Viertes Blatt. Nr. 242 Samstag 14. Oktober 190& Eichener Anzeiger Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulstr. Tel. Nr. 5L Telegr.-Adr.: Anzeiger Gieße» Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitätsdruckerei. R. Lange, Gießen. 155. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme des Scamtags. Die „Siehener Zamlllenblätter" werd em dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der ^hesfische Landwirt" erscheint monatlich einmal. Seneral-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen. Ueber die Lanvtagswahün in Starkenburg wird uns geschrieben: Der 3 2. Landtag geht aller Wahrscheinlichkeit nach mit einem Eklat zu Ende. Nicht weniger als zwei große, wichtigeReformen unseres inneren Staatswesens scheitern. Nicht etwa an einem Gegensatz zwischen Regierung und Volksvertretung, sondern an der Kammer der StandeSherren. Dadurch, daß die Erste Kammer, auf Betreiben des Frhrn. v. Heyl, die Erweiterung ihrer Budgetrechte als Aequivalent für das direkte Wahlrecht forderte, hat sie den leisen Schimmer einer Hoffnung auf Verständigung beseitigt. Und es muß wohl auch leider damit gerechnet werden, daß die Erste Kammer daS ablehnende Votum ihres Finanzausschusses hinsichtlich der Gemeindesteuerreform bestätigt. Zwischen dem Landtagsschluß rmd dem Termin für die Wahlmännerwahlen bleibt keine allzu große Frist. Und eS werden darum auch diejenigen Parteien im taktischen Vorteil bei dem Wahlfeldzuge sein, deren Aufmarsch vollständig fertig ist. Am rührigsten sind natürlich wie immer die Sozialdemokraten. In nicht weniger als sechs von zehn Wahlkreisen haben sie eigene Kandidaten aufgestellt, zwei Mandate haben sie zu verteidigen: Groß-Gerau (bisher Abg. Berthold) und Langen (bisher Abg. Cramer). In Groß-Gerau, wo Berthold wieder kandidiert, wird der von freisinniger Seite aufgestellte (früher nationalsoziale) Pfarrer Korell- illlnigstetten sich um daS Mandat bewerben, und da er die Unterstützung der Nationalliberalen zweifellos finden dürfte, so sind die Chancen dieser Kandidatur nicht die schlechtesten. In Langen hätte mit Cramer die Sozialdemokratie den Bezirk vielleicht halten können, aber er ist als „Revisionist-* zurückgetreten. An seiner Stelle wurde sozial- demokratischerseits der Darmstädter Rechtsanwalt Dr. Ful d a nominiert, während als Kandidat der Nationalliberalen und deS Zentrums der bekannte und überaus rührige Offenbacher Reichstagsabg. Dr. Becker-Sprendlingen mit guten Aussichten auftritt. Dagegen wird befürchtet, daß der Bezirk Pfungstadt eine Beute für die Sozialdemokratie werden wird. Der bisherige Vertreter des Kreises ist der Kammerpräsident Haas. Schon vor Monaten verlautete, daß für ihn ein anderer Wahlkreis gesucht werde. Der sozialdemokratische Kandidat Raab- Pfungstadt dürfte leider leichtes Spiel haben, zumal ihm schon bei der vorigen Wahl nicht viel an einem Siege fehlte. Im Westkreise Bessungen haben die „©enoffen' dem bisherigen Vertreter Abg. Noack (fteis.) Herrn Friedrich- Darmstadt entgegengestellt. Noack wird hier wieder wie früher von sämtlichen bürgerlichen Parteien unterstützt. Uieber den Ausgang der Wahl läßt sich schwer etwas voraus- so gen. Mehr Versuchsobjekte bilden für die Sozialdemokratie wohl die Kreise Höchst und Seligenstadt. In dem !t ersteren tritt gegen den bisherigen nationalliberalen Mandats- in.haber Häus el, Herr Z ahn-Mülheim auf, in dem anderen M-reife, den der Zentrumsmann Horn vertritt, ist Rink- .. U cberach aufgestellt. In den anderen vier Starkenburger Wahlkreisen ist die , Situation noch wenig geklärt. Am meisten trifft dies zu auf den Bezirk Reichelsheim-Fürth, obwohl er genug von sich reden macht. Der bisherige Vertreter Ripp er, dem Bauernbund angehörend, der eines der ältesten Kammermitglieder war, hat auf eine Wiederwahl verzichtet. Anfangs hieß es, daß man hier dem Kammerpräsidenten Haas eine Zufluchtsstätte bieten wolle, doch sind inzwischen nicht weniger als drei andere Kandidaten genannt worden: ohne besondere Parteifirma der Rechtskonsulent Keil aus Fürth, vom fBund der Landwirte Mühlenbesitzer Bauer-Schmahlmühle bei Fränkisch-Crumbach und seitens der Nationalliberalen der Schönberger Kammerdirektor Bauer. Voraussichtlich verbleibt das Mandat dem Bauernbund. Den Bezirk Heppenheim-Lorsch vertritt Professor Schlenger-Mainz (Ztr.) Wenn es sich bestätigt, daß dieser Senior der Zentrumsfraktion mandatsmüde sei, so wird ß sein Nachfolger im Landtage, wie die Dinge in Heppenheim- Lorsch liegen, doch nur ein Zentrumsmann sein können. Als Kandidat wird Postmeister Wiegand genannt. In Bensheim-Zwingenberg hat der seitherige Abg. Euler (fraktionslos) auf eine Wiederwahl verzichtet. Die Nationalliberalen haben nun den Fabrikanten Auler-Bensheim nominiert, dessen Wahl, da ein weiterer I Kandidat nicht in Frage steht, gesichert ist. Auch in Beerfelden-Wimpfen wird der National- liberale B reim er das Mandat ohne Kampf behalten, ob- ivohl er ein Gegner des direkten Wahlrechts ist. Hier zeigt sich drastisch der Mangel an Entschlossenheit und agitatorischer Tätigkeit, der den entschiedenen Liberalismus leider heute so sehr auSzeichnet. AüsHläöt und Land. Gießen, 14. Oktober 1905. ** Personalien. Uebertragen wurde dem Schullehrer Adam Knies zu Herrnsheim, KreiS Worms, eine Lehrer- stille an der Gemeindeschule zu Gonsenheim, Kreis Mainz. S. K. H. der Großherzog haben den Vorstand der Eisenbahn- UetriebSinspektion Darmstadt 3, RegierungS- und Baurat Friedrich St eg may e r, auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 1. Oktober 1905 ab in den Ruhestand versetzt und ihm aus diesem Anlaß den Charakter als Geheimer Baurat ver- i liehen. In den Ruhestand versetzt wurden die Bahnwärter der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschaft, Ernst Bischoff zu LiebloS und Anton Wilhelm Jäger zu Trais- Horloff, mit Wirkung vom 1. Januar 1906 bezw. 1. Dezember 1905. •• Po stalisch eS. Im Winterhalbjahr 1905/6 werden folgende Eisenbahnzüge zur Postbeförderung benutzt. (Es bedeuten: G nur Beförderung von Briefen, e© nur Beförderung von Packeten, + Beförderung von | Briefen in geschlossenen Beuteln, () Benutzung nur an Werk- tagen; alle nicht mit + und €9 bezeichneten Züge führen Bahnposten mit Briefkasten.) a) Richtung nach Frankfurt (Main): 2« C501 >5« 4-655, es02, ••825, 1012, 4-(1205), 1210, 2’7, ••4’0 59, 922, 922; b) Richtung nach Kassel: 122L ®®114, •IM, 422, •71», 822, 10’6, 1205 130 Q32”, 3*2, 505, +(624.) 822, 922, 1122; c) Richtung nach Koblenz: 422, +522, 8’0, 12io, -h (504), +536, 822; d) Richtung nach Köln: + 427, 647, 817, 4- 1010, (1239), + (326), 4-607, 622, 4-1022; e) Richtung nach Fulda: +522, 820, (1207), 4-(2i5), 4. (550), g?o; i) Richtung nach Gelnhausen: 5“ + 819, (1234), 504, +(812); g) Richtung noch Lollar—Grünberg: 538, (2&2), 4-(624); h) Richtung nach Rod heim (Bieber) sBiebertal-Bahulj: (600), 800, (1055), +(625) ; Landp osten: 1. nach Steinberg (8’5), 2. „ Wieseck und Altcn-Buseck 6’», (®8*>), (320), 3. , Lützellinden 756, (420), 4. „ Krosdori 7'5, (550). Beim Postamt 1 treten die Schlußz eiten im allgemeinen ein: Für gewöhnliche Briefsendungen 10—20 Min., für Einschreibbriefe 25—30 Min., für Wertbriefe und Pakete 30—60 Min. vor Abgang der Züge. Die Stadtbriefkasten werden Werktag? geleert zwischen 530—640 93., 830—940 93., 1020—1125 V., 1140—1250 Mitt., 300—410 N., 540—645 N., 720—805 N., 927—1030 N.; Sonntags zwischen 530—645 93., 1020—1125 93., 700—82097.; genaueres ergeben die Leerungstafeln an den Briefkasten. Die eingesammelten Briefe gelangen mit der nächsten Beförderungsgelegenheit zur Absendung. Vom Postamt 2, Schulstraße, gehen Werktags Versandte nach dem Postamt 1 und dem Bahnhof ab: 915*) 93., 1115, 1255, 200*), 415, 522 •), 555, 655, 735*), 8£5 und 850; an Sonn- und Feiertagen: 915, 1255*), 145. Die Schlußzeiten treten ein für gewöhnliche Briefe 5 Min., für Einschreibbriefe 15 Min., für Wertbriefe und Pakete 30 bis 40 Min. vor Abgang der Versandte. * ) Nur Briefpost. * * Erledigte Lehrer stellen. Drei Lehrerstcllen an der evangelischen Schule zu Vilbel, Kreis Friedberg. ** Elternliebe bei Tieren. Ein schönes Bild sorglicher Elternliebe beobachtete ein Tierfreund, wie er uns schreibt, in einem hessischen Dorfe. Er sah, daß 2 Schwalbenpaare unausgesetzt die Ställe, in denen sie nisteten, nach Insekten absuchten. Der Hauptzug der Schwalben hatte schon Mitte September stattgefunden. Jetzt, am 9. Okt., war die Anwesenheit der flinken Tierchen befremdend. Da sie immer wieder nach den Nestern zurückkchrten, untersuchte der Tierfreund diese, während die Besitzer ausgeflogen waren, und fand 5 junge, aber ausgewachsene Schwalben tot. Diese wurden rasch entfernt. Bei Rückkehr der Alten entstand ein lebhaftes, sonst nie gehörtes Gezwitscher und rasches Ein- uud Ausfliegen im Stalle. Am folgenden Tage, 10. Okt., waren die alten Schwalben bereits auf ihrem Zuge nach dem Süden; sie wurden nicht mehr gesehen. Als die anderen Schwalben sich vor einem Monate zu der großen Reise anschickten, blieben die treuen Elternpaare bei ihren toten Jungen, flogen und saßen traurig umher, und erst nachdem die tote Nachkommenschaft aus ihren Augen war, zogen auch sie nach dem Lande ihrer Sehnsucht. -i- Bad-Salzhausen, 14. Okt. Die diesjährige Badesaison ist zu Ende; am Sonntag reisten die letzten Kurgäste ab. Die Saison war recht gut, die Zahl der Kurgäste betrug rund 700, die der verabreichten Bäder ca. 9000. Fortgesetzt wird an Verbesserungen und Erweiterungen gearbeitet. Gegenwärtig baut die Firma Mörschel-Friedberg an der Kanalisation, in die die Abflüsse der Schwefel-, Stahl- und Lithiumquellen geführt werden. Gutem Vernehmen nach sollen im nächsten Frühjahr Bohrungen na#- einer weiteren Quelle vorgenommen werden; auch soll projektiert sein, das Badehaus Nr. 3, das in Bad-Nauheim abgerissen wird, hier wieder aufzubauea, da die vorhandenen Badezellen nicht mehr genügen. p. Erda (Kreis Wetzlar), 14. Okt. Der Typhus, welcher lange Zeit hier geherrscht und manches Opfer dahingerafft hat, ist nun gottlob völlig gewichen. » p. Daubhausen (Dill), 14. Okt. Im Verein Wit dem Nachbarorte Dillhcim wird unsere Gemeind/ -He Wasserleitung anlegen. Da Quellen in beiden ' ■,» markungen unschwer zu erschließen sind, steht das Geü . in des Unternehmens in sicherer Aussicht. Wann der AMt näher getreten wird, ist noch nicht genau festgesetzt. Frankfurt a. M., 11. Okt. Den verschiedenen hiesigen Heimstätten wird von Dezember ab auch noch ein Witwerheim hinzutreten. E§ sind 35 von der Aktiengesellschaft für kleine Wohnungen errichtete Häuser mit Wohnungen zu em und zwei Zimmern an verwitwete Männer aus dem Arbeiterstande zu vermieten. Dieses Witwerheim ist dazu bestimmt, Ehemännern, deren Frauen gestorben oder für längere Zett ferngeho^-7n sind, Wohnung und Fürsorge für ihre Kinder zu gewähren und zwar in der Art, daß Knaben über vier Jahre mit dem Mieter in dessen Wohnung schlafen, während die Knaben unter vier Jahren und die Mädchen nachts in be* sonderen Cchlafsälcn untergebracht werden. Die Kinder werden tagsüber, insbesondere in der schulfreien Zeit, sowie nachts unentgeltlich überwacht. Gegen billige Vergütung wird für Verköstigung der Kinder und Instandhaltung der Kleider gesorat. Die Tätigkeit des chemischen Untersuchungsamtes für die Provinz Oberhcssen. Ter Bericht über die Tätigkeit des Untersuchungsamtes für die Zeit vom 1. 9lpril 1904 bis 1. April 1905 ist im Druck erschienen und uns zugegangen. In dieser Zeit umrdcn int Unter« uchungs.imt im Auftrag von Behörden 797, und im Auftrag Privater 2555, zusammen 3352 Untersuchungen ausgeführt. Die Zahl der Untersuchungen betrug bei Bier 16, Bleiweih 3,' Butter 67, Brot 6, Dörrobst 32, Düngemittel 3, Erbsen 2, Erze 1, Essig 53, Farbkreiden 14, Firnisse 6, Fleisch (Hack* leisch) 11, Flicgenpavier 1, Fruchtsäfte, Fruchtgelees und ein« gemachte Früchte 15, Gewürze 39, Glasstücke 1, Glyzerinwasser 3, Gummin'undslückc für Saugflaschen 8, Gummispielwaren 2, Gran« pen 2, Harn 3, Hart Petroleum 1, Hefe 5, Honig 1, Kakao 1, Kartoffeln 3, Kleie und Schrot 3, flüssige Kohlensäure 1, Kvpal« lack, Küchengeschirre 24, menschliche Leichenteile 1, tierische Leichen« teile 2, Lötw^sser 1, Lötzinn 2, Margarine 3, Material von Mühl« einen 3, Mehl 11, Milch 2466 (Vollmilch 31, Stallproben 5, für Molkereien: Vollmilch 2422, Buttermilch 2, Magermilch 6), Mineralien 1, nat. Mineralwasser 2, Nierenstein 1, Petroleum 44, Pflan^ zenfette 3, Rahm 1, Reis 2, Nosmarinöl 2, Rübenkraut 1, Salz« mässe 1, Salzwasser 1, Schmieröl 1, Schokolade 7, Schweineschmal- 44, Seifen 10, Seifenpulver 10, Scifenunterlaugen 26, Senfmehl 1, Speiseöle 1, Tapeten und Buntpapiere, Bilderbogen und Bilder« bücher 27, Teigwaren 31. Terpentinöl 2, Tropclin (Waschmittel) 1, Wasser 108, Wein 47, Wurstwaren 113, Zement 1, Ziegelsteine 1- Zinnfolien und Zinngeräte 1, Zuckerwaren 34. Aus dem Kreis Alsfeld wurden 91 Gegenstände von Behörden und 5 von Privaten zur Untersuchung geschickt, and dem Kreis Büdingen 79 bezw. 0, Kreis Friedberg 168 bezw. 13, Kreis Gießen 298 bezw. 55, Kreis Lauterbach 64 bezw. 12, Kreis Schotten 95 bezw. 2428, aus Orten außerhalb der Proq vinz 2 bezw. 42. . Zu Beanstandungen gaben wre im Voriahr 63 Proben Vev^ anlassung, darunter 15 Wasser-, 11 Wurst-, 9 Milch- und 8 Teigwarenproben. • 24 der Beanstandungen entfielen auf den KreL Gießen, 15 auf Friedberg, 8 aus Alsfeld, 6 auf Schotters 5 auf Lauterbach, 2 auf Büdingen und 3 auf außerhalb der Provinz. Die Einnahmen aus den Untersuchungsgebühren beliefen [t® auf 4433,32 Mk. gegen 5211,24 Mk. int Vorjahre. Sett der, Gründung des Untersuchungsamts im Jahre 1891 wurden 50 294,94 Mark an Gebühren vereinnahmt und 56 950 Gegend stände untersucht. Tie Anzahl der im Auftrage von Behörden untersuchtes Proben ist nicht unwesentlich 'niedriger, als int Vorjahr, was« daraus zurückzuführen ist, daß int letzteren Jahre eine etwas- größere Anzahl von Objekten (z. B. Teigwarcn) untersucht wurden, für welche die Untersuchungsgebühren hohe sind. Die Anzahl »er im Auftrage von Privaten untersuchten Proben ist beträchtlich niedriger als int vorhergehenden, ein Umstand, P^^r sich dadurch erllärt, daß eine der vertragsmäßig angeschlossenen Molkereien den Vertrag für das Jahr 1904 nicht erneuerte, sondern! von Ende 1903 ab ihre Milchprobett durch ein inzwischen am Orte der Molkerei ansässig gemachtes chemisches Laboratorium, welches gleicheitig als Abnehmer größerer Mengen von im Betriebe abfallender Magermilch, behufs Herstellung von Milchzucker daraus, auftrat, untersuchen ließ. Ende 1904 teilte dann die letzte angeschlossene, am gleichen Orte wie die vorher genannte befindliche Molkerei mit, daß sie beabsichtige, von da an „ihre Proben in einer am dortigen Platze jetzt vorhandenen chemt- schen Versuchsstation untersuchen zu lassen, da ihr dadurch Transportkosten in sw. erspart blieben.". Durch den hierdurch verursachten Ausfall an Aufträgen — die zuerst erwähnte Molkeret ließ etwa 600 Proben monatlich, die zuletzt erwähnte etwa 2c>0 Proben pro Monat untersuchen — erllärt sich sowohl der Rück- gang in der Anzahl der Aufträge für Private, wie auch tw' der Jähreseinnahme. Die regelmäßige Kontrolle von Nahrungsmitteln, Genußmitteln und (Hebrauchsgegenständen sand in der mit den verschiedenen Behörden vereinbarten Weise gleich wie in früheren Jahren statt. Für den Kreis Gießen trat indessen insofern eine Aenderung ein, daß gemäß einem mit dem Großh. Kreisamte Gießen vereinbarten Vertrage die Entnahme der Proben vom 1. November 1904 ab nicht wie bis dahin durch die Großh. Bürgermeistereien, sondern durch die Großh. Gendarmeriestationen, des Kreises erfolgte. Ein gleicher Vertrag wurde mit dem Großh. Kreisamte Schotten mit Wirkung vom 1. April 1905 ab vcr-, einbart. „ , Wie in früheren Jähren fand „eine chemische und bat» terivllogische Untersuchung des Wassers aus der neueren und älteren Wasserversorgungsanlage der Stadt Gießen statt. Die chemische Untersuchung einer am Saugbrunnen zu Queckborn (neue Leilungi ergab, daß die chemische, Zusammensetzung und die physikalische Beschaffenheit des Wassers gegen das Vorjahr fast genau gleich ist. Das Wasser konnte daher auch auf Grund der diessährigen Uutersuchungsresultate wiederum als von großer Reinheit im hygienischen Sinne und daher als vortrefflich geeignet zur Speisung einer öffentlichen« Wasserleitungsanlage bezeichnet werden. Die bakteriologische Untersuchung des Wassers entnommen an Öen vem'chiedenen zugänglichen Stellen der Leitung von Queckborn bis zum Hochdruckbehälter im Dezember 1904 ergab, daß die Anzahl der bei der lektjährigen Untersuchung in dem Wasser aus dem Saugbrunnen gefundenen entwicklungsfähigen Keime wesentlich höher ist, als sie in den letzten Jahren festgestellt wurde. Es erschien hiernach nicht unwahrscheinlich, daß der Saugbrunnen bezw. dessen Quellengebiet irgend welche Zuflüsse von stärker bakterienhaltigem Wasser bekäme. Möglicherweise stand. die erhöhte .Keimzahl in Verbindung mit den Bohrarbeiten, die in der Nahe des Saugbrunnens zwecks Erschließung weiterer Quellen vor-, genommen wurden, oder es fand eine unterirdische Kommunikation' des Saugbrunneninhalts mit benachbarten offenen Ortsbrnnnen statt. Um festzustellen, ob die Erscheinung von Tauer oder nur vorübergehend sei, wurde im Juni 1905 nochmals einet bakteriologische Untersuchung des Wassers aus dem Saugbrunnen zu Queckbomr vorgenommen. Sie ergab einen Gehalt von 68 entwicklungsfähigen Keimen pro 1 ccm., eine Zahl, welche sich innerhalb der Grenzen hält, die für ein gutes Trink- und Hausgebrauchswasser als maßgebend angesehen werden. Hiernach scheint die bei der Untersuchung im Dezember 1904 ftstgestellte höhere Keimzahl nur eine vorübergehende Erscheinung gewesen zu fein. Tie chemische und bakteriologische Unterfucknmg der Dafferproben aus der älteren Anlage (Quellen bei Großeu-Buseck und im Licher Wald) ergab, daß die chemische Zusammensetzung des Wassers im wesentlichen die gleiche wie im Vorjahre ist. Das Wasser kann daher auch dieses Mal wieder als pW Gerichts- I tfiSzhrtäfi KerilSissaal Verlobte Möbel Moderne Höchste Temperatur Niedrigste „ verlangen von der Darmstädter Möbelfabrik, Hoflieferant, Heidclbergcrstr. 129, Preisliste mit Abbildungen. 300 Zimmer in allen Preislaqcn ausgestellt und stets lieferfertig. Bedeutendstes Einrichtungshaus Mitteldeutschlands. d"/, Hisenbaljn-Ieitung. Die Bewohner des östlichen Vogelsbergs beschäftigen sich seit etwa Aivci Jahren mit dem Projekt einer normalsvurigen Bahn von Fulda über Freiensteinau nach B i e r st e i n. Tie 93er- messtmgsarbeiten finden z. Zt. statt. Tie Strecke soll die Fort- setzung der Bahn Wächlersbach-Bierstein bilden und von Bierstcin über Fischborn, Radmühl, Fleschenbach, Freiensteinau, Reichlos, Hauswurz, Hohenfeld, Giesel und Bronzetl nach Fulda führen. Tie Bahn wird' größtenteils preußisches Gebiet berühren. Gleichzeitig bemüht sich die hessische Gemeinde Freiensteinau um das Projekt Freiensteinau-Nieder-Moos-Grebenbain zum Anschluß an die Vogelsbergbahn Lauterbach-Gedern-Stockheim. 8 Ein brutaler Ehegatte. Wegen Mißhandlung feiner Ehefrau stand am 10. d. M. der 61 jährige Landwirt Georg R e s ch aon Altheim vor der D a r m st ä d t e r S t r a f k a m m e r. Ter Vorfall, der der Anklage zrigrunde lag, hat sich ohne Zeugen ab- aeioielt. Wie die Frmi anqibt, hat sie ihr Mann eines Tages au? den Heuboden gelockt und dort längere Zeit am Haste gewürgt. Ei>i Nachbar sand die Frau blutüberströmt an der Treppe zum Heuboden liegen. Ter Angeklagte lief weg, als der Nachbar kam. Neben der bewußtlosen Frau lag ein großer eiserner Haken, mit dem ihr der Mann mehrere schwere Kopfwunden beigebracht hatte. Resch lebt mit seiner Familie in Unfrieden und steht auf ber eaiüer» liste. Das Gericht verurteilte ihn wegen der schweren Mißhandlung sein er 62 jähriaen Frau zu einem Jahr G e f ä n a n i ß. am 12.-13. Oktober + „ 12.-13. u + Literarisches. — Der Kunstwort, Herausgeber: F.Avenarius, Verleger: Georg d. W. Callwey in München, Bestellgeld vierteljährlich (b. h. für sechs Hefte) 3 Mk. 50 Psg., eröffnet seinen 19. Jahrgang! Ein Rückblick aus alle feine Bände wird einst für den Geschichtsschreiber der deutschen Zeitschristenliteratur schon durch die eine Tatsache von Jntereffe sein: daß es kaum eine zweite Zeitschrift gibt, die in alcher Weise sich immer weiter entwickelt hat. Er war fern Unternehmen des Großkapitals, ganz bescheiden und klein begann fer, was aber von Geld ihm zufloß, das wird immer wieder zu seiner Erweiterung, zu seiner Verbesserung benutzt. Zunächst kamen zu dem ursprünglich rem kritischen Inhalte einzelne Proben aus neuen Büchern, dann zu jedem Hefte ein bescheidenes Bild in schlichtester Technik, dann Notenbeilagen, und jetzt zeigt em jedes Heft, wie all diese Keime sich ausgebildet haben. Dor dem neuesten die vortreffliche farbige Reproduktion eines Türerbildes, das ergreifend schön ist, bann ein vornehmer Kupferdruck, abermals eine farbige Kunstbeilage, noch eine einfarbige, alle nach den sorgsältigst gewählten Originalen in den besten Techniken, die wir für solche »wecke haben. Ferner acht Seiten Noten, mit denen der Kimstwart wieder ein neues starkes Talent in die Oeffentlichkeit führt. Im Texte höchst anregende Aussätze „Lose Blätter" mit Vers- und Prosa- Dichtungen dreier bedeutender Autoren, und schließlich die eigentliche Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 9,4° C. 4,7° „ vermischte». ♦ Ter „gewichtigste" König Europas ist nach seiner eigenen Aussage — König Leopold bon Belgien. Er besuchte vor einigen Tagen in Begleitung des französischen Ministers des Innern M. Etienne die französische Abteilung der Lütticher Ausstellung. 2lls er fiu der Abteilung kam, wo elektrische Wagen ausgestellt sind, bat em Fabrikant ehrerbietig den König, sich auf einer der Wagen niederzulassen Ter König folgte mit seiner bekannte Liebenswürdigkeit der Einladung, und sogleich zeigte es sich, daß sich genau 98 Kilo 700 Gramm auf dem Sessel nieder - aelassen hatten. „Sehen Sie", sagte der König lachend zu Ltienne, „Mitglied in dem Pariser Klub der „Hundert- kiloleute" könnte ich noch nimt werden. Indessen bleibt -ntr die Tatsache, daß ich der schwerste Herrscher Europas »in; König Eduard von England, der gleich nach mir kommt, viegt drei Kilo weniger; aber das geht auch schon an . . ." ♦ Ein Anti-Zigarett en-Gesetz. In der gesetzgebenden Versammlung des Staates Südpustralien ist soeben ein drastisches Anti-Zigaretten-Gesetz eingebracht morsen, das vom 1. Juli 1906 an die Erzeugung oder den Verkauf von Zigaretten, Zigarettentabak und Zigarettenpapier »erbietet. Jeder Polizcimann darf, wenn mit einem von nnem Friedensrichter ausgestellten Hausdurchsuchunys- ^efehl ausgerüstet in jedes Haus oder jedes Geschäft em- »ringen, die im Verdacht stehen, daß sie für die Erzeugung rder den Verkauf von Zigaretten oder Zigarettenpapier senützt werden, und alle Vorgefundenen Zigaretten, Ziga- ^ttentabak und Zigarettenpapier konfiszieren. Ein der lebertretung dieses Gesetzes Angeklagter muß seine Un- jchuld erweisen. Tie Uebertretung wird mit Geldstrafen bis zu 100 Lstrl. geahndet. Wenn es auch nicht wahrscheinlich ist, daß dieser drastische Vorschlag Gesetz wird, so ist es doch unleugbar, daß sich in Südaustralien und anderen Staaten Australiens eine immer stärkere Strömung gegen das Zigarettenrauchen fühlbar macht. Tas Zigarettenraucheri ganz kleiner Jungen ist es namentlich, was vielfach zu der Anficht geführt hat, daß die Gesetzgebung einschreiten sollte. ! Rundschau, welche die Gebiete der Literatur, des Theaters, der ! Musik, der bilbenbtn und dar angewandten Künste und noch allerlei sonst mit scharfen Lichlerm gleichsam .ableuchtet". Kräfte, die durchaus zu den ersten des '.deutschen Geisteslebens gehören, arbeiten zu solchem Ergebnis zusammen, in diesem einen Hefte z. B. sind allein in der Abteilung Musik Humperdinck und Weingartner, sowie Batka und Goehler mit Oirchnalauffätzen vertreten. Der Kimstwart hat jetzt einen so großen Emfluß und einen so ausgedehnten Leser- kreis, es erscheint in der füv ein derartiges Blatt bis jetzt unerhörten Auflage von 22 000 Abzügen, .daß eine weitere Empfehlung uber- flüssig ist. — Inhalt des ersten Oktoberhestes: Woraus kommt's an ? Vom Herausgeber. — Walt Whitmcm. Von Leopold Weber. — Die erste Ouvertüre zu Cornelius' „Barbier von Bagdad". Von Felix Weingartner. — Kunst im Krankenhaufe. — Lcüe Blatter: Gedichte von Alfred Vogel; Carl Hauptmanns „Ter Landstreicher"; Eine Erzählimg: „Wie das Jesuskind verlaufen ist". — Rundschau: Nochmals vom „Popularisieren". Bücherschau. Der „Blütenkranz des Heilgen Franz von Assisi". Neue Stile. Regie-Pudel. Berliner Theater. Münchner Theater. „Theaterbücher". Zu Dräsekes 70. Geburtstag. Mechanische Musik. Eine Frage. Wiederholung als Ausdriick im Volkslied, lieber „Intime Musik". Der deutsche Mozart. Musikalisches. Lebende Worte. Umschau. Künstler als Ehrendoktoren? Robert Vischers „Rubens". Automobile. Zur Drahtkultur. „Schwungvolle Poesie". — Bilderbeilagen: Albrecht Dürer, Selbstbildnis; Hans Beatus Wieland, Matterhorn; Max Liebermann, Allee: Zur ästhetischen Kultur: Tas Denkmal für Walther von der Vogeliveide in Würzburg. — Notenbeilagen: Rudolf Schüller, Säerspruch; „Wir können auch die Trompete blasen"; Fiedellieber. Ätofjcr Reinheit im hygienischen Sinne und als gut geeignet I zur Speisung einer öffentlichen Wasserleitungsanlage bezeichnet weichen. Die Resultate der bakteriologischen Untersuchung sind bei dem von dem neuen Stollen bei Großen-Buseck gefordertem Wasser bei der letzten Untersuchung wesentlich günstigere, als im Vorjahre. Im übrigen sind sie abgesehen von dem Waszer aus dem Niederdruckbehälter, in welchem wegen Zerflonenfems der Platten im Vorjahre eine Feststellung der Keimzahl überhaupt nicht möglich war, höher als dort, was.mit der letzt- Täbrigen geringen Ergiebigkeit der Quellen Zusammenhängen dürfte. Namentlich ist die Keimzahl aus dem Wafier der Diwertusguelle ziemlich hoch. Tie von dieser Quelle geforderte Wassermenge war z. Zt. der Probeentnahme zehr gering Infolgedessen fand ein längerer Aufenthalt des geforderten Walters trt dem Sammelbehälter der Sammelstube statt, womit eine stärkere Vermehrung der in dem geförderten Wasser enthaltenen ent» wlcklungsfcihrigen Keime verbunden zu sein pflegt. Veranlassung zu Bedenken sanitärer Art sind nicht vorhanden Men, die hinsichtlich der Verwendung von Nahrungs- und Femißmittcln. sowie Gebrauchsgeaenständen Bedcnkm irgendwelcher Art haben, sei empfohlen, die Sachen durch das Unterzuchungs- amt auf ihre Unschädlichkeit prüfen zu lassen. „Havanna-Schu ß". S-ür Raucher durfte eine < entscheidung von Interesse sein, die Rechtsanwalt ^r. -ubszhnsn mitteilt. Dem Inhaber einer Partiewarenhandlung war vom Amtsgericht verboten worden, in öffentlichen Anpreisungen lerne Zigarren — 100 Stück für 2.50 Mk.: — als „Havanna-Lchuß' zu bezeichnen. Das Berufungsgericht hat indes entschieden, baß jene Anpreisung nicht geeignet sei, den Anschein eines besonders günstigen Angebots hervorzurufen und demzufolge die Klage des Schutzverbandes gegen unlauteren Wettbewerb abgewiesen. Der Sachverständige hatte erklärt, daß es in vielen Geschäften üblich sei, 3-Pfennig-Zigarren als Havanna-Schuß zu verkaufen! In der Urteilsbearündung heißt es u a. : „Ein Raucher, der Zigarren zu 2.50 Mark oder 3 Mk. das Hundert kaust, weiß ganz genau, daß in diesen Zigarren kein. Havannatabak, überhaupt kein besserer, überseeischer Tabak, andern rn der Hauptsache inländischer Tabak enthalten ist; derselbe (?) wird auch, wenn er solche Zigarren nicht in entern Zigarrengeschast, sondern in einer Partiewarenhalle kauft, keine bessere Qualität erwarten. Es komme ihm nur darauf an, eine preiswerte Zi- aarrc zu erhalten, und das fei die vorliegende; daß der Käufer durch die Anpreisung in einen falschen Glauben versetzt werden konnte sei nicht nachweisbar usw." 2r. Lubszynski bemerkt hierzu' „Wollte man diese Sätze verallgemeinern, so müßte man zu der Konsequenz gelangen, daß gerade die gröbsten Unwahrheiten der Verfolgung entzogen bleiben, weil sie vom verständigen Publikum am wenigsten geglaubt werden. Dann könnte man auch Talmi" als Gold bezeichnen, denn auch hierbei müße ]id) w das verständige Publikum sogen, daß echte Sachen für einen so geringen Preis Nicht Oktober 1905. Barometer auf 0° rebuziert Temperatur der Lust Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit c 'i X "1 ■c i Wetter 13. 2” 741,4 9,5 8,1 92 SW. 4 Regen 13. 9" 742,9 4,8 5,9 92 NW. 2 Beb. Himmel 14. 7*5 745,4 3,7 5,3 88 W 2 Sonnenschein Das Kaiserliche Gesundheitsamt hat gesprochen. In einer vom kaiserlichen Gesundheitsamt herausgegebenen Broschüre, betitelt „Der Kaffee", finden sich Seite 120 u. ff. folgende bemerkenswerte Sätze: — „(Es hat gar nichts Ueberraschendes, daß ein Getränk, welches das arzneilich „wirksame Koffein in solchen Mengen enthält, in allen Fällen nicht als harmlos „bezeichnet werden kann. Fehlt auch bis jetzt jeder tiefere Einblick in das 3u- „ftandekommen und das eigentliche Wesen der Koffeinwirkung, fo kann die tag- „tägliche Anreizung des Nervensystems keineswegs ohne alle Folgen für dasselbe „verlaufend gedacht werden......" „Die Wirkungen übermäßigen Kaffeegen'.sses sind hinreichend bekannt. Auch „die in den Fachschriften niedergelegten Selbstbeobachtungen nach Aufnahme größerer „Mengen Kaffee und absichtliche Vergiftungen zeigen die hohe Wirksamkeit und; „Giftigkeit." „(Ein Getränk, welches bei Verwendung kleiner Mengen doch schon die An- „fänge der geschilderten Vergiftungswirkungen des Koffeins in sich trägt, eignet „sich nicht zum Genuß für Kinder, nervöse und herzkranke Personen. (Es ist des- „halb ziemlich allgemein üblich, Kindern, die überdies eines nervenanregenden „Genußmittels nicht bedürfen, Kaffee vorzuenthalten......" „Trotzdem könnte aber eine Aufklärung in dem Sinne nur zum Nutzen des „Publikums ausschlagen, daß auch der Kaffeeaufguß nur als ein Anregungsmittel „beurteilt werden darf und daher auch nur als ein Anregungsmittel genommen „werden sollte und daß ihm jeder Nährwert abgeht." D"/i° Wer Dhren hat zu hören, der höre! — Aus diesen unzweideutigen Aeußerungen unserer höchsten Gesundheits-Behörde geht Gins mit absoluter Bestimmtheit hervor, nämlich: daß der Bohnenkaffee wegen gewisser gesundheitsschädlicher Eigenschaften sich nicht zum regelmäßigen täglichen Genuffe für nervöse Personen, Kinder und Kranke eignet und deshalb — das folgt mit logischer Notwendigkeit daraus — durch ein anderes, voll- kommcn unschädliches, gesundheildienliches Getränk ersetzt werden muß. Dieses Getränk ist nach dem übereinstimmenden Urteile erster Autoritäten und Aerzte — Kathreiners Walzkaffee, weil er die hygienischen Vorzüge eines in jeder Hinsicht unschädlichen und zuträglichen Gesundheilsgetränkes mit dem anregenden würzigen Wohlgeschmäcke des Bohnenkaffees, der ihm durch ein eigenartiges, patentiertes Verfahren mitgeteilt wird, aufs glücklichste in sich vereinigt. Das ist jedoch nur bei dem echten „Kathreiner" der Fall, der ausschließlich in verschlossenen pafeten verkauft wird, die das Bild und den Namenszug des Pfarrer Kneipp als Schutzmarke tragen. — Wan beherzige diese wichtigen Tatsachen und mache gleich, lieber heute als morgen, einen Versuch. •eeaoeeaeeeew® Tanz-Unterricht. Weitere gefl. Anmeldungen zu meinem Tanzunterricht werben noch entgegengenommen. [06806 Achtungsvoll Joseph Tanzlehrer 5 Sonnenstraße 5 •eeeeeeeeeeeee» M HmMPt des Oberh. Bienenzüchtervereins befindet sich einzig und allein bei C. G. iCIeinhenn Bahnhofstraße 59. 2840 Daselbst ist la garantiert reiner Bienenhonig stets vorrätig. 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