Nr. 15 Mittwoch, 18. Jammr 1905 Urtchrws O-Nch etff VvSnahms M Gsn»tagL Dt» ^ir^roa ^nwlItrnbldMer* roerfcen ber ,®n;tVv ott-TW -vöchentltlch belgettgL D« «MM UM »’ * «vfcfeetn monaUitfc «teml Eietzener Anzeiger 155. Jahrg. ftMtritaMtan* ne» tterlag de» BrS-t^M ünawtltafttfcNr»rtaxet SL dang«, Rebafftxm. Exr»«k»trwn a. tturfrrtl: •xfcuffH.t, 5Ul 5h. 6L £tUgu»lftta. i Än^etgex OtotzkU, Eencral-Anzelger, Amts- und Anzeigebtatt für den Kreis Eietzen. Parlamentarische Verhandlungen. Rachdrocl ohne Veeeinoacur. p nicht gestattet. Denifchcr Lleichsiay. 120. Sitzung vom 17. Januar 1 Uhr. Ta? Haus ist schwach besetzt. Am BundcZratstisch: Frhr. von Stengel u. a. Die zweite Beratung des Etats wird beim Etat des „Reich Z- s ch a h a m 1 V fortgesetzt. Tie Beratung beginnt beim Titel „Gehalt des Staatssekretärs". Abg. Dr. Hermes ffreis. Vp.): Tas Süßstoffgesetz, das am 1. April 1903 in »traft getreten ist, enthält mannigfache Härten. Ich gebe zu, raß der Schayfetretär bemüht gewesen ist, die Härten zu mildern, namentlich was die kleinen Händler anlangt. Tast sie trotzdem nicht? weniger als beseitigt sind, beweisen die zahlreichen Petitionen, die aus den Kreisen des Handels und des Gewerbes fortgesetzt an den Reichstag gelangen. Im vorigen Jahre haben wir eine Erhebuna über diese Materie beantragt. Wie steht es damit? Hat der Schatzsekretär irgend etwas nach dieser Richtung getan? Vor einem Jahre führte ich hier aus, dast die Geschädigten wenigstens in anständiger Weise abgesunden werden müßten. Las könnte natürlich nur durch eine Novelle zum Gesetz geschehen. Damals stimmte man mir im Hause zu, und zwar waren es die Aogg. Paasche, Speck und Gamp, die sich ausdrücklich auf meinen Standpunkt stellten. Mittlerweile hat sich gezeigt, daß der wirkliche Reingewinn der Süststofffabrikanten höher war, als bei der Normierung der Ablösungssumme angenommen war. Es müßte also styl noch nachträglich die Abfindungssumme erhöht werden. Sck>atzsekretar Frhr. von Stengel: Ich stehe dem Gedanken« gang des Vorredners wohlwollend gegenüber, kann mich ihm aber nicht ohne weiteres anschließcn. Tie Tendenz der Reichstagsresolution vorn 14. Mai 1904 ging dahin, den kleinen Süßstoffhändlern entgegenzukommen. In zahlreichen Fällen sind auch aus VilligkeitZgründen Entschädigungen gewährt worden. Am allerbesten könnte man die Härten des Gesetzes aus der Welt schaffen, indem man -'ne vorhandenen Bestände durch das Reich ankaufte. Tas ist durch ein Rundschreiben der Regierungen den betr. Händlern mitgeteilt worden. Doch sollte nur der niedrigste Preis gezahlt werden. Tas wollten aber die Händler nicht. Die Händler haben darauf spekuliert. Dafür sprechen folgende interessante Bah.»ii In den Monaten Februar und März 1902 sind 1600 Kg. Süßstoff eingeführt worden, in den gleichen Monaten des Jahres 19u3 aber 46 000 Kg., also. 3 0 mal so viel! (Hört! hört!) Das läfrt tief blicken! Die Händler hatten % Jahr Zeit, sich auf die Wirksamkeit des Gesetzes vorzubereiten. Wenn sie trotzdem in zwölfter Stunde so große Massen ankauften, was wollten sie dann damit? Mit dieser Spekulation haben sie fick' aber geirrt. Ter gan^e Vorgang erinnert an das Kartenspiel „Schwarzer Peter". (Heiterkeit) Jetzt läßt sich nichts mehr machen. Die Entschädigung beruht auf Gesetz. Berücksichtigen must man, daß der Saccharinpreis ohnehin eine sinkende Tendenz zeigt, die Fabrikanten also auch ohne Gesetz nicht mehr viel verdient hatten. Eine Novelle einzubringen, halte ich zur Zeit nicht für geboten. Doch will ich mich durchaus nicht festlegen. Wenn es sich zeigen sollte, daß durch ein neues Gesetz die Sachlage wirklich gebessert werden könnte, will ich mich persönlich den Anregungen des Herrn Dr. Hermes keineswegs verschließen. Abg. Dr. Spahn (Ztr., zur Geschäftsordnung): Zum Reichsamt des Innern haben wir die Resolution gestellt, den Reichskanzler zu ersuchen, die Bemessung des Wohnungsgeldzuschusses den gestiegenen örtlichen Wohnungsmietpreisen entsprechend unter besonderer Berücksichtigung derjenigen, welche mit Familienangehörigen einen Haushalt führen, neu zu regeln. Nach den Erklärungen des Schatzsekretärs bei der ersten Lesung, daß 'er mit^einer Novelle zum Wohnungsgeldzuschuß-Gesetz beschäftigt sei, gehört diese Resolution zum Etat des Reichsschatzamts, und ich beantrage, die Beratung der Resolution jetzt vorzunehmen. Das Haus stimmt dem Anträge, die Beratung der Resolution jetzt vorzunehmen,' z u. Abg. Dr. Hermes führt au8, daß er für Spekulanten nicht eingetreten sei. Durch das Süßstoffgeseh seien aber viele Leute ihrer Eristenz beraubt, und die müßten entschädigt werden. Abg. Kirsch sZentr.s wünscht eine Aenderung des Münz- gesetzes, namentlich müßten die Fünfzigpfennigstücke eine andere Gestalt erhalten, damit sie nicht mit den Zehnpfennigstücken verwechselt würden. Der Staatssekretär möge ferner die Reichskasse anweisen, neu geprägte Münzen aus allen Bundesstaaten der Reichstagskasse zuzuführen, damit die Reichstagsmitglieder sie da einwechseln könnten, namentlich die neu geprägten Denkmünzen. Wünschenswert sei es allerdings, daß die Denkmünzen etwas hübscher und künstlerischer ausgeführt würden, auch könnte man habet, wie eS früher die freie Reichschadt Frankfurt getan habe, wichtige künstlerische und literarische Vorgänge, z. B. die Schillerfeier, berücksichtigen. Redner befürwortet sodann die eben mit- geteilte Resolution. Der Wohnungsgeldzuschuß, namentlich für hie unteren Beamten, müßte erhöht werden, da die Wohnungsmieten fast überall, vor allem in den rheinischen Industriestädten, erheblich gestiegen seien. Nicht mehr als recht und billig sei es, daß dabei die verheirateten Beamten besonders berücksichtigt wür- ^n; er bitte deshalb den Schatzsekretär, sich mit dem preußischen FinanzmiNister ins Einvernehmen zu setzen, um die Forderungen her Resolution zu erfüllen. Abg. Dr. Arendt (ReichSp.) steht der Resolution nicht un- chrnpathnch gegenüber. Wenn das Zentrum aber so erhebliche Anforderungen an die Reichskasse stellte, müßte cs auch für neue Einnahmen sorgen. ES sei ein eigenartiges Schauspiel, daß Preußen in Geld schwimme, während in der Reichskasse Ebbe herrsche. Wohl noch kein Schatzsekretär sei in einer so schwierigen Lage gewesen, wie der fetzige, um so anerkennenswerter sei die Art, wie er sein Amt angetreten und bisher verwaltet habe. Gan/ schuldlos an der schlechten Finanzlage sei die Regierung allerdings nicht weshalb habe sie die Handelsverträge noch nicht gekündigt und den neuen Zolltarif noch nicht in Kraft treten lassen? Tin Grund zum Pessimismus sei aber nicht vorhanden, da wir uns in einer Periode des Aufschwungs befinden. Sehr bedauerlich ist es freilich, daß unsere Staatspapiere so schlecht stehen: -nährend die englischen Konsols, obwohl es dort nur 2!4prozentige gibt, hoch stehen. Sehr svmpathisch ist mir die Anregung des Abg. Kirsch, eine Schillerehrung durch Ausprägung einer Münze mit dem Schillerkopf zu veranstalten. Zum Schluß möchte ich in Sachen der von uns verlangten 3 Mark-Stücke wünschen, daß der Schatzsekretär das in dieser Hinsicht gesammelte Material uns öorlegte, damit wir selber eine Prüfung der Bedürfnisfrage vornehmen können. Schatzsekretär Frhr. von Stengel: Ick kann auf alle Einzelwünsche nicht eingehen. Ter Hauptzweck der Münznovelle vom vorigen Jahr war der, die Klagen des Publikums über die Verwechselung des 50 Pf.- mit dem 10 Pf.-Stück verstummen zu lassen. Der Reichstag hat diesen Entwurf leider mit der Talerfrage verkoppelt, woran bann die ganze Novelle scheiterte. Wir werden nun zu seh en, wie wir ohne neues Münzgesetz den Bedürfnissen des Münzverkehrs gerecht werden können. Wir haben neue 50 Pf.-Stücke prägen lassen, die dem Ilebelstande hoffentlich abhelfen und in den nächsten Wochen zur Ausgabe gelangen werden. In der Talerfrage fanden und finden Erhebungen statt. Und zwar werden keineswegs nur die Handelskammern befragt, sondern auch die Landwirtschafts- und Handwerkskammern, die Inhaber der Warenhäuser und großen Schankhäuser usw. Tie Enquete ist noch nicht abgeschlosien. Sie will lediglieh die Bedürfnisse des Verkehrs erforschen; von irgend einer Verbeugung vor den Bimetallisten, wie es in einem Teil der Presse hieß, ist keine Rede. Gegen die Ausprägung einer Schillermünze liegen währungspolitische Bedenken nicht vor; aber die Geschichte würde gegen 300 000 Mark kosten. Das ist freilich nicht viel, indesien für einen Schahsekretär in Geldnöten (Heiterkeit) immerhin etwas Zur Wohnungsgeldzuschuß-Resolution habe ich zu bemerken: Ich wermisse in der Resolution die Beschränkung auf die unteren Ve- amtenklassen. Wegen der Erhöhung des Wohnungsgeldzuschusses stehe ich in Verhandlungen mit dem preußischen Finanzminister. Wir müsien bei der Neuregelung konform mit Preußen vorgehen und müssen uns daher auf die unteren Klassen beschränken, wenn Preußen trotz seiner guten Finanzlage das tut. Die Erhöhung soll dann gleichzeitig mit der Neuregelung der Klaffeneinteilung am 1 April 1906 in Kraft treten. Abg. Blell (freif. Volksp.s: Es hat sich herausgestellt, daß der Verkehr des Talers nicht bedarf. Es wäre daher verfehlt, ihn neu auszuprägen. Abg. Jtschert (Zenir.): Die Zuwendungen an die .Kriegsteilnehmer erregen vielfach Unzufriedenheit, weil die Beamten, die damit betraut sind, die Verhältnisse zum Teil gar nicht kennen. Abg. Dr. Müller (Sagan, freif. Vpt.): Sehr richtig! Es ist sehr zu begrüßen, daß jetzt wenigstens die Grundsätze für die Verteilung vereinheitlicht sind. Auf diese Art wird wenigstens der sonst nicht abzuweisende Verdacht beseitigt, es werde nach Gunst und Gesinnung verfahren. Der Anregung des Abg. Kirsch, noch häufiger Denkmünzen auszuprägen, könnte er nicht folgen, wir hätten schon eine Denkmalsseuche, da brauchte man nicht auch noch eine Denkmünzenseuche. Dagegen müßten mehr Zehnmarkstücke ausgeprägt werden, an denen ein Mangel herrsche. Abg. Singer lSoz.) hofft, daß das Zentrum, das eine Schillermünze fordere, jetzt auch in Zukunft mehr im Geiste Schillers für die Volksfreiheit eintreten würde. In letzter Zeit seien wieder vielfach Klagen laut geworden, daß die Veteranen-Bei- bilfe aus politischen Motiven verweigert werde; dies sei doch eine Ungerechtigkeit ersten Ranges, die politische Gesinnung eines Veteranen gehe die Behörden gar nichts an. Tie Sozialdemokraten würden für die Resolution stimmen, obwohl sie sehr unbestimmt gefaßt sei und keine bestimmten Forderungen aufstelle. Schatzsekretär Frhr. v. Stengel bestreitet es aufs entschiedenste, daß bei der Verteilung der Velerayenbeihilfe politische Momente mitspielten. Davon könne schon nach den vom Bundesrat aus* gegebenen Bestimmungen absolut nicht die Rede sein. Abg. Frhr. v. Richthosen (fonf.) bestätigt au5 eigener Erfahrung die Darstellung des Schatzsekretärs. Niemals habe er bei der Zuteilung der Beihilfe nach der politischen Gesinnung gefragt. Die Berechtigung der Zentrumsresolution würde auch von seinen Parteifreunden anerkannt. Ehe man aber an eine Reform des Wohnungsgeldzuschusses herangehe, müßte durch eine umfassende Enquete der Wert der Wohnung festgestellt und eine neue gerechte Einteilung der Orte borgenommen werden. Zweifelhaft sei es ihm, ob es möglich sei, allein nach den persönlichen Verhältnissen den WvhnungSgeld- zuschuß zu bemessen, die Frage bedürfe jedenfalls noch der eingehenden Erwägung. Abg. Hug (Zentr.) tritt lebhaft für eine Aufbesserung des Wohnungsgeldzuschusses für die Unterbcamteu ein. Abg. Dr. Arendt meint, von der Zustimmung des Abg. Singer würden die Unterbcamtcn nichts haben, da die Sozialdemokraten doch die Mittel zur Durchführung der Resolution verweigern würden. Jedenfalls könnte man die Aufbesserung der Beamten nicht vornehme.!, ehe man die nötigen Mittel dazu habe. Herr Singer habe heute wieder, als er von der Pe.teranenbeihilfe sprach, verhetzend eüigcgriffcn, ohne den Beweis für seine Behauptung zu erbringen. Abg. Goihein (freif. Vgg) verlang! eine vermehrte Ausprägung von Zehnmarkstücken, obgleich sie sich teurer stellten als die Zwanzigmarkstücke. Ties kleine Opfer müßte das Reich seinem Verkehrsbl'dürfnis bringen. Erfreulich sei es, daß der Schatz- l'efretär beute eine Bundesralsverorcmung verlesen habe, nach der bei Verteilung der Veteranenbeihilfe nicht nach der politischen Gesinnung gefragt werden dürfe. Trotzdem seien auch ihm auS feinem Wahlkreise viele Klagen zugegangen. So habe ein siebzig- jähriger Veteran in Greifswald die Beihilfe nicht bekommen, weil er vor Jahren einmal wegen Beleidigung bestraft sei, ein anderer habe sie nicht bekommen, weil er Vereinsbote des liberalen Bürgervereins in Wolgast fei. Angesichts solcher Tatsachen dürfe man doch nicht schweigen, und es sei nicht „verhetzend", wenn man so etwas hier vorbringe. Abg. Patnq (natl.) führt au?, daß seine Partei einmütig daS Gehalt des Schahsekretärs bewilligen würde. (Heiterkeit.) Die Frage der Veteranenbeihilfe gehöre wohl mehr vor daS Kriegs- minnterimn. Natürlich seien auch seine Freunde dafür, daß bei der Verteilung keine Gesinnungsschnüffelei getrieben werden dürfe. Tie Zentrnmsresoluticn sei so nichtssagend, daß man sie, ohn» sich Schaden zu tun, ruhig annehmen könnte. Abg. Dr. Arendt erklärt, Herr Gothein habe sich zum Wortführer für Herrn S'nger gemacht. Doch sei ihm der Beweis für seine Behauptung mißglückt. Nach den Bestimmungen des Gesetzes hätte in dem Greifswalder Falle gar keine Beihilfe gezahlt werden können, da dieselbe nur unbescholtenen Leuten gezahlt werden könne. Auch im Wolgaster Fall sei nach dem Gesetze verfahren, da Voraussetzung für die Zahlung der Beihilfe „Erwerbsunfähigkeit" und „Hilfsbedürftigkeit" sei, beides treffe aber doch bei einem Boten deS liberalen Vereins nicht zu. Abg. Dr. Müllcr-Sagan erwidert, wenn Herr Dr. Arendt schon jemand, der wegen Beleidigung bestraft sei, von den Wohltaten des Gesetzes ausschlicßen wolle, so könne man nur sagen: „Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage, Weh Dir, daß Du chi Enkel bist!" Abg. Singer (Soz.) meint, er könne es ruhig bejn Urteil deS Hauses überlasten, ob er verhetzend gesprochen habe. Abg. Grünberg (Soz.): Solange die Verteilung in den Händen der Gemeinden liegt, werde man es nie verhindern können, daß auch politifcte Rücksichten mitsprechen. Abg. Graf Lriola (nl.J: Ich kann bei diesem Punkt wirklich »sicht in eine Polemik über diese Materie eintreten. In dem Gesetz steht ausdrücklich: „Ausgeschlosten sind Personen, die nach ihrer ganzen Lebensführung als unwürdig anzusehen sind." Das Wort „unbescholten" findet sich also nicht in dem Gesetz. Wir haben uns vor allem auf den Standpunkt gestellt, daß die politische Gesinnung unter feinen Umständen mitsprechen dürfe. Dagegen wäre e§ ein Fehler, wenn jener Absatz überhaupt nicht vorhanden wäre. Man fann doch nicht Gewohnheitstrinker, Zuchthäusler usw. noch mit einer Veteranenbeihilfe bedenken! Doch wollen wir die ganze Sache erst bei der Revision des Veteranengesetzes behandeln. (Seb* haftet Beifall.) Abg. Jtschert (Ztr.) legt gleichfalls Verwahrung ein gegen die von Dr. Arendt beliebte Auslegung jener Gesetzesbestimmung. Abg. Gothein (freif. Vgg.) gleichfalls. Er hofft, daß Herr Arendt selbst jetzt wohl schon einsehe, daß er mit seiner Interpellation bereinaefallen sei. Abg. Werner (Antis.) bat einen Mann in seinem Wahlkreis, ser vollständig erwerbsunfähig ist sRheumatiSmus usw.s, trotzdem aber feine Unterstützung bekommt, weil er crfTärt haben soll, er sei nicht vollständig erwerbsunfähig. Derartige Anomalien müßten beseitigt werden. Man könnte genügend Geld haben, um alle zu befriedigen, toenn man sich endlich zu einer Reichseinkommensteuer entschließen wollte. Abg. Dr. Arendt (Np.): WaS man mir zum Vorwurf macht, bericht ja nur auf einem Mißverständnis. Ich mißbillige ja jene Bestimmung, das habe ich durch zahlreiche Reden bewiesen. Aber solange die Gesetze bestehen, muffen sie auch befolgt werden. Abg. Prinz zu Schönaich-Earolath snl.s: Das Krieasministerium bat mit der ganzen Sache gar nichts zu schaffen, sondern lediglich das Reichsschatzamt. (Sehr richtig!) Und dieses hat ja in der Tat seinen guten Willen gezeigt. Ich möchte darauf Hinweisen, daff in den letzten drei Jahren diese Veteranenbeihilfe allsährlich er* böht worden ist. Das bedeutet insgesamt eine erfreuliche Steigerung. Der Krebsschaden des Gesetzes vom 22. Mai 1895 liegt in der unglückseliaen Bestimmung von bet „dauernden und gänzlichen" Er- werbSunrähigkeit. So lange diese Bestimmung nicht beseitigt ist, so lange w"rden alle die zahlreichen Wünsche und Beschwerden, die wir jahraus, jahrein vernehmen, nickst verstummen. Jemand, der heute noch im stände ist, irgend eine kleine Verrichtnna, irgend eine Handreichung oder was weiß ich zu leisten, fann wegen dieser un- alückseligen Bestimmung eine Unterstützung nicht erhalten. DaS ist höchst traurig und führt zu den allerunangenehmsten Komplifationen. Und es ist dringend zu wünschen, daß endlich das Gesetz nach dieser Rickstuna hin verbeffert werde. Hoffen !vir, daß dies bald geschieht. (Lebhafter Beifall.) Hiennit schließt die DiSfussion. Der Titel „Staatssefretär" wird bewilligt, desgleichen dec Rest des Etats des ReichsschatzamtS. Die Zentrums-Resolution wird nahezu einstimmig angenommen. DaS HauS vertagt sich auf Mittwoch, 1 Uhr. schäftsordnungSkommissionS-Be richte über Verweigerung von Strafanträgen gegen vier Mitglieder des Hauses. Etats des R e i ch s e i s e n b a h n a rn t s und deS R c ch n u n g §- h o s e S. P o st e t a L)j Schluß 5% Uhr. ' . Serichtssaal. ft). Darwftadt, 16. Jan. In der letzteir Sitzung des Gerichts wurde gegen den disher unbestraften Gardisten Fr. Peter Gasterer aus Bad-Nauheim von der L Komp, des Jnf.-Regts. Nr. 115 hier wegen Betrugs und Urkundenfälschung veryandelt. Er mar seit September vorigen Jahres als Ordonnanz auf das Wach-- und Arbeils- rommanbo auf dem Uebungsplatz Griesheim tommanbiert und hatte als folcfer auch die Besorgung der Postgeschäfte auf dem Hauptpostamt hier. Am 4. November hatte er nun auch verschiedene Anweisungen gebracht und wurde vom Feldwebel beauftragt, eine Anweisung von 5 Aik., welche für den Kanonier Jöhte bestimmt war, diesem zu überbringen und sich 'den Betrag in das dazu vorgeschriebene Postlbuch quittieren zu lassen; statt dessen behielt er oerr Betrag für sich, nachdem er den 3tamcn des richtigen Empfängers im Postbuch gefälscht hatte. Da ihm sowohl vom Kom- pagnicchef, wie von oem Befehlshaber des Kommandos in Bezug aus seine Ehrlichkeit das beste Zeugnis ausgestellt wird unb er .sonst noch feine Strafen erlitten hat, werden ihm mildernde Unt- stänbc zugebUligt und er in eine Gesamtstrafe von 4 Wochen st r e n g e n Arrest verurteilt. Bon einer weiteren Gljrcnftrafc püH vorerst abgesehen. — E in Seite n st.st ck z u m D ro e s; Berge r.. Ein neuer großer S en s a t i o n s p r oz e ß, der mehrere Tage anbauern wird und zu bem eine große Anzahl Zeugen unb Sachverständige geladen sind, beginnt am Mittwoch vor dem Schvnrgericht. des Landgerichts I Berlin. Angeklagt ist der Masseur Äiartm Kühler, der die bei ihm in Behandlung gewesene Frau Nada t u s in seiner Wohnung zerstückelt und die Lcichenteile in alle Winde zerstreut hat. 9?cben dem Angeklagten werden noch mehrere Männer und Frauen -auf der Anklagebank Platz nehmen, die bei dem dem Angettagten zur Last sagenden Verbrechen gegen die 88 218 unb 219 (Verbrechen wider das keimende Leben) des St.-G.-B. mit in Frage kommen. Die geaufigen Einzelheiten ,die in der Verhandlung zur Erörterung kommen werden, sind folgende: Am Freitag, den 1. Juni vorigen Jahres, gegen 8 Uhr nwrgens, sahen Arbeiter auf Charlottenburger Gebiet in einem VerbindnirgS-Schisfahrskanal der Spree, etwa 100 Meter von der Plötzenseer Brücke entfernt, den R n m p s einer wcib - lichen Leiche treiben. Tse angesdellte ärztlich-gerichtliche Untersuchung stellte fest, daß die Abtrennung des Kopfes, der Arme unb der Beine höchstwahrscheinlich cr)i nach 'Eintritt des Todes vorgcirommcn worden war. Die Getötete befand sich im dritten Monate der SchMrngerscltzift. Für einen Lustnwrd hatte die Ob Auktion keinerlei 9lnhalb"^nkte ergeben. Sonnabcilds wurden die Arme unb Beine im schrecklichen Zustande unter MÄlHaufen auf- gelesen. Nach der ganzen Sachlage war anzunehmen, daß die Frau in einem geschlossenen Räume abgeschlachtet wurde. Alles wurde aufs sorgfältigste geprüft, aber die Getötete war und blieb unbekannt. Aus dem großen Wust der Anzeigen blieb enblidj nur die über eine Frau Radatus übrig, die seit einem Zahrc von ihrem Manne getrennt lebte Ein Dienstmädchen zeigte nach langem Befragen den richtigen Weg. Es hatte sich selblt einmal an den M a s seur Köhler gervandt unb ihn auch der vermißten J-ran empfohlen. Da nun Kühler auch noch veneiit war nnü seine Frau im Stich gelassen batte, so wußte man genug. Für die Beamten ,die die Ermittelungen leiteten, Itanb bald fest, daß sie, die mit einem mittlerweile verstorbenen Musiker ein Verhältnis gehabt hatte, jetzt zu ihrem Manne zurückkehren, aber erst gewisse Folgen beseitigen wollte, unter den .Händen Köhlers ihr Leben gelassen hatte. Am 9. Juni kehrte der Erwartete zurück. 9tach anfänglidKm Leugnen bekannte er sich zu der Tat. Er 'lx'dculptcte, durch seine Notlage auf den Weg deS Verbrechens getrieben worden zu sein. — lieber die Verhandlung werden lvir berichten. in Keßler begleitete den jungen Schmidt nach seinem Elternbause uw hck Schriftführer Wilbelm Nees, Daniel Wichard-Gießen und Ein großer Fabrikbrand der inneren Stadt. Anwohner Kassierer Johannes Hecker, Beisitzer Karl Lüh-Leihgestern, Heinrich Kelle r-Wl«feck. Offenbach, 17. Ian. wütete in den Frühstunden in an und gab sechs R cv olverschüsse auf ihn ab, wovon vier trafen. Drei streiften den 9km des jungen Schmidt, Streik in Rußland. 12000 9lrbeiter der Putilow'schen Werke IKabinettsdirektion scheinen vielfach falsche Ansichten verbreitet zu sein. In einem Prozeße wurde darüber jüngst > folgendes feffgestellt: Die Künstler beziehen eine jährliche monatlich zahlbare Remuneration (kein pensionsfähiges Gehalt) aus der Privatschatulle des Großherzogs ohne dabei zu einer Gegenleistung verpflichtet zu sein. — Dieses Verhältnis schließt nicht aus, daß sie sich für die 9lrbeiten, die sie an in der Kolonie aussteflende Gewerbetreibende liefern, bezahlen laßen. Der diesjährige Ueberschuß der Künstlerkolonie soll zur Hälfte dem Ausstellungsrestaurateur zusallen, zur andern Hälfte wird er wahrscheinlich der Ernst Ludwig-Stiftung zu- Darmstadt, 15. Jan. lieber das Rechtsverhältnis •ün ft fern der Künstlerkolonie und der des zwischen dem Aliceplatz und der Kaiserstraße gelegenen Teiles der Jranksurterstraße wurden heute früh gegen 1/2b Uhr durch ein eigenartiges Knallen und Knattern, welches sich fast wie Peletonfeuer anhörte, aus dem Schlafe geweckt; bald sahen sie an dem mächtigen Feuerschein und den hoch emporschlagenden Flammen, daß auf dem Mcrzbachscheu gewendet werden. Griesheim, 17. Jan. Der 36jährige Zigarrenhändler Keßler aus Frankfurt a. M., früher 9lrbeiter in Griesheim, wurde im vorigen Jahre glücklicher Erbe von 7000 Mark. Da er im heiratsfähigen Alter stand, suchte er eine Lebensgefährtin und glaubte diese in der 22-jährigen Tochter des Gastwirts Schmidt gefunden zu haben. Er hatte auch nicht die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Ter Wirt sowohl wie die Wirtin hatten nichts gegen die geplante Verbindung, aber das Mädchen wollte nicht. Das muß den Zorn des heiratslustigen Keßler, erregt haben. 9lnf alle mögliche Weise scheint er auf die Familie Schmidt eingewirkt zu haben, und da alles nicht helfen wollte, griff Keßler die Familie Schmidt in ehrenrühriger Weise an. In der Sonntagsnacht traf er auf dem Maskenhall den 16-jähriqen Heinrich Schmidt, den Bruder des Mädchens. E§ kam zu Reibereien zwischen den beiden, die auch auf dem Heimwege fortgesetzt wurden. Volilische Tagesschau. AuS dem Reichstag. Die gestrige Diskussion über den Etat des Reichsschatz- amts entbehrte nicht des eigenartigen Reizes, wenn sie auch farblos einsetzte. Tie Diskussion brachte nämlich den ersten parlamentarischen .Hinweis auf die herannahende Schillers.eier, und das Interessanteste an der Sache Ivar, daß ein Mitglied des für den freiheitlich gesinnten Dichterheros sonst nicht eben begeisterten Zentrums, der Abg. Kirsch, den Hinweis gab. Er wünschte allgemein einer ging in die Brust. Der Schwerverletzte wurde ins Krankenhaus gebracht, Keßler ist flüchtig und konnte bis jetzt nicht verhaftet werden. (Kl. P.) Kleine i 11 e: 1 n v n e n aus .Hessen und den Nachbarstaaten. In 9lnnerod ist ein zweiklassiger Schulhaus-Neubau im Rohbau vollendet. Die seither einklassige dortige Schule wird mit Beginn des neuen Schuljahres zweiklassig. — Die Mathilden st iftnng fürOber- h essen hat zu wohltätigen Zwecken und zur Unterstützung der Kleinkinderschulen 1500 Mk. gestiftet. — Die kleine Gemeinde Leusel bei Alsfeld beschloß die Errichtung einer Wasserleitung. Grundstück, Frankfurterstraße 45, ein verbecrenbcS Feuer au-?, -brocken wor. Der ein den linken Seitenbau anstoßende dreistöckige Hof-Querbau, welcher von der Schirm fabrik Leonhard Hitz gemietet ist, stand, als der Brand bemerkt wurde, in der vollen Breite des Dachstuhls und des obersten Stockwerks in Flammen; durch einen die ganze Höbe deS Gebäudes durchziehenden Aufzug hatten aber auch Teile der beiden unteren Stockwerke Feuer gefangen, und selbst die Kohlen im Keller waren, wie sich später herauSstellte, von den Flammen ersaßt worden. Glücklicherweise war das brennende Gebäude gänzlich unbewohnt. Die von Hausbewohnern alarmierte Feuerwehrbereitschaft war nach wenigen Minuten zur Stelle und begann mit vier Schlauchleitungen von den Hydranten der Frankfurterstraße aus das Feuer. zu bekämpfen, welches einen großen Funkenregen nach Westen zu über die Stadt verstreute. Der Tätigkeit der Feuerwehr gelang e§, den Brand zu isolieren und die anstoßenden Gebäude zu schützen. Um durch die Schläuche den Wagenver- kebr auf der Frankfurterstraße nicht zu hemmen, wurde heute früh um 8 Uhr eine sehr lange Schlauchleitung vom Real- !schullwfe zur Brandstätte geführt, mit welcher im Lause des I Vormittags die immer aufs neue wieder hervorbrechenden beiter zur Wiederaufnahme der Arbeit zu veranlassen, jedoch ohne Erfolg. Die Arbeiter verlangten zur Vermeidung von Unruhen die sofortige Beratung von Delegierten der Arbeiter mit der Verwaltung unter Stimmengleichheit und Zusicherung I' persönlicher Unverletzlichkeit, sowie die Ausnahme eines Protokolls über die Beratung, welche für die weiteren Verhandlungen bindend sein solle. Die Vertreter der Arbeiter sollten verlangen, daß die Streiktage nach dem mittleren Arbeitslohn bezahlt würden und eine gemeinsame Kommission geschaffen werde, welche alle Streitfragen zu entscheiden habe, und endlich, daß eine achtstündige 9lrbeitszeit eingeführt roerbe. — Bei den bereits stattgehabten Verhandlungen l waren zahlreiche Sozialisten zugegen, welche keinen Ausstand, sondern eine Petition aller Arbeite an die Regierung verlangten. In dieser Petition solle Freiheit der Versammlung der Presse und des Wortes und eine Neuordnung der Fabrikarbeit gefordert werden. Der Antrag der Sozialisten wurde indes abgelehnt. — In einer Versammlung beschloßen die Arbeiter der Putilowwerke, eine Abordnung an die Verwaltung der Werke zu senden und, falls die Forderungen nicht binnen drei Tagen bewilligt würden, bewaffnet vorzugehen. Die Bewegung trägt indes keinen revolutionären Charakter. Aufhetzende Reden biteben ohne Eindruck. Die Arbeiter erklärten, keine Aenderung der Staatsordnung, sondern nur die Verwirklichung eines Anfanges ökonomischer Gerechtigkeit anzustreben. Aus Stadt und Sand. Gießen, 18. Januar 1905. ** Hessische Vereinigung für Volkskunde. Wir werden gebeten, auch an dieser Stelle darauf aufmerksam zu machen, daß der für Donnerstag angekündiate Vortrag wegen Erkrankung des Vortragenden verschoben werden muß. •• Der Reue Geflügelzucht-Verein Gießen und Umgegend 1 903 hielt am Sonntag bei Mitglied Teigler Generalversammltmg ab, die sehr gut besucht war; i 43 Mitglieder waren anwesend. 9lls 1. Vorsitzender ivurde Veter Berg gewählt, als 2. Vorsitzender Wilhelm Dechert, Vermischtes. * Düsseldorf, 17. Jan. Auf den drei Düffelwiesen brachen beim Eisläufen sieben Personen ein. Zwei Kinder ertranken. Die anderen wurden gerettet. * Delmenhorst, 16. Jan. Im nahen Dorfe Varel erstach der Arbeiter Drewes seinen Bruder mit einem Brotmesser nach einem voraufgegangenen Streite. Der Mörder wurde verhaftet. * Hamburg, 16. Jan. Beim Schlittschuhlatisen auf der dünnen Eisdecke des Harburger Hafens brachen zwei Kinder ein. Beide, ein Knabe und ein Mädchtn, ertranken. Ein neuer Zigarren an zünd er mit Platin- schwamm wird in sehr zierlicher und praktischer 9lusführtmg neuerdings auf den Markt gebracht. Ein kleiner Behälter des I Zigarrenanzünders enthält Benzin, Aether oder Spiritus, deren Dämpfe auf einfache Weise mit dem Platmschwantm in Bewegung gebracht werden und ein Erglühen desselben hervor- rufen. Aniversiläts-'Aachrilßten. -- Der Verba udderim Coburger L. C. bereinig* * "Jl • a manns cha ften auf d e u t f d) e n Hochschulen Ult im Wintersemester 1904/05 unter entsprechendem Abzug der Mehrbanderleute 774 Aktive und Inaktive, sowie 2699 Alte Herren m J> aktiven und 8 suspendierten Landsmaniischasten. Zum Fall tz'üffrner. Die sozialdemokratische Presse hat bei der Veröffentlichung des Bildes, foi/a§ den ehemaligen Fähnrich zur See Hüssener mit zwei anderen Festungsstuben-Gefangenen in einer behaatich ausgestatteten Stube auf dem Ehrenbreitstein fröhlich zechend ,darstellt, mit Entrüstung darauf hingewiesen, welch nächtliche Trinkgelage die Festnngsstiiben- Gefangenen feiern könnten. Dabei wurde noch angedeutet, daß ein solch frohes weinseliges Leben in der Kstungs- ^Lkfiyneüttng Der yi^eren Schulen in Lessen, i Zu tieier Fraae hat der Verein für di e Gleichste llun a der höheren Schulen in Hessen bem und den beiden Häusertt des Landtaaes eine Den ks ch r t ft zugrhen lassen, die sich, wie ia schon die Bez-eicknung des Vereins vermuten I lassen muß, für die Beiahung der Frage, u. n. bewndevs am die Gleichstellung der Re a l g v m n a si a l a bi t u r t e n t e n w der Berechtigung z-um Eintritt in den h ö her en I u 9; z o t c n s, I ausspriklU. Justiz Minister Di tim ar bat ftdi bekanncktch tm tttt gegen gesetzten Sinne geäußert, wobei er sich auf die Ovaamr hervorragender Juristen stützte. Die nmfanaretche Denn am st t I — nm es in Kürze zu geben — etwa auS: .. Tie Nunckten per Reckbstebrer fini> geteilt: mich ttmb die für bm Juristen itötiirc spraWch-historiube Brldung wmt nur von Gymnasien, sondern -ruck von rcahihldxn Anstalten übermittelt, imb gerade von hessischen Jnrrstien wird Nage aeftyrt über mangelhafte Ausbildung der Juristen '™ 1 . V; ist im Pe-,uq auf die TurckblldiMy im Latein,sch-en und llsriccknic, en die Ansicht des Ji.stizministers niel-t durchschlagend, wonach btt den humanistischen Gymnasien die Durchbildung im S^ieEYen und Lateinischen sichergestellt sei. Nachdem dann die ^.eimchrrfl bestritten, dast die Fähigkeit, Menschen »u erkennen, gerade au den Gymnasien in so gar hervorragendem Mahr ans gebildet werde, verbreitet sich daS Memorandum über d u Dert der griechisch-römischen Kultur für das moderne drastische ~e» it, um zu dem Schlüsse Su gelangen, dast ss heute weiteren . r N unseres Volkes an dem lebhaften Internste s»r die Nassischen Studien fehle, und dast die Lugend nnt^ dem llstnfluf,dm r Leitströmung stehe, Folge: Tie Glnchstellmig der höheren Schulen nach besagter Richtung hin tft. cm Problem, dem modernen Staat durch die äustere Kulturentwrckelnng^ ft Justizminister Dittmar hat erstärt, er wurde gar kein, Bedenken tragen, wenn etwa dereinst die Forderung guttreten wurde man solle gewisse technische Fächer nur denen eröffnen, die W zeugni? auf einem Rcalgymnanum erworben haben une der- artige Zersplitterung würde nach Meinung der Verwst r des Memorandums tief zu beklagen ftm. Die Elter« Eten hey schon frühzeitig über die Wahl des Berufs ihrer Krnd-r ench scheiden, und ein späterer Uebeitntt zu emem anderen Den.ff wurde nur mit großen Opfern an Zeit und Geld möglich >nn Wurden außerdem zwischen den einzelnen DerusSstrnden nicht geradezu Schranken errichtet, die ein geg-niertigc- Berlwndnis erschwerten? Würde eine solche Scheidung unser Volk nnbt noch weiter in der traurigsten Wesse ;erk!üsten? Ist nicht schon du Trenming der Hochschulen in Universitäten imd technische Hochschulen bedauerlich? Für den Staat würde es zweifellos ein großer Vorteil sein, wenn seine Beamten, Juristen, Aerzte, Lehrer sich mit her Technik während ihrer Sw dien zeit bekannt rnannrn I könnten, die Ingenieure. Architekten r. mit den nur der Universität I betriebenen Jachem? Und welch- Summen könnten für die an beiden Hochschulen mehrfach zu besetzenden LebrMhle gern ort w er - den! Danach geht bic Denkschrift zur Beweisführung über daß durch die Gleichstellung nickt, wie der Minister meine daS Verlangen nach Vermehrung der höbercm Schulen d"? Landes ge-1 steigert, nmt im Gegenteil vermindert werden würde. . Das Ziel des im Eingang genannten Vereins ilt also die Anerkennung der Realanstalten in Bezug auf ihre Gtückwertigkeit mit den Gvmnasien und in weiterer Folge davon für iene dieselben Berechtigungen, die sie in Preußen erhalten haben, -tnnn I müßten natürlich auck die Ergänzungsvrüfungen 'Tur Theologen und Mediziner) neu geregelt werden. In Preußen gilt für diese Prüsilngen der Grundsatz, dau eine Minln'rleistung in den alten Sprachen durch ein Mehr an Wißen in den neueren Sprachen, Mathematik usw. ausgeglichen werden kann. In Hessen sind die Ergänzungsprümngen für O b e r r e a t f ch ü ter] gesetzlich nock gar nicht geregelt. Ter Gvmnasinst kann unge-1 nügende Leistungen im Lateinischen oder Griechischen kompensieren, der Realgvmnasiast bei uns nicht, während er in Preußen auf Grund seines vorher erworbenen Zei'gnisses ebenfalls aus- gleicken kann. In Hessen ist es möglich, daß ein Gvmnnsiasi mit „nicht genügend" im Latein Iura studiert, der Realgvnrnaimit Tann dies, wenn er dieselbe Rote in dem Racheramen erhält, । nicht, mag er auck ein nock so gutes Zeugnis von der vorher von! ihm besuchten Anstalt besitzen. Tie Regelung der Ergänzungsprüfungen nach dem Vorbilde Preußens setzt allerdings die gründ- sätzliebe Anerkennung der Gleichwertigkeit ber humanissiscl>en. und realistischen Bildung und damit die Gleichstellung der verschiedenen neunllaßigen Schulen voraus. Württemberg, wo bip Verhältnisse ähnlich wie in £)cnen liegen, hat nach^ dem Musier Preußens die Gleichstellung durchgeMrt, und Hesseln muß "entschieden nachfolgen, sollen nicht die hessischen Realansialten hinter den vreußischen zurüblekeiben und die hessischen Untertanen den preußischen gegenüber dauernd geschädigt werden. Die hier erwähnte Benachteiligung sei übrigens gewissermaßen von der hessischen Regierung selbst voransgesehen worden, wie eine^ Aus- laßung des Geh. Lberschulrats Rodnagel in der Kammersitzung vom 9. März 1901 beweise. Mit einem bemerkenswerten Hinweise auf die engeren Landes- und auf die einheitlichen Reichsinteressen schließt das interessante MtmMck. g für Kr*ne-<‘- Wurme, gogchützto Lago W* IFdiei Kuir IUI am SlidabhnnR des Taunus. Behag- W1. Bfeite ,,c.h»®U?8,:richtoto. kleine Anstalt LH (bis 301 atienten). Centrale Heizung M M M-3 l!nn Be,cI1chtung, gehoizto Li ege- öA Q W TW U B £,aIle nnd CoiTidore. NorsNaine Mimkr^mitMte). Prospccto fi-aY"’’ K""B- tv«k°o'> 4 qefariaeneu-Anstalt EhrcnLreitstem gang und gabc sei. Düssener feilte sich noch gan» besonderer streibetten erfreuen: es ivurde auch behauptet, er fet sonntäglich r tt-ruh. choppeugast in einem Koblenzer Hotel und es wurde 'hm häufig Urlaub bewilligt. In D!ln sollte er lustwandelnd in einem öffentlichen Garten gesehen worden sein. wurde nicht versäumt, den Lesern vor Augen W f 1 - bnfi c5 sich nm den „Fähnrich" .Hüssener handelt. Tre Leser sollten dadurch erfahren, weshaN> solche ^rgunsttg- ungen gewährt würden. Zunächst muß festgestelli werden, das; der ehemalige Fähnrich zur See Hüssener aus allen Militärverhältmssen entlasten ist und als MI- Person F-estungshaft verbüßt. Dre Strafvollstreckuug - behvrde ist die zuständige StaatsMwaltschast. Mandant ist also keineswegs Dorgesehter des Hustener nn militärischen Sinne, sondern er steht zu dem Festungssttibew Gefangenen Hüssener in demselben Verhältnis "re P der Vorstand einer Strafanstalt zu dem Gefangenen. Eme eingehende Untersuchung hat in dieser Angelegenheit statt» gesunden und hat, wie zu erwarten war, ergeben, daß d,e Tarstellungeu über den viel besprochenen Fall Hüssener nicht der Wahrheit entsprechen. Hüssener, der verbotswidrig im Besih eines photograph-scheu Apparates war, hat Ende Oktober v. I. eine Blitz lichtiaufn ahme von sich und seinenMit nickst! Flammen" gelöscht wurden. Der Schaden ist, da auch eine natjme fonb m fewet Ä'rn “^*0^ nwfie Dampsplättmaschine und eine Anmbl Nähmaschinen CUI)r Abends und nickt nach einem Trinkgelage, sierstört wurden, beträchtlich, aber durch Versicherung gedeckt. vielmehr ist die Stasfage — leere Wein- und Limonade- Der Betrieb ist nicht unterbrochen, da em großer Teil der flaschen — für die Aufnahme zusammengetraqen worden. Fabrikanlaoe unucrfchrt qeblieben ift. Tie Zimmerdckoration aus dem Bilde i)t vollständig er- simden. Tie Tapeten und Palmen sind eingczmchnct. Fcsx- .wiscken den K gestellt ist, daß Hüssener einmal den Kir ch e st u r l a u b | u , mißbraucht hat, indem er in einem Eoblenzer Hotel ein gekehrt ist. Sonntäglicher Frühschoppengast dort ist er niemals gewesen. Wegen der oben erwähnten'Verstoße gegen die Stubengesangenenorduung — Mitnahme eines Photographischen Apparats und einmaligen Besuch eures Lokals -ist Hüssener n a ch W e i ch s e l m ü n de v c r s e tz t worden. MW tei Marktstr. 9 Wettergaffe Telephon 434. 35fl eien zwischen ‘ettf würben, hnM tätlii in ob, roo* igen Schmidt, |te wurde in§ jnnte bis seht arrenbändln 1 ®rie§hcim, 7000 Mark, eine Lebens- Tochter des e auch nicht : sowohl wie mdung, aber >en Zorn des wqliche Weise 1 haben, und milie Schmidt Snacht traf er a Italia bf* «Sw L ^verhaltni- ie imb bet , Ansichten über jünqsj 16 jährliche Gehalt) bei zu einer Verhältnis m sie an in Tt- bezahlen ‘rfolonic soll uir andern Stiftung zu. n und den zweiklassiqer ic seither ein- neuen Schul- ' r ü r 0 b 11* Unterstützung £ic kleine Ge- Achtung einer ^uhlaufe« Q brachen Madch^' .. ?üssclwiefen rioncn ein. , ourden 9C# D-r-l ber mitt|ntnl T;t5JlötW in AytetieS ’'f Lu?, beten "b bemet(t S°b«ltfn ®ofie be5 ' H btc die lfti='e, «on '°°r ba§ £ ^uSbe. A^iicien '^Sen 5 Muer,» SÖeC ^iiennefjr ienben ®e, Denver. 3uibc beute v°m Real. 1 -anse be§ 'vbrechendkn . auch eine ^Maschinen inQ aedeckt. er Teil der 6. nähme D“/6; Bekanntmachung B18/1 Schweinefleisch 45 Pfg. [B18/t, 338 264 Submissions-Holzvcrkauf auf Erlen-Knüppelholz Stadel-Stockholz Ztalienischer Scheiter Rm.: 317 Buche, 16 Eiche, 19 Nadel- u. Weichholz, Stamlnrelser Rin.: 395 Buche, 405 4. 5. if » w 8894 ‘26 68 1 werden. Bettenhausen, fm, u als Prügel Rm.: Stücke Rm.: Astreisec Rm 2. 151 3. 96 Aktien- gibt die Ueberall Paketen ss4/3 218 )6 395 ' Wertere Auskunft zu I erteilt der Großh. Forstwart Schmitt zu Eichelsdorf, zu II der Großh. Forstwart Jacob zu Stornfels. Frankenbach, am 10. Januar 1905. Der Bürgermeister: Schneider. Hörde baldigst zu richten. Darrnstadt, den 17. Januar 1905. Großh. Zentralstelle für die Gewerbe. Hosiversteigerung im Giessener Stadtwald. Donnerstag den 19. Januar 1905, vormittags 9l/3 Uhr be= ginnend, sollen im Gießener Stadt- wald in den Distrikten Oberhag, vom 9. Dezember 1904. . Anmeldungen bezw. Anfragen smd an die unterzeichnete Be^ Eichelsdorf, lo. Januar 190o. . Großherzogliche Oberforsterer Elchelsdop. Trautwein. den 16. Januar 1905. Großherzogl. Bürgermeisterei Bettenhausen. Roth. werden. Das Holz liegt circa 30 Minuten von Bahnstation Lollar. Die Borgsrist währt bis zuin 1. November 1905. Sonstige Auskunft erteilt Forstwart Lotz dahier. Offerten sind verschlossen mit der Aufschrift „Submissions- Holzverkauf" bis zum 25. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei einzureichen, iuo alsdann Eröffnung stattsindet. Zum Eröffnungstermin sind sämtliche Submittenten ringeladen. Wieseck, 13. Januar 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. S o m m e r l a d. Iagdverpachtung. Freitag de« 3. Febr. L IS., vormittags 10 Uhr soll die Feldjagd der Gemeinde Eberstadt ui hiesigem Rathause auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. 0296 Eberstadt, den 17. Jan. 1905. Großh. Bürgermeisterei. Görlach. Ammkaii. GlmMrkc mit Schutzmarke Globus von der Fritz Schulz jun. gesettschast in Leipzig schönste Plattwäsche, vorrätig in roten a 20 Pfg. 124 113 243 Brennholz - Versteigerung der Kiailicheii Kversö sterei Arnsburg. Mittwoch den 25. Januar, nach Zusammenkunft vormittags 10 Uhr im Kloster, werden aus den Distrikten Hardt, Hain, Muckenwäldchen und Seif versteigert: B,6/i Darmstadt; ein 14tägiger Kurs für Sattler in Groß-Felda (Oberhessen); ’ ein 10tägiger Kurs für Schreiner und Glaser rm Farben von. massiven .Hölzern ustd Durchfärben von Fourmeren in Dannstadtll ein Kurs in gewerblicher Buchführnng an 5 Wocheuabenden? in Darmstadt; „ „ . am 20. Februar 1905 begrünend ein 6 tägiger Kurs für Weißbinder, Maler und Lackierer im Auffärben von Farbstoffen auf massive Hölzer in Darmstadt. Nähere Angaben enthält die Beilage zu Gewerbeblatt Nr. 49 Vornehme Neuheiten inoderner Tanzschuhe in Lackleder, weiß und schwarz Chevreaux gestickt und glatt in jeder Preislage. Größte Auswahl in Meistcrkurse. In nächster Zeit werden die nachstehend verzeichneten Meisterkurse für Handwerksmeister und Gesellen über 20 Jahre bei ausreichender Beteiligung abqehalten: \ am 23. Januar 1905 begiuueud ein 10 tägiger Kurs für Schreiner und Glaser im Farben vow massiven Hölzern und Durchfärben von Fourmeren in Darmstadt- am 6. Februar 1905 beginnend 1. je ein dreiwöchentlicher Kurs für Schuhmacher und Schneider in Darmstadt; , _ . . , 2. eiu dretwöchentlicher Kurs für Wagner ut Eramield (Oberhenen);, 3. je ein 14 tägiger Kurs für Maler, Lackierer und Weißbinder, tm Schristenmalen und im Holz- und Marmormalen m Iagdverpachtung. Donnerstag d. 26. Jan. 1905, nachmittags 1 Uhr, soll die der Gemeinde Betten- hausen zustehende Feld- und Waldjagd, bestehend in 125 ha Wald und 400 ha Feld, unter den vor der Verpachtung bekannt gegebenen Bedingungen, in dem Gemeindehaus, auf weitere 6 Jahre verpachtet Es können sowohl Angebote auf das gesamte Holz auch getrennt nach vorstehend aufgesührten drei Klassen gemacht Die Gemeinde Wieseck beabsichtigt, aus ihren Waldungen, Distrikt Heide Abt. 1, nachverzeichnete Kiesernstämme Iagdverpachtung. Mittwoch/den 1. Februar l. Js., vormittags 11 Nhr, soll auf dem Gemeindehaus die hiesige Gemeindejagd, bestehend aus zirka 778 Hektar Wald- und Feldjagd auf weitere 6 Jahre unter den in dem Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen vergeben werden; bemerkt wird, daß die Grenze des Jagdgebietes Vs Stunde von der Bieberthalbahn entfernt liegt und daß ein vorzüglicher Wildbestand in dem fraglichen Bezirk zu beobachten ist. ~su) bringe tue» um acut im.ii fugen zur allgemeinen Kenntnis, daß diese Xiuce in der Zeit vom 18. bis 31. ds. Mts. wahrend der ubiicljcn Gesä-ustö stunden auf dem Bürger meuter eibureau, Bimmer Nr. 15, zur öffentlichen Einsicht aujliegt. Etnsptua>e gegen die Richtigkeit und Voll ständigteit der Liste können von den beledigten Geschäftsinhabern bis zum Ablauf der XJfiei^ leanngssrist schriftlich oder zu Protokoll erhoben werden, Rach «—Tr-------- , . Ablaut der Frist vorgedrachte Einsprüche bleiben unberücksichtigt knüppel), 47 Nm. Eiche (hierunter 4 Rm. 2 Aitr. lang), 11 Rm. | Gießen, den 16. Januar 1905. <>ltv-*■ I (£rle- Reisig: 520 Rm. Buche (gemischtes Stammreistg), 360 Rm. Der von Großherzoglia)em Meisamt bestellte Kommtssar: ($>td)e; Stöcke: 18 Rm. Buche, 10 Rm. Eiche. Cnrschmann, Beigeordneter. III. Borkhards: Stämme: 6 Eichen von 21—33 Elm. Durchm^ 7—15 Mtr. Länge — 3,26 Fstm., 1 Erlevou30 Etm.Durchuu, 10 Mtr.Länge—0,71 Fstm.; Scheiter: 390 Rm. Buche; Knüppel: 3 Rin. Eiche, 3 Rm. Birke, 6 Rm. Erle, 3 Rm. Pappel; Knüppel-Reisig: 263 Rm. Buche; Stöcke: 99 Rm. Buche. . Tas nut Kalk gespritzte Holz kommt nicht zur Versteigerung. Begum der Versteigerung im Distrikt Hegwald (Jonas- Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Hungen für das Rechnungsjahr 1905 liegt vom 20. d. Mts. ab acht Tage lang zur Emftcht der Beteiligten auf dem Gemeindchanse offen. Hungen, 17. Januar 1905. 356 Großh. Bürgermeisterei Hungen. Fendt. Unterhag, Hecgstranch nnd WaldShut versteigert werden: Fichtenstangen nut 104,86 tm, Rmtr. Nadel-Scheitholz ,, Stadel-Knüppelholz 8 „ 18 , Eiche. Arbeitsvergebung. Die bei Umgestaltung der Terrasse am Kurhaus vorkommenden Arbeiten werden hiermit aus Grund des Minist.- Erlasses vom 16. Juni 1893 öffentlich ausgeschrieben. Zur Vergebung kommen: 1. Erd-, Maurer- und Betonarbeit, ca. 100 edrn Bruchstein-, 370 cbm Backsteinmauerwerk usw. und 360 qm Unterlagsbeton. 2. Zimmerarbeiten, ca. 55 cbm Tannenholz, 700 qm Dachschalung usw. 3 Kupferdecker- und Spenglerarbeiten, I 700 qm Dach- ' fläche, 100 m Rinne usw. Los II 210 qm Dachfläche. 4. Weißbinderarbeit, 500 qm äußerer Terranovaputz, 300 qm desgl. usw. Zeichnungen und Bedingungen können aus unserem Amtszimmer (Usaslraße) eingeschen werden, Arbeitsbeschreibungen werden ebenda zum Selbstkostenpreis abgegeben. Angebote sind verschlossen und portofrei bis längsten? Samstaa den 4. Februar d. I., vormittags 10 Uhr, bei der unterzeichneten Behörde abzugeben, woraus sosort deren Eröffnung im Beisein etwa erschienener Bewerber erfolgt. — Zufchlagsfrist 14 Tage. Bad-Stauheim, den 18. Januar 1905. Baubehörde für die Neubauten in Bad-Nauheim. 3 oft. B'% Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Wieseck für lvuo liegt vom 19. Januar er. an acht Tage lang auf unserem Bürgermeffteret- Bureau zur Einsicht sämtlicher Beteiligten offen. Wieseck, den 18. Januar 1905. 352 Großh. Bürgermeisterei Wieseck. S o m m e r l a d. Hvlzversteigerung in der fürstlichen Obcrsörsterei Lich. Montag den 23. Januar, von vormittags 91/, Uhr an, int | Distrikt Meilbach: Scheitholz: 585 Rm. Buchen; Knüppel: 16o Rm.! Buchen, 27 Rm. Etchen, 3 Rm. Elsbeer, 10 Rm. Birkett; Stöcke: 177 Rnu Buchen, 12 Rm. Eichen, 2 Rm. Sladelholz; Wellen: 6240 Buchen (darunter 1600 Forstwellen), 280 Elchen, 60 Nadelholz. — 2 Eichenfchnittholz = 2,01 Fstm., 4 Buchenschnittholz = 3,86 Fstm., 8 Etzbeer-Werkholz — 2,00 Fstm. Die Zusammenkunft ist am Kreuzpunkt der Wege Äch—Hattenrod und Burkhardsfelden—Nieder-Bessingen. Dienstag den 24. Januar, von vormittags 9V8 Uhr an, im Tlstrikt Konzebühl: Scheitholz: 214 Rm. Buchen, 12 Rm. Eichen' Knüppel: 74 Rm. Buchen, 27 Rm. Elchen, 4 Rm. ^.mden, Slöcke' 116 Rm. Buchen, 108 Rn». Eichen, 2 R>n. Linden; Wellen: 2540 Buchen, 710 Eichen, 100 Weichholz. - 2 Rm. Buchen-, 4 Rm. Eichen-, 2 R»l. Liu»c»-W-rkholz, 6 Rm. 'Buchen-, 14 Rm. Cichcn-Scheitbrocken; 11 Eicheu-Schuittholz — 14,69 t$|tnu, 17 ElÄengrubenholz (Wagnerholz, Piostenholz) — 1,83 öjtin., 9 Bnchen^chnittholz = 10,21 Fstm. 1 Eschen-Werkholz ^ 0 08 Fstm. Tie Znsammellkmlft ift auf der Chaussee Llch-Gleßen denn untersten ^eichdamm. ________________________________ Versteigernng. Freitag den 20. d. MtS., nachmittags '/,2 Uhr verfteigere ich ,m Frankfurter Hof (Vinbeiv- naffe 2) dahier: 4 vollst. Betten, 2 Kleider- schränke, mehrere Kommode, 2 Schreibtische, 2 Kleiderständer, mehrere Waschtische, Stühle, ein Divan, Spiegel, Lampen, Bilder, Teppiche, Vorhänge, 30 Paar silberne Eßbestecke, 5 Dtzd. Teller n. v. ’M. gegen Barzahlung. Tie Versteigerung findet be-- stimmt statt. Gießen, 18. Januar 1905. 359j Seipel, Gerlchlsvollzieher. 84 „ Nadel-Siockholz 2780 Wellen Stadel-Relsig. Die Zusammenkunft ist auf dem alten Stelnbacher Weg am Waldemgang. BWL Gießen, den 12. Januar 1905. Großh. Bürgermeisteret Gießen. I. V.: Eurschlnann. W,r fischpreist Mittwoch Abend und Donnerstag frütK eintreffend s»1’/* la. bltttfrisch Cabiiau Schellfisch in all. Größen mit u. ohne Kopf« Nur tadellose erstklassige Ware bei billigsten Preisen. Gebrüder Berdux Bahnhofstraße 27 Lmdenplah 12. dem Submissionswege zu vergeben: 1. 11 Stämme von 30—40 cm Durchm. mit 10,32 Holzversteigerung. Versteigert werden: I. Montag den 23. Jaunar l. I., norm. 10'/, Uhr^ aus den Domamalwalddlftrlkten Tiefstruth und Buchwald der Forst- wartei Elchelsdorf und zwar: y r , inr Stämme: 4 Eichen von 23—42 Ctm. Durchm., o,4—12,o Mtr. Länge = 2,41 Fstln., 4 Efcheil von 11—18 Etm. Durchm., 6—10,5 Mtr. Länge — 0,56 Fstm., I 30 Lärchen von 18—44 Etm. Durchm., 8—25 Mtr. Länge = 32,09 Fstm., 17 Fichten von 15—45 Etm. Durchm., 11,8-22 Mtr. I Länge — 8,93 Fstm.; I Nutzknüppel: 3 Rm. Lärche (3 Mtr. lang), 6 Rnt. Fichte (6 Mir. lang), 24 Rm. Ftchte (3 Witr. lang); Nutzreisig: 10 Rm. Lärche (Schlchthcmfen), 30Rm.Ftchte («chlcht- haufetl zu Bohnenstallgen und Gertlststailgell geetgnet); Scheiter: 714 Rm. Buche; Änüppcl: 158 Rm. Buche; Knüppel-Reisig: 61 Rm. Buche, 5 Rm. Eiche; gewöhnliches Reisig: 567 Rm. Buche, 4 Rm. Eiche; Stocke: 40 Rm. Buche (zerkleinert), 181 Rm. Buche (grob), 5 Rm. Elche, 4 Rm. Lärche, 10 Rm. Fichte; Hauspäne: 19 Rm. Buche. I Die zur Verstetgerurlg kommenden Elcheilstamme tut Dlstrlkt Buchwald 9 sind mit einem roten t gezeichnet. Beginn der Versteigerung beim Lärchenftammholz in den Petterhesseil am Jrrhausweg. Abfahrt auf chauffierten Wegen. II. Dienstag den 24. Januar l. I., vorm. 10VP Uhr, I aus den nachstehenden Domanialwalddistrlkten der ^orstwartei Storniels und zwar: x I. Hegwald (JonaSlöPfchen): Stämme: 5 Elchen von 18-28 Etm. Durchm., 6—10 JJctr. । Länge — 2,25 Fstm.; . ■” B-«-iligt im Sinuc dieser Belauutmaiyuug pn° I KuLvvA-Reiiia^IVS Rm Buch/'gewöMch-S Retfig"'229^w Buche, 6 Rm.^che; SiÖ-e- 36 R.u. Buche (zerkienrery, 58 Rm. Waren nur nebenbei geführt werden. | uc^e 910 * u. Lindes: Stämme: 6 Eichen von 22—30 Etm. Durchm., 3—5 Mtr. Länge — 1,26 Fstm., 4 Fichten von 11—20 Etm. Durchm., 8—12 Mtr. Länge — 0,93 Fstm.; , Nutzkuüppel: 3 Rm. Fichte (3 Aitr. lang); Nutzretsig: 30 Rm. Ftchte; Scheuer: 4 Rm. Buche; Knüppel: 192 Rm. Buche (ötainm- 20—30 , „ , 78,79 12—20 , „ „ 26,72 Botwin garantiert rein i/t Flasche S5 Pfg. ohne Glaö. Gebrüder Adami 14 MänSvurg 14. Um einem allzugroßen Andrange auf unserem Bureau gegen Ende dieses Monats zu begegnen, machen wir schon jetzt darauf aufmerksam, daß das 5. Ziel Gemeindesteuer dis anfanas Februar noch ohne Kalten bezahlt werden kann.» um w*. >-. Zah-'-un°-n ttqfl'ch »otmittayS mit Ausnahme ,, 26. und 31. d. MtS. 1 ftl " T s»— G ießen, den 17. Januar 1905. B18/, Stadtkasse Gießen: Döpfer. Versteigermig. Dienstag den 26. Jauuarl lsd. IS., uachm. 2 Uhr, sollen! im städt. Pfandlokal Settersweg 11 dahter die wegen rückständiger Gemeindesteuer 3. Ziel gepfändeten Gegeilställde (Atobiliar aller Art) sowie 1 Pferd und 1 Rind versteigert werden. 1354? Gcmmecker, Pfandmeister. 1 aller Samstage, 2. der Tage im Neonat Dezember, . 3 per durch Bekanntmachung Großher-ogltchen Pouz^amts jeweils bestimmten Tage, an denen die Verkaussstellen bis 10 llhr offen gehalten werden können., _ QUr Feststellung der Zahl der beteiligten Geschästslnhaver ift aemäß § 2 der Bekaulttmachnng, betreffend das Verfahren bei Auir^geu auf Verlängerung der Ladcnschlußzcit, vom 25. ^an. 1902 eine Liste der beteiligten Geschäftsinhaber ausgestellt worden. 'Beteiligt im Sinuc dieser Bekanntmachung find alle diejeulgen Inhaber offener srerkauksttellen. welche Waren Arbeitsnachweis der Stadt Gießen I Garteusiraße 2 (93ftrgermeifteretgeb6ube) Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeltgebem und Arbeitnehmern (Arbeitern jeglicher Art, Dienstboteu und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 3 bis S Uhr geöffnet. Es können eingestcNt werden: B18/1 1 jüngerer Schreiner, 1 Hallsmädchen, 1 Küchenmädchen, 20 Dienstboten hier und auswärts, 1 Laufmädchen, 1 Laufsrau. Lehrlinge: 1 Schlosser, 3 Bäcker, 1 Glaser, 1 Schriftsetzer, 1 Graveur. 3 " ' Es suchen Arbeit: 2 landw. Knechte, 2 Schlosser, 1 Spengler, 1 Installateur, 3 Schreiner, 1 Pulsirau, 1 Steindrucker, 1 Ällslatlfer, 1 Rutscher, 1 Kellner auch Portier oder Diener, 1 Hausmädchen, 2 Lauffrauen, 1 Taglöhner.! Bekanntmachung. Etwa -;3 der Inhaber von Kleider-, Schuh-, schirm-, Putz^, Weiß- und'Kurzwaren-, Pelzwaren- und Möbelgeschäften haben bei Großherzoglichem Kreisamt, die Einführung 8 U l) r^ Laden 1 chlusses für ihren Gcichaftszwerg beantragt mit Aus- Holz - Versteigerungen in Gräflicher Obcrsörsterei Laubach. I. Dienstag den 24. Fauuar d. F. 1. im Kreuzseenerberg, O-L Stunde vom Bahnhof Frelenseen): 650 Rm. Buchen- Scheiter, 125 Rm. -Prügel, 100 Rm. -Stöcke, 268 Rin. Relfer; 2 aus Elcheigarten: 230 Rm. Buchen-Stammretjer (Schichten); 3. aus Steinbügel, Weidenau, Wetterauerberg re.: Buche: 68 Rm. abst. Prügel, 33 Rm. Retferprugel; Fichte: 1 Stamm von 47 Etm. Durchtn. und 19 Mtr. lang (vom Blitz getroffen, Weidenau), 7 Rm. Nutzprugel (3 JJctr. lang), ca. 50 Rm. Prügel und Stöcke; 4. aus Hoherain, Liesewäkdchen, Herrnzipfen 2c. 2c.: Kohlretfer und Lesholz flächenwelfe. - Das Holz unter Nr. 2-4 kommt auf der Schremersmühle voraussichtlich von nachmfttags 2 Uhr ab zum, Ausgebote. _ w , .. II Mittwoch deu 25. Januar d. I. 1. itn Hausplatz und Süßekopf (Tiergarten): 670 Rm. Buchen-Schetter, 14o Rm. .Prügel, 123 Rm. -Stocke, 450 Rm. -Reiser; 2) aus Lamperts- tbor, Laubhaus, Wildfrauberg (teilroetfe vorgezetgt); 67 Rm. Kiefern- unb Fichten-Nlitzprügel (3 Mtr. lang), 10 Rm. Fichken-Nutzreisig, 50 Rm. Nadelholz- 2c. Prügel und Stocks Eiu Führer nach dem Tiergarten wird beim Emtreffen des Zuges von Hungen her gegen 10 Uhr vormittags auf hiesigem Bahnhof zur Verfügung stehen. .. Aufanimenfunft jedesmal vormtttags IG, Uhr; anl ersten Tage bei der Löbsacksmühle (Freienfeen), am zwetten beim Pstan-- garten tm Hallsplatz. Laubach, den 12, Januar 1905. P Gräfliche Oberförsterer. Nen! Waschmaschine Aaynyosflraße 58 Naynßofstraße 58 ■ Grosse Wohltätigkeit '- £l". c 711 Oeld-fl Staunmd blMg verkauft i “j-lÄi*!“’ 5600 Gew. ms. M. Meter Meter - 78 Mtr. Dtzd.2.7S Mt. Mir. D4/1 Emil Pistor Nacht, Marktstr. 10 * Ä i M • A <■ '-9^ - ft <>? Mtr. Stück M. 3L M. 31. Ad. Lenhard Nchf., Jak. Matenius. Jrav M. I. Rühl, Seltersweg. I. M. Schulhof, Marktstraße. R. Schlabach Nach?., Ludivigsplatz. Chr. Schoenhals, Nordanlage. Dtzd. Mtr. 3000 8000 3000 8000 5000 18000 Ä Chr. Bieker, Neustadt 55. Th. Hinkel, Kreuzplatz 6. L. Kalthos, Westanlage. C. G. Kleinhenn, Bahnhofstraße. Joh. BZilh. Kurz, Neustadt. 24 Psg. 1.05 Mk. 65 P,g. 75 , 35 . 36 w 88 . 62 . 1.20 Mk. 36 Pig. 1.55 Mk. 65 w II . 3 Vettkattnue Betttuch!eine», 160 em . MSbel-Crkpe, Neuheit Taschentücher, weiß, ges. 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