Rotationsdruck und Verlag der Brühl'ich« Untverfttättzdruckerci. 8L Lange» Dietz«. Redaktion.Expedition ».Druckerei: Schulstr.U, Tel. Nr. 5L Telegr--Adr. i Anzeiger Gieß«, 63 Zweites Blatt» 155. Jahrgang Mittwoch 15.März18v3 Srlch-in, lSg»ch mtf DuSnshm. ba Dmmta^ T ISk y. AAA A I A AA Die „gttßtntt SommtnMlfttet" «erben dem fi g Ir Kit Bi JfI O, | ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der Br B W M Hj M .W^ Ää q ||L M igL «hesfische randvttt-erscheintmonatlich einmal. Mr V V ®S V v General-Anzeiger. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sichen. ................. Psluische Wochenschnn. Noch einmal „Zentrums sttrnmrmg". Marr schreibt uns aus Gießen: In Ergänzung Ihrer gestrigen Mitteilungen über „Zev- ttrutns-Verstttmnung" dürfte es vielleicht nicht uninteressant sein, daraus hinKuweisen, wie Friedrich Naumann über den Zusammenschluß der Protestanten gegen den UltramontaniSmus urteilt. Naumann vertritt bekanntlich den Standpunkt, baß die Macht des Zentrums nicht ohne die Sozialdemokratie gebrochen werden kann. In einem seiner Vortrüge, die er im Januar d. I. /in Hamburg gehalten hat, beschäftigte er sich mit der Frage 'der Vorherrschaft des Zentrums und sagte zu dem schon von anderer Seite angeregten Zusammenschluß unter anderem wörtlich folgendes: „Aus der Tagung des Evcm-g. Bundes in Dresden und bei andere« Gelegenheiter! ist die Aufforderung laut geworden, dem Zentrum eine große protestantische Partei gegen ü der zu stellen. Ein unmöglicher Gedanke. Warum ist dieser Gedanke so unmöglich? Deshalb, weil es im Grunde einen politischen Protestantismus, der sich als Pro- testautisnms zur politischen Macht Msammentut, nicht geben kamt. In der ganzen bisherigen Geschichte des.Protestantismus gibt es noch einige wenige Sttllen, wo diese Konfession politisch Quisetveten ist. Zuerst als Ealvrn den Staat von Genf nach MtsstamentarHchem Muster nachIubilden versuchte und dann, als in der englischen Revolution Cromwell den Mruben und die Politik eine kurze Zeit lang zusammenzubinden vermochte. Aber abges-ehen von solchen kurzen Versuchen, hat der Protestantismus die weltlichen Dinge nie in dem Maß zu beherrschen vermocht, wie der Katholizismus." Dr. 8. Acer und IsiotLe. — Die Freude, sich 6 neue Orden mit einem male auf die Brust heften zu dürfen, ist dem Kommandeur des Berliner Alexander-Regiments, Obersten von Plüskow, zuteil geworden. Nach einer Bekanntmachung im .Reichsanz." hat er die Erlaubnis erhalten, 6 Orden, die ihm in der letzten Zeit verliehen wurden, anzulegen. Herr v. Plüskow war übrigens schon vorher im Besitz von 27 Orden, die er wohl zum Teil seiner Eigenschaft als größter Flügeladjutant des Kaisers zu verdanken hat. (Als er vor Jahr und Dag in Paris erschien, prägte man dort das hübsche Bonmot: ,Monsieur *e Plüskow est plus que hant*. D. Red, d. G. Anz.) Aus StM uuS Aauö. Gießen, 15. März 1905. w Gießener Konzertverein. Der zwelle Kammer- /nusikabend dieses Winters weist neben den unvcrgänzlichen Werten von Beethovin und Brahms zwei moderne Musikstücke auf, deren Wiedergabe einen selten gehötten Genuß verspricht. Das Melodram ist vielleicht die älteste Kunstgattung, in der sich Musik und Wott miteinander verbanden. Alle großen Meister haben auch solche Werke geschaffen, Werke, die auf dem Wege einerseits zur ausgesprochenen Programmusik, andrerseits zum Wagnerschen Musikdrama wandeln, jo vor allem Schumann. Will Unrecht ist diese Gruppe von Tonwerken stiefmütterlich behandelt worden; nur hat sie gar manche Schwierigkeiten in sich, was das erklären mag. Denn es gehött ein ganz eigenes Talent dazu, solchen Aufgaben gerecht zu werden, ein Talent wie es Ernst v. Possart, Dr. Wüllner ihr eigen nennen und — eben der Gast des Abends, Herr Dr. Pfeiffer. Max Schillings, der Komponist hat seine beiden Werke: Das eleusische Fest und das Hexenlied wiederholt mit Herrn Dr. W. Pfeiffer ausgesühtt, über dessen Ausführung er sich wiederholt sehr befriedigt ausgesprochen hat. Ebenso sprich! sich die Kritik darüber aus. Es steht also eine ausgezeichnete Darbietung zu erwarten, gepaart mit einem großen Seltenheitswert. Der Konzertverein bietet damit seinen Mit- güedern in diesem Winter wiederum ganz Außergewöhnliches. ** Zum städtischen Submissionswejen wird uns heute aus unserem Leserkreise geschrieben: In welcher Art die städtischen Arbeitsvergebungen zuweilen /rfolgen, zeigt wieder ein drastischer Fall, nämlich die heutige Vergebung der Beton- und RaLitzarbellen in der zukünftigen höheren Töchterschule. Man bat es seitens der städtischen Behörde nicht einmal der Mühe für wert gehalten, diese Arbeitsvergebung in den hiesigen Zeitungen bekannt zu geben, sondern hat sie in einem auswärtigen Blatt ausgeschrieben!! Infolgedessen erweckt es schon von vornherein den Anschein, daß diese Arbeiten nur für auswärtige Unternehmer bestimmt sein sollen. Weiter hat man zwei in keinem Verhältnis zueinander stehende Arbeiten vereinigt, obgleich diese Arbeiten einen ganz getrennten Geschäftszweig bilden, denn ein Beton-Arbeiter, unb wenn er selbst der tüchtigste ist, wird nicht in der Lage fein, ein Rabitzgewölbe herFustellen. Gerade für die Rabitzarbeiten liegt wahrlich kern Grund vor, sie den hiesigen Geschäftstreibenden zu entziehen, umsoweniger, da für diese Arbeiten einige in jeder Beziehung leistungsfähige Firmen hier bestehen, die in jeder Zeit in der Lage sind das zu liefern was verlangt wird. Aus diesen Gründen wäre es 'angebracht, daß unsere Stadtverordneten, denen sicher das Wohl ihrer Mitbürger am Aerzen hegt, der Sache sich näher ym^iiren, damit dieser Art Bon ein für allemal ein Ende gemacht werde! . Auch der Burger- verein wird in leinen wmnumaipoUtycgen Bestrebungen eine so wichtige städtische Frage bei seinen Erörterungen wohl kaum 13. März. Am 21. d. Mts. findet hier Bürgermeisterwahl statt. Als Kandidaten sind ausgestellt:JohannesHeß XX. und JohannesHe ßXXIV. Wie bekannt, wurde die am 2b. November v. Js. ftatt- gchabte Wahl verworfen. § Großen-Linden, 14. Marz. Einen Akt großer Roheit begingen am Sonntag abend vier Burschen aus Klein-Lmden, welche zwei hiesige Burschen im Wald überfielen und unmenschlich mißhandelten. Die jungen Leute. B. und £>♦, waren in Klein-Linden gewesen und wurden, nichts ahnend, auf dem Heimweg überfallen und mit Prügeln und Meffern bearbeitet. H. brach bewußtlos zusammen, woraus die rohen Gesellen die Flucht ergriffen. Der Gendarmerie ist es gelungen, ihre Namen sestzustellen. H. liegt schwer verletzt mit gebrochenem Arm darnieder und ist auf Wochen hinaus arbeitsunfähig. 4- Ulfa (bei Schotten), 14. März. Unsere Gemeinde hat den Bau eines neuen Pfarrhauses beschlossen, welches zu 17 500 Mk. veranschlagt ist. Das seitherige Pfarrhaus wird zum Abbruch verkauft. K. B. Darmstadt, 14. März. An der hiesigen Technischen Hochschule hat der Diplom-Ingenieur Wilhelm Moldenhauer aus Solingen die mündliche Doktor-Jngemeurprüfung mit Auszeichnung bestanden. — Bei der gestern unter Vorsitz des Ministerialrats Dr. Ei sen hut h in der Viktoriaschule stattgehabten Prüfung für das Lehramt an höheren Mädchenschulen nahmen 19 Seminaristinnen teil; sie haben die Prüfung sämtlich bestanden. R. B. Darmstadt, 14. März. In einer außerordentlich zahlreich besuchten Hauptversammlung im städtischen Saalbau, die der Evangelische Bund für gestern abend ein- berufen hatte, sprach dessen eifriger Vorkämpfer, Sup. D. Meyer aus Zwickau über „Protestantische Aussichten". Der Redner wies zunächst auf die äußerstromfreundliche Politik des Grafen Bülow und des preußischen Kultusministers Studt hin, deren rückgratloses Verhalten dem Klerikalismus gegenüber immer trübere Wolken für das deutsche Volk heraufbeschwöre. Da müffe man mit Luthers mutigen, gottvertrauenden Augen die Gegenwart betrachten. Der dem spanisch-romanischen Wesen entsprungene Jesuitismus birge eine große Gefahr für das deutsche Volksleben in sich; derselbe habe sehr wohl erkannt, daß Luther den deutschen Volksgeist, die deutsche Nationalität neu belebt und mit dem Protestantismus eng verknüpft habe und daher sein Kamps gegen alles, was ihm anhängt. Die auf dem griechisch-römischen Boden erwachsene katholische Kirche war lange Jahrhunderte m Deutschland fremd nebenhergegangen, erst Luther hat Volksgeist und Christentum eng inemandergefügt. Der Protestantismus bringt die besten Kräfte unseres Volkes zur Entfaltung, Deutschtum und Protestantismus gehören daher eng zusammen. Die evangelische Kirche ist lebendig, bewegt und unvollendet, dem Protestantismus ist eine große Zukunft Vorbehalten zum Segen des deutschen Volkstums. Nach der winterlichen Erstarrung sehen wir jetzt einem neuen Frühling entgegen, ein engeres Zusammenschlüßen und je kräftiger das werde, und der Evangelische Bund erstarke, desto eher würden auch die Berliner Handelsverträge mit Rom aufhören. Wir leben in einer entscheidungsbangen Zeit; wie einst im Befreiungskämpfe 1813 die großen Patrioten, so arbeite auch jetzt der Evangelische Bund an der Befteiung der Geister aus der Geistesknechtung Roms. Im deutschen Protestantismus liege ein ewiges Gut, das festzuhalten Aufgabe des Germanentums sei. Darum sollte auch Darmstadt und ganz Hessen die allgemeine Wehrpflicht für den Eoang. Bund ein- führen! Nach dem lebensvollen, aus glaubensstarkem Herzen entquollenen Vortrag, den stürmischer Beifall häufig unterbrach, sang die tausendköpfige Gemeinde stehend das alte Lutherlied: „Ein feste Burg ist unser Gott!" Nach einem kräftigen Schlußwott des Vorsitzenden, Pfarrer Lic. Waitz wurde noch das Evang. Bundeslied „Brüder, schatt Euch um die Fahne" gesungen. Frankfurt, 14. März. Nachdem sich der Magistrat grundsätzlich mit dem Eintritt von Mädchen in Knabenschulen einverstanden erklärt, und insbesondere die Direktoren der beiden Reform-Realgymnasien bereit sind, Schülerinnen in ihre Anstalten aufzunehmen, hat sich eine Anzahl hiesiger Eltern und Erzieher entschlossen, bei dem preußischen Unterrichtsministerium um die Geneh mi g ung hierzu einzukommen und fordett alle Interessenten auf, sich durch Unterschrift an der Petitton zu beteiligen. — Aus den Berlin- Frankfurter Schnellzug Nr. 46, der Berlin um 8 Uhr 11 Min. vormittags verläßt und in Frankfurt abends 7 Uhr 5 Min. eintrifft, wurde gestern bei der Ausfahtt aus dem Bahnhofe Kassel, kurz hinter der Station ein scharfer Re- o olverschuß abgefeuett. Die Kugel drang in ein Kupee 2. Klaffe, flog am Kopf eines am Fenster sitzenden Offiziers vorbei und drang tief in das Polster. Aller Wahrscheinlichkeit nach wurde der Schuß von einem erhöht stehenden Hause oder Fenster abgefeuett. Anzeige ist erstattet. — Ein gräßlicher Unglücksfall ereignete sich heute nacht in der Ehe- mischen Fabrik „Silicium", Mainzer Landstraße 317. Der 29jähttge Arbeiter Fridolin Mölder aus Niederrad fiel in einen mit kochender Glasmasse gefüllten Kessel. Mit schweren Wunden bedeckt, lief der Unglückliche nach seiner Wohnung in Niederrad, wo er laut schreiend und stöhnend um 2 Uhr in der Nacht ankam. An dem Aufkommen des Verletzten wird gezweifelt. (Kl. Pr.) sj Marburg, 14. März. Der Voranschlag des Kreishaushaltsetats des Kreises Marburg schließt für 1905 mit 1 018 398 Mk. ab. In dieser Summe ist auch eine Schlußrate von 800 000 Mk. für die im ganzen 170 000 Mk. kostende Kreisbahn Marburg-Süd-Dreihausen enthalten. Herrischer Studeutentag. (Nachdruck verboten.) (Schluß.) S. il H. Eisenach, 14. März. Mn heutigen vierten und letzten Sitzungstag beschäftigte man sich msi her Llngelegenheit der konfessionellen Verbindungen. Es wurde eine Resolution angenommen, die sich dalsin aus- spttcht. daß konfessionelle Verbindungen als Student en ko rp oratio neu feine Er ist en z b er e ch t rg- u n a haben. An die Resolution schloß sich eine ftinibcnlange Debatte, inj der wie es scheint, weftgehende Differenzen zum Austrqg ge*1 bracht werden mußten. Schließlich einigte man sich auf folgende zweite Resolution zu dieser Frage: „Der Verband deutscher .Hochschulen ist der Ansicht, daß btt Freiheit eines jeden Studenten weder, von den Behörden noch von der Studentenschaft angetastet werden darf. Daher ist es auch berechtigt, daß sich Studenten zur Pflege von Sonderbeftrebungen zusammen s ch l i e ß e n. Der Verband ist aber der Ansicht, daß die Konfessionalität nicht Grund für die Absondemms auf studentischer Grundlage sein darf. Die Zell des Studiums ist vielmehr außer für wissenschaftliche Bildung auch besonders' für die Bildung des Charakters da. Diese ist ein besonders wettvolles erzieherisches Ätoment der Universitas lllterarum, das der Jugend Gelegenheit gibt, mit Kommilitonen der verschiedensten Anschauungen und Kreise zusammenzukommen und auch so die Anschauungen der Gegner kennen zu lernen. Dieses' Moment wird aber schwer untergraben durch konfessionelle Absonderung int studentischen Leben. Diese trägt dadurch wesentlich dazu bei, daß die Spaltung unseres deutschen' Volkes in zwei feindliche Parteien vergrößett wird und bedeutet damit eine ernste nationale Gefahr. Hiergegen muß sich 'die deutsche Student'enschaft um so schärfer wenden, als gerade das Wohl des Vaterlandes ihr höchstes Ideal ist. Aus allen diesen Gründen kann der Verband deutscher Hochschulen die konfessionelle Absonderung als studentische Körperschaften nicht anerkennen und hall daher ihre Auflösung für dringend e r w ü n s ch t, wie er andererseits eine Einigung der deutschen Studentenschaft mll Ausschluß der konfessionellen Verbindultgeit erstrebt." Damll waren die Hauptpunkte der TagLsordnung des ersten deutschen Studententages erledigt. vernri?chte». • Paris, 14. März. Dem Vernehmen nach rverden die mit der Prüfung des Geisteszustandes der Pttnzeffin Luise von Koburg betrauten Doktoren Dtagnan und Garnier in etwa 14 Tagen dem Präsidenten des ZivilgettchtS ihr Gutachten übergeben. Beide erklären vollständig übereinstimmend die Zurechnungsfähigkeit und Geistesklarhell der Prinzessin. Ihre wenigen Vorbehalte über die Motive gewisser Handlungen der Prinzessin seien ganz unbi gar nebensächlicher Natur. Die Prinzessin dankte den beiden Aerzten für die Rücksichtnahme, welche sie beim Studium ihres Falles an den Tag gelegt und erklätte, daß sie sich ip ein bis zwei Wochen nach dem Süden begeben werde. * Kleine Tageschronik. In Kempten wurde an einem a ch tjä hrigen Mädchen namens Bettha Saiger eist scheußlicher Mord verübt. Während es mit anderen Kindern Spielte, wurde es von einem Unbetonten ergriffen, der ihm ohne welleres ein Messer in den Hals swch. An den Haaren eines anderen Mädchens mxhiete der Mörder seine blutigen Hände. Dann schleppte er die Leiche in dem Wald und verstümmelte sie in schrecklicher Weise. Es gelang dem Mörder, unerkamst yi entkommen. — In Mannheim überfiel der Tagelöhner Plen-ig ine Witwe des kürzlich durch Selbstmord geendeten Gastwirts Schweigett in deren Küche und versuchte sie wegen verschmähter Liebe zu ermorden. Plenzig versetzte der Frau sieben Messerstiche, von denen aber keiner lebensgefährlich ist. Der Tater wurde verhaftet. — In Wietze stieß man bei Bohrungen nach Petto-^ leum in einer Tiefe von 200 Metern auf eine starke Oel- quelle. — In Osnabrück wurde im Arbeitszimmer; des Regierungspräsidenten ein Dieb entdeckt, der sich wahrscheinlich im Regierungsgebäude einschließen ließ. Er hatte Licht gemacht und dies Der riet ihn. Außer einigen Marken unh Stenrpeln war ihm nichts in die Hände gefallen. — Bei Gruenheide (Ostpreußen) sind von einem von Insterburg nach Memel ab gegangenen Personenzug angeblich infolge Schienenbruchs mehrere Wagen entgleist, von denen drei umgeworsen wurden. Einige Reffende erlitten Verletzungen. Der Vettel wird durch Umfteigen aufrecht erhalten. — Bei dem Brande emeä, Mietshauses im östlichen Telle der Stadt Newyork ist eins große Anzahl Personen um gekommen. Neunzehnj Leichen wurden bereit*» aufgefunden, viele werden noch bemnfct.1 Zwölf Personen wurden verletzt, davon drei lebensgefährlich. Did Opfer find zum größten Teile polnische Juden. ______ Ktjenbayu-Zrttulig. Außer den schon angefünbigten neuen v-Zugen Berlin-Gießen* Frankfutt-Basel wird, wie wir ebenfalls schon kurz erwähnten, ein zweitesv-Zug-Paar L—III. K lasseVerlin-Gießen'« Frankfurt a. M. eingerichtet. Der neue Zug, der vom An^ Halter Bahnhof 316 nachmittags abfährt, wird geschloffen über Elsaß nach Baden durchgeiuhrt. Um ihn möglichst zu beschleunigen, lvird er über die Riedgegend geleitet und durch das Elsaß so schnell gefahrery daß er kurz nach 6 Uhr morgens in Basel ist, ebenso ftüh wie der bisher l60 vom Anhalter Bahnhof abgehende D-Zug I. und H. Klaffe. Der neue Nachmittags V-Zug entspricht in seiner Lags und feinem Fahrplan fast genau dem Riviera-Expreßzug und dem ehemaligen Schweizer Expreßzug, der durch jenen ersetzt wird« Der bisherige O-Zug ab Anhalter Bahnhof l60 Uhr wird übet Nordhaufen gefahren. Ter Gegenzug des neuen V-Zugs kommt 24u Uhr nachmittags in Berlin an. Der Morgenschnellzug nach Kassel fährt elivas später, IO45 Uhr, vom Anhalter Bahnhof. Berlin, 14. März. Laut der ,^6erl. KvrrespO sirfa Eisen bahn Ministerium .500 Lokomotive u für bej stehende Bahnen und 37 Lokomotiven für die im ^ahre 1905 -UÄ Eröffnung kommenden Neubarilinien bestellt woroen. Eingesandt (Für den Jnhall der uni.; bi. .c Jiubrif stehenden AttikH übernimmt die Redattion dem P':dlsium gegenüber {einerlei Verantwortung.) Wir stehen nun wieder am Ende der Theatersaison» und die Zeit der Benefize iit nahe gekommen. Freitag- den 10. März, fand das crue statt. Wie wir nun aus sicheret Quelle erfahren, 'ind überhaupt nur zwei Benefizen für diesen Winter vornehm. Das erste für Herrn Lüttjohann, (das schon gewesen) uiw das zweite und letzte für Herrn de Giorgi. Und warum sollen dieses Jahr die Damen leer ans^ gehen? Man hätte doch annehmen sollen, daß wenigstens! Frl. Ruf ein Benefiz gestattet würde. Doch dies scheint nicht so. Der jungen Künstlerin, die sich diesen Winter die Gunst vieler Theatersreunoe erworben hat, und die uns wahrscheinlich mit Ende dieser Saison verlassen wird, käme doch wohl mll^vollem Recht ein Benefiz zu. Darum ipcabm wir uns an die Theaterdirektion, mit der höflichen Bitte, Frl. Marga Ruf, doch ent Benefiz zu gewahren. Wir glauben hiermit im Sinne aller Lheaterfreunde gehandelt zu haben, und hoffen, daß die ^Heater- direttion nns-erm Wunsche gern Nachkommen wird. Viele Theaterfreunde. frisch emtrefferrd Mittwoch, Donnerstag und Freitag Schellfisch und Cablian eingetragen: Ld" Billigste Preise. V. ^i-unugif^e ^^aLSwLLerce 14. Mar; 1905. Ziehung V. Alalse. auf uns B14/s 84 88 421 UeuDilliß uevfteigern. 1363 26004 85 135 62 226 50 53 54 61 322 450 73 74 505 8 98 839 41 69 86 [250] 82 [400] 503 7 26 68 83 622 309 46 447 59 503 64 |250] 66 604 86037 74 955 38122 83 246 82 316 43 48 57 429 32 II. 518 61 98 [250] 605 89 730 37 61 78 816 1. 344 78 98 BM/i 3. llauptgew« 31. 68 757 otiUO Gew. zus. 31. Merkt LWkamll C 473 empfiehlt [4001 501 29 41 604 22 (10001 29 49 65 725 26 45 6uL250] 807 931 288 99 367 81 403 546 70 681 758 807 73 82 982 SO 8016 81 178 929 751 706 133 62 248 37001 254 7113 79 251 620 31 75 84 92 93 827 51 43 801 95 477 73 67 861 63 94 58 467 69 79 84 442 56 69 233 3. 4. 5. yn unser Handelsregister Abt. A wurde heute bei der Finna Gießener Dampffärberei und chem. Reinigungsanstalt Reinhold Thomas zu Gießen 44 85 das Besitz[iandsverzeichnis, die Gütergeschosse, das Zutelluugsvcrzeichnis, die Zutellungskarte, das Getdausglelchungsverzeichnis 381 91 401 33 530 601 30 851 73 911 70 19265 559 710 14 74 941 47 89 828 860 84 940 53 514 33 43 364 66 69 525 42 81 88 99 443 89 94 99 727 32 857 7 50 12501 516 46 628 88 941 82 921 BsOschashe von 2.50 Ml. an empfiehlt [727 Franz ^eumeier Sonueustraße 20 22. 20 93 83 72 396 434 677 82 703 11 33 820 992 9095 98 236 351 67 53 99 608 48 704 6 20 61 875 83 990 10196 203 97 306 62 454 531 47 50 95 647 731 91 11025 88 250 65 301 462 72 503 15 54 61 668 782 5000 dUOOsw 3000 3000 3000 5000 18000 Gemarkung Ällendorf: 1. das Besitzstandsverzeichnis, 2. die Gütergeschosse, 3. die Zusammenstellung der Gütergeschosse, 4. das Zutellungsoerzeichiiis, ü. die Zuleilungskarle, 6. das Getdausglelchungsverzeichnis; Gemarkung LUein-Linden: 277 420 48 524 56 82 99 674 751 64 873 916 78 84 88 25064 133 51 207 50 55 65 352 68 75 98 424 94 98 583 613 27 702 34 79 29 Betr.: Wie oben. Eme Anzahl beteiligter Grundeigentümer hat den Antrag gestellt, in den auf dem tmken Lahnuier gelegenen und unter Groß- l-erzoglich Hessischer Landeshoheit stehenden Teilen der SiÖniqltd) Preußischen Gemarkung Wißmar das Feldbereinigungsversahren emzuleuen und fte zum Fetdbereimgungsverfahren der Gemarkung Gießen lmks der Lahn zuziehen. Die Landeskommijsron Hal biejen Amrag für zulässig erachtet und den Unterzeichneten zum Kommissär für die Leitung der öffentlichen Abstimmung befieUt. Ich beraume daher gemäß Art. 9 des Gesetzes vom 28. September 1887, „die Feldbereinigung betreffend", Tagfahrt zur Abstimmung der beteiligten Grundeigentümer über den oben erwähnten Antrag auf Mittwoch deu 29. März d. Fs., vormittags von 10l/2 Uhr bis ll*/3 Uhr, in die Großherzogtiche Bürgermeisterei zu Gießen, Zimmer Nr. 11, hiermit an. Diejenigen beteiligten Grundeigentümer, die in der Tagfahrt weder persönlich, noch durch gehörig Bevollmächtigte absiunmen, werden als ihr den Antrag stimmend angefehen. Tie außerhalb der Geiuarlungen Gießen und Wißmar wohnenden Ausmärker werden amgeiordert, ztir Wahrung ihrer Inter- essen einen tm Beremlgungsbezlrk wohnenden Bevollmächtigten m ernennen, da eine weitere besondere Zuschrift im Lame des Feldbereuiigungsver,ährens nicht mehr erfolgt. Friedberg, den 6. März 1905. Der Großherzogliche Feldbereinigungskommissär: gez. Spanier, Urelsamunann. öffentlichen HenntmS. Gießen, den 13. März 1905. Großherzogim-e ^.trgermcisterei Gießen. Mecum. tzugezogenen I. B15/3 20056 60 79 122 85 87 214 362 [250] 88 487 647 784 911 83 21001 |250] 85 180 206 36 53 62 81 302 3 51 250] 86 552 64 96 607 36 59 726 89 952 22198 213 1250] 16 322 72 73 1020 85 122 51 247 83 313 22 44 45 [250] 414 [300] 22 64 [250] 73 601 6 54 727 79 893 8 41 48 2057 80 189 213 94 418 55 85 547 627 58 712 29 58 3005 145 90 239 371 442 607 38 763 809 46 47 57 932 35 4057 117 47 66 206 318 68 3 u lUuü 6 a öOO 30 ä 100 60 ä 50 350 Gew. Alle Nummern, neben welchen nichts oemerkt ist, sind mit 200 Mark gezogen [Ohne Gewähr.) 39 42 91 214 67 85 93 328 94 429 41 45 60 601 16 19 90 768 860 Carl Germer Heuchelheim. Speischcl, VözelMllt Schmiedeeiserne Ät oö Wen 12026 68 71 134 61 71 |300| 216 250] 330 31 45 93 402 17 529 36 [250> 613 45 706 7 48 54 820 86 904 20 42 13046 64 94 113 64 232 86 399 499 501 82 647 60 756 81 [250] 94 822 25 259] 916 68 80 [2501 85 86 14021 42 66 71 116 282 311 58 74 451 L250] 515 22 26 39 74 627 50 58 86 87 720 36 54 74 849 69 932 79 [250] 15060 123 32 56 63 76 [300] 202 36 51 412 90 604 62d 95 709 82? 990 1 6006 78 179 217 26 62 343 52 85 95 451 61 78 534 634 39 55 719 61 77 909 39053 66 134 74 83 206 17 24 45 .zur Einsicht der Beteiligten open. Tag'ührt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen -finket statt: Donnerstag deu 23. März d. Fs., vormittags von 11 bis 12 Uhr, ün Gemeindehause zu Heuchelheim bei Gießen, wozu ich die Beteiligten unter dem Amugen entlade, dag die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Eunvendungen sind schriftlich abzufussen, zu begründen und auf Papier in Aktengröße (min» 'bestens V, Bogen) emzureichen. Friedberg, den 6. März 1905. Der Großherzogliche Feldbereinigungskommissär: gez. Spamer/ZireiSamimann. vorzubringen. Gießen, den 8. Aiärz 1905. Großherzogliu, e i meisteret Gießen. Mecum. 882 941 61 80 1 7157 264 320 1250 ] 37 94 444 536 80 613 35 71 707 802 12 81 84 95 918 37 78 18056 115 [250 39 76 222 [250] 60 75 ... ---------------------— --------— - 30 99 863 306 [10000] 28 42 40029 69 111 23 24 62 285. 93 97 302 76 98 [250] 534 41 47 49 82 88 624 756 41010 47 59 69 168 243 75 332 83 95 545 709 45 64 802 für €!as end Benzin neuester einfachster Konstruktion preiswert. Transunssionen und komplette Einrichtungen. MgBsi Weber, Lieh. 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Abschnitts von den infolge Grenzregulierung aus den Gemarkungen Ällendorf und Meinlmdeu Grundstücken, nämlich: 67 74 84 89 607 62 704 79 [250] 93 933 86 2 7037 41 167 213 [250] 80 325 457 742 848 [250] 28037 58 73 104 55 67 219 301 55 75 80 423 25 [250] 32 52 556 676 93 705 46 47 95 810 78 84 [250] 943 51 [2501 69 29918 244 50 415 47 83 513 84 657 713 28 813 30 60 924 85 30005 30 32 91 100 51 257 432 505 32 51 65 631 79 799 896 31083 131 43 78 92 98 220 68 500 4 11 99 674 89 710 24 810 77 32049 54 o9 256 96 345 417 527 62 64 607 53 [3001 63 98 743 944 33134 71 204 300 7 15 39 457 71 97 740 81 91 814 38 918 33 65 98 34028 43 126 öS 65 335 51 88 484 621 57 710 44 59 70 93 861 981 35088 124 62 91 263 408 41 59 68 533 82 637 805 40 925 27 38 BemrmmmttMUg. Betr.: Feldbereimgung in der Gemarkung Gießen lmks der Lahn; hier: die Zuziehung von Wißmarer Gemarkungstellen zu diesem Feldbereinigungsverfahren. Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur Bckanntmachnnq. Die Stadtverordnetcn-Versammluug hat durch Beschluß vom 5. März ds. Js. einen Flnchtliuicnplan für die Straße südwestlich des veterinär-medizinischen Instituts von der Frauk- furterstraße nach dem Wetzlarcrweg und für die Straßen zwischen Mittelweg und dem veterinär-medizinischen Institut ausgestellt. Ter Entwlwf des Fluchtlinienplans liegt bis zum 1. April d. I. Nächste Ziehung schon Lun 23. März und folgende Tage Lor sehr beiieblcn. günstigen |urossen Wohitäli^keits- t Lotterie d. KrankenpflegeAnstalten vorn Koten Kreuz, Strassburg i. E. ßÜHO .Bargewinne hij . UVUZi ohne Abzug NI. 1. liauptgew. Äi.560000 2. Hauplgew. Ä. 10000 459 69 94 519 1 250] 36 50 79 91 638 784 821 87 941 70021 23 24 53 77 100 37 68 81 300 26 485 87 544 660 85 ._ 862 914 15 98 71024 75 94 152 292 321 79 81 427 33 538 44 78 663 769 72008 120 37 204 49 68 313 33 425 70 72 88 589 601 725 68 80 95 873 73029 [250] 104 35 83 207 15 18 55 356 59 403 56 72 93 98 500 10 16 642 74 827 89 98 927 29 99 74005 94 102 273 75 324 78 [250] 469 o98 . unserem Tiefbauamte offen. Eulwendungen gegen denselben sind binnen der gleichen Frist bei Meldung des Ausschlusses bei =- 31 = 31 = 31 = 31. zus. 31. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen, rechts der Lahn; hier: den zugezogenen Teil der Gemarkung Heuchelheim. Tie nachstehende Bekanntmachung bringen wir hierdurch zur 733 74 81 953 62 , 60019 133 66 97 [250] 206 25 42 46 51 330 38 416 30 9U 518 48 621 71 85 791 829 38 [250] 954 61032 47 92 96 166 220 34 211 78 98 99 [2501 478 96 500 16 73 674 95 701 23 913 34 59 62093 97 128 56 59 63 98 213 369 444 55 70 518 604 29 38 99 793 890 921 22 63017 96 106 [300] 16 58 249 75 93 380 407 29 42 46 55 72 618 84 708 49 73 9b [400] 933 110001 64019 26 36 44 139 216 45 389 411'551 626 86 729 78 883 65026 35 39 79 126 35 228 56 375 463 74 94 602 79 729 53 55 1250] 950 60 94 66001 7 72 184 237 95 361 401 79 585 657 86 99 712 73 8ol 87 970 89 6 7123 44 82 200 15 25 87 309 22 75 463 603 738 79 87 9o2 [2501 73 87 68044 154 235 [300 u. e. Pr. v. 75 000] 45 98 389 508 73 82 97 616 79 94 803 4 [250] 84 87 901 [250] 3 72 69160 75 218 344 74 678 749 819 41 922 M o. 75197 208 82 87 314 86 460 86 612 51 77 733 68 865 79 904 8b 76000 20 77 93 141 42 94 206 73 85 92 410 30 631 67 755 850 87 928 54 56 83 77018 33 86 87 131 81 203 15 [250] 352 405 21 43 95 o89 69ö 719 1250) 27 814 35 52 975 78031 74 115 41 57 67 91 241 361 84 o79 98 670 (250| 71 756 80 852 87 [250] 936 79018 189 93*234 57 87 312 45 59 494 97 514 87 88 634 36 56 710 27 859 963 A OQ 80012 28 52 137 54 70 75 215 82 337 76 469 93 503 21 73 88 630 88 702 31 32 39 40 822 950 55 56 82 92 81008 57 [250] 140 6b 231 3l,7 69 484 516 84 623 43 59 718 895 [250] 943 49 82081 118 31 227 318 39 [250] 73 455 96 534 68 88 630 56 772 77 801 84 935 76 /9 83 68 403 519 27 41 704 54 55 819 38 913 87 84005 246 302 / 70 7b 47b 94 623 25 56 88 738 [250] 98 875 12501 993 ä 85102 230 74 79 94 365 411 40 84 525 59 649 62 80 721 61 849 8L 86034 60 94 112 18 58 217 319 51 431 78 516 27 630 [250, 61 706 8 [250] 40 [2501 53 839 71 962 87085 100 29 [25 000] 216 21 62 93 416 42 55 549 645 87 735 43 813 44 58 961 88080 255 77 99377 46275 77 92 97 504 11 14 27 36 82 85 626 718 59 65 889 96 89034 167 263 330 43 435 45 96 601 57 99 719 77 818 53 77 918 31 59 83 90026 37 49 59 82 109 46 380 98 199 558 1250] 689 750 91003 81 180 96 99 284 367 417 76 77 80 512 72 674 728 32 66 99 877 8o 93 917 92007 15 28 46 74 78 97 1250] 122 245 70 87 302 11 92 445 [300 ] 97 08 502 16 41 46 600 764 93 816 28 96 99 950 53 93095 182 207 41 309 10 51 79 509 46 605 11 728 58 94 96 79 [250] 94059 69 100 24 66 81 203 16 40 331 432 [300] 577 89 678 768 87 877 966 95018 30 64 67 86 202 73 85 330 35 40 56 86 448 599 644 72o 34 819 919 253] 66 99 96029 60 143 56 82 251 62 71 427 34 42 655 70 719 27 32 836 61 96 [250] 939 56 9 7 016 87 93 131 97 218 841 312 439 66 513 20 [2000] 614 12501 18 45 48 720 44 800 69 95 [250] 928 73 96 98055 87 127 58 88 201 88 421 54 83 84 542 45 78 605 10 15 49 72 791 825 92 928 46 99 99042 86 116 59 210 25 66 96 374 408 31 93 9o 018 59 64 711 82 802 911 Nächste Ziehung: 3. April 1905. ILesie bewiuiiGiiaiiueü ^öei geringem Einsatz! [250] 559 89 677 99 703 862 917 5053 71 [250] 94 238 340 64 421 26 43 53 86 87 98 525 93 [250] 626 69 723 28 815 16 40 42 49 959 6016 24 113 201 8 46 73 432 54 9a öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 13. März 1905. torcbt)cr*vQm.A urgcrnieifterei Gießen. Mecum. KrKanntmachung. Bekanntmachung Die Herren: Fritz Eccarius und Spenglermeister Georg Dahmer dahier jur Ausführung von Anlagen im Anschluß an das Gas- nnd Wasserwerk aus Grund der Bestimmungen vom 29. Dezember 1902 zugelassen worden. Hei-r Eccarius ist auch weiter auf Grund der Bestimmungen Dom 20. September 1900 zur Ausführung von Anlagen im Anschluß au das Elektrizitätswerk zugelasien. Wir bringen dies hiermit zur öffentlichen Kenntnis unter dem .Anfügen, daß diejenigen Hauseigentümer, welche Anlagen im Anschluß an das Gas- und Wasserwerk und das Elektrizitätswerk, ivder Ailsbesserung und Veränderungen an solchen durch Spengler und Installateure vorilehmen lassen, welche nicht zur Ausführung derselben vo:i uns zugelassen sind, sich unter Umständen Unannehm- ]lichLeiten und Weiterungen aussetzen. Gießen, den 8. März 1905. Bu/3 Großhcrzogtiaie Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Betr.: wie oben. In der Zeit vom 9. März d. Js. bis einschließlich 22. März b. Js. liegen auf dem Gemeindehaus zu Heuchelheim bei Gießen die Arbeiten des III. Abschnittes von dem zur Feldbereimgung Gießen rechts der Hahn zugezogenen Teil der Gemarkung Heuchel- heim, nämlich: 1. Die Zutellungskarten, 2. das ZuiellungSverzeichnis, 3. die Gütergeschosie, 4. die Zusammenstellung der Gütergefchosie, 5. das Obstbaumverzeichnis: Freitag, den 17. März 1905, vorm. 10 Uhr, lassen die Erben des verst. Itaudwlrts Johs. Seipp zu Bersrod: 2 örühe, 2 Siiu- der, 1 Wagen, 1 Pflug, 1 Egge, 1 Zlartoffclpflug, eine Häckselmaschine, mehrere Zentner Äorustroh (Hauddrufch) u. s. lv. Die veltevteu toieyenev Pferde-Lose a 8 Sfäark sind in allen durch Plakate kenntlichen Geschälten zu haben. Ziehung am 23. März d. I. Hauptgewiiine: 3 Einspänner, 7 Pferde und Fohlen, Fahrräder, Nahmaschinen, Uyreu, silberne Gegeustäuoe u. s. w. Kichard Xiuchackcr Hauptvertrieb, 889 Gießen, 9tcuen Bäue 11. Daselbst 11 Lose für 10 Mk., für Porto und Liste 25 Pig. mehr. 61 72 955 84 42017 40 68,95 266 316 76 84 520 41 49 50 71 627 [2501 47 95 813 86 908 79 43087 99 113 16 243 [250] 73 414 66 70 94 509 [4001 37 71 741 70 804 45 58 925 75 97 44106 81 315 70 448 524 71 654 90 98 782 [250] 926 40 45033 138 71 246 68 88 339 56 57 71 79 458 89 97 514 644 80 738 808 89 46041 259 305 7 408 65 90 527 83 639 61 68 731 815 67 75 81 94 902 46 87 47093 152 90 254 441 55 508 658 95 760 828 71 906 10 37 43 49 53 72 77 91 96 48209 85 334 78 89 [250] 421 43 75 84 642 89 92 725 42 868 86 947 49019 119 64 92 94 [250] 270 320 47 511 95 634 72 92 717 78 |250] 827 985 2501 o 50059 148 86 [250] 229 35 66 81 323 531 641 97 732 46 61 81 826 44 66 86 51044 200 61 [250] 320 31 59(300] 67 440 [1000] 69 508(250] 27 60 699 743 67 74 77 807 93 990 52025 Öl 72 88 96 101 205 14 28 16 369 429 51 507 43 54 618 78 95 737 806 95 98 914 34 39 97 5 3104 225 311 64 72 85 93 402 83 510 12 94 649 781 848 948 64 95 54004 9 40 45 74 96 160 77 [250] 94 318 23 33 70 413 87 551 621 870 923 75 .250] 92 55085 194 218 44 87 92 97 368 69 469 95 97 570 77 [250] 91 657 765 85 808 35 61 993 98 56053 87 161 88 315 497 525 32 39 41 84 b22 79 88 95 745 [1000 | 79 822 24 46 940 55 82 [300j 57002 14 23 82 ö4 92 130 63 220 45 338 71 404 511 37 [50001 47 663 83 85 726 33 38 [250] 42 48 804 67 [250] 977 5 8028 79 81 155 210 30 62 348 446 73 80 u4d 705 11 850 929 97 59006 161 265 [250] 383 410 20 507 25 56 91 608 Omrribuö-GejeLL schafr E. G. m. b. H. c,a/3 TerHufbefchlaguniererPierde soll für die Zelt vom 1. April 1905 bis 31. 'März 1906 vergeben werden. Reflektanten werden ersucht, ihre Offerten Samstag den 18. d. Alls, auf dem Depot Alarburgerstraße abzugeben. Billigste Preise. I Rheinisches Ranfharr M Bahnhofstraße 26. a:6/s Bahnhofstraße 26 , J > Die Firma wird gelöscht. Gießen, den 14. Atarz 1905. Gr. Amtsgericht. Donnerstag, 16. März 1905, nachmrttagS 3 Uhr, wird auf hlesigcin Ortsgencht die vor dem Naillkii des Carl Schleen- beeter u. Eyefrau, geb. Maus, in Krofdorf stehende Parzelle der (Sc. inarkllng Gießen Flur 5 Ar. 140,8 — 300 qm Hosreue auf der Lvcißerde aus den obersten Riegeipfao, ivenllsch mit Ebctstraße 3, öffentlich meistbietend freiwillig versteigert und lann bei annehlnbaren Gebot der Zuschlag fo|ort erfolgen. bn/3 Gießen, lu. März 1905. Grölst). Ortsgericht Gießen. G r o Mitbürger! Nachdem die zum Zweck der Errichtung eines Theater- und Saalbaues eingeleitete .Geldsammlung so hocherfreuliche Resultate gezeitigt hatte, haben wir der Stadtverordnetenversammlung die Frage vorgelegt, ob sie das ganze Projett eines Theater- und Saalbaues auszusühren gewillt sei. Die Versammlung hat in ihrer Sitzung vom 10. d. Mts. dies verneint und nur dem Theaterbau allein zugestimmt, dabei aber auch den Wunsch ausgesprochen, daß möglichst die ganze Bausumme durch freiwillige Spenden aufgebracht werden möge. Mitbürger! Laßt uns versuchen, diesem Wunsche zu entsprechen und ein Werk zu vollenden, das unseren Nachkommen ein leuchtendes Beispiel echten Bürgersinns sein wird. Wir sind sicher, daß es uns gelingen wird. Denn mit der jetzigen Zahl von bald 400 Zeichnern ist bei Weitem noch nicht der Kreis derer erschöpft, die ein Interesse daran haben, daß die Kunst hier eine würdige Stätte erhält, noch lange nicht erschöpft der Kreis derer, die auch ein geschäftliches Interesse an dec Hebung des Verkehrs in unserer Stadt besitzen. An alle diese, an Hoch und Niedrig, wenden wir uns mit der Bitte, nunmehr, nachdem die Entscheidung in dec Richtung der Erbauung eines Theaters gefallen ist, mit einer Zeichnung nicht mehr zurückzuhalten und das gemeinnützige Unternehmen durch einen Beitrag, er sei groß oder klein, zu unterstützen. Jeder Beitrag ist willkommen. Gebe uur Jeder nach seinen Kräften. Wir haben im Laden des Herrn Challier am Neuenweg Zeichnungsscheine 'gelegt und ersuchen alle, die noch eine Spende machen wollen, dort einen Zeichnungs- in entgegen zu nehmen. Ebendort ist auch eine Liste aufgelegt zuc Einschreibung für diejenigen, welche gesonnen sind, den gezeichneten Betrag sofort und aus einmal, statt n vorgesehenen drei Raten, zu entrichten. Emser tahtanea der altberühmten Kränchenquelle Emser Kesselbrunnen Kaiserbrunnen. Viktoriabrunnen. Emser Pastillen und Ifiiellsalz zu haben in allen Apotheken, Drogerien u. Mineralwasserhandlungen, sowie durch die Kgl. Bade- und Brunnenverwaltung Ems. S»"/3 _________________________________ Putzextract W ■v> i i Neustadt 10. •Möbel! LiudenDlatz. aW» Bahnhofstrasse. von M. 1000 an von M. 400 an garantiert echt, neueste Typen mitTrompetenan» Automaten mit Geldelnwun. Goerz’ Trißder-Blnodes Höchste Lichtstark» Nach Vollendung meines Neubaues habe ich mein grosses Instrumentenlager, ganz besonders aber das Lager» in FSiigeto noch bedeutend erweitert und empfehle nun in selten schöner Auswahl: Phonographen ^Meisterwerke der 1 Feinmechanik, mit Hartgusswalzen, auch für eigene Aufnahmen! Füg®! 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Wünsche wegen mündlicher Rücksprache mit einem Herrn des Komitees wolle irch Postkarte an die Adresse des Komitees gelangen lassen. <üer geben will, der gebe rasch, denn nur so wird es möglich sein, recht Lald mit dem Bau zu beginnen und ihn zu vollenden bis zur Jubelseier unserer Universität. vl8/s ZW Komitee für toSM eines Theater- und Mto in Achen. Photographische Appamte nur bekannte Marken:' Goerz,Volgtländer.Lloyd," Kodak etCn modernste Typen [unter voller Garantie. Alle Bedarfsartikel« Anleitung für Anfänger.' Mittwoch früh, Donnerstag nnd Freitag Fips Cabliau ohne Kopf Cafoliau 1—ly.pfeindig rische T ische I ^chejlfigch lptiind. Grüne Heringe. Diese Woche infolge grossen Fanges billige Fischpreise. Gebrüder Berdux Pklinaiienles Sojtr fclu'änke, Vertikows/ Ausziehtische, Soia° StzKL H iw MliiM $* HUT- S MchenetarichtingeB 58. „ Lieferung kompletter Wohnungseinrichtungen. Wilh. Müller, Aeichchk 68. Mübel-Schreinerei und Lager. __GEGEN GERINGE Monatszahlungen FljWrs-MkmrkI in Sirße». Wie in früheren Jahren beabsichtigen wir auch bei dem äm Mittwoch, dem 22. März d. I., stattfindenden Pferdemartt eine Pferdefchau mit Prämiierung abzuhatten und zwar speziell für im Privatbesitz befindliche Reit-, Wagen- und Arbeitspferde; dieselben können unter dem Reiter, ein-, zwei- oder vierspännig, auch im Geschirr vorgeführt werden. Die Prämiierung beginnt vormittags 11 Vs ^hr, die .Vorführung und Preisvertcilung vormittags 121/, Uhr in dem hierfür vorgesehenen Prämiierungsring. Während der Vorführung Konzert der hiesigen Feuerwehrkapclle. Es gelangen nur Ehrenpreise zur Verteilung. Anmeldungen haben bis zum Montag, dem 20. Marz b. Js., bei Herrn August Schwan, Weinhändler in Gießen, zu erfolgen. Pferdebesitzer laden wir zur Beteiligung ecgebenst ein. Gießen, den 10. März 1905. Bll/3 Die städtische Pferdemarkt-Kommission. 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Lehrlinge: 1 Wahrer, 1 Mechaniker, 1 Buchbinder, 2 Schreiner, 1 Lackierer, 1 Bäcker, 2 Schneider, 1 Schuhmacher, 2 Glaser, 1 Graveur, 1 Kellner. ES suchen Arbeit: 1 landwirtschafll. Arbeiter, 1 Gärtner (Privatarbeit), 1 Glaser, 1 Waschfrau, Hausburschen, 1 Kaufmann, 1 Kellner (hier oder auswärts), 1 Diener, Portier oder Kassier, Taglöhner, 2 Lauffrauen, 2 Brrreaugebillen._________________ ^Bekanntmachung. Die Liste über die während der Zeit vom 1. April 1905 bis bahi» 1906 für die Pstichtfeuerwehr heranzuziehenden Personen liegt vom Erscheinen dieser Bekanntmachung ab während 8 Tagen auf der Bürgermeisterei — Zimmer Nr. 15 — zu jedermanns Einsicht offen. Es wird dies unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß während dieser Offenlegungsirist Einwendungen gegen sie Richtigkeit und Vollständigkeit der Liste, sowie Besreiungsan- fprüche auf Grund der Ortsfeuerloschordnung vom 12. Juli 1892 mündlich oder schriftlich bei uns vorgebracht werden können. Wir bemerke« dabei, daß Einsprüche, die lediglich durch kürzere oder längere Abwesenheit des Pflichtige« von Gießen begründet werden (insbesondere also Einsprüche von Reisenden pp.), stho» im Borans als aussichtslos bezeichnet werden müsse«. Meßen, den 11. März 1905. GrrHherzoglicbe Bürgermeisterei Gießen. < I. Eurfchmann._________________B1A/n, Darmstadter Pädagogium Darmstadt, 53 Heerdweg 53. Vorbereitung ^itm Einährigen-, Primaner- und Abitnrieuten- Exame», sowie zum Eintritt in mittlere und obere Klassen höherer Lchrcmstakten. Eintritt jederzeit. SeitJahre« die besten Erfolge. fov“/,___________________________________________M. Gmpfeh'k e zur FrSWrsWnl ä Kostmlia in gvoster Auswahl: Chevreaux- u. Bo^calf-Herreu-Schnür- «. Triumphstiefel von V Mr. an, Ehevreau^- u. Boxcakf-Herren-Zng- n. Knopfstiefel von 8,50 Mk. an, Mchsleder-Herren-Zug- n. Schnürstiefel von 5,50 Mk. an, hochfeine Chevreanx- n. Boxcalfstiefel von 12 Mk. an. — Ehovreanx- «. Boxealf-Darnen-Schnür- u. 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