M-. 165 General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Iflfl hier» BS», Montag 17. Juli 1905 Rotationsdruck and vertag da DriWtöce UniverstlLiSdruckeret. 88. Laag«, Dietz«» Redaktion. Expedition tu Druckerei Schulst«.R. Ixt Nr. 51 Teiegr^Ldr. i vagetga Krscheiat Qtzlich mü tüttno^me bet Voantagg. Dt« „Htetzever SamUienbiatter* werden dem .Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der Ehelich« toBOWtrr ertcheim monatlich einmal Kekannlmachmg. Letr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Inheiden; hier die Arbeiten de? TI. Abschnittes. In der Zeit vom 20. Juli l. Js. bis einschließlich August l. Js. liegen auf dem Gemeindehaus zu Inheiden die Arbeiten des II. Abschnittes von obiger Feldbereinigung, nämlich: 1. 28 Bonitierungskarten, 2. 2 Bände Besitzstandsverzeichnisse, 3. 2 Bände Gütergeschosse, 4. 1 Band Zusammenstellung der Gütergeschosse, 5. das Protokollbuch VekiMMmachMg. Betr.: Rotlauf in Inheiden. . , „ . . _ Die Rotlaufseuche unter dem Schweinebestand des vcy. Eichelmann zu Inheiden ist erloschen. Die Sperr- maßregeln sind aufgehoben. Gießen, den 15. Juli 1905. Grotzherzoglirves Kreisamt Gretzen. I. B.: Hechler. _______________ ein weiterer Beschluß der französischen ihm , . Ihattet im vollen Ersatz der persönlichen Rechte nach rur Durchführung bringen. Trepow aber soll als Rach- folger Bulygins Minister deS Innern werden. Die .Pate m ki n" - Affäre ist damit, daß sich die Meuterer der rumänischen Regierung in Constanza ergeben haben, ausgegangen. Trostlos bleibt trotzdem die Lage am Schwarzen Meere. Sämtliche Schiffe der Schwarzen Meer-Flotte sind jetzt mit anderthalb Bataillonen besetzt, um eine Wiederholung solcher Vorfälle, wie sie sich auf dem Potemkin zugetragen haben, zu verhindern. Amtlicherseits wird zugestanden, daß die Haltung der Mannschaften sehr unzuverlässig ist. Der Potemkin ist in Simferopol eingetroffen. Ber, semem Aufenthalt in Odeffa versammelten sich sehr viele Volirei trieb die Demonstranten auseinander und verhaftete 14 Personen, die auf Befehl des Diktators von Odeffa, des Grafen Jgnatiew, zu einem Monat Gefängnis verurteilt wurden. 30 Matrosen des Potemkin, welche m Rumänien keine Unterkunft finden konnten, kehrten aus Verzweiflung über ihre Lage nach Rußland jtttüa. Alle 30 wurden sofort nach ihrer Ankunft erschaffen. Aber auch in anderen Teilen des russischen Reiches ist die Lage niederschmetternd. In W arsch a u ist wiederRe v olte ausgebrochen. Geheime Agenten der Polizei hetzen die Arbeiter auf. In kurzer Zeit hatte sich ein Haufen von Tausend Personen in der Vorstadt Praga versammelt, der m em be- rüchtigtes, hauptsächlich von Dieben bewohntes Viertel zog, und dort demolierte und plünderte. Ein Teil der Diebe flüchtete nach dem Bahnhöfe, doch die Menge verfolgte sie. Weder Polizei noch Militär schritt gegen die Exzedenten em. __ In Joserow, einem Weichselstädtchen im poln. Gouvernement Lublin, wurde während eines Wochenmarktes eine Eisenhandlung erbrochen und mit geraubten Eisenstücken Kauf- lüden und Wohnungen der Juden überfallen. Mehr als 200 Wohnungen und 100 Geschäftsläden wurden verwüstet, die Waren auf die Straße geworfen und vernichtet. Die Polizei erwies sich als machtlos. Die Ausschreitungen daueren mehrere Stunden, bis Militär kam und die Ruhe allmählich wiederherstellte. In Petersburg sollte 'n der Wohnung des W i r k l. S t a a t s r a t e s und Ingenieurs für Wegebauten Jwanitzki, eine Haussuchung vorgenommen werden. Al« die Polizei eintrat, feuerte Jwanitzki mehrere Schüsse ab, wobei ein Gehilfe des Bezirksaufsehers schwer verwundet, der Hauswart getötet wurde. Darauf flüchtete Jwamtzki auf auf das Dach und drohte, jeden niederzuschießen, der sich nähere. Es mußten Kosaken aufgeboten werden. Eme Maffe Menschen hatte sich angesammelt, die schrieen und lärmten. Die Kosaken hieben mit ihren Ragaiken & dir Menge, -tM* bei viele Verletzungen vorkameu. Rur mit Mühe rouü* Jwanitzki verhaftet, ebenso ein junge« Mädchen, das sich m seiner Wohnung befunden hatte. In einer ©quipage, bte durch eine Petersburger Straße fuhr und in der em Offizier und eine Dame saßen, fanden revidierende Kosaken mehrere Dynamitbomben. Der Offizier sprang aus dem Wagen und flüchtete. Seine Begleiterin wurde verhaftet. Ferner wurde im Zentrum der Hauptstadt im Hause neben dem Verkehrsministerium eine Bombenfabrik aufgefunden. MS d« Polizei nachts die Räume betrat, wurde sie mit Schliffs empfangen, durch die ein Polizeioffizier und ein Hausknecht verwundet wurden. Der Attentäter wurde verhaft. Es wurden viele fertige Bomben und 16 Kilogr. Dynamä sowie zahlreiche Proklamationen gefunden, in denen die Arbeiter zum 22. Juli, dem Halbjahrestage des Petersburger Blutbades, zu Demonstrationen und zum Werfen von Bomben unter das Militär aufgefordert werden. Bei so viel inneren Feinden kann man es verstehe«, daß der Zar jetzt dem Friedensabschluß zuzuneigen scheint. An Stelle Murawiews ist nun Witte mit der wenig dankbaren Mission betraut worden. Witte reist zuerst nach Paris und dürste dort von Rouvier empfangen werden. Gleichzeitig mit ihm trifft dort sein erster Adlatus bet. den Friedensverhandlungeu, der Ministerialbeamte Korostovets, ein. Frau Witte wird in Paris die Rückkehr ihres Gatten aus Amerika abwarten. Witte erhält 5000 Rubel für Generalspesen und 400 Rubel pro Tag während lemes Aufenthaltes im Auslande. Wittes Vollmachten aber sollen doch begrenzt sein. Daraus werde gefolgert, daß der Zar sich noch nicht über diejenigen Zugeständmffe schlüssig gemacht hat, die Japan unzweifeHrft fordern werde. Roosevelt hat in einem Telegramm nach Petersburg ferner Befriedigung über die Ernennung Ausdruck gegeben Wie günstig Japan zurzeit dasteht, ergibt sich daraus, daß seine letzte äußere Anleihe wieder m erstaunlicher Weste überzeichnet worden ist. Gestützt auf seinen giUen Kredit und seine schlagfertige Armee und Flotte, durch die es jetzt auch die Insel Sachalin mutvoll okkupiert und den Russen dort täglich neue empfindliche Verluste beibwigt, kann es seinen Wünschen die nötige Unterstützung verleihe^ Ob noch ein Waffengang zwischen den Armeen LmiewitschS und Onamas notwendig sein wird, um den Frieden yeroei- ruführen? Bis zur Eröffnung der Friedensverhandlungen, bis zur Vereinbarung des Waffenstillstandes, vergeht immerhin eine geraume Zeit, in der sich noch sehr vieles be- SÄe ÄS R°sul. SW,,. 101 Zentrum, 22 Liberale, 11 eojwlbei"?' riSL tXen an® “ 1 £ Ä ZMSWKS geben kann. __ ______ T VoMischeTaqesschmi. Ein Dauern-Krawall gegen dar Pluralvahlrecht fand in dem weimarischen Orte Tiefenort statt. Dort war bei der Bürgermeisterwahl ein Hornbnrger Kreisausschuß- sekretar gegen einen einheimischen Kandidaten gewählt wordem Die Folge war ein Straßenkrawall; die Bevölkerung durchzog mit dem Rufe: „Wir brauchen keinen Fremden!" bett Ort und stürmte schließlich das Kasino, das Versammlnngs- lokal der Honoratioren des Ortetz. Jetzt erfährt man aus der »Eisenach. Tagespost" die eigentlichen Ursachen dieser Gegensatz zum württembergischcn, mit der Wahlrechtsreform tm eigensten Interesse ernst meint und dem zweitgrößten deutschen Bundesstaate als dem ersten unter allen das allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht bescherst. Die Meldung, daß Minister Freiherr von Feilitzsch sem Entlassungsaesuch eingereicht habe, wird neuerdings als o^°Mit^sozial?olttischer Entschiedenheit hat der Oberbürgermeister Zweigert in Essen, einer der gescheitesten und energischsten, wenn auch rücksichtslosesten deutschen Kommunalpolitiker, ein Mann, der alten glatten Formen abhold ist und mit unbeirrbarer Tatkraft i eme verständigen Ziele zu verfolgen versteht, m den rheiNisch- westfälischen Lohnkampf emgegriffen Es ist fern Zweifel daran möglich, daß der dortegr Arbetegeberbund für das Baugewerbe die Mit der organisierten Arbeiterschaft abgeschlossenen Verträge gebrochen hat und ait^Tbent An- sptüche crlrcBt, die mit dem gesetzlich feststehenden Koalr- tionSrecht der Arbeiter hn Widerspruch stehen oberbu^r. meister Zweig-rt Hut erklärt, er «"beJantHtaje Machen - Kosten der Unternehmer gut Einsicht der Beteiligten offen. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen gegen findet statt: Donnerstag, den 3. August lf. vormittags von 9—10 Nhr auf dem Gemeindehaus zu Inheiden, wozu ich die Beteiligten unter dem Anfugen Nach Beilegung der deuttch-französisLen bet marrokkanffchön Angelegenheit hat rmgetreten I admtral Lnr Lviiiram uicay uuu uue '"'te0*;" 2" Kaiser von Saßnitz aus seine ^^^^^^TA^r^et gtathauje empfangen. Auf die Begrüßungsansprache He ihn zunächst gu einerVegegnungmte dnn ® I banfte Admiral May für den Empfang. Gr s agte,datz^die zar von Schweden bei Gefle suh^e. Kundgebungen, deren Gegenstand die englische Flotte Ware, zunchmen, daß fcer Besuch von Emftuß d^Losung d^ gaben für das gute Einvernehmen zwischen den andinavischenKrisissem wird. Dmtesche Rmch M den beiden Nationen Der verhält sich dem scht^distzmorwegist^n ^der^st tische^ Botschafter Sir F. Bertie sprach die Öffnung über neutral. Nach bm au§, ba$ die Bande aufrichtiger Freundschaft, btt Me rine teilen sich die schwedische und dte deutsch Länder jetzt vereinigen, auch in Zukunft unmrflosZch igfaj 3a,*£.gggsj^.a fe 3MÄ8ÄMÄ. N E-ZL HiS5 sw- " Zweites Blatt. 158. Jahrgang Gießener Anzeiger ,m Backstemblattern smd 9, drest statt, aber ein antideutscher loschen. Die Gehöstsperre stt ausgehoben. Charakter trat dabei nicht hervor. Am Donnerst^ h--t sich der englische Vizeadmiral May mit seinem Oftizierstabe NaMscke lUudl^UfdlUlL zum Besuch nach Paris begeben, wo in feimm Beisein die yVUlllUjr yi>vu)iwiu) »etg stattfindend- Truppenparade wn Lonachamps ab gehalten wurde. Am! SmnStag würben Brza- her d-ntsch-^nW^ Offizrere tat - G» grü ßungsanspra che Z. io?Ettlöofniun8 ’ D Demi. -l-LS^inliiqe, ^crNeii.;c-i ’m. n^tc{- ioivie eine '^ohnnny ?)??■ 18628 ^Wdei-ftr, 42. "Ächchöl ' Wit entfpr, m, oennieten 13535 Erake^rmi ‘ »er zweite Clock , oder mich früher Wi^mcnb^ tvlatz 11 3262 od per 1. Auliust 1 vermieten. Die "d neu bertierichlet. ^nka. gieuftobt 19. I, 3-Zimmerw. nblftraee 8 eine >er Sofort zu uernt. infiurter Str.62, n. nsardeii-Wohnung, (in ruhige Familie ieten i'traße 50,1. Stock. vermieten (04693 VMornrake 13. iimmer-Wohnung uchtunq im 1. Stock ilipv-Platz 8 per nieten. nfnirter Strahe 29. ng zu verm. ».kleines ni. Veldenaalie 12. Zimmer M modl. Zimmer dwigZvlatz 15,3 Ti. Itcröivcg 67 fchön1 'X m vermieten. FmöbL Zimmer mit ,.v. Bismarckstr. 17. jen. etc. ] x Laöen, Stadt, beste Lage, e Wohnung zu ver- rifilime Meldungen den GickAu^.- SttrsruhrS. Sie liegen tu dem in der weimarischen Gemeindeordnung vorgesehenen, zu Gunsten der größeren Besitzer eingeführten sogenannten eh rst im m en wa hl- recht^. Danach wird in Gemeinden, die am 18. Januar 1854 nicht mehr als 2000 Einwohner umfaßten, bei Berechnung der zu Gemeindeversammlungsbeschlüssen oder zu Gemeindewahlen erforderlichen Zahl von Stimmen die Höhe des gemeindesteuerpflichtigen Einkommens der Stimmbcrech- tigten dergestalt zu Grunde gelegt, daß derjenige, der ein solches Einkommen bis zu 500 Mk. einschließlich hat, eine Stimme, derjenige, der ein 500 Mk. übersteigendes hat, für jede vollen 500 Mk. dieses Einkommens eine weitere Stimme erhält. Neberfteigt die Zahl der Stimmen eines Einzelnen em Drittel der Zahl der Stimmen sämtlicher Stimmberechtigten in der Gemeinde, so ruhen die über jenes Drittel ansteigenden Stimmen so lange, wie dieses Verhältnis dauert. Auf Grund dieses Pluralwahlrechts besaß jetzt bei der Bürgermeisterwahl die in Tiefenort ansässige Gewerkschaft „Glückaufallein 349 Stimmen. Die Direktoren dieser Gewerkschaft gehören zu der Kasinogesellschaft, die vermöge der 349 Stimmen der Gewerkschaft in die Lage kam, einen Bürgermeister nach ihrem Geschmack zu wählen. Gegen diesen Zustand, den die Kastnoleute durch ein Fest zu Ehren des neugewählten Bürgermeisters im Kasino feierten, richtete sich der Protest der Tiefenorter Bauern, der in dem Sturm auf das Kasino seinen Ausdruck fand. Ans Stadt und Land. Gießen, 17. Juli 1905. ** Der Mordprozeß Hudde kommt am 20. d. M- vor dem Reichsgericht in Leipzig zur Revisionsverhandlung. ** Au§ Hochwaldhausen, dem neuen Höhenkurorte am östlichen Abhange des Vogelsberges, ging uns eine Reihe von Ansichtspostkarten zu, die die überraschende Schönheit jener Gegend trefflich zu illustrieren scheinen. Der Wald zeigt dort, nach diesen Ansichten zu schließen, eine Fülle von wundervollen Partien, die nach jenen Herrlichkeiten außerordentlich zu locken geeignet sind. Riesige Baumbestände aus früher Vorzeit unseres Volkes, imposante Felsengruppen, weite Blicke Mf fruchtbare Felder, schäumende, gischtende Waldbäche, durch ihre so schlichte als schmucke Architektur anmutig anheimelnde Fachrverkhäuschen in stiller Abgeschiedenheit scheinen dort ein Ganzes von erstaunlicher idyllischer Schönheit zu bilden, in dem e§ sich, wenn die Verpflegung gut ist und die Gesell- schäft angenehm, in den Hochsommermonaten gewiß recht behaglich und landschaftlich durchaus nicht abwechselungslos leben läßt. Da obendrein der neue Ort recht hoch liegt, etwa in gleicher Höhe wie die höchsten und darum wegen ihrer leichten und heilsamen Luft viel besuchten Kurorte des Harzes und des Thüringer Waldes, so dürfte er den Lungen manches städtischen Staubschluckers wohltun. Man projektiert dort Großes, u. a. auch die Errichtung eines Genesungsheims für Aerzte, ein Gedanke, der bei vielen namhaften Medizinern lebhaften Anklang gefunden hat, den Bau eines großen Kurhauses nebst allem erdenklichen Zubehör, die Ansiedelung von Villen rc. rc., und es ist wohl möglich, daß die weitreichenden Hoffnungen des Nnternehmers m Erfüllung gehen. Bei dem .Stausee*, den man dort anlegen will und von dem in unserer Nr. vom 13. d. Mts. schon die Rede war, soll es sich, wie man uns heute schreibt, picht um die Anlage allzu schwieriger und kostspieliger Talsperren handeln, sondern nur um die Anlage eines Erddammes oder eines Mauerdammes von etwa 300 Meter Sänge. Für jede der beiden Arten der Ausführung sei, so wird versichert, das Material an Ort und Stelle vorhanden. Wenns weiter nicht ist, warum denn so viel Brimborium deswegen? Das Erfreulichste an allem dem scheint unS der kühne Nnternehmersinn zu sein, von dein man sonst in Oberheflen immer noch zu wenig wahrnimmt. Mainz, 14. Juli. Der hessische Schutzverein für entlassene Gefangene hielt gestern hier seine ordentliche Mitgliederversammlung unter dem Vorsitze des Generalstaatsanwaltes Dr. Preetorius bei lebhafter Beteiligung ab. Auch Geistliche waren in beträchtlicher Zahl zugegen. Der Rechenschaftsbericht entrollte ein sehr erfteulicheS Bild der von Jahr Zrr„ Jahr gesteigerten und zusehends stets ersprießlicheren Tätigkeit des Vereins. Sehr günstige Resultate hatte die Fürsorge für die Familien der Inhaftierten und die Entlassenen selbst. Der Prozentsatz der„Gebesserten" stieg innerhalb zweier Geschäftsjahre von 64 pCt. auf 74 pCt.; die Mitgliederzahl ist auf ihrer Höhe geblieben. Infolge einer Anregung durch den Zellengefängnisgeistlichen in Butzbach, Pfarrer Ambos, wird der Jahresbericht allen Pfarrämtern des Landes zugestellt und eine kräftige Propaganda zu bewirken gesucht werden. Der neue Haushaltsplan 1905/06 steht 9981 Mk. Ausgabe vor. Frankfurt, 16. Juli. Die Deutsche Mittelstands- vvreinigung hält am 3., 4. und 5. September hier die zweite Generalversammlung ab, auf der in erster Linie die einzelnen Punkte des Programms der Vereinigung behandelt werden sollen. Nach einem Referat des Generalsekretärs Eisenträger über die Behandlung von Mittelstandsfragen in den Parlamenten wird der Vorsitzende, Architekt Küster-Hannover, über die Aenderung des Submissionswesens und die Sicherstellung der Forderungen der Bauhandwerker, sowie über die Errichtung von Taxämtern sprechen. Der zweite Vorsitzende, Obermeister Rahardt-Berlin, spricht über die Belastung des Mittelstandes durch die sozialpolitische Gesetzgebung, Schutz der Arbeitswilligen und die weitere Ausbildung von Fach- imb Forrtbildungsschulen. Der Ab- geordn. Hammer wird über die Besteuerung der Warenhäuser und die Verschärfung der Bauvorschriften (polizeiliche Maßregeln zum Schutz deS Publikums), über den Erlaß eines Gesetzes über Ausverkäufe und die Verschärfung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb reden. Ferner wird in den Referaten behandelt werden: die Hebung des mittel- standlichen Kreditwesens, die Verschärfung der Bestimmungen der Konkursordnung, Meistertitel und Befähigungsnachweis, die Einrichtung von Handwerksgerichten, Entlastung des Hausund Grundbesitzes, Fürsorge für die Prioatbeamten usw. Der neueste Ruhstrat-Prozeß vor dem fürstl. lippeschen Schwurgericht zu Bückeburg, vor das er von Oldenburg verwiesen wurde wegen der Besorgnis richterlicher Befangenheit (§ 24 Str.--Pr.-O.), ist mit der Freisprechung deS des Meineides beschuldigten Kölners M eher durch die siteschtvorenen ausgegangen. _ Unter den letzten Zeugenaussagen waren zunächst Von besonderem Interesse die mehrerer anderer Kellner. Der Kellner Herz mann gestand zu, daß er sich fürchtete, in dieser «ache als Zeuge vernommen zu werden, daß, wenn er die Wahv- hert sage, er das Schicksal des Meyer teilen konnte. Der Kellner Hansen bekundete: .Herzmann habe ihm, ohne daß er ihn gefragt h?be, gesagt: Meyer sitze unschuldig. Er habe selbst gesehen, daß Minister Ruhstrat bei dem Spiel „Lustige Sieben" dabei gewesen sei, der Minister habe die Bank gehalten, me blauen Lappen seien nur so geflogen. — Herzmann gab daraus die Möglichkeit zu, dies dem Hansen erzählt zu haben. Auf Befragen des Verteidigers bemerkte der Zeuge Hansen noch: Pvlizei- kommissar Böning, von dem er zunächst vernommen wurde, habe bemerkt, er sei auch von der Unschuld Meyers über» seugt In hohen Gesellschaftskreisen passiere vieles, aber mit hohen Herren ist nicht gut Kirschen essen. . J^er Kellner Maßlack hat einmal in der Ruhstrat- Nrsche einen sogenannten Bieruntersatz gefunden, auf dem das Spiel „Lustige Sieben" ausgezeichnet war. Die Nische wurde Ruhstrat-Niiche genannt, weil Minister Ruhstrat beinahe jeden Abend in der Nische saß. ,G^Esialprofessor Dr. Frerichs-Oldenburg war im Jahre 1900 ernes Abends zufällig im Oldenburger Kasino in das Pri- v atz immer des damaligen Kasinowirtcs Werner gekommen. Da^habe er zu seiner größten Ueberraschung Minister Ruhstrat, Buchhändler Schmidt und Dr. Schleppegrell beim Kartenspielen ge- n:offen. DieJoerren waren offenbar auch ganz überrascht, daß sie gestört wurden. Was die Herren gespielt haben, wisse er nicht. Er habe eS für sehr eigentümlich gehalten, daß dte Herren zum Spielen in ein Privatzimmer gingen. ■i m Es sei richtig, daß er einmal mit Buchhändler Schmidt und Dr. Schleppegrell in einem Privat- 3unmer des Kasinos gespielt habe. An jenem Abend seien einer vwstlichkeit wegen alle Zimmer des Kasinos besetzt gewesen und der Kasino-Wirt hätte ihnen ein Privatzimmer eingeräumt. Verteidiger R.-A. Dr. Herz: Herr Minister, Sie haben Ihren Freunden gegenüber zugegeben, daß Sie noch bis in ge letzte Zeit gepokert haben. Geben Sie nun zu, daß Sie in Ihrer Zeugenaussage in dem Prozeß Rieß-Mermann eine Tatsache unterdrückt haben? Zeuge (sehr erregt): Ich bin leider nicht in der Lage, mich gegen diese Bel eidig u ng en zu schützen. — Bert.: Ich muß mich entschieden dagegen verwahren, daß ich den Minister beleidigt habe. Ich stelle die Frage, weil ich es für meine Pflicht erachtete, als Verteidiger im Interesse des Angellagten danach zu fragen. — Zeuge Ruhstrat: Ich habe rn dem Prozeß Rieß- Biermann gesagt: Ich habe seit Anfang der 90 er Jahre nicht mefyc „Lustige Sieben" gespielt. Ich hatte gar keine Beran- lassuiig, eine Zeit anzugeben, in welcher ich nicht mehr gepokert a1«- gemauschelt habe. Es ist durch Gerichtsentscheidung fest- gestellt worden, daß ich mich einer Verletzung meiner Eidespflicht niemals schuldig gemacht habe. Herz: Sie müssen doch aber Bedenken gehabt haben, ob Ihre Aussage korrekt war, sonst hätten Sie wohl nicht Ihren Rechtsanwalt Dr. Wisser in einer öffentlichen Gerichtssitzung er- llaren lassen, daß Sie seit 12 bis 14 Jahren nicht mehr hazardiert haben. Zeuge: Als ht dem Prozesse gegen einen Austrägei: des Oldenburger „Residenzboten", namens Kruse, der wegen Beleidigung meiner Person anhängig gemacht war, das berüchtigt e Protokoll zur Verlesung kam..... R.-A Dr. Sprenger (erregt aufspringend): Herr Vorsitzender, ich beantrage, den Zeugen zur Ordnung zu rufen und event. deshalb einen Gerichtsbeschluß erheben zu lassen. Ich ^Elmir unmöglich eine solche Beleidigung gefallen lassen. Vorsitzender: Ich muß alleänngs sagen, daß diese Bemerkung ungehörig war. M inister Ru hstr a t: Mso ich sage, nachdem mir bekannt wurde, ein Kellner Meyer hätte bei Dr. Sprenger zu Protokoll gebrackst, ich hätte noch 1899 und 1900 „Lustige Sieben" gespielt, die Bank gehalten usw., so hielt ich es für notwendig, dem Rechts- cmwalt ganz besonders zu erklären, daß die Aussagen des Kellners vollständig unwahr seien. Ich will meinem Bedauern AuÄwuck geben, daß 'die Beschuldigung des Meineidsver- d a ch t e s gegen mich erhoben wurde, ohne daß es mir möglich ist, diese Beleidigung zurüchuweisen. Bors.: In dieser Verhandlung ist dies nicht geschehen. Frau Hotelier Bade schildert den Angellagten als einen sehr ordentlichen, wahrheitsliebenden Menschen. — Lohn diener Laturnus: Der Angellagte habe ihm die Vorgänge in so glaubwürdiger Weise erzählt, daß er (Zeuge) die Wahrheit nicht oezweifelle. Der Angellagte sei von Dr. Sprenger viele Stunden vernommen und mehrfach zur größten Vorsicht ermahnt worden. Tw Sprenger sagte wiederholt zu dem Angeklagten: Sie dürfen nicht außer Acht lassen, daß Sie sich im Widerspruch mit einer Leuten von hoher gesellschaftlicher Stellung befinden. Der Angeklagte blieb aber bei ferner Erklärung. — Dienstmann Lohr (Bremen): Er habe einige Male mit dem Angellagten über seine bei Dr. Sprenger abgegebene Erllärung gesprochen, die Angaben des Angellagten haben einen vollständig glaubtmrrbigen Eindruck gemacht. Bon wesentlicher Bedeutung waren dann noch die Aussagen mehrerer Redakteure, sowie des Journalisten Paul Schwerer, der über die meisten Seiffationsprozesse in Deutschland einer Reihe deutscher Zeitungen zu berichten pflegt und auch zu unseren Mitarbeitern gehört. Schweder sowie die erwähnten Redalleure sind bei deut Prozeß gegen den Oldenburger Redakteur Schweynert, in dem Meyer jenen beanstandeten Eid schwur und der sich um das Kartenspiel des Ministers Ruhstrat drehte, als Berichterstatter tätig gewesen. Sie alle sagen aus, sie hätten es sirr ihre Pflicht gehalten, die Angelegenheit streng unparteiisch zu behandeln, aber sie alle waren überrascht und empört über die Tonart, die von dem Oldenb. Richtertffche aus beliebt wurde. Schweder sagte aus, er sei feit elf Jahren Berichterstatter und habe sehr vielen Sensationsprozessen beiaewohnt. Er sei auch bei vielen Verhandlungen zugegen gewesen, in denen Zeugen wegen Verdachts des Meineids im Gerichtssaale verhaftet worden seien, eine Behandlung, wie sie dem Angeklagten von feiten des damaligen Vorsitzenden zuteil geworden sei, sei ihm aber noch niemals borgetommen. Der Vorstände leitete die Verhandlung in einer Weise, daß die Berichterstatter kaum noch zu folgen vermockttn: er hatte die liebeseuguug, daß der Angellagte durch die Art, wie er vom Vorsitzenden befragt wurde, vollständig verwirrt worden sei, so daß dieser wohl kaum wußte, was er zu Protokoll gegeben habe. Als der Angellagte das Protokoll unterschreiben wollte, hatte er das Gefühl, es wäre richtig, den Angellagten beiseite zu rufen und ihm zu sagen: Mensch, sind Sie denn verrückt? Sie rennen ja ins Verderben! Er habe die Verhaftung für vollkommen ungere cht gehalten. Es habe ihn frappiert, als Staatsanwalt Dr. Fimmen im letzten Augenblick den Versuch mackste, den Angellagten zu bewegen, sein Zeugnis einzuschränken, zu sagen: „Ich glaube, oder es ist möglich." Der Vorsitzende bemerkte: AH was, die Aussage ist doch ganz llar. ®r wie alle seine Kollegen, die am Berichterstattertisch saßen, hatten die Ueberzeugung, wenn der Angellagte in liebevollerer Weise behandelt worden wäre, wäre die Verhaftung unterblieben. Der Ton, der in dieser Verhandlung herrschte, fei ihm noch niemals vorgekommen. Staatsanwalt Becker aus Oldenburg nannte in seinem Plai- doyer das Verfahren des Rechtsanwalts Dr. Sprenger nicht ganz einwandfrei, well er das über die Aussage des Meyer im Schweynertprozeß aufgenommene Protokoll durch die Presse veröffenllichen ließ. Er trat dann daftir ein, die Schuldfrage zu bejahen, und ebenso die Hilfsfrage, daß der Angellagte wissemlich seine Eidespslicht verletzt hat. Verteidiger R.-A. Dr. Herz (Altona) führte u., a. aus: Die Hauptsache ist: Hat der Angeklagte gesehen, daß Minister Ruhstrat Lustige Sieben gespielt hat. Das Spielen des Ministers hat er sich gemerkt, die Mitspieler haben ihn weniger interessiert. GS hätte doch auch nid)t viel gefehlt, dann wäre nickst der Angellagte, foaixrn eure andere Persönlichkeit wegen wissentlichen Meineids auf die AMagebank gekommen E, der Angellagte wäre als Zeuge erschienen. Der Minister Ruhstrat hat allerdrngs unter Eid die Behauptung des Anae- klagten m Abrede gestellt. Ich will den Minister nicht des Mttn- crds beschuldlgen, aber au f v oll e Gla u b wür di g keit kann der Minister nicht Anspruch machen. Im Ries-Bier- mann-Prozetz sagte der'Minister unter seinem Eide: er habe fett ©r^e der 1890 er Jahre nicht mehr Lustige Sieben gesvielt. Dtes ließ er auch in einem späteren Prozeß in genauer schri^ ltcher Frxterung durch Rechtsanwalt Wißer mitteilen. Im Schwey. nert-Prozeß^ errtärte dagegen der Minister unter seinem (Eibe- Er habe, letttem er Oberstaatsanwalt wurde, also seit 1895 ntdjt mehr „Lustige Sieben" gespielt. Wenn Sie den Angellagten verurteilen wollen, dann muß der Nachweis geführt sein, daß er nnssentlich die Unwahrheit gesagt hat. Dazu bedarf es eines Beweggrundes. Was konnte den Angellagten veranlassen, die Unwahrheit zu lagen? Was hatte der Angeklagte die Oeffenp ltchkett zu fürchten? Er war doch keine in der Öffentlichkeit stehende Perionltchkell. Ich erinnere daran, daß der Angellagte bei allen fernen Prinzipalen, bei allen seinen Kollegen und Freun- den sich her größten Beliebtheit erfreute. Er war ein selten putcr Sohn, der seine Mutter unterstützte. Ein solcher Mensch leistet nicht ohne jeden Grund einen Meineid. Es lag in der Luft, daß man den Angeklagten verhaften werde. Trotzdem blieb er bet seiner Behauptung. Und gleich darauf wurde er verhaftet." Unter ter Wucht dieses furchtbaren Eindrucks sagte er, als er vom Gendarmen bei Frau Biermann vorWergeführt wurde- Sehen Sie, ^nau Biermann, das kommt davon, wenn man tn Oldenburg die Wahrheit sagt. Verneinen Sie mast bloß die Schuldfrage wegen wissentlichen, sondern auch wegen fahrlässigen Meineids. Sprechen Sie den Anaellagten frei und geben Sie ihm seine Ehre wieder, darum bitte ich Sie mcht bloß, sondern das verlange ich von Ihnen. (Beifall im Zuhorerraum.) Verteidiger R.-A. Dr. Ionas (Altona) sucht in längerer Rede den Nachweis zu führen, daß nicht ter mindeste Beweis Nir die Schuld des Angellagten geführt worden sei. Der Angeklagte habe nur beschworen, daß er nachbest em Wissen die reine Wahrheit sagen werde. Unter atemloser Spannung des Publikums verkündete schließ, lich der Obmann: DieGe schwor enenhabendieSch uld- fragen verneint. (Halblautes Bravo im Zuhörerraum) Auch von ter Straße, wo ein sehr zahlreiches Publikum Posw gefaßt hatte, ertönen zum Fenster hinauf stürmische Bravorufe. Nach kurzer Beratung des Gerichtshofes verkündete ter Dor- sitzende Der Gerichtshof hat, dem Wahrspruch der Geschworenen entsprechend, den Angeklagten freigesprochen und die Kosten tes Verfahrens der Staatskasse auferlegt. Die Kosten für einen Wahlverteidiger und für die von der Verteidigung unmittelbar geladenen Zeugen werten ebenfalls der Staatskasse auferlegt Tie Entscheidung, betreffs des Anttages, dem Angellagten die Entschadigungskosten für die Untersuchungshaft zu gewähren, wird m acht Tagen gefällt werten. Als die Verteidiger und der Angellagte das Gerichts» gebaute verlassen, werden sie, ttotz später Nachtstunde von dem zahlreichen Publikum mit n i cht en den wv l l en d en ftür» mischen Hurra- und Hochrufen bearüßt. 'Kleine Tageschronik. An dem Neubau eines Familienhanses auf dem Walzwerk Gras Renard in Sielec (Polen) wurden drei Personen durch Blitzschlag getötet und 12 mehr oder weniger verletzt. — In K a r l s b a d hat zwischen dem Renn- stallbesttzer A. von Pechy und Karl von Beszewiczy ein Säbel- d u e l l stattgesunden. Pechy wurde leicht verwundet. Die Gegner schieden versöhnt. — Dr. Max N o r d a u in Paris ist nach dem Tode Verzls znm Führer der Zionisten ausersehen. Er erllärte ans Gesilndheitsrücksichten auf das Präsidium der Pattei verzichten zu müßen, und will den Londoner E o w e n als Führer Vorschlägen. — Ueber V e n e d i g Ist ein furchtbares Gewitter niedergegangen. Zahlreiche Häuser rourben abgedeckt. Viele Gondeln sind infolge des Orkans gesunken. Der Schaden ist enorm. — Wie aus einem Telegramm des Gouverneurs von Bombay hervorgeht hat te Pest im Laufe des Juni in Indien 28 082 Opfer ge'ordetz. Die Provinz Pundjah allein hatte 21 601 Todesfälle. In Bombay sind 8199 Menschen an der Pest gestorben. Sämtliche Opfer sind Eingeborene. — Bei einer Manöverübung in Esakathurm (Kroatien) wurde der Korps-Kommandant inÄgram, Feldmarschallleutnant Graf Orsini-Rosenberg vom Schlage gerührt. Er stürzte vom Pferde und war sofort t o t. — In Warschau erhob ein Unbekannter bei der Diskontobank auf Grund gefälschter Kreditbttefe 30 000 Rubel. — Aus der Höhenstation des Donnersbergs bei Teplitz in Böhmen wurden, wie em Privattelegramm meldet, sechs Maurer vom Blitz getroffen.— Auf dem Gute P l u m m e n d o r f in der Nähe von Dam- garten (Vorpommern) sind durch eine Feuersbrunst fünf Arbeitshäuser mit dem gesamten Inventar zerstött worden. Drei erwachsene Pessonen und ein Kind sind gefährlich verletzt. — In Wohylow, an bet, schles.-rnssischen Grenze, ist plötzlich das Rathaus eingestürzt, wobei mehrere Personen getötet ober verletzt würben. — In Gels stürzte ber Giebel der im Umbau begriffenen mittelalterlichen Schloßkirche ans bas Dach unb bie Gewölbe, durchschlug sie und zertrümmerte die kostbare Orgel und Kanzel. Menschen sind nicht verunglückt. — In F e r m o, einem mittelitalienischen Städtchen unweit des adriatischen Dleeres, stürzte in der Kapelle des Hospizes während der Meße der Fußboden ein; 16Personen wurden getötet, 32 verletzt. — Die neue Post straße über den Großen S t. Bernhard, zugleich die höchste Alpenstraße ist dieser Tage emgeweiht worden, wobei , es zu stürmischen Freundschaftskundgebungen zwischen den ^'alienischen und schweizettschen Gästen kam unb Begrüßungstelegramme an König Viktor Emanuel unb ben Äunbesrat gerichtet würben. Temperatur der Lahn und der Luft am 17. Juli 1905. Nach Reaumur gemeßen mittag? zwischen 12 unb 1 Uhr. Wasser 18°, Lust 16° R. ____ Mülle rlche Bade- unb Schwimmanstalt. Statt besonderer Anzeige. Die Verlobung ihrer Tochter Paula mit dem Fabrikanten Herrn Julius Pagener aus Epe i.W. beehren sich anzuzeigen 3773 Moritz Friedberger und Frau. Giessen Paula Friedberger Julius Pagener Verlobte Juli 1905. Epe Cöln Oie mir von meinem emnfnUfln. m . Herba-Seife. seragte dieselben Dach wenigen Tagen. Alfred Pflanzer Mflnrhon Z. L i. a. Apoth. 0,°-. °. Part p. stTpfe ^IMk. <)&’?£• ÄÄp. SS**/, wvorragend bewährt I Derrn Katarr