155* Jahrgang Erstes Blatt. Mittwoch 15. Februar 1905 -kr. 39 erf*tt*t tilglich außer Sonntag-. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siehener gamtlien» blätter viermal in der Woche betgelegt. Notationsdruck u. Verlag der Brü h l'schen Univers.-Buch-u. ©teilt- bruderci. R. Lange. Redaktion, Erveditto« und Druckerei: Schulstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. FernsprechanlcblußNr 51. fgw A Au Äb. yggsr A »«laglfrreHt JMw ▼ Är ■Ml w monatlich 75M., viertel- GletzenerAnzelger« w General-Anzeiger " SS£ 1 Ä • «r -r den potit und Ami§- und Anzergeblaü für den Kreis Gießen MUZ ___ ” zeiqenteil: Hans Beck. Ale öeutige Kummer nmfaßt 10 Seilen. Bekanntmachung. Unter dem Schweinebestand des Karl Leschhorn zu Muschenheim ist ein Fall von Rotlaussetlche festgestellt worden. Gehöstsperre ist verhängt. Gießen, den 13. Februar 1905. Groß her?!' - - - nt Gießen. I. V.: Hechler. _____________ Ije Mergaröeileröew'gung. Aus dem Rnhrrevier. Die Siebenerkommission in Essen richtete an den Reichskanzler ein Telegramm, in dem sie bittet, nachdem die Wiederaufnahme der Arbeit sozusagen auf der ganzen Linie erfolgt sei, die Bergwerksbesitzer zu den in Aussicht gestellten weiteren Verhandlungen geneigt zu machen. Darauf ging folgende Antwort des Reichskanzlers ein: Herrn Effert, Altenessen. Gern habe ich davon Kenntnis genommen, daß die Bemühungen, dem Ausstand der Bergarbeiter mit seinen verderblichen Wirkungen ein Ende zu bereiten, Erfolg hatten. Ich bat den Handelsmini st er nunmehr auf Grund Ihrer Telegramme das Weitere zu veranlassen. Die angefahrenen Bergleute behaupten übereinstimmend, die Zechen hätten durch den Ausstand weniger gelitten, als man vorausgesetzt hatte; z. B. kann die Zeche Deutscher Kaiser den Betrieb in vollem Umfange aufnehmen. Auch die befürchtete Stillegung der Zechen Pommerbank und Bergmann ist nicht eingetreten. — Das Kohlensyndikat wird zum Juli desinitiv von Bochum nach Essen verlegt. An8 Belgien. Brüssel, 14.Febr. Ein neues Bomben-Attentat wurde im Becken des Centre gegen einen Bergmann verübt. Das Haus wurde stark beschädigt, verletzt ist niemand. Die Kohtenvorräte im Gebiete von Mons sind so gut wie erschöpft. Brüssel, 14. Febr. Der Arbeitsmini st er empfing heute eine Abordnung des Bundes der belgischen Grubenarbeiter und erklärte ihnen, er könne bei dem Streite zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern nicht eingreifen. Er könne ebensowenig bei den Arbeitgebern Schritte tun, um ihnen eine Lohnerhöhung anzuempfehlen, als bei den Arbeitern, um sie zur Annahme einer Lohnherabsetzung zu verpflichten. Die Frage der Alterspensionen der Grubenarbeiter und die Verkürzung der Arbeitszeit aber hinge vom Parlament ab. Aie Kreiqnisse in MUand. Kaiser Wilhelm und Zar Nikolaus. Wir erfahren von zuverlässigster Seite folgendes: Es ist Tatsache, daß die Ereignisse des blutigen Sonntags, 22. Januar, dem Zaren teils völlig verschwiegen, teils in entstellter, gemildeter Form mitHe -- teilt wurden. Als Kaiser Wilhelm II. hiervon sichere Kunde bekam, mrterncchm er es, die Wahrheit zu den Ohren des Zaren gelangen zu lassen. Er schickte eine Persönlichkeit, die nicht zum ersten Male als Vermittler des Verkehrs zwischen den beiden Herrschern diente, mit einem eigenhändigen Schreiben und einem Stoße deutscher Zeitungen zu dem Herzoge Georg von Leuchten- bera, der ein cmfrichLig und ehrlich gesinnter Mann ist, und ließ den Herzog bitten, den Zaren darüber auszuklären, welch furchtbares Blutbad in seinem Namen unter der friedlichen Arbeiterbevölkerung an jenem Sonntage angerichtet worden sei, um ihm zu zeigen, wie er von seiner Umgebung systematisch über die Wirklichkeit getäuscht würde. Der H^Zvg von Leuchtenberg unterzog sich dem Auftrage. An einem Tage, da keiner der Großfürsten in Zarskoje-Selo erwartet wurde, fuhr er hinaus und berichtete dem Zaren an der Hand der deutschen Zeitungen und nach seinem eigenen Wissen auf das ausführlichste. Der Zar war, als er ihn angchört hatte, tief erschüttert und hat dem deutschen Kaiser für diesen wahren Freundschaftsdienst in den wärmsten Ausdrücken gedankt. Es würde uns nicht wundern, wenn diese Darstellung von russischer Seite ein offizielles Dementi erführe. Regierungsmaßnahmen. Petersburg, 14. Febr. Heute fand eine Sitzung des Ministerkomitees statt, in der die Beratung der Frage der Behandlung Andersgläubiger fortgesetzt wurde. Tas Ministerkomitee sprach si.ch, dahin aus, daß auf die Altgläubigen dieselben Vorschriften wie für die anderen christlichen Konfessionen anzuwenden seien, und beriet die Frage gewisser juristischen Personen zukommenden Rechte an die Kirchen und Kapellen Altgläubiger, ferner die Frage der Wiedereröffnung geschlossener und die Erlaubnis zur Eröffnung neuer Kapellen für Altgläubige, ferner die Frage der Asyle für Angehörige dieser Konfession. Die Verhältnisse der Mtgläubigen sollen damit endgiltig geregelt werden.» Petersburg, 14. Febr. In einer Ausschußsitzung unter dem Vorsitze ^)es Handelsministers Tschichatschew fand die Vorberatung des Gesetzentwurfes betr die Kongresse von -Börsen Vertretern statt. Der Gesetzentwurf wird dem Reichsrate überwiesen. Es sollet! Kongresse für ganz Rußland und andere für einzelne Bezirke abgchalten werden; letztere trennen sich in allgemeine B ö r s e n k o n g r e s s e und in besondere Kongresse für den G-etreibehandel. Der erste allgemeine Kongreß soll in Petersburg zusanrmentreten. London, 14. Febr. Aus Petersburg wird gemeldet, daß die russische Negierung jetzt daran arbeitet, ein neues System der politischen Spionage einzufirhren. Es wird beabsitchigt, jeden russischen Bürger derart überwachen zu fassen, daß es ihm unmöglich gemacht wird, sich mit revolutionären Angelegenheiten zu befassen. (??) Die Kosten der Reorganisation des Geheim- polizeiwejens und der politischen Spionage werden sehr bedeutend sein. Tie Lage in Polen. In Sosnowice wird in einigen Betrieben wieder gearbeitet. Viele streikende Arbeiter und deren Führer werden seit einigen Tagen in aller Stille verhaftet unb1 Neminiscenzen an die Schilterfeier im Jahre 1859. In diesen Tagen, da man allerwärts die Vorbereitungen zu einer würdigen.Feier des 100. Todestages Schillers trifft, dürfte es angebracht sein, den Blick unserer Zeitgenossen auf die Feier des 100. Geburtstages unseres großen Dichters zu richten. Es ist bekannt, daß man 1859 diese Feier begangen hat. soweit damals die deutsche Zunge klang, nicht nur in Deutschland, sondern vielfach auch im Auslande, z. B. mit besonderer Begeisterung in Nordamerika, aber auch in Brüssel, Amsterdanl, Lüttich und vielen anderen Städten, wo inan jetzt vergebens Liebe zum deutschen Wesen und zur deutschen D ichtung sucht. Wie man im d e u t s ch e n Südwesten, öenr ja der große Dichter entstammte, seinen 100. Geburtstag gefeiert hat, sei hier kurz berichtet: Voran gingen natürlich dir größeren Städte, die das Fest besonders glanzvoll nnsgestalteten. In Frankfurt a. M. wurden große Zurüstungen getroffen. Man ließ eine Anzahl Vereinstaler prägen, die auf der Rückseite die Inschrift trugen: „Ein Gedenktaler zu Schillers 100. Geburtstag am 10. November 1859". Am Festtage selbst, einem schönen, sonnigen Herbsttage, brachten die Züge große Menschenmengen nach der freien Reichsstadt; der Frcmdeuzudrang war so stark, daß ein Fenster am Römerplatze, wo die Hauptfeier stattfand, 25 Gulden kostete. Nach der akademischen Feier setzte sich der Festzug in Bewegung. Er dauerte H/i Stunden und defilierte auf dem Römerberge vor dem „hohen" Senate. Dort sammelte man sich um eine Schillerstatue, und eine kurze Rede wurde gehalten. Abends waren viele öffentliche Gebäude, darunter auch der Römer festlich beleuchtet: dagegen das Bundespalais blieb auffallenderweise dunkel. Wie in vielen anderen Städten, so brachte auch hier die Feier die Anregung zur Errichtung eines Schillerdenkmals. Am Festtage bereits wurden bei dem Festessen im Zoologischen Garten hierfür 2000 Gulden gesammelt, und am 18. November hatte diese Summe schon die Höhe von 9100 Gulden erreicht. In Wiesbaden bekam der Friedrichsplatz den Namen Schillerplatz. Es fand eine dreitägige Feier statt, deren Glanzpunkt die Aufführung des „Wallenstein" war. Die Stadt Mainz, die schon damals durch ihr Gutenberg- fest von 1840 bewiesen hatte, daß sie es verstand, nationale Feste zu feiern, veranstaltete ein glanzvolles Schillerfest. Die Feier sollte am 10. November durch Choralblaseu von den Kirch- türrnen herab eröffnet werden. Ta das jedoch nicht gestattet wurde, so mußte turnt sich damit begnügen, die Choräle von einem Privathause am Markt aus ertönen zu lassen. Auf dem Guten- bcrgsplatz hatte man inmitten eines von venctianischen Masten gebildeten ~ Rondells einen Originatabguß der Danneckerschen Schiltcrbüste auf einem hohen Picdestal ausgestellt. Am Abend führte man im Theater „Wallensteins Lager" und „Wilhelm Dell" auf, wobei die Tänze von dem Turnverein ausgesuhrt, die .Chöre von dem Mannergesangvereine gefangen wurden. Tie Stadt war reich geschmückt. Auch die Kaserne des hessischen Militärs war mit GuirlandeN, Fahnen und Inschriften, die Gedichten Sch-illers, besonders seinem „Reiterliede" entnommen waren, geziert. Ter 11. November brachte ein großes Festkonzert. Die dabei vorgetragenen Chöre standen durchweg in Beziehung zum Feste, meist hatten sie Texte la'us Schillers Gedichten. Am Abend waren das Theater und der Gutenbergsplatz erleuchtet. Tie Büste Schillers erstrahlte in bengalischen Flammen; ein Festgesang wurde vorgetragen, worauf Oberbürgermeister Nack ein Hoch auf den Dichter ausbrachte. Am 12. November schloß in Mainz das Fest mit erneut Balle. Auch hier faßte man den Plan, dem großen Dichter ein Denkmal zu errichten. Dieses Projett kam 1862 zur Ausführung: der Tiermarkt, auf dem das Denkmal aufgestellt wurde, hieß von da an Schillerplatz. In der Industriestadt Offenbach a. M. faßte der Gemeinderat einen vernünftigen, dem Charakter der Stadt ganz entsprechenden Beschluß. Man gründete nämlich eine Schillerstiftung für arbeitsunfähige Leute. Hierfür wurden aus Erübrigungen der Sparkasse jährlich 1000 Gulden bestimmt. „ Ent Fackel 5 ug erössnete her uns in Gießen am Vorabend das Fest. Nach der Uuivepsitätsfeicr ging man anderen Tages nach der Lutherhöbe, um dort eine Schillereiche zu pflanzen. In O p p e n h e i m wurde am Vorabend die Burg Land6krön beleuchtet: der Festtag wurde mit 100 Böllerschüssen eröffnet, durch eine Feier mit Rede und dem Vortrage Schillerscher Gedichte beschloß man den Tag. Allenthalben flammten abends zuvor auf den Höhen die Freudenfeuer auf. Auch in Alzey brannte man ein Feuer ab, stellte lebende Bilder, veranstaltete ein Festessen und einen Ball. £er Kasinovorstand gab einen Beitrag zur Schillerstiftung. In Bingen hielt der.bekannte Philosoph Noirö, damals Gymnasiallehrer in Mainz, die Festrede. In Darmstadt wurde das Fest durch einen großen Brand gestört. Materiell gesinnte Leute scheinen die ehrenwerten Bürger von Höchst a. M. geiresen zu sein. Ihr Programm lautete kurz und knapp: „Zur 100 Geburtstagsfeier Schillers findet im Taunushotel ein Abendessen statt, ver Kouvcrt 1 Gulden." Als „Wiener Witz" ging dantals folgende neckische Frage und Antwort durch die Leitungen: Warum haben sich die Aerzte nicht an der Schillerfeier beteiligt?" „Weil sie mit Unsterblichen nichts zu tun haben wollen." — Aus Frankfurt a. M. meldet man: In der neu ein- siiudierten Aufführung „Medea" errang die machtvolle Dar- stcllung der Titelrolle durch Josephme R o t t m a n n einen starken 2tnr 3 Januar starb, wie wir mitteilten', in Tokio Pro- feffor ^r med Scriba, der von 1880 bis 1901 an der Univcvsitä't Tokio gelehrt hatte und zuletzt im Sankt Lukas- Krankcnhausc in Tsukidsi-Tokio wirkte. Scriba, ein Hessen -Darmstädter, war ein vortrefflicher Cbirurg, der zahllose sckwteriae nach Petrikau überfüchrt. In Skakow- bes-eeite die Meugk^ einen Sosnowicer GefangLnentrairsport aus denl Händen des Militärs. Das Rcrdotner Streikkonrrtee fordert die Arbeiter zur Aufgabe des Streiks auf, da er als politisch^ Kundgebung seinen Zweck erreicht habe. Die Arbeit wurde überall ausgenommen. In Pabiantce schossen Kosakeoh in eine Gruppe streikender Arbeiter. Ein Mann wurde gi-? tötet, sieben verwundet. NaMische Tagesschau. Süddeutschland und die Handelsverträge. . An Gründlichkeit steht die Kritik der Handelsverträge inß Reichstage der des Zolltarifs nicht nach. Es zeigt sich auch jetzt die der Tarifdebatte ckMratterWscl'e Erscheinung, daß die Redner aus S ü d d e u tsch l a n d eine hervorragende Rolle spielen, und daß besonders die bayerischen ALgeordneten sich rühren, wobei es sich vorzugsweise tun l andw irts cha ftli che Inter-§ essen handelt. Bisher ist es den Vertretern der Regierung^ nicht gelungen, den Nachweis zu führen, da^ der Süden. Deutschlands denselben Vorteil von den Han---, delsverträgen haben werde, wieder Norden. Auch gestern, wo die kritische Nachlese abgehalten wurde, ließ sich wieder eine Stimme vernehmen, die über ungenügende Berücksichtigung der süddeutschen Landwirtschaft gedämpfte Klage führte. Es galt zumal dem Weinzoll, über den! ein Sachvevständiger ans Baden, Abg. Tr. Blanken Horn fnl.) sich äußerte. Er gab dadurch dem württem bergischen Staats Minister: Dr. v. P i s ch e k Veranlassung, die Stellungnahme der württem- bergischen Regierung zu den den Süden angehenden Agrarzöllen zu präzisieren. Ter Minister ging aber bald über diesen Rahmen hinaus und hielt eine groß angelegte, klar gegliederte Rede über das Handelsvertragswerk, aus der man so recht erkennen konnte- wie schwer es bei den Vertvaigsverhandlungen gewesen ist, die Interessen der verschiedenen Erwerbskreise gegen einander abzuwägen und einen möglichst gerechten Ausgleich herbeizuführen. Dr. v. Pischek hat auch in hie Zolltarifdebatte mit einer vielbemerkten Rede eingegriffen. Er O also im Reichstag in bester Erinnerung, und man hörte ihm heute mit umso größerer Aufmerksamkeit zu, als er mehrfach auf Musterungen der Tiskussions- redner Bezug nahm. Ter Minister wurde weder von links noch! von rechts durch Zwischenrufe unterbrochen. Bei seiner Zolltarifrede erging es ihm anders; da brandeten die Wellen des Beifalls der Linken und des Murrens der Rechten immer wieder zusammen. Die Eröffnung des englischen Parlaments. London, 14. Febp. Das Parlament wurde heute wieder eröffnet Tie Thronrede: gedenkt des Krieges zwischen Rußland und Japan als streng! neutrale Macht. „Meine Regierung ist auch mit der russischen Regierung zu einem Einverständnis gelangt, kraft dessen der internationalen Unteriuchungskommission, die in lieber ein- stimmung mit den Grundsätzen der Haager Friedenskonferenz zusammengetreten ist, die Aufgabe onücrtraut worden ist, die mit der Katastrophe der britischen Fischerflotte, welchs durch das Vorgehen der russischen Flotte in der d^ordsee hervor-- gerufen wurde, zujcnnmenhängenden Umstände zu untersuchen und die Verantwortlichkeit den für den beklagenswerten Zwischenfall in Betracht Kommenden zuzumessen. Hiernach wird eine Anzahl von Gesetzentwürfen angekündigt, so eine Bill über die Arbeit^ lojenftage, und eine solche betreffend die Erweiterung der Bestimmungen über die Entschädigung von Arbeitern, ferner Vorschläge betreffend die Einsetzung eines Ministers für Handel und Industrie ufw. Schließlich werden gesetzgeberische Maßnahmen! behufs Neueinteilung der Parlamentsbezirke mit folgenden Wprtenj angekündigt: Ihre Aufmerksamkeit wird auf Vorschläge gelenkt- zur Verminderuna der Anomalien in der aegenwärtigen Verteilung Operationen mit bestem Erfolg ausgeführt hat und zu dem auch viele Ausländer aus den chinesischen Hafenstädten herüberkamem Solange er fein Amt an der Universität innehatte, ließ ei s.ich weder von Latrdsleuten noch vott Bekannten, die einer anderen Nationalität an gehörten, seine Dienste bezahlen. Er war als Mann von hervorragender Herzensgüte bekannt und umsomehr geachtet, als er sich niemals vordrängte und allen falschen Schein haßte. Immer fröhlich mit Fröhlichen, bei Kommersen stets Präses, an schönen Herbsttagen wohl gar einmal die Jagd dem Kolleg vorziehend, wurde er vor einigen Jahren üoit einem chronischen Leiden und nunmehr farz nach einer Operation von einem Abszeß in der Lmrge befallen, der sein schleuniges Ende herbeiführte. Tre Begräbnis feier, zu der eine außergewöhnlich große Zahl von In- und Ausländern erschienen war legte von der Beliebtheit des Verswrveilenj beredtes Zeugnis ab. Von der Universität z. B. waren nicht nur der Rektor und zahlreiche Professoren, sondern sogar Studenteni erschienen, die Scriba nicht mehr gehört hatten: vorn St. Lukas-» Hospital der amerikanische Chefarzt, die japcmiichett Aerzte und, acht Krankenpflegerinnen in ihren weißen europäischen Kleidertr mit weißer Haube. Japanischer Sitte entsprechend hat der Kaisev dem Sterbenden Geschenke übersandt und eine Anszeich-j nung, den S ch a tz o r d e n c r st er Klasse, verliehen. Eine besondere Weihe erhielt die Feier dadurch, daß zwei Kompagnien Garde-Infanterie dem Toten das letzte Geleit gaben. , _ „ , — Graf Leo Tolstoi hat ein neues Drama „Hinter denKulissen des Krieges" geschrieben, welches den Krieg ans das schärfste v e r u r't e i l t. Das Stück sollte im Petersburger Alexander Tht'atcr aufgeführt werden. Tie dramatische Zensur: h-elt jedoch die Auftühruug des Dramas für gefährlich und be- leg-te dasselbe mit strengem Verbot. Tolstoi hat sein Werl nmrmelw rack München gesandt und stellt cs allen europäischen Bühtum zur freien Verfügung. München, 14. Febr. Der Hoftata-ellmetster Professor Er04 m a n u s d ö r f f c r ist heute gestorben. „Die Siebzehnjährigen." Max Dreyer lieb' ich, doch fein Drama nicht . . . Denn was er grübelrrd hier verfneht zu schildern In einem Auf und Ab von trüben Bildern, Ist Alles — nur kein traqiscltes Oiedicht. Die reine Kraft ucrtvfliiten Schmerzes fehlt. Man fühlt sich nicht erschüttert, nur gequält — Und wenn die Löfnnq nn'ihsmn sich entspinnt, So ist nut allen Mienen klar zu lesen: Der Held wird erst im letzten Akte blind; Der Dichter ist es vorher'schon gewesen. OSkar Blumenthal. Ker Wahlbezirke, die yirm großen Teil durch Anwaclyen der Bevölkerung in den letzten Jahren herbeigeführt worden sind. In der Adreßdcbatte greift Ca m Pb c l l -B a nn e r m a n n 6tc Rcgicntng heftig an. Redner erklärt, das Ministerium sei demoralisiert: wie sehr dies der Fall sei. Mge nm in der ganz u n a n a e b r a eh t e n R e d c, die cm M 11 i c o der Admiralität hielt. Ter Zivi Kord der Admtraltwt sei augenscheinlich dessen müde, wenig beachtet Zn werden '«jcifnii bei ' den Liberalen, Widerspnich bei den Konservativen, b und er habe anscheinend beschlossen, sich einen Namen zu machen; MS sei ihm gelungen, und Tausende, die bisher nie von ihm getzoit hätten, wüsten jeftf hon seiner Eristenz. her Krieg. Nuffische offizio'r Meldungen. Ein Telegramm des Generals Ssacharow an * *-cn Generalstab besagt: Gestern früh wurde eine Abteilung unserer Jäger bei Nanschinpu, südwestlich von Bamapulse, von drei japanischen Kompanien angegriffen. _ Die letzteren wurden nach erbitterten! Kümpfe zurückgeschlagen un ließen eine große Anzahl Toter sowie Waffen und Munition auf dem Schlachtfelde zunick. Rusfischerseits wurde ein Offizier leicht verwundet. Am 11. Februar machten die Japaner im Zentrum einen Angriff auf einen von russischen Jägern besetzten Wald, wurden aber zuruek- ^eschlagen. Japanische offiziöse Meldungen. Tokio, 14. Febr. (Reuter.) Berichte aus Liaufang geben an, daß die ganze russische Streitmacht zwischen dem Sch ab o und Charbin 450 000 Mann beträgt, von denen 280 000 in Gefechtslinie stehen. Tie russischen Verluste bei Heikutai werden jetzt aus 25000 Mann geschätzt. Aus dem Hauptquartier wird gemeldet: Die Russen bombardierten Weitoshan zweimal und griffen an, wurden aber zurückgeworfen. Am Sonntag griffen Abteilungen russischer Infanterie Lerpatai und Hansbantai am Montag an und wurden zurückgeschlagen. Die Russen fahren fort, die Umhegend von Heikontai zu verschanzen. Tokio, 14. Febr. (Reuter.) Das englische Dampf-- /chiff „Castry", welches vor kurzem auf der Höhe von Hokkaido von einem japanischen Kriegsschiff angebalten wurde, ist wieder freigegeben worden. Die Wegnahine beruhte auf einem Irrtum, da das Schiff, ivelches zur Zeit der Wegnahme mit Kohlen nach Singapore unterwegs war, eine Ladung für Hokkaido an Bord hatte. Untergang eines japanischen Dampfers. Der japanische Dampfer Natorigaiva rannte bei dichtem Nebel gegen die neuen Hafenanlagen in Osako und ging unter. 9 3 Personen sind ertrunken. deutsches SReid?* Berlin, 14. Febr. Kaiser Wilhelmhat aus Anlaß Jer Anregung des Königs von Italien zur Gründun7 einer internationalen Institution -um Schutze der Interessen der Landwirts chafft an diesen eine Depesche gerichtet, in welcher er seine Glückwünsche ?um Ausoruck bringt tn der Erwartung, daß die Initiative des Königs über-all mit lebhafter Befriedigung ausgenommen werden wird. In der An tw 0r t-De p e s che danit König Viktor Emanuel dem Kaiser für dessen freundschaftliche Gefühle und drückt die Hoffnung aus, daß seine Anregung den wirtschaftlichen Interessen aller Staaten dienen möge. — Zur silbernen Hochzcitdes Kaiser Paares werden die S ch l c s w i g - H 0 l st e i n s ch e n I u n g f r a u e n auf Wunsch der Kaiserin Gaben Mr Errichtung eines Säuglingsheims sammeln. Bisher sind bereits 60 000 Mk. ein gegangen. Anfänglich war die Schenkung eines Bauernhauses geplant. — Die Vereinigung der Steuer - und Wirt- ^chastsreforiner (die älteste Organisation von ländlichen Freunden der Schutzzölle) trat zu ihrer 30. Generalversammlung zusammen. Der Vorsitzende Herr v. Manteuffel eröffnete die Verhandlungen mit einer Ansprache, in der er die Ver b e s s e run g e n de r n e u en H a n d el s - Verträge begrüßte und dann auf den Bergarbeiter- streik zu sprechen kam. Geh .Rat Evert-Berlin referierte über die wissenschaftlichen Argumente der Freihandelslehre, die er als einseitig und falsch bezeichnete. Eine entsprechende Resolution wurde ohne Debatte einstimmig angenommen. Den Hauptgegenstand der Beratung bildete die Entschuldung des ländlichen Grundbesitzes. Der Generatsetretär des deutschen Landwirtschaftsrats Dr. Dade referierte. Die Versammlung beschloß, der Regierung eine Reihe von Maßnahmen zu empfehlen, i. a. Organisation des Kredits, Entlastung des Grundbesitzes in Bezug auf öie Aüfindungsgelder und Entlastung der Mündlichen Gemeinden und der in ihrem Gebiet sich ansiedelnden industriellen Werke. — Die ,,Nationallib. Korr." schreibt: Die Vorarbeiten (ür das Gesetz gegen Ausschreitungen im Auto- mobilverkehr sind seit langem in Förderung begriffen. Demnächst soll eine Sachverständigenkommission znsammen- treten. Einen der wesentlichsten "Punkte bildet die vorgesehene Einrichtung der Zwanasgenossenschaften. Leipzig, Ü. Febr. König Friedrich August' traf heute hier ein. Im Rathruse hielt Oberbürgermeister Tröndlin eine Huldigungsansprache. Redner gedachte der über das sächsische Königshaus in letzter Zeit hereingebroche- nen Schicksa'lsfchläge, hob hervor, das; es für Herrscher und Beherrschte kein größeres Glück gebe, als das auf ein gegenseitiges Verstehen gegründetes Vertrauen, und schloß mit dem Versprechen unwandelbarer Treue und demWunsche, die Regierung des Königs möge lang und reich gesegnet sein. Aus die Ansprache des Oberbürgermeisters erwiderte der König, es gereiche ihm zur besonderen Freude und Genugtuung, daß gerade die Stadt Leipzig es sei, der sein erster Besuch als König gelte, als König und Landesvater rührte und erfreute ihn hoch die ih'm heute wieder in so reichem Maße bewiesene Liebe und Anhänglichkeit seines Volkes; er hoffe, daß er inmitten seiner treuen Leipziger noch manchen erhebenden Festtag erleben werde. Hof, 14. Febr. (Reich stagsersatzwahl.) Bis halb 11 Uhr abends lagen folgende Wahlresultate vor: Goller (natl.) 10045, Metzger (Vd. d. Landw.) 2863, GeiMer (Soz.) 10 041 Stimmen. Ansiand. Wien, 14. Febr. (Abgeordnetenhaus.) Bei der ersten Lesung des Budgets wünscht Hagenhofer (Ztr.) schnellste Regelung der Verhältnisse Oesterreichs und Ungarns. Wenn ein dauernder Ausgleich unmöglich fei, sei die sofortige Trennung der beiden Staaten vorzuziehen. Redner führt ferner Klage über die ungenügende Wahrung der Interessen der österreichischen Landwirtschaft beim Abschluß des deutschen Handelsvertrages. Kramarcz führt ans, Oesterreich-Ungarn sei bei dem Abschluß der Handelsverträge insbesondere von Deutschland auf der ganzen Linie geschlagen worden. In den letzten Wochen sind 16 3 deutsche Studenten der Wiener Universität aus der katholischen Kirche ausgetreten. In den nächsten Tagen findet ihre feierliche Aufnahme in der Wahringer Pfarrkirche statt. Newy ork, 14. Febr. Der „Newyork Herold" publiziert eine längere Washingtoner Depesche, in der festgestellt wird, daß Deutschland bessere diplomatische Beziehungen als jedes andere Land zu Amerika unterhalte. Die Enthüllung der Friedrichsstatue erfolgte aus eine für Berlin entschieden erfreuliche Art. Darauf habe der Kaiser den P r 0 f e s s 0 r e n - A u s t a u s ch angeregt, und Roosevelt sei auf den Vorschlag bereitwilligst eingegangen. Deutschland unterstütze Amerikas Politik der offenen Tür in Ostasien. Der Kaiser verpasse keine Gelegenheit, den Amerikanern Freundschaftsbeweise zu bezeigen. Die Ozeanwettfahrt, sowie die Einladung der amerikanischen Geistlichkeit zur Dom- eknweihung in Berlin seien die jüngsten derartigen Vorgänge. Das wichtigste sei aber die Tatsache der Ankündigung der deutschen Regierung, statt der Etablierung von Kampfzöllen den Abschluß eines amerikanisch-deutschen Reziprozität s v e r t r a g e s anzustreben.___________ Ajis HtM und Land. Gießen, den 16. Februar 1905. ** Kampf gegen die S ch n a k e u. Von ben^ verschiedensten Seiten wurde in den letzten Tagen die Frage erörtert, wie die Plagegeister des Sommers, die Schnaken, unter welchen wir in Gießen in hohen: Maße zu leiden haben, bekämpft werden könnten. Denn mit Bangen sieht man den Sommertagen und der allsommerlicb wiederkehrenden Schnakenplage entgegen, überall fürchtet man diese, die imstande ist, uns den Aufenthalt im Freien, in unseren schönen Wäldern, im Garten und auf der Veranda zu verleiden. Es fragt sich, ob man diese Kalamität als etwas unabwendbares über sich ergehen lassen muß, oder ob und mit welchen Mitteln es möglich ist, Abhilfe zu schaffen. Wie uns nun vom Großh. Polizeiamt mitgeteilt wird, soll der Kampf gegen die Schnaken alsbald begonnen werden, falls auf die Unterstütz: ng der Einwohnerschaft gerechnet werden kann. Vorbildlich wirken soll das Vorgehen, wie es an anderen Orten mit Erfolg unternommen worden ist, so in Bad Ems, in Heppenheim a. d. B. usw. In allen diesen Orten hat man durch die Vertilgung der Schnakenbrut eine Besserung bewirkt und Ersolge zu erzielen gehabt, indem man zunächst die überwinternden Schnaken in Kellern, Ställen usw. vertilgte, dann durch Uebergießen mit einer dünnen Schicht Petroleum auch die Brut derjenigen vernichtete, welche der ersten Gefahr entronnen und dann ihre Gier in stehenden Gewässern, Tüm- ieln, Regenfässern usw. ablegten. Entsprechend der natuv- geschichtlichen Entwicklung des Insektes, welches, hier Schnake genannt, uns in den Sommermonaten belästigt, wäre es zunächst die Aufgabe aller Hausbesitzer, Mieter, Verwalter öffentlicher Gebäude (hauptsächlich in bet' Dußenstadt), Inhaber von Sommerlokalitäten usw. die in b cn Kellern 2c. überwinter nben Schnaken- Weibchen zu vernichten. Denn mit ben ersten warmen Tagen verlassen biese sonst ungestört ihr Versteck, legen ihre Eier in ungezählten Mengen an geeignete Stellen! (stehendes, faulenoes Wasser, Tümpel in Wiesen und Gärten), wo sich sodann die Larven und bamt bic Schnaken entwickeln, um von hier aus d e n Z u g g e g e n b i e l e i b e n b e Menschheit zu beginnen. Nicht allein bie Rücksicht auf bic Unannehmlichkeit des Geswchenwerbens fordert dringend zum Kampf heraus, sondern nach ärztlichem Gutachten steht die Tatsache fest, daß zweifellos Krankheiten durch Schnakenstiche lGrschwüre, Karbunkeln) hervorgerufeu und Jnfcktionskeime übertragen werden können. Deshalb ungesäumt auf zum Kamps! Ter mühevolle, aber Erfolg versprechende Vertilgungskrieg muß sofort begonnen werden. ** Tas Großherzogliche Paar in Oberhessen. Gestern, Dienstag, nachmittags 2.15 Uhr, erfolgte auf Station Zell-Romrod die Abfahrt des Groß- herzoglichen Paares, welches seit dem 2. Februar im Schlosse zu Romrod Wohnung genommen hatte. Der Bahnhof war von einer tausendköpfigen Volksmenge aus der gesamten Umgegend besetzt. Als der Sonderzug sich langsam in Bewegung setzte, erschollen brausende Hurrarufe, der Gi'oß- tzerzog'' stand am geöffneten Fenster und winkte dem Volke lächelnd zu. Die Fahrt des hohen Paares durch Oberhessen war auf allen Stationen der Strecke Fulda-Gießen bekannt geworden, und auf allen Stationen hatte sich viel Publikum angesammelt, um das H-crrscherpaar zu begrüßen, besonders in Nicdergemünden, Grünbcrg und Reiskirchen. — Zn Gießen traf der Sonderzug um 3.25 Uhr ein: auch hier waren Menschen am Bahnhof erschienen. Die Ankunft in Lich erfolgte Um 3.55 Uhr. Hier hatte man schon seit einigen Tagen große Vorbereitungen für ben Empfang getroffen. Am Bahnhof war ein prächtiger Empfangstempel errichtet worben, geschmückt mit Flaggen und Rosen imb ben verschlungenen Namenszügen des Großherzoglichcn Paares. Vom Bahnhof bis zum Schlosse bilbeten bie Kriegervereine des Hasst ab ezirks Lich, der Turn- und Gesangverein aus Lich und die Zöglinge der Präparandenanstalt Spalier. Als der Zug langsam in den Bahnhof einfuhr, intonierte die Gießener Rc g i men t s m u s i k die Hesseuhymuc, und die tausendköpfige Menschenmenge, die den Bahnhof besetzte, brach in Jubel aus. Fürst Karl von Solms-Hohensi.üms-Lich nebst Gemahlin waren znm Empfang erschienen. Sie eilten an den Salonwagen und begrüßten das hohe Paar aufs herzlichste. In dem Empsangstcmpcl begrüßte Bürgermeister Heller das Großherzogliche Paar namens der Stadt Lich. 'Hierauf übergab eine ehemalige Schulfreundin der Großherzoain, Fräulein Elise Schmidt, der hohen Frau einen prächtigen Fliederstrauß, den diese mit großer Freude entgegennabrn. Darauf bestiegen die hohen Herrschaften die bereitstchenoen Wagen; in dem ersinn nahm die Großherzogin Platz, links neben ihr die Fürstin Emma; den zweiten Wagen bestiegen der Großherzog und Fürst Karl, während in dem dritten Wagen das Gefolge Platz nahm. Tie Kriegervereine waren erschienen aus Lich, Langsdorf, Muschenheim, Nieder- und Ober-Vessingen, Nonncnroth. Hattenrod, Har^ back), Ettingshausen, Bettenhapsen und Birklar. Nach der Vorbeifahrt ordneten sich! die Vereine zum Festzug durch die Stadt und das Schloß, wo der Großhcrzog und die 6)roßherzogin skchr no'ätmals am Fenster zeigten. Der Zucf löste sich schließlich ans dem Rathausplatz auf, und im! Heilandschen Saale fand dann noch Volkskonzert und Tanz statt. In der Stadt Lich herrschte das lebhafteste Treiben^ die Nachmittagszüge hatten viele Schaulustige mitgcbrachlt. Die Stadt selbst prangte im schönsten Festkleide. Vom Bahnhof bis zum Schloß hatte man die Straßen mit Tannenbäumchen eingefaßt. ** Besichtigung des Bau vl ah e s neben der Jo h a nne s kir ch e. Gestern besichtigten, wie man uns' mitteilt, die Herren G?l>. Oberbaurat H 0 fman n und Baurat W aguer aus Darmstadt im Ausirag der Bauabteilung des Ministeriums der Finanzen den Bauplatz neben! der Johanneskirche. Tie Herren sprachen ihre lebhafte Befriedigung über de:: beabsichtigten Bau aus. Tie Johmmes- kirche wetibie dadurch den rechten Abschluß erhalten itnb erst zu ihrer vollen Geltung kommen. Eingehend würben a.lle einzelnen Fragen erwogen, vor allem auch die perspektivische! Wirkung bes Baues für bas Stadtbild, und danach in voller Einmütigkeit den Beteiligten über die Stellung des Huuscs und seine äußere Gestaltung Beschluß gefaßt. Es- war, der ebsondere Wunsch des Herrn Geb. Oberbaurats Hof- mann.d es bekannten Meisters in: künstlerischen Städtebau, daß das Haus parallel zur Kirche gestellt werde, damit es von der Ferne wie eine Fortsetzung der Kirche ersch-eine, und sich dadurch gleichsam ein Vorhof vor der Kirche bilde. Dey von den: Architekten Mever vorgelegte Grundplan fand! die volle Billigung der Für die äußere! AuSgestaltuug wurde mehr Wert gelegt auf eine der Kirche würdige mächtige Gestaltung des Dachprofils, als auf Anschluß au die Ärchit^kturformen der Kirche. Diese sollew vielmehr möglichst einfach gehalten werden. Nach solch sorgfältiger Prüfung von so sachverständiger Seite werden sich ja wohl die besorgten Gemüter beruhigen, und die evangelische Gemeinde und die gesamte Bürgerschaft darf gewiß sein, daß an diesem schönen Platz etwas geichaffen'wird, was unserrer Stadt zur Ehre und zur Zier gereichen wird., ** Aus dem Bureau des Stadttheaters. Am Freitag, dem 17. ds. Mts., geht als 12. Abonnementsvorstellung Sudermanns ^Heimat" in Szene. Die Aufführung dürfte ein besonderes Interesse beanspruchen, da ein Gast, Fräulein Frieda Christophersen, von: Reuen Theater in Berlin bic „Magba" spielen wird. Blocks und Abonncmentsbillets gelten ohne Aufzahlung. ** Neberwachung durch die Feuerwehr. Wie uns mitgeteilt wird, ist es in letzter Zeit wiederholt vorgekommen, das; von den Vereinsvorständen, welche bei Theatervorstellungen oder sonstigen Vcreinsscierlichkcitcn eine lieber« wachimg durch Feuerwehrleute wünschten, ober solche auf polizeiliche Anordnung zuzichen mußten, der städtische Branddirektor so spät hierum ersucht worden ist, daß es nur mit Schwierigkeiten gelang, bic notwendige Zahl von Feuerwehrleuten rechtzeitig zur Verfügung zu stellen. 9t(lc Interessenten, (Wirte, Vereinsvorstände ?c.) werden deshalb darauf aus-- merksam gemacht, baß in Zukunft frühzeitig und mindestens ein Tag vor der betreffenden Festlichkeit der Branddirektor unter Angabe der Anzahl der benötigten Feuerwehrleute benachrichtigt fein muß, andernfalls den Ersuchen nicht Rechnung getragen werden kann. ** Der stüdtischen Pferden: arktkommission iit| Gießen ist die Erlaubnis erteilt worden, ?>n her Ausspieürng! Von Pferden, Fohlen, landwirtschiaftlichen Maschinen und Geräten usw., die in Verbindung mit dem am 6. September iw Gießen üattsmdeuden Hcrbstpferdcmarkte mit Genehmigung der! Großb. heffischen Regierung veranstaltet worden soll, auch inj den Kreisen Wetzlar und Biedenkopf Lase zu vertreiben. Darmstadt, 13. Februar. Das hessische Ministerium veröffentlicht den mit der Norddeutschen Hagelversichcriings- Gesellschaft auf Gegenseitigkeit zu Berlin abgeschlossenen Vertrag wegen der Regulierung der Hagelschäden bet den Landwirten beS Großh. Hessen. Gleichzeitig werben die Landwirte ausgcforbcrt, ihre Felbfrüchtc gegen Hagelschaden bei dieser Gesellschaft zu versichern, da für bic Folge Sammlungen für Hagelbeschäbigte im Großh. Hessen unter feinen Umständen mehr zugelassen würden. Mainz, 14. Febr. Ter Vizepräsident der hiesigem Haiibelskammcr, Komnierzienrat Karl Mettenheimer, i|t heute mittag an ben Folgen einer Operation gestorben. fc. Wetzlar, 14. Febr. Der hiesige Spar- und Vau«i v er ein, der bis jetzt 58 Mitglieder Zäblt, beabsichtigt demnächst,' an dem Nicdcrg'rmescr-Wcg mit dem Bau Von Arbeiter-- Wohnhäusern zu beginnen. Wegen der hohen Bobenpreif? werden bic Häuser dreistöckig gebaut. [] Marburg, 14. Febr. Mit der Errichtung eines städtischen Volks da des beschäftigte sich heute die Stadt« verordneten-Versammlimg. Stabtv. Prof. Dr. Bonhoff, bet schon oft in Versammlungen für bas Projekt gesprochen hat, trat warm für ein Marburger Volksbab ein unb rühmte habet bic mustergiltigen Einrichtungen bes Gießener Volksbab es. Mit seinen sonstigen Einrichtungen, ber Kanalisation, dem Schlachthaus, den neuen Schulgebäuden unb ber vorzüglichen Wasserleitung stehe Marburg in gesimdheitlichet Beziehung an erster Stelle, ein Volksbab müsse her Schluß- itein sein. Die Sache soll im Auge behalten werben, vorläufig stimmte man ben: Anträge zu, bas Waffer für von Mitgliedern der Ortskrankenkasse benutzten Bäder einem Babe«! anstaltsbesitzer gratis zu liefern. * Gräfin M 0 ntign 0 s 0. Die „Tribuna" meldet Vont 14. b. M. aus Florenz: In ber gestern abend ffnftgcbabtpti Konferenz des Justizrats Körner, mit den Advokaten ber Gränn Montignoso scblng Lack^nal ein dtrrangcmcnt vor, wonach bie Gräfin am 15. Februar die Prinzessin Mo nikaans händigen, würde, wenn her König ihr gestatte, von Zeit zu Bert alle Kinder 'u sehen. Körner versprach, den Vorschlag den: Kön:g zu unter-', breiten. Nachdem Lachenal nach Genf abqercist ist. teilte Körner den Advotaten her Gräfin mit, ihre bisberige Handlungsweise lasse es Zweifelhaft eMeinen, ob sie Völlig zurechnungsfähig sei. Er könne bm Vorschlag Lachenals dem König nicht unterbreiten, bevor er das Zeugnis Zweier Irrenärzte habe, daß die Gräfin int Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte sei. Körner beauftragte ferner die Advokaten her Gräfin, dieser mit Zu teilen, er gwube zu wissen, daß ber König die der Gräfin bisher gewährte Rente vom März gn nicht mehr zahlen werde, weil die Gräfin den Vertrag Voitv 1903 verletzt habe. * Kleine Tageschronik. In H a n n v v c r hat sich die Inhaberin des Apollo-Theaters, Rentiere Engelbrecht, wegen großer Geldverluste an diesem Unternehmen anfgehängt. — Im Kabinett Nr. 21 der Gemäldegalerie in: Zwinger Zn Dresden wurde das Fehlen eines auf Kupfer gemalten Reliefs von dem niederländischen Meister ,93 r n c g b c ( dem Ae.lter-m entdeckt. Das Bild, welches eine Landschaft darstellt, ist unzweifelhaft gestohlen worden. — In Berlin wurde die aus neun Köpfen bestehende Familie des Kanzlisten August Tack unter Pocken- v e r d a ch t nach der Eharitö gebracht. Bei einem her Kinder Tucks wurden ärztlicherseits Erscheinungen festgestellt, lvelche den, Zusammen 1 9 1 34.25t 5 3 1 1 1 1 1 (1) 2(1) 3 3(1) Es ft arbeit an: Kindbettfieber Tuberkulose der . 101.90 . 90.80 . 100.80 . 90.70 . 100.30 . 99.90 . 101.90 vom 2.—15. Jahr 93.80, 144 50- 113.60 213 50 194.80 144.30 161.90 166 20 13970. 16 80 191.50 258.50 246.00 214.50 kann erst später Rücksicht genommen werden). Die Kommission erkennt in den Naturwissenschaften und der Mathematik ein 3 2(1) 6(3) 5(3) nt° / u >10 go/o Mexikaner . . 4t/g% Chinesen . . ElecMc. Schuckert . Nördd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank - Dresdener Bank . . Berliner Hondelages. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden . Gotthardbahn . . . Lanrahütte . * .« Bochum . . . . . Harpener .... Staatsschatzscheine > £>crm Geheintrat Dr. Schädel sehr fern steht. Der Brief giebe deut Herrn Dr. David mancherlei zum Nachdenken und zur Selbstprüfung auf: An den Herrn Mgeordncten Dr. David r . . zur Zeit in Darmstadt. 2 (1) KD Die Interpellation David im hessischen Landtage Gießen, 15. Februar. B’/gf/o Reichsanleihe 3'Vo do- 3l/,% Konsols • 3°/o do. . . 3*/2% Hessen 1 1 1(D 2(1) 3(1) 1 1 1 5 3 2(1) : Erwachsene: int 1. Lebensjahr: 4"/g Italien. Konto 4achtung Einer, der nichts von den Spatzen weiß, aber mit eigenen Augep gesehen und mit eigenen Ohren gehört hat. Heber die heutige Landtagssitzung geht uns folgender drahtlicher Bericht zu: B. Darmstadt, 15. Febr. Die heutige Sitzun g- der Kammer wurde noch ausgefuttt von der Debatte, über die Gießener Schnlan gelegen hei t. Geheimer! Oberschnlrat N 0 d n a g"-e I stellt fest, daß das ganze Materials > Davids nur auf jener schon gekennzeichneten beruhen könne und daß die schlimmsten Zustande rEeßE Gymnasium gerade zu der Zeit herrschten, unter dem Direktor Schiller mit im Lehrerkollegium saß.^ Nack heftigen Auseinandersetzungen.Zwischen den Ävgg.. Ulrich und v. Br;entano stellte Ministerialrat Er) en- 11) u t fest, dach Dr. David bis jetzt auch n ich c 5^* rin asten Beweis! für ff eine Bef chuldigungen erbracht habe' Auch sämtliche übrigen Redner verurteilt en ba|! leichtfertige Verhalten -Davids. Die bereits, fünfstündige Sitzunsg dauerte um 3,42 Uhr noch fort. Vaterland magst ruhig sein." — Bei der Universität M arbu r ä wurde der Wunsch nach Verstaatlichung der Herstellung des D i p h t h e r 1 e 1 e u § nach dänischem DaMlde auszesvroÄen. mitgetcilt, datz der Preis von 4,25 auf. 2,25 Mk. h-runt^qetzt sei, und daß eine weitere Herabietzung in der Hand des Minus Ministers liege. Vorläufig habe ProMsor v. Behring die ~eiL- ung der Serumproduktion in ben W^terJMei^ eine Verstaatlichung, die auch von der Regierung gewunicht wird, in SCÄ- Heute nacht ist nach kurzer Krankheit der Senior unserer Universität, außerordentlicher P^ressor -T«, August Born träger gestorben, Am 6, ^anuar hatte i« noch seinen 85. Geburtstag ,eiern können Seine Vorlewngen hat er bereits seit mehreren Jahren emgestellt. Zu Clausthal am tzarz geboren, war er bis 1843 Apotheker, "udicrte dann m Göttingen, wurde noch als Student von icinem berühmten Lehrer, Äem Chemiker Wöhler, sm Miftenten angenommen und siedelte 1846 nach Heidelberg über. 1857 wurde er znnt..Ektramd^ für Chemie und Pharmazie ernannt. ,.S«mc hien^ ^ebriatigrell umfaßte Vorlesungen über pharmazeutpche Experimentalchemie und praktisch-chemische Uebungen im Laboratorium. ___ e V. 95 Pf. an Telephonischen* Kursbericht. F nnkfiart « 15. Februar. den Sprachen durchaus gleichwertiges Bildungsmittel an und fordert daher die tatsächliche Gleichstellung der drei genannten Lehranstalten an Stelle der bisher anerkannten „Gleichwertigkeit". Zur Erörterung und Klärung einer Reihe von Spezialfragen wurden Subkommissionen ein- _ —a. genommenen zweiten Gesamtsitzung der Komnupion ^erieyl ließen waren darüber ie.hr erstaunt. Das malten ‘ । । < rr.» 1 r X. .<.. $. «v StoSt«*» nrtm'H I . 1 ,— .....7 t-i— f.. ' t, erNatien weroen. er Sektor und Lehrer Mecht und recht chrej Verlag) abgeschlossen. Es ist ein Essai über Christus, Kme Be- Schuldigkeit tun. Jeder Kundige^ der die uni deutung fürs Leben und für die Kunst, eine innerlichste persönliche Gymnasiums in den letzten 2a ahren venolgt hat, weiß, daß. Auseinandersetzung mit dem Schicksal und der Zukunft. Vier Briefe heute in unserem Gymnasium ein anderer herrscht, M M) an, die als Dokumente seines seelischen gemütvoller und humaner Ton, dap Lehrer und«S^r wie^P Leidens und Strebens von unschätzbarem Werte sind; sie sind als Persönlichkeiten in ihrer au den Herausgeber der Memoiren gerichtet. In demselben Unb zur Geltung konrmen. Wer e-> erlebt hat,, mit wAchem, Hatz Hefte beginnt Hermann Bang seinen Roman „Michael", der in I und Grimm die Schüler im allgemeinen truher ^hrer schule der Pariser Malerwelt spielt und in feiner Zeichnung Künstler- gegenüberstanden, und sieht, wie ganz anders wohl sie ich beute üMüke beÄlt öermer stalchehablen Madem.to- versauimlunq durch den Rultusmm. ler S u d t au den Leiter der -Periamn.luua Oberinqeuieur Bade c.ue Antwort übermitteln lasicn, in welcher er neben I-inem Danke xum Ausdruck bringt daß man sich weqe» der Wabrunc, richtig a u t g ef a h t e r n f n deuiifcker Freiheit keine Sorgen zu niacheii braiicye. ülilch der Kultusminister giebt seiner Freude darüber Ausdruck datz es den vereinten Krasten der Beteiligten gelnug-n s«, de Frieden an der techuiichen Hoch chule iv,ederheMistellen. In einem Ai, chlaa am schwär,en Brett veröffentlicht der Rektor eme Bekanutmnchuua, daß cs den Studenten keineswegs verboten se,, mit fremden Hochschulen in Verkehr zu treten. b Marburg, 14. Februar. Dem Vorsitzenden des Ausschusses | de- Studcutenschast ging von der Ortsgruppe K o ln des Alldeutschen Verbandes am 13. d. M. folgendes ~cle- gramni zu: . ^Die versammelten Mitglieder der Ortspruppe Köln des Alldeutschen Verbandes beglückwünschen Marburgs Studentenschaft zu ihrer, so mannhaften, kerndeutschen Abwehr der Angriffe auf aka demische Freiheft und Hochschulbürgerrechte. Möge solche erfreuliche Gesinnung ganz Jiing-Deutschland ergreifen und sich deremst auch im Philisterium bewähren. Dann heißt es wohl nut Recht, -wv MMastitzt IltbrrHt der T-drsMe in tzik^n. Monat Dezember 1S04. (Einwohnerzahl: angenommen zu 27 500 (inkl. 1600 Mann Militär Sterblichkeitsziffer: 19,2 nach Abzug von 12 Ortsfremden: 14,0 V-m. ' Kinder ' 'Z.^a' 44712) 28 (10) 11 5 (2) nr • ^ic iii Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie mel faet- TodesW- in der betreffenden Krankheit aus von auswärts nach Gictzen gebrachte Kranke konimcn. Der «Iba. Dr. David scheint sich neuerdings bebauet» licherweis-'zum Sprachrohr von Leuten zu machen, d,e cs nicht verschmähen, mit anonymen Briesen das Ansehen angesehener und vflichttreucr Beamten zu unterminieren. Wie em Vertreter der GE. Regierung mit vollstem Rechte hervorhob, hat r_rT raeheimrat Dr. Schädel bekanntlich unter den allcr- ^wieÄten Verhältnissen s. Z. sein An.t in Giessen an- ato ten Wenn nun eine Clique sich nicht scheut, ihre Machinationen durch den fDlunb eines der gesamten biirger- ttckicn Gesellschaft mit schärfster Verbissenheit gegenüber stehenden, in der Wahl seiner Mittel schon von Parteiwegen u ei t absichtlich unvorsichtigen Menschen an ,e bte.te Oesfentlichkc.t hervor zu treten, so i|t das auft tieflte zu hpfInnen Als ein unberührbares Vertrauensvotum wird es jeder Unvoreingenommene und anständig Denkende empfunden baden dasi Regierung und Abgeordnete einstun.mg nut wahrhafter Wärme für Herrn Geheunrat Schädel cmgetreten ’mb‘ »ie Untersuchung der Negierung wird voraussichtlich in .... „ cfrüf Lm üblen Gerede ein klärendes Ende inachi.il. ..............»" , v Seite zuaeht. Wir betonen ausdrücklich, daß de°r Schreiber de2 nachstehenden Briefes persönlich wie beruflich Kirchliche Hlachrichten. Evangelische Gemeinde. Donnerstag, den 16. Februar, abends 8 Uhr, im Matthaus- faal, Kirchstraße 9, Bibelstunde. Psalm 139. 1 ' 1X Pfarrer D. Sch loff er. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag oen 16. Februar 1905: Vorübergehend etwas aufheiternd, spater wieder Trübung und geringe Regenfälle, allgemein mild, Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Eiueü^prung ins Dunkle riskiert jeder, der gegen katarrhalische Mektionen Mittel., anwendet, die er noch nicht kennt. Nur bei Fay.'/Een Sodener Mineralpastillcn nicht - die sind em Pr-vurr der Sodener Heilquellen und ihre ausgezeichnete ClnivirNuig auf die Schleimhäute der AtmungSorgane und des Magen ist so millionenfach erprobt, daß jeder unbedingt.nach v „Sodenern" greifen mutz, wenn er hustet, bettet SV onst an Erkältimgserscheinuuqen leidet. ~it kostet mir 85 Pfg. in allen Apotheken, Drogerien und Mme. ralwasserhandlungen. - Brauer-Akademie Beginn de3 “-Seme3tera « nL 11. April 1905. fVOrfflS tti Bälle Prospekte durch E. Ehrich. 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