I 2 Teller* nM&j|M*ha ^^Suppe fdrWrfoj Nr. 140 Drittes Blatt 155. Jahrgang Samstag 17 Juni 1905 General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen. Gatte (während Heues mustergültiges' Jnhalatori um. vermischtes. Geschäften. zur Speisung einer öffentlichen Wafferleitungsanlage zu bezeichnen. Auch für technische Zwecke konnte es wegen seiner Reinheit und geringen Gesamthärte bestens empfohlen werden. Redaktton, Expedition o. Druckerei i Kchulftr.V. Tel. Nr. 6L Leteg^-Ädr. i Vn-eig« Vietze». Rahm Seifen waren zwecke waren Rotationsdruck und Verlag der VrLhllchar UnroerfUdtdöruderet fft Lauge. Dietzen. in Würfeln zu M Pffg. für 2 T©88^P ist sehr schmackhaft und kräftig. Zu haben, wie auch Kartoffel-, Niebele-, Sago-, Gemüse-Suppe u. s. w. in alleil einschlägigen für sonstige Interessenten 1, Schweineschmalz 29, und Seifenpulver 23, Seifenunterlaugen 21, Spiel- 8, Tapeten und Buntpapiere 62, Waffer für Genuß- 101, Waffer für technische Zwecke 6, Wein 53, Wurst- 182. Zu Beanstandungen gaben 63 Objekte gegen 65 zm Vorjahre Veranlassung. Die beanstandeten Proben verteilen sich folgendermaßen auf die einzelnen Kreise: Alsfeld 7, Büdingen 4, Friedberg 18, Gießen 24, Lauterbach 3, Schotten 3, außerhalb der Provinz 4. Die Einnahme au8 den ausgeführten Untersuchungen ergab die Gesamtsumme von 5211.24 gegen 6029.87 Mk. im Vorjahr. Die Anzahl der im Auftrage von Behörden untersuchten Proben ist im verfloffenen Jahre etwas niedriger als im Vorjahre, was sich dadurch erklärt, daß im Vorjahre eine wesentlich größere Menge von Petroleum- sowie Tapeten- und Buntpapierproben — für welche die Untersuchungsgebühren sehr niedrige sind — untersucht wurden, als im letztverfloffenen. Die Anzahl der im Auftrage von Pri- vaten untersuchten Proben ist im letzten Jahre nicht unbeträchtlich niedriger als im Vorjahre, was darauf zurückzu- sühren ist, daß eine der bis dahin vertragsmäßig angeschlossenen Molkereien den Vertrag Ende 1902 löste, in der Absicht, die fraglichen Untersuchungen von Milchproben aus Fettgehalt in Zukunft im eigenen Betriebe ausführen zu lassen. Durch diesen Umstand sowie dadurch, daß im vorigen Jahre eine mit 500 Mk. berechnete Mineralwafferanalyse zur Ausführung kam, was im letzten Jahre nicht der Fall war, erklärt sich auch die um etwa 800 Mk. geringere Einnahme aus den Untersuchungen gegenüber dem Vorjahre. Die regelmäßige Kontrolle von Nahrungsmitteln, Genußmitteln und Gebrauchsgegenständen fand in der mit den verschiedenen Behörden vereinbarten Weise gleich wie in Einsender am ungeduldigsten. — Hamburg — Helgoland. Iie Tätigkeit des chemischen Mntersuchungsamtes für die Irovinz Höerheffen. Der Bericht des chemischen UntersuchungsamteS für die Zeit vom 1. April 1903 bis 1. April 1904 ist im Druck erschienen und uns zugegangen. Im Geschäftsjahre 1903/04 wurden im Untersuchunsamte im Auftrage von Behörden 891, von Privaten 7146, zusammen 803 7 Untersuchungen, gegen 10 880 im Vorjahre, ausgeführt. Die Zahl der Untersuchungen beträgt für Abwässer 5, Baumaterialien 5, Bienenhonig 2, Bier 13, Branntwein 7, Brot 1, Butter 62, Buttermilch 6, Dörrobst 14, EiS (Fruchteis) 1, Erdboden 1, Essig 89, Farben 29, Fleisch (Hack-, Solberfleisch) 16, Fruchtsäfte, Fruchtgelees, Marmeladen, Limonaden 13, Futtermittel 2, gerichtliche Objekte 2, Gewürze 53, Harn 3, Hefen 7, Kaffee und Kaffeesurrogate 3, Kartoffeln 3, Küchengeschirr 50, Margarine 18, Medikamente 5, Mehl 1, Marktmilch 34, Äallmilchproben 3, Milch für Produzenten 10, Milch für Molkereien 6931, Magermilch für Molkereien 17, Magermilch für sonstige Interessenten 1, Obst- und Fruchtweine 2, Oele 8, Petroleum 50, Rahm für Molkereien 52, e Kliniken, ägr jg* 10, IJ03962 6 Lausmädchkü Wtrofte 9, i. iäbdjtii t 8I 5 9Wtnbt 2; Landwirtschaft. f ] Marburg, 15. Juni. Um einen Ueberblick über daS sich zur Beschickung der großen landwirtschaftlichen Ausstellung in Frankenberg eignende Vogelsberger und Simmentaler Vieh im hiesigen Kreise zu gewinnen, hatte der landwirtschaftliche Kreisverein für heute hier eine Rindviehschau mit Prämiierung angeordnet. Diese war zahlreich mit prächtigem Viehmaterial beschickt und es konnten insgesamt etwa 70 Tiere prämiiert werden. Im Ganzen gelangten etwa 2000 Mk. an die besten Viehhalter zur Verteilung. Die Prämiierungskommission bestand auS den Herren Viehzuchtinspektor Vaupel-Gemschwert, Gutspächter Schlabach-Vil- lingshausen und Gutspächter Beuermann-Odenhausem Kisenkayn-I-itung. Der Kasseler Bezirksausschuß gibt bekannt, daß die Genehmigung zur Vornahme allgemeiner Vorarbeiten für eine Nebenbahn von Niederaula nach Alsfeld mit Abzweigung nach Schlitz erteilt worden ist. inmitten herrlicher Gebir&swaidun&sn. Badeschrift durch die BedeverwafrunA. Kirche unb Schule. — Studentisches LoS-v on-Rom in Prag. Die Gründung einer zweiten katholisch-konfessionellen studentischen Verbindung, „Vandalia", in Prag und die offene Parteinahme der Regierungsorgane für diese, die jüngst die Auflösung eines Festkommerses der im D. C. vereinigten Prager deutsch-nationalen Burschenschaften herbeiführte, hat die in deutsch-nationalen Studentenkreisen vorhandene antirömische Strömung verstärkt und eine Agitation in Fluß gebracht, die auf einen Massenaustritt der Studenten aus der päpstlichen Kirche und den Ueb er tritt zur evangelisch-lutherischen Kirche abzielt. Die Zahl derjenigen Studenten, die diesen Schritt zu tun bestimmt erklärten, soll schon jetzt 80 betragen. Die Los-von-Rom-Be- wegung in der Prager Studentenschaft gewinnt an Boden. Damen bei Strafe bis zu 30 Mk. untersagt, auf mehreren namentlich aufgeführten Promenadenwegen die Kleider schleppen zu lassen. Im Interesse der öffentlichen Gesundheit, der die durch die Schleppen verursachte Staubentwicklung nichts weniger als förderlich ist, kann man nur wünschen, daß dieses Nordhäuser Beispiel auch anderwärts Nachahmung stndet. Ob sich aber die liebe Weiblichkeit durch ein Polizeiverbot der Mode wird abspenstig machen lassen, ist noch sehr die Frage. Vorerst glauben wir nicht daran und wir möchten deshalb für alle Fälle schon jetzt einmal daran erinnern, wie sich vor mehr als 400 Jahren unsere Altvorderen der damals noch schrecklicher als heute grassierenden Schleppenplage zu erwehren wußten: Im 15. Jahrhundert erfreute sich das deutsche Volk großer Wohlhabenheit, die leider nur zu bald eine Ausartung des Luxus in den Lebensgewohnheiten und der Kleidung nach sich zog. Nur selten, so heißt es im „Eulenspiegel", sieht man auf dem Felde einen Bauern, der nicht eine Mütze aus dem Köpf hat, die mehr wert ist, als der ganze übrige Kerl zusammen!" Und was der Bauer sich leisten konnte, vermochte noch weit besser der Stadtbürger, vom Patrizier angefangen bis hinab znm kleinsten Zunftmeister und seiner Familie. Die Meister kleideten sich in Sammet und feinstem Tuche, die Aermeln waren mit Gold bestickt, die Gürtel schwer von Gold und Silber, an der Seite prangte der Degen. Ihre Frauen aber trugen teure, faltenreiche Mäntel, darunter Kleider von Sammet, Seide oder Brokat mit seltenen Spitzen und übermäßig langen Schleppen; ferner prächtige, goldgeschmückte Hauben und allerlei echtes Geschmeide. Um dem immer größer werdenden Klccher- aufwand und den zuweilen an Verrücktheit grenzenden Trachten zu steuern, kamen in den Städten besondere „Kleiderordnungen" auf, die nicht zuletzt auch den Schleppen den Krieg erklärten und dieser schon damals als Unfug erkannten Damenmode den Garaus zu machen suchten. Wohl das originellste diesbezügliche Verbot erließ dec wohlweise Rat der Stadt Breslau, der den „hoffärtigen Frauenzimmern" das Tragen von langen Schleppen bei einer Mark Buße untersagte und ihnen für den Fall der wiederholten Nichtbeachtung seines Verbotes wörtlich also drohte: „man werde sie sonst uff das Rathus antworten und alldo ihre langen Sweife absnieden und zu rechter Maß kurzen". — So grausam ist man heute nicht mehr: man ist den Damen gegenüber galanter, erwartet aber aueh von ihnen, daß sie sich nicht mehr von der Mode in lebendige, geradezu gemeingefährliche Straßen-Kehr- m a sch in en verwandeln lassen. KuworMsches. — Aus dem Stamm buch eines Redakteurs. Das Papier ist geduldig, der Redakteur ungeduldig und der Aie'Kasjentrale in «Lauöach. Kritische Betrachtungen von Rechtsanwalt Raab, Gießen. HI. Nicht nur Licht», auch Kraftanlage. Es ist verkehrt, wenn man bei einer so umfassenden Anlaae nicht neben der Licht-, auch die Kraftquelle von Anfang an schasst, namentlich, wenn dies „in einem Aufwaschen hingeht". Zwar ist in den Verhandlungen, die bisher gepflogen wurden, soweit ich unterrichtet bin, von der Verwendung des Gases auch zu technischen Zwecken, von Anschluß von Gasmotoren die Rede gewesen. Die Aussichten, die hierfür vorhanden sind, durften aber geringe sein. Man hat für Gasmotors wenig übrig. Das Bedürfnis aber nach Unterstützung der Industrie und des gesamten Wirt-- schaftSlebens, der Gewerbe, des Haushalts durch mechanische Kräfte ist so verbreitet und allgemein anerkannt, daß es unbedingt mit in Rechnung gezogen werden muß und nicht nebensächlich abgetan werden darf, sondern einen Hauptfaktor bilden muß. Dem Streben nach Konzentration der großen und größten Betriebe fleht neuerdings gegenüber die Tendenz, die Industrie auf das Land zu dislozieren, weil dort die Löhne billiger, die Lebensbedingungen gesündere sind re. Mit verbesserten Verkehrsverhältnissen wird diese Eroberung des Landes und diese Entlastung der großen Städte immer mehr vorwärts schreiten. Und da trägt, soiveit sich dies jetzt übersehen läßt, die Elektrizität vor allen anderen mechanischen Kraftquellen den Marschallstab im Tournister. Sie wird, bis sie abgelöst wird durch einen weiteren Fortschritt, die Beherrscherin des XX. Jahrhunderts sein; deshalb sei die Losung: Elektrisches Licht und elektrische Kraft! Die Landwirtschaft klagt über Mangel an Arbeitskräften, über Entvölkerung des Landes. Sie sinnt auf technische Vervollkommnung ihrer Maschinen. Man hat schon großes geleistet; die Hauptvorteile zieht dabei allerdings der landwirtschaftliche Großbetrieb. Wenn aber erst jeder einzelne Landwirt seine Häckselmaschine durch einen 63riff an die elektrische Leitung anschließen kann, so, daß die alten Leute, die zu körperlichen Kraftleistungen untauglich geworden sind, ja selbst Kinder die Maschinen bedienen können, wenn Mühlen, Dreschmaschinen, Holzschneidereien, Molkereien, Strickereien, Webereien, Schreinereien (z. B. elektrische Hobelmaschinen!) und Schnitzereien u. s. w. die elektrische Kraft „vor der Nase" haben, dann wird man die „Leutenot" weniger spüren. Wer ein elektrisch betriebenes Sägewerk, wo ein Dutzend und noch mehr Sägblätter einen Stamm in kurzer Frist zerrissen, neben einem nur mit Wasserrad betriebenen, wo mühsam und träge kaum zwei Blätter sich durchzogen, gesehen hat, sah einen Unterschied, wie etwa zwischen der stolzen elektrischen Bahn und dem Schneckenfuhrwerk eines schwer beladenen Kuhwagens. Gibt es etwas einfacheres, als elektrisches Bügeln? Man stellt durch Einfuhren der Hülse in das Bügeleisen den Kontakt her und das Bügeln kann losgehen. Jeder Landwirt könnte mit elekrischer Kraft fein Getreide selbst dreschen. Oder die Gemeinden könnten sich Anlagen schaffen, iüo dies geschieht, selbst auf freiem Felde (man braucht nur die Drähte dorthin zu spannen). Wer schneidet später noch mühsam mit der Handsäge sein Holz? Man kann kochen unb heizen mit Elektrizität, wenn auch gerade dieser Zweig der Verwendung, so viel mir bekannt, noch in den Kinderschuhen steckt; die nächsten Jahre werden aber auch hier noch Verbesserungen bringen. Elektrische Bäder wären für Sommerfrischen von Wichtigkeit. Die Brauereien in Nidda unb Schotten könnten elektrische Kraft brauchen, ebenso die Papiermühlen im Niddatal u. s. w. Jede Nähmaschine läßt sich elektrisch betreiben. Der Umfang der Verwendung elektrischer „Energie" ift gar nicht auszudenken. Man könnte Kraftstationen für elektrische Automobile, die den Vogelsberg durchstreifen werden (Hochwaldhausen als Nachkurort für Bad Nauheim u. s. w.) anlegen; vielleicht verwendet die Landwirtschaft und das Gewerbe, Handel und Verkehr in absehbarer Zeit allgemein elektrische Kraftwagen. Den Vorteil, den dieHaus- industrie von elektrischer Kraft hätte, braucht man nur anzudeuten. Etwaige Verbindungsbahnen, die man im Vogelsberg wünscht, könnte man elektrisch einrichten und an das Werk anschließen; man baut überall eben schon elektrische Nebenbahnen (der Kreis Offenbach plant solche, Mainz, Frankfurt, Homburg, Wiesbaden): auch elektr. Postomnibusse u. dgl., (in Bayern hat man jetzt auch schon Postmotorwagen). Reparaturen sind bei elektrischer Leitung, die meift oberirdisch und nicht solche Erdarbeiten erfordert, mel leichter: man berechnet aus der „Spannungsdifferenz" ganz genau die schadhafte Stelle: bei weitläufigen Gasleitungen kann man dies nicht. Die Gefahren endlich sind bei elektrischen Leitungen, die auch als Blitzableiter für die heftigen Vogelsberger Gewitter wirken könnten, weit geringer als bei Gas. Nun sagt man, das ist ja alles richtig, aber das elektrische Licht ist viel teurer, als Gaslicht. Ich laffe das nicht gelten. Man führt da immer Zahlen vor, die deshalb nicht maßgebend sind, weil sie keinem unparteiischen Vergleich entspringen. Wer gibt das elektrische Licht ab ? Entweder die Gemeinden. Diese haben meist Gaswerke noch daneben und wollen diese doch nicht plötzlich entwerten dadurch, daß sie das elektrische Licht zu billig 'liefern. Oder eine Gesellschaft, die ohne Konkurrenz ist und natürlich nicht zum Selbstkostenpreis das elektrische Licht verkauft. Ick) bin überzeugt, daß man, größte Beteiligung der Abnehmer für Licht und Kraft vorausgesetzt, die Elektrizität von einem kommunalen Werk, das zum Selbstkostenpreis abgeben kann, mindestens gerade so billig liefern kann, wie Gas. Die Unterhaltungen und Beschaffung der 'Beleuchtungskörper und die erstmalige Anlage überhaupt sind endlich bei elektrischem Licht ebenfalls billiger. So sehr der Zusammenschluß der Gemeinden zu 'billigen ist, halte ich eine Gaszentrale für verfehlt. Eine elektrische Zentrale ist das einzig Nichtige, in eigener Verwaltung von Anfang an, für Licht und Kraft eingerichtet und für spätere Erweiterungen schon gleich vorgesehen. Ein großer Schritt dazu ist getan. Die Vorverhandlungen bilden die beste Grundlage; man unternehme nun mit der Losung „Elektrizität" die weiteren Schritte zur technischen und finanziellen Ftlndierung. Wiesen find aus log ten. , ? ■** *s Intern 5» Ire, LoNar, tnfMtnfr, ilttrn mann idem Scheinen HMruuh. rife 41 im flabm imWdjlntn» f schreiben bt* nitnibe btellunq 'obtrberfll Shnl. (brifflitbt Meld. Sleß. H erb. zeS auf einem iliaroat.hxbtn Wnenschreibrn Schreibmaschine )tyafs.Enq.anzuii. * Polizeiliche Schleppenverbote einst und jetzt. Nach Zeitungsberichten ist letzter Tage in Nord- Ihausen eine polizeiliche Verordnung ergangen, die den ittU# Änb'* yßfeäfi en. „ ai002 'Idunaenu-^, rrAnzelgeU- lend« (iflger) kleinen t s^.Kefte ®.e* «SS*** t>tscha'"v *<»• „b v» (rriift V „rfdufe"' * °°°^" 0*30^ 56* ' eS ein indtlKn zu ■5 AA Dte .Metzen« ZamMenblStter" werden dem ■ | ^1 3 J f X W »Anzeige, viermal wöchentlich beigelegt. Der TeMP M R B M ffi B lä fe XlV, &L «helftichs tOBOwtrF «scheint monatlich einmal ™ w v ® v Xr W stürmischer Neberfahrt, zu seiner Frau): „Du wirst ja so still und blaß, Luise?" Gattin: „O Heinrich, mir ist daS Herz so ooHP Gatte: „Dann nimm Dich nur zusammen; wem bad Herz voll ist, dem läuft der Mund über!" Nmversttätg-Kachrrchten. - - Der Köse n er 8. 6.-Verband hat sich auf feinet diesjährigen Pfingstverfammluug scharf auf bie ©eite^ber akademischen Freiheit gestellt und folgende Erklärung angenommen: „Der Kösener Kongreß erkennt jedem deutfchen Studenten das Recht und die Freiheit zu, sich mit anderen auf dem Boden irgendwelcher Weltanschauung zusammenzuschließen, er steht aber innerlich im schärfsten Gegensätze zu jeder Verbindung, die unter dem Deckmantel der Konfession den Zweck verfolgt, daS freie deutsche Geistesleben unserer Hochschulen zu untergraben. Wir erachten es daher für eine nationale Pflicht, den Kampf gegen Verbindungen, die unser vaterländisches Empfinden verletzen, mit allen uns zu Gebote stehenden Mitteln zu führen." Sooden-Werra MWHW Krstpreise vom 18. Juni bis 2. Juli 1905. Der hiesigen Bäcker. 1 Kg. (2 93fb.) Tafelbrot —Hl Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot 24 H 2 , (4 „ ) „ — „ 2 „ (4 N , 48 , 1 „ (2 , ) Weißbrot 26 „ 3 w (6 „ ) „ 72 „ 2 , (4 „ ) v 52 „ 1 w (2 w ) Kornbrot 22 „ 2 „ (4 „ ) * 44 „ Der auswärtigen Bäcker. 1 Kilogramm (2 Pfund) Weißbrot bei: Georg Dern II., Gr.-Linden 24 H W. Weißel, Lang-Göns . . 25 „ W. Steinmüller Ww., Lang- W. Fabel, Wieseck . . .25,, Göns.......24 „ L. Steinmüller, Gr.-Linden 25 „ Heinr. Weber, Heuchelheim 25 „ W. Lein, Klein-Linden . . 26 „ Karl Post, Wieseck . . . 26 „ 2 Kilogramm (4 Pfund) Weißbrot bei: Georg Dern H., Gr.-Linden 48 H W. Fabel, Wieseck . . . 50 „ Louis Süßmutb, Steiilberg 48 „ W. Weißel, Lang-Göns . . 50 „ W.Steinmüller Ww., Lang- Heinr. Weber, Heuchelheim 50 „ Göns.......48 „ Jakob Appel, Krofdorf . . 50 „ L. Steinmüller, Gr.-Linden 50 „ W. Lein, Klein-Linden . . 52 „ Karl Post, Wieseck ... 52 , ] Kilogramm (2 Pfund) Schwarzbrot bei: Georg Dern IL, Gr.-Linden 22 H Hch. Weber, Heuchelbeini 22 „ W. Weitzel, Lang-Göns. . 22 „ L. Steinmüller, Gr.-Linden 22 „ W.SteinmüllerWw., Lang- W. Lein, Klein-Linden . . 24 „ Göns.......22 „ 2 Kilogramm (4 Pfund) Schwarzbrot bei: Georg Dern IL, Gr.-Linden 44 H Karl Trautmann, Wieseck 44 Louis Süßmuth, Steinberg 44 „ W. Steinmüller Ww., Lang- W. Weißel, Lang-Göns. . 44 „ Göns . . . . . . .44 Heinr. Weber, Heuchelheim 44 „ L. Steinmüller, Gr.-Linden 44 Karl Post, Wieseck . . . 44 „ Karl Spanier, Reiskirchen 44 Gust. Jacoby, Alten-Buseck 44 „ Jakob Apvel, Krofdorf . . 46 Ernst Christ, Wieseck . . 44 „ W. Lein, Klein-Linden . . 48 21/, Kilogramm (5 Pfund) Schwarzbrot bei: Louis Süßmuth, Steinberg 54 Hch. Weber, Heuchelheim 55 3 Kilogramm (6 Pfund) Schwarzbrot bei: W. Fabel, Wieseck . . . 66 H Ernst Cbrist, Wieseck . . 66 „ Gust. Jacoby, Alten-Buseck 66 „ Karl Post, Wieseck . . . 66 „ Karl Trautmann, Wieseck 66 „ 1 Kilogramm (2 Pfund) Kornbrot bei: F. Weiß, Grüningen . . 22 £ 2 Kilogramm (4 Pfund) Kornbrot bei: W. Schimmel, Kinzenb. M. 44 F. Weiß, Grüningen . . 44 H Jakob Appel, Krofdorf . . 44 „ Karl Spam er, Reiskirchen 44 „ W. Lein, Klein-Linden . . 44 „ Der Brotverkäufer: Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern. Gießen, den 17. Juni 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. KeMMerAciMng der Ztohtfticiicn Montag den 19. und Dienstag den 20. Juni 1905, iedesmal vormittags 9 Uhr beginnend, soll das Heugras von den idtischen Wiesen meistbietend versteigert werden und zwar: Montag den 19. Juni: a. An Ort und Stelle von den Wiesen im Neustädterfeld und bei der Margaretenhütte; b. vormittags 11 Uhr in der Restauration von Melchior Schäfer Ww., Grünberger Straße 6, von den Wiesen im Heegstrauch und im Rußland; e. nachmittags 2 Uhr im Philosovhenwald von den Wiesen am Fürstenbrunnen, im Wiesecktal, von den Hospitalwiesen in der Gemarkung Wieseck und von etwa 25 Morgen Wiesen in der Schwarzlach; Dienstag den 20. Juni: d. von den Ochsenwiesen, einer Hospital- und Pfarrwiese, von den Wiesen im Stolzenmorgen, Utersbrunnen und Altentisch; e. nachmittags 2 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Rödgen; f. nachmittags 2l/2 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Alten-Buseck; g. nachmittags 3 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Großen-Buseck. Die Zusammenkunft ist am 19. Juni am Neustädtertor, am 20. Juni in den Ochsenwiesen. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Gemeinden werden ersucht, vorstehendes in ihrer Gemeinde bekannt machen zu lassen. Gießen, den 9. Juni 1905. B10/6 Großherzooii^'e "Uir^'-meisterei Gießen. I. 23.: Eurschmann. Vergebung nun Tchieserdelkernrbeii. Die zur Umdeckung eines Teiles des Daches auf dem alten Schloß und dem Haftlokal zu Grünberg nötigen Schieferdecker - Arbeiten nebst Materiallieferung werden hierdurch in II Losen getrennt unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 zur Vergebung auf dem Submissionsweg ausgeschrieben. Die Ausführungsbedingungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in unserem Amtslokal zur Einsicht offen, und können letztere, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebots-Vermerk versehen, daselbst zum Selbstkostenpreis in Empfang genommen werden. Angebote sind bis zum Eräffnungstermin, Dienstag, den 20. Juni 1905, vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit ent- 'prechender Aufschrift portofrei an uns abzugeben. Zuschlagssrist 2 Wochen. Gießen, den 8. Juni 1905. B10/6 Großherzogliches Hochbauamt Gießen. Neuling. Vergebmg m SdjieierMeriirlitit Die zur Umdeckung eines Teiles des Daches auf oem Gerichtsgebäude zu Gießen nötigen Schieferdecker- Arbeiten nebst Materiallieferung werden hierdurch unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 zur Vergebung auf dem Submissionsweg ausgeschrieben. Die Ausführungsbedingungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in unserem Amtslokal zur Einsicht offen, und können letztere, mit Vordruck ^u dem bezüglichen Angebots-Vermerk versehen, daselbst zum Selbstkostenpreis in Empfang genommen werden. Angebote sind bis zum Eräffnungstermin, Dienstag, jen 20. Juni 1905, vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift portofrei an uns abzugeben. Zuschlagsfrist 2 Wochen. Gießen, den 8. Juni 1905. B‘% Großherzogliches Hochbauamt Gießen. Neuling. Arbeitsvergebung. Die nachstehenden bei der Erbauung zweier Verwaltungsgebäude zu Bad-Nauheim vorkommenden Arbeiten des ^Inneren Ausbaues" sollen auf Grund des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 im Wege des öffentlichen Wettbewerbs vergeben werden. 1. Glaserarbeiten: 2 Lose zu je ca. 19,00 qm Fenster im Kellergeschoß und je ca. 150,00 qm Fenster im Erd-, Ober- und Dachgeschoß. 2. Rolladenlieferung: 2 Lose zu je ca. 150,00 qm Rolladen für Erd-, Ober- und Dachgeschoß. 3. Weißbindecarbeit im Innern: 2 Lose zu je ca. 770,00 qm, glatten Wand- und Deckenputz, ca. 280 qm Rappuß im Kellergeschoß 'und je ca. 2660,00 qm Wand- und Deckenputz im Erd-, Ober- und Dachgeschoß u. s. w. Angebotsunterlagen sind in unseren Amtsräumen (Zanderstraße) einzusehen. Bedingungen und Arbeitsbeschrerbungen werden zum Selbstkostenpreis abgegeben. Der Zuschlag kann bei jeder der Arbeiten nach Losen getrennt oder für mehrere Lose gemeinsam erteilt werden. Die Angebote sind verschlossen und portofrei mit entsprechender Aufschrift versehen an die unterzeichnete Behörde bis spätestens 28. Juni vormittags 10 Uhr einzusenden, worauf deren Eröffnung im Beisein etwa erschienener Bewerber erfolgt. Zuschlagssrist 14 Tage. Bad-Nauheim, den 8. Juni 1905. b7/6 Baubehörde für die Neubauten in Bad-Nauheim __________________________ Jost.__________________________ VttWM-Mllllz p 31. Dezember 1901 Aktiva. jK Kassenvorrat 9426.83 Darlehen auf Schuldscheine 105280.35 Hypotheken 145578.72 Laufende Rechnungen 9778.92 Kaufschillinge 11013.33 Wertpapiere 12621.86 Zinsenreste und Stückzinsen 10085.83 Ausstehende Gerichtskosten 28.30 Mobilien 100.— Passiva. je Geschäftsguthaben 12715.94 Reservefonds 16022.14 Kapitaleinlagen 271810.06 Rückständiges Güterkaufgeld 91.11 Vorauserhobener Kaufgeld-Nachlaß 202.02 Vorausbezahlte Kosten -.10 Reingewinn 3072.77 303914.14 303914.14 Die Zahl der Mitglieder betrug (Subc 1903 . 200 Während 1904 gingen ab . 11 n ii ii 8^ * 10 • 0 Daher Stand der Mitglieder Ende 1904 . . 205 Die Rechnung liegt 8 Tage lang' zur Einsicht der Genossen beim Rechner Wilhelm Schwalb II. offen. Dai: bringen, den 13. Juni 1905. 3221 Lp»r- und VorsMmein, e.G.m.ii.h., piMbrinW Wilhelm Albach, Direktor. Wilhelm Schwalb II., Rechner. Einladung. Die Mitglieder des Spar-und Vorschubvereins, e. G. m. u. H., zu Daubrinqen werden hiermit auf Sonntag den 25. Juni zu cinev General-Versammlnng bei Wilhelm Wirth, Gastwirt dahier, nachmittags 4 Uhr, freundlichst eingeladen. Tagesordnung: 1) Prüfung der Rechnung pro 1904. 2) Verwendung des Reingewinns. 3) Wghl des Direktors und zweier Aufsichtsrats-Mitglieder. 4) Verschiedenes. Der Vorstand. Zimmer-Türen, Futter, Bekleidungen, Kehlleisten Fussbodentafeln etc. EmeB FusieEke Zimmertüren-Fabrik. Lager: Frankfurt a.M., Niedenan 15. ss31/1 Geschäfts-Eröffnung. Dem verehrt. Publikum von Gießen, insbesondere meiner werten Nachbarschaft die ergebene Mitteilung daß ich in meinem Hause Eichweg 7 Me deö großen Aeimgs) ein Kolottialwara-Geschäft eröffnet habe. Durch Führung von nur guten Waren bei reellen Preisen werde ich bemüht sein, meine werten Abnehmer in jeder Hinsicht zufrieden zu stellen. Mit der Bitte um geneigten Zuspruch empfehle ich mein neues Unternehmen. Hochachtungsvoll qini Eduard Kohlermann. Gegen die Genickstarre die neuerdings in Deutschland epidemisch auftritt, giebt es nur einen Schutz, nämlich Vorbeugen durch Ausspülen der Bachen- und Nasenhöhle mit bakterientötenden Flüssigkeiten, so hat ein höherer Medizinalbeamter aus dem Kultusministerium eine darauf abzielende Interpellation im preuss. Abgeordnetenhaus beantwortet. Denn, so erklärt der Regierungs- Vertreter, in allen Fällen von Genickstarre hat man die Kokken derselben auf Rachen- und Nasenschleimhäuten der Erkrankten bestimmt nach weisen können Da aber die Genickstarrekokken gegen gewisse Antiseptika sehr wenig widerstandsfähig sind, so kann man sie an den Stellen des Körpers, die sie als Angriffspunkte benutzen, nämlich in Mund- und Nasenhöhle, durch Ausspülen mit solchen sehr verdünnten Antiseptlols leicht abtöten und unschädlich machen Am zweckmässigsten zu solchen Ausspülungen Aufziehen in die Nase und Gurgeln) hat sich das Mund- und Zahnwusser Denso»“ ss12/6 erwiesen, denn es enthält das im Abgeordnetenhaus als sicherstes Gegenmittel angeführte Antiseptikum und 1 bis 3 Tropfen auf ein Glas Wasser genügen zum Aufziehen in die Nase, 5—15 Tropfen zum Reinigen der Rachenhöhle. 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