me*net^ N VdS 6i . ttul [furt a. M. mg kostenlos. IKTIIE Irt 1881 t Kraftbetrlet» is i, Ranges (haufensttrn jden Kaufzwang, reiften co Versendet Lanfljähr. Garant1'. Stundtinpierd. )ampt Sjirite lobilen otore kräften. RL mit glänzenden imitfit üüdjmfl'Sn.gHd1 , •S&S& l(r,ra1Somniertii^'; ■ 5* LK'2,Ä ’,1»1 Samstag 16. September 1905 Nr. 218 Zweites Blatt Gietzener Anzeiger «S"4 mit Ausnahme M TomuagS, Die ^Siehrnei HamMenblStter" werden dem ,Nnzetger viermal wöchentlich beigeiegt. Der ^istlch« Laad vlrt" erscheint monatlich einmal. 155. Jahrgang IRotahonSbrud und 93erlag der Vrü hl 'schai Untoerfitäiet»ruderet 5t Lange. Dietz«, Redaktion, Expedition a.Druckerei! Schulftr.1, Lei. vir. E>L ielegu-SUu i Ln-eiger Dietz«. General-Anzeiger. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen. E2ZTET Kleines Ileuisseton .viiiiui ii uns ui in mim ' n. c o incr t wunvS liiiO i viit ui .ny vv“ vw., ,,v„ * Büfme, wie d-r Znschauerraum fmb uon Hrm'd mis mg altet Breyers „Sieb-chnjährlge" und mehrere vvrdcn. Die Bühne, eine bet größten Deutschlands, hat bis Tramen fo'gen, sodaß dem neuen S jum Dache vollständig Giienfoiinntaion erba![U” “ll!5 lich auch ber künstlerische Erfolg nicht fehlen wirb, nateimtlen (Ktmctomgen mtl dcS eifernen Sotban««, werben nm > Satfacte, bnü i>ie S c r pa tl) t. M» .che?«7^ P-L-Dir-kloren -n be.r ungstädti- The ater an Pächter-Direktoren zu dem Unfug des Sl u 8 g a b c n Finanzperiode „Zahlenmäßige und der eine Wohnungen". Daß Abg. Eugen Richter beabsichtigt, mit Beginn der neuen parlamentarischen Saison seine parlamentarischen Mandate niederzulegen, ist nach dec „Fr. Deutsch. Pr." die Erfindung eines Zeitungsreporters, Richter hält auch jetzt noch an der Hoffnung fest, das; es ihm demnächst möglich sein werde, seine parlamentarische Tätigkeit, wenn auch in einem gegen bisher beschränkten Umfange, wiederauf, zunehmen. Büdingen, 14. Sept. Der Revolverheld Karl Gottlob Bauer wurde gestern nachmittag von Staatsanwalt Reust im Amtsgericht vernommen. Hierbei, sowie bei dem darauffolgenden Verhör am Tatort, wo Bauer dieselben Stellungen wie bei dem Mord einnehmen mußte, bestritt der Täter die Belastungen der Zeugen und beharrte auf seinen Aussagen. Das Publikum blieb ruhig. Die Nachforschungen der Polizei dauern fort. Der ermordete Bieber wurde heute nachmittag unter großer Beteiligung der Bevölkerung beerdigt. Wie verlautet, wird die Bluttat schon bei der nächsten Schwurgerichtsperiode verhandelt. (B. A. Anz.) zu einem Zwischenfall. Der Abg. Horvath eilte dem Minister des Innern Krislofft) nach, packte ihn am Arm und rief: „Bleiben Die!" „Was wünschen Sie?" fragte der Minister. Darauf antwortete Horvath drolxnd: „Wird einem Abgeordneten von den Sozialisten ein Haar gekrümmt, dann ohrfeige ich Sie!" Uebersicht der Einnahmen der Großh. Landeskreditkasse in 1897/1900 nebst 9 Anlagen, Uebersicht der in dem gedachten Zeitraum bewilligten, abgelehnten und zurückgezogenen Darlehnsgesuche", sowie einen Erläuterungsbericht der Grostherzogl. Staatsschuldenkasse mit dem Anfügen übersandt, daß seitens der Obercech- nungskammer die erforderliche Bescheinigung erteilt worden ist. Zu den von der Staatsschuldenkasse gegebenen Erläuterungen hat die Oberrechnungskammer nichts zu erinnern gefunden, auch hat die Revision der einschlägigen Rechnungen zu Bemerkungen, welche den Landständen mitzuteilen wären, Anlaß nicht gegeben. — Der Verein Großh. Hess. Damm- märter bittet in einer an die II. Kammer gerichteten Vor- um „eine angemessene Erhöhung der Gehalte, sowie eine zeitgemäße Regelung des Wohnungsentschädigung sw es ens resp. die Gewährung geeigneter Dienst- ^arfamentarifdM. Das Ministerium hat den Ständen die »Summarische R B Darmstadt, 16. Sept. Das Darmstädter Hof- LH e a t c r eröffnet am Sonntag seine neue Spielzeit lieber in dem großen alten Hause, bas innerhalb eines Jahres den modernen Anforderungen entsprechend voWanbig umgebaut worden ist Die Wicbercröffmml! der Hofbiihne erfolgt unter günstigen Äuspicien, sie ist zugleich die Fesworstellung zur ^cicr des Geburtstags ber Großherzogin Eleonore. Es batte bekanntlich viele Schwierigkeiten gemacht, bem schon wegen der großen F-euersgcfahr brinnenb notwendig gewordenen Umbau die yu» limmung ber zweiten Kammer zu verschaffen. Mnnabci: bic- lenigen meist oberhessischen Abgeorbneten, btc tro^ aller Otfer oe§ Grostherzogs und der Stabtvcrwaltung den -Ltaatszuschuß verweigern zu müssen glaubten demnächst bas neue prächtige Haus betreten, so sinb wir überzeugt, baß ailck) sw ihre Hel e iZreube baran haben werden. Auf Einlabung des Herrn Gene caldirektors Werner waren heut nachmittag die Stadtverordneten md die Vertreter der Presse zu einer Besichtigung eingeladen vorden und es herrschte nur eine stimme.des Lobes über das, vas in der kurzen Zeit und mit verhältnismäßig bescheidenen Mitteln aus dem alten Hanse gemacht worden ist. sowohl d e gen Wasserstrahlen zu überschütten. Noch gründlicher aber m man im Zuschauerraum vorgegangen, wo außer den vier Maueru alles umgestaltet wurde. Statt ber früheren vier Ränge mit ben Galerien hat man jetzt ein sog. Mezzanin geschaffen, das die Großherzoglichen und die Hoflogen bezw. Frcrnbenlogcn, irn Ganzen 80 Plätze, enthält. Darüber erheben sich nur noch zwei Ränge, dessen oberen sich direkt die großen, schönen Galerien anschließen. Durch Beseitigung der Parkettlogen und der Garderoben ist ber Zuschauerraurn unten um 4—5 Meter großer geworden und dadurch die Zahl der Plätze von 1210 auf 1490 gesteigert worden; auch die Zahl der Ausgänge wurde so vermehrt und die Gänge und Treppen so verbreitert, daß Publikum im Notfälle sofort ins Jreie gelangen kann ^.as Orchester ist versenkt und ganz nach Bai)reuther Muster.eingerichtet und durch Tieferlegung b'£mit zahlreichen elektnichen Lampen besetzten Plafonds um 4 Meter auch eine üicl beiferc Akustik erzielt worden. Natürlich werden im neuen Haufe auch die größten Anstrengungen bezüglich her künstlerischen Darbietungen gemacht werden. Am Eröffnungstage gelangt „Der flie, gcitbe Holländer" zur Aufführung; dann werden Menerbeers Prophet", Wagners „Tristan und Isolde" Webers „Tretschütz , Mozarts ,,Eosi sau tutte", Gounods „Faust und >in LwampicI zuerst „(sfcgcS und sein Ning" von Hebbel „Hedda, Gabln von Jbs-u. Drehers „Sicb-chniahrige" und mehrere Neucinstudier ungen klassischer Dramen folgen, sodaß dem neuen Hause hosfent Der Schluß des ungarischen Abgeordueteuhauscs. Budapest, 15. Sept. Im Hause herrscht große Spannung. Ministerpräsident Fejervary verliest bei Beginn der Sitzung folgende Erklärung: Da es der Regierung unter dem zwingenden Druck der Verhältnisse nicht gelang, die ihr von Sr. Mas. gestellte Aufgabe zu lösen, überreichte sie ihre Demission, die der König angenommen hat. Die Minister sind mit der prob. Führung der Geschäfte betraut. So. Majestät hat mich zu der Erklärung ermächtigt, daß er den Wunsch hegt, ans den Reihen der Majorität auf Grundlage eines annehmbaren Programms eine Negierung zu bilden, damit die koalierten Parteien ihre eventuellen Vorschläge Sr. Mai. unterbreiten können. Das Abgeordnetenhaus nnrd mittels königlichen Handschreibens bis zum 10. Oktober vertagt. (Zurufe links: „Mtes Spiel") Franz Kossuth wiederholt den Protest gegen die Vertagung Fejervary verwahrt sich gegen den Protest und sagt, dies fei mit der Ehrfurcht, die man dem Könige schulde, unvereinbar. Apponyi beruft sich darauf, daß bei früheren Gelegenheiten nach der Verlesung des königl. Handschreibens eine Diskussion über dessen Inhalt stattgefunden habe. Er führt aus, er biete alles auf, daß in dieser schweren Zeit der Prüfungen die Loyalität gegen die Krone unerschütterlich bewahrt werde. Er protestiere jedoch dagegen, daß er eine Art Loyalität entwickle, die verbietet, daß gegen den Mißbrauch königlicher Rechte, für die der Minister verantwortlich sei, Protest erhoben werde. Uebrigens beweise die Anwesenheit des Ministerpräsidenten, daß er eine Diskussion für zulässig halte. — Baron Fejervary sagt, er müsse dem entschieden widersprechen, daß seine Anwesenheit dafür gedeutet werde, er sei vielmehr im Eitzungssaale geblieben, um den Protest K'ossuths zurückzuweisen. — Die Minister verlassen hierauf den Saal. Nach längerer Debatte wird der Beschlutzantraa Kossuths, in welchem dieser gegen die Vertagung Einspruch erhebt, angenommen. Hierauf wird die Sitzung unter großer Bewegung geschlossen. Die Deputation der sozialistischen Parte: teilte der draußen harrenden Menae die Antwort des Präsidenten Iusth mit und forderte die Anwesenden auf, ruhig auseinanderzugehen. Dies geschieht. Von sonst verläßlicher Seite wird m'tgeteilt, daß der frühere Präsident der klerikalen Volkspartei und Vertrauensmann des Erzherzog-Thronfolgers Franz Ferdinand, Graf Johann Zichy, zum künftigen Ministerpräsidenten ausersehen und nach Wien berufen worden sei. Graf Zichy werde eine Verständigung mit den Parteien an- zubohnen suchen und im Falle des Mißlingens dieser Bemühungen das Haus auflösen. Als die Minister den Sitzungssaal verließen, kam es „Geschäfts"-Theaters führt, veranlaßt Dr. Rudolf Blümner im neuesten Hefte des „Citcrarifdjen Echos", die e>täbtc auf eigene Leitung und Verwaltung ihrer Theater bin» zuweisen. „Warum lassen sich", fragt er, „Die städtischen xx* hörben diese Einnahmen aus ihren Theatern entgehen? Es ist fast unbegreiflich. Allmählich wirb bas ja besser. Man fängt da unb dort an, zum sogenannten Regiesystem überzuge^n, unb legt ben Direktoren, die man mit einem Fixum bezahlt, Fünftlerifdtf unb humanitäre Pflichten auf. Was für Kräfte könnten sich selbst kleine St In ater leisten, wenn man ben Direktoren ihre Pfründen entrisse. Es ist hier wie mit manchem so lächerlich einfach: die städtischen Behörden brauchten sich nur endlich darauf zu besinnen, daß sie auf dem Gebiete der tl)?.'tralifdycn Kunst ähnliche Verpflichtungen haben, wie auf dem Gebiete der Wissenschaft, ja sogar anderer Künste. Staatliche Theater waren freilich bas Ideale. Wenn endlich die Behörden die Theater in eigenem Betrieb haben, wird die Auswahl unter den zur Direktion zu Berufenden weit größer sein. Bis jetzt mußten von den Pächtern bedeutende Barmittel nachgewiesen werden, der sogenamitt Fmidils und die Kaution. Beides fällt bei dem mit Fixum angestellten Direktor fort, sodaß nicht nur Vermögende, sondern auch lediglich Befähigte Letter von Th-atern werden können. Daß es alsdann nut einem Schlage um uns r gesmites theatralisches Leben besser gestellt sein wirb, liegt auf ber Hand. Das Gescküiftstheater hat dann aufgehört, zu s-e' .'.-n, unb Schauspieler, Töchter unb hoffentlich auch daS Publikum werben aufatmen." ' Industrie sind die Brennerei- und Seiden-Industrien auf das schwerste geschädigt; es droht die Lahmlegung der Fischerei und der Kupferiudustrie. Ans Dagestan sind Nachrichten von einer bedrohlichen Bewegung unter der Bevölkerung angelangt. Telegraphische Nachrichten aus Wank melden weiter, daß die Tataren die nächstgelegenen Dörfer niederbrennen u n d p l ü n d e r n Das armenische Dorf Gadrut ist nebst dem Dorf Ehankendy zerstört worden. In der Nähe von Wank selbst sind gleichfalls Tatarenhausen erschienen. Es ist bemerkt worden, daß Seids mit grünen Abzeichen die tatarischen Dörfer bereisen, was darauf hinweist, daß der Aufruhr organisiert ist. General Schiriukin in Tiflis erhielt dem W. T.-B., zufolge am Freitag folgende Depesche aus Baku: An einigen Stellen wird geschossen. Es sanden kleine Zusammenstöße statt, wobeli, eS Tote gab. Die Situation ist drohend, da die Erregung unter den Tataren groß ist. Fünf Bataillone, einige Batterien und Kosaken wurden nach KutaiS geschickt. Nach einem Telegramm aus Schulawery ist dort angesichts der Möglichkeit von Zusammenstößen zwischen Armeniern und Tataren eine halbe Sotnie Kosaken angenommen . Es wird noch eine halbe Sotnie erwartet. Der Mitarbeiter einer Zeitung aus Baku wurde durch Tataren ermordet. Ferner liegt heute noch folgende Privatnachricht vor: Eine Tatarenbande wollte vorgestern das HanS des Naphtaindustriellen Agics in Baku anzünden. Der Besitzer des Hauses feuerte aus einem Revolver mehrere Schüsse auf die Brandstifter ab. Die Bande verschwand, doch kehrte sie bald mit einer Kosakenpatrouille zurück und erklärte dem Anführer der Patrouille, daß man aus dem Hause auf friedliche Bürger geschossen habe. Oberst Walter befahl nun den Kosaken, das Haus zu demolieren und zu plündern. Mit seiner Erlaubnis zündeten die Tataren nun das Haus an. In den Flammen sind viele Perfonen umgekommen. Skandinavische Kriegsdrohungen? Stockholm, 16. Sept. Von durchaus zuverlässiger Seite wird mitgeteilt, daß Norwegen eine allmählich steigende Mobilisierung vornehme, die damit begann, daß das IägerkorpS anfang dieses Monats auf volle Kriegsstärke gebracht wurde. In den letzten Tagen seien die noch fehlenden Mannschaften und Ausrüstungsteile der Flotte, der Festungsartillerie, sowie ber Feldartillerie in Südnorwegen, sowie für den Landsturm eines Teiles der Grenzbezirke ein« getroffen. Bei verschiedenen Infanterie-Regimentern scheine die Mobilmachung entweder auch im Gange ober bereits beendigt zu sein. Diesen Maßregeln könne jedoch der Charakter einer allgemeinen Mobilisierung noch nicht zugesprochen werden. Ehriftiania, 15. Sept. Der Zeitung „Aftonposten* wird aus Karlstad gemeldet, zwei schwedische Regimenter, 4000 Mann, seien vorgestern von Asvala ab- marschiert und befanden sich gegenwärtig bei Aamaal in der Räbe deS Wenernsees. Eine schwedische Telegraphenabteilung sei von Stockholm nach Charlottenberg abgesandt. Ueber den Abschluß des Waffenstillstandes wird ber „Petersb. Tcl.-Ag.* aus Godsadan vom 14. d. M. gemeldet: Gestern abend 7 Uhr unterzeichneten der russische und der japanische Bevollmächtigte, die Generäle Oranowski und Fukushima das Protokoll über den Waffenstillstand, der am 15. September mittags beginnt. In Wirklichkeit sind die Feindseligkeiten bereits eingestellt. Die Bevollmächtigten verhandelten mit Hilfe von Dolmetschern, jeder in seiner Sprache. Im Gefolge beS japanischen Bevollmächtigten Fukushima befanden sich ber Völkerrcchtslehrer Ariga, sowie Professor Scotsi und ein Adjutant. In dem Protokolle wird eine etwa 8Kilometer Die Ermordung der Missionare in Ostasrita. Der Draht hat schon die Nachricht von dem traurigen ! Ende des Bischofs Eassian Spiß und seiner Begleiter ge- ' bracht. Jetzt bringt die „Köln. Volksztg." einiges Näheres darüber. Spiß verließ Dar es Salam am 31. Juli in Begleitung , von zwei Laienbrüdern, Andreas Scholzen (aus Schleiden, ! Eifel) und Gabriel Sonntag (aus Legau, Bayern), und zwei Schwestern, Felietias unb Kordula, um zunächst mit dem Dampfer nach Kilwa $u fahren. Dort wurden etwa 40 Träger angeworben, und dann trat die Karawane den Weg nach Sonaea bezw. Peramiho an. Am Tage nach der Mfahrt der Karawane von Dar eS Salam langte dort beim Gouvernement die Nachricht an von der Erhebung der Watumbi (Matumbi), eines unruhigen Bergvölkleins im Bezirke Kilwa. Es wurde eine ^Abteilung Mskari dorthin geschickt, um die Ruhe wieder berzustellen, doch wurde der Sache keine allzu große Beoeutung beigelegt. Der Bischof wurde in Kilwa von der dortigen Behörde über die Sachlage unterrichtet. Da jedoch dringende Geschäfte es nicht angängig machten, die Reise aufzuschieben, und andererseits die Karawanenstraße Kilwa—Songea sich ziemlich weit südlich des Aufstandsgebietes hinzog, marschierte die Karawane am 5. August von Kilwa ab. Unbehelligt gelangte sie in sieben Tagereisen bis etwa eine halbe Tagereise vor Liwale, einem mit einem Feldwebel und einer 'Abteilung Askari besetzten Militärposten. Hier erfuhren die Reisenden, daß ber dort ansässige Stamm der Wagindo sich ebenfalls erhoben habe und zahlreiche Krieger oie völlig cingeschlossene Militärstation belagerten. Auf diese Nachricht hin warfen alle Träger die Lasten von sich und entflohen. Bischof Spiß unb feine vier europäischen Begleiter kehrten sofort um (in Begleitung von zwei christlichen aus Dar es Salam mitgebrachten Boys, die treu geblieben waren), um wieder nach Kilwa zu gelangen. Nur die Feldflaschen unb eine Proviantkiste wurden mitgeführt. 'Mer die Aufrührer hatten erfahren, daß eine europäische Karawane im Anzüge sei. Am Morgen des 14. August, etwa um 7Vs Uhr, sahen die Reisenden Eingeborene, die ihnen den Weg ab- schnitten, herankommen. Biscyof Spiß schickte ihnen einen Boy entgegen, um zu unterhandeln. Dieser wurde gar nicht angehört. Er rief bann selbst den näherkommenden Feinden zu, sie seien Missionare, sie kämen in friedlichster Absicht — seine Worte erstarben in einem Wehlaut; von zwei Speeren durchbohrt, sank er zu Boden. Die beiden Schwestern hatten sich auf die Kiste gesetzt und erwarteten, das Gesicht mit dem Schleier verhüllt, ben Tod. Sie waren die nächsten Opfer: von unzähligen Lanzenstichen durchbohrt, hatten auch sie bald ausgelitten. Dann fiel der eine Bruder und halb darauf der zweite. Jetzt .— alles war das Werk einiger Augenblicke — flohen die beiden Boys. Sie brachten die Kunde von dem grausigen Morde am 17. August nach Kilwa, von wo aus die Nachricht telegraphisch weiter verbreitet wurde. Von mehreren Seiten werden Unruhen gemeldet. Mehrere Europäer wurden ermordet. Der oben erwähnte Militärposten Liwale ist vollständig aufgerieben. Sogar un we i t d e r H au p t- stadt gart es. Es ging sofort eine Expedition (Matrosen vom Kreuzer „Bussard" und Askari) zur Bestrafung der Schuldigen ab. __________________ Neue Hiobsposten aus dem Kaukasus. Ans Petersburg wird geschrieben: Nach authentischen, in Tiflis eingelaufenen Depeschen aus den Kreisen Zangezur und Dschebrail habenchie Tataren dort Banden gebildet, die an manchen Orten sich der Mit- wirkuna der tatarischen Polizeibeamten erfreuen. Sie haben den heiligen Krieg, „Gasawat", erklärt und metzeln unter Vorantragung von heiligen Fahnen die gesamte armenische Bevölkerung nieder. Eine Reiterei von mehreren tausend Tataren hat die persische Grenze überschritten und will sich mit den tatarischen Horden jenseits der Grenze bereinigen. Jin Dorfe Minkend sind über dreihundert Armenier niedergemacht. Das Eingeweide von Kindern wurde Hunden zum Fraß vorgeworfen; die wenigen Armenier, die am Leben geblieben sind, mußten zum Islam übergehen. In den vom Tatarenaufstand ergriffenen RahonS ist das Militär absolut nicht ausreichend, in vielen Gegenden gibt es überhaupt keines. 'Skus den kleinen Orten der Gouvern. .Ielisawetpol, Eriwan und Baku kommen gleichfalls die beunruhigendsten Nachrichten. Der armenischen Bevölkerung droht in diesen Provinzen der Untergang. Zahlreiche Petitionen werden eingereicht, in denen flehentlich gebeten wird, wirksame Maßregeln zur Unterdrückung des Tatarenaufstandes zu ergreifen. Außer ber N a p h t a - breite neutrale Zone festgesetzt. Sollte eine Entscheidung über neue Fragen notwendig werden, so haben die Parlamentäre für einen solchen Fall einen bestimmten Weg längs des Bahndammes zwischen Schuanmiautsi und Schachetsy zu nehmen. Für den Waffenstillstand auf Korea und Sachalin werden andere ^bevollmächtigte ernannt werden._____________ Zie Kaisermanöver. (Eigener Bericht des Gießener TlnzeigerS.) CrbfitöberTcifjitunen. Der „ReichSanz." veröffentlicht zahlreiche OrdenSauSzeichnungen an Offiziere und Mannschaften. U. a. erhielten: das Großkrcnz des Noten NdlerordenS mit Eichenlaub und mit der Kgl. Krone: v. Deines, kommandierender General des 8. Armeekorps; den Noten Adlerorden 1. Klasse mit Eichenlaub und der Kgl. Krone: Generaladjntant Generalleutnant v. Moltke; den Noten fJlblcr- orden 1. Klasse mit Eichenlaub und Schwertern mit Ninge: Generalleutnant v. S t ü lvnagel. komm. General deS ß. Strmcc- korpL; den Noten Adlerorden 1. Klasse mit Eichenlaub: Generalleutnant v. E i ch h o r n , komm. General deS 18. Armeekorps ; den .Kgl. Kronenorden 1. Klasse: Generalleutnant Frhr. v. Gall, Komm, der 25, Div.; ferner den Noten Adlerorden 1. Klasse: Bayr. Kriegsminister tzhr. v. Horn, General N eicht in v. Meldcgg, Koinrn. des 2. Bayr. KorpS; den Noten Adlerorden 3. Klasse: Pbcrft Deinhard, Komm, de« 2. Grotzh. Hess, Feldart. ReglS. Nr. 61 (Darmstadt), SDberft Oel) madt, Komm. deS 5, Grohh. Hess. Ins.-RegtS. Nr. 168, Oberst Frhr. v. WaldenfelS, Komm. deS 2. Gros;h. Hess. Drag.-NegtL. Nr. 24, Oberst v. Scblutterbach, Komm, de« B. Grohl). Hess. Iill.-VegtS. Nr. 117, Oberst Graf von Westarp, Komm, des I. Groszh. Hess. Feld-^lrt.-NegtS. Nr. 25 ; den Kgl. Kronenorden 2. Klasse: Oberst Dietlein, Komm, des 4. Grohh. Hess. Inf.-NeglS. Nr. 118, Oberst v. Besser, Komm. deS 1. Grosjh. Hess. Ins.-NeglS. Nr. 115. Zie ßyokera. In den seit dem 12. September unter choleraverdächtigen tlmftänbcn erfolgten sechs TobeSfällen in Rakel, Labischin unb CarlSdorf (Pofen) ist Cholera festgestellt. In Kornelino ist ein Flöszer an choleraverdächtigcn Symptomen erkrankt. Bei dem erkrankten Streckenarbeiter in Dömitz (Mecklenburg) wurde durch bakteriologische Untersuchung der Eholera- vcrdacht bestätigt. Der Fall liegt jedoch leicht, der Kranke befindet sich bereits auf dem Wege der Besserung. Weitere Erkrankungen wurden nicht gemeldet. I!.."!" ."gSL 'M____1 ..... ■ 1—! L—.—. Zur Flcifchtcucrnug. Stuttgart, Iß. Sept. Die Landesversammlung 6er Landrvirte Württembergs nahm eine Nesolution an, worin erklärt wirb, das; die Versammlung sich der allgemeinen Protestbewegung gegen den Fleisch- wuchcr an sch lieht und Oefsnung der Grenzen für ausländisches Vieh fordert. Neustadt a. H., Iß. Sept. Der Stadtrat beschloß eine Eingabe an den Bundeörat betreffend die Fleischnot. Aus Stadl md Land. Gießen, 16. September. Die akademische Fe st rede zur Feier des IahreSfesteS der Landesuniversität am 1. Juli 1906, gehalten von dem derzeitigen Rektor Geheimrat Prof. Dr. VossiuS, ist im Druck erschienen. Die Rede, von der wir s. Zt. einen Auözug tviedergegeben haben, handelt von der Augenheilkunde im Mittelalter und ihrer Entwicklung im 19. Jahrhundert. * Promenadenkonzert findet morgen Sonntag um 11.80 Uhr in der Südanlage mit folgendem Programm statt: 1. Ouvertüre z. Op. „Stradclla" von Flotow. 2. Valse bleue von MargiS. 3. Fantasie a. d. Op. ,Garmen" von Bizet. 4. Halloren-Marsch von Kämpfer!. — Nachmittags um 5 Uhr spielt unsere NegimentSmusik im Neuen Saalbau. •* Ein origineller Betrüger. In diesem Sommer kam in verschiedenen Städten der Fall vor, daß ein gut- gekleideter junger Mann geivöhnlich vor besseren Häusern auf der Straße in epileptische Krämpfe fiel. Er erholte sich dann auch gleich, wenn ihm von Privatpersonen Hilfe zuteil geworden war und klagte dann, er sei Student und mittellos, er reise zu Fuß nach Triest, habe auch Hunger usw. Die Folge davon ivar regelmäßig, daß er mit Speise und Trank, sowie mit Kleidern und dem nötigen Reisegeld reichlich versehen wurde. In Würzburg wiederholte er am 2. l. Mtö. das Manöver zum zweiten Male und hier konstatierte ein Arzt, daß die Krämpfe fingiert waren, und so fiel er der Polizei in die Hände. Er nannte sich anfangs Student Wilh. Herzog auö Triest, dann Gustav Hochstein und nunmehr Pierre Ehun aus Esch in Luxemburg. Da alle diese Angaben sieh als falsch erwiesen haben, hilft vielleicht die Oeffentlschkcit dazu beitragen, daß die Persönlichkeit deö Betrügers festgestellt und seine weiteren etwa noch nicht bekannten Schwindeleien miß Tageslicht kommen. •• Sachbeschädigung. In der verfiossenen Nacht wurden am Kreuz platz eine Straßenlaterne und auf der MäuSburg zwei Sturmlaternen zertrümmert. Der Täter wurde festgestellt und zur Anzeige gebracht. •* Nuhestörung und Sachbeschädigung. Zwei sunge Kaufleute, die in der vergangenen Nacht wegen Ruhestörung polizeilich notiert worden waren, schienen sich mit dem zu erwartenden Straf-Mandat nicht begnügen zu wollen, da kurz darauf einer der beiden sich noch der Sachbeschädigung schuldig machte, indem er Straßenlaternen zertrümmerte. Die Folgen werben nicht aitßbleibcu. ' Die Landtagswahlen in Hessen. Der Bund der Landwirte hat folgende Kandidaten aufgestellt: für den Wahlkreis Büdingen-Altenstadt: Gutspächter Bähr- Herrnhag (bisheriger Abgeordneter), für Reichelsheim- Lindenfels: Mühlenbesitzer Fritz Bauer-Schmalmühle bei Fränkisch-Erumbach. '* Ein heiterer Zwischenfall bei der Auto- m o b i I f a 1) rt des Kaisers in das Manöverterrain ereignete sich, nach dem „Taunusboten", am Samstag in der Nähe von Limburg. Vor einem Orte trieb ein alte« Frauchen deS Dorfes Schweine über den Weg. Als das daherrasende Automobil nun kurz vor ihrer grunzenden Herde hielt, drohte die Alte mit ihrem Stecken und dem Gehege ihrer Zähne entflohen die geflügelten Worte: „Wann er merr in die Säu foahrt, treibt ersch mit meim Mann zu tun!" Der Kaiser soll herzlich gelacht haben. ” Die Mainzer Stadtverwaltung als Inserentin im ,Vorwärtö". Die Stadtverwaltung des ^Goldenen Mainz" hat letzter Tage im Berliner ,Vorwärts* sowie in alle übrigen führenden politischen Blätter ein über drei Spalten sich erstreckendes Inserat veröffentlicht, baß einen Nachruf für ben am 9. bß. verstorbenen Mainzer Oberbürgermeister Dr. Gaßner enthält. Eß bürste dies wohl der erste Fall fein, daß sich die Häupter einer großen Stadt bei einem derartigen Anlaß der sozialdemokratischen Presse bedienen, und man darf darum auch gespannt sein, ob unb wie sich die „Bürgermeisterei und Stadtverordneten-Versammlung der Stadt Mainz" den Vorwürfen gegenüber, die sie als „Fördermnen der Umsturzpartei" schon haben hinnehmen müssen, rechtfertigen werden. Dutenhofen, 14. Sept. Se. Maj. der Kaiser und König haben u. a. dem hiesigen Postagenten, Gemeinde- Vorsteher a. D. L. Loh baß allgemeine Ehrenzeichen ver- liehen. Hanau, 14. Sept. Am 1. Oktober wird im hiesigen Sta btt Heater die dießjährige Saison eröffnet werden. Daß Theater hat im Laufe deß Sommers einen Umbau erfahren, u. a. wurde eine neue Danipsheizungß- und EntlüflungS- anlage geschaffen; alle Raume, mit Ausnahme der Bühne, wurden mit elektrischer Beleuchtung versehen und daß Logen» hauß, ebenso wie die Gänge, vollständig renoviert. Die gemalte Decke erhielt als Schmuck die Medaillon-Bildnisse berühmter Dichter und Komponisten. * Kleine M i t l » j l >> >, a c n o u 8 Hessen unb den N a ch barstaate n. Der Kriegerverein Daubringen beabsichtigt sein PreiS-Schießen am 17. dieses Monats abzuhatten. — Durch kaiserliche Kabinetsordre ist nunmehr die Eutsestigaug der aanzeu Nheinsront von M ainz verlässt worden und auch gleichzeitig für rayousrei erklärt worden. — Frau Witwe Baron Willy v. Nothschild schenkte der Stadtbibliothek in Frankl urt die wertvollste existierende Sammlung Karäischer Werke. Die Stadt besitzt nunmehr tast alle gedruckten Werke der Karäer, einer hebräischen Sekte deS achten Jahrhunderts. Dcrmilcbtif« • Eisenbahn Unfälle. Auf dem Bahnhofe inBukau fiel der Rangierer Ruff beim Rangieren von der Lokomotive gegen eine Weichenlaterne; er war auf der Stelle tot. Er hinterläßt Frau und Kinder. — Auf dem Bahnhof Wester- h uefen wurde der Weichensteller Neichmann durch den Schnellzug Leipzig-Magdeburg überfahren und vollständig z e r st ü ck e (t. * Aus mecklenburgischem Stamme. „Madame la Comtesse de Jametel hat soeben in Saint-Germain- en-Laye einem Töchterchen dak Leben geschenkt. Mutter unb Kind befinden sich wohl." — So melden Pariser Blätter. Waß sie nicht erwähnen, baß ist, daß „Madame la Comtesse de Jametel“ eine deutsche Prinzessin ist. Saint-Germain-- en-Laye ist unter den Vororten von Paris in mancher Hinsicht vielleicht der allerhübscheste. In diesem anmutigen Städtchen erhebt sich am Rande einer stillen und vornehmen Allee ein schmuckes HauS, daß den Namen „Villa Marie" trägt. ES ist die Heimat geworden der Prinzessin Marie von Mecklenburg-Strelitz, die an einem Sommertage deß Iahreß 1899 in der Schloßkapelle von Richmond und Kew dem Grafen von Jametel angetraut wurde und ihm nach Frankreich folgte. Graf Jametel konnte seiner jungen Frau mit Hilfe der ihm zuteil gewordenen reichen Mitgift diese reizvolle Stätte bereiten. Seitdem hört man von dem hier in Zurückgezogenheit lebenden Paare an der Öffentlichkeit nichts. Georges Formiay de Jametel ist der Sproß einer Bürgerfamilie, deren Mitglieder zumeist dem kaufmännischen Berufe angehören. Er hatte ursprünglich eine untergeordnete Stelle am Großh. Hofe zu Strelit; inne. Nachdem er dann plötzlich zum Kommandeur deß päpstlichen Ordens vom heiligen Grabe ernannt worben war, erlangte er den römischen Grafentitel. Nach deutschen Begriffen bleibt ja natürlich seine eheliche Verbindung mit der ältesten Tochter deß Großherzogß Adolf Friedrich von Mecklenburg-Strelitz eine Meßallianee in der vollsten Bedeutung dieses Wortes. * Kleine TageSchronik. Bei Toulon explodierten aus dem irauz. Unterseeboot „Mynmote", die Akkumulatoren. Zwei Maschinenbauer erlitten schwere Braudmunden. Alan befürchtet, baß sie daß Augenlicht verlieren. — AuS Batavia wird gemeldet, das; die P o ft von KokoS nach Faksak (Küste von Neu - G u i n c a) von Allüren überfallen wurde, ivobei s ü nsPer - s o n e n getötet wurden. — Bei E lerinent - Fe r raud fuhr ein Güterzug, dessen Bremsen nicht funhionierten, de? NachtS auf einen stehenden leeren Nangierzug auf. Ein Lokomotivführer, ein Heizer unb ein Arbeiter wurden gelötet, mehrere Wagen wurden zerstört. — Irn mittleren Teile der K a p k o l o n i c sind große W o l k e n b r ü ch e lüedergegangen, die Hochwasser auf weiten Strecken verursacht, Häuser unb Brücken zerstört, Bahnlinien überschwemmt und meist großen Schaden angerichtet haben. Ob Menschen verunglückt sind ist unbekamit. — In Kiel erkrankten nach dem Genuß von Bück'senflcisch 22 Mann vom Minen schulschiff „Pelikan". — In Vre 8 lau sind anscheinend infolge Genusses verdorbener Speisen die (Shcfrau und die vier Kinder eines Tischlers erkrankt. Drei Kinder sind gestorben. Die Polizei beschlagnahmte alles EMeschirr. — In Dessau erschoß der 20 jährige Kaufmann Taubert auS Merseburg feine Geliebte, die gleichaltrige Antonie Langrock und sich selbst. — Der Buchlnlndler Leubner fehtc die Stadt DreS - den zur Univcrsalcrbin seines über eine Million Mark betragenden Vermögens ein. — In Naumburg a. S. ver suchte der Müller Reinhardt seine von ihm getrennt lebende Frau in ihrem Elternhaufe zu töten. Die Kugel traf jedoch nicht diese, sondern fehle 14 jährige Schwägerin. Neiuhardt erschoß hierauf sich selbst. — In Trier ist im Keller des Bäckers Naab eine große Fals ch m ü n z e r w e r k st a t t mit zahlreichen Platten, Formen und Edelmetall entdecrt morden. Rcwb wurde verhaftet. Kerichlslaal. Gießen, 16. Sept. Entscheidung b c 5 hessischen O b e rl a u d e S g er i ch tS. Dem Mctzgermeister Friede. Schaaf auS Büdingen ging wegen Uebertretung der Gewerbe- ordn n n g ein Strafbefehl zu, auf dessen Einspruch d.-.S Schöffengericht zur Fnüsprechnua kam. Gegen dieses Urteil wurde von der StaatSannwltsclwst Berufung erhoben, unb die hiesige Straf flimmer verurteilte Schaaf, unter der Feststellung, datz er als Metzgermeister bei stelwndem Gewerbebetrieb außerhalb des Gemeindebezirks seiner gewerblickwn Niederlassung persönlich für die Zwecke seines Geu>erbebetriebeö ein Schwein — eine W a r c — aufgekauft habe, ohne int Besitze einer Legitimatious karte zu fein, aus Grund der §S 44, 44 a und 148, Ziffer 5 der Gewerbeordnung zu einer (Mtibfhiife. Die Strafkammer ging davon auS. daß auch lebendes Vieh im Sinne der Gewerbe- orbmmg „Ware" fei und ließ die Bestrafiing einzig von der Beantwortung der F-rage abhängen, ob ein Aufkauf ober Ankauf von Waren zum Zwecke der 53c- oder Verarbeitung ein Ankauf für die Zwecke des Gewerbebetriebs dcS Käufers ist; fic gelangte zur Bejahung der Frage auf Grund der Erwägung, daß ein Aufkauf für die Zwecke deS Gewerbebetriebs doch auch ein Aufkauf fei, der zunächst zur Verarbeitung unb zum Wiederverkauf der verarbeiteten Ware erfolge, zumal wenn, wie beim Metzgerhandwerk, burrti die Verarbeitung nicht eine begrifflich ganz andere Ware entstehe, sondern — wenigstens teilweise — lediglich vielleicht geräucherte unb gesalzene Teile des geschlachteten TiercS weiterverkauft werden. Dieses Erkenntnis wurde von dem Verurteilten angefochten, unb das NevisionSgericht kam zur Freisprechung, indem eS ausführte, daß der Ankauf eines Stückes Schlachtvieh durch einen Metzger kein Kauf zum Zwecke des Wiederverkaufs sei, daS wäre beim Viehhändler der Fall, sondern ein Ankauf zum Zwecke der Verarbeitung. Der Metzger erwirbt das Schlachtvieh zunächst zur Verarbeitung, Umgestaltung und Hervorbringung einer anderen neuen Ware, mag die Tätigkeit des MetzgcrS auch nur darin bestehen, daß da« Tier geschlachtet und zerteilt wird. Da die Gesetze unrichtig angewendet seien, mußte das Urteil aufgehoben werden. Der Staatskasse wurden die Kosten auferlegt, einschließlich der dem Angeklagten erwachsenen notwendigen Auslagen, insbesondere derjenigen der Verteidigung durch einen Rechtsgelehrten. Kiel, 16. Sept. Wegen gemeinsamen Straßenraubes, begangen in der Nähe des KriegShafenS, wurden die Torpedo- Heizer Vrenk und Nikola vom Panzerkreuzer „Prinz Heinrich" zu 3 bezw. 2*/» Jahren Gefängnis verurteilt. Glogau, 16. Sept. Tie hiesige Strafkammer verurteilte den Arzt Dr. Leo Bork aus Neufalz wegen Beihilfe zum Versuchten Verbrechens gegen daS Mmenbc Leben zu 3 Monaten Gefängnis. Der verh. Angeklagte war in Beziehungen zu seinem Dienstmädchen, der 19jährigen Selma Heinrich au8 Grünberg, getreten. DaS Mädchen erhielt 2 Monate Ge- fänguis. 1 .flrß itcrßeiüi'flunfl. Lemberg, 15. Sept. Heute brach hier ein A u § ft a n b der Fleischhauer unb Fleischhauergesellen auS. Fleischmangel ist nicht zu befiirchten. da im städtischen Schlachthause Fleisch- Vorrat für acht bis zehn Tage vorhanden ist. (fc.1 Offenbach a. M., 15. Sept. In den hiesigen Schuhfabriken wurde, vorläufig versuchsweise auf zwei Monate, der Achtstundentag eingellihrt. Sport. Wetzlar, 15. Sept. Unter ansehnlicher Teilnahme bet jagdlichen Kreise von hier und auswärts findet heute und morgen in den Revieren Aßlar und Hermannstein eine Gebrauchs- Hund e p r ü f u n g statt. Die Prüfling, welche vom Westverein zur Prüfung von GebrauchShuuden (Sitz: Laasphe) veranstaltet ist, erstreckt sich auf alle möglichen Tätigkeiten und Fähigkeiten der GebrauchShnnde. Unter den zahlreickxn sachverständigen Gästen, welche der Prüfung beiwohnen, befinden sich auch Ihre Diirchl. die Prinzen Wilhelm und Georg zu Sahn-Witt- g e n-H o he n st e i n , welche zu diesem Bchufe hier eingetroffen sind und im Hotel K^ltwasser Quartier genommen haben. (W. A.) jiMinbeC unb r. Iolliswirtschalt. Amerikanische LebenSversicherungs-Gesell» schäften. In der letzten Zeit sind in deutschen Blättern wieder schwere Vorwürfe gegen amerikanische Verficheningsgefellschaftcn erhoben worden.. Insbesondere wurde der Newyork Life Insurance Eo. der Vonvurf gemacht, daß die Kapitalien bei Trust- Gesellschaften verwendet worden sind, es zu großen V e r l u ft en kam unb daß auch diese Gesellschaft die preuß. Negierung durch S che i u v e r kä u fe non Akt ien gewissermaßen zu s ch ä d i g e u suchte. Die Gesellschaft hat nun an ihre Berliner Vertretung telegraphiert, daß sie keine Scheinverkäuse von Aktien vorgenommen habe und der Vorwurf einer leichtsinnigen Beteiligung an Uebermahme-Konsortien nicht gerechtfertigt sei, da sie bei jeder einzelnen Beteiligung nicht einen Verlust, sondern einen Gewinn erzielt habe. Auch habe cs sich nicht um Aktien, sondern um Obligationen gehandelt. Demgegenüber lauten aber andere Newporter Käbelmeldungen für die Life Insurance durchaus nicht g ü n ft i g. Es wirb gesagt, daß die Untersuckping des Newhorkc'r Versicherungswesens. Lawsons Enthüllungen über daö gesetzwidrige Treiben des Systems nur bestätigt habe. Unter den obwaltenden Umständen und bei solchen sich geradezu widersprechenden Behauptungen wäre cs sehr notwendig, wenn daS Resultat der amtlichen Untersuchung baldigst bekannt gegeben würde. lieber Manipulationen der bankerotten Ge- ttc i be f i r nt a Samson in Norden kommen die abenteuerlichsten Geschichten an den Tag. Namentlich s'lchten unb fanden die Inhaber unter den Landwirten und Müllern der dortigen Gegend ihre Opfer. An diese verkauften sie in der Regel per Akzepte, nach einiger Zeit ließen sie sich obendrein noch eine Abschlagszahlung leisten, sodaß diese jetzt, da ihnen die KonknrSverwaltnng die Wechsel präsentiert, die Ware zum zweiten Male bezahlen müssen. Ein Müller war gar bislang in dem guten Glauben, nur Wechsel über 22 000 Mark unterschrieben zu haben, jetzt wies ihm der Konkursverwalter nach, daß bereit drei über dieselbe Summe vorliegen. Märkte. Gießen, 16. Sept. Marktbericht. 9luf heutigem Wochenmcnkl kosteten: Butter vr. Pfd. 1.00—1.10 Mk., Hühnereier 1 St. 7-8 Big. 2 Stck. 00—00 Psg., Gänseeier 15—00 Pfg., Enteneier 6—7 Pig., Käse vr. Stck. 6—8 Ps., Kasematte 2Stck. 5—6 Psg. Prbfen pr.Liter 21 Pfg., Linsen pr. Liter 32 Pfg., Tauben vr.Paar0,80- O.OOTif., Hühner pe.St. 1,00—1,60 W., Hälme pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Alk., Gänse nr. Pfd. 70—00 Pfg., Ochscnfleisch pr. M. 72—82 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 70—72 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 76—86 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 90 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd.' 70—80 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—76 Pfg. Welsche per Pflind —.— Kartoffeln pr. 100 Kg. 5,00—6,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,00—8,00 Mt., Milch per Vit« 20 Pfg,, 91 eviel ver Zentner 0 bis 0 Pik., in Körben 00 Pfg., Nüsse 100 Stück 50—«!0 Pfg., Zivetscheil per Zeiltner 4—6 Alk., '•Birnen per Zentner 0 bis 0.00 Mk. Weißkraut 0.10—0.15 Mk. Marktzeit 8—2 Uhr. Verzeichnis b er Gießener Jahrmärkte 1906: a) öichmärftc: Dienstag und Mittwoch, ben 9. und 10. Januar, 23. und 24. Januar, 6. und 7. Februar, 20. und 21. Februar. — b) Vieh- und Ä'ränrcrmärfte: Dienstag und Mittwoch, den 13. und 14. März, 27. nnd 28. März (am 28. März auch PferdemarktV 24. unb 25. April, 8. und 9. Mai, 22. unb 23. Mai, 19. und 20. Juni, 3. und 4. Juli, 17. und 18. Juli, 31. Juli unb 1. August, 14. und 15. August,^28. und 29. August, Montag unb Dienstag, den 10. und 11. September (am 11. Sept, auch Pfcrdcmarkt^, Dienstag nnd Mitt- ivoch, den 25. unb 26. Sept., 9. und 10. Oktober, 23. und 24. Okt-, 13. nnd 14. November, 27. und 28. Nov., 11. und 12. Dezember. le. Frankfurt a. M., 15. Sept, bett- unb Stroh- ma r f t. Man notierte: Heu Alk. 3.50 bis Tlf. 3.80, Stroh Mk. 2.50 bis 9)1 f. 2 70. Alles per 50 Kilo. Tendenz: fest. Jusjoß bub örn StBnöfBRintorr illrrn der Stsdl tiiefak Aufgebote. 9.Scvt. Johann Linseninann, Lagerarbeiter dahier, mit Marit Behnke, geb. Waihel hicrfelbft. Friedrich Wilhelm Debns, Heizer dahier, mit Juliane Wilhelmine Sommer in Eifenrolh. Friedrich Schmidt, Pizcfeldwebel dahier, mit Lulle Kallmcnm in Waldenburg. 11. Wilhelm Jacob, Taglöhner dahier, mit Karoline Müller in Lixfeld. Iobann^Wilhelm Friedrich Hoffmann, Lehrer bahier, mit Maria Josepha Seiler in Viernheim. 14. Friedrich Ulm, Schlosser dahier, mit Luise Meyer in Wetzlar. 16. Karl Schwarz, Kaufmann dahier, mit Klara Müller hierselbst. Gklwrene. 5. Sept. Dem Prokuristen Otto Bergen ein Sohn. 7. Dem Schulverwalter Johannes Knig eine Tochter. 8. Dem Eifendreher ItilmS Fourier zwei Söhne. Der Witwe des Oberlokomotivführers Friedrich Thielmann eine eheliche Tochter, Marie. 9. Dein Spenglermenster und Iicktallateur Rudolf Rödtger ein Sohn, Fritz. 9. Denc Buchdrttckereibesitzer ^ldolf Hepvcler eine Tochter, Emilie Luise. 10. Dem Kaufmann Sebastian Josef Schmitt eine Tochter, Käthe Franziska Rosa. Dem Dachdecker Martin Revv cm Sohn. Dem "Ingenieur Siegfried Stamm ein Sohn, Haus Ludwig. Dem Bankbeamten Friedrich Hamburger eine Tochter, Marie Luise Helene Gertntd. 11. Deut Fabrikarbeiter Wilhelm Weifeillee ein Sohn, Willy. 12. Dem Schlosser Heinrtch Simon Tüncher tute . 68.80 St» atsch atzscheine . 4°, iinsoero Argcntinor 7 Zimmer ~| 4819 per Pfund 32 Pfg zu Hausen 06146 Sie findteei I. Happel. 4665 3524 empfiehlt die Auskunft parterre. 3953 [4813 emvfiehlt Agent, Butzbach. [4309 Wattthorstratze 48. 4784 4817 wozu ergebenst einladet Der Vorstand. Bleichstraße 4. 48121 frankfurter Str. 53. 4799 ^Wobenie Blouse, noch nicht qetr., 51t verk., sowie Hute. 06139| Bleichstr. 13, II. vozu ergebenst einladet 4% Oeflterr. Goldrento . 4’/8% Oestorr. Pilberrcnto . 97.80 . 137 90 . 135.80 . 214.80 196.50 . 152.10 . 168 50 . 174.00 . 145 00 . 21.90 4% 4"/ 3% 30/ \% Ungar. Ooldrento Italien. Rente . Portugieser I ■ orhigiARrn. III Unif. Türken I. Häuser vorm. I. Happel Eisenwarcnhandlung. 3e/e Mexikaner Chinesen . . Electric. Hol ackert , Nordd Lloyd . . Kreditsktien . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsgeg Oesterr. 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Dem Apotheker willst Lahnsen in Bremen, sind für fein Präparat „Jod-Eisen-Lebertran" drei Eintragungen in die Rolle für Warenzeichen, vom Kaiserlichen Patent-Amte genehmigt worden. Es sind dies das Wort „Fodclla" (geschützter Name für Lahnsen'ö Fod-Eisen-Lebcrtran), das Bildzeichen ,,Dr. Eisenbart" und ein neue? Etikett, welches beide ersteren Eintragungen in sich birgt. Veranlasfnng zu den Eintragungen gaben die immermehr zunehmenden Nachahmungen des Präparats Lahnsen. 06062 Fi*» Schön. 101 80 101.40 97.95 105.80 68.65 68 20 91 10 140 40 55.20 . 269.15 . 255.50 . 224.20 100 15 LildmAlatj 10 Parterre-Wohnung, 7 Zimmer, p. 1. Oft. ev. früher zn verm. [3157 Käufer oder Teilhaber über die wachsende Unzufriedenheit der Koreaner wegen der japanischen Oberherrschaft. Tausende von Koreanern aus den Landbezirken marschieren nach Söul, um dort gegen die japanische Unterdrückung zu protestieren. Japanische Gendarmen sprengten die Protestler gewaltsam auseinander, wobei ein Gendarm getötet und viel« Koreaner verletzt wurden. Die Bewohner der WindwardS- Jnseln protestierten gegen den Versuch der englischen Regierung, St. Vincent mit Grenada zu einer einzigen Kolonie zu organisieren. wurden sich häufig wiederholende wellenförmige Erdstöße aus der Umgegend des Vesuv gemeldet. Auch der Vulkan auf Stromboli entfaltet bemerkenswerte Tätigkeit. Rom, 15. Sept. Wie der «Agenzja Stefani" von der hiesigen japanischen Gesandtschaft mitgeteilt wird, entbehrt die Nachricht, die Familie des Barons Komura sei ermordet worden, jeder Begründung. Budapest, 16. Sept. Erst jetzt verlautet zuverlässig, daß der frühere österreichischeKabinetSchef, Körber, zur Besiegung der Obstruktion ebenfalls das allgemeine Stimmrecht einführen wollte. Der Kaiser lehnte ab. Hieraus wird geschlossen, daß auch Fejervary ausschließlich durch seinen Versuch des allgemeinen Stimmrechts stürzte. Petersburg, 16. Sept. Das Zarenpaar begibt sich heute oder morgen nach den finnischen Schären. Moskau, 15. Sept. Fürst Trubetzkoi wurde zum Rektor der hiesigen Universität gewählt. Professor Miliukow, der Präsident des BureauS des Verbandes der Verbände, wurde aus der Haft entlassen. Riga, 16. Sept. Gestern wurde hier der Gehilfe des PolizeimeisterS auf der Straße von einem Revolutionär überfallen und durch einen Dolchstich getötet. Wilna, 16. Sept. Hier wurde eine Arbeiterin zu Grabe getragen, die an der Arbeiterbörse von Kosaken ermordet wurde. 200 Arbeiter nahmen an der von der Organisation des Bunde? veranstalteten Beerdigung teil. Auf der Straße wurden viele Personen verwundet oder in Hast genommen. Mi tau, 16. Sept. Nach dem hiesigen Gefängnis werden tagtäglich aus den umliegenden Dörfern Bauern gebracht. Die Revolution hört nicht auf. In den Dörfern werden fast alle Dokumente der Behörden verbrannt. In der Stadt herrscht fürchterliche Panik. 1 Newyork, 16. Sept. Koreanische Zeitungen berichten Tochter, Marie. 14. Dem Schriftsetzer Karl Skrzek eine Tochter, Elisabeth. 15. Dem Buchhalter Wilhelm Karl Feiser ein Sohn, Werner. Gestorbene. 10. Sept. Katharine Rivp, geb. Klauer, 81 Jahre alt, Witwe -es Kaufmanns Friedrich Rivv dahier. 11. Fulie Wimmenauer, qeb. Beck, 55 Jahre alt, Ehefrau des Universttätsprosessors, Geh. Forstrat Dr. Karl Wimmenauer dahier. Telephonischer Kursbericht. Franklnrt a. II., 16. Septbr. 1905 Teilnahme J , l„nbef. kute und motgi Lff ^branü^ • DeranjlflltJ S sachverständig, bgmdcn sich auch Jk orgzuLühn-Wj,!, hier eingetrofin ü Aminen hoben. (Ri oldswirtfdiatt, sicherungs-GeseM «Een Blättern roiför. Versicherungsgesellschaften der Neinhark Sise W me Kvpitalien bei Tur zugroßenVcrlust, - ,Drtu6. 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Millerand, der frühere fron' Msche Handelsminister und jetzige sozialistische Deputierte, ist hier auf der Durchreise nach Wien einqctroffcn, wohin er sich auf Einladung des Präsidenten des Organisations-Komitees des Kongreßes, Geheimrats Dr. Bödiker zur Teilnahme an dem internationalen Arbeiterversicherungs-Kongreß begeben will. In seiner Begleitung befindet sicb u. A. der bekannte französische Sozialpolitiker Fttster. Gestern be- suchten die beiden das Reichs v ersicherungSamt und nahmen an dessen Sitzung teil. Mittags gab Dr. Bödiker zu Ehren der Gäste bei sich ein Frühstück, zu dem der Präsident und die Direktoren des Reichsversicherungsamtes und andere eingeladen waren. Danach wurden die Landcs- versichertlngsanstalt Berlin sowie der Zlrbeiter-Nachweis, heute weitere sozialpolitische Einrichtttngen besucht. Paris, 16. Sept. Der „Matin" meldet aus Tanger: Gerüchtweise verlatttet, dec Stlltan habe mit einer deutschen Schiffahrtsgesellschaft einen Vertrag abge- schlosien betreffend Einrichtung eines Spezial-Dampferdienstes zwischen Tanger und den Haupthäfen an der Küste. Dieser Vertrag soll auf 10 Jahre lauten. Auch soll die Dampserlinie von der deutschen Regiening subventioniert werden. Dem Sultan steht das Recht zu, die Dampfer der Linie nach Ablauf des Vertrages käuflich 31t erwerben. Rom, 16. September. Die Tätigkeit des Vesttv ist in Zunahme begriffen. Während des hetttigen Tages' 4798] Schöne 4-Himmerwoh- nuhfl mit gcräum. Küche, Wasserleitung, Nebenhalls eine Trevpe. _____________Bahnhofstraße 63. 4664! Schöne 4-Znnmerivoh-- illNlg (Mansarde), Gocthestraße, mit Zub. Näh. Lahnstraße 14» 05889> Südantage 7 -l-Zimmer- inohnuiiq mit Wasserlcit. zu verm. 4426[ Schöne 4-Ziinmcrwohiu nebst Zubehör zu vermieten. Georg Möhl, Bahnbosstr. 26. Der zweite u. 3. 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ZV >- d°°- r* SÄ Bkliließungelr Mre e im ganzen 51 unb jetzt lebe Hektare ste'gei uneingedeichte bient als We um volle 15 die rvilden A barer Boden Illauf seiner brutschen jammenjutrefl Miu: „Die T Deutichlcmd Kaiser hott) bie Bcziehui lespannt {§ der 6ö las schar Lntente-Ao! ächtete, da mit dem nachgesu eine Zusar Die damit liche En beinahe \\ Friedrich Zu b auch politis mit bergetv Verstimmm 'Mmenkuns bi'nation bet Schir li bergestet Eduard <° Militärsch früherer S Hauptstadt, Kollege in Oberstleutn vierte fomt in der Pre >e Genöve, »fischen Si Cberleutnar leruflichen i iit nicht bef Me zu v Offiziere, bi t. T Ein Mnkslirt a herein fiuni gemerl ? Nch doch h Harren ? i^nfiurfer D ^nzenden Vk