Samsrag ZI. Januar 1905 •Xr. 18 General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Giehen Kolonialvost Vermischtes. RotanonSdruck und Verlag der Brühl'fch« UniDetfitätßörudereL ÖL Lange. Bretz«. Redaktion, Expedition u. Druckerei Schulstr. I. Tel. Nr. 6L Telegr^Ädr. i Anzeiger Bietzen. Bodelschwinghschen Reformen und die Ausgestaltung des Swtionswesens bezeichnet. Als Besirksdelegierter wurde Pfarrer Franke und außerdem -auf Vorschlag des Provin- zialdirektors Geheimrat v. Ga gern -Mainz Kreisrat S t c c g-Ovpenbeim gewählt. Ministerialrat Geh. Rat Braun-Darmstadt äußerte sich dann über das Thema „neue Statuten" und empfahl eine Geschäftsordnung. lieber, die Aufhebung der Verbandsstation Wallmerod entstand eine Diskussion. Landrat Wussow frrrg, ob die! Aufhebung der Station nötig gewesen sei. RegierungK- rat Seidel- Wiesbaden betonte die Notwendigkeit der Auf- «Hessischer HöermeiKerlag in Darmstadt. R. B. Darmstadt, 20. Jan. gr1d)etnl tt-ltch mit Ausnahme des Sonntag». Die Lietzener ZamtlienblStter" werden dem Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der CanOiDUt** erlcheuu monatlich einmal Aus Stadt und Land. Gießen, den 21. Januar 1905. angenommen. , x Grünbery, 20. Jan. Diese Woche fand m An- Wesenheit des Vertreters des Kreises Gießen und des Kreis- schulinspektors eine ordentliche Schulvisitation in sämtlichen Volksschulklassen statt. Marburg, 20. Fan. Der Verein Marburger Schuhwarenhändler, dem die hiesigen Schuhwarenhändler fast sämtlich angehören, beschloß in seiner gestrigen Monatsversammlung, trotz der enormen Preiserhöhung !in Schuhwaren, die hauptsächlich durch die Steigerung der Preise für die Rohmaterialien und Erhöhung der Arbeitß- löhne hervorgerufen worden ist, vorerst die alten Preise nach Möglichkeit beizubehalten. Sollten dagegen auch in Zukunft noch weitere Preisausschläge stattfinden, so müßte man mit der Zeit dennoch eine dementsprechende unvermeidliche Preiserhöhung stattfinden lassen. (H, 2.-Z.) Kassel, 19. Jan. Die Einwohnerzahl unserer Stadt ist seit 1. Dezember 1900 um 11 254 gestiegen und beträgt jetz^ll 1 7 8 8. . , . Hanau, 20. Jan. Den städtischen Behörden liegt em von einem Mitgliede des Stadtverordnetenkollegiums gestellter Antrag zur Beratung vor, der die Absendung einer Petition an die maßgebende Stelle um Beschleunigung der Verhandlungen und Vorarbeiten in Sachen der Fort-- lsührung der Mainkanalisation von Offenbach aufwärts bezweckt. lieber den Hottentotten-Aufstand äußert sich Generalmajor v. Franyoisim Militärwochenblatt Er weist auf die Schwierigkeiten in diesem großen qebirgiaen Terrain hin und sagt über die Kampfesweise gegenüber den Hottentotten: Der Hottentott ist nicht jo standhaft, wie der Herero, und scheut den Kampf Mann gegen Mann. Trotzdem ist er, gestükt aus «röficre JntE-M, Misere Sinne, besseres schießen und Retten Lt nort geffkttlicherer uni» ichwerer 31t fassender Neuner. Ties Mchtsassenlassen drückt Witbm in seiner Aufforderung -m den »ävit-in der Bastards aus. indem er fast : „AH knn Trtt so leicht Sie eine sreder" Diese Flüchtiqkeit ist Mr die Krieasübming um ib ermüdender, je mel>r unsere Truvve mit Troß belaste ich ..Bou Uffl not bave a fiqbt, Nou will onln b-we a nm," satte mitl890 General Mond. Treffender kann die Kriegführung gegew Dottan- totten nicht gekennzeichnet werden. Die Hottentotten sind auch nickt p verhaßt wie die Herero bei den BuMeuten und Bergdamara. Auf deren Unterstützung können wir also wenrei rechnen. ^o tres en diele Umstände zusammen, wodurch die Unterdrückung des Dotten- tottenaufstandes außerordentlich ersäWert wird. R'ckt zum mm- desten spricht dabei der Umstand mit, daß wir iM nördlichen Teüe t-es Nama-Landes durch den Äufstand gerade so überrascht worden lind wie durch den Herero-Aufstand. Auch iM äußersten Südosten ill dies der Fall gewesen . . . Gemeinschaftliche längere Operation^ von 1000 oder mehreren tausend Mann sind tm Nama-Lande aus- ^scklossen Solche Kräfte würden nur zusammengczogen werdens Müssen, wenn sämtliche Hottentotten ober, doch die Wrtbor- oder die Bondelzwartsgruppen sich vereinigen würden Für kürzere Zett M gescki lter zeitweiser Vereinigung und schneller Einkreisung ist lies wohl angängig, aber sehr schwierig. Augenblicklich sind dn Hottentotten in lauter einzelne Banden von 50 bis 300 Mann ^rstreut Diese Zerstreuung wird noch zunehmen, l^as ist einstweilen doch nickt zutreffend. Bei dm letzten Gefechten waren f- zu 1000 Mann stark.) Unsere starke Truppe wird also wohl ruf die guten Plätze dm Hochebene verteilt werden, und sie rmß verteilt werden wegen der Wasser- und Weideverhaltnisse Als ein wesentliches Hindernis bezeichnet v. Francois t ie Schlappheit der Reit- und Zugtiere, ihre vielen Erkrank- Tngen und nroße Sterblichkeit. ** Beschäftigung Arbeitsloser. Die Mit- glieder-Bersammlunp des Vereins flür das Groß- herzogtum Hessen und die Provinz Hessen- Nassau zur Beschäftigung Arbeitsloser fand am 19. d. M. nachmittags im Magistratssaal im Römer in Frankfurt statt. Den Vorsitz führte Provinzialdirek- tor Geheimrat Dr. Br e i d ert - Gi e ß en und erstattete den Jahres bricht. Daraus geht hervor, daß der Verein 38 343.68 Mk. vereinnahmte und die gleiche Summe verausgabte. Das Kapitalvermögen beträgt 4382.50 Mk. Ueber die Arbeiterkolonie Neu-Ulrichstein wurde im Voranschlag die Einnahme mit 55 001.95 Mk. festgelegt, die «gleiche Summe für Ausgaben. Ausgenommen wurden vom Juli 1903 bis Juni 1904 im ganzen 424 Mann, gegen 472 im Vorjahre. Entlassen wurden 379 gegen 415 tml Vorjahre. Entlassungsgrund war in 271 Fällen der eigene Wunsch, in 16 Fällen war der Entlassungsgrund „nicht tadelfreies Betragen", in 29 Fällen Uebertritt in eine durch die Kolonie vermittelte Stelle. Iw ganzen waren 401 Deutsche in der Kolonie, 2 aus Frankreich, 12 ans Oesterreich, 7 aus der Schweiz, 1 Russe, 1 Italiener. Was das Gewerbe anbetrifft, so fanden Unterkünfte u. a. 185 Arbeiter, 13 Kaufleute, 27 Schlosser, 11 Bäcker re., es waren alle Gewerbe vertreten. Nach der Relegion waren es 293 Evangelische und 130 Katholiken, ledig waren 360, verheiratet 20, 32 verwitwet. Tie Kolonie verpflegte an 28 351 Tagen, gearbeitet wurde an 23 414 Tagen. Abgewresen mußten 78 Personen werden, wegen Ueberfüllung 7, weil nicht aus dem Bezirk 24, wegen Krankheit 12, weil in der „schwarzen Liste" 13, wegen Arbeitsunfähigkeit 4, zurü^ getreten 18. lieber einen geplanten Anbau entspann sich eine Diskussion. Provinzialdirektor Geheimrat b. Sagern- Mainz möchte nicht, daß die Kolonisten allzu lange aus der Kolonie sich aushalten. Ministerialrat. Geh. Rav Braun-Darmstadt ermähnt, daß die Zuschüsse zur Kolonie im hessischen Landtage Gegenstand einer Kritik gewesen feien Er beanstandet die beabsichtigte Errichtung einer Kegelbahn. Inspektor Ritte hat die Errichtung der Kegelbahn vorgeschlagen, um die Leute an die Kolonie zu fesseln, weil sie sich sonst Sonntags dem Trünke ergeben würden, v. Sagern möchte die für die Kegelbahn bestimmten 6000 Mk. für einen anderen Zweck verwendet wissen Ministerialrat Braun befürchtet die Kritik im Landtag die bei (d er Errichtung der Kegelbahn von nicht - • - - -—— ^""«rde. Pfarrer Wied- imtt diesem Fragebogen den Innungen eine lock Ledeutungsvolle Aufgabe zugefallen sei, über »eit und Belehrung zu geben Zweck der heutigen Versamm- Lang sei. Der Redner geht nun auf die einzelnen Fragen näher Lin und empfiehlt, diese danach alsbald zu beantworten. Kon dem Ausfall dieser Erhebungen werde es wesentlich obhängen, ob das Handwerk auf weitere nachhaltige Unter- Stützung der Reichsregierung rechnen könne. Denn die weiteren Forderungen des Handlverks würden nur dann Aussicht auf Verwirklichung haben, wenn dieses den Beweis liefere, daß das Gesetz von 1897 auch seine Früchte getragen habe. Der Redner schloß mit dem Wunsche, daß die Erhebungen des Fragebogens zum Wahl und Segen des deutschen Handwerks dienen möchten. In der hierauf folgenden Diskussion wurden noch zahlreiche Fragen gestellt und beantwortet. Obermeister Lantz- Darmstadt referiert u. a. als Vorsitzender des Ausschusses für das Lehrlinasprüfungswesen über den Stand desselben. Sekretär Engelbach teilt mit, daß der e-rst vor 2 Jahren herausgegebene Leitfaden für Handwerker bereits ------ ---- ~ «• । in über 8000 Eremvlaren verkauft wurde und daß er von Hebung aus fmanzrellen Gründen. Nach Beerndrguna der über 50 Handwerkskammern als offizielles Lehrmaterial Aussprache über den zur Vorbereitung für die Meisterprüfung benutzt toerbe; rat ti. (^r dti in g über bte außerhalb Hessens seien bereits ca. 5000 Exemplare ab- Er äußerte sich zuerst über dre^delschwrnhschen^ Grund-> gesetzt. Regierungsrat Noack sprach über das gewerbliche Schulwesen, in welchem eine große Zahl von Jnnungsmit- gliedern als Lehrer tätig seien; auch hier leiste der Leck- jfaden große Dienste, was auch Gewerberat Reuter für । die Vorbereitungskurse konstatieren konnte. Schliehlhch gab noch der Vorsitzende der Handwerker-Zentralgenossenschafts- kasse, Stadtv. Rockel- Darmstadt, einen kurzen Bericht über die Tätigkeit dieser Kasse. Seit der Begründung im Juli! v. I. habe das Institut bereits für ca. 40 000 Mk. Maschinen und Werkzeuge an den Handwerkerstand geliefert und ihm durch Lieferung guter und billiger Waren viele Vortecle zugeführt. Alle Handwerker sollten solidarisch nur noch ihre Maschinen und Werkzeuge durch diese Kasse beziehen, denn ihre Hauptaufgabe sei die Stärkung des Handwerkerstandes gegenüber der Großindustrie. Obermeister 5 a l X ül- richtete in einem Schlußwort einen warmen Appell an die sic Versammlung, eifrig für die gute Sache des Handwerks ohl weiter zu wirken, dann dürfe es voll Hoffnung in die r!' Zukunft blicken. — Der Versammlung schloß sich um 2 Uhr ein gemeinsames Mittagessen an. Prinzipien, die dahin gehen, daß Bettler und Landstreicher an das Gericht gehören, während nur Mittellose und Sta^ tionsivanderer Stationshilfe bezw. die Hilfe der OrtÄ» armenverbände in Anspruch nehmen könnten. Sie hätten' dagegen die Pflicht, für die Unterstützung auch Arbeit zu leisten. Der auf den Stationen aufgenommene Stationswanderer müsse arbeiten. Die Dauer der Arbeit solle vier Stunden betragen. Die Art der Beschäftigung bestimmt der Stationsverwalter. Ausgenommen werden soll nur ein mit einem Wanderschein Versehener, der gegen 25 Pfg. oder zwei Stunden Arbeitsleistung erworben werden kann. Aus der Praxis ergab sich, daß alle diese Verpflichtungen verlangt werden, aber nicht aNe durchgeführt werden können. Das bezog sich besonders auf den Wanderschein, der mangels an Arbeitsgelegenheit nicht überall durch Arbeit erlangt werden könne. Die Arbeitsgelegenheit müsie also auf den Stationen weiter ausgebaut werden, nötigenfalls durch einen Arbeitsnachweis. Die Tendenz der Bodelschwingh- schen Reformen, meinte Referent, sei eine erziehliche. Der Stationswanderer solle zur Ordnung und zum Ehrgefühl erzogen werden mit Hilfe des Staates, von dem energisches Einschreiten gegen Bettler und Landstreicher verlangt werde. Dem Verbände erwachse die Pflicht der Neueinrichtung von Stationen in Arbeitszentren und Aufhebung überflüssiger Stationen. In d^er Diskussion nahm zuerst Landrat von Herzberg- Wiesbaden das Wort. . Er hat zwei Derpfleg- ungsstationen aufheben lassen, da sich aus der Praxis ergeben habe, daß Arbeit für die Stationswanderer nrcht vorhanden gewesen sei. Kreisrat Feh-Friedberg "betont,, die Notwendigkeit der Trennung der Stationswanderer von Arbeitsscheuen; diese gehörten ins Polizeiasyl. Provür- zialdirektor Geheimrat Dr. Breid e r t-Gießen betonte die Schwierigkeiten der Reformen und Landrat v. Sch wertzell (Ziegenhain) berichtete über die Station Ziegenhain und hofst, daß die Kreise pro futuro mehr Mittel zur Verfügung stellen, v. Gröning stellte den Antrag, eine1 Kommission einzusetzen, welche sich mit den ftaglicyen Bodeb- schwinoschen Vorschlägen befassen soll. Der Antrag wurde Dem von der hessischen Handwerkskammer an alle Jnnungsvorstände ergangenen Ruf zur Mhaltung Einer dH gemein en Beratung der Obermeister über den von der Reichsregierung ausgestellten Fragebogen Jur $J.e Handwerkerinnungen haben die meisten der hessischen Obermeister Folge geleistet, sodaß die für heute vormittag 11 Uhr anberaumte Sitzung im städtischen Saalbau von 150 bis 180 Teilnehmern besucht war. Als behördliche Vertreter waren, wie bereits erwähnt wurde, Oberregierungsrat Wagner, Regierungsrat Noack und Gewerberat Reuter zugegen. Nachdem der Vorsitzende, Obermeister Falk-Mainz, die Versammlung bewillkommt und d en drei genannten Herren für ihr Erscheinen gedankt hatte, wünschte Oberregierungsrat Wagner den Bestrebungen des Handwerks und den heutigen Beratungen einen guten Erfolg. Die Feststellung der Präsenzliste ergab die Anwesenheit der Jnnungsvertreter aus allen drei Provinzen. Be- onders zahlreich waren die Innungen in Mainz, Darm- rtabt, Worms, Gießen und Offenbach vertreten. Der Sekretär der Handwerkskammer, Engelbach, gab nun eine umfassende Erläuterung über den 20 Seiten starken Fragebogen. Ms vor ca. IVs Jahren im Reichstag der Antrag gestellt wurde, Mer die Durchführung! des Handwerkergesetzes vom 26. Juli 1897 Erhebungen zu veranstalten, erklärte der Vertreter der Reichsregierung, daß solche Erhebungen bereits in Aussicht genommen seien. Nun sei das Handwerkergesetz aber zum Teil erst ant 1. Oktober 1901 in Kraft getreten und man könne vielleicht etwas erstaunt sein darüber, daß jetzt schon Untersuchungen über seine Wirksamkeit stattfänden. Wirkliche Erfahrungen würden die Innungen erst nach ca. 10 Jahren mitzuteilen in der Lage fein. Die kurze Frist seit dem Bestehen des Gesetzes reiche nicht mis zur Durchführung größerer Aufgaben der Innungen, und zudem habe die Handwerks- ! ammer auf dem Gebiete der Regelung des gewerblichen Lehrlingswesens so umfassende und einschneidende Verordnungen erlassen, daß weitere Vorschriften seitens der Innungen nur in bescheidenem Umfange erforderlich waren. Die in Hessen bestehenden besonderen Verhältnisse in der Organisation und Interessenvertretung des Handwerks würden auch nicht ohne Rückwirkung auf die Beantwortung des Fragebogens bleiben. Eine Reihe von Fragen, welche, rD/ -- - - -■ . mfrtrrrr M^d-I vielleicht in Preußen und anderwärts eingehende Beant-sozialdemokratischer ^ette kommen w . Ps ~ I Wortung finden könne, würden in unserem Bezirke weniger mann m^de ein Antraa anaenommen °bei m Betracht kommen. Der Redner verweist auf die Frage des bahn. Schließlich em Antrag gewerblichen Schulwesens, die Errichtung und Unterstütz- anderenKolonien ung solcher Schulen, die Abhaltung von Meisterkursen, die Kegelbahn zrveranMten xie Förderung der Werkstattlehre und andere Aufgaben hin, den 16 5 biAwfaminhtna mit dem die in Hessen bereits in hervorragender Weise betätigt wer- des Verb and^^delegierV, a-'meinsani^ denselben den sind. Weiter das blühende hessische gewerbliche Schub-1 Verband für Verpflegung^ . Woen i wesen, das unter Leitung der Zentralstelle für Gewerbe Delegierten zu toa§ . . jftrforae für steht, die Förderung von Musterwerkstätten, die seit Jahren Kassel regte an, daß i bittet9 um Vorschläge, mit staatlicher Unterstützung in bedeutendem Umfang er- treffen ^lle. Lw. ^wieriakeit bin die Fürsorge- richtet sind/ Es liege also im den Verhältnissen selbst- » Gagern weist^auf d,e Mh^enakit dr^sm,org-^ wenn eine Reihe Fragen von den hessischen Innungen nicht pfleglmge, meist ns deshalb die beantwortet werden könnten; zudem finde auch ein großer landlichen Kolonre u^ , :mgen. $r ) f Teil der durch das Gesetz von 1897 gestellten Aufgaben Kolon, ^en-Mrtchstem ftrr Zusammenbringen von durch die Zentralstelle für die Gewerbe ihre Bearbettungt Inspektor Ritte tf ^9 mit älteren Arbeitern Die! Ilebrigens stehe in Aussicht, daß die Reichsregierung an die sugendüchen^Fursorg m t t n ,$fr Gewerbevcrcine einen ähnlichen, entschechund «bgeänderten Jngendüchen wurden d m M g l Untcrtiriiig/ Fragebogen aufstellen werde, sodafi im Verein mit diesem "ngsausschnß ^rde ü ein genaues und Mverlässiges Bild von der Tnrchsührung ung der Für a ti?nen i m Gr o ßh cr zo g- des Handwerkergesetzes in Hessen geschaffen twrben Wirb. c®/ffen unb der Provinz Hcsscn-Nassam 2er Vorstand der,Kammer vcr^nne durchaus nrcht, H es un° Verpflegungsstationen im -----------------“4 SÄSl“ und der Provinz Hessen-Nassau fand die Klar v l> J o B ......11 llfir i'tii tirirnti ^Ti frmftTatcOaal im Drittes Blatt. 155. Jahrgang Gießener Anzeiger über^oatum Soef en uno oer Provinz.vtntn»Jiu||uu |u»v am 19 d vormittags 11 Uhr im neuen Magistratssaal tm ^,ncr (n a-rankfurt statt. Es wurden tm vergangenen Satire 139 519 M!. verausgabt gegenüber 170075 Mir tm Vor abre an 190 387 Personen, gegenüber 231662 tm Vor - w- «*• «** — • Anzeige des Vaters gegen den Sohn. Der Sohn und frühere Prokurist des Inhabers der größten Ha.n- burger Musikalienhandlung, Johann August Böhme, ist auf die 'Anzeige des Vaters wegen Wechselfälschungen und Unterschlagungen in der Höhe von 37 000 Mk. verhaftet worden. Die Firma ist in Hamburg außerordentlich angesehen und die Affäre erregt großes Aufsehen. Schon vor euuger Zeit wiirde ein Inserat in Hamburger Zeitungen, m dem angezeigt wurde, daß dem jungen Böhme die Prokura entzogen sei, viel besprochen. Der Vater hatte nämlich erfahren, daß fein Sohn seine Nächte in leichtsinniger Gesellschaft zubrachte und enorme Schiilden konrahiert hatte. Um sich sür seine Entlassung zu rächen, ging der junge Böhme systematisch I darauf aus, das Geschäft seines Vaters zu ruinieren. Gc bestach einen Haiisknecht und holte morgens in aller Frühe vre Geschäftsbücher auS dem Laden, um so die Weiterstlhrllng des Geschäftes unmöglich zil machen. Außer den Buchern verschaffte er sich noch eine Reihe anderer Geschüftsdommente, danmter das Testament seines Vaters, das er erbrach. -He Unterschlagungen und Wechselfälschungen beging er, wahrens er noch Prokiirist im Geschäfte seines Vaters war: d,e genauen Summen finb noch nicht festgestellt, doch 18 jetzt Wechselfälschungen in der Höhe von 37 000 wtk. ermittelt. Das schlunmste ist, daß eine Reihe von Hamburger eine Essener Firma in die Angelegenheit ver- dem andern, die gefälschten Wechsel ein und wurden dem Baler zur Zahlung präsentiert, der, als die Summen immer Häher wurden, die Anzeige gegen seinen Sohn erstattete. Der Wechselsälschcr wurde in das Gefängnis abgefnhrt. »Zahl der deutschen Aerzte im Jahre 1904. «Auch das Jahr 1904 hat das mit Siebten überfüllte Deutschland weiterhin belastet, sodaß die Zunahme der 30 45/ Aerzten 1.6 Prozent gegen 1903 betragt. J«r tu Vaden und Hessen, die außer Groß-Berlm am merften vlerzte zählen, Tran eS zu einer Verminderung von . / bezrv. 10 Aerzten, sodaß in diesen Staaten 1177 Mw 731 Tlerzte verblieben. Tie Abweichung von der sonstigen alljährlich zu registrierenden prozentualen Zunahme an Aerzten verdankt ihre Entstehung lediglich der defmitiven Einführung des praktischen Jahres, zu dessen Wsolvtcrung tute große Anzahl junger Aerzte noch, verpflichtet rsh, die *un erst im nächsten Jaljre die niwerinerdllche Zublut an Aerzten bringen wird. Tie Verteilung der Aerzte aus Groß-, Mittel- und Kleinstädte ist die gleiche geblieben tote vorher. * Moskau, 17 Jan. Am Neujahrstage erhielt die bc° kannte Sängerin E. I. Tara so wa dura» einen ^tenimnaiin einen sie il i den Holz kästen überbracht, als Ucberraschung von einem Umxkannten. Äls die Tusowa auf den -Lericlstuß- knovi drückte, um das Kästchen zu ofsnen, erfolgte eine f u r ch t bare Detonation. Tie Sängerin, die Zimmervermieterrn und deren Tochter wurden im Gesicht schwer verwundet imd ixi Tarasowa ein Auge vollständig ausgerrsten, Das Zimmer war von Pulverdampf erfüllt, die ganze Einrichtung i|t *^lC Explosion zerstört worden. Die sofort ein^ele^tett Untersu^ng ergab, ixiß sich in dem Kasten zwei C'lasdsthcn mit ^^oswltofsin, verbunden durch einen elektrischen Kontatt, befunden den Druck auf den Knopf wurde der 'ytrorn^ m die Laichen geleitet und so die Explosion heroorgerufen. Der Aviendic De» Lästcyens ist bis zur Stunde noch nicht ermittelt. d Mainz, 20. Ian. Sehr „erzieherisch'' hat der26jährige frühere Bäcker und jetziae Unteroffizier Gottfried Schal! aus Ulzigerode, Kreis Merseburg (^ack^en) von der 2. Komp, des Frist-Artillcrie-Regts. Nr. 3 hier bei der A usbild u n g der Rekruten in der Zeit von 1902 bis 1904 gewillt. Di- Ausbildung der Soldaten bestand aus fortgesetzten,,Nemen Aust merksamkeüen", wie Stöße vor die Brust, Schlagen in in das Gesicht, Ohrfeigen, Fußtritten re. Besonder un Chikanieren leistete der Angeklagte vervorrageiides und mchbrauaste er bei diesen Gelegenheiten öfters die Dienstgewatt. stellte & einem Rekruten, Lks derselbe Laufmarsch übte, das Bein, wodurch der Rekrut stürzte und sich erhebttch verlebte Er mutzte 4 Wochen im Lazarett zubringen. Fast jeden Abend mutzte die ganze Korporalschaft in der Stube zusammentreten, woraus der Angeklagte eine wahre .Hetzjagd auf die gequälten Mechoen ab- hielt. Mit der Klopfpeitsche in der Hand jagte er die ^Mannschaft in der Stube herum, wer nickst geschickt ausweichcn konnte, den traf die Peitsche. Zum Schlüsse mutzten die Soldaten zur Türe hinausspringen. Beim Exerzieren,trat,der brutale Menschenerzieher einem Rekruten mehrmals auf dessen kranke Fütze. 4>cr Mißhandelte erlitt dabei entsetzliche Schmerzen und mutzte später ins Lazarett verbracht werden. Einem anderen Soldaten schlug der Angeklagte den Gewehrkolben in den Rücken, so daß der Getroffene 4 Wochen an Schmerzen litt. Mit dem Seitengewehr ichlug er einen Soldaten derart auf die vandoberfläche, Hatz die Laut aufplatzte. Ein Soldat^ der krank im Bette lag, mutzte aus- stehen fstmd 'erhielt als „Medizin^ eine kräftige Ohrfeige. In den ersten zwei bis drei Mosten gewöhnte er seine Leute an kalte Kost". Es kam fast täglich in dieser Zeit vor, datz die Soldaten, wenn sie um ll1/-? Uhr „mittags müde und hungrig vom Exerzieren kamen und ihr Essen in Empfang genommen hatten, auf Befehl des Angelegten erst die Stube, Stuhle rc. scheuern, Stiesel wichsen und die Betten, die sie sck-on am Morgen aufgebaut und tocldje vom AngeNagtau inzwischm wie^ durch- einen Rekrut-» V- Stunde lang auf de-» Qu°vbaum liegen ^urd-t bei Seite imb crrtalteten Meldung. Di- Folge ivat eine Beruebmung der KvrporaIchast uud di-se fürd-U- cme Maffe hnt1 m.'isrstandlunaen zu Tage. Am lo. ^31111 ljui iuu;it un Angeklagte fiel, bet Bestrafung »u entziehen, indem der Stadt einen Zivilanzug Faulte und ihn del Eintritt der ^unielhett am Rheinufer mit seiner Uniform vertauschte Me Uniform steck e EineLnSack und ließ ihn mit Rheinufer liegen. Er wollte den Glauben damit an einen Selbstmord erwecken. einig Tnnc innfrr in Frei-Weiuheim eine Leiche gelandet wurde, ber- mutetema" zueU daß °S Schalk fei, «bn bie Messungen des Körpers ergaben, daß es jemand anders war. JLngcflagtc crireute iiü? indessen in der Schweiz des besten Wohlbefindens; «'Le'wieder Zlop Da er keine Papiere führte, Latte er mit Scmoicrigfcitcu zu kämpfen und stellte sich am 21. November in Mühlhausen freiwillig der Behörde. Bei feiner heutigen SBer* nehniung stellte der Kompagnie-L>auptmanii P r e ft i e n dem Angeklagten das beste Zeugnis aus. Er sei immer der.beste Unteroffizier gewesen und es habe ihn sehr überrascht, als die vorliegenden Sachen herausgekommen seien -^-er Angeklagte fei ein diensteifriger Soldat, aber auch sehr ehrgeizig gewesen. D'.eser salsckst Ehrgeiz habe den Angeklagten zu den unerlaubten yAittcm feiner Erziehungsweife verleitet Gerade die Korporalschaft des Angeklagten habe aus dem sckstvierigsten Material bestanden, die Leute (als Zeugen traten Landwirte, ^djloner, Monteure tu nb ein Kaufmann auf) hätten körperlich und moralisch Schwierigkeiten gemacht und passiven Widerstand geleistet. Dazu sei noch gekommen, daß er (der Zeuge) scharf, wie man zu sagen Wiege, der Kompagnie auf den Pelz gerückt sei. chas Gericht verurteilte den Angeklagten in 15 Fällen der Mißhandlung, zwei Fällen der vorschristswidrigen Behandlung Fa.,n.usiucht uiw Preisgabe von Dieustgegenstui'd-e.l zu 1 Jahren G es d n g n i s, Degradation und Versetzung in die zweite Klasse des Sol- datenstandes. r. , S.W.K. Heidelberg, 20. Jan. Tie hiesige S^tras- Ummer verurteilte den Schriftsteller Dr. Rick-ard Degen wegen Untreue, die er sich letztes Jahr als Kassierer des Kuno Fischer-Ehrungskomitees zu schulden kommen ließ, zu drei Monaten Gefängnis. Von der Untersuchungshaft wird ein Monat in Anrechnung gebracht Anlversttats-Aachrichten. Stannioi) rocig, 19. Jan. Die hiesigen Hochschul erhaben bekanntlich kürzlich d e m o n st r i e r t und zwar g e g e n d i e russischen Studierenden. Darauf hat jetzt der Rektor erwidert, wem es hier nicht passe, der könne ja eine andere Hock)- idviue aussuchen. Eine Studentenversammlung beschloß nun, den Rat nickst zu befolgen, solidem den Kampf gegen die Russen unentwegt fortzusetzen. — Ter Stuttgarter S t u d e n t e n p ro t e st gegen konfessionelle Verbindungen. In der am Samstagg abgehaltenen großen Protestvcrsammlung der Stuttgarter Stu- benienicijait gegen die konfessionellen Verbindungen gelangte folgende Resolution an Rektor und Senat der Technischen Hochschule mit allen Stimmen gegen die der zwei katholischen Verbindungen zur Annahme: „Tie Grundbedingung akadcmsichen Lebens und wissensckstistlichen Fortschritts sehen wir in der geistigen Unabhängigkeit des Einzelnen. Tiefe Gruird- lage beutfd/en Geisteslebens wird untergraben durch uin Bcicand und bura) das Wirken von Verbindungen, welche, auf einseitigem Giaubensstandpuntt stehend und in unuertrdgiid)cr Unduldsamkeit sich nbfd>licf)cnb, schon unter die akademische Jugend, unter H*onnr« litonen konfessionellen Zank niü» $>obcr troflen, uribberint ®r b- fähe mit 'einer freien, voraussetzungslosen Forschung me urtb nimme^ vereinbar sind. Zn dieser gefasst für das akademische Leben, wie für den wissenschaftlichen Fortschritt tritt noch die Gefahr, welche gerade die katholischen konfeffwnellen Verbindungen für unsere nationale Entwicklung bilden, indem sie em Widerspruch zum Wesen wahren Studententnms mit einer politischen Partei zusammengehen und noch dazu Mit ^ner Partei, in deren Herrschaft wir die schverste ^fahr für unser beutsckws Vaterland erblicken müffen. Die.Studentinsd)ast der K^ Tech^ Nischen Hochschule zu Stuttgart ist also der Ansicht, daß der den Glaubensverbindimgen zu Grunde liegende Gedanke sich Mit dem Gedanken der akademischen Freiheit nicht. vereinbaren laßt, und drückt daher den Wunsch ans, daß studentische Verbindungen, welche wesentlick) religiös^konfessionelle Zwecke verfolgen, sowie solche, welche als Mitglieder satzungsgemaß ausschließlich Angehörige nur einer Konfession aufnehmen, verbo t e n und, soweit sie schon bestehen, aufgelöst werden möchten. Landwirtschaft. -(-Friedberg, 19. Jan. Nach der letzten Viehzählung zeigt fid) in unserem Kreise gegen die im Jahre 1900 statigehabte eist ausfallender Rückgang in der Schafszucht; die Zahl der Schale hat mu ca. 1100 Stück abgenommen und beträgt noch 4570 Stuck. Merkwürdigerweise hat auch der Rindviehbestand um 950 Stück nbgenonuneu. Gestiegen ist dagegen die Zahl der Schrveine um 1.550 imd der Pierde um 950 Stück. Die Landwirte wenden sich aegen früher mehr der Schweinezucht zu, da diele eine ergiebigere ist als die Rindviehzucht. Nur die Orte am Abhang des Taunus nnd un östlichen Teile des Kreises treiben noch Schafzucht, in 40 Gemeinden hat diese Zucht vollständig ausgehört. Die Zunahme der Pferde ist in dem rationelleren Betrieb der Landwirtschaft begiimdet. i^ruho, 20. Jan. Anläßlich des 80. Geburtstages iind des goldenen Ehejiibiläums des Großherwgs im September 1906 soll hier eine große Landwirtschaftliche und G a r t e n b a u - A ii s st e 11 u n g stattfinden. Tte Vorbereitungen siiid bereits im (Sange. ' .... . . r-- Kranke. Warme, geschützte L^ge WinterKUr Ilir nm Südatbang des Taunus, vebss- lieh eingerichtete, kleine Anstalt (bis 30 Patienten). Centrale Heizung und Beleuchtung, geheizte Liegehalle und Conidore. Sorgsame Verpflegung. (Dependance für Minderbemittelte). Prospecte fi-anco. Dr. M. Schulze-Knbleyas. Nervenarzt. Sanatorium Hofheim im Taunus. <Äar M unö ^eifitbr. Dolkswirstchaft. K i e l, 18. ^an. Der Aufsichtsrat der K i e l e r B a n k beschloß, der auf den 10. Februar einzuberuieuden Generalversammlung iür 1904 eine Dividende von 7 Proz. vorzuschlagen. Märkte. Gießen, 15. Dez. Viehmarkt. Bei dem Markte am 10 und 11. Jan. waren ausgetrieben 934 Stück Rindvieh und 155 Schweine. — Der nächste Markt findet am 24. und 25. Januar 1905 statt. fc. F rankfurt a. M^ 20. Jan. (Ong.-Telegr. des ,Gteß. Anz/') S ch w e i n e m a r k t. Zum Verkauf standen 498 -Schweine. Schweine: 1. Qualität 59-60 Psg., Lebendgewicht 47-00 P'g., 2 Quak 56—00 Pig., Lebendgewicht 46—00 Psg., 3. Qualität 52—54 Psg., Lebeiidgeivicht 00—00 Psg. Geschält gut, kein Ueberstand. Man verlange ausdrücklich die Originalmarke „Dr. Hommei’s“ Haematogen und lasse sich Nachahmungen nicht autreden. D 1/l i«ft. ^ank be» llöer|amm- I Markte am »üvieh unü n 24. und Unö |!Qt,^Qbte h’^lüd. L9o° eiijd rlot'"e nm pitn sich fc*« V' Hannus keucht, in PSunabme ^owlnschast eburtstages .^Ptember lö1e und Bereitungen L> bit [mit ei? fiÄ th ?rcn laßt S $ soiveit »Gieß, 8 Schweine. 47-00 Pig^ 2. Cuaiitäx flut, lein ke ässe D’/i Holzversteigernng. LS werden versteigert: Dienstag den 24. d. Mts. aus den Abteilungen Lchiffenberg 30a, b, c, Brauhofsberg 43: 4 Buchenstämme von 49—61 cm Durchmesser, bis 10 m Länge mit 8,65 fm, 21 Fichtenstämme von 11—27 cm Durchmesser, 9—18 m Länge mit 5,36 tm, 268 Fichten-Derbstangen von 7—12 cm Durchmesser, 8—16 m Länge mit 18,26 fm. Scheiter: 46 rm Buchen, 3 rm Eschen, 10 rm Eichen. Knüppel: 79,4 rm Buchen, 12 rm Eschen, 32,4 rm Eichen, 3 rm Ulme, 8 rm Riefer, 2 rm Fichte. Reisigwellen: 5120 Buchen, 110 Eschen, 430 Eichen, 360 Fichten. Stöcke: 97 rm Buchen, 4 rm Eschen, 15,7 rm Elchen, 7 rm Kiefern, 2 rm Fichten. Zusammenkunft morgens «*/, Uhr bei dem Brauhofsweiher. Nähere Auskunft erteilt der Großh. Förster Schlag zu Baumgarten. Gießen, den 11. Januar 1905. B14/1 Grosiderzogliche Oberförsterei Schiffenberg. Heyer.____________________ Banholz-Berstcigcrung im BlU.uger Gemeindcwalv. Montag den 23. Januar, vormittags 10 Uhr an- ia.ngend, werden in den Distrikten BlanstüU und Schlagens versteigert: 106 Stuck Erchen-Bau- und Wagnerholzstämme mit 51,19 Ebm., 7 „ Eichen-Sa)nittholzstämme mit 6.51 Ebm., 53 „ Eichen- (ausgejuftUes) Wagnerholz mit 6,69 Ebm., 12 „ Erchen-uv schnitte (Roller) mit 1,73 Ebm., 16 „ Birten stamme mit 5,87 Ebm., 7 „ Kiefernstamme mit 3,20 Ebm., ISO „ Fichtenstämme von 12—31 Emu Durchmesser mtt 10—23 Meter Länge mit 67,01 Ebm., 515 „ Frchten-Derbstangen mit 18 Ebm., 70 „ Fich ten-Reissiangen mit 0,92 Ebm., 13 Rm. Nutzreisig (in Schichten). Zusammenkunft im Blau^ua an der Döllschneise. V i l 1 i n g e n, den 19. Januar 1905. Groß herzogliche Bürgermeisterei Villingen. ___________________Rühl.__________________382 Holzversteigerung. Dienstag den 24. Januar L Js., vormittags 10 Uhr, soll un Ruppertsburger Gemeindewald, Distrikte Rüden und Buchwald, folgendes Holz versteigert werden: 266 Fichten-Stämme mit 85,00 Fstm. Inhalt, 15 Kifern- „ v 4,62 , , 1 Eichen-Stamm , 0,98 , „ 966 Fichten-Derbstangen „ 54,00 , , 202 Rmtr. Buchen-Knüppel, 102 , Eichen- und Nadel-Knüppel, 162 , Buchen- und Elchen-Reisig, 193 „ Buchen-Stammreisig in Schichthaufen, 50 „ Nadel- und Eichen-Stöcke. Eine große Quantität Nadel-Reisig in Abteilungen. Das zerstreut sitzende Brennholz sowie dasjenige im Distrikt Rüden kommt des Mittags beim Feuer zum Ausgebot. Nähere Auskunft erteilt Forslwart Steinbach. Die Zusammenkunft ist mitten im Distrikt Rödern Ruppertsburg, den 16. Januar 1905. Grobherzogliche Bürgermeisterei Ruppertsburg. ____________________Lehr.___________________367 Jagv-Verpachtung. Donnerstag den 2. Februar 1905, nachmittags 2 Uhr, soll die der Gemeinde Ober-Hörgern zustehende Fcld- jagd, bestehend in ca. 332 ha Feld, unter den vor der Verpachtung bekannt zu gebenden Bedingungen auf dem hiesigen Rathause auf weitere 9 Jahre verpachtet werden. Bemerkt wird, daß die Station Ober-Hörgern—Eberstadt der Butzbach-Licher Bahn im Jagdbezirk liegt. Ober-Hörgern, den 18. Januar 1905. Großh. Bürgermeisterei Ober-Hörgern. Heller. 386 Kaufm. Verein und Ortsgewerbeverein VI. Mich Vertrag 1904/5 Montag, 23. Januar 1905, abends sy3 Uhr pünktlich, im Neuen Saalbau (früher Stern's Garten. St. Louis end seine Weltausstellung mit zahlreichen Lichtbildern. Redner: Herr Rudolf Cronau, New-York. Eintrittskarten für Ntchtmitglicder sind für 80 Psg. abends an der Kasse zu habet:, Attgehörige unserer Mitglieder zahlen die Hälfte. Rauchen verboten! v19/1 Grosze Aula der Universität Mittwoch den 25. Januar 1905, abends 8 Uhr: ¥ortr*ag des Herrn Martin Maier, Missionar oer Basler Missions- gesellschait in China, über: Die gelbe Gefahr. Antritt frei. — Freiwillige Beiträge werden beim AuSgang dankend angenommen. Du/‘ D. Drewö. Dr. Sievers. D. Schlosser. Doftversteigenmg im Gießener Stadtwald. Montag, 23. Januar 1905, vormittags 91/, Uhr beginnend, sollen utt Gießener Stadlwald m den Distrikte« Grubenkopf, Brunstailer, Faulerboden, Oberförsterswiese und Tiefendach verweigert werden: 364 Fichten - Terbslangen mit 14,56 Fstm., 4895 Fichten - Derbstangen mit 31,54 Fstm., 2 Rm. Eichen-Nutzscheitholz, 17 , Buchen-Scheilholz, 4 „ Hambuchen-Scheitholz 53 „ Eichen-Scheitholz, 18 „ Buchen-Kuüppetholz, 10 „ Hambuchen - Knüppelholz, 93 , Eichen-Knüppelholz, 3 „ Aspen-Knuppelyotz, 4 ,, Fichlen-^nüppelhotz, 8 w Erten-Knüppethotz, 4 „ Buchen-Stock Holz, 41 „ Eichen-Siockholz, 13 „ Fichlen-Slocthotz, 21U0 Wellen Buct)en-r)ieisig, | 2680 „ Eichen-Reisig, > 1320 , Fichlen°Relstg, J (größtenteils Durchwrstungswellen) 790 v Aspen-Rei|ig, 600 „ Erlen-Reisig. 210 u Lärchen-Reisig. Die Zusammenkumt i|t auf der Licher Straße am ^orslhaus. Gießen, deti 16. Januar 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. ___________Nie cum.______[B17/1 Versteigerung. Montag, den 23. d. MtS., vormittags von 9 Uhr an, soll das zum Nachlasse des verdorbenen Uhrmacher Rest dahier gehörige Uhrmacher-Hcmowerks- zeug, Werkbank mit sämmtlichem Zubehör, Theke, Drehbank, versch. Schraubstöcke und euie große Anzahl Uhrentelle pp. öffentlich meifibietenb gegen bare Zahlung versteigert werden. 304 Grooen-Buseck,am13.Jan.l9O5. Schwalb, Ortsgerichtsvorsleher. Red Starlinc Rothe X) Stern kl Sink Red Star Linie in Antwerpen, Carl Netter in Gießen, D7i nac Auskunft ertheilen Bleichstraße 8, parterre, H. Klippstein in Langsdorf. Flobert- Gartengewehre, Revolver, Pistolen, Patronen u. Stockdegen in großer Auswahl bei Ad. Steinig Waffenhandlung 157 30 Seltersweg 30. Xzrohlen^ von den besten Zechen, Nutzkohlen, Anthrucit, prima rheinische Knketts nnb Koka zu den billigsten Preisen. Prim Lmcil - Brenchlz pro Zentner geschnitten Mk. 1.20 N w gehackt „ 1.30 jedes Quantum frei ans Haus liefert 161 Andr. Euter. 8MMn in guter waure liefert billigst 360 L. L. Rotuschild, Alsfeld. Metzgerbollen! (pat.) FletschbiitteuillEicheN'U.Zilhteilholz L. Kahiermann IV. Bleichstraße 12. 302 BSlsn-Veleiil Wetzen. Dienstag den 24. Januar l. I., abends 8% Uhr im Aeuen Saalbau (Steins Harten): Haupt-Versammlung. Tagesordnung: Annahme der Satzungen. — Wahl des Vorstandes. — Verschiedenes. Die verehrlichen Ntitglreder werden freundlichst gebeten, sämtlich zu erscheinen. Gäste sind willkommen. Aas mit der Ausführung betraute Eomi16: I. 2L: Müller. 5um Einzeichnen der Mitgliedschaft sind ausgelegt: Ferber'sche Universitäts- Buchhandlung (E. Koch), Seltersweg 87; Hof- und Universitäts-Buchhandlung A. Frees, Seltersweg 53; Buchhandlung Phil. Pfeiffer, Walltorstraße 21; Ricker'sche Universitäts-Buchhandlung, Südanlage 5; in den Eigarrengeschäften der Herren: R. Buch- a cf er, Äleuen Bäue 5; I. Friesleben, Bahnhofstraße 50; I. Häuser, Ludwigstraße 36; Ehr. Haubach, Rodheimerstraße 2; Dan. Herl Nachf., Lmdenplatz 3; Fr. Kühn hold, Ludwigstraße 55; E. Metzger, Seltersweg 70; Gebr. Michel, Walltorstraße 29; H. Schäfer, Riarktstraße 24; Karl Setbel, Frankfurterstraße 76; I. Strauß, Mäus-^ bürg 1; Gg. 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Januaa* im Cafe Leib stattfindenden Koxnitaers zur Erinnerung an die Wiederaufrichtung des deutschen Reichs geziemend einzuladen. Mit burschenschaftlichem Gruss! v Die z. Zt. vorsitzende Burschenschaft Germania. I. A.: EZ. Kühl, z. Zt. Sprecher. 5 Musikinstrumente 8 allerneuesten und verbesserten Systems, geeignet für Wirte, Hoteliers, Private usw. kauft man am vorteilhaftesten, billigsten und mit langjähriger Garantie bei Heim*. Schäfer, Mchr. 10. woselbst stets solche zum Anhören ausgestellt sind. Erstklassige elektrische Klaviere, sowie Tanz, nud Konzert - Instrumente neuesten Systems können m genügender Auswahl hier am Platze angehört werden. Für Wirte, bei welchen keine elektrische Anlage vorhanden, empfehle Instrumente nut Gewichtsaufzug ui jeder Preislage. 099 Günstige Ratenzahlungen. —— Vertreter überall gesucht. —- Müllers Palmitinseifenpulver, Schlittschuhe Großes Lager in Größte Auswahl in Oef'en aller Art. Allein-Verkauf vrig. 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