155. Jahrgang Zweites Blatt Nr. 270 Ecneral-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für 6cn Kreis Sichen ödURrbt, 9Vcrfc*T;?int. b. V. des 8.) Fürst zu rverben, obwohl das ßcnlrum versprochen hatte, für den Schmitt (Zentrum) wird dort n und 18. 19. wird. Uli mit flennenf)cim. und 1 Wahlmann früheren vertreten iten «arten nen (B. dr L.) 8. Partei) 26. Erscheint Uglld) mit Ausnahme des Sonntags. Eie „6l, Calbach, Dikbach a. Haag, £'ain 21 irslarrd. Cin im Landtage verteilter Bericht des über die Aenderung der Land- erweitert die bestehende Wahlordnung V r ü n n , 15. Nov. W''lr Heutzenrvdw nationallib.), Glau- berg und Rodenbach-Heeahsim. trmnSmänner fjorn in Seligenstadt, Molthau in Nierstein mnb v. Brentano in Bingen-Land; endlich Berthold s'Soz.) in Groß-Gerau. Zur Stichwahl wird eS wohl in Sprendlingen— Wöllstein zwischen dem bisherigen ZentrumSabg. Pitt- lliahn und dem freif. Lehrer Nodenbach kommen. Was sanft noch an Aenderungen eintritt, das ist rein Personelles. An die Stelle des nationallib. Schtll in Olt - [liefen tritt der nationallib. Best, an die Stelle des^Zen- ltrumSmannes Prof. Schlenger in Heppenheim der Stadt- rrechner Hebel (Ztr.). Die La n ge n - I s en b urg er So- yiatbem ofraten werden fortan nicht mehr von dem wohlhabenden Bauspekulanten Cramer, sondern von dem reichen üellung in (Innenrod, Heimertsh usm (fr. Brnier) Ober-Lhmen (für Brauer), D. Hlen Außerdem wurden im Bezirk 3 nctionallib.. werben ferner: die Bauernbündler Hungen - Lich, E r ck in 9hbba, und Brauer in Homberg; Reg.- Besstmgen; die Nationalliberaleu und Häusel in Höchst; die Zen- ■darmstädter Rechtsanwalt Fulda vertreten werden. Im einzelnen liegen uns folgende einzelne Zahlen Berichte vor: 4. Wahlbezirk: Hungen-Lich. Seither: Köhler (Bauernbund). Seither: U l l m a n n (nallib. und Bund b. Landw.) Wahlmö'nuer der Nationalliberalen und def Bundes der Land- flirte wurden aewäbli in Büdesheim <2), Burg-Gra's»rode, Dortel- lveil, Holzhansen, Klcin-Karben, Ober-Cschbach, £fdwcn, Rendel, i Sozialdemokratische ii Groß-Karben, U11 m a n n 8 W ederivahl ist sicher. Berlin, 15. Nov. Der Kommandant des Schiffes „Dhesis* meldet auS Zanzibar Nachstehendes: Paasche ist stromabwärts bis hinter den Pangani-Wafferfall marschiert >md hat dort die Kilwa-Leute überfallen. Verlust deS Feindes 2 4 Tote, darunter der Rädelsführer Hongo, mehrere Gefangene; Vorräte wurden genommen. Ein ein» geborener Soldat schwer verwundet. Oberleutnant zur See 5 o m m e rf e I bt unternahm mehrere Expeditionen, wobei der Fei' b Verluste erlitt. Leutnant Stengel unternimmt mit „Bussard "-Mannschaften eine zwölftägige Expedition noch Mahongan und Wirima. — Ki bata ist am 27. Oktober mährend der Nacht erfolglos von den Aufständischen an gegriffen worden, ebenso Kilosia am 8. November frühmorgens. Leutnant Engelbrecht ift dorthin marschiert. Tas Detachement dcS Oberleutnant Stiel er ist nachMaffaffi gesandt. Donnerstag 10. November 1905 (RotntionSbnief imb Berlag her Brü hl siebe« UniuerliiätöbrudcreL flt Lange. Gießen. Redaktion. Cxoeduion n Trueferet ' 2eL 911. 51. ieiegi.-illöt.. Anzeiger Stegen. PekamttmaLrmg. ES wirb hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß va4 Königliche Vroüiantamt Hanau jetzt und in den folgen- ben Tlonaten Roggen, Hafer, Miefenheu nnb Roggenstroh diesjähriger Ernte zu den gangbaren Tagespreisen kauft. Es werden selbst die kleinsten Mengen angenommen. Die Emsendung der Naturalien kann ohne vorheriae Anmeldung und an jedem Wochentage vorm'ttags von 8 bis 12 Uhr, sowie nachmittags von 2 bis 4 Uhr erfolgen. Bahnsendungen sind nach dem Nordbahnhof Hanau zu richten. Gießen, den 11 November 1905. Grohher ,'gliche K-ni am: Gießen. F. V: Dr Wagner. Fürst en berg oeranftaltete heute eine Fuchsjagd, an der ? r Kaiser nnb die übnaen Gäste teilnahmen. Abends nm 5 Uhr kehrte die Fägdgciellschaft ins Schloß zurück, wo um 8 Ubr Diner slaltfai d. Morgen ist Hochwildjagd. Tie Abreise dc« Kaisers erfolgt am Freitag nachmittag 5 Uhr. München, 15. Nov. Die Prinzessin Ludwig, Großmeisterin deS T h er es i e n ord enS, verlieh auS Anlaß der Enthüllung des Kaiser Wilhelm.Denkmals in Nürnberg bet Krotr Prinzessin Caeeilte und der Groß Herzogin von Baden den Theresienorden in Brillanten. Breslau, 15. Nov. Die ,VreSl. Morgenztg/ meldet: Die Einennung des OberlandeSgerichtSpräsideuten Beseler ptm Iiisiizminister ist Montag erfolgt. Eine Bestätigung dieser Meldung war hier bisher nicht zu erlangen. (F. Z) Posen, 15 9100. „Dzienmk PoznanSkt* meldet auS Grattdenz: Der ReichStaaSabgeordnete KulerSkt wurde verhaft et, wahrfchemlich zur Abbüßung feiner zweimonatigen GesängniSstrnst. Sozialdemokraten. Dr. wiedergewählt werden. Wiedergewählt Kö hl er - Langsdorf in JKorell in Alsfeld-Land Rat Noack (freif.) in ©reimet in Beerfelden Deutschs» Reich. Berlin, 15.. 9iov. 9ln die Spitze des neuen Ko lonialamts wird der Erbprinz Ernst zu Hohenlohe-Langenburg berufen. Der bisherige Direktor Stübel geht auf einen GefandschaftSpoften, aber wie versichert wird, nicht nach Peking, obwohl eS richtig ist, daß dieser Poften frei wird und daß der Gesandte Frhr. Mumm v. Schwarzenstein als Botschafter nach Tokio kommen wird. Die Umwandlung der beiden Gesandtschaften in Botschaften ist eine abgemachte Sache. Der hiesige japanische Gesandte Zonuye bleibt auch als Botschafter hier. Kic öcssillürn SSaßimänrrnvtißffn. II. Die Resultate im Großherzo^tum. Soweit sonst die Ergebniffe der gestrigen Wahlmänner. Zahlen bis zur Stunde sich überblicken taffen, wird das Resultat keine wesentliche Verschiebung der Parteien mit sich bringen. Die Ra ti ona l l ibera len werden wohl in der- selben Zahl wie bisher in den Landtag einziehen Sie verlieren Friedberg-Nauheim. Dort wird wohl anstelle deS sehr zur rechten Seite hinneigenden natio Tialliberalen Iustizrats Windecker der liberal angehauchte Bauernbündler Breidenbach gewählt werden. Dafür »der tritt in Bensheim der Nationalliberale Aul er an nie Stelle deS fraktionslosen Euler. Den Wahlkreis Pinna- ,i a d t haben leider die Sozialdemokraten den National- !iberalen abgenommen. Dort wird der Sozialist Raab gewählt gegen den linksnationalliberalen Geh. Reg.-Rat Haas Dieser aber tritt dafür in FÜrth an die Stelle des 83aurrnbünb(er5 Nipper. Der Bund der Landwirte hat im rheinhessischen Wehlmänner ..... - - » tion stlilnralen fr. nb'bilen erfri 'Iten 199—180 Stimmen. x\n £ckstodt nn-rden zwei Zentrumswahlmanner und in Rödgen ein llnp'rteiischer gew--ylt. Soualdemokr'tische W"blmänncr wählten Ried--r-Florh dt (2\ £brr-Florstadt, £ber-Res^ ch '2). Rach einer uns gestern ab mb aus Friedberg zugegongeneu Meldung waren dort 116 Vnirrnbünbfer und 4 netionalliberale Vl^ männer als gewählt bekannt, sonach scheint sick>er, dost Windecker nicht wiedergewählt wird. Vreideuback)s (B. d. V. mannfinufgebot konnte die Ruhe ausrechterhalten. Donaueschingen, 15. Nov. Der __ Der Verein der Bayern feierte da- 2 5 jährige Gesandten - Jubiläum seines Ehrenvorsitzenden, deS Grafen Lerchenfeld durch einen Kommers, zu dem die Mitglieder de? Vereins zahlreich erschienen waren und dem auch die diplomatischen Vertreter Bayerns in Stuttgart, Wien, Nom, Bern und andere hohe militärische und Zwilbcamte Bayerns beiwohnten — Tie Freie Deutsche Preise mißbilligt die Solinger Aenßerungen des Abgeordneten Eickhoff über die Weltmacht-Politik und erinnert daran, daß er auf bem Wiesbadener Parteitag mit einer Rede, in welcher er feine Anschauungen zur Geltung zu bringen suchte, den leb- Haftesten Widerstand gefunden hat. DaS Blatt protestiert gegen die Art und Weise, wie Abgeordneter Eickhoff die Abstimmung de§ Parteitages zu erklären sucht. In feinen Auslegungen liege eine Beeidigung der Mitglieder deS Parteitages und der ganzen Partei. Das Verhalten des Ab- geordneten Eickhoff stehe in grellem Widerspruch zu dem Verlauf, welchen der Parteitag nach den übereinsiimmenden Beuchten seiner Teilnehmer in zahlreichen Versammlungen genommen hat. Eisenach, 15. Nov. 2000 Sozia ldemokraten veranstalteten heute abend große Demonstrationen auS Anlaß einer antisemitischen V e r s a m m l u n g, s p re not en liefe, zogen dann mit einer roten Fahne und einem Schild mit der Aufschrift: „Nieder mit der Reaktionnach dem Vuthcrbenfmal auf dem Karlsplatz. Nur ein starkes Schntz- 'Nellersheim. Bürgermeister Bvpp, 21 Stimmen, Berstadt. Ioh». Alter II. und Gg. Rau (Bauernbund) 43 St. Dettenhausen. Bürgermeister Roth, 33 Dorf-Gill. Hch Sames IX. 11. Außerdem S)dj. Bender V. 7. Oberstadt mit Arnsburg. Kvnrad Holler (Dauernb.) 96. «Grün in gen. Bürgermeister Gilbert. Hattenrod. Landwirt Hch. Mampel (Antis.) 26. Außerdem Hck». Dörr (Antis.) 23. Hungen. Phil. Seibert II. 36 und Hch. -schmrdt I. 37 (Bd.) Außerdem Hch. Seibert II. 1. .Inheiden. Bürgermeister Otto Reiß (Bbd.) 21. Langd. Gg. Gust. Gerhari» (D. d. L.) 16. Langsdorf. Bürgermeister Köhler 110. L i ch. Öeig. Ludwig Dörner, Phil. Zimmermann, Joh. Hch 3bring und Peter Dietz III. 19 St. Münster. Hch Okmtum I. (D. d. L.) 16. . 'M u s ch e n h e i m. Schmiedemeister Hch. Eifer (Antis.) 51. Außerdem Bürgermeister Becker 12. _ ... - - - -** • 37. 21. 20. (B. d. L.) « “'s len und GCMln und Bah, , Don der ÄapcUe j »6) u.u„' n strautze. T-r «otjtaui. iultitl: Öögling, k sowie „tliehe andere Foti cknnffen wie: W , len,Trosjet,Unwersai.^ Eierbrod rc. iammengelieütau * merkten, nur ech , '^ 0nq'nalichuy'na>le..R „ln"vechhen.smdju^ ” bei ' »rttplatzl". Wahl männer be5 Bun^.s der Landwirte wurden gewählt in Bernsjeld, Dannenrod, Elpenrod, Gontershausen mit Haar hausen, Hainb'ch, Homberg (2), Kirtorf, Rieder^kmündcn, N'e- der-£fleid'.'n, CbeT-Öfeen, Ruppertenrod mit Wettsiasen. Rotio- n-'llib. Wehlmänuer in Bieben, Maulbach (für Brauer), Rülfenrod und £bcr-£hmcn. Soleis ohne nähere Ang'be der Part'i- wirtsch. Vgg. für allgemeinen Kurie mit allgemeinem Stimm recht. Die neue Wahlordnung stellt als Prinzip eine Teilung nach Rationalitäten auf: sie umfaßt danach im Groy- grundb'fitz 10 Böhmen und 20 Deutsche, in der Stadtkurrv •20 Böhmen und 20 Deutsche, in der Landgemeindr-Kurie 39 Böhmen und 14 Deutsche, und in der allgemeinen Kurie 14 Böhmen und 6 Deutsclx. Sic sieht für bestimmte Gesetzesvorlagen, namentlich nationaler Natur, die Zweidrittel-?Najorität vor. Ein Äntr^g auf Einsi'hruna des allgemeinen Wahlrechts als Minorr- B. d. L. gewählt. Brauers Wiederwahl ist sicher. 8. Wahlbezirk: 2!lsfcld (Land)-Nlrichstei.r. Seither: 5torell. (B. d: L.) steißigen Bauernbündler Wolf einzutreten. Die Sozialdemokratie hat also nur einen Sitz, den fit Pfungsta dt, gewonnen. Sie zog au5, um acht Sitze zti , rohem! Selbst Mainz-Land wurde von den Bürger- iichen behauptet trotz größter Siegeszuversicht der Volitische Tagesschail. Au die sozialdemokratischen Kriegervereins-Mitglieder richtete das Prusidilltn des badiscl>en Mrlitürvereinver- bandcs folgende Bekanntmachung: „Es ist zur Kenntnis des Präsidiums gekommen, daß bei den statlgehabteu Stichwahlen zum Land4ag V.reinsmitglieder der verschiedenen im Land-.svcrband enth ltcnen pol!tiscl)en Parteilichtungen durch Abgabe der Stimme für einen So-mldemokroten sich mit der Stellung, die der Militärvereins-Verbaud der So- lialdemokratic gegenüber grundsätzlich ciunehmcn muß, in Widerspruch gesetzt h.ben. Dir wollen nicht verkennen, daß die betr. Kameraden angesichts ganz besond-'rer Schärfe des Wahlkampfes unter dem Truck der Wahlparteien in hoher Erregung gehandelt haben. Von ihrem Partcistandpunkt aus bei der schürfen Betonung der fortbcstch'nden grossen Gegensätze zur Sozialdemokratie kann m sie zu trm Glauben gelangt sein, durch ihre Stimmaognbe gegen § 7 Ziffer 2 unserer Satzungen nicht zu verstoßen. Demgegenüber müssen wir betonen, daß § 7 Zifs. 2 unserer Satzungen keine Ausnalnne kennt und auch bei solch eigenartiger Gestaltung des Dah.kamvf.s daS Eintreten für einen Anl)önger der Sozialdemokratie als unzulässig erscheinen läßt. S. K. H. der Groslkprzog, unser Al'erh. Protektor, heben in diesen Tagen den Ehrenpräsidenten unseres Verband-6 zum Vortrag zu empfangen geruht und d-bei diese strenge Stellung des Präsidiums zu den Verbands-satungen ausdrücklich autgeh ißen. lieber die Stellungnahme des Präsidiums hatten sich diejenmen Kameraden in keinem Zwo siel befinden können, welche unsere Bekanntmachung in Rr. 42 des Militürvereinsblattes vmn 13. Oft d. I. gelesen h'.ben. Wir ersuchen nun die Kameraden Gauvorsitzenden über die Bedeutung des 8 7 Ziffer 2 unserer Satzungen in vorstehendem Sinn aufflärend zu wirken und sich dabei auch auf die wiederholten bedeutungsvollen Kundgebungen 2. K. H. des ^>rvßl^rzogs, zuletzt auch bei der erhebenden Jubiläumsfeier der Ällerh. Protektoratsübernabme, zu bezicl^en. Derm wir es im vorliegenden Fall für angemessen erachten, von her vollen Sdxirfe unserer Satzungen jetzt abzusehen, so kann eine gleiche Erledigung der Angelegenheit dmjenigen Kameraden gegenüber nicht eintreten, roeldye durch öffentlickie, von ihnen unterschriebene Wahlaufrufe gegen die Stellung d s Präsidnims in bewußten Gegensatz getreten find, auch in diesem Sinne auf Berbandsmitgiieder einzuwirken versucht haben. Das Präsidium muß sich ihnen gegenüber Vorbehalten, nach Anhörung der Kameraden G,wvorsi^enden die geeigneten Schritte ein-uleiten." Wie wir bereits mitteilten, sollen einige Bezirkskommandos im Lande bereits begonnen haben, gegen solche Offiziere des V e u r I a u b t e n ft a n b e §, bie während der Wahlen für soz. Kandidaten geworben hd kwirtscl'. Bgo.l £der-T eid nb ch >-'d einem weiteren Ort. Korells Wiederwahl ist sicknr. 12. Wahlbezirk: Nldd.r-Ortcnbcrg. Seitl-er Erk (Bund der Landw.). Wahl männer d. B d. Landw. rnrrtfcn gewählt in Bingenheim. Dauern heim, Echzell (3 , Stockheim, Unter-Äiddersleim, Wallern hinsen, Nationallibera.le in Dobenhansin-Bellmutb, Borsdorf Aidda (3), Ober-Schmitten, Otten berg, Ranstadt, Unterfamilien joldje ahn'- b •" immtc Parteirichtung in Eckartsborn, Elfoldc» bad) und Lißbcrg. Da auch Oie meisten liberalen Wahlmänncr für Erk stimmen werden, ist dellen Wiederlvahl gesichert. Wahlmänner des Brindes der Landwirte wurden gewählt in Beienheim, Brückten brücken, Dorheim, Dom-Assenheim, Fnier- b-rh hei Zri^^erg. Ilbenstadt. Lsidheckcn Melbach. R'' d r Wöllst'dt, Ossenheim, Reickwlsheim. Södel, Steinfurth >n Bad - Nanl-'sim wurden neun sie sinnige mit 31—312 Stimmen gewählt, die na- Im Bezirk Hungen-Lich sind, wie uns telegraphiert 34 Wahlmänner für Köhler gemeldet, 30 ganz sicher und 4 un ijcher. Die einstimmige Wahl Köhlers ist wahr, i ehe inlich. 1. Wahlbezirk: Vilbel. h auswärts. ''' r ihOi Tclcplwn ir J. Seulin» Wctzsteinstrilft i > und Tamcuilriiii!» )cmr>cn, Warfen, Hoii ften, blaulemeiie Ist ?, Wachstuche. Mpfen wird billigst besoi rtflflbrtn in großer 1 ttmpcn frl)t billig (K » ist, da man den wahren Attentäter in hohen KreisenI vermutet. — Ter Sultan erhielt sichere Beweise dafür, daß ein großer Teil der Bomben und T v n a m i t v o r r ä t e, „ deren Einführung den Armeniern xugeschrieben wurde, von ,'rlcben türkischen Würdenträgern beschafft und an verschiedenen Orten nicdergcleat hniri die mit der Untersuchung der angeblichen armenischen Ihr ric&-- betraut waren. _ So wurden d e int Üstjreichischen Hospital gefundenen Ervlosivstoffe^von^ einer griech. Frau auf höheren Befehl einacschmnggelt. Ter Sriltan ist äuHerst erzürnt und will alle Schuldigen von ihren Polten entfernen. — Eine große, angeblich aus 100 Mann bestehende arie - chisct ' Band? hat : r Tag' in 0/orno-Neroljan, Vilajet Monasir, eine bulgar. .Hochzeitsgesellschaft überfallen, das Haus niedergebrannt, 1? Männer und 1 M ädck« en getötet und acht Frauen und Kinder verumndet. Die Ovfer waren zum grasten Teil Exarchisren. Man vermutet, d-^ß es sich um einen Racheakt wegen der Ermordung eines griechischen Priesters in der dortigen Kirche handelt. — Tie deutsche Negierung ftbfoF, sich allen Maßnahmen an, die non den Mächten ergriffen wurden, um von der Pforte die Annahme W Finanzagenten und ihres Programmes zu erlangen. Tir deutsche Negierung wird jedoch le i n K r i e a s - schiff zu den Flottenk n" ' naen entsenden können, da sich kein deutsches Kriegsschiff befindet. R e w v o r r, 15. Nov. W--sh-ingtvn wird gemeldet, Raat v>lane zur Vcrmcidu. ' i n e s Zollkrieges mit Deutschland einen vr-u!-' 'n Mode.-s vivand'. Diese Meldung meint augenscheinlich, da'; d's letzte Nesultat der gegenwärtigen Verhandlungen ein' B 'willigung von Konzessionen aus (Mrunh ; d Tingley-Tar's inrrck eine Prokta mation Roosevelts sein wird. Ta Deuts-' r jedoch nahezu alte in Abschnitt 3 vorgesehenen Vorteile gen t, wäre damit wenig gewonnen. Aussilch? ^Neuigkeiten. Es bleibt der „K re u z z c i t u n g" überlassen, die Judenverfolgungen in Rußland, die in ihrer Furchtbarkeit an die finstersten Zeiten erinnern, gewissermaßen 511 recht- fertigen. Das konservative Organ, da? schon wiederholt -die russische Revolution al? das Werk der Juden bezeichnet hat, schreibt u. a.: „Die Mandelstanun und Silberfarb haben die Fackel des Aufruhrs in das Niesenreich des Zaren geworfen; das Blut, daS die Nevolution vergossen hat. kommt also zu allererst auf das Haupt der. Inden". Tie witzelnde Anspielung auf „Mandelstanun und Silberfarb" ist zynisch, und wenn man auch nur einen Augenblick daran denkt, wie zahllos Kinder, Frauen, ©reife, also ganz Unbeteiligte, dem Fanatismus der Menge zum Opfer gefallen sind, dann kann inan unmöglich von einer Vergeltung sprechen. Außerdem sind doch neben den Juden mindestens ebensoviel christliche Elemente an der Nevolution beteiligt. Daß diese letzteren Elemente von der rächenden Nemesis verschont werden, scheint die „Kreiszeitung" für selbstverständlich zu halten. Nach verschiedenen übereinstimmenden Meldungen wurden bei einer Juden Hetze zu Bolgrad in Bessarabien Greneltaten verübt, die selbst in Rußland ohne Beispiel dastehen. Die Hetze wurde von Agitato rcn veranstaltet, welche die Leidenschaften des Volkes durch aufreizende Proklamationen erregten. Das antisemitische Manifest verständigte die Menge, daß der Zar und Graf Witte die Ab- schlachtung der Juden gutgeheißen hätten. Aus ein gegebene? Zeichen begab sich der blutdürstig gemachte Pöbel nach dem Judenviertes, wo Mäimer lind Frauen an dem entsetzlichen Mordbrennen teilnahinen. Die Mörder, die mit allen möglichen Mordwerkzeugen bewaffilet waren, stürniten die Judeilhäuser, worauf ein entsetzliches Morden begann. Viele Juden wurden unter dem Iubelgeheul der Zuschauer lebendig verbrannt, anderen die Glieder abgeschnitten. Der Zlistand der Leichen verrät die Greuel- taten der Mörder. Auf gräßliche Weise wurde der Na b bin er umgebracht. Er wurde von der wütenden Menge auf die Straße geschleppt, 111 it Petroleum begossen und an- g ezü n dct. Unter beit gräßlichsten Schmerzen gab der Arme seinen Geilt auf. Und dazu lächelt die „Kreuzztg.": Von sonstigen Greucltaten wird auch heute wiederum vielerlei berichtet. Die Armenier von 7 Kaukasien-Ortschaften scharrten sich zusammen und überfielen in einer Stärke von 7 bis 800 Mann das Tatarendorf Goris, töteten die Bevölkerung und steckten das Dorf in Brand, nachdem sie Alles geplündert hatten. Den letzten Meldungen auS Wladiwostok zufolge bilden der Hafen und die Stadt pur noch einen brennenden Trümmerhaufen. Der größte Teil der Stadt ist zerstört. Am ersten Tage der Meuterei sind ca. 300 Matrosen und Soldaten getötet worden. Die Lage für die Einwohner der Stadt ist hoffnungslos. Ter Bevölkerung droht Hungersnot. Fronen und Kinder sind an Bord der im Hafen liegenden Dampfer gebracht. W. T. B. meldet aus Berlin: ?(uvlnnhitrbc Bkälter fahren fort, zu behauvten, daß die Halt- kMg des russischen Ministerpräsidenten Grafen Witte aegenüber dem Verlangen nach Autonomie in Russisch »Pol en von deutscher Seite beeinflußt sei und daß die deutsche Re- giernna diplomatische und mililärische Vorbereitungen treffe, um .u Russisch-Polen einzurücken. Demgegenüber wird von zuständiger liestgor Stelle erklärt, daß alle diese Gerüchte auf plumper Erfindung beruhen. Die deutsche Regierung hat seit vielen Zghren überhaupt keinen Gedankenaustausch mit der russischen Regierung über polnische Angelegenheiten gepflogen. Wie eS in Polen z. Z. aussieht, darüber wird auS pent Polenorte Sosnow ice heute gemeldet: TaS Militär schreitet jetzt energisch ein. Ter Stationsvorsteher Schmiert wurde nachts verbastet und nach Petrikau abgesübrt, weil er sich weigerte, Eisenbahnzüge anzunehmeu. Eine Versammlung der Bahnangesiellten wurde durch .Kosaken aufgelöst. Bei Praschkow tvurde ein Eisenbahnzug vonArbeitern anaebalten In Pogan und Ezmielon töteten Arbeiter, zwei Schutzleute. In SoSnowice und Umgegend verbastete das Militär •nchrcrc Streikführer, von denen einige schwer mißhandelt wurden. Der Generalstreik dauert fort. AuS Warschau ivird gemeldet, das; dort die Tele- gravhenverbindung mit Lodz unterbrochen ist. ES herrscht dort die größte Hungersnot und Kohlenmangel. Drei .Kohlenläden wurden geplündert. Die Arbeiter sind ohne Lebensmittel, weil die Fabriken infolge de? Schlußes der Bankgeschäfte fein Geld zahlen können. — Während einer Demonstration in der Krakauer Vorstadt zu Lublin gegen die Verhängung deL Kriegszustandes feuerte Militär auf die Demonstranten, von denen einige getötet und neun verletzt wurden. — In Warschau fand eine Durchsuchung der Redaktion des geschloffenen Tageblattes „Kurfer Codzienny" durch Militär statt. Vier Mitarbeiter wurden verhaftet. AiiS £thiöt und Gießen, 16. November 1905. Die hiesige Handelskammer nahm in ihrer gestrigen Vollversammlung eine Resolution ■gegen die geplante Ta balsteuererhöhuna an. TieHandcls- kammer befürchtet von der drohenden Reubelastung des Tabaks eine außerordentliche Schädigung der hiesigen Tabak- und Zigarrenindustrie und ihrer Nebengewerbe und richtet in Uebereinstimmung mit dem deutschen Tabakverein an die Regierung das Ersuchen, von jeder Mehrbelastung des Tabaks und der deutschen Tabakfabrikate Abstand zu nehmen. •• Personalien. S. K. H. der G r0 ß b e rz 0 g haben dem evangelischen ersten Pfarrer und Dekan Bernhard B 0 h n zu Alzey anläßlich seiner Versetzung in den Ruhestand die Krone zum Ritterkreuz erster Klaffe des Verdienstordens Philipps deS Großmütigen verliehen. — Ernannt wurden die Negierungsbauführer Wilhelm Achenbach aus Darmstadt, Heinrich Best aus Darmstadt, Adolf Christ aus WormS, Karl Köster auS Kaffel, Heinrich Ramspeck aus Groß-Gerau, Wilhelm Nau auS Kalk bei Köln a. Nh., Albert Sprengel aus Reichelsheim i. W., Adolf Stockhausen aus Offenbach a. M., Georg Thomas aus Groß- Ilmstadt zu Regierungsbaumeistern. ** Erledigte Lehrerstelle. Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bischofsheim, Kreis Groß-Gerau. " Die 6)emälde-AuSstellung am Brand bleibt wegen Vervollständigung der Lokalausstellung morgen, Freitag, geschlossen. Die Anmeldung dazu aus hiesigem Privatbesitz sind in so reichen! Maße eingelaufen, daß die Kunstwerke den ganzen Saal in Anspruch nehmen. "Der Verein der Detaillisten hielt gestern Abend im Kaufmännischen Vereinshaus hier seine Generalversammlung ab. Aus dem von dem Vorsitzenden, Kaufmann C. Röhr erstatteten Geschäftsbericht entnehmen wir: Die Zahl der Mitglieder hat sich im Laufe deS Jahres wesentlich nicht verändert; die Kassenverhältnisse deS Vereins sind günstig. Bei der Vorstandswahl wurden die Herren A. Noll, B. Oppenheimer und H. Selbst wiedergewählt, mährend neu gewählt wurden die. Herren Franz Brück, W Basiert und W. Mades. Die Tätigkeit des Vereins war auch im verffossenen Jahre recht rege und das, was in dieser Hinsicht geschah, zeigt, daß der Verein Alles tut, was zur Hebung des reellen Geschäftsverkehrs im Detailhandel und zur Beseitigung der diesem entgegenstehenden unlauteren, Aus- wüchse etc. notwendig ist. Die Arbeiten des Vereins wurden in 9 Vorstandssilzungen, 2 außerordentlichen und 1 ordentlichen Generalversammlung erledigt. Der Vorstand beteiligte sich außerdem an drei Ausschußsitzungen des Verbands der Süd- und Westdeutschen Detaillistenvereine, dem der Verein angehört, und besuchte den Verbandstag zu Offenbach a. M. An verschiedene hiesige Behörden, wie Handelskammer, Bürgermeisterei, Postamt usm. wurden eine Reihe von Eingaben gerichtet, in welchen teils um Förderung und Unterstützung im Interesse des Detailhandels gelegenen Schritte, teils um Hebung und Beseitigung bereits bestehender oder doch drohender Schädigungen gebeten wurde. Ein Teil dieser Eingaben hatten den gcwünsch cn Erfolg; auf 2 erst in letzter Zeit notwendig gewordenen Eingaben steht die Antwort noch aus. Die Schulleitung der kaufmännischen Fachschule hat auf 9(nrcgitng des Vereins beschlossen, mit Rücksicht auf das Weihnachtsgeschäft und die dadu ch bedingte Mehrarbeit den Unterricht in ihrer Schule im Monat Dezember zu schließen. Bezüglich der von der städtischen Marktkommission angeregten Aufhebung der seit Jahren hier gehaltenen Krä mermärkte wurde in der gestrigen Generalversammlung einstimmig beschlossen, gegen die Aufhebung dieser Märkte zu petitionieren. Durch den Marktverkehr, so wurde ausgeführt, werde auswärtiges Publikum nach Gießen geführt und da dies nur Vorteile für die hiesigen Gewerbetreibenden im Gefolge habe, müsse man alles tun, um diesen Fremdenverkehr zu heben und nicht, wie dies durch Aufhebung der Märkte geschehe, zu vermindern. *♦ Eine hessische H andwc r k e rv e r s a m m lung, die von der Handwerkskammer einberufen wird, findet im Januar in Ta r m st a d t st"tt. Es wird darin eine allgemeine Aussprache über die Wirkungen des Handwerlergcsehes erfolgen, insbesondere über dos Lehrlingswesen, die Gesellen- und Meistcr- nrü hingen, das Vereinigunaswesen, den Befähigungsnachweis in in. Eine gegenseitige Aussprache über diese einzelnen Tinge hält die .Kammer für sehr wünschenswert und nutzbringend. (p.) Stein darf b. Wetzlar, 16. Rov. Unsere Gemeinde crf ,.:r hat. Er ist in Stil, Rechtschreibung und Inhalt so originell, daß wir ihn hier zum Abdruck bringen. „Halle 0. Saale, den 25. Dezember 1876. Madam K . , . , Ich hab schon lange an Ihnen geschrieben auch an Ihren Sohn H. Canditat Doktor Medizin, welcher fon Halle für Maaren 5 Taler 25 Sbgr. schuldet. Hab auch mal nach Schmalkalden geschriebe aber keine Antwort erhalte, das habe ich fon eine Westphale noch nie erlebt, alle Westfälische Stilbente ist keiner fon Halle abgereist, ehe er mir nicht bezahlt hat, und Ihr Herr Sohn ist ganz heimlich abgereist, was ich gar nicht wußte, ich erfuhr e; bei der Wirthin, und Ihr Herr Sohn (sagte), er wolle mick> nicht betrüge, ober wenn nie keiner keine Antwort gibt, dann weiß ich schon, daß er mir nicht bezale will, ich kann mir nicht helfe als daß ich Ihren Sohn in den öffentlicher Blättern, die bei Ihnen geleße werden, bekannt mache lajjr, so oft wie ich Lust habe, weil es nicht ville kostet, Gerichtlich kann ich ihren Sohn immer noch verklage wie ich e8 jetzt mit Schauspieler und verdorbene junge Leute getan, welche liederliche, fein angezogene Schwindler wahren, was ich früher nicht gewußt habe, ich bin ein ältlicher Familienvater, dazumal hatte mir solche liederliche junge Leute nicht, wie es jetzt gibt, lauter Schwindler hott man jetzt sille, dämm gibt es auch so viel Zuchthäußler, wir ginge in unser Kirche, blibe zu Hause, aber jetzt laufe die junge Leute in die Bierkneipe herum, mache da Cchkandal, waS soll au8 der Welt dann noch werde mit die junge Leute, Madam K . . . ., wenn wir 9Ute alle tott sind. — Ich habe anä zwei Söhne, der eine steht bei den Soldatte, wo sie mi der großen Kanone schieße, der ist mir gut gerate der audm ist wild, wo ich aber sehr streng bin, aber bezahle thue ch for den, ich würde mich schäme, wenn einer mein Sohn sollte öffentlich bekannt mache, lieber tod, c5 ist baS letzte Mal, daß ich an Ihne schreibe. AchtungSfohl F. S . . . . Markt am Rathaus." ArSeilerbeweflung, K' a 1 t 0 wik , 15. November. Auf der Giescke grübe irr Sch 0 Pviuik ft reifen beute 1134 Mann, bas sind gcflm gestern 300 Manu weniger. Tie Bergverwaltimg frit es nbgtleM mit dem Streikkomitee zu verhindeln. Dagegen will sie lit den Streikenden selbst unterhandeln, wenn diese vrdnungsmi», eingefahren sind. Eine Deputation von Bergleuten, die nath Breslau fairen sollte, um die Vermittlung des Oberbergamt- an.zurufen, bat van dieser Reise 9Tbftanb genommen. Die Hätten nrhi'ifer her GieKw-rk" mnif6(fesbtena in der Synagoge (Südankage). Samstag den 18. November 1905. Vorabend 4.30 Uhr. MorgcnS 9.00 Nhr. Nachmittag? 3.30 Uhr. Sabbathausgang 5.25 Uhr. Israelitische Rcligionsgcsellschaft. Aottesdienff. Sabbatbseier am 18. November 1905: Freitag abend 4.10 Uhr. Samstag vormittag 8.30 Uhr. Nachmittags: 3.30 Uhr. Sabbctthausgang 5.25 Uhr. Wocheugottesdicnst: morgens 7.00. abend? 4.00 Uhr. Telefonisch« Kursberichte Handel des Porta'riesen III . 97 80 . ] 24.60 100.10 100.50 96.00 . 243.75 . 137.50 Eisenbahn . . . . Gotthnrdbnhn . . . . Lombard Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbabn 14« 90 240 70 180.50 188.53 163.90 210.50 Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schlickert . . . Eschwcilcr Berirwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburzr-Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk. . . I.anrahütte...... Nordd. Lloyd..... Obenchles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges. Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto-Kommandit. . . Dresdner Bauk . . . . Kreditaktien..... Baltimore- und Ohio- lll-W 192.50 24 80 142.75 100.50 89.00 89 00 99.60 Oesterr. Gold reute. . Oesterr. Silberrente L'near. Goldrente . . Italien. Beute . . . Portugiesen Serie I . 3»»' 3% 3% 4' r. 4»; 1 140.» 13-10' 267.00 226.93 250.75 Beichsnnleihe do. Konsols . . do. . . Hessen . . . Oberhessen Giessener Anzeigers, rniteeteilt von der Bank für und Industrie. Giessen. Krankfnrfer Börse. 16. Nov., 1.15 Uhr. 67.55 67.60 93.20 95.40 9020 138.40 4% Griech. Mononol-Anl. . 53.00 4% äussere Argentinier . 90.00 3% Mexikaner .... —.— 4y°e russ-Staatsanl. 1905 iy° n japan. Staatsanleihe 1 °o Conv. Türken von 1903 Türkenlose...... 114 °/o Chinesen . Aktien Bochum Guss . . Buderus E. W. . Tendenz: schwach. Berliner Börse, 16. Nov.. Anfangskurse Canada E. B. . . . . 178.30 Darmstädter Bank . . . 148.90 Deutsche Bank .... 240.00 Dortmunder Union C . . 99.00 Dresdner Bank .... 164 00 Tendenz: ab wartend. Harpener Bergwerk I.anrahütte . . Lombarden E. B Nordd Lloyd . . Türkenlose . . 215.00 252.00 24.60 124.00 138.10 Nur kurze Zeit für sämtliche Schrchrrmeerr Wä^rnid uns--rer Ausiwhmc-Taqe sind sämtliche Schuhwnrrn im Preise ermäßig "■ aie/, Der extra billige Berkans beginnt heute nachmittag 8 Uhr Aschaffenburg; lAürzburg; 5888 nach schwerem Krankenlager durch den unerbittlichen Tod entrissen. In tiefer Trauer Giessen, den 16. November 1905. It Todss-lnzeige Schocket • Heute morgen entschlief sanft nach kurzem Krankenlager unsere innigst geliebte, treusorgende Mutter, Schwiegermutter und Grossmatter i. Gör lach Wwe Margarete geb. Uörlacli im Alter von 62 Jahren. Die irauernaen Hinterbliebenen. Eberstadt, den 15. November 1905. Die Beerdigung findet Freitag, den 17. November, nachmittags 2 Uhr statt 5875 gs.wö; SW — Zollfrei! — Master an Jedermann! _ Seidenfabrikt. Henneber^, Zürich GcrilÄtssaak. (Tb-) Ein Nachspiel zum Offenbacher Weistbin - derstreik. Beim Weistbindörstreik in Offenbach im Mar d. I. lresien sich die Maurer Keim und Jünger von Dietzenbach dazu herbei. Weistbinderarbeit ausziifübren, was ihnen von den streikenden Deis-bindern natürlich sehr übel genommen wurde. Vielfach wurden sie von Streikenden belästigt, sodaf; sie schließlich nicht mehr mit der Baihn fuhren, fonixrn zu Fuß zur Arbeit und von dort n^T) Hause gingen. Tie Maurer Philipp Vurtenbender, Philipv Menger und Julius Meiuig gehörten zu den Leuten, die die Arbeitswilligen,bedrohten. Tie beiden (Erstgenannten erhielten dafür vom Schöffengericht Offenbach je 5 Tage, der letztere 3 Tage Gefängnis. Sic legten Berufung gegen das Urteil ein, des jedoch heute von der Tarmün^ter Strafkammer bestätigt wurde. verschlossen gehalten werden. Es verlautet, über Petersburg soll« der Kriegszustand verhängt werden. Tie Bevölkerung ist sehr beunruhigt. In den Vorstädten sind die Läden wieder mir Brettern vernagelt. Warschau, 16. Nov. Nachts wurden t*a5 Nationaldemo- rvatische Organ Goniee und bi; rusfi>'n ; neue literarische Zeitunq Zapednig Golos geschlossen. Gleichzeitig wurden der Anführer der nationaldemokratischcn Parrei >'ros gründ'», si tz.-r Graf Tvsck> krewicz, der Redakteur Libitzki und der Industriell« Jan tzcn in ihren Wohnungen verhaftet und nach Archangek transportiert. Tesgletaien wurde der Schriftsteller Sioro-, schewski verhaftet. und beraubt batte, zn der höchst zulässigen Strafe von Id Jahren Zuchthaus. G Drift in nio, 15. Nov. „Aftenpostcn" meldet: Der Name def neuen Königs wirb Karl V. sein. In einer Konferenz beim Mimster des Auswärtigen tourte heute festgesetzt, daß die Komqsflagge vurpurrot mit einem goldenen Löwen sein soll. . Varis, 16. Nov. Soucng Rao-ki, der bisherige chinesische Gesandte m Paris, witrte nach Peking zurückbenifen, um der Kaiserin Witwe zu berichten, welche Aufnahme der Kaiser von China finden würte, wenn er seine Absicht ausführte, die euro- v a i s ch e nl Hauptstädte zu besuchen. Tie Kaiserin ist durchaus nicht mehr gegen diesen Reiscvlan. Petersburg, 16. Nov. Tic Versuche Streikender, einzelne §abriken stillzulcgen, wurden von Arbeitern blutig vereitelt. In verschiedenen Fabriken gab cs dabei Tote und Verwundete. Die Sozialdemokraten he Neu gegen die Deutschen und wollen, wie verlautet, deutsche ReicKangehörige, unter denen sich viele J-abriklciter befinden, angreifen. Zahlreiche Einwohner verlassen die Stadt auf Dampfern. Petersburg, 15. Nov. (Petersb. Tel.-Ag.) Eine amtliche Mitteilung über die Unruhen in Kr on st a dt stellte fest daß insgesamt 18 Personen getötet wurden, ndrt ihren Verletzungen erlegen sind, zwei Offiziere und 81 Marinesoldaten und Zivilpersonen verwundet wurden, fünf Häuser niedergebrannt sind, feetö Offizierswohnungen, 113 Kaufläden und neun Wein- schank'tcllen geplündert wurden. Alle Meuterer und Plünderer wurden verhaftet. Beim Appell fehlten 34 Matrosen. Die Untersuchung toirt) energisch betrieben; nach ihrer Beendigung beginnt der Prozeß. Petersburg, 15. Nov. Dem Beschlüsse des Zentral-Streik- komittes, von heute mittag ab iviederum den (flciicrnl- ft reif beginnen zu lasten, folgten bisher ein großer Teil der Eisenbahner, fast alle Arbeiter in den Fabriken, Buchdruckereien, die Setzer, sowie die Arbeiter einzelner elektrischer Gesellschaften' Morgen werden jedenfalls keine Zeitungen erscheinen. Patrouillen durchziehen die Stadt. In einigen Stadtteilen sollen auf Befehl i der Polizei die Hauseingänge und die Torwege von 8 Uhr abends Ob9. und Ftpsu geb. Mosler. Statt besonderer Anseig-e Heute nacht 2 Uhr wurde uns unser einziges, heissgeliebtes Töchterchen D"/,, esellschüst- ,mb» 19»i: roi|6te, ich erfuh aqtk), er wollet Antwort gibt, k e will, ich rann. in den offen!!- bekannt mache I: »ille kostet, Qcrii: läge wie ich e? Leute getan, $• - wahren, was sicher Familien« nge Leute nicht ■ an jetzt sille, bc nc ginge in r nfe die junge l kandal, was soll unge Leute, Mc ). — Ich habe: wldatte, wo sie ylt gerate der a: aber bezahle thue i einer mein k ib, eS ilt da- k Isfohl F. C... °^er. Aush ' Nwgst ein. _ bouSTOirt feiP, ct;!- Rechtschch Wt zum At- 1 Dezember p }n^npn geschst * Medizin,^ ^r- schuldet. • obcr keine Aut» lIc aoch nie t Halle abgereifi, gen eJ v ein :> Gailen. \ Totschi. '»11. ? Ml, 1.1 lELMen. q Die Beerdigung findet statt: Samstag, den 18. November, nachmittags 3 Uhr von der Leichenhalle des alten Friedhofes aus FouEard - Seide 95 Pr. r Gieshi^i • ann, dassmdv lltzmg hat es M dagegen will fit n diese ordmings: Bergleuten, die mg des Cferbnt: -nommcii. Tie ik ! in der smk Wettcrdienst- fien für Freite öden, leichter M gefterforle- ___ Ulen. emeinde. (Söbonfagd- tber 1905. !.3O Uhr. 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Amtliche Notierungen der heutigen Piebmarkt- v reise. Zum Verkaufe standen: 23 Ochsen, 0 aus Oesterreich 0 Bullen, 00 ans Oesterreich, 100 stütze, perlen, Stiere und Ninder, 0 aus Oester., 729 stälber, 389 Schafe und Hammel, 00 Schweine. Bezahlt wurde für 100Pfd. Schlachtgewicht: Ochfcn 1. Qualität 82 bi? 84 P.'k., 2. Qual. 74—70 P-k, I. Qual. 63—70 Mk.; Bullen 1. Qual. 65—67, 2. Qual. 64—66; stütze 1. Qualität 71-73 Mk., 2. Qual. 66—68 Mk., 3. Qual. 49—51 Mk., 4. Qual. 4'—48 Mk, 5. Qual. 00—00 Mk. stälber 1. Qual. 86—90 Pfg., Lebendgewicht 52—54 Pfg., 2. Qualität 81-86 Pfg., Lebendgewicht 49 - 52 Pfg., Schlachtgew 64-66 Pfg.; Ccbafe: 1. Qual. 70—72 Pfg., 2. Qual. 60—62 Pfg. Geschäft bei Hornvietz flau, Ueberstand unbc- ^itenb; bei stleinvietz mittelmäßig, kein Ueberstand. (Gridin#! (- Pro Iii mplbnnflen. Halberstadt, 15. Nov. Die Strafkammer verurteilte den ,17 jährigen staufmanusletzvling Denzer auS F r a n k s u r t a. M., "oer am 9. Juli d. I. bei Ilsenburg auf dem Wege zuin Brocken den Obcr-Postpraktikanlen Seede aus Magdeburg erschossen Unsere 5879 L-i' ff. Holland. Angcr-Lchclififche 14 v"/. I ...s, Kcdciien, welch, flut lochen rann, zu einzeln. |5580 Süd-Aulage 20 ^dicnfcllc — ? V tw f V V 3-Jim XwA-5». Marder». Altis- und 07721] immer zil permicrcn. ivciaj- flm luiucn um i, o“ Joerm auH Land 115. Dez. gesucht. immerioohnung zu verm. Marburger Str. 25. y Zimmer 12 ill Ö84U Tucht.ge tteS 107791 eiucht- giltst- ttnb Seefische ank1.Str.il, 11. [“ LAden etc. 4 Zimmer । Kontor nevst 2 Lagerräumen, 078081 Lrdentl. Mädchen m kleinen Junges 5631 S" vermieten. 16767 XüttI|lBlH ^ahuhofstraffe 31. Gierig <’mmer ö Zimmer, Slaomctt u. uo< (Offene Stellen Billigste Preise W sreslen. fett und stcifchig werden Schweine m kurzer ;>cu für wemfl Weib durch das bewahrte >5087 „Monopol“ lyrefe» und Mafipulvcr. Paaet 50 Pig.; allein echt m der Victoria-üro erie Ado»I Bieler, Marktstr. 5. 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