irr. 2LS liffteitti täglich eii&er Sonntage. Gießener Anzeiger Kxäen im Wechsel mit hessischen Landwirt btetzener ZamUien- Icker viermal in der .Loche beigclegt \ tnhondbrucf u. Derber Brü h l'schen i7>ers.'Buch-u. Stein- izftret. R. Lange. vCaftion, Erveditton amb Druckerei: Schnlftrabe 7. sievaktton 112 Ctbaflu.Sypeb.e^ol Ucefse für Depeschen: «nzetger Gießen. EvsteS Blatt. L55. Jahrgang Mittwoch 13. Dezember 1905 ______ — _ vezn gspretär /" ' TJ ö monakHch7bPi.,viertel» Glksjener Anzeiger Eeneral-Anzeiger v .sä*., v *7 den volu. und allqem. Amis- und Anzeigeblatt fiir den Kreis Gießen WWZ V zeigenteil: Hans Beck. Die yeutige Alummer umfaßt 14 Seiten. Die Käs' von Aerlin und London. Bon sehr geschätzter Seile erhielten wir folgenden mleressanten Beitrag zur Charakteristik des gegenwärtigen ktandeS der deutsch-englischen Beziehungen: »Es unterliegt keinem Zrveifel, daß dre Unstimmigkeiten zwi- f^r Teutschland und England mehr auf den öffentluhen 9JZe herzlichen Verhältnisse zwischen König Edward und Ko str W il h e lm. Zu einem akuten politischen Konflikt könnte tue Verstirrxmung zwisck^en den beiden Herrschern allein niemals lütrrm, denn für Kaiser Wil Hel in ist cs jedenfalls ausgeschlossen, tat) er persönliche Motive mit StaatSinteressen zu verguicken nrr öchte. So muß man eS auch ritterlich nennen, daß der Hflipr trotz der Spannung, die zwischen ihm und seinem Onkel trift'erte, diesem in einem sehr verwandtschaftlich gehaltenen hoadschretben zum Geburtstage gratulierte und ihm hm* Reibe sehr schöner Geschenke überreichen ließ. König ‘Wirb beeilte sich denn auch, ebenso herzlich zu danken. Irr Kaiser empfing aber außerdem noch am Geburtstage des S6ir'fi5 den englischen Botschafter am Berliner Hofe Sir Laseelles, kr 'in Tage darauf nach London reiste, und gab ihm die besten M^wünsche für seinen Souverän mit, ind"m er nur bedauerte, tm tbem üblickten Frühstück, bei dem ein Glas Champagner dem (M". nstagfeirrnden geweiht zu werden pflegt, absehen zu müssen, freit der König von Spanien in Berlin anwesend und ein limmmses Programm zu absolvieren war. Diese Freunb- lichlkeit des Kaisers ist, wie wir wissen, am Londoner hole auf sehr empfänglichen Boden gefallen, nur rülftte man dort der durch Preßtreibereien irregeführten deutsch- Hr Sieben Dolksstimmung gegenüber nicht den Eindruck erwecken, f'.3 'weife man mit beiden Händen zu, wenn der kaiserliche Neffe Vit kleinen Finger bietet. So hat auch die Rede des Fürsten Pfifttm über die auswärtige Lage am Londoner Hofe nicht ver- !?|)t und man würde es nirgendwo lieber als dort sehen, wenn Vt englische Preffe sich zu besinnen begänne. Auf die führenden Hit* ’ der Londoner Presse hat, wie deutliche Anzeichen neu ernt? verraten, die ungeschminkte und kraftvolle Sprache Bü* '■W aber doch Eindruck gemacht. Auch ist man sich klar darüber, ' s fürs' ^üsow in erster Linie durch fernen Hinweis auf Deutscher^ Stärke warnen wollte, für Algeciras etwa eine Iso- I; •: u n g Deutschlands vorzuberciten. (sserüchte hierüber t m letzthin in verschieb'nen europäischen Kabinetten in Um- !i;r, in denen gewöhnlicher Klatsch keine Stätte hat. Fürst ’i .1.0 wird indessen gewiß zu vermeiden wissen, daß die Tlvlo- ?"sammeuk mft in Algeciras einem vorder abgekarteten rp r' e dienen könnte. Wenn übrigens Fürst Bulow sich jetzt b? ’ ftcrcn auf die ungünstige Stimmung der englischen Be- r^'-'-iTTg bergen hat, so teilt er hierin nur die Meinung der I I r >en Männer des soeben verschwundenen Kabinetts, die in r Neu Bertre»-nu der dcntscklcn R"gicrung gegenüber keinen h • ,’[ ließen, daß sie selbst den Frieden zu erhalten wünschten, k-f'sl§ darf man hoffen, daß mit dem neuen Ministerium b iN'bell Bamierman i"'d in Anbetracht des sonst vorhandenen bit.’:;fettigen guten Willens der Zeitpunkt nun nicht mehr fern r, hpo di? drohende Gefahr eincSdentscl>-rnglischen Krieges ti noch der Geschichte an gehören wird. Der Appell an den Profit. —tt— Berkin, 12. Dez. In Berlin geplante filutbgebungen für eine freund- IId)ic Gestaltung der deutsch - en fllisch en Beziehun - t?n kann man wohl kaum als „Sympathie"-fiundgebungen Iqriiimen. Von Snmpatbie für England ist eine große Jibl Deutscher entfernt. Bebel freilich, dem ja in London p oiiel Ruhmeskränze gewunden werden, daß die Ueber- libnng fast zum Hohn wird, gehört mit seinen Freunden p dru glühenden Verehrern des Jnsclreiches. Aber wenn ti) Versicherungen der Zunetgung und der Wertschätzung ■rdt durchweg wahr klingen würden in den beabsichtigten fts'wmlungen, so ist es doch nützlich, die Stimme der hrunft zur Altung kommen zu lassen. Es ist daher ein m Gedanke, daß die Aeltesten der Kaufmann- ^a ft von Berlin zu nächsten Sonntag eine Korpvrattons- -w'cmmlung einberufen. Dem „Volk der Kaufleute Nnrd irn besten von angesehenen und einsichtigen Mitgliedern der itr.d.'sswelt vor Augen geführt, welchen Unsinn es ift, «wir der allerbesten Kunden Englands fortgesetzt zu ver» x-m. und welche komplette Tollheit es sein würde, auf A größtmögliche Schädigung dieses Abnehmers durch Her- M'asch wären eines Krieges hinzuarbeiten. Solckie Belcyr- r? ist keineswegs überflüssig. Tenn man braucht sich nur lu erinnern, welche blamable und lächerliche Unwissenheit fei: der ehemalige französische Minister des Aeußeim, Tel- oti\ au den Tag legte, als er das große Wort gelassen n-sprach: „Was kaust uns Tcutschland ab? Nichts!" In $ ■ nitendursligen Bevölkerung Englands besteht vielleicht ai swiel Unkenntnis über die hervorragende Bedeutung deutschen Marktes. Daß nebenbei m einer zweiten Nosmmlung, die, vom Prinzen Sch ö n ai ch-C a r o l a t h «fit? Trent, im Lvzeum-filub stattfindet, dessen VorstandS- lk:-.e n sich aus der vornehmen Berliner Gesellschaft rekru- auch die Gründe der Humanität und der Kultur rfe Feld geführt werden, mag zur Unterstützung der Fne- !^rbestrebungen dienen. Tas wirksamste Argument für OWäitber, die nun einmal nach der Hebung von Iahr- »rd^rten die Welt als einen riesigen B-azar betrachten, auf S-r iic die Hauptrolle spielen, ist und bleibt der Appell Ttban Profit. Um gewinnbringende Geschäfte zu mW«, iii nicht das richtige Mittel, den Käufer mit Verdächtig- iflyni oder Schimpfredcu zu überschütten. Rin Schreiben des Papstes an die polnischen Bischöfe. 3'n einem Schreiben ' dic polnischen Bischöfe führt der Äü- aus: Allen sei . ?l ' > nut, wte sehr er daS polmschc Ai liebe. In so scknvi?rigku Zeiten wolle er ftch msbcsonderc 3 büie polnis ^u Untertanen d's r u f 1 i 1 ch c n Reiches ^uden. 06 fnti von ber gegeiuvärtigen Lage sehr bewegt und bttte dre TtäKfe durch ihre ÄernuUlung den Frieden und dre Eintracht wiederherftellen zu Helsen. Er fordert alle Katholiken Polens auf, sich zu vereinigen und die Schäden wieder gut zu machen, und erinnert bie Bischöfe an ihre Pflichten. Die Katholiken müßten sich bei den gegenwärtigen Unruhen als Männer deS Friederrs und der Ordnung zeigen. Die Katholiken sollen» Vereinigungen bilden, die sich zum Ziel setzen, die Religion unb daS Vaterland zu verteidigen, indem sie Aus' ständen entschieden cnfcgegentreten und andererseits die Lage, der Arbeiter und Proletarier zu verbessern bestrebt sind. Das Schreiben entpficbU dann, katholische Schulen unter den vom Gesetz vorgeschriebenen Bedingungen zn errichten. Die Studenten müßten sich von ber politischen Bewegung fern halten, ©dylie Blieb rühmt ber Papst die W eisheit und Milbe des Kaisers Nikolaus, von besten Frnmdschaft er Beweise erhalten habe, und ber seinen Untertanen VersammlungÄrciheit gegeben habe, die durch den Ukas vom 30. Oktober bestätigt wvvden sei. Tic Bischöfe intb die GciUichkeit sollten ihre Tätigkeit zum Heile bet Seelen verdoppeln, unb die Katholiken Polens sollten von den neuen bürgerlichen Rechten in Treue zum ruffischcn Reiche zur Besserung ber Verhältnisse in Polen Gebrauch machen. Er, ber Papst, werde immer bestrebt sein, daß dies Ziel erreicht werde. JHe Wabtrechtskämpfe ia Sachsen und Helierreilö Am Dienstag richtete in der Zweiten Kammer zu Dresden der konservative Abg. Behrends scharfe Angriffe gegen die Regierung wegen ihrer Stellung zur Wahlreform. Der Minister v. Metzsch habe nicht die Konsequenzen seiner, daS Wahlrecht verurtellenden Denkschrift in dem vorigen Landtage gezogen. Er habe auf die gerechte Kritik nicht die entsprechende Tat folgen lasten unb den Schein auf sich geladen, als ob der Regierung der rechte Ernst und Wille zur Wahlreform fehle. Ein Ministerium habe seinen Zweck erst bann erfüllt, wenn eS zugegcbene Ungerechtigkeiten mit allen Kräften zu beseitigen bestrebt sei. Er vermißt bei bem Ministerium Energie und Tatkraft bei der Besternng der Wahlreform. — Minister v. Metzsch erwiderte, die Regierung habe sich stets bereit erklärt, die notorischen Mängel dcS Wahlrechts zu beseitigen. Sie habe das Bestreben, dem Wahlrecht eine breitere Basis zu geben und größeren Masten den Weg in die Kammer zu erschließen. Sie sei auch heute bereit, über eine WahlrechtSänderung in Erwägungen einzutreten, und sobald sie für die Reform einen gangbaren Weg gefunden habe, die Initiative zu ergreifen. — Der freisinnige Abg. Günther betonte, daß Mangel an Tatkraft bei der Wahlreform auch den Konservativen zum Vorwurf zu machen sei. — Die Agrarkonservativen begleiteten die Ausführungen ihres Parteigenosten Behrends mit lebhaftem Murren. Im Oester re ichischen Abgeordnetenhause ging eS am gleichen Tage wieder gar wild zu. In fortgesetzter Beratung den Dringlichkeitsantrages dcS Tschechisch-Radikalen, betr. die Vorgänge bei den Wahlrechts-Demonstrationen in Prag, greift Klofac die Prager Polizei heftig an und verliest einen Bericht, nach dem Leute von den Wachtmannschaften gröblich beschimpft und mißhandelt wurden. (Ent- lüstungSrufe seitens der Tschechisch-Radikalen; anhaltende Rufe: ,Wo ist der Minister deS Innern? Rufen Sie den Minister des Innern! Ununterbrochener Lärm; FreSl pfeift. Anhaltende Unruhe.) Klofac beantragt die Ladung deS Minister deS Innern zu den Verhandlungen. Vizepräsident Kaiser, der glaubt, daß Klofac mit dem Anträge seine Rede geschlostcn hat, erteilt Przeznowsky das Wort. Lebhafte Protestrufe bei den Tschechisch-Radikalen. Klofac setzt ununterbrochen, unter dem Beifall seiner Parteigenosten seine Rede fort, während PrzeznowSly nach längerer Urnhe seine Reede beginnt, die nur den am nächsten stehenden Stenographen verständlich ist. Anhaltende Unruhe. Vizepräs. Kaiser lautet wiederholt. Die Alldeutschen rufen: »Sitzung unterbrechen!" Schluß! Schluß! Klofac spricht trotz eines Ordnungsrufes fort. Der Lärm und die Unruhe dauern an, wahrend beide Redner fortsprechen. Inzwischen erscheint der Minister des Innern im Saale. Schönerer und Hanichel schlagen mit P ult- deckeln. Jro ruft wiederholt: ,,H och das allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht!" Hofer schlägt mit einem Heft auf sein Pult. Inmitten deß anhaltenden Lärms beschließt Klofac unter lebhaften Beifallsrufen seiner Parteigenosten seine Rede. Zu gleicher Zeit beendet PrzeznowSkr) seine AuSführrmgen. Es kommt zu erregten Zurufen zwischen Tschechisch-Radikalen und Alldeutschen. Letztere sprechen in heftiger Weise auf den Vizepräsidenten ein. Dieser erteilt hierauf dem nächsten Redner Ryba das Wort, etc, etc. Eüdweftasrtta vor der Vudgetkommisfiou. Vor der ©u b ge t to mm i| Ji o n des Reichstages führte am Dienstag Oberst Deimling folgender aus: Ter Widerstand der Hereros ist gebrochen, sie haben aufaehört, als Volk zu existieren. Das Gefühl der Sicherheit kehrt unter die Farmer zw- rück. Im Hottentottenland steht es nicht so günstig. Am kräftigsten stobt noch Morenga. Tas letzte Gefecht gegen ihn war siegreich, mußte aber wegen Pro- viantmangels abgebrochen Verden. Auch die Bande des Cornelius ist noch widerstandsfähig. Ter Kleinkrieg wird noch lange dauern. Deshalb kann einstweilen kein Wann der Besatzung zurückgezogen werden. Geheimrat Seitz schilderte die enormen Kosten des Transports aus fiävland nach Teutsch-Südwestafrika. Tie Gesamtkosten des Transports nach dem Siiden der Kolonie für 2000 Mann würden etwa 24 Mill. M k. pro Jahr erreichen. Hätten wir die Bahn Lüderitz- bucht —Lubub, so könnren mit denselben Kosten, mit denen durch Frachtfuhrwerke nur etwa 200 Mann verpflegt werden können, etwa 2000 verpflegt werden. Redner machte dann Mitteilungen über den geplanten Bahnbau. Aus Dussnb.ungen Er^bergers, ber die Notwendigkeit des Bahnbaues nicht hir erbracht hält, erklärt Oberst Deimling: Die Bahn werde nicht der Regierung, sondern den Söhnen des deuttchei. Volkes zuliebe gefordert. Auf andere Anfragen Erzbergers erklärt Geheimrat Seitz, für die vermuteten Unterschleife habe er nur die Erklärung, daß bei der Landung ganze Kisten von der Ladung abhanden gekommen seien. Tie geplante Bahn könne in acht Monaten fertig sein, an einen Ersatz durch Automobile sei nicht zu denken. Wiril. Geh. Legationsrat Helf fr ich erklärt, die Angelegenheit der Unterschleife wurde sofort untersucht und von einer Publikation der Sache sei abgesehen worden, um die Soldaten und die Beamtem vor dem Inland und Ausland nicht auf ganz unkontrollierbare Angaben hin herabzusetzen. Müller-Sagan (frt Volksp.) fragt, ob die Bahn geeignet sei, die kriegerischen Unternehmungen abzukürzeu. » Eine bettübende Kunde kommt heute aus Windhuk. Ter Sohn des Gießener Oberstabsarztes Dr. Wende, Leutnant Hans Wende, geb. zu Nauen, früher Feld- artillerie-Regt. 66, ist am L Dez. bei Gubuoms leicht verwundet worden. Er erhiett einen Schuß in die rechte Ohrmuschel. Ter Zusatz „leuhtt' ist daS einzige Trostreiche an dieser Meldung, und es steht danach zu hoffen, daß die Genesung des braven jungen Offi-iers nicht lauge auf sich warten läßt. Bei demselben Orte wurde auch der Unteroffizier //, „Hindustan", „EanopoS" und „Arrogant", die in der Boy von Tetuan lagen, als die „Affistance'^ strandete. Der Kapitän der „Eo,mnvnwcalth" wurde des Komma n d o S enthoben. Ten Kapitänen der drei anderen Schiffe wttd ein Tadel airSgefprochcn und die vier Leutnants, welche auf den Schiffen damals die Wache hatten, werden kassiert. ES wird in dem Prowkolle auSgeführt, diese Diszi- plinarmaßregcln seien getroffen roorbeit, weil die Offiziere eS unterlcrfkn haben, die zur Sichcrhett ihrer, aus exponierten Ankerplätzen liegenden Schiffe erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Paris, 12. Dcz. Die Freunde Tvumers sind der Ansicht, daß dessen Wiederwahl zmn Kammerpräsidenten als gesichett gelten könne und daß auch die Chancen seiner Kandidatur für die Präsidentschaft der Republik sehr go wachsen seien. — Der „TempS" meldet, daß ein «Sergeant der Kolonial- Infrntcrie in Französisch-Congo vor das Kriegsgericht gestellt wurde, weil er tret oder vier Eingeborene, welche die Steuern zu zahlen sich weigetten, ohne regelmäßiges Urteil hinrichten ließ. Einer ber Hingerichteten sei von ben Milizsvld"t7n bes Sergeanten aufgefressen worden. — Ter König von Portugal wohnte gestern im Laboratorium von Pwftffor Brar^n Versuchen mit Rabio-Tele- gravhie bet, welche cs ermöglichen, airf große Entfernungen baS Feuer der Lcuchttürnre zu eutzünden, Geschütze ab%ufeuent< ufto. usw. Toulon, 12. Dez. Hier hat sich eine Gruppe vvn Anti- Patrioten gebildet. In ihrer ersten Versammlung wurde eine Togrsord^'mrg aufzeidllt, in der sich die Mitgliä>er verpflichten, die Idee d c s V a 1 e r la nde s a us z u r o 11 e n und dm Militarismus zu bekämpfen. Vorsitender der Gruvve ist ein ?lrbeiter Verbandes der Hafenarbeiter. Konstantinopel,12. Dez. Heute nacfctt bet der cstreichffch» ungarische Botschafter, Freiherr v. Calice, als Doyen bie Antwort ber Pforte erhalten. Tiefe Anllvort nimmt in ber Hauptsache die ÖiyriXTungcit bis auf wenige Wanderungen an. Eine der Modifikationen, die die Pforte an dem mazedonischen .'Finanzreglement vorschlägt, betrifft die Frage der Mckttar- 'auSgaben. _____ Ausstsche YeuiqKeiten. Die Unterbrechung deS Eisenbahn- und Telegraphenverkehrs dauert an. Packete nach Orten deS General-GouverneinentS Warschau werden von den deutschen Postanstalten bis aus weiteres nicht zur Beförderung angenommen. Ern englischer Torpedojäger ist an der Nikolai- brücke zu Petersburg vor Anker gegangen. Das Schiff soll beauftragt sein, die englischen Jntereffen wahrzunehmen. AuS Kolarasch in Südrußland kommt die Nachricht, daß die Stadt geplündert und niedergebrannt wurde und jetzt einer Ruine gleich sei. Die Hooligans haben im Einverständnis mit den Telegraphenbeamten an den Zaren mehrere Tepeichen gerichtet, in denen sie ihn um sein Ein. Verständnis bitten, die jüdische Bevölkerung zu maffakrieren oder über die Grenze zu schaffen. tzvavgcl,scher Kund. Ter L Fam i l i e n - Ab e n d des Gießener Zweig-Vereins fand am Sonntag abend int neuen Saalbau statt, und es darf gleich gesagt iverden, es war ein schöner, wohlgclungener Wend. Konnte man bei dem vorgesehenen Programm cinenguten Besuch erwarten, so wurde diese Erwartung durch die Wirklichkeit noch übertroffen, da der Saal vollständig gefüllt war. Nachdem der Vorsitzende einen kurzen Rückblick auf das. Jahr gegeben und das Winterprogramm namhaft gemacht hatte, hielt Geh. Kirchenral Professor Tr. Ka t t e n b u s ck- Göttingen den angekündigten Vortrag über das „Leben in der russischen Kirche". Es ist schwer, den ungeniert fesselnden und interessanten, aus genauester Sachkenntnis aufgcbaulen Vortrag kurz wreder^ugeben. Ausgehend von den jüngsten Ereignissen im Nachbarreiche, die in mehr als einer Beziehung an die französische Revolution de? Jahres 1789 erinnern, gab bet Redner zunächst einen Neberblick über die geographisch-geschick tl'.ckum Verhältnisse nt Rußland, über die Zusammensetzung und Religion her dort wohnenden Völkermassen, auch über den Eharakter der Slaven. Russen selbst urteilen oft sehr hoffnungslos über ihre eigenen Landsleute, einer ihrer größten Geister glaubt, sie seien eigentlich kein notwendiger Bestandteil der Völkerwelt, sie dienen anderen Völkern höchstens zum Abschrecken, kein nützlicher Gedanke, keine großc Wahrheit sei bei ihnen je auf^ekonnnen." Andere wieder jubeln der Revolution entgegen, die zeigen werde, daß in Rußland etwas fehlt, woran andere Völker kranken, ein „mit Kulturverdiensten beladenes Bürgertum", daß nun eine neue Zeit kommen müsse. Statt dieses trickst vorhandenen „Bürgertums" hat das russische Volk doch ein fog. „Vorurteil" in seiner Kirch e. — Diese gehört der griechisch-katholischen von Konstantinopel zu, dort sitzt der Patriarch Wer der Beherrscher der ruffisck^en Kirche ist der Zar. Tas Ehristcntum in dieser Kirche ist eigentlich ein Kult, reine Herrschaft, auch keine Glaubens- oder Weltanschauung. Tie Riten, die geübt werden, sind die Hauptsache, das Bekenntnis ist nichts als eine tote Formel. Praktisch stellt sich die Frömmigkeit dar in einer Unmenge von Festtagen, die fast ein halbes bürgerliches Jahr füllen und beten Häufung mit ein Grund der entsetzlichen russischen Armut ist. — Tie Gottesdienste dauern gewöhnlich reichlich zwei Stunden. Tä keine Sitzgelegenheit vorhanden ist in den Kirchen, sind sie fast eine Drperliche Anstrengung zu nennen. Neben Schriftlektionen und Zeremonien der Priester dominiert der Ehorgefang, der oft von wunderbarer Schönheit und Reinheit ist. Ter wichtigste Teil des stets von Westen nach Osten gebauten Gotteshauses ist die sog. Bildenvand, hinter der der Altar angebracht ist. Tie mittlere Tür an dieser Bilderwand, die dreiteilig ist, die königliche Tür, wird nur in der Osterzeit geöffnet; die Kommunion wird in her Weile gefeiert, daß daS Brot in den Kvlch getan und mit Löffelchen den Gläubigen ausgeteilt wird. — Die große Menge von Riten und Gebräuchen, von Sitten und Unsitten bet Russen zeigt sich ganz besonders am Osterfest, txem größten und volkstümlichsten aller Feste. Borausgeaangen ist die sehr ftmtge Fastenzeit, Christus wird am Korsreitag in Gestalt eines Bilde? begraben: Mitternacht des OstersamStagS beginnt unter dem Lauten aller Glocken die große Osterfreude, jedermann küßt im Gottesdienst seinen Nachbar. Die Osterlpeisen werden herangebracht, der Priester bekommt den Zehnten, dann wird nachgeholt, was in der Fastenzeit versäumt wurde und rnsolge der oft herrschenden Nmnäßigkeit bekommen die Aerzte reiäXicn zu tun. Ein anderes großes Fest ist das Jvrdansfest ober die Dasserweihe am 6. Jan., wobei alle Flußläufc durch Eintauchen eines K'rngeS geweiht Werden. Ganz besonders verbreitet ist der Heiligendienst in der russischen Kirche. Jedes Hans hat seinen Altar mit einer Menge von Heiligenbildern. Tie Heiligen siiid gewissermaßen die Mitbewohner deS Hauses. So hat sich die Sitte gebildet, daß man unter Umständen einmal diese Bilder verhängt, wenn man glaubt, irgend ein Vorgang im Hanse könne sonst daS Mißfallen des Heiligen erregen. — Während in der römischen Kirche die Heiligen ernannt worden, werden sie in der griechisckien entdeckt. Leichname, die nicht verwesen, ober deren Gebeine besonders weiß sind, werden zu Heiligen gemacht. So sind die Klöster zumeist im Besitz von Heiligen, besonders das älteste Kloster in Kiew. Neuerdings hat sich aber gezeigt, daß manche dieser Heiligen nur Wachspupven sind, während schadhaft gewordene Leichname durch andere, neirgeweihte ersetzt werden. DaS gilt alS durckiaus korrekt, und mit einem schweren Fluch wird belegt, wer an der Wurde eines solchen Heiligen zweifelt. — Die Priester der Kirche finb die Popen, ein ungemein bedauernswerter Stand. Sobald der Pope im Ornat erscheint, wird er geehrt wie ein Gott auf Erden, sobald er aber im Straßenanzug ist, ist er das Gegenteil einer geweihten Persön- llchkeit:. jedermann erlaubt sich S^uerze mit ihm. Wie sehr daS gilt, zeigt _bic Tatsache, daß, als vor etwa 20 Jahren ein neues Strafgesetzbuch in Rußland eingeführt wurde, alle vorgesehenen Strafen erst einmal an den Popen durcbvrobiert wurden. — Ter Bildungsgang des Popen ist mangelhaft, in den Seminarien herrscht oft eine schreckliche Verkommenheit, das allgemein beliebte Erziehungsmittel ist die K'nnte, und brutale Prügel begleiten den jungen, angehenden Popen tagtäglich. Zwischen beendigtem Studium und Weibe muß der Pope heiraten. also im Mter von etwa 18 Jahren. Bis vor kurzem war die Popenwürde erblich, d. h. der Povensohn mußte wieder Pope werden, heiratete dann gewöhnlich eine Popentochter ober vielleicht die Witwe eine? 9kmtsvorgängers, bei den geringen Bezügen zumeist in Naturalien, war das Elend in den Familien ost unsäglich groß. Kein Wunder, wenn manch ein armer Pope dann unter dem Truck der Derhältniffe sich -mn Tmink ergab und so die traurige Misere seines Lebens stens auf Stunden zu vergessen suchte. Neuerdings ist ja manckres zur Hebung d?S Standes geschehen, aber die Lage ist immer noch traurig genug. Was ist mm die Frömmigkeit in dieser Kirche? Eigentlich nur die Bereitwilligkeit, den Popen alles machen zu lasten und möglichst viele Dinge weißen zu lasten. So bat die russische Kirche dem Volke keinerlei Ideale gezeigt und keinerlei erziehende Wirkung geübt. Das Idealste viellei^t, waS sie gelehrt hat, ist, daß sie dem Russen die Sterbestunde leicht mimt, b. h. wenn er auf alles bereipoillig eingeht, waS die Kirche M ihm verlangt, sv kann er dem Tod getrost entgegen gehen. Freilich tränt sich der gewöhnliche Rüste gar nicht zu, daß er m einen besonder- schönen Himmel kommt. — TA*-brm fx*r Redner noch von dem großen ScknSma. der großen Spaltung in txr Kirche, gesprochen und einzelne Sest^n näher gekennzeichnet hat, schließt er mit dem Hinweis auf bic augenblickliche Lage in Rußland. Tie Revolution, die wie ein ffirchtch-irer Stur- -und über hi5 Reich hingebrau st ist, hat jetzt bie Religionsfre iheit gebracht. Dos russische Volk liebt feine Bibel, wie kaum ein anderes. Vielleicht liegen in dieser Tatsache Keime, bie nach den Stürmen einmal geweckt werben Kirnen, damit auch hier aus den Ruinen ein neues Leben erblühe. — Den Ausführungen des Redners folgte begeisterter Beifall Umrahmt war der Vortrag in künstlerischer Weise durch die Ges.Tngsvorträge des Kirchen-Gesang-Vereins, der sich in den Dienst der guten Sache gestellt batte und sich den herz lickxm Tank der Ersckffenenen erwarb. Tas gleiche gihjrou den Liedern von Fräulein Stammler, die durch ihre Schönbeit und Reinheit die Hörer binrisien und b'geisterten. _ B-'sonderen Genuß boten noch die Violinsoli eines jungen Künstlers aus Eroßerv-Linden, des Herrn Schättler, zur Zeit auf dem Konservatorium in Frankfurt, der über ein schönes, rffcbeö Ta lent verfügt Tie Begleitung zu den Siebern unb Soli hatte in der bekannten, feins'nnig'n Weise Musildirektor Trautmann übernommen und sich damit ein besonderes Verdienst erworben. Aas Stadl and Land. Gießen, den 13. Dezember. - Prof. Max Reischle f. Von hochgeschätzter Seite wirb unS geschrieben: Der, Montag, den 11. b. M., nach» mittags, in Tübingen verstorbene Professor der Theologie zu Halle, Dr. Max Reischle, bat in den Jobren 1892—1895 auch an unterer Universität gewirkt. AlS Nachfolger von Dr. Gottschick und Vorgänger Dr. KöstlinS vertrat er das Fach der praktischen Theologie. R. war am 18. Juni 1858 in Wien geboren, wo fein Vater, von Geburt ein Schwabe, als Buchhändler lebte. Die Schulzeit verbrachte er in Württem- berg, studierte (1876—1880) in Tübingen, war einige Jahre Vikar und verbrachte die Zeit von 1882 auf 1883 Studien halber in Berlin und Göttingen. Von 1883—1888 Nevetent in Tübingen, dann Professor am KarlSgymnasinm in Stuttgart, wurde er 1892 nach Gießen berufen. Von hier folgte er 1895 einem Rufe als Professor der systematischen Theologie nach Göttingen, um 1897 in der gleichen Eigenschaft nach Halle Überzusiedeln. Jetzt ist er, nachdem ihn zu Anfang dieses Jahres ein Schlaganfall getroffen und ihm die Lehr- tätigkeit unmöglich gemacht hatte, einem schweren Nierenleiden erlegen. NeischleS Hauptschriften sind: .Ein Wort zur Kontroverse über die Mystik in der Theologie" (1886); „Tie Frage nach dem Wefen der Religion" (1889); „SohnS Kirchenrecht und der Streit über daS Verhältnis von Recht und Kirche (1895); »Christentum und EntwicklungSgedcmkc* (1898); „Werturteile und GlaubenSnrteile" (1900); „Christliche Glaubenslehre in Leitsätzen" (2. Ang. 1902); „Theo- logie und NeligionSgeschichte" (1904). Auch gab er Hagenbachs Enzyklopädie und Methodologie der theologischen Wissenschaft in 10. Auflage (1889) heraus. Bevölkerungsbewegung in Hessen. Nach der amtlichen Statistik für daS Großherzogtum betrug im Jahre 1904 die Gesamtzahl der Geburten 39 334 Personen, darunter 542 Zwillings- und 7 DrillingSgeburten, von welch letzteren 5 auf die Provinz Starkenburg entfallen. An Todesfällen waren 1904 rund 22 000 zu verzeichnen. Die Zahl der Eheschließungen betrug 10141, bie der Ehescheibungen 138. Im Kreis Gießen würben 1904 1395 Knaben unb 1346 Mädchen geboren. Auffallend zurück- gegangen ist im Großherzogtum im allgemeinen die Zahl her weiblichen Geburten; sie betrug einschließlich der unehelichen Kinder nur 18 639, während sich die der Knaben auf 19 460 stellt. Die Zahl der Gestorbenen betrug 1597 Personen, die Zahl der Eheschließungen 686, Ehescheidungen fanden nur zwei statt. •* Freidenker-Vereinigung. Der für kommenden Donnerstag, 14. Dezember, in Aussicht genommene Vor- trag des Herrn Predigers Klauke wird erst nach Neujahr stattfinben. ** Besitzwe chsel. DaS HauS Frankfurter Straße Nr. 7 2, bisher dem Lehrschmieb Georg Lambert gehörig, ging für 46 500 Mk. durch Kauf an Schloffermeister Wtlh. Ziegenhain über. A Laubach, 12. Dez. Als gestern mittag im hiesigen Schloßhofe ein Pferd beschlagen werden sollte, schlug dieses dem Gräfl. Hofkutscher GrieSler derart auf den Kopf, daß er blutfiberftrömt zusammensank. G. wurde in daS Johann-Friedrich-Stist verbracht, wo der Arzt feststellte, baß eine gefährliche Schäbelverlehung nicht vorliegt; von ber Stirn auS ist bagegen bie Kopfhaut total zerfetzt. W. Bad-Nauheim, 12. Dez. Gestern abend fand im Restaurant Burk eine öffentliche Versammlung statt, in der über bie Errichtung einer allgemein zugänglichen Lesehalle verhandelt wurde. Herr Tr. Strecker, Lehrer an ber höheren Bürgerschule, hatte das Referat übernommen. Wie er mitteilte, steht der Errichtung einer Lesehalle nichts mehr im Wege. Eine ausgewählte Bibliothek wird vom Rhein-Main-VottSbildungsverband vorläufig zur Verfügung gestellt; mehrere große Zeitungen sind der Lesehalle durch Vermittlung des Bürgervereins überwiesen worden. Zur Aufnahme der Lesehalle hat Rentier Langenbach in freundlicher Weile ein Zimmer zur Verfügung gestellt. Eine Kommission, die aus der Versammlung gewählt wurde, wird die weiteren Schritte unternehmen. Bad-Nauheim, 12. Dez. Am Sonntag abend erlebte man im hiesigen Theater eine Ueberraschung. Turch eine Streikbewegung von vier Mitgliedern der Henß- schen Theatergesellschaft, bie Icbbaft an die revolutionäre Bewegung in Rußland erinnert (Direktor Henß machte vor der Vorstellung die Handlungsweise der Herrschaften von der Bühne herab bekannt), konnte das angesetzte Stück „Ehr- liche Arbeit?" nicht gegeben werden. Statt dessen wurde „Torf und Stadt oder 's Lorle auS dem Schwarzwald" gegeben. (D. N. Anz.) Friedberg, 10. Dez. Die Handelskammer für die Kreise Friedberg, Schotten unb Bübingen beschloß, alle Bestrebungen, die aus Erbauung der Bäder- babn und der Bahn Homburg—Vilbel gemacht werden, im Interesse ihres Bezirks energisch zu unterstützen. tv Mainz, 12. Dez. Der 23jährige HauSbursche Franz Seufert aus Weilbach in Unterfranken, ber am 7., 10. u. 13. November hier im „Weißen Roß" Brände gelegt hatte, bie einen Schaben von 30000 Mk. verursachten, wurde vom Schwurgericht zu 4 Jahren Znchthau8 verurteilt. Seufert war wegen Trunksucht entlassen worben und hat auS Rache gehandelt. • Kle - nk Mit ? ' t naen e r 8 Hellen unb den Nachbarstaaten. Im V a b n b o t A i cd a i s e n b u r q wurde der Lotomatiotührer Best auS VisttzolSdeim bei Mainz beim Rangieren überfahren unb getötet. — In Ottenbach hat Kommerzienrat Lu do P? a n e r ;ur inneren Ausschmückung des allen Isenburger Schlosses 20 000 Mark gestiftet Dermilcbto. * Rache eines Studenten. Ein Drama hry - in der portug. Universitätsstadt Coimbra abgesvicst, Professor Tr. Rosoios wurde in einer der HauofflrC-' der Stadt von einem ehemaligen Studenten erschoss Vor vier Jahren hatte Student sein Schluß e r o, in Coimbra nicht 6 c ff ■' iben und konnte sich desw" nicht als Arzt niederlassen. Tieier Mißerfolg hatte - so starke Wirkung auf feinen Geist, baß sich der (3et>-a seiner bemächtigte, er wolle den Profesior, der ihn cr ;r niert hatte, ermorden. Aber die eigene Mutter vereV- feine Pläne, indem sie an Professor Resoios schrieb unb'?- vor der Absicht ihres Sohnes warnte. Ter Student w- verhaftet und in ein Irrenhaus nach Oporto gebracht, i er vor einem Jahr aber als „geheilt verließ. Es sck': jedoch, daß er seine fixe Idee nie verloren bat. Als ionntag abend der Professor eine Buchhandlung verü. kam der in einen Mantel gehüllte Irrsinnige auf \VT ' und sagte: „Erinnern Sie sich meiner noch?" und ch- < foios antworten konnte, feuerte cr vier Schüsse auj ■ ab. Eine Anzahl Studenten eilte auf den Lärm herbei, Mörder wurde gefangen und der Professor wurde ifr.: in sein Haus gebracht, wo cr am Montag seinen Verletzurl - erlag. ♦ Kleine Tageschronik. In Mauer bei 5, , berg wurde der Freiherr von Goeler unb Nevens-. durch Unvorsichtiak.it auf der Jagd^ erschossen. — , O'-r c v c n a im Bilajet Albanien, dem Sitz des griechischen c~. bishofS, ermordeten Griechen gestern^den Stellvertretci.-j griechischen Erzbifck)vfS. — Der in der Nähe von Mnrienlal t Kaiserslautern mit burckMnittcncm Hnlse unb mchr-i Bcilhieben t o t aufgesunb ne Mann i^ der Lumpensammler Er-' Seine Frau und sein 18fahriger Sohn wurden der Mvid, t a t überführt und verhaftet._____________________________ Gießener Strafkammer. )( Gießen, 12. Dezerndn Dem Hausierer W. M. von Homberg ging wegen Nui . störung ein Sttafbefehl in Höhe von 5 Tagen Lmr ■; Auf seinen Ein sinn ch verdoppelte d. s Schöffengericht die §N:!, dr M. trotz melnffack'er Warnung vor der Wohnung einer ich-, kranken F-rau ffandaliert hatte, übrigens auch fast stäntz- - Gerichte mit dcwartigen Sachen befebäftigt. Wie so viele er-. Sacken bringt er auch diese bis in die höchste Jnftan; gcacktet der Trohung die Sache im Falle der Verurteilunsi t?ot i>j| Revisioivsgericht zu bringen, nnttbc das Urteil beflätic l- Dier 18 jährige Kaunnarm A. M. von Alsfeld poffiey? einer Geschäftsreise bei Groß-Felda einen Waldung und ti-j sich Loecks Bcftic4>igung eines Be1)ürfnisscs in den Wnld. r* cr von zwei alten Frauen bemerkt wurde, bic Acrg.i 4: seiner Handlung nahmen. Aus erfolgte Anzeige verurtei le - d s Schöffengericht Ulrichstein au3 dem § 183 zu 50 Pik. A) strafe. Er erhob Berufung und gab glaubhaft an, baf fr.: Frauen überhaupt nicht gesehen habe: auch nack ben Zcq» "nssagen hielt be5 DcrirftlnaSgericht eine strafbare Handliiri ri für vorliegend, weshalb Freisprechung einlrvt. rj Gericht bic Unsch-ld deS 7fugtTfigi-.*n für fest-gestellt wurde der StaatSkaffe auch bie Trogmrg seiner Reiscksüni er- erlegt. — Wegen HanSfriebenSbruch, K'örperverletzuna, k j nng, Bedrohung und WiberstandS trvrbc der Brauer E. Sausenheim zu 1 Jahr und 3 Wochen Gefängnis:-- urteilt. Er hatte iarbcitfuckxnd in vcr'chiedmen hiesigen Brei- vorgefprochen, wo ihm d->S übliche Maß Bier verabreickn nr::* Er b^gerb sich nun abends an ben Bahnhof und legte HO h den Wartesaal, um zu schlafen. Ms er von einem Portier M seiner Fahrkarte gefragt wurde, schimpfte und skandaliert: e sodrß er ai'S den Wartefaal gebracht werden mupf. leiste er Widerst-ird und stach dem Portier unter D"!'.v sein Messer in den Ai-m, daß er drei Wock>en bienstvnsäh'c k und beute noch mt den Folgen zu leiden hat. Wie üblich tof sich der Angekligtc auf sinnlose Trunkenheit und hrilt vor ’s ganten Affäre nickrts wissen, doch wollen die Zeugen *e- nichts gemerkt haben. Da fick die Unters"chung in bic - zogen hatte, wurde ihm 3 Wochen Hast auf. die 'Streit gerechnet: auch wurde dem Verletzten bc.w. Beleidigten kttioirSbefugniS erteilt. — Die Bewohner ber zur Glashütten gehörigen Orte Jb'll>a'.!fen unb Strcitbun d im März b. I. tierfclnebene 9Hmbintterbnltnngcn ab, bi? m den Pvlizcibehörden als S pi n n st n b e n g e s e 11 s chaftcn' gefaßt wurden. Tn letztere nur bis 10 Nhr obptbS stet!' dürfen, bic Teilncb"'er ober b's 1 Ufr nachts beisammen bn^ gingen sämtlick^n Beteiligten Strofbesthle in Höl>e von ie 1 - zu. Die Fabrikarbeiter K. V. unb O. H erhoben Widope ba nach ihrer Ansicht diese Zi-s-m-ankünftc N'ck't unrrx kreiSnmtlichen Erlaß fallen. Dar Schöffengericht N'ddi ihnen bei unb kam :ut Freisprechung. Auf Betreiben des W o-nrS Schotten verfolgte bic Staatsanwaltschaft _ die von » Atmts"nwalt erhobene Berufung, nm eine Höchstricktcrliwe J scheid'.ing berbeizufübreu. Mit Rücksicht auf bic beutung, bie eine eingehende Prasting erheischt, truroe d. l. t c 11 ? 0 e r f v'rtbn -n er ot'f 8 Taae fr u g a e f c ht^^^» B erlin, 12. Dez. Tie vierte Strafkammer verbaut heute bie von dem Staatssekretär deS Aeunern neqen ben r » wörtlichen Rebakteur bes „Verl. Tagebl.", Mnlo, und den w maligen verantwortlichen Redakteur deS ^Vor-wärtS*. Büttm < gestrengte Klage wegen Beleidigung des früheren mc, « birektors D r. S t ü b e l. Diele Beleibimmg wirb erblickt in et im „Tageblatt" bezw im „Vorwärts" erschienenen ‘Jlvtifc. welchem bie Beteiligung StubelS an ber Firma % i p? f f t fh it. E o. anaebcutct wirb. Myko wurde nt Bütt"er zu 1000 Mk. Geldstrafe verurteilt. ES handelte ' bie vom „Berl. Tagebl." suerft gebrachte Nachricht, J. Gelchästsbücheni der Firnta von Tivvelskirch L Co. zwei ’ fönten „St." und „P." extstieren. Es wurde anaebeutet, bo^ bei beit Konten möglicherweise mit dem Kolonialbirektor xr, - unb dem Landwirtfchaltsminister von Pobbielski in Verbmbin^ hrtnnen seien. AlS einziger Zeuge wttrbe ein Teilhaber ber^ von Tivvelskirch & Co., Reichen, vernommen. Dieser fante® daß Geheimkonteu ber ermähnten ?lrt bei feiner Firma nickt er’1'" und baß Tr. Stiibel nie zu ber Firma von Tippelskirch & in Beziehungen gestanden Habe. — Zweikampf mit tätlichen Waffen hibne • Oberleutnant Lehmann vorn 14. Jnfanteriereanner^ Bro tn berg vor das Kriegsgericht der vierten Diviuom - Gegner war der Oberlehrer K n ,v e r t von dort. Tno verlief trotz zweimaligen KugelivechselS unblutig. Tat gericht verurteilte den Oberleutnant 9eHmann zu drei Monrl Festungshaft, lieber das Motiv zu dem Chrennanv nichts bekannt geworden, ba die Verhandlung unter yii6Kt)lu‘ Oeffentlichkeit ftattfanb. Oberlehrer Knwert wird nck r-$ dieser Affäre vor der Strafkammer in Bromberg zu verantw haben. Landwirtschaft. Der bayrische Landw irtschaftSrat Hat Entschkießung über bic Deschäftigrtng ber Kindc. ber Landwirtschaft angenommen, die it. a. folgende " enthält: Maßvolle, regelmäßioe, anaemeffene B e f ck/ f 11 g - in fm- - unb Landn'irtfchast ift den Kindern eher n ü hl'® schädlich; die fimberarbeü ist bei ber.t in ber Snnbirirt mo gemein berddienbcn Mangel an brauchbaren Arbeitsfrauen - ru entbehren. DaS ntehr'ad) in Vorschlag gebrachte ollg ent Verbot ber Defchg'ttgunq von Ichulufliciitigen Kinbent ooe-^ nur lolchen unter zehn Jahren ist daher unannehmbar, dte in Frage stehende Ausdehnung bes Gesetzes i Frankfurter Störsc. 13. Dez., 1.15 Fhr. Hamburg-- Amcrik Pnketf. 162 20 Harpcner Bergrwcrk. . . 125.20 Oberschle«. Eisen-Ivihistrie 127.75 4 III Portugiesen 114.20 . 97.30 Märkte. Börse, 13. Dez., Anfangskurse Todes-Anzeige B18<. Die Beerdigung findet Freitag, den 15. Dezember, nachmittags 3 Uhr in Gleiberg statt. 6349 Puppen-Heilanstalt Micht werden. Der Vorstand. bei a7, in grösster Auswahl. 5941 J. EL Fuhr Sennenstrasse 25 Sonnenstrasse 25 4 Öe’terr. Goldrente. . 4*/. 9K Oesterr. Silberrentc Elektriz. Lahmeyer Elektriz. Schuckert . Eschweiler Bergwerk Gelsenkirchen Bergwerk 2 - * S L Lanrahfttte . . Nordd. Llovd . 211.50 238.20 23.20 125 LO 136.10 2825 140.60 122L0 Vngar. Goldrente . . Italien. Rente . . . Portugiesen Serie I . Harpeuer Bergwerk Laurahiitte . . Lombarden E. B Nordd. Lloyd . . Türkenlose . . . 3° Schreiner, 1 Drechsler, 1 Schuhmacher, 1 Schneider, 1 Kutscher 'M aushclfer (für 8 Tage), 1 Köchin, 3 Dienstmädchen, 1 Lallffrau. Lehrlinge: 3 J47f 3% 3X7« 356 3M 7C 3X7, Montag abend 81/., Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden mein treuer Gatte, unser lieber Vater, Grossvater, Bruder Schwager und Onkel . 168.60 145.20 . 240 00 . 177.00 . 187.20 . 161.00 . 209.20 1 Schmied, 1 Schreiner. ES suchen Arbeit: AMislher Arbtitsnilchmis Weil Gartenftratze Nr. 2, Zimmer Nr. 2. 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Vom Vorstand deS obigen Vereins sind einige hundert W zu Gunsten hiesiger armer, durch Krankheit hcim- gesachte Familien zu Weihnachtsgaben bestimmt worden, mbo können schriftliche Meldungen bis Sonntag, den 17. Dezember 1905 kni 1. Vorsitzenden, Herrn I. Weisel, Sonnenstraße 6, em- Ä. Salomon & Cie. 10 'Iäu*bur<; 10 ! Rabattmarken! Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Donnerstag, den 14. Dezember, abends 8 Uhr, im Markus- |dt[, stjrchenstraße 9: Stbelftunbe. (2. Korinth., 2. Kav.f Schwabe. Nächstfolgenden Sonntag, 3. Advent, Mo und heiliges i bendmahl für die LufaSgemeinde im Al wtteSdieust. An- n e düngen vorher bei dem Pfarrer erbeten — An demselben Inge, nachmittags 3 Uhr, EhristbescherungSfeier der Kleinkinder- ksrvahranstalt. Die Mitglieder nuferer Gemeinde bitten w i r, an*: auch für die kommenden Weihnachten zum Besten unserer Ümnen und Kranken freundliche Gaben zukommen lasten zu wollen. Le Unterzeichneten und alle anderen Mitglieder der Kirebenvor- 'limbe nehmen gern folche Gaben an; auch durch die Gemeinde- western können sie übermittelt werden. Dagegen werden An- irelidungen zum Emvfang von Gaben nicht gewünscht. Die Kirchenvorstände der vier Gemeinden. Tr. Nau mann. D. Schlosser. Euler. Schwabe. lieg. Schwab Blockstrasse 4 Uhrmacher Blockstrasse 4 empfiehlt als passende Weihnachtsgeschenke sein grosses Lager nach -«LE ^^oscssor i2- PlOntQ9 feinen ^®0?Icr uni ■ gtev v 0 9 n nrurkn > > Herr Ph. Valentin Unternehmer was wii Verwandten, Freunden und Bekannten tietbetrübt mitteilen. Bekanntmachung. Tic Lieferung von etwa 70 bis 80 Zentner Heu erster llirmlität zur Fütterung des im Schlachthof eingestellten Viehes wergeben werdeil. Angebote hierauf sind verfchloffen und mit entsprechender Alis chrift bis zum 18. b. M1S. bei der unterzeichneten Behörde liigi ireichen. Bekanntmachung. Im Sommer nächsten Jahres soll wieder eine Anzahl dreier skrophnlöser Binder, deren Eltern im Bezirke nobenen, aus soften der BezirkSsparkasse behufs Gebrauch (ine c Badekur im Efi''abethbauS in Bad-Nauheim unterge- hgcht werden. Anmeldungen, welche durch die Pfarrämter ober Bürgermeistereien bis spätestens Ende Fanuar k. I. stuher einzureichen sind, muffen mit ärztlichem Attest und liiur Bescheinigung belegt sein, woran? hervorgeht, daß die Rur notwendig ist und die Eltern nicht in der Lage sind, die Rasten selbst bestreiten zu können. Gießen, den 11. Dezember 1905. BezirkSsparkaffe Gießen. Wiener. bot » 6 „liu Hasen 4891] Siittcrgaffe 11. Bekanntmachung Der Voranschlag der Gemeinde Rödgen für das Jahr 1906 fegt vom 15. Dezember d. Fs. ab acht Tage lang zur Einsicht der Die trauernden Hinterbliebenen. Gleiberg, den 13. Dezember 1905. 08247 Kriginal-Dravlmeldungen. Berlin, 13. Toz. Auf Einladung bc5 Bundes der In dustriellen versammelten sich gestern Vertreter der Tabak-, Zigaretten- und Brauindustrieverbände, um über die Mitwirsiiug an einer Versammlung zwecks Stellungnahme zu den neuen Neichssteuervorlagen zu beraten. Es wurde einstimmig beschlossen, im Januar eine Delegiertenversammlung unter feinzu- ziekning nlkr Interessenten ab uhalten. — In der gestrigen Vro te st Versammlung der Tabakintcresscntell ivurbcn die Tabalüeuervorlaae und deren voraussichtliche Wirkungen auf den Stand und aus die Entwicklung der Tabakmdustrie besprochen Denn diese Vorlage Gesetz würde, hätten 25 000 .Händler in Deutschland nebst 3000 bis 4000 Agenten unter den Folgen zu leiden. In der Resolution, welche als Resums die sämtlichen Beschwerdepunkte begründet, erhob man Protest gegen d i c neue Tabaksteuervorlage. Berlin, 13. Dez. Der „Bert. Lok.-Anz " meldet ^aus Dar-cs-Salaam: Das Detachement des Hauptmanns Sei'- fried wurde am 1. Dezember bei dem Jluluplateau im Bezirke Lindi von etwa 2000 Auftständischen angegriffen. Tic Aus ständischen erlitten eine v ollstä n d igeNiederlage. Aus Iringa wird ein glückliches Gefecht gegen ausständige W a sa ga ra in der Loudsckxrft Maae gemeldet. Kassel, 13. Dez. In der Kohlen reche Arnsbach stürzte ber Aufseher Avel in einen ^-örderschacht und wurde sofort getötet Gadebusch lMecklenb.L 13. Dez. In Dcmdelstorf wurde ein Schnitter von einem anderen Schnitter ermordet. Der Täter ist flüchtig. Ludwigshafen a. Nh., 13. Dez. Em große- Schadenfeuer entstand heute nacht gegen 12 Uhr in der Ludwig?- Hafener Walzmühle, welche fast vollständig niederbrannte. Der Schaden ist bedeutend. Petersburg, 13. Dez. Ein Regierungs-Eommu- rriau 6 , das das reaktionäre Preßgesetz durch leere Vertröstung auf die Zukunft zu rechtfertigen sucht, macht einen deprimierenden Eindruck. Wittes Position ist stark erschttert. ^eme Schwäche gegenüber d'r Gehcimrcgicrung tritt offensichtlich zu Tage. Der Verband der Verbände, der für einen 14 tägigen Generalstreik agitiert, findet starke Opposition bei den Anhängern Eapons. Warschau, 13. Dez. In Pabianice organisierten Arbeiter und Bauern einen Monstrcnationalzug von 10 000 Teilnehmern mit polnischen Mzeichen. 200 berittene Bauern in Nation:ltrack>t begegneten einer Eskadron Dragoner, die sich sofort auf die bewaffneten Bauern stürzte. Es gab mehrere Tote und 40 Sckfwerverwuudete. ft'ictr, 13. Dez. T r Mörder des Generals Sacharow ifrfinifnw f"-.? SirTiterinf'tv'r, der (th.) OH e 6 e n , 13. Tez. Viehmarkt. Der gestrige M^indvieh markt batte einen Vorrat von annähernd 1000 f'ück Grostv''b und 180 fiCtbem. 9sin Vormarkt waren im Ver- 'vfni5 zur N-ckksiaa" nur eine aeringe Aura hl ostfriesischer Milch- l fßf- zu haben, weshalb bei flottem Dagelw ein gutes Geschäft rihohen Preisen sich nbir^cfte. Am Lmiwtmarkt konnten sich bi* feitherigen Pressa fftT Mischtiere nicht haften, um so weniger, iI3 der Bedarf an frischmelkenden Kühen für die bevor- hlveuden Te,' r^g" bereits ;nm größten Teil gedeckt ist. Trotzen war der Handel ftir einen so späten Markt nicht schlecht, tv Handel in Feltvieb und siälbarn war flau zu nennen. 3mr war die Kundschaft hierfür recht gilt vertraten, dock ?h*lfe es an stanfl-ft. Schuld d'rau trägt der starke Fmport irr Fleisch ans ^nt'^rh "d '!e-7n<*r,*Tf her b^i dem ein^e treten en Wetter ff,r d*e g-*-"s.'*-'u ^trd^e hev#* ebne Risiko erfolat I mt auf die 7ti'tft*b'Swr,',‘fe drückt Gebandelt nn'rden pro Stück Vitae siischmaffend nnb trenenb 1. Linas 450—500 Mk., 2. Llual » 3ff—400 <9?T 3 Qu's 275—325 Mk d'r steu'ner S^'lacht -rniffrt fette Rinder 1. Oi'es 70—7» Mk. 2 Qual ßfi—68 Ml. s-Her 1. Qu^l. 70—76 Mk., 2. Qual. 65—67 Mk., 3. Qual A >5--63 Mk F-ettv'eb und si.öR r :rd"' amr geräumt: Milche üirfi batte hatte ei nm g"r N"en Neb'rstand und 'war nur geringere llirnc. afkammcr. Dietzen, 12, y mbcTg ging p‘- »6e ton 5 &3- " - Lchesfcngn^ !- ^r.ber Wohnung r- yrigtnS mich faii -■ Die io: m die Höcker l tfflUe btt Leruchna .. k das Urteil bet; * vm Mell) g- » einen WaldMü: lürfnisscs in bcn3': erst wurde, die 1:: rfolgte Anzeige vlw km § 183 zu 50':, tob glaubhaft an. \ Hube; auch nach l- t eine strasbore prechung ciniret to'.m für festgeskül rragung feiner ReW ich, ^rperverleiuini. in-rbe der Vraun k Vochen öefinp; icrfclHrbenen hiksigkn ’ 1 Mß Vier vmbre« en Vahnbof und irr Y’ er von einer Pb. laylirth & Cs. Fr:nlÜ“rl Z93 -rr. Ideckergeaelle ge I Dachdeckermstr. Noll, l Streng reelle Bedienung Langjährige Erfahrung Heinrich Noil, Mäusburg 7 6175 vermieten. den verstorbenen 4 I 1h H ' Wer an binder Philipp Schtecubedr: eine eine Christbäume eine u. Belletage mit 6 Zimm., Badez., . Prcisverteilu>! elektr. 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