Nr. 164 zweites Blatt Giehener Anzeiger General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sichen. Saanenziegen ’0w**AW*( Maeee.HAm ' rl SW den Kvp durckfichnittliche jährliche Ausgabe von 10,31 Mk. Am größten war iii* «HW* RedakNon. Exvedittov u. Drurferei ©d)ulftr.t, leL Ott. 6L Itiegiv-ttUxt. < Ln-eiga Gwtzm» 155, Jahrgang Drfchrtnl GßN- mil Huf nähme bet eonntagÄ. Die .Hießen« LainNienblStter- werden dem bNnzeigeu otermal wöchentlich betgelegL Der ^tfRId)« taibetrF eridjetnl monatlich einmal. bieten. Indem wir hierauf besonders aufmerksam machen, laden wir zu recht zahlreichem Besuche höflichst ein. Der Vorstand deS KreiSziegenzuchtvereins Alsfeld. obhalten. Der Verein wird mit seinen 600 eingetragenen Vereinstieren, die zum Teil direkt auS der Schweiz importiert sind, sehr wohl in der Lage sein, erstklassiges Zuchtmaterial preiswert an Interessenten abgeben zu können; insbesondere wird sich den Gemeinden eine selten günstige Gelegenheit zum Ankäufe guter Zuchtbäcke von nachweislich rassereiner Abstammung Heber die Staatsschulden bes Deutschen Reiches und der Bundesstaaten im J'-ahre 1904 entnehmen wir der Zahnschen „Finanzstatistik" folgende An- Samstag 15. Juli 1905 SU)tatumtorud ans Verlag ba vrühlNche» UntoerfUätsbtudeveL R. Lange. Dietzen. Der wirtschaftliche Einfluß Deutschlands in Skandinavien iß jenseits der Vogesen seit Jahren Gegenstand deS Neides. Man verkannte auch nicht den besonderen Rückhalt, den dieser Einfluß an den regelmäßigen Nordlandsfahrten Kaiser Wilhelms hat. Um die kommerziellen Kreise Skandinaviens auch mit der Republick in engere Fühlung zu bringen, erließen deshalb vor wenigen Monaten die französischen Kammern Einladungen an die Mitglieder der drei skandinavischen Parlamente zum Bestich von Paris. Etwa 70 Herren folgten der Einladung. Vielleicht sind schon bei dieser Gelegenheit Vereinbarungen getroffen ivorden über die erwähnte Informationsreise einer französischen Gesellschaft nach Norwegen. Andererseits war damals noch nicht bekannt, daß Kaiser Wilhelm in diesem Sommer von einem Besuch Norwegens Abstand nimmt. Dieses letztere mag jedenfalls den Franzosen für ihre Zwecke günstig erscheinen, und bei der im politisch' jetzt selbständigen Nordland zum Durchbruch gelangten radikalen Strömung dürften die Gäste aus der Republick auf ihre Rechnung kommen. Es ist deutscherseits zwar schon in aller Form erklärt worden, daß die Fahrt des Kaisers nach Schweden nichts gemein habe mit einer Stellungnahme im Unionsstreit, wenngleich die schwedische Preffe jetzt auf die hohe politische Bedeutung des Kaiserbesuchs hinweist. Geschäftlich läßt sich die Sache aber zweifellos ausnützen, und die französische Gesellschaft wird das denn auch in Norwegen nach Kräften besorgen. , diese Ausgabe in Bremen mit 31,8 Mk.; dann folgen Hamburg mit 25,8, Lübeck mit 19,6, Baden mit 14,6, Hessen mit 12,7, Württemberg mit 12,1, Sachsen mit 11,7, Bayern mit 10,9 und Preußen mit 10,1 Mk. aus den Kopf. Bon den gesamten 14,9 Milliarden Mark Staats- und Reichsschnldm waren 7,3 Milliarden, also fast die Hälfte, Eisenbahnschulden. * Wie der Kaiser Bülow für Marokko ehrte. Man schreibt uns aus Berlin: Kaiser Wilhelm hat es sich angelegen sein lasten, den, Gefühl der dankbaren Anerkennung für den Ausgang der Marokko-Affäre einen eklatanten Ausdruck zu verleihen. Als Frankreich offiziell seine Annahme der Konferenz erklärt hatte, begab sich Fürst Bülow nach Swinemünde, um dem Kaiser Vortrag zu halten und ihm zu melden, daß nunmehr das Ziel erreicht sei. Der Kaiser befand sich an Bord der „Hohen- z ollem", die i>n Hafen von Swinemünde vor Anker lag. Zur Stunde nun, da das Kommen des Kanzlers angesagt war, befahl der Kaiser, daß sein Schiff Parade anlegen sollte. So wurden die Flaggen gehißt, die Mannschaft nahm in den Raaen Aufstellung und an der Schiffstreppe versammelten sich in Reih und Glied und im Galaanzug das Lfsizier- korpS und das Gefolge des Kaisers. Vor diesen Herren stand der Monarch selbst, und wie Fürst Bülow das Schiff betrat, gab er das Zeichen, ihn zu salutieren, und brachte ein dreifaches „Hurrah" aus, in das Offiziere und Matrosen laut einstimmten. Dem Reichskanzler aber war die Rührung über diese so außerordentliche und überraschende Auszeichnung deutlich anzusehen, als er sich dem Kaiser nahte und ihm dafür seinen Dank abstattete. Früher ReichstagSbeginn. R. Berlin, 14. Juli. Die „Nationalztg." hatte kürzlich aus dem Umstande, daß der Bundesrat vor der Sommerpause sich nicht — wie ursprünglich beabsichtigt war — mit der Reichsfinanzreform und den damit zusammenhängenden Steuerplänen beschäftigte, den Schluß gezogen, von einer frühzeitigen Einberufung des Reichstages, im Oktober, werde Abstand genommen werden. Heute erfahren wir von zuverlässiger Seite, daß nach wie vor seitens der Regierung dieser Zeitpunkt der NeichstagS- einberufung inS Auge gefaßt ist, da man im Reichsschatzamt mit Bestimmtheit darauf rechnet, daß bis Ende September die Stellung der Bundesregierungen zu dem Inhalt der Finanz re form feststeht.. Zur Kriminalstalistik Südwestdeutschlcrnds. Es ist überaus traurig und erregt Schrecken, zu beobachten, wie sich in der letzten Zeit in dem Teile Südwest- deutschlands, der von den Flüsten Rhein, Lahn und Neckar eingeschlosten und vom Main dur chströmt wird, die schweren Verbrechen angehäuft haben. Besonders die Verbrechen gegen das Leben haben sich in ganz unheimlicher Art vermehrt. In dem Dorfe Sponsheim bei Bingen ermordete der kaum 18jährige Schreiner DetroiS auS Sablon auf eine wahrhaft bestialische Art seine betagte Tante. Dann erregte die Ermordung des Kaufmanns Lichtenstein in Frankfurt a. M. durch die Verbrecher Groß und Stafforst weit über diese Stadt hinaus Entsetzen. Ein Vierteljahr später wurde der Architekt Döring im Walde bei Darmstadt durch einen unentdeckten Täter ermordet. — Besonders in dem letzten halben Jahre folgten sich die Mordtaten in beängstigend schneller Aufeinanderfolge. In Heldenbergen fiel durch Hu d deS frevlerische Hand ein vor den meisten seiner Mitmenschen durch Opferwilligkeit, Selbstlosigkeit und wahre Frömmigkeit ausgezeichneter Mann, der greise Pfarrer ThöbeS. In Offenbach a: M. brachte eine entmenschte Frau ein armes Kind um, in Mannheim wurde eine Dienstmagd aus Rache ermordet, bei Gau-Grehweiter in der bayerischen Rheinpfalz verübte ein Dienstknecht an einem Kinde einen Lustmord, und in den letzten Tagen gelang es, des Bäckergesellen Mogler, der in Neckargartach eine ganze Familie im Schlafe erschlug, habhaft zu werden. Dazu kommen noch bis jetzt unaufgeklärte Mordtaten in Freiburg i. Br., NüdeSheim, Hochheim, Biebrich und die mysteriöse Auffindung einer Kindesleiche in Höchst a. M. Diese Verbrechen sind alle in ihren Einzelheiten so schrecklich, daß sie das, was in Kolportageromanen und in alten Räubergeschichten erzählt wird, an Furchtbarkeit überbieten. Gründe für die Zunahme gerade dieser Verbrechen kann man kaum ausfindig machen. Ein Element scheint neuerdings wieder sehr gefährlich zu werden, nämlich das der arbeitsscheuen Handwerksgesellen. Andererseits dürfte eine große Gefahr für das Leben und das Eigentum des Bürgers in dem riesigen Anwachsen unserer Städte und Jndustrie- gerneinden, die immer schwerer zu übersehen und zu kontrollieren sind, zu suchen sein. Lichtscheue Elemente können sich hier viel leichter verbergen, als anderwärts. Die statistischen Aemter registrieren he^e mit großem Stolze die Be- völkerungSzunahme dieser Kommunen. Zu diesem Stolze scheint un§ aber nicht viel Berechtigung vorhanden zu sein, da die Ansammlung von Menschen in den Mastengemeinden doch neben manchen Vorteilen auch große Gefahren in sich schließt. Auf alle Fälle setzen die grauenhaften Taten, die m unserer Zeit geschehen, einen Dämpfer auf die Kulturseligkeit, der wir moderne Menschen un? gern hingeben. Wettstreit im Norden. ES ist wohl nicht Zufall, daß gerade jetzt, wo Kaiser Wilhelm schwedische Häfen besucht, französischer- ; seits Interesse für Norwegen bekundet wird. In ' Christiania wird eine Gesellschaft von Ingenieuren und 1 Finanzagenten auS Paris erwartet, die eine JnformationS- ' reise in das südliche Norwegen unternimmt, um Arbeits- - gelegenheit für ftanzösisches Kapital ausfindig zu machen. Bekanntmachung deS KreisziegenzuchtvereinS Alsfeld. Auf vielseitigen Wunsch wird der Kreisziegenzuchtverein Alsfeld gelegentlich des am 31. dS. Mts. in Alsfeld stnttfindenden PrämicnmarkteS wieder einen Zuchtviehmarkt für die mit Recht so beliebten Aas Zusammentreffen Kaiser Wilhelms mit König Kskar. Die Telegr.-Bureaus melden heute: Ges le, 14. Juli. Gestern abend fand an Bord bet „H o h e n z o l l e r n" zu Ehren des Königs Oskar ein, Diner statt, an dem 40 Personen teilnahmen, darunter Landes-! Hauptmann Graf Hamilton, Bürgermeister Berggren tmb der! deutsche Konsul in Flensburg. Nachdem da? Diner beendet roar,; begab sich der König an Bord der Königsyacht „Drott", welche unter dem Salut der deutschen Schiffe nach der Reede von Geile abqmg. Der Hafen war festlich beleuchtet. Heute mittag gab der König zu Ehren des Deutschen Kaisers ein Früh- st ü cf auf der Pacht „Drott", an dem der deutsche Gesandte in Stockholm, Müller, teilnahm. Um 2 Uhr lichtete die KönigS- y a ch t die Anker, um den König und den Kronprinzen nach Gefle zu bringen, von wo sie die Rückreise nach Stockholm antraten. K i e l, 14. Juli. Der Kaiser hat den K ö n i g v o n S ch w ed e n, unter Stellung & la suite der Marine, zum Groß-Admiral ernannt. Geile, 14. Juli. Der Kaiser verlieh dem Minister des Aeußeren, Grasen Gyldenstolpe, den Roten Adlerorden erster, dem Landeshauptmann, Grasen Hamilton, den Roten Adlers orden zweiter Klaffe. Stockholm, 14. Juli. Der Kaiser wird an Bord der „Dohenzollern" von Gefle zuerst nach Sundsval und von dort nach Wisby und Kalmar gehen. In diesem Besuch des Kaisers unter so besonderen Ehrenbezeugungen für den Schwedenkönig und seine Räte kommt wohl nicht nur persönliche Freundschaft zum schwedischen Königshause zur Geltung. Es ist eine Sympathiekundgebung für den befreundeten Monarchen zu einer Zeit, in der er den Konflikt mit der vertragswidrig handelnden Regierung Norwegens noch nicht ausgetragen und auf seine Rechte auf die Krone Norwegens noch nicht verzichtet hat. Man hat bei der Trennung der beiden nordischen Reiche darauf hingewiesen, daß Schweden, in seiner Machtstellung, wenn auch nicht wesentlich, geschwächt, den Anschluß an Deutschland suchen wird, was ja naheliegend ist. Dies ist zu erwarten, wenn auch der Abschluß eines besonderen Vertrages oder Bündnisses gegenwärtig wohl nicht in Frage fammt. später Kirche und Schute. Zur Schulvorstandsfrage wird uns geschrieben; „Bei einer Reform des Schulvorstandes ist doch neben der Schule wohl in erster Linie die Lehrerschaft mehr zu berücksichtigen. Sitz und Stimme hat je ein dienstältester Lehrer in dem Ortsschulvorstande. Aber Art. 70 Absatz 2 des hessischen Dolksichulgesetzes bestimmt: „Die Schullehrer können nicht zu Vorsitzenden deS Schulvorstandes ernannt werden." Das Wörtchen „nicht" schafft hier eine AuS" nähme und schließt den dabei am meisten interessierte« Stand von der Leitung seiner eigenen Berufsangelegenheiten in einer Weise auS, wie eS wohl jetzt in keinen andere» Berufsarten mehr vorkommen dürfte. Darum ist es keine unbescheidene Forderung, daß dem Lehrer als solchem durch Streichung des Wörtchens „nicht" wenigstens das Recht, Vorsitzender des Schulvorstandes werden zu können, eingeräumt und er von einer Ausnahmebestimmung befreit wird. „Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch den Verstand", so sagt das Sprichwort. Sollte ein definitiver Lehrer nicht die Fähigkeiten besitzen, den Vorsitz in seinem und seines jugendlichen Nachbarkollegen Schulvorstande mindestens gerade so gut, ja noch beschletmigter, zu führen, wie ihn gegenwärtig Männer anderer Stände und Berufe sogar für mehrere Gemeinden bekleiden dürfen? Ob die Mitglieder al8 Väter, Großväter oder kinderlose Schulfreunde im Rate der Schule sitzen, ob weffer Frauen Rat in Schulfragen ein Ohr geliehen werden kann und soll, ob neben dem leitenden Haupt- [ebrer auch ein Lehrer und ob das Schiedsrichteramt m Streitigkeitsfällen dem Schulvorstande gehört, dieses alles kann die Lehrer und Schulfreunde — und nur solche gehören in den Schrrlvorstand — nicht so sehr schmerzen, als die Wirkung des Wörtchens „nicht" mit seinen Folgen. — Zur TaufungiltigkeitSerklärung ded Bremer Senats meldet der Draht: Eine stark besuchte Versammlung von Anhängern deS Pastors Mauritz in Breme» sprach in einer Resolution die zwingende Notwendigkeit bet, Trennung von Kirche und Staat auS und ersuchte den Senat, dahin zu wirken. Eine entsprechende Petitum wird vorbereitet. Bekanntmachung. Unter dem Schweinebestand des A. I. Wagner zu Lang-GönS ist ein Fall von Rotlaufseuche festgestellt worden. Gehöftsperre ist verhängt. Gießen, den 14. Juli 1905. Großherzogsickws KreiSamt Gießen. I. V.: Hechler. Mnenbaue» Mgverein. I »rscher Gesangverein Äfft & Vf* S >che ti, ln9lmg, gaben: Die gesamten fundierten Staatsschulden bcsiofon sich auf 14 879 Millionen Mark gegen 14 464 im Jahre 1903, 13 992 i. I. 1902 und 13112 i. I. 1901. Davon entfallen auf das Reich 3023,5 (1903 2733,5, 1902 tbensoviel, 1901 2315,6) Millionen Mark und auf die Einzelstaaten 11855 9 (1903 11730,1, 1902 11258,6, 1901 10 796,7) Millionen Marck Die Schulden des Reichs sind also im letztw Jahre um 290 Mill. Mk oder 10,6 v. H., die der Bundesstaaten um 125,8 Mill. Mk. oder 1,1 v. H. gestiegen. Don 1901 bis 1904 hat sich die Schuldenlast des Reichs um 708 Mill. Mk. oder 30,4 v. H., die der Bundesstaaten um 1059 Mill. Mk. oder 9,8 v. H. erhöht. Die Schulden des Reichs sind also in den letzten drei Jahren mehr als dreimal so stark gestiegen, wie die der Bundesstaaten. P r e u ß e n hatte tm Jahre 1904 7035,0 Mill. Mk. Staatsschulden gegen 7026,7 Mill- Mk. im Jahre 1903 und 6602,8 Mill. i. I. 1901. Im letzten Jahre hat also nur eine geringe Zunahme um 8^3 Mill. Mk und m den 3 Jahren eine foM>e um 432,2 Mill. Mk. oder 6,5 v.H. statt- gesunden. Verhältnismäßig viel stärker ist KaotMmld von Bayern gestiegen. Sie Ire trug x. I. 1904 1591,5 ^111. gegen 1460 3 Mill. i. I- 1903 und 1362,5 i. I. 1901, hot soch also in 3 Jahren um 229,0 Mill. Mk. oder 16,9 b. Die Staatsschuld von Sachsen, Ine von 1901 J™n '829,8 Mill. Mk. auf 980,1 Mill. Mk. emporgeschnellt war, ist 1904 auf 961,8 Mill. Mk. zurückgegangen, Wt aber m^n 3 Jahren immerhin noch eine Erhöhmrg um 132,0 Mill. -nk. oder 15,9 v. H. Württemberg/ Staatsschuld betrug un Jahre 1904 528,8 Mill. Mk. gegen 520,2 Mill, i. I. 1903 und 495,2 Mill. i. I- 1901, ist also in 3 Jahren, nur: «m.33,6 Mikl. Mk. oder 6,8 v. H. gestiegen. Verhältnismäßig stärkite Zunahme zeigt die Schuldenlast nt Baden, >e, trotz cme5 Rückgangs um 1 Million im letzten Jahre, im Jahre 1904 mit 420)3 Mill. Mk. um 84,6 Mill. Mk. oder 25,2 v. H. über der bei 3*8.1901 liegt. Auch Dessen hat m Mefen bm Jahren seine ^Staatsschuld von 284,5 auf 332,5 Mill. Mk, Valitische Tagesschau. Sieb- und Fleischpreise. Zu diesem Kapitel schreibt der offizielle Bericht des Deutschen L an d wir t sch a ftsrat s: „Wenn wir bezüglich des inländischen Viehmarktes in voriger Woche sagten, daß der Höhepunkt d e r P r e i s b e w e g u n g überschritten zu sein scheine, so hat uns der Verlauf der Märkte in allen Viehgattungen während der Derichtswvche durch- ciiis Recht gegeben. Auf dein Rindermarkte ift nirgends wieder eine Steigerung des Preises eingetreten und wenn auch einzelne Märkte, wie Berlin, Frankfurt a. Re und die süddeutschen Märkte, besonders München, die vorwocheut- lichen Preis e behauptet haben, so ist doch namentlich m Mittel- de'utschland und auf den östlichen Märkten ein weit e r e r Rückgang des Preises zu verzeichnen, so daß im allge- m.Anen von einer fallenden Tendenz des Rinder- Marktes gesprochen werden muß, die sich um so mehr zuspitzen dürfte, je mehr Weidefettvieh in den nächsten Wochen schlachtreif wird. Stark gefallen sind fast überall auch die Kälberpreise. Auch auf dem Schafmarkte ist allgemein em weiterer Rückgang des Preises eingetreten und, wenn auch vielleicht rncht ganz so stark, auf dem S ch we in e m a r k t. Auf den meisten Märkten haben die Schweine um eine, stellenweue auch um zwei Mark billiger verkauft werden müssen, und aiich hier ist es nur Süddeutschland, wo die vorwöchentlichen Preise sich noch behaupten konnten." Oyo,o tuvu wi 4/uu^vu. dann folgen Lübeck mit 374,5, icn mit 296,9, Bayern mrt 257,7, Württemberg mit 243,7, mit 228,9. Baden mit 225,0, Mecklenburg-Schwerin mit 210 1 und Preußen mit 204,1 Mk. Die Ausgaben für die ~1' a t s sch ule ^ setztensicb^zns.ammen^au^denm, Wr^kne iforstrasse ßj” 's erste Hypothek p,i,Okt. r von pünktlichem Zins- gen genügende Eicher. > st» jd)t Meldlingen unter den Gieß. Lnz. erbeten. ’ " 7,7UqpTTlßll Jahren seine Staatsschuld von 284,5 aus o32,5 Mill. Mk UffVAFAlfl WW^' also um 48 Millionen Mark oder 16,9 v. H. crhoht^. MHvlvl** W Eine Abnahme in dem dveuähngen Zeitralim ^t die^taats- T 1i ung am schuld erfahren in Sachsen-Weimar, Sachsen-Memmgen, Sachsin- ®e,elSnc^rtll5,nhl- I Kvburg-Gotha, Sck)warzburg-Sondershausen, Waldeck und Lippe, rMÄt I am meisten aber in Braunschweig (um 2,8 Mill. Mk.). Anhalt ,046-; Reuß ältere Linie sind völlig schuldenfrei ,Auf i ben Kopf der Bevölkerung entfallen im Revck 264,0 Mk. fundierte Staatsschulden, darunter 53,6 Mk. Reichsschulden. Am größten war " ber auf den Kopf der Bevölkerung entfallende Anteil an ber ^taats- sclmld labgeseh-n von der Reichsschuld) mit 854,8 Mk. m.Bremen >md 593,8 Mk. in Hamburg: dann Siiwft m ...... an Ujn» E 210,1 ; Staatöl-ajuioen icoitn uu, juiuhuhv 5eUSnlieöer (lebeL : Verzinsung (503,3 Mill. Mk.), für dre Tilgung <3,< ?n l6.31111'Ä imb für die Verwaltung usw. l4,l Mill Mk.), Auf ..■niafl, öe”n $ercm ,j Pevölkeriing kommt eine durMchnittliche ;ahrlich> fl uy ted)l ing-n b-haupt-n- „bie einjifle Stabt, in bet man KuÄöf? einen Aufschub der Exhumierung fordern, wird in jedein solchen ^ben, kann. Aus dieser Sphäre des Glanzes und der toar, Falle bem Wunsche aus Heinisendungen entsprochen werden. Da- Leichtigkeit, in der alle Sünden Verzeihlich sind bis auf bie Feftgefckte geringste ÄitläfftJe Stenfe von SÄ w e^?.. S-?« den guten Geschmack? hat „Seit Lnb Strafe von Die juristische Fakultät hat dem Jubilar das 98L0 Tendenz: fest. . 101.30 . 90.40 . 101.85 . 90.35 . 100.70 . 99.30 . 101 70 wird die Anerkennung der norwegischen Regierung nicht auS- bleiben, die einen Prinzen aus dem Hause Bernadotte für den norwegischen Königsthron wünscht. * Paris. Am Ende des letzten der Briefe, die der feinironisierende Daudet aus seiner Mühle schrieb, verdichtet sich unter den melancholischen Trommelschlägen eines armen Teufels von Tambour die Sehnsucht des Parisers nach der Hauptstadt zu den Worten: „Toujours Paris! — Immer Paris!« Das ist Episch für den Franzosen, typisch für den Franzosen der Welt. Paris ist eben noch immer das Dorado der Lebenskünstler, das Kulturherz der grande Doktordiplom in ehrenvoller Weise erneuert. •• Herr Landtagsabg. Leun richtete ein längeres Schriftstück an uns, in dem er unter Bezug aus die von ihm beantragte, aber von der 2. Kammer abgelehnie Güterverladestelle am Schiffenberge u. a. erzählt, daß die Gemeinde Großen-Linden schon bei der Projektierung der Main-Weser-Bahn vorstellig geworden sei um Errichtung eines Stationshauses; aber erst nach mehr als einem halben Jahrhundert wurde das schon damals gewünschte Stations- Aerttlch-Lüdrvekafrika. Die „Nordd. Allg. Ztg.* * meldet: Nach einem Bericht des Kommando? der Schutztruppe in .Südwestafrika können zur Zeit für die Exhumierung und Ueberführung nach Deutschland nur Leichen 4t/en/n Chinesen . . Electric. Sobuckort , Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . , Diskonto-Kommandit, DannetKdter Bank , Dresdener Bank . . Berliner Handelsgea Oesterr. Staatsbahn . Lombarden . . , Gotthardbahn . , . Laurahütte . . , Bochum , . , . 11 arpener . . . Staatschatzscheine ♦ . 67.80 . 96.75 . 137 00 . 122.90 . 207 70 . 189.30 . 143.15 . 155 95 . 169 80 . 14420 . 18.40 . 261.00 246.00 . 218 50 . 100.70 .chimvften Pfarrhauses, ,, , . - --Hürde, welche die Warrer nicht solch d e r u n g ? skrupellosen, unsittlich wirkenden Dichterlingen preisgibt, es war hat das ?uch nötig int Interesse unseres Volkes, deffen Jugend durch " ----- ' in Wort und Bild sitt- 14. Jnli Offizielle Schlusskurse. 3% Mexikaner . . 66.90 67.35 . - n . , । . -<’•"/-----sv"... 0 —v.<, xv. .wuiuV. xxd. 11% Unit. Türken . . . 88.40 m Leipzig. Rcgts. m Gießen hat am Abend des 18. Mai in einer Baracke Türkenlose ... . 135.60 Stötteritz. aus dem Griesheimer Felde, wo damals das Regiment Uebungen 4% Griech. MonopoL-Anl. 53 40 * Zum Bau einesTheaters inDüren ^at £>err ,ifnfiT»M Es wurde auf die hierfür t einem Jahre Ge- Ä H°us"' di- bekannte Leipziger Wochen^rist," bas typisch- Das NeichsgeriSt hat die Reviswn dingung hierfür würde sein, daß die Feststellunq der Persönlichkeit Material gewählt und zu einem Heft vereinigt, in dem ^Ä^ktstellns Mutschler von^Falkenstein auf Bericht, daß sich die Angehörigen versichert halten können, daß der glanzenden Setten von Paris konstatiert, rede nicht ^'bühr, der am IS. wml von dem den Gräbern eine den augenblicklichen Verhältnissen ent- gleich von prinzipieller „Ueberschätzung des Auslandes". selbe^^Laragraphen berarteitt6^^ M^^Wp9hffi£t LÄ Sn’fnUAV m w'rd, und Zuletzt ist es doch wopl nicht bie ganz schlechteste ®qen= hob baTSS^'ü. PZ ÄÄ bS W-iie di^Grabstätten sür die &Änb® «tenS lchast. die Vorzüge bes Nachbarlandes über die verharschten Landgerichtsurteil aus und verwies die Sache an das Landgericht Narbeu-NgffijT Utito uab jnS kubatan Wnnben bes Rassenkrieges hinw-a im rechten Lichte zu -uckl o-rsuchten Vergehens ein 6o(I. Ak6 frt.litt 4tntth '°d°n unb man wirb zugeben müssen baß wir von einer ® 6mMk M Um (4HUUI UllU so alten und grandiosen Kultur, wie die in der französsi Stettin, 14. Juli. Tie Strafkammer Verurteilte den Gießen , 15. Juli 1905. p$en Hauptstadt verdichtete, noch vieles lernen können undDfarrerStempel aus Tempelburg wegen Sittl ich ke its- - Geheimer Justizrat Dr. Reatz begeht morgen, f°atcn- Bei uns in Hessen wird namentlich eine Dariftr rbrechens zu 9 Monaten Gefängnis. Sonntag den 16. ds. Mts., den Tag, an welchem er vor Plauderei des hessischen Poeten Wilhelm Holzamer In- /ft» <• fünfzig Jahren zum Gießener Doktor promoviert leresse erregen. Mpinßf|ntlvL roorben ift aie w wt * b,m furt a. M. (früher Schmoller), München und Nürnberg, dre unter der Firma Grand-Bazar, G. m. b. H. vor kurzem! Simplizisfimuö und das evangelische Pfarrhaus, mit einem Kapital von 9 Mill.Fra,iken gegründet worden sind, zu 3n fllr. 161, 2. Matt, Ihrer geschätzten Zeitung ist über ersehen, auf welche Weise anscheinend niedrige Jahresgewinne obige Angelegenheit ein Urteil aus der „Cbristl. SSelt" miterzielt werden, welche die Berechtigung aus Herabsetzung der gettnt, J)em bei seiner von sehr vielen Gerstlichen nicht ge- Warenbaussteuer (§ 5 des Gesetzes) geben. Tie G. m. b. H. hat teilten Stellung ein anderes entgegengesetzt werden muß. Von die drei Warenlager am 31. Dezember v. I. übernommen. Das leher galt ja auch hn „Gieß. Anz." das ,/nrdiatur et altera Gerchäftsjahr läuft am 1. April ab. In der Bilanz hat man nun ' Das vereiTrzelte Urteil des Sohnes des berühmten Gerok nach drei Monaten 10 Prozent von, Gesamtbeträge der Warenlager uns doch nicht allzu hvch angeschlagen wevden zu müssen. , , , . r .. . «in Abzug gebracht. Ter Nettogewinn beträgt daher nur etwa ^0s Gericht, dem maii sicherlich weder Voreingenommenheit, Haus gebaut. Jahrzehnte hindurch seien die Zuge der Mam-1170 000 Mk.; rechnet man indessen die Absckweibung von 10 Proz. uoch mangelnde Zurateziehung Sachverständiger nachsagen kann, Weser-Bahn zwischen Großen-Linden Nnd Leihgestern dahin- ouf das Warenlager hinzu, das etwa 2—3 Mill. Mk. betragen roirb, | M^n Dr. Thoma auf 6 Wochen Gefängnis erkannt, ein gelaufen, ohne zu halten. Endlich nach beinahe 40i5hrmem M° rof,rbe Heft der herausgerechnete Nettogewinn von 170 000 Mk. ^weis, daß es sich nicht nur um ein „unerfreuliches" Gedicht »Seren (na&bim M ata b?m S W u” etnna 26O0C0 ®lf. erhöhen. Soweit bi- FranNurter Firma b-rn^ fonbm. um em Machlwrrk, welcher „bi- Ehr- ber Mit- Petmonleren (nachbem sich aber doch wohl IM Laufe ber - alh, der pr-ußiich-SieuerfiskuS - in Fraq-kommt, qehen diesem EE-U AtMich verlebte", „di- evangelische Geistlichkeit UN. Jahre die Verhältmffe wesentlich geändert hatten und die etwa 50 000 M k. W a r en h a usst eu er verloren, da leugbar absichtlich verhöhnt" und mit rohen Händen daS in- Bedürfnisfrage doch weit mehr als seither zu bejahen war. I zweifellos auf Grund des § 5 des Warenbaussteuergesetzes von dem limste Eheleben der Geistlichen besudelt hat. Nur falsche Vorein- D. Red.) wurde ein Personenhaltepunkt im Jahre 1886 er- Reklamationsrecht Gebrauch gemacht worden ist. Welcher Ge- Benommenheit für die „Kunst"^des „Simplicissimus" kann solches riefet Tue (Tnftpn trnn rintln „„s Mo k schaftsmann schreibt wohl nach drei Monaten 10 Prozent vom Gebahren nnlde beurteilen. Es war n. E. nicht bloß „rätlich", richtet. Die Kosten trug ernzig und allem die Gemeinde Gesamtlager ab? Bei Spekulationsartikeln könnte dies unter londem auch „nötttfi^gegen solche Beschimpfungen gerichtlich vor- Grotzen-^mden. Es stehe fest, daß der Personenverkehr in! Umständen gerechtfertigt erscheinen, nicht aber bei Bedarfsartikeln, i zugehen; nicht bloß im Interesse des beschinipften Pfarrhauses, Großen-Linden stärker sei als in Butzbach. Im Jahre 1897 wie sie in Warenhäusern geftihrt werden. E™ wir danken es der Behörde, welche die Pfarrer nicht solch Jei es ihm geltmgen, daß dort auch eine Güterverladcstelle*?n.3ß Schnarchen eine M e i n r. n g s a uß e ru n g? lkrupcllosen, .unsittlich wirkenden Dichterlingen preisgibt, es war errichtet wurde Herr Leun fährt dann fort» ' ^r Bürgermeister emer kleinen Gemeinde bei Versailles hat das ^ch nöhg "N Interesse unseres Volkes, deffen Jugend durch ° L öffentliche Schnarchen eines Stadtverordneten protokollieren lasten, immer hoher hausenden Schmutz rn Wort und Mld sitt- „Wie ist hier das Resultat? weil dieser m d e r Sitzung des Stadtrates z u gefährdet, wird. Für ernen Geistlichen ist dertrnwahreVor- iAnz. Nr. 77, 2. Blatt, vom schnarchen begann und dadurch die Rede, die ber bas evang. Pfarrhaus mit Übertriebenen Lob- der Lahn wurden im Jahre B ü r g e r m e i st e r zu halten im Begriff war, in unverautwort- ^bt habe und daher jenen Dämpfer verdiene, 1903 an Steinkohlen ausgeladen: licher Weise ft orte. Der Bürgermeister ist der Ueberzeugung, boppelt ^frcmdlich. Wo von Lob des Pfarrhauses die Rede Ä 'n an« v.!n'2m°en • • Tonnen daß durch das sonore Schnarchen eine abfällige Kritik L^s^ durchaus maßvoll und in der Absicht, seine d) m Eseid . . . . 4 828 seiner Rede und in zweiter Linie eine Mißachtung der städti- Aufgabe den Pfarrern selbst klar vor Augen zu stellen, c) in Lauterbach . . 5 155 Tonnen. schen Körperschaften an den Tag gelegt werden sollte. 'Der Stadt-1 ~ Daß die Angelegenheit so spät verhandelt wurde, lag nicht Herr Leun zieht bann eme Paralelle zwischen Großen- vater dagegen behauptet, daß er sich nicht erinnere, geschnarcht zu den Antragstellern; es ist auch nie zu spat, ein begangenes Linden und Watzenborn-Steinberg: haben, und daß, wenn er wirklich geschnarcht habe, sein Schnarchen unrecht zu strafen. Wer den Prozeß „bedauern" kann, hat „Jeder Ort ift 6 Kilometer von Gießen entfernt. Die Ein-- E. auf die ungewöhnliche Länge der bürgermeisterlichen Rede nur das Recht, von dem Gesichtspunkt aus, daß unsere wohnerzahl betrug 1900 je 1700. In jedem der beiden Orte sind I zuruckzittühren sein dürfte. Die Gerichtsverhandlrmg kann inter- M^presse so verroht sem kann, wie obiger Fall eS zeigt, daß 3 Zigarrensabriken. Nusfensteinbrennereien sind in jeder Gemarkung. Fant werden; wird sie doch wieder einmal die alte Frage auf bas ^e PWnröfrge.JEKfert der Geistlichen für sittliche Gesundung In Großen-Linden ist ein Kalkringofen, dagegen ein bedeutender J^et bringen ob schlafen eine Ansichtsäußerung ist. Wenn ^kes >o widerwärtig beschwipst wrrd imd daß allzu ideal Basaltsteinbrilch bei Schiffenberg. In meiner Eingabe um Gr- fd)Iaf,en wirklich eme Kritik bedeutet, wird der Stad,vater ver- denkende Kofffe sogar tn der Geistlichke t sich finden, welche richttmg einer Güterverladestelle bei Großen-Linden hatte ich die I werden, weil er sich in diesem Falle einer refpeFtroibrigen I elne ’^e n^et solche Auswüchse Zahl der jährlich zu verladenden Doppel-Waggons auf 305 an° Kundgebung gegen den Bürgermeister hingegeben hatte. Wir hoffen ™ttr Asterkunst an den ^.ag zu legen wagen Ern heiliger gegeben. Dies schien der Bahnver-waltung zu hoch gegriffen zu ^doch daß sein Anwalt m Überzeugender Weise beweisen wirb, Kton Keffer am Platz und wird mehr wirken, als sein und sie verlangte von mir 20 Mk. Strafe für jeden Waggon und schnarchen zwei verschiedene Handlungen sind; w'waches llebcrsehen Grade well wrr die wahre Ktznst lieben, der weniger verladen würde. Die Ablehnung der Güterverlade-1 zwar schlafen manchmal eine freiwillige Handlung fein kann I pwanen wir sie nicht ms Genreme herabsrnken sehen, wie das stelle Schiffenberg wird u. a. damit begründet, daß nach amtlichen wenigstens eine Handlung, ber man sich freiwillig hingibt, lpnrm Simplizissimnsgedicht der Fall ist. E-a. Erhebungen nur 320 Waggons pro Jahr zur Verfrachtung kämen. 1,9." 9ber bas Schnarchen von unserem Willen vollständig unab- j Trotz der jetzigen Ablehnung hoffe ich doch, daß die Güterverlade- und sozusagen eme Krankheit ist. Es ist übrigens nicht das Markte. stelle Schiffenberg nicht so lange als die zu Großen-Linden auf fid) er'te JJ‘Qv oaß das Schnarchen vor Gericht kommt. Wir erinnern! Gießen, 15.Juli. Marktbericht. Auf heutigem ®ocbenntarft warten läßt." | uns an einen merkwürdigen Prozeß, der im Jahre 1898 in London kosteten: Butter pr. Pfd. 1.10—1.20 Mk., Hühnereier 1 St. 6—7 Pfg. Wir wollen im Interesse der stark aufblübenben und I ua"fand. Eine Kammerzofe, Jane Ship, hatte alle ihre Stellungen ! 2 Stck. 00—00 Pfg., Gänseeier 15—00 Pfg., Enteneier 6—7 Pfg., Käse sebr rührtaen Ort. tool, nhnrn ,„h w weil sie 8u stark Ichnarchte. Aks fic «neS MoXen h-r. Stet. 6-8 =ßf„ Käs-matt-sSick 5-6 Ma. Erbk-N ar.L!t-rÄP!q, *e« f \ . -a Udenborn und Sternberg dasselbe Tages wieder einmal aus einer Stellung gejagt war, mietete sie Linsenpr. Liter 32 Pfg., Taubenpr.Paar0,80- 0,90Mk., Hühner pr.St. wünschen, und e§ ist ja auch anzunehmen, daß die nächsten sich in einem Hotel ein Zimmer und zahlte bie Miete für acht 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Sttick 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 40 Jahre erheblich schnellebiger sein werden als die verflossenen. Dage. Als ber Abend kam, ging das Zöschen schlafen. Eine 1,60—2,20 Mk„ Gänse vr. Pfd. 55—65 Pfg., Ochsen fleisch pr. Pfund "Bad Nauheimer Kurtheater. GZ dürfte so ^sunde später liefen alle Hotelgäste ganz verstört durch die Flur-- 70—80 Pf^ Kuh-und Rindfleisch pr. Pfund 70—72 Psg^ Schweine- torpiFif nmn itnis , rr' ! o^nge des Hotels; Hunde bellten, Kinder brüllten, Mütter jam-- sieisch pr. Pfund 70—80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund schreibt man und, auch Gießener Theaterfreunde interessieren, werten, alleinstehende Damen fielen in Ohnmacht. Man hörte 64 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 70—80 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund zu erfahren, daß m nächster Zeit zwei auch m Gießen be- eine Furcht und ©rauen erregende Schnarchmusik; es klang so, als bü—76 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 7,50—8,00 Mk., Zwiebelnpr. Ztr. kannte gastirende Bühnengrößen austreten werden. Am 16. !”enn ein Schnellzug über eine metallische Eisenbahnbrücke hinraste. I 8,00—10,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Aepfel per Zentner 0 und 17. Juli aastirt Frau Maria Reisen böser in §oteIroirt näherte sich dem Zimmer, aus dem der Lärm kam. bis 0 Mk., in Körben 00—00 Pfg., Kirschen pr. Pfd. 20—25 Pfg. ^ranl-illon- nnd n PennfinpnS J.r" 9 vJs Stc r??Pnrd)erm roar unsere Kammerzofe. Der Wirt forderte die Zwetfchen per Zentner 0.00- 0.00 Mk. Birnen per Zentner 0 bis ^ranctUon und IN SeonhnenS Ehemänner- und am Unglücklich- auf, au! der Sl-ll- das Satel ,u »er,asten; fte rocigerte 0.00 Mk. W-istkraut 0.10-0.16, Markt,°u 7-1 Uhr 27‘ -oult urau Gharlotte Wiehe mit einer Reihe ihrer sich, indem sie geltend machte, daß sie für acht Tage vorausbezahlt fc. Frankfurt a. M., 14. Juli. Heu- und Stroh» Chansons. Etwaige Billetbestellungen wolle man bei dem babe. Nun kamen die Polieemen und dekretierten, daß starkes wa r k t. Man notierte: Heu, altes Mk. 3.10 bis Mk. 3 50 großen Interesse, das namentlich dem zuletzt genannten ©oft. ^c6,nQr?cn, ”ebe.r. ,?«r,=f|ar,!n9r. strober n-u-s Mk 2 60 bis Mk. g.oo. Stroh Mk. 2.40 US 3.10. Alles fniele entaeaenaebrachi mirb ßpizpitpn n„ bü. ^irpFfinn anzusehen sek. Mit diesem Urteil gab sich der Wirt aber ver 50 Kilo. Tendenz: fest. Ipiete enlgegengevracyt wird, beizeiten an die Direktion des nicht zufrieden; in der begründeten Besorgnis, daß ihm fpmp Gäst- -j_j—11 ■■ —— 5turtbeatcr§ richten. len mässe daoonlaufen könnten, beantragte er bei Gericht die so-1 If ------------ — ... • d fertige gewaltsame Entfernung seiner Mieterin. Der Antrag wurde! MIT*saericnYH I mm Gerichtsbeschluß erhoben, nachdem einer* ber Richter eine I Frankfurt a. M., * Drei lange Schillersche Gedichte auf einerbem Hotel gewohnt und festgestellt hatte, daß ein Mensch,|3*/s°/o Reichsanleihe «Roftfarte Der Sefater Ernst Meidm in Altenbura bat ^er solchermaßen schnarche, darauf auszugehen scheine, den Trom-13% do. LJ qinnJL. i „S M. E ’lt“ d-s jünast-n G-richt-S Kankurrenz zu machen. Das roar 3'/,% Konsols . . eine Postkarte hergestellt, bte in zierlichster Miniaturschrift I eigentlich eine vorgreifende Meinungsäußerung, denn der Richter I p0/n do. ... nicht weniger als drei der längsten Dichtungen Schillers hatte nachweislich die Trompeten des jüngsten Gerichts noch nicht R,/a°/n Hessen . . wortgetreu verzeichnet, und zwar die „Kraniche des Jblkus", oebört. Jane Chip wurde aber trotzdem aus dem Hotel hinaus-1 3'/t% Oberhessen . bie Bürgschaft" und die Glocke" letztere allein 2057 9e!°°y£n' nachdem man ihr den noch nicht „abgeschlafenen" und 496 Oosterr. Goldrevts hip „abgeschnarchten" Mletsbetrag herausgezahlt hatte. 4'/B% Oesterr. Silber rento . 101.00 Worte enthaltend); die Schillersche „Hoffnung" ist als Z"- ” Ungar. Goldrente gäbe noch beigefügt. Zwanzig Stunden hat Weidig dieser KeritÄtSsaal. 14*V» Italien. Rente zwar spielerischen und zwecklosen, aber jedenfalls außer- J5™ i9 /nc » . , Portn^ieser i . ordentlich mühsamen Arbeit geopfert. B-rm-lf-iltigt wurde rich^s ^Musketi» L SH n “bonte 10.' Lp° ®V' ‘ bte Karte durch den Verlag der „Postkarte" ™ ° - r - * ■ —' Suppen xx kommt der Hausfrau an den helseen Sommertagen in kürzester Zeit 2 gute Teller wohlschmeckender Suppe. ■ Bl Schutzmarke „Krenzstem*1. IB, C ZT von Nig, W ÄF> w ■fe 5«Ä* ki '•WWSj !•?«».> 1 w.y N> i» Waten ^_rj181 ' die tiW- 2. ülK^n M etoti 9tflb» h die g{.9hcF den- itotitehfr des «UjJ das k,btn 5«t«t V Erteilte k,. ^UtlichkeL Pfarrhaus, .Zeitung ist Ss-, 8L« sfr M *\M Ai ftfect Em -'^rühmten Gero! 1 ^wen zu mtifien. ^emgmommenheit '« .n°4s°gen £ Mls erfntnt, ent Nseultches" Gedickt > Eta bet M »e AistlMt m. vändm btt§ in. ^ur falsche Sorem, 'nms" famt solches lickt blvh „Mich", rgen gerichtlich Dar- toftcn Pfarrhauses, Pfarrer nicht solä PreisgÄ, es nm fien Jugend durch ort und Bild siü- det Mvahrc Sw ßbertritbenen Lob- J kehendev «rtikü Äld Dampfer verdiene, mhauses die Rebber Absicht, seine r Augen zu stellen lt wurde, lag nicht pät, ein begangente tnzmt" kam, hol t auS, bafe ;mftn WSk <& x<\^, DOf MM Gesunde intb daß allzu ideal sich finden, welckt m solche Auswüchs! agen. Em heiliget mehr wirken, als wahre Kunst lieben, tfen sehen, wie das E-a. ttiqem öodtenmarfl eier 1 St. 6—7 Tig. leier 6-7 W «öl« dien pr.2iter21S!g, I0M., Sühnet pr.St. Enten pr. 6tüd hsenfleisch vr. W -72 W. Echwem-^ gesalzen, pr. Wn melfleisck Pt lt, Zwiebeln pr. Ztr. spie! M Zentner 0 J ®fb. 20-23 $ifl. Beniner 016 ‘„.“unb Ettch i 10 bis Mk. 3M 0 bis SM Wü D ■Beine delle Scblwskcee-gQ er ■ en ■ ackert 96.75 137 00 122.90 30770 189.30 143.15 155 95 169 80 14420 18.40 261*00 246 00 21860 100.70 awandit Bnok . mk . • bdelsges itebahn. Grosser Möbel-Ausverkauf ........... Wegen baulicher Veränderung ■ n-/T za bedeutend herabgesetzten Preisen einfache lackierte und polierte Möbel, komplette Betten, Salon-, Speise-, Wohn-, Herren- und Schlafzimmer-Einrichtungen, Teppiche, LäuferstoSe, Gardinen, Linoleum etc. etc. Günstigste Gelegenheit für Brautleute! 8 Ederstrasse 8. 47 Asterweg 47. Geschäftsgründung 1868. Die Aufbewahrung der Möbel erfolgt kostenlos in separaten Magazinen. Lieferung franko jeder Bahnstation. sagen innigsten Dank trauernden die vielen Beweise herzlicher Teilnahme anlässlich des Heimgangs unserer lieben, ten Gattin, Mutter, Tochter, Enkelin und Schwester Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verlust sagt innigsten Dank Großen-Linden, den 14. Juli 1905. 3762 Statischer MhnunMchMls Gießen. Garteustraße 2, Zimmer Nr. 14. (Geschäftsstunden voir 8—1 und von 3—6 Uhr.) Es find zu vermieten: 1 Wohnung von 7 Zimmern, 5 Wohnungen von 5 Zimmern, 1 Wohnung von 4 Zimmern, 1 Wohnung von 3 Zimmern, 1 Wohnung von 1 Zimmer, 2 unmöbl. und 3 möblierte Zimmer, 1 kleiner Laden. Zu mieten gesucht: 32 Wohnungen von 1—7 Zinunern Dre Vermieter haben eine Einschreibgebühr zu entrichten und zwar für eure Wohnung mit einem jährlichen Mietwert bis 300 Mk. einschließlich 0,20 Mk., von mehr als 300 Mk. bis 500 Mk. ein- fchließttch 0,50 Mk., und von mehr als 500 Mk. 1,00 Mk.; außerdem ist für jede Wohnungsanmeldung 1,00 Mk. zu hinterlegen. Für die Wohnungssuchenden erfolgt die Vermittelung unentgeltlich. B ®/T Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Garteustraße 2 (Bürgern» et steretgebäude) Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis hat bie Ausgabe, zwischen Arbettgebern und ArbeiMehmern (Arbeitern jeglicher Tlrt, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbett zu vermitteln. An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 5 bis S Uhr geöffnet. Es können eingestellt werden: 2 landwirtschaftliche Arbeiter, eine große Anzahl Eisendreher, Hobler, Fräser und Maschinenarbeiter (auswärts), Schleifer oder Polierer, 2 Wagner, 2 Spengler, Schlosser, 1 Rufer, 2 Schreiner, Dialer und Lackierer, 1 Weckträgerin, 2 jüngere Hausburschen, Weißbinder, Erdarbeiter, 2 Installateure, jüngere Arbeiter und Arbeiterinnen, 1 Stall- und Fahrbursche, 1 Restaurationsköchin (auswärts), Dienstmädchen, Kauffrauen und Mädchen. n _ Lehrlinge: 2 Schlager, 1 Spengler, Schleifer oder Polierer, 1 Buchbinder, 1 Backer, 1 Schuhmacher, 2 Installateur, 1 Kellner. _ . . . , Es suche» Arbett: B12/7 1 Strickerin, 1 Buchbinder, 1 Wäscherin, 1 Fabrikarbeiterin, f Fabrikarbeiter, 1 Haus- ober Bureaudlener, 1 Kassierer. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A. wurde heute eingetragen: Nr. 20. Firma Heinrich Reger II., Lich. Inhaber: Kaufmann Heinrich Reger II., Lich. Dem Karl Reger zu Lich ist Prokura erteilt. Angegebener Geschäftszweig: Eisschrankfabrikation. Lich, den 11. Juli 1905. b16/, Grohderzogltu)es Amtsgericht. Bekanntmachung. Behilfs Vornahme von Messungen am Kabeliieg ist die Strom- abgabe in nachstehenden Straßen am Mittwoch dem 19. d. Mts. unterbrochen: vormittags von 6—12 Uhr: Schulstraße, Marktstraße, Mäusbnrg, Kirchstraße, Auf der Bach, Lindenplatz bis zur Dammstraße, Bahnhofuraße von der Markt- straße bis zur Westaiilage, Neustadt und Tiefenweg; nachmittags von 1—7 Uhr: Süd-Anlage von Frankfurter Straße bis Goelhestraße, Frankfurter Straße vom Selrerstor bis Alicestraße, West-Anlage zwischen Bahnhofstraße und Selterstor, Seltersweg, Löwengasse, Goelhestraße von Seltersweg bis zur Süd-Anlage. Wir bringen hiermit Vorstehendes den in Frage kommenden Stromabnehmern zur Kenntnis und Beachtung. Gießen, ben 14. Juli 1905. B16/, Stadt. Elektrizitätswerk Gießen. Stolte. Verdingung. Die zur Ausführung der für die Feldberemigrmg in Gemarkung Rodheim bei Hungen im Herbste d. Js. vorgesehenen Drainagen erforderlichen Drainröhreu und Verbindungsstücke, Gesamtlänge 33300 m, sotten im Wege schriftlichen Angebotes vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen bei der unterzeichneten Behörde zur Einsicht auf, woselbst auch die Angebotsvordrucke und Bedingungen gegen Erstattung von 1.— Mark erhältlich sind. Die Angebote sind verschloßen, postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis Samstag den 22. d. Mts., vormittags 11 Uhr, bei der unterzeichneten Behörde einzureichen. Eröffnung der Angebote in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 10. Juli 1905. B16/r Grotzh. Kulturiuspektiou Gießen. _________________________Wi Bin ann,_________________________ Bekanntmachung. Bis zum 31. d. M. sind folgende Gelder bei Vermeidung der Beitreibung zur Stadtkaffe zu entrichten: 1. Gemeindesteuer 2. Ziel 1905, 2. Pachtgelder von Triebvierteln und anderen städtischen Grundstücken, 3. Mädchenschulgelder für das I. Vierteljahr 1905/06. 4. Ncalschulgelder , „ „ „ Zahltage täglich vormittags, ausgenommen der 26. und 31. d. Mts. bu/z Gießen, den 14. Juli 1905. Der Stadtrechner: Doepfer. Erste Darmstädter Rolladen-Fabrik und Dampf Schreinerei I. H. Reuter (Znhabcr Karl Lchneidtt). Die Herren Architekten, Bautechuiker und Ban-Interessenten mache ich hiernut darauf aufmerksam, daß Herr Heinrich Winkelhaus in Londorf mit meiner Vertretung zum Verkaufe meiner Rolläden, Zngjaloufieu und aller in diese Branche einschlagenden Artikel beauftragt ist, und bitte ich, bei eintrelen^em Bedarf sich vertrauensvoll an denselben wenden zu anschlägen gern zu Diensten. 04673 Hochachtend Darmstadt, Juli 1905. Alicestr. 30. I. Asutev. (Inhaber Karl Schneider.) Die Mitglieder werden gebeten, sich recht zahlreich am Feuerwehr-Festzuge zu beteiligen. Zusammenkunft Sonntag mittag 2 Uhr im Cas6 Leib. Die Teilnehmer am sommers versammeln sich Samstag abend 8 Uhr bei Kamerad Sauer. Vereinsabzeichen, sowie Orden und Ehrenzeichen sind anzulegen. ▼“/, Giessener Turnerschaft. Wir bitten unsere Mitglieder, an dem anläßlich des Feuerwehrfestes heute abend stattsindenden Festkommerse, sowie auch an dem Festzuge am Sonntag recht zahlreich teilnehinen zu wollen. Versammlung der Zugteilnehmer um 2 Uhr in Röhrle's Bierhalte. D15/7 Für den Ausschuß: Fr. Helm. fUnh i^nhhnnipn (Hessen), Billa Charlotte, Peustonshaus UuigyuUjlU und Restaurant, bekannt durch vorzügliche Verpflegung, schön eingerichtete Rimmer, aufmerksame Bedienung und solide greife. Prospekte d. d. Eigentümerin Fr. CH. Koch. hv7s Rhenser Brunnen ----Unübertroffen---- Jahresfüllung: 6 OOO OOO Krüge u. Flaschen Königl. Preuss. Staatsmedaille. Niederlage bei .Jean Weisel, Telephon Nr. 235. 88**/g 9 & Hänßner'ö Brennesselspiritns, p. Fl. M. 0.75 u. 1.50, ächt nt. d. Wendelstciucr Kirchel. Billigst, u. bewährtest.Haarw. geg.Haaransfall, Haarfraß, Haarspalte. Vorrät. llApothek., Drogerien u. Parfümerien. Depots: W. 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