Nv, 41 Zweites Blatt. 155. Jahrgang Freitag 17* Februar 1905 Erscheint «glich mit Ausnahme bei Sonntags. Die ^Gießen« §awMendlStter" werden dem »Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der »chesfilch« CmbwlrT erscheint monatlich einmal. Giehener Anzeiger RotattonSdrurt und Verlag der Arühllche» UnwersttätLdruckeret. 9L Lange. Gießen. Redaktion. Expedition «.Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr. 6L Telegr^Adr-t Anzeiger Gießen. General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Netzen. PolNsche Tagesschau. e FortentwickeUmg der Kulturinter- lanzielle Sell> ständig keit und die. 2 Uhr geschlossen. Nächste Sitzung Frettcrg vonnittag 9 Uhr. Kolonialpost» — Die ncueften franzö sisch.e^n Kolonial^ greueln. Es bestätigt sich, daß zwei ftanzöM)e äor lonial-Beamte wegen Grausamkeiten verhaftet worden sind,' die sie am Kongo gegen Eingeborene begangen haben. (Bgl. unser gestriges Telegramm.) Doch ist, nach offiziöser französischer Darstellung, die von den Blättern gebrachte Schilderung übertrieben. Die von dein Kolonialmirrister; angeordnete Untersuchung hat ergeben, daß ein zum Todch verurteilter Neger mit Hilfe einer Dynamit- Patrone hingerichtet wurde. Die VerhaftunH von zwei anderen Beamte steht bevor. Esj dürften noch weitereM-itteilunFen zu erwartew sein. — Nach privaten Mitteilungen ist der Hauptbeschuldigte der Kolonial-Verwalter Toguet. Einer der Beschuldigten wollte sich dieser Tage verheiraten. Die HeirM mußte aufgeschoben werden. «Hessischer Landtag. N. B. Darmstadt, 16. Febr. Das Haus setzt die er, Er. gegen das Vorjahr 7050 Mt. mehr. Dre Zahl der höheren Bürgerschulen wird tim laufenden Jahr durch den Zugang je einer höheren Bürgerschule (Mädchenschule), in Bad-Nauheim, Büdingen, Friedberg und Bingen auf 35 erhöht. Das Haus genehmigt das Kapitel ohne Debatte. — Bei Kap. 40, Schullehrerseminarien und Präparandenanstalten, Einnahme 101565 Mk., Ausgabe 348541 Mt., bringt üCbg. Dr. David wiederum sein altes Verlangen auf Zulassung sämtlicher Abiturienten der Lehrer-Seminar ien zum Universitätsstudium vor. Man habe diese Bestrebungen als utopistisch hingestellt,, aber der Redner fi'chrt die Aeußerungen -des Jenenser Professors Rein dagegen an, der die Durchführung dieses'. Verlangens durchaus nicht als unmöglich betrachtet; auch die Einheitsschule erachte dieser bekannte Fachmann fürs durchführbar; jedenfalls sollte man sie zuerst für die ersten vier Schuljahre anstreben. Abg. Häusel bespricht die Notwendigkeit der.Errichtung eines neuen Lehrerümen-Seminars und wünscht, daß die Anlegung des vierten Seminars auf dem Lande stattlichen entgegenkommend. /t, .. . ... < Sowohl realpolitisä) als aus inneren Gründen tritt der -oer fasser dafür ein, dem Reichstag an neuen Steuern ein Einnahmcbewilligu iigsrecht zu gewähren;Br- harren auf gegenteiligen Anschauungen aus der preutz. Äonflirtszeit' habe keinen Sinn mehr. n . .r Man möge ganze Arbeit, selbst bei ftutento«|cin Lorgehcn machen, um dem Reichskörper Polle staanzielle Kraft zu geben und nicht glauben, mit Ausstopfung der Geldlücke allem sei du Frage gelöst. Vielmehr wäre zugleich em neuer staatvrechtlicher Boden nötig, ans dem so migliche Fruchte, wie die er- wacl)jenen, nicht wieder sich bilden^ümen^^^E--»— nisje sammelten. Abg. Wolf erklärt, er habe sich mit seinen Freunden entschlossen, für die Einheitsschule einzutreten. Redner, polemisiert daun scharf gegen Ulrich und stellt fest, daß man die gesttige vollständige Niederlage der Sozialdemokratie auf allen Gesichtern lesen konnte. (Zustimmung.) Abg. Wind ecker bemerkt, wenn die Negierung sest- stelle, daß sie mit der sächsischen Regierung allein so weit bezüglich der Zulassung von Voltsjchullehrern zum Uui- versilätsstudi-em gegangen sei, so beweise doch das ihre entschieden wohlwollende Haltung zu dieser Frage. Er «ei manchem der Vorschläge Dr. Davids nicht abgeneigt, aber er müsse doch fragen, wo die Mittel für diese Re- iormen Herkommen sollten. Auch seine Partei werde die weitere Ausbildung unserer Volksschullehrer nach Möglichkeit unterstützen. Ministerialrat E i s e n h u t erklärt dem Abg. Dr. Da- *>ü) ' nachdem dieser nochmals gesprochen, David hätte aesagt: „Es kann ein Vertreter der Regierung sehr wohl aenötigt sein, seine Ideale zurückzuhalten, aber man dar fte doch nicht diskreditieren." Darin liege die Insinuation, Redner, spreche: hier Dinge, an die er selbst nicht g'mibe. weise diese Insinuation mit aller .Entschieden!)-, i zu- sinden möge. Abg. Molthan wendet sich gegen die Ausführungen Davids. Er könne es ja diesem gut nachfühlen, daß er nach der gestern erlittenen Schlappe das Bedürfnis habe, sich etwas au den Parteien und besonders an feinen' Freunden zu reiben. Er könne namens seiner Partei erklären, daß sie in der Schulfrage nach wie vor auf dem Standpunkt der Regierung stehe. Dem Verlangen, daß die Regierung für die Unterhaltung der Vorschulen keine Staatsmittel mehr bewillige, werde sich seine Partei auch erschließen. Abg. Ulrich berichtigt einen früher von ihm begangenen Irrtum und bespricht dann des Näheren das Prinzip der Einheitsschule. Daß deren Einführung mit hohen Geldkosten verbunden sei, müsse er bestreiten. Ministerialrat Dr. Eis en Hut erklärt dem Vorredner gegenüber, die Regierung sei unausgesetzt bestrebt, die ' Verhältnisse bezüglich der einklassigen Schulen zu bessern. Tie Schulverwaltung stelle sich ourchaus nicht unter den Gesichtspunkt der politischen Parteien. Ihm persönlich sei es vollkommen gleichgrlttg, aus welcher Partei irgend« eine Anregung zur Verbesserung kommt; er schätze natürlich die Fraktion besonders hoch die die Schulforderungen glatt bewilligt. (Heiterkeit.) Ueber die Frage der Volksschul-- llehrerbildung habe er sich erst im vorigen Jahre eingehend ausgesprochen, und Tr. David habe heute keine wesentlich neuen Gesichtspunkte vorgetragen. Er bestreite dem genannten Abgeordneten ganz entschieden, daß die Schulverwaltung von dem Grundsatz „Quieta non movere“ ausgehe. Er sollte doch bedenken, unter welchen Schwierigkeiten die Verwaltung lange Zett zu arbetten hatte. Jedenfalls erkläre er, daß er sich in allen amtlichen Maßnahmen von keinerlei Demonstrationen beeinflussen lassen werde. Er verfolge alle derartigen Anregungen in der Kammer und in der Presse mit größter Aufmerksamkeit; aber er werde immer nur das tun, was er aus Grund, seiner Erfahrung und Ueberzeugung verantworten könne. Er erkenne an, daß unsere Lehrerausbildung nicht mehr aus der Höhe der Zett stehe, und daß die hessische Negierung die Verpflichtung habe, weitere Verbesserungen eintreteni zu lassen. Die Lehrerausbildung werde demnächst in der Weise geändert werden,, daß die Ausbildung um ein weiteres Jahr verlängert wird. Wer auch hier seien noch Schwierigkeiten zu überwinden; denn die hundert neuen Kräfte, die zu Ostern die Seminarien verlassen, werden sofort sämtlich neue Stellen besetzen, und dann werde immer noch bei Krankheitsfällen usw. mtt Schwierigkeiten zu rechnen sein. Bezüglich der Zulassung zum llniversitäts- studium sei Hessen gemeinschaftlich mit Sachsen der Lehrerschaft am weitesten entgegengekommen, indem beide Regierungen eine beschränkte Zulassung anordneten; bis! jetzt sei noch kein anderer Bundesstaat nachgefolgt. Man habe auch die Wünsche der Universitäten zu berücksichtigen, und die große Mehrheit der Universitätslehrer stehe dep Zulassung ablehnend gegenüber. Auch die Herren in Gießen hätten ihre Bedenken geäußert. Die Regierung werde alles tun, was zur weiteren tüchtigen Ausbildung der hessischen Lehrerschaft dienen könne. Bezüglich des vierten Lehrerlinnenseminars bemerke er, daß der Ort dafür noch nicht bestimmt sei, es hätten sich! aber schon zehn Städte darum beworben. Abg. S ch l e n g e r empfiehlt, die Handarbeitslehrerinnen mit den Seminarien für Volksschullehrerinnen in nähere Verbindung zu bringen, damit sie auch pädagogische Kennt- Jm preußischen Herrenhause wurde am Donnerstag zunächst der Gesetzentwurf über die Oder-Regulierung an die Kommission zurückverwiesen! und alsdann die Ka n a l-V o r l age verhandelt. Minister- wäsident Bülow hielt eine längere Rede, in welcher er )ie Annahme der Vorlage befürwortete. Er führte u. a. aus, daß er als aufrichtiger Freund dfer Landwirtschaft auch das Recht habe, zu warnen vor einer Uebertreibung! derjenigen Tendenzen, die das Wohl der Landwirtschaft einseitig hervorkehreu will. Die Regierung und auch das Abgeordnetenhaus, hätten das ihrige getan. Es sei jetzt die Reihe am! Herrenhaus, Die Schritte zu unternehmen, die zum Ziele führten. , Die Vorlage wurde schließlich an ettre Ko mmrssrow von 25 Mitgliedern verwiesen. rück. Ein Mensch, der seine Ideale öffentlich diskreditiere, sei ein verächtlicher Mensch. Es tue ihm leid, daß er wieder genötigt sei, sich gegen derartige Vorivürfe des Herrn Tr. David zu verwahren. Dieser sei ihm gegenüber von jeher ein sttenger Richter geweseri, und er habe sich ost gefragt, wie er es bloß fertig bringen könne, Herrn Tr. David zufiieden zu stellen; das sei aber einfa^ch unmöglich. Tr. David stelle so hohe Anforderungen, daß er, Redner, fast glaube, es klebten ihm noch die Eierschalen pädagogischer Präexistenz an. (Große Heiterkeit auf alten Seitenoes .Hauses.) Redner beleuchtet nochmals die einzelnen aufgeworfenen! Fragen und bemerkt, er werde auch in Zukunft allein nach seiner eigenen Erfahrung und seinem besten Wissen und Gewissen handeln und lieber ans dem Amte scheiden, als aus etwas eingehen, das seiner Ueberzeugung nicht entspreche. 'Dr. David habe abermals mit zweifelloser Absicht cm gedeutet, daß die Schulverwaltung )olitischen Einflüssen zugänglich sei. Er könne hieraus nur rach einem früheren Beispiele Ulrichs handeln und diese Beschuldigung als einen ganz gewöhnlichen pädagogischen Kniff bezeichnen. (Bewegung.) Abg. Win deck er weist namens seiner Partei mit größter Entschiedenhett die Art und Weise zurück, in der Dr. Tavid es sich heraus nahm, seine Partei darüber zu belehren, wie sie in der Schulfiage sich verhalten solle. Tr. David habe doch anerkennen müssen, daß unsere Volksschulgesetzgebung eine große Errungenschaft sei, und diese ei in erster Linie der Mithilfe der nationalliberalen Partei zu verdanken. — Das §jaiL§ stimmt der Forderung des Kapitels einstimmig zu. Bei Kap. 41, Volksschulen, fragt Abg. Leun betreffs der Bedeutung des Art. 15 des Volksschulgesetzes bezi'iglich der Freilasjung der Nachmittage in den Schulen an. Ministerialrat Eisenhut erklärt, die Schul-Verwaltung könne unter keinen Umständen zugeben, daß der Nachmittagsunterricht auch bloß teilweise in Wegfall komme. In Baden gehe man stark darauf aus, die Unterrichtsstunden zu vermehren, weil man die Hausarbeit mehr) wegfallen lassen wolle. Auch in den höheren Schulen sei der Nachmittagsunterricht nicht beseitigt, sondern eö würden nur keine wissenschaftlichen Stunden am Nachmittage abgehalten. Die Negierung sei nicht der Meinung, daß es zlveckmäßig sei, die sog. Halbtagsschule auch bloß während einiger Sonrrnermonate einzufu.hr en. Abg. Ulrich fragt, wie es bezüglich seiner Anfrage über die Ausnutzung der Schulkinder zum Zwecke von Sammlungen stehe. Er habe die Anfrage schon im Herbst 1903 gestellt, und auch die, welche Schritte die Regierung tun werde, um einer Wiederholung solcher Sammlungen von Schulkindern entgegenzutretem Wg. Sensfelder rügt das willkürliche Vorgehen eines Kreisschulinspektors bei Festsetzung von Mittagspausen, bringt Wünsche zum abendlichen Fortbildungs- Unterricht vor und beschwert sich über die Art der Schulprüfungen. Abg. Wolf meint, es liege im Interesse der Landwirtschaft, und gerade der kleinen Landwirtschaft, wenn den Kindern in den heißen Sommermonaten der Nachmittag freigegeben werde. Tas Kapitel wird angenommen und die Sitzung gegen Zur Neichöfiuauzresorm. von Dr. B. von Jagemann, Gesandten a. D. und ordentl. Honorarprofessor in Heidelberg, betitelt sich eine dem Andenken des badischen Finanzministers Buchenberger germdmete ecfrift, die durch Klärung der geschichtlichen, rechtlicheri, ökonomischen und realpolitischen Punkte zur positiven Lösung beitragen will. Während int historischen Teil nachgewiescn wrrd, wre das' Finanzrecht des Reiches sich ganz im Widerspruch mit d e m Ziel der Verfassung, das auf finanzielle ©elb*. ständigkeit des Reiches geriete rnrr, entwickelte, zeigen die folgender: Abschnitte, daß die heutige Verquickung von Reichs- und Landeshaushalten neben UeberaNspannung, Rückgang und Unsicherheit der gliedstaatlichen Finanzen für das Reich selbst die größeren Schäden geschaffen habe: Unzulänglichkeit der Einnahme, Undurchführbarkeit zureichender effektiver Matrikularerhebungen, zu leichte Ausgabeverwttligung, unrichtige Abscheidung zwischen ordentl. und außerordentl. Aufwand, großer, Anwuchs der Schuldeii und Zinsen, Mangel der Tllgung und bisher vergebliches Ringen nm neue Einnahmen. Unter Beleuchtung bisheriger Reformvorschläge wird auf die Beseitigung jener Verquickung, sodaß die M a t r i k u l ar -i beiträge aus einer Reguläreinnah-me zu einer subsidiären für äußerste Notfälle würde, ein Hauptgewicht gelegt und die Frage, ob die neu zu erschließenden Einnahmequellen indirekten oder direkten Steuersystem zu entnehmen, zunächst theoretisch und ohne abschließende Stellung zu einer einzelnen Steuerart dahin be-^ antwortet, die vom Fürsten Bismarck geschaffene Grundlage, ersteres' dem Reich, letzteres den Einzelstaaten zu überlassen, sei und bleibe weise auch gegenüber dem heutigen zum Teil einseitigen Andrän^en gegen Konsum- und Verkehrsabgaben, welche ja auch eine sozialpolitische Gestaltung zuließen. Staats-, Kvmniunal- uiü> Kirchenfinanz seien auf progressive Vermögens- mid Einkommensteuern gebaut, deren Ertragskrast durcb Schütteln zweier an einem Baum nicht stärker werde, und wer eine Fortentwickellmg der Kulturinteressen wolle, dürfe nicht die finanzielle Selbständigkeit und die Reserven der Landessteuerkrast wegnehnren. Tie von der führenden Partei im Reichstage 1894 ausgesprochene Erwartung: ehe man mtt der Reform vorgehe, müßten die direkten Steuern der Einzekstaateii im gleichen Verhältnis^ ausgebildet werden, wie die indiretten im Reich es seren, oder stoch werden sollten, wäre längst ersilllt und das Hindrängerr- aut direkte Reichssteuern stehe außer Ettiklang damit, ^och mit den neueren realpolitischen Strömungen zu rechnm. und bestehe bezüglich eines Einbruchs pes Reichs in das btrenc Steuersystem ein großer Gradunterschied, ob es sich um schon genutzte oder noch ungeschöpste (z. B. Teseendenteilsteuer) handle. Tie Wahl überhaupt betreffe weniger das Können als dav Wollni, und die Reforin werde am ehesten gelingen, je grofßugiger ne angelegt fei, neben dem nächsten Ziel übermächtigen Anschlmungen bei Fragen finanzieller Bedeutung in den Grenzen des Ettrag- Etatsberatung Dei Kap. 39, Höhere Büraerschnlert, fort. T-iesesi erfordert eine Ausgabe von 76,050 Mk., gegen das Vorjahr! parlamentarisches. Berlin, 16. Febr. Budgetkommission des Reichstages. Marineetat. Bei Kapitel 51, Geldverpflegung für Teile der Marine, legt der Korreferent Graf Oriola die Not- wendigkett der Neuforderung dar und bittet von den geforderten Chargen keine zu streichen. Staatssekretär v. Tirpitz führt aus: Tie Zahl der Schiffe fei jetzt voll. Es fehlten aber noch 56 Chargen an Offizieren. Tie Schiffsliste enthalte eine Reihe von Schiffen, welcke nur mangels besserer als solche geführt wurden, tatsächlich aber v er al tet seien. Redirer zieht dann einen Vergleich zwrschen den Chargen der amerikanischen und.der de utscheu Marine, die zu Ungunsten der letzteren ausfällt. Kerne Marine habe so wenig Admirale wie die deutsche. Es müße sogar eine Reserve an Admiralen vorhanden fern. — Dre Handelsv ertragskominiss ion des Reichstags setzte heute die Beratung bei dem Vertrag mit Rußland fort. Auf eine Anfrage Singer (So^ erklärt Geh. Legatwnsrat Göbel, man habe sich wohl bemüht, eine völlige Gleichstellung ftr die nach Rußland gehenden j üd ische ir G ewerbe tr erb enden w Stielen Unter großen Schwierigkeiten habe man Zugestandnrne für die jüdischen Hcurdlungsreisenden edrnigt. Weitere Konzessionen zu erreichen, war mit Rücksicht auf die russische Rechts- auffassung über die Stcllrmg der Juden nicht möglich . Eine Drfl^ renzierung der christlichen und jüdischen Handlmigsrelwnden durch Ortsznschläge fei' nicht zu befürchten. Unterstaatssekretär Wermuth betont daß für den Handelsstand das Wichtigste erreicht iei. Auf ber erlangten Basis werde man weiter arbeiten und versuchen, die noch weiter bestehenden Schwierigkeiten zii beseitigen.^ Staatssekretär Graf Posadowsky erklärt, man habe gewiß noaji manche Wünsche aber die russischen Unterhändler hatten sich völlig außer flande erhärt, weitere Konzessionen zu machen. Tas, hange mit der ganzen russiscyen Staatsoerfassung zusammen, die sich ausländischen Einmischungen entziehe. Wg. Speck (Ztr.) unb Blank en Horn (natl.) beantragen eine Resolution, daß mit dem Inkrafttreten der Handelsverttäge die Teklarations- p flicht für verschnittene Weiß- und Ro t meine emgefuhrt werde Au die von mehreren Seiten geäußerten Befürchtungen wegen der zukünftigen Lage des Exports führte em Regierungs- Vertreter aus, alles Erreich ba r c se i errei cht. TieJn- buftrie sehe nicht so grau in die Zukunst, wie es nach den Ans- sübrungcn der Vorredner scheinen konnte. Zur Frage der Einfuhr- cheine bemertt ein Regierungsvertteter, es sei Nichc verkennbar, daß finanzielle Gründe die Schaffung von Uebergangsbestiimmunaen in dem Sinne angezeigt erscheinen lassen könnten, daß eine Zeit lang nach dem Inkrafttreten der neuen Getreidezölle die Einmbrsweine noch nach den alten Sätzen berechnet mürben. Von dem rumänischen Vertrage meinte Abg. Gothem, daß er unter aller Kanone sei. — Die W ahlprüsnngskomin ission des Reichstages beschäftigte sich am 15. d. M. mit der Wahl des Abg. Dr. Wal lau (natl, 3. Hessen, Alsfeld-Lauterbach^^chotten). Referenten waren die Abgg. v. Tamm (b. k. Fr.) und Dr. Lucas lncttl) Die Verhandlung kam noch zu keinem Abschluß. Geueralversammluttg der Vereirrigung der Steuer- und Wrrtfchaftsreformer. (Nachdruck verboten.) S. u. H. Berlin, 16. Febr. c>n seiner Schlußsitzung besckKftigte sich der Vereinstag der Steuer- und Wirtschaftsreformer mit beit Hanbels-Ver- 11Ü Referenten hierzu waren: Professor Tr. Adolf von W e n ck - st e r n - Steglitz, her im zweiten Berliner Wahlkreis als &m)er=* uatiücr 'Reichstagskandidat auftrat, und Rittergutsbesitzer. B e e - l i v - Garden. Beide dteferenten empfahlen folgende Resolution, ixe zur Annahme gelangte: Die 30. Genera»versammlung der Vereuuguug bei steuer* und 'Wittschaftsrerormer beschließt: a) wie 18?9 bedeutet 199^ das Zotttarifgefitz die Stärkung der ocuisckwn WirtictMlt umiitten einer schutzzöllnerisch orientierten Politik der wichtigsten Kultur- fraaten. Stärkung des inneren Marktes bet möglichster Erhaltung- der Äuslandsmürkte müi,U sas Ziel der deutschen Politik ^ie Haudelsvetträge hingegen ged.n dem "Reiche den 3iuni>alt tnr cute erwünschte Neu regln i^ e , säuer Beziehung zu andseerv Staaten. Tie neuen Han oerträge enfiprechen > Punkten nicht den aus ue gcletzten Hoffnungen, bieten wer ixe Möglichkeit, daß die Landwirtick-aft sich von schwerer, Schädigung erhole und zu einem kaufkräftigen Abnehmer für die Industrie erstarke. Es wird dabei vorausgesetzt 1. daß in späteren Vertragen mit anderen Staaten die erlangten Vorteile nicht wieder preiv- gegeben werden, uiid 2. das; M eistbegünstigungsvertragc nur mit solchen Sumten geschlossen oder aufrechterhalten werden, die ihre Zollautonomie durch entsprechende Zolllundungen zu un eren Gunsten aufgeben und volle Gegemeitlgkeit gewahren, b) Unter der Mitwirkung der beute im Vergleich zu 1879 und 1892 durch- aebüdeten Organisation der Landwirtschaft wird fic alle Enttvick- lunasniöalichkeilen, welche die Handelsverträge eröffnen, au^iiutzen können 2 In der Linie der Politik der sieben Handelsverträge ist zu ermancn, daß ohne Steigerung der Auswanderung und bei der Erhaltung des bisherigen Geburtsubcrschusses die Lebenshaltung der Masse eine aufsteigcndc Entwicklung behalten wird, auch auf dem Lande, wodurm am natürlichsten die zu starke Abwanderung in die industriellen Bezirke geheuiiut werden würde. es nicht gelungen ist, trni'1* die neuen Handelsverträge das landwirtschaftliche Gewerbe wieder auf eine durchaus,sichere Basis zu stellen so wird es um so dringender notwendig ,em, auf dem Gebiete der inneren Politik im Sinne desgelungen Beschlusses der Bereinigung der Steuer- und Wirtschastsresormer alles zu tun , um die Parität der Landwirtschaft mit den übrigen Gewerben toieihtt herzustellen."____________ _____________ Aus Stadt und Kanü. Gießen, 17. Februar 1905. - Personalnachrichten. Der Aktuar bei dem Amtsgericht Darmstadt II Johannes Müßig wurde auf (ein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste in den Ruhestand versetzt und der Gcrichtskosten- revljor Leonhard Schmitt auf sein Nachsuchen zum Aktuar bei dem Amtsgericht Darmstadt II ernannt. ♦♦ DerEhrenbürgerdrief für Geheim rat Prof. Dr. Gaffky. Jin Auftrag der Stadtverordnetenversammlung hat eine Deputation, bestehend aus Oberbücgernieifter M e c n m, Beigeordneten Heyligenstaedt und dein dienslältesten Stadtverordneten Petri unserem Ehrenbürger Geh. Ntedizmal- cat Prof. Dr. Gaffky heute, an seinem 55. Geburtstag, einen künstlerisch ausgeführten Ehrenbürgerbries in seiner Wohnung in Berlin überreicht. Der Ehrenbürgerbries enthält folgende Widmung: „Wir, Bürgermeister und Stadtverordnete der Stadt Gießen haben durch einstimmigen Beschluß Herrn Geh. Medizinalrat Pros. Dr. Georg Gaffky in dankbarer Anerkennung seiner hervor- cagendeli Verdienste um die Ennvickelung unierer Stadt zum Ehreiivürger der Stadt Gießen ernannt Gießen, 15. Sept. 1904. (Es folgen die Unterschriften). Der Ehrenbürgerbrief, den Bautechniker Köhler vom städtischen Tiefbauamt entworfen und ausgeführt hat, nimmt in seiner zeichnerischen Anlage Bezug aus die Tätigkeit des Herrn Gaffky hier m Gießen. Er trägt an der Spitze den hessischen Löwen und darunter rechts und links das Stadtwappen und das Universitätswappen. Dann foimnen einzelne um den Text des Brieses gruppierte Bildchen der Lokalitäten, die Herrn Pros. Dr. Gaffky durch sein Weilen und Wirken besonders angehen: sein Wohnhaus, das hygienische Institut, der neue Friedhof, das Wasserwerk in Queckdorn, der Kanalbau, die Provinzial-Siechenanstalt. Unten wird der Ehrenbürgerbries durch eine m mehreren Farben ausgeführte Gesamtansicht von Gießen abgeschloffen; sie zeigt u. a. auch die Grottenanlage am Schiffenbergerweg und den im Wald versteckten Ausstchtsturm der Hochwart. Der Ehrenbürgerbrief ist in Form eines Bildes in einem aus altem Eichenholz her- gestellten Rahmen gefaßt. Das Holz wurde s. Zt. bei der Herstellung des Hauptkanals in Löbers Hof in einer Tiefe von 5 Metern aufgejunden. ** Die Mecklenburger Reblaus! Im vergangenen Herbst ging em junger Gelehrter, der längere Zeit auf der hiesigen Universitätsbibliothek tätig gewesen ist, mit einem Stipendium nach Griechenland zu wissenschaftlichen Studien. In der Weihnachtszeit sandten ihm, wie man sich jetzt in hiesigen Akademikcrkreijen erzählt, seine Angehörigen aus Mecklenburg einen Tannenbaum als Christgeschenk. Doch die Zollbehörde zu Athen lieferte den Tannenbaum nicht an den Empfänger ab, sondern schickte ihn nach Mecklenburg zurück mit dem Bemerken, daß die Einführung eines solchen Baumes in Griechenland wegen Reblausgesahr nicht angängig sei! Ist •• Der Deutsche Kellner-Bund, Bezirksverein Gießen, hatte am 13. Februar sein Wintervergnügen. Gegen alles Erwarten wurde das Fest so zahlreich besucht, daß der schöne Saal im Hotel Einhorn beim Tanz beinahe zu klern wurde. Das Fest nahm einen sehr fröhlichen Verlauf und durch das Erscheinen des Gastwirte-Vereins von Gießen und Umgegend unter dem Vorsitz seines Präsidenten wurde die Stimmung noch gehoben. Auch der Bezirksverein Marburg, sowie der Kellner- und Lohnkellner-Verein war vertreten. " Der hessische Schutzverein für entlassene Gefangene hat uns seinen gedruckten Rechenschaftsbericht für das Jahr 1903 nebst Mitgliederververzeichnis nach dem Stande vom 30. Juli 1904 zugehen lassen, lieber die Hauptversammlung des Vereins, die vor längerer Zeit in Frankfurt stattgejunden hat, haben wir s. Zt. berichtet. Eine der wichtigsten Aufgaben der Gesangenen-Fürsorge-Vereiiie, zugleich aber auch die schwierigste, ist die Vermittelung von Arbeitsgelegenheit für die aus den Strafanstalten Entlassenen. Die Vermittelung landwirtschaftlicher Beschäftigung gelingt noch am ehesten, so gut wie aussichtslos sind dagegen die Bemühungen der genannten Vereine bei kaufmännischen Be- icieben, und nur sehr bescheiden sind ihre Erfolge bei gewerb- hdjen Betrieben. Im Grunde kann es den Arbeitgebern und den Arbeitern nicht verdacht werden, wenn sie lieber unbestrafte Menschen als Angestellte, Arbeiter und Arbeitsgenossen um sich haben wollen, es ist aber ein bitteres und scyweres Unrecht, das die menschliche Gesellschaft begeht, wenn sie denjenigen, der seine Schuld gesühnt hat und ernsthaft gewillt ist, ein neues, einwandfreies Leben zu beginnen, lediglich um des Makels seiner Vergangenheit willen von sich ausschließt und ihm direkt die Möglichkeit raubt, seinen guten Vorsatz auszuführen, indem sie ihm nicht gestatten, zu arbeiten. Tatsächlich i|t es bei manchem, der tue Strafanstalt mit den besten Vorsätzen verlassen hat, lediglich die Unmöglichkeit, Arbeit zu erlangen, die ihn in sein altes Leben zurückfallen läßt. Der hessische Schutzverem nimmt sich grundsätzlich nur derjenigen an, von denen er auf Grund ihrer Aufführung in der Strafanstalt und der sonst eingezogenen Erkundigungen überzeugt fein darf, daß sie das in sie gesetzte Vertrauen nicht täuschen werden. •• Das erste Protektorrat der Groß Herzogin. Die erste unter dem Protektorate I. Kgl. Hoh. der Großherzogin gegründete Anstalt ist, so schreibt man uns, die Klein-Kinderschule zu Birkenau i. O. Seit Jahren hat der dortige Frauenverein daran gearbeitet, seine wohltätige Anstalt ins fielen zu rufen, und langsam wurden die erforderlichen Mittel gesammelt. Am schwersten war die Lokalfrage, die nun ganz unerwartet eine sehr befriedigende Lösung dadurch gesunden hat, daß infolge des freundlichen, hilfsbereiten Entgegenkommens einer im Orte ansässigen Frau kurz vor deren unerwartet raschen Tode ain Hochzeitstage des Großherzoglichen Paares für den unteren Stock des Wohnhauses der gütigen Besitzerin ein äußerst günstiger Mietkontrakt für die Kleinkinderschule abgeschlossen werden konnte. Gerade dadurch kann auch die Gründung der Kleinkinderschule auf den Hochzeitstag des allerhöchsten Paares datiert werden. Auf ein an diesem Tage an Ihre Kgl. Hoheit gerichtetes Anfrage-Telegramm hat Ihre Kgl. Hoheit jetzt mit Beifügung einer Geldsumme für die ersten Anschaffungen antworten lassen, daß sie das Protektorat mit Freuden Übernehme. Mit Recht darf der Birkenauer Frauenverein hieraus stolz fein, aber es ist ja längst bekannt, daß unsere Großherzogin gerade für die lieben Kleinen ein besonders warmes Herz hat, ist sie doch selbst jahrelang Sonntagsschul- helserin gewesen. ** Ein teurer Schaf handel. Im Laufe der vorigen Woche begaben sich, so schreibt man uns, zwei Männer aus Eschenrod nach dem benachbarten Orte Burkhards, um ein Schaf zu kaufen, welches sie auch nebst einem jungen Lämmchen zum Preise von 43 Mk. erhandelten. Um nun den Handel, wie üblich, perfekt zu machen, ging es ins nahegelegene Torfwirtshaus, wo es sehr sidel zuging. Spät abends machten sich die beiden Freunde mit ihrer doppelten Last auf den Heimweg. Der eine nahm das Schaflämmchen auf den Arm, der andere führte die Lammutter am Seile nach, und so steuerten sie den heiniatlichen Penaten zu. Unterwegs mögen die schwankenden Bewegungen des einen, welcher das Schaslämmchen trug, doch dem anderen ein bischen zu viel geivorden [ein, kurz, sie tauschten. Bei diesem Wechsel sprang nun das Lämmchen, dem es wahrscheinlich in den Armen seines ersten Beschützers nicht so sonderlich gefallen haben mag, fort und der noch am besten Laufende lief ihm nach, mährend der andere nun die Lammutter festhalten sollte. Doch als der Läufer keuchend mit seinem glücklich wieder eingefangenen Ausreißer zurückkam, sah er zu seinem Schrecken, daß sich inzwischen der andere auf dem Schaf sehr bequem gemacht hatte, beim -es hatte unter feiner Last feinen Geist aufgegeben. Die beiden Händler begaben sich nun mit dem auf so sonderbare Art zum Waisenkinde gewordenen Lämmchen allein nach Hause. 8 Ober-Ohmen, 15. Febr. Die Brennholzversteigerungen auf den Revieren der Riedeselschen Forstverwaltung zeigten so hohe Preise, wie sie in den letzten Jahren nicht vorgckommen sind. Vier Meter Buchenscheit ivurden zu 36 bis 38 2)lf. verkauft, vier Meter desgleichen Prügel kosteten bis zu 32 Mk. gegen 24—26 resp. 16 bis 18 Mk. im vorigen Jahre. Auch das Nutz- und Werkholz ist sehr hoch im Preise. Darmstadt, 16. Febr. Der kürzlich in Hannover abgehaltene außerordentliche Genossenschaststag des Reichs- verbandes hatte hauptsächlich über die Vereinigung mit der Raifseisenorganisation zu beraten. Nach dem erläuternden Referat des Verbandsdirektors Bangratz-Landau wurde einstimmig ohne Debatte das Einigungsprogramm angenommen und das Statut entsprechend geändert. Nach dem letzteren treten zwei Vertreter des Raiffeisenverbandes in den Verwaltungsausschuß des Reichsverbandes ein und der seitherige verdienstvolle Anwalt des Reichsverbandes, Geheimrat Haas, erhält den Titel Generalanwalt. — Nachdem auch der Raiffeisen-Verband auf seinem Genossenschaftstag in Eisenach die Angliederung an den Reichsverband beschlossen, ist die Einigung nunmehr vollständig perfekt geworden. U. U. Darmstadt, 16. Febr. Der Verein für die Gleichstellung der höheren Schulen hielt heute abend im Kaisersaal eine sehr zahlreich besuchte Versammlung ab, der auch mehrere hohe Negierungsvertreter und Mitglieder der zweiten Kammer aus allen Parteien beiwohnten. Zunächst hielt Direktor Dr. Walter-Frankfurt einen sehr instruktiven Vortrag über das Gleichberechtigungswesen, worin er auf die hoch erfreulichen Fortschritte hinwies, welche die zeitgemäßen Bestrebungen des Vereins in den verschiedensten Teilen des Reiches erzielten. Er erwähnte' besonders das energische Eintreten des sächsischen Kultusministers Freiherrn v. Seydewitz für die Nesormbewegung und die günstige Stimmung des Kaisers für die Sache, und wies auf die Beschlüsse der deutschen Philologenversammlung hin. Neuerdings habe sich auch die Negierung der Neichslande entschlossen, die Gleichstellung der höheren Schulen nach preußischem Muster durchzuführen. — Im Laufe der lebhaften Diskussion teilte Landtagsabg. Justizrat Dr. Windecker mit, die für unsere gesamte Jugenderziehung so wichtige Frage werde voraussichtlich auch in Hessen in kurzer Zeit entschieden werden, denn es hätten sich bereits über die Hälfte der Kammer- Mitglieder (27) aus allen Fraktionen zu einem Antrag Noack vereinigt, der die Durchführung der Gleichstellimg der höheren Schulen zum Zwecke hat. vermischtes. Budapest, 16. Febr. In der Ortschaft Lenkeny haben die dortigen Einwohner einen Forstgehilsen, welcher einen ihn bedrohenden Wilderer erschossen hatte, so lange mit Füßen getreten, bis er tot war. Die wütenden Bauern mußten von der Gendarmerie mit Bajonnetten auseinander getrieben werden, wobei 5 Personen schwer verletzt wurden. * In München w-urde die Hinrichtung des Schneiders Mmannsreder, die am Mittwoch früh 8 Uhr erfolgen sollte, im letzten Augenblick auf Gerichtsbeschluß sistiert. Al- mannsreder hatte Frau und Kind auf gräßliche Weise ermordet und war in allen Instanzen verurteilt worden. * Kleine Tageschronik. Am Mittwoch abend stieß ein von Brüssel narb Gent ab gegangener Persone ü-ug bei Melle mit einem Güterzuge zusammen. Es üer-^ laufet, daß zahlreiche Personen verletzt worden sind. — Auf dem Chafferon (Schweiz) blieb der junge Skifahrer Champod vor Erschöpfung int Schnee liegen und erfror. Zwei Gefährten hatten ihn im Stich gelassen. — In Königs Hütte wurde der Kaftenbvie bei btY Bergmipektton Meost unter dem, Verdacht verhaftet, einen Geldbeutel mit 1 0 0 0 0 M k. Inhalt gestohlen zu haben. — In Richters do rf (Schlesien) smd zwei unbeaufsichtigt gebliebene Kinder von vier Zähren ver- b r a n n t. — Eine 13 Köpfe starke, Einbre ch e r bände, die den Essener Jndustriebezirk schon seit lange unsicher machte und auch während des Streiks die Gendarmerie eryeblich bestohlen hafte, wurde in Bottrop verhaftet. — Der vor zwei Jahren wegen Sitttichkeifsverbrechens zu mehrjähriger Freiheitsstrafe verurteilte L e h r e r Trn n n e m a n n zu A i ch e r s l e b e n wurde auf freien Fuß gesetzt. Das Wiederaufnahmeverfahren ist eingeleitet worden. — In dem Newyorker Vorort Bloomfield tötete sich die Aristokratin Frau Loot mit ihren beiden Kindern bura> aus strömen des Gas. Kunjl unü — Dem Berliner Vertreter d-es römischen Blattes „Tribuna" wurde aus seine Anfrage bezüglich des zwischen Mascagni und Leoneavallo ausgebrochenen Streifes, wem von ihnen beiden die Vertonung des „Roland von B e r l i n" zuerst an- geboten worden sei, von dem früheren Generalintendanten Grafen von Hochberg folgender Bescheid: „G^el-rler Herr! Aus Ihre gefl. Anfrage betr. den „Roland von Berlin" erwidere ich erg. folgendes. I ch b e s i n n e m i ch nicht, daß vor dem 17. Februar 1894, dem Termin der Erstaufführung der „Mediei" im Königlichen Opernhaus zu> Berlin von mir oder dem verstorbenen Direktor Geh. Reg.-Rat Pierfon zu Irgend jemand auch nur ein Sterbenswort über den „Roland von B e r l in" c;esprochen worden wäre, aus dem einfachen Grunde, weil vor dem genannten Zeitpunkte von dem „Roland von Berlin" als Oper überhaupt nie die Rede war. Nael)dem bei der Ausführung der „Diedici" S. M der Kaiser Herrn Leoneavallo besonders ausgezeichnet, sprach mir dieser den Wunsch aus, eine Oper speziell für Berlin und zwar nach einem von Sr. Majestät zu bezeichnenden Stoff zu komponieren. Tiefen Wunsch trug ich Sr. Mlsiestät vor, und es wurde der „Roland von Berlin" bestimmt. Mit vollkommener Hochachtung ganz ergebenst (gez.) Bolko Graf von Hochberg." Tie beiden italienischen Maestri können sich also beruhigen; und die Aufklärungen des Grafen von Hochberg als erschöpfend betrachten . Neu ist übrigens, daß sich Leoneavallo als erster dazu erboten hafte, eine Oper deutschen Sujets zu schreiben. — Ter General und Schriftsteller Lewi Wallace ist in Crawsordsville (Indiana) gestorben. (Wallace, geb. 1827, war der Verfasser des auch in Teutschland viel gelesenen geistesfiesen historischen Romans „Ben hir". Ursprünglich Jurist und als jo lebet Recljtsanwalf in Indiana, stieg er im Bürgerkriege zum Generalmajor auf. 1878—81 war et Gouverneur von Utah, 1881 bis 1885 amerit Gesandter in Konstantinopel. Seitdem übte er wieder feine Advokatenpraxis in Crawsordsville aus. T. Red.) Stuttgart, 16. Febr. Ter Kultusminister überbrachte heute dem Bildhauer Prof. Tonndorf zu dessen 70. Geburtstag persönlich die Glüclwünsche. Tie Akademie der Bildenden Künste entsandte eine Abordnung. Tie Städte Weimar und Eisenach übersüMfen ihrem Ehrenbürger Glüclwunschschreiben. — S ch i l l e r f e i e r. Allerwärts rüstet man sich, anläßlich des 100jährigen To^destages Friedrich Sch-illers das Gedächtnis des großen Tichters zu feiern. Aua, in kleineren Städten und auf dem Lande denkt man daran, Schillerfeiern zu veranstalten. Gemeindeverwaltungen kleinerer Orte, Gesang-, Tum- und andere Vereine wollen den Tichter der sittlichen Ideale und der Tugend ehren. Wie das mit einfachen Mitteln und doch in würdiger Weise geschehen kann, darüber ist die Geschüftsstelle des Rhein- Niainischen Verbandes für Dolksvorlesungen und verwandte Bestrebungen (Frankfurt a. M., An der Schmidtstube 7) auf Grund fachmännischer Vorschläge in der Lage und bereit, kostenlos Auskunft zu geben und zwar sowohl nach der literarischen als nach der musikalisch-en Seite hin. Äum weist das Mitcncheiter-Adreßbuch des Verbandes und das Verbandsorgan Redner, Rezitatoren, sowie Kräfte für die gesangliche und nistrumentale Mitwirkung naebu die sich im Interesse der Volksbildungsbestrebungen kostenfrei oder gegen mäßige Vergütung zur Mitwirkung bei Schillerfeiern, wie bei Volksunterhalfungsveranstalfungen, zur Verfügung gestellt haben. Brescia, 15. Febr. Otto Erich Hartleben ist heute im hiesigen Krematorium verbrannt worden. Zrnlvttsitals-Nuchrllylen. Braunschweig, 16. Febr. Tas Lehrerkollegium der technischen Hochschule beschloß auf eine Eingabe der Studentenschaft, eine Kommission von drei Mifgliedem zu ernennen, die mit den von der Studentenschaft zu wählenden Vertretern über die Beilegung der streitigen Fragen verhau- deln wird. Kandel und SelKepr. Soltiswerrschasl. Deutsche R e i ch s a n l e i h c. Infolge des fortgesetzten Geldüberflusses finiben seit langer Zeit wieder größere Käufe in Reichs- und Staatsanleihen statt. Besonders sind dabei die Kurse der Zproz. Anleihen steigend, sodaß sie bis 91,30 in die Höhe gingen. Nicht allein, daß sehr viele deutsche Käufer in Frankfurt und Berlin am Markt sind, es treten auch Londoner und französische Kauflustige auf. Nur glaubt man, daß letztere mehr spekulativer Art sind uni) früher oder später die Beträge wieder zurückfließen. N e u e r n s j i s ch e A n l e i h e. Es wurde gemeldet, daß eint neue ms fische Anleihe von 1 Milliarde Francs im März in Paris aufgenommen werden würde. Tie Meldung kam von Petersburg, wird aber nun schon widerrufen. Ter Direktor des russischen Kreditwesens, WisüMegradski, ist gegenwärtig allerdings in Paris, um wegen Verlegung des Zeitpunktes der Ausgabe oer geplanten neuen Anleihe zu verhandeln und man erfährt, oaß mit den beteiligten Firmen eine Einigung dahin erzielt wurde, daß die Anleihe keinesfalls vor Mitte Juni herauskommf. Kleine Finanz chronik. Die Frankfurter Hypo^ fhekenbank wird der auf den 17. März einberufenen Generalversammlung die Erhöhung des Grundkapitals um 2 Mill. Mark auf 20 Mill, in Vorschlag bringen. — Ter Stadt Marburg ist die Genehmigung erteilt worden, eine A/oproz. oder 4proz. Anleihe im Befrage von 2Vs Mill. Mk. auszugeben. Eingesandt. (Für den Inhalt der linier o^ier tniibriF stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publitum gegenüber keinerlei Verantwortung.) „ SoUar, 16. Fehr Arie man allgemein hört, soll auch in diesem Jahre wieder, eine sogenannte „Krüppelzeitung" herausgegeben werden. Tagegen ist an und für sich nichts einzuwenden, wenn die Artikel in harmloser Weise abgefaßt werden, sodaß es dadurch keine Veranlassung zu Aufregung in Familien gibt. Tie Erfahrung des vergangenen Jahres hat gelehrt, daß gewisse Personen ihre Freude daran haben, Menschen in einer ganz gewöhnlichen und beschämenden Weise anzugreifen. Hoffentlich werden diesmal bei* artige Ungehörigkeiten unterblciben. B u mm. Hörst du, wie unser Rudi bettt?? 0Ta muß ich gleich morgen srüh einen Brusttee kochen. — Ach was — Brusttee! Bei' solchen Sachen ist nicht zu spassen und ehe mau sich's versieht, ist eine ernste Krankheit da. Du läßt eine Scbachlel Fay's echte Sodener Aimeralpastlllen für 85 Pfg. holen, lösest davon sechs in heißer Milch und das kriegt der Junge. Das wird tagsüber dreimal iviederholt, zwijcheuein lutscht der kleine Bursch ab und zu eine Pastille und du sollst scheu, was die flctnen Dmger sür Wunder tun W___hv1/1__‘__ Die Ziehung IV. Klasse der 5. Hessisch-Thüringischen SiaatsloLtcrie findet am 23. Februar d. I. statt. Tie Jntcrcssenteu werden auf die rechtzettige Loserneuerung auf« merksam gemacht. ss2u/iÄ 26 bet 5 eine 30 3 s 62 D icc Är, Ä « 05t 05» 3IÖ« M eg sr s c a fr « B Z .' ^ Ö o ÖO I» s Q S e N «Ä ä «5t (?Z w c ort Cd. o& d* für die BahHHrche W Gießen BühÄDsstrstze 38 Würzburg, Blumenmarkt 10 Aschaffenburg, Landingstraße 9 DöckiiWßOMMckfmHchmeu 867 in feinerer Ausführung do. ft 130 a18/, lang, 41—56 Cmtr. lang, Ctm. 16—35 69 lang, Ctm. 16—25 108 Elegante Wichsleder-Herren-Schnür- und Schnattenstiefcl ,, 5.70 Ctm. 62 874 416 10 Echte Boxeals-Herren-Schnürftiefcl Echte Boxcalf-Herren-Zugstiefel 2 285 Buchen-Stämme Durchmesser, 12 Kiefern-Stämme Durchmesser, 15 Fichten-Stämme Durchmesser, 23 Ein Posten dauerhafte Wichsleder-Herren-Zugstiefel Wichsleder-Herren-Schnürstiefel, sehr gute Paßform V» 8 E? <2 Ä «st *T7 4—10 Mtr. Fstm. Inhalt, 6—13 Mtr. Fstm. Inhalt, 8—18 Mtr. Fstm. Inhalt, 3.50 4.75 4.95 5.90 6.50 , 6.80 „ 7.50 «5t _ ? N Mt er?- «5t ti dec Versteigerung nicht vorgezeigt. Zusammenkunft am Distrikt Kinnwald. KM- \\ «51 otltgim# : 3tuiW u ernenn i Vertte^ t verhtt' 6 19 ö tut ^2 >S o ä § Birken-Stämme mit 0,65 Fstm. Inhalt, Fichten-Derdstangen 8—13 Mtr. lang, 8—15 Durchmesser, 16 Fstm. Inhalt, Oelfarben nicht nachkleüend, Mcktlpchs — Parkettwachs — ohne Glätte Allendorf a. Lda., am 15. Februar 1905. Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. Lda. Rein. Wohnbach, am 15. Februar 1905. Großh. Bürgermeisterei. Fatu m. - Springonanii’s Schuhwarenhaus Ftssr Kindei® affe Schuhwarm faßef^aff kiffig Fäsi» Herren Holzversteigerung. Mittwoch, 22. Februar, vormittags 10 Uhr anfangend, kommen im Gemeindewald zu Wohnbach zur Ner- - L Wer bei „Springmaun" seine Schuhe kaust, ist gut bedient und spart Geld io a O «5‘ 2'S r“* }j Paar 3.80 . 4.75 Wir verkaufen: Für* Damen Wichsleder Damen-Knops-u.Schnürstiefel Paar2.80 Mk. AS Holzversteigerung. Dienstag, 21. Februar l. F., vormittags 9 Uhr vnfangend, werden in den Waldungen der Gemeinde Allendorf a. Lda., Distrikt Kinnwald, Steinwald, Kaulsköppel, Lausköppel, Langebrück Und Köpfchen folgende Holzsortimente versteigert: 2 Eichen-Stämme mit 1,58 Fstm., 234 Nadel-Stämme mit 81,58 Fstm., 9 Eiche-, 262 Nadel-Derbstangen, 53 Nadel- Reisstangen, 25 Nm. Nadel-Rundscheit, 2 Rm. Eichen-, 30 Rm. Nadel^Nutzknüppel, 4 Rm. Eichen-, 12 Nm. Nadel-, 3 Nm. Aspen-Scheit, 12 Rm. Buche-, 44,5 Rm. Eichen-, 308,5 Nm. Nadel-, 6 Nm. Aspen-Knüppel, 50 Buche-, 2675 Nadel-Wellen, 9 Rm. Buchen-, 133 Rm. Nadel-Stöcke. Das Holz im Distrikt Kaulsköppel und Lausköppel wird y Elegante Dawen-Knops- und Schnürstiefel Dauerhafte und elegante Damen-Knopf- und Schnürstiefel . Ein Posten Chevreaux-Damen-Knopf- und Schnürstiefel . Echte Boxcalf-Damen-Kuops- und Schnürstiefel . sowie alle sonstigen Artikel zum Anstreichen und Wichsen der Fußböden bei 070 $6$ nde, 5 ^rihinüa ■ »«4h ,*lt an. te« Stajen 11 "StolQnj) micfj in Mat ^^iDort en, korben „ ^2 Oper ^^lührung 1 bgonbers trug °n Lnlin" M (n) 1 ^Ulhigen; ^Höpjenb o als erster schreiben, ace ist in 1827, wr ZMtestiesen lt und als ,hiege zum Utab, 1881 cm übte er • T. M) itadjie heute durtstag rb.n Künste iü> Eisenach b, anläßlii dachtnis des en und ans statten, tzv und ante der Tuzü in mücher des Ä'r.n« wottdie öc- aui fcnb tos LlLillNst ls nach der !r-Dre^buch toren, som •hing nab toitenpei ilfajtm ng geilellt qasl. tgesetztta eder grö^ rs sind W 91,30 in die i! riäuser m ach Londoner bQB leötttt die Betrage [bet, daß eim c 5 im Mar, rng ft® Ter rwärtig^ inan etW dahin erz^ herauslonnlll elSdp men ? Kill > 'Kalb U/< "ober Le miedet C iverdm- '» dadnlch tWÄ AS L°>°l * :;«wg l»= al n"'L,..ltle steigerung: Eichen-Stämmc 2—12Mtr. lang, 16—64 Cmtr. Dchrn., 27 Fstm. haltend (darunter 12 Fstm. erstklassiges Schnittholz, das übrige meist prima Wagnerholz), Rm. Eichen-Nutzholz, Nm. Kiefern in Schichten 3 Mtr. lang. Die Zusainmenkunst ist am Eingang des Waldes auf der Kreisstraße nach Münzenberg. Schellfische blutfrische Nordseeware, sind in Eispactülng eingetroffen bei Georg Wallenfels Marktplatz 21, 98 geaenüber der Engel-Apotheke. Verfteigersmg. Mittwoch den 22. Februar l. Js., nachm. 3 Uhr, sollen im städt. Psandtokal Seltersiveg 11 dahier die wegen rückständigem Real- und Mädchenschutgeld III. Qrtl., elektr. Stromgeld proDkt.04, Geometergebühren I. Qrtl. 04, Pachtgeld, Holz- gcld, Gebäude-Abschätz-Gebühren, Jnstallationsgeb. und Land- «. sorstwirtschaftl. Beiträge gepfändeten Gegenstände wie Schränke, Sofas, Vertikows, 2 Klaviere, Kommoden u. dergl. mehr versteigert werden. [838 Gemmecker, Pfandmeister. «"=■ w7.50 und 6.50 Bekanntmachung. Der durch das Ortsbaustatut vom 6. Juli 1888 Katharincngasse genehmigte Fluchtlinienplan soll durch Beschluß der Sladtverordnelen-Versammlung vom 9. Februar d. Js. insofern eine Aeriderung erfahren, als d,e Straße breiter wie friiher vorgesehen zur Durchführung gebracht werden soll. Der neue Flucht- liriieiiplaii liegt vom 17. Februar bis 11. März d. Js. auf uiiserein Tiesbauamte offen. Eii'.wendungen gegen denselben sind binnen der gleichen Frist bei Meidung des Ausschlusses bei uns vorzubringen. Gießen, den 15. Februar 1905. B1G/3 GrvßherzogtiHc -Ducgermetfterei Gießen. Mecum. 42 Haupttreffer im Betrage von über 4 Millionen Mark köunen jährlich auf die vom Verein Fortuna“ angeschafften, gesetzlich erlaubten Staats-Prämien. Lose erzielt werden. Lss /s Wilplietlslieitraii monatl. nur MK. 3. Prospekt gratis vom Vorstand: G. Appold in Frankfurt a. M. 56. >ti rj -St 25t CQ 05t s *5 *5 «rt -S 5 'S ’S ort Co >Z £= Ö ffitl -r '"ussbod O5t 05t O5t 05t lOl.-a lOL-w 102.— 96.50 96.50 96.50 100.75 94.50 v. 18994901 . . . v. 1902 unt. b. 1913 D. 1903 unk. q. b. 1908 v. 1879 ...... v. 1900 unk. b. 1906 . ü. 1891/92 (abgest . . v. 1898 ...... p. 1902 unl, b. 1908 . mitgeteilt von der Bank-Aktien. . . M. 1000/3000 Rbl. Lire M. 87 37 37 v. 1887/89 . . . . v. 1896 unk. b. 1901 e v. 1903 unk. b. 1914 . 100.— 100.— 102.25 99.80 99.80 102.—* 4 37 Kr. 1400 v. fl. 200 ö. fl. 260 M.1200 Tlr. 200 Tlr. 100 Tlr. 100 8. fl. 100 Tlr. 100 Tlr. 100 Tlr. 50 h.fl.100 Tlr. 100 Tlr. 50 Fr. 80 Fr. 100 Tlr. 100 8. fl. 500 Tlr. 40 do. prw. v. 1890 steuersr. 20/10 m do. uns. v. 1890 steuersr. , . unv. unif. v. 1903 . Ungarische Gold-Rente 2025 r . , v. 1903 unk. b. v. 1897 , . . Lstr. M. Ansbach-Gunzenh. . Augsburger . . . Braunschweig . . Finnländifche . , Freiburger » . . Genua . ♦ * • . Mailänder 4 . . Mailänder . . . Meininger . . . Neuchateler . . . Oestr. v. 1864 . . Öestr. Kredit v. 1858 Papenh. Gräfl. . . Rudolfs-Stiftung , Türkische .... do. .... Ungar. Staats . , Benetianer . . . v. 1896. v. 1898. 107.70 95.20 68.40 4 rz- 37, 4 Ser. 12, 13 Ser. 15 unk. b. 1906 Ser. 19 Kommunal Ser. 1 unk. 1910 Lire 0 do. do. Fr. M. do. einheitl. Rente (conv.) . . , do. StaatS-Rente Oest. E.-B. St. Sch.-Versch. (conv. Elisab. Obl.) i. G. steuersr. . . 76.20 103.70 102.20 104.40 73.50 119.80 105.40 100 40 100.40 99.50 104.40 do. do. 4 37a 37a 37, 109 — 102.10 101 50 96- 85.50 86.- 89.- 103.— 101.50 37 37 37 do. do. 4 4 4 4 4 37 37 Rudolf .... „ i do. (Salzkgtb.) stf. i. G. Ungar.-Galizische . stf. i, Vorarlberg ... „ i 11 47.. 6 87 7 5 0 9 Gold-Anl. v. 1889 .... „ Cons. E. B. Ser. I u. II 89 „ Gold-Anl. Em. HI v. 1890 . „ StaatS-Rente v. 1894 . alt. Kr. Rbl. 4 37< 37- v. 1886 u. 88 . . . abgest. Lit. LI v. 1891 99.10 101.60 98 70 102.— 102.- 99.20 98.50 98.— 98.- 100.- 100.60 98.70 Brünn-RS. 72 stf. StaatSb. v. 83 „ I-Vni Em. „ IX Em. „ v. 1885 „ (ErgLnzgS.-N.) „ v. 1895 stf. i. G. 11 4 6 87a 6 5 67 < 9 ?7a 4 67, 5 47a 10 0 4 5 8°/. 4 7 0 67a 9 5 8 87a 67a 7 7 7 v. 1900 v. 1903 v. 1896 101 — 102.70 10290 102.70 100.20 103.— 101.- 101.50 102.30 100 30 100.90 95.80 169.25 249.25 12250 258.75 12«.— 193.25 160.10 274.60 117.30 173.10 303.50 197 50 230.25 53.70 137.- 158.05 293.50 93.40 166.80 127.50 158.— 123.— 144.90 ö.fl. M. 37, do. 37a do Franken-Allee, garant. v. Frankfurt Franks. Hof r. 105 . . . . . 9keue Boden r. 102 67.45 67.45 16.40 100 90 101.— 91.— 89.70 89.70 89.80 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 5 5 3 47a Lettie Dir. 6.18 87; 12.95 4 8 0 0 57a 6 7 47a 672 9 6 8 9 7- 7 7 Wegelin & Hübner s Westeregeln Alkali a. M. Lit. N 11. Q abgest. „ R abgest. . . . (Straßenbahn) v. 1899 . . v. 1901 Abt. I v 1901 Abt. II. u. in. . Lstr. Pcs. Lstr.^ Pcs. Oesterr. v. 1860 Oldenburger. . Russische v. 1864 ö.fl. Kr. M. Fr. Pcs. Lstr. 101.- 96.50 96.50 101.35 90.50 95.80 Krrliuer Korse. BlicsenbachBergw. Bochumer Guß . Buderus Eisen . Concordia Bergb. Dt. Luxemb. Bgw. Elektr.Lichtu.Kraft Eschweiler Bcrgw. Fa^on Mannstädt Gelsenkirch. Brgw. Harpener „ Hasper Eisenw. . Hemmoor Zement Hibernia Bergw. HürderLorz.Bgw. Hösch. Eisenw. Humbold Masch. . Laurahütte. . . Massen Bergbau. Mülheimer Bergw. Nordd.Wolltämm. Nordstern Kohle . Oberschles.E.-Jud. ^Phönix Bergw. . Rhein-Nass.- Rhein. Stahlwerke Riedeck Montan . Schalter Gruben Schles. Berg- 62.50 245.25 122.— 322*— 101.— 127.90 255 — 281.— 296.— 213.90 230 10 126.50 do. v. 1902 unk. b. 1910. do. v. 1896 37» do. 3 do. 372 37a 37- 8? 37a 37a st st 4 87, 4 37, f1 103.25 100 50 100.— 90.30 243.90 110.- 131.50 194.95 162.- 107.- 115.— 208.50 160.— 96.50 122.30 130.95 107.50 217 50 107.55 117.60 118.26 212.80 106.70 147.70 124.15 143.50 202.— 138.50, 277.70* Provinzial- und Communal- Obligationen. unt. b. 1908 . unt. b. 1909 . unt. b. 1912 . unt. b. 1912 . unt. b. 1905 . unk. b. 1908. unk. b. 1012. cons. äußere v. 1899 steuersr cons. innere .... 5% £)cft E.-B. St. Sch.-Bersch, (conö, Franz-Josef) i. Silb. steuersr. , Oest.-Ung.SlaaSb. Oest.Südb.(Lomb) Oest. Nordwcst . do. B. Raab-Odenb. . . Mitteldschc. Kreditb. . M. 300/1200 Natlb. f. Dtschl. S. !-V M.300/1200 101.20 104.70 100.45 100.60 88.20 89.40 100.60 100.60 Madrider abgest. . . . Memmger Präm. Pfandbr. Vorl. 5.47 87- 5 2 12.96 37a i' 0 4 6 do. do. —.— Schaffhaus. Baukver. . —. I Südd. Bodenkredit-Bank 98.80 Ungar. Kreditbank . . 98.30 Umoubank (Wien) . . 98 30 Wiener Bankverein. . 4 4 4 8 3 3 400 400 400 Etz w btr Ban! 1 der Zintzsr ein Rünbi' Aufil wie von' 3 3 bis - Sei mI R Pr Ich Die an güt 1,6( In bei ganz ober TilgungSber nerroenbet r 47, Chile Gold-Anl. v. 1889 . . . 6 Chinesische Staats-Anl. v. 1895 . Hhp.-Kred.-Ber. abgest. r. a 105 do. S. 15-19, 21-26, 35, 36 u. 38 do. S. 27,37,39 u. 42 unk. 1905 Lissabon v. 1886 . . . 2000r Moskau Ser. 30-33 unk. b. 1913 alt. K. Rbl. 100 alt. K. Rbl 100 . . ö.fl. 150 . . o.fl. 150 v. 1901 unk. b. 1906 abgest. . . . . - v. 1887 . . , . v. 1891 abgest. » . v. 1896 .... v. 1898 .... v. 1902 Ser. II unk. b 1. 1901 unk. b. 1907 . Staats-Rente . . . . do. v. 1897 steuersr. (Eisern Thor) Goldstfr. , Diverse Obligationen« Buderus r. 103..... • Disch. Luxemb. r. 100 .... 98.80 98.80 102.50 101.60 98.60 do. da. do. do. do. do. do. do. do. do. do. Staats-Anleihen. a. Deutsche. Deutsche Reichs-Anleih« abgest. . 4V’; 4 4 37- 37, 37a 37, 4 4 4 4 4 4 4 37. 37, do. do. do. do. Westd. do. dv. do. do. do. do. \ v. 1884 conv. v. 1888 conv. v. 1895 . . v. 1898 . . Asenburg-Büdingen . . Isenb. u. Büd.-Dirstein v. 1887 3V2 Kassel abgest 37, Kissingen v. 1886, 1888 11. 1903 4 Köln v. 1900 do. do. 37, Zürich v. 1889 6 Stadt Buenos-Aircs v. 1892 i. P. 57, 5 5 10 17a 4.30 5 87. E. 22 E. 23 E. 17 E. 18 E. 24 Sächsische Rente .... 37, Württembg. v. 1875—80 abgest 6 5 4 3 3 3 3 3 3 3 3 3 4 4 5 4 u. 34 unt. b. 1907 . u. 41 nnk. b. 1910 . unk. b. 1913 . . . unk. b. 1908 . . . unk. b. 1913 . . . 4 Pfälzische .... 37, do 3% Südd. Eisenbahn-Ges. 99.20 99.20 37, Hess. Provinz Oberhesscn 37' do. do. Starkenburg 37, Schwedische v. 1880 abgest. « . . 37, do. v. 1890 37, Schweiz. Eidg. (A.-G.) unk. b. 1911 4 ©erb. amort. . 1895 (405) . . . 4 Span. auSl. Rente v. 1882 abgest. Frankfurter Körst Aschaff.Masch.Pap Neue Boden A. G. Brauerei Binding „ Henninger . „ do. Pr. Akt. „ Kempff . . „ Mainzer Akt. „ Rettenmeyer „ Stern(Oberr.) „ Werger . . Zements. Karlstadt Chem. Bad. Anilin „ Bleiu.Silb.Br. „ GrieSh. Elcktr. „ Albert . . . Elektr. Böse . . „ Allgem. Berlin „ Lahmeyer . . „ Schuckert . . „ Slem. do E.-B.-Anl. . . . . . Bremer St.-Anl. v. 1888 . . do. do. do. do. do. do. de. do. do. St.-Rente St.-Anl. v. Anl. abgest. do. . . do. . . 4 Bert. Hyp.°Bk. (vr. Pommr.) abgest. 80% abgest. 80% 1. G. 1. G. i. G. i. G. i. G. do. do. do. do. Bdkr. G. G. G. G. S. ö.fl. Kr. 37,Köln-Mindener . 37",Lübecker v. 1863 2^/zLütticher v. 1853 3 Rladrider abgest. 372 Kreuznach v. 1898 37, Lahr v. 1889 31/, do. v. 1902 3% Limburg abgest 4 Ludwigshafen v. 1900 unk. b. 1906 37, do. v. 1896 .... 3% do. r. 1903 unk. b. 1908 4 3% ö / a 3% do. 4 Nürnberg 5 do. 4 do. 4 do. do. do. do. do. do. do. do. DormS Mainz v. 1900 unk. b. 1910 abgest. 1878 u. 83 . abgest. Lit. J v. 1884 do. do. do. do. do. r. P v. 1898 unk b. 1908 Jnvest-Anl do. do. do. do. do. do. do. do. do. ... abgest imk. b. 1905 u. b. Berl. umtschb do. do. do. do. Gießen do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. Aktien ausländischer Transport- Anstalten. innere v. 1888 . äußere Gold-Anl. do. do. . i. S. 200/1000 ■*oü9 i. S. . . do. Landw. Kreditbank Lit. D-J . '' . do. do. Lit. N-P Hambg. Hyp.-Bk. Ser. 141-250 . . S. 251-340 unk. b. 1905 S. 341-400 unt. b. 1910 S. 401-420 unk. b. 1913 u. Ser. 1—45 . Badische Anleihe v. 1901 unk. 1909 do. von 1892 u. 94 Russische v. 1866 . . . 27,Stuhlweißenb..Raab-Graz do. Effekt.« u. Wechselb. Tlr. 100 . . M. 600 do. do. do. do. Frk., Hyp.-Bt. Ser. 14 . . Ser. 16 u. 17 Franks. Hypothek.-Bank do. Hyp.-Kred.-B. M. 600/1200 Mitteld. Bdkr. (Greiz) Au. B.M. 1000 Nürnberger Bank . . . M. 1000 Nürnberg. Bereinsbk. M. 300/1200 ------ M. 1000 Ausländische. Elisabeth steuersr. i. G. . . 2000 K. Ferd. Mdb. 1887 stf. i. S. . . do. do. 1887 stf. gar. . . ®'ner r f r 'leitete. Württbg. Bankanstalt do. Lereinsbank 4 Babenhausen (Hessen) 37, Baden-Baden v. 1898 unk. b. 1903 37, Bamberg v. 1888 ...... 37, Berlin v. 1886/92 .... 4 ♦ unk. b. 1904 . . Rheinprovinz AuSg. 20 11. 21 unk. b. 1902 do. , 22 u. 23 . . . . do. „ 10, 12-16 u. 24-26 Pfdbr. Bk. E. 18 E. 19 do. S. 28, 30, 32 u. 33 (tilab.) do. S. 29 unt. b. 1906 . . . do. S. 45 (tilgb.) . . * . , 3% ... .. — 3% Tarmst. abg. v. 79 Lit. U u. 81 Lit. A u.V u. 1894 . . . . Handelsg. . M. 500/1000 Hyp.-Bk. Lit. A M. 1000 do. Lit. B M. 1000 £isenbahn-Priori taten. Inländische. Braunschweig. LandeS-E.-B. H E «18, j.» tau Mei, A i»He, 1 “nraa^1 >«' ’ihge" ki ke « 1 tie lebe 37» 37- Metz ll. 1903 unk. b. 1912 . . . . 4 München v. 1900/01 unk. b. 1910/11 L Europäische. 47, Bosnien u. Hercegov. v. 1902 unk. 1913 4 do. do. 5 Vulgär. Tab. Anl. v. 1902 i. G. . 17,. Griech. E.-B. v. 1890 steuersr. • 1% do. Monopol-Aul. v. 1887 . . 4 Italienische Rente..... 37, Offenburg v. 1898 unk. b. 1904 4 Pforzheim v. 1899 unt. b. 1904 Ser. 69-82 unk. b. 1904 . Kommunal pl)p. (Köln) S. 1 unt. b. 1904 37 do. v. 1903 untilgb. b. 1908 . . 3% Nauheim v. 1902 unt. b. 1912 . . . 37Ö Neustadt a. d. H. v. 1889 L ti. 1903 unt. b. 1903 . do. do. Ser. 3 abgest. . . do. do. Ser. 2 u. 3 mit. b. 1905 Meininger Hyp.-Bk. Ser. 2 ... Ser. Qi... S. . . S. . . 27io Jtal.stl.gar.E.B.Scr. A-E.i.G. . . 4 Jtal. Mittelmecr steuersr. i. G. . . 2%0 LivorueS. Lit. C. D. u. D/2 500 4 Sard. Sec. st fr. gar. I u. II . . 4 Stcilianische steuersr. i. G. v. 1889 4 do. „ i. G. V. 1891 Lstr. M. Kr. 37, Hambg. Hyp.-Bl. Ser. 46-190 unk. b. 19Oo 31/ do do. Ser. 301-310 unk.b. 1908 37 do' do. Ser. 311-330 unk.b. 1913 41/ Mecklb. Hyp. u. Wbk. Ser. I Verl, ä 125 ?7a Rhein. Hyp. Mannheim unk. b. 1902 . do. unt. fr. 1907 . 372 Gotthardbahn........ 37, Jura-Bern-Luzern gar. . . 1000 37» Jura-Simplon v. 1894 . . 500 Schweiz. Central v. 1880 . . 1000 Russische Südost 97 steuersr. gar. . do. 98 unt. 1909 stfr. gar. 47, Eisenwerke Lollar r. 102 41/, Elektr. Werk Homburg r. 103 D. Atlant Telegraf . . . do. Südwest stfr. gar. 408/8040 Nyäsan-Koslow steuersr. gar. . . do. UralSk steuersr. gar. 404/2020 do. do. 97 steuersr. gar. . Warsch.-Wien. stfr. gar. 2020/4040 Wladlkawk. 85 stfr. gar. 408/2040 Anatolische i. G 2040 r do. i. G. (S. II Ergnz.) 2040 Porig. E. B. ti. 86 Baira Baixa , . ho. v. 1889 I. Rg. . . do. v. 1889 II. Rg . . . Salonique-Constant. Jonction . . do. Monastir . , 2020/4040 37, Heff.Landes-Hyp.Bk. Ser.I u.U unk 1909 37, do. do. Kommunal Ser In.II unk. 1909 4 Nassauische LandeSb. Lit. Q 37 do. do. Lit. F. G. H. K. n. L. 37, do. do. „ M. N. P. . . . 4 Prag-Dux . . . Raab-Oed.-Ebcnf. do. do. v. 91 do. do. ti. 97 do. I E abgest. . do. HIE unt. b. 1905 47 do. r. 102 4% Eisenb. Rentenbant 4 do. do. 37, do. v. 1899 4 Wiesbaden ti. 1900 unt. b. 190a 4 37a 87, 37^ 37a 37a 37. 4 37, " do. ” v. 1894 . 4 Homburg ti. d. H. . W druckt' ßkdreße Avzetgtt gfrrilP^ 103.50 47, Grs. Henckel Hg. v. Tonn. r. ä 105 v. 84 1 ni 4 do. do. 00. H • • 99 40 4 Fürst!. SolmS-BraunfelS ti. 1880 . 99 70 I 37» do. do. ti. 1886 . 99-_ 37, Gräfl. Solms-Laubach abgest. . . 99 25 I 37a Fürst!. Solms-Lich * I 3% Gräfl. Solms-Rödelheim . . . . 99*60 4 Fürst!. Witlgenstcin-Hohcnstein . . * 14 do. 99*40 37, do. 100.70 Pfälzische Bank ... —.— I Prenß. Bodenkreditbank do. Hyp.-Akt.-Bk. M. 600/1200 —Rhein. Kreditbk. M. 600/1000/1200 3 % 4 Erlangen v. 1900 unt b. 1911 . . ti. 1900 unt. b. 1905 . 2%. do. do. L G. 4% Oest. Silber-Rente . 1 4% do. Papier-Rente . , 4 do. Gold-Rente, . . do. do. do. do. 37. 37, Alzey v. 1899 unt. b. 1902 . 3% Aschaffenburg ti. 1888 . . . 4 Augsburg v. 1901 unt. b. 1908 37, do. 37, do. ü. 1894 4 Mannheim v. 1900 unk. b. 1905 4 ......... 3% 37a Franz-Josef . . Kaschau-Odrb. ti. 1889 v. 1889 37, do. Würzburg v. 1899 unt. b. 1910 ti. 1903 unt. b. 1910 do. do. Ser. 2..... do. do. Ser. 5 unk. b. 1909 do. do. Ser. 6 unt. b. 1911 do. do. Ser. 7 unt. b. 1913 do. do. S-r. 3 unt. b. 1905 do. do. Ser. 4 unt. b. 1907 do. do. do. do. do. do. do. do.