General-AMiger, Amts- «nd Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Durch Kuhhandel zu Mandaten" den das Zentrum geschlossen haben. ED Schwan Redaktion, Expedition » Druckerei: Schulstr. R. Del. Nr. 6L Telegr^Adr. i Anzeiger Dieb«. Rotationsdruck und ®erlog der Best hl'ich« UnwersuLtSdruckerei. R. Laag«, Dietz«, zum Sieg!, aber nicht: (Beifall.) den dem ge- promiß, den die Darmstädter Genossen bei Gemeindewahlen mit den Freisinnigen und Zentrum gegen die Nationalliberalen hineinlenken möchte. Fast wird Hely zum Mörder am Vater des geliebten Mädchens, der ihm die Tochter roh und höhnisch weigerte; doch es kommt nicht dazu. Für Hely ist das Glück zu Ende; aber er sinkt darum doch nicht in die Tiefe. Jahrelang nimmt der Verzweifelnde an den Kämpfen der Fremdenlegion teil und kehrt dann in die Heimat zurück, wo er in bescheidener Stellung sein Leben zu Ende träumt. Er ist stark geworden an Liebe zu den Menschen draußen in der Fremde: das; ihm einmal wahre Liebe zuteil geworden ist, hat ihn so reich gemacht, daß er nun für alle Zeit verzichten kann. Es ist von außerordentlicher schlichter Schönheit, wie Helt) als alter Mann in der Tracht eines Hausierers wieder das Schwarzwnlddörfchen aufsucht, in dem er einst die höchste Freude und- das tiefste Leid erlebt hat. Er findet die Geliebte als Witwe und erkennt, daß sie seiner noch in Treue gedenkt. Trotzdem gibt er sich nicht zu erkennen. An der Seite des Sohnes, der nicht vermutet, wer in dem eigentümlich freigebigen Hausierer neben ihm sitzt, fährt er wieder von dannen. Man spricht von zersungenen Volkslieder)), — hier ist ein Leben, das man zersungen nennen könnte, wie das des „armen Lukas". Das ist in knappem Abriü der Inhalt des Buches. Dos Schönste läßt sich nicht erzählen. Zu diesem Schönsten gehört das erste Hinauswandern Helps aus seinem Odenwalddörfchen an den Rhein, unb die spätere Wanderschaft hinauf zu dem Schwarzwald. Wir haben in Hessen einen Dichter mehr, dem Beachtung -n frr'.'i ken jedes die Heimat und ihre besten Söhne Liebenden Pflicht ist. Kommnnalisterung der Fleischversorgung. Äbg. Dr. Sü d e kurn-Berlin: Bei dem Anträge wegert der Fleischnot sei die Kommunalisierung der Fleischversorgung zu fordern. Der Parteitag müsse sich auch gegen den Beschluß der Bürgermeister in Mannheim, die Erhebung der Verbrauchsabgaben bis 1907 hinauszuschieben, wenden. Fortsetzung der Besprechung über den Geschäftsbericht. Abg. Scheide mann-51 assel tadelte es, daß die Mainzer Genossen mit den Nationalliberalen, entschiedenen Scharfmachern, einen Kompromiß geschlossen haben. Während des Bestehens dieses Bündnisses sei von denselben Nationalliberalen eine große Aussperrung der Bauarbeiter erfolgt. Ein Angriff gegen diese nationallibcralen Scharfmacher sei von der „Mainzer Volksztg." aus begreiflichen Gründen nicht ausgenommen worden. Die „Mainzer Volksztg." konnte nicht gut ihre Bundesgenossen angreifen. Er (Redner) habe geschrieben: Ein Bündnis zwischen Zentrum und Nationalliberalen sei Charakterlosigkeit. Es sei ihm erwidert worden: Die Sozialdemokraten in Mainz haben ein Bündnis mit den Nationalliberalen, die Darmstädter mit den Nationalsozialen geschlossen. Einem solchen Kuhhandel müsse der Parteitag ein für alle Mal einen Riegel vorschieben. Die Parole der Partei laute: Durch Kampf werten seltenen Menschen. Es sei aber hinzugefügt, daß dieser Mann Humor besitzt. Vielleicht ist der Humor etwas zu bewußt, liegt mehr in der Art, wie erzählt wird, als im Ereignis selbst, schwebt mehr über dem Buche, als daß er darin steckt; aber gerade das ist auch wieder ein eigener Reiz. Dieses Buch ist bei aller Einfachheit viel bewegt. Fast ist es wie bei einer Volksballade. Michael Hely stammt aus der niedrigsten Hefe des Volkes. Daß der Zug zum Reinen unb Bessern in bcs Knaben Seele gekommen ist, läßt sich burch Vererbung sicherlich nickt erklären, und es ist, als ob sich die Welt verschwöre, diesen Keim zum Guten zu ertöten. Eine bittere Wahrheit, die jeder von uns wohl beobachtet hat, daß dem Hinaufdrängenden häufig alle möglichen Hindernisse in den Weg gelegt werden. Aber dieser Michael hat etwas von der Streiterkraft seines himmlichen Schutzpatrons. In lustigen, aber auch bösen Streichen, die jedoch nicht sein Innerstes bertlhren, macht er sich von der reichlichen Masse Schlechtigkeit und Bosheit, die er mit auf den Lebensweg bekommen hat, frei und schafft eine Bahn für das Gute in ihm. Das bricht durch, als er von der herabziehenden Last seiner Erzeuger befreit wird und zum erstenmal selber Güte erfährt. Er wird ein gediegener Arbeiter und ein geachteter Mann. Fern der Heimat, in einem Dorf d-'s südlichen Schwarzwaldes fängt er ein neues Leben an. Fast scheint cs, als habe seine Abkunst und die ganze Vergangenheit keinen Einfluß mehr auf sein Dasein. Er gewinnt die Liebe eines jungen Weibes aus bravem, stolzem Bauerngeschlecht Aber das ist die Tragik im menschlichen Leben, daß viele seiner besten Werte dadurch bestehen, daß sie, wenigstens bei einzelnen, zum starren Belitz werden. An der Klippe des Bauernstolzes zerbricht das Lebensschifstein Michael Hclys im Augenblick, als er es den sicheren Hafen eines glürflidjen Familienlebens Abg. Dr. David-Mainz: Er müsse cs zurück» weisen, daß die Mainzer Genossen einen unerlaubten Kuhhandel abgeschloffen haben. Die Mainzer Genossen könnten ohne Kompromiß überhaupt kein Mandat erobern. Unter einem anderen Wahlrecht hätte man den Kompromiß nicht geschloffen. Er gebe die Versicherung, die Mainzer und Darmstädter Parteigenoffen haben sich lediglich bei Abschluß der Kompromiffe von sachlichen Beweggründen leiten taffen. Dr. Michels-Marburg wies auf die Bedeutung der Erklärungen an die französischen und englischen Genoffen hin, daß die deutschen Arbeiter den Frieden erstreben und alle Mittel in Bewegung setzen wollen, den Krieg zu verhindern. Es muffe aber auch in der Erklärung ausgesprochen werden, daß, angesichts der wirtschaftlichen Verhältnisse, der Arbeiter nur soziale, aber keine nationalen Unterschiede kenne. Wenn die Arbeiter erklären: „Wir machen den Krieg nicht mit," dann werden es sich die Regierungen nicht bloß zweimal, sondern dreimal überlegen, ehe sie einen Krieg anfangen. Abg. Zubeil-Berlin tadelt den Kompromißabschluß der Mainzer und Darmstädter Genossen. In Preußen sei allerdings auch bei den Landtagswahlen eine „elende Kompromißelei" mit den bürgerlichen Parteien eingegangen worden. Er halte eS für erforderlich, bei der Agitation die Soldatenmißhandlungen in entsprechender Weise zu behandeln. Abg. Dr. David-Mainz: Wenn in Mainz sich die Verhältnisse wie in Offenbach gestaltet hätten, dann würden die Sozialdemokraten allein gekämpft haben. In Mainz liegen die Verhältnisse anders als im übrigen Deutschland. Dort werde die Sozialdemokratie als gleichberechtigte Partei, behandelt. Der Hauptfeind in Mainz sei das Zentrum. Man müsse da§ Vorgehen der Mainzer Genossen auS den örtlichen Verhältnissen heraus beurteilen. Frau Frenzel-Leipzig trat für die Notwendigkeit einet nachhaltigeren Agitati on unter den Frauen ein, zumal daS Zentrum ganz besonders unter den Frauen agitiere. Abg. Molkenbuhr bemerkte im Schlußwort: Bei der Abstimmung über die Handelsverträge im Reichstage haben deshalb so viele sozialdemokratische Abgeordnete gefehlt, da man die Abstimmung nicht so schnell erwarten konnte. Den jungen Leuten, die man zu Agitatoren ausbilde, müsse man die Kosten zur Anschaffung der Parteilitteratur gewähren. So lange die Sozialdemokratie äußere Feinde hat, muß sie alle ihre Kräfte vereinigen, die Gegner niederzureiten und niederzuwerfen. Wenn dies vollständig gelungen sein wird, so daß wir keine Gegner mehr zu bekämpfen haben werden, dann können wir, wenn noch etwas Streitlust vorhanden, uns den Luxris erlauben, uns in unseren eigenen Reihen zu raufen. Vorläusig muffen wir aber alle unsere Kräfte zur Niederreitung der Gegner vereinigen, ganz besonders die Indifferenten aufzuklären und sie unseren Reiben zuzuführen. Wenn wir in dieser Weise schlossen haben. Londtagsabg. Adelung-Mainz verteidigte Kompromiß, den die Sozialdemokraten in Mainz bei den Gemeindewahlen mit d en Liberalen gegen Bülowsche Zollpolitik Sturm laufen, damit die Regierung sehe, daß daS Volk nicht gewillt sei, sich die Verteuerung der unentbehrlichsten Nahrungsmittel im Interesse einer Handvoll Junker gefallen zu lassen. Der Redner suchte an der Hand einer umfassenden Statistik nachzuweisen, daß das Einfu hrverbot die Viehseuchen nicht vermindert habe. Im Gegenteil, Deutschland sei so verseucht, daß man sich nicht wundern könnte, wenn das Ausland feine Grenzen gegen deutsche Vieheinfuhr schließen würde. Die Verteuerung der Lebensrnittel sei künstlich hervorgerufen, um nach Inkrafttreten der Handelsverträge dem Volke sagen zu können, die Preise für Lebensrnittel seien schon vor Inkrafttreten der Handelsverträge hoch gewesen, die Handelsverträge hätten die Teuerung nicht verursacht. Das Volk leide aber ganz unendlich unter diesen teuren Lebensmittelpreisen. ES werde nicht eher besser werden, bis es gelungen sei, einen Sturm des Volkes zu entfachen, daß die Regierung einsehen werde: auf die Dauer sei mit den hohen Zollsätzen nicht zu rechnen. Dieser Volkssturm müsse aber sofort einsetzen, denn bereits im Februar 1906 treten die neuen Handelsverträge in Kraft. Der Redner beleuchtete dann die auswärtige Politik. Das Bauen von Schiffen sei bei den herrschenden Klaffen s ehr beliebt, da dies viel Geld bringe. Deshalb haben die herrschenden Klassen das Interesse, ein gespanntes Verhältnis zwischen den verschiedenen Nationen zu schaffen. Die Arbeiterklasse habe aber das entgegengesetzte Interesse. Die Arbeiter aller Länder seien Gegner der Kriege. Der Redner erörterte im weiteren die Redeverbote gegen JauröS usw. und bemerkte danach: Keine Spaltung. Die jüngeren Genossen tonnten aus den verschiedenen Prehstimmungen zu der Ansicht kommen, es beständen in der Partei unüberbrückbare Gegensätze. Dies sei eine irrige Ansicht. Meinungsverschiedenheiten habe es in der Partei stets gegeben. Wenn über soziale Tl)eorien Meinungsverschiedenheiten entstehen, dann sei noch durchaus keine Spaltung vorhanden. Die Sozialdemokraten Deutschlands seien lange Jahre gespalten gewesen. Nach der Verschmelzung gab es die verschiedensten Richtungen. Es gab Düringianer, Possibilisten, Opportunisten, Revisionisten, und schließlich seien gar ethische Aesthetiker entstanden. (Heiterkeit.) DaS Lrterateugezäuk in der Parteipreffe. Jedenfalls sei es sehr bedauerlich, daß es in der Partei- Presse zu so unerquicklichen Auseinandersetzungen gekommen sei. Den Arbeitern sei dieser Streit zuwider. (Rufe: Sehr richtig!) Diejenigen Genossen, die die Einigkeit in der Partei stören, begehen das schwerste .Verbrochen. (Lebhafter Beifall.) Partei und Gewerkschaften. Von einer Spaltung zwischen Partei und Gewerkschaften ist ebenfalls keine Rede. Die politischen und wirischaflichen Verhältnisse sind der Sozialdemokratie äußerst. günstig. Menn die Partei die Fahne der Einigkeit h-och Hält, dann wird es gelingen, die Zahl der Genossen in kurzer Zeit zu vermehren. (Lebhafter Beifall.) Kassenbericht der Partei. Der Parteikassierer, Abg. G e r i s ch-Berlin, erstattete den Kassenbericht. Die Einnahmen, die der Parteikasse in Berlin aus den verschiedenen Parteiunternehmungen zu- geflossen seien, betrugen im vorigen Jahre 600 000 Mark, in diesem Jahre'weit über 100 000 Mark mehr. Die Parteiblätter hatten im vergangenen Jahre 620 282, in diesem Jähre 679152 'Abonnenten. Die Einnahmen aus 'Abonnementsgebühren betragen 4151000, aus Jinseraten 2537 000 Mark. Wenn es in dieser Weise weiter gehe, dann werden bald die Mankos bei alten Parteiunternehmungen ver- schwunden und Ueberschüsse auf der ganzen Linie zu verzeichnen fein. (Lebhafter Beifall.) Besprechung. Es begann alsdann die Befprecyung über den Geschäftsund Kassenbericht. Rast-Hanau tadelte es, daß bei der Abstimmung über die Handelsverträge 39 Abgeordnete der sozialdemokratischen Partei im Reichstage gefehlt haben. Mären diese zugogen gewesen, dann wäre das Ergebnis der Abstimmung vielleicht docy ein anderes gewesen. Friedrich-Darm st adt verteidigte den K o m - Mges Mädchen. « m Nähen u.'Bügeln, il & in einer Klinik oder ? mm als Wäichebeichliehtt i l. Oktober. -rnöfraucn-Bereio Parteitag der sozialdemokratischen Kartei Deutschlands. (Unberechtigter Nachdruck verboten.) IIL H. F. Jena, 19. September. Literatengezänk. Der Vorsitzende, Abg. Singer, eröffnete die heutige Sitzung mit dem Bemerken: Es liegt eine Anzahl Anträge vor, die sich mit den Auseinandersetzungen, die in letzter Zeit zwischen dem „Vorwärts", der „Neuen Zeit" und der „Leipz. Volksztg." stattgefunden haben, beschäftigen. E§ sei nun der Vorschlag gemacht worden, diese Anttäge vor ihrer Erörterung sämtlich einer Kommission zur Vorberatung zu überweisen. Chefredakteur und Burgerschaftsmitglied St ölten- Hamburg ersucht, den Vorschlag anzunehmen. Dem Anträge wurde zugestimmt und die Kommission gewählt. Geschäftsbericht des Parteivorstandes. Der Berichterstatter, Abg. Molkenbuhr, führte aus: Ebenso wie die Junker gegen die Caprivischen Handelsverträge Sturm gelaufen seien, muffe das Volk gegen die in fapitalfräfiißtr »e« > dir Errichtung mrhrrrr Rmgoftn- jiegeleien Lberhessen (eventuell «4 grenzende Gebiete) bead« fügt. Nemeioden beztv. W rsonen, welche im Besitz bei eigneten und ergiebigen der Rahe einer Eisenbih» atiou befindlichen khonlagern », werden gebeten, schr'fe gangen unter 4888 an 1- tzin öcssrsÄer Aoman. Vor Jahresfrist bereits erschien in 2. Auflage bei G Grote tn Berlin, dem Verleger von Frenssens „Jörn Uhl" und Jordans „Zwei Wiegen" ebenso, wie von den Plattheiten Julius Wolff? ein hessischer Roman, der dem größten Teil unserer Leser wohl leider noch unbekannt ist: „M i ch a e l Held" von Adam Karillon. Dieser Roman, dessen Verfasser emst cm Gre- ßenerMusensohn gewesen sein und letzt in Waldmrchelback als Arzt prakti'ieren soll, erinnert in gewisser Weise an icmes talentvollen Landsmannes H o l z a m e r wundervolle Novelle ,,L) e r arme Luka s". Beiden Büchern, dem kleinen von Holzamer wie dem dickleibigen von Karillon, ist es eigen, und darum scheint beider Dickster Wesensart verwandt, daß der leise Auftakt zur Eröße bald verklingt, daß sie wohl beide ein Prinzip der eigenen Att der Dichter vermitteln, daß sie in dem, bald bewußt gewordenen Mißlingen des Durchsetzens der Persönlichkeit, im Nickstgelingen eines in manchen Anläufen aus der Tiefe -mr Höhe strebeiiden Lebens wohl ein gut Teil ilyrer selbst widerspiegeln. Wie Holzamer vordem, so lebt Karillon ganz m seiner Heimat, wie jener liebt er innig sein Volk, seine Landschaft, so daß der Hintergrund, von dem sich das Schicksal des einen Menschen abhebt, um den sich des Lesers Neigung schlmgt, fast ebenso bedeutungsvoll geworden ist, wie der Vordergrund. Eme Schrulle freilich ist es, wenn der Dichter des „Michael Hely -in letzten Teile bc§ Buckes selbst auftritt. Das ganze Voran- zchende mit dem Schicksal des gestrandeten Menschen bietet fiel) >och auch fo als ein Stück der Lebensgeschichte eines zu Höherem berufenen Mannes, unb es kommt ganz unnötig etwas Zwiespältiges in das Buch durch das späte persönliche Einspringen des Dichters in die Dämmerungen eines aus der Kindheit -Mädchen luch.VesMi- Nahen in und anher d. 6m, ■ __Säitfrenfr, 7, '[= s-bueideriu sucht Stellung fr I einer hiesig, fileibrnnofc ■ TchrNiche Meldungen ra I 170 an den fäien. An:, tte H '•jimijmiii Lelterswcg 58, i. ? ■ecf>itunben täglich M Ufe v°°r fÜrÄ-thffl Steffi* - . m btt i>«yÄ4la"‘ en. P*1 ;;ne bedeutende ci»C » iebet Nv «t- Wascht Komische Tagesschau. Ein Miuisterwechsel in Preußen? D.-B. Hd. meldet heute aus Berlin: In den Kveisen der Industrie- und Bankwelt ist augenblick- fid) das Gerücht verbreitet, daß der preußische Handelsminister Möller demnächst frirrütftreten und durch einen industriellen Parlamentarier derselben politischen Richtung ersetzt werden soll. In jenen Kreisen ist man davon überzeugt, daß, wie bei diesen selbst, so auch bei der Regierung der Wunsch bestehe, zwischen der Staatsregierung und den industriellen kommerziellen Kreisen, deren Interessen bei der Hibernia-Affäre sowie beim westf. Bergarbeiterstreik geschädigt waren, ungetrübte Beziehungen zu schaffen. Man glaubt dott, daß ein Wechsel in der Leitung des Handelsministeriums die Herstellung eines solchen Verhältnisses fördern werde. Vom preußischen Handelsminister ist längst gesagt worden, er fühle sich nicht wohl in seinem Amt. Als die Berggesetznovellen glücklich durchgesetzt waren, schien der Minister, der zunächst an dem Schicksal dieser Vorlagen Beteiligte, mehr um einer Sorge ledig, als um einen parlamentarischen Erfolg reicher zu sein. Allerdings hatte in diesem Falle hauptsächlich das Eingreifen des Fürsten Bülow den arg verfahrenen Karren flott gemacht. In neuerer Zeit schien das Glück, das Herrn Möller während seiner ganzen Ministerlaufbahn nicht verwöhnt hatte, noch einmal zu lächeln: es hieß, der Hibernia „Trotz-Trust" wolle seinen Frieden mit der Regierung machen. Der Meldung folgte alsbald das Dementi. 'Wie man jetzt aus der obigen Meldung sieht, verstehen die harten Köpfe der rhein. Großindustriellen noch immer, ihrer Ueberzeugung zum Sieg zu verhelfen. In der Fleisch teuerun gs frage aber sind die Städte die Unterliegenden. Der Deutsche Land- wirtschastsrat, die oberste deutsche landwirtschaftliche Vereinigung, bemüht sich (vgll. LenlZtttikel „Fleischteuerung"), der Regierung den Rücken zu stärken gegen die Grenz- öffnungsfordernngen. Herr Möller jedoch wird geopfert. Möller hat es mit den rheinisch-westfälischen Großindustriellen dreimal gründlich verdorben: bei dem Kampf um die Verstaatlichung des Kohlenbergwerks Hibernia^ beim Bergarbeiterstteik und bei den Verggesetznovellen. Vom Reichskanzler und Ministerpräsidenten ließen sich ja die Großindustriellen ebenfalls manches sagen, was unerfreulich klang — aber daß der ehemalige Industrielle, keiner von den Großen und Einflußreichen, es „wagte", vor aller Welt im Parlament seine ehemaligen Berufsgenossen ob ihrer Harntäckigkeit abzukanzeln, das stieß dem Faß den Boden aus. Seitdem stand der Minister isoliert. Auch die Börse, die seine Berufung mit tausend Erwartungen begrüßt hatte, wünschte sich seit längerem einen anderen Handelsminister. Ob nun der kommende Mann, der Nachfolger des Ministers, „ein industtieller Parlamentarier derselben politischen Richtung", die Börsenreform in Gang bringen und eine Erhöhung der Börsensteuer abzuwenden wissen wird, bleibt abzuwarten. Möller dürfte seinerseits kaum unglücklich sein, daß die Bürde des Amtes fron ihm genommen wird. Nur, daß es nicht eben eine angenehme Empftndung ist, als friedliebender Mensch für den Frieden geopfert zu werden. Möller ist persönlich ein konzilianter Herr, dem aller Streit zuwider ist. Daß gerade er fo viel Konflikte auszufechten hatte, das war eine Malles des Schicksals. Ur. 221 Zweites Matt. 153. Jahrgang Mittwoch 20. September 1905 ffijröfnet )ltufrwr .Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt Der B J ® U, WJj. £L «höflich« Landwirt" «rjchrdu monatlich einmal. V W V ~ ~ vorgehen, dann bin ich sicher, wir werden in einigen Jahren erklären können: Die Partei hat sich verdoppelt. (Lebhafter Beifall.) Fleischnot. Danach gelangte der Antrag des Parteivorstandes, die Fleischnot betreffend, in folgender Fassung zur Annahme: „Große Schichten der Bevölkerung Deutschlands leiden mehr als jemals zuvor unter einer furchtbaren Verteuerung der Jleisch- nahrung, die sie aus das schwerste bedrückt und zu dauernder Unterernährung verurteilt. Dieser Zustand, der die verhängnisvollsten Folgen für die körperliche und geistige Entwickelung des Bottes zeitigt, ist die Wirkung der agrarischen Politik, die seit Jahren die herrschenden Klassen und, von ihnen gedrängt, die Regierungen allen Mahnungen und Warnungen zum Trotz betreiben. Der Parteitag verurteilt diese Elend und Verderben bringende Politik; er brandmarkt besonders die Einfuhrverbote, die gegen ausländisches Fleisch unter dem Vorwande seiner Gesundheitschädlichkeit erlassen rourbcn, einein Vorwande, der um so haltloser ist, als der ungehinderte und massenhafte Genuß desselben Fleisches in anderen Ländern bisher nienials zu Gcsundheilsschädigungen geführt hat. Daß ferner preußische Minister die Forderung, schleunige Maßnahmen zur Verbilligung der Fleischnahrung zu treffen, nut einer cm Frivolität grenzenden Leichtfertigkeit zu beantworten für gut befanden, hat den tiefsten Unwillen des Volkes erregt und wieder einmal den Charakter der preußischen Regierung als ge- schäftsführenden Ausschusses des Großgrundbesitzes bestätigt. Der Parteitag verlangt, daß sofort die Grenzen des Reiches unter Anwendung notwendiger, aber loyal zu behandelnder Vorsichtsmaßregeln gegen die Einschleppung von Tierseuchen der Einfuhr von Vieh geöffnet und die als Einfuhrverbot für ausländisches Fleisch wirkenden Bestimmungen des Fleischbeschau-Gesetzes sowie die Zölle auf Vieh, Fleisch urrd Futtermittel aufgehoben werden. Ter Parteitag verlangt ferner, daß die in den Genieinden die noch bestehenden Lebensmiltel-Auischläge aufgehoben iverden und daß der Bundesrat und der Reichstag jedciisalls das Verlangen einiger Städte, die Einführung des § 13 des Zolltarif-Gesetzes bis zum Jahre 1917 zu verschieben, entschieden ablehnen. Der Parteitag fordert endlich die in der Gemeindevertretung tätigen Genossen auf, die Gemeinden zu veranlassen, daß sie die Fleychversorgung in eigener Regie organisieren'" Endlich ivurden die gestern mitgeteilten Anträge des Parteioorsiandes, betreffend die Redeverbote gegen Jaurös, Dr. Adler usw. und der Antrag betreffs der Friedens- und Freundschaftserklärung der englischen Genossen, einstimmig zur Annahme. Bericht über die parlamentarische Tätigkeit. Der Berichterstatter, Abg. Förster, führt aus: Die Genossen seien mit den Ergebnissen der parlamentarischen Tätigkeit unzufrieden. Die Fraktion teile diese Unzufriedenheit. Der Hauptkampf des Proletariats werde nicht in dem Klassenparlament, sondern außerhalb des Parlaments ausgefochten werden. Die Verschwendungssucht, die unter der Regierung Wilhelms IL ein ganz besonders scharfes Tempo angenommen, habe einen Grad erreicht, daß auch die bürgerlichen Parteien davor erschrecken. Es sei geradezu eine Geldnot eingetreten. Er sei derUeberzeugung, man werde aus der Finanzklemme nicht mehr herauskommen. Die Verschwendungssucht habe dazu geführt, daß die Finanzklcmme 311 einer dauernden Einrichtung werde. Hier müsse die Sozialdemokratie ihre Agitation einsetzen. (Beifall.) Die Besprechung über diesen Gegenstand wurde gegen 63li Uhr abends auf Mittwoch vertagt. Volksversammlung. Heute abend fand in den Räumen des Parteitages eine Volksversammlung statt. In dieser sprachen: Abg. Dr. David-Mainz, Reichsratsabg. Dr. Ellenbogen-Wien und Frau Zi etz - Hamburg._________________________ Ans Htadt und LapS. Gießen, 20. September 1905. ** Schulhausneubauten. In diesem Herbste werden im Kreise vier Schulhausneubauten eingeweiht, nämlich zu Annerod, Hausen, Birklar und Odenhausen. Die Gebäude sind nach den Plänen des Provinzialbaurats Die hm erbaut. *’ Ein strenger Winter in Sicht? Wer jetzt die Waldungen durchstreift, dem ist es gewiß schon aufgefallen, daß die Ameisen beschäftigt sind, ihre Baue möglichst hoch anzulegen. Vielfach wird das als ein Anzeichen dafür angesehen, daß ein strenger Winter beoorsteht. t Laubach, 18. Sept. Der Landwirt Friedrich Löwer hier wurde heute von einem Unfall betroffen. Als er Grummet von einer Wiese bei Freienseen holen wollte, ging ihm sein Pferd durch, wobei ihm das Tier ins Gesicht schlug. Dem Bedauernswerten wurde in dem hiesigen Gräflichen Joh. Friedrich-Stift ein Verband angelegt. Wie man hört, soll die Verletzung nicht gefährlich sein. zg» Frankfurt a. M., 18. Sept. Eine Seltenheit, ein Langarm-Affe oder Gibbon von Borneo ist neuerdings in den Zoologischen Garten eingezogen. Der Edelhirsch, em seit 2 Jahren im Garten befindliches Prachtexemplar aus Ungarn, benahm s sich derart unbändig, daß er seines wahrhaft herrlichen Geweihschmuckes beraubt werden mußte. Von seinen Kühen wurde eine durch das rasende Tier getötet, eine andere verwundet und selbst das doppelte Schutzgitter versuchte der wilde Ungar zu sprengen, wobei er an den dicken Eisenstangen die Geweihstangen zersplitterte, so daß er schließlich mit dem Lasso gefangen, an einen Baum gefesselt und seiner Geweihreste entkleidet wurde. — Im Aquarium sind neue elektrische Rochen eingetroffen, die elektrische Schläge austeilen können, was ihnen den Namen „Torpedo" eingetragen hat. Besonders fesseln das Interesse der Besucher eben die Klapperschlangen, von denen ein Exemplar so aufgeregt ist, daß es bei jeder Gelegenheit seine Hornrassel ertönen läßt, deren Klang für viele der Besucher des Aquariums neu ist. Kerichtsjaal. (n.) Gießen, 19. Sept. Die Strafkammer bestätigte cur von der Staatsanwaltschaft angefochtenes Urteil des Schöffengerichts Bad-Nauheim. Die Firma Brüder Sch. hier hatte im Laufe dieses Jahres zu Bad-Nauheim einen Laden gemietet,. in dem sie Emaille und Nickelwaren aus ihrem hiesigen Geschäfte aufstellle. wurden durch den Inhaber der Firma sowohl, als auch von seinem Geschäftsreisenden Heinrich Sch. Bestellungen auf Waren entgegengenommen, deren Effektuierung aus dem hier befindlichen Geschäfte erfolgte. In dieser Handlungsweise erblickte die Steuerbehörde eine Ausübung des Wanderlagergewerbes, wofür eine Steuer von 40 Mark zu entrichten sei. Da dies unterblieben ist, ging dem Firmeninhaber und seinem Geschäftsreisenden Heinrich Sch. je ein Strafbescheid in der doppelten Höhe der vorenthaltenen Steuer zu, außerdem sollte der Erstgenannte die Steuer nachträglich noch entrichten. Gegen diese Strafbescheide wurde seitens des Anwalts der Beteiligten Antrag auf gerichtliche Entscheidung gestellt, und das Schöffengericht kam mit der Motivierung zur Freisprechung, daß die Vorführung von Warenmustern, um die Kauflust anzuregen, kein Feilbieten der Ware sei; hierzu gehörte, daß die vorgeführte Ware auch tatsächlich für den Vemauf bestimmt sei, in gegebenem Falle aber handle es sich lediglich um Warenmuster, sodaß der Begriff eines Wanderlagers ausscheiden muß. Auf Anregung der Steuerbehörde, die an einer höchitplchtcrlicheu Entscheidung das größte Interesse hat, ver- folgte die Staatsanwaltschaft die von dem Amtsanwalt erhobene Berufung. Die Strafkammer verwarf die Berufung als unbegründet und verurteilte die Staatskasse in die Kvsten des Verfahrens einschließlich der den Angeklagten in beiden Instanzen erwachsenen notwendigen Auslagen, wozu auch die Anwaltskosten der Berufungsinstanz kommen, indem hcrvorgehoben wurde, daß es an dem Erfordernis des Feilbietens gebricht was bei dem Wandergewerbe Voraussetzung ist. Tas Obei> landesgericht dürfte sich demnächst als Nevisionsinstanz und höchstes Gericht auch noch damit beschäftigen. — Der seither bei der Lackfabrik Wilhelm Zurbuch hier beschäftigte Reisende Jakob H. von Schmitten verließ seine Stelle ohne Kündigung und trat bei der Franlfurtcr Farbwarenfabrik ein Auf seinen Geschäftsreisen besuchte er eine Anzahl Kunden der Firma Zurbuch, bei denen er sieh so stellte, als reise er noch für letztgenannte Firma. Bei verschiedenen Künden gab er an, Zurbuch habe jetzt eine Filiale oder ein Magazin in Frankfurt a M und sende einen Teil der Waren von dort aus ab, auch sei der Inhaber leidend und müsse davon abstehen, sämtliche Warenbestellungen von Gießen aus zu erledigen. Andern spiegelte er fälschlich vor, Zurbuch habe sein Geschäft an die Frankfurter Farbenfabrik verkauft, verschwieg aber, daß er tatsächlich bei Zurbuch ausgetreten ist und für die andere Firma reife Das Schöffengericht Bad-Nauheim hielt ihn in 3 von 9 unter Anklage gestellten Füllen des Betrugs für schuldig und verurteUte ihn zu je 20 Mark Geldstrafe. 6 Zeugen hatten bekundet, daß sie ihre Aufträge doch gegeoen hätten, luenn sie auch gewußt hätten, daß H. nicht mehr für Zurbuch tätig ist; das Schöffengericht erachtete in diesen Fällen einen Betrug nicht als vorliegend; die niedere Strafe wurde damit motiviert, daß sein Vorgehen mehr auf einen Geschäfts kniff deutet und nicht etwa einer boshaften Gesinnung entsprungen ist. Das Urteil wurde von der Staatsamvaltschaft und von H. angefochten; von der ersteren, um eine höhere Strafe und Verurteilung bezüglich aller Fälle zu erzielen und von H., um gänzliche Freisprechung zu erhalten. Die Berufungsverhandlung förderte nichts wesentliches Neues zutage in Bezug auf Beweismaterial. Die Staatsanwaltschaft stellte den Antrag auf Verurteilung wegen Betrugsversuchs; auch komme unlauterer Wettbewerb in Frage. Es erging Gerichtsbeschluß dahin, daß die Entscheidung Freitag den 29. Sept. 8 Uhr vorm. zu verkünden sei. du Geld mein Freund, so geh' mich dem Süden Vielleicht wirst du dort deinen Bronchialtatarrh mit all den leidigen Nebenerscheinungen los. Aber laß dir sagen, daß du denselben Zweck erheblich billiger erreichen kannst: Kauf' dir in der nächsten Apotheke, Drogerie oder Mineral- wasserhandlung ein paar Schachteln Fay's ächte Sodener Mineral-PasttUeu und gebrauche sie nach Vorschrift. Ich welle: ehe drei Tage vergehen, bist du wohlauf und sicher kannst du alles was Husten, Heiserkeit, Katarrh der Luftwege re. heißt, nicht bequemer und angenehmer los werden, als durch die Sodener. Für 85 Pfg. per Schachtel überall erhältlich. WA Rheinisches frei, für Maschinen- u. Elektrotechnik, verbunden mit Chauffeursohule. «b c o c £ » _ l-L S CD o zz< y 2 § E' G 3 = s ' 52 er TT ft Ub "5 Gl er — ft toa Ub « CD O Ox Üb CO ft er er ft ue CD S er s CT« 35 — CD 3 O C3> tO - et -» Ub 3 C 5 2- =5 er lrv CD = Zi ft‘ öo S @ q. S 0>u O CÖ TT crr< u Ä ft CM » = = = n ~ er c o o 2. er o- 2 cd" ’* 2T.<ä) o «b „ » Q = ■§- er 2 o >—* —: cd Z § 63 " o >- n, s 3V7? o e> i?« ZZ" o* = - to ?o e- e> S-JT es = o V Gl «» 5b ’ S 2 »5^ o S et o er ST 3 & « «b - — 2 ä g 2^ et g er er^— er - 5* 2 S 5* QcS Z — d/ S- CT 0 bO «b 3 & J3-Ö " c S-S (5*0 -e * S 0 « Z s s 11 CO CD ft Q' » tÖMM _O CD CD 6? CD FO M • 7-. s 0 0 05 Barometer auf 0° reduziert ra ra C PP® CT N « Temperatur der Luit rologisch der Stati CD_GD CO Ld'cd'-o Llbsolute Feuchtigkeit CO co cs U‘ t— Relative Feuchtigkeit e Beobn ion Gießeti j SSW 8 Windrichtting to bJ to Windstärke Sonnenscheilr Heller Hiuune! Nebel Wetter 5» e> 75 es x» »2. ttio-S lli$ üb C' ♦—»■ o Cb *-* ft § 5 •=£• S 2 er Sr- St « o er SS ft cv SX et SD S ft « CD to o 3- c< ■—. UD et «b ft c - 3; «2 ft G -e **- ra 5 c* CD 5 Ä IO Etat! Schmerzerfülll Bekanulen die ttac H im Alter von W nach schwerem Le Di« Homberg, Heidi MrbeitSnad Sartenstratze 2 (' Der Arbeitsnachweis Arbeitnehmem lArt rehrNugei An ben Wecktagen t Es 1 3 landnirtsch. Rr 2 Schmiede, 1 Maschii 7 Schreiner, Schneid- 20 Erdarbeiter, 1 L burschen, Kauffrauen, 2 Schlosser, 1 Sc Mn Vergütung), 2 Wb SchioMei, 1 Sä Maurer oder TaM leichtere Arbeit, 1 Kmöermädchen, A> bitten und Kassierer Samotag, 2.1 «ürgermeistereiho 20- 25 Körbe, öffent Gießen, den 19 Großher STrbt Montag »en Mf M5er}i MmbeMitenuni ”bm und zw«: Maurerarbeiten. Stemhauerarbeiten ' dchlosserarbeiten Lussier, und Pflg ^'nl.eferung (®cnn S ll*e" uni> Mch 4892 Sen’ b™ 19' Wohi Bnicf 1. Ki Daci Ausverkauf D*7. Wilh. Leiber- Seltersweg 38 Seltersweg 38 s- 06234 Peter Prell. Homberg, Heidelberg, Gießen, den 18. Sept. 1905. billigen Preisen abgegeben. 4790 Ph. Schlatter, Inhaber Bitter 4437t Metzger SDamen-IäscheESS 4750 Mk. veranschlagt Lu DVt n Senßfeld 4892 Wohne von heute ab Braohstr, 63 pari Carl Dorfeld 4212 ITapeten-Reste (von 5 bis 20 Rotten) 4336 W in großer Auswahl zu bedeutend herabgesetzten Preisen. tfi 06004 4336 bedeutend hv10/ liefert billigst Blockstrasse 2. Herborner Pumpenfabrik, Herborn. Vollständiger Wasserpumpen, Jauchepumpen Jauchefässer, Jaucheverteiler, Jauchewagen, Gartenspritzen werden und zwar: Maurerarbeiten ..... Steinhauerarbeiten .... Schlosserarbeiten .... Chaussier- und Pflasterarbeiten Steinlieferung (Grundbausteine) von M. 1000 an von M. 400 an 1231.91 724.76 240.— 1677.— 240.— 360.— 132.50 39.— Fliege! Pianinos c Ä fUr Baschlnei- u. EJettrt- 611 vertendu «!f Chauffrunohilt, Teppiche, Möbelstoffe, Gardinen, Portieren, Linoleum etc mit hohem Rabatt, ältere Muster zu und unter Einkaufspreisen. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Hartenftratze 2 (Bürgermeifteretgebäude) Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis hat die Ausgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, (Arbeitern jeglicher Art, Dieuftboteu und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den Werktagen von 8 bi- 1 Uhr und vcm 3 bis 6 Uhr geöffnet. Es können eingestellt werden: 3 landivirtsch. Knechte, 2 Fuhrkuechte, 9 Schlosser, 4 Spengler, 2 Schmiede, 1 Maschinist, 1 Sattler u. Tapezier (für dauernde Arbeit), 7 Schreiner, Schneider, 2 Friseure, 2 Schuhmacher, Installateure, 20 Erdarbeiter, 1 Weißbinder, 2 Zimmerleute, 3 jüngere Hausburschen, Lauffrauen, Laufmädchen, Dienstmädchen, Hausmädchen. Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Schmied (gegen Vergütung), 3 Schreiner (auch gegen Vergütung), 2 Schuhmacher, 1 Friseur, 2 für Installation und Schlosserei, 1 Schreiber. Es suchen Arbeit: B*7e 2 Spengler, 1 Maschinist, 1 Strickerin, 1 Bäcker, 1 Weißbinder, Maurer oder Taglöhner, 1 Fahrburfche, 1 Kutscher, 1 Taglöhner für leichtere Arbeit, 1 Verkäuferin, Lauffrauen und Laufmädchen, ein Kindermädchen, Ausläufer, Haus- oder Bureaudiener, Bureaugehilfen und Kassierer. bedeutend unter Preis. JB ECaaet ja* J. Krauskopf Dachdeckermeister. ist Patent-Sicherheitsschloß v. R. P. yjF >Bronchiallatarrh mit all btll * A er laß dir sagen, ix ^.blQ’9ct reichen kann! 1 Lrogericobei'l’lmerc Achteln gay's ächte Loden- auü;« Ue nach Boychnst. i ’ en, bift dn wohlauf und fite B öeiiertcii, Katanh der Lw et und angenehmer los ivecki; jj : 85 Pig. ver Cchuchlel übm. j Jb“, | Das altrenommierte Woll-, Kurz- und Weisswaren-Geschäft Spezialität: Tapisserie Manufaktur Ph. Schlatter, Neuenweg 10 ist infolge Uebertragung vollständig neu assortiert und erweitert. Die Verkaufspreise aller Artikel sind bedeutend herabgesetzt. Die noch vorhandenen Restbestände werden zu ausserordentlich ? QnUcrvirm,!Q k du in 3 tÄW- 'S ?r IW uff» «»'n 'Situ 5o*lli» ■ da«! S * ®«6aägSjSeM Obftversteigerung Samstag, 23. September, nachmittags 3 Uhr, wird im Vürgermeistereihof eine Partie Obst (Aepfel und Birnen) etiva 20—25 Körbe, öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 19. September 1905. _ B20/8 Großherzogliche Vurgccmcisterei Gießen. Mecum. ‘M ar, bie"$aQeNt . V?« ^lQ9en, |Do.,n beiden Thüringer 4873 Rotwurst per Pfund 60 Pfennig L Steinhäuser Heute und morgen: B10/i Ochsenfleisch 56 Psg._________ Damen- 4494 Zuschneideschule. Unterricht im Zuschueiden vo» Damen- und Kiudergarderobe nebst Verarbeiten erteilt nach leicht faßlicherMethode Luise Weinhardt, Goelhestraße 46, pari. Zuschneideschule — Konfektion. Beginn eines Kursus täglich. 20000000000 Penaten Creme verhindert sicher jedes Wund* werden dcr.Haut, Durchlaufen, Schweitzfütze.Hautausschlägerc. In dcrKinöerstubc unentbehrlich. Preis per Dose 25 Psg. Erhältlich in Gietzen bei [hv16/, Adolf Bieler, Drogerie Stets vorrätig: 15-20 neue Flügel) Bechstein, Blüthner, Berdux I 120-150 Pianinosl Kaps, Schiedmayer ctc 80—100 Harmoniums von Mannborg, Hofberg etc. SPEZ.: RUDOLPH-PATENT-PIANOS mit bis jetzt unerreicht guter Stimmhaltung. 10-20 jährige Garantie — Freie Lieferung. Monatsraten von 5-20 M. Höchster Barrabatt - lllustr. Kataloge gratis. Pianola. Gespielte Pianos. Phonola. Pianos zu vermieten auch Harmoniums. Monatl. Mietpreise: 2-12 M. Jede Reparatur an Pianos und Harmoniums wird in eig. Werkstätte fachgemäss u. vollendet ausgeführt. Klavierstimmen. Aufpolieren von Pianos. WiLH. RUDOLPH, sGJt^: Grossh. Hess. Hoflieferant Filiale in MARBURG, Elisabethstrasse 4. Sie sparen mehr als die Hälfte an Zeit, Seife u. Feuerung wenn Sie sich eine IüW-MWWiic auschaheu. Lieferung auch auf Probe. A. Kröll Söhne. aJbie bampf-Wäscberei »Haase!, ! frei. Filiale Ebersbach L 8. Telephon 439- Tanz-Lehrinstitut W s WW1 M. M -MW-- I U & WA 1 ■ . vif, ' ■ :'i' U ;'S M M- i ’X’f- -M sMZ K .5 v-lSe" MWH 'M ■ W' ,j'P' •rir*7' Gebrüder Berdux, SÄ r-I Donnerstag, Freitag, Samstag Pesten Ein Stück 30 aus Batist mit schönem Besatz, Stück 68 Batist mit eleganter Stickerei lOronnGr Sämtliche nicht angeführten Schürzen werden an diesen 3 Tagen gleichfalls zu Au-nahmepreifen verkauft. Die ^eacäiiung des Spezial-Schü^zenfenster-s ist sehr* zu empfehlen. aus Batist mit großem Tupsenbesatz, A besonders preiswert, Stück tv in eleganter Aussührung, Wert bis Mk. 2.— A 6)K Stück -letit) aus Crepestoff mit schönem Besatz, pro ganz solid, Stück vO aus gem. satinartigem Stoff, mit eleg. Besatz OK Stück OO Ein Posten Reform - Schürzen aus vorz. Gingham-Stoff in klein karr. Atuster ÜÜ Stück vU Psg aus prima Siamosen oder waschechtem Cattun 4 Stück F i e) Mk. Ein Posten Tägiges-SeMr^en Hans » 120 cm breit, prima waschechte Siamosenqual. t^O Stück VO 120 cm breit, haltbare Ware, mit Volant QK Stück Aus bestem Stoffen, Wert bis 4.50 Mk. ;1M 2.90 Kiaderllänge-Schiir^en a»«s waschechtem Percal mit bunten: Besatz 6)0 Stück Beform-Kinder-Schürzen zu ganz besonders billigen Ausnahmepreisen. Billige Verkaufstage für Damen- u. Kinder-Schürzen SämMe Schürzen werden an diesen 3 Tagen zu Ausnahme-Preisen verkauft. aus vorz. Stoff, ganz besonders preiswert Träger-Schürzen aus prima Sianwsenstoff, echtfarbig mit Bes. 4 1X Stück Mk. wird vergütet. 14792 A. F. B. Pascoe Bad Homburg Fabrik chem.pharm. Präparate HB' c 55. fff*? Sonntag ou6enend ist v 11 Hiomdo. Geladene Jagdpatroneu, la. Schwarzpulver und Schrot Cal. 16, per Stück 6 Pfg. Geladene Jagdpatroneu, gasdicht, per Stück 7 Psg. Allerbeste „Rauchlose Jagd« Patronen", Marke Tiger, vorzügliche Deckung, sehrguten Durchschlag, größte Gleichmäßigkeit und versagesrei, per Hundert Mk. 8.50. Große Auswahl in Waffen, Munition, Jagdgeräte« und Touristen-Artikel. 4414 August Kilbinger, ________Seltersweg 19. Mfl f* letztesEk°?kfu kQm 20 cfc Q? ffienbet r. ^Ihüiefp Mirl Sesam dSeldenten^NiPcrioi : ,!el«?!ehin 9t r^orchh» N^ag s^rden da Stevie ÄS«“ Frd. Roese Nachfolger. 4795 von W. WäöZ (vormals Frei. Roese). Meine diesjährigen Winterkurse beginnen: Montag, den 16., Dienstag, den 17., Mittwoch, den 18. Oktober. Zur gefl. Beteiligung ganz eraebenst einladend, bemerke ich, baß von heute ab Anmeldungen in den Stunden von 10—12 Uhr vormittags und 1—5 Uhr nachmittags in meiner Wohnung, Weidengaffe 7, entgegengenommen werden. Gleichzeitig empfehle mich in ßinüöung von Reigen- und Kruppcn-Hänzen sowie zur Leitung non Tanzveranstaltungen Prioat-Tanz-Unterricht zu jeder Tageszeit. Hochachtungsvoll M- Wäll.? Tanz- u. Austandsieker Timm - Unterricht Mein diesjähriger Tanzkursus beginnt am 5. Oktober in meinem eigenen, neu renovierten und vergrößerten Saale. Gefällige Anmeldungen Wetzsteingasse 31, parterre, erbeten. Hochachtungsvoll 4588 Karl Schmidt, Tanzlehrer. Mitglied des Buudes deutscher Tanzlehrer. Privat-Üuterricht zu jeder Tageszeit. ■lerhst- u. Winter Neuheiten Glocke» hon 0,25 an Acetylen-Laternen „ 2,50 „ „ Pneumatik-Mäntel,, 4,00 „ „ do. Luftschläuche,, 3,00 „ „ Prima Sättel „ 2,50 „ „ Luftpumpen „ 0,00 „ „ Calcium Carbid la. per Kilo-Büchse 0,60 „ Job. Fr. Scbaaf Wctzsteiustraße 44. (4825 BN. Prima Fahrräder v. 56 Jl an „Rähmaschiueu,. 40 „ „ Magenleidenden ss"/, teile aus Dankbarkeit gern unentgeltlich mit, wie ich von jahrel. schweren Leiden befreit wurde. Rein Geheimmittel noch Medizin. Bruns, Lehrer a. D., Hannover, Harlmannstraße 2. Frisch eingefroren: Hochfeine, süsse, faulfreie toi!« TÄlta Gebr. Stamm Marktplatz Giessen Schulstrasse per Pfund 32 Pfg. 4819 per Kistchen Mk. 1.30, 1.50 u. 2.50. Prompter Postversandt. Capes 4805 Herren-Moden Paletots Ulster Anzüge Joppen Jagd-Anzüge Beinkleider Schlafröcke Fantasie-Westen Loden-Capes grösste Auswahl Gummi-Mäntel Maas-Schneiderei Deutsche und englische Stoffe in verschiedenen Preislagen. Neueste Muster Beste Verarbeitung Eigene Werkstätten Knaben-Garderoben Blusen- und Jacken-Anzüge Paletots Kieler Pyjacs