Nr. 64 Donnerstag, 16. März 1905 155. Jahrg. fettetet Wtt «tt fafett** M BmmtevL fei «fetftsa |eBtiWMatt«r wettet tev yftrqdr.x ütrw M-tterMch bftgdtgt. De *«v $•* iri'ectttte «s-Ech «tsml Giehener Anzeiger teteM ** «teW ter Whreirttm ttetoedhätSbrottraL L. 8ia|t, fettM fedattt«. fepebtfte» «.festadt SchuVt-K td.fe.6L Iden einer schwarz-weißen Mischlingsrasse muß mit Feuer und Schwert verhindert werden. (Große Heiterkeit.) Jede geschlechtliche Verbindung von Schwarzen und Weißen muß einfach unter Strafe gestellt werden. (Erneute Heiterkeit.) Redner (zu den Soz.): Für Sie wäre die Rasse freilich immer noch gut genug! (Lachen bei den Soz.) Ich bedauere es, daß man Sieger in die Armee einfteUt Es ist eutwürdigeitd für einen deulschetr Soldaten, in einem Neger seinen Kameraden oder gar seinen Vorgesetzten zu sehen. (Hu! hu! links.) Die gleiche Zurückhaltung bitte ich aber auch gegenüber der mongolischen Nasse zu übern Ich bedauere es, daß man chinesisa-e Lsstziere bei uns ausgenommen hat. Es ist unwürdig eines deutschen Offiziers, Chinesen als gieiajberechtigt anerkennen zu müssen. (Gelächter.) Zuletzt kann ich auch nia>t leugnen, daß es meines Tasür- haltens nicht angängig ist, daß ein deutscher Reichsbeamter, der in die mongolische Rasse hineingeheiratet hat, noch länger im Amte bleibt. (Laa)en links, Redner, nach links): Was wolleii Sie? Sie sind doch weder im Urwald, noch auf den Bäumen! (Große Heiterkeit.) Das Sporlwesen dient sicher der Volksgesundheit, aber die Ausdehnung, die das Sportwesen in der Kieler Woche genommen hat, findet nicht unseren Beifall. Unter diesem Unfug leidet jeder, der sich nicht selbst eine Rennjacht hatten kann. Die ganze Kieler Woche ist nur eine Sache des Geldbeutels, wer Geld hat, um sich einen guten Kapitän und eine Rennjacht halten zu tonnen, gewinnt. Ich sehe auaj nicht ein, weshalb man dort ganze Divisionen ausgestellt hat, und weshalb das ganze Ministerium aus Berlin dorthin beordert wurde. (Heiterkeit.) Ferner wünschen wir, daß die Regierung die Sozialdemokraten anders behandelt. Sobald ein Sozialdemokrat redet, antwortet immer ein Minister, meistens sogar mehrere. Dadurch wird das große Selbstbewußtsein der Herren nur gestärkt. Ueberzeugen kann man die Herren doch nicht. Die Sozialdemokraten kann man nur bekämpfen, inbeni man ihre Ursachen bekämpft. Dies geschieht am besten durch ‘eine groß angelegte Agrarpolitik und Mittelitandspoliiik, in Verbindung mit einer guten Sozialpolitik. Ferner muß die Regierung sich der Reorganisation der Parteien widmen, ich glaube sicher, daß viele sich um die Regierung scharen luerbm, wenn sie eine Politik führen wird, wie ich sie angebeutet trabe. Reichskanzler Graf v. Bülow: Zum Beweise dafür, daß ich nicht bloß auf Redet: der Herren der äußersten Linken antworte (Heiterkeit), will ich dem Vorredner auf eine seiner Aeußer- ungen erwidern. Ich sage ausdrücklich auf „eine", denn der Vorredner wird nicht erwarten, daß ich die Frage der Reorganisation der Parteien jetzt hier aus dem Stegreif erörtern und lösen soll. Auch die Frage des Auwmobilrennens in Homburg will ich nicht berühren. Dagegen möchte ich den Vorredner darauf aufmerksam machen, daß die öfters von mir ausgesprochene Mahnung, sich nicht in die inneren Verhältnisse anderer Länder einzumischen, nicht nur für Herren von der äußersten Linken gilt, sondern auch für den Herrn Grafen von Reventlow unb seine Studenten. Wir würde es uns ernstlich Derbitten, wenn fremde Studenten sich in unsere Verhältnisse einmischen wollten uno über deutsche innere Streitigkeiten Resolutionen faßten. Daß jeder Herr im eigenen Hause ist und am besten lut, vor der eigenen Tür zu kehren, das ist die Grundlage verständiger Beziehungen mit dem Auslände. (Sehr richtig! Ruf von den Polen: Rheinbaben! — Heiterkeit.) Was der Vorredner über die chinesischen Offiziere im deutschen Dienst sagte, war einseitig. Wir haben gern deutsche Instrukteure nach China geschickt, ünb wir freuen uns, daß chinesische Offiziere im deutschen Heere den deutschen Dienstbetrieb Orienten. Ebenso einseitig war, was der Vorredner äußerte über die Verbindung eines jüngeren deutschen Diplomaten mit der Tochter eines hervorragenden japani- lajen Staatsmannes, der längere Zeit Japan in Serini vertreten und hier die allerbesten Erinnerungen zurückgelassen hat. Der Staatssekretär des Aeußeren behält sich vor, bei bei Beratung seines Etats auf die einzelnen Beschwerdepunkte des Vorredners einzugehen. Was die Frage anlangt, ob und nrie etwa neue Vereinbarungen zwischen dritten Staaten unser Verhältnis mit Marokko beeinflußt haben, so scheint Graf Reventlow unsere Politik in dieser Richtung untätig zu finden und an Versäumnisse unsererseits zn glauben. Ich verstehe vollkommen die Anfmerksamteit, die man auch hier den Vorgängen in Marokko widmet, und ich erachte es als Pflicht der deutschen Politik bafür zu sorgen, daß auch in Zukunft unsere wirtschaftlichen Interessen in Marokko nicht geichädlgt werden, der gegenwärtige Augenblick ist aber für weitere Erklärungen in dieser Beziehung nicht geeignet; ich behalte sie mir für später vor. Abg. Graf Alielczlnski (Pole) befürwortet eine sich mit zier sozialdemokratischen deckenden Resolution Brejski betreffend Regelung des AusenthaltsrectUs von Ausländern im deutschen Reich. Er' behandelt die Ausweisungsfrage in demselben Sinne wie v. Vollmar. Abg. Jessen (Däne) beschwert sich über die Handhabung des Vereinsrechtes in Schleswig-Holstein, über die Ausweisung von Optanten, die nicht bauernb ihren Auienhalt in Norbschleswtg genommen haben. Abg. Spahn (Zentrum) kommt nochmals auf die elsaß'loth- rmgische Frage zurück unb erbittet trotz der Erklärung des Reichskanzlers Annahme der betreffenden Resolutlon, unter Beruiung auf Aeußerungen Windhorsts betont er bas Recht des Reichstages tn der Frage von Auslieierungen und Ausweisungen Stellung zu nehmen. Jedenfalls müßten wir mit Rußland genau die gletcheti Auslteierungsverträge haben wie mit den anderen Staaten. Staalsfetretär Gral Pofadowsky weist zunächst einige Aeußerungen des Abg. Jessen als beledigend für die preußischen Behörden zurück. Den Polen gegenüber müsse er wiederholen, daß das preußische Ansiedelungsgesetz nicht Verfassungsbruch sei. Polnischen Bewerbern werde ine Ansiedelung nur da versagt, wo sie sich mit dem Zwecke des AnsiedelungSgej'etzes nicht vertrage. Bei der ganzen Debatte über die Ausweisungen werbe die Stellung des Reichstages gegenüber der preußischen Regierung verkannt. Preußen fei nach wie vor em selbständiger Swett und unbeimtgt selbständig in feiner Souveränität und Gesetzgebung» Sowohl gegenüber den bärrfffyeii tote den vokusichen Beschwerden müsse er darauf Hinreisen, duß es ein ZteichSauswelfrtngsgesetz nicht gebe. Abg. Grober (Zentrum) kann sich voii den Resolutionen betreffs Erlaß eines Fremdengesetzes Erfolg nicht versprechen. Riir das Alen)chenrecht erfordere, daß man in diesem Suuie vorgehe. Welter emvstehtt Redner eine von Nun beantragte Resolution, betreffend beschleunigter Bekanntgabe der bundesrätlichen Entschließung über Reichstagsbeschlüsse der jedesmaligen letztverflosfenen Sessioii. Hierauf tvird die Sitzung auf morgen 1 Uhr vertagt. Schluß 5.45 Uhr. Kvungetijche Landesjyuod. R. B. Darmstadt, 15. März. Tie heutige Sitzung unter Leitung des Herrn Prof. D. Stamm- Gießen eröffnet das Eingangsgebet des Syn. Tivisionspfarrers Fickenscher-Darmstadt. Zur Beratung gelangt zunächst die Zuschrift des Ober- konsistoriums ^betreff des S a a l b a u s f ü r d i e S y n >o d e. Synodale Wahl-Schlitz empfiehlt die Bildung eines Sonderausschusses, zu welchem die fünf Mitglieder des Finanzausschusses uud die Syn. Pros. D. Stamm und -Pfarrer D. Schlosser-Gießen vorgeschlagen werden. Tie Synode beschließt, die Wahl eines 7gliedrigen Ausschusses später durch Stimmzettel vorzunehmen. Auf Vorschlag des Syn. Dtrektor Brand-Mainz wird darauf bejchlojseu, das Bureau mit der Abfassung der-Glück- wunschadresse au den Großherzog zu beauftragen. Daraus beginnt die Beratung des Voranschlags des Evangelischen Zentraltirchensonds für 1904/1909, der in Einnahme und Ausgabe mit 2320587 Mark ab schließt. Oberlousistorialrat Nebel erläutert kurz den Voranschlag und schlägt vor, für die nächsten Etatsjahre svatt Der bisherigen 12 Proz. Staatszuschilag nur 11 Proz. als Kirchensteuer zu erheben. Syn. Lucius-Mainz bespricht den Voranschlag in einer längeren Darlegung und dankte dem Oberkonjistorium für den Vorschlag auf Herabsetzung der Kirchensteuer. Die Synode nimmt nach weiterer Debatte folgenden Antrag des Finanzausschusses an: „Die Synode sieht für die laufende Budgelperwde davon ab, im Hinblick aus oie stets nur für ein Jahr erfolgende Genehmigung des Steueranschlages durch die Staatsrcgierung zu kürzeren Vor- anschlagsperioden, als die fünfjährige, überzugehen, erklärt sich vielmehr damit einverstanden, daß der Steuerzuschlag für jedes einzelne Jahr der gegenwärtigen Periode nach Anhörung des Finanzausschusses durch das erweiterte Oberkonsistorium festgesetzt werde und daß eine Berufung Der Landessynode nur bann erforderlich sei, wenn Finanz- ausschuß und erweitertes Oberkonsistorium verschiedener Ansicht sein sollten." Nach Annahme dieses Antrags wird in die Spezialberatung des Voranschlags eingetreten. Bei Titel Ausgaben werden als Kosten der Landessynode 6800 Mk., für Oberkonsistorium 69 330 Mk., Tagegelder und Diäten berc Superintenbenten und Dekane 7500 Mk., für Kosten des Predigerseminars 28 914 Mk. Bei dieser Position rügt Syn. Wahl-Langen die Hohe der persönlichen Remunerationen für die Professoren, er hält auch den Betrag von 1000 Mk. für die Seminarbibliothek als zu hoch. Die Summe wird daraus bewilligt, ebenso für besondere Belohnungen und Tagegelder 2100 Mk. Bei der Position: Kosten der Erbauung eines Sitzungsgebäudes für die Landessynode und damit zusammenhängende Ausgaben beantragt der Ausschuß: „Die Synode wolle sich mit dem Vorhaben der Erbauung eines Sitzungsgebäudes für die Landessynode, sowie damit einverstanden erklären, daß die zu verausgabenden Kosten aus Kapitalien des Zentralkirchenfonds gedeckt werden." Syn. Wahl-Langen befürwortet das Projekt der Erbauung eines eigenen Hauses. Ein solches sei notwendig im Interesse der ganzen Geschiäftsführung. Oberkonsistorialvrästdent D. Buchner bespricht den Voranschlag des näheren und betont, es komme nicht allein Die Erbauung eines Sitzungssaales, sondern auch die Umbauung und Erweiterung der Räume für das Oberkonsistorium in Betracht. Die Diensträume seien unzureichend und bedürften dringend einer Erweiterung, ebenso sei die Erbauung einer Dienstwohnung für den Rechner erforderlich Auch für die Abhaltung der Konferenzen und Ausschuß- itzungen fehle es an Raum. " Syn. Dingeldei'n spricht sich gegen die Erbauung des Hauses aus; für die werigen Tage im Jahre, welche die Synode beisammen sei, bedürfe sie keines Hauses, das 100 000 Mk. Kosten verursache. Syn. Jost- Bechtheim ist für den Bau, ebenso Syn. D. S ch l osse r - Gießen. Der Saalbau empfehle ich umsomehr, als ja die Mittel dafür bereits vorhanden eien. Nach einigen weiteren Ausführungen des Präsidenten D. Buchner und des Syn. Dr. Lucius uud Wahl- lvird der Ausschußantrag auf Errichtung des Baues mit allen gegen zweiStimm en art genommen. Zu Mitgliedern des Bartausschusses werden ernannt die Synodalen: Präsident D. Stamm- Gießen, Dir. Brand- , Mainz, Pfarrer Wahl- Langen, Dr. Vogt- Butzbach, Frhr. v. Levnhardi -Groß-Karben und Justizrat Dr. Lucius- Mainz. Nachdem die Synode dann einige unwesentliche weitere Etatspositionen genehmigt, gelangt Pos. 11, Kosten der Versetzung des Pfaxrdienstes, zur Beratung. Die Gesamtsorderung beträgt hier 1636 894 Mk., darunter fü|r Gehalte der Psarrer jährlich 1525 000 Mk. (im Voranschlag für 1901/05 nur 1495 000 Mk.). Syn. Wahl- Langen fragt hier an, wie es mit der Frage des Theologenmangels in Hessen stehe. Das Oberwnsistorium erklärt sich bereit, morgen nähere Antwort daraus zu erteilen. Die Sitzung wird alsdann um 1 Uhr abgebrochen. Nächste Sitzung: Donnerstag früh 9 Uhr. Aus Slaöt und Land. GH gen, 16. März 1905. ** S. K. H. der Großherzog von Hessen empfing, wie aus Petersburg gemeldet wird, den deutschen Botschafter Grafen v. Atvensleben in Zarskoje-Selo in Audienz und verlieh ihm das Großkreuz des Ludwigs-Ordens. Zu Ehren des Großherzoglichen Paares fand em Frühstück bei dem Großfürsten unb Der Großfürstin Wlabunir statt, zu welchen, auch ber Graf und die Gräfin v. Atvensleben geladen waren. ** Sitzung des Provinzial-^lusfchujses. Am Mittwoch den 22. d. M., vormittags halb 9 Uhr beginnend, findet eine Sitzung des Provinzial-Ausschusses bet Provinz Oderhesfen mit folgenber Tagesordnung statt: 1. Beschwerde des Abraham Baum zu Geilshausen gegen einen Polizei- besehl Großh. Kreisamts Gießen. 2» besuch des Heinrich Sack II. zu Heuchelheim um Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft. ** 2-andesuniverjit ät. Zinn fünfzigjährigen Doktor- jubtläum hat die juristische Fakultät unserer Landesuniversitäl dem Rechtsanwalt Dr. Aegio Grteser in Mainz und dem Notara. D. Dr. Franz Mardner in Eltville das Doktor- Diplom erneuert. ** Die ersten Kranichzuge in diesem Frühjahre wurden, so wird uns aus dem Ohmtal geschrieben, am letzten Sonntag bemerkt, andere folgten dieser Tage. Die Kraniche sollen — den Beobachtungen zufolge — Den Frühling bringen. Das trifft für dieses Jahr zu. Die Witterung ist von 2 bis 10 Grad R. gestiegen. Die Fledermaus hat ihren Winterschlaf beendet und fliegt bereits in Der Dämmerung umher. Im FelDe läßt Die Lerche ihr FrühlingslieD ertönen unb vorn Walde erschallt der schöne Gesang von Amsel und Drossel. Niir auffallend ist die NlinDerzahl Der Meisen, Die zu den allerfrühesten Lenzver- künDigern gehören. Worin der Grund dieser Verminderung einer unserer allernützlichsten Vögel gelegen, entzieht sich unserer Kenntnis. Dringend ist den Gartenbesitzern zu empfehlen, in diesem Frühlinge Durch Anbringen von Rteisen- fäften für Die Erhaltung unD Vermehrung Der Meisen Sorge zu tragen. )-( Aliendorf a. d. Lda., 15. März. Zu zwei Wasserleitungen sind jetzt in unserer Gemarkung Die Vorarbeiten im Gange. Tie Vermessungen für die hiesige GemeinDe haben bereits im vorigen Sommer begonnen. Ter Voranschlag hat zwar hier noch nicht zur Beschlußfaffung vorgelegen, doch die Wiese mit der geeigneten Quelle ist nun läuflich erworben und die Quelle, Der sogenannte „Keller- barnnen7', Durch Nachgrabungen unD Messungen genau geprüft worDen. Es ist reichliches unD gutes Wasser vorhanDen unD es quillt so hoch über unserem Orte, daß Der Sammelbehälter zur VerminDerimg Des Druckes in halber Höhe angelegt werben muß. Da im vorigen Jahre bas gute Wasser eines Schöpfbrunnens durch eine Kanalisation verloren gegangen ist unb Die übrigen hiesigen Brunnen nur mangelhaftes Wasser liefern, hat man großes Verlangen nach bal- Diger besserer Wasserversorgung. Bei Dem weiteren hier kürzlich in Angriff genommenen Projekt hanDelt es sich um eine qemeinschastliche Wasserleitung für die Gemeinden Lollar, Saubringen, Staufenberg und Mainzlar. Hierzu haben die Interessenten die nötigen Grundstücke angekauft, und Drei hinreichende Quellen sind aufgedeckt, eine davon Durch einen bis in Den AllenDorfer GememDewalD fuhrenDen Stollen. § Nieder-Ohm en, 15. März. Bei den Fundament- arbeilen zum hiesigen neuen Schulhause stieß man in der Erde auf einen wohlerhaltenen Stein)arg, Dessen Teckel mancherlei Verzierungen aufweist. Auch fanD man SchäDel mit vollkommen erhalten gebliebenen Zähnen unb Zöpfen. An ber Fundstelle ist in früherer Zeit eine Begräbnisstätte gewesen. 6. Lauterbach, 16. März. Heute fand hier an ber höheren Bürgerschule bie Einjährtgen-Prüfung unter Dem Vorsitz des Geh. Oberschulrats 9lodnagel statt. Alle Schüler bestanden die Prüfung. § Rendel (Wetterau), 15. März. Ein kleines Kind siel gestern hier rückwärts in einen Zuber mit siedendem Wasser, wobei es sich schwere Brandwunden an Rücken und Oberschenkel zuzog. — Die Nidda unb Nidber haben bas Tal zwischen Klein-Karben, Renbel, Dorfelden, Gronau unb Vilbel vollständig überschwemmt; Das Wasser steigt noch, Da infolge Des warmen Wetters der Schnee des Vogelsbergs rasch taut. Marburg, 15. März. In der letzten Sitzung der Stadtverordneten erinnerte Herr S t r o i n s k y Den Oberbürgermeister an feinen Antrag betreffend die Einführung einer Zuwachs st euer auf Diejenigen Grundstücke, die durch Anlage neuer Straßen ganz besonders im Werte steigen. Der Antrag konnte leider nicht zur Verhandlung kommen, weil er nicht auf der Tagesordnung stand. L a n g e n b e r g h e i m, 12. März. Heute fand hier eins Verfammlitng von Vertretern und Interessenten der an dem Bahnprojekte Hanau-Büdingen beteiligten Gemeinden und Privatindustriellen statt. Von der Aktien-^ gesellschast für Bahnbau und Betrieb aus Frankfurt a. M. beteiligten sich Regierungsrat a. D. Ruppenthal und Verkehrsinspektor Vorkenhatzen. 'Auf der Tagesordnung stand die Besprechung der Bedingungen, unter denen die Aktiengesellschaft für Bahnbau und --betrieb bereit ist, die Bahn zu bauen, sowie die Festlegung der Strecke. Die Versammlung war außerordentlich zahlreich besucht, ein Zeichen, welches große Interesse die in Betracht kommende Gegend dieser schon vor bereits 15 Jahren geplanten Bahnverbindung entgegenbringt. Mle amoesenden Vertreter der bei diesem Projekte am meisten in Frage kommenden Gemeinde« Eoiinteu erklären, daß ihre Gemeinden bereit seien, zunr mindesten freies Gelände zu stellen. Begeisterte Aufnal)mc sand die Nachricht, daß von der hessischen Regierung dis Genehmigureg der Vorarbeiten bereits erteilt sei, und es wurde der Wunsch ausgesprochen, daß diese auch von Preußen baldigst eintreffen möge. Eine Festlegung dw Strecke, ob über Eckartshausen—Calbach oder über Düdelsheim, konnte noch nicht definitw erfolgen; indem die Strecke über Düdelsheim Drei Kilometer länger ist und dementsprechend einen bedeutenden Mehraufwand an Baukosten ersordert. Es kommt nun darauf an, ob Düdelsheün bereit ist, den von der Aktiengesellschaft und eventuell von anderen Gemeinden geforderten außerordentlichen Beitrag zu leisten. Es werden nun sofort die Vorarbeiten begonnen werden, damit spätestens im Nachsommer d. I. die Eingabe nml Genehmigung des Baues Der Bahn erfolgen kann. Wird' diese im Laufe des' Winters erteilt, — wozu sichere Aussicht vorhanden ist, — dann gedenkt Die Aktiengesellschaft Den Bau im Frühjahr 1906 zu beginnen. (H. Ldsztg.) ** Kleine Mitteilungen aus Hesse u und bett Nachbarstaaten. In G a u - A lg es h e t m wurde eine ge- metnnützige Baugenossenschast gegrünDet. — Die Verpachtung der Geineindeiagd Fr a n k e n b a ch 'verspricht den jährlichen Erlös von nahezu 6000 Alk. — Am Sonntag hielt Lehrer Rudols aus Atsseld im Krlegervereiu zu Alertau einen Vortrag über das Ruhmesjahr 1870/71. Am AbenD vorher halte er im StuiegeiDerem zu Ruppertenrod einen gleichlatls sehr stark besuchten Bor- trag über den Anteil Der hessischen Division im FelDzuge 1870/71 abgehatten. — Ein RaDfahrerbnnD Lahngau Hal sich uoi kurzem gebildet, welchem bereits mehrere Radsahrvereine beigetreten sind. VorsitzenDer ist S ch m i d t--L o l l a r. — Tie 600 Einwohner zählende Gemeinde A nnerod hat den Bau einer Wasserleitimg beschloßen. — In A11endorf a. D. Lda. finde/ vom 20. Alärz ab ein 14 tägiger Fortbildungskursus für die Hand» arbeitstehrertnnen aus den Orten des Ltmtdatals statt. vemnischre». * Zum Schutze des deutschen Kaisers uud seiner Familie werden, lvie der Mailänder „(Sortiere de lick Sera" imtteilt, fünfzig Carabinieri nach Taormina geschlickt Untersuchung ergab, daß § 218 des Straf-Ges.-B. tDeroen; scyon jept werde das Hotel Tirneo von tüchtigen Gendarmen aus den verschiedensten Teilen Italiens be-, wacht. Dasselbe Blatt meldet, daß in Taormina kaum noch eine Wohnung zu haben sei, und dabei kommen noch täglich hunderte von telegraphischen und brieflichen Wohnungs- beftellungen reicher Leute (namentlich aus Deutschland), die gern mit dem Kaiser zugleich in dem herrlich gelegenen sizilischen Luftkurorte weiten möchten. Die Famrlre Vander- bilt hat im Hotel International fast alle Zimmer gemietet, „jpcrr Vanderbilt ist bekanntlich mit dem Kaiser eng be- jreundet", bemerkt dazu der „Eorriere". * Kleine Tageschronik. Nach qiner aus Sennen (Cornwall) emgegangenen Depesche ist das englische Schiff „Khyber", von Melbourne kommend, an der Küste gestrandet und total verloren. 23 Al a n n der Besatzung ertranken, drei wurden gerettet. — Em Schnellzug erlabte bei dem Bahnübergang m der Nähe der Station Ettlingen (Baden) eine Droschke. Der Reisende Oben wurde herausgeschleudert und gelötet. Die Droschke wurde völlig zertrümmert. Der Babnwäner wurde ver- haiter, da er die Schranke nicht geschlossen halte. tz>errchtslaal. Gießen, 15. März. Zu dem Beleidigungsprozeß, 6er am letzten Freitag vor dem Gießener Schöffengericht entschieden wurde, ist uiiserem Berichte nachzutragen, daß der Ben irrleilie Cichorienfabrlkant Engelhardt aus Rüsselsheim ist (nicht Engelmann). R. B. Darmstadt, 15. März. Ein mit ganz unglaublicher Frechheit inszenierter S ch w inde l, begangen mit Hilfe schwerer Uriundenfäria-ung, Wechsetfälschung usw. brauche heute den 33 jähr. Buchhalter Ludwig Schmitt aus Offenbach, geboren in Hambach (Kreis Zweibrücken) vor das hiesige Schwurgericht. Der schon meyrsach vorbestrafte Angeklagte war in einem Kohlengeschäft in Offenbach mit einem Gehalte von 2200 Mark als Buchhalter angestellt. Da las er in der Zeitung eine Annonce, in vier ein „kaufmännischer Geschäftsleiter für ein größeres Unternehmen^ geiucht wurde, . Bedingung größere Barmittel usw. Die suchende Flnna war die Aktiengesellschaft „Novdseebäder Wittdün und Satteldün aus Amrum". Schmitt trat mit dieser in Unterhandlung und fiedle sich als her ausgetretene frühere Mitinhaber der betannten Firma Meyer und Schmitt in Offenbach vor, gab an, daß er seit 18 Jahren Leiter großer Jnduslrieetablissements gewesen sei, über ein Vermögen von 400 000 Mark verfüge usw. Darauf erfolgte sein Engagement als Direkwr mit 10 000 Mk. Geholt uno er verpßicht,ere sich, bei Antritt seiner Stellung für 10u 000 Marl Aktien zu übernehmen. Nuii ging er auf die Suche nacl) Geld, wandte sich an Hamburger Geldvermittler und an die dortige Gewerbebank, immer unter Vorspiegelung der falschen Talsaech, daß er der frühere Mitinhaber der genannten Firma sei. Zu diesem Zwecke ließ er sich auch vom Notar Stahl in Friedberg, der ihn l».s „Herr Schmitt" von früher kannte, die notarielle Urkunde ausstellen, daß er der „Christian Schmitt", also der Mitinhaber, sei. Als er am 10. Januar seinen Posten als „Di- retwr" antreten wollte, wurde der ganze Schwindel offenbar; es stellten sich auch noch mehrere Wea)selfälschungen heraus. In der heutigen Verhandlung, zu der auch die Direktionsmitglieder aus Tondern erschienen, war der Angeklagte geständig. Tas Urteil lautete auf 21/2 Jahre Zuchthaus und fünfjährigen Ehrverlust. Das Schwurgericht Allen st ein (Ostpr.) verurteilte den Besitzerssohn Radzick aus Abbau Willenberg wegen Vatermordes zum Tode. Heidelberg, 14. März. Tr. O. Vulpius, a, 0. Prozessor an der hiesigen Universität und Leiter einer stationären Privatklinik, wurde vom hiesigen Landgericht aus Grund der §§ 823, 843 und 847 des B. G.-B. wegen fahrlässiger Körperoer le tz u n g — infolge seiner Fahrlässigkeit halte ein an winkliger Versteiiung am rechten Kniegelenk leidender junger Alaun durch sogen. Brand das Bem bis oberhalb des Knies verloren — dem Klageantrag entsprechend, dazu verurteilt: 1. dem Kläger ein künstliches Bein zu verschaffen, 2. dem Kläger eine Jahresrente von 600 Mark m vierteljährigen Raten, 3. einen Kapitalbetrag von 12 000 Mark zu bezahlen. — Die von Prof. Vulpius beim Ober- landesgericht eingelegte Berufung wurde abgewiesen. Das scheußliche Verbrechen, das im Dezember v. I. aus Verviers (Belgien) gemeldet wurde, beschäftigte dieser Tage die Strafkammer zu Aachen. Wie erinnerlich, wurde damals gemeldet, in der Nähe von Ensival sei die L e i ch e einer Frau in einem großen Korbe gefunden worden. Gleichzeitig stellte sich ein Kaufmann aus Düren der Aachener Staatsanwaltschaft und bekannte sich dazu, mit einer Tochter einer Hebamme aus Verviers, bei der die Gestorbene sich zuletzt aufgehalten hatte, die Leiche fortgeschafft zu haben. Die 1*. an der Frau ein Verbrechen gegen den § ...... verübt worden war. Die belgischerseits sofort verhaftete Hebamme leugnete jede Verfehlung. Ter Gerichtshof hielt aber den Beweis für erbracht und verurteilte den Kaufmann — nur gegen diesen konnte verhandelt werden — wegen Beihilfe zu dem erwähnten Verbrechen zu 8 Monaten Zucbtlmus. Arbeiterbewegung. Lohnbewegungen in Fran kfnrt. Die Freie Vereinigung selbständiger Tapezierer und Möbelfabrikanten in Frankfurt beschäftigte sich am 14. d. M. mit den Forderungen der Gehilfen. Von etwa 300 selbständigen Meistern in Frankfurt waren 80 anwesend. Der Vorsitzende Adam Schlier führte aus, daß es int beiderseitigen Interesse liege, einen Streik zu vermeiden. In längerer Debatte, die sich bis 1 Uhr nachts ausdehnte, wurden dann die Forderungen der Gehilfen beraten. Die beiden Hauptpunkte der Arbeiterforderungen siitd neunstündige Arbeitszeit und Entlolymng nach dem Alter. Die Meister beschloßen, die neunstündige Arbeitszeit zu bewilligen; die Lohnzahlung soll aber, wie bisher, nach den Leistungen bemessen werden. Das Verlangen der Gehilfen, den 1. Mai freizugeben, wurde abgelehnt. Schließlich wurde eine Kommission gewählt, die mit den Arbeitern unterhandeln soll. — Am 4. März sind die Gärtner und Gartenarbeiter in eine Lohnbewegung eingetreten. Es wurde ein Tarifentwurf ausgearbeitet, der den Prinzipalen vorgelegt wurde. Der Vorsitzende der Lohnkommission der Arbeiter, Georg Schmidt, riet gestern in einer von 500 Personen besuchten Versammlung, diese Stellungnahme abzuwarten. Es wurde beschlossen, die Lohnkommission bestehen zu lassen. Ferner wurde dagegen protestiert, daß die Handelsgärttterverbind- ung mit dem Vorsitzenden der Lohnkommission nicht verhandeln will. Am 21. März wird abermals eine öffentliche Versammlung abgehalten werden, um die Antwort der Prinzipale bekannt zu^geben und über weitere Schritte zu beraten. juinfi uno Zöllen,Hust — Aus dem Stüde l'scyen Kun st i n stitute. Man schreibt uns aus Frankfurt: Die Gemäldegalerie hat als Vermächtnis des f Herrn Joh. Georg Cronhardt ein Gemälde von Schreyer aus dem Jahre 1856 erhalten. Die Sammlung von Bildern Frankfurter Maler ist jetzt in einer geschlossenen Reihe vereinigt in fünf Räumen auf der Südseite, mit den Bildern des 17. Jahrhunderts beginnend; die Reihe schließt mit einem neu hergerichteten Saale, in dem die modernen Frankfurter vereinigt sind. Der Besitz der Galerie ist hier durch vier Gemälde ergänzt worden, die als Leihgabe von hiesigen Sammlern in liebenswürdigster Weise für geraume Zeil zur Verfügung gestellt sind: zwei frühe Bilder von Hans Thoma, ein Scholderer aus dem Jahre 1861 und ein Bildchen von Nußbaum. Die übrigen modernen Gemälde, die bisher wegen Raummangels in verschiedenen Kabinetten hatten untergebracht werden müssen, sind jetzt in der nördlichen Kccknnettreihe vereinigt. Als Abschluß dient hier wieder ein neu her gerichteter und durch bauliche Veränderungen vergrößerter Raum; hier stehen zwei kleine Bronzen von Fritz Kl im sch, die im vorigen Sommer erworben, jetzt aber erst ausgestellt wurden. — Die Leihausstellung japanischer Farbenholzschnitte wurde geschlossen. Eine ganze Anzahl wertvoller Blätter verblieben dem Institute als Geschenke hiesiger Kunstfreunde; die übrigen gehen an den Besitzer zurück. Es ist jetzt eine Leihausstellung moQuaker Oats wird am besten und vorteilhaftesten in einem Quaker Oats Kocher zu bereitet. W8r senden Gratis einen Quaker Oats Kocher an jede beliebige Adresse in Deutschland falls uns die unten angegebene Anzahl Schutzmarken, die aus der Vorderseite der Packete zu schneiden sind EFi und so aussehen, fpanco in einer Sendung und vor dem 31. Dezember 1905 zugehen. 60 Schutzmarken von 1 Pfd. Packeten oder 100 „ „ „ Um deutliche Angabe des Namens und Adresse wird höfl. gebeten. ABTEILUNG: E. T. V THE AMERICAN CEREAL COMPANY, Kaiser Wilhelmstrasse 82, Hamburg. derner ü st r eich isch e r Graphik eröffnet worden für ettoti vier Wochen. — Der deutsche Kaiser verlieh denr Gesangsmeister und Erfinder des Kehlkopffpiegels Manuel Garcia in London anläßlich seines bevorstehenden 100. Geburtstages die Große goldene Medaille für Wissenschaft, welche Geheimrat Fränkel im Auftrage des Kultusministeriums überreichen ivird. (Wir werden morgen in den „Gieß. Familienbl." einen Aufsatz über Garcia aus der Feder von Exzellenz Prof. Dr. Schmidt in Frankfurt abdrucken. D. Red.) Kandel und KerKehr. Ko.Kswlrl^chaft. Die Buderusschen Eisenwerke in Wetzlar teilen uns mit: Tie der Besprechung des Geschäftsberichtes der Buderus- schen Eisenwerke in Ihrem Blatte hinzugcfügte redaktionelle Bemerkung gibt uns Veranlassung, Ihnen folgendes mitzuteilen: Es ist unrichtig, „daß von der Verwaltung der Buderusschen Eisenwerke der Fusionsgedanke ausging und daß sie mit der Androhung einer verschärften Kontttrrenz die Eisenwerke Lollar zur Annahme ihrer Pläne bewegte". Diese Bchcneptung findet auch in dem Geschäftsberichte der Eisenwerke Lollar keine Unterstützung. Die in Aussicht genommene Fusion der beiden Werke ist lediglich auf die Veranlassung einer Gruppe von Groß-Aktionären, die bei beiden Werken stark beteiligt ist, zuruckzuführen. Die weitere Entwickelung der Angelegenheit ist genau so vor sich gegangen, wie sie unser Geschäftsbericht schildert. Ä[R OATS KOCHER CB ft Cb cO o CJX o cu Cf c5" c o S o' Cb er o ÜB <3- D er 3 ^9 => <03* o 5 er e> E § s* o & t-t ro A CB O = er Q S 3 2. o Ci) o *0 ZX O s>- 2- oT tO 2 er _ r <» c _.ser 5 53~ 3 7^ S-2, ub 2 er 22, P CB C_ P O-" Co er s co O o 01 CB — <2 CD 32.?' er er 52 c ** — • S — O = Ä • s er So CD 3- o a Z2 £ « & ® 3 5 cy 2 « 3 «t 5 po 61 8» — c 2 & ' ,5 ® 0 « — 5 üb' — äO S @ o 2 r: 2. o c. - ■ O O £ = ~ 3 ^^.£2.= - KO — • Pc o = * 3 W N 2. ™ ~ 53 o ♦ ar 5* o 'o Ä ' !~'*1 =" F »2 S rv 0 S 31 —* "T* & ö. Cr? & 2(0 O 2. 33 C 2^ er ' § 2.5. 5’0* A — 0 « ö er = z; (5?' 35 -5? —r. § ° = 2 = § Hi O g.g.s p = CB Cb Cb 6> Cb D 61 c 2 : s CD c» CP w CD O co Q> Cjx S c» <$o ' 3 s 5O 5- a< S O (Sl__ — Q S' « 33 s 6 -I Sn cb zr. tzx o » 5 «—• r-n Cy/ O 2 O- r? 3 O O1 Cb - ZL = § 0 er r® er O ■cp " - =3 er o » « a @ <6 § Z -e: cs s e> s <5 rs O: O CD C S g6> »GW C 2 s 5 « -§• er o er * "G S 5 er tp 2. ex s • 5 o 2. 2." s CD CO - g CB e o CD " -- CM 5 o.ct c -e Cb 3-' f g er- j*; o. Ou w 'S' ro c ■ i I S' i ft 5600 Gew. zus. M. Sammelpunkt Eisenbahnhaltestelle. 9im. 140 Rm. Buchen-Scheiter, 50 h Südanlage No. 20. Telephon No. 50. r W Köhler. 1355 B“/e B16/. werden. Bahnhofstraße 44. Bahnhofstraße 44. abzugeben. 1291 Schau hin b*/, Floß- «nd Seefische B16/, EUt! Eilt! B16/. 1397 empfiehlt in grosser Auswahl zu billigen Preisen ßeitf ®Jn ^Ln^rmjenstraße 5. 01514 Amtliches M. M. M M. 75 16 32 10 3 5 70 8 3000 8000 8000 8000 5000 18000 n la bi ffati lau! Hs. e It BCmderwagen Sportwagen Leiterwagen KineSerstiihle Reisekörbe wald 360 4 8 4 200 1750 5080 Hrc für 60 Ka 10 Vo. Neu n d tt K 35 135 117 4,7 2,5 1 1 2 607 Ei de ni de er di T n g ii Knüppelholz, Stöcke. Ä 3« De ab lui 5. ab ne! Giessen. Für Installateure p I n ai dk d< u V d< bi Buchen-, Eichen- u. Lärchen-Reisig. Buchen-Stöcke, Eichen- r Fichten- r Eichen- , Buchen-Knüppel, Eichen- „ Fichten- „ Kiefern- „ Verzinsung aufhört. Gießen, den 14. Mürz 1905. 6 te" n>et bem die |W Stamm Kiefern-Bauholz — 0,61 Fstm., Birke-Stamm von 21 Etm. Durchm., 5,6 Mtr. Länge, Stämme Kiefern-Grubenholz = 0,41 Fstm., Fichten-Reisstangen ----- 8 Fstm., tauglich zu Bohnern stangen. Nack om' be§ ich In der neuangelegten Sandgrube lrnEL an der Merr- i tnrrgerftraße nächst der Straße nach dem neuen Friedhof la. Sand zu den bitt. Tagespreisen abgegeben werden. Nah. in der Grube selbst und durch Ad. Schmidt, Dieses Holz wird Mittags „beim Feuer" ohne Vorzeigung versteigert. Langsdorf, den 13. März 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei. Großherzogliches Hochbauamt Gießen. Neuling. entsprechender Aufschrift portofrei an uns abzugeben. Zuschlagssrist 4 Wochen. Gießen, den 14. März 1905. Großherzogliches Hochbauamt Gießen. Neuling. NW Wiche Ziehung der Wener Wck-Lotteck Dose a 1 Mk. sind, so lauge Vorrat, in allen durch Plakate kenntlichen Geschälten zu haben. 1362 Richard Buchacker, General-Vertrieb, Neuen Baue 11« 11 Lose 10 Mk., für Porto und Lifte 25 Pfg. mehr. Jergebung von Aauaröeiten. Die zur Erbauung eines Dienstgebändes für das Hroßherzogliche Steuerkommissariat zu Hungen nötigen Arbeüen nebst Materiallieferungen, nämlich: Erd-, Betou- uud Maurerarbeit, Steinhauerarbeit in Basaltlava (16 cbm), Zimmerarbeit, Eiseulieferuug, Grobschlosserarbeit, Dachdeckerarbeit in Ziegeleindeckung, Speugler- arbeit, werden hierdurch unter Hinweis auf den Mmisterial- erlaß vom 16. Juni 1893 zur Vergebung auf dem Submisstonsweg ausgeschrieben. Die Ausführungsbedingungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in unserem Amts lokal zur Einsicht offen, und können letztere, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebots-Vermerk versehen, daselbst zum Selbstkostenpreis in Empfang genommen werden. Angebote find bis zum Eröffnungstermin, Donnerstag am 6. April L Js., vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit Im Distrikt Licherhölzchen sitzen: 11,6 Rm. Buchen-Scheitholz, Der Vorstand der Israelitischen Religions gemein de Gießen. S. Heichelheim. Sack & Jusfhardt Baumaterialien-Handlung Gemeindewald Langsdorf. Holzversteigerung. Montag, den 20. März 1905, vormittags 9>/, Uhr, Vergebung von ZZauarbeiten. Die zur Erbauung eines Dtenstgebäuves für Grotzherzogttche Bezirkskaste in Lich nötigen Arbeiten § nebst Materiallieferungen, nämlich: Erd- uud Maurerarbeit, Steinhauerarbert in Basattlava (9,00 cbm), Zimmerarbeit, Eisenßiefermrg, Grobschlosterarboit, Dachdeckerarbeit in Ziegeleindeckung und Speugler- arbeit, werden hierdurch unter Hinweis auf den Ministw aber laß vom 16. Juni 1893 zur Vergebung aus dem Sub- mffsionsweg ausgeschrieben. Die Ausführungsbedingungen und ArbeitSbeschreibungen «liegen in unserem Anrtslokal zur Einsicht offen, und können letztere, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebots-Vermerk 'versehen, daselbst zum Selbstkostenpreis in Empfang genommen werden. Angebote find bis zum Eröffnungstermin, Donnerstag -en 6. April l. Js., vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit ^^sprechender Aufschrift portofrei an uns abzugeben. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 14. März 1905. Bekanntmachung. Anleihe der Israelitischen Religionsgemeinde Gießen vom Jahre 1865 und 1902. Bei der diesjährigen planmäßigen Verlosung wurden die Schuldverschreibungen Nr. 6, 15, 37, 121 und 129 des Jahres 1865 und Nr. 6, 90 und 144 des Jahres 1902 zur Rückzahlung am 1. Juli d. I. bestimmt, an welchem Lage deren Sonntag den 19. März 1905, abends 51/< XThr im grossen Saale des Gesellsehafts-Vereins Achtes Konzert Zweit« Xammermzih-AdeaS Kreppeln täglich frisch bei 123 Hoffoäckee* Moll, Mäusburg 12. 11 Lose 10 Mk. illVu 1 Ul «Porto u. Liste 30 gj versendet das General-Debit J. Stürmer,Strassburg i. E. R. Buchacker. W.Semmler Ph. Weiler. G. C. Volk. Ac la lb bi II J. M. Schulhof Telephon 119, Prompter Versandt nach aulrv. 240 wo du willst! Alle Mädchen wichsen jetzt ihre Schuhe mit Gt Pilo. Holzversteigerung. Montag den 20. d. MtS. wird im hiesigen Gemeindefolgendes Holz versteigert: > Reisslängen (zu Bohnenstangen geeignet), : Rm. Buchen-Scheit, i r „ Knüppel, - , , Stöcke, > Buchen-Wellen, > Eichen- , \ Fichten- y (hienmter 700 lange Wellen zu Bohnere stangen und Spalierholz geeignet), . Rm. Eichen-Stöcke, i , Fichten- , ! , Eichen-Knüppel. Die Zusammenkunft ist mittags l1/, Uhr auf der Kreis- August Kübisger SelterSweg 19. 3 a 1000 = 6 ä 500 = 30 5 100 = 60 ä 50 = 850 Gew. zus. Nächste Ziehung schon W am 23. März und folgende TageH der sehr beliebten, günstigen^ IG rossen Wohltätigkeits- D Oeid- ck Lotterie d. KraukenpilegeAnstalteu^ vom Roteu Kreuz, (Strassburg i. E.m| | 60Ö2 & I 70000 1. Hauptgew. M. 20000 D 2. Hauptgew. M. 10000 M 8. Hauptgew. M. 5000 W straße Gießen—Leihgestern am Distrikt Sprengel. Großen-Lmden, am 14. März 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Großen-Lmden. Lcun. 1394 Qardixien creme und Weitz abgepaßt und meterweise in allen Preislagen. Rouleaus mit Spachtel-Stickerei Paar Mk. 2.50, Mk. 3.—, Mk. 4.- je. C. Böhr & Co Schellfische blntfrische Nordseeware, find in Eispackung eingetroffen bei Georg Wallenfels Marktplatz 21, 98 gegenüber der Engel-Apotheke. Kaifertrone, Perle von Erfurt, Goldkrone, Perle der Wetterau, Matkönrgiu, Note Frühkartoffel, Weiße Frühkartoffel, Weltwunder, Industrie gelbffeischig, Paul,cus Julie gelbsleischig, Tllte Bläue gelbfleischig, Mayumn bonuni, Sämtliche Kartoffeln sind rein und gut auserlesene Ware, sowie von großer Ertragfähigkeit. lii.Lpetsc-ll.Lailll-knrtl>jsclii empfiehlt 1226 J. Weisel, Telefon 235. Sonnenstr. 6. K. 14/ Uu. Imeckagii.KMzM nachmittags 3 Uhr, wird auf hiesigem Ortsgericht die vor dem Namen des Earl Buß und Ehefrau geb. Rumpf stehende Parzelle der Gemarkung Gießen 1/516 = 243 qm Hofraite auf dem Marktplatz öffentlich meistbietend versteigert Grosses Lager 0311861^38861111^83^610 „8M§M KbigSr" anerkannt vorzügliche Konstruktion, solideste, mustergiltige Ausführung. Lieferung; sämtlicher Entwässerungs-Artikel für Schlachthöfe, Metzgereien, Kasernen, Schulen, Spitäler, Fabriken und sonstige Anlagen. Hofinnkkasten nach dem von der Stadt für die Strassen-Kanalisation verwendeten Modell. Fetttange, Mans Sinkkasten, Kegenrohr-Sinkkasten, Syphons, Schachtabdeckungen, Mochwasserabschlusse u. s. w. Man verlange illustrierte Preisliste. Vorstehende Artikel sind in das Musterlager des städtischen Tiefbauamtes aufgenommen und können daselbst, wie auch bei uns, besichtigt werden. D11/1 Giessener Konzert-V erein l““S für Jäger habe billigst abzugeben: 1 ganz wenig gebrauchten Drilling Cal. 16 Kugel v,3. 1 fast neues Schrotgewehr Cal. 12. 1 Rcpitir-Pürschbüchse für Mantelgeschosse alles erstklassiges Suhler Fabrikat. Die Waffen sind sehr preiswert Für Küche Kontor Deutsche Arbeiter-Seife Werkstatt zinn gründlichen und schnellen Reinigen der Hände. 1 Pack — 12 Stück Eine Mark. 1366) Adler-Drogerie, Seltersweg 39, Otto Schaaf. _ Ausfuhrendei Herr Konzertmeister Adolf Rebner (Violine) ] aus „ Johannes Hegar (Cello) J Frankfurt a. M. „ Universitäts-Musikdirektor G. Traut mann (Klavier) Gast: Herr Dr, Wilhelm Pfeiffer aus Heidelberg. Vortragsfolge: L Trio für Klavier, Violine und Violoncell, op. 101.....J. Brahms. 2. »Bas Eleusische Fest“ von Friedrich von Schiller mit begleitender Musik (op. 9) von Max Schillings. (Herr Dr. W. Pfeiffer) 3. Sonate für Violine und Klavier, op. 30 No. 2 . L. van Beethoven. 4. »Bas Hexenlied“ von Ernst von Wildenbruch mit begleitender Musik (op. 15) von Max Schillings. (Herr Dr. W. Pfeiffer) 5. Trio für Klavier, Violine und Violoncell, op. 97 . . . L. vah Beethoven. Eintrittskarten Nichtmitglieder zu Mk. 2.50 (Sperrsitz Mk. 3.50) sowie Kleine Partitur-Ausgabe . sind in der Musikalienhandlung von Ernst Challier (Budolph’s Nachf.) und abends la» der Kasse, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Stork zu ermässigten Preisen zu haben. Oefihung des Saales 41/» Uhr. v10/8 Gütigkeit haben blaue, roto und rotweisse Karten, ungiftig sind gelbe Karten. Gießen, den 15. Februar 1905. Großh. Ortsgericht Gießen. _________Gros._________ K. 16/05. Douuerstag de a 13. April 1905 nachmittaas 3 Uhr werden die vor den Namen der Earl Buß Eheleute stehendenParzellen seither 1/516 — 243 qm Hofraite auf dem Marktplatz, jetzt neu eingeteilt in l/5167io — 126 qm Hofraite auf dem Marktplatz 1/Ö164/,O = 99 qm Hofraüe daselbst 1/5167/1O = 18 qm Hofraite- grund daselbst auf hiesigem Ortsgericht meistbietend versteigert werden. B2/s Gießen, den L März 1905. Großh. Ortsgericht Gießen. ________Gros.________ K. 56/04. DouuerStag de« 13. April 1905 nachmittags 3 Uhr werden die vor den Namen der Earl Buß EheleMestehendenPurzellen seither 1/516 — 243 qm Hofraite auf benx Marktplatz, jetzt neu emge- tellt in 1/516Vio — 126 qm Hofraite auf dem Alarktplatz l/516*/10 = 99 qm Hofraite dafslvst 1/5167/io — 16 qrn Hofraite- grmrd dasettrsl auf hiesigem Ortsgericht meistbietend versteigert werden. B2/s Gießen, den 1. März 1905. Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. L r r 8M