Nv. 38 Zweites Matt. 155. Jahrgang Dienstag 14. Februar 1905 Vrschetnt kSgüch mit Ausnahme de» Sonntag». Die «Siehener Somtltcnbiatter* werden dem ,An,etgeL viermal wSchentltch betqelegt. Der »helstlchr raubwtrt*' erscheint monatlich einmal. Gießener Anzeiger IRotaftontovutf anb Verlag der Brühllchem UnwerftrütSdruckerei. R. Lange» Dreßen. Redaktion, Expedition n. Druckerei! Schulstr. I. Tel. Nr. 6L Tetegr^Adr. * Anzeiger Gieße» General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Die Hullkourmission. Pa-vis, 13. Febr. Tie Hullkommission hielt heute eine Sitzung ab. Ter englische Vertreter O'Beirne verlas die Anträge seiner Regierung. Tiefe besagen: erstens, in der Nacht zum 22. Oktober befanden sich tatsächlich keine Torpedoboote oder Torpedojäger unter ben britischen Fischerbooten oder in der Nähe der russischen Flotte. Tie russischen Offiziere täuschten sich, indem sie ännahmen, daß Schisse dieser Art an Ort und Stelle oder in der Nachbarschaft seien, und daß sie die russische Flotte angegriffen hätten oder beabsichtigten, sie anzugreifnu Zweitens, es war kein ausreichender Grund vorhanden, um die Eröffnung des Feuers zu rechtfertigen. Nachdem das Feuer einmal eröffnet war, hat man nicht, wie man mußte, das Schießen geleitet und kontrolliert, um zu vermeiden, daß der Fischerflotte Be- säwdigungen zugefügt würden. Das Feuer ist gegen die Fischerflotte während eines unangemessen langen Zeitraums fortgesetzt worden. Trittens, Leute von Bord der russischen Flotte hätten den Verwundeten und den beschädigten Booten zu Hilfe kommen müssen. Viertens, seitens der Leute an Bord der Fischerboote oder derjenigen, welche die Leitung der Boote hatten, sei kein Fehler begangen worden. Tie von dem russischen Vertreter Nekljudoff verlesenen Anträge lautens In Erwägung der Beweise, die von der einen wie der anderen Seite der Untersuchnngskommilsion zur Prüfung unterbreitet worden sind, in Erwägung ferner der Tatsachen, an die in diesen Anträgen beigefügten Bemerkungen Erinnert wird und die durch die Untersuchungskommission enthüllt und festgestellt worden sind, ist die russische Regierung zur Schlußfolgerung berechtigt, daß das vom russischen Geschwader in der Nacht zum 22. Oktober abgegebene Feuer in rechtmäßiger Erfüllung der militärischen Pflichten eines Geschwaderchefs befohlen und ausgesührt worden ist, und daß daher weder Roschd- j e stw ens ki die Verantwortung treffen kann, no d> e in en seiner Untergebenen. Tie russische Regierung beklagt aufrichtig, daß der Vorfall Unschuldige getroffen hat und beabsichtigt, wenn der Geschwaderchef au h frei von Verantwortung sei, sich keineswegs dem Schadenersatz zu entziehen. Tie Regierurrg würde bereit sein, die unschuldigen Opfer des Feuers schadlos zu hatten und den angerichteten Sachschaden zu ersetzen, indem sie vorschlägt, die Festsetzung der Entschädigungssummen einem Schiedsgericht zu überweisen, das aus den Mitgliedern des ständigen Haager Schiedsgerichts erwählt wird. Ausland. Paris, 13. Febr. (Senat) In der heute fortgesetzten Beramng des Militärgejetzes wurden Befürchtungen' geäußert, ob die Kadres der Kolonialarmee und die Truppen zur Deckung der Festungen fest genug gefügt sein würden. Kriegsminister Berteaux erklärte demgegenüber: Wir sind in derLage, allen Ereignissen die Spitze zu bieten. Die zweijährige Dienstzeit setzt das Land in keiner Weise einer Gefahr aus. Die Mobilisierung der Truppen zur Deckung der Festungen wird in der Wecje geregelt, daß die Grenze sicher gestellt wird. Weiterhin bemerkt der Kriegsminister auf euie Anfrage, das neue Gesetz würde eine Ergänzungsausgabe von etwa 25 Milt Francs erfordern, die leicht zu bestreiten sein würde. Mailand, 13. Febr. Der „Eorriere della Sera" erfahrt aus Neapel, daß Kaiser Wilhelm dort aus seiner Mittelmeerreise eine Zusammen kunftmitderu König Viktor Emanuel haben wird in Gegenwart des italienischen Mittelmeergeschwaders und einer deutschen Schisfsdivision; es sollen wichtige politische Trint- sfwüche gewechselt werden, über deren Wortlaut bereits verhandelt werde. Viel beachtet wird der günstige Kommentar des „Osser- vatore Eattolico" zum internationalen Ackerbau- Jnstitut, der gebesserte Beziehungen zwischen dem Vatikan und Quirin al beweist, da Leo XIII. alle internationalen Veranstaltungen im königlichen Rom bekämpfte. Wien, 13. Febr. In einer Plenarsitzung der Sektion für Industrie, Gewerbe und Handel des Industrie- und Landwirtschastsrats hielt der H crn d e l s m in i ste r eine Rede, in der er auf den Abschluß des Hand elsVertrags mit Deutschland hinwies und dann ausführte: Der Abschluß des Vertrags mit Italien dürfte in nächster Zeit möglich sein. Die Verhandlungen mit den anderen Vertragsstnaten werden rasch in Angriff genommen werden. Der neue Vertrag mit Deutschland bot infolge der von deutsche« Seite vorgenommenen bedeutenden Erhöhungen der deutschen Agrarzölle außerordentliche Schwierigkeiten. Die deutschen Minimalzülle für Getreide und zahlreiche gesteigerte Sätze für andere landwirtschaftliche Produkte wurden von Rußland und den Balkanstaaten angenommen, obwohl die Ausfuhr dieser Staaten nach Deutschland fast ganz aus diesen Produkten besteht, und sie besonders an dem Getreidezoll iw ganzen viel mehr interessiert sind als wir. Bei dieser Sachlage konnte unser Bemühen nur daraus gerichtet sein, einerseits für unsere spezifischen landwirtschaftlichen Ausfuhrartikel möglichst günstigeBedingungen zu erreichen, andererseits das Interesse unserer Industrie zu wahren. Iw diesem Sinne wurden für eine Reihe industrieller und gewerblicher Artikel, deren inländische Erzeugung unter der deutschen Konkurrenz litt, erhöhte Zölle durchgesetzt. Im großen und ganzen konnte für unsere wichtigsten industriellen Ausfuhrartikel der status quo ante in Deutschland annähernd wieder erreicht werden. Konstantinopel, 13. Febr. Anläßlich des Ab- schlusies der Geschütz liefet ungen für die türkische Artillerie seitens der deutschen Industrie und des damit verbundenen finanziellen Abkommens sand ein warm gehaltener Depeschenwechsel zwischen Kaiser Wilhelm und dem Sultan statt Kcer unO A.oUe. — General v. Trotha wird voraussichtlich in nicht mehr ferner Zeit, wenn im Zentrum und Süden des Schutzgebietes im wesentlichen die Ordnung wiederhergestellt ist, seine Rückreise in die Heimat antreten. — Ter über kurz oder lang unvermeidliche Ovambofeldzug bedarf größerer Vorbereitungen, insbesondere auf dem Gebiete des Verkehrswesens. General v. Trotha werde nach Niederwerfung der Hereros und Witbois wenigstens zeitweise nach Deutschland zurückkehren und hier an den Vorbereitungen für eine nördliche Expedition mit» Nnrkeu. London, 15. Febr. Die Liberalen fordern eine R e * form des gesamten gegenwärtig in England bestehenden' Militärsystems, sowie die Verminderung derj Ausgaben. Bezüglich der militärischen Lage Englands! werden die Liberalen feststellen, daß die von dem Kriegsminister Brodrick seinerzeit eingeführten Reformen nur die Desorganisation der Armee zur Folge gehabt haben; sie werden ferner hervorheben, daß England augenblicklich eine Armee von 230 000 Mann besitzt, wovon über 70 000 Mann in Indien sind. Von den übrigen sind 40 Pro z. dienst-« unfähig. Somit bleiben noch 95 000 Mann, tvelche England mehr Geldausgaben verursachen, als Frankreich für seine ganze Armee verausgabt. Von den dienstunsähigens Mannschaften befinden sich 21000 im Gefängnis, 9000 sind krank, 7000 fahnenflüchtig und 3000 sirch- wegen Tienstuntauglichkeit entlassen. — In einem Vororte, von Paris starb Alfred Chasse- p o t, der Erfinder des bekannten Gewehres, im Alter von 70 Jahren. Generalversammlung des Bundes der Landwirte. Berlin, 13. Febr. Als heute um %1 Uhr Frhr. v. Wan gen heim die Versammlung eröffnete, da war der Zirkus Busch gut besetzt Herr o. Wangenheim meinte, nach 12 Jahren harter Arbeit stehe der Bund heute vor dem Abschluß der ersten Periode seiner Tätigkeit Tie neuen Handelsverträge haben gute und schlechte Seiten. Auf welcher Seite der Ueberschuß sich finden wird, das vermag heute noch niemand zu saegu. Aber auch wenn sich Herausstellen wird, daß das Gute überwiegt, so ist trotz dieser Verträge der Bund der Landwirte dura-aus nicht überflüssig. Wir haben nie anders als saun ich gekämpft, wir haben durch unsere ganze Tätigkeit im Lande und im Parlament bewiesen, daß wir keine einteilige Bevorzugung der Landwirtschaft wollen. Tr. Rösicke formulierte dann die agrarische Stellung etwas prägnanter: Tie alten Verträge hatten die Landwirtschaft begras Oiect; in den neuen Verträgen ist der Text nicht viel geändert, aber anders ist die Melodie. Tie L a n d w i r t s ch a f t ist ais- gleich berechtigt aneifannt. Tas ist für uns ein Sieg.' Leider ist vor kurzem aus d.em Munde eines Ministers ein anderer Ton erklungen. Es wurde gesagt, der Bund hat Oel ins Feuer gegossen. (Pfpiruft.) Wir würden sehr bedauern, wenn diese Worte wohlüberlegt gewesen sind. Tie nationale Bedeutung des Bundes liegt darin, daß er ein dauerndes Bollwerk bildet gegen die Gefahren des Großkapitals und des Proletariats. Gerade jetzt prallen in Rußland die Wellen der Revolution vor der Treue des Bauernstandes ab. Tr. Tiederich Hahn erstattete den Geschäftsbericht. Tanach wurden im letzten Jahre 6614 Versammlungen abgehalten und 10 000 neue Mitglieder ausgenommen. Tr. Hahn bittet die Versammlung um ein Zeugnis, ob man jemals verhetzend geredet habe. Tie Versammlung antwortet: Nein! Auch dieser Redner erkennt an, daß die neuen Verträge der Landwirtschaft kerne neuen Opfer zugemutet haben. Jetzt gelte es, zu arbeiten, daß in 12 Jahren, wenn es wieder an eine Neugestaltung unserer Handelspoütik geht, die Landwirtschaft noch eine ganz andere, Stellung erringt. Kießencr Theater. Die Siebzehnjährigen. Schauspiel in 4 Aufzügen von Max Dreyer. „Tie Siebzehnjährigen", die gestern zum Besten des rteiten Theater- und Saalbaues gegeben wurden, sind m. E. die beste dramatische Dichtung Dreyers, des Verfassers des wirksamen Spektakels „Der Probekandidat"" usw., so novellistisch sie auch in der Idee wie in Einzelheiten sind. Es ist eine rein psychologisch>e Dichtung mit einer spcumenden Handlung. Der Major Werner v. Schlettow hat eines nervösen Augenleidens wegen vorzeitig den Dienst quittieren müssen und sich aus sein Rittergut zurückgezogen. Er- üst im Grunde ein liebenswürdiger und leichtsinniger Schwerenöter, aber es lastet auf seiner Stimmung sein Leiden und dieses Leiden wohl führt ihn mit zu der Entdeckung, daß ein Stück Künstler in ihm steckt. So dürstet denn seine leicht berauschte Seele nicht nur nach der Schönheit des Weibes, sondern auch nach! aller künstlerischen Schönheit. Seine tüchtige, kraftvolle und liebesstarke Frau behartdelt er zwar galant und mit liebenswürdig willfähriger Kameradschaftlichkeit, aber die Reize graziöser StubenmüdchM läßt er nicht unbeachtet — in allen Ehren, wte's scheint. Für Frau Annemarie, von der wir nicht recht erfahren, ob sie der materielle Zwang oder ihre Neigung dazu treibt, bilden Obstgarten und Kuh- ftälle den Haupttummelplatz. Den mehr oder minder kleinen Ab- und Ausschweifungen ihres Gatten gegenüber hat sie stets so groß- als gutmütig ihre gesunden Augen zu- gedrückt, und sie sieht auch nichts Arges darin, daß ihre 17jährige Adopttvschwester Erika, die als Gast bei ihnen erscheint, ihn lieb eg irrend umschwirrt und daß er sie nur deshalb so kühl und ironisch behandelt, weil es innerlich um so heißer in ihm glüht. In der kleinen Erika Adern aber rollt ein feuriges Zigeuner- blut. Sie hat etwas von der Hilde und der Hedda Ibsens und der Salome Wildes. Dreyer wollte wohl ein noch halbflüggetz Weiblein malen von brutalem Sinnlichkeits- trieb, der noch etwas Naives hat, weil er kaum ins Bewußtsein Getreten ist Aber er hat leider nicht viel mehr als ein paar grobe Striche gezeichnet. Es ist ihm nicht gelungen, die Frühverdorbene in klaren, festen Zügen nebst allen feinen seelischen Abtönungen uns psychologisch ganz verständlich zu machen. Ein gedankenvoller, künstlerisch fühlender Menschenkenner und -Versteher würde die bald gar sehr ausdrmglichen Attacken dieses lüsternen Kätzchens eher geschmacklos finden und sie degoutieren, als durch sie kopflos werden. Nebenbei kokettiert diese 17 jährige Verruchtheit mit dem ihr gleichaltrigen Jung-Frieder, ihres Liebsten Sprößling, der als Kadett aus Ferienurlaub nach Hause tommt. Frieder hat von der leichten Frohnatur des Vaters nichts geerbt, er ist mehr nach der Mutter geartet, ein schwerblütiger Jüngling, der das Leben, dem er, trotz der tollen Streiche feiner Kameraden, mit gar zu unglaublich reiner und keuscher Naivetät gegen üb ersteht, bitter ernst ninunü und einen Kuß von Erikas Lippen bereits als den Abschluß eines ewigen Bündnisses betrachtet. Ter unglückselige Frieder belauscht das Pärchen bei der Verabredung eines Rendezvous. Der Glaube an den Vater, an dem er bisher voller bewundernder Anbetung hing, weil er ihm als das Muster milder Mannheit erschienen war, der Glaube an allen menschlichen Edelmut, der Glaube an jeglichen Lebenswert ist mit einem Schlage in dem ratlosen verzweifelnden Knaben vernichtet. Er sieht kein anderes Ziel als schleunigen gewaltsamen Tod. Bis dahin vermag man dem Dichter bedingungslos zu folgen. Nun aber kommt ein völlig überflüssiger 4. Akt. Ter Dichter ist mit den Dreien, Vater, Viutter und Liebchen, in peinlichster Verlegenheit allein geblieben und versetzt uns in die gleiche Situation. Die Novelle findet ihren Schluß. Frieders Mutter erkennt in allmählichem Anfdäm- mern die Wahrheit und die furchtbaren Zusammenhänge. Werner erblindet auf die Nachricht von dem Tode des Sohnes, was nicht weniger unerquicklich dadurch gemacht wird, daß der Dichter bereits in allen Akten die Gefährlichkeit der Aufregung für Werners Augen signalisiert hat. Die Frau schließt ben Gebrochenen, Verzweifelten in ihre Arme, sie will bei ihm bleiben. Erika wird im Handumdrehen eine büßende Magdalena, die schon vorher un- qlanblich bekennmiseifrig alles gestanden hat, und sinkt mitsamt ihrem Werner in.der allgütigen Mutter Annemarie allumfassende Arme. Mit diesem rührsamen Schlußtablean heilloser Dreieinigkeit ist Dreyer aus einen künstlerisch wie menschlich gleich bedenklich schlimmen Abweg geraten. Seine Sucht, einen Schlußeffekt zu erzielen, hat ihn zu einem bösen gefühlsfälschenden Streich wider alle Möglichkeit getrieben, der unverzeihlich ist. . 3 r Uni) doch ist Treyer em Dichter. Das beweist vor allem die künstlerisch vollendete Behandlung des Jüng- lingscharakters, mit dem wir himmelhochjauaizen und zu Tode betrübt sind. Und wie in dieser Juugungsseele, >o liegen auch sonst noch manche Keime zu Schönem und Fernem in Dreyers neuestem Schauspiel, aber sie kommen auch nicht zur vollen Entfaltung. Da ist tief Angelegtes verflacht, viel Feingcsponnenes vergröbert unb verzerrt. Mnz vorzüglich ist die Eyarakterisierung der drei Genera- tionen der adligen Familie, und ebenso lebensvoll die resolute, mit humoristisch mütterlicher Zärtlichkeit für ihren (Lotten sorgende Frau Annemarie, er selbst in seinem Verhältnis zu ihr, wie zu Erica, die den 9iamen der wilden Heide- blume nicht ohne Sinn trägt, und zum Sohne gezeichnet. Lieser aber steht dann einen ganzen Akt lang auf oer Bühne und würgt hamletisch au seinem Schmerz, bis er endlich in den Tod eilt. Selbstmorde junger Menschen, die im Uebergangsalter vom Knaben zum Jungttng sichen, sind im Leben leider nichts Seltenes. Das Stadium der beginnenden Pubertät ist für viele gefährlich und mancher legt bei der ersten großen Angst vor den sürchlerlichan Graufanlkelten des Ledens, vom taedium vitae ergriffen, Hand an sich selber. Aber wie der Ovib,jnoro des Jüng- ...................... lings im „Troumulus" von Holz und Jerschke, so ist auch dieser Selbstmord pathologisch und psychologisch doch nicht zwingend genug motiviert. Jedenfalls ist er nicht logisch schlechthin, aber vielleicht die Logik eines 17jährigen. Die Sttafe, die der kleine Frieder dem Vater und der Geliebten zugedacht hat, hat indes etwas heldenhaft Großes an sich Seine Leiche an den Stufen des Pavillons soll den betbeni den Eingang wehren. — Es gibt eine reizende Szene: Vater und Sohn sollen arbeiten und nicht der lockenden Schönen) nach steigen — Mutter, die gebietende, will es so. Aber es wird an diesem holden Sommermorgen weder etwas aus der Mathematik des einen, noch aus der Vialerei des andern, beide nehmen den Weg durchs Fenster. Und ergreifend ist die Szene zwischen dem Enkel uno dem prächtigen Großvater^, dem tauben Lebensüberwinder, der seelenvergnügt ist, w-eil ihm die Welt nichts mehr gnhaben kann, und dem die geängstigte Kreatur seinen Schmerz zuflüstert; der alte Herr hört ja nichts! Die packende Dichtung hat starke, nicht eben leichte Rollen. Zu ihrer Darstellung hatten sich unserer wackeren Künsllerschar vier Größen des Frankfurter Schauspielhauses^ gesellt. Bereitwillig waren sie hierher geeilt, um das Ihre zur Förderung unseres Theater- und Saalbaues zu tun: und uns ein reiches Gastgeschenk ihrer Kunst darzubieten. Gießener Theaterfremrde aber hatten sich, überaus zahlreich eingefunden, sowohl locgen des guten Zweckes dieses Theater> abends, als um den Frankfurtern für ihre uneigennützige Willfährigkeit zu danken. Die von Dreyer am wenigsten gerundete Gestalt, die deSI Majors, stellte Herr Bauer dar. Wir schätzen Herrn Bauw als einen der vortrefflichsten Charakteristiker der deutschen Bühne, als einen Künstler von tiefem und zartem Gefühls von feinem Geschmack und einem mitreißenden Herzens- frohsinn, der uns schon viele köstliche Stunden vornehmsten künstlerischen Genusses beschieden hat. Wo je ein Dramatiker innere Wärme vom Darsteller verlangt, da kann ihm niemand lieber sein als Arthur Bauer aus Frankfurt. Aus ihn paßt das Fontane'sche Wort: „Wer schaffen will, muß fröhlich sein." Auch der verwickelt konstruierten Natur, die Dreyer hier auf die Bühne gebracht hat, hat er von seiner inneren Fröhlichkeit ein stattliches Portiönchen gegeben. Der.Major v. Schlettow ist ein noch immer elastischer Mann und den Frauen ebenso gefährlich, wie sie es ihm sind, sehr sogar. Jst's nicht der 17jährige tolle Kobold, so ist's die ,gefärbte* Gräfin - Nach barm. Ein solcher Mann genießt die Freuden feiner Sinnenlust nicht allein mit kühl verständigem Lebenskünstlertum, sondern auch mit Temperament. Es steckt noch immer „sprühendes" Leben in ihm, er ist innerlich noch jugendlich, und nur sehr schwach verteidigt er seine Tugendfestung. Seine große Apologie im Schlußakte wirkt nach allem Vorhergegangenen un*i wahr. Herr Bauer nahm s. Z. bei der Jrankchrter Brennery Getreidepreise in Mannheim x 3 I Kaffee-Essenz •iS ’a d «-PCL. ,1V3 p > liche Empfindungsausdrücke, auch die Echtheit des Schmerzes und der Ausdruck der unseligen, alles arrdere überwindenden und verdrängenden Liebe zu Werner, der Furcht und der noch mit Schimmern der Hoffnung umblühten kummervollen Sorge um Werners Geschick im lebten Akte machten auch Frl. Sangoras Leistung höchst achtenswert. Frl. Klinckhammer faßte zuerst die prächtige. Fr au Annemarie zu weltstadtdamenhaft an. DrescGutsbesitzerin mit den hartgearbeiteten Händen, dieses! kreuzbrave gerade Weib ohne Falsch und ohne Furcht und Tadel kann man sich rustikaler denken. Jin letzten Akte aber machte dre in ihren heiligsten Rechten gekränkte, ihres besten Gutes beraubte Mutter und Gattin einen tiefen Eindruck. Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 13. Februar 1905. gerade sie zum Ausgangspunkte seiner Charakterzcichnung und verschob so das dichterische Bild der drei ersten, der weitaus besseren Akte. Nicht das haltlose Schürzenjägcrtnm, von dem doch in den ersten Akten alle Spatzen pfeifen, sondern das Pflichtbewußtsein, die gutmütige Neigung und Anerkennung für seine brave Frau und vornehmlich sein körperliches Leiden und die damit verbundene schwere Seelen- depression stellte er damals in den Vordergrund seiner Charakteristik, während doch der immer noch liebedurstige Major innerlich darauf brennt, trotz aller Bedenken, die junge Knospe für sich zu pflücken, so unsympathisch ihm auch die nur pathologisch erklärbare Leidenschaft der kleinen Kanaille ist. Halb zog sie ihn, halb sank er hin. Herr Bauer hat nun gestern diese seine ursprüngliche Auffassung der Rolle sehr wesentlich modifiziert. Er hat den schönheitsfrohen Aestheten erheblich verjüngt, mit seinem eigenen prachtvollen Humor durchgossen, und ihm auch etwas vom militärischen Air gegeben, das doch nicht unwesentlich Teil hat an seiner Gewalt über Frauen. Freilich die „Sigfrieds- Ms §tiiöt und Lw'S. Gießen, den 14. Februar 1905. •• Ihre Röntgt Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin nebst Gefolge fahren heute, den 14. Februar, mit einem Sonderzug von Zell-Romrod lab 2.15 Uhr) über Gießen (an 3.29, ab 3.35) nach Lich (Ankunft 3.55). — Mittwoch, den 15. Februar, wird die Gießener Studentenschaft dem in Lich weilenden Großh. Herrscherpaar einen Fackelzug bringen (Gießen ab 6.05 Uhr abends). Die Rückreise Ihrer Röntgt Hoheiten nach Darmstadt wird voraussichtlich am Donnerstag erfolgen. ■ - - — Seelig’3 feinste Weizen 100 51g. 18,85 Akk. Roggen 100 „ 14,65 „ Anzeige.) *• Feuerwehr. Die Vorbereitungen zur Feter des 50jährigeu Bestehens der beiden Freiwilligen Feuerwehren Gießens sind soweit gediehen, daß für morgen Mittwoch abend 6 Uhr im Neuen Saalbau eine große Versammlung anberaumt ist. Dazu sind Einladungen an alle Streife der Bürgerschaft zur Konstituierung der Ausschüsse ergangen. Eine vollzählige Beteiligung der Eingeladenen wäre sehr erwünscht. ** Evangelischer Arbeiterverein. Im gestrigen Vortragsabend 'sprach Privatdozent Dr. D a n n e m a n n, Oberarzt der psychiatrischen Klinik, über die Anstalten für Gemüts- und Geisteskranke und ihre Einrichtungen. Er schilderte die Entwickelung der Anstalten aus ihren ersten Anfängen im Mittelalter bis zu unseren modernen Einrichtungen. Früher hielt man Geisteskranke für Besessene; man sperrte sie ab, um sie unschädlich zu machen. Erst im letzten Jahrhundert haben sich die Anstalten ztt Pflegestätten Kranker, was sie ja sein müssen, ausgebildet. Instrumente wie etwa die Zwangsjacke sind längst nicht mehr im Gebrauch. Der Vortrag brachte eine Fülle interessanter Mitteilungen. Nach dem Schluß fanden die aus dem Zuhörerkreise gestellten Fragen sachkundige Beantwortung. § Romrod, 12. Febr. Das Gro ßberzo glich c Paar unternahm gestern einen Ausflug durch den Vogelsberg per Automobil und kehrte bei dem Fürsten von Isenburg aus Schloß Birstein zu kurzem Besuch ein. Dre Fahrt begann vormittags 10 Uhr und erfolgte bei heftigem Schneegestöber über dte noch stark beschneiten Straßen des Vogelsbergs. Gegen 12 Uhr traf das Paar in Brrstem ein. Abends gegen 1/26 Uhr kam das Großherzoglrche Paar wieder hier an. Die Gebirgstour erfolgte von Birstein über Lichenrod, Hartmannshain, Grebenhain, Menschlirf, Herbstein, Eisenbach, Lauterbach, Maar, WaUenrod und Breidenbach nach Romrod. Da das Wetter teilweise sonnig und klar war, so boten die schneebedeckten Höhen des Ge- birgs den Touristen ein herrliches Bild. Kleine Mitteilungen aus .Hessen und den Nachbarstaaten. Seit dem 10. d§. Mts. ist die gemütskranke 26jährige Katharine Wessel aus der Wohnung ihrer Eltern in Hanau verschwunden. Sie glaubt sich von bösen Geistern verfolgt. — In Niederzwehren bei Kassel warfen Kinder einen alten Mann namens Schwemker mit Schnee- bällen. Hierüber erbost, zog Sch. seinen Revolver aus der Tasche und feuerte unter die Kinderschar. Ein zwölf Jahre altes Mädchen wurde von dem Schuß getroffen und stürzte tot zu Boden. Der Täter wurde verhafüt 50% Kaffee-Ersparnis. ss4/ Vorzüglichster Kaffeezusatz. Grundlage verboten seien. Weiter spricht die Versammltmg deti Komilitonen in Hannover, B r a u n s ch w e t g und Ehar- l 0 t t e n b u r q ihre volle Symv a t h t e aus, im Kamp^ gegen die Unterdrückung altüberlieierter akademischer Vorrechte, obwohl die Karlsruher Studentenschaft keine Veranlassung habe, eine 43 - schränkung der akademischen Freiheiten tu Baden zu be urchten. Beide Resolutionen wurden gegen dte (Stimmen der konfessionellen •* Personalien. Ernannt wurde am 9. Februar d Js. der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Michelstadt Kern zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze m Langen. ,,, „ v _ Vort rag über Altertumswissenschaft, um ein Zusammentreffen mit dem von der Gießener Studentenschaft geplanten Fackelzag zu vermeiden, ist der zweite der „Vorträge aus der Altertumswissenschaft" auf Freitag, deu 17. Februar verlegt worden. Prof. Wünsch gedenkt alsdann über „das antike Rom zu Goethes Zeiten" zu sprechen; die Lichtbilder sind zum Teil nach alten Stichen 'hergestellt, die uns die Ruinen Roms am Ende des XVIII. Jahrhunderts zeigen; sie sollen durch die Aeuße- rungen Goethes erläutert werden. (Im Uebrigen s. die Mmverstläts-UachrieHien. K a r l s r n h e , 13. Februar. Eine von 1200 Studieren den der t e ch n i s ch e n H 0 ch s ch u l e besuchte Versammlung sprach sich gegen d i e ko niesfio nellen Korporationen aus, die eine Existenzberechtigung an Technischen Hochschulen nicht besaßen. Rektorsimd Senat werden gebeten, die bestehenden konfessionellen Verbindungen ausiubeben und die Disziplinar-Vorschriften dahin abzuändern, daß Korporationen auf kouiessioneller und politischer w , ---------- |Ur eine solche „elementare" Aufgabe nicht recht geeignet Man vermißte vornehmlich dre persönliche Rote, die individuelle Nuancierung, die charakteristische Verlebendigung. Schmiegsam Katzen Haftes «andererseits, und manche leidenschaft- natur", die dem Major nachgerühmt wird, zum Ausdruck zu bringen, d. h. zu vereinigen mit all den „alten Eseleien", in die der haltlose Schwächling und schwärmerische Dilettant so oft verfällt, das vermochte Herr Bauer nicht und das ist wohl auch schlechterdings kaum möglich. Jedenfalls aber führte Herr Bauer seine Auffassung dieser vielfach zersplitterten Figur mit der ihm eigenen Meisterschaft konsequent durch, und darum machen wir auch vor dieser Gabe seiner achtunggebietenden großen Kunst unsere Reverenz. . ®rica von Gellenhausen ist vom Stamme jener W^oer, welche morden, wenn sie lieben. Sie ist so jung, jo. schön, so unrein wie nur ein Rietzschesches Ueberweib- -lein, eine holde, weit unbewußte Teufelin, eine nqive Raubtiernatur jenseits von Gut und Böse. Sie plagen keine Skrupel noch Zweifel um Moralität, Sittlichkeit und ähnliche vermeintliche Lappalien. Diesem widerspruchsvollen Persönchen, das im Anfang so ganz anders erscheint als am Schlüsse, frisches Leben zu geben, ist gleichfalls eine schwere Aufgabe. Frl. Sangora wußte sie durch, liebenswürdige Anmut und sonnige Heiterkeit noch halbwegs sympathisch zu machen. Aber für die koboldiae Sinnlichkeit des Dirnchens fand sie kaum einen adäquaten Ausdruck trotz allen Bemühens. Sie gab der Erica mehr etwas indifferent Backfischmäßiaes, auch schien ihr zu meist auf eine gesangliche Rote gestimmtes Organ fü~ Brotpreise in Gießen Weißbrot 2 Kg. 52 Plg^ Schwarzbrot 2 Kg. 48Pig. Berlin, 13. Febr. Tie Kammersängerin Fanny M 0 r a n - Olden ist gestorben. (Fran Moran-Olden, die Gattm Bertram^, des bekannten Baritonisten und Mitgliedes der Königlichen per in Berlin, war 1856 zu Klovpenburg in Oldenburg geboren als Tockter des Arztes Tappehorn, der später großh. oldenb Leibarzt wurde. Diesen unschönen Namen gab sie bald mit mrv nannte sich nach ihrem .Heimatslande Olden. Sie genoß ihre musikalische Ausbildung in Dresden bei Frl. A. Götze und Frl. M. v. Kotzebue und war in Leipzig, Frankfurt a M., Muncven, .Hamburg und Newyork engagiert. In späteren Jahren unternahm sie nur noch Gastspielreisen. Nach kurzer Ehe mit dem Leipziger Sänger Moran heiratete sie den Berliner Sänger Bertram, ^uray den Umfang und die Klangfülle ihres Organs, sowie durch ihre große künstlerische Gestaltungskraft hat sich die Verstorbene einen Namen unter den ersten Sängerinnen gemacht. Sowohl das hoch- dramatische wie heitere Fach und Koloratiirpartien beherrschte fte mit gleicher Meisterschaft.) ,. Berlin, 13. Febr Heute mittag fand auf kais erlichen. Befehl in der Rotunde des alten Museums eine Trau er- feier für Adolf von Menzel statt. Vor dem Museum stand als Ehrenwache die Leibkompagnie des 1. Garderegiments. Am Sarge, der in der schwarzdekorierten Rotunde aufgebahrt war, waren Kränze des Kaiserpaares niedergelegt. Es sammelten sich die Angehörigen des Verstorbenen, sämtliche anwesenden Prinzen,, die Mitglieder des Senats und des Lehrkörpers, der Akademie, sämtliche Botschafter, Gesandte, Generäle, Admirale, Minister, Staatssekretäre, der Reichskanzler, sowie die Universitätspro- fessoren, Vertreter der Städte Berlin und Breslau. Oberhofprediger Dry ander hielt die Gedächtnisrede, in der er auf den beispiellosen Fleiß, mit welchem der Verstorbene die unerschöpfliche Fülle der Gaben seines Geistes ausgeschüttet hat, hinwies. Von der königlichen Huld mit den höchsten Gaben bedacht, hat er keinen Feind gehabt. An seinem Sarge, an dem Sarge eines deutschen Künstlers lege das ganze Vaterland seine Kränze nieder. Der Dortrag des Adagio von Haydn und ein Ehoral schlossen die Feier, ^lwt Unteroffiziere trugen den Sarg zu dem sechsspännigen königliwen fragen. Die Ehrenkompagnie präsentierte, der Leichenzug fetzte iiay rn Bewegung. Ter K a i s e r m i t s ä m tl i chen P r 1 n z en folgte dem Sarge bis vor das Schloß, wo er aus 5cm Sugc trat. Tie Kaiserin war mit dem Wagen direkt nach dem schloß zurua- gekehrt. — Menzels künstlerischer Nachlaß, der vor allem aus Handzeichnungen, einzelnen Skizzen und einer außerordentlichen Zahl von Skizzenbüchern besteht, soll von dem Verstorbenen der Nationalgalerie vermacht worderr sein. Tr 0m s0 e, 13. Febr. Kapitän Ki eldsen ist heute hierher zurückgekehrt. Er kaufte in London mit dem Amerikaner Camp ein Segelschiff mit einer Hülfsschraube von 700 Tonnen, das für die Hülssexpedition für die Zie gl er-Filialexpedition ausgerüstet werden soll. Die Hülssexpedition geht voraussichtlich am 1. Juni unter der Leitung Kjeldsens ab. Die Besatzung besteht aus 22 Mann; außerdem sotten 6 Pferde und 20 Hunde mitgenommen werden. Falls ungünstige Verhältnisse eintreten sollten, sott eine Schlittenexpedition eingerichtet werden. Nach der Ostküste Grönlands wird ein lleincres schiff entsandt werden, nm die von Baldwin errichteteil Tepots auf Spuren von der Ziegler-Filialexpedition zu untersuchen. ■Et. Oertel referiert über die Hande 1 svcrtrüge mW die Reform des Börsengesetzes. ser zwar em Vor- tretet der agrarischen Preße, die Herr v. Rhernbaben der - hetzung geziehen habe, aber er sei immer noch maßvoll er, - 8. B. her Minister t>. Maybach, btt btc Boric cmcn Giftbaum .Kitimnt bat. In Wahrheit Ijat btc Börse geiunbc unb gnng Äeste. Tie giftigm sollten burch bas lebte Dorscngescy besckM'tttn werben. Leiber acschab bas nnr unvollstänbig! auch blieb viel , obwohl verorbnet, unausgcfilhrt. Nur bas Re-chsg-r.» h°b einige Müngcl gebessert. Ta sing die Börse an zu Mcicn, 1 wolle iruswandern. Wir h,rtten dagegen gar nichts, aber Vic Regierung erbarmt- sich und br°ck>te «me Novelle em, » ’ Absicbt-n beS Gesetzgebers gcrabczu verhöhnt. B o r s en reg 1 unb Termiuverbot bleiben nur der S°rm nach besteh« . Börsen spiel ist viel schlimmer als daS Pokern irge , Ministers, und es hat eine größere Bedeutung al- das .l-r. Slatspicl. Wir müssen verlangen, da« m der neuen NovMe ane llmgehrmgcn des Gesetzes ausgeschlossen verhawn hat ist zu ermahnen, so fortzufahrcn. wie cs sich b shcr verhalten yai. TeNarationszwang für alle Börsengeschäfte und wrhmne «rra,^ bestimmungen sind unentbehrlich. Bei-den S-«d°Isv-r trägen ist anzuerkennen, daß Graf Bulow mehr Erser m» Sachkenntnis besitzt, als fern Vorganger. -.atz d. - besser sind, ist zuerst Schuld der RelchSt^m^ Regierung ist nickst unschuldig, weil sie die^lte Grund gekündigt hat, vor allem den österreichychen.. JL habe Gnmd anzunehmen, daß die Regierung heute selbst em,i^ bt, c b si S” SSW SS.A Ä«; ber neuen Handelsverträge und findet in Summa Plus, allerdings nur unter drei Bedingungen 1. UWl»t>ge und VEi°n1°S.^s°f°ttigI Jnkrastsetz« 'bes'neuen Zolltarifs, sobald die Verträge angenommen sind: 3. rechtzeitige Kündigung der Meistbegünstigungsverträge, besonders Mit Argeutmieu und den d^D^weÜe Referent, Herr v. Bodel schwing h - Schwarzenhasel behandelt die Kanalvorlage und rechtfertigt nut den ^kannten Gnaden die ablehnende Haltung, ferner Freunde im Landtag. Zu M aßregelungen werde es diesmal nickst kommen, denn von den 13 landrätlichen Abgeordneten hatten 12 fiir die Vorlage gestimmt. Ter einzige Landrat, der gegen den Kanal sei, habe sich beruflich im Ruhrrevier aufgehalten. _ och ko nm man mit der Regierung nicht in Allem zufrieden fem, aber e, seien immerhin in den letzten Tagen Mimsterreden gehalten worden, Wie sie ein Bündler nicht besser hätte halten können. Nun folgt die Diskussion. Schließlich wird m einer von den Süddeutschen eingebrachten R e s o l u t r o n die f ch l e ch t e B e - Handlung der Gerste usw. und die u u g e n u g,e n de Viehseuchenkonvention bedauert, und cbenio einstimmig Nimmt man folgende Resolution des Vorstandes an : Die Generalversammlung des Bundes der Landwirte erkennt iY<»n hie nodioerzeichneten Gegenstände vergeben werden. I ( ungefähr: 1.3000^0^,1 •2. 200 kg Haiiwieifleisch, 3. 3UUU kg ^n^ni^JnLctt' bü7k5U0 k Heifd) 5. 2üOU kg Schweinefleisch, b. 80 kg ^Lpeck, roher, 7. 5 O kg Lticc/ aerdudierter 8. 3UU kg Leber- und Blutwurst, 9. lbOOO uter I Kubinilck IO 50 k» Butler, II. 3000 kg Schwemcschmalz, deutscher, S 10W Itüd Eier, 13. 2500 kg Handkäse 14 5000 kg lohnen weiße, 15. 5500 kg Erbsen, geschalte, 16. oOOO kg tinfen, 17.^60 000 kg Roggen-, Weizen- -unb Siaubmehl (Bedarf hi§ i. Oftober I 1905), 18. 100 kg Pfeffer, ganzer, 19. 1000 Liter Essig, 20. 2o00 kg tüerste geschälte, 21. 3500 kg Reis, 22. 2000 kg Gerstengrütze, 2d. 2000 kg Hafergrütze, 24. 2000 kg Weizengrütze, 2o 2000 kg Bohnen- unb Malzkaffee, 26. 50 kg Fadennudeln, 27. 50 kg Makkarom 28. » kg Äiajoran, 29. 50 kg Kümmel, 30. 200 kg gedorrte Zwischen, 31. 4o00 ^^^rauchsgegenstäNde ungefähr: 32. 420000 ^ ^°^ 33 20U00 kg Anihrazukohlen, 34. 140 OuO kg Nußkohlen, 3o. -000 kg Kernseife, weiße, 36. 2500 kg Schmierseife, 37. 1000 kg Soda, 38. 20000 Bogen Fensterpapier, 39. 900 kg Makulaturpapier, 4O.2O Dutzend Kämme, 41. lövO Meter Putzlumpenzeug, 42. 200 Stuck Wassergläser, 43 io Dutzend Eßlössel, 44. 75 Leibstuhlgefäße, 45. 75 emaillierte Spuck- nävfe. 46. Bürstenwaren lt. Verzeichnis, 47. Papierwaren lt. Verzeichnis. C. Stoffe zum Verarbeiten ungefähr: 48. 10 Waggons tannene Dielen, Latten und Käferlrnge, 49. 15 cbm buchene Bohlen, 5O. 8OO kg Sohlleder, 51. 200 kg Rind-, Rauben- und Kalbleder, 52. 12 Slucks Schasleder, 53. Verschiedene Schuhmacherartikel, 54. Farbwaren und Drogen, 55. 2300 kg Eisen-, Sucht-, Zink-, Weiß- und Messingblech, Eisen-, Stahl-, Zink- und Ringdraht, Schmiede- und Bandeisen, Holzschrauben, -Mieten und Drahtstifte. 56. 800 kg Lein- und Terpentinöl, 57. 230 kg Maschinenöl, 58. 3400 kg Leinen- und Baumwollengarne, 59. Verschiedene Schneiderartikel, 60. 350 kg Garn aus reiner Schafwolle, 61. 5500 kg Holz- und Schmiebekohlen, 62. 500 kg Köln. Leim, 63. 40 qm helle Glasscheiben, 64. 1500 kg Chamottmehi, 65. 1800 Stück ChamoNsteine, 66. 500 kg Zement, 67. 25 cbm Grubensanb. Tie Gegenstände unter Ord.-Nr. 1—3, 4—8, 9 und 10, 12 und 13, 14—16, 18—30, 35—37 werden zusammen vergeben und sind zu Orb.» Nr. 14—30, 35—41, 43, 46 und 47, 50—53, 57—60 und 62 Muster Bankgeschäft Neuenbaue 23 Giessen Neuenbäue 23 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Geilshausen Jahr 1905 liegt vom 16. bis 24. Februar l. Js. auf Bürgermeistereibureau zur Einsicht der Beteiligten offen. Geilshausen, den 13. Februar 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Geilshausen. W a quer. Hch-AmsM r Dienstag den 21. Februar l. Js. Aus den Waldungen der Gemeinde Londorf sollen im Submissionswege vergeben werden: 24 Eichen-Stämme = 31,29 Fstm. (hierunter 7 Stück von 46—63 Ctm. Durchm., schönes Schnittholz), 13 Kiefern-Stämme — 3,54 Fstm., ca. 380 Fichten-Stämme = ca. 110 Fstm. Offerten sind verschlossen und portofrei mit der Auf- schrist „Holz-Submission" bis spätestens Dienstag, 21. ds» Mts., nachmittags 2 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermetsterei einzureichen, woselbst j alsdann die Eröffnung in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter stattfindet. — Das Holz wird auf Verlangen von »Förster Lich vorgezeigt. . Die Verkaufsbedingungen können bei der Burgermelsterr eingesehen werden. Londorf, 13. Februar 1905. 826 Großh. Bürgermeisterei Londorf. Au mann. Berlinische Lcbens-VerWrnW-Wllschast. «Genannt „Wie Berlinisch-"). Begründet 1836. Sutern in fjauftlcr Srstll'ch-N: Berlin SW., W°rdgr°,mSr°ß-U/12. Garantie-Kapital Ende 1903: V°rsicherungs,Kapi,al Ende 1903: Mk. 80 489 486. ®IX. 222 099 504. Bezahlte Versicherungssummen bis Ende 1903. Mt. 105 350 400. Holz-Bersteigernng. Donnerstag den 16. Februar 1905 von vormittags 9 Uhr an, sollen im Anneröder Gemeindewald m den Abteilungen 4 Pfingstweide, 9 Btrkeberg, 10 Klemgeheg und Neurod versteigert werden: _ 73 Eichenstämme mit 10,91 Fstm., für Wagncrholz geeignet, 5 Eschenstämme mit 0,54 Fstm., . j 43 Kiesernstämmr, 20 bis 38 Ctm. Durchm., 6 bisl lo Mtr.Länge mit 25,62 Fstm., dabei Schnittholz, 388 Fichtenstämme, 14 bis 49 Etrn. Durchm., 7 bis 22Mtr. Länge, mit 133,81 Fstm., babet Schnittholz, Eichen-Derbstangen, 2,75 Fstm., Eschen-Derbstangen, 0,09 Fstm., Fichten-Derbstangen, 31,11 Fstm,, Rm. Eichenknüppel, 2 Mtr, lang, zu Gartenpsählen cvnt Jahre 1905 kommt der Gewinnanteil au§ 1900 mit Mk 1 016 253,03 zur Verteilung, welcher den nut Anspruch am Dividende Versicherten zufällt. Die P^techuE nahinederechtigten belauft sich auf rund Mk. 4107000. Dre 2?°/^er^Iahrrsprämie bei beit nach Dividendenmodus I Versicherten, 21/» °/n der in Summa Strahlten Iahreopramien unb_ 1*/. °/0 der in Snmma gerahlten IahreS'Ergamnngs.Vranneu ber den "ach Dividendenmodus II Versicherten, und wird den Berechtigten auf ihre im Jahre 1905 fälligen Prämien in Anrechnung gebracht. Berlin, den 29. Dezember 1904. Die Gesellschaft übernimmt Lebens-, Spar- u. Leibrenteu- Versicherungen gegen niedrige Pramren. Sie gewährt hohe Dividenden «. sehr günstige L>erstcheruugs-Bediugungeu (Auszahlung der vollen Versicherungssumme bei Selbltmord nach dreijähriger, bei Duell nach emjahrtger Vers.-Dauer iss^ Zur kostenfreien Abgabe von Prospekten, ^."fkunsts-Etteilung sowie zur Vermittelung von Versrcherimgen sind D^ektton, sowie die 21genturen und die unterzeichnete General-Agentur gern bereit. a «d Du/i PH. Strohecker, Generalagent. s Stütstr. 9-17." Sikutzholz-Verfteigerung Montag, 27. ds. Mts., vormittags von 10 Uhr ab, in dem Gemeindesaal zu Oberkleen. ' 1. aus dem Gemeindewald Oberkleen von vormittags 10 bis etwa 12 Uhr: Eichen: 1 Stamm 2. Kl. = 1,73 Film. 61 Stämme 3. und 4. Kl. = 27,46 Fstm. Nadelholz: 40 Stämme 3. und 4. Kl. = 14,11 Fstm. } 14 Stangen 1. und 2. Kl. und 93 Rm. Nutzholz. 2. aus dem Gemeindewald Niederkleen von nachmittags 1 bis etwa 3 Uhr: _ Eichen: 14 Stämme 3. und 4. Kl. = 6,72 Fstm. und 12 Rm. Nutzholz. Nadelholz: 70 Stämme 3. und 4. Kl. — 24 öl""* 120 Stangen 1., 2. u. 3. Kl. und 112,5 Nm. Nutzholz. „ 3. Aus dem Gemeindewald Ebersgöns von nachm. Ausgebot. Der Kaufmann I. Löbermann von Gießen hat als Nachlaßverwalter bezügl. des Nachlasses der am 8. Dezember 1904 in Gießen verstorbenen Johannette Herbert, geb. Bierau, das Aufgebotsversahren zum Zwecke der Ausschließung von Nachlaßgläubigern beantragt. , Die 2!achlaßgläubiger werden daher ausgefordert, ihre Forderungen gegen den Nachlaß der verstorbenen Johannette Herbert geb. Bierau, von Gießen spätestens m deui aus " Mittwoch, 26. April 1905, vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Ausgebotstermmc bei diesem Gericht anzumelden. Die Anmeldung hat die Angabe des Gegenstandes und des Grundes der Forderung zu enthalten. Urkundliche Beweisstücke sind in Urschrift oder in Abschrift berzusugen. Die Nachlaßgläubiger, welche sich nicht melden, können, unbeschadet des Rechtes, vor den Verbmdlichkerten aus Pslicht- teilsrechten, Vermächtnissen und Auslagen berückftchtigt zu werden, von den Erben nur insoweit Besriedigung verlangen, als sich nach Besriedigung der nicht ausgeschlossenen Gläubiger | noch ein Überschuß ergibt. Auch haftet ihnen jeder Erbe nach der Teilung deS Nachlasses nur für den seinen Erbteil entsprechenden Teil der Verbindlichkeit. Für die Gläuviger aus Pflichtteilsrechten, Vermächtnissen und Auslagen, sowie für die Gläubiger, denen d,e Erben unbeschränkt hasten, tritt, wenn sie sich nicht melden, nur der Rcchtsnachte.l ein, daß jeder Erbe ihnen nach der Teilung des Nachlasses nur für den seinem Erbteil entsprechenden Teil der Verbindlichkeit hastet. Gießen, 11. Februar 1905. ßi*/, Großherzogliches Amtsgericht. Holzv erst ei geeun g in der fürstlichen Oberförsterei Lich. Montaa den 20. Februar, von vormittags 97, Uhr au, in den Distrikten Merlbach und Möuchwald: Buchen : 4o rm Stöcke, 2500 Wellen; Eichen: 9 rm Scheller, 4 Knüppel, 17 rrn Stöcke, 200 Wellen; Kiefern: 211 rm Knüppel, 120 rm Ctocfe^ 3600. Wellen. — 2 EicheuschuiLLholz = 1,40 fm (45 und 5(> ern Durchs mesjer), 31 Eichengrubeuholz — 6,33 fm O^agnerholz,. Pwsteu holz), 70 Fichtettdcrbstangen — 2,84 fm, 244 ^tchtenretssiangen — ^^D^Zlisammenkunft ist auf den: Schtagweg l^ich—Burkhardsfelden) nahe der Grenze zwischen dem fursillchen und Albacher Wald, guck; unweit des Kreuzpunktes Schlagweg und Albach | Hattenroder Vizinalweg. Dienstag den 21. Februar: a) tu den Distrikten Wehrholz und Hänferberg: Erchen 32 rm Rundscheitholz, 37 rm Knüppel, 66 rm etoefe, 1340 Wellen, 9 rm Birken-Knüppel; Nadelholz: 23 rm Knüppel, 44 rm^Utorfi, 600 Wellen. — 760 Fichteu-Bohneustangen, 1 Erchen-schnltt-. hol; — 0,43 fm (67 cm Durchmesser), 69 Etchengrubenholz — 12,40 Im. — Zusammenkunst vormittags 9% Uhr an der Gritden- baljn im ^l^holz^ ^rted6erd; Kiefern: 137 rm Knüppel, 8 rm Stöcke, 450 Wellen. — 35 FichLcnstangen -----1,81 fm. - Zusammenkunft vormittags 12 Uhr am Leich.________ _____________Zs 3 Rm. Eschenstangen mit 1,46 Fstm. Die Zusammenkunft ist in der Tempekfchneise nächst dem! alten Pflanzgarten bei Kiefern-Bauholz Nr. 1. Annerod, den 10. Februar 1905. 807 Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod. pvsseldot,M902 - GoId.Medaille^y v v.silbeme ötnatsmed^ille Eröffnung von laufenden Rechnungen. Vorschüsse auf Wertpapiere und Waren unter günstigen Bedingungen. Einlösung von Zins- und Dividendenscheinen und verlosten Stücken. Annahme von Geldeinlagen ohne Provisionsberechnung. Verwaltung von offenen und geschlossenen Depots. An« und Verkauf von Wertpapieren an allen in- und ausländischen Börsen. Ausstellung von Kreditbriefen auf alle grösseren Plätze des In- und Auslandes. Eröffnung von provisionslreien Scheck-Rechnungen. von den Angeboten getrennt — vorzulegcn. Kostenfreie Angebote werden bis zur Eröffnungsstunde Donnerstag, den 2. MLrz 1905, vormittags 10 Uhr erbeten. Dieselben müssen verschlossen fein und die Aufschrift tragen! „Lieferung für die Zellcnstrafanstalt". Zur gleichen Stunde sollen geöffnet werden: die bis dahin ein gelaufenen Angebote betreff. Bezug der Knochen und Lumpen (einsd)ließlich alter Strümpfe), des alten Eisens und der Zinkblechabfällc für das» Rechnungsjahr 1905. . Bezüglich der Bedingungen für die Bewerbung um die Licseruvgen wird aus den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 verwiesen. Derselbe lann, nebst den übrigen festgesetzten allgemeinen und besonderen Be° dinaunaen, an den Werktagen vormittags zwischen 10 und 11 Uhr und nachmittags zwischen 3 und 4 Uhr auf der Geschäflsstubc des Ockonornen und der Werkmeister cingesehen, auch gegen Erstattung der entsprechwden Schreibgebühr abschriftlich bezogen werden. (Im Gesuche um Abschrist^ ist der betreffende Liefcrungsgcgenstand näher zu bezeichnen.) Die Zuschlagsfrist beträgt 14 Tage. Für die Angebote ist em besonderes Formular vorgeschrieben, welches .zum Stück-Preise von 10 Psg. auf unserer Schreibstube erhältlich ist. Butzbach, den 11. Februar 1905. D14/e Grotzh. Direktion der Zellenstrafanstalt. Holzversteigerung km Gemeindewald Erda am Samstag den 18. d. Mts. 75,00 tm Eichenstammholz, (viele Schneidstämme, etwas Bau- und Grubenholz). 12,00 tm Buchenstammholz. Beginn um 11 Uhr im Distrikt Hollenberg. HohensolmS, den 6. Februar 1905. c•/ Der Bürgermeister Huttel. Bekanntmachung, betreffend: Die öffentliche Impfung. Am Mittwoch dem 15. Februar 1905, nachmittags 2 bis 4 Uhr, wird im Jmpttokal (Schulgebäude, Neustadt 61) ein öffentlicher Jmpstermin obgehalten, in welchem diejenigen Angehörigen von JmpMichtig^ welche Aufforderung erhalten haben, ihre Kinder kostenlos der mit Käkberlymvhe aus dem! ^andes^iiipfinstitut vorgenotiimeii. Die Kilider müssen veut, ße । waschen oder gebadet und mit Irischer Leibwäsche zur Jmpsung gebrach^ w°rden.^^^ Termin, Mittwoch de» 22. Februar, «m die selbe Beit, find die am 13. Februar Geimpften zu der ge- eulichen Nachschau wieder vorzustellen. Jii beiden Terminen können^ferner^Kinder, welche wegen Krankheit bis mtn Sommer von der ^mvfuna zurückgestellt werden wollen, dem Jmpfarzte zur U^tterchchung vorgezrigt ^oder di°sb°zügttch° ärztliche Atteste °bge- °°^"T7^am'Gr°ßh°rzogkichen Kreisgesundheitsamte abgegebene» Jnipsscheine müssen dort wieder abgeholt werden. Gießen, den 9. Februar 190o. . *- Großherzoglime Bürgermeisterer Gießen. I. V.: Curschmann. Weichholz: 2 Stämme 4. Kl. — 0,48 Fstm. Nadelholz: 40 Stämme 3. und 4. Kl. = 12,7o H'stm. 48 Stangen 1., 2. und 3. Kl. 70 Stangen 4. und 5. Kl. und 21 Nm. Nutzholz. Die Herren Förster Müller-Niederkleen und Apel- Niederkleen werden die Hölzer auf Verlangen der Kauf- Groß-Rechtenbach (Kr. Wetzlar), 10. Februar 1905. Tas Bürgermeisteramt. tzverhcsfisPer Keschichtrverein. L ** Vortrag des Herrn Prof. Dr. Collin: T g, Liliikhard, ein Cictzencr Stndent iin 18. Mnnöcrt. o „ Gäste sind willkommen. SilMktis Smch Siiimiifion dem Wald der Stadt Staufenberg. Fichtcnstämmc: 23 Stück von 30-40 Ctm. mittL ö bis 20 Mtr. Länge mit 35,16 Fstm. 49 Stuck ~ 20* bt§ 29 Ctm. mittL Durchm. bis 23 Mtr. Länge mit 39,14 Fstm. 157 Stück von 12—19 Ctm. mitt!. Durchm bis 19 Mtr. Läng- mit 39,24 Fstm. . Ki-s-rnstämme: 40 Stück von 12 lnL 35 Ctm. mtttl. Durchm bis 13 Mtr. lang mit 12,35 Fstm. P*rift(i*e auf dir cinzclncn Sortimente lautende Gebote werden bis zum 18. Februar l. Js., nachmittags 3 Uhr, ... Qcit di- Eröffnung stattftndet, entgegengcnommen. 5 Das Hvlz wird auf Verlangen durch den Forstwart Becher dahier vorgezeizt imb iss ohne Rinde gemessen. Staufenberg, den 10. Februar 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Staufenberg. Stephan. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Odenhaufen für das Rechnunqsiahr 1905 liegt vom 17. Februar an acht -<.age lang auf dem Bürgermeistereibureau zur Einsicht der Interessenten offen. Odenhausen, am 13. Februar 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Odenhaufeii. L a n g. S24 -km DreniriicKte Hervorragend gutkochend Pfg-, bei Pfund 5 . Pfund 5 5 5 w 5 e 5 u 5 5 a MK«-fsbrWe etc Pfg./ bei 5 Pfund Pfg. Pfund 5 5 5 5 r ff 5 5 5 5 14 5 Rheinisches Raushaus für Lebensrnittel Aahchofstraße 26 WahnhoMraße 26 Mechanische Strickerei Lßöllt li - WMMtzlllillg i [ 4 Zimmer und Wollwarea zu vermieten. 558 fels, Marktplatz 21. 456 3 Zimmer vermieten. 749 196 Louis Peil. 1s R Du vermieten 63 14 30 26 34 26 Waccaroni Kaserffocken Kochgraupw 13 15 13 21 27 35 27 18 12 15 18 12 M 17 LS 12 15 22 Weizenmehl 000 . Kaisermehl . . . Alütenmehl . . . Hemüse-Zludetn . . Kausmacher Dudeln Diesen-Krösen, e^a Diesen-Krösen, Mm« . Krüne holl. Krösen . Geschalte Krösen . . Langvohnen . . . Dundöohnen . . . Juckerlinsen . . . Aelikateßöohnen . - mit Gartenanteil und Bleichplatz wegzugshalber per 1. April zu verm. (Mittl. Stock). Näh. [170 Grünbergerstraße 16, part. 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