lauft fzen H. elephon 439* MW P!g. P!g. Psg. Mk. Stuck 30 Stück 45 Stück 68 lick 1.25 Stück 58 'L85 i F. B. Pascoe L-b jg®* -rtk-ew-ph^ 1 en Sie Probe von pascoe’s rrdauungstee ramiiieniee aqt ist, lende nur pe ^ortr Noturv,l4792 oerßuiel. .. Horrido ldeoe 3»fl»l> Arbeilerkongressen bejrfiw wrdiqe Gestaltung gawrw bafthch organisierte ÄMer 'irb fie vom ttotnW» mpft, aber biefetÄ von bet Shirdjiübtimti un» mit den international »i\. W, M am1M^rNaL>ldie dM rbeitinibe als die würdift Kt es daher den Arbeilem uri den den anderen KundgebuW ■ . Mai einzutteten und übtrtu . llhe vorhanden ist, die Jtbeii j aß.) n heute nachmittag emrtt A Tarne zuerst imS Ziel, wird der zwerte ober gar der bntte. Auch hier Enttäuschungen wie überall im Leben. Ich bin überrascht, daß es doch so viele Menschen gibt, die an diesem Sport Gefallen finden. Vom ersten bis zum letzten Augenblicke bringt man auch den ungeschickten Fahrern Interesse entgegen. Während man diese unbarmherzig verhöhnt, jubelt man den anderen zu. Gmtz hervorragende Leistungen sollten und konnten ja nicht geboten werden. Alles verlief ohne einen nennenswerten Unfall- Einer der Reiter prallte mit seinem Pferde wider die Umzäunung, flog im eleganten Bogen durch die Lust in die Menschenmenge hinein. Die Getroffenen werden nicht angenehm überrascht gewesen sein. Es dauert stundenlang, bis die Dampfer die Menschenmenge wieder nach Mainz hinübergeschafst haben. Bei den wiederholten Ueberfahrten mag mancher der Passagiere auf die verschiedene Färbung des Rheins aufmerksam geworden sein. Richt sehr weit oberhalb der Ueberfahrtstelle mundet der Main in den Rhein. Das Mainwasser — verunreinigt durch die Abwässer der Städte Frankfurt- Offenbach, Höchst hat eine braunrote Färbung. Schuld- bewußt und verschämt drückt es sich am Kästcler Ufer entlang, während der jungfräuliche Rhein seine klaren Wellen stolz an dieser trüben Brühe vorbeitreibt. Er verschmäht es, sich mit dem unsauberen Mainwasser zu mischen. Um 6V2 Uhr ward die Tierausstellung in der Maarau geschlossen, um IOV2 Uhr die Ausstellung auf dem linken Ufer. Die Jubiläumsausstellung ist vorüber. Morgen beginnt das Einpacken, der Rücktransport der Ausstellungstiere. Mancher Besucher wird auch morgen trüben Sinnes in seine Geldtasche sehen. Das goldene Mainz hat eine merkwürdige Anziehungs- krast für die Goldfüchse in den Taschen seiner Besucher. Mancher wird vergeblich nach dem Edelmetall suchen, das nicht mehr in ferner Tasche ist und es wird ihm zu Mute sein, wie dem echten Mainzerkinde am Aschermittwoch. Auch das muß überwunden werden. Es ist nun einmal so. Das Geld ist an solchen Tagen pur gar zu rund. Mein Sohn, mein Sohn, geh nicht an den Rhein! Was wird die nächste Zukunft den landwirtschaftlichen Vereinen des Hessenlandes bringen! Seit 75 Jahren haben ihre Mitglieder treu und opferwillig in ihnen an der Hebung des landwirtschaftlichen Gewerbes gearbeitet. Jetzt soll diese Tätigkeit übergehen an eine neue Organisation, die Landwirtschaftskamm er. Diese wird alle Landwirte in sich aufnehmen, auch die, welche bisher lau, trüge, unlustig, eigennützig dem landwirtschaftlichen Vereinsleben fern blieben. Wir hoffen von dieser neuen Organisation, daß sie das landwirtschaftliche Gewerbe weiter und noch rascher fördern wird und daß es ihr nie an opferwilligen Arbeitern fehlen wird, daß sie auch hierin, wenn es möglich ist, die 6i§tymge Organisation übertrifft. Bed. Himmel Regen Bed. Himmel Wintersemester findet am 16. Oktober statt. Es haben sich sechs Herren gemeldet. — Das vor zwei Jahren errichtete Kriegerdenkmal auf der Kaiserstraße hat dieser Tage eine schöne Einfriedigung erhalten; die steinernen Säulen sind in ihrer Architektur den Formen des Denkmals geschmackvoll angepaßt. — Schuhwarenhändler H., der vorige Woche wegen Verdachts der Brandstiftung verhaftet wurde, ist gestern in das Landgerichtsgefängnis zu Gießen abgeführt worden. Nach mehrtägigem Verhör haben sich gegen H. schwerwiegende Momente herausgestellt. Er soll an den Tagen vor dem Brand größere Posten Schuhwaren nach auswärts versandt und als verbrannt angegeben haben. «Zs Hungen, 20. September. Nächsten Sonntag findet das Kirchweihfest statt, an das sich Montag der in der Umgegend bekannte Prämiierungsmarkt schließt. Mit diesem ist auch eine Verlosung von Zuchtvieh und landwirtschaftlichen Geräten verbunden. 4- Allertshausen, 18. September. Wegen den hier im hohen Grade auftretenden Masern mußte die Schule geschlossen werden. Es sind fast sämtliche Kinder erkrankt, viele müssen ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. (!) Groß-Karbe n, 20. Sept. Ein schwerer Unfall trug sich gestern hier zu. Ein etwa 5 Jahre altes Kind geriet unter den schweren Lastwagen des Fuhrmanns Reiß, desien Pferde vor dem Karoussell scheuten und plötzlich durchgingen. Die Räder gingen dem Kind über Arm und Bein; außerdem hat es innerliche Verletzungen erlitten. Man zweifelt an dem Aufkommen des Kindes. (7) Aus dem Hess. Hinterlandkreis, 19. Sept. In der am vorigen Donnerstag in unserer Kreisstadt stattgefundenen Konferenz des Kreislehrervereins erstattete der Vorsitzende, Landrat von Heim bürg Bericht über die von ihm angeregte Idee, die im Hinterländer Volke verbreiteten Volkslieder zu sammeln. Danach ist bereits ein guter Anfang gemacht worden, sodaß zu hoffen ist, daß innerhalb Jahresfrist durch die einzelnen dazu bestimmten Sammel- slellen die Sammlung vollendet und in einem Liederbuch weiteren Kreisen zugänglich gemacht werden kann. Wiesbaden, 20. Sept. Heute nachmittag fand die Beisetzung des Prinzen Nikolaus von Nassau statt. Vertreten waren der Kaiser durch den Kommandeur des 18. Armeekorps, v. Eichhorn, der Großherzog von Luxemburg durch den Oberkammerherrn Frhr. Syberg zu Sümmern, der König von Schweden durch den Berliner Gesandten, Grafen Taube, der König von England durch den zweiten Sekretär der Berliner Botschaft. Nach der Trauerfeier erfolgte die Beisetzung in der Nassauischen Familiengruft au dem alten Kirchhof. Kandel und WerKesir. Volkswirtschaft. Der Fiskus und der Kohlenbergbau. Unter dieser Rubrik wird der „F. Z." aus Berlin mitgeteilt, daß heute schon in Berlin Verhandlungen stattfiuden, in denen zur Entscheidung kommen soll, ob und in welchem Umfange sich der Fiskus an der Internationalen Bohrgesellschaft resp. an denr Konsortium beteiligt, das von dieser Gesellschaft eine Reihe Kohlenfelder übernommen hat. Es heißt, daß die ^eteihgiing über die ursprünglich estgesetzten 10 Prozent hinausgchen wrrd. Auch sollen Besprechungen in der Hiberniastage in die Wege geleitet werben Vom Geldmarkt. Geld bleibt weiter teuer. Der Prwut- diskont ist bis 31/s Prozent gestiegen. Nllimoverkehr bauen bereits dlbjchlüsse stattgefunden und ist hier für Geld 41/2 Prozent verlangt worden. Tägliches Geld bewahrt dabei immer noch eine gewundenen Linien. Noch mehr als bei den Villen herrschen bei den neuesten Hotels die Balkons vor. Da sieht man z. B. einen Neubau massiv aus Hausteinen erbaut, mit einer Unmenge Ballons, wohl fünfzig oder mehr an der Fassade; eS ist daS reinste BalkonhauS, und man müßte diese Bauart eigentlich Balkonstil nennen. Praktisch mag daS sein für die Gäste, die auS dem Zimmer gern in die freie Lust treten, und rentabel für den Hotelier, der sich ein Ballonzimmer natürlich teurer bezahlen läßt als ein ,Zimmer ohne" (eine neuere Form der alten Tür- und Fenstersteuer), aber schön ist das nicht. § Friedberg, 20. Sept. Heute fand in der Burgkirche die feierliche Entlassung der Kandidaten deS evangelischen Predigerseminars statt. Um 11 Uhr war in der Burgkirche öffentlicher Gottesdienst. Als Vertreter deS Oberkonsistoriums war Prälat D. Walz-Darmstadt anwesend, der an die jungen Geistlichen, die jetzt in ihr Amt eintreten werden, eine Ansprache richtete. Namens der Kandidaten sprach Unverzagt-Darmstadt, der Direktor des Predigerscminars, Professor Dr. Wurster hielt ebenfalls eine Ansprache. Die Namen der entlaßenen Herren sind schon bekannt. Die Neuaufnahme der Kandidaten für das Arbeiterbewegung. In der Berliner Metallindustrie, speziell in der elektrischen Branche, herrscht eine gewisse Bewegung. Bei der Deutschen Telephongesellschaft R. Stock u. Co. ist ent Streik ausgebrochen, bei der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesell- schäft streiken die Arbeitergruppen des KäbelWerkes, bet Ste- mcn$ und Halske streikt die Schraubendreherei des Werner- Werces, und bei dieser Firma, und bei den Siemens-Schuckert- Werken sind an nicht weniger als drei weiteren Stellen Bewegungen im Gange, die mit Ausstandsdrohungen verbunden sind. Tie Gesellschaften haben anfangs versucht, den Arbeitern, soweit als möglich Zugeständnisse zu machen, aber damit keinen Erfolg gehabt. Wenn die Bewegung in dem bisherigen Sinne andauert, so ist vorauszuseben, daß die Direktionen genötigt sind, einige wichtige Betriebe still zu stellen. In de Zerschsreidheed. w) E Herr Professor sidzd doledschd am Disch, So ganz verdiefd in dicke alde Bücher; Do gibd's uff eemol so c Mordsgekrisch — Sei(n) eije Word, dass war emm nimmt sicher. Le Herr Professor awmer bleibd ganz falb. „Schdudiere" heeßd's bei ihm vor alle Tinge — Unn wann 's ganz Haus jedzd iroroerm zarnmefalld, Dass dhäd'n not vunn seine Bücher bringe! Do gehd die Dheer uff unn die Kinnermaad, Die schdermd suchsdeiwelswild erinn tn? Zimmer Unn schdelld sich breed dann for de Disch unn saad: „Ree, Herr Professer, dass werd immer schlimmer 1 Do Kinnermaad se seilnl, dass iff fee(n) Schbaß De jung Herr Sohu, der kreischd unn machd Euch Schdtmme! Kee(u) Wunner a, er leihd beschdännig naß — Er fönnb, weeß Godd, als in seim Scheesche schwimme!' Do hodd mit Lese de Proseffer ingehall Unn saad mit ganz zerschdreider Mien, mit blasser: „Hm — naß?! Run dies ist fein besond'rer Fall, Denn u n s' r e Z u k u u f t Hegt ja auf demWasserll *) Aus dem „Pfalz. Museum". Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. gewisse Flüssigkeit, aber auch damit wird es bald zu Ende ein und die jetzigen Bestrebungen der Hcntssepartei, das Terrain zu behaupten, die gestern wieder von Erfolg begleitet waren- dürsten doch bald an Kraft verlieren. Die Goldausgänge aus der Bank von England werden aller Voraussicht nach auch ihre Wirkung nicht verfehlen. — Vom Tabak markt. AuS Kreisen der Tabakpflanzer wird der „Str. Post" geschrieben: Man vernimmt, daß von Seiten gewisser Tabakfirmen in verschiedenen Gemeinden für die diesjährige Tabakernte zur großen Fretide der Pflanzer a tt ß e r g e w ö h n l i ch hohe Preise offeriert werben, welche jeboch den reellen Wert ber diesjährigen Ernte bedeutend übersteigen. Man nimmt an, daß die Spitze dieser Kaustust gegen die kaiserliche Tabakmanu'aklur gerichtet ist, indem bte Konkurrenz daraus ausgeht, die Preise außergewöhnlich hoch zu treiben in ber Absicht, die Tätigkeit ber kaiserl. Tabakmanusaktur ben Vereinen gegenüber mattzulegen unb dieselbe außer Stand zu setzen, mit dem ihr zur Disposition stehenden Kredit mehr Tabak einzukauien, al? sie zu ihrer eigenen Fabrikation verbraucht. Die kaiserl. Tabakmanusaktur wird jedoch wahrscheinlich diesen Firmen ans dem betretenen Wege nicht folgen; es ist auch wohl zu hoffen, daß die von ihr gegründeten Tabakbau» vereine sie hierbei unterstützen und keine übertriebenen Forderungen stellen werden; denn bte Vereine werden zur Ueberzeugung gelangt sein, baß, falls es ber Konkurrenz gelänge, ihre 'Absicht zu verwirklichen, ber Tabakbau in Elsaß bnlb roicber auf bie Stufe herabsinken würbe, wie vor einigen Jahren vor dessen Hebung durch die Bemühungen ber kais. Tabakmanusaktur. Wer verbürgt den Pflanzern, baß bie Angebote ber Konkurrenzfirmen für das Mittel- unb Obergut im Verhältnis stehen werden zu den angebotenen Preisen für die Bodenblätter? Wenn jetzt bie Tabakmanufaktur sich nicht locken läßt unb die Preise nicht übertrieben hoch ansetzt, fonbern nach bem reellen Wert zahlen will, so ist ja sicher, baß sie bie5 auch in ferneren Jahren tun unb damit bie Stütze des Tabakbaues unb ber Tabakpflanzer sein und bleiben wirb. — R eichsbank. Am 9. Oktober wirb in Oschersleben eine von der Reichsbankstelle in Halberstabt abhängige Reichsbank- nebeiistelle mit Kässeneinrichtung unb beschränktem Giroverkehr eröffnet werben. September 4- 15,6° C. „ + 7,9° , Summe 12 (9) Anm.: Tie in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in ber betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. nommen wurde. Nauheim, 20. Sept. Die Saison neigt sich ihrem Ende zu. Sie brachte uns besonders viele Ausländer, und unter diesen Russen, Amerikaner und Engländer in der Mehrheit. ölber auch Franzosen, Belgier, Schweizer usw. waren nicht selten. Man sah sogar Türken, Neger und andere erotische Typen. Voriges Jahr war eine wunderschöne Tscher- feffin hier, deren besorgter Eheherr ihr einen Bedienten mit» gegeben hatte, der sie auf Schritt und Tritt mit seinem krummen Säbel begleitete, bis auf Einspruch einiger Kurgäste ihm daS Mordinstrument abgenommen wurde. Dieses Jahr spazierte ein slavischer Metropolit mit seinem grauen Mantel und einer Kette mit großem goldenen Kreuz. auf der Brust umher. Ueberhaupt waren Heuer die Russen infolge der Wirren in ihrer Heimat besonders zahlreich erschienen. Man sah unter ihnen eine Menge uniformierter Schüler und Studenten und auf weiblicher Seite neben wohlproportionierten Gestalten auffällig starke Damen, ja sogar junge Mädchen von 20 Jahren und 200 Pfund. Sehr stark vertreten waren die polnischen und russischen Juden, die nut ihren langen schwarzen Kaftans umherwandelten und sich nut Mund und Ellenbooe.i unterhielten: unverfälschte orientalische Typen, von denen einzelne ihre Haarlocken hinter den Ohren hervor- zoc.cn und stolz in diesem Schmuck umherspazierten. Sie wohnten zumeist in den Straßen der Altstadt. Die Spekulanten sind der Frequenz so sehr entgegen gekommen, daß auch in der Hochsaison kein Mangel an Wohnungen herrschte. Neben ben vielen in dem nur allzu konventionellen „Prachtbaultil sieht man auch einzelne moderne Bauten, teils landhausartig, farbenfreudig, teils mit Loggien und Balkons in eigenartig Ans §tflbt und Land. Gießen, 21. September 1905. Sprechstunden der Redaktion: 12-1 Uhr mittags, 1l21—1l2ß Uhr abends. — Das Groß h. Regierungsblatt Nr. 24 enthält: 1. Gesetz, die Anstaltsvormundschaft betreffend. 2. Bekanntmachung, den Nachrichtendienst bei Hochwasser und Eisgang in den Bachgebieten der Marbach und Mümling betreffend. — 3. Bekanntmachung, die Vereinigung der Gemarkung Unter-Diebach mit der Gemarkung Diebach am Haag betreffend. — 4. Bekanntmachung, den Vorbereitungsdienst und die Prüfung der Gerichtsschreiber und Gerichtsvollzieher betreffend. — 5. Bekanntmachung, die Anlage eines Anschlußgeleises der Firma Ohmtal-Basaltwerke G. m. b. H. in Marburg an die Nebenbahn Stockheim-Gedern in den Gemarkungen Ortenberg und Eckartsborn betreffend. •* Das Ritterkreuz erster Klasse des Großh. Verdienstordens Philipps des Großmütigen wurde dem Kreisarzt, Medizinalrat Dr. Faber zu Rotenburg a. F. und dem Forstmeister Schurian ebenda, verliehen. •* Preissteigerungen. Unter den Milchproduzenten, welche unsere Stadt mit Milch versorgen, besteht die Absicht eines weiteren Aufschlages um 2 Pfg. für den Liter Milch. In der Kolonialwaren-Branche sind seit einigen Tagen aufgeschlagen: Der Schweizerkäse um 15 Pfg., Limburger Käse um 8 Pfg. das Kilo. Sardellen kosten in diesem Jahr 40 Proz. mehr als seither. Aber auch die Heringe werden heute das Stück um 11/2—2 Pfg. höher verkauft werden müssen als im Vorjahr. ** Besitzwechsel. Das Reibersche Haus in der Bahnhofstraße ging für 78 000 Mk. in den Besitz des Getreidehändlers Leopold Meyer von Hungen über, welcher demnächst sein Geschäft und seinen^Wohnsitz in unsere Stadt verlegen will. Klein-Linden, 20. Sept. Trotz des diesjährigen Obstmangels waren bei der heutigen DbftoerSteigerung bie Preise niedrig. Der Korb Birnen kostete ca. 2 Mk. bis 2,50 Mk., Aepfel: geringe Sorte 1,50 Mk., Tafelobst (darunter Kasseler Reinette) 2 Mk. bis 3 Mk. pro Korb. Der Preis für Zwetschen ist 3—4 Mk. pro Zentner. 4. Bad-Nauheim, 20. September. Mit dem Bau eines Elektrizitätswerks für Bad und Stadt wurde vorige Woche begonnen. Das Gebäude kommt östlich vom Bahnhof zu stehen, wo bereits im Sommer der Neubau einer Zentral waschan ft alt für das Bad in Angriff ge- Ho»s preislich. W „ ?? NQc| 3!* I ‘ÄÄ? l"'°n A b,t Sejorm b« d« IfSarbettet unb '»‘«gsarb'it gtforta Antrag der ParteigenG WchStagsfraktm rl'atz-Lothringen K4 wt zuwenden und M e- gleiche und birefbl einzutreten, sowie energifi £ betrieben beschäftigten K Endlich wurde br-1 tüt Arbeiterkammeri z "trag Bernstein rouiit tiihtn Landes- unh ang in Mainz, egencr Anzeigers.) < ffijenito in der AusstellNi entschlossen ttüp y? SÄÄ fasA’gri mtt durchweg ein § d> - l nut dem "e" Hunt«! nenb, Stintmc 'S aubt 1V bau Mppenlcil!" er sanälch seinen t hoffen, bürfat. une mir M hcB »It nK.^Dtr grrr! KW. I ui> sjlnfrt I punkt fljuhai US'D j j (tt Ivos |CÖ- * Kleine Tvqeschronik. In Essen erlitt em Bäckermeister infolge Explosioneiner Petroleumlampe, die er au3 Versehen umgeroorfen hatte, so schwere Brandwunden, daß er daran verstarb. — In Rudolfs chwerdt (Steiermark) wurde ein zwei Sekunden andauerndes Erdbeben verspürt. Tie den Ungar. Badeort Herkules bad umgebenden ärarischen Waldungen ' stehen seit Wochen in Flammen. Am 19. trafen dort 800 Soldaten zur Unterstützung der Löscharbeiten em. Bei diesen wurden durch herabstürzende Felsen zweiSoldaten getötet, drei schwer und 11 leicht verletzt. Die Löscharbeiten sind mit großen Schwierigkeiten verknüpft. — Eine Kirchhofs- schän düng wurde in Chorzow (Oberschles.) von ruchlosen Händen venibt. Etwa 30 der schönsten Grabdenkmäler sind vollständig demolirt und viele Kreuze umgerissen worden. Der Friedhof bildet ein Bild grauenhafter Verwüstung. Von den Tätern fehlt jede Spur. Hlniverstläts-Machrichten. — Der Breslauer Professor der Rechte Dr. P. Joers ist nach Wien berufen worden. Kerichlssaal. Muß ein Hund, der jemand zuläuft und den er nicht behalten will, angemeldet und versteuert werden? Diese F-rage wurde von der ersten Strafkammer in Mainz prinzipiell entscktzeden. Einem Stvpfenschneider, ber früher in Mainz und jetzt in Ludwigshafen wohnt, lief im November vorigen Jahres ein Hund zu. Nachdem er das Tier kurze Zeit besessen hatte, mach.e er der Polizei Meldung, brachte auch den Hund zur Wache und band chn dort fest. Der Hund lief aber dem Mann wieder zu. Nun gab er den Hund emem Schiffer, der ihn mit nach der Ruhr nahm, aber auch von dort kam der anhängliche Hund wieder zu dem Stopfenschneider zurück- Der Arbeiter erhielt aber auch einen Strafbefehl von 3 Mark, weit et den zugelaufenen Hund nicht nach 'der Hundesteuer-Verordnung angemeldet batte. Gegen den Strafbefehl erhob der Mann 'Einspruch am Schöffengericht, das zur Freisprechung Tarn, weil der Stopfenfchneider nicht den Willen gehabt .halte, ten Hund zu behalten: deshalb habe für ilm auch keine Pflicht bestanden, den Hund anzumelden. Der Amtsanwalt legte Berufung gegen dieses Urteil ein. Die Straflammer war der Aifficht, daß nach dem Hundesteuergesetz jeder Hund, der sich tn irgend jemandes Besitz befinde, ob dauernd oder nur vvrWer- gehend, innerhalb 14 Tagen angemeldet werden muffe. Tatsächlich fei der Beschuldigte in den Besitz des Hundes gekommen, wenn er diesen hätte los werden wollen, so hätte er ihn mtt Hilfe der Polizei auf bie Wasenmeisterei verbringen sotten. Der An- gellagte wurde zu der Minimalstrafe von einer Mark und m die Kosten verurteilt. Graudenz, 20. Sept- Die hiesige Strafkammer verurteitte heute nach fünfftündiger Verhandlung den Druckereibesitzer und Reichstagsabg. Viktor K'ulerski Wegen Preßvergehens (Auf- reizung zum Klassenhaß durch einen von ihm verfaßten., in der ,^Gazeta Grudziadzka" veröffentlichten Artikel) zu Met Monaten Gefängnis und Tragung sämtlicher Kosten des X$er- fahrens. _______________________ Wöll'kM^t UtbkrW der Todesfälle in der Ztadt Gießen 28. Woche. Vom 9. bis 15. Juli 1905. Einwohnerzahl: angenommen zii 28 000 (inkl. 1600 Mann Militär. Sterblichkeitsziffer: 22,28 nach Abziig von 9 Ortsfremden: 5,57 °/co. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene Typhus Tuberkulose der 1(1) KD Lungen 3(1) 3 (1) Krebs 1(1) KD Septicämie 1 (1) — Zuckerruhr 1 1) 1 (1) Herzfehler 2 (2) 2 (2) Bruchleiden 1(D 1 (1) Lebensschwäche 1 — Verunglückung 1 (1) 1 (1) September 1905. Barometer auf 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feucktiakeit 0 c £ Z V ZI c % 5 20. 2« 746,4 15,6 10,9 83 T 20. 9’6 748,0 13,0 10,8 97 still 21. 7»° 748,3 12,2 10,1 96 N ? CO CD O o er *» Co 3 E2 Ss«« E L |« -S a <3 er o 5 S CD 3 -rr Ö? = H cd " £3 u3 - DK 3 S er» * 5 = R 3 3. S Ö-3 E^-A 2 $e 6) rr <5 rw QsS"- Gl CD s e erW» ■■ -zra P D CT» & g- = §8 S^e» s Z> s § a< ■j?6BS S-2- 3? © n s CS 68 t?a G)^~ {3 ° 5 3 CO Cd (?) to 63 5 er o CO 3 s ff CD kJ = «1 — o 3 CO 9) D 3 CD ro CB 3 «er 2. CD «< C't & r? o n «■ ■31 M. #o fs «er D 5 3 W Ss P C 'S Q O = S* s er *° tc- % co % 2. 2 CT^ o o ® 2 G D er ™ 3 3 3 " ' er Ä<2 ” 3 K '^S-- K" O "31 Z & 2 D CT« ©iS5 2 3-2, r* er« o 2 5 V e L)< <£222^^ f» -e **- t» 3 CW CO0 er x&S ° 77. CB & s (3 rs *9 Zs 3 «Öt 3 3 a< a< & 3 to D CS S 68 3 = a a< B* -L'd.Z D 3 SS »5 s-r3 *2 s 8 D 8 013 = 3 3 U D (3 to •>> Z 2-8 D« 3 5 S 3 3 3 •JO CO re (3 B> cv CO e o § S D*(D* S Ä <-. CD v S L3 co" 6) D 3 s « 6 s 3 3 CO sr.3 © 3 Z-8 3 6) ti » D= s 3 9^ 3 CD s 2 5 3 SL s u* Ä- 3 CD C O CD iQcu 63 CD F 8 D 3 3 P CO :-- X& 3, CD 2 06 3 CD 3 Wo1 P CD s 3) 3 (Q O» ro CP 3 ---es »5. ® 00 & 3 s 3 UZ> ö L o» co ° «rZ CO rv | 3 D 3 s< CD ff CO i»S rsZ s o a o -*» 2 ca ° S", n 2 ÖD 3^3 2-S 3 U- 3 8 2. c - S 2 CS 3 D rr $2« M’H:5 erS^ ro C ft 3 8d CD 3" fl L L D- ® 8 A R 2 2. c, &stS» ff.LLL-" Z #<9 3 68 co 3 cP ryj (?) 3 3 68 GZ & co» IO 3 ^er 63 2 ».CD M CD ®o er p S = 52 sa rs 3 3 D rr-> © © to 8 -T« CZ @ ^rss 3 (\/ ÖT1 (VI «« to 3 68 » n£T« 63 6) D s CD 8 3 8 ro ® ö ts § I 3 P- ö s 3 co CD 2. S Sr <5T s O s s A n 3 S 3 ® co s s^ 8 •S< CO 3 r«>' X3' r» P 5 V s 3 er o g 2. 3 © -i» 2 0,1 » 3 CD LZ <6 <(5> 3 Mö S« O» 2- er cv 2 tfcp r "Z'LS «AZ. 3 "33 3 P p 1Z> o D- 2. P CD <2 g. K-S cT ? 2 NH 2- fl- "ro‘ Z U» CD = 2:5 §sZ- p -- 2 P * co er Ci 2 Qr §33 KeZ er 2 3 2*§ tti o «2 P 3 2 P er S n ji E5" ^22. r-t izj 2 a 3 «» ” tri ©Hin 3Z. o 3 CD f» 5* ~ *1 - C* <Ä) rs 3- 3 3 L" 3 sv® llf ft 63 3 % ' CD 3 _, to 8 • cv 8 5 Co M co CD 3 CD Cv 3 CD CO 8 o » s rt p CD ä ro =3 cd C O 3 er cd • CO