!l 1905/06. ®!n' ®ic6ra: »Media. ""lschm Bereinz. Poblmeyer, Strliu: SttnstaateilNordamtrirak. oftfiDetemJ, nlttmQnn, Berlm: ftSveitill-, Ärü8ft, Gicßm: Die Sui- eraMr. milchen Sttrini. Schnflstell«, SRfafc onau RttD-gotf: Karoü» letterwiftttt. ■ Sommer, Sichen: Zkrva rkainp, Sichen: Der Rflrii aurr, figL Hofsch-chick m Wtrtinä. nlein, Sdjriftfidlfr, ÄAmha a1/, Uhr Pünkttich. ■■ vvrbcWen. tagt gültig zu M. V msl ChllUier tlage 15) zu haben. pucker j-d°S üuanturnP« * L, Stein»äus£ sr>'-Ä'S SU* s-«SS** prodll« ^, roorbrn j(taaind Lehrer . Wich IN Seist, Soda, Feuenmgs- naterial und Zeit haben Sie bei jeder Wäsche, vem Sie sich sernerhin der volldauchf'Waschmaschmt *-n. Wäsche reiner und myr geschont als beim Wasche" mit der Hand-de--m^n Waschmaschinen- - Wunsch Probelieserung. A. Kröll Solnie-j n 9h;. 244 «rfchetut täglich anher Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfischen Landwirt die Gießener Kamilien- bläller viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univers.-Buch-u. Steindruckerei. R. Lange. Redaktion, Ervedition und Druckerei: Schul st raße 7. Redaktion 112 Verlag u.Exped.e^K51 Adresie für Depeschen: Anzeiger Gießen. Erstes Blatt. Dienstag 17. Oktober 1905 155. Jahrgang Eichener Anzeiger General-Anzeiger y '**' Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Bezugspreis: monatlich^ Pi., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch diePost Mk.2.— viertel- lährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen ■ihr die Tagesnummer lis vormittags 10 Uhr. ZeilenpreiS: lokallLPs, ruSwärts 20 Pfg. >era..twortltch für den polit. und allgem. Teil: P. Wittko; für „Stadt und ßantr und „Gerichtssaal*: Ernst Heß; für den Anzeigenteil: Hans Beck. 3>te heutige Dummer umfaßt 8 Seiten. Kine Kaiserrede zu ßhren des Jürsten v. Monaco. Lindenberg (Kreis Bceskow-Storkow), 16. Oft. Heute mittag fand die Einweihung des neu errichteten preuß. Aeronautischen Observatoriums statt. Ter Kaiser traf mittels Sondcrzuges dazu hier ein. Kultusminister Tr. Studt dankte dem Kaiser für sein Erscheinen, hob das Lege Interesse und die Förderung hervor, die der Kaiser der jungen Wissenschaft entgegen ^"bracht habe, und übergab dann das Observatorium dem Direktor des Instituts Prof. Dr. med. et phil- Aßmann. Hierauf hielt der Kaiser folgende Ansprache: „Ich möchte Ihnen meine vollste Freude aussprcchen, daß wir nun endlich zur Weihe dieses Institutes schreiten Tonnen. Was Se. Exz. der Herr Kultusminister eben erwähnt hat bezüglich meiner Verdienste, kann ich mir nicht zurechnen. Es wäre nicht möglich gewesen, verständnisvolle Unterstützung Ihren Bestrebungen leisten zu können, wenn ich nicht von hoher Seite in ganz hervorragendem Maße belehrt und an- geleitet worden wäre. Es liegt mir daran, vor diesem gelehrten Publikum Sr. Durch!, dem Fürsten von Monaco iHeiner Dankbarkeit Ausdruck zu geben für die nnregenben (Gedanken, die er mir in bezug aus die Erforschung des Luftmeeres bat zuteil werden lassen, und für die rührige Arbeit, die er selbst dazu geleistet hat. Ihnen allen ist bekannt, wie der Fürst sein ganzes Leben lang fein Wissen und Können in den Dienst der Wissenschaft gestellt hat, und ich glaube darum in Ihrer Aller Sinne zu handeln, wenn ich diese Gelegenheit ergreife, um dem Fürsten als ein Zeichen besonderer Anerkennung die große goldene Medaille für Wissenschaft zu vev- leihen. Ich freue mich, dies in Gegenwart so großer Gelehrter hin zu können." Professor Dr. Aßmann gab dann in seiner Festrede einen Rückblick auf die Entwrcklungder Aeronautik. Er besprach den Stand der Forschung und schilderte die wissenschaftlichen Hilfsmittel des Observatoriums. Den Schluß der Feier bildete eine Besichtigung der Anlage, wobei Drachenaufftiege vorgeführt wurden. Ter Feier wohnten außer dem Fürsten von Monaco u. a, bei Kriegs- winister v. Einem, der Ches des Geheimen Zivilkabinetts Dr. v. Lucanus, die Offiziere der Luftschifferabteilung, zahl- iceiche Gelehrte, unter ihnen die Professoren Slaby, Berson und HergeseN, mehrere höhere Offiziere. Ter französische Gelehrte Theisserence de Bort erhielt den Roten Adlerorden 2. Kl. und der amerik. Gelehrte R o t ch den Roten Adlerorden -stKH Votitische Tagesschau. Großfürst Cyrill, won dem wir gestern meldeten, daß er dieser Tage im romantijch gelegenen oberba-er. Orte Tegernsee den Besuch sseines jüngeren Bruders Andrej erhielt und dann alsbald in dessen Begleitung nach Verabschiedung von der Groß- 'herzogin Viktoria Melitta abreiste, bisher Flügeladjutant des Zaren, ist, wie ein Telegramm aus Petersburg meldet, durch Tagesbefehl vom 15. d. M. „aus dem Dienst ge- schlosse n", was gleichbedeutend ist mit der S t r e i ch u n g aus den Armeeli sten. Es ist das ein Zeichen der äußersten Ungnade des Zaren. Großfürst Cyrill der älteste Sohn des Großfürsten Wladimir und der Großfürstin Maria Paulowna, einer geb. Herzogin von Mecklenburg-Schwerin, ist ein Vetter des Zaren Nikolaus II. Im Beginn des russisch-japanischen Krieges wurde er mit seinem Bruder Boris auf den Kriegsschauplatz geschickt, wo er dem Stabe des Vizeadmirals Makarow in Port Arthur zugeteilt wurde. Bei der Katastrophe des „Petropawlowsk", der, wie bekannt, auf eine Mine lief und in die Luft flog, kam er mit leichten Verletzungen davon, kehrte jedoch bald nach Europa zurück. Ter Fall des Großfürsten Cyrill ist im russischen Kaiserhause nicht vereinzelt. Erst vor wenigen I.. ren verlor Großfürst Paul, der, gegen den Willen des Zaren, die geschiedene Gattin des Obersten Pistohlkoes geheiratet hatte, seine Würden in der russischen Armee und lebt seitdem mit seiner durch den Prinzregenten von Bayern zur Gräfin von Hohenfelsen erhobenen Gemahlin in Paris. Großfürst Cyrill gedenkt fick' bei Goldberg in der Nähe von Neuseß ber Koburg anzukaufen. Er steht bereits in Unterhandlungen mit dem Rittergutsbesitzer Rückert, einem Enkel des Dichters Friedrich Rückert. » Eine „Protestimtenpartei?" -tt- Berlin, 16. Oktober. Der angeblich nicht mehr lebensfähige Liberalismus ist für feine Gegner andauernd Gegenstand der Beunruhigung. Jetzt sagt man ihm Pläne nach, die gewissermaßen auf eine Verzweiflungsaktion hinauslaufen. Da die Werbekraft deS politischen Liberalismus gebrochen fei, gehe das Bestreben dahin, eine „Protestantische Partei" als Gegengewicht gegen die konservative Partei zu sammeln. So konstatiert wenigstens die „Kreuzztg.", indem sie ausdrücklich heroorhebt, daß Nationalliberale und Freisinnige hier gemeinsame Sache machen. Die „Kreuzztg." ist bekanntlich dasjenige Preßorgan der Rechten, das für ein Zusammengehen zwischen Konservativen und Zentrum und für Zurückstellung der konfessionellen Gegensätze eintritt, eine Haltung, die sich dec konservativen Sache in den Kreisen der evangelischen Geistlichkeit als nicht förderlich erwiesen hat. Deshalb warnt jetzt die „Kreuzztg." diese Mißvergnügten, sich von den Liberalen umgarnen zu lassen, die die Macht des Zentrums übertrieben und sich als einzige Vertreter nationalen Geisteslebens hinstellten, um ihren stark gelichteten Reihen neue Mitglieder zuzuführen und mit dem Programm: „Kampf gegen Rom!" wieder politische Bedeutung zu erlangen. Die „Kreuzztg." gibt da ein durchaus verzeichnetes Bild der Sachlage. Tatsächlich ist der Gedanke der Bildung einer „Protestantischen Partei" schon in der Zeit der letzten Reichs- tagSwahlen aufgetaucht. Er wurde aber grade von den Liberalen abgelehnt, aus der Erwägung heraus, daß es der Parteien genug in Deutschland gebe. Der Gedanke wurde dann wieder aufgenommen im Evangelischen Bunde. Aber auch die Mehrheit dieser Organisation konnte sich bisher nicht befreunden mit dem Entschluß, in die politische Arena einzuziehen und als besondere politische Partei die Sache des Protestantismus zu vertreten. Die „Kreuzztg." bekämpft ein Phantom, wenn sie gegen die Bildung einer liberalen „Protestantischen Partei" eifert. Sie täte gut, ihre eigene Haltung an dem Maßstab der Tatsache zu messen, daß das Zentrum die Wahlhilfe der Sozialdemokratie in Bayern nicht verschmähte, um den Liberalismus, der doch seine unbestreitbaren nationalen Verdienste hat, an die Wand zu drücken. * Zur Beendigung des Berliner Lohnkampfes. Nachdem der „Vorwärts" mit allen Mitteln die Kampfeslust der Arbeiter der Elektrizitätsindustrie angefacht hat, muß er darauf bedacht sein, die unbestreitbare Niederlage der Arbeiter seinen betörten Lesern mundgerecht zu machen. Ties geschieht in der Weise, das; der „Vorwärts" gleichzeitig für eine mittelbare Rechtfertigung des soeben in Berlin arg bloßgestellten Jenaer Massen streik-Beschlusses Sorge trägt. Tas sozialdemokratische Zentralorgan redet nämlich den Arbeitern ein: sie seien nicht den Unternehmern, sondern den Behörden unterlegen. „Feuerwehrleute und Lokomotivheizer", so fcfyreibt der „Vorwärts", „wurden in die Werke entsendet und ebenso sollen Soldaten in Zivil statt im Dienste des Vaterlandes im Dienste des Kapitalismus tätig gewesen sein . . . Wenn die Mhördcn nicht . . . das Eingreifen der Maschinisten und Heizer illusorisch gemacht hätten, so war der Sieg auf der Seite der Arbeiterschaft." In Ueb er ernstimmun a mit solchen Phantasien steht die weitere Behauptung, daß es zu einer „wirklichen Machtprobe" zwischen den Unternehmern und der „unvorbereiteten" Arbeiterschaft gar nicht gekommen sei und daß der „abgebrochene" Kampf schwerlich als ein Schulbeispiel für die Wirkung der Aussperrungstaktik angesehen werden könne. Zum Unglück für den „Vorwärts" steht das Zentral- organ de r^ sozialdemokratischen Gewerkschaften in seiner neuesten Nummer keineswegs auf einem auch nur entfernt ähnlichen Standpunkt. Tie Rolle, die der „Vorwärts" den Behörden zuschreibt, schmilzt für das gewerkschaftliche Zentralorgan zu der nüchternen Feststellung zusammen: „Es gelang der Betriebsleitung, durch Ingenieure, Feuerwehrleute und Streikbrecher den Betrieb einigermaßen aufrecht zu erhalten." Ebensowenig stellt das Gewerkschaftsblatt die Tatsache einer wirklichen Machtprobe in Abrede, und was die angeblich „unvorbereitete" Arbeiterschaft anbelangt, so betont das Organ der Generalkommission ausdrücklich: beim Bergarbeiterstreik hätten ungerüstete Organisationen mit unzureichenden Mitteln gekämpft, „hier aber find", heißt es dann wörtlich, „die bedeutendsten Arbeiter verbände angegriffen worden, die den Kampf mit gewohnter Schulung und mit erheblichen Mitteln führen". Tie vorstehenden Ausführungen des Gewerkschaftsorgans genügen für die Widerlegung des Parteiblattes, welches durch seine haltlose Tarstetlung den Jenaer Massenstreik-Beschluß stützen und den Groll der Arbeiterschaft über die selbstverschuldete Niederlage gegen die Behörden ablenken wollte. ♦ Zur Tabakstenerflage erfährt die „Sudd. Tabakztg.", daß bisher zwischen den verbündeten Regierungen nur eine Einigkeit in» betreff einer Besteuerung der Zigaretten in der Form der Zigarettenpapiersteuer erzielt worden sei. Auch in- betreff einer Erhöhung des Zolles auf Fabrikate durfte wohl eine Verftändigung erzielt werden. Tas Blatt bemerkt dazu: „Wie wir schon früher mitteiften, ist außer in einzelnen Regiestaaten nur in Griechenland, Bulgarien und Rumänien eine Zigarettenpapiersteuer eingefiihrt, deren Erhebung zwar nicht lästig ist, aber eine fortgesetzte Kontrolle erfordert. In Bulgarien müssen sogar die Köpierbücher der Kaufleute durchlocht werden, damit die Seidenblättcr nicht als Zigarettenpapier Verwendung finden. Rußland und die Bereinigten Staaten von Nordamerika haben eine Fabrikatsteuer, die in Deutschland auf den allergrößten Widerspruch stößt. Wie man sich erzählt, soll Handelsminister Möller, der bekanntlich ein erprobter Freund der westfälischen Zigarrenindustrie ist, zu den entschiedensten Gegnern einer Tabaffteuer sowie jeder Zollerhohun-' auf Tobak gehören." Sollte etwa gar der Widerstand Möllers gegen die Erhöhung der Tabaksteuer dazu beigetragen haben, Herrn v. Lneanns in Bewegung zu seven? Bon, russisch-japanischen Friedensschluß. Petersburg, 16. Oft. Nachdem der Friedensvertrag von beiden Seiten ratifiziert worden ist, werden nunmehr die Einzelheiten des Friedensvertrages veröffentlicht. Tie Artikel weichen in verschiedenen Punkten von den bereits veröffentlichten Versionen ab. Tokio, 16 Okt. Baron Komura wurde heute vom Kaiser in mehrstündiger Audienz empfangen. Ter Kaiser überreichte Komura die selbstgeschriebene Botschaft, in der er seine Freude über den zufriedenstellenden Abschluß des Friedens ausspricht, und welche die t r e f f l i ch e n T i e n st e Kvmuras bei der Friedenskonferenz in Portsmouth hervorhebt Es heißt, es sei der Befehl nach dem mandschri- rischeu Hauptquartier gesandt, die Räumun g am 16. Okt. zu beginnen. Man erwartet in Japan, daß die vollständige Räumung in sechs Monaten beendet ist. Der Kriegs- m in ist er erließ einen Befehl an sämtliche Armeen, in welchem er Kritil an den Friedensbedingungen verbietet, da Friede und Krieg gänzlich von dem Herrscher abhängen. Newyork, 16. Oft. Dem „Sun" zufolge wird jetzt die erste Handlung Rußlands in Ostasien dahin gehen,, Wladiwostok zu verproviantieren. London, 16. Okt. Rußland ruft et sich bereits! zu neuen Unternehmungen in Asien. Eine russ. Expedition ist jetzt unterwegs nach der Knste des persischen Meerbusens, wo fie demnächst eintrifft. Die Expedition verfolgt politische sowie wirtschaftliche Zwecke. Rußland verschickt auch große Quantitäten Eisenbahnmaterial nach Zentralasien. — Die „Times" melden aus Tokio, daß die Japaner den amerikanischen Dampfer „Centernial" in der Soya-Meerenge, unterwegs nach Wladiwostok, fest hielten. Wusstlche Meuigketteu. In Petersburg wurden bei den Zusammenstößen mit dem Militär vor dem Rikolaibahnhose bei der Leichenfeier für den Fürsten Trubetzkoi infolge der auSgebrochenen Panik 6 Menschen erdrückt. 16 Personen erlitten Arm- und Beinbrüche. Die Zahl der Verwundeten ist nicht festgestellt. Späterhin erfolgte vor der Universität ein nochmaliger Zusammenstoß zwischen Studenten, Arbeitern und Militär, bei welchem an 20 Verwundete aus der Straße liegen blieben. In Petersburg wurde ferner während einer Feier: im 5. Gymnasium, als die Nationalhymne gespielt wurde, gepsiffen und eine Knallbombe geworfen. Dadurch entstand eine Panik. Alles drängte nach den AuSgängerr, wobei mehrere Damen ohnmächtig wurden. Verletzt wurde niemand. Großes Aufsehen erregt in Schuscha im Kaukasus ein von armenischen Realschülern begangene? Verbrechen., Die jungen Herrchen schlichen sich an den auf einem Felsen postierten Wachtposten heran und stürzten den nichts ahnenden Soldaten von dem Felsen herab in den Abgrund, wo er zerschmettert tot liegen blieb. Sie nahmen; sodann das Gewehr des Soldaten mit. Die Waffe wurd» zum Verräter und die Burschen von der Polizei verhaftet. Veutsches Kcidfre Berlin, 16. Okt. Dec Kaiser empfing gestern im Neuen Palais Profeffor Schütte, Rektor der Technischem Hochschule in Danzig. Zur Abendtafel war der Fürst von Monaco geladen. — Ein Wechsel soll auch im preußischen Justizmini st eri um bevocstehen, und eS verlautet, der Kammer- gerichtspcäsident v. Schmidt sei zum Nachfolger Schönstedts auSersehen. Schon bei der Berufung v. Schmidts an das Kammergericht, die auf die persönliche Initiative des Kaisers zurückgeführt wurde, hieß es, daß der Posten nur als Durch- gangSstadium für das Justizministerium gedacht sei. — Die Abhaltung deS Deutschen St ädt eta geS soll: nach einem letzthin gefaßten Befchluffe eine dauernde Einrichtung werden. Zu diesem Zwecke wird jetzt beabsichtigt, in einer noch zu bestimmenden Stadt eine Zentralstelle zu errichten, mit dec eine Bücherei verbunden werden wird. Diese Zentralstelle soll über alle städtischen Einrichtungen^ Auskunft geben. Studien über deutsches StadtoerwaltungS- und Stadtoerfassungsrecht, ferner über Städtewesen, Städteentwickelung und Stadtgeschäste werden hier an der Hand eines vollständig gesichteten Stoffes betrieben werden können. An die Spitze dieser Zentralstelle wird ein juristisch ober volkswirtschaftlich gebildeter Direktor gestellt werden. Die 152 Städte — bis herab zu solchen mit 25000 Ein» wohnern — vertreten zur Zeit eine Bevölkerung von rund 13 520 000 Köpfen; die Städteverbände sind hierbei nicht mitgezählt. Die Unterhaltung der Zentralstelle wird pro Jahr 20 000 Mark beanspruchen. Ausland. Stockholm, 16. Okt. Beide Kammern nahmen heute den Regierungsvorschlag, betreffend die Aufhebung der Unionsakte von 1814 und die Anerkennung Nor- aiegens als eines von der Union mit Schweden gelöste» Staates, an. Sie stimmten dem Gesetzentwurf betreffs Entfernung des UnionSzeichenZ auS der schwedischen Flagge und Ersetzung desselben durch ein blaues Feld zu. Christiansa, 16. Okt. „Astenposten" schreibt: Die Antwort des Königs Oskar auf die Auflage deS norweg. Storthing bezüglich der Kandidatur eines Prinzen au8 dem Haufe Bern adotte wird wahrscheinlich morgen em» laufen und abschlägig lauten. Unmittelbar daraus wird die norwegische Regierung den Störung um die Ermächtigung angehen, sich an den Prinzen Karl von Dänemark wegen Annahme einer Wahl zum König von Norwegen zu wenden. Nach Eingang der Antwort, welche voraussichtlich zusagend sein wird, wird der Storthing gleich zur KönigSwahl schreiten. London, 16. Okt. Aus Konstantinopel wird gemeldet, daß die Mächte energische Schritte gegen die Türkei zu unternehmen gedenken. Infolge der dritten Ablehnung der Pforte, die finanzielle Kontrolle über Mazedonien anzunehmen, dürfte eine gemeinsame Flotten-Demon- stration gegen die Türkei, und zwar voraussichtlich vor Saloniki, veranstaltet werden. Budapest, 16. Okt. An der Vorlage über die Wahlreform werden bedeutsame Aenderungen vorgenommen werden. Wohl wird das allgemeine Wahlrecht aufrecht erhalten, doch wird es nach dem Muster des Pluralsystems in 'Belgien durchgeführt. Es sollen nach der Vorlage Personen mit Vermögen und höherer Intelligenz troei Stimmen erhalten. Bukarest, 16. Okt. Trotz aller Dementis steht die Tatsache fest, daß auf König Karol während der Eisenbahnfahrt ein Attentat versucht wurde. Augenscheinlich will eine weitreichende Verschwörung allgemeine Verwickelungen in den Balkanländern Hervorrufen. Aus Stadt md Laad. Gießen, 17. Oktober 1905. Jom Aleischmangel. In unserer gestrigen Nummer veröffentlichte die Gießener Fleischerinnung ein Inserat, durch das sie 100 fwlartjfc reife Schweine bei sofortiger Abnahme an kaufen suchte. Indes hat sich, wie sie uns heute mitteilt, bisher kein einiges Angebot erhalten trotz der starken Verbreitung unseres Blattes auf dem Lande. , ,, , . Wegen dieses Mangels an schlachtreifen Schweinen halten die hiesigen Schwcinemetzger heute abend eine Versammlung ab, um ''ich über Mittel und Wege, diesem Mangel abzuhelfen, zn besvrechcn. Wenn es nicht gelingen sollte, genüaende Menge Sckckacbtsck'wckne ’.u besoffen, sind die Schweinemetzgcr, wie man uns mitteilt, eutschtoffcn, ihre Geschäfte zu schließen. Wie stark der Notstand bereits ift, mag aus der Mitteilung hervorgehen, daß ein hiesiger Metzger, der im vorigen Iabr jede Woche 25 bis 30 Schweine schlachtete, dieses Quantum schon seit längerer Zeit auf 15 Stück ermäßigen mußte. Für nächsten Freitag hat der Meister erst zwei Tiere sur Verfügung und für die nächste Woche bis letzt kein Stück. Alle seine seitherigen Lieferanten sind nicht imstande, seinen Bedarf zu decken. Bemerkenswert ist auch eine Zuschrift der Fleischer- Innung in Verden an die ,,Mtg. Fleischerztg." Ter in der Stadt Hannover lebende Privatier und Neichstagsabg. Held hatte unlängst öffentlich behauptet, daß in seinem Wahlkreis lVerden- Hoya-Syke) laut Mitteilung an ihn Ileberfliiß an Schweinen bestehe. Jetzt ober erllären die Verdener, „daß die Angaben, die dem p. Held gemacht worden sind, meistenteils der Wirklichkeit nicht entsprechen. Es fuhren sofort mehrere Schlächtermeister nach den bezeichneten Orten, die in der Näbe Verdens liegen. Mer leider kehrten Alle leer zurück, weil sie k e i n s k a u f e n k o n n t e n. Im Orte Oiste ivar nicht ein fettes Schwein verfügbar. Man wies uns nach der Molkerei, die in der Nähe^von Oiste liegt, ja, da waren 80 Schweine, aber höchstens 20 Schweine schlachtreif ä 200 Pfund Lebendgewicht (2. Sorte), die übrigen sind noch nicht zu gebrauchen, auch sind welche von 100 Pfund dabei. Für sämtliche Schweine sind pro 100 Pfund Lebendgewicht 53 Mark geboten. Das Gebot ist nicht angenommen. In Inscbede, Dahlhausen, Westen. Eitzendorf und Hustedt konnte uns keiner ein schlachtreifes Schwein Nachweisen. Nach Leh- mann-Vrinkum haben wir uns brieflich erkundigt, der hat von 1000 nur 2 fette Schweine. Wie groß tatsächlich der schlachtreife Sebweinebestand im Kreise Verden und Umgegend ist, beweist der Umstand, daß die Schlächter Tage lang Meilen weit umherfahren müssen, ehe sie,ein Stück Schlachtvicherbalten und das ist dann meistens noch nicht die beste Ware. Gute, schwere S chw c i n e sind hier augenblicklich s e b r w e n i g zn haben. Wenn die Schweine auch nur einigermaßen schlachtreif sind, dann sind sie schon verkauft. Ohrt-Georgsböh hat schon von den in drei Monaten verfügbaren welche verkauft. Wie die Angaben gemacht sind, beweist folgender Fall: Der Rademacher v. Aßen in Jnschedc wurde gefragt, ob er bei den Einwohnern im Orte angefragt und ob er die Schweine angesehen hätte, da gab er zur Antwort, nein, das hätte er und ein Bäcker im Orte schätzungsweise gemacht". ” Eine Ordensverleihung. Der „Reichsanz." gibt bekannt, daß dem bisherigen Reichsgerichtsrate, jetzigen Hess. Iustizminister Ewald bei seinem Ausscheiden aus dem Reichsdienste der Kronenorden 2. Klasse verliehen worden ist. ** Vortrag über Venedig. Wie aus dem Inseratenteile ersichtlich, beginnt morgen die vom Kaufmännischen Verein und O r t s g e w e r b e v e r e i n wie alljährlich geschickt zusammengcstellte Vortragsreihe. Zunächst spricht Reallehrer Will ans eigener Anschauung über Venedig und wird an Hand zahlreicher guter Lichtbilder seinen Vortrag interessant zu gestalten wissen, sodaß ein Besuch desselben sehr empfebiensw"rt ist. #* Hessisch-Thüringische Staatslotterie. In der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klasse fiel ein Gewinn von 250 000 Mk. auf Rr. 14345 (nach Mainz), ein Gewinn von 20 000 Mk. auf Rr. 51893 (nach WormS und Mainz), ein Gewinn von 10 000 Mk. auf Rr. 31680, Gewinne von je 5000 Mk. auf Rr. 13770 17063 42624 71095, Ge- winne von je 2000 Mk. auf Rr. 162 1648 3467 6172 12525 17250 26140 27500 29810 31248 35601 42521 46270 46439 48430 48437 48592 51466 56964 57417 58782 62781 65376 65951 78545 81036 81595 83280 97069. (Ohne Gewähr.) '"Der KaufmännischeVerein hielt letzten Samstag seinem Heim eine außerordentliche Hauptversammlung ab. Es wurde zunächst von dem Vorsitzenden Bericht erstattet über die diesjährigen Verbandstage deS Deutschen Verbands Kaufmännischer Vereine, des Vereins für Verbreitung von Volksbildung und des Deutschen Verbandes für das kaufmännische llnterrichtswesen. Tann fand ein Antrag des Vorstandes, die Anschaffung eines Sciop- ticons betreffend, Annahme. Ter Apparat wurde mit allem Zubehör sofort bestellt und wird bei dem Vortrag des Herrn Will über Venedig morgen in Steins Garten zum ersten Male in Anwendung kommen. Jin weiteren beriet man, auch durch einen Antrag des Vorstandes veranlaßt, über die Aufgaben, welche der Kaufmännische Verein zu erfüllen habe Es wurde bes ' lassen, jeden Winter einen Vortraqskursus für Mitglieder frei und für Nichtmitglieder gegen eine Teilnehmerkarte für 5 Mk. abzuhalten. Im vorigen Jahre ist Buchführung behandelt worden, und für ‘ dieses Jahr entschied inan sich für Wechsellehre, später soll 5)andelsgeoaraphie usw. behandelt iiwrdeu. Ferner fand ein Antrag des Kaufm. Vereins Frankfurt a. M. Zustimmung, der sich erbietet, den Mitgliedern des hiesigen Vereins gegen Zahlung von 2Mk. das Jahr alle Vorteile der Krankenkasse des Frankfurter Vereins genießen zil lassen, d. b. sie zu gleichen Bedingiingen itnc seine eigenen Mitglieder in die .Krankenkasse aufzunehmen. Tie Vergleiche, welche zwischen der Frankfurter Kasse und anderen kaufm. Krankenkassen auf Grund der von diesen gelieferten Unterlagen gezogen wurden, fielen zu gunsten der Frankfurter .Kasse aus. — Im übrigen beschloß die Versammlung, daß der Vorstand in dem seitherigen Rahmen seine Wirksamkeit fortsetzcn möge, die eine gute Zukunft für den Verein verspreche. Die Zählzettel für da? Adveszbueh 1906 werden von Dienstag, dem 17. Oktober, an durch unsere Zeitungsträger ausgetragen. Wir ersuchen höflichst, darauf zu achten, daß die Zettel ttt genügender Anzahl in den Wohnungen (nicht etwa im Hausflur) abgegeben werden. Zur Erlangung eines möglichst vollkommenen Adressenmaterials bitten wir um sofortige genaue Ausfüllung dieser Zettel. Beschwerden bezüglich der Verteilung werden durch die Expedition des Gießener Anzeigers erledigt. $ür die Gießener Geschäftsleute, besonders für die Herren Agenten, weisen wir darauf hin, daß von heute ab in unserer Expedition ein Adreßbuch zu persönlichem Eintrag gewünschter Veränderungen aufliegt. Brühlsche Universitäts-Druckerei. Verlag des Adreßbuches der Stadt und des Kreises Gießen. *• Die seither geübte Austeilung derTheater- z eitel hat sich nicht bewährt. Es sollen daher versuchsweise die Theaterzettel den Interessenten durch die Zeitungsträger des Gieß. Anz. zugestellt werden. Etwaige Wünsche betr. Zustellung — selbstverständlich werden in erster Linie die Abonnenten des Theaters berücksichtigt — wolle man an die Zeitungsträger direkt richten. Beschwerden sind der Direktion des Stadttheaters zu unterbreiten. *’ Das neue Museum wurde heute vormittag von den älteren Schülern des Gymnasiums gemeinsam besichtigt. "'Der erste Schnee fiel in unserer Gegend gestern nacht, teilweise in beträchtlichen Mengen. In Annerod z. B. war die Schneedecke so dick, daß sich die Jugend eine richtige Schneeballschlacht liefern konnte und erst um 9 Uhr war die weiße Decke verschwunden. Die Vogelsberger Höhen sind ebenfalls mit Schnee bedeckt. Auf dein Hoherodskovf liegt der Schnee 25 Zentimeter hoch, im Oberwald liegt er noch höher. Auch aus Büdingen, Marburg iind vom Taunus werden Schneefälle gemeldet. Hoffentlich folgen diesen Vorboten des Winters zlinächst noch eine Reihe schöner Tage. Butzbach, 16. Oktober. Eine für die Paffagiere der Butzbach-Licher Eisenbahn unwillkommene Nachricht gibt der Vorstand der Bahn bekannt. Wie aus dem Inseratenteil ersichtlich, tritt vom 1. Dezember d. Js. eine Erhöhung des Personentarifs bei den einfachen iind Rückfahrkarten 2., 3. und 4. Klasse, bei den Arbeiter- Wochen- und Arbeiter-Rückfahrkarten und bei den Monatskarten ein. (Blitzb. Z.) R. B. Darmstadt, 17. Okt. (Eig. Drahtbericht des Gieß. Anz.) Ein am 15. Oktober nachmittags 6V2 in Paris aufoestiegener großer Luftballon mit der Aufschrift „Maurice Mattet, construkteur, Rue de Glovs 14, Paris" war heute nacht im Walddistrikt Tommersberg bei Darmstadt niedergegangen. Ter Batton streifte vorher die Telegraphenleitung an der Nieder-Raurstädterstraße und zerriß die Drähte, sodaß die Leitung vöttig gestört war. Ter Besitzer des Battons, Alfred Vonsittard aus Paris, und dessen Begleiter, ein Italiener, fapden für die Nacht Unterkunft bei Forstwart Klivste-n aus Forstbaus Böllenfatttor. Berlin, 16. Okt. Gestern hat im Grünewald ein Duell stattgefunden. Die Gegner waren ein Assessor B. aus Berlin und ein Architekt G. aus Posen. Beim zweiten Gange wurde der Assessor durch eine Kugel in die linke Achsel getroffen, sodaß er in eine Privatklinik überführt werden mußte. Wein und Weib gaben den Anlaß zum Zweikampf. Es steht noch ein zweites Duell in Aussicht. Die Verwundung des Assessors ist nicht lebensgefährlich. * Erstochen. In Groß-HartmannSdorf (Königreich Sachsen) erstach der frühere Wirt und jetzige Arbeiter Katzmann seine Frau. — In Duttweiler (Pfalz) ist der Dienstknecht des Bürgermeisters aus Eifersucht erstochen worden. Der Täter, ein Bauernbursche aus Vemmiugen, ist flüchtig. — Ferner wurde der 48 jährige Gastwirt August Thürling in Pankow-Heinersdorf bei Berlin im Streit erstochen. * Ueberschwemmungen und Stürme. Infolge Ueberschwemmung durch Hochwasser der Innerste ist die zweigleisige Strecke Baddeckenstedt-Ringelheiin unfahrbar. Der Verkehr wird teils durch Umleitung der Züge, teils durch Einlegung von Teilzügen zwischen HildeSheim-Baddek- kenstedt und Goslar-Ringelhr hiesige landwirtschaftliche K'reisvercin lehnte die Stellungnahme zur Frage der Fleischteuerung ab unter dem Hinweis, daß die Landwirte kein Interesse an der Verbilligung der Viehpreise lwben. Die Ko n sn m e n t e n müßten sich an die jetzigen höheren Fleischpreise gewöhnen. Paris, 16. Okt Zn Ebnen d"s gestern bier eingetroffenen Fürsten von Bulgarien send im Elvsee ein Diner statt. Präsident Lvubet sagte in einem Toast auf den Fürsten: „Es ist mir eine Freude, fest ru stellen, daß die Beziehungen zwischen Frankreich und Bulgarien den freundschaftlich' st en Charakter tragen/' Zn seiner Antwort auf diesen g.?b Fürst Ferdinand feiner Liebe für Frankreich Ausdruck unb sagte: „Mein Land und ich danken Frankreich für d'e Ermutigung, die es unserer jungen Nation gibt, und für seine mächtige Mitwirkung auf unserem Wege mm Fortschritt und utm Licht." Warschau. 17. Okt- Der S^snowicer Untersuchungsrichter ließ den Polizeibeamtcn Mironska wegen mehrerer Raubmorde verhaften. Tokio, 16. Oft- Ein KaiserlichesReskript. welches gelegentlich des Friedensschlusses veröffentlicht wsich sübrt aus.' Nach zwanzig Monaten des Krieges ist Zapa"s Stetlunq gekräftigt n.Nd feine Interessen sind gefördert. Die russischen Bevollmächtigten haben mit den jairmif-4" en Bevollmächtigten sich über angemessene Bedingunae" -'einiat und damit bewiesen, daß ihr Wunsch, Frieden zu sckili .1, aufrichtig war. Wir finden die Friedensbedingungen in vollständiger N ebe r e i n sti m mnng mit nyseren Wünschen, und haben den Friedensvertrag ratifiziert. Rußland ift wieder Japans Freund. Wir hoffen aufrichtig, daß die guten nachbarlichen Beziehungen, die nunmehr wiederhergestellt sind, eng und herzlich werden. Tas Reskript bebt im weiteren die Notwendigkeit hervor, ununterbrochen bemüht zu sein, die nationale Verwaltung zu verbesseru und die Wohlfahrt deS Landes zu fördern. Telefonische Kursberichte des Giessener .Anzeigers, nutgcteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen. , Frankfurter Korso. 17. Okt.. 1.15 Uhr. 3^°/0 Reichsanleihe . . 100.75 3% do. . . 89.05 3K7o Konsole .... 100.90 3% do 88 95 3^6/n Hessen 99.95 3J4°/n Oberhessen . . . —.— X% Ocsterr. Goldrente. . 10100 41/6 % Ocsterr. Silberrente 100.90 4% Unaar. Goldrente . . 96.50 4% Italien. Rente . . . 00.00 4 a$ Portugiesen Serie I . 68.50 3% Portugiesen „ HI 68.30 russ.Staatsanl. 1905 97.10 „ japan. Staatsanleihe 94.30 4 °-o Conv. Türken von 1903 90.60 Türkenlose 137.20 4% Griech. Monopol-Anl. . 53.50 4% äussere Argentinier . 90.30 3°/0 Mexikaner . . . , 6810 4X°/o Chinesen .... 97.80 Aktien: Bochum Guss 254.75 Buderus E. W. . . . .138^50 Tendenz: ziemlich fest Berliner Börse. Canada E. B 173.90 Darmstädter Bank . . . 150.60 Deutsche Bank .... 241.80 Dortmunder Union C. . . 103.50 Dresdner Bank ... 166.90 Tendenz: ruhij; Elektriz. Lahmeyer . . . 146.50 Elektriz. Schuckert . . . 136.00 Eschweiler Ber Die Unterzeichnete verkauft aus dem Holzerntejahr 1905/06 folgende Holzmengen: Eichen: 35 tm Bauholz, Buchen: 210 tm Stammholz, Weißbuchen: 16 tm Stammholz, 8 rm Roller, Eschen: 15 tm Stammholz, Erlen: 30 im Roller, Fichten: 4673 im Bauholz, 1215 rm Zellulose, Kiefern: 73o tm Bauholz, 3059 im Grubenholz, Lärchen: 30 tm Bauholz. Termin: 6. November 1905, nachmittags l1/* Uhr im Lenzschen Felsenkeller zu Gießen. Die Gebote sind verschloßen mit der Aufschrift „Holz- aerkauf in Gießen" bis Samstag, den 4. kommenden Monats, mittags, an das Fürst!. Stolbergsche Rentamt m Ortenberg (Oberhessen) einzuceichen. Nähere Äluskunft erteilt die Areihe'.rllch Oiiebejef che Ne»»tkamuier. Mittwoch früh erste Seridnng einlreffeiid. F3ur allerfeinste ^dordsee-Ware. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Lumda für das Rechnungsjahr 1906/07 liegt vom 20. Oktober 1905 an 8 Tage lang auf der Bürgermeisterei zur Einsicht offen. 5394 Lumda, den 16. Oktober 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Lumda. Schultheiß. Mtmh, dcn 18. d. Mts., nachmittags 2 Uhr werden im Bicler'fchen Saale Möbel aller Arten, eine Partie ivoll. Jacken und Kinderhemden, pfi (Mener Mer-GeschM 1817 General-Versammlung Donnerstag, den 19. Oktober, abends 9* Uhr D'°/io in Cafe Cbel. Tagesordnung: 1. Eingänge. 2. Jahresbericht. 3. Kassenbericht. 4. Vorstands- wähl. 5. Auslosung von Anteilscheinen. 6. Aufstellung des Budget üir 1906. Borstand. Hviskarten aut Poftkartenkarton in Fe’nffcr und sauberster Ausführung bllstgst. Gießener Anzeiger, Brühl’fdie Druckerei i'e landlvirtsLkistliche nnfime jtir Franc der M-W aß bic Landwirte teil igung der Viehprcis^ Tt sich m bic jetzigen höhere TurmrBrein Oi^ssen. (Gegründet 1846) v10/^ Montag, den 23. Oktober, abends 81/, Uhr findet im oberen Saale des Cafe Cbel die laut Satzungen abzuhallende Generalversammlung mit folgender Tages-Ordnung statt: 1. Bericht. 2. Entlastung des Rechners für 1903 04. 3. Rech- nungsablage für 1904,05. 4. Vorslandswahl. 5. Beitragserhöhung. 6. 60jähr. Stiftungsfest. 7. Auslosung von Anteilscheinen. 8. Ver schiedenes. Der Borstand. Täglich frischer ree most direkt von der Keller. 15274 M. Schäler Ww., ©rünberger Straße 6. ,rsberic*'*e von der Bank für Blessen. 17. Okt., 1-1° lJbr' ktriz- Lflhmeyer. ■ • k-trz. Scbockert . • hweiler Ber^eA . ■ rpener Bergwerk- • . irahütte • - ' . . SU" rmstädter Bank ätsche Bank • , , ä** .: esdner Bank , Eisenbab? . , . ; ,ülb qfaatsbahn ■ - ■sterr. vigenbabn • Hanfpähne und klein gemachtes 15261 Adfallholz. J. Wellhöfer, Marburger Straße. i* ' ?v-80 Düngervertanf. Der in der Zeil vom 1. November 1905 bis zum 81. Oktober 1906 gewonnene Dünger soll nach dem Ge- vichte, so wie er sich in der Grube findet, verkauft werden. Reflektanten werden ersucht, ihre Angebote an die Direktion sofort einzureichen. B*V10 Gießen, den 17. Oktober 1905. Die Direktion der chirurgischen Beterinärklinik. ? aeftmt hier cinqetrvsM im Pfiifcc ein 7ht?r r Tonft auf ben tffimn'. llen, bdfi die fBeu’efrwr Ua \xtvxi't,'6oftlid) ?ntWVrt O!lf Vri'W .W i'ir ivratifmtf1 iT'^nid imb ifa!nfrci(f' ffit die Grmwtxq« qifit, utib Hit irM tttW wwd xwn M ^tonsla megen meW lichesReskrivt. ’roirenffiff irirb. tüW ® qfS ist .ui r n - s -tellm efien sind ^fördert. - mit dm ia^is^m W dma-'E •'cemtntimbbor ;u schli > .t, tiistichtiq w ngunen in ** ^Wünschen,, "nd 6[cnb ist ivtcber . - ütifl. daß di- n«tenuö> r wicderlscrsicWt J ' - X - , -r ' :v/v- ■ Strickwolle Rockwolle' i». g&üfäXlach ausgiebiger ChineskchirThee Qrg. Paskal aJe kg zu 50.65.0kPf WWA lBalkßsrh) per Pfd. 22 Pfg- do. groß, do. Portionsfisch, M la. Cabttan Bekanntmachung. Um der zur Zeit herrschenden Fleischverteuerung entgegenzuwirken, hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, in Verbindung mit einer Seefischgroßhandlung eine billige Seefischversorgung dahier einzuführen. In Gemäßheit dieses Beschlusses wird nunmehr die! Stadtverwaltung am nächsten Freitag, den 20 d. Mts., vorm. 8 Uhr beg. einen Städtischen Seefischmarkt in den städtischen Marktlauben eröffnen. Dieser Markt wird, sofern sich durch entsprechenden Umsatz die Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit desselben bestätigen sollte, bis auf weiteres jeden Freitag stattfinden. Die hierbei zum Verkauf kommende Ware ist nur bester, frischester Qualität (vom Bezug der minderwertigen Ware soll abgesehen werden) und wird von der Stadt zu den Selbstkostenpreisen und ohne jeglichen Gewinn abgegeben. Die zum Verkauf kommenden Fischarten werden nebst den Verkaufspreisen kurz vor dem Wlarkt bekannt gegeben. Gießen, den 14. Oktober 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen Mecum. 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Oktober 1905 in dem großen Saale der Germania in Lollar statt, wozu freundlichst einladet 06866 Das Komitee. _______Anfang nachmittags 4 Uhr. XsMInmrcim Verein und Örts-Gtwtrbderdn Giessen. Mittwoch, den 18. Oktober 1905, abends 8V, Uhr pünktlich im Hotel Saalbau I. Oeffentlicher Vortrag. Um Reallehrer Will: Venedig (mit zahlreichen Lichtbildern). Eintrittskarten tür Nichtmitglieder sind zu 50 Pfg. v16/10 abends an der Kasse zu haben. Conrad. Bramm 18 Marktplatz 18 4583 Perkeo ■ Hut- und Mützen-Geschäft Steter Eingang von Neuheiten. Billigste Preise unter Garantie des guten Tragens. Milimlh rttrt: Spansau. Pilsener (91. B. (5.) Tpezialitiit: Hahnheimer per Glas 25 und 35 Pfg. 07011 Normal ieder Soennecken 1 Auswahl (12 Federn) mit Haller 60 Pf IHdt. Nr 181 :M 2.50 Überall vorrätig Für Lotte Schönschrift. Bringt die Schriftzüge glatt und geschmeidig hervor. F. SOENNECKEN e BONN Berlin W, Taubenstr. 16-18 In nermieten Die II. 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Die Persönlichkeit welche vorigen Samstag Nachmittag am Sladtpostschalter einen schwarzseidenen Regenschirm mit» gehen hieß, ist erkannt und wird ersucht, denselben Lanbgrafenstr.5, L Stock abzugeben, andernialls Strafantrag gestellt wird. [07014 1 Paar Zügel gefunden. 07020]________Neuen Bäue 17. In der I. Probe des Akadem. Geiangv. wurde em Damen- schirm m. braun. Naturstock vertauscht. Näh. Nordanl. 27,1. (070M