Dienstag 12. Dezember 1905 155. Jahrgang (srftes Blatt Ale heutige Kummer umfaßt 12 Seiten. ilt ; zurückgesetzte t einpiohlk" - Id, w, s-rs von „ Hort«” ,i j"*«u NUNg. ehe -later ickerei' keme, Bn-i »«»> selbst^ ir, Streuznc^, Oblate l*ser,PotUs(l ttrze etc. ett ,ei billigsten kn. Kmeint$ wichtig r. '' n. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger 67 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen 2$n ows und AZ be.s Letzte ZI.den im A slandc. Londoner Zeitungen berid;len über ein Interview IrtU Lord Averdeen, dem Vorsitzenden der englischen iÜuKsohnungsliga. Ticscr sagte, sein Ausschuß herbe mit IlltbLrraschung und Bedauern die Lleuherungeir Bülows Ijuc Kenntnis genommen. Ter Ausschuß sei der Meinung, Ibad Fürst Bülow falsch berichtet sei. Allgemein heri sche das Gefühlder A ch t u n g v o r Deutschland und der Wunsch, mit Deutschland und dem deutschen Volte nicht nur friedliche, sondern herzliche Beziehungen zu untersten. — Die „Times" führte nu5, cs B.iQfl für Bülow unmöglich gcn^'sen fein, die Marokko- ’ftüßc ganz und gar zu übergehen, aber es sei schwer in ! ezeichnen, welche guten Ergebnisse ein Staatsmann von vblemrs Erfahrung und Dult, der angeblich (!) mich von itzri edensliebe beseelt ist, von einer eingehenden Be- Schmit gen Kunst i vis von alten Sri dt als lachts-Gescheu Bilder zu reellem rantie in jeder. ?r- Telephon o^1 Aus Aeutlch-Sübw-aafriL« nxirb amtlich gemeldet: .. „ Nord-Bethanien. Cornelius war, nadifcem er hic um* gegend von LeetmunÄ)oop unsicher gemacht hatte nach der Zwiebelhochebene ausaewuoeii. Vou unicrer Truppe dauernd ver- chlgt, wandte er fi$ wieder südwärts nach dem Barwege unb Urbe am 2L November bei Garunarub westlich von Hetmans» boov von der Kompagnie Gruener angegriffen. Leutnant esraf v Larttenberg und zwei Reiter wurden hierbei, wie bereits gemeldet, verwundet. Am 29. November überfiel Cornelius dw Farm Lanes (60 Änlometcr fudwesüich von Be- lhanien). Er ha? nunmehr lintber die Richtung nach dem Norden eingeschlagen. Seine Schar .steint,sich in mehrere Banden geteilt zu haben, die teils dem Tirasgebirge zu ziehen, teils am Fisch- flußi^sclich von Krclmanshoop urnherstrcichen. Seme Ver- wlgung ber ^Ionie wurden von Banden des Mor^nga 4^ Lezernbe. die Pferchen der 9. Kvmp. Vht* 2»2 br|d>etet täglich miiiiex SonniagS. lem Gießener Anzeiger 2 heu im Wechte! mit ri fiesfischen Landwirt ? Lietzener Familien- Id:er oiennal tn der Woche beinelegL 'o ationsbruck u. Ver- i bei Brüh l'schen 1 ir vell.-Buch-u.Ltem- ! i.rferei. R. Lange, kbnftion, Ernedmon und Tnirferet L. chutstratze 7. lebaftiori 112 1-rlag ii.Exved ShtefTe für Tepeictien: -Anzeiger toiefeen. Ans Hlaöl und Land. Gießen, 12. Dezember 1905. "Der Personalbestand der LandeSuniversitLt' für das Wintersemester 1905/06 ist erschienen. Er enthält wiederum ein vollständiges Verzeichnis sämtlicher akademischen Behörden und Beamten, der akademischen Lehrer, Unterricht», inslttute, Sammlungen und Prüfungskommissionen, sowie RamenSverzeichnisie der akademischen Lehrer und Beamten unb ein Verzeichnis dec Studierenden nut WohnungSangabe. ♦♦ Ter außerordentliche Professor i P. der Landesuniversttät Joh. Baptist Brau» ist am Samstag nach langen Le den in Offenbach a. M. gestorben. Er wurde am 1. Januar 1830 in Heldenoergen geboren und studierte von Ostern 1851 bis 1856 in Gießen Jurisprudenz. Im Jahre 1860 promovierte er hier bei der Juristischen Fakultät. Am 23. April 1861 habilitierte er und am 28. März 1883 wurde ihm der Charakter „außerordentlicher Professor" verliehen. Seine Anstellung^ als Dozent für französisches Zivilrecht und für Forstrecht erfolgte am 1. April 1891. Lt- Dekret vom 20. Dez 1893 wurde er zum außerordentlichen Professor bei der juristisch« Fakultät der Landesuniverfität ernannt und am L Mai 1903 in den Ruhestand versetzt. -Bei de n F unda me ntierun gSa rbeiten zum Theater-Neubau ist man auf nicht unbedeutende Schwierigkeiten gestoßen. Eine dort befindliche Festungsmauer von ca. 15 Metern Lange unb 21/, Metern Dicke ist zu beseitigen, zu welchem Zweck seit einigen Tagen Sprengungen mit Dynamit oorgenommen werden. Obgleich durch Absperrung und Deckung der Schußlöcher die nötige Vorsicht angewandt wird, flogen gestern dennoch Steinstücke bis in die JohanneSstraße. Dem Publikum können wir daher nur empfehlen, den Weisungen der ab* iperrenben Personen zu folgen, damit bei der schwierigen Arbeit Unfälle vermieden werden. -Kuppelei. Der Wirt U. hier wurde gestern wegen Kuppelei und Duldens von Glückspiel in seinem Lokal verhaftet. Er betrieb eine sog. Animterkneipe mit Damenbedienung in separaten Weinzimmern, wo insbesondere junge und unerfahrene Leute gerupft wurden. Selbst Bürschchen von 14 und 15 Jahren wurden von den Kellnerinnen in die Weinstuben gelockt und zum Weintrinken animiert. Ein 15jähriger Bursche, dec einen größeren Gelbdieb stahl ausge- fut)rt hatte, wurde von den Kellnerinnen in daS separate Weinzimmer gelockt und mußte zwei Flaschen Sekt ä 8 Mk. bezahlen. Außerdem ließen sich auch diejelben noch Sherry und Chokolade kaufen, sodaß der Bursche um etwa 22 Mk. crleichert wurde. Dem Glücksspiel wurde fast täglich gehuldigt, die jungen Burschen spielten auch daS sog. .Wutz« mit und verloren ihre Groschen. Jedenfalls wird die Schließung des Lokals und KonzesfionSentziehung folgen. ve;u a»prei»r monatlttüiöPI., vierteljährlich Alk. 2.20; durch Abhole- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePosl Alk. 2.— oierl eb jährl. auSschl. Bestellg. Annahme von Lnzeige» für die lagrtniunm« biS Vormittage 10 Uhr. ßeilenpreifl: lokal 12Pf^ auswärts 20 Pfg. Verantwortlich für den polit. und allgem, Teil: P. Witiko- für .Stadt und Sanb' und .Gerichtsfaal': Ernst pe6; für ben 91 n« neiqcntetl: HanS Beck. bei Sandfontein unb die der 10. Stomp, bei Norcschab überfallen. Eriterer wurden 156, Ic&tercr 34 Rei11ier e abgetrieben, obwohl alle verfügbaren Kräfte sofort vorgingen. Am 7. Dez. wurde ein Bichposten von fUlFfoiitcin durch eine 100 Manu starke fcotleiitaitab :;be, anid^inenb gleidyfallS Mo- cenga-£eute, umzingelt; dabei wurden 200 Stück Großvieh unb Pferde, sowie 400 Stück Kleinvieh abgetrieben. 3a bl» meiiterafpirant Selbach, der mit wenigen Reitern «e Verfolgung aufnahin, um ben verbleib d s Gegners sestzustellen, sowie eiin Unteroffizier fielen hierbei. Die 2. Kvmp. Negunents 1 nahm von Adurosfontein au8 die Verfolgung des uuj Gaobis abgezogenen Gegners auf. Tcr TranspoNvrrsthr auf den Erappenstraßen im Süden soll durch Anlage befestigter Stützpunkte auftecht erhalten werden. Tem weiteren Viehruub wird durch (SinFraalcn der Tiere während der Nacht vvrgebeugt. Daß die Pferde bei dem unzureichenden tzastrnacpschub hierunter sehr leiden, muß in Kauf genommen werden. _ Zum Oberbefehlshaber im Süden gegen Mvvenook an Stelle des erkrankten Oberstleutnants von Se m m e rn würbe Major v. Estorsf ernannt. Tas Kommando über die Truppen m Cftnamalanb unb im Bezirk Bcthanien-Berscba übernimmt statt seiner Major v. d. D e y d e. Tie 4. Batterie griff am 1. Dezember eint Lwltentottcnbande bei Gubuems östlich von Antinuis ait Dom Feinde fielen 83 Mann. Wir batten keine Verluste. Es würben einige Gewehre, Pferde, Rcitochsen unb etliches Großvieh erbeutet Na-ch ÄuS- Ljge eines gefangenen Weibes soll ©l anaffe Noroseb, der Kapitän Der Hottentotten von tzoachanas, hierbei gefallen sein. Stärkere Witboibcmdcn wurden m bet letzten Jcit am oberen Tsub unb bei Stamprietfontein feltgestellt Schwächere Banden bürdeteben raubend das Land. 3n der Ber- iolgung solcher Viclwäuber fielen am 2. Dezember Leutnant d. Schweinichcn und zwei Reiter uniueit von Kub. Der oercrokapitün Michael Thisescta von Omaruru ist mit kleinem Gefolge nach dem Walfisüchaigebiet übergetreten unb soll bort seine Gewehre abgeliefert haben. Tre gesamte Gcfangencnz-Hi betrug am L Dezember 8814 einschließlich 684 $)otten!ottcn, darunter 2171 Männer, gegen 7072 KÄpse, bannitec 2054 Männer zu Anfang des Septembers. Nach einer Meldung dc^ Obersten Tama leibet die Kriegführung erheblich unter den Schwierigkeiten der Verpflegung infolge des Auftretens der Rinderpest und der u n g e n {e u d) c und nur von der schleunigen Genehmigung der Bahn Luderitzbucht-Kubub kann Besserung erwartet werden. • In dein Verfahren gegen die seinerzeit in Windhuk verhafteten Buren sind die Angeklagten Liljeveld und Botba dtrchs das Bezirksgericht in Windhuk am 22. Oktober d. I. -u je 5 Jahren Gefängnis verurteilt wvrdcn. Tie Anklage hatte ihnen vorgeworfen, eine Verbindung ju Wege gebracht zu heben, die von der Staatsregierung g e heim gehalten werden sollte und den Zw-eck verfolgte, Wasten unb Munition iu erlangen, auf der Landstraße Kolonnen zu überfallen unb mit bet Beute über die englische Grenze zu kommen. ^Anch°7in^a panisch es Statt bespricht di- R-d- b-S liÄStmizlers/indem -S dem Wunsche nach einet h dcutsch^ngtischcn B-zi-hunpen Aus^ck^bt und dem bssvruch des Fürsten Dn.om über pstasten b-ipstrcht-ü !>z Blatt versichert, daß ^apan srredtichc übslch " Dü'werden aNe friedlichen Bcstrebun^n der Mächte, ihre kpr^«e MÄinüchen, respektieren. W 'Bwnb t« deut im Erklärungen könnten ut 11 c&I 3" »«>« ®'•> + (Irfif ten zur Aufrecht er Haltung des ei “1 , . » . . Sita Die Rede des ReichskanilerS Ü' en Anerkennung der englilchrtammischen Auffassung in Ost. üf ; — r\ n. „ irtit infam mengeben konnten. ' '65 verdient schlicßkrch noch Leachtunz, daß m Stc3- k« von dem Rektor der llnwcrsrtät Prof Tr K'aus. «>n -in Aufruf ä"r Anbabnung b e s °- B -- !!«V in^Umsau's"^s-Pt'worden iE Ter Anfrns fordert «sc Deutschen und Engländer, welche den Wert deutschem p enaUIchcr tofcü und Literatur zu schätzen nnssen, auf. Ein zu wirken, dav die herrschende Berstuirnrung einer Eeren woMwvlleLn Beurteilung bei Verhält- li, r? weiche. Unterzeichnet ist der. -!^uf von KaufTnann, s^mbürgermeister Bender, Kordmar Fuiltb^chos Dr loptp und Generalsu^erin.endent Notteov^ fbts Sozialistenführers gelegen. Tas Blalt sagt 1 Ivener: Wenn nach dem Gesetze des Fortschritts, das ihr . Motion bestimmt, die deutsche Sozialdemokratie stark ye- ' nug fein wird, zu handeln, so können wir hoffen, em Deutschland zu sehen, das nicht mehr mili- la i i st t f ch ist." Das Blatt kreutsich,daßdiestärkste dertfche Partei die deutsche Weltpolitik be- ILnipfe An Provokationen von englischer Seite habe es Mthcr auch nicht gefehlt. Kein liberaler Minister Mi-yjc antideutsche Reden halten. Ter „Petit Parisicn", ein viel gelesenes französisch k s Blatt, bemerkt, die Rede des Reichskanzlers zeige, , tp.’.dic große Anziehungskraft Frankreich auf das Ausrand koiK-ube. Bulow sprach zu wiederholten Malen incourtoi- fie j o 11 e r Weise von Frankreich und von französischen Etotilemänncrn und Generalen. Tas französische Volk be» flagt sich nicht darüber, vorausgesetzt, daß man es bei ferner 8rbt it und im Frieden die eigene Geschichte lenken lasse. - 2 as „Echo de Paris" schreibt, die neue Rede des Reichs- bnzliers zeige nur, daß fette Angriffslust Franks teirh gegenüber fortbauere. Besonders bezeichnend :i es, daß Bülow die Verantwortlichkeit für die Reise des Kaisers nach Tanger auf f^y nehme, da er fühle, daß die Seife- im Reichstage keineswegs einstimmig gebilligt werde, «ib er a le, Katholiken und Sozialdemokraten kirnen mit gleichem Mißtrauen und gleicher Bent uh igung der Bülowschm Politik gegenuberzustehen, M(t)e man nur dann begreift, wenn sie der Ausdruck eines Nlliens ist, der lediglich eine äußere L o s u n g suche. „Popolo Romano", ein hervorragendes rtalieni - sch es Blatt, schreibt, der deutsche Reichskanzler habe mit Ich! ben SBcitrttt Jtalions Sunt Stetbunbe unb bte Er- curruna beäfetben nicht auf Sentimentalität, fonbern auf i.|it ib« Wertschätzung seiner Interessen zuriickgefuhrt Wenn : bet grasten Mehrheit bes rtatiemschen VoNes Nicht die inigehenbe, burch Ldjährige Ersahruna besestig e Überzeugung herrschte, daß ber Dreibunb b^ erste Garantie bes FriebenS biete, hatte \A> Hit: (fmeuetunfl schwerlich nd>t(crtigen lassen, wenn auch ™ Beitritt Italiens zmn Tretbunb memgstens teilweise !7^siihl mitgewirrt Sitte De Stalien er muffen bem ttrtschen Reichskanzler dankbar dafür setn^daß K Ji ««SS R” S-K LS LLLU.- rin» nWeb- odnM um Teil zm p 'uSgesiellt, da^ - pßlll brilj* Ut' ' iinc.t)ung dieser Frage im bcut|cl)cn Parlament erwartet 1 6abrn konnte. Tie Franzosen Hütten ihren Tadel mit / all Wicigung und gutem Geschmack in großem Gcgcniatze zur ttllvDIf 1 kr bheit der Rede des Reichstanzlers ausgedrückt. Tie l'Llimied" tadelt, daß Fürst Bulow der Sozialdemo- fehfm Ito t i e e n t g c g e n g e t r e t e n ist. Tas Blatt meint, das (d !ein gutes Verfahren, lieber Bebels Rede urteilt die 1826. I ,ttmes": Er sagte recht viele unangenehme Tinge, von 1 biiu n einige umso unschmackhaiter waren, als sie ein gut W Jeil Wahrheit enthielten. — 5k'r „Manchester Guar- ] bior" meint, die Anttvort des Reichskanzlers habe \ um viele Grade unter der bedeutenden Rede Iculsch r Acichslag. S. Sitzung vom 1.1 Dezember. l Uhr. DaS Haus ist spärlich besetzt. Am Buitdeararsttsche ®rm Posadowsti. Zunächst wird ohne Debatte der (Liuivurs be* irefs- der 0)ellungtzdauer der Gesetzes über die j)l i l i 1 ä r |i r a i • rechlspslege in Kiautschau in erster und zweuer Lesung anger.ommeiu Es folgt die eilte Beratung des Handelsvertrages mit Bulgarien. Abg. Gras R e o e n l l o w (Antis.) bemerkt, die späte Ein- bernsung des Reichstags und die Einbringung so vieler Anträge madie iafi den Eindiuck, als ob die Regierung eine genaue Pritini' i der einzelnen Gesetze veihnidein wolle. Seine Partei werde jedoch genau altes prüjeu, unb vor allein daraui beilegen, daß übet diese Boilagen nur vor einem bejchlujjiätngen Hause ent- jchiedcu weide. Wetter rügt Redner noch die Hütten tm Zolltarn betresjs Gerste re. Abg. R ä in p I (ireis. Vpt.) erklärt, daß seine Partei im wesentlichen mu den Bestliumungen des Haudelcverlrages einoer|tan- dcn sei. Abg. Bachem (Ztr.) beantragt Ueberweisung der Vorlage an eine Kommission. Abg. Gra> U a n t h (kons.) stimmt dem zu. Ter Vcrtrag sei doch so wichtig, daß man ibn nicht kurzer Hand avlehnen könne, ivie Gras rttevenltow dies wolle. StaatSjettciar Gr-i v , a o o n>5 li geht näher auf die Entwickelung unserer HandelSbezichungen zu Bulgarien ein und cm- pfichlt die Vorlage zur Annahme. Er sei überzeugt, daß unser Interesse an dem Handel mit Bulgarien, ebeino Buigariens In- terejie an dem Handel mit uns ein viel größeres sei, als sich ers der beiderscit gen Statistik ergebe. Unb zwar deshalb, weil yc* maß der g^.anchtlichen (innuiatlung der ibuVcyut-ael zwisckum Bulgaren und Teurschland in sicherlich großem Umiunye den indirekten Weg nehme über Lestcrreichijche und Ungarische Händler, jowic auch über Belgien. Untcrstaatsjekrerar rm Rcicksamt des Innern Wermuth geht nou) ans die LU-rschi-iften über die DandlunySreiseiiden ein. Abg. Bernstein (S-oz.- erklärt, b ß für seine Partei dieser bantu-lvoerirag unannehmbar sei. Ter ixul|dx T^rif enchartr einige Euijt.hrermaßigun^v.li, bie aber doch unzulänglich seien. Tcr bulgarische Tans enth. Ite Dculsch'.and gegenüber ganz kolossale Eins nhr^oller hä Hungen. Abg. Paajchc yarr es nicht ftir nötig, daß der Vertrag erst einer Hvuuiuniou übcmnuscn werde. Seine Panei werde aber einem dahingehenden A.ttrag nicht rvibersprrck>en- Was der Vertrag unserer Industrie biete, falle doch immerhin nicht un- bebeuteiw ins Gewicht. Abg. Pott Hofs (fr. Vgg? tritt für dm Vertrag em und wünscht bejchleunigle Derutilng in der Stommiffion. Dieser Vertrag bedeute »w«.ifellos nicht eine Erleichterung sono rn e..ic Erschwerung der dcuncvcn L>anbelLi.ziehnngeii zu Bulgatten. Abii die letzte UrfuQ>e davon sei in unserem eigenen neuen Zolltarif zu suchen. Und !>i an diesem nun einmal nichts mehr zu ändern sei, nehme seine Partei dm B.-rtrag an. Im Laufe einer kurzen weiteren Debatte stellt auch noch l Abg. Gothein (steif. 93g.) fest, daß seine Freunde dein Vertrage nur mit schwerem Herzen zusttmmten. Die Vorlage geht sodann an die Budgetkomniission. Es folgt die erste Beratung des Handelsprovisoriums mit England. Daraus soll das Pleist- begünstigungsverhältnis wieder um 2 Jahre dis Ende 1007 verlängert werden. ~ Abg. (Srai Kanih weist auf die Sonderstellung der englischen Kolonien hin. Die in der Vorlage »erlangte Vollmacht sei er bereit, glatt zu bewilligen. Seme preunde würden sogar noch über die Vorlage hinauSgehen und das Handelsprovisorium um mehr als 2 Jahre zu verlängern bereit sein. Abg. Bachem (Z.) stimmt der Vorlage zu, Abg. Kampf (Jrs.Vpt.) verlieft eine Erklärung seiner Partei, wonach dieselbe auch eine kommissarische Beratung der Vorlage für ganz überflüssig hält. Abg. Gras R e o e n t 1 o w (Antis.) tritt für die kommissarische Beratung em. In der Kommission würden ferne Freunde für den Antrag Kanitz auf 1 jährige Verlängerung des ProvisonumS stimmen. Abg. Büsing äußert sich durchaus für die Vorlage. Verweisung an eine Kommission würden seine Freunde nicht notioendig erad<5iaat«lerretär Gras PosadowSky stellt zunächst fest, daß die von Rednern der Rechten so hervorgehobenen Tifferenzierungen schon zu 1903 bestanden. In der Sache habe sich seitdem nichts geändert. Mit Unrecht habe Graf Reventolaw unserem Botscha ter Vorwürfe gemacht, derselbe sei schuld, das; wir mit England noch nicht zu einem Tefektivum gelangt seien. Ein jeder wisse doch, wie die inneren Verhältnisse in England selbst bisher Verhandlungen über einen Handelsvertrag mit und hinderlich gewesen seien. Staatssekretär v. Richt Hof en erklärt, der Abg. Graf Reventlow benutze alle nur möglichen Wege zu seinem tfiel. Er könne nur wünschen, daß unser Botschafter bemüht bleibe, so wie bisher weiter zu roirfen im Interesse unserer guten Beziehungen zu Abg. Gothein (frf. 93g.) bittet um Ablehnung bc5 Antrages auf Kommissionsberatung und ersucht ohne weiteres der Vorlage zuzustimmen. Abg. v. Kar dorff (9U tritt für Kommissionsberatung ein. Damit schließt die Debatte. Ehe über den Anirag Kanitz auf Ueberweisung der Vorlage an eine Homnuffion abgeitimmt wird, zweuelt Abg. Singer die Beschlußfähigkeit des Hauses an. Vizepräsident Graf Stolberg erklärt, das Bureau teile diesen Zweifel (Heiterkeit, da vielleicht nur 70 Abgeordnete anwesend sind). Fortsetzung morgew _____________——■ ** Silberne Hochzeit feierten am Sonntag die Restaurateur W. Hofmann Eheleute, Stcinstraße. Sie wurden mit Geschenken reichlich bedacht und zahlreiche Freunde und Gönner nahmen an der schönen Feier Teil. **DerKronbauerscheQuartett--Verein,der seit kurzer Zeit unter Leitung unseres Universitätsmusikdirektors G. Trautmann steht, hat am Samstag sein 29. Stiftungsfest in gewohnter Weise begangen. Bei dieser Gelegenheit lernten die Teilnehmer, so berichtet man uns, eine iunge Sängerin Fräulein Steger kennen und zwar von der vorteilhaftesten Seite. Tie junge Tarne wird in aller Kürze zur Bühne gehen, wozu sie sich durch ihre glänzenden Stinrmittel und belebte Vortragstveise ganz vorzüglich eignet. ** Zur F ührung d u r 6) das Museum im alten Schloß, veranstaltet vom evangel. Arbeiterverein .hatte sich am Sonntag nachmittag eine stattliche Anzahl Teilnehmer eingefunden. Zn 2 Gruppen wurden dieselben von Hauptmann Kramer, Oberstabsarzt Sieg er t durch alle Räume geleitet, sowie durch «achkundige Erläuterungen zur zweckmäßigen Art der Betrachtung angeregt. — Tie meisten Teilnehmer werden zu weiterer Besichtigung aller Einzelheiten das Museum, das Sonntag von 11—1 Uhr für jedermann unentgeltlich geöffnet ist. .ioch oft besuchen. ** Zu unserer gestrigen Notiz, daß ein Bange r ü st im Selters weg eingestürzt sei, teilt uns Herr Grünig, techn. Aussichtsbeamter der Hess. Nass. Baugewerbe- Berussgenossenschaft, mit, daß von einem Einsturz feine Rede sein könne. Die mit ihrer Arbeit fertigen Bildhauer hätten „SpasseS halber* das von ihnen benutzte niedere Gerüst umgeworfen, anstatt es abzubrechen. — Immerhin ist ein solches Verfahren ein etwas sonderbarer Spaß, noch dazu an einer belebten Straße. § Alsfeld, 11. Dez. Der Landwirtsch Bezirk- verein hält am 16. Dez. eine Generalversammlung ab, wobei ein Vortrag des Landesökonomierats Ring zu Berlin über die Fleischteuerung und die Erfahrungen mit genosten- schaftlicher Viehverwertung gehalten werden wird. Es sost versucht werden, im nördlichen Teile der Provinz Oberhessen eine Viehverwertungsgenossenschaft zu errichten. Darmstadt, 11. Dez. Im Handelsregister deS Amtsgerichts I ist folgende Eintragung vollzogen worden: „Groß h. keramische Manufaktur, Inhaber Seine Königliche Hoheit Ernst Ludwig, Großherzog von Hessen." — Die Sektion Darmstadt des Deutschen und Oester- reichischen AlpenvereinS hat in der letzten Hauptversammlung die umfangreiche Erweiterung der Darmstadter Hütte im Moostal bei St. Anton (Arlbergs beschloßen. Die Kosten sind auf 4000 Kronen veranschlagt. Darmstadt, 11. Dez. Der Sekretär der englischen Gesandtschaft in Brüssel, Gra ntdriff, wurde zum Geschäftsträger in Darmstadt ernannt. w. Rodheim a. d. Bieber, 10. Tez. Heute nachmittag fand in der hiesigen Kirche die I a h r e s v e r s a m m- ,Hing der Ortsgruppe Biebertal des Vaterl. ,F rauender eins statt. Ter Schriftführer, Pfarrer Vömel, ermunterte im Anschluß an Matth. 25,31—46 die Mitglieder zu eifriger Mitarbeit an den Werken der helfenden und rettenden Liebe. Ter Jahresbericht ließ erkennen, daß schon vieles erreicht ist: seit dem 1. Januar 1905 haben wir eine Gemeindeschwester, welche in großem Segen wirkt; die Ortsgruppe besitzt einen gut ausgestatteten Sanitätsschrank, sowie eine kleine und eine große Badewanne. Für das Jahr 1906 wird die Abhaltung eines Haushaltungsund eines Dügelkursus ins Auge gefaßt. Zum Schluß wurden einige z. T. ergreifende Skizzen aus dem Tiakonissen- teben vorgeführt. v. Mudersbach (Kiwis Wetzlar), 11. Tez. Eine Bauersfrau hatte sich eine kleine Wunde zugezogen. In diese gelangte ein unreiner Stoff und verursachte Blutvergiftung, an deren Folgen die Bedauernswerte vergangene Woche gestorben ist. Die Verschiedene hinterläßt 7 unmündige Kinder. v. Erda (Kreis Wetzlar), 12. Tez. lieber die Typhus- Epidemie in unserem Torfe ist öfters berichtet worden und es dürfte deshalb von Interesse sein, daß der Kreistag beschlossen hat, für die durch genannte Krankl)eit entstandenen Kosten eine Beihilfe aus Kreismitteln bis zu 7000 Mk. zu bewilligen. ? Hai g er, 11. Dez. Die Tollwut fälle im benach- nachbarten Münchhausen sind noch nicht zu Ende. Im Laufe der vergangenen Woche ist wieder ein Tier von der Seuche befallen worden und eingegangen. Das bakteriologische Institut zu Berlin hat bestätigt, daß eS sich um Tollwut handelt. Die Hunde sperre ist, wie verlautet, bi§ 1. Mai nächsten Jahres verlängert worden. Hanau, 11. Dez. Eine Versammlung von Tabak- und Zigarrenarbeitcrn und -Arbeiterinnen faßte nach der „Frkf. 3.6 einstimmig eine scharfe Protestresolution gegen die geplante Tabakbe- steuerung. Frankfurt a. M., 12. Dez. Heute nacht kurz nach 11 Uhr entstand im Möbellager von BommerSheim u. Herrmann, Große Eschenheimergasse, Großfeuer, daS erst nach zwei Stunden bewältigt werden konnte. Der Schaden soll sich auf 150 000 Mk. belaufen, die Brand- ursache ist noch nicht festgesteNt. — Der Polizeipräsident gibt bekannt, daß ein Hund, der im Hause Westendstraße 22 hier gehalten wurde und frei herumgelaufen ist, unter tollmutverdächtigen Erscheinungen verendete. Während bisher nur über Bockenheim und die angrenzenden Landorte die Hundesperre verhängt war, ist sie nun auf drei Monate bis zum 11. März 1906 für ganz Frank- furt angeordnet. Alle Hunde sind anzuketten oder ernzu- sperren. Da8 Führen an der Leine ist nur unter besonderen Sicherheitsmaßregeln — sicher Maulkorb, dauerhafte Leine an festem Halsband — erlaubt. Kein Hund darf ohne schriftliche Erlaubnis der Polizei aus dem Sperrgebiet aus- geführt werden. Frei laufende Hunde werden getötet, die Besitzer gestraft. (Franks. Ztg.) Dolksiäßtunqsergeknisse. Deutsches Reich. Köln 425 944 (372 529), Düsseldorf 252 630 <213 7111, König« berg 220 212 (189 483), Dortmund 175 292 (144 374), Kiel 163 289 (121 824), Aachen 144 110 (135 245), Posen 135 743 (117 033), Mülhausen i. E. 91916 (89118), Wilmersdorf 63 675 33 005) Munchcn-Gladbach 60 313 (58 023), Lichtenberg b. Berlin 55 293 (43 371), Eoblenz 54 000 44 975, ausschl. einiger inzw. eingemeind. Orte), Flensburg 53 717 (48 922), Brandenburg 51 251 (45 568), Mülheim a. Rh. 50 738 (45 085), Heilbronn 40 026 (37 889), Gotha 36 718 (34 630), Grandcnz 35 655 (28 631), Eisenach 35 300 (31000), Borhagen'Rummelsburg 34 088 (16 888), Meißen 32 175 (31 434) Neumunster 31420 (27 335), Weimar 31 127 (28 489), Frei- berg i. S. 30 869 (30171), Ovpeln 30 734 (30 212, Weißenfels 30 708 (28 201), Zeitz 30541 (27 391), Kreuznach 22 873 (21321). Hessen. Worms 45 372 (40 705). Mainz sendgilt. Ergebnis) 91 215 (84 335). In Offenbach wurden 100 Zählkarten noch nachträglich eiugeliefert, sodaß sich die angegebenen Zahlen entsprechend erhöhen. Oberhessen: Billertshausen 265 (271), Deckenbach 443(420), Ehringshausen 559 (553), Elbenrod 304 (278), Ermenrod 361 (353), Fischbach 82 (95), Leihgestern 1368 (1242>, Nieder-Florstadt 1677 (1472), Ohmes 426 (417), Otterbach 118 (127), Neimenrod 148 (131), Schwabenrod 295 (289), Bilbel 4812 (4356). Starkenburg: Ast he im 863 (850), Babenhausen 2858 (2255), Bürstadt 5501 (4904), Dieburg 5619 (4702), Dietzenbach 2452 (2208), Erzhausen 1395 (1246), Fehlheim 607 (573), Gernsheim 4330 (4133), Groß-Gerau 5059 (4618), Groß-Umstadt 3597 (3444), Gundernhausen 995 (958), Haiustadt a. M. 1981 (1781), Haßloch 296 (257), Langen 6407 (5644), Mainstingen 1006 (916), Nicder-Ramstadt 2023 (1618), Ober-Ramstadt 4025 (3500), Wald- Michelbach 2053 (1957), Walldorf 1007 (635), Zellhausen 1149 (1056). Rheinhessen: Bodenheim 2783 (2559), Bretzenheim 4722 (3810, Budenheim 2255 (1830), Dalsheim 820 719), Finthen 3112 (2832), Gau-Alqesheim 2820 (2608), Gimbsheim 2599 (2479', Herrnsheim 2231 (2110), Horchheim 2021 (1813), Jugenheim (Kr. Bingen) 1167, Köngernheim 518 (537), Laubenheim 1901, Mombach 6390 (5218), Mommenheim 958 (921), Nierstein 4443 (4124 , Ober- Flörsheim 1022 (1020). Hessen-Nassau. Alteuvers 199 (201), Beltershausen 322 (308), Biebrich 19030 (15 048), Bortshausen 150 (137), Cölbe 1068 (933), Elnhausen 386 (463), Ems 6787 (6492), Heddernheim 5106, Kleinseelheim 525 * Limburg 9879 (8464), Münchhausen 1088 (1068), Nordcck Reimershausen 70 (66), Rollshausen 155 (154), Ronhausen 1 Sarnau 414, Totenhansen 270, Treysa 3102 (2554), Unterro he 283, Wetter 1200, Zeilsheim 2077. Tie k l e i n st e Stadt im D e n t s ch e n Reich, b«'1 st c i n im Amtsbezirk Waldshut, zählte am 1. Dezember 46 .< Haltungen mit 216 Einwohnern, das ist 20 mehr aL r 5 Jahren.____________________ Ärüerferlit'w gunq. Bielefeld, 11. Dez. Eine von über 1000 Arbeitern der Wäschekonfektion besuchte Versammlmig beschloß das Angebot der Fabrikanten betreffend die bedingungslose W i e d e r.a u s n a h m e b e r r b e i t abznlehnen und den bereits sechs Wochen dauernden A u s st a n d f 0 r t z u s e tz e n. Ein ungetreuer Amtsrichter. (Unberechtigt r .boten.) 8. & H. ® i", str 0 w, den 9. Dez. Die im Sommer dieses Jahres erfolgte Verhaftung des am Stavenhagener Gericht als A m t s r i ch t e r tätigen Paschen, hotte die hellte vor oem hiesigen Schwurgericht gbgehaltene VSr- Handlung zlir Folge, in der sich der Richter wegen Fälschung ö s f e n t l i ch e r U r k u n d e n, U n t e r s ch l a g u n g amtlicher Gelder und wegen Betruges zll veralitworten hatte. Die Fälschlingen und Betrügereien liegen einige Jahre gurücf und konnten erst in diesem Sommer entdeckt werden. Es banbclt sich um 6 Hyvothekenscheine im Gesamtbeträge von 12 000 Mk. Diese Dokumente hatte Paschen einer Neubrandenburger Bankagentur in Verwahrung gegeben. Tie letzten und eiilgehendsten Rechercheil wurden angestellt, als sich Paschen auf Sommerurlanb befand. Bei einer Hanssnchnna in seiner Prioatwohnling wnrden außerdem noch eine Reihe gefälschter Dokumente gefnnben. Der Gesamtbetrag der F ä l s ch li n g e n beträgt 30 000 M k. Ein Rätsel sür alle, die die Verhältnisse keilnen, ist, ivo der fast 7 5 s ä h r i g e u >l v e r h e i r a t e t c Beamte die großen Stimmen, die er sich dnrch die Fälschnngen git verschaffen wnßte, gelassen hat. Denn trotz der 7 0 0 0 M k. Gehalt, die Paschen erhielt, hat er zahlreiche Haildmerker, Kaufleute und Gewerbetreibende nichtbezahl t. Diese kleinen Geschäftsleute sind also auch durch das gewissenlose Treiben Paschens nicht nnwesentlich geschädigt. Der über das Vermögen des Amtsrichters verhäligte Konkurs ergab eine G e s a m t s ch u l d e u s u m m e von 4 0 0 0 0 Mk., denen nur 4000 Mk. Masse gegem'ibersteheu. Die Gläubiger können deshalb höchstens auf 5—7% rechnen. Die heutige Verhandlung gegen den als soliden Junggesellen bi? dahin in der Stadt bekannten Amtsrichter endete, wie wir schon gestern kurz meldeten, mit dessen Verurteilnng zu 5 I a h r c n G e f ä n g n i ö und 5 Jahren Ehrverlust. Mildernde Umstände wurden ihm zuaebilligt. (teridMsfdaf M a r b urg, 9. Dez. Ein vielversprechendes Bürschchen ist der 13 jährige S ch ü l e r K a r l R 0 m m e l aus Borken. Trotz seiner Jugend hat er schon Vorstrafen und gestern zierte er abermals die Anklagebank. Vor einiger Zeit kletterte er nämlich in bas HanS des Schuhmachers Blum in Borken und entwendete ein Paar Schuhe und beim Gerichtsvollzieher Auer machte er sich zur Nachtzeit in dessen Behausung und schlief dort. Der Bursche wurde zu 2 W 0 ch e n G e f ä n g n i ß verurteilt. (Oberh. Ztg.) Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 13. Dezember 1905: Andauer des leichten Frostes, trocken, stellenweise starke Nebelbildung. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. ti)rifltna(-5>raljlmefdungen. Berlin, 12. Tez. Unter dem Vorsitz deS Prof. Adolf Darnack. der in Gemeinschaft mit Professor v. Bergmann zu einer Konferenz cinqcLitxn hatte, versammelten sich gestern abend, int Abg eo rdn e tenb a uie etwa 100 Herren, um Beschlüsse fajfett zu einer Hilfsaktion für die durch die Wirren in Rußland geschädigten Deutschen. Man sah Ernst b- W ildenbruch , Albest Trager und eine Anzahl Unv- versitätS-Profeswrcn. Rach lebhafter Aussiwachc wurde ein Arbeitsausschuß emgeselst, dem außer einigen baltischen Deutschen Vertreter fast r.'icr politischen Fraktionen angehören. Der Aus- chnß soll die Agitation in die Hand nehmen, einen Aufruf an das ganze deutsche Volk ausarbeiten tmb mit den in Rußland bestehenden deutschen Hilfsvereiner in Verbindung treten. Berlin, 12. Tez. Ter „Rationalztg." zufolge fand gestern abend eine Ab sch i e d s f e i e r für den scheidenden Kolonialdircktor Tr. Stübel statt. Ter Erbprinz zu Hohenlohe-Langenburg brachte das Kviserhvcb aus. Staatsekretär Frhr. v. Nichthofen dankte Stübel für seine hingebende und aufopfernde Tätigkeit, worauf Tr. Stübel mit einem Hoch auf die Kvlonieu und auf den neuen Leiter des Kolonialamtes erwiderte. Berlin, 12. Dez. Ruggiero Leoucavallos lyrische Oper ,.Tic B0h8me" hatte bei ihrer Erftaufführuitg einen cl)r freundlichen äußeren Erfolg. Ter anwesende Tichter- Komponist konnte nach jedem Akte mehrfach erscheinen. Halle a. S., 1‘2. Tez. Ter Rentier Möhring in K ön - nern schenkte der dortigen Stadtgemeinde 100 000 Mark, die er in der Lotterie gewonnen hatte, zur Erbauung eines Elektrizitä tswerkes. Minden i. 53., 12 Tez. Leutnant Eltze vom 10. Pionierbataillon hat sich erschossen. Braunschweig, 12 Tez. Bei einer Schießübung entlud sich aus unaufgeklärter Ursache das (Gewehr des Musketiers Klecmann von der 6. Kompagnie des 92. Regiments. Der Musketier wurde sofort getötet 35 » /u Rauchtische Serviertische Nipptisch eben Bauerntische Kacheltische Blumentische Etageren Säulen Büsten Ständer Schirmständer Garderobeständer Vogelbauer und -Ständer Paneelbretter Apotheken finden Sie in grösster Auswahl zu den billigsten Preisen bei Peter Kronenberg MSbelfabriklager Kaplansgasse 18 GIESSEN Telephon 399. V Stuttgart, 12. Tez. Wie der „Schwab. Merkur urr-'x. ist der Professor der Theologie an der Universität Hal'e -? Reichte in Tübingen gestorben. Straßburg, 12. Dez. Wilderer verwundeten Jagd Hüter Schöpf aus Schcrweiler durch 15 stiche tödlich. London, 12. Tez. Ter „T-'isti Tel." erhält -n . gemeldeten Meuterei in der r «fischen Mund s eo u r Armee aus Tokio eine Tep ' e, daß die Kavallerie Generals Madariloß in Chardin eingedrungen sei 1 Kasernen angezündet uni» geplündert habe. Tie - gebliebenen Truppen r«b die Meuterer schossen aufeinander, r-'- viele getötet tourben. Dien, 11. Tez. (Ab g cor dn et en h a u §.1 Auf - Interpellation Kügler betreffend die jünaste i u d e n s c j n d! . vom Bürgermeister Lueger in einer Wahlversammlung ,Kr tenen Rede erklärt der Ministerpräsident, für die Neg-i urtg existiere nur ein unvemldLiTcr Standpunkt. ter des 2t grundgeset^cs, das iedcm Staatsbürger ohne Ansehen nalität oder des Bekenntnisses des Reckt, sich einer Mi r Per* ' anuischlicßen, und den vollen Anspruch ans Al-- 'ecktS gewäbrleiüe. v:\ v:- v n werbe. Aus diesem Grunde stehe jeder wenn oitc - b"p. thctischer Form unternnmmener Versuch, auf die politff- Auichauurm irgend einer Klosse der Bevölkerung einen u* lässigen Zwang auszuüben, in Widerspruch mit dem 3- grnndgesetze. Tie berüglicke Fre'heit müsse für alle >(• •' mäßig und unterschiedslos gelten ’tnh d^rum könne icber:- b"i Detätiann-i W politischer Menu 'sfreibeit d^s nachlnücksi,^ Schußes der Stoatsoewalt gewiß s'in. Zur Beunnibiquni diesem Sirme liege kein Grün > vor. In der Ver aandluni - ; Dringlichkeitsrntrages B"ra die Prager Erei gnisse treffend, stellt ^der Minister des Innern Graf v. Bnlard,^ Rhhdt fest, dr.ß die Wachvrgane cr-st nach den (rröbtid'ftcn --v gewalttätigsten Auorijfen des Pöbels von der Waffe (V- -.. gemacht haben, wobei z a h l r ei ch e Sck u tzl en te u nb i':J tarvvsten teilweise schwer verletzt wurden. (Pr entschieden die Vorwürfe deS vla-umößigen Vorgehens der (• - sowie die geoen d>" rrgaitc der öffentlichen Sicherheit erd/ Beschuldigringen zurück. Wien. 12 De-. In Radwoloe^vbk'' sind ^blreiche Fü>. singe nu5 Charkow und Roßow cingcfroffen. Wie sie er-.’Fh, Hot der Pöbel von Charkow die St"dt iS br-, ^'nhfnt das direkte in 1 jnwtnjöte, ßMwdrl 50‘ Pap Idunba 98, 65, 9( Qualität 50, 0e ßhmz15 6 gebe. Tr'-beos-'i f-"rrr-tct bi-* W^hsstimmen der Bauern di gemeinen W-Hien nickst Es! ("sie sich gb-r nickst verkennen. V in marrbeiT Geaenden die Bevölkerung fick gegen die allnkr^- Emanzipation der Juden aussprechen kann, um keine 2 Puppt fi'T'-entcit beim Lenderwerb zu haben. Ter Bauer ist lar^ hungrig. Telefonisch» Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitaeteilt von der Bank für Math und Industrie, Glessen. 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H rrr?.. . -wihleuter..- | verlekt , Kn VoWhkrz > k wichen SiM> ,’h^1 sind ros>KlV getroffen. e «t"dt angr-i^ ’i .^nbnfetie by.\ E diesem die?- ■ «''toten fgg* ßcBten feb< * )crf{en bneGH-v »t OWtlV. jb die Vmken [•- len. Vertvodin! ö Tie (Vifetibnfi" wnrd-n nifif die Arbeit. "- vf libero^n 'itte der Msm?- 'M» in einer 11- °'scheidung. T-r‘ ’• aUger1 Hln-M $n b- • Karteien tat die: d'bin, daß man V- Men das direkte 5 Kimmen der?av?r ich ab-r nicht h-rfr mg [iifj gegen die • tten tarnt, um fr Ter Sauer i - Dez., Anfang irpener Bergwerk, inrabntte ■ ■ ' rnnbarden L d ,rdd Lloyd. - " .............. L. twerolstciii & €® Seltersweg 2 GIESSEN Am Kreuzplatz in a1 ’/n für das Jahr 1906. ».MineJiesellschaHen u. Wiederverkauf er erhalten Vorzugspreise Erbse«, grüne Erben, gespalten Erbsen, geschälte Bohnen (Perl) ISPs. 16 Pf. 18 Pi. 26 Pf. llsBsik-iiistrimieiite Xrompdcu i»5° ®zi-» 98,65-48> 25> 16,8' 5 Dortmunder Lömenbm */. 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Dezember Meeres ob iier Liebe Wellen Trauerspiel in 5 Akten von Grillparzer. •oeco: Niza Bdjor vorn Großh. Sos- und National-Theater in Mannheim. Wang 8 Uf>r pimkllich. Ende gegen 11 Uhr. etticitnt WkihMchts-KestzriKk kauft . 6288 mau a,n besten und billigsten bei Friedrich Magnas, Mbenfiiiüe 10 Schtthlager Weibrugustc 10 la. Petersburger Gummischuhe. Spezialhaus Siir Uteen, sowie für Glas-, Ponsllai-, Emaille-, Galanterie-, Im- u. Spielwaren. v. ^hisausistelliiiig femittiert in einer ®alnntcric=, £u£u8= und Sdielwnren-AuösteUung, J« aNssallöNd billige« 4^1 cilctt» Baukasten Holz-Baukasten 2,50 Mk., 50, 45, 38, 25, 9 Pf. Richters Anker-Steinbaukasten (keine minderwertige Nachahmung) 15,—, 2,60, 2,-, 1,50, 1,25, 1,— Mk., 50 Pf. Anker-Brücken-Baukasten 12,-, 2 sm. Sprechmaschinen. Phuugluphtu, Wulzeu u. 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