchrechen. Die Geldstrafen, die über die kürzlich zur Wahl nicht erschienenen Mitglied'r Uerben'-t norden ronr^n bnd »nrüe genommen worden. des ftanzösischen Blattes Tittoni kein Geheimnis. Mso, das Chnrakterbild der italienischen Diplomaten schwankt einigermaßen in der Geschichte. Niemand kann zlveen Die Akten über den „Fall Delcassö" können . geschlossen werden. Jeder Tao bringt neues Material hinzu. Von einem halb gelösten Problem vermag man nicht leicht ich zu trennen. Tie engl^he Regierung hat jedes Bei- tandsanerbicten Großbritanniens an F-rankrcich. jedes Dei- tandsgesuch Frankreichs in den Bereich der Erfindungen verwiesen. In Berlin wurde die Versicherung mit der« jenigen Höflichkeit entgegen genommen, die im gesellschaftlichen Leben üblich ist gegenüber „konventionellen Lügen". Ter Takt gebietet, nicht in eine genauere Erörterung ein- zu treten. Tie Taktfrage kommt in diesem Falle für die Oeffentlichkeit nicht in Betracht. Wenn man eben einer großen Gefahr entronnen, ist es natürlich, daß man sich danach umschaut, welche verhängnisvollen Umstände zn- fammengewirkt haben, die Gefahr heraufzubeschwören Tas ist natürlich und verständ-'g, denn man lernt dadurch, auf welche Weise einer Wiederholung solcher Situation zu be- preife* führt ein Landwirt in der „Deutschen Tagesztg." üsiA folgendes lehrreiche Beüpiel an: w .. ‘ ,T?ein Rockstar verlnn'te on einen Vonbler einen Prima- Berlin, 19. Okt. Son.10 Uhr ab ho^ der Kaiser Bullen -- 19 äentner istwer zum Preise von 42 Mk. pro Sentner b(c Borträge des .Üriegsmimsters Generall^tnants v Gwem, Vebenbiemicht. Dieser Bulle brachte also 798 Aik. Tags barau' 6>eneroffcutimnt4 v. Werneburg, ^beftteuv. Otttzen und holte der Händler den Bullen a1' und bezahlte bte 798 Mk empfing den neuernannten Müitarattachee m Washington Major Händler bat mm den Besitzer, die Quittung nickst über 19 x 4-, I ftjjtncr sowie den bisher beim 1. Garde-Ulanenregtmmt tn sondern über 19 Zentner X 45 Mk. = 855 Alk. ausstellen zu dienst gewesenen türkisck»en Leutnant Rescknd Bey. ,, wollen - er wolle ben Bullen gleich zu die'em Preise weitergeben, _ Die Vermählung des Prinzen Eitel Friedrich die Differenz sei lein Verdienst. Der Besitzer tat bem Winb-er bcr tzfrzogin Sophie Charlotte von Oldenburg wird diesen Gefallen. Wie sich nachträglich hermisstellte, bat der Händler Vernehmen nach im Februar ftfltthnben. ben Bullen für 855 Mk. weiterverkaust. bat stch aber von seinem _ Der preuß. „Staatsanz." meldet: Die von dem HaNVelS- Abnebmer noch eine Provision von 89 Mk. zahlen lassen. Der erste meister Möller nachgesuchte Entlassung aus stmem Händler verdiente also an dem Bullen im Handumdrehen, fnft ohne hrmte ist ihm u Nter Delgssunä deS TttelS imd Ranges ernes StaatS- „einen Finger krumm zu machen", 57 4 30 Mk. — 87 ^surf 11 miniflcrö und unter Verleihung deS erblicheu Adel- erteilt &in glattes Geschäft I Welche Preisauffchläge mag das Fleisch werden. Der Obervräsident der Provinz West-Preußen, De i- dieses Bllllen noch erfuhren hüben, ehe eS ouf ben Tisch des Kon-1hrück, ist zum Staats- und H a n d e l s m i n i ste r und Der lumeiuen gelangte? Ter Landwirt hat auch hier keinen Negierungspräsident o. I a a ow-Marienwerder zum oer- wesentlich höheren Preis für den Dullen erzielt als im Präsidenten der Provinz West-Preußen ernannt roowem Durchschnitt der letzten Jahre. Ter erste Zwischen- — verlautet, daß Groß-Yldmiral v. K'ost er sich demnächst tzä.idler verdiente am Pfund 4,6 Pfa. Ja, warum kommen denn das Privatleben zilrüccziehen wird Leitende r A d - die an bas Publikum verkaufenden <5 ch l ct ch t e r nicht h e r o n § m {r a ( wird dann Prinz Heinrich fern. Sem ytnrtnoiger n u f 8 Land und kaustn direkt beim Landwirt ein, dann hätte kein im Stationskommauda der Ostsee soff der älteste Blze-^lbmrrai wesentlicher Preisaufschlag statlsinbeii brauchen. Ich verkäme fahr- D Pri11lvitzund Gaffro u werden, der nach Zurückberusung lich co. 100 fette, abgemolfene Rühe, habe im Durchschnitt 1903 nu§ Ostasien. wo er Edes des Kreuzer-GeschwaderS war, ohne und 1904 81 Mk. pro Zentner erhalten — 1905 habe ich bis heute eigentliches Kommando ist. . 3150 Mk. im Durchschnitt erhalten, allo in biefem Jahre bet an- _ geht das Gerücht, bast Geh. MMziNalrat Professor gcblirf) so großen Fleischnot pro Pstmb Rinbsteisch Pfennig mehr. Dr. Mocli, der Direktor der städtischen Irrenanstalt Herzberg, Und wie viel mehr mußte der Konsument zahlen?N I ss,r einen hohen Staatsposten in Aussicht genommen fei. lss * handelt sich dabei um das Direktorial einer neu zubild en- Ein gewerkschaftliches Urteil über die AtiSsperrung. ben Ministerialabteilung für psychiatrische Aw- Mährend die Sozialdemokratie jeden Streik bepijn» g eie g en beiten. . . ftigt, fördert und als Kampfmittel der Arbeiter ohne Ein- — schränkung für berechtigt erNärt. verurteilt sie das Aus- perren der Unternehmer als eine brutale, nicht zu rechtfertigende Maßnahme. Daß die Sozialdemokratie zu diesem Verfahren vom Gewerkschaft? standpunkt aus nicht befugt ist, fetzt der „Korrespondent für Deutschlands Buchdrucker" mit aller Schärfe auseinander Tas genannte Organ des Buchdruckerverbandes Nr. «47 Urschet«« täglich außer Sonntag-. Dem Gießener Anzeiger roerben im Wechsel mit dem Kesflschev Landwirt die Siebener Kamillen. Näher viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag bet B rüh l'schen Unwers.-Buch-u. Stein- druckerei. 9L Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: echulstratze 7. Redaktion 112 Verlag u.Exped.e^Nbl Dbreffe für Depeschen: Anzeiger Gießen. <»rftc8 «Ian. 155.3 B e r q w e r k 6 - G e s e 11 s ch a s t die KorporationSrechle verllehen. daß Ter .itsi henden Kosten zu ersetzen. (da Oberbürgermeister Mecum ablehnt) und , die Kirch, Löbcr, Dr. Ebel, Orbig und Jughardt ge- und 8^ sitzender Stadlvv. wählt. zugegeben, das; in Gießen eine vollständig ver- habe. Er (Redner) habe des hiesigen Bureaus an zahlreiche Geschäfts- Beanstandlingen, den vorgeschlagenen Abschreibungen der beabsichtigten Verwendung der Ueberschüsie wird gestimmt. lautenden Meldungen behauptet em Kieler Blatt, daß btc befintioe Entscbeibung über die neue Flotten-Borlaqe noch nicht nefaUen tft. Den Bunbesrat hat zwar mehrfach die Novelle beickältigt, es ift aber noch feine endgültige Ensicheid^g getroffen werden. inhaber in Hanau, Usener, habe (bei dein hiesigen Zwcigblircaii) b it in meltc Wirtschaft geherrscht nach Einsichtnahme zwei Bücher sich genommen. In Gießen seien Verschiedenes. Landwirt Simon beabsichtigt, behufs Entwäsicrung gebracht wird. Eine kürzlich Bauplätzen an Schillergedenkftein. Der Verkehrsverein hat in einer Eingabe mitgetcilt. stattgcfundene Versteigerung von der Licherstraße wird wegen zu eines Ackers den Wisma rer Weg mit einer Rohrleitung zu versehen. Die Stadt stimmt zu gegen Zahlung einer Anerkennungsgebühr von jsthrlich 1 Mk., entsprechende Her- siellung des Ausflußes in die Lahn usw. Stadtv. Helfrich bemerkt dabei, Simon halte 1 Mk. AnerkcnnungSgebühr für zu hoch, 20 Pfg. wären genügend, die Versammlung erklärt sich aber für den Vorschlag der Bürgermeisterei. Eine Gesellschaft in Kolberg will eine Reklamewettertafel am Hause des Instrumentenmachers Reinig, SelterS- weg 30, anbringen und ersucht für vorläufig drei Jahre um Erlaubnis. Diese wird gegen Zahlung einer Anerkennungsgebühr von 10 Mk. jährlich und unter der Bedingung erteilt, daß die Tafel nach dem Teufelslustgärtchen zu aner beschlosicn habe, ein Erinnerungszeichen an die diesjährige Schillerfeier vor dem Schillerbaum von 1859 auf der Luther- höhe zu errichten und zwar einen mächtigen Stein mit entsprechender Inschrift. Er sucht um Genehmigung nach und bittet um würdige Herstellung des Platzes. Die Einweihung soll am 12. November durch eine von der Gießener Turnerschaft veranstaltete einfache akademische Feier stattsindcn. Man stimmt, soweit erforderlich, zu. Nochmals der städtische Fiichmarkt. Stadtv. Jughardt bringt die Angelegenheit des städtischen Fischmarktes nochmals zur Sprache und bittet um Vorlage des stenographischen Protokolls über die Verhandlungen mit den Fischhändlern. Der Vorsitzende bemerkt, cS handle sich nicht um ein wortgetreues Stenogramm, sondern Bürgeruwislcreigehilfe Mosig habe sich stenographische Notizen gemacht und danach ein Protokoll auSgearbcitet, das er verliest. Die Fischhändler seien in der Verhandlung immer wieder auf die Erörterung der Frage, ob die geplante Einrichtung notwendig und nützlich sei, zu sprechen gekommen, während cs sich doch nur noch darum gehandelt habe, ob sie sich an dem städtischen Fischmarkt beteiligen wollten. Stadtv. Kirch bekennt sich nach wie vor als Gegner des Fischmarktes und schlägt die Bildung einer Kommission vor, die nach dem morgen stattfindendcn Fischmarkt nochmals mit den Interessenten Rücksprache nehmen solle. Stadtv. Löbcr meint, die Fischprcise seien jetzt bei den Händlern so niedrig, daß man wohl für die Zukunst auf den Fischinarkt verzichten könne. Oberbürgermeister Mecum meint, die billigen Preise seien wohl nur auf die drohende Konkurrenz der Stadt zurückzuführen, wenn man jetzt die Aufhebung beschließe, würden die Preise sofort wieder steigen. Nachdem noch die Stadtvv. Krumm und Gabriel für die Bildung einer Kommission sich ausgesprochen haben, wird diese beschlossen und in sie Beig. Curschmann als Vorauf Kosten und Gefahr der Firma Jäger und Rumpf, bezw. deren Nachfolger, ausführen lasse und letztere an etwaigen Ersparnissen keinen Anteil habe. Tie Arbeiten würden hierdurch keine Verzögerung erleiden, da die Stadt in mehrere der Verträge einfach eingetreten sei und verschiedene Arbeiten noch ausgeschrieben werden. Bezüglich der Lieferung der Mainsandsteine für die höhere Mädchenschule und die Kläranlage habe er mit dem Werkmeister des Bruches in Obernburg vereinbart, daß dieser die Lieferung an die Stadt übernehme und direkt bezahlt werde, aber die Zahlungen werden wöchentlich nur in Höhe des Preises der gelieferten Steine erfolgen. Um dies alles, ohne daß Verzögerungen entständen, auszuführen, müüe er aber bezüglich der Mittel bis zur Höhe der veranschlagten Summe bevollmächtigt werden. Beig. Georgi hält letzteres für selbstverständlich und bemerkt, daß darüber geklagt worden sei, daß die Sandsteine für die höhere Mädchenschule mehrfach nicht gut gewesen seien, weshalb man sich vorschen müße. Der Vorsitzende bemerkt, soweit die eingctretenen Mängel nicht durch Nacharbeit könnten beseitigt werden, sei Ersatz geleistet worden. Stadtv. Löbcr fragt an, aus welchen Werten die von der Firma Jäger & Rumpf geleistete Sicherheit bestände. Oberbürgermeister Mecum erwidert, daß außer den einbehaltcncn Geldern die Sicherheit, die 71 380 Mk. betrage, aus drei Bürgschaften und einem guten Sichtwechscl bestehe. Stadtv. Schaffstaedt führt aus, in Zukunft solle man auf einer wirklichen Kautionsleistung bestehen. Hierzu bemerkt der Vorsitzende, in den allgemeinen Bestimmungen der Stadt, die an§ der Zeit vor seiner Amtstätigkeit herrührten, stehe ausdrücklich, daß als Sicherheit Bürgschaft angenoiiinien werde. Wenn man in Zukunft andere Sicherheiten verlangen wolle, müsse man die Bedingungen ändern. Stadtv. Gabriel schließt sich der Forderung an, daß die Kautionsstellung geändert werden müsse. Tie Firma sei schon seit 3 bis 4 Jahren kaput, wenn man eine andere Sicherheit verlangt habe, sei die jetzige Lage nicht vorge- kommen. Als Mitglied des Gläubigerausschusses könne er versichern, daß ein gerichtliches Nachspiel in Aussicht stehe. Im GläiibigcrauSschuß sei konstatiert worden, daß ungenügende Notizen vorliegen, die Werke zu hoch zu Buch flehen usw. Redner gibt eine ausführliche Darstellung der Arbeiten des Gläubiger-AusschusseS und bemerkt weiter, die Sache stehe so, daß jederzeit der Konkurs auSbrechcn könne. Der Geschäftsleute mit 3 0 — 40000 Mk. hereingefallen, das sei darauf zurückzuführen, daß von feiten so vieler Behörden mit der Firma gearbeitet worden sei. Er begreife nicht, daß noch in letzter Zeit Abschlüße mit der Firma erfolgt seien, z. V. die freihändige Vergebung der Kläranlage u. s. w., man habe doch hier genug tüchtige Baugcschäfte, die ebenso gut arbeiteten wie Jäger und Rumpf. Oberbgm. Mecum bemerkt: daß so viele Geschäftsleute Schaden hätten, sei ja sehr bedauerlich, aber für die Stadt handle es sich nur darum, sich gegen Verluste zu sichern. Stv. Sch mall führt aus, die Ausführungen des Sto. Gabriel seien berechtigt. In den Büchern sei manches gefunden worden, was bedenklich sei, es habe den Anschein, als ob manches verduckelt werden solle. Jedenfalls werde es zur Gesundung der Verhältnisse beitragen, wenn man in Zukunft andere Bürgschaften verlange. Der Vorsitzende fragt, auf was sich die Bemerkung bezw. deS Verduckelns beziehe, worauf sich Stv. Schmoll auf die Ausführungen deS Stv. Gabriel bezieht. Der Vorsitzende weist die Ausführungen des Stv. Schmoll zurück, wenn dieser mit seiner Bemerkung, es sei leichtfertig verfahren worden, die Stadt meine. Er selbst habe in letzter Zeit im Finanzausschuß angeregt, keine Bürgschaften mehr anzunchmcn. Stv. Schaffstaedt beantragt nunmehr, in Zukunft wirkliche Kautionen als Sicherheitsleistung zu verlangen. Stv. Löbcr spricht seine Verwunderung darüber aus, daß in letzter Zci! noch gute Auskünfte über die Firma erteilt worden seien. Stv. Haubach bemerkt, daß die städtische Verwaltung nicht den geringsten Vorwurf treffe, auch der freihändigen Vergebung der Klärbeckcnanlage habe die Versammlung einstimmig zugestimmt, ebenso sei bez. der Kautionsstellung richtig verfahren worden. Eine Aendcrung bei dieser Bestimmung fei sehr zu überlegen, damit man nicht ein Mangel weniger kapitalkräftiger großer Firmen schaffe. Sto. Krumm bemerkt, Sto. Schmoll habe hier Bemerkungen gemacht, daß man glauben könne, es sei von der Stadt etwas übersehen und verduckelt worden. Man müffe deshalb auf sofortiger Aufklärung bestehen. Oberbgm. Me cu m verlangte vom Stv. Schmoll, daß er erkläre, seine Bemerkungen hätten keinen Bezug auf die Stadt. Stv. Gabriel will hier jetzt mit Rücksicht auf die Jntereffen der Gläubiger und weiterer Ermittelungen von weiteren Mitteilungen in öffentlicher Sitzung absehcn. Noch weiterer Debatte verlangt Oberbgm. Mecum eine bestimmte Erklärung, ob Stv. Gabriel etwas in den Büchern gefunden habe, daß von Jäger und Rumpf Zahllmgen an städtische Beamte erfolgt seien. Auch Sto. Kirch ist der Ansicht, daß man nicht eher den Saal verlaßen dürfe, bis vollständige Aufklärung geschaffen sei. Noch einer Besprechung der Stadtv. Gabriel und Schmoll unter sich, erklärt Bcig. Georgi in deren Auftrag, er sei nach Kenntnisnahme von den Büchereintragungen der Ueberzcugung, daß. noch den Büchern von Jäger u. Rumpf zu urteilen, Unregelmäßigkeiten vorgekommen und Ausgaben gemacht worden seien, die die Stadt untersuchen müffe. Es handle sich dabei nicht um leitende Beamte, sondern um untergeordnete Personen. Dieselben seien in den Büchern teilweise mit den Anfangsbuchstaben. teilweise mit vollem Namen verzeichnet. Stadtv. Schmoll erklärt, er habe nicht die Absicht gehabt, die städtische Verwaltung zu verdächtigen oder zu beleidigen, sondern nur Aufklärung haben wollen. Oberbürgermstr. Mccum ist für letztere Erklärung dankbar, und spricht seine Befriedigung darüber auS, daß von den meisten städtischenBeamten jederVerdacht beseitigt Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, den 19. Oktober 1905 Anwesend: Oberbürgermeister Mecum, die Beigeordneten Curschmann und Georgi und die Stadtverordneten: Brück, 'Dr. Ebel, Eichenauer, Emmelius, Eliler, Gabriel, Dr. Haberkorn, Haubach, Helfrich, Helm, Jann. Jughardt. Keller, Kirch, Krumm, Leib, Löbcr, LooS, Orbig, Dr. Schäfer, Schaffstaedt, Schiele, Schmoll, Wallenfels und Wiinmenauer. Banangelegenheiten, Straßenhcrstcllungen u. dergl. Professor Tr. Poppert beabsichtigt, bei seinem Wohnhausneubau in der Wilhelmstraße die Wände teilweise in ausgemauertem Fachwerkbau errichten zu taffen, der deshalb erforderliche Dispens wird erteilt. H. Winn will bei dem anstelle der „n e u e n K r a ch e n- burg" zu errichtenden Neubau an der Ecke nach der Ka- plansgafse und der gemeinsamen Einfahrt einen Erker, teilweise in Holzkonstruktion, onbringen. Ta der Erker dos Straßenbild wesentlich verschönern wird, wird der erforderliche Tispens nrt der Maßgabe erteilt, daß der Erker nach beiden Seiten 50 Ztm. weit varspringt, während der ursprüngliche Plan nach der Einfahrt zu 1,10 Meter vorsah, wodurch diese zu eng geworden sei. Von Anwohnern der Grünberger st raße wird in einer Eingabe darum gebeten, vor dem Haus Nr. 4 (Zigarren- und Schreibmaterralienhandlung Volk) einen gepflasterten Uebergang herzustellen. Dem Ersuchen wird entsprochen, doch soll der Ueberg mg genau in der Mitte zwischen den beiden benachbarten lleber'gängen angelegt werden: es werden daft'ir 150 Mk. bewilligt. Stadtv. Jann bringt dabei zur Sprache, daß man in der Bismarckstraße wahrend der Anlage des einen Trottoirs das auf der anderen Seite der Straße polizeilich gesperrt habe, das solle man vermeiden. Ferner rügt er die Ablagerung von Bordsteinen an der Kreuzung der Goethe- und Stephanstraße, sowie den schlechten Zustand tas Ueberganges an der Kreuzung der Ludwig- und Goeltastraßc Oberbgm. Mecum sagt Abhilfe zu. Stadtv. Sch mall wünscht Herstellung eines weiteren gepftasterten Ueberganges in der Ostanlage zwischen der Loge und der Moltkestraße. Das veterinärmedizinische Institut beabsichtigt, sich einstweilen bis zur Fertigstellung des städtischen Kanals an den Klinikkanal an sch ließ en zu lassen. Man stimmt dem zu gegen Zahlung einer Anerkennungsgebühr von 50 Pfg. und Uebernahme der Verpflichtung des späteren Anschlusses an den städtischen Konal und Beseitigung etwa entstehender Nachteile auf Kosten des Instituts. geringen Erlöses der Zuschlag nicht erteilt. Die alten Herren der Landsmannschaft Dorm- stodtia beabsichtigen, für die Verbindung ein eigenes Hous zu errichten und wollen von der Stadt einen Bauplatz Ecke der Klinikstraße und des Wetzlarer Weges erwerben. Man stimmt zu, der Verkauf soll erfolgen, wenn der Platz endgiltig im städtischen Besitz ist. Folgende Gesuche um Erlaubnis zum Wirt- schaftsbetricb werden . gencbrckigt: von Jakob Kunz für Landgraf PhilippSplatz 9, von Ehr. Niegelmann für Bahnhofstraße 76, von Hch. Belloff III. Witwe für Bahnhofstraße 15, von LouiS Suter, Wolkengasse 26. Weiter wird der erfolgten Versteigerung der H o l z h a u c r l ö p u e der Zuschlag erteilt, dieselben bewegen sich innerhalb des Voranschlags bis auf einen Fall. Stadtv. Kr u m m bringt das seit einiger Zeit bestehende Verbot zur Sprache, daß Faselochsen geschachtet würden. Tas Verbot sei erfolgt, weil das frühere Ver- fahren angeblich Tierquälerei sei; er bitte, hierüber noch- „Rücksprache zu nehmen, damit niemand in seinem religiösen Gefühl verletzt n>etör Beigcordn. Eurschmann bemerrt, das Verbot befte': bereits seit drei Jahren, Beschwerden seien bis jetzt ni ht eingegangen. Tie Tötung er» )otac mittels Apparates, auf eine vor drei Jahren dieser- halb, ergangene Anfrage an Prov.-Rabbiner Tr. Sander sei bis fetzt ferne Antwort erfolgt. Der Vorsitzende teilt mit, der Apparat würde angernenbet, weil durch das sonst zu befürchtende. Losreißen der Tiere Menschen gefährdet würden, lowie ferner, daß es sich bei den in letzter Zeit er* pobeneii Beschwerden nicht um die Schonung religiöser Gefühle handele, sondern geschäftliche Angelegenheiten mit- | (ne Iren, sei. Selbstverständlich werbe sofort eine Untersuch ung em geleitet werden und die Schuldigen fallen, wenn nötig, sofort vom Dienste susvendiert werden. Weiteres soll in der geheimen Sitzung besprochen werden. Vergrößerung des ErerzierplaheS. Die Garnisonverwaltung ist erneut an die Stadt heran- aetreten, um einige städtische Waldparzellen zwischen dem Philosophenwalde und der Straße nach Rödgen zur Ver- arößerung deS Platzes zu erhalten. Es bandelt sich um die Schaffung freier Ausblicke nach Wieseck u. s. w. Der Spazierweg nach dem Philosophenwalde wird dadurch auf etwa 400 Meter schattenlos, doch soll durch Verlegung deS WegeS in die Senkung des Exerzierplatzes und Anlage einer Allee Abhilfe nach Möglichkeit geschaffen werden. Tic Stadtv. Krumm und Schaffstaedt wenden sich dagegen, daß der jetzige Weg dem Exerzierplatz geopfert we-de. Auf Vorschlag des Stadtv. Löbcr soll eine gemeinsame Besichtigung an Ort und Stelle uorgenommen werden und zwar Sonntag vormittag 10 Uhr. Nechnnngsabschlnffe Nach den vorliegenden Abschlüssen ist der Ueberschiiß deS Gasiverks 10 626 Mk., der deS Wasserwerks 13 720 Mk. und der des Elektrizitätswerkes 27 625 Mk. größer als im Voranschlag vorgesehen war. Die Rechnilnaen fanden keine Im städtischen Haus an der Kirchstraße soll wegen der Vermehrung der L a t e r n e n w ä r t e r ein 2. Schlaf- raurn für sie geschaffen und die Aufseherwohnung um em Zimmer vergrößert werden. Die Versammlung stimmt dem zu. Tie von dem Gaswerk an die Stadtkasse zu zahlende Miete wird von 396 auf 450 Mk. erhöht. Stadtv. Löb er regt bei der Gelegenheit die Regelung der von den La- ternenwärteru gewünschten Lohnerhöhung an. Auf Vorschlag des Gas- und Wasserwerks erklärt sich die Versammlung damit einverstanden, taß die Entwässerungsanlagen von privaten Unternehmern ausgeführt werden können, doch sind alsdann der Stadt die für die Anfertigung der '•! Zahlungsunfähigkeit der Firma Jäger n. Rumpf. Hierüber entstand ine größere Debatte. Oberbgm. Mecum erklärt, daß er, n.'chdem ihm die Nachricht von der Zahlungsunfähigkeit der Firma zur Kenntnis gekommen sei, sofort die nötigen Schritte getan habe, um eine Schädigung der Stadt zu vermeiden. Nach dem Vertrag mit der Firma habe im Falle einer Zahlungseinstellung ^entweder die Konkursverwaltung den Vertrag au?zuführen oder die Stadt könne die Arbeit von anderen Unternehmern ans- führen lassen. Damit keine Unterbrechung eingetreten fei, tyabc^er bereits am Mittwoch den Arbeitern zugesichert, daß die Stadt vom Tage der Zahlungseinstellung an die Löhne übernehm' und in ähnlichen,. Sinne die Lieferantenn verständigt. ES sei nicht zu erwarten, daß hierdurch Metakosten entständen, selbst ipenn dies der Fall sei, sei die Stadt durch das cingchaltene Guthaben und die Kaution gedeckt. In der Gläubigerversammlung am Freitag habe er nach Anhörung der Verhandlungen erklärt, daß die Stadt Gießen die Verträge kündige und unter Heranziehung der Haftsumme die Arbeiten und Lieferungen durch andere Leute Ausland. Paris, 19. Okt. Es erregt hier starken Unwillen^ daß vier Sozialisten und ein Nationalist unter den *ätabte raten, die nach London geganoen sind, sich geweigert Haven, Wnt König zu gehen. Die meisten Blätter sagen Die feit Männern, sie hätten in Paris bleiben sollen, tornn ihre Uever- zeugungen ihnen verbieten, gegen England und seinen König die ursprünglichste Höflichkeit zu üben. Madrid, 19. Okt. Ein Leitartikel des „Liberal", weist darauf hin, daß die Unterjochung Marokkos toemgiten5 ein Aufgebot von 300 000 Mann erfordern würde, ^pantm müsse demnach ängstlich jedem militärischen Eingreifen gusweichcn und auf der Kvnferen', von Algeciras bloß zwei Ziele verfolgen: die Aufrechterhaltung des Status guo von 1880 und die Sicherstellung des Grenzgebietes von Eeuta und Melilla. Marseille, 19. Okt. Das „Echo de, Elnne" meldet, daß der deutsche Gesandte beim chinesischen Hofe die Konzession zum Bau einer Eisenbahnlinie T i e n ts in - T s ch u k i a n g nachgesucht hat. Tas Blatt berichtet weiter, daß der chinesische Hof bei der englischen Regierung eine Anleihe von .3 Millionen Taels gemacht hat zwecks Rück kaut der Eisenbahnlinie Hankau-K wang-Ton g. Andererseits soll die chinesische Regierung beabsichtigen, eine An l e i h e v o n 40 Millionen Taels auszunehmen für die, notwendigen Verbesserungsarbeiten in der Mandschurei. 1 Aus Taku wird berichtet, daß am 7. September ein unbekannter Dampfer gesunken ist, wobei angeblich 300 Personen umge kommen sein sollen. London, 19. Okt. Der Prinz und die Prinzessin von Wales traten gestern die Reise nach Indien an. R e i ch e n b e r g ''Böhmen), 19. Olt. Bei der gestrigen Ersatzwahl wurde Dr. Adler in den Reichsrat gewählt. Damit tritt der Führer der östreichischcn Sozialdemokratie in das Parlament ein. Konstantinopel, 19. Okt. Der in Arabien kommand. General Feizi Pascha teilt amtlich folgendes mit: Nach einer drei Tage und drei Nächte dauernden Belagerung wurde am 17. Okt. um Mitternacht die für uneinnehmbar gebotene Festung Jaffer gestürmt Ein Drittel der 700 Mann starken aufständischen Garnison wurde getötet oder verwundet der Rest flüchtete. Der Führer Nassir Meimun el 9lhmer. und zwei andere Führer wurden verwundet. Da das g^nze Wilajet von Truppen besetzt ist, kehrte Feizi Pasckm nach Sana zurück, um ben Marsch gegen Drehet S^har«' und S^atah nr'r'-'tar>'iten. Am Handel des . 133.00 Oberschles. Eisen-Industrie 139.60 gut 114.25 . 97.80 Berliner Börse, 20. Okt., Anfangsknrse. öam . 224.70 106.00 s. Tag. "t 24 50 145.00 128.90 Harpener Bergwerk Lanrabiitte . . Lombarden E. B Nordd Lloyd . . Türkenlose . . . Harpener Bergwerk Lanrahütte . . . Nordd. Lloyd . . Berliner Handelsges. Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank .. . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . . . . Gotthardbahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbahn 4°4 Oesterr. Goldrente. . 4X/S Oesterr. Silberrente Elektriz. Lahrn eyer . . . Elektriz. Schuckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk • Hamburg - Amerik. Paket!. Darmstadt, 19. Okt. Im Laufe de? Nachmittag? werden sich der Großherzog und die Großherzogin mit der Prinzessin Reuß nach Schloß Lich begeben. 4J4% russ.Staatsanl. 1905 4%° n japan. Staatsanleihe 1 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose...... 4% Griech. Monopol-Anl. . 4% äussere Argentinier . . 24.70 . 183 30 . 137.20 4% 4% 4% 3% Reichsanleihe do. Konsols . , do. . . Hessen . . Oberhessen . . 100.60 . . 89.00 . . 100.85 . . 88 80 99.80 3°/n Mexikaner . 4%°/e Chinesen . Aktien: Bochum Guss . . Buderus E. W. . Tendenz: fest. Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: fest * Kleine Tageschronik. In Essen a. d. Ruhr erhängte die Rrau eines auf der Zeche „Gustav" angcstellten Bureaubeamten während dessen Mwesenheit ihre beidenTöch- t e r und sich selbst. Ter Bewegarund zur Tat ist unbekannt. — Gelegentlich eines Streites auf dem Jahrmarkt in Themar (Thür.) wurde der Dienstknecht Hörnlein, Vater von sechs Kindern, erschlagen, ein anderer Knecht schwer verwundet. Vier Personen wrirden verhaftet. — In Bremen tötete der Arbeiter Oehmker seine Braut, eine Plätterin, durch einen Revolver- schuß in die Schläfe: darauf jagte er sich selbst eine Kugel durch den Knps. Ter Mörder war sofort tot, das Mädchen starb auf dem Transport nach dem Ktankenhause. Als Grund zu der Tat werden Ehehindernisse angeführt. — Bei Braunschweig fand zwischen zwei Offizieren des Hufaren-Regi- ments Rr 17 ein Duell statt, wobei Leutnant K. schwer verwundet wurde. In Hamburg ließ sich der erblindete Seemann Hicken zu der Wohnung seiner von ihm getrennt lebenden Frau führen und versuchte sie zu erschießen. Die Frau wurde schwer verletzt SM'-fru nnd sein Führ-r wurden verhaftet. — daß sich Deutschland, Oesterreich und Holland zur Aufnahme des nächsten Kongresses erboten hätten. Die Versammlung beschloß einstimmig, £> aaa zu wählen.__ _ 3% 3% 3 3%°l, Förster? Ziemer von dem Sohn des Polizeidieners Lutz von Heubach durch einen Schuß in den Unterleib schwer verletzt. Man brachte den Verwundeten mit dem nächsten Zug ins Krankenhaus nach Darmstadt. (Kl. Pr.) Seligenstadt, 18. Okt. Der Bauernverein läßt einen Preisaufschlag der Milch um 20 Prozent eintreten, anstatt 15 Pfg. mästen fernerhin 18 Pfg. für das Liter bezahlt werden. Unter Hinweis auf die erhöhten Milchpreise tragen sich unsere Bäcker bereit? mit der Absicht, die either üblichen .Dreinmecke" —für 20 Pfg. wurden bisher 7 und für 30 Pfg. 11 Brötchen verabfolgt — in Wegfall kommen zu lasten. . 173.80 . 151.10 . 176.70 . 151.00 . 242.70 . 185.60 . 193.20 . 167.50 . 212.00 Airlsitilüe Nachrichten. Evangelische Gemeinde. 18. Sonntag nach Trinitatis, den 22. Oktober: In der Stadtkirche. (D. Z.) Groß-Umstadt, 18. Okt. Bei der heutigen Treib- agd in unserer Gemarkung wurde der 14 jährige Sohn des 101.10 100.90 96.45 105.60 68.40 68.15 97.90 94.25 90.50 137.20 53.30 90.00 . 258.75 . 139.50 146.20 135.80 279.50 247.00 170 00 225.00 269.00 O. Kamimka = Nhren, Gold- und Silberwaren = Marktplatz 11 am Kriegerdenkmal Telephon 407. 4605 eint, die billigen Mr ' fainfurrenj her StoV e Aufhebung öe/chliesi ,«n. lrumm und G^riel sich auSqesprch'" hM ig. CurschMN als Ver- rcimi ab/ehnt) und h Orbig unt) Jughardt x- stand versetzt. •* Der erste städtische Se efisch m arkt, der heute vormittag von 8 Uhr an in den Verkaufsständen am Turmhaus am Brand abgehalten wurde, sand unter sehr lebhaftem Andrang des Publikums statt, so daß die bestellten 11 Zentner Fische — Schellfische — Kabeljau und Lachs — bei weitem nicht ausreichteu, um allen Ansprüchen genügen zu können. Um 10 Uhr war bereit? das letzte Stück verkauft. Die Preise stellten sich auf 28—35 Pfg. für das Pfund, etwa? teurer, als ursprünglich angenommen war, da die Seestürme der letzten Tage die Fischpreise überhaupt in die Höhe trieben. ** Die Bestimmungen des Kinderschu tzg esetzes ^orn 20. März 1903, wonach die gewerbliche Beschäftigung von Kindern teils ganz verboten, teils unter besonderen Bedingungen gestattet werden kann, haben zu der falschen Auf- fastung geführt, daß die Benutzung eigener Kinder zu gewerblichen Arbeiten oder zum AuStragen von Backwaren, Milch 2C. gestattet sei. Wir weisen deshalb darauf hin, daß, soweit die Beschäftigung schulpflichtiger Kinder nicht schon durch das Kinderschutzgesetz verboten ist, die int hetttigen amtlichen Teil abgedruckten Lokalpolizeioerordnungen Platz greifen, wonach schulpflichtigen Kindern von abends 8 Ubr bi? vormittag? 8 Uhr das Austragen von Backwaren, Milch und anderen Gegenständen überhaupt verboten ist, ebenso ist es es untersagt, daß schulpflichtige Binder Backwaren, Blumen ?c. zum Zwecke des Verkaufs an öffentlichen Plätzen, in Wirtschaften 2C. feilbieten. Eltern, Vormünder 2C., welche Kinder zu verbotenen Beschäftigungen ,u?schicken, oder Besitzer und Verwalter von Wirtschaften, velche das Verweilen von schulpflichtigen Kindern ohne Begleitung Erwachsener in ihren Lokalitäten dulden und da? Feilbieten von Gegenständen durch schulpflichtige Kinder gehalten, werden deshalb auf die polizeilichen Vorschriften zweck? Vermeidung von Strafen besonders hingewiesen. •• Zur Landtags-Wahlbewegnna. Vom Bund ,er Landwirte wird der „D. Z." mitgeteilt: Die Vertrauensmänner des Bunde?- haben für den 4. rheinh. Wahlbezirk Osthofens Gutsbesitzer Franz Best in Osthofen als Kandidaten nominiert. Im 7. oberb. Wahlbezirke (Ulrichstein- öomberg) beschlossen die Wahlmänner des Bundes die Kandidatur des bisherigen Abg. Mühlenbesitzers Heinrich 8ra tt er in Ober-Ofleiden zu tmterstützen. Für den 8. oberh. Kahlbezirk (Alsfeld-Ulrichstein) beschlossen die Ver- rauensmänner gleichfalls, den seitherigen Abg. Korell aus öetisel atiss neue aufzustellen. Die Vertrauensmänner des 12. starkenb. Wahlbezirkes (Darmstadt-Land) faßten in «iner Vertrauensmännerversammlung den Beschlttß, , eine Kandidatur des bisherigen Abg. Noack unter allen Umständen -u bekämpfen. Es wurde ein dreigliedcriger Wahlausschuß, »er über die weiteren Schritte zu beraten hat. eingesetzt. Mit letzterem Beschluß arbeitet der B. d. L. lediglich der Telefor'^che Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie. Giessen. Frankfurter Börse. 20. Okt., 1.15 Uhr. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 20. Okt. ^Orig.-Telegr. deS „Gieß. Anz.") V i e b nt a r k t. Zum Verkaufe standen 000 Kälber, 00 Schake und Härnmel, 587 Schweine: 1. Oual. 79 Pfg., Lebendgewicht 61.50 Pfg., 2. Oual. 77—78 Pkg., Lebendgewicht 60—61 Pfg., 3. Qual. 72—74 Pkg. Kälber 1. Qual. 00—00 Pf,. Lebendgewicht 00—00 Pm., 2. Qual. 00—00 Pkg., Lebendgewicht 48-50 Pkg., Schlachtgewicht 60-6? Pkg. Schake 1. Qualität Schlachtgewicht 00—00 Pkg., 2. Qualität 00- 00 Pfg. Geschält gedrückt, Ueberstand unbedeutend. — Aus Holland kamen gestern 64 0 e f rfi I n ef' t r t e Schweine an. Kritik Folgendes: „Fräulein Jüngling entfaltete in den aus den ernsten Ton ne* limmten Szenen eine solche Wärme des Tons und Geichmack des tzorlrags, daß man darüber die Operettenläiigerin fast vergessen konnte. PUt vieler darsiellerikfber Gewandtheit und Lebbaitinkeit des Temperaments, gelegentlich auch mit gutem Humor spielte sie die Doppelrolle der frommen Denise und der ausgelassenen Nitonche. die durch ein merkwürdiges Mißgeschick in das Kasino der Offiziere lernt und hier mit ihnen in fröhlichster Laune pokuliert und dann m der Uniform eines Husaren wieder in? Kloster zurückkehrt. Man darf sagen, daß Frl. Jüngling durch ihre gewandte und inter- »ssante Durchführung der Titelrolle in erster Linie den Erfolg der Operette gesichert hat. . Unser Ensemble besitzt zufälligerweise tn verrn 'Renner /inen vorzüglichen Partner der Denise, der mit Frl. Jüngling msammen bereits öfter in der Partie aufgetreten ist, so daß »uch hier ein Erfolg des Werkes gesichert ist. .M amz el le Nitouche" !lm 15. Oktober fand die Erstaufführung der Operette am Darmstädter Hoftheater mit Frl. Jüngling in der Titelrolle iott. Neber den Erfolg entnehmen wir einer Darmstädter Herr Müller, tjabra Sie das hohe C gehört, da? der Sedinsky eben herausgeschmettert hat? Großartig ivas? Und der Menfch ist heute Mittag noch ftoefheifer gewesen. — Was Sie sagen! Und wie ist er die Heiserkeit los geworden ? — Ganz einfach: Mit Fay's ächten Sodener Mineral-Pastillen. Die Dinger versagen eben nie; und ich möchte die Erkältung sehen, die ihnen widerstehen kann. Gibt's einfach gar nicht. Ich hab' immer eine Schachtel in der Tasche und ich weiß gar nicht, wa? Katarrh und Husten sind. Machen Sie's nach, die Schachtel kostet nur 85 Pfg. und ist in allen Apotheken, Drogen- oder Mmeral- wasserhandlungen zu haben. hv^ Sozialdemokratie in die Hände. Ned.) ** »Ku § dem Bureau des Stadttheaters. Fräulein Jüngling ist vergangenen Sommer in Badstauheim als Gast für die Saison ausgetreten und hatte mit einen besonderen Erfolg erzielt. — Eine weitere Anfrage des Stadtv. Krumm, warum iiach abgeschlossenem Euteiguungsverfahren Herr Spieß sein i5eld für das abgetretene Gelände noch nicht bekommen fabe beantwortet Oberbgm. Mecum dahin, daß die Aus- lablung erst erfolgen könne, wenn Spieß nachweise, daß ias Grundstück frei sei, und er keinen Widerspruch gegen die Tntschet'dunn erb"be. Vorabend: 5 Nhr. Morgens: 8.30 Uhr. Nachmittags: 4.00 Uhr. „ um 8 Uhr: Tie zweite heilige Messe. „ um 91/, Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 5'/, Uhr: Christenlehre, darauf Rosenkranz- Andacht mit Segen. An den Werktagen ist täglich des Abends um 6 7, Uhr Rosenkranz-Andacht mit Segen. Samstag, den 21. Oktober 1905. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit hl. Beicht. Sonntag, den 22. Oktober 1905. 19. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags von 67, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. um 7 Uhr: Die erste heil. Meße, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. Nrl : 1 Mark * Bei 25 Stück : 95 Pf * Bei 50 Stück : 92 Pf * Bei 100 Stück : 90 Pf Soennecken-Ordner Nr I Bester Briefordner - Überall vorrätig ^F. Soennecken - Bonn - Berlin Taubenstr. 16-18 Ans §111 i>t 1111 ö Llv'd. Gießen, 20. Oktober 1905. •• Perfonalnachrichten. Versetzt werden die Kreisamtmänner Schön von Dorm? nach BenSheim und Dr. Michel von Darmstadt nach Alsfeld. RegierungSaffeffor Dr. Neitz au? Mainz wurde zum KreiSamtmann in Offen» bgch ernannt. Beauftragt wurden die KreiSamtmänner Dr. Ernst Merck in Mainz mit Verletzung der Stelle eine? KreiSamtmann? bei dem Kreisamt Gießen (anstelle deS inS Finanzministerium berufenen Dr. Kranzbützler. D. Ned.), (55 en ne? in Offenback) mit Versetzung der Stelle eine? KreiSamtmannS bei dem KreiSamt Mainz. Der Letzr- amtsakzessist Fuldner zu Bad-Nautzeim wurde zum Letzr- amtsasseffor ernannt. In den Rutzestand versetzt wurden der Schulletzrer zu Großen-Linden, Karl Berntzard, auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 1. November und e? wurde itzm da? Silberne Kreuz deS Verdienstordens Philipp? de? Großm. verliehen; der Schullehrer zu Maibach, Krei? Friedberg, Braun, auf sein Nachsuchen, mit Wirkung vom 1. November. Uebertragen wurden dem Schulamt?aspiranten Bernhard au? Friesenheim, im Kreise Oppenheim, eine Lehrerstelle zu Wendelsheim im Kreise Alzey, den Schulamtsaspirantinnen Margareta Roßkof au? Münster im Kreife Dieburg, und Elisabeth Gräff au? Bingen Letzrerinnenstellen an der Gemeindeschule zu Viernheim. Bestätigt wurden auf die I. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Sandbach Schul- cimtSaspirant Philipp Koch aus König und auf die I. Lehrerstelle an der Gemeindefchule zu Villingen im Kreise Gießen Schullehrer Thöt. — Die Weißzeugbeschließerin Auguste Berberich wurde auf ihr Nachsuchen, unter Bezeugung der Allerhöchsten Zufriedenheit für langjährige, treu geleistete Dienste, mit Wirkung vom 1. November an, in den Ruhe- ^5andwir1schaft. Paris 19. Cftbr. Der internationale Kongreß für Milchwirtschaft wurde heute nachmittag geschlossen. Ter Generalkekretär verlas die in den verschiedenen Abteilungen angenommenen 150 Vorschläge. Der Kongreß stimmte den Befchlmien m der Gesamtheit zu. Ter Präsident brachte sodann zur Kenntnis. Ungar. Goldrente . . Italien. Rente . . . Portugiesen Serie I . Portugiesen „ III Vorabend: 6.00 Uhr. JngeudgotteSdrenst. Morgens 8.30 Uhr. Predigt. Nachmittag? 4.00 Uhr. Testesausgang 6.00 Uhr. .. Während der Wintermonate beginnt der Morgengottesdien am Sabbath uni 9 Ubr. Ärbk-ilersiewkqunq. wreiz 19. Oktober. Die am 28. d. Mts. eintretende Schließung der dem Verbände sächsisch iHüringischerW ebere ten anael örenden "Fabriken ist mit 148 gegen 145 Stimmen beichlosien worden. Die 1 7000 Arbeiter sind damit auSqej verrt. Ter Verband hat sich weiter dahm schlüssig gemacht, falls sich genügend Arbeitswillige sinden, am 6. November die Betriebe wieder ui öffnen, um damit den Arbeitern einen Beweis des Entqegen- sommens zi, gehen. Die sächsisch-thuringnche Leiler-Konventwn hat sich mit dem Webereiverbande Hinsichtlich btejer von ihm gefaßten Befchlüne iolidari'ch erklärt. --------- Israelitische Neligronsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südankage). Stag, den 21 und Sonntag, den 22. Oktober 190o: LanbHütlenfest-Cnde. 8. Tag. n ;lb *reibunqen llnb Ucb*lle wird zu- iiichmarkt. d'-e Angeleqenhe't de? Sprache unb bittet um °lls über die Verband- Vorsitzende bemerkt, ’lie= Stenogramm, son- >be sich stenographische okoll ausgearbeitet, baS ber Verhandlung immer ■« ob die geplante Ei-, zu sprechen gekommeü, m gehandelt habe, ob fit eteiligen raoÜten. >ach wie vor als Geqner iilbimg einer llommisnon idenden Fischmarkt noch« ache nehmen solle, chvreise seien jetzt bei ben l für die Zukunft auf ben "tt15!°° h'v; ^rplahez. kn«, knbeii "« b6b„r7nfc««smannl,ch° . :,ou6n'SqS'!’"”ifi! «gt: für * "'rs»’"’' •> ff «"f J'S SWS»! -Sl-iö60" 'L LlÄ d-K' ^ndet, Aschen ögtr- Knainas-Dralitm^dnnsikn. Berkin, 20. Okt. Aks der Kaiser gestern abenb von dem Tom, wo er künstkerifche Arbeiten besichtigt hatte, nach dem Pakais im Automobil zurückketzrte, prakkte sein Automobil mit ein im scharfen Tempo heran- gefahrenen Automobikdroschke 'usammen. Ter Anprakk wurde durch scharfes Bremsen des Troschkenfützrers erheblich abgcschwächt. Weder der Kaiser noch andere Personen wurden verletzt. — Bei dem gestrigen Training auf der Radrennbahn Stegkitz v e*r unglückte der Schrittmacher Dunckel, indem die Maschine auf ihn stürzte. Dunckek verstarb nach wenigen Minuten. Kiek, 20. Okt. Zwei Unteroffiziere des Linien^ schisfes „Elsaß" wurden verhaftet unter dem Verdacht, die Schiffs kassc des Linienschiffes erbrochen und beraubt zu haben. Karlsruhe, 20. Okt. Tie direkten Landtaqswahlen brachten in den großen Städten den liberalen Blockparteien große Ziffern. In Mannheim wurden zwei Blockliberale und drei Soziald'emolraten gewählt: in Karlsruhe wurde ein Blockliberaler gewählt, drei Blockkandidaten kommen mit dew Sozialdemokraten in Stichwahl. Tic Vlockliberalen verlieren. Bruchsal an das Zentrum, Mosbach an den Bund der Landwirte. Tas Zentrum wahrte nach den bisher vorliegenden Resultaten seinen Besitzstand. Es kommt in verschiedenen Bezirken zu Stichwahlen. Tie alten Parlamentarier Wilckens, Venedeh, Rohrhurst, Wehgoldt und Blankenhorn sind wiedergewählt, Goenner, Heimburger und Muser kommen in die Stichwahl mit dem Zentrum. , Emden, 20. Okt. Gestern nackt schlug der Blitz während eines siiewitters in alle drei Borkumer Leuchttürme K'vvenHagen, 20. Okt. Infolge einer Note der nor* wegiscken Regierung an die dänische fand "in, dreistündiger Ministerrat statt, nach dessen Scklnß sich der Präsident und der Mi-^ nister des Aenßeren in das Palais des Kronprinzen und dann in das des Prinzen Karl begaben. Tie Verhandlungen^ mit der norwegisetzen Regierung haben bisher keinerlei offiziellen, sondern nur vertraulichen Ebarakter. Im Prinzip wurde die Annahme der norwegischen Thronkandidatur beschlossen. , m , Jekaterinas la w, 20. Okt. Ter Direktor der Walzwerke in Nischni Tniprovsk k'm bei einem Bomben-Atten-< tat ums Leben. (Die Werke sind eine Filiale der Duisburger Werke zur Herstellung von Werkzeugen für Walzwerke.) Das Opfer des Attentats und die durch die ausständigen Arbeiter bedrohten Iuoenienre find Deutsche. Jeder militärische Schutz manaelt vollständig. Langer, 19. Okt. (Reuter.) Das' englisebe Kriegsschiff ,.P a t Hf in d e r" ist hier eingetroffen und wird heute nacht oder morgen früh nach Eeuta gehen. Die Instruktionen des ..Pathfinders" geben dahin, zu ermitteln, was geschehen sei, und ob die Freilassimg der Gefangenen erfolgt sei, und sie hierberzubringen. Tanger, 19. Okt. Briese, welche bei hiesigen Künfleuteir aus Tetnan eingetroffen find, berickten, daß der Bandenführer^ Bali en te (der enal. Offiziere sestaenommen bat) außer der , Treilassimg seines Brnders eine hohe Entschädigung und die . Einsetzung als Gouvern eur des Grenzgebiete? von Eeuta verlangt habe. Tie letzte Forderung wird, wenn sie sich als wahr erweisen sollte, wahrscheinlich V e r - Wicklungen mit (Spanien Hervorrufen, weil Baliente zahlreiche Morde an der Grenze zur Last gelegt werden, und er die Eiichr''na"N0 vn-n noch (VritM perlst schert bat. $,n, 'm 6nlroilt AbiUll ^"^chilsseg A°"ete Kos ^"lden en, C'neri deiner der j gjlorgf rdl. uiuul. ^iiimi. _______Bahnhoisiiave 60, HI. u7uul| oci)Öii mobl. Hmimer zu vermieten. Ludwigstr. 66. 0"07127 Julius Stofcnbanm. Prima cdjtc ^rontfnrtcr Würstchen neue Liusen frisch eingetroffen bei 5059 Angast Wallenfels 06970s Mlciiies movl. Zimmer zu vermieten. Stephanstr. 80. 06982) Schön möbl. Zimmer zu vermieten. Ludwigslratze 4, II. 58801 Alöbllertes Zimmer zu vermieten. Liebigstr. 66, II. 06977 > Alödliertes Zimmer zu vermieten. Stemstratze 82,11. 5393s Zivei cleg. möbl. Zimm. zu verm. Alicestr. 12, Beletage. 07035s 2 hübsch möbl., uieui- andergeh. Zinimer an einen ev. an 2 perren zu vermieten; dieselben sind auch einzeln adzugeb. 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