Zweites Blatt Samstag 19. August 1905 Nr. 194 155. Jahrgang General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Liehen. ■5 m dazu tun kann, wenn auf dem großen Onckenschen Gartengebiet etwa in der nächsten Zeit Veränderungen geplant werden sollten. Asches j^vier, •tföetai WM mü Cuflnafim» bei Sonntag». Di. .Hsttzrvu Fa»Nienblätter- werden dem -Anzeiger viermal wöchentttch beigelegt. Der taU6»W erscheint monaUich einmal ,te stimmig zur Annahme. /m s . , . , Molkerei-Instruktor Schwarz (Bonn) sprach danach über die Hebung des Milch konsums. Der Redner führte aus: Zur Durchführung von zweckdienlichen organischen MaMahmen sei die Bildung gemeinnütziger Vereinigungen in grötzeren:-Städten und Jndustrieorten, unter Mitwirkung und Beteiligung der lanb- wirtschastlichen Genossenschaften und ihrer Verbande^enwfehlens- wert. Diese gemeinnützigen Vereinigungen in den -Städten usw. müssen mit den wirtschaftlichen Vereimguimen auf dem Lande zur Verbcsseriing der Milchgewinnung uud Milchlieferung Hand m Aus MM und AlwS. Gießen, 19. August 1905. ** Hoftrau er. Die „D. ßtg.* schreibt: Wegen des Ablebens Sr. Hoh. des Landgrafen Alexis von Hessen-Philippsthal-Barchfeld ist auf Allerhöchsten Befehl eine Hoftrauer vom Heutigen bis zum 24. August einschließlich angeordnet lvorden. Die Damen erscheinen in schwarzen seidenen Kleidern mit weißem Kopfputz und weißen Handschuhen. Die Herren tragen zur Uniform einen Trauerflor um den linken Oberarm. Darmstadt, den 17. August 1905. Der Großherzog- lichc Ober-Zcrcmonienmeister. I. B.: von Westeriveller. Landgraf Alexis von Hesscn-Philippsthal-Barchfeld ist im Schloß Augustenau zu Herleshausen im 76. Lebensjahre gestorben. Er gehörte ursprünglich der kurhessischen Armee an, trat aber 1854 in preußische Dienste und brachte es bis zum General der Kavallerie. Der kurhessischen Armee gehörte er auch nach seinem Uebertritt in das preußische Heer bis zum Untergang des Kurfürstentums Hessen an. Landgraf Alexis hatte sich am 27. Juni 1854 in Charlottenburg mit der Prinzessin Marie Luise Anna von Preußen vermählt, einer Tochter des Prinzen Karl von Preußen. Diese Ehe, die kinderlos blieb, nahm jedoch keinen harmonischen Verlauf und rWung? ie Gütergemeinschaft? uschaflsgemeinM. kahrmßgememM „t MB d«» MÄ erteilt rase, Karten städte. Wir erhalten folgende Zuschrift: „Die Großstädte mit ihren hohen Arealvreisen bedingen eine intensive Ausnutzung des Grund und Bodens durch möglichst geschlossene Beoauungsweise, die wiederum ein dichtes Zusammenwohnen der Bewohner im Y5efolge hat. Das mag diesen bei ihrer geschäftlichen Tätigkeit von Vorteil sein. Aber daß sie sich in diesen Steinpalästen nicht besonders wohl fühlen, beweist die Tatsache, daß besser Situierte, in deren Etat die Ausgabe für Eisenbahn oder elektrische Bahn sich nicht besonders bemerkbar macht, gern in Vororten wohnen, und daß minder bemittelte Familien an schönen Sonn- und Festtagen Ausflüge ins Freie unternehmen. Es gibt eben nur wenig Menschen, die nicht die Natur und ihre Schönheiten lieben. Das enge Zusammenwohnen in den Großstädten hat auch sittliche und gesundheitliche Gefahren. Im Mittelalter, als die Städte mit Graben und Mauer der Sicherheit halber umgeben waren, war man gezwungen, so eng und dicht als möglich zu bauen. Heutzutage hat man Gründe genug, um möglichst weitläufig zu bauen. Die Besitzer des Grund und Bodens, die eine möglichst hohe Rente herauszuwirtschaften bestrebt sind, haben daran freilich ein minderes Interesse. Desto mehr aber die M a g i st r a t e, die sich nach sozialen Gesichtspunkten zu richten haben. Und so sehen wir denn, daß in den letzten Jahren neu angelegte Straßen besonders breit ausgeführt wurden, daß mit großen Kosten Promenaden, Schmuck- und Kinderspielplätze sowie Volksparks geschaffen wurden. Daß dies ein großer Fortschritt ist, kann niemand bestreiten. Aber manchen Sozialpolitikern genügt er noch nicht. Sie planen die Gründung von Gartenstädten, die alle Vorzüge der Großstädte — Verkehrsmittel, Vergnügungs-, Bildungs- und Unterhaltungsgelegenheiten — mit denen des Landlebens vereinigen sollen. Solche Gartenstädte können natürlich nur geschaffen werden, wenn die Bodenspekulation ausgeschaltet wird — also auf genossenschaftlicher Grundlage, wobei Grund und Boden nicht verkäuflich ist, sondern von der Genossenschaft in Erbpacht gegeben wird. Zunächst wollte man den Versuch in dünn bevölkerten Orten der preußischen Monarchie machen. Da aber die Regierung die Sache nicht unterstützte, wurde nichts daraus. In England dagegen begann man unverzüglich mit der Gründung einer Gartenstadt. Ebenezer Howard hatte durch seine Schrift eine lebhafte Bewegung entfacht, und so wurde in Bournvrlle die erste Gartenstadt angelegt, der bald weitere folgten. Natürlich immer auf genossenschaftlicher Grundlage und dem Prinzip beruhend, daß der Grund und Boden unveräußerlich ist. Die bekannteste ist die im Entstehen begriffene, ->0 Km. nördlich von London (zwischen Hitchin und Baldock), die ein Areal von 1600 Hektar umfaßt und für eine Bewohnerschaft von 5000 Personen berechnet ist. Mittlerweile hat man in Deutschland eingesehen, daß fiir deutsche Verhältnisse die Gründung neuer Ortschaften sich nicht eignet, daß die Gründung von Gartenstädten nur im Anschluß an die bestehenden Großstädte ausführbar ist. Es bildete sich die deutsche GartenstadtgeseNschaft, nach deren Programm die Kolonie „Even" bei Berlin ins Leben gerufen wurde, und neuerdings Siedelungen bei Darmstadt und Fran kfurt a. M. Jedes Mitglied kann gegen einen kleinen Geschäftsanteil und Zahlung einer mäßigen Erbpacht ein eigenes Häuschen mit Garten erwerben. Jeder, der sozialen Sinn hat und dem das sittliche und gesundheitliche Wohl der Bevölkerung am Herzen liegt, wird die Ausführung der Gartenstadtidee begrüßen. Ob sie freilich einen Eroberungszug antreten wird, ist angesichts der zahlreichen Schwierigkeiten, die sich ihrer Verwirklichung entgegenstellen, zweifelhaft. Aber das Gute hat sie bewirkt, daß unsere großstädtischen Verwaltungen mehr und mehr darauf bedacht sind, das Stödtebild auch nach der gärtnerischen Seite hin zu entwickeln. Daß mittlere und rleme Städte die Pflicht haben, dafür zu sorgen, daß Luft, Lichts Natur und damit Schönheit in ihnen wohnen, ist selbst- irfMÄ sich -en Herren Ärzte« «tenHerauöichreibender Gefl. Dressen unt. rdertdie Expedit. d.Bl. meiderin itnben au. sOötlb ■ l-<" 1 ■ - । 1 "E, Die Molkerei-Genossenschaften üben, so etwa führte der Redner aus, mit der nötigen Vorsicht errichtet, allenthalben einen günsti- 9cn Einfluß auf die Entwickelung der Rindviehzucht aus. Die Wirksamkeit der Molkereien steht, wenn sich ihre Mitglieder n i cht verleiten lassen, zur Abmelkwirtschaft überzngehen, in keinerlei Widerspruch mit der Förderung der Viehzucht. Die an die Molkereien angeschlossencn, kleineren landwirtschaftlichen Betriebe müssen, vom wirtschaftlichen Standpunkt aus betrachtet, stets Zuchtwirtschaften bleiben. Gut geleitete Molkereien, besonders solche mit beschränktem Betrieb, werden im allgemeinen kem Hemmnis, sondern ein Förderungsmittel der Rindviehzucht sein. Kreistierarzt Dr. Stang, Straßburg i. E., vertrat eine etwas abweichende Meinung. Die Molkerei-Genossenschaften, so etwa bemerkte der Redner, sind sehr häufig geeignet, in den Gegenden mit landwirtschaftlichem Kleinbetrieb die Viehzucht, zu schädigen, weil viele Landwirte — statt nur die überschüssige Milch in die Molkerei zu geben — einen großen Teil der zur Kälberaufzucht unbedingt notwendigen Milch dem Jungvieh entziehen. Ferner wird vielfach die Zuckt vernachlässigt, weil der Milchverkauf gegenüber der Aufzucht bequemer ist, und die dem Kleinbauer meistens ungewohnte ständige Einnahme den irrigen Glauben an eine bessere Rentabilität bei Lieferung von Milch in die Molkerei erweckt. Aus diesen Gründen wirken erwiesenermaßen die Molkereigenossenschaften in Orten, deren Landwirte eigentliches Zuchtvieh zückten, in kurzer Zeit ungünstig auf die Ergebnisse jahrelanger Zucktbestrebungen. In Orten, wo die Viehzucht eine geringe Reute abwirft, macht sich die Wirksamkeit der Molkerei weniger schädigend siihlbar. In solchen Gegenden, wo also die Viehhaltung gegenüber der Viehzucht im Vordergrund steht, sind Molkereigenossenschaften angebracht, dagegen sind sie zu verwerfen und zu vermeiden, wo die Züchtung brauchbaren Zuchtviehes einen Hauptbetriebszweig darstellt. Riehm (Karlsruhe) empfahl im Sinne der Ausführungen des Verbandssekretärs Blasius einen Beschluß zu fassen. Die meisten Tierärzte seien Gegner der Molkereien, sie befinden. sich aber in dieser Beziehung auf einem Irrwege. Die praktischen! Erfahrungen widerlegen die Ansichten der Tierärzte vollständig. H ä a e r (Adolfzell, Baden) schloß sich dieser Ansicht an. Die Viehzuchtausstellungen sprechen eine beredte Sprache gegen die Ansicht der Tierärzte. Hin und wieder könnte es vorkommen, daß durch die Molkereien die Viehzucht vernachlässigt werde. Wenn! sich jemand durch Radfahren die Schwindsucht zuzieht, so könne man doch aber nicht das Radfahren als gesundheitfchädlich bezeichnen. Es sei nur erforderlich, die Landwirte zu belehren.. Pflicht der Tierärzte sei es, hierbei mitzuhelfen. Es wurde folgender Antrag angenommen: „Die Molkerei» Genossenschaften üben einen g ü nsligen Einfluß auf die Entwicklung der Rindviehzucht aus, sic können aber, wenn ihren Mitgliedern das richtige züchterische und wirtschaftliche Verständnis fehlt, einen nachteiligen Einfluß auf die Nachzucht ausüben. Es ist daher bei der Gründung von Molkerei« genossen schäften, besonders in viehzuchttreibenden Bezirken, auf eine entsprechende Aufklärung dec Beteiligten hinzuwirken. Gut geleitete Molkereien, besonders solche mit beschränktem Betriebe, werden kein Hindernis, sondern ein Förderungsmittel der Rind- viehtzucht sein." Hauptmann a. D. Schmidt, Frankfurt a. O., sprach danach über das .Kartellwesen und befürwortete folgenden Antrag: ,Lm Hinblick auf das große Interesse der Landwirtschaft an! der Frage der staatlichen Regelung der Kartelle und unter Hinweis auf die bon der Landwirtschaft gegen manche schädlichen Folgen der Kartellierung bereits durch die Genossenschaftsbildung ergriffene und von den wohltätigsten Folgen begleitete Selbsthilfe erklärt der Genossenschaftstag, daß "die dermalige genossenschaftliche Organisation den Bedürfnissen der deutschen Landwirte gegenüber der Ringbildung genügen wird, sofern gegen die Mißbräuche der letzteren gesetzliche Schranken geschaffen werden. Da hierzu staatlicherseits Vorbereitungen in der von den Landwirten gewünschten Richtung getroffen werden, so liegt kein Anlaß vor, vor dem Ergebnis der im Reichsamte des Innern schwebenden Untersuchungen über die Kartelle weitere Maßnahmen in Erwägung zu ziehen." Der Antrag gelangte nach kurzer Besprechung zur Annahme. Den letzten Gegenstand bildete die Revision der Wechselordnung, insbesondere die Vereinfachung des Wechselprotestes. Landrat z. D. v. Drockhausen (Stettin) empfahl, zu beschließen: „Der 21. deutsche landwirtschaftliche Genossenschaftstag erflärt: Das durch die Wechsel-Ordnung vorgeschriebene Wechsel- Protest-Derfahren ist sehr umständlich und in den Orten, wo kein Notar oder GerichtsbeaMer wohnhaft ist, namentlich auf dem platten Lande, sehr kostspielig. Im Interesse der ländlichen Genossenschaften liegt es, die Mänderungs-Vorschlage über die Vereinfachung des Wechsel-Protest-Verfahrens zu unterstützen und insbesondere dahingehende Anträge bei der Reichs-Justiz-Ver- waltung zu stellen, daß auch die Postbeamten für die Ausnahme von Wechiel-Protesten — wenigstens bei Wechseln von geringerer Höhe, etwa bis zu 1000 Mark, zuständig find." Der Antrag gelangte ohne Besprechung zur Annahme. —* Der General-Anwalt Geh. Regierungsrat Haas (Darmstadt) Kinundzwanzigster deutscher landwirtschaftlicher Kenossenschaftstag. (Original-Bericht des Gießener Anzeigers.)' n. H. F. Straßburg i. E., 18. Aug. In! dem gestrigen Bericht muß 'es in dem von dem Geh. Regierungsrat Haas erstatteten Jahresbericht beißen: unter diesen etwa 1200 000 selbständige Landwirte (nicht Handwerker). Bei Beginn der heutigen zweitenundletztenSitzung teilte der Ehrenpräsident, Statthalter Fürst Hohenlohe- Langenburg mit, daß folgende Drahtung de's Kaisers eingegangen sei (bi1' Versammelten erheben sich): ,.Statthalt'r Fürst zu Hobeulohe-Langenburg, Sttaßburg. Ich habe Mick über das treue Gedenken des Deutscknn landwirtschaftlichen Genossenschaftstages sehr gefreut und bitte Eure Durchlaucht, den dort versammelten deutschen Landwirten Meinen herzlicken Dank mit dem Wunsche zum Ausdruck zu bringen, daß die Beratungen und Bestrebungen des deutschen Genvssenschaftstages von reichem Erfolge gefrönt werden mögen zum Segen der deutschen Landwirtschaft, die Meine mHcrzenstetsnahe ist undMeinertunlichsten Förderung gewiß sein darf. Wilhelm." — (Lebhaftes Bravo.) A . x r Verbandsdirektor Freiherr v. Loe (Burg, Bergerhausen) behandelte die Frage: „Welche Erfahrungen sind auf dem Gebiete des Winzer-Genossenschafts wesens gemacht worden? Hat sich dieVereinbarungmit demWeinhandel bewährt? Welche zweckmäßigen Vorschläge sind zum Ausbau des Winzer-Genossenschaftswesens und außerdem zur Förder- ung des Weinkonsums zu machen?" Der Redner bemerkte: Die Mmachungen, welche der Reichsverband der deutschen landwirtschaftlichen Yienoflenschäften mit den Weinhändlerverbänden für den Bereich des Weißweinbaugebiets getroffen habe, scheinen sich insofern bewähren zu sollen, als im ersten Vertragsiahr schon manche Winzervereine in der Pfalz, von Rheinhessen und Nassau einen gesteigerten Absatz ihrer Produkte an dem Handel erstelt haben An den getroffenen Mmachungen sei daher zur Erzielung besserer und vertrauensvollerer Beziehungen zum Wein- Handel weiter sestzuhalten. Im Gebiete des Rotweinbaues des unteren Rheins und der Ahr bestehe die Stockung im Msatz fort.. Letzter sei aber mit allen Mitteln zu fördern, insbesondere sei auch den gesamten Genossenschaftern des Reichsverbandes dte Eiudeckung ibres Notweinbedarfs bei den dortigen Winzerverctnen aufs dringendste anzuempfehlen. Zum Zwecke des weiteren Ausbaues des Winzer-Genossenschaftswesens im allgemeinen fei das Augenmerk zu richten: a) dort, wo die Vorbedingungen gegeben seien, auf die Gründung weiterer Winzervereine; b) vor allem aber auf eine sachgemäße Beratung und Anleitung der bestehenden Vereine in technischer und kaufmännischer Beziehung. . . , Zur Hebung des Weinkonsums im befonberen sei im Interesse sowohl der Produzenten als auch des Handels zu empfehlen: 1. Die Ausbauung der Weine seitens der Winzervereine in einer der derzeitigen Geschmacksrichtung des Publikums mehr entsprechenden Weise. 2 Der Hinweis auf die Vertrauenswürdigkeit der Wmzer- Genossenschaften und die Bekömmlichkeit reiner Weine; insbesondere sei die Propaganda für verstärkten Konsum zu richten an die bestehenden größeren Konsurnenten-Ver- Freiherr v. Los empfahl schließlich eine seinen Ausführungen entsprechende Erklärung. , Gutsbesitzer Lncke (Patershausen) wies darauf hin, daß in der Malz die Weinhandler die Winzer boykottiert hätten. — Diese Mitteilung wurde als irrtümlich bezeichnet. Geh. Regierungsrat Haas bernertte: Es sei dringend erforderlich, daß zwischen den Weinhändlern und Winzern eine Vereinbarung zustande komme, da dies im Interesse beider Teile geschehe Es sei bedauerlich, daß das Publikum im allgemeinen dem süßen Zeug den Vorzug gebe, während die gediegenen schweren Weine des Rheingaues nicht mehr verlangt toerbtm Die Winzer und Weinhändler müssen daher gemeinsckzast- lich handeln, uM eine Aenderung in dieser Beziehung zu bewirken Die Winzer müssen sick bemühen, mit den Wemhändlern friedlich zusammenzuarbeiten. Mögen die Winzer den Beweis liefern, daß sie voll dem echt genossenschaftlichen Geist durchdrungen seien. (Lebhaftes Bravo.) , . Die Erklärung des Freiherrn v. Loe gelangte darauf em- Gr9 beantrage, zu beschließen: Dor 21. deutsche landwirt- schastliche Genossensaiaststag empfiehlt den aiigeschlo,seuen Verbänden und Genossensckwsten in der Nahe oder in dem Much- Versorgungsgebiet größerer Städte und Industrie orte, durch Beteiligung an den zur Hebung des Milchkonsums und Verbesserung der Milckversorgung gebildeten öeremtgungen ober in sonst geeigneter Weise auf eine organisch« Verbindung der bezüglichen Bestrebungen in Stadt und Land hmzu- ^Dcn Molkereigenossenschaften in größeren Städten und Jndustrieorten ober bereu Nähe kann, die Einrichttlngvon bequemen Gelegenheiten zum unmittelbaren Mil chgenuß (Milckschänken, Milchhäuschen ober bergt, nach dem Vorbilde bet Kölner Meierei vereinigter Landwirte zu Kofti a Rh.) als ein aeeianetes Mittel zur Hebung des Milchko-nsums und damit auch 9bermeitgeiten Geschäftsinteresse besonders empfohlen werden. Nack längerer Erörterung gelangte der Antrag nut folgen» bem 3ufal’antme des Oekonomierats P l e h n (Berlins zur An- nahme - . Fernerhin empfiehlt es sich, bei die,cn Bestrebungen die »ilfe be3b e u t f d) c n Milchwirtschaftlichen Ker- e?n s fonüe des den t chenVereins für V o 1 kshY gien e u^ wv Z möglich ist' .der städtischen Behörden in An- ^Au?"Antrag^des Vetbandsdirektors, Hofrats Bach (Dresden) wurde 'beschlossen: „Der GcnossemchastStag^ beauftragt den General-Anwalt, Erhebungen anzustellen, ob eS fid) empfiehlt, eine allaeme^ Begräbniskasse für die Genossenschaften des ganzen Deutschen Reick's einznrichten ober ob es schon genügt, wenn sich Wie wirken Molkerei-Genossenschaften auf die Förderung der Viehzucht? verständlich." , , Um auch auf die Gießener Verhältnisse einzugehen, fügen wir diesen Ausführungen folgendes hinzu. Die Stadt Gießen ist, wie vor nicht langer Zeit unser jetzt verstorbener berühmter Mitbürger Oncken einmal öffentlich geW W- eine Gartenstadt. Sorgen wir daftir, da.ß dieser Oya- rakter ihr immer erhalten bleiben wird ! Die mittleren Städte sind selten, in denen für gärtnerische Bemühungen so viel Raum übrig bleibt, wie in Gießen. Darum isr es eigentlich erstaunlich, warum wir hier in Gießen, wo docy die Zahl der Vereine verhältnismäßig groß ist, noa) reinen Gartenbauverein haben, wie die meisten anderen Städte? Ihm würde, neben dem Vcrschönerungsverein, zweifellos ein schönes Feld der Tätigkeit sich bieten. Wenn erst der Brandplatz, oder wie er jetzt heißt, der Landgraf Philipp-Platz, der zurzeit noch so trostlos mmitttn der umstehenden Häuser liegt, ein kunstvolles gärtnerisches > - wand erhält, wird Gießen als Gartenstadt eme sehr bemerkenswerte neue Zierde erhalten. Hoffen wir nur, oap die Einwohner lange genug darauf gewartet yaven ^n Darmstadt ist jetzt eine Gartenbauausstellung eröffnet worden, die, toie unser Mitarbeiter an anderer Stelle ausführt, so viel Sehenswertes bietet Konnten unsere Stadtvertreter, die schon so ^1 Forschungsreisen unternommen haben, und zwar mit Recht^angesichts der Umgestaltung unserer Anlagen durch den Theatervau und deS Brandplatz-Projektes nicht auch emmal dorthin ihre Schritte lenken? Den Brandplatz wurden wir freilich dann nicht im englischen Stil anzulegen- haben, sondern im deutschen, und zwar möglichst traulich und idyllisch. Und wenn gegenwärtig in Gießen noch so viel über Schmutz auf den Straßen räsonniert werden muß, was vorderhand nicht zu ändern ist, so dürfen Mr uns doch andererseits darüber freuen, daß die Stadt landschast- lich und gärtnerisch in hohem Maße vor anderen Städten begünstigt ist. Erhalten wir Hand in Hand damit auch den „v'illenartigen Charakter" und tragen wir Sorge für hübsche, luftige und anheimelnde Straßenbilder, außen wie innen, in der Moltkestraße, Roonstraße usw. wie in der Swethestrahe, wo die Stadt hoffentlich, dann etwas dankte banach bem Statthalter Fürsten Hohenlohe-Lanaenburg, den städtischen Behörden der Stabt StraMurg usw. und schloß mit einem dreifachen Hoch auf das deutsche Vaterland den Ge- nossenfchaftstag. Bemerkt muß noch werden, daß nicht 350, sondern annähernd 600 D elegierte auf dem Genossenfchaftstage vertreten waren. 05514 Ach umpf mden 6c" «. •Fest 05449 chaum. Bieber 21. August ■Fest „ 4280 Hemmers. 'A Meter lang, m 3 Mark an. i st'nchn Ausführung billigst. 0M99 astein. niur. uud Hastpslichi-Ser» seorrabAgeutur für "lenen, bie über eto doch wird eotl auch ührtvi AMachmmm geboten. Mvßr, München. lselbstgekochteö Gelee c Marmelade ad gegen hlung? - Schritt. Meld. .73 a. d. Gieß. Anz. erb. Ay unnetfttd^wtoet. jTSa"*, «rt®. l&.fp M UM E U M II'm IL Redaktion. Expedition u. Druckerei: Schulstr. I. V H V V' V Xti.fRt.5L Itiegt.-8U>1.1 einstig« ötefWb wurde bereits am 6» März 1861 gerichtlich geschieden. Die Prinzessin Luise, die wieder ihren Mädchennamen annahm, wählte ihren Wohnsitz später in Wiesbaden und ist dort am 10. Mai 1901 gestorben. Der Landgraf residierte zumeist auf feinem Schloß Augustenau in Herleshausen bei Eisenach. Da er keine Nachkommen hinterläßt, so gehen nach seinem Tode Barchfcld und der damit verbundene Landgrafentitel auf den älteren Sohn seines verstorbenen Bruders, den Prinzen Chlodwig von Hessen-Philippsthal-Barchfeld über. ** Besitzwechsel. Das Anwesen des Spengler- meistcrs Chr. Rosenberg, Seltersweg 3, ging für Mark 33 000 in den Besitz des K. Lüdeking über. 1. Effolderbach, 18. Aug. Auch unser Ort wird /etzt seine Wasserleitung erhalten. Für die Summe von 20 000 Mk. hat man nun den Anschluß an die Wasserversorgungs-Genossenschaft Niddertal, die bekanntlich schon ans sechs Ortschaften besteht, erreicht. Dafür werden täglich 40 Kubikmeter Wasser abgegeben. Der 93ait der Leitung wird demnächst begonnen. v. Bad-Nauheim, 18. Aug. Bis zum 17. Aug. 1905 find 22 331 Kurgäste angekommen, wovon am genannten Tage noch 5259 anwesend waren. 288 161 Bäder wurden bis zum 17. Aug. abgegeben. Am 17. Aug. 1904 wurden 20 463 Kurgäste gezählt, mithin sind es dieses Jahr 1868 Personen mehr. Offenbach, 18. Aug. Durch das Plötz litye Bersch Win den ihres drei Jahre alten Kindes wurden dieser Tage die Eheleute U. in Lieber in höchste Bestürzung versetzt. Die Leute hatten mit ihrem Kinde einen Besuch an die Bahn begleitet und vertieften sich am Zuge so sehr in eine Unterhaltung, daß sie ihr Kleines ganz vergaßen und erst nach der Abfahrt des Zuges sich seiner wieder erinnerten. Zu ihrem Schrecken gewahrten sie jetzt aber, daß das Kind spurlos verschwunden war. Schon befürchtete man ein schreckliches Unglück. Allein auch hierfür fand man keinerlei Anhaltspunkte. Nun spielte rasch das Bahntelephon, und in dem abgefahrenen Zuge wurde Wagen für Wagen nach dem Kinde durchsucht. Endlich nach einer bangen halben Stunde fand man den kleinen Abenteurer auf einer Plattform stehen und glücklich jauchzend durch die brausende Abendluft dahinfahren. Die hiervon benach- richtigten Eltern holten später ihren kleinen Ausreißer, der in eigener Person seinen luftigen Standort erklommen hatte, vier Stationen weit in Büdesheim ab. (Off. Ztg.) Frankfurt, 18. Aug. In der gestrigen Jahresversammlung des Wirtevereins für Frankfurt und Umgegend kam es zu einer lebhaften Fl e i s ch n o t d e b a t t e. Man war allgemein der Ansicht, daß bei den heutigen Fleischpreisen die Wirte mL dem Essen auf sch lagen müßten, wenn sie sich nicht selbst schädigen wollten. Hr. Printz führte aus, daß nur die Beseitigung der Grenzsperre dem unerträglichen Zustand ein Ende machen könne. — Von dem gestern nachmittag um 3 Uhr nach Soden abgelassenen Personenzug wurde an dem Bahnübergang auf der Chaussee .Höchst-Soden ein zwcispänniges beladenes Fuhrwerk über fahren und zertrümmert. Der Fuhrmann, der die Gefahr noch rechtzeitig bemerkte, konnte sich durch Abspringen retten. Das eine Pferd wurde von der Maschine erfaßt und getötet. Den Schrankenwärter trifft die Schuld an dem Unfall, da die Barrieren beim Herannahen des Zuges offen standen. .Braunfels, 18. Aug. Der hiesige Verschönerungs- verein wird am morgigen Sonntag mittags um 12 Uhr die Einweihung des neu erbauten Aussichtsturms „Kaiser Wilhelm-Warte" vornehmen. Daran anschließend wird nachmittags von 3 Uhr ab ein großes Sommerfest mit Bazar in der Linden-Allee des herrschaftlichen Gartens stattfinden. Die Marburger Jägerkapelle wird dabei konzertieren. * Kleine Mitteilungen aus Dessen und den N a ch b a r st a a t e n. Ter 12 Jahre alte Realschüler Roienberg in Rheindürkheim rourbe von dem Gymnasiasten Robert Schäfer aus dem Rhein gerettet. — In Klein-Linden begeht der Kriegerverein am Sonntag eine Gravelotteieier durch eine Kirchenparade. Am Nachmittag findet eme gesellige Familienzusammenkunst auf der „Burg" statt. Kunst uni) Wissenschaft. — Ueber Ausgrabungen am Feldberge im Taunus lesen wir in der „Köln. Ztg.": Die Freilegung des höchstgelegeneu aller Lim es kastelte (700 Meter über dein Meere) durch den Streckenkommissar Prof. Jacobi ist so weit vorgeschritten, daß wir im stände sind, uns ein deutliches Bild von der Befestigungsanlage zu machen. Das Kastell liegt in der Senke, die durch den Abhang des großen und kleinen Feldbergs gebildet wird, unmittelbar an der Weilquelle, 120 Meter hinter dem Pfahlgraben. Es bildet ein Rechteck von 300 römischen Fuß Seitenlange und einer Breite von 250 Fuß (gleich 93:78 Meter). Die Ecken weisen eine Abrundung auf. Die Wallmauer hat eine Dicke von 1,55 Meter und ist noch vortrefflich erhalten. Ein 1,50 Meter breiter und tiefer Spitzgraben umgibt sie, der nur an der Vorderseite vor dem Tore unterbrochen ist. Der sich hinter der Wallmauer herziehende Wehrgang hat eine Höhe von 2,30 Meter und ist flach abgeböscht. Auf eine ältere Anlage laßt der Brandschutt schließen, aus dem er besteht. Die Haupllore liegen nicht in der Mitte, sondern in der vorderen Hälfte der Seiten. Alle vier Tore sind von viereckigen Steintürmen eingefaßt. Stcinfundamente in den Lagerecken bildeten vielleicht Unterlagen für die Geschütze, vielleicht auch nur eine Verstärkung der Wallmauer. An Turmfundameute darf man bei der geringen Dicke des Mauerwerks wohl nicht denken. Nahe dem Eingang der Vorderseite wurde ein größeres Gebäude bloßgelegt, das wie bei anderen Kastellen als Vorratshaus für Fourage und ähnliches anzusehen ist. Die Mitte des Lagerinnern nimmt das sogenannte Prätorium ein. Es zeigt, wie bei den meisten andern Taunuskastellen das mit einer Apsis versehene Sacellum, das Lagerl-eiligtum, davor einen von einem bedeckten Umgang umgebenen Hof, an den sich ein zweiter anschließt, der seinen Mschluß durch die große Halle findet. Diese ganze Anlage mit Ausnahme des Fahnenheiligtums und eines kleine«: Anbaues, der wohl zur Aufbewahrung der Ersparnisse der Soldaten und der Kriegskasse diente, besteht aus Holzfachwerkbau. Die mit Steinen umstellten, metertiefen Pfostenlöcher ließen den ganzen Plan des Gebäudes aufs trefflichste erkennen. Außerhalb des Lagers erregte der zwischen diesem und dem Limes gelegene Ban, den das Volk die Heidenkirche nennt, wie jeher das Interesse der Forscher. Schon in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde sie zum Teil bloßgelegt, und die neueren Grabungen beweisen, daß wir hier die bei sehr vielen Kastellen vorhandene Bautengruppe vor uns faben, die von dem einen als Bad, von andern als Villa oder Wohnung des Lagerbefehlshabers bezeichnet wird. Diese Villa, mit einem gewissen Luxus ausgestattet (Fensterscheiben und Wandmalerei verraten das), hat drei heizbare uni) vier nicht mit Heizung versehene Räume. Hier wurden viele Ziegel gefunden, die den stempel des numerus Catthar (ensium) trugen, einer Reiterabteilung, die im nahen Kastell Heftrich lag. Ein Jnschriststein, der in dieser Villa vermauert war, stammt aus der Regierung des Severus Alexander, der mit seiner Mutter 235 in Mainz ermordet wurde. Es muß also noch nach diesem Jahre im Kastell gebaut worden fein. Gleiches ist bezeugt von den benachbarten! Taunuskaftellen. Seinen Untergang wird es um 370 gefunden haben, als die alemannischen und fränkischen Scharen das rechte Rheinufer überfluteten. An Münzen sind bis jetzt etwa 180 gefunden, die meisten stammen von Septimius Severus und Severus Mexander. Sie reichen etwa bis zum Jahre 250. Von den zahlreichen Ernzelfunden (et ein Fund aus der Südecke des Lagers erwähnt, der 22 Werkzeuge eines Schreiners oder Zimmermanns umfaßt, ferner mehrere Statuetten von Lagergottheiten, über 70 Stempel auf Sigillata- gefäßen, Wasserleitungsrohre aus Eichenholz, Ledeffchuhe u. a. Interessenten seien hierfür auf den Bericht des Strecken-Kvm- missars in den Veröffentlichungen der Reichs-Limeskommission verwiesen. Fannlien-Nachrichten. Gestorben: Herr Isaak Bieter in Kirchgöns. Geboren: Dem Herrn Jakob Rumps in Butzbach ein Sohn, Zlniversitäls-Bachrichlen. Marburg 18. Aug. Der a. o. Professor für innere Medizin Dr. C. Brauer wurde zum o. Professor und zum Direktor der medizinischen Klinik ernannt. Sport. Gieß en, 19. Aug. Morgen Sonntag findet ein Fußball» Wettspiel zwischen dem Siegener Fußballklub „Jahn" und dem Gießener Ballspielklub aus dem Trieb statt. Beginn 4 Uhr. Schiffsnachrichtcii. Norddeutscher Lloyd. In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz. Bremen, 18. Aug. «Per transatlantischen Telegraph). Der Doppelschrauben-Postdampser „Köln", Kapitän A. Koenemann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 7 Uhr morgens wohlbehalten in Baltimore angefommen. Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft. Märkte. Gießen, 19. Aug. Marktbericht. Auf heutigem Wocbenmarkl kosteten: Butter pr. Pfd. 1.10—1.20 Tif., Hühnereier 1 St. 7—8 Pfg. 2 Stck. 00-00 Psg., Gänseeier 15—00 Pfg., Enteneier 6—7 Pfg., Käse pr. Stck. 6—8 Pf., Käsemalte 2 Stck. 5—6 Pfg. Erbsen pr.Liter 21 Pfg., Linsen pr. Liter 32 Psg., Tauben pr. Paar 0,80—0,90 Alk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse pr. Pfd. 55—65 Psg., Kartoffeln pr. 100 Kg. 7,00—8,00 TU., Zwiebeln pr. Ztr. 8,00—10,00 TU., Milch per Liter 20 Psg., Aepsel per Zentner 0 bis 0 TU., in Körben 00 Pig., Kirschen pr. Psd. 00—00 Psg., Zwetschen per Zentner 0.00 TU. Birnen per Zentner 0 bis 0.00 TU. Weißkraut 0.10—0.15 Mk. Marktzeil 7—1 Uhr. ke. Frankfurt a. M., 18. Aug. Heu- und Stroh- ina r k t. Man notierte: Heu TU. 3.30 bis Mk. 3.60, Stroh Mk. 2.30 bis Mk. 2 40. Alles per 50 Kilo. Tendenz: fest. aber nur in Itcrschen, wo aushcingen. r~. Cb Cb <3 D D 3 3 CD Ä CD O V CD O U' CD O C' <5 <■*> 2 —e 5 8 er er ro Cb ar 3 Ö9 5 3 " H e cD 3 -2 Cti 3 D 3 CM er 3- er c => 3 *4# X3« 3 2.5 3 S. S ro" X3* S ro" § 3 *1 —r, fZ •—»X o —— «Ju O & 3 ZI ~ c O 31* 3 n ro M CH D cWE 2 2" o S'-S.O' s> 3 D SL 3S? 3 3 —> -to C/ «-R. " ° o s G izi i sx g — O |_B. M Je § 3' U S cd -1 o ar —. ä 5. o =. u» 2 er D r'1 5'5 _ O co 2- yt, ar- CO3 । 5 \x l CD ÖS- ar o- er 3* ** 3 33 D "S? er — o w 2. — ?= « e'o® Z 5 2^^ o 3. ro r: - ts •5- a ■ 2. — s D — er er C -3.ee> CB « iS UsC — er d ° 2 -s» a-y. 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Mittwoch den 23. August, nachm. von 5 Uhr ab, soll an Ort und Stelle das diesjährige Grummetgras von der fiskalischen Sorauwiese versteigert werden. Treis a. Lda., den 18. August 1905. Großherzogliche Oberförsterei Treis. Für das Bureau unseres Institutes suchen wir für so- fort oder 1. Oktober d. I. einen tüchtigen, zuverlässigen Herrn, welcher mit der Buchhaltung, der Korrespondenz, den laufenden Kontorarbeiten vertraut und im Bankwesen einzeln zu danken, ist uns unmöglich. Wir bitten deshalb sämtliche Freunde und Bekannte, unsern Dank auf diesem Wege entgegen zu Gießen, den 16. August 1905. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gieße«. Mecum. ______ Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem uns so schwer getroffenen Verluste sagt innigen Dank Heute B“/( Kalbfleisch ä Psd. 50 Pf«. Pädagogik»! Darmstadt, Heerdweg 53. Vorbereitung zum Einjährigen-, Primaner- und Abiturienten- Exameu, sowie zum Eintritt in mittlere und obere Klaffen höherer Lehranstalten. Eintritt jederzeit. Seit Jahren die besten Erfolge. Bienenhonig neuen, sehr feinen, empfiehlt 3367 Lehrer Döll, Wieseck, Rabenauerstraße nächst d. Pforte. Die Mitglieder des Vereins werden hierzu Allen do rf a. d. Lda., 18. August 1905. Spar- und Vorschußverein Ullendorf a. e. G. m. u. H. Direktor Wallenfels. la. geladene Jagdpatronen Wchn uni Mimtm Edgar Bormann. Wohnung von 2 Zimmern und 2 Kabinetten, 1 Wohnung von Zimmer, 4 unmöbl. und 4 möblierte Zimmer, 1 kleinerer Laden. Krummetgras-Dersteigerung. Donnerstag, den 24. August d. I., wird das Grummetgras von den fiskalischen Wiesen in den Gemarkungen Garbenteich, Leihgestern, Schiffenberg und Watzenborn, sowie das Gras von den Schneisen u. Mähplatten in der Forstwartei Baumgarten auf dem Rathause zu Watzenborn versteigert. Die Versteigerung beginnt vormittags 9 Uhr. Nähere Auskunft erteilen Gütcraufieher Mack zu Hausen und Förster Schlag zu Baumgarten. Gießen, den 1. August 1905. Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg cheweröekank in Hießen eingetr. Gen. m. u. H. Danksagung. Den vielen Beweisen von Teilnahme beim Tod unseres unvergesslichen Bruders und Onkels, des Forstmeister® b- F. WWer WchmMlchims Wert Garleustraße 2, Ziumrer Nr. 14. (Geschäftsstunden von 8—1 und von 3—6 Uhr.) Mit Gegenwärtigem meiner Kundschaft die Mitteilung, daß ich meine Apfelwein-Kelterei käuflich an Herrn Georg Schäfer abgegeben habe. Für das mir seither entgegen gebrachte Vertrauen spreche ich meinen verbindlichsten Dank aus. Wilk. Louis Schäfer. Auf Qbiges bezugnehmend werde ich die Apfclweinkelterei des Herrn Wilh. Louis Schäfer, verbunden mit meinem eigenen Geschäft, in der seitherigen Weise wciterführen und bestrebt sein, den Anforderungen meiner Kundschaft gerecht zu werden. Georg Schäfer, Uelmilikciimi Telephon 429. 05486 Licherstraße 9. Ziehung bestimmt am 22. Sept. ILosnnrlMk.^om&fusuißtg 451 Gewinne IßßßßMk im Werte von ca. W UUU ML. Hauptgewinn jOAA MV im Werte von ca.10UU Mk. eleganter Einspänner mit Pferd und Geschirr, ferner: 6 Fohlen im™ntteMOOMk. 6 Rinder »S" 2090 Mk. Landwirtschaftl. Maschinen, Geräte uslv. usw. Lebende Gewinne werden aus Wunsch mit 80 Proz. in bar ausbezahlt. [4335 Lose zu beziehen von Wilhelm Ittmann Hauptkollektur der Hess.-ThUr. Staatslotterie, Gross-Umstadt und allen Lose-Verkaufsstellen. Wiedervcrkänfer gesucht. " Komfort, Pascha, ==--—-------— unter Garantie SclterSweg 14. goPdatnpfer von Antwerpen nach 1 Wohnung von 7 Zimmern, 1 Wohnung von 6 Zimmern, Wohnung von 5—6 Ziinmern, 4 Wohnungen von 5 Zimmern, Wohnungen von 4 Zimmern, 4 Wohnungen voll 3 Zimmern, Bekanntmachung. Aus der Stiftung der Daniel Moog Witwe zu Gießen find am 2 Oktober die diesjährigen Zinsen an hiesige bedürftige unbescholtene im Witwenstaude lebende Bürger und Witwen von Bürgern zu Verteilen. Anmeldungen hierzu können bis zum 10. September auf dem Armen- amt. Neuen Baue 25, erfolgen. Generalversammlung des Lpar- M MsWerms MMrs t. h. Lda. Montag den 28. August L I., vorm. 11 Nstr im Nathause zu Allendorf a. d. Lda. Tagesordnung: Rechnungsvorlage. Vorlage des Revisionsberichts. Wahl von Vorstands- und Auffichtsratsmitgliedern. VerdiüWg w WasserleitABarbeitko. Die für den Anschluß der Gemeinde Eicheurod, Kreis Lauterbach, au die durch unterzeichnete Behörde bereits ausgefuhrte Wasserversorguugsaulage der Gemeinden H ö r g e n a u mrd Hopimannsfeld erforderlichen Arbeiten und Lieferungen bestehend aus: „Röhreugräbeu,Rohrlieferungeu und BerleguugS- arbeiten" sollen im ganzen als ein Arbelts-Los durch schrrsil. Angebot vergebeli werden. . Pläne und Bedingungen sind bei der unterzeichneten Behörde, letztere auch bei der Großh. Bürgermeisterei Gichenrod einzusehen,- Bedingungen tuid Angebotsoordrucke gegen ganz freie Einsendung von 1 Mk. in bar nur von uns beziehbar. Angebote sind unter Benutzung der Vordrucke verschl. und mit entspr. Aufschrift versehen bis Donnerstag, den 31. August vorm. 12 Nhr auf uns. Bureau: Frankfurterstr. 29 einzureichen. Eröffnung in Gegenwart der Bieter. Freie Auswahl bleibt Vorbehalten. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gieß en, den 16. August 190d. B /b Großh. Kulturinspektion Gießen. I. N.: Wallek. Holzverfteigerung der Stadt Gießen. Mittwoch den 23. August ^V5, vormittags "Uhr, werden im Bürgermeistcrcigebäude zu Gießeu aus dem Waldd,sinkt Hangclstcin versteigert: 1 Elchen-Stamm (Bauholz) mit 0,33 usim. 1 Eichen-Starnm (Grubenholz) mit 0,23 tyfhtt. 31 Flchten-Slamme mit 5,65 Fstm. 42 Fichten-Derbstangen mit 2,19 Fstm. Wegen vorheriger Besichtigung des Holzes wende man sich an Forstwart Lotz zu Wieseck. Gießen, am 16. August 1905. B16/e Großherzoglichc Bürgermeisterei Gießen. " Mecum. Bekanntmachung. Die Stelle eines TurmwartS ist in Folge Ablebens he5 bisherigen Inhabers alsbald mit einem Anfangsgehalt von fährnch 600 Mark anderweit zu besetzen. Bewerber wollen ihre selbst geschriebenen Meldungen mtl Lebenslauf und etwaigen Zeugnissen bis zum 1. September hierher einreichen. " Gießen, den 17. August 1905. Großherzoglicyc Bargermeisterer Gießen. Mecum. Remiq. Neu eröffnet! Neu eröffnet! Stahlwarevgefchäft, Große Auswahl in Gietzeu, Seltersweg 30. | Ansichtskarten liililllillllBMIIlIHVIimnNIB allen Genres. 05519 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste, sowie für bu trostreiche Grabrede des Herrn Pfarrer Groth zu Nödgen und für tue überaus zahlreichen Blumenspenden sagen wir allen nmtg- sten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Familie Weller. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße 2 (Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbettgebern und Arbeitnehmern (Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den WÄtagen von 8 bis 1 Uhr und von S bi» 6 Uhr geöffnet. Es können eingestellt werden: , . 6 Bau- und 1 Kunstschlosser, 1 Schmied, 1 öeucr, 1 Strickerin, 13 Schreiner, 1 Küfer, 2 Wccklrägerinnen, 1 Friseur. Schneider, Erdarbeiter, Taglöhner und jüngere Arbeiter (auswärts), 1 pmgercr Hausbursche, 1 tüchtiger Fuhrmann, 1 Köchin (auswärts), Dienst- und Hausmädchen, Lauffrauen oder Mädchen, 1 Fuhrknecht. Lehrlinge: . 2 Schlaffer, 2 Schreiner, 2 Bäcker, 1 Schuhmacher, 1 tfttfeur. ES suchen Arbeit: B“/e 1 Schmied, 2 Spengler, 1 Maschinenschlosser, Maschinist oder Heizer, 1 Buchbinder, 2 Wäscherinnen, 1 Schneider, 1 Installateur, 1 Lauffrau, Haus- oder Bureaudiener, 2 Bureaugehilfen, Kassierer. Zu mieten gesucht: 19 Wohnungen von 1—7 Zimmern. Die Vermieter haben eine Ginschreibgebühr zu entrichten und «war für eine Wohnung mit einem jährlichen Mietwert bis 800 Alk. eüücbliefflich 0,20 Mk., von mehr als 300 Mk. bis 500 Alk. em- fchlieblich 0,50 Mk., und von mehr als 500 Alk. 1,00 Mk.; außer- hcin ist für jede Wohnungsamiietdilng 1,00 Alk. zu hinterlegen. Für die Wohniiiigssilchenden erfolgt die Vermittelung unentgeltlich. B‘0/» WWW Prima Backsteine Beton-Kies-Sand Pslasterkies in kleinen und großen Quantitäten empfiehlt Rinn, Mailrermeister, Die fchönslen und billigsten Sarge findet man in größter Auswahl bei 4073 Georg Schmitt Erstes Gießener Sargmagazin und BestattungSgeschäft Kapiansgasse 27 (Ecke Bahnhofstraße). Versende: 30 Liter Ea. Weisswein Mark 12.— 30 Liter la. Rotwein Mk. 18.50 hv*0/1 Auskunft ettheilen Ned Star Linie in Antwerpen. Carl Retter in Gießen, D26/, Eichweg 7,11, Ecke Gr. Steinweg, H. 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