155* Jahrgang Zweites Blatt Nr. GL Dienstag L4.Marz1SVS ÄotattxmSbnuf und Verlag der Brühl Ich« Untverfttälsdruckeret. R. Sange, Gieße». 1 . Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulstr. I. Lei. 9tu 6L Telegr^Adr. i An-eig« Gießen. Erscheint tv-stch mit Ausnahme des Sonntags. Die „Siebener Samtlienblätter** werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der «helstlchtz LavdMrt- erichetnt monatlich einmal. General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Siehen UMifthe Tagesschau. Legierung aus, denn wenn das Zentrum den' hebt, dann stehen >alle Rüder sttll. Ob es DermiWtef. • Berlin, 11. März. £>cutc versuchte ein Unbekanntem auf dem Bahnhof Friedrichstraße aus dem geöffneter Fahrkartenschalter ein Zahlbrett mit 260 Mk. Silbevgeli an sich zu reißen. Die Fahrkartenverkätrferin schrie um Hilfe, worauf Herbeieilende den Räuber festnahmen und feint Verhaftung veranlaßten. — Bei dem Gastwirt Franz Graboui wurde heute ein Einbruch verübt. Die Kinder wurde« durch ein Geräusch aus dem Schlafe geweckt und riefen uni Hilfe. Die Einbrecher, die sich dadurch in der Arbeit gestört sahen, ließen von ihrem Versuch, die Kasse zu öffnen, ab und wandten sich nun gegen die beiden Kinder. Eins erhielt einen Stich in den Unterarm, der die Pulsader schwel verletzte, so daß es heute mittag seinen Verletzungen erlag, während das zweite Kind eine ebenfalls schwere Verletzung am Hinterkopfe davontrug. Die Einbrecher entkamen durch das Fenster. Bisher fehlt jede Spur von ihnen. * Die Gräfin Montignoso. Das „Dr. I." meldet; Nachdem der König beschlossen hat, mit der Fortführung seiner Privatangelegenheiten zu der Gräfin Montignoso einen Staats Minister zu betrauen, ist die dem Justizrat Körner-, Dresden bisher erteilte Vollmacht zurückgenommen worden^ ** Einen Aufruf in der Theaterbaufrage ver» öffentlichte in unserem gestrigen Blatte das Komitee für Errichtung eines Theater- und SaalbaueS in Gießen. ES wird? darin mit Recht bemerkt, daß mit der jetzigen Zahl von bald, 400 Zeichnern bei weitem noch nicht der Kreis derer erschöpft sei. die ein Interesse daran haben, daß die Kunst hier eine würdige Stätte erhält und derer, die auch ein geschäftliches Interesse an der Hebung des Verkehrs in unserer Stadt besitzen. Mr schließen uns dem Wunsch der gestrigen Ver- öffentlichung an, daß die ganze Bausumme durch freiwillige Spenden aufgebracht werden möchte. Im Laden des Herrn Challier sind Zeichnungsscheine aufgelegt, aber mich jedes Komiteeuutglied nimmt Anmeldungen zu Zeichnungen entgegen. § Klein-Linden, 12. März. Die hiesige Ortsgruppe des Deutschen Flottenvereins hatte ihre Mitglieder und die hiesigen Vereine für gestern abend zu einem Vortrag über die deutschen Kolonien und die deutsche Kriegsflotte eingeladen. Der Saal zur „Deutschen Eiche" war mit Zuhörern stark besetzt. Erschienen waren der Kriegerverein und die Gesangvereine Eintracht und Arion. Eisenbahnsekretär Blum-Offenbach gab in seinem Inständigem Vortrag ein Bild von den Kolonien, wies auf die Notwendigkeit einer starken Kriegsflotte hin und schloß mit einem Hoch auf Kaiser und Großherzog. Daran schloffen sich die Vorführungen von Lichtbildern aus dem See- und Kolonialleben. Besonders verschönert wurde die Veranstaltung durch die Gesangsvor- träge der beiden Gesangvereine. R. B. Darmstadt, 13. März. Die erste Kammer der Stände wird sicherem Vernehmen nach gegen Ende der nächsten Woche zu einigen Plenarsitzungen zusammentreten, um den Staatsvoranschlag für 1905 zu erledigen. Da sich wesentliche Dissensen über die Etatspositionen in den Vorberatungen der beiden Finanzansschüffe nicht ergeben haben, wird die Etatsberatung aller Voraussicht nach in zwei Sitzungen glatt von statten gehen. Der Finanzausschuß der ersten Kammer tritt morgen, Dienstag vormittag, zur Beratung des von der zweiten Kammer fertig gestellten Etats zusammen. Gleichzeitig wird morgen auch der Gesetzgebung^- ausschuß der ersten Kammer hier versammelt sein, um daS Gesetz betr. die Forstverwaltung für die Plenarberatung vorzubereiten, das noch zum L April verabschiedet werde« muß. — Die Ausschüsse der zweiten Kammer mache« sich jetzt, nachdem ihre Plenarsitzungen bis auf weiteres vertagt worden sind, eifrig an die Erledigung ihrer Aufgaben Es besteht in der Kammer die Absicht, neben der G e-N meindesteuerreform und der Revision der Verwaltungsgesetzgebung auch den Gesetzentwurf über dfi berufliche Organisation der Land wirtschaft (Land- wirtschastskammer) baldigst zum Abschluß zu bangen. D« . Sonderausschuß für diesen Gesetzentwurf hat bereits am veru floffenen Samstag in einer sehr ausgedehnten Sitzung d« Vorberatung darüber weiter geführt. Am Donnerstag, de« 16. März, wird auch der Sonderausschuß für die Gemeinde steuerreform seine Beratungen beginnen, und am Freitag, den 17. März, kommt dann noch der zweite (Gesetzgebung^ Ausschuß zusammen, der ebenfalls noch einige Vorlagen fül > die Plenarberatung fertig zu stellen hat. Es wird sonach ; der zweiten Kammer genügend spruchreifes Material zu, [ Verfügung stehen, um noch vor dem Osterfest möglichst aufi . zuräumen und für die Beratung der großen Gesetzesmaterier ' in den kommenden Sommermonaten reinen Tisch zu schaffen. Mombach, 12. März. In der vergangenen Nacht hat sich hier eine schwere Bluttat ereignet. Zwischen zwei > italienischen Arbeitern war in der Wirtschaft von Köhler Witwe ein Streit entstanden, worauf beide die Wirtschaft ver- taffen mußten. Der Streit setzte sich auf der Straße fort. Der Italiener Zamma zog plötzlich sein Meffer und versetzte damit seinem Landsmann Pabst einen so wuchtigen Stich in die linke Brustseite, daß er sofort tot niedersank. Dev Täter flüchtete. C§ ist bisher noch nicht gelungen, ihn feft» zunehmen. w. WormS, 13. März. Die Stadtverordneter beschlossen die Errichtung einer elektrischen Straßen- bahn für die Stadt Worms in Verbindung mit Hochheim, Pfiffligheim und Neuhausen, und zwar sollen die BauauL- führung und der Betrieb auf eigene Kosten und unter eigener Regie erfolgen. Die Kosten des BauoZ werden 650000 Mk. betragen. Mit der Ausführung M Baues wird jedenfalls die Allgemeine Elektrizitätsgesellschaff in Berlin beauftragt werden. Zentrmns.Berstimnnmg. DckS Zentrum ist verschnupft, ja noch! mehr, es ist -rnstlich verstimmt. Gegen die Regierung? Das' wäre schwer zu glauben nach den mmtchierlei freundlichen und von der Partei der Mitte mit Beifall begrüßten Erklärungen im preußischen Abgeordnetenhaus. Eine Verstimmung gegen die Regierung reden sich auch die Zentrumsführer gar bald von der Seele herunter. Aber das Fatale ist in diesem Falle: Das Zentrum kann gerechterweise seinen Aerger die Regierung nicht entgelten lassen, andererseits nwctKe es auch sich nicht in Schweigen hüllen. Es handelt sich darum, daß, wie wir seinerzeit nach, Zeitungsberichten meldeten, Prinz Heinrich dem hessischen Pfarrer Waitz gesagt hat: der Kaiser wünsche eine antiultramontane Bewegung. Er, Prinz Heinrich, hege denselben Wunsch. Das war der erste Blitzschlag iw den hochragenden Zentrumsturm. Vergeblich forderte die Volksztg.", das rheinische Zentrumsblatt, eine halbamtliche Richtigstellung. Die „Rordd. «g. Ztg." dementierte die 'Ausstreuungen der „Times" und noch etliches andere, nur diesen Zeitungsbericht nicht. Die Aeußenmg war zu aut beglaubigt durch die Persönlichkeit, die sie.wettergegeben hatte, als daß ein Verweisen „in den Bereich der Fabel möglich gewesen wäre. Ueberdies ist Prinz Heinrich nicht der Mann, etwas bestreiten oder deuteln zu lassen, was er vermutlich nicht in vertraulichem Sinne, sondern im Sinne eines Programms geäußert hat. Und soll ein Programm werbende Kraft ausüben, so muß es eben möglichst weiten Kreisen bekanntgegeben werden. Kaum hatten sich die Zentrumsmänner etwas von diesem Schreck erholt, da schlug es zuM zweiten Male in ihren Turm ein, noch kräftiger und mit noch, größerer Wirkung: Vom Festmahl zur Einweihung des Berliner Domes brachte der Vertreter der Hamburgischen Kirchenbehörde, Senior D. Behrmann, eine Aeußerung des Kaisers heim. Der Kaiser habe, wie wir auch bereits mit* teilten, in einer Unterredung mit ihm „von der Bedeutung der Einwechun'^feier für den Zusammenschluß aller Protestanten im Kampfe gegen den Ultramon- tanismus" gesprochen und den Sieg des Protestantismus in Aussicht gestellt. Auch dieser Bericht laßt sich nicht dementieren. Sogar die zentrumsfreundliche. „^eu^- zeitung", die sich damit beruhigt, die Darstellung rm' Falle Waitz scheine ihr nicht genügend verbürgt zu sem, gesteht hier zu: „Die Schilderung des Seniors D. Behrmann mag richtig sein, denn nach, ihr hat der Herrscher lediglich, den Empfindungen eines gläubigen evangelischen Ehrrsten -Ausdruck gegeben." Also das würde, nack) den Worten der „KreuzKtg.", der mit geistigen Waffen auszusechtmde Kampf zwischen der evangelischen und der römischen Krrche sein, den der Kaiser im Auge gehabt hat? 'Dann hatte der Kaiser doch nicht von einem Kampf gegen den Ultramon- tanismus gesprochen, sondern von einem Glaubensrampf zwischen der evangelischen und der katholischen Kirche. Die scharfe Trennung zwischen den beiden Bekenntnissen bestehl ohnedies seit Jahrhunderten, und wir dürfen wohl mit Recht annehmen, daß im' allgemeinen auf beiden Seiten eher das Bestreben obwaltet, diesem Unterschied die Form eines Kampfes" zu nehmen. Mit deiln Weckruf gegen den Ultramontanismus, der nun zweimal ertönt ist, will der Kaiser offenbar den Protestantismus gegen die politische Machtstellung sammeln, die das Zentrum einnimmt. Mit anderen Worten, der Protestantismus soll durch größere Einigkeit in feinen Reihen sorgen, daß die ganze Regier- ungskunst unserer Zeit nicht immer und immer wieder auf den guten Willen der „ausschlaggebenden Partei" angewiesen ist. Ein sehr berechfigter Wunsche auch vom Stande punkt der Regierung aus, denn wenn das Zentrum den' starken Arm hebt, dann stehen -alle Räder sttll. Ob es zutrifst, daß anläßlich dieser beiden Mußerungen vorübergehend der Plan einer parlamentarifch.en Zentrumsanfrage erwogen worden ist, sei dahingestellt. Aber daß das Zentrum der 'Angelegenheit große Bedeutung beimißt und sie in irgend einer anderen Weise zur Sprache bringen wird, das unterliegt keinem Zweifel. d h Bahnen, die über den Umfang städtischer Stranen- btwncn binaus den Personen- und Güterverkehr üoit Ort zu Ort vermitteln und sich nach ihrer Ausdehnung, Anlage und Einrichtung der Bedeutung der Nebeneisenbahnen nähern. In den meisten Bundesstaaten sind derartige Bahnen zu den Nebeneisenbahnen gerechnet, daber in dieser Spalte nicht verzeichnet. Aus Stad! und Land. Gießen, 14. März 1905. *• In einer der letzten Sitzungen der Zwecken Kammer der Landstände hat es unverkennbaren Eindruck gemacht, als gegenüber den zahlreichen Wünschen nach Erb a im n g neuer Bahnen vom Regierungstisch aus mit besonderer Betonung darauf hingewiesen wurde, daß das Großherzogtum Hessen hinsichtlich der Dichtigkeit des Eisenbahnnetzes unter sämtlichen größeren deutschen Staaten obenanstehe, darin auch von keiner der preußischen Provinzen (nicht einmal von Rheinland und Westfalen) übertroffen werde. Wir haben uns bemüht, das dieser Angabe zu Grunde liegende aus dem statistischen Jahrbuch des Deutschen Reiches für 1904 entnommene Zahlenmaterial zu erhalten und geben es im Nachstehenden wieder ebenso für diejenigen, welche zuweilen über die langsame Weckerentwickelung unseres Eisenbahnnetzes klagen wie für dwjemgen, welche zeitweise auf die Höhe der hessischen Staatsschulden und Steuern Hinweisen. Nach dem Stand am Ende des Rechnungsjahres 1902 ergeben sich folgende Zahlen: Gegen die Reichserdschaftssteuer. R. Berlin, 13. März.. Gegen eine Reich'Derbschaftssteuer haben heute ^im preuß. Abgeordn-etenhaufe die Vertreter aller Parteien, mit !A)usnahme der Freisinnigen, Stellung genommen. Der konservative Mg. v. Heydebrand brachte , den ©tein ins Rollen durch die Aufforderung an die preußische Regierung, im Bundesrat einem etwaigen Plan in dieser Richtung zu widersprechen. Obwohl Finanzminister Frhr. v. Rheinbaben den Schleier der „größten" Reichsfinanzreform nichjt lüftet^ ließ er doch durchblicken, daß ihm die Reichserbschaftssteuer, wie jede direkte Steuer von Reichswegen, n i cht s ym p athis ch ist. l— Wir waren schon vor Wochen in der Lage, die enfichiedene Abneigung aller größeren Bundesregierungen festzustellen, für das Reich Steuergue'llen zu eröffnen zum Nachteil der staatlichen Steuerguellen. Die indirekten Steuern dem Reich, die direkten den Bundesstaaten, an dieser Praxis soll fest> gehalten werden. Sch!atz,se?retär Frhr. v. Stengel wird dahep wohl ober übel andere Steuerob;ekte aufs Korn nehmen müssen. Die „TaMsztg." erfährt heute, daß zwar einige maßgebende Stellen im Reiche neuerdings dem Gedanren einer Reichserbschastssteuer sympathischer gegenubersteyen, daß aber die grundsätzlichen und schwerwiegenden B - denken der meisten EiinKelstaaten nicht i geringsten beseitigt sind. ^arlamenlarischeg. Berlin, 13. Marz. Im Sc n ior en ko n v e n t des Reichstages wurde der Wunsch nach Beschleumgung der Verhandlungen der Börsenkommission ausgcdru , ’ schon über -/, Jahr schwebten. Auf Vorschlag des Grasen Ballcstreni wurde folgender Arbeitsplan. ~ ’ Heut; und morgen Etat des Re.chsamtZ! des Im rn, Penfionsfonds und Jnvalidensonds, bis 18. Marz emichl eß lich der Etat des Reichskanzlers, deS Auswärtigen und der Schutzgebiete, 20. und 21. März Militärgesehe, 22. bi? 24. März Militäretat, ostasiatische Expedition und der Etat deS Milckärgerichts, am 25. März frei wegen katholischen Feiertages, 27. März Reichsschuld und Zölle, Verbra,lchs- steuern und sonstige Reste, allgemeine Finanzierung, 28. März Wahlprüfungen und am 29. und 30. März dritte Lesung des Etats. Seitens der Fraktton soll dahin gewirkt werden, den Arbeitsplan ohne Schlußanträge und sonstige Gewaltmaßregeln auf dem Wege freier Vereinbarung einzuhalten, eventuell sollen die Plenarsitzungen schon vormittags um 11 Uhr beginnen. Schwerinstage sollen bis zum 1. April nicht mehr abgehalten, bann aber sogleich hintereinander nachgeholt werden. KolorriaSpost. — Die belgische Kongountersuchungskom- Mission. T-as 'Änttverpener Blatt „Metropole" hat in Southampton die auf Englands Betreiben nach dem Kongostaat entsandte und auf der Heimreise befindliche belgische Untersuchungskommission interviewen lassen. Ter Gewährsmann der „Metropole" gibt zu, daß tadelnswerte Handlungen an getroffen worden seien, sagt aber, daß diese keineswegs aus oem Verwaltungs- und Kolonialsystem hergeleitet werden könnten. Einzelne Beispiele von Grausamkeit könnten nichts anderes als das Werk von Verrückten sein. Die Anklageschrift des Engländers Easement enthalte neben Uebertreibungen auch Wahrheiten. .Die Kautschukeckisammlung fiihre tatsächlich in gewissen Distrikten trotz entgegenstehender Vorschriften zu Zwangsmaßregeln der Handelsagenten gegen die Eingeborenen, um die Menge des zu erhaltenden Kautschuks mlialichst zu steigern. Knchi. und chule — Wie die „Germania" aus Rom von unterrichteter Secke erfährt, steht es fest, daß im nächsten Konsistorium keine Kardinalskreierungen bekannt gemacht werden sollen. Dagegen sei es nicht auSgeschloffen, daß in nicht allzu ferner Zeit zwei oder drei Kardinäle ernannt werden. Dem Blatt wird be- ftatigt, daß gegenwärtig Unterhandlungen zwischen dem Vatt- kan und Berlin schweben, die sich auf die Ernennung eines zweiten Kardinals für Deutschland beziehen und daß der Erzbischof von Stein in München der aussichtsreichste Kandidat hierfür ist. Man hält es in maßgebenden deutschen Kreisen für angemessen, daß die 20 Millionen deutscher Katholiken durch vier Kirchenfürsten im Kardinals- kollegium vertreten würden. N* e 8 jO c « S Staaten -S- s :<5 — S.g S'c und ‘c c T sB-'B <2 ä -cr -Bo Ss Landesteile kC 5 H Cm A & •2« CQ □ 11 Prov. Ostpreußen „ Westpreußen „ Brandenburg „ Pommern „ Posen „ Schlesien „ Sachsen 864,h 879,8 2482,3 735,1 1015,8 1454,9 1016,8 1179,3 1183,6 1083,7 635,8 320,6 645,8 1250,9 659,1 2955,2 2217,1 4307,4 8169,6 2758,6 36993,9 25534,9 39837,8 30120,5 28970,4 79,88 86,83 107,95 105,23 99,02 2625,6 1368,1 418,1 4411,8 40319,2 109,42 1878,3 895,5 490,7 3264,5 25255,3 129,26 „ Schleswig- Holstein .finnnoDer 838,9 585,6 419,0 1843,5 19004,3 97,00 1777,4 1027,1 438,8 3242,8 38511,0 84,20 II 'M UI'I IMVV v , Westfalen 1821,6 965,7 229,5 3016,7 20210,6 149,26 „ Hessen- Nassau 1120,5 636,1 243,4 2000.0 15699,3 127,89 , Rbeinland 2482,0 1333,0 481,1 4296,1 26995,0 159,14 Hohenzotlern Preußen Bayern Sachsen 65,8 24,9 18587,5 12754,0 38,6 129,3 1142,3 6270,8 37612,6 348657,9 113,19 107,87 4612,2 1760,6 2200,4 743,7 — 6812,6 2504,3 1731,1 1954,1 75869,9 14992,9 89,79 167,03 Württemberg Baden 1465,6 1503,6 250,9 408,3 14,6 42,8 19513,6 15081,0 88,72 129,59 Heffen 844,2 427,2 40,3 1311,7 7680,8 170,77 Mecklenburg- Schwerin 511,2 661,5 — 1172,7 13126,9 89,83 Sachsen- Weimar 227,0 136,4 — 353,4 3617,1 97,70 Mecklenbirrg- Strelitz Oldenburg 150,8 97,3 65,6 313,7 2929,5 107,08 311,5 250,2 42,5 604,2 64^7,4 94,00 Elsaß- Lothringen Deutsches Reich 1305,6 372,9 — 1678,5 14513,1 115,66 32651,2 19312,8 6569,4 58533,4 540742,6 108,25 1— Gegenüber der von bent römischen Blatte „Patrick verbreiteten Meldung, Prinz Max von Sachsen sei von dem König Friedrich August mit einer Mission an den Papst in der Angelegenheit der Gräfin Montignoso betraut, ist das ,Chem. Tagebl." in der Lage, zu versichern, daß der sächsischen Regierung auch nicht das geringste von einer solchen Mission bekannt ist. Da es völlig ausgeschlossen ist, daß Prinz Max die Absicht haben könnte, ohne einen Auftrag mit dem Vatikan wegen der Gräfin Montignoso zu verhandeln, >so muß die Vermutung des römischen Blattes als gänzlich unbegründet bezeichnet werden. — In der Affäre werden "weitere Ermittelungen aufs neue stattfinden zwischen dem Justizmimster Dr. Otto und dem Leipziger Rechtsanwalt der Gräfin, Dr. Zehme. Justizrat Körner hat wegen in der Presse gegen ihn erhobener Vorwürfe Disziplinär -Untersuchung gegen sich beantragt. In der Misterratssitzung wurde jedoch das Gesuch ab gelehnt. Wie weiter berichtet wird, ist die Sperre der Apanage der Gräfin Montignoso noch nicht aufgehoben. Die freiwillige Herausgabe dec Prinzessin Anna Monika an den Dresdener Hof steht unmittelbar bevor. — Wie der Dtsch. Tagesztg. aus guter Quelle mitgeteilt wird, hat die G r ä f i n G u i c c l a r d i n i Ehescheidungsklage gegen ihren Gatten wegen seines Verkehrs mit der Gräfin Montignose angestrengt. * Das eigene Kind gekocht. Ein entsetzliches Unglück ereignete sich in Siemlanowitz (Westpreußen). Eine dort wohnende Frau badete ihr zweijähriges Kind. Da sie etivas vom Kaufmann holen wollte, stellte sie, um das Wasser warm zu halten, die Badewanne mit dem darin sitzenden Kinde auf die Mitte des Küchenofens, in dem anscheinend ein schwaches Feuer brannte, auf das sie aber kurz zuvor frische Kohlen gelegt hatte. Unterwegs ivurde die Frau von Freundinnen in ein intereffantes Gespräch verwickelt, sodaß sie Kind und Badewasser vergaß. Als die junge Mutter nach etwa einer halben Strmde in die Wohnung zurückkehrte, erwartete sie ein schrecklicher Anblick: das Waffer in der Badewanne siedete, und in ihm lag das Kind — buchstäblich gekocht — als Leiche. * Aus Freiburg i. Br. schreibt man uns vom 11. d. Mts.: Ein schweres, in seinen Einzelheiten entsetzliches Verbrechen hat am Samstag seine Sühne ge- unden. Karl Laubach, der am 7. Oktober v. Js. die 53jährige Näherin Eva Disch im Wildtal bei Freiburg ermordete und dann vergewaltigte, wurde heute früh im Hofe des Landesgefängnisses hingerichtet. Punkt 1/21 Uhr klang der schrille Ton des sog. ArnisünderglöcklemS voni Türmchen der Anstaltskirche, das Zeichen, daß L. seinen letzten Weg angetreten hatte. Der traurige Zug wurde eröffnet von zwei Gefängnisbeamten, hinter ihnen der Deliquent mit dem Anstaltsgeistlichen. Den Schluß bildeten zwei Gendarnieriewachtmeister mit geschultertem Gewehr. Vor dem Staatsanwalt, der mit anderen Gerichtspersonen an einem schwarz behangenen Tisch Platz genommen hatte, machte der Zug Halt. Der Staatsanwalt verlas den Urteilstenor, wonach der Landesherr vom Rechte der Begnadigung keinen Gebrauch gemacht habe, und schloß mit den Worten: „Karl Laubach, Euer Leben ist verwirkt, Gott sei Eurer Seele gnädig!", zerbrach den Stab und warf ihn den zum Tode Verurteilten vor die Füße. Hierauf verbanden ihm die Scharfrichter die Augen. L. ging willig die paar Stufen zum Schaffst empor, wurde aufs Brett geschnallt und in die Maschine geschoben. Ein Druck auf den Hebel löst das 80 Pfund schwere schräg geschliffene Messer aus und trennte den Kops vom Rumpfe. Laubach hatte aufgehört zu leben. Die ganze Hinrichtung, vom Verlassen der Zelle bis zu dem Momente, da der Scharfrichter sagte: „Herr Staatsanwalt, das Urteil ist vollstreckt", dauerte 4 Minuten. Das war innerhalb 1*/z Jahren die fünfte Hinrichtung in Freiburg, und noch harren zwei zum Himmel schreiende Verbrechen der Sühne. L., der sich in sein Schicksal gesunden und die Einreichung eines Gnadengesuches fernen (Stern überlassen hatte, war ruhig und gefaßt; 6 Jahre hatte er bei der Fremdenlegion gedient und dort in die tiefsten Abgründe nienschlicher Verkommenheit geblickt, auch oft genug den Tod vor klugen gesehen. L. hat seine Tat bereut und sich dem Zuspruch des Geistlichen empfänglich gezeigt. Seiner Militärpflicht genügte L. vor zwei Jahren in Gießen. 1» Deutscher Studententag. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) S. u. H. Eise nach, 13. März. Professor Thümm el-Jena: Ta Sie vorhin so freundlich, gesungen haben: vivant vrofessores, so scheint es mir, ob- ivohl ich gar keinen Auftrag habe, rm Namen der Professoren zu danken, (Große Heiterkeit), zum mindesten unhöflich, ivenn ich dafür nicht Dank sagen sollte. Uitb ich darf, so vermute ich, doch gewiß im Namen und in der Gesinnung der großen er- ^druckenden Majorität der deutschen Hochschullehrer die Freude darüber anssprechen, das; hier von allen deutschen Hochschulen Vertreter sich in Einigkeit — so scheint es bis jetzt (Stürmische Heiterkeit) — zusammen getan haben. Tas war seit den großen Tagen, als unseres alten Bismarck und des alten Kaisers Geburtstag an der höchsten Grenze menschlichen Lebens gefeiert wurde, nicht mehr da. Tarüber muß man sich freuen, wie Plato schon sagt: das seltene ist geschätzt. Ich kann Ihnen — natürlich nur unter dem Siegel tiefster Verschwiegenheit (Heiterkeit) — verraten: es gibt unter uns Professoren viele, die haben sick gefreut über den Sturm und Drang unserer akademischen Jugend. lStürmisches Bravo.) Wir können das nicht mehr so mitmachen, (Große Heiterkeit), wir sind alt, und der Unterschied zwischen Alt und Jung ist schon von -altersher gewesen. Wenn früher die Mönche ihre Lieder sangen, klagten die alten immer darüber, die jungen fangen zu schnell. sErneute Heiterkeit.) Es hat aber doch schließlich immer noch Linen einmütigen Gesang gegeben. (Stürmischer Beifall.) Wenn auch mancher sagt, Sie sind allzu stürmisch. Tas muß so sein. (Großer Beifall.) Wenn auf einer Wippschaukel der eine auf dem einen Ende sitzt, muß der andere eben auf dem anderen sitzen. (Stürmische Heiterkeit und großer Beifall.) Und wenn sie nicht mitkönnen, dann müssen sie eben ein wenig mehr an das äußerste Ende rücken. (Erneute große Heiterkeit.) Wir Alten sollen ja den Hemmschuh am Wagen bilden. Nun meine ich, daß, wenn ein Wagen nur • aus Hemmschuhen besteht, nur noch ein Ber- liner Droschkenpferd 2. Klasse dazu gehört und das Vehikel steht ganz ftilL (Donnernder anhaltender Beifall.) Darum a triarios, . . . wenndieGefahr am äußersten kommt, nochmals: wir freuen uns Ihres Sturmes! Und wenn res venit (mit erhobener Stimme) dann sind wir auch noch da. (Brausendes Bravo.) In dem Kampfe um die akademische Freiheit stehen wir nicht bloß hinter Ihnen, sondern gehen mit Ihnen zusammen. Redner schließt unter wiederholtem Beifall mit einem begeistert auf genommenen Hoch auf den Trang der akademischen Jugend. Es seien hier einige auf deut Kommers gesungene Strophen wledergegeben: Stoßt an, Landes für st lebe! Hurrah hoch! Salamander, Silentium! Eins, zwei, drei! Doch denkt des Papstes auch dabei! Frei ist der Bursch! Stoßt an, freies Wort lebe! Hurrah hoch! Wer Gorki liebt, der verschließe nicht faul Seine Liebe ins Herz, doch er halte das Maul! Frei ist der Bursch! Tenn die Röm'schen frech geworden, Herrschen heut' in Deutschlai' s Norden Kein Cherusker wirft sie raus. Trennung der Konfessionen Soll auch beim Studenten wohnen Wie in Schule und -n Haus. „Akadem'icliie Freiheit?" hört ihn, Den Geheimrat, wie empört ihn Solch' Begriff ganz neu gebraut. „Tiefe Art von Freiheit gibt's nicht!" (Tenn die röm'scke Kirche liebt's nicht!) Alles ist in Rektors Heil. Ter Sonntag »var festlichen Veranstaltungen gewidmet. Am Morgen fand ein gerne infam er Spaziergang auf die Wartburg statt. Den Glanzpunkt der Festivitäten aber bildete der F e st - akt auf dem Wartenberg. In ca. 100 Wagen fuhren die Studenten, größtenteils in Wichs, wo vor der Bis marck- if ä ule Höhen feuer abgebrannt wurden. An der Säule legte Stud. Scholinus einen Kranz nieder. Dann trat der Professor der Theologie an der Universität Jena, Thürnmel, vor und hielt eine Ansprache: „Kommilitonen! In großem Zuge seid Ihr heraufgezogen, um unter loderndem Feuer zu den Füßen der Denksäule des einzigen größten Teutsrycu vergangenen Jahrhunderts Eure Beratungen im festlichen Glanze zu feiern und mich habt Ihr hierhergerufen, das feftlidiie Wort zu dieser Stunde zu tun. Ihr habt Beratungen gepflogen, wie Ihr die akademische Freiheit wahren und wie Ihr die studentischie Einigkeit Herstellen könnt. Euch schallt zuerst die mephistophelische Frage entgegen: „Wozu der Lärm'? Was steht den Herren überhaupt zu Diensten?" Wer ivagt es, so höhnen die Gegner, der Dame „akademische Freiheit" uahezutreten? Nämlich der akademischen Freiheit, so sprechen jene weiter, die ich meine, die allerdings mein Herz nicht erfüllt, dem: dazu ist dieser Begriff der akademischen Freiheit zu schattenhaft und mein Herz ist mit anderen Dingen an gefüllt, so daß für wahrhafte akademische Freiheit kein Raum mehr ist. Früher war die akademische Freiheit ein rechtlicher Begriff. Heute, wo die akademische Gerichtsbarkeit als letztes lieber- b Leibi ei davon dahingesunken ist, wissen wir, daß wir alle dem einen Recht in gleicher Weise unterstehen. Es gibt auch keine besonderen studentischen moralischen Prinzipien, sondern leichtsinniges Schuldenmachen und ehrlose Unsittlichkeit ist in akademischen Kreisen so schlecht wie anderwärts auch. Wer ein geistiger Führer werden will, wer für andere sorgen will, muß zu einer Mannestugend vor allem streben: zu der Mannestugend höchsten Verantwortlichkeits-Bewußtseins. Aber das Verantwortlichkeits-Bewußtsein kann nur gedeihen in Freiheit. Und darum ist dis akademische Jugeno in einer ihr eigentümlichen Sphäre der Freiheit und soll darin bleiben. (Bravo!) Sie ist frei über ihr Geld, über ihre Zeit, ihre Pflicht ist nicht an Termine gebunden, sie kann die Kollegien besuchen und kann sie schwänzen, (Beifall) unb sie kann sich ihre Lehrer aussuchen. Das Hinschauen auf das Ende soll doch wirllich nicht blos ein Examen bedeuten und nicht bloß durch schlotternde Furcht vor einem Examen soll lich ein Studentenleben bestimmen lassen, sondern die Verantwortung geht weiter dahin: daß man sich bewußt ist: jetzt ist die Zeit, wo du einnehmen sollst, damit du dereinst etwas auszugebeu hast. (Großer Beifall.), Und dieses Einsammeln von geistigem Kapital ist das eigentliche Arbeiten unserer akademischen Jugend. Wer solches reichlich in seine Scheuern gesammelt hat, steht dereinst im Leben als ein wahrhaft geistig hochstehender Mann da. Und diese Verantwortung erzeugt dann alle die Tugenden: die Selbständigkeit, die Unabhängigkeit, daß ich mich nur beuge in ehrlicher lieber jeugung vor dem, was ich als gut und groß erkannt habe und jede erzwungene Nachfrage unablässig verweigere. Und das erzeugt jene beständige Wahrhaftigkeit, die sich immer genug tut, mit der Erkenntnis auch der letzten Dinge. Solcher Ernst und solche Selbständigkeit und all die anderen Tugenden wachset: nur in der Luft der akademischen Freiheit. (Anhaltender Beifall.) Das hat uns bis jetzt noch kein anderer Staat nachmachen können, diese Erziehung zum höchsten Verantwortlichkeits-Bewußtsein. Wer will leugnen, daß in den letzten zwei Dezennien die Ruhe in dem Leben unseres deutschen Reiches nur durch tägliche Tributzahlungen an die feindliche Macht jenseits der Alpen erkauft worden ist? Dermaleinst wird das unbestechliche Urteil der Geschichte, die die R e g i e r u n g s z e i t Kaiser Wilhelms II. als ein, wenn auch reichlich mit Gold-Initialen versehenes, so doch in seinem' Bestände tiefschwarzes Blatt in ihre Bücher aufnehmen. s Langanhaltender Beifall.) Weil man die arademisckre Jugend nicht ganz erobern kann, so will man dieses Feld dadurch brachlegen, daß man Duldung für das eigene Unkraut fordert. Ist das nickt Liebe zur Freiheit, toeitn ich Unkraut — in Berlin nannte man es „unerfreuliche Erscheinung" (Heiterkeit) — auch Unkraut nenne? Von Euch, zu verlangen, daß Ihr die neben Euch in innere Unfreiheit emporschießende akademischen Unkräuter ebenfalls als gutes Kraut anerkennen sollt, — das ist ein Verlangen wider die Wahrhaftigkeit. (Großer Beifall.) Um die Macht an der akademischen Freiheit fernerhin halten zu können, dazu bedarf es Eurer Einigkeit! Uns Deutschen steckt das Regiertwerden-Wollen zu sehr im Blute. Wohlan seid Ihr in Wahrheit ein junges Deutschland. Fordert nur das eine: In Euren frei erwählten Ausschüssen frei handeln zu können. Darum fragt nickt so viel bei Regierungen und hohen Senaten, sondern seid einig, bann könnt Ihr auch nach Eurem Ermessen frei handeln. Wollt Ihr wirklich rechte Ritter geistigen Lebens fein, dann dürft Ihr nicht die meiste Zeit auf die Hebung eines dock längst überwundenen Pennalismus verwenden. (Sehr gut!) Die Tug enden zu pflegen sei der hock st e Ruhm Eurer Farben. Ihr singt: „Wer des WeibeS weiblichen Sinn nicht ehrt, Ter ist auch Freiheit und Freund nicht wert!" Wohlan, nun laßt uns auaj- in dem niedrigsten Mädchen diesen Sinn noch vorhanden glauben und ihn ehren. (Lebh. Beif.) Ihr müßt aber auch die Gedanken hinaufstreben zum Himmel, wo der höchste Hort und Helfer ist. Folget der Mahnung Eures Lieblingsdichters Arndt und pfleget aufs Neue in Euren Reihen! einen frommen Sinn. Seid aber trotzdem Kampfnaturen, toie di e beiden deutschesten Männer Luther und Brsmarck es gewesen sind. (Brausender Beifall.') An den Kaiser sandte der 1'. Deutsche Studententa^ folgendes Telegramm ab: „E. K. und K. M. gestatten sich die heute in Eisenach, der Stadt freien Geistes--, lebens, versammelten Vertreter der deutschen Universitäten, technischen Hochschulen und Bergakademien, die. sich soeben zu einem Verband deutscher Hochschulen geeint haben, ihren ehrfurchts-, vollen Gruß mit Ausdruck unwandelbarer 4,reue dar-, zubringen." ..... , Tie Beratungen wurden heute früh un Kap erhol wieder ausgenommen. Zunächst wurde über „akade mische Freiheit" debattiert. Es fand eine Resolution einstimmige Annahme, die sich dahin ausspricht, daß an der technischen Hochschule in Hannover unerhörte Eingriffe in die Rechte uniV Freiheiten der Studierenden borgetommen sind.. Wenn sie zum größten Teile wirkungslos geblieben seien, so sei dies der bei- jpiellosen Einigkeit und mustergiltigen Haftung der Studentenschaft Hannovers zu danken, der dafür uneingeschränkter Tank gebühre. tr. Ter 1. Deutsche Studententag sprach weiter die Hoftnung aus, daß die Behörden alles tun werden, um den von beiden Tellen gleich dringend gewünschten Frieden wiederherzustellen. In der Nachmittagssitzung wandte man sich der „S ch il ler- feier" zu. Es wurde beschlossen, daß sich der neugegründete Studentenbund offiziell an der Schllberfeier am 9. Mai in Weimar beteiligt. Jede Universität, tea-nische Hochschule und Dergatademie soll drei Vertteter zu dieser Feier entsenden. Tas Programm wurde wie folgt seftgesetzt: Früh Festzug unter Glockengeläute und Musik nach der Fürstengruft, wo Sa-itlers Sarg steht. Vier legt die Studentenschaft unter einer Gedenkrede Kränze nieder. Der Zug bewegt sich dann zum Sckstllerdentmal. Zu Beginn der Nachmittagssitzung wurde folgendes Ant- wor ttelegr ammi des Kaisers zur Verlesung gebracht: „Ich habe den Huldigungsgruß aus Eisenach gern entgegengenommen und ich hoffe, daß die Studenten stets bestrebt sein mögen, die deutsche Geistesfreiheit auch durch di« Achtung vor derUeberzeugung Andersdenkender hochzuhalten. Wilhel m." Tarauf wurde in die Erörterung der A u s l ä n d e r f r a g e eingetreten. Es wurde Kenntnis genommen von den Bestimmungen, die der Vertretertag der technischen Hochschulen in der Ausländer frage aufgestellt hat, welche dahingeht, daß an allen deutschen teckmischen Homschulen gleichmäßige Aufnahmebedingungen für Ausländer ein geführt werden. Es folgte die Beriaiteriftutung der Kommission über „akademische Freiheit". Tie Vertreter jeder Hochschule legten dar, ob und in welchem Vöaße Eingriffe in die akademische Freiheit stattgefunden haben. Scharf wurde kritisiert, wie Niinistenal- direltor Afthoss, Geheimrat Daude, und der Reftor der Würzburger^ Universität, ".Viertle, vorgegangen sind, besonders gegen die studentischen Ausschüsse. Eine Kommission die aus sechs Mftgliedern^ besteht, wird alle bisher angenommenen Resolutionen noch einer' Revision unterziehen. Kerichtsjaai. (th.) Gießen, 13. März. Ein für die Kaufleute interessant ter Beleidigungsprozeß wurde am Freitag vor unserem Schöffengericht entschieden. Der Zigarrenfabrikant Kommerzienrat Engelmann von Rüsselsheim war im Dezember nach Meßen gekommen, um Geschäfte zu besorgen. Beim Besuch seiner ztundschaft wurde er von einem seiner kleineren Abnehmer gefragt, ob es wahr sei, daß der Kaufmann E. M. vor dem Konkurse stände und seinen Gläubigern 20 Prozent geboten hätte. Der Mann fügte hinzu, eine Frau habe ihm dies vor einer Stunde verttauftch mitgeteilt, er tonne dies aber nicht glauben, weil ihm bekannt sei, daß M. ein sehr gutes Geschäft mache. Kommerzienrat E. hatte eine Forderung an M. von 17 Mark für gelieferte Ware, er beiuchte seine Kundschaft weiter und brachte dabei an 4—6 Stellen in fragender Form das was er gehört hatte, in Umlauf. Ueberall wurde ihm ertlärt, daß die betreffende Firma gut sei und man von der Sache nichts wisse. Jnzlvischen machte E. auch seinen Besuch bei dem so schwer verdächtigten Kaufmann, erhielt dort zwar fein Geld, aber keine Bestellung. Tie Crzälstung aber von den angeblich schleusten Verhältnissen M's. machte wie ein Lauffeuer die Runde durch die Stadt. Es fiel schließlich dem M. auf, daß seine Geschäftsfreunde in der Stadt sich bei ihm meldeten, uni ihre Forderungen einzuziehen, die er auck glatt erledigte, bis ihm eines Tages das über ihn in Umlauf gefetzte, seinen Kredit schädigende Gerede über ihn zu Ohren kam, dessen Urheber er in dem Beklagten bald seftstellen. konnte. Vor dem Schöffengericht erklärte der Kommerzienrat E., er habe im vorliegenden Fall in Wahrnehmung berechtigter Interessen gehandelt; er habe nur getan, was jeder ordentliche Kaufmann an feiner Stelle auch getan haben würde, dessen Guthaben gefährdet sei. Er habe sich nur Gewißheit verschaffen wollen, über die Verhältnisse des AL. Es könne hierbei garuicht darauf ankommen, ob seine Forderung Tausende ober nur 17 Mk. betragen hat. Tas Schöffengericyt war aber anderer Ansicht und oerurteiltc den Beklagten zu 200 Mark Geldstrafe mit ber Begründung, daß kein Kaufmann wegen einer Forderung von 17 Mark so handeln dürfe wie es hier gesck?ehen sei. Ter Be- ilagte hätte, ehe er das ihm von seinem Gewährsmann als Weibertlätsch Mitgeteilte weitertrug, zu Vi. gehen und von diesem! die Zahlung feines Guthabens verlangen sollen, er hätte umsomehr so l-andeln müssen, atS er mit dem Manne schon 25 Jahre lang Geschäfte gemacht und stets sein Geld erhalten hat. Es gehe nicht art, daß jemand, der so verfährt, wie der Beklagte, sich damit entschuldigen könne, er habe in Wahrnehmung berechtigter Interessen gehandelt^ Durch eine derartige Handlungs- lveise sei es sehr leiclst, den Kredit und damit die Existenz eines Gefchästsmannes zu erschüttern, und aus diesem Grunde habe das Gericht auf eine so hohe Geldstrafe erkannt. .W -== d 3 N O S®eligis feinste Kaffee-Essenz. 50% Kaffe ©-.Ersparnis. 4 Vorzüglichster Kaffeezusatz. Nun sinkt der liebe Abend nieder, • ich soll reden und bin stockheiser! Schnell, Liese — holen Sie mir eine Schachtel Fay's echte e>obenev Mineralpastlllen • für 85 Psg. irgendwo. Jnzivischen fetz' Milch auf und da hinein tun wir dann ein halb Dutzend Pastillen. Wenn irgend etwas rnich heut noch retten kann, bann sind's die • Sodener. Die haben mich nie int Stich gelassen, wenn ich erkältet war, und sie sollen auch heute an mir ihr Wunder tun. Mn ZMm ist es, zu gksSes, MMW Darm ausgebraucht. Deshalb sollen Magen-, an Verdauungsbeschwerden Leidende rc. nur eine leichtverdauliche, aber nahrhaste Diät erhalten; diese finden sie in Knorrs vortrefflichen lhaferpräparaten: Hafermehl, Haferflocken und Grütze, welche aus dem vorzüglichsten Rohmaterial hcrgestellt werden. Sie besitzen alle Eigenschaften, welche für solche Krankenkost erforderlich sind. Um eine angenehme Abwechslung in der Diät für Kranke herbeizuführen, verwende man neben Knorrs Hafermehl auch Knorrs Grünkernmehl, Gerstenmehl oder Knorrs Reismehl, welche überall erhältlich find. Man verlange aber ausdrücklich Knotts Präparate! . © © 2 « s -c Q CO > c xO o CD CD <*St rs «ft CD O Q OSt CD C X *o K5 U ö 5?^. LZ ? ... o .-^ Z X N .<£> kO c# o CD ost y—( O § x -i Cu C. CD0^ X X E K3 S ÖS L H Z Q. N § 5 H o <35 °=7 «4Ö CD L O - Ä U» o _ X «eo = o 5 CD V .. X X « c SÄ' aft «ft ._ CD x E r-» o V 1 x ’£ o v -X Ä <3 C* Ö?Ä . «n CO JD 1-1 5* X 2 x C v*? Ä-£ 28 < sQ ;-» uO E) c CO CD — o CD^" . —. tu I S> CD CD C :C o CD 'S -S _ O -Z CD- ~s x rr 70 S c jg x 5 2 «st ° VD « X . •— o eJiSe Ä L &Jq® p = . ♦* D X ’S'XD 5 S-5? G 'S — ° L 1x**r X ^_C E) p cX- «ft xO ^p- C (SD CD Q G o *X ** y 7*" i-* O c-» . —. O *2> -gc^ VD <^(S) _ Q c~> V"\ X ttD CO ‘X e_» P CK w.-Q 04 uP-X> xZAU »Ils 2 O_ X =>: * ** Oft »o *Ä- :<2 ^ 8 Os ♦”* X S ‘Jd „E o ZAZZ — . . _ Cd C?. fi* vO «O O Jt±iP .S 5 c L* A3r c § cw g c g? « c o i (rc 04 vo ., ^ c, P c ä 5fc = c o p L «ft $Z* T — — 04 ^^7(2) g D ’ .-« - cödtd cd ä -Z §o L ö, = ’S *g 70 S ‘ c* tS; D SX,1 ___2 C .= X X » X © S « o" ; o o w.c ** tf°° «Z T e._2i °S» 2>zQ n &> * v CD'Xv P X “ E c§ « C uo •5 gg § X O « W5» «^K§ -S E ®* uO -o A D-§ i&JS & g § <2- «$» c >8* 2j x c ^->r c o— s-sä 2,5: — p p S o> P7-^_» UQ C UD' tr c x X-o y >b - w V 'o »S'-O JX-73 0 Oto^s = >§- = ^5?^ = ipL ex. - •3 S? 25 ‘2 ^sf5^= ♦ -- 2 -*S X) L •§. g«s 2 §« a p CD CI ‘I S x A S-ZZ 3 o LÄ efc c § g = .§5 ,-ä 2?‘a7 ’S* J «5*-» «ft "5 c $* UD x> yo p CD X 03 X® Z 5-> e*> «ft » S a E^Z 5 öl g' - CU @ _-p .X -P e o o © XZ s £> >e ® p '^- XD077 CD X IH :p i£S5 * ÄÄ .2 L 8 L - N F-S-^H = -E* 5 o ö «9,^ o^^op-g %«55f A|. x F 1 * ">X yvs'SX>8'g o GO §N-LZ ■" ° o w Ä-3£: ^>S' ’S B ä ©.es ÄSggs . & o Z c?>Z X r-* 'o o Bekanntmachung. Betr.: Feldbereunguüg in der tÄemarkuug Gießen, rechts der Lahn; hier: den zugezogenen Teil der Gemarkung Heuchelheim. Die nachsleheitde Bekanntmachung bringen wir hierdurch zur öffentlichen UenutnrS. Gießen, den 13. März 1905. GroßtzerzogNcye Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Betr.: wie oben. In der Zeit vom 9. März d. Js. bis einschließlich 22. Marz t). Js. liegen aui dem Gemeindehaus zu Heuchelheim bei Gießen die Arbeiten des III. Abschnittes von dem zur Feldbereinigmig Gießen rechts der Lahn zugezogenen Teil der Gemarkung Heiichel' herm, nämlich: 1. die Zuteilungskarten, 2. das Zuteilungsverzeichnis, 3. die Gülergejchosfe, 4. die Zujaminenstellung der Gütergeschofse, 5. das Obstbauiliverzeichnis: ferner die Arbeiten des II. und III. Abschnitts von den infolge Grenzregulierung aus den Gemarkungen ÄUendorf mrd Kleinluiden zugezogenen Grundstücken, uänilich: L Gemarkung Allendorf: 1. das Be!ltzstandsoerzeichnis, 2. die Gütergeschofse, 3. die Zusammeiistellung der Gütergeschojse, 4. das Zuteilungsverzeichnis, 5. die Zuteilungskarte, 6. das Geldausglelchungsverzeichnis; IL Gemarkung Kleiii-Linden: 1. das Besitzstandsverzeichnis, 2. die Gütergeschosse, 3. das Zuteilungsverzeichnis, 4. die Zuteilungskarle, 5. das Gelüausgleichungsverzeichnis zur Einsicht der Beteiligten offen. Tagiahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet statt: Donnerstag den 23. März d. Js., vormittags von 11 bis 12 Uhr, (1U Gemeindehause zu Heuchelheim bei Gießen, wozu ich die Beteiligten unter dein Ansügen einlabe, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen aiisgejchlofsen fiub. Einwendungen sind schriftlich abzufusjeli, zu begründeii und auf Papier in Aktengröße (mindestens 7, Bogen) emzureichen. Friedberg, ben 6. Alarz 1905. Der Großherzogliche Feldbereinigungskommissär: gez. Spanier, Kreisanitmami. Nrrtzholzversteigerurrg im tz,.mUnd,Muld Wüuchi-olzyaujen Distrikt Engelhardt 12 g. (äußerster westlicher Teil des Waldes) Montag den 20. d. Mts., Beginn vormittags 10 Uhr an Ort und Stelle: Eichen: 9 St. III. Kl. = 5,13 frn, 16 St. IV. Kl. = 2,74 im und 7 rm Nutzholz, Weichholz: 1 St. IV. Kl. = 0,11 fm, 10 Stangen I. und 4 St. II. Kl., Nadelholz: 39 St. III. Kl. = 16,12 fm, 216 St. IV. Kl. == 37,64 fm, 70 Stangen I. Kl., 50 St. II. Kl., 10 St. III. Kl. und 69 im Nutzholz. Bw/S Groß-Rechtenbach (Kr. Wetzlar), 11. März 1905. Das Bürgermeister-Amt. Bekeruutmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen links der Lahn; hier: • die Zuziehung von Wißmarer Gsmarkungsteilen zu diesem Feldbereinigungsverfahren. Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 13. März 1905. B /3 Großherzogli^e ^ürgernieistcrei Grc^e«. ...> Mecum. Bürgergescllfcyaft. Sumstag, den 18. März 1905, abends 9 Mr: ’ General-Bersammlung im Vereinslokal (Restauration Bavaria). Kekanntmachung. Betr.: Wie oben. Eine Anzahl beteiligter Grimdeigentümer hat den Antrag gestellt, in den auf dem linken Lahnufer gelegenen imd unter Groß- hei-zoglich Hessischer Landeshoheit stehenden Teilen der Königlich Preußischen Gemarkung Wißmar das Feldbereinigungsverfahren einzuleiten und sie zum Feldbereinigungsverfahren der Gemarkung Gießen links der Lahn zilziehen. Die Landeskommrssion hat diesen Antrag für zulässig erachtet und den Unterzeichneten zum Kommissar für die Leitung der öffentlichen Abstimmung bestellt. Ich beraume daher gemäß Art. 9 des Gesetzes vom 28. September 1887, „die Feldbereinigung betreffend", ^agfahrck zur Abstimmung der beteiligten Grundeigentümer nber den oben erwähnten Antrag auf Mittwoch den 29. März d. IS., vormittags von 107. Uhr bis 117- Uhrp in die Großherzogliche Bürgermeisterei zu Gießen, Zimmer Nr. 11, hiermit an. „ .. . . , Diejenigen beteiligten Grundeigentümer, die in der Dagsahrt weder persönlich, noch durch gehörig Bevollmächtigte absttmmen, werden als für den Antrag stimmend angesehen. Die außerhalb der Gemarkungen Gießen und Wißmar wohnenden Ausmärker werden ausgesordert, zur Wahrung ihrer Interessen einen im Bereinigungsbezirk wohnenden Bevollmächtigten zu ernennen, da eine weitere besondere Zuschrift im Laufe des Feldbereinigungsverfahrens nicht mehr erfolgt. Friedberg, ben 6. März 1905. Ter Groß herzogliche Feldbereinigungskomnnssari gez. Spanier, Kreisamtmann. t'ur altes Schuh-imdLederzeBg| Verbürgt schönsten Glanz, ist säurefrei, macht das Leder halt- *>ar,geschmeidigu.wasserdicht. Bottin Compagnie, Darmstadt. Zu haben bei: ss3/» Adob W e.z, Saltersweg6.1 Tagesordnung: v% 1. Bericht, 2. Rechnungsablage, 3. Vorstandswahl, 4. Verschiedenes. Der Vorstand. Sammelpunkt Eisenbahnhaltestelle. Rm. 140 Rm. Buchen-Scheiter, 50 it n v Fstm., Köhler. 1355 Eichen- Fichten- Kiefern- 5 70 8 0 tr u u v Stämme Kiefern-Grubenholz — 0,41 Fstm., Fichten-Reisstangen = 8 Fstm., tauglich zu Bohnen^ stangen. Stamm Kiefern-Bauhotz = 0,61 Birke-Stamm von 21 Etm. Durchm., 5,6 Mr. Länge, 35 135 117 4,7 1 1 2 607 Eichen- „ Buchen-Knüppel, Im Distrikt Lich^rhölzchen sitzen: 11,6 Rm. Buchen-Scheitholz, 10 „ „ Knüppelholz, 3 u , Stöcke. Dieses Holz wird Mittags .beim Feuer" ohne Vor- zeigung versteigert. Langsdorf, den 13. März 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei. Buchen-, Eichen- u. Lärchen-Reisig, Buchen-Stöcke, Eichen- „ Fichten- , iKemerndewald Langsdorf. Holzversteigerung. Montaa, den 20. März 1905, vormittags 9*/4 Uhr, TURK PABST Worcester-Sauce. Mayonnai se.. T. & P’s. W.-Sauce gibt Arate», Fische», TuaKeu:c. pikavlestea Gelchmeäi. „ Mahottuaise n. Älemouladen-Sauce siud o. aasgereichueter SSte 8812 1 Arbeitsvergebung. Für die Anlage erhöhter Fußwege in den Straßen bet Kreisstadt Schotten, werden nachstehende Leistungen öffentlich zur Submission gestellt: 1. Lieferung von 375,15 lfd. m Bordsteinen einschließlich Bögen 18/30 cm stark ans Basaltlava franko Station Schotten. 2. Versetzen von 375,15 lfd. m Bordsteinen, sowie Liefern und Verlegen von 509,29 qm gekuppten 4 cm starken Zementplatten. 3. Herstellung von 330,29 qm Rinnen- u. Schichtpflaster. Bedingungen sind bei unterzeichneter Stelle einzusehen und daselbst auch die Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum Eröffnungstermin Montag den 3. April d. I., vormittags 11^/z Uhr einzureichen. Schotten, den 13. März 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Schotten. x Kromm. 1861 Meyerhoff & Goslar 13 Kreuzplatz Kreuzplatz 13 D1*/, Danksagung J. Brahms. Du, hv51/1 Ma« verlange Telefon 235. Sonnenstr. 6. A 1298 Asterweg 47. Ederstrasse 8. ng*10/? 957 Eilt! Eilt! Eilt! \ 'oh/7 < h eu dir onübertrotten Kum kochen, hrsten a. hacken 50°/o Ersparnis gegen Butter! 3000 3000 3000 3000 5000 18000 Allen lieben Einwohnern von Allendorf und Umgegend, die uns bei dem schmerzlichen Verluste unseres geliebten Sohnes so viel erquickende Teilnahme erwiesen haben, sowie im Besonderen den drei bei der Trauerfeier mitwirkenden Gesangvereinen sprechen wir auf diesem Wege unsern herzlichsten Dank aus. u aus Frankfurt a. M. Einüittskarten für Nichtmitglieder ZU Mk. 2.50 (Sperraitz Mk. 3.50) sowie Kleine Partitur-Ausgabe r-™-. i sind in der Musikalienhandlung von Ernst Challier (Budolph’s Nacht.) und abends au der Kasse, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Stork zu ermässigten Preisen zu haben. Oefinung des Saales 4*/2 Uhr. v10/, Giltigkeit haben blaue, rote und rotweisse Karten, ungiltig sind gelbe Karten. Vmzirralweg Annerod—Rödgen. Annerod, den 8. März 1905» Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod. Horn. rn 6 vorm.: S. Weimersheim Nachf. Giessen HoLzversteigerrmg. Lorwerstog den 16. März 1905, von <9 Uhr «r, soll in dem Anneröder Gemeinde-Wald in den Abteilungen 6 Krähenholz, 7 Reuwieß, 8 GänSweide, 17 Haar, 18 Neuwald und 22 Grünau folgendes Holz verlagert werden: PALMIN •reinste Pflanzenbutte* erlaube rch nur die Anfertrgung von Garteuspaliereu. Hätte«, Halle«, Waschpfählen, Barrrrr-, Bohnen-- und Roseustaugeu, jowie alle in das ?yach emschlagenden Artikel in empfehlende Erinnerung zu bringen. August Helfendem, KUmrgeM Lchottstratze 19. Neu aufgenommen für Backfische: Kostüme, Kostümröcke, Staubmäntel W s* Zi-hmig ta Mm sä‘ä*M’ Bich ar «1 Buchacker, General-Vertrieb, Neeren Baue UL H Lose 10 Mk.. für Porto und Liste 25 Pfg. mehr. Ausführ^ndes Herr Konzertmeister Adolf Rebner (Violine) | „ Johannes Hegar (Cello) ?-v' W 1. Trio für Klavier, Violine und Violoncell, op. 101..... 2. „Das Eteusische Fest“ von Friedrich von Schiller mit begleitender Musik (op. 9) von Max Schillings. (Herr Dr. W. Pfeiffer) 3. Sonate für Violine und Klavier, op. 30 No. 2 . L. van Beethoven. 4. „Das Hexenlied“ von Ernst von Wildenbruch mit begleitender Musik (op. 15) von Max Schillings. (Herr Dr. W. Pfeiffer) 5. Trio für Klavier, Violine und Violoncell, op. 97 . . . L. van Beethoven. hn Namen der tief gebeugten Angehörigen: Pastor 3. Focken und Frau geb. öirksen. Wiesens (Ostfriesland), den 13. März 19-05. Kaiserkrone, Perle von Erfurt, Goldkrone, Perle der Wetterau, Maikönigiu, Rote Frühkartoffel, Weiße Frühkartoffel, Weltwunder, Industrie gelbsleischig, Paulseuö Julie gelbfleischig, Alte Blaue gelbfleischig, Magnum bonuni. Sämtliche Kartoffeln sind rein und gut auserlesene Ware, sowie von großer Ertragsfähigkeit. iöLM-ruLM-Artchlll empfiehlt 1226 L, WeiseO. Giessener Konzert Verein Sonntag den 1S2. März 1905, abends 5*/4 tJnr im grossen Saale des Gesellschaft»-Vereins Mehies Konzert Zweiter Xim»erfli6$il(-Ab80(l beste tiewimicuauceii, bei geringem Einsatz!! Nächste Ziehung schon ! am 23. März und folgende Tage der sehr beliebten, piisip Grossen Wohltätigkcits-1 üsici- 1 Lotterie d. KrankenpüegeAnstalten] vom Roten Kreuz, Strassburg i. E. 60Ö2 M. j 7GEEEZ ! 1. Hauptgew. M. 20000 i 2. Hauptgew. M. 1OOOO i 3. Hauptgew. M. 5000 [ Zwn bevorstehenden ■ - Frühjahr bei 871 Emil Fischbach. 'haßen 'in, den> 'meisten &escfi,äften. „ Universitäts-Musikdirektor G. Traut manu (Klavier) Gast: Herr Dr. Wilhelm Pleitier aus Heidelberg. Vortragsfobge: Die Frühjahrs-Neuheiten sind eingetroffen. Einen grossen Posten Gardinen in-aeme und weiss zu bedeutend herabgesetzten Preisen Bestickte creme Gardinen abgepasst per Fenster von IM. 8.— an. Spachtel-Stores Ronleauxstoße Vitragen Madras-Stoüe etc. Dekorationen Teppiche Linoleum Carl Stückrath, Möbelfabrik Sctai 8-THOMPSONS 3 ä 1000 = m H 500 — M 30 5 100 = M. (U) a 50 — M. 350 Gew. zus. M. 5600 Gew. zus. M. SEIfEN-PÜlVEK das beste Wasdimitfe! der Welt A. 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