Wr. 41 tLgttch außer Sonntag-. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfischen Landwirt die Siebener §amMen> Mttrr viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck il Verlag der Brüh l'scheu Univers.-Buch-u. St ein- druckerei. 0L Lange. Redaktion. Expedition und Druckerei: Schulyratze 7. Älbrefle für Depeschen: Anzeiger Gießen. FerusprechanicklußNr.51. Erste- Blatt. 1SL. Jahrgang Freitag L 7. Februar I KttL Bez« g-preiSr monatlich 75 Pf., viertel» jährlich Mk. 2.20; durch Aohole- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk. 2.—viertel« jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen ;itr die %c rswanmer »’S vormittags s> 'chr. Ze'^envreis: mrswärts 'S P'z. v eTantrooitP.cb für den polit. und tj ;ent. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gicheu MIZ । Aeiqenteil: HanS Beck. GietzenerAnzeiger w General-Anzeiger Iie yeuttge Kummer umfaßt 10 Seiten. entgegen. 4 Die Figur ist in Bronze gegossen, das Postament besteht auZ dunkelbraunem schwedischen Granit. — Eine Versammlung beschäftigte sich gestern mit dem gegen den Grasen Pückler erlassenen Redeverbot. Die Versammlung beschloß einstimmig, gegen das Verbot zu protestieren. Wie von einem der Redner mitgeteilt wurde, hat sich ein Komitee aus Anhängern verschiedener Parteien gebildet, das sämtliche Fraktionen des Reichstages und Landtages auffordern will, gegen den Versuch der Polizei Stellung zu nehmen, mündigen Personen das Reden in politischen Versammlungen von vornherein zu verbieten^ Bekanntmachung. Betr.r Gefechtsmäßiges Schießen. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß das 1. Bataillon Infanterie-Regiments Rr. 168 am 22., 23. und 24. Februar 1905, jedesmal von 9 Uhr vormittags bis 5 Uhr nachmittags, gefechtsmäßiges Schießen mit scharfer Munition, mit Schußrichtung von Rockenberg gegen den Buch- Berg (Teller-Berg) südlich Münzenberg, abhalten wird. Das für den Verkehr gesperrte Gelände wird begrenzt: im Osten durch die Straße Bellersheim—Obbornhofen— Wohnbach; im Süden durch die Linie Wohnbach—Comthur-Berg (südwestlich Wohnbach), Gabelpunkt der Chaussee Oppershofen—Södel mit dem Feldweg Oppershofen—Wölfersheim; im Westen durch die Straße Rockenberg—Oppershofen und Oppershofen—Södel bis zu dem nach Wölfersheim führenden Feldweg; l'm Norden durch die Straße Rockenberg—Münzenberg— Trais-Münzenberg—Bellersheim. Die als Grenze angegebenen Wege, sowie die genannten Ortschaften dürfen betreten werden, jedoch muß das innerhalb dieser Grenze gelegene Gelände 1 Stunde vor Beginn und bis 1 Stunde nach Schluß des Schießens von jedem Verkehr frei bleiben. Die beteiligten Großh. Bürgermeistereien des Kreises werden angewiesen, das Schießen in ortsüblicher Weise zur Kenntnis aller Einwohner bringen zu lassen, die Bekanntmachung nochmals am Tage vor dem jedesmaligen Schießen in den Gemeinden zu wiederholen und die Einwohner anzuhalten, den Weisungen der Posten Folge zu leisten. Gießen, den 16. Februar 1905. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. B r e i d e r t. Ausland. Wien, Iß. Febr. Tas Abgeordneten Hans beendet» heute die erste Lesung des Budgets, das an den AusM» wurde. Am Nachmittag trat in der Säulenhalle des darlamentÄ der Abg. Graf Sternberg plötzlich mir,bcn Wiener Vertret-^ der Prager „Narodni Siftt)", Josef Venizek zu, bmetzte ihms Ohrfeigen und eilte dann ripch nr den austchltetzluh für Abgeordneten reservierten Rcskaurationsscml, durch welchen er oM Saus sofort verließ. Ter Journalist- Pemzek ward nun big Klage embringen. Ter Angriff des Grasen St-Mberg au^ Penizek erfolgte, weil dieser in der. „Narodni LlltN SternberL wegen Schmähung des Journali^nltandes angegriffen batte — Tie Demission des MiNisterpraNdenten Grafen T>sz4 ist setzt vom Kaiser genehmigt worden. Ter Präsident des Ver-i waltnngsgeriü'tshofes Wcckerlo und Szell find gestml abend, hier eingetroffen Beide werden heute vormittag vom Kaiser tu besdUrd rcr Audü'vr rniviannn. Neber studentische und Jugenderziehung \ unterhielt man sich am Donnerstag im preußischen Abgeordnetenhaus. Abg. v. Brandenstein (kons.) vex* teidigte die Korps und das Duellwesen gegen Angriffe des Abg. Herold (Zentr.) Abg. Graf P rasch m a (Zentr.) wendete sich gegen die Ausführungen des Abg. v. Brandensterm und ebenso Abg. Tr. Wiemer fFrs. Vp.). Es komme lediglich auf die persönliche Tüchtigkeit der Stiidenten an. Herr Branom- stein spreche von der wundervollen Erziehung in den Korps, yc. Wiemer ist der Meinung, daß gerade diese Erziehung zu emep gelvissen Einseitigkeit der sozialen und der Kultzurcnffchauungnr; führt. Er verlangt daß die öffentlichen Stellen ;edem nach Maß-^ gäbe ^seiner Fähigkeit und Leistungsfähigreit offen steyen sollen., Abg. Herold (Zentr.) weiidet sich abermals unter Zurückweisung des Brandensteinfchen Standpunktes gegen das Duell. Beim Kapitel Polizeiverwaltung für Berlin :md Vororte baL Abg. Cahen sl y (Zentra im Interesse der Jugend um energisches Einschreiten gegen die Ausstellung unsittlicher Schristen und Bilder in den Berliner Schaufenstern. Abg. Kreitling (Fri^ Vv.) bestreitet, daß die deutsche Jugend etwa durch den Anvucr eines schönen Frauenbildes zu Nnsittlichketten Erfuhrt werden könnte. Minister Frhr. v. Ha mm erste in: Der Ausstellung^ von unsittlichen Bildern und Schriften trete die Polizei önergrschg Aas reformatorische Bußland. Eine Volksvertretung? London, 16. Febr. Aus Petersburg wird gemeldet, daß der Z ar drei verschiedene En twür fe für eine russische Volksverlwetung eingehend studiert. Die.Verfasser der Entwürfe sind Graf Tolstoi Sohn, Graf Fgna- t i e f f und ein bedeutender Schriftsteller, dessen Name geheim gehalten wird. Einer dieser drei Entwürfe schlägt eine Volksvertretung vor, worin a ll e Ge sells chaft s?r erf e,- alle Nationalitäteni und alle Religionen iw Rußland vertreten werden. „Daily Ehronicle" meldet, daß der Zar diesen Entwurf angenommen hätte. (?) Paris, 16. Febr. „Petit Journal" berichtet aus Petersburg: Man erwartet bestimrnt die Einberufung der> Zemski Zobor (Parlament). Diese soll im Zusammenhang mit dem Friedensabschluß stehen. Die Arbeiter mehrerer Fabriken in Petersburg überreichten dem Finanzminister eine Denkschrift, in der sie hervorheben, daß alle partiellen Erleichterungen die Arbeiter nicht beruhigen werden, solange die Regierung nicht Ko alitionsrecht und Versammlungsfreiheit, Redefreiheit, Streikfreiheit, Unantastbarkeit der Person und Einsetzung von Vermittelungskommissionen zwischen Arbeitern und Unternehmern gewährleistet würden. Sodann folgen neben der Forderung oer Lohnauszahlung für Streiktage und Verminderung der Arbeitszeit eine Reihe nebensächlicher Spezial-Forderungen. Dieselbe Deputation überreichte dem Senator Schidlowski, dem Vorsitzenden der vom Zaren in der Arbeiterfrage ernannten Speziälkommission, ein Gesuch, das folgende Forderungen enthält: Die von der Polizei geschlossenen 11 Abteilungen des Arbeiterverbandes von Petersburg sollen sofort eröffnet und den Abteilungen gestattet werden, eine Deputation von je 2 Mann aus jeder Fabrik von mehr als 500 Arbeitern sowie andere Personen nach Girtdänken der Arbeiter in die vom Zaren geschaffene Kommission zu wählen. Sollte das Ersuchen abgeschlagen werden, so verzichten die Arbeiter auf die Teilnahme an dieser Kommission und stellen, falls die Fabriken diese Arbeiter nach eigenem Gutdünken in die Kommission ernennen sollten, den Ausbruch weit größerer U n r u h e n als die bisherigen in Aussicht. Schidlowski las das Gesuch durch und versprach die Forderungen der Arbeiter in E r w ä g u n g zu ziehen und die Bekanntmachung über die Wahl der Arbeiter-Delegierten rechtzeitig zu erlassen. Gorki wird, wie seine Freunde bebaupten, wahrscheinlich so lange interniert bleiben, bis die Arbeiterfrage endgiltig gelöst erscheint. Der Stadtverordnete K e d r i n, der sich ebenfalls in der Peter-Pauls-Festung befindet, scheint der Untersuchung die meiste Arbeit zu machen. Bei diesem will man sogar den Entwurf eines revolutionären Aufrufs a'n! di e Truppen gefunden haben. Ein neues Attentat. Warschau, 16. Febr. Ms der Fabrikant Fraget, der bei den Arbeitern nicht beliebt ist, von einer Spazierfahrt zurückkam, und in das Tor der Fabrik einbog, feuerte eine unbekannte Person drei Revolverschüsse auf ihn ab. Zwei Kugeln trafen den Wagen, die dritte traf den ArM Fragets. Der Täter entkam. Volttische Tagesschau. Zur neuen Marinevorlage. Man schreibt uns von geschätzter Seiten In den interessanten Erklärungen des Marinestaatssekretärs d. Tirpitz in der Budgetkommission des Reichstages findet sich ein gewisser Widerspruch. Herr v. Tirpitz stellte, in Ueb-rein- stimmung mit dem allgemeinen Urteil fest, daß bei dem Seekrieg in Ostasien die Torpedowaffe nicht entfernt den in sie gesetzten Erwartungen entsprochen habe. Andererseits kündigte der Staatssekretär die Neuforderung von s i e b e n T o r p c do d i v i si o n e n für die deutsche Marine an, mit dem Hinzufügen, persönlich habe er. viel für die Torpedoboote übrig. Das letztere erscheint begreiflich: ist doch, Herr v. Tirpitz während seiner FrontdienstAeit zum großen Teil auf Torpedobooten tätig gewesen. Der.Staatssekretär sagte, es sei richtig, die Bedeutung der Torpedowaffe für die B-^t'üdigung zu betonen. 9hm, bet den Seekämpfen um 93ort Arthur lag Verteidigung vor, und wenn man auch das taktische Ungeschick der Russen in Rechnung stellt, so kann doch selbst Herr v. Tirpitz den weit besser geführten japanisck>en Torpedobooten nicht nachsagen, daß sie einen den für sie günstigen — Verhältnissen angemessenen Erfolg errungen hätten. Die Frage ist also: drängt sich angesickts der im modernen Seekrieg gemachten Erfahrungen die Notwendigkeit auf, die deutsche Torpedoflotte um sieben Divisionen zu vermehren? Erscheint es nicht vielmehr an gezeigt, diese Forderung fallen zu lassen oder wenigstens zu reduzieren und dafür einen oder zwei der kleinen, Kreuzer einzustellen, deren Bewilligung Herr v. Tirpitz gleichfalls als erwünscht bezeichnete? Boote für die Ausbildung mit der Torpedowaffe sind hinreichend vorhanden, dagegen ist der Bestand an verfügbaren kleinen Kreuzern durch die Verwendung der „9Nün- chen" als Torpedoschulschiff verringert. Tie Auffassung, es müsse schleunigst eine Vermehrung der Torpedoflotte angestrebt werden, weil das Torpedowesett vom Schlachtschiffbetrieb abgesondert und in der Hauptsache in der Eckeruförder Bucht lokalisiert ist, diese Auffassung würde schwer vereinbar sein mit der gebotenen Rücksicht auf die Finanzlage. Von den Handelsverträgen, über deren finanzielle Ergebnisse schon zum beträchtlichen Teil verfügt ist, darf man nicht goldene Berge mehr erwarten. Tas hat der Schatzsekretär selbst ausgesprochen. Schließlich bleibt auch zu beachten, daß die Baukosten für die großen Auslandskreuzer, die den Kern der neuen FlottenvorlaLe bildet:, immer höher werden und sich denen für Linienschilfe mehr und mehr nähern. deutsches Reich. Berlin, 16. Febr. Heute mittag wurde das vor bem Avothekcnflüg'el des König!. Schlosse? errichtete Bronze- standbild des französischen Admirals Coligny in Gegenwart des Kaiserpaares, der Minister Studt und Frbr v Rhcinbaben, der drei Kabinctischcss, den Damen und 'Zerren der Umgebung, des Bildhauers Grafen v. Görtz- Schlitz und einer Abordnung der französischen Kolonie feierlich enthüllt Der Kaiser überreichte dem Grafen Görtz- Schlitz den Schwarzen Adlerorden. Die Mitglieder der französischen Kolonie, die der Enthüllung beiwohnten, wurden neben anderen Persönlichkeiten vom Kaiser und der Kaiserin ins Gespräch gezogen. Das Denk.nal zeigt den Adniiral in spanischer Tracht, die Linke leicht auf den Degen gestützt und in der Rechten den Ndmiralsstab haltend. Für einen Besuch des Kaisers Wilhelm werd-m auf der griechischen Insel Korfu seltsame Vorbereitungen ÖCtr°©Sn bei der letzten Mittelnreerreise sind von Korfu aus lebhafte Anstrengungen gemacht worden, den Kaiser zu einen: Besuch dieser Insel zu bewegen. Neuerdings hat die Ankündigung, daß Kaiser Wilhelm seine Viittelmeerreise bis Griechenland aus- 'delmen werde, in 'Korfu die Hofft:ung erweckt, daß der Besuch der Insel diesmal stattfinden wird Der „Deutschen Tagesztg." wird aus Korfu geschrieben, „daß balj-er aun sofort mehrere deutsche TeiW des großen Kas^-Unternchmens, durch welches Korfu zu einem Rivalen von Monte Carlo, gemacht werden soll", in Korfu eingetroffen seien, um für eine schleunige Fertigstellung des Kasinos und der damit verbundenm Anlagen Ei i . twirten Mit dem Kasino ist eine Spielbank ver- ° T e Aasinogesellschaft wolle große Aufwendungen machen, nm bei einem etwaigen Besuch des Kaders Korsu.,,in möglichst L^der Verfaffuna erscheinen zu lassen". Wörtlich schreibt die Äuffche Tages trt>^ „Dieser Besuch würde ;a gerade die bestr G^enenbüt dazu bieten, Korfu als den neuen Sammelpunkt der fashionablen We lt bezw. als das Monako des Ostens em zufuhren." Die Fr Tische Pr." bemerkt dazu sehr richtig: Hat denn die Deutsche Tagesztg." keine Empfindung dafür, daß ^es den Kaiser beleidigen heißt, wenn man ihn, wie es nach me,er von der „Teutschen Tagesztg." ohne.jede Bemerkung abgedruckten Darstellung in Korfu versucht nnr*b, mißbrauchen Will, zu einer Reklame für eine Spielhölle? Die ZLergarbeiterbewegung. Der „Reichsanz." schreibt: J'm Ruhrrevier kann der A u s st a n d im ällaemeinen als b c e n d e t angesehen werden, da in der Frühschicht am 15. ds. nur noch 2176 Munn fehlten. — J'm BvrgwerkSrevier Ratibor waren am 15. d. M. noch insgesamt 2636 Mann ausständig. Dop das Ende des Bergarbeiterstreiks gekommen ist, geht auch aus einer Ankündigung des Bergbaulichen Vereins hervor, laut welcher er die Veröffentlichung der Streik- statistik einstellt, da auf fast allen Zechen die Belegschaft in alter Höhe eingefahren ist. . . Wir haben mitgeteilt, daß das Kohlensyndrtat in nächster Zeit schon die Kohlenpreise erhöhen werde. Nun wird direkt aus Syndikatskreisen mitgeteilt, daß dies wohl der Wunsch einiger Zechen ist, die Mehrheit derselben dürfte aber kaum mit einer Preiserhöhung einverstanden sein. J'm übrigen sind die Preise für d:e Zeit vom 1. April 1905 bis 31. März 1906 bereits Ende v. I. fest gestellt worden und eine Aenderung dieser Festlegungen könnte nur durch, eine Majorität der Zechenbesiper herbeigeführt werden. * Fürth 16. Febr. Der Magistrat lehnte den sozialdemokratischen Eintrag, 200 0 Mk. für die ausständigen Bergarbeiter des Rubrreviers zu bewilligen, mit alten gegen die fünf sozialdemokratischen Stimmen ab. Verlobung des Herzogs Eduard von Sachsen-Koburg. Herzog Karl Eduard von Sachsen-Koburg und Gotha! hat sich in Berlin mit der Prinzessin Viktoria A.del^ Heid, ältesten Tochter des Herzogs Friedrich Ferdinande zu Schleswig-Holstein-Sonderbur g-Glücks-i bürg, verlobt. Herzog Karl Eduard ist der jüngste unter den t)eut* schen Bundesfürsten: erst am 19. Juli dieses Jahres wird-i er nach erfolgter Großjährigkeitserklärung die Regierung^ seines Landes selbständig übernehmen, dessen Regentschaft jetzt der Erbprinz zu Hohenlohe-Langenburg führt. Herzog, Karl Eduard wurde am 19. Juli 1884 zu Claremont tiU England geboren- Sein Vater, ~ der im Jahre 1884 starb^ war ein jüngerer Bruder des Königs Eduard von England. Nach dem Tode des Herzogs Alfred von Sachsen-Koburg und Gotha und dem ftühzeitigen Hinscheiden dessen Sohnesf ging im Jahr 1900 die Thronfolge des Herzogtums nach Verzichtleistung des Herzogs von Connaught auf Herzog Karl Eduard über, der damals in dem Kolleg von Eton alA Zögling weilte. Der Herzog siedelte mit seiner Mutter und Schwester nach Potsdam über, wo er seitdem mit geringes Unterbrechungen fast ständig geweilt hat. Ein häufiges Gast in der Kaiserlichen Familie, ein intimer Freund der?, älteren Söhne des Kaiserpaares, hat er diese Beziehungen! zum Hohenzollernhause nun durch die Verlobung mit etnerl Nichte der Kaiserin noch enger geknüpft. Der Her^g tut zurzeit als Leutnant Dienst in der 5. Kompagme des! 1. Garde-Regiments z. F. „ . Prinzessin Viktoria Melheid zu Schlesivig-Holstem^ Sonderburg-Glücksburg wurde als älteste Tochter des Her-- zogs Friedrich Ferdinand zu Schleswig-Holstein und dessens Gemahlin Mathilde, geb. Prinzessin zu Schleswig-Holsteinj am 31. Dezember 1885 in Grünholz (Pr. Schleswig-HolMn), geboren. Ihre Mutter ist eine jüngere Schwester deH deutschen Kaiserin. Die Prinzessin hat noch wer! Schwestern und einen Bruder, den im 14. Lebensjahre stehen-^ den Prinzen Fwedrich Der Krieg. Vom Kriegsschauplätze. Tokio, 16. Febr. (Reuter.) Ein Telegramm des MarschaM O v a m a vom Hauptguartier am Schaho vom 14. ahn- Hof eine große Menge eingefunden hatte, um dem Cn-of}* Herzogs Pa ar zum Abschied ihre Huldigung zu bereiten, '-rer Abschied von den Lichcr Fürstlichen Herrfchasten war, wie uns berichtet wird, sehr herzlich. In Gießen hatte cstr Sonderzug nur 1 Minute Aufenthalt. Das Großherzogliche Paar blieb dem Publikum, das sich am Bahnhof emgeftmden hatte, und ein dreimaliges Hoch erschallen ließ, unsichtbar. Nachmittags um 3.30 Uhr langte der Sondcrzug in -Darmstadt an. Am Bahnhof wurde, so wird uns aus Darmstadtgeschrieben, das Fürstliche Paar von Oberkarnrner- herrn Mr Riedesel zu Eisenbach, Generaladsutant, Generalmajor v. Wachter und Flügeladsutant Rittmeister Crämer empfangen. Das Großherzogliche Paar sah zur Freude aller sehr wohl aus. Der Großherzog tnig kleine tzfenerals.- uniform. die Großherzogin ein dunkelgraues Reisekostüni und hellgrauen Hut mit Federn. Als das neuvermählte Paar den Wagen bestieg, brach das zu Tausenden am Bahnhof versammelte Publikum in stürmische Hurrarufe aus. Ebenso begrüßten bei der Fahrt durch die festlich geschmückten Straßen die dichte Menfchennienge das wiederkehrende Fürst en va ar mit freudigem Hurra. Noch einmal wollte die Darmstädter Bevölkerung dem zurückgekehrten neuvermählten Großherzogspaar durch eine großartige Ovation ihrer Freude Ausdruck verleihen, und ist ihr gestern, Donnerstag abend, auch in glänzender Meise gelungen. Es waren ea. 30 Gesangvereine, die in Gemeinschaft mit den 50 übrigen Vereinen in einer Stärke von mehr als 3000 Teilnehmern! diese Huldigung durch Serenade und Lampionzug darbrachten. Die Straßen der Stadt, die der gewaltige Festzug berührte, waren schon stundenlang vorher mit dichten Menscheuketten gefüllt, zum Teil ebenfalls mit bunten Lampions geschmückt. Im Zuge verteilt waren 15 Musikkorps und sämtliche Vereine zogen mit Fahnen, Transparenten und Lampions oder Fackeln auf; ein großer Teil, wie die sportlichen und die Handwerkervereine in besonderen, geschmackvollen Kostümen mit den Merkzeichen ihres Berufs. Während die ca. 500 Sänger mit Fackelträgern und Lampions in den hessischen Landesfarben im Vorgarten unmittelbar vor dem Palais Aufstellung nahmen, füllten die anderen Vereine den Platz zwischen dem Alicedenkmal und der katholischen Kirche „in drangvoll fürchterlicher Enge" aus, sodaß sich dem Beschauer ein einzig schöner Anblick darbot. Der Aufmarsch des Zuges nahm über eine halbe Stunde in Anspruch, sodaß die Serenade. erst kurz vor 10 Uhr beginnen konnte. Tas Großherzogliche Paar war schon beim Anmarsch der Vereine auf der Estrade des Palais erschienen und verblieb dort auch während des ganzen Verlaufes. Fanfarenklänge verkündeten den Beginn der Feier und dann ließ der Sänger-Masscnchor seine Lieder ertönen. Danach hielt der Ausschußvorjitzende, Hauptlehrer Losch, eine kurze Ansprache an das Neuvermählte Fürstenpaar. Das dreimalige freudige Hoch auf das Fürstenpaar fand über den ganzen Platz ein vieltausendstimmiges Echo, das dann durch die von sämtlichen Kapellen gespielte Nationalhymne abgelöst wurde. Großherzog und Großherzogin dankten tiefbewegt von der hohen Estrade und ließen dann die zehn Ausschnßmitglieder ins Palais entbieten. Der Lampions- und Fackelzug bewegte sich dann vom Palais aus noch durch eine Anzahl Straßen nach dem Marktplatz, und noch lange danach blieb die Stadt von großen Menschenmengen belebt, die ihrer Freude über die so glanzvoll verlaufene Ovation Ausdruck verlieh. — Tie Darmstädter Studentenschaft beabsichtigt, den hohen Herrschaften am 24. Februar einen Fackelzug darzubringen. Aus Stadt Mud Land. Kampf gegen die Schnaken. Gießen, 17. Februar. Endlich wird gegen die lästige Plage, unter der man (n Gießen alljährlich schwer zu leiden hat, energisch vorgegangen. Es ist mit großer Freude zu begrüßen, daß die Andeutungen des Stadtverordneten Medizinalrat Dr. Haber- Eorn, , das Großh. Polizeiamt scheine Schritte vorzubereiten, beitätigt werden. Möchte aber das Polizeiamt in seinen Bestrebungen von allen denen, die Schutz gegen die Plage finden wollen, nachdrücklich unterstützt werden. An anderen Orten geschah dies auch; unter der Führung der Behörde bildete man Kommissionen, sodaß ein regelrechter, planmäßiger Krieg gegen die lästigen Insekten unternommen werden konnte. Möchten alle, die mit besonderem Eifer diesen Krieg, der uns nach verhältnismäßig kurzem Feldzug schon in diesem Sommer Erfolge verspricht, mit- machen wollen, zum gemeinsamen Werk sich zu- sarnmenfinden! Wie uns von Großh. Polizeiamt heute weiter mitgeteilt wird, verspricht der Kampf gegen die Schnaken nur dann Erfolg, wenn der Vertilgungskrieg gleichzeitig und mit vereinten Kräften ausgenommen wird. Der milde Winter war der Entwicklung der Schnaken sehr günstig; bald werden sie ihr Versteck verlassen und den Hochzeitsflug antreten, um sich dann tausendfach zu vermehren und zur Plage der Menschen zu werden. In Feld, Wald und Wiesen kann man dann den Schnaken nicht mehr beikommen. Deshalb auf, jetzt ans Werk! Da die Schnake nicht wandert, sondern im beschränkten Bezirk ihres Entwicklungsortes lebt, sich vermehrt und den Menschen plagt, so ist erfahrungsgemäß mit der Vertilgung der Winterschnaken an ihren Ruheplätzen der wichtigste Schritt zur Verhinderung der Vermehrung der Plage geschehen. Die Vertilgung geschieht am besten durch Fackeln, die man sich, aus einer Stange und einem daran befestigten Bausch aus Wolle, Werg re., herstellt. Mit dieser Fackel, welche man mit Petroleum tränkt, brennt man unter Anwendung der nötigen Vorsicht die Wände und Decken von Kellern, Gruben re. ab, und man wird bemerken, wieTausende von Schnaken zu flüchten versuchen, um aber bald versengt zu Boden zu fallen. In einigen hiesigen Häusern hat man bereits den Versuch gemacht; tausende von Schnaken wurden dabei vernichtet. Man kann sich also denken, wie groß das Heer der Insekten ist, das sich auf die Keller re. der Häuser in unserer Stadt verteilt hat. Am sichersten wird ein gemeinsames Vorgehen zum Ziele führen, wenn die Interessenten sich einigten und die Vernichtung der K e lle rsch u a ken durch eine Kolonne vornehmen ließen, welche entsprechend auTzurüsten wäre, und die nötige Uebung und Sachkenntnis besitzt. Vor allen anderen haben die Inhaber der Vergnüg ungs- und Sommerwirschaften in unserer näheren Umgebung (Philosophenwald, Liebigshöhe, Schützenhaus, Schöne Aussicht:e.) und die Wirte der in der Außenstadt liegenden Lokale das größte Interesse, jetzt einzugreifen und die Vertilgung vorzunehmeu. Denn diese haben direkten Schaden, wenn der in ihr Lokal einkehrende Gast, alsbald durch Schnaken angegriffen, die ungastliche Stätte verläßt. Wir fordern deshalb unsere Einwohner auf, ungesäumt mit der Arbeit zu beginnen! In Bad-Nauheim ist man bereits auf unser Vorhaben aufmerksam geworden. Man schreibt uns von dort: Mit großem Interesse habe ieb wohl mit tausend Audereu Ihren Artikel in Nr. 39 Ihres gesch. Blattes, L,Stampf gegen die Schnaken", gelesen. Dieselbe Kalamität, wie sie in den letzten Jahren im Sommer in Gießen herrschte, hatten wir schon i m Jahre 1898. Entsetzlich luat die Schnakenplage hier; unsere Kurgäste und Einwohnerschaft konnten sich kaum retten; überall in Stadt, Feld und Wald war das Ungeziefer anzutresfen. Aeuße-- rungen von Kurgästen ließen daraus schließen, daß sie wegen der Schnakenplage nicht mehr n a ch N a u h e i m ins Bad kommen würden! Man schrieb damals die Ueberhandnabme der Schnaken dem von der Stadt angetansten Löffler'scyen Weinberg am Johannisberg zu, welcher nach und nach ganz verwilderte und tatsächlich später anch wegen der vermeintlichen Ursache der Schnakenplage gänzlich ansgerottet wurde. Aber auch dieses Mittel fruchtete nichts. Da machte der damalige Vertreter des Staates, der fetzige Oberbergrat Prof. Dr. Ehe lins in Darmstadt, im Gemeinderat den Vorschlag, man solle einfach von der Gemeinde die Nüttel bewilligen (der Staat als Besitzer des Bades hatte schon die nötigen Mittel bewilligt) unb hauptsächlich Keller, unbewohnte feuchte Räume u. s. w. ausräuchern lassen, damit die Schnacken und deren Brut so weit als möalich vertilgt würden. Man lachte wohl anlänglich allgemein darüber, aber siehe da, nachdem die sogen. „Sch n a k e n k o m m i f s i o n" gebildet war, ging diese sofort im Frühjahr 1 8 9 9 a n d i e Arbeit. Es wurden ein paar Leute angenommen, welche die Decken der Keller re. mit Spiritusbrenner ableuchteten. (Es sind dies breite Büschel mit irgend einer Substanz getränkten Werges: der Spiritus wird ent» zündet.) Anfänglich mußten sich die „Schnakentöter" manchen Spott gefallen laßen. Als man aber die Wahrnehmung machte, daß in einigen Kellern, besonders in dem unteren, nach der Usa gelegenen Teile der Stadt tausende und abertausende dieser Plagegeister durch oben angewandtes Mittel tot z u r E r d e fielen, hörte das Hänseln ans. Der Schreiber dieser Zeilen hat selbst gesehen, daß in einem Keller ganze Schippen voll toter Schnaken zusammengekehrt wurden. Was war das Resultat? Schon i in selben Sommer hatte die Plage bedeutend a b g e u o m m e n. Und so wird hier jedes Frühjahr dieselbe Arbeit vorgenommen, und wir können, Gott sei Dank, jetzt sagen: Nauheim ist schnakenfrei! ** Auszeichnungen. Während des Aufenthaltes Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs im Jagdschloß Romrod wurde verliehen: das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen dem Postverwalter Schierman und Stationsvorsteher Semmler in Zell-Romrod. Bürgermeister Schmidt-Romrod erhielt das Allgemeine Ehrenzeichen, Postassistent Tifföe eine Vorstecknadel mit Namenszug und Krone, in Diamanten gefaßt. — Die Damen des Kasinos hatten, wie man uns weiter aus Romrod mitteilt, I. I. K. H. ein prachtvolles Automobil in Blumen geschenkt, welches Frl. Haberkorn überreichte. ** Jubiläum. Am 16. Febr. waren es 25 Jahre, daß der Magazinarbeiter Ehrisloph Hahn bei der Firma Tribus und Sundbeim in Diensten steht. Anläßlich dieses Ehrentages wurde der Jubilar von seinen Prinzipalen mit einem Geldgeschenk, vom Kontor-Personal mit einer Taschenuhr erfreut. Vom Gesangverein Harmonie wurde ihm abends ein Ständchen dargebrgcht. § Großen-Linden, 16. Febr. Heute feierte unser Bürgermeister und Landtagsabgeordneter Johannes Leun seinen 5 0. Geburtstag, verbunden mit der Feier seiner 2 3jährigen Amtstätigkeit als Bürgermeister unseres Städtchens. In dieser Zeit ist es dem Jubilar voll und ganz gelungen, sich die Sympathie und die Achtung seiner Ortsbürger zu erwerben, seine Wiederwahl erfolgte jedesmal ohne Gegenkandidat einstimmig. In Anerkennung seiner Verdienste ließ die Gemeinde dem Jubilaren eine besondere Ehrung zuteil werden, indem ihm ein Ehrendiplom überreicht wurde, das vom Beigeordneten und sämtlichen Gemeinderatsmitgliedern unterzeichnet ist. Abends veranstalteten die fünf hiesigen Vereine zu Ehren des Bürgermeisters einen Fackel- und Lampionzug. Vor der Wohnung hielt Lehrer B. eine Rede. Er gedachte der Verdienste des Herrn Leun und brachte die Glückwünsche der Vereine und Einwohner dar. Mit brausendem Beifall wurde das Hoch auf den Jubilar ausgenommen. Die beiden Ge- sangereine „Germania" und „Harmonie" trugen Lieder vor. Dann setzte sich der Festzug unter dem Vorantritt einer Musikkapelle nach der neuen Turnhalle, einem Werke des Bürgermeisters Leun, in Bewegung. Hier wechselten Gesangsund humoristische Vorträge mit Konzert wieder ab, und im Lause des Abends dankte Bürgermeister Leun mit bewegten Worten für b e Ehrung durch die Vereine und die Gemeinde. Bad-Nauheim, 16. Febr. Eine sehr lebhafte Debatte entspann sich bei der gestrigen Mitgliederversammlung des Vereins zur Hebung des Stadtverkehrs über die Errichtung einer höheren Bürgerschule. Bürgermeister Dr. Kayser legte den Standpunkt der Stadtverordnetenversammlung dar, wonach die Schirle als höhere Bürgerschule mit Lehrplan der Realschule gedacht ist. Bis zum 10. Lebensjahre sollen Jungen nnd Mädchen zusammen sein, alsdann Trennung eintreten. Fast alle Redner sprachen sich in ablehnendem Sinn-", aus. R. B. D a r m st a d f, 16. Febr. In der heutigen Stadt--! Verordnetenversammlung teilte Oberbürgermeister Monreweg mit, daß der verstorbene Buchhändler Schneider ein Vermögenvon 2 9 0 0 0 0 M k. hinterlassen! hat, motu n der Stadt Darmstadt der achte Teil nnd das Haus am Schloßgraben zufällt. Von dem Rest erhalten je ein weiteres Achtel die Stadt Torgau und die Gemeinde! Wörrstadt (Rheinhessen), ferner zwei Enkel des Verstör- beneu und die Blindenanstalt und die Taubstummenanstalt zu Friedberg. Die Waisenanstalt und das Krankenhaus zu Darmstadt erhalten ebenfalls je ein! Achtel. 0 Krofdorf, 15. Febr. Die weit ansgedehnte G e meindejagd für Krofdorf—Gleiberg kam heute nachmittag auf der hiesigen Bürgermeisterei zur Neuvervachtun g. Während die Jagd bisher an einen Herrn aus Hagen für 3000 Mk. verpachtet war, wurde bei dem heutigen Ausgebot kaum die Hälfte erzielt. Die Genehmigung konnte daher nicht erteilt werden, und die Jagd gelangt abermals zur Verpachtung. a. Marburg, 16. Febr. Heute nachmittag wurde ein hiesiger Studierender, Namens .Hartmann aus Hagen in Mecklenburg tot in seiner Wohnung aufgefunden. Er hatte sich in selbstmörderischer Absicht zwei Kugeln in die Brust geschossen. Die Beweggründe zu der. Tat sind noch unbekannt. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den! Nachbarstaaten. Im Bergwerk bei Gladenbach wurden mehrere Bergleute im Arbeitsstollen durch Gesteinsmassen verschüttet. Einer der Verunglückten wurde getötet und einer schwer verletzt, während die anderen unverletzt davon kamen. Berlin, 16. Febr. In der heutigen Sitzung des deutschen .Handelstages wurde zunächst das Vereinszollgesetz besprochen. Der! Berichterstatter, Generalsekretär S o e t h e e r - Berlin führte aus, mit Befriedigung habe der deutsche Handelstag von der Neubearbeitung des Vereinszollgesetzes vorn 1. Juli 1869! Kenntnis genommen. Es sei erforderlich, das Gesetz den! heutigen Verhältnissen anzupassen. Was die Regierung auf diesem Gebiete geschaffen habe, sei dankbar anzuerkennewu Ir gebe sich der Hoffnung hin, daß die Regierung auch bie; Wunsche des Handelsstaudes berücksichtigen werde. Soek-! Heer empfahl einige für die Aenderung des Vereinszollgesetzes ausgearbeiteten Leitsätze aur Annahme Sie utf* Jer Kampf um die akademische Freiheit. Man schreibt uns aus Marburg: Am Montag war Geh. Ober-Reg.-Rat Dr. Elfter aus Berlin in Marburg und hat mit dem Studentenausschuß in' der bekannten Angelegenheit verhandelt. Auf Grund der Darstellungen Elsters hat der Ausschuß in feinen Sitzungen am 14. und 15. Februar folgendes Schreiben an den Kultusminister: gesandt: „Ew. Excellenz! Tie Marburger Studeutcnschaft, vertreten durch die bevollmächtigten Mitglieder ihres Ausschusses, gibt fiefr die Ehre, Ew. Excelleuz aus Grund des von Ew., Exeellenz bevollmächtigten .Herrn Vertreter, Herrn Geheimen Negierungsrat Dr. Elfter am 13. Februar in Gegenwart Sr. Magnifizenz, des Herrn Rektors, des Herrn Kurators, der Herren Profestoren Maun- kopff, Budde, Andre uud v. Sybel, sowie des Universstätsrichters, Herrn Jeß, gemachten Eröffnungen und in Ergänzung Ihres! Schreibens vom 10. Februar folgendes gehorsamst zu unterbreiten: Die Marburger Studentenschaft ist zu der Ansicht gekommen, daß die zum B e d a u e r n der Marburger Studentenschaft zwischen dem Ministerium und der Vtarburger Studenteuschaft noch obwaltende Spannung auf mehrere M i ß v e r ft ä u d n i s s e zurückzuführen ist, welche durch die Mitteilungen des Herrn Geh. Ober- RegierungSrat Dr. Elster aufgeklärt erscheinen. Tie Marburger Studentenschaft ist zu ihrer Kundgebung vom 31. Januar veranlaßt durch die über eine Woche unwidersprochene, von dem größten Teil der maßgebeuden deutschen Presse lebhaft kommentierte Acußcrung des Herrn Geh. Rat Dr. Daube: „Aka- bemische Freiheit kennen wir nicht!" Ta diese Worte von ministerieller Seite nicht dementiert wurden, trotzdem sie bereits als Tagesordnung einer öffentlichen Akobemiker-Versamm- lung in Berlin angekündigt waren, hielt sich die Marburger Skudentemchaft für berechtigt und verpflichtet, eine P ro t e ft ku u dgebuu g gegen die einen Angriff auf die akademische Freiheit in sich 'schließende Aeußerung zu erlassen, zumal noch persönliche, cl>renwörtlich abgegebene Erklärungen verschiedener Mitglieder des Ausschusses der haunoversichen Studeutcuschast die Tatsachen bestätigten und die Marburger Studenteuschaft so genügende Unterlagen für ihr Vorgehen zu haben glaubte. Tie ursprüngliche Msicht der Marburger Studentenschaft war nur die, die Kommilitonen der anderen Universitäten und Hochschulen zu einer gemeinsamen Stellungnahme zu den in Hannover gehaltenen Acußerungcn zu veranlassen und zu diesem Zwecke sich auch der Hülfe der Presst zu bedienen. Erft in zweiter Linie beschloß die Marburger Studentenschaft, alsdann Ew. Excellenz eine telegraphische Mitteilung von ihrem Vorhaben zu machen, damit Ew. Excellenz nicht erst durch die Presse Kenntuis vou demselben erhielten. Das Telegramm vom 31. Januar ist also nicht als Eingabe^gemeint gewesen. Ew. Excellenz haben nun der Marburger Studentenschaft einen Vorwurf daraus gemacht, daß sie sich bei ihrer Mitteilung mi Ew. Excellenz nicht der Vermittlung dcs Herrn Rektors und des Herrn Kurators der Universität bedient hat. Der Ausschuß glaubt, daß er in seinem Verkehr mit den Behörden nicht verpflichtet ist, einen Instanzenweg cinzuhalten und in seinem guten Recht zu handeln, wenn er sich direkt an Ew. Excellenz wendet Dazu bemerken wir ehrerbietigst, daß Herr Geh. Reg.-Rat Tr. Daube, der sich offiziell als Vertreter Ew. Excellenz bezeichnet hat, dem Ausschuß bedingungslos das Recht zugestanden hat, mit Ew. Excellenz direkt zu verkehren. Jedoch hat die Marburger Sttidentenschaft im vorliegenden Falle, die von.Sr. Magnifizenz dem Herr Rektor angebotene gütige Vermittlung gern angenommen. Die Marburger Studentenschaft spricht daher die Hoffnung aus, daß Ew. Excellenz durch diese Erklärung über die gleichmütige Msendung der Mitteilung an Ew. Excellenz uud an die deutsche Studentenschaft sowie an die Presse befriedigt sein werden. Die Marburger Ltudenteuschaft hat ihrerseits aus dem Munde des offiziellen Vertreters Ew. Excellenz mit Befriedigung Kenntnis genommen, daß Ew. Excellenz der Hüter der akademischen Freiheit sein wollen und nicht daran denken, diese in lrgend einer Form zu b e e i n t r ä ch t i g e n. Weiter hat die Marburger Studeutenschast mit Freude die Zusicherung entgegengenommen, daß es ihr nach wie vor freistebt, sich bei Kundgebungen irgend welcher Art an die Presse unb b am i t an die breite Oeffentlichkeit zu wen- b en. schließlich hat sie mit freudiger Genugtuung vernommen, .es den Ausschüssen der deutschen Ilniversitäten und Hochschulen Nicht verwehrt sei, in studentischen Fragen mit einander m Beziehungen zu treten. Wenn auch Ew. Excellenz bevollmächtigter diese Znsichernng uns persönlich gab, vertraut dw Marburger Studenteuschaft doch seinem Worte, daß diese An- slcht auch die Ew. Excellenz ist. Tic Marburger Studentenschaft fleht lneniach. ihre Kundgebung vom 31. Januar als erledigt an unb spricht Ew. Ercellenz bie gehorsame Bitte aus, auch xVbrcTjetty, sowohl das Telegramm vom 31. Januar, als auch das Schreiben vom 10. Januar geneigtefi als erledigt ansehen zu.wollen. Ew. Excellenz gehorsamste Studentenschaft der Uni* berutat Marburg." Aer deutjche Kandelslag. IL Lazard' eilte zur Hille herbei. Als sich die MannschaNen des- Teäephonischet* Kursbericht 3% Mexikaner a Todes-Anzeige. B17 /, im B17/, 248 im von vormittags 10 Uhr Rm. Buchen-Scheit, mit o mit 20 872 Zusammenkunft jedesmal im Ort. des Ball-Handschuhe L. Petri 91. 869 werden". HeöHardl. V17/a Familie Familie Familie n n w n w tf p II 102.30 91.25 102.40 91.30 100.65 99.70 102.10 4 7 22 130 Rm. 2 4 18 20 31 15 24 110 2 28 94 Buchen-Scheit, Kiefern- „ Buchen-Knüppel, Eichen- „ Kiefern- „ Buchen-Stöcke, Eichen- „ „ Fichten- „ Fichten - Derbstangen 5,51 Fm., Fichten - Rcisstangen 0,25 Fm. bitten Kreiling. Rinn. Schmidt. 0901 34.60. 95.00! 144 00 112.20 213 20 194.50 144.70 161.60 165 50) 139.40 16.90' 191.50 258.00,* 246.00, 214.00, 105.60 67.70 67.50 103*40 52.75 Wchen. 1AAK Gießen, den 16. Februar 190o. Städt. Elektrizitäts-Werk Gießen. 4,/e9/n Chinesen . . Electric. Bohuckert « Nordd. Lloyd . • Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden . • . Gottbardbahn . . , Laurahüite . . ♦ 4 Boohnm Harpener . . Staatsschatzscheine 40/j Italien. Rente . . . Portugiesen ► . . 30/ Portugiesen C. Türken . . . Tlirkoutcse 4°/0 Grech. Monopol.-Anl. 4X)^% äussere Argentiner Bersrod, den 16. Februar 1905. Großh. Bürgermeisterei Bersrod. R e u s ch l i n g. ö onnra g, Den r n c ® vtox < r-trxrv. Septuagesima. Vormittags von 6 il, Uhr an: Gelegenheit zur Heu. Beicht. „ um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und m derselben, Aiisteilimg der heil. Kommunion. / um 8 Uhr: Die zweite heilige Messe. Militärgottesdienst mit Predigt. ' um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. nchmittaas um 5'/. Ubr: Ebristenlebre: daraus Andacht. 173 3 258 7 2 118 2 Rm. Fichten-Reiser, u Buchen-Stöcke, Heuchelheim, den 17. Februar 1905. ic Beerdigung findet Sonntag beit 19. Febr. um 1 Uhr statt. Liesemmgs-Vergebung. Die Lieferung von hartgebrannten Feldbrandsteinen für die Betriebsjahr 1905 zu verlegenden Kabel sott öffentlich vergeben ein' Leutnant schwer. Die Exvlosionen geschahen bei der ^nllung der Gasolin-Behälter des Bootes, das /ich darnach zur Vornabme von Tauchübungen nach der Hafenausfahrt begeben sollte. Bei V o g t s g r ü n 'im sächs. Erzgebirge), wurde der 63 ^ahre alte Gutsbesitzer Gottlieb Forner aus Thoßfell erm^/de^ansgesunden. einzureichen. Gießen, den 16. Februar 190p. . Städt. Elektrizitäts-Werk Gießen. Stolte. Neueste Meldungen. R. B. Darmstadt, 17. Febr. D'ie zweite Kammer, beriet die weiteren Kapitel des Kultusetats, ^t Ausnahme- des Kapitels „Landcsmuscunl", das zrrruckgestellt wurde. Ferner^ wurde der 5. Abschnitt. rinärwesen", der 6. 'Abschnitt, „Fürsorge wr Hmterbliebene vvw Beamten", und der 7. Abschnitt, „LandZkultur und Landwirt-' schast", mit Ausnahme der Pofttimr „Pferdezucht genehmigt. Tie Beratung der genannten Poirtwn wurde vertagt, ferner ge- nebmiate das Laus den 8. Wchuitt, „Bergbau, Verkehr Kandell und Gewerbe".^ Bei vielen dieser Kapitel fandm Deutliche Debatten und Anfragen statt. Nacn.te ^chung ^.ien.tcw 10 Upr. Petersburg, 17. Febr. In den nächsten zeigen werden die wichtigsten jüdischen Gemeinden Rußlands dem, Minislerkomitee eine Kollektiv-Petition überreichen, m der die vollkommene Gleichstellung der Juden nut der übrigen; Bevölkerung betont. - In der Nähe von Mukden wurde em; 25jähriger Beamter für besondere Aufträge von emem An-^ gestellten des Lieferanten Gromow erschossen, ^er junge'; Mann schrieb häufig an seinen Vater, den Herausgeber derj Zeitung „Sarja" in Petersburg, über empörende Mißstände im Lieserungswesen für die mandschu-. rische Armee, wobei auch der Lieferant Gromow eine H^olle spielte. Gromow war bereits von Skobelew seiner 3cit, zum Tode durch den Strang verurteilt, später aber be- gnadigt worden. Der Mord ist jedenfalls ein Racheakt wegen j en er Enthüllungen. — Gestern morgen 8 Uhr entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden unsere geliebte Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Am Anna Margarethe Kröck Ww. geb. Heunrich im 64. Lebensjahre. Um stille Teilnahme Märkte. fr Frankfurt a. M., 17. Febr. iOrrg.-Telegr. des „Gieß. Anz.") Schweine ma r k t. Zum Verkauf ltvnden 289-Lchweine. Schweine: 1. Qualität 62-63 W, Lebendgewicht ^-00 Pig 2 Qual. 61—00 Big., Lebendgewicht 48—00 Big., 3. Qualität 54—56 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. Geschäft gut, kein Ueber- Nutz-«) KkenhkWtrktts. Königliche Hversörsterei Krofdorf. Montag, 27. Februar, vormittags 10 Uhr, kommen Weisbrod'schen Saale zu Salzböden zum Verkauf. SÄuübcz. Waidhaus: Distr. 54 (Hünzcnhau): Buchen: 234 Nm. Scheit und Knüppel, 295 Rm. Reiser. Schuköez. Salzböden: Distr. 64 (Schabenstrauch): Buchen; 10 Rm. Rollen, 224 Rm. Schelt und Knüppel, 313 Rm. Reis., Distr. 68 (Hirschsprung): Buchen: 93 Rm. Scheit und Knüppel, 695 Rm. Reis., Dlstr. 71 (H emmstoß). Eichen: 2 Rm. Schichtnutzholz, Buchen: 42 Rm. Scheit und Knüppel, 250 Nm. Reis., Fichten: 82 Stamme und Derb- siangen = 6,5 Fstm., 80 Reis.-Stangen, Distr. 77 (H a r dt): Eichen: 43 Rm. Scheit und Knüppel, 252 Rm. Reis., -mchm. 134 Rm. Scheit und Knüppel, 335 Rm. Reis., ^.ot. Buchen: 33 Rm. Scheit und Knüppel, 65 Rm. Reiser, Distr 61 (Hohenschied) Nr. 149-1o3, 155, 158, 160-163 167 Rm. Eichen-Reiser. B >sn das Handelsregister Abt. L wurde heute eingetragen: 'Gewerkschaft „Selters-Heflen", juristische Person. Sch m ! Gießen. Ort der Niederlassung: Selters-Orten berg Gegenstand des Unternehmens: Ausbeutung der Soole-Bergwerke 'Klosterbrunnen und Benedictus bei Selters-Ortenberg, Qnlage von Bade- und Heilanstalten, Verwertung der Sool- und Mineralwasser daselbst, Erwerb und Beteiligung an ähnlichen Unternehmilngen, Herstettiing und Betrieb aller solcher Anlagen, die nach dem Dafürhalten des Grubenvors andes den oben genannten Zwecken dienlich sind. Vorstand: 1) Wilhelm Wildenhapn, Bergwerksdirektor m Gießen Vorsitzender, o\ dlngust Münker, Bergwerksdirektor daselbst, stellvertretender Vorsitzender; 3) Adolf Marx, Bergwerksdirektor daselbst; 4) Wilhelm Schütz, Kaufmann in Weilburg; 5) Carl Frensdorf, Kaufmann in Gießen; 6) Wilhelm Dulheuer, Kaufmann in Bonn; 7) Adolf Baer, Kaufmann in Gießen. Bl7/2 Gießen, den 16. Februar 1905. Großhermn! Amtsgericht. " • , , vntYMriPa ’ das Hazard- eilte zur Hille herbei. Ms sich ine Mcmnscyanen Des- hatten Wünsche über die Anwendung des arc. Hochachtungsvoll ) Frau Hammel, Große Mühlgaffe 6—8. Girtzkm Ksk!jk!!k-Vn?W. Freitag den 24. Februar, abends 8 Uhr: Ordcntl. Mit geschloffen. Gefl. schrütl. Offerten erbitte an Albert Reubürger, Gießen.__________________875 Verpachtung. Altrenommiertes Gasthaus tu Mitte der Stadt Verhältnisse halber sofort zu ver» pachten. Größter Bierumsatz. Nur prima kautionsfähige Leute finden Berücksichtigung. 090d Offerten an Otto Scheel, Gießen, Westanlage 28. Kaufmann i einjährig gebient) sucht Stellung bei bescheidenen Ansprüchen als' Kontorist ob. Buchh. v. 1. April ab. Off, unter 0903 an die Exped. 9899] Zunge Dlädchen von außerhalb suchen zum L März Stelle durch Frau Sparr, Seltersweg 8. 0847] Mädchen, das im ^«.äheii bewandert ist, sucht Stelle als Hausmädchen. Weserstraße 1. , 0904] Ein noch wenig gebrauchter Äaffeeröster für Hand- und Motorbetrieb, mit Kugel zum Ausrollen billig zu verkaufen. Näh. Kreuzplatz 6. Orrkrr'r Pudädli08"%er Fructin bester Ersatz für Slhr billiges A»zcb»t! Nr ZchuhUllHer! Wegen Geschäftsaufgabe verkaufe id) zu sehr billigen Preisen: 1 Säulenmaschine, 1 Eylinder- maschine, 1 Schleifstein mit Wichs- und Polierscheibe, einen großen Schrank zur Ausstellung fertiger Schuhwaren, mein ganzes Lager fertiger Schubwaren, Leisten- jefteUe, sowie Leisten und Blöcke, i. Zuschneidetisch mit 8 Kasten usw. Heinrich Henkelmann Schuhmacher, Lollar bei Greßen, Bahnhofstraße 4. 0849 Detzw Gllsmotor 8 Pferdekr., noch in Betrieb, sehr gut erhalten, billig zu verkaufen. Off, u. D14/, an die Exp. d. Bl. 0888 Franz Maas. Sonntag den 19. Februar, von nachmittags 5 Uhr ab: Karnevalistische Unterhaltung verbunden mit Konzert, Vorträgen und Tanz im Saale des Felseuketter. Wir laden unsere verehrten Mitglieder, sowie die unserem Verein nahestehenden geehrten Tarnen nebst Familien hierzu freundlichst ein. Freunde können eingeführt werden. 0897 Der Borstand. Danksagung. x Für die überaus zahl- X g reichen Glückwünsche an- X g läßlich meines 25-jährigen X X Dienst-Jubiläums bei der x x Firma Tribus L Sundbeim x g sage ich hiermit meinen $ ? besten Dank. 0905 x x Besonderen Dank dem Je x Gesangverein „Harmome" g x für das mir dargebrachte x x Ständchen und den Tisch- X x genoffen im „Stephanseck". X g Gießen, 17. Febr. 1905. J H Christoph llaho, Magasillarbeiler. I MDMMGGOGMMGGGK Arn Sonntag wurde auf der Schönen Aussicht ein 089S Merzieher oalailsA. Umtausch GambrinnS, Klnukstr. 0896] 2 Schlüssel, aneinandergebunden, verloren. Gegen gute Belohn, abzug. Seltersweg20,III. Vnroniel und Schluss des UL Aufzuges aus dem Bühnenweihfestspiel „Parsifal fe Konzert in Es-dur für Violine und Orchester (Köchel No. 268) .... 3.’ „Allegro con grazia“ a. d. Symphonie path^tique, op. 74, für Orchester . ‘ Solostücke für Violine : a) Sörsnade mölancolique, op. 26 j •••••«» • pftrirttsttzer Lanolinhnfsalbe Künstl. Hathorn Oreolin, Lysol licderglanzsch warze Sattelseile Pferdeschwämme Strengelpulver etc. etc. Adler-Drogerie Selters weg 39 Otto Schaaf. Kutscher Verein Gießen Sonntag den 19. Februar 1905 abends 7 Uhr 55 Mi». 9 Sek.! vu/, Grosser Menball im Cafe Leib. Zur Aufführung gelange« die neuesten Ereignisse. Wllmnz einer gejting.«»@mppen=9luffiif)rnugen. Alles Nähere erfolgt durch Plakate. SttttrtttSPretse: im Vorverkauf Herrenkarte 1 2RL, an der Kaffe L20 Mk^ Dam en karte 40 Pfg^ an der Kaffe 5g Pfg^ Geheimkarten, gütig bis zur Demaskierung, 50 Psg., Galleriekarlen 20 Pfg. — Borverkaufsstclleu: Friseur Aff, Neuenbäue; Friseur Kuhl, Walllorstraße; Friseur Wahl, Neustadt; Kaufmann Ockel, Neustadt; Friseur Tichy, Seltersweg; Kaufmann Salomon, Schtchtraße. Der Borstand. Restaurant zum TIVoll, Samstag den 18. Februar, abends 8 Uhr: Kmk». KsWtllsikMg mit Kllnmt Feinster b) Mazurka a. d. „ Miniatur es , op. 20 e) Scherzo rustique f _ „Tod und Verklärung“, Tondichtung für grosses Orchester, op. 24 , . üinMIkVarion zum Konzert für Nichtmitglieder zu Mk. 3.— , Sperrsitz Mk. LinirltlaKdA lvll Musikalienhandlung von Ernst Challier (Rudolph's Nacht), für hei Herrn Hausverxvalter Stork zu ermässigten Preisen zu haben. Zur Hauptprobe nur im Vorverkauf Mk. 1.—, Schülerkarten 50 Pfg. — Oeffuung des Saales 41/, Uhr. v /a Mmerti.HMlaM können eintreteten an den Neubauten in der Sttphanstraße vis-ävis der Universität. [811 W Hiliisbürfche Lmdenp!atz4. Sa»siiirrsl!ie Alarktplatz 17. 0908] Ein ordentlicher, junger Bursche von etwa 16 Jahren gesucht. Dampfmotteret Gieße», Jae. Perjyn, Echanzenstraße 4. 885] Ein braves, ehrliches Hanobürschchen sofort gesucht. Hch. Arnold II., Marklstraße. ^uljmdKrkijtliiig gcfllcht. 0911] H. Müller, Wolkeugasse23. srischm-lL Fahrkuh mit Mutterkaib hat zu verkaufen 08891 L. Spuck 11., Lollar. Größere Kisten geeignet für Zigarren-Fabrrken, lillig abzugeben. 876 Spriugmarm's Schuhwareuhaus, Bahnhofstraße 58. Verein Contentia. Sonntag den 19. Februar, von nachmittags 5 Uhr au: KMmlistW KuDkilfitziniz verbunden mit v"/» Großem humoristischen Konzert auf Lony'S Bierkeller. Freunde und Gönner des Vereins sind willkommen. Der Vorstand. Couplet-Verein Humor Sonntag den 19. Februar 1905, nachmittags 3 Uhr, auf der „LiebigShöhedd Grosses humorist Konzert mit Tanz der berühmten Hauskapelle aus Wittscheboru, Couplets und andere Ueberraschuugcu. Eintritt frei. 0912 Der Vorstand. | 7 Zimmer | Bahnhofstr. 42 ist der III. Stock (7 Zimmer, Mitbenutzung des Gartens re. für 1. April anderweit zu ver- mieten. Rechtsanwalt Raab. >18 6 Zimmer | 879] Ludwigstratze 27 ist der 2. Stock, 6 Zimmer mit allem Zubehör und Gartenanteil per 1. April event. später zu verm. Näheres parterre. L@&affr6aM für die Lesehalle zum 1. März gesucht. D17/, Meldungen Nordanlage 31,2. St. 0902] Jemand zum Wecktragen gesucht. Ludwigstraße 44, pari. ! A« öckiliüW Äschen ür tagsüber ges. Neuenweg 31. Kräftiges Mädchen ür Haus und Küche gesucht [0813 Marktplatz 7. Verschiedene Haus zum Alleinbewohnen in schönster Lage, prachtvoll eingerichtet, alsbald ah vermieten evtl, zu verkaufen. Zu erfragen 884] Bleichstraße 15, Hinterh. 882] Durch Wegzug des Herrn Hauptmann Brandt ist die von ihm bewohnte Billa per 1. April d. I. zu vermieten evtl, zu verk. G. Nauheimer, Alicestraße 11. 311] Große Wohnung, 9—10 Zimmer im 2. Stockwerk, event. weitere 5 Zimmer im 3. Stock, pr. 1. Juli zu vermieten. Will). Rudolph, Seltersw. 91. 260] Liebigstr. 46 (Schlößchen) sind per April der erste Stock und der Kniestock, eventl. zusammen zu vermieten. Auskunft im Hause, parterre. 854] Kleine Mansarden wohn, zu vermieten. Zu erfragen ________Goethestraße 50, pari. 721] Eine kleine Wohnung u. 2 einfach möbl. Zimmer, ev. mit Pension, alsbald zu vermieten _______An den Bahnhöfen 80. 880] Ein kleines Logis zum 15. Ntärz zu vermieten. ________Teufelslustgärtchen 20. | Möbl. Zimmer j 089U] Schon moül. Zimmer zu vermieten Seltersweg 87, III. 0909] Freundl. möbl. Zimmer sofort zu vermieten. W. Rothermel, Bahnhofstr. 38. 0906] 2 Schlafstellen zu vermieten.__________Tiefenweg 18. 0907] Arbeiter können Logis erhalten. Bahnhofstr. 20, I. 0806] Schöne möbl. Zimm, mit ob. ohne Pens, z. v. Bismarckstr. 17. | Läden etc. j Die von Herrn Ferd. i)lennftiel, Möbelhandluna hier, Plockstraße8, innehabenden Lokalitäten roie Laden mit Wohnung Werkstatt und Lagerräume sind vom 1. Avril 1905 an anderweitig zu vermieten. 64 Ernst Bloedncr, Plockstraße 2. All AnMilh» zum 1. März gesucht. B17/,1 Chirurg. Klinik. Ml. DiechmSlhe» Ä Bismarckstr.l6,p.(EckeLudwigstr.)ll Wohnung (5 Zimmer) per 1. April zu vermieten. 186 Näh. Bismarckftratze 26, Part. 739] Größere b-Zimmerwoh° nung mit allem Zubehör, der Neuzeit entsprechend eingerichtet, per 1. April zu vermieten. Näh. Gebrüder Zutt, Steinstr. 84/86. 3 Zimmer | Bahnhofstraße 51, 111 3 große Zimmer nebst Zubehör Ser April oder später. F7 August Noll. j 5 Zimmer \ Westaulage 62 Wohnung im 1. Stock von fünf Zimmern und sonstigem Zubehör per 1. Juli event. auch 1. April bei