Ausland. Christiania, 13. Noo. Bis 10 Uhr abends lag daL Ergebnis der Volksabstimmung auS 340 Wahlkreisen vor. Danach stimmten 167 431 mit Ja und 41 226 mit Nein. In Christiania wurden 24 027 Stimmen mit Ja unk 5960 mit Nein abgegeben. So ist denn der Sieg ber; Monarch! st en überwältigend. London, 13. Noo. „Daily Telegraph* meldet auS Tokio: Der frühere Präsident des Abgeordnetenhauses 9) o n o, der hauptsächlichste Sprecher in der letzten Versammlung, in der gegen den Friedensschluß Einspruch erhoben wurde, ferner Abg. Otaka und die bedeutenden Politiker Pamada und Ogawa sind verhaftet worden unter der An'chuldrgung, sich an den in letzter Zeit stattgehabten Nuhe- üörungen beteiligt zu haben. — Auch die Vereinigten Staaten sowie Deutschland und England haben ihre hiesigen Gesandtschaften zum Range von Botschaften erhoben. — Admiral Togo soll mit einem Geschwader England besuchen, wahrscheinlich Ende März. — Ein halbamtliches Blatt, der „Koklimin", meldet, der Kaiser von Rußland werde, um bessere Beziehungen zwischen Rußland und Japan herzustellen, binnen kurzem den Großfürsten Alexander Michajlowitsch nach Japan entsenden; in gleicher Mission werde ein japanischer königlicher Prinz, nach Rußland entsandt. Budapest, 13. Nov. Tie koalitionsfreundlichen Studenten hielten beute nachmittag eine Versamuilung ab, in der über den Universitätsrektor und alle Verteidiger, desselben unflätig geschimpft und dem relegierten| 14. November 1905 Dienstag Erstes Blatt. Nr. 208 Die lieutiqe '5Tuirxner vmfaßt 10 Säten. Eros'en-Lindeu Leun Vetters Alle Auslagen werden von uns ersetzt. 155. Jahrgang Die Landtaaswahlen. grtirßnifle der WalrlmännerwaHten. Unsere Mitarbeiter und die Freunde unseres Blattes ersuchen wir, uns tunlichst schnell — telegraphisch, telephonisch (Tel.-Nr. 112) oder mittelst Postkarte — von dem Ergebnis der Wahlmännerwahlen in ganz Oberhessen Mitteilung machen ;a wollen, und zwar bitten wir, das Wahlergebnis etwa in folgender Fassung einzusenden: y-zogSpret», monötucb 7b IM., otertri* jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zwelgstellm monalhd) 6o Pl.; durch dieVostwrr.2.—v'enel- .abrL misschl. Bestell g. Annahme von Anzeige» ür Die Iaae4nummet i# vormittags 10 Uhr. eüc’pteiS: lokal 12 Pf^ uöwänS 20 Pig. eri lworlttch Hbc oe. poltt und a tigern» Teil. P. fflhttfo; tüt .Stadt und Land* und „©cndjislaal*. Ernst Heß. tür den An- xciacnteü: vanS Beck. Mlfes >sen und Umgegem »n jrau Dr. HerlM h Slez i°hr euipub.r öroschure: bietet bet Konti; i bet StbeitetjM, KtmunieietibeitQulsiz Mughedn graus ab. e»ipiehlen dieselbe ; ren Beachtung uub bi? ztzamvendung baiauL ganz besonders vem idielLeue des Umchi. außer TonniaaS. Dem siebener Anzeiger iverden un Wechsel mit dem Hessischen Landwirt bte ®lef,cner Kamillen» blätter viermal in der Woche beigelegL Nolanonsdruck u. Verlag her Brüh loschen llmveri.-Buch-u. 8ietn- bruderet. R. Gange. JUbafnon, Erveduum nnh Tmcfeiei: LMnl st ratze 7. iRehaftion 112 Verlag u.Erved.^SSöl ilhicfie für Teveichen: Anzeiger Stletzen. Ans Vie Scharnen! Nach Verfassung und verbrieftem "'echt hat der hessische Staat burqer morgen, Mittwoch, in der Hälfte sämtlicher hessischen Orte seinen Willen darüber kundzutnn. wie er die Politik in feinem Daterlande gerichtet wissen mochte. Wer den Wun'ch hat. da": Landwirtschaft, Industrie, Handel tinb Verkehr gedeihen und den nationalen Wohlstand mehren unb verbreiten wer will, dah in demselben Mabe das Los der pirtschaftli > Schwachen gebessert werde, der wähle nicht den sozialdemokratischen, sondern den bürgerlichen Kandidaten. Was aber vor allem ub-rwnnden werden mutz, sind Trägheit, Lässigkeit und politische ireiß^eit, die Feinde jedes Strebens. Wer nichtwählt, entrechtet sich selbst und entäutzert sich der Bnrgerebre, die das Gesetz ihm zucrkennt. Mer nicht wählt und die Muhen und Sorgen nm das Wohl des Vaterlandes, das auch lein Wohl ist, anderen überläßt, entwürdigt sich vor sich selbst und macht sich verächtlich tur seinen Mitbürgern. Es ist Gefahr im Verzüge. Es wachsen die Heerhauftn der äutzerslen Linken. Alle Anhänger der bestehenden gesell- sftaftlichen Ordnung haben die Pflicht, in den Kampf zu ziehen, denn die Gegner sind über die Matzen rührig. Nur dann kann d r Camvf siegreich bestanden werden, wenn jeder tut, was seine Schuldigkeit ist gegen sich und das Vaterland. Auf, Bürger und Bauern, zur Wahi, auf die Schanzen! Die Wähler im Wahlkreis Gießen-Land, in 6iem die Sozialdemokraten eifrig an der Arbeit sind, sind vor diie Entscheidung .gestellt, ob sie von einem A n q e st e l l t e n einer unerfüllbaren Zielen nachjagenden Partei B-ertveten sein wollen, der, falls er gewählt würde, im Landtage lediglich die „Freiheit* hätte, den Weisungen der Parteioberen zu folgen, oder von einem im Be- zirke ansässigen und wohlbekannten unab- ö 5 ngigen Bürger, der mitten im praktischen Leben steht ii nb nur das verspricht, was er auch halten kann. In weiten Kreisen hat man sich bereits entschieden, alle bürgerlichen Richtungen haben sich für die Wiederwahl LeunS entschieden, und selbst in Wi eseck, wo man vor 6 Jahren überhaupt nicht in den Wahlkampf eintrat, ist dies- imal mit frischem Mut der Kampf ausgenommen worden. In Kl ein-Linden hat die Sozialdemokratie zu einer ,Vcr° famm(ung* ganze sechs Mann zusammengetrommelt, vor denen dann der Kandidat sein Programm entwickelte. Wohin bi? Reise auf jener Seite geht, zeigt so recht deutlich eine am Sonntag in Watzenborn abgehaltene Versammlung, in der .Genosse" Häuser ganz offen seine Partei als repu- b litauische bezeichnete. Da „(Senoffe* Häuser wohl selbst nicht glaubt, daß die sozialdemokratische Endsorderung einer Republik sich kurzerhand durch einen Beschluß verwirklichen lassen wird, hätte er doch besser gleich auch den Weg angegeben, auf dem die Sache gemacht werden soll. Vielleicht den russischen, der über Blut und Leichen führt? Be- zeichnend für die Achtung, die man auf jener Seite der lieber« zeugung Andersdenkender entgegen bringt, ist die Aeußerung eines sozialdemokratischen Wählers aus Steinberg über einen eifrigen Anhänger der bürgerlichen Sache in Watzen- Lorn: „Wenn wir den in Steinberg hätten, würden wir ihn schon maßregeln". Als bürgerliche Wahlmänner sind für Watzenborn-Steinberg Jobs. Schäfer II., Gg. Harnisch V. tolb Jak. Burck VI. ausgestellt. Da noch immer behauptet wird, Abg. Leun sei Gegner »es direkten Wahlrechts, drucken wir nachstehend das Resultat der letzten Wahlrechtsabstimmung au§ dem amtlichen Ljarnrnerprotokoll ab. Mit ja stimmten über den entscheidenden Artikel 4, ber die birekte Wahl vorsieht, am 1. Juli 1904, die Abgeorbneten Adelung, Bähr, Berthold, Brauer, v. Brentano, Buff, Cramer, David, Diehl, Erk, Frenay, Gutfleisch, Hauck, Häusel, Hirschel, Horn, Joutz, Köhler, Korell, Lang, Lrun, Molthan, Müller, Strack, Orb, Pennrich, Pitthan, Reh, Rizzer, Schill, Schlenger, Schönberger, Senßfelder. Stögler, Ullman n, Weidner, Windecker, Wolf, Ulrich, Schmalbach, Reinhart, Schmitt, Haas. Dagegen stimmten nur vier Nationalliberale aus Starkenburg unb Niheinhessen. lieber eine gestern in Lollar abgehaltene Wähler- Versammlung geht uns folgender Bericht zu: Die Wähler- voersammlung der bürgerlichen Parteien, zu der am SamStaa bourd) die Ortsschelle eingeladen worden war, war sehr gut boesuckt Auch eine größere Anzahl Sozialdemokraten war ainroejenb. Nachdem ber Kandidat ber bürgerlichen Parteien, J biirgevf teS;- Pu K M-khis Amts- md Anzeigeblatt für den Kreis Sietzen indem sie eine heftige Proklamation unter ihren Lesern verbreitete Diese Proklamation forderte alte ehrlichen? Nüssen auf, sämtliche Juden totzuprügeln, auch den Grafen Witte Ivie einen .Hund totzuschießen. Aus Kischinew traf bte Nachricht ein, daß der a n t i *, semitische Führer K rusche man bei einem der letztes Zusammenstöße in Petersburg erschlagen worden fet In Darmstadt hat sich ein Hilfskomitee zur Unterstützung der jüdischen Opser in Rußland gebildet, dem bereit-) über 10 000 Mk. an Beiträgen zugeflossen sind. Tie Alliance Jsraelite Univers. hat in Paris 500000, Francs für die Opfer der Judenverfolgungen gesammelt., Ter amerikanische Milliardär Carnegie gab 10 000 Doll.- für die bedrängten Juden in Rußland. Aus Kronstadt wird gemeldet, daß die Revolte« endlich beendet sind. Es werden jetzt interessante Einzeln feiten von der Meuterei bekannt. Tie Marineoffiziers haben mit wenigen Ausnahmen eine jammervolle Rolle während der ganzen Straßenkämpfe gespielt. Sie zeigten weder Mut, noch den Willen, gegen die meuternden! Matrosen einzuschreiten und waren darauf bedacht, ihre eigene Haut zu schüsten. Ter Hafenkommandant Ge^ narelleutnantOstelctzti verlor derart den Kopf, daß er sich in seiner Wohnung verbarrikadierte. Ter Festungskommandant, Generalleutnant Bzela- jew, hatte sich ebenfalls in seiner Wohnung ein geschlossen und vor dein Hause Maschinengewehre, sowre eine starke Wache ausgestellt. Ein älterer Offizier erschien im Stabsgebäude in einem fo fürchterlichen Aufzuge, daß man ihn für einen Strolch hielt und verhaften wollte. Nur die Angst, sich in Uniform zu zeigen, hatte den Offizier; zu dieser Verkleidung veranlaßt. Wie aus Kronstadt berichtet w'rd, wurden mehrere Offi^ ziere vom Kriegsgericht wegen Feigheit zum Tode verurteilt und standrechtlich erschossen. Aus Kischinew toitb berichtet, daß die tm Gefängnis Inhaftierten verlangten, auf Grund des Amnestieerlasses in Freiheit gesetzt zu werden. Als ihnen dies abgeschlagen wurde, begann eine Meuterei unter ihnen. Sie brachen aus dem Gefängnisse aus unb steckten dasselbe in Brand. Herbeigerufene Truppen gaben mehrere Salven auf die Meuterer ab, wodurch 30 von ihnen getötet wurden. Ein Berichterstatter in Ovett al telegraphiert, daß eint Versammlung auf einem großen öffentlichm Platze einen; blutigen Ausgang nahm. Einige tausend Personen hotten- sich versammelt, um politische Reden über die jetzige Lag? in Rußland zu hören. Tie Versammlung verlief vollständig; ruhig, als plötzlich Kosaken heransprengten, um die Seil* nehmer auseinanderzujagen. Sie gaben sofort mehreres Salven ab unb ritten bann in bie fliehenbe Menge hinein.! 5 00Personen würben auf ber Stelle getötet, darunter^ viele Frauen. In ben Gruben und Fabriken von Tombrowaj (Polen) hat sich bie Situation sehr verschlimmert. Viele; Polizisten sinb getötet. Eine Arbeiter-Miliz sucht jetztj bie Orbnung aufrecht zu erhalten. Ein bisher im Geheimen, verbreitetes' Arbeiter-Organ erscheint jetzt öffentlich. In derj Umgebung von Kutno sinb Bauernunruhen auS-ge» brochen. In Odessa erregt die vom Stadthauptmmm Baron Neidhari erhobene Anklage, baß bie Unruhen durch den populären Pros. S ch t e p k i n, Vertreter des Stadtkomitees, verschuldet seien, große Entrüstung. Der Professor wird den Baron Neid hart wegen dieser D-zichtigima vor Geriet belangen. Eine Versammlung von Pädagogen beschloß, an Witte zu depeschieren, daß, solang« nicht die Polizei der Stadtobrigkeit unterstellt und eine Stadtmilizj organisiert sei, der Unterricht in den Mittelschulen nicht aufc ausgenommen werden könne. Sämtliche zwischen Memel unb Peterhof stationiertes deutsche Kriegsfahrzeuge unb ber Turbinenkreuzers ^übeef7', sowie bie Hvchseetorpeboboote sind nach ftieli zurückgekehrt. Sämtliche Häuser Rothschilb unb bie anterifani* scheu Bankhäuser haben befinititt bie Uebemahme der neuen russischen Anleihe abgelehnt. ME WM gejucht. - Schriill. tu )öä2 a. d, Giek. Auz. leiderinB duser bem hauie. Mheres VWity/L tti Gem» a) mit vielmH-' proJahrzuvM^i- ».GeichäilssleUed.Ls^ gcg u Herr» z°mt- ausgesprochenc titii gen nehme ich hiri- uvahr zurück. F jen, denS.Rovbr.l!'- _ Krau Sarl LluM W iark uno Dbjdt an etfl & ehmen gejuÄl. M. Angebote unter 0^- n G,ebener AnzeM^ ent abend ist im M®; er mW ©orten e,r rftänber neben bem Ak. schirm vcrtanjch-- 'jltfieiäter wirb gebeten,- „SburflllobBt Bürgermeister Leun von Großen-Linden, sein mit Beifall aufgenommenes Programm entwickelt hatte, suchte der Kontrolleur der Gießener Ortskrankenkasse, Beckntann, seine Ausführungen zu widerlegen. Er empfahl, einen Mann zu wählen, ber für baS birekte, gleiche unb geheime Wahlrecht ei. Abg. Leun antwortete hierauf, baß er bereits am 1. Juli 1905 für baS birekte Wahlrecht gestimmt Habe unb dies auch fernerhin tun werbe. Im Ucbrigcn habe ja Hessen bereits baS gleiche und geheime Wahlrecht unb er werbe unter allen Umflänben daran festhalten. Herr Bechmann bestritt hierauf, baß in Hessen baS gleiche unb geheime Wahlrecht bestehe, mußte sich aber von Herrn Leun eines besseren belehren lassen mit bem Hinweis, baß man zwar in Preußen bas mündliche Abstimmungsverfahren habe, nicht aber bei unS in Hessen. Die Versammlung nahm einen ruhigen sachlichen Verlauf unb bie beiden Redner wurden ohne Zwischenrufe angehört. 5>er Zar und hu ßreiqnisst in Pußlauh. Bei ber allgemeinen Beachtung, die sich den Ereignissen in Rußland zuwcndct und bei der Beurteilung, die hierbei der Persönlichkeit des Zaren Nikolaus II. zuteil wird, dürfte es nicht ohne Interesse sein zu lesen, welches Bild M. William R. S t e a d, der Herausgeber tton The Review of Reviews, in der letzten Nummer seiner Revue unter dem Titel „Ter wahre Zar" von dem Herrscher Rußlands entwirft: „Ich glaube," schreibt er, „ber Eimige gewesen zu sein, ber seit Fuhren behauptet, daß ber Zar ein Mann von einer hohen Intelligenz ist, der die Dinge in einer einbrmgenben Weise beurteilt und ber zugleich von einer außerordentlichen Gewissenhaftigkeit geleitet wird. Allerdings hatte ich es leichter mir ein Urteil über ben Zaren zu hüben, da es mir vergönnt war, mit ihm mich zu dreien Malen in Privataudreuz zu unterhalten, ein Vorzug, dessen sieb nir't alle bieiemgen rühmen können, die ihn verleumden. Ein Mitglied der Deputation, die bem Zaren die Adresse bet Sernstwvs überbrachte, Graf Hehden, hat aus seiner Uebcnafdning kein Hehl gemaart, den Zaren so intelligent und klaren Geistes, so s'".npath.sch und so geneigt zu finden, die Wahrheit ohne Umschweife zu hören. Ein englischer Offizier sagte mir, nachdem er die vorige Woche zur Tafel in Peterhof geladen gewesen war, daß, ttod allem, was ich ihm vorher gesagt hätte, die Unterhaltung mit Nikolaus II. für ihn positiv eine Enthüllung gewesen wäre; ich hatte leine Ahnung, daß er ein solcher Mann sein könne". Eine ähnliche Enthüllung erwartete den amerikanischen Botschafter, als er zum ersten Male in besonderer Audienz vom Zaren empfangen wurde. Zunächst befand er sich einem Herrscher gegenüber, der vor allem ein Gentleman war und der deshilb einfach, klar und frei als Mann zu Mann sprach. Sodann anstatt eine schwache, nervöse und reizbare Persönlichkeit, gebiwchen durch TodesbedvoHungen und die ftirchtbaren Schläge des Krieges, vor sich zu hiben, sah er sich einem Manne gegenüber, in vortrefflicher Gesundheit und von v o l l st ä n d i g e r G e i - stesruhe, der die Lage, wie ein Staatsmann es tun soll, mit kaltem Blut und vernünftigem Sinn überschaute. Und drittens stmd er einen Monarchm. der sein Gewissen über alles stellte und der ohne Phrasen und Beteuerungen ersichtlich -nur eines fürchtete: nicht seiner Pftickst gemäß zu handeln unb etwas zu tun, was seinem Lande Unehre brachte!" Tie Residenz des Zaren wird am 16. November nach Zarskoje Sselo verlegt. Ter frühere Vizepräsident der Kuvstakademie, Graf Tolstoi, ist zum Un terrich tsmin i ster ernannt. Tie größte Ueberraf chung rief die in Rußland nock) nie dagewesene Tatsache ber Berufung eines Juden, Abrahamson, zum H a u p t a d m i n i st r a t o r der Südwesteisenbahn hervor an Stelle des zum Minister für Verkehrswege ernannten bisherigen Direktors Nemeschajew. Trotzdem aber nehmen die Judenverfolgungen ihren Fortgang. Tie „Rufs. Korresp." meldet folgendes aus Nowaorod-Siewersk: Sämtliche jüdische Geschäfte und Wohnungen hier und in Karalewitz sind vom Pöbel und der Polizei drei Tage lang ausgeraubt und vernichtet worden. Hunderte von Juden sind ermordet oder schwer verwundet, Kinder, Frauen und Greise grausam gemartert. Tausende sind obdachlos, Scl)werverwundete dem Hunger und der Kälte ausgesetzt. Tie beiben Orte liegen im Gouvernement Tschernigow, wo jetzt auch große Bauernunruhcn ausgebrochen sinb. In ben beiden benadjbarten Städten wohnten ungefähr 6000 jüdische Familien. In Warschau feuerte Militär auf eine israelitische Selbstverteidigungstruppe. Neun Personen wurden ge- tötet. Ein Regierungskommunigue macht bekannt, daß die Anwendung ber Konstitution im Königreich Polen bis zur Beruhigung bes Laubes fiftiert wird. Ein Korrespondent in Odessa telegraphiert, daß die Juden in Südruß land ihre Heimat verlassen, um nach England und Amerika auszuwandem. 10000 Juden verlassen das Land jeden Tag. Viele Städte, darunter Odessa und Kischinew werden förmlich enwolkert. In sehr vielen Fällen geben die Juden gutgehende Geschäfte auf, um eine neue Existenz unter ben ungünstigsten Bebmgungen un Aus- lanbe zu begrünben. Uebereinftimmenben Meldungen zufolge ist bie Juden- Stabt Calarasch in Bessarabien vollständig eingeäschert. Aker man, wo gleichfalls große Judenunruhen ausgebrochen sind, steht in Flammen. Aus I e ka t e r i n o s l a w wird gemeldet: Währenb der dreitägigen Jubenhetze wurden zerstört 122 Buden, 54 Magazine, 40 Wohnungen, 50 Häuser sind niedergebrannt, 70 Juden und 25 Christen getötet. Ter R orresvonbent des Londoner ,,Daily Telegrax inere Anschuldigungen gegen Maxim Gorki. neue Zeitung, welche Gorki herausgibt, habe dem Antisemitismus einen großen Di en ft geleistet. General-Anzeiger a 111.75 Börse, 14 Nov., Anfangskurse Christian Wallenfels Telephon 262 gestellten a' [fitjung kam ein vom Gememdcrat Schupp gestellter, [hessischen Landgemeindeordnung entsprechender Antrag [Abstimmung, der dahin ging, in Zukunft die Sitzungen iGemeinderats soweit als tunlich öffentlich abzuhalten. ^Abstimmung der Gernemderäte ergab Stimmengleichheit, iden Antrag stimmten die Gemeinderäte Schupp, Back Harpener Bergwerk L aurabutte . . Lombarden E. B Nordd. Lloyd . Türkenlose . . fChoco Äser- Harpener Bergwerk Laorabütte . . . 25.00 143.10 12-4.90 100.55 89.00 100.75 89.00 99.50 Berliner Handelsges. . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . . . . Gotthardbahn . . . , Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbahn 67.50 67.75 93.95 94.80 89.70 137.00 53.00 90.10 67.70 97.80 . 172.40 . 148.70 . 240.75 . 97.50 . 163.70 100.50 100.65 95.90 3 MV«, 3% 3^70 3% 3^7O WA, 253.60 125.90 der zur des Die Für und Beichsanleihe do. Konsols . . do. . . Hessen . . . Oberbessen . 21240 253.60 24.70 12610 136,90 Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hesse» für 9)?itlivoc6, ben 15. November 1905: Allmählige Aufheiterung. fiil)(ercv Nacht am Tage Temperatur wenig verändert, Ruhig. 9!äheres durch die Gießener Wetterkarte. Sie'yeeri „«Ni*6 2 empfiehlt seine rühmlichst bekannten sorgsältigst zusammen Ter Rheinisch Westfälische Effektenmarkt. At ü l h e l m a. d. Ruhr, 13. November 1905. Ter Kohlenkuxen markt zeigte jur einige schwere Werte eine recht feste Haltung. So wurden gesucht und gehandelt Augusta Victoria, Ewald, Gras Schwerin, Helene & Amalie, König Ludwig und Mont Cems. Schwächer waren Gottessegen, Tremoma, Schürbank & Chartotlenburg, die Umsätze waren nicht bedeutend. Auch der Kalikuxenmarkt war durchweg fest für schwere Werte ; namentlich Alexandershall, Bürbach, Carlsfimd, Wilhetms- hall und Hercyma konnten ihre Kurse gut behaupten. Cm Teil der leichten Werte lag schwächer wie Sachsen-Weimar, Großherzog von Sachsen nnd Torlmund. Fest lagen Tesdemona, Siegfried I., Hedwigsburg und Justus I. Aktien. ~ Aus dem Erzkuxenmarkte waren die Umsätze gering. Ferme, Waldstolln und Flick wiirden mehrsach gehandcu. Bochum Guss . . . Buderus E. W. . . . Tendenz: ziemlich Berliner Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder Union C. Dresdner Bank . Tendenz: fest. ZUnversitats-Ialyrichten. — Ein neuer Profess oren-Austausch. Mit der Columbia-Universität in 9Z e n> 0 o r t und deren Präsidenten Butler hat sich die preußische UnterrichtsverwaUung über ein Abkommen zum sog. Austauich von Professoren verständigt, ähnlich wie es mit der Havard-Universität bereits besteht. Doch i|t dieses neue Abkommen mehr spezialisiert mck> shpematischer als das mit der Havard-Univer'ität, das daneben begehen bleibt, und mit deren Erfolge man zufrieden ist Es werden in einem Kursus von sechs Wintersemestern Profesioren der Columbia-Universität an deutschen Universitäten und entsprechend deutsche Professoren an der Columbia-Universität Vorlesungen halten, die so ziemlich das g e s a m t e G e b i e t d e r a m e r i l a n i s ch e n K u l- tur, iiamenrtich die rechtlichen, staatlichen, sozialen und wirtschaftlichen Ciurichtüngen und Probleme behandeln werden. Cs ist auch dafür gesorgt, daß die deutschen Professoren in englischer Sprache, die amerikanischen in deutscher Sprache lesen werden. Als einer der ersten wird im Jahre 1906 Prof. Burges von uer Columbia-Univeriität nach Berlin kommen. . 242.20 . 137.30 fest. Schwalm, dagegen Schön, Schmitt und Steinecke. Nim- §mehr führte der Antragssteller das endgültige Abslimmungs- [resultat dadurch herbei, daß er den Verwalter der erledigten iBürgermeisterstelle, Beigeordneten Schmidt, ersuchte, seinen Antrag durch Stimmenabgabe zu erledigen, worauf dieser sich für nichtöffentliche Sitzungen entschied. Der Gemeinde- jrat setzt sich z. Z. aus 8 Mitgliedern zusammen, wovon bei ;bcr letzten Wahl 4 durch Neuwahl aus der Wahlurne her- vorgingen. Unter diesen erklärte einer vor der Wahl, für 'bic öffentlichen Sitzungen eintreten zu wollen, jedoch war er bei dec Abstimmung darüber nicht anwesend. Man ist hier iin iveiten Bürgerkreisen über diesen Beschluß empört. Was Ihat Denn der Gemeinderat zu verheimlichen? □ Treis a. L., 13. Nov. In den letzten Wochen ist chier ein Leseverein gegründet worden, der im Anschluß an die Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung zu Berlin Pas Lesebedürfnis unserer Einwohnerschaft befriedigen will. -Es haben bereits gegen 60 Mitglieder mit einem jährlichen -Beiträge von 50 Pfg. ihren Beitritt erklärt. Ter Berliner iVerein liefert für einen Jahresbeitrag von 15 Mark eine Bibliothek von 90 Bänden, unter denen die neuesten Er- ^cheiniingen deS Büchermarktes sind, die im Laufe dieser Woche »eintrifft, so daß gegen Ende dieses Monats mit der Ausgabe Iber Bücher an die Mitglieder begonnen werden kann. — iGestern nacht gegen halb 2 Uhr wurden die Bewohner durch IFeuerlärm erschreckt. Es brannte in der Hofraite des Maurermeisters Phil. Nabenau, in der sog. „Hohl" gelegen. Die Feuerwehr war rasch zur Stelle, und wenn es auch nicht möglich war, das Feuer zu unterdrücken, da die Flammen an den aufgespeicherten Vorräten reichlich Nahrung ffanden, so gelang es doch, den Brand auf seinen Herd zu .beschränken, was bei dem herrschenden Winde nicht leicht war. faeber die Entstehung des Feuers ist nichts bekannt. Der iBesitzer soll versichert sein. d. Biebrich a. Rh., 13. Nov. Gestern stieß ein Auto- ("mobil mit einem Wagen der elektrischenStraßen- daI) n zusammen. Der Straßenbahnwagen wurde aus dem '.Gleis geschoben. Tie In'ass en des Automobils, 'Frau Mumm von Schwarzenstein aus Frankfurt, ityre Tochter Martha und eine Verwandte Namens Fiaski wurden zum Teil schwer verletzt. Auch der Chauffeur trug Berletz- sungen davon. plodierte ein in der Nähe eines brennenden Kokssüll, ofens stehender gefüllter Kohlensäurebehälter. Tas ganze Lokal wurde demoliert. Tie Wirtin und ein (Vxi|t wurden schwer verletzt. Kopenhagen, 14. Nov. Sobald die Formalitäten geordnet sein werden, wird eine besondere Deputation hier eintreffen, nm dem König und dem Prinzen Karl anit. liche Mitteilung über das Ergebnis der Wahlen zu machen. Diese Deputation wird vermutlich am nächsten Sonntag hier eintreffen und Montag mit großem Zeremoniell am Hofe empfangen werden. Der Einzug des neuen Königs in Ehristiania wird dann wahrscheinlich Mitte nächsterWoche slattsinden. London, 13, Nov. DaS Reutersche Bureau erfährt, daß die japanische Regierung beschlossen habe, eine 4prozentige Anleihe von 50 Millionen Pfund Sterling sofort, wahrscheinlich im November, auszugeben. Die Ausgabe solle teils zur Konvertierung der 6 prozentigen äußeren 'Anleihen, teils zur Heimzahlung der inneren Anleihen verwandt werden; dem ersteren Zweck solle etwa die Hälfte des Betrages dienen. Die Anleihe soll international fein, ein großer Anteil werde vom Pariser Platze, wo wahrscheinlich das Haus Rothschild an der Spitze Der Emissionsbanken stehen werde, übernommen werden. Paris, 14. Nov. Ern großer Skandal wurde in bet Kammer dadurch verhindert, daß der Präsident vorzeitig die Sitzung schloß. Dieser war nämlich unterrichtet worden, daß der deputierte Marquis Dion den Vertreter des Juftizministers ohrfeigen wollte, falls dieser im Saale erscheinen werde, weil er in der Kongregationssache den Marquis verhaften und ihm Handschellen anlegen ließ. Wien, 13. Nov. Nachdem durch die heutigen Verhandlungen im Eisenbahnministerium Die passive Resist enz beendigt worden ist, würde morgen auch in den Privatbahnen über dieselben Vorschläge k>eschluß gefaßt werden und morgen überall ordnungsgemäß die Arbeit wieder ausgenommen werden. Warschau, 14. Nov. Als sich gestern ein Zug beS Eisenbahnbataillons durch die Vorstadt Praga bewegte, mürbe eine Höllenmaschine gegen die Kolonne geschleudert. Glücklicherweise erfolgte die Explosion verspätet, so daß nur etliche Fenster in Trümmer gingen. Aus Radom wirb hierher telegraphiert, daß dort ein Bombenwurf am Gebäude des Bahndepots starke Beschädigungen anrichtete. Gegen einen Zug, der unter Kosakenbegleitung von Warschau abging, war ein Sitten tat geplant, indem der Bahndamm an einer Stelle ausgehöhlt und mit Dynamit gefüllt war. Der Anschlag wurde entdeckt, die Täter sind unbekannt. Odessa, 13. Nov. An Stelle des seines Amtes enthobenen Stadthauptmannes Neidhardt wurde als Nachfolger General Griegerjes bestellt. Odessa, 14. Nov. Aus Petersburg wird hierher telegraphiert, daß beschlossen ici, den hiesigen Gmeralgouver- neur Kaulbars zu entlassen und den Stadthauptmann Neid hart vor Gericht zu stellen. ^tuüi uiio Gießen, 14. November 1905. ** Zum Eisenbahnunglück bei Kelsterbach berichtet der „Frantf. Gen.-Anz.", daß der an dem Unfall die Schuld tragende Statronsassi stent, sowie der 'Weichensteller vom Dienst suspendiert worden ifinb und sich demnächst vor der Strafkammer in Darmstadt zu verantworten haben werden, da Anklage gegen sie erhoben worden ist. ** Z u dem Bericht über das gestrige Konzert des S ä n g e r k r a n z sei mitgeteilt, daß der Name 'des mitwirkenden Pianisten Hohn ist, nicht Zahn, wie .eg bedauerlicherweise in dem Referat heißt. Die zwnzert- Ibesucher werden dies übrigens schon selbst berichtigt haben, !da ja Herr Hahn schon seit Jahren in liebenswürdigster Meise bei den Sängerkranzkonzerten mitwirkt. p Lollar, 13. Nov. In der letzten Gemeinderats- Es sen (Ruhr), 14. Nov. Kardinal Fischer, Erzbischof von Köln, sprach in einer Massenversammlung katho- licher Arbeiter über die Gegensätze zwischen der christlichen und sozialistischen Arbeiterschaft. Er gab dabei seinem großen Schmerz über die traurigen konfessionellen Verhetzungen erhöhten Ausdruck und verurteile es entschieden, wenn in dieser Beziehung auf katholischer Seite gesün digt werde. Breslau, 14. Nov. Zn einer Restauration e x- ^Stndentenfnhrer Ovationen bereitet wurden. Weit imposanter verlief c://: Kundgebung der sozialist. Studenten, in deren -Versammlung ein Vertreter der sozialistischen Parteileitung erklärte, diese Partei habe beschlossen, jede Versammlung koalitionsfreundlicher und klerik. Elemente zu sprengen. Die klerikalen Studenten versuchten die Versammlung der sozialist. .'Universitätshörer zu stören, wurden jedoch in die Flucht gejagt. — Infolge fortwährender Ausschreitungen wurde heute in Agram die Universität geschlossen und das kleine Standrecht verkündet. ■ Konstantinopel, 12. Nov. Auf den griechischen Metropoliten Joachim von Monastir, der als die treibende Kraft der griechischen Banden angesehen wird, wurde gestern, als der Metropolit eine Ausfahrt tn die Umgegend Monastlrs .machte, von einem Bulgaren ein Attentat verübt. Der ^Kutscher und ein Kawaß, sowie ein Pferd wurden getötet, iber Metropolit selbst leicht verletzt. Newyork, 13. Nov. Die Friedensbestrebungen hcs Kaisers und des Präsidenten Roosevelt feierte der deutsche Botschaftsrat v. Bus sch e bei einem Tiner, das Professor Oswald im Brooklyner Institut für Kunst und (Wissenschaft gab. Er wurde wiederholt von großem Beifall unterbrochen, als er die Gleichartigkeit der Friedensbeslreb- ungen des Kaisers und Roosevelts charakterisierte und als er anfünbigte, daß der Kaiser sein Porträt, das aber leider noch micht eingetroffen sei, dem Institut geschenkt habe. Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen. Frankfurter Börse. 14. Nov., 1.15 Uhr. . 173.00 . 148.50 . 240.90 . 180.21 . 188.M . 163.90 . 211.l' .i Elegante BCosttism Röcke n grösster Auswahl empfiehlt Carl Nowack. Man achte penan eul mc-an; Firma Bich, schobert b6hla,ud weise Fälsch Straffem Nachstehend 2- Mürz 1901 bciu Hinweis b. 1U» Zuwiderhais Hießen, Nordd. Lloyd Oberschics. Eisen-Industrie 133.20 Deriva^ Mi"eiluE ß, Sutter, 5&S. l'anvlolaie WLÄ Hochelegante, fertige Tuch« empfiehlt Carl Nowack Beritt tyrtl 36« Sjno-6«1, srfis-, bin Iffl ti, In htn s hob---- nflrticn, 2o./8- M. I 8,erichtsjaai. Mainz, 11. Nov. Wegen Weinfälschung halte sich eine Witwe und ihr Sohn aus Erbes-Büdesheim vor der Strafkammer zu verantworten. Sie hatten 48 Stück Wein Glyzerin zugesetzt, was zwar von den Angeklagten bestritten, aber von mehreren Chemikern, denen Proben zur Untersuchung zugesandt worden waren, bestätigt wurde. Ter Staatsanwalt hatte 500 Mk. Geldstrafe beantragt. Tas Gericht erkannte gegen die Witwe aus 500 Mk. und deren Sohn auf 800 Mark Geldstrafe. Liegnitz, 13. Nov. Drei Jahre Gefängnis wegen Majestatsbeleidigung verhängte die hiesige Strafkammer in einer unter Ausschluß der Oeffentliclstcit geführten Sitzung gegen den 20 Jahre alten Gelegenheitsarbeiter Ryschka. (B. T.) — Weil er d e n R i ch t e r m i t „V e r a ch t u n g a n gebt i ck t" habe, wurde ein Anwalt in Darmstadt in eine Un gebühr strafe von 30 Mark genommen. Gegen diesen Beschluß Hal er beim Oberlandesgericht Beschwerde erhoben. Gegründet 1826 17 Marktplatz 17 . . § t Die gehalten we §2- 6s i Wn jeder A, genommen i iortbc vtui St«nte ot bll,|el’ jeboi; „ wtrden. § 3. Das und . ioU 1 °d„ °7 ” ® i« “ Ud' Brj Gelsenkirchen Bergwerk . 2,3.4) Hamburg-Amerik. Paketf. 1657o 212.70 Elektriz. Lahmeyer . . . 140.50 Elektriz. Schuckert . . . 132.00 Eschweiler Bergwerk . . 263.5- 4 ?6 Oesterr. Goldrente. . 41/5% Oesterr. Silberrente 4% Lmrar. Goldrente . . 4 % Italien. Reute . . . 3% Portugiesen Serie I . 3% Portugiesen „ III 4)4% russ.Staatsanl. 1905 4^° n japan. 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Tas Ehepaar geriet beim Einkauf von Sachen in Streitigkeit, worauf der Mann auf die Frau eiuschlug, sie zu Booen warf und mit den Füßen derart auf dem armen Geschöpf herumtrat, daß bald der Tod eimrat. Ter Uiimensa) wurde jorort verhaftet. — ti!tn durch P'.ikah trtiMit/. x* B Kak Hcf’effrink ______hv}| Ollciiermodjcrii «mert. ii. Ans '''J'-.oiiBer den, i mh.i.d.Geschäiiss '•(lll>oncn < ■Utet *te: 5*6rr 6"k 8,tiie -N i Ölb die % nberc sv ^0,N&: | riVnW- * "euch u - '-- 'tonbai wurde in -.. I ^Q|ibcnt doiv- unterrichtet tö0 ’£ on den Bertre ,. "sollte, falls bi,:, ".der MgreaetiS lM«nSankJ bie heutigen w/ailiveÄcv 'r^^en auch in;, iwße Äeichluß g{j.: Wmflß die Ar bin ,■ $ gestern ein Zug >. j dcaga bewegte, ioar Holonne geschleu:- 1 verspätet, jo : 2lus Radom n vlnbenwurs am fi >ngcn anrichtete. 6. m9 von Warschau c> dem der Bahndamm ynamit gefüllt n: | er sind unbekannt. s seines Amt es em d Hardt wurde c. rjes bestellt. •urg ivird hierher feit iesigen Generalgour>? d den Ltadthaurim^ en. 1 Wetterdienst. Fen kür Müm teruntz. Jett. Ruhig. Weuerkarlc. sberichte n der Bank für Hand ssen. Nov., 1.15 Uhr. z. Lahmeyer. - • W z. Schackert . . • k iler Bergwerk . . -• drehen Bergwerk • -- rg-Amerik. Paketf. 16 er Bergwerk. . • iitte........)• Lloyd . • • ■ ■ des. Eisen-Indnstne ; r Handelsges. . ädter Bank • • • ie Bank . ■ 1 i-Asiat. 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März 1901 bringen wir zur öffentlichen Llenntnis unter dem Hinweis daraus, daß die Schutzmannschaft angewiesen ist, Zuwiderhandlungen unnachsichtlich zur Anzeige zu bringen. Gießen, den 1. November 1905. Großh. u.iiu lsießen. Herberg. § 1. Die Bürgersteige sollen für den Fußgängerverkehr frei gehalten iverden. § 2. Es ist deshalb verboten, aus den Bürgersteigen Wagen jeder Art, Darren, Schlitten und Fahrräder zu fahren. Ausgenommen von diesem Verbot ist das Fahren mit durch Menschen sortbewegten Kranken- oder Kinderwagen, sofern darin Kranke oder Kinder gefahren werden; solche Wagen dürfen jedoch nicht nebeneinander gefahren oder ausgestellt werden. § 3. Da§ Uebersahren der Bürgersteige zwecks Ein- und AuSsahrt zu und von Hofraiten und Grundstücken ist gestattet, sofern dies im Schritt, auf dem kürzesten Wege und ohne Aufenthalt geschieht. § 4. Es u't verboten, den Verkehr durch nngerecht- ferttgtes Stehenbleiben, durch gewerbliche Verrichtungen, durch Feilbieten von Gegenständen, durch das Tragen von Stöcken oder Schirmen in einer andere Personen gefährdenden Weise zu hindern. § 5. ES ist verboten, außerhalb der Frühstunden von 4 bis 7 Uhr Gegenstände, die durch Form, Größe oder Beschaffenheit geeignet sind, die Vorübergehenden zu beschädigen, zu belästigen oder zu beschmutzen (wie Nietzgerbollen, Bäcker- und Äi'arktkörbe, Kaminfegerutensilien, landwirtschaftliche Geräte und dergl.) auf den Bürgersteigen der von der Ost-, Süd», West- und Nordanlage emgeschlossenen inneren Stadt zu bcfövbcin._____________________________________________________ PsslpM-AdrejM mit gtrma itdc. btwi Srübllche NnwersilAs-vruüerei, Sietzen. Hchsche fit MÄMe. Ortsgruppe Gießen. TouuerStag den 16. November 1905, abends 8*/4 Uhr: in der grossen Aula der Universität Erster Mitgliederabend Vortrag des Herrn Professor Dr. Drewö: Das Abendmahl u. die Dämonen Gäste sind willkommen. Die an den Vortrag sich anschließende Diskussion findet im Cafe Ebel statt. v“/„ Schweizer Stickereien in grösster Auswahl — in prachtvollen Mustern in vorzüglicher Qualität — zu billigsten Preisen empfiehlt J. Kaan jr., Kreuzplatz 10. Warum ist Hopfs hub-ihi mit der Traube alS bester rheinischer Tafel-Sens bekannt? * "* Weil der beste Senfsamen den dreifachen Preis de? geringsten ro|"tet,MoskopPs Trauben-Scnf mit der Traube aber ausschließlich aus den besten und besseren Sorten Senfsamen nut den fernsten Zutaten hergestellt wird, die geringeren Qualitäten dagegen ohne diese geschützte Signatur in den Handel kommen. Daher bietet diese geschützte Marke unbedingte Gewähr für Erhalt erstklassiger Qualitäten. 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Daß dies unrichtig ist, wissen alle bürgerlichen Wähler und selbst die sozialdemokratischen Agitatoren berichten hier gegen besseres Wissen. Herr Leun ist der Kandidat der bürgerlichen Parteien des Wahlkreises Gießen-Land, er vertritt die Interessen des in seiner Art aus Landwirten, Industriellen, Gewerbetreibenden und Arbeitern zusammen, gesetzten Wahlbezirkes und wird lt. dem offiziellen Organ des hessischen Bauernbundes von diesem Unterstützt, während in der Nummer 86 dieses Organes die offiziellen Kandidaten deS Bauernbundes speziell aufgeführt sind. In Anbetracht bec-oon gewisser Seite ausgehenden Bestrebungen, den Landgemeinden ihre Selbständigkeit von Jahr zu Jahr immer mehr zu beschneiden, ist gerade der seitherige Abgeordnete Herr Leun der richtige Mann an der richtigen Stelle um seine reichen Erfahrungen zur Geltung zu bringen. Die Bewohner des Landes leiden schon heute zum Teil unter der Härte mancher neuen Bestimmungen und es wird einmütig von allen Seiten verlangt, dast die Rechte und die Selbständigkeit der Gemeinden für die Zukunft uicht noch weitere Einschränkungen erfahren. v Wählet deshalb solche Wahlmänner, die für die Kandidatur Leun "WL unter allen Umständen eintreten und dadurch den Mann in den Hessischen Landtag entsenden, der von Jugend auf im Wahlkreis ansässig, auf allen Gebieten orientiert und die Wünsche seiner Wähler stets nach besten Kräften zu erfüllen bemüht ist. Wählet keinen einseitigen Vertreter, der in seinem Programme wohl Manches in Aussicht stellt, über niemals in der Lage sein wird, bei seinen Grundideen der Allgemeinheit zu nützen. Der Büracrvmm Heuchelheim. Zur bevorstehenden Landtagswahl schlagen wir unseren stimmberechtigten Ortsbürgern folgende Wahlmänner vor: 1. Stitz-p, Eememdcemnchmcr 2. (£♦ Eltmann, Gemeinderatsmilglitd 3. H. Schmidt, Beigeordneter Die Wahl findet Mittwoch den 15. November d. I. statt. Mehrere Bürger 6814 Preisermässigung Brennspiiitus pro Liter. 33 Pf• pro Literflasche ca. 95excl. Glas Centrale tür <1 30 Pf. pro Literflasche ca. 80 excl." Glas „Marke Herold“ Original-Literflaschen mit pro Liter Patcntrerschiuss D“/u DT UeberalB erhältlich! Spiritus-Verwertuni» G. m. b. H., Berlin W. 8. ?iir uernuctrn < ie 11. trtage meine» Hanies SeUerSweg Ar. 70, bcltcbenb an» 8 Zimmern nebst Zubehör, icuijer von Herrn Fritz Öloioacl beivohnl, ist anderweit zu verrn. 40081_______J&berl). 'lUelbicr. | tf Zimmer | bld4j laiiiocimüiagc ö in Beletage nut 6 Znnmein 6u vermiete». Vlr»eustvck & Schneider o-vattiiiutcr -siragc 4-Zmnnerwohming per loioxt ob. später zu ucrmieten. >5550 Ö186| Schöne 3—4-Zinnner» wohng., seither Monnsaklur- gejch., 3U^^£Ui._ Neustadt 41. Eichwcg 7 (Ecke Gr. 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