K * ippenmeMe । überall zu uem gu/eu । iterung'. j IW 'henken pjiM -r ui der Ent- lbehrlich. tzZ trieneslerForm Lebens- und El angenehm, m bie gejunde U Äpolheken, -l 3.—. s])lan Leitungen u)ro. Genosse un Dpi«v* 26 £ember ^ereS[jen= Ä und Te- 'en°iSe-uni) 58'Seiten, und als fftien ‘4bA ■">?K ’«6?nbäb4irffn * bis lraße 8. ;tar Lmie' tn wohlbehalten in Linie in Ant. ohlbehallen in Erstes Blatt. Gießener General-Anzeiger Amis- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen Bekanntmachung. Großen-Linden be- Gießen. in der Zeit vom 20. April bis zum der Straße von Klein-Linden nach 155. Jahrgang Gießen, den 15. April 1905. Betr.: Die Ausführung der Neichsgewerbeordnung; hier die Ausstellung von Duplikatsarbeitsbüchern. Tas Grosilierzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Wir erinnern Sie an alsbaldige Erledigung unserer Herfügung vom 18. März d. Is., Kreisblatt Nr. 37. I. 23.: Tr. Wagner. ©irläetnt tügNch außer bonnlags. fcem Gießener Anzeiger »©erben tm Weckiel mü dem hessischen Landwirt die Gießener Familien» »lütter viermal tn bet Woche beigelegt. fRotononSbrud ll Der» lag bei Brühl 'ichen Nmvers.-Buch-u. Siern» Ihaiderei. R. Lange. gUhaftton, ErvebMoa und Truderet: Schalstratze 7. flbrefie für Deveichen: Auzetger Vtetzeu. KrrnivrkckanichluhAr 51. Mittwoch 19. Avril 1905 Ve»ag»pr«1sr l monatuch75 viertel« jährlich Mk. 8.20; durch Z\ Abhole- u. Zweigstellen . Wv monatlich 65 Ps.; durch M ssk^ i v die Post Mk. 2.—viertel« ra Eg| jährl. auüjchl. Bestellg. DR W W Annahme van Anzet'e« Fa, 'iiz dre Tr ror^amn« ■ S&rn&A 4 vo -mrktiqS J schäftigt ist. Gießen, den 18. April 1905. Großherzoaliches Kreisamt I. V.: Dr. Kranzbühler. Es wird hiermit bekannt gemacht, daß die Dampfwalze 20. Mai l. IS. auf Politische Tagesschau. Aus Anlaß des Ablebens des Reichsgerichtspräfidenten Dr. Gutbrod hat der Kaiser den Staatssekretär des Reichsjustizamtes Dr. Rieb er ding telegraphisch beauftragt, dem Reichsgericht die allerhöchste Teilnahme an dem Verlust, der den Gerichtshof getroffen hat, zu übermitteln. Ebenso hat der König von Württemberg den Hinterbliebenen sowie dem Reichsgericht seine Teilnahme ausgesprochen. Ter „Reichsanz." gedenkt in einem Nachruf für Tr. Gutbrod dessen hervorragender Mitwirkung an dem Bürgerlicken Gesetzbuch und lagt, nur ein Mann von so umfassenden Kenntnissen auf allen Nechtsgcbieten und von so klarem, scharfem Urteil ,er imstande gewesen, neben den laufenden Geschäften den gewaltigen Stofs zu durchdringen und zu verarbeiten. Mit unermüdlicher Ausdauer und eiserner Energie, mit stets gleicher Arbeitsfreudigkeit und dabei mit einer bis in alle Einzelheiten eindringenden Gründlichkeit bewältigte er die Aufgaben. Was er im Rcichs- justizamt in stiller Tätigkeit für die große Reform geleistet hat, können nur die voll schätzen, die berufen waren, mit ihm an den gesetzgeberischen Arbeiten teilzunehmen. An der Spitze des höchsten Gerichtshofes harrten seiner neue schwere Ausgaben. Mitten in der hingebenden Tätigkeit für diese hat ihn der Tod hinweggenommen, allzu früh für das deutsche Rechtsleben, für das noch reiche Erfolge für ihn zu erwarten waren. Tas Andenken an beit Verstorbenen wird bei allen, die seinen lauteren, geraden Charakter sowie seine treue Teilnahme und Anhänglichkeit zu schätzen wußten, fortleben. Ter deutsche Richterstand hat in ihm eine glänzende Zierde verloren. Dr Gutbrod, ein geborener Württemberger, war der dritte Reichsgerichtsprändenr. Ter erste Präsident war Eduard Simson, der sein Amt am 1. Oktober 1879 an trat und es bis zum 1. Februar 1891 verwaltete. Ihm folgte Karl Otto Oehlschläger, der aus der Staatsanwaltschaft hervorgegangen war und tm Jahre 1903 seinen Abschied nahm. c . Tas Amt des Präsidenten des Retchsgertchts ist gegenwärtig mit 30 000 Mark Gehalt, einschließlich 5000 Mark Reprasentationskosten, und außerdem freier Dienstwohnung 3c,,er* iyretS: 1 mrswätt- -lyj. ' Verantwortl'ch süT den polit und tJ ,erie fcetl: P. Wtttko: für y^tabt und 2anb4 und .Gettchtssaatt: August Goetz; für den Anzeigenteil: HanS Deck' 2>er italienische ßisenbaljnerüreik hat sich bisher immer noch wenig fühlbar gemacht. In ganz Italien ist der Eisenbahnverkehr ausrechterhalten, wie es für den Fall des Ausstandes vorgesehen war, und es wird gemeldet, daß in Rom, Florenz und anderen Mittelpunkten eine genügende Anzahl von Zügen über den Minimaldienst hinaus verkehrten. Die Lage beginnt sich zu bessern. Aus einer Anzahl von. Bahnhöfen legte das Personal die Arbeit nicht nieder. Die Handelskammer in Rom bewilligte für die Eisenbahnangestellten, welche die Arbeit nicht niedergelegt haben, 3000 Lire und forderte alle anderen Handelskammern, dieses Landes aus, sich diesem Vorgehen anzuschließen. Die Zahl der dienst- wMqen Eisenbatznangcstelsten hat noch Angenommen. In R o m haben sich 300 Eisenbahnarberter zum Dienst gemeldet, sie werden aus dem Bahnhof auf Kosten der Betriebsverwaltung verpflegt. Der Luxuszug Berlin Neapel ist angekommen. Im allgemeinen wurde auch gestern auf verschiedenen Bahnhöfen Italiens außer dem vermtn- derten Dienst ein Ersatzdienst aufrechterhalten. Tre Regierung traf Vorsorge, daß die indische Post wre m der vergangenen, so auch in der lausenden Woche pünktlich ern- Rom stellten sich die Studenten des Polytechnikums zum Eisenbahndienst. Der Ausstand ist nur bei den Arbeitern der Reparaturwerkstätten vollständig durchaefuhrü Die Post nach dem Süden und Civita veechra wirb durch Torpedoboote aufrecht erhalten. Tw Postdirektion tetl mit, daß bis auf weiteres jede Paketbeforderung emgestE In allen Gegenden Italiens ist die Ruhe bisher nicht 3it Acgui erhob das Eisenbahnpersonal ^Einspruch gegen den Ausstand. In Venedig ist der Ausjtand fast beendigt. Der Postdienst zwischen den Hafen durch Torpedoboote funktioniert gut. Die in M ailand fälligen Personen- züge der adriatischen Eisenbahn sind alle angekommen. Von den Mittelmeerbahnzügen blieben nur fünf aus. Tas Organ der sozialistischen Partei m Mailand erklärt, der Ausstand sei unter für das Etsenbahnper,onal äußerst ungünstigen Bedingungen cingetreten, da unstreitig die gesamte öffentliche Meinung sich gegen denselben richte. Fünf Schiffe sind von Gastor nach Genua abgegangen, um die Ordnung ausrecht erhalten. Wie verlautet, wird dre Regierung 9e.9en bahuer, die den Dienst verlassen haben, nut rücksichtsloser ausgestattet. Bei der Neubesetzung der Stelle erhält nachs; einer Berne lang im Reichshaushalt der Präsident zwart ebenfalls die ."0 000 Mk., aber davon nur 20 000 Mk. alSj pensionsf B.ges Gehalt und 10 000 Mk. als Repräsentationskosten. Tie zehn Senatspräsidenten und der OberreichK- anwalt beziehen je 14 000 Mk. Gehalt und Wohnungsgeld-, zuschuß, die 81 Reichsgerichtsräte und vier ReichsanwältS je 12 000 Mk. und Wohnungsgeldzuschuß. Die fortdauernd den Ausgaben des Reichsgerichts beziehen sich, aut über? zwei Millionen Mark. * Zur Tabakbesteuerung laßt sich die „Nationallib. Kvrr." von fachmännischer Seite schrecken.^ im vorigen Herbst stellte Frhr. vo» Stengel als den für die verbündeten Regierungen maßgebenden^ Gesichtspunkt bei Auswahl ihrer künftigen Steuervorschlage fto! die geplante Reichssinanzreform den hin, daß dadurchk ,,schwache" Schultern nicht belastet werden sollten. Nun, „schwül ch e r e" Schultern als die 200 000 Arbeitskräfte der deutschen Tabakindußrie gibt es doch wohl kaums Der gesamte Anteil-Kvnsum-Wert des Tabaks in allen jeinat Normen sZigarrcn, Zigaretten, Rauch-, Kau- und Schnupftabak) beträgt in Deutschland rund 500 Mill. Mark. Davon fließet nind 100 Mill. Mark als Arbeitslöhne in die Taschen der tu der Tabakindustrie arbeitenden Bevölkerung und ge-.^ rade diese — zum Teil körperlich nicht sehr kräftig^ und deshalb' zu anderer Arbeit nicht geeignete — Ware es, dre! an erster Stelle durch 'die Erschütterungen einev neuen Tabaksteuer-Belastung und dem damit veröun- denen unvermeidlichen Rückgang bes Konsums zu leiden haben würde! Dabei fließen aus dem ^00 Mül. Mark ausmachenden Gesamt-Kvnsum-Ertrage gegenwärtig schon 70 Milft Mark als Zoll und Steuer in die Kaffe des Reiches? Und emer: solchen Tatsache gegenüber glaubt ein konservativer Abgeordneter^: der Frhr. v Erffa, in der Sitzung des preußischen Abgeordneterv- bauses vom 8. März die — durch Sachkenntnis nicht getrübte — Behauptung ausstellen zu dürfen, daß „leider immer noch von unverbefferlichen Theoretikern das steuerfteie Rauchen als ent! angeborenes Grundrecht des Deutschen bezei-chnet wurde. Nicht weniger als 14 Prozent zieht bereits das Reichs aus dem Betrage, den das deutsche Volk für die Beftiedigun« seines Rauchbedürfnifl'es verausgabt,^ und damit vergleiche! man die 2 Prozent, welche die Reichskaffe aus den annahrend, 2500 Mill. Mark erhält, die das deutsche Volk für Bier bet*, ausgabt (ca. 70 Mill. Hektoliter, die durchschnittlich zu etwa 35 P^ pro Liter in den Konsum übergehen). Als im Jahre 1879 ba» setzt geltende Tabaksteuergesetz die Reichs-Einnahmen aus denp Tabak vervierfachte, wurde damals von den Wortführern,^ des Reichstages, wie von der Regierung der Tabak-JndustrrS versprochen, sie mindestens so lange in Ruhe zu lassen, bis di« Biersteuer-Frage in ähnlicher Weise, im Sinne entsprechender Mehrerträge gelöst sei? Solange dieses Versprechen nicht, erfüllt ist, wird man es der Tabakindustrie nicht verdenken können,- wenn sie sich aufs äußerste gegen jeden B e r s u ch einer' erneuten Mehrbelastimg mit allen ihr zu Gebote stehenden MitteW und Argumenten wehrt! Strenge vorgehen. Uebrigens sollen zwei Drittel der Streikenden vertraulich erklärt haben, sie würden sofort die Arbeit aufnehmen, wenn die Eisenbahnerverbände aufgelöst würden. Die italieniscke Deputiertenkammer setzte am Dienstag die Beratung der Vorlage bctr. die Verstaatlickung der Eisenbahnen fort. D-er Präsident verliest eine Depesche des Eisenbahnbetriebspersonals, in welcher dieses den unüberlegten Ausstand bedauert und sein Vertrauen ausdrückt zu den Vertretern der Nation bei der Erreichung seiner gerechten Forderungen. Zerboglio beantragt im Namen der Sozialisten eine Tagesordnung, nach der die Eröffnung von Unterhandlungen mit den Eisenbahnarbeitern gefordert wird. (Unruhe.) Ministerpräsident Fortis verteidigt die Regierungsvorlage. Die Negierung habe für das Eisenbahnpersonal getan, was sie konnte. Dieses hätte dem Staat nicht den Krieg erklären dürfen. Villa bringt eine Tagesordnung ein, nach der die Kammer, nachdem sie die Erklärungen des Ministerpräsidenten Fortis gehört habe, zur Beratung der einzelnen Artikel übergeht. S a c ch i (Führer der Radikalen) hebt hervor, er beabsichtige sich von denen zu trennen, die sich mit den Ausständigen solidarisch erklärt haben. (Sehr gut!) Er verurteilt den Ausstand des Eisenbahnpersonals, welches als Beamte dem öffentlichen Staatsrecht unterstehen, als ungerecht. (Lebhafter Beifall.) Ter Ausstand gelte dem Parlament als eine Rebellion. Um die feste Autorität des Staates aufrecht zu erhalten, werde er für jede von der Negierung angenommene Tagesordnung stimmen, selbst wenn sie die Bedeutung eines Vertrauens für das Kabinett habe. (Beifall.) Die Tagesordnung Villa wird hierauf in namentlicher Abstimmung mit 306 gegen 34 Stimmen angenommen. Die Tagesordnung Ferri, die den Ansichten der S o z i a l i st e n Ausdruck gibt, wird mit 293 gegen 22 Stimmen abgelehnt, ebenso die Tagesordnung Zerboglio. Die Tagesordnung der Kommission, welcher die Eisenbahnvorlage überwiesen war, die besagt, die zur Beratung stehende Vorlage solle die Regierung instand setzen, den Betrieb der Eisenbahnen am 1. Juli zu übernehmen und die endgiltige Organisation der Staatseisenbahnverwaltung bleibe der Annahme der von der Negierung am 21. Februar 1905 eingcbrachten Vorlage Vorbehalten, wird genehmigt. Dus Haus beginnt darauf die Beratung der einzelnen Artikel der Eisenbahnvorlage. Nachdem die fünf ersten Artikel angenommen worden waren, wurde die Weiterberatung vertagt. * 3m Jahre 1903 hatte Holland eine Verkehrsobstruktion dieser Art, die den wirtschaftlichen Betrieb des Landes zum großen Teil lahmlegte und schwere Schädigungen des Erwerbslebens verursachte. Das vorige Jahr brachte um die Osterzeit den Generalstreik der Eisenbahner in Ungarn, der mit geradezu elementarer Wucht einsetzte und zu Gewaltakten führte. Die Ausständigen erreichten in beiden Fällen ihr Ziel nicht, und ihr Mißerfolg kann jetzt auch in Italien als besiegelt gelten. Man sollte meinen, daß diese dreifachen Erfahrungen endlich abschreckend wirken. Tenn die Staatsgewalt muß hierbei immer mit aller Energie eingreifen, weil das ganz unbeteiligte Gros der Bevölkerung empfindlich geschädigt wird. In Deutschland darf ein Eisenbahnerstreik wohl als ausgeschlossen gelten, weil den Ängestellten von Staatswegen eine ihrem schweren und verantwortungsvollen Dienst entsprechende sozialeFürsorge zuteil wird. Auch die Gehaltsbezüge sind wiederholt aufgebessert worden. Das angebliche Heiratsprojekt des Königs von Sachsen In der ausländischen Preße macht die Mitteilung die Rundi^ die zur Zeit von der Königin Karola von Sachsen nach Belgrert^! England und Frankreich unternommene Reise gelte dem Zwecke,; ihrem Neffen, dem Könige Friedrich August, die Hand der Priu-^ zesfin Klementine von Belgien zu gewnnven. N^ Informationen, die unser v. W.-Mita rbeiter an besv- unterrichteter Stelle in Dresden erhalten hat, entbehrt diese Nach- richt jeglichen tatsächlichen Untergrundes. Es ist — man darf hinzusügen: leider — zur Stunde immer noch kein Ausweg gefunden, durch den der sächsische Monarch zu. der Möglichkeit einer> Wiedervermählung gelangen könnte, ohne sich oder seine Kinder der Kirche gegenüber in eine inkorrekte Stellung zu bringen, dis mit dem Staatsinteresse schwer zu vereinbaren wäre, und daher! ist der Gedanke der Wieder Vermählung auch nicht einen Augen-, blick lang in ernsthafte Erwägung gezogen worden. Soviel die! GräfinMontignoso anbetrifft, nimmt der König den Stand-j punkt ein, daß auch in den hier noch zu erledigenden Fragen! lediglich die Gründe der politischen Zweckmäßigkett ausschlaggebendj sein dürfen, und er hat daher die Entscheidung in diesen Fragen! ein für alle Male dem Staaisministerium überlassen, mit der! ausdrücklichen Erllärung, daß er sich in jedem Punkte dessen Majo-j ritätsbeschlusse fügen werde. Soweit unsere Information. Wir fügen ihr. hinzu, daß mts, aus anderer verläßlicher Quelle die Nachricht zn- geht, die Prinzessin Klementine von Belgien habe bei ihrem letzte» Zusammensein mit ihrem Vater auf italienischem Boden — einem Zusammensein, das eine Art Versöhnung bedeutete — abermals ihren unerschütterlichen Entschluß kundgegeben, die Gattr» des Prinzen Viktor Napoleon zu werden, so da» ein ernstlicher Widerstand des Königs Leopold, der zur Zeit auf seiner Jacht im Mittelländischen Meere kreuzt, kaum mehr M erwarten sein dürfte. * Besuch aus England. R. Berlin, 18. April. Um die Mitte des Mai werden englische Großkaus^ leute hier eintreffen. Der Besuch, der ein Mittel sein solL zur Verbesserung der deutsch-englischen Bezieh-' ungen, hat hier auf eine auszeichnende Aufnahme zu rechrren. Wie wir bören, dürfte der Reichskanzler die Gäste bei sich. sek)en. Obwohl gerade in den letzten Wochen Londoner Blätter vom Schlage der „Times" die Marokko-Angelegenheit zu aller-', lei Unfreundlichkeiten gegen Deutschland benutzten!,/ sind die Verhandlungen über den Besuch nickt einen Augenblick! ins Stocken geraten. Ein Beweis, daß die Ausstreuungen gegen! Deutschland mindestens in den urteilsfähigen englischen §fteisen; wenig Boden finden. Die Spekulation der Schürer gegen Deutsch-^ land gilt denn auch hauptsächlich dem „Mann in der Straße".! Insbesondere mit der Aufstachelung des Neides auf die geschäfb-' lichen Erfolge des deutschen Wettbewerbers, mit dem Hinweis auf die „Anspruchslosigkeit" des Deuffchen im Auslände werden jene Zeitungen nicht müde ihr Publikum zu bearbeiten. Daß hierin ein entschiedener Wandel eintritt durch den Besuch englischer Großkaufleute, ist^ kaum anzunehmen. Doch werden wohl füp eine Weile diese Stimmen zum Schweigen gebracht tverden. Die heuliqe Kummer umfaßt 12 Seiten. Gießen, den 19. April 1905. Betr.: Statistische Nachweisungen über das Volksschulwesen. Tie Großh. Kreisschulkommission Gießen an die Schulvorstände nnd die Vorsteher von Privatschulen des Kreises. Wir sehen bis spätestens 10. Mai d. Is. Ihren Berichten entgegen über: I. Stand der einfachen Volksschulen nach Beginn des Schuljahres 1905/06 a) Schulen ohne Schulgeld, b) , mit , Zahl der Schulkinder: 1. nach Klaffen (nicht Abteilungen) getrennte. Die Schulerzahl der einzelnen Klaffen und die Gesamtzahl ist anzugeben: a) Knaben, b) Mädchen; 2. nach dein Bekenntnis: a) evangelisch, b) römisch-katholisch, c) israelitisch, d) anderer Konfessionen. n. Stand der Fortbildungsschulen nach Beginn der Schulperiode 1904/05 a) einklassige, b) zweiklassige, c) dreiklassige u. s. w. Zahl der Schuler nach dem Bekenntnis: a) evangelisch, b) römisch-katholisch, c) israelitisch, d) anderer Konfessionen, e) im ganzen. HI. Stand der Privatschulen nach Beginn des Schuljahres 1905 06 (wie sub I). Die Berichte sind genau nach vorstehendem Schema unter Beibehaltung derselben Bezeichnungen abzusaffen. I. V.: Tr. W a g n e r. 5>er Krieg. Japan und Frankreich. Tokio, 18. April. (Reuter.) Die öffentliche Meinung hx Japan, erregt durch die Gastfreundschaft, die der russischen Flotte in den französischen Gewässern gewährt wird, sängt an, sich zu erhitzen. Die Zeitungen fordern die Regierung aus, strengere Maßregeln als bloße Proteste zu ergreifen. Tas einsiußreiche Journal „Pijislümo" sagt, die Benutzung von Madagaskar für die russischen Geschwader war geradezu eine Verletzung des Prinzips der Neutralität. Aber in Anbetracht der Entfernung erhob Japan einfach nur Protest gegen die Verletzung der Neutralität, weil sie, hi so entfernten Häfen, als ohne Einfluß angesehen wurde. Aber so nahe der KriegSzone wäre es unmöglich, es mit derselben Nachsicht anzusehen, wenn Frankreich dem Feinde wirksame Hilfe leiste und sich auf diese Weise tatsächlich mit Rußland verbünde. Es wäre jetzt notwendig, England förmlich zu benachrichtigen und seine Mitwirkung gemäß den Allianzabmachungen zu gewinnen. Das Blatt „A'ahi" sagt, Frankreich hätte die Anwesenheit der Russen wohl überlegt geheim gehalten und hofft, daß die Negierung entschieden handeln werde. Tas russische Geschwader. Petersburg, 18. April. Noch immer ist man ohne ertliche Nachricht über den Aufenthalt Noschdjes- wenskys. In Marinekreisen glaubt man, daß Roschdjes- wensky an einem Punkte der Küste von Anam Kohlen einnehme. London, 18. April. Mehrere einzelne Meldungen von Sichtungen der ruff. Kriegsschiffe durch Kauffahrer verschiedener Nationalitäten stimmen darin überein, daß Noschdjes- wensky die Fahrt von der Kamranbucht in der Richtung des Formosa-Kanals fortgesetzt hat. Im ganzen gewinnt man den Eindruck, daß der russische Admiral seine Streitmacht nach dem Passieren der Nlalakkastraße in mindestens zwei Divisionen formiert bat, die getrennt dampfen. Der in Hongkong eingelaufene Dampfer North Anglia ist bei Bombey-Reef einem bedeutenden Kreuzer-Geschwader nut südlichem Kurs begegnet, das mit Scheinwerfern operierte, dem aber nicht anzusehen war, ob cs japanische oder russische Schiffe waren. Einer nachträglichen Meldung. der „Daily Mail* aus Singapore zufolge teilte der Kapitän des Lloyd- dampfers „Prinz Heinrich* in Ergänzung seines früheren Berichtes mit, daß vor der Turan-Bucht, in der die übrigen Schiffe ankerten, die Kreuzer Dimitri, Bonskoi und Rion auf der Wache lagen, während Bootssiottillen beschäftigt waren, den Russen Lebensmittel und Vorräte zuzuführen. Von den Mannschaften englischer Transportschiffe für die russische Flotte, die in Hongkong den Dienst zur Weiterfahrt in die voraussichtliche Kampszone verweigerten, wurden dort 36 zu längeren Gefängnisstrafen verurteilt. Von der ruff. Mandschurei-Armee. Tokio, 18. April. (Reuter.) Tie russische Streitmacht, die auf der Linie Tschantschun-Kirin und südlich dieser Linie konzentriert ist, wird auf 2 0 0000 M a n n geschätzt. Nach endgiltiger Ausstellung wurden in Port Arthur 41 600 Mann gefangen genommen. Petersburg, 18. April. Die T ru p p e n v er st ä rk - trugen, welche Linjewitsch in der letzten Zeit zugesandt erhielt, belaufen sich auf insgesamt 40000 Mann. Innerhalb vier Wochen wurden 4000 Eisenbahnwagen zurückbeordert, um die Transporte von Truppen und Kriegsmaterial zu bewerkstelligen. Wnßfünd in Sturm und Drang. Ter Mörder des Großfürsten Sergius zum Tode verurteilt. AuS Moskau meldet vom 18. April die Petersburger Telegr.-Ag.: Koliajew, der Mörder des Großfürsten Sergius, wurde zum Tode verurteilt. Bei der Verhandlung im Senat war die Oeffentlichkeit ausgeschlossen. Der Präsident, Senator Teuer, richtete die üblichen Fragen an den Angeklagten betreffs seiner persönlichen Verhältniffe. Der Angeklagte bestritt die Berechtigung dieser Fragen, da er sich als ein tm Kriege kriegsgefangener Bürger betrachte und er werde nur als Kriegsgefangener antworten. Der Präsident läßt darauf den Angeklagten, dessen Verteidiger Mandelsiamm und Schlaschdanow sind, abführen, und es wurde die Sitzung guf kurze Zeit unterbrochen. Nach der Wiederaufnahme erklärten die Verteidiger, sie würden die Verteidigung nur fortsetzen, wenn der Angeklagte in den Sitzungssaal zurückgeführt werde. Ter Angeklagte untersagte seiner Mutter und seiner Schwester die Einreichung eines Gnadengesuchs. Ein neuer politischer Mord. Der „Schles. Ztg.* zufolge wurde der neue Polizei- Meister v on Cz en st o ch a u, P o ss o n, vergiftet. Poffon, der fein Amt vor acht Tagen angetreten hatte, erhielt einen Drohbrief, daß er nur noch sechs Tage zu leben hätte. Daraufhin bat er um seine Versetzung, die ihm auch sofort bewilligt wurde. Die Terroristen hielten jedoch Wort, indem sie das angekündigte Urteil vollzogen. Vorsichtsmaßregeln. In Petersburg wurden auf den Straßen Aufrufe verteilt, worin die Männer ersucht werden, am 1. Mai nicht unbewaffnet auf die Straße zu gehen und zu veranlassen, daß Frauen und Kinder an diesem Tage zu Hause bleiben. Ter Dichter Maxim Gorki, 0er sich in Jalta befindet, leidet infolge quälenden Hustens an Schlaflosigkeit und auch sonst zeigen sich bei ihm die typischen Erscheinungen der fortschreitenden Tuberkulose. Russische Redlichkeit. Iw Finanzministerrum i|t eine Defraudation von gegen 4 0 0 000 Mark ausgcdeckt worden, begangen durch einen höheren Beamten, dem diese Summe im Auftrage des Ministeriums des Innern zum Ankauf von Korn für Verpflegungszwecke überliefert worden war. Ter Schuldige wurde einstweilen von seinem Ver- trauenspolten entfernt, er sott bereits das Weite gesucht Da? Recht auf Prügel. Einem galizischen Blatte zufolge, begaben sich in der Kornischen Stabt Radom der Direktor Woyzbon und der Advokat Stein ■ ;ur.i Kommandanten General Kumci- row um sich wegen Mißhandlungen von Knaben durch Lio^aLen zu beschweren. General Lumarow empfing beide Herren freundlich, riet ihnen aber, sich in derlei 'Angelegenheiten nicht einzumischen, dem Militär sei gelt a t t e t, j e d e n z u s ch l a g e n, der es durch unverschämtes Benehmen provoziere. deutsches Neich. Berlin, 18. April. Der Kaiser hat den Wohlfahrts- Einrichtungen der Ha m b u rg - dl m erik a - Lini e, die bekanntlich ihr Schiff „Hamburg* dem Kaiser zu seiner Mittelmeerfahrt unentgeltlich zur Verfügung gestellt hat, eine Spende von 15 000 Mk. als Zeichen seiner besonderen Anerkennung überwiesen. — Aus Giardini auf Sizilien meldet man vom 18. April: Heute nachmittag begab sich die Kaiserin mit dem Prinzen Adalbert von Taormma herunter; sie gingen an Bord der „Hohenzollern*, nahmen mit dem Kaiser zusammen den Tee und kehrten um 7 Uhr nach Taormina zurück. Angesichts der Schwierigkeiten der Beförderung der Post mit der Eisenbahn stellten sich bte italienischen Kriegsschiffe zu diesem Zweck zur Verfügung. — Die kaiserliche Familie trifft am Abend des 9. Mai auf Schloß Urville in Lothringen ein. Ter Aufenthalt in Straßburg ist auf vier Tage bemeffen. Tie Einweihung der Gedenkhalle in G ra velotte ist nunmehr auf den 11. Mai festgesetzt. Der Besuch dauert bis zum 17. Mai. — Zum Oberlandesgerichtspräsidenten von Köln wurde der Düffeldorfer Landesgerichtspräsident Adolf Ratjen, zum Oberlandesgcriehtspräsidenten von (Selle der Göttinger Landgerichtspräsident Hein roth und zum Oberlandesgerichtspräsidenten von Kassel der dortige Landgerichtspräsident von Hassel ernannt. T e s s a v , 18. April. Der Landtag hat bei der Beratung des Gemcindeabgabcngcsetzes denjenigen Abschnitt angenommen, welcher den Gemeinden das Recht zur Erhebung von Umsatzsteuern von den Konsumvereinen und Warenhäusern gibt. Konsumvereine mit weniger als 20000 Mark und Warenhäuser mit weniger als 10 000 Mark Jahresumsatz bleiben steuerfrei; im übrigen darf die Steuer betragen: bei Konsumvereinen mit 20000—100000 Mark Jahresumsatz nickst mehr als 1, 100000—200000 Mk. nicht mehr als 2, 200 000—300 000 Mk. nicht mehr als 3. 300 000—400 000 Mk. nicht mehr als 4, 400 000 Mk. und mehr Jahresumsatz nicht mehr als 5 vom Tausend des Jahresumsatzes. Diese Steuern sind nicht als Ersatz für die Einkommensteuer und die Gewerbesteuer zu betrachten, sondern sotten neben ihnen erhoben werden. Die Negierung hatte auch bei den Konsumvereinen eine Steigerung der Steuer bis zu einem Jahresumsätze von 900 000 Mk. und bis auf 10 vom Tausend des Jahresumsatzes vorgeschlagen, der Landtag hat aber die von der Etatskommil'ion vorgeschlagenen mäßigeren Sätze für angemessen erachtet. — Eine Aenderung der Bestimmungen über bi ** Sonntagsruhe ist im Werke. Das Reichsamt des Inner- ist gegenwärtig mit den sehr umfangreichen Vorarbeiten z" einem darauf bezüglichen Entwurf beschäftigt, bei besten Ausstellung die einzelnen Bundesregierungen und auch die Gewerbeaussichtsbeamten gehört werden sotten. Aus Stadt und KanS. Gießen, 19. April 1905. ** Hessisch-Thüringische Staatslolterie. Bei der heute sortaesetzten Ziehung der 6. Klaffe fiel ein Gewinn von je 5000 auf Nr. 43760 63571, Gewinne von je 2000 Mk. aus Nr. 2420 17849 35781 44112 58516 65711 87597 93334. (Ohne Gewähr.) ** Kapellmeister Polster, der Dirigent des Bauer- schen Gesangvereins, ist aus Gesundheitsrücksichten von hier weggezogen und nach Dessau übergesiedelt. Der Bauer'sche Gesangverein hat ibm ein Diplom aussertigen lassen, welches z. Zt. bei Irnßäuser (Mäutzburg) ausgestellt ist. ** Schweres Kalb. Metzgermeister S. Notschild, Marktstraße, schlachtete heute, wie er uns niitteilen läßt, ein Kalb, das 125 Kg. wog. Ein solches Gewicht dürste nur sehr selten vorkommen. Darmstadt, 18. April. Der 93erein deutscher Papierfabrikanten in Berlin hat der hiesigen technischen Hochsehule den Betrag von 9000 Mk. zur Einrichtung von Hochschulkursen für Studierende der Papierindustrie zur Verfügung gestellt und sich bereit erklärt, während der nächsten drei Jahre weitere Mittel zu stiften. — Ter Gemeinde- und Kirchenrechner Adam Koch von Zell haus en bei Seligenstadt hat sich nach erheblichen Veruntreuungen entfernt. Bei einer Revision ber Spar- und Darlehenskasse der landwirtschaftlichen Genoffenschaft, deren örtliche Verwaltung dem Koch ebenfalls oblag, wurde ein Defizit in der Höhe von mehr als 10 000 Mk. festgestellt. Es sind Erhebungen tni Gange, ob Koch auch Gelder der Gemeindekirchenkasse angegriffen hat. w. Darmstadt, 19. April. (Eigener Draht- bericht.) Dem Vernehmen nach ist der Inspektor der zoologischen Sammlung des Großh. Museums, Prof. Dr. Gottlieb von Koch, in den Ruhestand getreten. An seine Stelle tritt der seitherige Assistent dieser Sammlung, Dr. Theodor List. Großqerau, 19. April. (EigenerDrahtbericht.) Der wegen Sittlichkeitsvergehens verhaftete Lehrer Schn eil bacher ist gegen eine Kaution von 2000 Mk. aus der Haft entlassen worden. Diez, 17. April. Von einem toltwutverdäch- 11 g e n Hunde wurden gestern in Holzappel der praktische Arzt Dr. med. Feiber und ein Kind gebissen , desgleichen in Laurenburg uud Giershausen je ein Kind und mehrere Hunde, sowie in Isselbach mehrere Hunde. Der Hund ist zurzeit noch nicht unschädlich gemacht worden. ** K l e i n e M i > t e if ’t n a e n ans Reffen nnd den Nachbarstaaten. Nach Unterschlagung von 15 000 M k. ging der Kassierer einer Mainzer Brauerei, namens Waith, flüchtig. DermHcbM* * Köln, 18. April. Die beiden Burschen, welche im Eisenbahnzuge zwilchen Duisburg und Köln den Direktor der Köln-Bonner KreiSbcmk beraubten und schwer verletzt lwben, haben ein volles Geständnis abgelegt. Sie erklären, daß sie seit Tangem einen Ueberfali auf Fahrgäste eines MsenbalMzuge« geplant hätten. In ihrem Besitz hat man Mord Werkzeuge gefunden. Der Direktor wurde durch einen Schlag mit einem spitzen Instrument gegen die Stirn betäubt. 55 Mk. sowie eine goldene to)r sielen in den Besitz der Räuber, die, während der Zug bei der nächsten Station langsam fuhr, absprangen und such in ein Gebüffch flüchteten, wo sie den Raub teilen wollten. Sic wurden jedoch von Polizeibeamten festgenommen. *EinScherzdes Kaisers. Ein hübsches Witzwort, das auf einer früheren Kaiserreise fiel, teilt die °,Berl. Morgenpost mit: Auf einer seiner nordischen Reisen saß der Kaiser nach dem Essen gern''tlich im Rauchsalon der Jacht „Hohenzollern", eine feiner berühmten großen Zigarren rauchend und mit der Tischgesellschaft, zu der auch Graf Eulenburg gehörte, über dies und jenes plaudernd. „Nun will ich Ihnen einmal einen Scherzrebus aufgeben", meinte der Kaiser und entwarf alsbald einen solchen auf einen Bogen Papier. Dieses Blatt, das dann im Kreise herumging, enthielt nur die Worte „Kaiser Wilhelm", war aber in der Mitte, wo sich die Zeichnung eines Nhrenpendels befand, tn zwei Hälften geteilt. Die Tischgesellschaft riet hin und her, war aber außer stände, eine auch nur einigermaßen passende Lösung zu finden. Nur Graf. Eulenburg schwieg schmunzelnd. „Sie wissen es, Graf", rief der Kaiser, „heraus damit!" Der Verfasser des „Sangs an Aegir" zögerte. „Gut", meinte der Kaiser, „so will ich Ihnen erst meine Lösung sagen. Sie lautet: Ein Urteil (Uhr-Teil) im Namen des Kaisers." Alle lachten. „Nun aber, Graf, heraus mit Ihrer Lösung", rief der Kaiser. „Majestät", erwiderte Graf Eulenburg, „ich schwärme bekanntlich für die volkstümliche Literatur und kenne auch meinen Fritz Renter. Meine Lösung ist: „Hier geiht he Heu, dor geiht he hen — hier geiht he hen, d o r geiht h e hen!" Der Kaiser soll sich, wie das so seine Gewohnheit ist, lachend auf die Schenkel geschlagen haben. * Kleine Tageschronik. Der wegen Unterschlagung von staatlichem Eiseubahnmaterial belastete Produktenhändlcr Freimann in Hannover hat sich im Untersuchungsgefängnis erhängt. — Iip Eichelshagen bei Kyritz in der Mark wütete eine Feuersbrunst, die wahrst ''nlich aus Brandstiftung zurück- zusühren ist. Vier Gehöfte wurden vom Feuer ergriffen. Man vermutet, daß ein Knecht in den Flammen seinen Tod gefunden hat. Mehrere Personen wurden vorletzt. — Der wegen Urkundenfälschung und Betruges mit 320 000 Frcs. ans Zürich gefloßene Kaufmann Eduard Ruegg, welcher am 18. März in Breslau verhaftet wurde, ist aus dem dortigen Polizeigefängnis entstehen. Rrwgg hatte in seiner Zelle den Ofen niedergelegt, eine Wand durchbrochen und war dann über Trre'h-ere Dächer geklettert. — Aniversikäts-Vachrichten. — Zum Ausbau der Münster sch en Hochschule zur Voll-Universität mit sämtlichen Fakultäten hat die Stadt Münster einen Nachkredit von 40 000 Mark bewilligt. Die Summe soll für die innere Einrichtung des physiologischen und anatomischen Jnstiwts verwandt werden. .Im ver- slossenen Jabre wurden für diese beiden Institute bereits 50 000 Mark bewilligt. Auch die Provinz Westfalen wird zum Ausbau der medizinischen Fakisttät weitere Mittel flüssig machen. G.richtsiaal. 0 Marburg, 19. Avril. Der Taglöhner Todt von hiei und seine Ehefrau hittcn sich heute vor der Strafkammei wegen Uebertrctung des F ü r so r g e-E r z i e h u n g s g e se tz eZ zu verantworten. Sie wurden beide beschuldigt, die Flucht ihrer 17 Jahre alten Tochter, die im Kreise Melsungen in Fürsorge- Erziehung war, dadurch begünstigt zu haben, daß sie, als das Mädchen unverhofft nach Hause kam, der Vormunds^afts- behörde keine Mitteilung machten, sondern es an einen bis jetzt der Behörde iwefi unbekannten Ort brachten. Die Verhandlung endete mit der Verurteilung des Mannes zu 6 Wochen Gefängnis, die Frau dagegen erzielte Freisprechung. Ar6cit^r6fwegunq. Berlin, 18. April. Es hat den Anschein, als ob der größt Ausstand iier Bäckereiarbeiter im vorigen Jahre, der^die Bevölkerung Berlins wochenlang beschäftigte, neu austeben soll. Es wird ein Flugblatt seitens des Deutschen Bäckerverbandes 'N Massen in Berlin verbreitet, in dem darauf hingewkesen wird, daß es in diesem Jahre wahrscheinlich zu neuen Kämpfen 'm Bäckergewerbe kommen werde. Die Meisterschaft sei bemüht, io heißt es, den Tarif zu durchbrechen und den Gesellen die schwer erri”’-’,enen Vorteile zunichte zu machen. Dagegen müsse mit all n Mitteln vorg?gangen werden. Weißenfels, 18. Avril. Der Schuhmacher streik, der nun schon die zehnte Woche dauert, hat sich insofern verschärft, als die Streikenden in chrer letzten Versammlung beschlossen, von dieser Woche an die Streikunterstützung zu erhöhen. Die wirtschaftliche Schädigung, die die Stadt durch den Streik erleidet, ist nach vielen L>underttausmden zu beziffern. Mn eine Einianng ist vorläufig nicht zu denkem Paris, 18. April. Ans Nantes wird berichtet, daß bei gestrigen Zusammenstößen ein streikender H afenarbeiter durch Bajonettstiche im Rücken schwer verletzt wurde. Ein Gendarm wurde vom Pferde herabgezogen, worauf ihn die Menge blutig schlug. Zwei Stunden lang mußte die Gendarmerie mit blanker Waffe vorgehen. 7 Gendarmen und Polizisten wurden bei den Zusammenstößen verletzt. Da die Arbeitgeber die Forderungen der Hafenarbeiter angenommen haben, ist der Ausstand heute beendigt. Kandel und Perk-ffr. PolLswirtshaft. Berliner Börse vom 18. -lpril 1905. (Mitgeteilr von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont lT/8 Prozent. Anfangs- u. Schlußkurse» Oest. Kredit .... 208.75 209.00 Deutsche Bank . . . 240.30 240.75 Darmstadter Bank . . 143.00 143.12 Bochumer Guß . . . 251.10 251.90 Harpener Bergbau . . 216.00 216.80 Tendenz: Ziemlich fest. Akt. - Ges. I. Vrüningu. Sohn, Langendiebach bei Hanau, Zigarrenkisten - und --Wickelformenfabrik. Tie Generalversammlung genehmigte die Bilanz siir 1904, wonach der Vrnttoggewinn 129 600 Mk. fi. V. 132 856.33 Mark) beträgt. Nach Abschreibungen von 59 356 Mk^63 229 Mk.) verbleibt ein Nettogewinn von 70 244 Mk. (69 627 Mk.), woraus eine Dividende von 5 Prozent (wie i. V.) zur Verteilung gelangt. Reichs bank. Am 25. Llpril wird in Wertheim a. Main eine von der Neichsbankstelle in Würzburg abhängige Reichsbanknebenstelle mit Kasseneinrichtung und beschränktem Giroverkehr eröffnet werden. _ t _ Akt.-Ges. für Schriftgießerei und Maschinen» bau in Offenbach. Die Generalversammlung setzte die Dividende auf 6 Proz. fest. Die Aussichten des neuen Geschäftsjahres sind bis fetzt befriedigend. Die Abschlußziffern smd bte gleichen wie im Vorjahre. Märkte. ko. Frankfurt a. Ak., 18. April. Herr- u n b Stroh- ma r f t. Heu kostete heute Mk. 3.20-3.50, Stroh Mk. 3.20 bis Akk. 2.50. Alles per 50 Kilo. Teudeuz: fest. ko. F r a n k f u r l a. M., 19. April. (Tetegr. Orig.-Bericht des „Gieß. 91118.".) Amtliche Notierungen der heutigen ViehMarktpreise. Zum Verkaufe standen: 60 Ochsen, 0 aus Oesterreich 1 Bullen, 00 aus Oesterreich, 36 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Oester., 1461 Kalber, 82 Schafe u. Hammel, 1304 Schweine. Bezahlt wurde für 100Pfd.Schlachtgewicht: Ochsen 1.Qualität 73 bis 75 Akk., 2. Qual. 66—68 Akk., 3. Qual. 59—60 Mk.; Bullen 1. Qual. 61—63, 2. Qual. 00-00; Kühe I. Qualität 66-68 Mk^ Tobt von W txttftammei ngsgesetzeZ bie fMt ihm t^firforge* . bo6 He. «Ö jrnwnbffaffa einen bis fetzt Verhandlung Wochen Ge« MN. ob der grok . Satire, bette :u ausleben |oll Dackerverbandcs ingewiesen UM neuen Aäinpsen Last fei bemüht, m Scstlle« bie dagegen müsie ^acherstreik, insofern ver- '.'riammlung be- «q zu erhöhen^ inrch den streit iffern. B «* sichtet, boB dei Seite*« ,rM ElU Gen- J» bie 'S* Mtemen* eaiüiil'«""^ A°d»Ä»s-°d ÄHt 1 de, A ä ten. ^l£ 1 ■*« H «•h £ KZ *es *Stg "ü!L, ' rtlef der an i* >9 ■ nef der "bürg. „H lieratm unb iSK.Hier b'°r g-iht lieb, ivie ä«en!el ge. üalerschlaMs *blet5reu Gefängnis er* '.Mrk wütete 'w'Ng zurück- iriHen. Man * gesunden hat Ürsundensülschi ^ich geflohene u Geslau ver- Mio Mähen, -gt, eine Wand r geklettert. - - wti6 0 z"itig mit der fvn- XR M-* AaF<- prFnYnt. Familien Nachrichten. Gestorben: Herr Heinrich Heß II. in Bad-Nauheim. ^)rtfltnal-Drat)lmcröitnflcn. scL Darmstadt, 19. Avril. Der Gemein berechn er Koch aus Zellhausen, der seit Samstag vermißt wurde, hat sich beute freiwillig der biesigen Staatsanwaltschaft gestellt. Er wurde in Untersuchungshaft genommen. Berlin, 19. April. Wie verschiedene Blätter melden, benutzte der französische Botschafter Bibourd sein gestriges Erscheinen bei dem regelmäßigen Dienstagsbeiuche im Auswärtigen Amt zur Anknüpfung eines Gespräches über die marokkanische Frage; über den Inhalt der Unterredung verlautet nichts. O ster ode, 19. April. Unter dem Verdacht, seine z-weite Frau ermordet zu haben, wird ein Arbeiter aus Groß- Kirsteinsdors. Kreis Osterode, der flüchtig wurde, von der Behörde verfolgt. „ .. c Dresden, 19. April. Ein Gen er al streik der Dresdener BäckergeHilfen wurde in einer stürmisch verlaufenen Versammlung beschlossen. Zu gleicher Zeit versammelten sich in einem anderen Scmle die Bäckermeister und warteten auf das Ergebnis der Absrimmuna der Bäckergesellen. Die Bäckermeister beschlossen, den Kamps mit allen Kräften auf-unehmen und durchzuführen. Der Bäckerobermeister verkündete, daß die Militärbehörde ihm mitgeteilt hat, den Bäckern:eistern nur dann Militärbäcker zur Verfügung zu stellen, wenn ein wirtschaftlicher Notstand in der Bürgerschaft eintrete. Es kommen 800 Bäckergesellen in Betracht. München, 19. April. In der Atemar-Gruppe der Südtiroler Dolomiten ist der Kölner Touri st Egger von einem plötzlichen Schwindel ergriffen worden. Er stürzte 20 Meter tief ab und verletzte sich schwer. — Ein von der Bank in Landshut am 12. d. M. zur Post aufgegebener Einschreibebrief, enthaltend 10 000 Mark, ist bei dem Adressaten nicht eingetroffen. ES haben bereits bei mehreren Postbediensteten .Haussuchungen stattgefunden, jedoch ohne Erfolg. Paris, 18. April. Kammer. (Schluß.) Der Antrag auf Veranstaltung einer Untersuchung über den Ausstand in Limoges wurde abgelehnt. Darauf wnrde über die von Rouvier gebilligte Tagesordnung Corel (Republik.) abgestimmt. Der erste Teil dieser Tagesordnung, der den Opfern der Unruhen in Limoges und ihren Familien das Mitgefühl der Kammer ausspricht, wird einstimmig angenommen, der zweite Teck, der das Vertrauen zum Ausdruck bringt, daß die Regierung den bedauerlichen schmerzlichen Konflikt so schnell w'.e möglich beilegen und^ihn zur Lösung bringen werde, wird mit 415 gegen 66 Stimmen angenommen. Die ganze Tagesordnung gckangt dann mit 422 gegen 58 Stimmen zur Annahme. Hierauf wird die Sftmng geschlossen. Foggia (Italien!, 18. April Abends versuchten etwa 1000 Landleute, während dem ansOändigm Bahnpersonal der Lohn ansgezcküt wurde, in den Bahnhof einzudringen und leisteten dem Militär, welches sie zu entfernen suchte, Widerstand. Die Manifestanten fielen die Soldaten mit Knütteln an, schleuderten Steine gegen sie und schossen schließlich aus sie.. Ein Soldat wurde schwer verletzt. Hierauf gebrauchte d^s Militär, ohne Befehl dazu bekommen zu haben, die Waffen und verwundete zwei Personen. Die Manifestanten flohen alsdann nach dem Cavourplatz, erneuerten aber, als sie Verstärkungen erhielten, den Tumult, und es wurde nunmehr wieder mit Steinen gegen das Militär geworfen und auch geschossen. Das Militär gebrauchte deshalb wieder die Schußwaffe. Im ganzen wurden bei dem Zusammenstöße drei Personen getötet und sieben verwundet. Wien, 19. April. Die „Pot. K'orr." erfährt Ueskueb: In den letzten Tagen sind neuerdings mehrere Christen durch mazedonische Albanier ermordet worden. Die Behörden beobachten gegenüber dem fortgesetzten Blutbad eine indolente Haltung. Tie Arnauten des Ortes Kabaschi Prisrend stehen wegen Ermordung zweier christlicher Gendarmen nach immer mit den christlichen Bewohnern des Ortes in Blutfehde. Petersburg, 19. April. Im hiesigen Hafen wurde ein Polizeiwachtmeister von Matrosen tödlich verletzt. Eine Gruppe von Arbeitern stand auf der Straße mit Matrosen zusammen. Der Wachtmeister forderte die Kekanntmachlmg. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die .Noon st raße, zwischen Moltkestraße und Gr. Steinmeq, von heute an bis auf weiteres für den Fährverkehr gesperrt. Gießen, den 18. April 1905. Großh. Volizeiamt Gießen. _________________Herberg._________________ Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanallsationsarbeiten wird die Nordanlage, zwischen Neustadt und Steinstraße, von heute an bis auf weitere? für den Fährverkehr gesperrt. Gießen, den 18. April 1905. Großherzogliches Polizeiamt. Gießen. _______________Herberg._________________ Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstratze 2 tBürgermetsterergebäudet Zimmer Nr. 14. Der ArbeNSncM)welS har die Aufgabe, zwischen Arbeugebern und Arbeitnehmern (Arbeitern, jeglicher ?lrt, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu o ermitteln. An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 8 blfl 6 Uhr geöffnet. Es können eingestellt werden: B19/4 1 Schmied, 1 Spengler, 1 Wagner, 1 Maschinist, 1 Buchbinder, 6 Schreiner, 1 Schneidmüller, 60- 80 Schneider, 1 Schuhmacher, 1 Friseur, 1 Putzfrau, 1 Wäscherin, 20 Tagearbeiter, 6 Zimmerleute, 2 jüngere S>on§burfd)en, 6 Dienstmädchen, 3 Lauffrauen, 1 Herrschaftskutscher. Lehrlinge: 1 Gärtner, 2 Schlosser, 1 Mechaniker, 1 Wagner, 2 Buchbinder, 2 Schreiner, 1 Lackierer, 1 Friseur, 2 Installateure, 2 Glaser, 2 Schuhmacher, 1 Bäcker, 2 Kellner. ES suchen Arbeit: 1 Schreiner, 1 Waschstau, 1 Fabrikarbeiter, Ausläufer, 1 Haus- .oder Bureaudiener, 1 Kassier, 1 Kellner, 2 Lauffrauen, 1 Hausmädchen, 2 Bureaugehilfen. Lehrlinge: 1 Mechaniker, 1 ftrifenr, 1 Kaufmann._______________________ HorzversteLgerttng. Dienstag den 25. l. Mts., vormittags 10 Nhr ünkangend, werden in den Waldungen der Gemeinde Allendorf a. d. Lda., Distrikt Kalkberg und Dodenberg, versteigert: 20 Eichen-Stämme mit 9,58 Fftmtr., 33 Nadel- „ ,, 11,03 Mmtr., 45 n -Derbstangen, 376 Nadel-Neisstanaen, 5 Nmtr. Eich.-Nutzfchest, 8 Nmtr. Eich.-Nutzknüppel, 88 Nmtr. Buchen-/4 Nmtr. Eichen-Scheitholz, 82,5 Nmtr. Buchen-, 29 Nmtr. Eichen-, 7 Nmtr. Nadel-Knüppel, 300 Wellen Buchen-, 850 Wellen Eichcm-Neisbolz, 72 Nmtr Buchen, 12 Nmtr. Eichen-, 7 Nmtr. Nadel- Stockbolz. 2180 Zusammenkunft im Distrikt Kalkbera. Allendorf a. d. Lda., 18. April 1905. Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda. Nein._____________ Lieferung von Bordsteinen. Die in 3 Lose' geteilte Lieferung von Bordsteinen au? Basaltlava (820 m) für die Bismarck-, Stephan- und Goethe- 'straße soll B Dienstag, den 2. Mai v. IS., vormittags 11 Uhr, lodweile ober insgesamt öffentlich vergeben werden. Beschreibung und Bedingungen liegen wahrend der 4?tcmi= /htnben bei uns zur Einsicht aul. ^lngebote aul Vordruck, der da- sechst erhältlich, sind spätestens bis zum uorgengnnten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns cm» ' zureicben. — Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 18. April 19 । Stabt. Tiechauamt. t Braubach. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen link? der Lahn; hier: die Zuziehung der auf dem linken Lahnufer gelegenen Teile der Königl. Preichischen Gemarkungen Laimsbach imb Wißmar zu diesem Verfahren. Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. B19/» Gießen, den 18. April 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Betr.: Wie oben. Nach dem Antrag einer Anmbl beteiligten Gnrndeigentümer soll in den ans dem ünfen Labnuser gelegenen Teilen der Ge- mgrklingen Launsbach und Wißmar das Feldbereinigunqsvcrfahren nach den Bestimmungen des S^esetzes vom 28. September 1887 eingeleitet und sollen die Gemgrkungsteile zit dem im Ggnge befindlichen Feldbereinigungsverfahren der Gemarkung Gießen links der Lahn zirgezogen werden. Für LauuSbach ist dieser Antrag von 20 beteiligten Grundeigentümern, die 8,9249 ha Gelände besitzen, unterschristlich unterstützt worden. Da im ganzen 47 Grundeigentümer mit 14,7737 ha Land beteiligt sind, so ist für Launsbach die für das Zustandekommen des Unten,ehmens gesetzlich vorgeschriebene Mehrheit (n,ehr wie ein Fünstel der beteiligten Grnndeiflentülner mit mehr als der Hälfte der beteiligten Flächei vorhanden. Für Wißmar hat am 29. März d. Is. eine öffentliche Abstimmung über den oben beschriebenen Antrag stattgestinden. Hierbei bat ein beteiligter Grundeigentümer, der 525 qm Land besitzt, gegen den Antrag gestimmt, während 137 Grundeigentümer mit 16,3178 ha Land als für den Antrag stimmend anzusehen stnd. Im Ganzen sind 138 Grundeigentümer mit 16,3703 ha Gelände beteiligt, so daß auch für da? Zustandekommen des Unternehmen? in dem Wiümarer Gemarkungsteil die gesetzlich vorgeschriebene Mehrheit vorhanden ist. Die 91 „träge sind von der Landeskommission für zulässig erachtet worden. Sie liegen nebst einer Zulaminenstellunq ihrer Ergebniste und dem Protokoll über die am 29. März d. Is. stattgehabte öffentliche Abstimmung in der Zeit vom 26. Avril bi? einschließlich 2. Mai d. Is. in den 9lmtsümmern der Siemeindevorsteher von Launsbach und Wißmar zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen gegen die Zulässigkeit oder Rechtsbeständigkeit der Ergebnisse sind binnen 14 Tagen von der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung int Kreisblatt ab mittels schristlicher Beschwerde bei Großh. Ministerium des Innern, Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe in Darmstadt geltend zu machen. Friedberg, den 6. April 1905. Ter Großbertogliche Feldbereinigungskommisiär: gez. Spamer, Kreisamtmann. Vekanntmacknrttrx. Aus Grund des § 42 der Verordnung die Ankequng de? Grundbucbs und die Ausführung der Grnndbuch- ordnung betreffend vom 13. Januar 1900 hat das Großb. Ministerium der Justiz bestimmt, daß das Grundbuch und Bergarnndbuch für die Gemarkungen Kolnhausen, Albacher- Hof, Mühlsachsen und Meilbach, sowie das Berggrundbuch für die Gemarkung Lich vom 10. Mai d. I. an als angelegt annffeben ist. Die Vorschriften darüber was seitens der Beteiligten noch bis zu dem angegebenen Zeitpunkt zu geschehen bat, können auf den Amtsstuben der Gr. Ortsgerichtsvorsteher zu Lich und Albacb und aus dem Anschlag an den dortigen Ortstafeln ersehen werden. Lich, den 15. April 1905. Großh. Amtsgericht. Mineralwasser -------— in allen Sorten unb stets frischer Füllung --------- bei Eswfl Für die Herren ?lpotheker und Wiederv4rkLussr zu den von Frankfurt aus off. en gros Pretzen. 1988 Leute auf, auseinanderzugehen. Ms sie der Aussorverung nicht nachkamen, gab der Beamte aus seinem Revolver mehrere Schüsse ab und verwundete zwei der Leute. Nun stürzten sich die Matrosen auf den Wachtmeister und brachten ihm so schwere Verletzungen bei, daß er bald daraus verstarb. Telephonischer Kursbericht Frankfurt a. 3V/0 Reichflanieiiiti . . 101.55 3V, do. ... 9080 31/,0/x; Konsole .... 101.65 <0/t do.....90-95 W/n Tl^tm .... 100.60 31/, % ObprhoR«*n . . . 99.00 4 % Opsterr. Go’drenfe . . 102 20 4l/fl % Oesterr. Silborrento . 101.15 4% ürnrar. Goldrentö . . 100.05 4°/ haben Rent'* . . . —.— 4 % Portucriesor I . . . 67.90 3°/ porhifnospn. III . . 67.70 1 % Unif. Türken . . . 89 35 Türkenlose......137.80 4°o Griech. Monopo'.-Anl. 51.60 4t/i° o äussere Argentin»r 46.50 Tendenz: $ I., 19. April, 21/* Uhr mittags. Mexikaner . . . 35 5fr ■41/o',/r Chinesen .... 96.55 Electric. So> uckert . . . 138 80 Nordd. Lloyd . . . . 124.70 Kreditaktien . . . , . 208 70 Diskonto-Kommandit. . . 18910 harmstüdter Bank . . 143.10 Dresdener Bank .... 15690 Ber’iner Handelseres . . 170 60, Oesterr. Staathbahn . . . 141.30 Lombarden.....16.40 Gotthar-lbahn , . . . . — Lanrahütte..... 276.50 Bochum ......251.40 l’arn^ner .... 218 00 Staatschatzscheine . . . 100.50 1634 Grosse Auswahl in Konfi rvnationscjescl) ewken vom billigsten bis zum leinst en Genre empJiehU Juwelier Brück Kreuzplat» 8 Könlqlich Preussische Staats-Medaille schwarze weisse farbige in imoetgleidjiid) rercher luunjatjl. Immer die neuesten und schönsten. - Solide und sehr bMg. 4 AuSstellungs-Medatllen, 6 Hoflieferanten-DipLome. Deutschlands grösstes Spezial- Seidengeschäft Meeh. Seidenstoff-Weberei Michels & Berlin SW. 19 43 Leipziger Strasse 43 Ecke Markgrafen-Strasee. Proben portofrei Geschäfts-Empfehlungen liefen billigst Srühl'sche UniversitätL-Druckerei. GieZen. KnilsiliSnnisihe FnUünle Girftll. (Staatlich anerkannte ttnterrichLSanftalt.) Das neue Schuljahr unserer Anstalt beginnt Mittwoch, den 3. Mai, nachmittags 2 Uhr. Anmeldungen neuem» tretender Scbüler, wobei das letzte Schulzeugnis vorzulegen ist,'werden Donnerstag, den 20. u. Mittwoch, den 26. April abends von 81/2 bis 9^ Uhr im Lehrsaal I der Schule — Nordanlage 15 — entgegengenommen. Lehrlinge, welche den Sommer über schon in Gießen wohnhaft waren, können im Herbste nicht mehr eintreten. Der fakultative Unterricht — Französisch, Englisch unb Stenographie — nimmt Montag, den 15.^Mai, abends 8 Uhr seinen Anfang; das Schulgeld für Stenographie beträgt pro Kursus 5 Mark. Der Besuch der Fachschule befreit die aus der Volkse schule entlassenen Schüler, sowie diejenigen höherer Lehranstalten, wenn sie ein Jahr lang der Ober-Tertia angehört haben, vom Besuche der obligatorischen Fortbildungsschule. v1h/4 Die Schrrlkommission. Schützenverein. Wir Taben hiermit unsere verehrt. Mitglieder zu der am 27.' d. Mts., abends 9 Uhr, im Schützen haus ftattfmbenben Generalversammlung Höst. ein. TageSorbnung: 1. Berichterstattung. 2. Entlastung be* Rechners pro 1903 04. 3. Auslosung von dluteilscheinen betr. Schieß' halle. 4. Diesjähriges Preisschießen. 5. Wahl eines Delegierten zum Miltelrheiu-Schützeutag. 6. Sgtzitugsänberungen. 7. Ergän- zungstvahl bes Vorstandes. 8. Verschiedenes. Mit Schühengruß v18', Der Vorstand. Kaufmännischer herein Hießen Samstag, 29. April, abends 9 Uhr pünktlich ordenlliche Versammlung im Vereinshause. Tages-Ordnrrng: 1. Bericht über das Geschäftsjahr 1904/5, Vorlage de§ geprüften Rechnungsabschlusses und Entlastung de^ Vorstandes: 2. Aenderung der Satzungen; 3. Neuwahl des Vorstandes, der Ncvisoren zur Prüfung der laufenden Jahresrechnung, des Aufnahme-, Schul-' und Vergnügungs-Ausschusses; 4. Bereitung und Feststellung des Vorgnschlags 1905 6; 5. Etwaige Anträge in Gemäßheit des § 51 der Satzungen. Um zahlreiche Beteiligung bittet vts/4 der Borstand. ?! Hude'n ?! Gemüsenndeln 2174 per Pkd 24, 28, 32 Pfg. Eicrnndcln per P'd. 40, 50. 60 Pfg. Maccaroui per Md. 24, 28, 35 Pfg. Maecaront, ital. per P'd. 40 und 60 Pfg. L. Steinhäuser, Ntnenbane 17. Kchsme« (BorSdorfer) empfiehlt 31 Wilhelm Haas, Bleichste. 18. D1, A»chatteubur^er fliiltl- nd PiamnlaDrik mit Dampfbetrieb, Bahnhotsplatz, Gegründet 1830 Lieferant von t Hirns v. Bülow, Fürstlichkeiten u. Staat! Anstalten, mehrfach prämiiert. Direkter Verkauf an Private ohne Zwischenhandel au Fabrik- Aitsnchmepreiscn, Teilzahlung,. Umtausch Bei Barzahlung höchster Rabatt, freie Lieferung. II Tage Probezeit, 10 Jahre Garantie, illustr. Katalog sofort 2 schön möblierte Zimmer zu vernieten Ebelslraße 11, p. (2038 0,w7 Sch. möbl. Zunm. m. o. ohne Pen .zu verm. Bismarckstrabe 17. | Läden etc. | L082jSeltersweg84gr.Epeuueller mit Lager z. v. vom 1. Juli an. (künftig gelegene 02581 Lagerräume Kontor, eventl. auch Wohnung, nebst grober offener Halle m guter Lage zu verpachten. Otäheres bei Fr. GauS, Agenturgeschäft, Bahnhofstraße 48, II. niötil. Rimmer zum 1. Mai. Gegend Ludwig- straße bevorzugt. 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