Montag 17. April 1905 155. Jahrgang Krftes Blatt. 5>ie keutige Kummer nmfaßf 10 Seiten Wußkand in Sturm und Drang. Der soeben veröffentlichte kaiserliche Ukas mit Bezug auf die Aufhebung des Konzils für die Bedürfnisse der Landwirtschaft, dessen Vorsitzender Witte war, kam sonst gut unterrichteten Kreisen unerwartet, da gleichzeitig der frühere Minister des Innern, Goremykin, zum Vorsitzenden des neuen Konzils für die Konsolidierung des bäuerlichen Grundbesitzes ernannt wird. Tie ganze Sache wird allgemein als eine von der Hofkamarilla gegen Witte insszenierte Aktion aufgefaßt. Goremykin war s. Zt. durch Witte gerade in der Bauernfrage zu Falle gebracht worden. In einer Eingabe an das Ministerkomitee fordern die russischen Litauer die Bildung eines russischen Förderativ- staates mit einem autonomen Litauen. Das Kriegsgericht in Warschau verurteilte die Arbeiter Dombrowski, Szewczyk und Zielinski wegen Attentates auf den Oberschutzmann Abramowicz zum Tode durch den Strang. Die Warschauer Advokaten beschlossen, die Petersburger Advokaten in ihrem Kampfe gegen die Regierung zu unterstützen. In den Waldanlagen in der Nähe von Warschau fand eine große Sozialisten-Versammlung statt, in welcher die Fortsetzung der revolutionären Propaganda beschlossen wurde. Was den für den 1. Mai geplanten Ausbruch eines Generalstreiks, verbunden mit Demonstrationen, betrifft, so wurde beschlossen, sich nach den Weisungen des Petersburger sozialistischen Komitees zu richten.. Neue Verluste in Deutsch-Südwestasrika. Ein Telegramm aus Windhuk meldet: Reiter Wilh. Walter am Typhus gestorben. Am 4. März im Gefecht bei Klein-Nobas gefallen: Reiter Karl Groth. — Im Gefecht am Vley zwischen dem Elefanlenlluß und dem Nossob südlich von Kowise-Kolk am 7. April gefallen: Leutnant Eduard Wimmer, geb. 1877 in Lissabon, früher sächsisches Husaren-Negiinent Nr. 19; die Reiter Gottfried Krebs und Friedrich Kögel, Gefreiter Franz Schwarzm, ReiterRobert Heerklotz. Verwundet: Stabsarzt Hans Brockel mann, geb. 1881 in Kon'tantinnpel, früher Jns.- Regt. Nr. 169 (leicht, Streifschuß in beide Füße); Reiter Karl'Alt. — Im Gefecht bei Aminurs am 25. März verwundet: Sergeant Otto Lob. Reiter Martin Schiffeler ist am Typhus gestorben. der japanischen Siege liege in Ueberlieferung, Religion und Erziehung. Tie JapanerkennenkeinenhöberenWunsch. als in der Schlacht totgeschlagen zu werden, wegen der Ehre, die ihrem Andenken und ihrer Familie aus ihrem Kriegertode erwächst. Die Rusten haben ihnen das Siegen nicht allzuschwer gemacht, einer anderen europäischen Armee gegenüber würde das nicht so leicht gehen. Die japanisme Kavallerie ist schlecht beritten, aber zur Aufklärung immer noch tauglicher als die russischen Kosaken, die noch schlechter beritten und ganz mangelhaft ausgebildet sind. Das Material der russischen Armee ist dem der j a p a n i s che n be d e u t en d ub erleg e n. Die russische Artillerie , kann das Feuer auf sechs bis Hefen Kilometer eröffnen, die japanische höchstens auf 4 bis 41/2 Kilometer. Die Russen konnten aber diese Ueberlegenheit des Materials nicht ausnützen, denn ihre Feuerleitung und Geschützbedienung in den Batterien steht nicht auf der Hohe der Zeit, während bei den Japanern die Batteriechefs und die Geschützbedienung vortrefstich ausgebildet sind. Das japamsche Artillericfeuer ist daher sehr wirksam. Gertsch hat das am 6. ^Kin. gefallene Port Arthur besucht. Die Chincsenstadt am Hasen war sehr zerschossen, das Innere der Festung dagegen und die europäische Stadt hatten wenig gelitten. Die deutsche Kaisersamilie aus Sizilien. Giardini, 16. April. Der Kaiser hörte gestern noch int Hotel Times den Vortrag des Gesandten v. Schoen und machte am Nachmittag einen Spaziergang nach dem griechi- chen Theater und der Signalstation. Bei der Abendtafel onzertierte die Kapelle der ^Hohenzollern". Die Einwohner von Taormina und Umgebung brachten einen Fackelzug mit Musik, indem sie in langem Zuge mit Lampions die Serpentinwege von den Bergen herabzogen. Heute morgen kam der Kaiser wieder an Bord der .Hohenzollern" und hielt um 10 Uhr Gottesdienst ab, an dem die Kaiserin, die Pcmzen, der Herzog von Sachsen-Koburg-Gotha, das Gefolge und die Deputationen von den Offizieren und Mannschaften der drei deutschen Schiffe teilnahmen. Nach dem Gesang des Liedes .Jerusalem, du hochgebaute Stadt", las der Kaiser im Verlauf der Liturgie den biblischen Bericht über Christi Einzug in Jerusalem am Palmensonntag, worauf die Predigt folgte über Matthäus 21, Vers 10 bis 11: Und als er in Jerusalem einzog, erregte sich die ganze Stadt. Den Schluß des Gottesdienstes bildete der Gesang des niederländischen Dankgebetes. ... - Ausland. London, 15. April. Der „Standard" meldet au§ Berlin, es wird mit Entschiedenheit abgeleugnet, daß die Negierung irgendwelche ausgesprochene Aktion gegen die fran- zösische Politik in Abessynien eingeleitet habe. Im Gegenteil, in deutschen amtlichen Kreisen wird ohne weiteres zugegeben, daß Frankreich dasRechtDeutschlands, die berechtigten Interessen des Deutschen Reiches in A b e ssy n i e rr zu fördern, anerkannt hat. — Aus Newyork wird gemeldet, daß eine Gruppe von leitenden Finanziers die Bildung eines Eisenbahntrusts vorbereiten. Der projektierte Trust würde über ein Kapital von 8 Milliarden Mark verfügen. Die größten Eisenbahnen der Vereinigten Staaten würden unter seine Leitung gebracht. Paris, 16. Avril. Die Pariser Preffe bringt an- dauernd kein Wort über irgend welche Schritte zur Beilegung des Marokko-Konflikts. Delcass^ hat sogar seinen ganz intimen Freunden gesagt, er habe mit dem Fürsten Ra d olin von Marokko überhaupt nicht gesprochen. Trotz alledem bleibt bestehen, daß die Unterredung auf der deutschen Botschaft Marokko betraf. Algier, 16. April. Die Pacht ,Viktoria and Alberta mit dem'König und der Königin von England an. Bord ist in Begleitung der englischen Kreuzer und des Torpedobootes heute mittag im Hafen eingetroffen. Washington, 15. April. (Reuter.) Bezüglich der kürzlich gemachten Anregung, Amerika sollte das Programm der Gegenstände, die von der zweiten internationalen Friedenskonferenz zur Beratung gezogen werden sollen,, näher bezeichnen, wird im Staatsdepartement erklärt, das Departement würde zwar gern der Anregung stattgeben, esi sei aber zu der Ansicht gekommen, daß, wenn es das tuest der Erfolg der Konferenz in Frage gestellt werde, weil einige' Mächte bezweifeln könnten, daß die von hier ausgehenden Vorschläge vollständig uneigennützig seien. Das Staatsdepartement glaubte für jetzt seine Aufgabe damit erfüllt zu haben, daß es die Verhandlungen dem Verwaltungsrate des internationalen Schiedsgerichtshofes im Haag übertrage. Bekanntmachung. Betr.: Bläschenausschlag in Winnerod. Der Bläschen aus sch lag in Winnerod ist erloschen. Gießen, den 14. April 1905. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Hechler. Keer und Alotte. 0 m b u r a, 15^ April. Prinz Heinrich von Preußen unb freiwillige Aut ° m ° bilk ° r v s smb Mf der Fahrt nacb Kiel aestern abend m Hamburg emgetrmf n. Im Ganzen sind 17 Wagen bis gestern nachmittag hier angewmmen, wahrend n Berlin 27 abgefahren sein sollen. EiN großer Bruchteil der ®a®n bat unfS Dav arte erlitt™ Im Laufe der Nacht sind noch 6 Wagen eingetrosten wahrend drei weitere heute morgen ankamen Zwei Wagen haben Achfenbriich erlitten, doch toNen ^die Insassen mit leichteren Verletzungen bavon gekommen ?n Werlte morgen 8 Uhr sand ans dem Lurupn Paradefeld Äw ShitmUfoasen statt. Prinz Heinrich Lk in einer Ansprache b?n Dstrt des freiwilligen Auto- mobilkorvs für militärische Zwecke Dann wurde mit kurzen Unterbrechung n die Zaart nach Kiel fortg s tzt Nr. 91 •rlteiet tlalich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Familien- hlütter Diennal in der Woche beigelegt. llotationsdruck u. Verlag der Brühl'ichen Nnwerf.-Buch-u. Steindruck erei. ER. Lange. Redaktion, Erneduwn und Druckerei: Schulstratze 7. Vdreüe für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernlprecham'chluß Nr 51. Aliö Stadl und Gießen, den 17. April 1905. - •» S. K. Hoh. der Großherzog weilte am Samstag, in Mainz und nahm an einem Souper beim Provinzialdirektor von Gagern teil. "Empfang. S. K. Hoh. der Großherzog empfingen am 15. April den Kommerzienrat Heichelheim von Gießen. ** Personalien. S. K. H. der Großherzvg habens dem Major und Abteilungskommandeur v. Klein sch mib im 1. Großh. Feld-Artillerie-Regiment Nr. 25 das Ritter-! kreuz 2. Klaffe des Ludwigs-Ordens verliehen. — Der! Kreisarzt des Kreisgesundheitsamts Lauterbach, Dr. Emil Nebel, wurde zum Kreisarzt des Kreisgesundheitsamts Friedberg, der Kreisassistenzarzt bei dem Kreisgesundheitsamt Heppenheim, Dr. Otto Hein ricy in Hirschhorn, zum Kreisarzt des Kreisgesundheitsamts Lauterbach, beide mit Wirkung vom 16. April 1905 an, ernannt. — Uebertragen wurde untcrm 8. April ds. Js. dem Schulamtsaspiranten Blank aus Haarhausen eine Lehrerstelle an der höheren Bürgerschule zu Schlitz. — Der Ministerialsekretär Forstmeister Guntrum zu Darmstadt wurde zum Oberförster der Ober-- försterei Heppenheim ernannt. , ** Der Kriegervereinsbezirk Gießen hieits gestern nachmittag 3 Uhr im Lcnzschcn Felsenkeller seinen 43 Bezirkstag ab. Der Vorsitzende Bruch H auser begrüßte die aus den 36 Bezirksvereinen zahlreich erschienenen Vertreter und überreichte die vom Präsidium des Hassiw- verbandes gestiftete E h r e n d i p l o m e, an den Krreger- verein Hausen für 25jährige Zugehörigkeit zur Hassia, an Vereinsrechner Balth. Heß III. zu Watzenborn-Steinberg! und an den Vorsitzenden Fuchs zu Mainzlar für 25jahrrge Verein^leitung. Tann fand die Durchberatung der Tagesordnung für den Delegiert en tag des Hassiaverbandes zu Laubach statt. Ter Beschluß des Präsidiums, wonach die drei Bezirke Laubach, Lich und Hungen zu einem Bezirk „Solms" vereinigt werden sollen, rief eine längere Debatte hervor. Die Redner sprachen sich fast sämtlich für die Beibehaltung der bisherigen Einteilung der drei Bezirke aus. Auch wurde betont, daß das Präsidium bei derartigen Fällen den Beschluß des Dclegiertcntagcs einzuholen habe. Ein Antrag des Kameraden T a ab aus Lollar, dahingehend, daß bei Zuteilung und Einteilung neuer Bezirke, sowie bei Verschmelzung bereits bestehender Bezirke der Delegiertentag nach Anhörung der betr. Bezirke zu beschließen habe, sand einstimmige Annahme. Der Antrag Laubach, welcher wünscht, daß aus der Hochzeitsstiftung, die die Hassia dem Großh. Paare machte, jeder junge Kamerad eine Unterstützung erhalten solle, sand nicht die Sympathie des Bezirkstages. Der Vorsitzende begrüßte den neu eingetretenen P i o n ierv erein Gießen, dessen Vorsitzender Mal- ko m e s i u s namens des Vereins dankt. Herr Bruchhäus^ Gerüchten. Aus Hongkong wird gemeldet, daß der englische Dampfer „Poona" die russische Flotte gesichtet hat. Die Flotte i dampfte in östlicher Richtung gegen die Pescadores- Inseln zu/ Die Flotte erschien den englischen Öfteren des „Poona" vollständig kampfbereit zu sein. Aus M a n i 1 a wird gemeldet, daß man ein größeres Kriegsschiff und zwei Torpeoobootszerstörer in der Nähe der philippinischen Küste gesehen hat. Man glaubt, es waren j a p a n i s ch e Kri e g s- schiffe, welche auf der Lauer nach den Russen waren. Die japanischen Seebehörden machten bekannt, daß w den Verteidigungszonen, welche die Pescadoresinseln, die ^nsel K \ - nawa in der Linkingruppe und die Insel.Osch ^ma umgeben sowie auf der Höhe von Ofumi die üblichen Beschränkungen der Schiffahrt in Kraft getreten lind. ~ Die Peseadores- oder Fischer-Anseln gehörten früher M China und sind 1895 im Frieden von Shimonoseki zusammen mtt Formosa an Japan abgetreten worden. Die .mseln 'wd sicherlich schon läN'gst in Verteidigungszustand versetzt, um zu verhiw- dern, daß russische Schiffe sich ihrer durch einen Handstreich bemächtigen und damit einen Stützpunkt im Süden gewinnen, der ihnen • gerade jetzt von allergrößtem Nutzen MN . konnte In englischen Rtarinekreiien ist man der Ansicht,, daß Rofch- djeftwensky nicht durch den Form o s a k a n a l, lahren ward, weil dort ein japanischer Torpedoangriff lucht möglich ist^ sondern den Weg durch die B a' ch i st r a ß e wählen wird sollte es den Russen gelingen, unbemerkt Formosa zu passierm, so werden sie kaum ohne Gefecht die Straße von Korea pameren kömien, da dort die japanische Flottenstation ^.suchima sich befindet, von wo aus es den Japanern leicht wäre, den Russen den ^b^Der Dampfer „Prinz Heinrich" vom Norddeutschen Lloyd, auf dem sich das nach Deutschland zu der Hochzeit des Kronprinzen reisende japanische Pr in z en p a ar Ar isu ga w a befindet sah am Freitag mittag in der Kum-Ranh-Bu ch t (nördlich Dort Saigon) 18 rmssische Kriegsschiffe und sieben, holländische Kreuzer, die bei Rio auf Bintang (südöstlich von ^inga- toltiM9e2nnbmter Wfruiigen hat sich die Esche Flotte nach /er Peninsular and Oriental-Line passierte am russische Linienschiffe, welche ungefährunter 8. Grad sudlichn Breite und 92 Grad Länge nach der S u n d a st r a tz e steuerten. ♦ (Vitt Urteil über das russisch? und das ja p a - AM 'SW« fenter Seite crfal p 1 1 c rtsch, ver schweizer Delegierte 6:i der japanischen Armee, ist m Bern eingetroffen. Er" erklärte einem Derichtcrtzattcr, das Geheimnis Iie feindlichen Alolten. Seitdem der Mmiral Roschdjestwenski Singapore passiert hat und in die chinesische See hineingesteuert ist, fehlt jede einigermaßen zuverlässige Nachricht über den. Verbleib des vereinigten Geschwaders. Man weiß nicht, welchen Kurs der Admiral genommen hat, und über seine Absichten sind nur Mutmaßungen gestattet. Der Möglichkeiten sind verschiedene; entweder erwartet der Geschwader-Chef bei irgend einer Insel im indischen Archipels oder in der Nähe der Küsten von Jndochina die ihm aus der Heimat entsandten Verstärkungen unter dem Admirar Nebu- gatow, oder aber er hat seine Fahrt nach Norden fortgesetzt. Vielleicht läuft das Geschwader auch eine der geschützten Reeden im Golfe an, um seine Vorbereitungen für die weitere Fahrt zu treffen. In erster Linie müßte man Mit der Annahme rechnen, daß der Geschwaderchef die fünf Panzerschiffe und acht Torpedobootszerstörer des 'Admirals Nebugatow an sich zu ziehen sucht, es sei denn, daß^ der gerade zu dieser Jahreszeit heftig wehende Südoit-Monsum, gegen den die Schiffe anzukämpfen haben, die Reise derart verzögert, daß der Geschwaderchef >auf sie nicht mehr warten will. , Die Bewegungen auf japanischer Seite entziehen sich ^och mehr der Kontrolle; man weiß nur, daß der Admiral Togo seine vorgeschobene Operationsbasis auf den Pes- cadores-Jnseln und im 5Msen von Kelung auf Formosa hat. In dsn Straßen, die vom Indischen Ozean M die chinesische See führen, sind wiederholt Kreuzer und Hilfskreuzer gesichtet worden, die in größerer Anzahl eingereiht sind, damit sie in dem weiten Seegebiete Auge und Oyr der Flottenführer verschärfen. Tie japanischen Ausklarungs- fchiffe werden sicherlich das russische Geschwader schon beobachtet Huben und dessen Aufenthalt , wissen. Erne vorsichtige und überlegte japanische Taktik wird mit einem Angriff der Kreuzer- und Torpedoboots-Flottillen erst bann einsetzen, wenn das russische Geschwader etwa auf der Hohe der vorgeschobenen japanischen Operationsbasis ift, da dann die eiaenen havarierten Fahrzeuge schnell den Nothafen finden, während dem Admiral Roschdjestwenski fern Zu- fluchtshafen sich zeigt, und er seine havarierten Schis.e preiszugeben gezwungen wird. , Tie heutigen Nachrichten bilden ein Sammelsurrum von monall«ch7b otertet* jährlich Mk. 2.20; durch Abhole. u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.— viertel- fährt, ausfchl. Bestellg. Annahme van Anzei'eu it die Tr rsr" immer s vo^nittaqS 4 'chT. a.rswättS,'*4 3*j. Verantwortl'cü \vt den polit und u u Teil: P. Wittlo: für ,(Stabt und £anb* und .Gerichtsjaal*. August Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck Gietzener Anzeiger General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Kiel, 15. April. Prinz Heinrich von Preußen ttaf um 4V» Uhr im Automobil an der Spitze des sinwilligen Auto-, mobilkorvs fobreud hier ein. H?arlaMlNtarisches. Bonndorf, 15. April. Der Reichstagsabg. FriedttÄs Faller (ttl.), Vertreter des 2. badischen Wahlkreises, ist an, Herz krampf gestorben. Schlußkurse. 209.00 240.90 143.70 252.10 215.75 In der orbenf- Aunll unh Wistenschaft — Ernst Haeckel in Berlin. In seiner zweiten und abschließenden Berliner Vorlesung am gestrigen Sonntag ging Haeckel auf die Entstehung derArten näher ein. Im Bilde zeigte er den Stammbaum der Wirbeltiere, wie er sich ans der Vergleichung der lebenden Formen und der in den Jahrmillioneu alten Erdschichten vorgefundenen fossilen Reste konstruieren läßt. Den bindenden Beweis dafür erklärte Haekel speziell durch die Geologie und durch das allmähliche Eintreten der Tierformen in ihr Gebiet für gegeben. Die Frage der fehlenden Uebergänge streifte er nur flüchtig. Tie En t st e h u n g der Menschenseele aus derTierseele, für deren verschiedene Arten er demgemäß eine dem anatomischen Ctammbaiim entfprechenbe Rangfolge als erwiesen amntnmt, ist ihm sicher. Er schloß seinen als Plauderei sehr aiiregeiiden Vortrag wieder mit einem antitheologischen Be-- kenntiiis. (ftrff. Ztg.) *• Theaterneubau. Die Gelbsammlung für den Theaterneubau hat auch in den letzten Wochen gute Fort- schritte gemacht, denn e§ ist seit dem Beschluß der'Stadtverordneten die für das Theater gezeichnete Summe um weitere 13 0 0 0 M k. gestiegen. Die Zahl der Spender ist jetzt auf fast 450 angewachsen. Als besonders erfreulich verdient hervorgehoben zu werden, baß sich viele, bie sich anfangs ablehnenb verhalten hatten, in der letzten Zeit der Schar der Spender angeschlosien haben, und da noch von manchem eine Spende zu erwarten steht, so ist es gar nicht so unwahrscheinlich, daß die volle Bausumme, wie es der Wunsch der! Stadtverordneten ist, durch Zeichnungen aufgebracht werden wird. Noch aber fehlen daran fast 1 00000 Mk. Die Sorge des Komitees ist es, diese Summe noch herbeizuschaffen. Deshalb ergeht auf diesem Wege an alle diejenigen, welche einen Zeichnungsschein bereits erhalten haben und sich an der Spende beteiligen wollen, die Bitte, den Schein baldigst einem Mitglied des Komitees, etwa Herrn Professor Fromme, zuzusenden. Wer aber versehentlich keinen Zeichnungsschein erhalten haben sollte, wird gebeten, im Laden des Herrn Ehallier am Neuenweg einen solchen entgegenzunehmen. Hessisch-Thüringische Staatslotterie. Bei der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klasse fiel ein Gewinn von 250 000 Mk. auf Nr. 15530 (nach Worms), ein Gewinn von 30 000 Mk. auf Nr. 66749, Gewinne von je lO OOO Mk. auf Nr. 35182 35439 43558 57711, ein Gewinn von 5000 Mk. auf Nr. 59297. (Ohne Gewähr.) ** Unvorsichtige Fuhrleute. In der letzten Zeit Ede wiederholt durch Unvorsichtigkeit der Fuhrleute Schaden angerichtet, z. B. Gaslaternen angefahren und beschädigt. In einem Falle wurden am 14. d. Mts. Pferde vor der Biebertal scheu und rannten in der Hammstraße eine Gaslaterne um. Ferner scheute am 15. d. Mts. ein Pferd in der Frankfurterstraße, ging mit dem Fuhrwerk durch und rannte gegen einen dort befindlichen Zierbaum, wodurch der Baum und der darum befindliche eiserne Schutzkorb beschädigt wurde. " Feuer. Gestern abend gegen 11 Uhr brach in einer Hofraithe in der Löwengasse Feuer aus, das jedoch ohne größeren Schaden anzurichten, alsbald gelöscht werden konnte. •• Zur Hunde- und Katzensperre. Seit der Anordnung der Hundesperre in Gießen mußten leider eine größere Anzahl Hundebesitzer zur Anzeige gebracht werden. Viele Hunde und Katzen sind durch den eingestellten Hunde-1 fänger aufgegriffen worden. Ein Widerspenstiger. Am Samstag abend wollte ein 20 jähriger Arbeiter aus Beuern mit dem Arbeits- zug nach Hause fahren. Er kam jedoch, da er betrunken war, zu spät und überschritt unbefugt die Bahnsperre, um noch mitzukommen. Er wurde von den diensttuenden Beamten zurückgewiesen, worauf er fortwährend Ruhestörung verübte. Da er Wideritand leistete, wurde er schließlich mit einem Wagen zum Arrestlokal gebracht. *• Rauferei. Auf dem Güterbahnhofe gerieten heute morgen zwei Viehtreiber in Streit, in dessen Verlauf der eine dem anderen mit einem Stock blutende Kopfwunden ^brachte. — Der ^Gießener Ra dfahrer-Ve re in 1885" oegeht in diesem Jahre die Feier seines 2 0jährigen Bestehens. Mit Freuden dürfte es wohl, so schreibt uns der Vorstand, begrüßt werden, daß der Verein sich entschloffen haltenen Zuschüssen aus sreiherrl. Mitteln geht als „Freiherrn Riedesel-Stiftung" in die Hand der Stadt Lauterbach über. (L. A.) , sd. Darmstadt, 17. April.. (Eigener Trahtbe- richt.) Heute vormittag traf hier Bros. Trnbner aus Karlsruhe hier ein und nahm im alten Palais Wohnung, wo ihm das Großh. Paar einige Sitzungen zu einem Porträt gewähren wird. Wiesbaden, 15. April. Gestern abend kurz, vor 11 Uhr wurde in der Mainzerstraße der Schlossermeister Joses E r l b e ck, aus Straubingcn in Beyern gebürtig, von einem Automobil, das anscheinend von Lochst oder Mainz kam, überfahren und lebensgefährlich verletzt. Das Lignal wurde erst auf 6—8 Schritte gegeben, sodaß ein Ausweichen unmöglich war. Die Insassen des Automobils setzten ihre Fahrt ruhig fort, ohne sich um den Verletzten zu kümmern. Die Sanitütswache brachte den Schwerverletzten in das hiesige Krankenhaus. fc. Frankfurt a. M., 17. April. (Orig.-Teleqr. des „Gießen. Anz.') Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Vst. 18.25—00.00, Kurhessischer Vst. 18.00—18.25, La Plata Ast. 18.2o—19.25, Kansas Vst. 18.25—19.25, Roggen (hiesiger) Mark 14.25—14.50, Gerste (Wetterauer) Mk. 17.75—18.00, Franken- ielder Vst.OO,00—00,00, Hafer Vst. 14.50—15.00, Mais Vst. 12.25—12.50, Weizenmehl 0 Vst. 26.75—27.25, 2. Qualität Vst. 24.75 bis Vst. 25.25, 3. Qualität Vst. 22.75—23.25, Roggelimebl 0 Mk. 22.00-23.25,1. Qualität Mk. 19.50—20.75, Weizenkleie Vst. 10.00 bis Vst. 10.25, Roggenkleie Vst. 11.00—11.25, Maiskeime Mk. 11.50 bis Mk. 11.75, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab bier. . fn- Frankfurt a. M., 17. April. (Telegr. Qrig.-Bericht des „Gieß. 9ln^/). Amtliche Notierungen der heutigen Viebmarkt- vreise. Zinn Verkaufe stauben: 6'9 Ochsen,' 195 aus Oestreich, 82 Brillen, 2 aris Oestreich, 9r<9 Kübe, Fersen, Stiere und Rinder 0 aus Oestreich, 444 Kälber, 183 Schafe und Hämmel, 1622 Schweine, 0 Ziegen, o Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für lOOPfrmd Schlachtgewicht Ochsen 1. Qualität 73—75Vst., 2. Qual 64—67 Vst., 3. Qual. 59—62Mk.; Bullen l.Qual. 61 bis 63 Vst., 2. Qual. 57—58 Vst.; Kühe l.Qual. 66—68 Mk., 2. Qual. 59—61 Vst., 3. Qual. 47—48 Vst, 4. Qual. 37—39 Mk., 5. Qual. 00—00 Vst. Kälber: l.Qual. 87—90 Pfr., Lebendgewicht 52—54 Ps., 2. Qual. 84—87 Pfg., Lebendgewicht 50—52 Pfq., 3. Qual. 00-00 Pfg., Schlachtgewicht 60—64 Pfg., Schafe: l.Qual. 72-74, - Qual. 64—66 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 67—68 Pfg., Lebendgew. 53.50 Pfg., 2. Qual. 66 Pfg., Lebendgewicht 52—00 Pfg., 3. Qual. 60—62 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh mittelinäßig, bei Kleinvieh gut, kein Heb erstand. Markt bedeutend Privat-Diskont l8/4 Prozent. Anfangs- u. Qest. Kredit . 209.25 Deutsche Bank . . . 240.90 Darmstädter Bank . . 143.75 Bochumer Guß . . . 252.50 Harpener Bergbau . . 215.10 Tendenz: fest. K oir ko rdia Bergbau-Gesellschaft. licheir Generalversammlung haben die Anträge der Verwaltung die Genehmigllng der ''Aktionäre gefunden und es iverden bekanntlich 10 °/6 gegen 18 °/0 i. V. gezahlt. Für das ausscheidende Aufsichtsratsmitglied, Herrir Leo Hairarr ist Landrat a. D. Bergassessor John Haniel gewählt worden. Die Situation im neuen Jahr stellt sich bis jetzt wie folgt: die ersten zwei Monate hatten wegeit des Streiks 240 000 M. Betriebsverlust und da sonst monatlich 200 000 M. Neberfchnß sich ergaben, so stellt sich der Gesamtverlust auf 600 000 M. Im Monat März wurde ein Ueberstlmß von 220 000 M. erzielt. Für den Monat April dürsten sich die Verhältnisse nach allem was man darüber hört, wieder weniger günftig anlassen. Märkte. Anivcrsttäts-Nachrichten. — Ucbcr die Genesis der Spahn sch en Straßburger Professur erzählt das „Freie Wort", eine Frankfurter Halbmonatsschrift: „Vater Spahn, der Zentrumsmann und Reichsgerichtsrat, soll von Althoff, dem Allmächtigen, in höchsteigenster Person auf die unfaßbare Unbedachtsamkeit aufmerksam gemacht worden feilt, einen Sohn Iura studieren zu lassen, während man gut katholische^ Dozenten der Geschichte an den Hochschulen so sehr benötige. Spahn Sohn trat ins historische Seminar ein, promo- vterte als Historiker, habilitierte sich an der Spree, kam als Extraordinarius nach Bonn und noch nicht dreißigjährig als Ordinarius nach Straßburg. Vergeblich legte des gesamte Straßburger Kollegium im Sinne der Selbstverwaltung der Universität einmütig hiergegen auf das nachdrücklichste Verwahrung ein. Auch e'ne K^^r fri-'s, erfr las os." Gingesanöt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.') _ _ v Gießen, 17. April. ?5^^^5^^ll-Auszug der Großh. Handelskammer Gießen vom 11. April, mitgeteilt im ,,Gießener Anzeiger" vom 14. Avril, eHtnchnieit daß die Königl. Eisenbahndirektion Frankfurts am Mam die bereits geplante Verkehrsverb esserungerr für die Linie Gießen-Fulda und zwar die Umwandelung des gemischten Zuges 7523 in einen Personenzug und die Eiu- neuen beschleunigten Personen zu gs Fulda-Gießen (Gießen an 7.41 Uhv a.bends) leider fallen ließ. Im Interesse vieler die Strecke Gießen-Fulda häufig benutzender Gießener Beamten und Geschäftsreisenden liegt es, bessere Zugverbindungen jruf dieser Strecke zu erlangen, um sowohl frühzeitig die von dieser Strecke aus zugänglichen Orte und den Anschluß an den Zug Nr. 1068 der Linie Mücke-Hungen (7.20 ab Mücke) erreichen, als auch früher am Abend als seither nach Gießen zurückkehren zu können. Hoffentlich wird der Bitte der Großh. Handelskammer Gießen, daß die geplanten Verkehrsverbesserungen auf der Strecke Gießen-Fulda noch in dem bevorstehenden Sommerfahrplan Aufnahme finden, höheren Orts willfahrt werden. __________________________ Viele Interessenteit HeriÄtslaal. Oldenburg, 15. April. Wegen Beleidigung des Ministers Ruh st rat wurde vom Oaiidgericht der Redakteur Metze vom „Nordd. Volksblatt" in Bant zu 200 Mark Geld- hafe verurteilt. Den Schutz der Ehe hat sich das Bamberger Sckiöfi engericht in einer seiner letzten Verhängungen angelegen fein lassen In der Verhandlung gab ein Kaufmann auf die Frage ta? Vorsitzenden, e» er verheiratet sei, die Antwort: ,L e i d e r! Dcr Amtsanwalt beantragte für diese Ungebühr sofort zu vollstreckende bret Zagt Haft, das Gericht Miefe eä aber bet 10 Mark Geldstrafe, m»cht hierauf einige Mitteilungen aus dem Bezirk, wonach! hat, aus diesem Anlaß eine größere Sportfestlichkeit anfangs der Bezirk ,n 36 Veremen 2335 Mitglieder umfaßt, an b8i Jz. abguhotlen. Die Festlichkeit soll nicht den I«X ÄTffiS«»5® U.‘‘"'n®"“’“'5‘T" '""t"’;’!1 findet in Oppenrod statt. Bis jetzt wurde an 11 Be- $c AUn? nnb bec Nuf der zirksvereine die Kaiserschleise verliehen; dies Jahr erhalten bürgt dafür, daß der zu erwartende Sport alle sie Taubringen, Leihgestern, Hausen und Steinbach. Herr ^PortSfreunbe in reichem Maße befriedigen wird. Zur Ab- Brucbhäuser teilt noch mit, daß er an den neuen Hassia- Haltung des Festes ist sicherem Vernehmen nach der Sportspräsidenten ein Gratulationsschreiben namens des Bezirks platz an der Hardt in Aussicht genommen. Die Bildung gesandt habe. Hierauf hielt Herr Benn-Mainz im Auf- der Festausfchllfle ist bereits in die Weae geleitet. trage der Deyicherungsgesellschaft ,,Seu«^ anfer" einen Butzbach, 18. April. Ein schwerer Un glucks- dem er den mit dem Prapdrum bet Sassm fall ereignete sich gestern nachmittag zwischen 5 imb 6Uhr Qufgefteltten Vertrag betreffend den Ab,chluß einer Kollektiv- im Butzbacher Feld in der Nähe der Niederweiseler Chaussee. Um W Uhr schloß der Ter 60 Jahre alte Knecht Johs. Heiser war mit Walzen von Aeckeru beschäftigt und wollte mit dem Ackergerät auf „■ uSch rllersl 00 j a hr t ge m4., o de s tag haben ein anderes Gruudstück fahren, als die P f e r d e vor irgend s flCVEUt.'‘ Kunstanstalt ein Abkommen einem Vorkommnis gescheut haben müssen und durch. K^f len, wodurch wir imstande smd, eine Hochkunst- gingen Heiser verlor die Herrschaft über die Pferde, wurde emSrtr cnA.” seinem Sitz heraüge chleudert. Pferde und 4 «5 ®rCfl 9cr9C £m' dem sehr billigen Ringelwalze gingen über ihn hinweg und wurde ihm der AkÄ. . ? k rUn,er-e Mouneuten abzugeben. Wir Schädel vollständig zertrümmert, sodaß der Tod sofort ein» 3U baß auf bei 1. unb 2 Seite unseres trat. Herr Heiser hat ben Felbzuq 1870—71 mitgemacht unb 5rr^ " rn der heutigen Nummer ein Bestellschein zur ge- staub über 24 Jahre in treuester Pflichterfüllung in Diensten fälligen Benutzung eingedruckt ist. Da uns bte Lieferung des ftrhrn. v. Bouchenroeder hier (B. Ztg.) ' dieser vorzüglichen Wiebergabe nur bei genngenber Be- Laüterbach, 16. April. Bei Geleaenheit der Aus- teiligung möglich ist, bitten wir um evt umgehenbe Ueber- stellung ber Schülerarbeiteu würbe bie greift Riebesel - Geschäftsstelle bes Gieß^ An'hangt m ber fche weibliche Jnbustrieschule geschlossen. Auf un,>au Gr-und von Stiftungen seitens Mitgliedern ber Freih. Fa- . r äe. , Anläßlich des milie, zum Teil schon aus dem Jahre 1805 (Vermächtnis hefigen Schn eid erstrelkes ist es vielleicht nicht munter» bom Braunschweigen Generalleutnant Erbmarschall Joh essant, an einem Bei'piele zu sehen, wie beim Ausgang bes oKnrad RiebesM, wurde diese Handarbeitsschule im Jahre Mittelalters ein Müllerstreik in Villingen im Jahre ^^5 eröffnet. Sie hat bis zum'heutigen Tage viel segens- 1522 verlaufen ist. In Heinrich Hugs Villinger Chronik, ^^ich gewirkt. Die jetzt in den öffentlichen Schulen der herausgegeben von Dr. Roder, Tübingen 1883, S. 92/93 ^^b^^itsunterricht obligatorisch ist, unb da ferner die heißt es: Urschrift in gesundheitlicher Hinsicht in unserer fortge- Jtem uf S. Fidesiag (6. Okt.) früh am morgen liffen die miller !.7^nen Zeit Verlangen stellt, welchen nicht mehr nachher zu Villingen allgemeinlich hinweg, meifster unb knechte, und es konnte und namentlich auch, da es jetzt waren meister 14 au zahl unb sie vermeinten mit irm hoffen für» "buch ist, bie Handarbeitslehrerinnen fest mit Pensions- Haben den rat (zu Villingen) zu zwingen, zu tun, wie sie wollen, Berechtigung anzustellen, was in unserem Falle stiftungs- und zogen gen Hnsfingen, dort zerten sie ns gemeinem fccfel gemäß unzulässig ist, mußte das segensreiche Institut dem t-Ltrelkkasse). Daruff schrieb ein rat an die von Oberdorff nm Fortschritte weichen. Die derzeitige Lehrerin, Fräulein £’aeV/^e uns 4 miller, tue versahen uns mit mehl. Allso Küchenhof, wird nunmehr an den städtischen Schuten an- chrmb (schrieb) her Cnnrat von Schellberg für bie miller und ball gestellt und das Stifttinaskavital mit den inrmis^ L ^at'wib^b'aehanblett Allso schrieb ih.n der Rat rotber bmnff gen HuMngen: wer sie bet geheiffen hinweg gon, ber sott sie haisen rot eher komnten. So lagen bie miller 18 tag mit großen Kosten zu Hufsingen, verzerten 40 gulben. Do schrieb Herr Cunrat von Schellenberq abermals bittenb für sie. Do schrieb ihm ber rach von Villingen roicber hinuff: sofern bte miller allgemeinlich in be§ ehrsamen raths straff giengen, so roolt der rath sie nur bürgerlich straffen. Allso kamen bie miller an saut Simon unb Inbä abcnb (27. Okt.) wider heim. Da fantmlete man ben rat unb hteff sie ihre tegatt (Degen) uff ben thisch legen uf bem rathus. Das Iheften sie.....Unb moreh (morgenbs) am guterntag (27. Okt.) bo lautete man früh zu rath; allso er- schinen ber miller roeiher alle vorrn rat, baten für ihre man, des- gl ick graff Fribrich, unb bie anbren ebelleut hatten och für bie miller. Allso warb ber rath rettlich (schlüssig) unb legt ben millern gematnltch em straff uff, baff sie sich verschrieben, bem rath zu geben von irs abtrittz (Auszugs, Streikes) wegen zwan hunbert | gulbin in zwei jaren. Irbcit'rökwegung. Darmstadt, 15. April. Die Tapezierer und Polsterer sind hier heute in A u s st a u b getreten. In ber Darmstadter Möbelfabrik feiern sämtliche Arbeiter. Sie erllären, wie die „Volkszeitung" mitteilt, eine neue Fabrikordnung für un* annehmbar. • Speyer, 16. April. Infolge falfcher Weichenstellung entgleiste in der vergangenen Nacht gegen 12 Uhr in ber Ncihe der Station Schifferstadt ein Güterzug. Der Heizer I rourbe sofort getötet und mehrere Bedienstete schwer verwundet. Der Materialschaden ist beträchtlich. Ein Beleidignngsprozeß. (th.) Gießen, 17. April. _ Am Samstag vormittag harrten zahlreiche Kaufleute im I Ltrafkammersaal mit Spannung der Dinge, die bh kommen sollten. Es stand als einzige Sache zur Verhandlung die Privat k l a g e des Kaufmanns Eberhardt Metzger in Gießen gegen den Cichorienfabrikanten Kommerzienrat Alb. Engel- I Hardt von Rüffelsheim wegen Beleidigung. In dieser Sache ba.tle, wie wir vor einigen Wochen berichteten, das Schöffengericht Gießen den Kommerzienrat E. zu einer Geldstrafe verurteilt, und gegen dieses Erkenntnis verfolgte der Veritrteilte die Berufung. Der Tatbestand der Privatklage war wie erinner- uch der Folgende. Im Dezember v. I. war E. geschäftlich nach Gießen gekommen. Beim Besuch eines seiner Abnehmer wurde er von diesem gefragt, ob er etwas über Eberh. Metzger gehört habe: als E. die Frage verneinte, machte der Detr. die Mitteilung, daß ihm eine Frau im Laden erzählt habe, Metzger let.fcetm Konkurs; er wolle mit 20 Prozent ein Arrangement versuchen. Der Kaufmann fügte ferner Mitteilung die Erklärung wnzu, daß er sie nicht glaube, Metzger habe ein sehr gutes Geschäft und sei ein tüchtiger Geschäftsmann. Engelhardt, der seit über 20 Jahren mit Metzger in Geschäftsverbindung stand, mit lhm front befreundet war, hatte von diesem einen Posten von ! 16.80 Mark für Waren zu bekommen. Er begab sich, als er von dem Frauenzimmergerede Kenntnis erhalten hatte, am selben Vormittag zu _bier Engrosfirmen und teilte dort in Gegenwart des Kvntorpersonals teils in fragender, teils in erzählender rZ-orm mit, was er über Metzger gehört hatte; ja, nach der Beweisaufnahme fügte er in einem Falle sogar noch 'etwas hinzu. An der ersten Stelle wurde ihm der Bescheid, dast man das Gerede nicht glauben könne, da man zu den Gläubigern Metzgers gehöre und ganz bestimmt etwas davon wiffen müsse, wenn dieser einen Ausgleich anftrebe. Der Ehef jener Firma be- b(?$ Metzger nach seinem Müssen Herr über seine Ber- baltntffe sei, ein gutes Geschäft habe und ein tüchtiger, umsichtiger Kaufmann sei. Trotz dieser Meldtmg setzte Kommerzienrat Engel- hardt seine Auskunftsreise fort und erreichte damit, daß wenigstens etne Woche ^llMg die Firma Metzger in ihrem Ansehen und Kredtt geschädigt worden tlt Jeder, der von ber Sache hörte und Geld von M. zu bekommen hatte, schickte Quittung an diesen, die allerdings prompt bezahlt wurde. Wie in der Beweisaufnahme festgestellt wurde, war die Nachricht, daß Metzger vor dem Konkurs stehe, wie ein Saurfcner in der Stadt herumgegangen, und als Gewährsmann bezog man sich auf den Kommerzienrat Engelhardt von Rüsielsbeim. Dieser war am 11. Dezember freundschaftlichst in die Weinstube von Metzger gekommen. Die Rechnung von 16.80 Mark wurde bei dieser Gelegenheit von ^tzger beglichen. Engelhardt erllärte vor der Strafkammer, es habe ihm ganz und gar fern gelegen, den Kläger zu beleidigen, das, was er getan habe, tue jeder verständige Kaufmann. Er sei •x t?cc hen Rahmen der Einholung einer Kreditauskunft mcht hinausgegangen. Die gleiche Ansicht hatte auch der von t; « «h* Sachverständiger geladene Direktor der Gewerbe- ° k ° * £ o o §. Die Strafkammer war aber anderer Meinung und erllärte durch ihren Vorsitzenden, Landgerichts-Direktor Dr. lunger ich, daß im vorliegenden Fall Metzger in seiner kauf- rJt; . )re und in seinem Kredit durch den Bellagten erheb- ltch geschädigt worden sei. Nach der ganzen Art, wie der Beklagte fr er vorgegaugen fei, könne von der Einholung einer kausmänntschen KreditauSkunst gar keine Rede fein, denn dazu let ferne Forderung, die er an Metzger hatte, ja eine Bagatelle gewesen. Nach der Beweisaufnahme habe es sich für den Beklagten lediglich dantm gehandelt, den Grossisten in Gießen an lenem Vormtttag eine Neuigkeit zu erzählen: dies gehe schon daraus hervor, daß Engelhardt mehr weiter erzählt habe, als ihm fein Gewährsmann mitgeteilt hatte. Der Beklagte hätte' sich als gereifter und erfahrener Kaufmann sagen müssen, daß die Erzählung einer Frau in einem Laden nicht dazu angetan ist, daß ein Mann in seiner Stellung, dem sein Titel Kommerzienrat in kaufmännischen Kreisen eine gewisse Autorität verleiht, solch Gerede zum Ausgang einer Recherche machen müßte, wie er es getan habe. Aus diesen Gründen hat die Kammer bie vom Bellagten eingelegte Berufung verworfen. Der Anwalt Metzgers hatte keine Berufung eingelegt. Kandel itnb WerKeür. DolLswinfchaft. Berliner Börse vom 15. -lpril 1905. (Mitgeteilt von ber Bank für Handel unb Jnbustrie, Gießen.) D i e -furchtbare Leidensgeschichte eins Kindes »ntrollte eine vor der Dortmunder Strafkammer abgehaltene Verhandlung gegen die Eheleute Eisenberg aus Berghofen. Die Angeklagte soll ihren etwa zweijährigen Sohn Karl fortgesetzt in > einer lebensgefährlichen Weise misshandelt haben. Morgens trieb sie ihr Kind in der Kälte im Hemdchen vor die Tür, erst wenn die Nachbarn herbeikamen und sich des jammernden Knaben annahmen, öffnete das Weib die Tur. Schläge fielen fortgesetzt bei der geringsten Veranlassung, so daß sich der Körper in einem unbeschreiblichen Zustand befand. Eine Nachbarsfrau, die sich eines Morgens in Abwesenheit der Mutter des Knaben annabm und ibn von Schmutz und Ungeziefer reinigte, stellte fest, daß in den Wunden sich Maden und Würmer befanden. Einmal nahm die Angeklagte den Jimgen angeblich wegen einer Unart und tauchte ihn in einen Kübel voll Spülwasser und brachte ihn dann in den Keller, wo man das Kind z-wei Stunden lang jammern hörte. Als ein Beamter, der von dieser Behandlung börtc, in die Wohnung kam, um nähere Feststellungen zu treffen, saßen die Eheleute in einem geheizten Zimmer um den Tisch herum, während der Junge in einer kalten Stube des oberen Stockwerks eingesperrt war. Dort befand sich auch sein aus schmutzigen Lumpen bestehendes Lager auf dem Fußboden. Im Dezember v. I. starb das Kind. Die Angeklagte wurde zu Zi/z Jahren Gefängnis verurteilt, während der Mann, dem nur bewiesen wurde, daß er dem Jungen einmal Senf und Pfeffer eingegeben hatte, um ihn zu beruhigen, mit einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten davon kam. gpidplaK der vereinigten Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Dienstag den 18. April, abends 7 Uhr: „Margarethe/ Schauspielhaus. Dienstag den 18. Avril, abends bald 7 Ubr: „Fault", 1. Teil. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag den 18. April 1905: Meist trüb, nur stellenweise geringer Regen und kühl. Näheres durch die siebener Wetterkarte. Familien-Uachrichtrn. Gestorben. Herr Johannes Heiser iBntzbachh — Herr Georg Krender, Bnraermeilterei-Sekretär i. P. iButzbacbL Orinmas-DraiUme^nnqen. Leipzig, 17. April. In den frühen Morgenstunden des heutigen Tages ist der Präsident des Reichsgerichts, Dr. Gutbrod, an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. Nom, 16. April. (Kammer.) Ministerpräsident Fortis sagt, er hoffe, daß der Aus st and sich nicht ausdehnen wird, denn das Eisenbahnperfonal muß einsehen, daß der Ausstand kein richtiges Mittel ist, seine Interessen zur Geltung zu bringen; niemand hat das Recht, die Interessen des Landes unter seine eigenen zu stellen, mögen sie auch noch so berechtigt sein. (Lebhafter Beifall.) Menn diese Ueberzcugung nicht vorherrschte, würde die Regierung wissen, was sie §u tun hätte. (Sehr gut!) Die Regierung, gestützt auf die öffentliche Meinung, ist sicher, die Ordnung aufrecht erhalten zu können, und werde dafür Sorge tragen, daß der öffentliche Dienst so wenig wie möglich Schaden erleidet. (Sehr lebhafte Beifallsäußer- ungen.^ Die Regierung werde Wiedervergeltungsmaßregeln vermeiden. — Das 'Agitationskomitee setzte den Beginn des Ausstandes der Eisen bah nange st ellten auf morgen fest. Die „Tribuna" hebt hervor, daß die Kammer während der heutigen Rede des Ministers Fortis deutlich kundaegeben habe, daß sie den Ausstand verurteilt und die feste Haltung der Regierung billigt. Rom, 17. April. Der Streik wurde, noch ehe das offizielle Signal gegeben war, in Neapel eröffnet, wo die Maschinisten die Lokomotiven auf freiem Felde verließen und das Personal sich entfernte. Mit Mühe und Not konnte noch ein Nachtzug mit zahlreichen Fremden nach Rom abgehen. Die Streikenden versuchen, andere Arbeiter zur Teilnahme an dem Streik zu bestimmen. Namentlich wird bei dem Tramwav-Personal und Gas- arbeitem agitiert. Alle Stationen, wo der Ausstand proklamiert wird, werden militärisch besetzt. Für den Eisenbahndienst werden truppen sowie Maschinisten und Feuerleute der Marine verwendet. Die Züge werden von Earabinieri und Soldaten unter dem Kommando von Offizieren begleitet und von Streckenarbeitern, die jeden etwa dem Bahnkörper zugesügten Schaden sofort aus- öeifern.. Auch die Weichei: sind militärisch überwacht. Kavallerie wird die bedrohten Bahnlinien abpatrouillieren, die Schnellzüge werden vorläufig eingestellt. Man hofft aus diese Weise ein baar Züge auf jeder Linie aufrecht erhalten zu können. Bis jetzt hat der Ausstand in Neapel, Salerno, Foggia, Forli und Rimini begonnen. Neapel steht ganz unter militärischer Bewachung. Die ^tadt ist in vier Zonen eingeteilt, jede unter dem Kommando eines Generals. Die Behörden waren die ganze Nacht auf den Beinen. Ein Blatt berechnet den durch den Streik täglich für Florenz entstehenden Schaden aus 400 000 Lire. Petersburg, 16. Avril. (P^tersb. Telegr.-Ag.) Ein Telegramm des Generals Linewitsch an den Kaiser meldet, er besichtigte die Truppen des 5. und 6. sibirischen Korps sowie des 10. und 17. Armeekorvs aus ihren Kampses- stellungen. Er fand sie ebenso wie die neu aus dem europäischen Rußland eingetroffenen Truppen in vorzüglichem Zu st and. Die letzteren böten einen prächtigen Anblick. Paris, 17. April. Die dokumentarische Festlegung der in ^0X1$ und Berlin in diesen Tagen abgegebenen mündlichen Erklärungen, wonach das franko-englische und das f r a n k o- spanische Abkommen weder die Handelsfreiheit im Allgemeinen noch Deutschlands Interessen im Besonderen beeinträchtigen soll, ist beschlossene Sacke. Ein in diesem Sinne abgefaßtes Rundschreiben an die französischen Vertreter im Auslande dürfte schon dem morgigen Ministerrat zur Kenntnis gebracht werden. Durch dieses Schriftstück, welches auch die erneute Versicherung von der Integrität des marokkanischen Sultanats enthalten wird, soll die marokkanische Konferenz überflüssig gemacht werden. Auch wird im hiesigen Ministerium ein Aufschub der Reise Tatteubachs nach Fez erwartet, bis dort volle Klarheit darüber herrschen wird, daß keine Macht, auch Deutschland nicht, die Notwendigkeü von Reformen in Marokko verkennt. Delcassss Unterredung mit Padolm, welche am Dcm- nerstag nach dem Diner in der deutschen Botschaft stattfand, dauerte eine Viertelstunde. Sie war bestimmt, die letzten Konversationen vorzubereiten, welche ann Tage darauf der französische Botschafter Bihourd mit dem Unterstaatssekretär von Mühlberg int Auswärtigen Amt in Berlin hatte. Podejuch (Pommernl, 17. April. In Federsdorf bei Tessin' wurden vier schlafende Schnitter durch Ko h l e n o x y d ga 9 , das einem defekten Ofen entfhromte, vergiftet. Drei von ihneip konnten wieder ins Leben zurückberufen werden. Breslau, 17. April. Die „Sch* es. Ztg." meldet aus L o d zt In der Nähgarn-Manufaktur in Widzew bei Lodz, in der die Arbeiter wieder streiken, erfolgte ein Zusammenstoß zwischen Militär und Arbeitern, bei welchem einige K o s a ke n u n d A r b e i- ter getötet und gegen 20 verwundet wurden. Zur Unterdrückung der für die Feiertagswoche an gekündigten Krawalle sind in Lodz zwei Regimenter Infanterie und ein Regiment Kosaken eingerückt. Fort de France (Insel Martinique), 17. April. (Eigener Drahtbericht.) Aus dem Berg Mont Pelöe steigt seit einigen Tagen wiederum starker Rauch aus. 23e* trächtliche Lavamassen strömen den B erg herab. Telektronischer Kursbericht, K'wnkf^rt a 3Vt0/0 Reichsanleihe . . 101.80 3 /o do. ... 90 85 3V,% Konsole .... 101.70 °/o do......90.80 37?% Hessen .... —.— 37,5a Oberhess#»n| . . . 99.00 4 % Oesterr. Goldrente . . 102 15 41 -'s % Oesterr. Silberrente 101.25 4% ünarar. Holdrente . , 99.85 4% Ifaben. Rent* . . . 105.60 4 56 Portuffies#*r J , . . 67.90 3°/ l>ortngiesen. HI . . 67.80 1 % Unif. Türken . . . 89.30 Türkenlose......138.20 4% Griech. Monopol.-An!. 51.70 4,/2°/o äussere Argentiner 45.70 Tendenz: 17. April, 2% Uhr mittags. 3% Mexikaner .... 35.70) 4V2% Chinesen .... 96.45' Electric. Schlickert . . . 139.20 Nordd. Lloyd . . . . 125.70! Kreditaktien ..... 20890 Diskonto-Kommandit, . . 189.50 Darmstädter Bank . . 143.30 Dresdener Bank .... 157 20 Berliner Handelsgee . . 169 00 Oesterr. Staatabahn . . . 141.50 Lombarden.....16.5$ Gotthard bahn.....—.— Laurahütte..... 277.50 Bochum ...... 252.40 Harpener ... 21600 Staatschatzscheine . . . 100.75 ruhig. Ern ausgezeichnetes Nahrungsmittel für gesunde Kinder ist Knieke's Kindermehl mit oder ohne Kuhmilch, da es seines Wohlgeschmackes und seiner leichten Verdaulichkeit wegen nicht nur gern genommen, sondern auch vorzüglich vertragen wird. Im Kufeke-Mebl ist die Umwandlung der Pflanzenstärke in Dextrin und Traubenzucker in so hohem Grade durchgesührt, der Verdauung, also derart vorgearbeitet, daß es den Kindern schon vom ersten Monate an gegeben werden kann. Durch seinen Gehalt an Mineral- und Euweißstoffen fördert es die Knocken- und Muskelfleischbildung, in hervorragender Weise und ist daher als Zusatz zur Kuhmilch! sehr zu empfehlen. Schöne Frauen Myrrholinseife. b7 Zum Backen ■ hervorragend guter Q Pfand JJ n n 99 99 n 99 99 Vanili© I 3 Schoten pfg. 65 50 85 75 47 Bari-Mandeln . Orangat, Citronat..... Reines Schweineschmalz Margarine per Pfund von 50 Pfg. an. Palmin........ Feinstes Speiseriiböl . Dr. Oetkers Backpulver 3 Pakete 20 w Chocolade M gar. rein Pfd. I vF Pfg-. Feinstes Weizenmehl „ Kaisermehl „ Blütenmehl Stampf zucken Würfelzucker . Sult. Rosinen . . Rosinen Eleme . . Dr. Oetkers a A Vanillin Ja | 3 Pakete w \z Pfg. 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