juni 15. August “‘-'eres 2. Mdchcu, ''gen des haushalls :au Proi. Kaiser, itenbergstraste 30. 'Anlage 44, ,3722 1 "t>äll dauernde Ar- b°" nach Hause ~ jlushmtt graus • 'elkl, 3751 >tz n U Dir. 218, Hardt' fmn( 3ß59 Ehrlinelht b nüchtern « ’ ' ?c°Mhle —bLorlar. ]un^ K. ’ bcim Hausmeister < D“/ * fiitotiit' iOllar. *UL_to6 ansbnrsche iü.Neuen Ääueö. "Eürschch^i^ ^ahuhoislraste5a nrueiter ^uche mehrere dchen, sowie zwei ämmemädchen. den, Lvnneuslr. 6. «üMUt beoorzugl) sucht i Rio«, vchollftr. 10. ’s Mädchen, welches beiten versteht, für teile nach Äad-Nau- . ^oiiatslobn 25 3)lt. Wag, Sad-Äoxchem; üdmatze 12. illDW । -ms* v l D-echzeugnalM - stach emschlagende Unterröcke, Hemden ganze AnsstatiuuM Wbeitet Md l-I »rstrasse 6, H^pcrbcschläge -S >flfn,nS(elben vec rde F^ch Moos, 1. K 0464o iierJ^EL-——1 i-joreo- j r*w Madch.,d.per1.Ioct>.l. ard.eri^m.qui.Zeugii., ).8etnuillt,Aeueubaue5 ,. stark. Mädchen such! Hb-ScbmidtfleBrabM» ir meine Schwester, : Waise, m all Haus- beiten sehr bewandert, kinderlitbend, vtelle in seinem Hause, jlicklsÄR hlub Bedingung. . ölelbungen unter 1 Siest-An^erb^, i» Äff*«# iw "LiM! Freitag 'uhc bei “""'S ®«6* •«’ ,t.Uebu"9; Nr. 164 •tfOttei tt'elegen- heit, in dem die Beisitzer christlicher Richtung eine sehr bedeutende Minderheit aufweisen. Der Antrag, mm auch diesr Minderheit in den Unterabteilungen eine entsprechende Vertretung zu _ bewilligen, wurde cvbgelehnt und in den Ausschuß nur „Genossen" gewählt. Braunschweig, 14. Juli. Dem Rcichstagsabg. v. Damm, der unlängst eine Mresse betreffend die T h r o n f o l g e f r a g e in Braunschweig dem Reichskanzler zustellen ließ, machte Geheimrat Loebell die Mitteilung, daß der Reichskanzler die Mresse nicht zu beantworten beabsichtige. Stuttgart, 14. Juli. In der heutigen Sitzung der V e r- fmssungskommission wurden zunächst die Artikel 12 bis 17 des Entwurfes unverändert angenommen. Die Mitglieder der R i t t e r s ch a f t können danach auch durch das allgemeine Wahlrecht sich in die zweite Kammer wählen lassen, doch kann niemand gleichzeitig Mitalied beider Kammern sein. Die Beschränkung, daß Vater und Soh.' nicht gleichzeitig Mitglieder der Ständeversammlung sein können, wurde aufgehoben. Die Stcmdesherren und die bisherigen erblichen Mitglieder der ersten Kammer, im Falle sie durch Krankheit oder andere Verhältnisse, über deren Vorhandensein die erste Kämmer zu entscheiden hat, verhindert sind, den Sitzungen beizuwohnen, können sich durch ihre präsumtiven erbberechtigten Nachfolger (dlgnaten) vertreten lassen. Artikel 26 behandelt das Budgetrechtbeider K am - m e rn. Der Entwurf beläßt es im allgemeinen bei dem bisherigen Recht, nur wird bestimmt, daß in der Beratung des Etats, wenn sich die erste Kammer für Dlbänderung eines von der zweiten Kammer gefaßten Beschlusses erklärt, die zweite Kammer den G genst nd ein?r no "mKigeu Beratung und Beschlußfaf'ung zu unterziehen hat. Wenn hierbei die zweite Kammer einen von demjenigen der ersten Kammer abweichenden Beschluß faßt, so gilt ihr Beschluß als Beschluß der Ständeversammlung. Nur wenn die erste Stimmet den Etat im ganzen ablehnt, erfolgt Zusammenzählung sämtlicher bejahenden und verneinenden Stimmen. In der Nacknnittagssikung wurde der Antrag der Ritter auf Erweiterung des Ausgabebudgetrecbts der ersten Kamrner abgelehnt unb Artikel 26 nach dem Entwurf unter Streichung eines Satzes über die Gleichberechtigung beider Kammern bei der Aufnahme von Anleihen und Veräußerungen von Bestandteilen des Kammergutes angenommen. Die erste Lesung ist damit beendigt. München, 14. Juli. Eine Zusammenkunft des Kaisers mit dem Prinzregenten Luitpold ist für den Herbst geplant. Der Prinzregent wird Ende August oder Anfang September nach Nürnberg zur Enthüllung des Kaiserdenkmals reisen und dort bei dieser Gelegenheit mit dem Kaiser Zusammentreffen. Ausland. Stockholm, 14. Juli. Gestern wurden die Ratifikationen des zwischen Schweden und Norwegen einerseits und der Schweiz andererseits am 17. September 1904 abgeschlossenen Uebereinkommens betreffend obligatorische Schiedsgerichte ausgewechselt. _ Karis, 14. Juli. Nach Beendegrurg der heutigen Truppenschau bei Longchamps fand heute beim Präsidenten Loubet ein Frühstück statt, an dem die Minister und die Offiziere des englischen Geschwaders teilnahmen. Wien, 14. Juli. Das Herrenhaus nahm den Handelsvertrag mit dem Deutschen Reiche, sowie das Ermächtigungsgesetz betreffend die provisorische Regelung der Handelsbeziehungen mit der Schweiz und Bulgarien an. Antwerpen, 14. Juli. In der hiesigen deutschen Kolonie tritt mit größter Bestimmtheit das Gerücht auf, Kaiser Wilhelm werde gelegentlich der Anwesenheit des Linienschiffes ,Ltirl der Große" Antwerpen einen Besuch abstatten. Meue Kewatttaten in Rußland. Der Negierungsbote meldet offiziell, daß in der Stadt Grodno revolutionäre Unruhen ausgebrochen seien. Streikende Arbeiter veranstalteten eine regierungsfeindliche Demonstration. In der Nikolajewskaja wurde auf den durchfahrenden Polizeimeister Gubski eine Bombe geworfen. Dieser, mehrere Schutzleute und drei Paffanten wurden gefährlich verwundet. Nach der Explosion strömten auS allen Seitengaffen Arbeiter herbei, die auf die herbeieilenden Kosaken und das Militär Revoloerschüsse abfeuerten. Da? Militär jagte die Demonstranten auseinander. Bei dem Zusammenstoß wurden viele Arbeiter und Soldaten verwundet. Im Keller eines Hauses in Moskau, inmitten des belebtesten Stadtviertels, explodierte eine Bombe. Drei Personen, die sich zufällig in dem Keller aufhielten, wurden in Stücke gerissen. Der ganze Keller und die darin befindlichen Gegenstände sind vollständig demoliert. Man vermutet, daß sich im Keller eine geheime Bomben- Werkstatt befand und daß ein Attentat gegen den jetzt in Moskau fich aufhaltenden General Trepow vorbereitet werden sollte. In der Stadt zirkuliert das Gerücht, daß Trepow viele Drohbriefe von der revolutionären Partei er« halten habe. Aus Riga wird gemeldet: Ein großer Transport revo» lutionärer Schriften, der aus dem Ausland per Schiff angekommen war, wurde hier abgefangen und sein Führer verhaftet. Der Zollaufseher, der den Weitertransport der Schriften gewaltsam verhindern wollte, wurde dabei von zwei jungen Leuten durch Nevolverschüsse schwer verwundet und starb bald darauf. Die Täter blieben unentdeckt. 9lußer literarischen Schriften enthielten die zahlreichen Ballen noch 150 Kgr. Proklamationen, die alle in der Schweiz gedruckt und unterzeichnet sind: ^Sozialdemokratische Bibliothek Nr. 32". Die Proklamationen sind in drei Sprachen abgesaßt. In den Arsenalen von Odessa und Libau wurden Blassendiebstähle von Gewehren und Patronen entdeckt. In Warschau trafen zahlreiche Flüchtlinge aus Minsk ein, wo die Situation sehr ernst ist. Demonstrationen und Ausschreitungen nehmen dort einen immer verderblicheren Charakter an. Sämtliche Angestellten der Warschau-Wiener Bahn faßten einhellig den Beschluß, vom 15. ds. an die polnische Sprache als Dienstsprache zu benutzen und polnische Inschriften einzuführen. Wenn die Behörde sich der Ausführung des Beschluffes widersetzt soll eventuell die Arbeit niedergelegt werden. Die Nowoje Wremia veröffentlicht Einzelheiten über den Mörder Schuwalows. Er stammt aus Sibirien, war Lehrer von Beruf und als solcher in Petersburg tätig. In Tomsk wurde er wegen politischer Umtriebe kompromittiert. Bei der Verhaftung gab er an, Mitglied der KampfeS- organisation der revoluttonären Partei zu sein. Graf Schuwalow habe auf der Liste der zum Tode Verurteilten^ gestanden. Der Minister des Innern, Bulygin, begab sich nach Peterhof, um den Entwurf der Volksvertretung vom. Zaren sanktionieren zu lassen. Gleichzeitig soll auch entschiede werden, ob der Zar die Einberufung der Volksvertretung am 29. ds. persönlich in Moskau ankündigen wird, wag nach der Ermordung Schuwalows nach unbestimmt ist. Wie verlautet, steht die Amnestierung einer großen Anzahl politisch kompromittierter Persönlichkeiten bevor. per Krieg. Petersburg, 14. Juli. (PeterSb. Tel.-Agent.) General Linewisch telegraphiert unter dem 13. ds.: Nach einem’ vom 12. Juli datierten Bericht des Generals Liapunom hatte eine unserer Abteilungen in der Nacht vom 10. zum 11. ds einen Bajo n ettkampf mit beträchtlichen femd-< lichen Streitkräften zwischen gelang und Wladimirowka auf Sachalin. London, 14. Juli. Die Blätter veröffentlichen PeterS» burger Meldungen des Inhalts, daß Witte absolute Vollmacht habe zum völligen FriedenSschluß. Nur unter dieser Voraussetzung habe er eingewilligt, nach Washing- ton zu gehen. Die englische Presse begrüßt Wittes Ernennung, als günstiges Zeichen dafür, daß Rußland wirklich beabsichttge, sich mit Japan zu verständigen. ___!—-_________! Aus Stadt und Land. Gießen, 15. Juli 1905. " Personalien. S. K. H. der Großherzog habe«^ den evangelischen Pfarrer Supp es zu Ilbeshausen, Dekanat! Lauterbach, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen und treu geleisteten Dienste, mit Wirkung vom 1. September 1905, in den Ruhestand versetzt. ** Die Oberhessische Gesellschaft für Nature und Heilkunde hält Dienstag, den 18. d. Mts., abendSi 8 Uhr, int Hörsal des zoologischen Instituts eine Sitzung,' wobei Privatdozent Hartmann über Bau und Entwickelung der pathogenen Spirochaeten (mit Demonstrationen) sprechen wird. Gäste sind willkommen. ** Feuerwehrfest. Am Freitag abend fand auf dem Festplatze nochmals eine Probe der Paradeaufstellung beider Feuerwehren statt, ebenso in der Festhalle die Hauptprobe der Gießener Gesangvereine. Auch die Turner hatten auf dem Platze Pyramidenprobe. Die Wehren werden am Sonntag vormittag in Stärke von 300 Mann mit 12 Fahrzeugen zu Parade und zum Brandangriff erscheinen. Der Sängerchor ist über 200 Mann stark, wozu noch das 42 Mann starke Orchester kommt. Die gestrige Probeveranstaltungen hatten eine ungeheuere Menschenmenge auf den Festplatz gelockt. — Ueber den Omnibus-Verkehr während des Festes wird uns Folgendes mtb geteilt: Des Feuerwehrfestes wegen wird die Omnibus-Linie C nach dem Schiffenbergerwald am kommenden Sonntag ganz eingestellt. Zwischen Festplatz und Bahnhof verkehren Sonderwagen nach Bedarf, außerdem wird die Linie B während der Festtage über Westanlage—Neustadt durch die Bahnhofstraße gefahren. Fahrpreis 10 Pfg. ** Der Theater-Kinematograph Fernando hat sich auf dem Festplatz unserer Feuerwehren nieder« gelaffen, um während des Festes allen Neugierigen beson- bete Schaustücke vorzuführen. Und wem es vom Schicksal nicht vergönnt war, den Einzug des Kronprinzenpaares in Berlin zu sehen, der hat es doch unbedingt nötig, schleunigst zum Theater Fernando zu laufen, wo er nicht zu stehen und stundenlang zu warten braucht, um das ersehnte Schauspiel mit größter Genauigkeit studieren zu können. Daneben bringt der Kinematogravh auch andere Ereignisse und, wer weiß! — vielleicht das Schauspiel eines Großfeuers mit allen Rettungs- und Löschunternehmungen, was am Ehrentag der Feuerwehrleute von besonderem Interesse sein würde. Heute abend 8 Uhr wird der Kinematograph eröffnet. •• Landwirtschaftliche Landes- und Jubiläumsausstellung in Mainz. Die Anmeldungen zur Maschinen- und Geräte abteil ung der landwirtschaftlichen Landes- und Jubiläumsausstellung in Mainz gewinnen einen solchen Umfang, daß Schwierigkeiten ihrer Unterbringung auf den vorgesehenen Plätzen zu befürchten sind. Auffallender Weise sind dabei die einheimischen, namentlich die Mainzer Geschäfte bis jetzt sowohl in dieser Abteilung, wie in der Abteilung der landwirtschaftlichen Hilfsstoffe verhältnismäßig noch wenig vertreten. Eine große Beschickung wird sicher auch die Weinausstellung erfahren, indem für Weine in großer Anzahl Klaffen und Preise vorgesehen sind. — Für das landwirtschaftliche Rennen, das in Verbindung mit der Landes- und Jubiläumsausstellung abgchalten werden soll, ist nunmehr das Programm bekannt gegeben worden. Danach wird ein Trabreiten, sowie ein Trabfahren mit selbstgezüchteten oder durch den Pferdezuchtverein eingcführten Pferden, ferner ein Galoppreiten und ein Trabfahren offen für Pferde, schließlich eine Zugprüfung im Schritt gleichfalls nur mit selbstgezüchteten oder durch den Pferdezuchtvcrein ein» geführten Pferden abgehalten. An dem Trabfahren, das für alle Pferde offen ist, können sich beliebige Fahrer beteiligen, an den übrigen Rennen jedoch nur Mitglieder der landw. Vereine oder des Pferdezuchtvereins. Es sind zunächst für jedes Rennen drei Preise von 100, 75 und 50 Mk. ausgesetzt. Als Distanzen sind für die beiden Trabfahren zirka 2000 Meter, für das Trabreiten 1400 Meter, für das Galoppreiten 1000 Meter und für die Zugprüfung 400 Meter vorgesehen. Die Anmeldungen haben bis zum 1. September beim ^Hessischen Landwirtschastsrat zu erfolgen. -s- Großeu-Linden, 14. Juli. Heute nachmittag -gegen 4 Uhr verunglückte ein Automobil auf der Straße nach Frankfurt. Es wollte einem vorbeifahrenden Wagen ausweichen, kam aber zu nahe an den Straßendamm und überstürzte sich. Die Insassen wurden herausgeschleudert und ein Herr leicht verletzt. Erst nach längerem Aufenthalt, währenddem der Schaden beseitigt wurde, konnte man weiterfahren. § Bad-Nauheim, 14. Juli. Bis zum 13. Juli 1905 find 15 788 Kurgäste angekommen, wovon am genannten Tage noch 6150 anwesend waren. 187 875 Bäder wurden bis zum 13. Juli abgegeben. B. B. Darmstadt, 14. Juli. Der Umbau desHof- kheaterS ist soweit fortgeschritten, daß mit dem äußeren Abputz und im Inneren mit der Einrichtung der Sitzplätze begonnen werden konnte. Die Wiedereröffnung des Hauses soll am 17. September erfolgen. Zur Eröffnungsvorstellung ist Wagners „Lohengrin" in Aussicht genommen. d. Mainz, 15. Juli. Im Sitzungssaal der zweiten Zivilkammer hatten sich gestern nachmittag das gesamte Richter-, Anwalts- und Notariatskollegium eingefunden, um dem scheidenden Landgerichtspräsidenten Lippold, der zum Präsidenten des Oberlandesgerichts ernannt wurde, einen herzlichen Abschied zu bereiten. Herr Lippold erschien an der Seite des neuernannten Lond- yerichtspräsidenten Dr. Hangen und des Landgerichts- dtrektors Ob en au er. Namens des RichterkoklegiumS hielt Lcmdgerichtsdirektor Dr. B ockenHeimer eine eindrucksvolle Abschiedsrede an den scheidenden PräsiL>enten. Justiz- rat Dr. Struve erinnert sich noch lebhaft des Austritts des Präsidenten Lippold aus der Anwaltschaft und des Eintritts in das Richterturn. Es sei die erste Staffel zur höchsten Richterstufe gewesen. Der Redner schilderte gleichfalls die tiefe Kenntnis und das umfassende Wissen des Scheidenden. Präsident Lippold dankte bewegt. Frankfurt, 14. Juli. Der Gasarbeiter Philipp Schröder fand gestern abend gegen 7 Uhr, als er nach seiner Wohnung, Predigerstr. 9, zuruckkehrte, im Flur einen Betrunkenen, der das Haus verunreinigt hatte. Schr- setzte den Fremden vor die Tür. Der Betrunkene entfernte sich unter Drohungen, kam bald zurück, ging die Treppe hinauf und gab auf Schröder, der im Vorplatz seiner Wohnung stand, aus einem Revolver einen Schuß ab. Die Kugel ging über dem linken Auge in den Kopf. Schröder fiel bewußtlos zu Boden. Der Schuß alarmierte die Hausbewohner, und sie verfolgten den Attentäter, der sich in den am anderen Ende der Straße befindlichen Arns- buraerhof flüchtete. Ehe er festgenommen werden konnte, schoß er noch zweimal auf seine Verfolger, ohne aber jemand zu treffen. Schröder wurde ins Bürgerhospital gebracht; die Verletzung war tödlich, er starb nach einer Stunde. Er hinterläßt eine Frau und drei kleine Kinder in dürftigen Verhältnissen. Der Attentäter ist der 29jährige „Schweizer" Johann Friedrich Hellerich aus Oßweil in Württemberg; seine Familie wohnt in Niederhöchstadt: er war nach Frankfurt gekommen, um Stellung zu suchen. Bei seiner Vernehmung gab er heute morgen an, daß er in Notwehr gehandelt habe. Schröder 'fyabe ihm zuerst einen Stoß vor die Brust versetzt. Seitdem er einmal in Bornheim überfallen worden sei, trage er stets einen Revolver bei sich. (F. Ztg.) [| Marbur g, 14. Juli. In der heutigen Stadt- 4>erordnetensitzung wurde im Anschluß an die Besprechung über die notwendig gewordene Verlegung der studentischen Spielplätze ein Plan zum Vortrag gebracht, dessen Ausführung Marburgs herrliche Lage noch anziehender macht. Neben den vielen Promenadenwegen und Anlagen auf den Bergen soll auch den zahlreichen alten Leuten Rechnung getragen werden durch Sch affung eines großen Parks im L ahnt al. Als passendes Terrain ist die sogen. Weide, eine große Insel im Süden der Stadt zwischen dem Kämpfiasen und der Eisenbahn, welche von der Lahn und deren Seitenarm durchschnitten wird, in Aussicht genommen. Da innerhalb dieses Parks auch die Universitätsspielplätze Platzen finoen sollen, be'chloß man, in Verhandlungen mit der Universität einzutretra. 8. Herborn, 14. Juli. Die hiesigen Bahnhofsverhältnisse sind bekanntlich schon seit Jahren sehr beengt. Der zunehmende Verkehr der Bahn Marburg-Herborn, sowie |ber in Aussicht stehende Verkehr der Westerwaldauerbahn erfordern eine gänzliche Umgestaltung der Bahnhofsanlagen. Neben der Verlegung des Stationsgebäudes gilt e§, für den vermehrten Gleisanschluß Terrain zu schaffen, und deshalb müffen die steilen Felswände des angrenzenden Hombergs hinweggesprengt werden. Viele Hände sind mit dieser Riesenarbeit beschäftigt. Das Gestein wird nach Station Abendstern (Strecke Wetzlar-Lollar) gefahren, wo eS zur Anlage der dort zu schaffenden Güteroerladestelle verwandt wird. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Hüttengefäß spielte das 3 jährige Töchterchen des Landwirts und Webers Kohler fünfer dem Hause an dem dort stehenden Webstuhle. Dieser kam ins Wanken, stürmte um und fiel dem Kind so schwer aiü Kopf und Brust daß es aus der Stelle getötet wurde. — In der Nähe von Niedernhausen wurde eine 64 jährige Frau namens Maurer aus Niederseelbach beim Ueberschreiten des Geleises von einem Güter- zuge erfaßt und tobt gefahren. - Tie Stadtverordneten bewilligten tn Rüdes heim 100 000 Mk. zur Durchführung der Kanalisation und vorläufig 130 000 Mk. zur Errichtung eines städtischen Elektrizitätswerkes. Vermisch Le». * Gewitter gingen im südlichen Schwarzwald und nordwestlichen Teile der Schweiz sowie in Mitteldeutschland nieder. Bei Stetten mrweit Lörrach und Basel wurden zwei Frauen und ein Mann, die in einer Hütte Schutz vor dem Unwetter suchten, vom Blitz erschlagen. Außerdem wurden noch vier weitere Personen in dieser Hütte mehr oder weniger schwer verletzt. — In Ehringsdorf bei Weimar wurden ein Mann und zwei Pferde durch den Blitz erschlagen. In Schwer- ftebt schlug der Blitz in die Kirche und Scheunen. — Schwere Unwetter gingen über die Stadt Ober-Glogau in Schlesien und deren Umgebung nieder. Das Getreide liegt wie gewalzt auf der Erde. Auch aus vielen anderen Teilen Schlesiens wird über große Schäden gemeldet, die das Unwetter angerichtet hat. * Kleine Tageschronik. In Berlin machte aus unbegründeter Eifersucht die 28 Jahre alte Frau des Buchdruckers Heim einen Mord- und Selbstmordversuch. Weil ihr Mann, der nachtS arbeitet, eine Stunde später als sonst nach Hause gekommen war, stürzte sie sich mit dem Kinde in die Spree, wurde aber samt Kind lebend aus dem Wasser gezogen. — In Paris feuerte am Freitag die 22 jährige Schriftstellerin Baronin d'E n tre v i l l e auf dem Vendome-Platze auf den eben im Automobil heimkehrenden ehemaligen Depn- tierten Baron Ladoucette vier Revolverschüsse ab. Baron Ladoneette wurde durch eine Kugel am Arme erheblich verletzt. Das Motiv der Tat ist angeblich Eifersucht. — Eine erschütternd" Familientragödie Ipt sich in Friedrichshagcn bei Berlin abgespielt. Die Frau des Rohrlegers Hoaeck ermordete in einem Anfall von Schwermut ihren fünfjährigen Sohn Ludwig intb erbangte f i ch dann, nachdem sie sich die Pnlsad'rn geöffnet hatte. Kunst und Wtsieuschafl lhc.) Ornithologische Anzeichen für das Nahen einer wärmeren Epoche? Wilh. Schuster führt in den „Mitteilungen über die Bogelwelt" deutliche ornithologische Anzeichen dafür an, daß wir einer wärmeren Evoche, also einer neuen Tertiärzeit, entgegengehen. Erstens sei c5 das immer mehr — und zwar binsichtlich der Arten — wie Jndivi- duenzahl — um sich greifende, zur Gewohnheit werdende Ueber- wintern derjenigen Vögel, die eigentlich Zugvögel find; sehr bezeichnend sei hierbei zugleich die Tatsache, daß die Winterguartiere eben dieser zu Standvögeln werdenden Sänger und Lufträuber mit den Jahren immer weitere in höhere Breiten vorgeschoben werden. Dann kämen nordische Vögel, wie beispielsweise die Seidenschwänze, jetzt lange nicht mehr so zahlreich zu uns wie in früheren Jahrzehnten, Sommerau.artiere wie Brutgebiete südlicher Vögel fänden sich jetzt in Deutschland, von denen früher nichts zu sehen war. Dabei rücken die südlichen und selbst die heimischen Vögel nicht allein in horizontaler Linie gegen Norden vor, sondern auch in vertikaler gegen die Berghöhen. Beispielsweise kannte Naumann den Girlitz noch nicht aus der Beobachtung in der freien Natur. Heute kommt er überall in Mitteldeutschland vor, vereinzelt bis nach Holland und Island hin. Vom Steppenhuhn und seinen Wanderungen in den letzten Jahrzehnten wissen wir noch alle. Die ornithologischen Beobachtungen befänden sich in Uebereinstimmung mit der neuen Reibisch -Simrvthschen Theorie der Cwdpenoulation. Mögen weitere Feststellungen in dieser Richtung auS der Vogelwelt folgen. — In Kopenhagen ist der Komponist Jörgen M a l l i n g 70 Jahre alt geftorb-m. ZLniverstläls-Vachrichten. — Vvn der Akademie Frankfurt a. M. Soeben wird das Dorlesungsverreichu's für das nächste Wintersemester ausgegeben. In der Mteilung für Volkswirtschaftslehre findet sich u.fti . eine Vorlesung des Bankdirektors Thorwart'« über Börsenwefin und Börsengesetzgebung. Zum ersten Male wird Privatdozent Dr. Franz genannt, der über beschichte, der fianrösischen Kolonisation lesen wird. Eine Vorlesung ethnographischen Inhalts wird voraussichtlich Hofiat Hagen halten. Göttingen , 14. Juli. Da der Verwaltungsausschuß der Universität dem Ausschluß der katholischen Verbindung „Winfriedia" ans dem Studentenausschuß die Genehmigung versagte, hat sich letzterer aufgelöst. — Der o. Professor an der Universität Berlin Dr. Paul Drude (bisher in Gießen) ist zum o. Professor der Physik an der dortigen Kaiser Wilhelms-Akademie für das militärärzt- liche Vilduuasw-'sen ernannt wsrden. e^anbnHrffiöfifL x Vom Raiffeisen-Verband wird uns geschrieben: Im Zusammenhänge mit dem Mißerfolge der Getreide- verwertungsgenossenschast in Straßburg und infolge der nicht unbedeutenden Abschreibungen, die die Generalversammlung ber Landwirtschaftlichen Central-Darlehenskasse für Deutschland kürzlich beschlossen hat, lausen in der Tagespreise beunruhigende Gerüchte um, ja eine Korrespondenz hat sogar vom Zusammenbruche der Landwirtschaftlichen Central-TarlehenSkafte gesprochen. Demgegenüber sei festgestellt, daß die in Neuwied befindliche Landwirtschaftliche Central Darlehenskasse für Deutschland nicht nur nicht zufammengebrochen fit, sondern ihr volles Aktienkapital von 8'/, Millionen Mark und nach erfolgten Abschreibungen und Telkrederestellimgen in der Gesamthöhe von 921 000 Mark noch einen Reservefonds von 25 000 Mark besitzt. Tiefe Gesellschaft hat zwar zur Sanierung von Schäden, welche in der Hauptsache nicht sie selbst, sondern ihr Attackierte Institute und organisatorische Aufwendungen betreffen, Maßr-egeln ergriffen nnb Opfer gebracht; auf keinen Fall aber ist dadurch die geschäftlich ^Sicherheit der Landwirtfchaft- lichen Central-Darlehenskafie für Deutschland berührt worden. Mit den Vorkommnissen bei der Getreideverwertungsgenossenschaft in Straßburg ste Heu die erfolgten Abschreibungen in keinem Zusammenhänge, wohl aber hat sich die Central-Darlehenskasse auf Grund der vorliegenden Verhältnisie bereit erklärt, der Getreideverwertnngsgenofienschaft auf eine Reihe von Jahren hinaus jährlich Zuschüße zu leisten, damit die Deckung des Verlustes bet Getretbeverwertungsgensssenschaft die Mitglieder nicht erb rückt. Der Rheinisch Westfälische Effektenmarkt! Mülheim a. b. Ruhr, 15. Juli 1905. De« Kvhlerrkurenmarkt zeigte heute nur ganz geringe Aenderungen. Da- Geschäft war sehr ruhig. Größeres Interesse zeigte , sich für Deutschiand bei Hasllmgh., welche zu 5000 Mk mehrfach umgiwgen und zu diesem Preise auch gesucht blieben. Sonst waren von kleinen Werten iroch Tremonia, Trappe, Altendorf, Siebenplaneten und Schürbank unb Chorlottenbnrg gesucht. Bon schweren Werten Konstantin der Große zu letzten Preisen umgesetzt- dagegen Friedrich der Große, Dorstfeld, Unser Fritz und König Ludwig niedriger cmgebotew. — Das Geschäft am Kalikuxen markte war wieder ziemlich lebhaft. Besonder-! waren kleine Werte wie Hansa Silberberg, Adolfsglück, Emilien- hall, Hattorf, Roessing-Barnten, Ronnenberg Aktien und Albrechts» hall lebhaft int Verkehr zu zum Teil gebesserten Preisen. Von mittleren Werten waren Alexand-ershall, Hvhenzollern, Großherzog von Sachsen und Jvhannashall etwas niedriger, dagegen blieben Justus I. und Desdemona gefragt. Von schweren Werten wurden Wilhelmshall, Hedwigsburg und Carlsfund zu zum Teil gebesserten Preisen umgesetzt. — Am Erzkuxenmarkte besteht nur Nachfrage für Wildberg zu gebesserten Preisen. Der übrige Markt liegt ruhig. Kovdee urb Merkel r. Moläsrvirkschafl Eguitable Lebensversicherungs-Gesellschaft N e w y o r k. Wir haben schon vor kurzeR mitgeteilt, daß der Gründer der Depew Jmprovement Co. bezw. einer Stadt in der Nähe von Buffalo mit dem Eauitable-Gelde in überreichem Maße ausgeftattet wurde und noch dazu auf illegalem Wege (wenigstens hätte der Company diese Summen statutengemäß nicht geliehen werden dürfen). Der Eguitable ist insgesamt mit einer Viertel- Million eines Darlehens beteiligt. Herr Depew, der augenblicklich in Paris weilt, hat erklärt, die Jmprovement Co. habe mit seinem Namen überhaupt nichts zu tun und das Darlehen sei ohne seine Einflußnahme hergegeben worden. Das Darlehen sei auf Giwnd einer offiziellen Schätzung des beliehenen Objektes einstimmig von dem Verwaltungsrat und dem Exekutivkomitee der Eguitable bewilligt worden. Im übrigen scheint es sich nicht allein um die eine Viertel-Million zu handeln, sondern um Schädigungen von weit größerem Umfang, die durch Machenschaften der Herren Depew und Konsorten verursacht worden, soll es sich doch sogar, wie jüngst g emeldet wurde, um 20 Mill. Doll, handeln. Jedenfalls ist es höchste Zeit, daß der ganzen erbärmlichen Wirtschaft einmal klar und glatt von rechtswegen ein Ende gemacht wird, denn wo soll denn Treu und Glaube« sein, wenn es nicht einmal hei den Versicherungsgesellschaften zu finden ist. Danach scheinen schließlich des Lawson Uebertreibungen keine solchen mehr zu sein. Es soll die Eguitable Hyde-Alexanders Syndikat, Union Pacific und Goludsi)ares zu allerlei Machinationen besetzt haben. Erschöpfende Aufklärung muß nun sobald wie möglich gegeben werden. NeueJapaner. Die vierte große Ausländsanleihe Japans ist, wie der Telegraph gemeldet hat, in allen drei Ländern, in der sie begeben wurde, England, Deutschland imb Amerika, mit angeblich großem Eifer aufgenommen worden, was wohl der großen Regsamkeit der Emissionsbanken zugescbriebcn werden kann. Diese mühen sich natürlich nickst umsonst, denn die haute finonce verdient jedenfalls einen schönen Posten. Die Ansparmung des japanischen Anleihe-Budgets ist ziemlich stark. Die Banken hatten dabei, wie gesagt, anständige Gewinne erzielt: im Durchfckmitt verdienen sie 4 Prozent oder anf zweimal 600 Mill. Mk. 48 Mill. Zweite 6°/, 12 6% 90V,7o Verzinsung Emissionskurs Erste Kapital (je Mill. Lstr.) . 10 Vierte 30 47,7. 9O7o Mark. Diese Ziffern sind weit stattlicher als solche von Vs bis 2 bis 3 Prozent, wie sie in Deutschland üblich sind. Der Voll- ftändigkcit wegen und in Ergänzung unserer früheren Tabellen fei hinzugefügt, daß sich die bisherigen Ausländsanleihen Japans' wie folgt vergleichen: Dritte 30 47,7. 907. . 93V 70 Erz-Kuxe. Fernie. Angebot 3450, Nachfrage 3400. Ausbeuten und Zu- baßen 1903: 225 • 1904: 300. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter bi'irr Rubrik stellenden Artikel übernimmt die Redattino b"rn Vublikum gegenüber keinerlei Verantworttrng.) Gießen, 15. Juli 1905. Wir haben mit Interesse bas Eingesandt bes Musikfrennbes gelesen unb möchten nicht verfehlen, benselben hiermit nochmals besonders zur Teilnahme an unserer Generalversammlung einzulaben, wie insbesonbere Alle, bie mit ber seitherigen Orbniing ber Dinge unznfrieben waren. Die Generalversammlung ist ia bazn ba nnb eS beruht auch bie jetzige Crbnung auf ben Beschlüssen ber vorjährigen Generalversammlung. Wir werben einen guten Besuch ber biesmaligen Versammlung, bie Montag, ben 17. bs. Mts. Abenbs pünktlich 8% Uhr ftattfinben soll, freubig begrüßen unb für jebe Anregung bantbar sein. Gießener Konzertverein. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. PorauSsichtlichc Witterung in Hessen für Sonntag, ben 16. Juli 1905: Zunebmenbe Bewölkung unb später Gewitter, schwül Näheres t-nrch die Gießener Wetterkarte. Tcmperatnr der Lahn und der Luft ant 15. Juli 1905. Nach Reanmur gemessen mittags zwischen 12 unb 1 Uhr. Wasser 17'/,°, Lust 16° R. M n I le riebe Babe- unb Schwimmanstalt. ($)ri(iinaM>ratihnfföunaen. Essen (Ruhr), 15. Juli. Die Stadtverordneten beschäftigten sich in mehrstündiger Verhandlung mit ben bekannten Anträgen des Oberbürgermeisters Zweigert zu Gunsten ber Bauarbeiter. Nach scharfer Debatte werden die Anträge mit 27 gegen 23 Stimmen einer sozialen Kommission überwiesen. Essen (Ruhr), 14. Juki. (Amtlich.) Heute nachmittag 6 Uhr entgleiste eine Lokomotive, ein Packwagen und 17 andere Wagen des 100 lelabene Axen starken Zuges Nr. 8867 auf ber Güterzugstrccke Ueckenborf-Wattenscheib-Wanne, bei Posten 9. Schaffner Linbecken aud SpelSborf würbe getötet, ber Lokomotivführer unb ber Heizer würben leicht verletzt. Die Strecke ist etwa zwei Tage gesperrt. Der Güterverkehr wird durch Umleitung über bie Nachbarlinien ausrecht erhalten. Bochum, 15. Juli. Die hiesige Polizei verhaftete ein polnisches Dienstmäbchen, bas ihr Kinb im Kornfeld erwürgte. Die Mörberin ist geständig. Paris, 14. Juli. Deroulebe hat ber Patrioten» Liga mitgeteilt, baß er es ablehne, nach Frankreich zurückzukehren. Madrid, 14. Juli. Der Mnnsterrat hat das Ent* lassungSgesuch des Finanzmintsters Urzaiz angenommen. Der frühere Ministerpräsident Villaverde ist schwer erkrankt. Als Nachfolger des Finanzministers wird Navarro Neverte genannt. Wien, 15. Juli. Hier wurden acht lotlwutver- dächtige Kinder unb ein Erwachsener in das Pasteur- institut gebracht, die in dem mährischen Dorfe Bubschowitz von einem Hunde gebiffen worben waren. Petersburg, 15. Juli. Hier wird gerüchtweise gemeldet, daß die Matrosen der Schwarzen Meerfiotte daS Linienschiff „Katharania II." am Donnerstag versenkten. Auch wird berichtet, daß es iu Warschau zu bluttgen Zusammenstößen zwischen dem littauischen Garde- reQi ment unbKosaken gekommen ist. Darnach habedaSlittanische Regiment durch eine Deputatian von acht Offizieren erklärt, daß es anf die Aufständischkn nicht mehr feuern werde, worauf diese Offiziere zum Tode verurteilt wurden. Das Regiment roejgette sich, die Strafe zu vollziehen, die Kosaken hatten die Offiziere getötet, seien aber sofort von dem Regiment uiedergemacht worden. er, M- ldtverordneten bc- lung mit den be< z Zweigert zu scharfer Debatte amen einer sozialen Heute nachmittag tackwagen und 17 arten W ,tienscheid-Mnne, SpelSdorf wurde her wurden leicht ge gefpirr*’ ®lt di- Mchd-rlwe» fijei * „t b« । w baS ®”*‘ tl w'> iani"1in,|lc h. lollwutver^ • Pasteur' is-2 ? erklärt- > Vorauf * *2i * irbtn. ebbch. ~ WIfsasf,A?ksr >ril siebenden Artikel gegenüber Ichterlei , 15. Juli 1905. dt des MusiksrenndeS en hiermit nochmals /Versammlung mit bet seitherigen enerotoeviammbina, ft Cx'tbX\\\X\<)l «Ä 1)t/7 Uwft. Wir werde- miung, die Montag, attfinden soll, freudig inertverein. zetterdienst. i für Sonntag, den iter Gewitter, schwül tterkarte, >er Luft 12 und 1 Uhr. Schwimmanstalt. e‘9t ®arft 'SÄ MS HO tiitee hpy m?nin5 ’Ä ,w Sb*. *t't! lem, wenn « ShUu ,inbe" i? MS $ nun sobald m der Äst-: 7?™ kann. Diese MUe stnance ver- «fifSS 1# von V- bis ch Mi». Der Voll, l Miheren Tabellen ndvanleihen Japans Dritte SBierte 80 30 90% 90’/* Ausbeuten und Zu« Restauration „Zum Pfau“ Neustadt Direkt am Festplatz. Montag den \T» Juli 8763 Grosses Konzert der imit. Schweizerischen Militärkapelle in Uniform. Musique de la vüle Concoi dia aus Basel. Direktion Herr Kapellmeister Th. Heinz. Anfang 4 und 8 Uhr. Eintritt 30 Pfg. Während des Feuerwehrfestes aus dem Juxplatz. Zum ersten Mal hier aufgestellt. Mng.l Walldorfs Karussell MÜU| Walldorfs Marine- Schaukel und Panorama. Es ladet zu recht zahlreichem Besuche ein 04696 I Walldorf aus Gießen. Staufenberg. Morgen Sonntag, den 16. Juli: Hroße Saaleinweihung Gntbesetzte Tanzmusik abwechselnd mit EesangSvorträgen des Gesangvereins Staufenberg, wozu höflichst einladet 04704 Louis Geißler, Gasthaus zum kühleu Grund. Krotpreise vom 16. bis 30. Juli 1905. Der hiesigen Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Taselbrot — 1 Kg. (2 Pfd.) Gem. Brot 24 2 , (4 , ) „ — , 2 , (4 , ) „ 48 „ 1 , (2 „ ) Weißbrot 26 „ 3 , (6 , ) u 72 , 2 , (4 , ) „ 52 , 1 , (2 , ) Kornbrot 22 , 2 , (4 » ) e 44 , Der auswärtigen Bäcker. 1 Kilogramm (2 Pfund) Weißbrot bei: Georg Dern II., Gr.-Linden 24^ W. Fabel, Wieseck . . . 25 „ W. Steinmüller Ww., Lang- L. Steinmüller, Gr.-Linden 25 „ Göirs.......24 „ W. Lem, Klein-Linden . . 26 „ Heinr. Weber, Heuchelheim 25 „ Karl Post, Wieseck . . . 26 , W. Weitzel, Lang-Göns . . 25 „ 2 Kilogramm (4 Pfund) Weißbrot bei: Georg Dern II., Gr.-Linden 48 4 W. Fabel, Wieseck . . . 50 , Lorus Süßmuth, Steinberg 48 , W. Weitzel, Lang-Gons . . 50 „ W.Steinmüller Wlv., Larrg- Heinr. Weber, Heuchelheim 50 u Göns.......48 „ Jakob Appel, Krofdorf . . 50 „ L. Steinmüller, Gr.-Linden 50 „ W. Lern, Klern-Linden . . 52 „ Karl Post, Wieseck . . . 52 „ 1 Kilogramm (2 Pfund) Gem. Brot bet: Georg Dern I ., Gr.-Linden 22 Hch. Weber, Heuchelheim 22 „ W. Weitzel, Lang-Göns. . 22 „ L. Steiinnüller, Gr.-Linden 22 „ W. Steinmüller Wtv., Lang- W. Lein, Klein-Linden . . 24 „ Göns . ......22 „ 2 Kilogramm (4 Psmrd) Gem. Brot bei: Georg Dern II., Gr.-Linden 44 Karl Trautmann, Wieseck 44 Louis Süßmuth, Steinberg 44 „ W. Steinmüller Ww., Lang- W. Weitzel, Lang-Göns. . 44 , Göns.......44 Heinr. Weber, Heuchelheim 44 „ L. Steinntüller, Gr.-Linden 44 Gust. Jacoby, Ällen-Buseck 44 „ Karl Spamer, Reiskirchen 44 Karl Post, Wieseck ... 44 Jakob Appel, Krofdorf . . 46 Ernst Christ, Wieseck . . 44 „ W. Lein, Klein-Linden . . 48 21/, Kilogramm (5 Pfund) Gem. Brot bei: Louis Süßmuth, Sternberg 54 u w e ii 3 Kilogramm (6 Pfund) Schwarzbrot bei: W. Fabel, Wieseck . . . 66 H Gust. Jacoby, Allen-Buseck 66 „ Ernst Christ, Wieseck . . 66 0 Karl Trautmann, Wieseck 66 u Karl Post, Wieseck . . . 66 „ 1 Kilogramm (2 Pfund) Kornbrot bei: F. Weiß, Grüningeil . . 22 2 Kilogramm (4 Pfund) Kornbrot bei: W. Schimmel, Kinzenb. Al. 44 x) F. Weiß, Gröningen . . 44 Jakob Appel, Krofdorf . . 44 , Karl Spamer, Reiskirchen 44 „ W. Lein, Klein-Linden . ♦ 44 „ 21/, Kilogramm (5 Pfund) Körnbrot bei: Hch. Weber, Heuchelheim 55 „ Der Brotverkaufer: Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern. Gießen, den 15. Juli 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Freitag den 21. Juli d.J., nachmittags 3 Uhr, sollen auf Antrag der Erben des verslorbe- ncit Dr. Wilhelm Curlman von Gteßeit die zu dessen Nachlaß gehörigen Jrnmobilien Flur 5 91o. 304, 1063 qm Hof- reite Uur 5 No. 3046/io, 468 qm Grabgarten aus der Rodchohl aus hiesigem Orlsgerrcht öffentlich nno nteist- bieteud verstelgert werden. Gießen, 15. Juli 1905. B15/, Großh. Srtög. richt Gicßcn. _______I. B-: Keller.________ Aufforderung. 9toch nicht angemeldete Altsprüche an den verlebten Herrn Dr. Wilhelm Curlman zu Gießen sind binnen 14 Tagen bei dem Unterzeichneten schrift» lich geltend zu machen. Gießen, den 13. Juli 1905. 3738 R. Hirschhorn, Justizrat. Arbeitsvergebung Die zur baulichen Unterhaltung der Gebäude des Realgymnasiums und der Realschule nötigen Schreiner-, Weißbinder- und Tapezierarbeiten, sowie die Erneuerung hölzerner Treppenstufen in der Stadcknabenschule sollen Donnerstag den 20. Juli d. I. vormittags 11 Uhr öffentlich vergeben werben. Arbeusbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote aui Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. —Zuschlagsfrist 14 Tage. B“/T Gießen, 14. Juli 1905. Slädt. Hochbauamt. I. V.: Altvater. Neue Kartoffeln prima Qualität, empfiehlt billigst 3. weiset 3614 Sonnenstr. 6. Telephon 235. Am Sonntag, dem 16. Juli, ist mit Rücksicht auf das Feuerwehrfest te ©Multen het Ben bis abends 7 Uhr gestattet. t'7t Der Dorfiand des Deta llPen-Dereins. Ausverkauf Zwei Rollwagen (Toppelfpänner) und 3 Doppel- fpäuner-Kastcutvagen zu uect 04618___________Löbcrstraße 3. 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