f geprüfte Hiodjtiipfkgt npfidjU /ich. /üü Wähevti öltufkäAYi,. Ww KtzlRÄtz Cictoth eilt Kl** IB' s@g® V* fe-**?, r^üWi6beil> i:-. iTqv—&!2W,. «$§66 MrL 1 ,u$e iur meinen 15,in ‘ J“ Realschuikennn,' ielu) . !hv-" eine inem laufmäuuijcheu 6ti em«nt - C(jenen um? ■b9äb an Haasknsieii i >kr, A.-tz., tziexeu, >nges, gebildetes Madch« , das in der feineren Ku: dein Haushalt Aejcbeid iur Stellmifl als Llütze, c; len bet älterer Tante. ,0741 ähnes Mlllornrane 2,11. neoiaueiiipi.liaiimtixiiijw nähen, töruiibcrg.tti.ß |" va 4UUW 'M. [mb a n b zu nehmen. Tie preußische Ctaatsreaierung werbe g^rn bereit sein, solche Unternelmiunaen zu fördern und zu unterstützen, soweit das nur möglich sei. Oberbürgermeister Kirschner hob in seiner Erwiderung hervor, keiner der Anwesenden werde Maßregeln befürworten, durch welche der Bestand des deutsck)en Viel)- standes gefährdet werde. Alle seien überzeugt, daß sich Maßregeln treffen lassen, welche den Notstand beseitigen ober mildern, ohne den deutschen Vie Hst and zu gefährden. Daß die Fleisch preise der Nachbarländer nicht niedriger seien als die des benachbarten Inlandes, treffe vielleicht für Oesterreich zu, für alle anderen Nachbarländer aber nicht. Taß der Zwischenhandel u nd die Fleischer die Preise ungehörig steigern, könne vielleicht in einzelnen Fällen zutreffen; im großen und ganzen aber Sei das nach den wirtschaftlick)en Gesetzen ganz ausgeschlossen. Kirschner bat schließlich um Maßregeln zur Abwehr des vorhandenen Notstandes. Bei der sich hieran anschließenden eingehenden Aussprache ergab sich die Uebereinstimmung der Vertreter der übrigen Städte mit den Ausführungen des Oberbürgermeisters Kirschner. Reichskanzler Fürst Bülow dankte zum Sck)lusse der Teputation für ihr Erscheinen sowie für ihre offene Aussprache und versicherte, daß er der vorliegenden Frage seine vollste Aufmerksamkeit zuwenden werde. ♦ Die Geschäftsstelle des landw. Vereins für die Provinz Oberhesten schrieb unS folgendes: Der Obermeister der Gießener Fleischerinnnng, Herr Ernst Ludwig Sack, bringt in Rr. 255 des .Gieß. Anz." aus die von uns veröffentlichten Ermittelungen „über den Bestand von Cchlachtschweinen in verschiedenen Orten der Provinz Cberheffen* einen Artikel, der zwar viele Worte enthält, auf die Sache aber nicht eingeht. Die Ermittelungen des landw. Vereins für bie Provinz Oberhessen werden hier mit der Wiederholung der Behauptung der Fleischerinnung Gießen abgetan, daß auf ein Inserat, betr. die Lieferung von hundert Schweinen, nur ein Angebot von zwei Schweinen eingegangen fei. Wir haben schon früher die Gründe mitgeteilt, warum das Inserat keinen Erfolg haben konnte und sind der Ansicht, daß auch die Metzgerinnung dies vorauSsehen mußte. Zu allem Ueberfluffe haben mir nun aber die Ermittelungen durchgeführt, deren Ergebnis zum Teil im »Hess. Landwirt" (Beilage deS „Gieß. 9lnz.^) veröffentlicht worden ist. Der Vollständigkeit wegen wiederholen wir jetzt das gesamte Resultat, welches dahingeht, baß in 146 Orten der Provinz Oberhessen sofort 2 2 7 9 und bis zum 1. Dezember l. I S. 4078 Maftschweine abgegeben werden können. Da Herr Obermeister Sack unsere Ermittelungen mit der ironischen Bemerkung abtun zu können glaubt, „daß man mit Zahlen die Bevölkerung wirklich nicht sali machen könne", so fragen wir Herrn Sack, ob er den Versuch gemacht hat, festzustellen, daß die vom Verein festge- ftedten Tatsachen nicht richtig sind. Hat er diesen Versuch nicht gemacht, und kann er den Gegenbeweis nicht erbringen, so ist die Behauptung der Gießener Metzger, daß nicht ge- nügenb schlachtreife Schweine vorhanden sind, unrichtig, und auch die daraus gezogenen Schlüsse sind unzutreffend. Wir haben aber noch weiteres Material, welche? den Beweis zu erbringen geeignet ist, daß e8 dem Herrn Sack als Vertreter der Gießener Metzgerinnung nur darum zu tun ist, die Bevölkerung irre zu führen. Um das Gedächtnis deS Herrn Sack zu stärken, fragen wir denselben: Wenn die Fleischnot wirklich so groß war und ist, wie er behauptet, warum Hai derselbe auf ein Angebot des Herrn 9luguft Theis zu Stockhausen zur Lieferung von 3 Schweinen Ende September und von weiteren 2 Schweinen Mitte Oktober überhaupt nicht geantwortet? Wir nehmen an, daß die Rot entweder nicht so groß war, wie er behauptet, ober daß die Behauptungen nur einen tendenziösen Zweck hatten. Vorläufig, und so lange unS die Gießener Metzgennnung nicht das Gegenteil beweist, — was sie nicht können wird — nehmen wir an, daß der Beweis, wonach genügend Schlachtschweine vorhanden sind, von uns erbracht ist. Was nun die mit Vorliebe in den Vordergrund gestellte Preisfrage anbetrifft, so gipfelt die Behauptung des Herrn Sack darin, daß die Preise innerhalb Jahresfrist um 20 Mk. pro Zentner gestiegen seien. Wir stellen fest, daß um diese Zeit im vorigen Jahre m den Kreisen Alsfeld und Lauterbach von den Metzgern und Händlern 48 — 51 Mk. pro Zentner Lebendaewicht bezahlt worden ist. In diesem Jahre, unb auch jetzt, werden von den Metzgern 67 Mk. pro Zentner Schlachtgewicht, entsprechend etwa 54 Mark pro Zentner Lebendgewicht, und von den Händlern 54 bis 55 Mk. pro Zentner Lebendgewicht bezahlt, da? ist gegen das vorige Jghr eine Preissteigerung von 4—5 Mk. Wenn nun obige Behauptung de? Herrn Sack, daß eine Preissteigerung von 20 Mk. stattgeflmden hat, richtig ist, bann fragen wir Wer erhält die Differenz von ca. 15 Mk. k Steckt die.selbe der Handel ein, bann erfüllt derselbe nicht feine Aufgabe, preiSausgleichend auf bie von ihm gehandelte Ware zu wirken; fließt dieselbe aber in die Taschen ber Metzger, so wäre die Behauptung derjenigen berechtigt, welche sagen, daß die Metzger bei aufsteigenden Konjunkturen den Vieh- preifen mit den Fleischpreisen vorauseilen, bei absteigenden Zurückbleiben. Keinesfalls kann aber bei diesen Tatsachen, wonach bei einer Fleischerhöhung von 20 Mk. die Landwirt icha ft 4 — 5, der Handel und die Metzger 15—16 Mk. beanspruchen, die Behauptung aufrechterhalten werden, daß die Landivirtschaft der Fleifchverteurer sei. Sollte der Herr Obermeister Sock bezüglich der Schweinepreise, die auf dem Lande bezahlt werden, nicht genau informiert sein, so sind wir bereit, ihm auch diesbezüglich mit genauen Angaben zu dienen. Tie tendenziösen Beha>iptungen deS Herrn Obermeisters Sack, ivonach die Landwirtschaft die Schuld für die ungenügende Menge an Schlachtvieh und für die hohen Fleisch- preife trägt, muffen dazu führen, daß die Landivirtschaft zu erwägen hat, ob sie nicht auf anderem Wege die Konslimenten mit billigerem Fleische versorgen kann, wie dies jetzt der Handel unb bie Metzger tun. Ob bieser Entwickelungsgang, der seither von ber Landwirtschaft nicht unterstützt worden ist, den Metzgern besonders erwünscht ist, laffen wir dahingestellt. Schließlich machen wir darauf aufmerksam, daß der landwirtschaftliche Verein für die Provinz Oberheffen die F l e isch t eu eru n gsf rag e in seiner General-Ver- ia mm hing am 9. November in Gießen besprechen wird, und wir laden Herrn Obermeister Sack zu Gießen zu dieser Besprechung hiermit freundlichst ein. iJolitifriie TciqcMan. Das allgemeine geheime gleiche nnb direkte Wahlrecht, als besten angebliche Hüterin im Reiche unb Verfechterin im Lande die Sozialdemokratie sich immer aufspielt, wird am allermeisten gefährdet gerade durch die Sozialdemokratie. Die Fälle mehren sich in erschreckendem Maße, in denen es den nicht sozialdemokratisehen Arbeitern durch die Sozialdemokratie unmöglich gemacht wird, ihr Wahlrecht auSzuüben, weil sic von sozialdemokratischen Trabanten daran gehindert wurden. Daß sozialdemokratische Helden in vielen Orten, auch in unserem Lande, z. B. in Offenbach, an Wahltagen bie Wahllokale in einer bie öffentliche Sicherheit gefährdenden Weife umlagern und andersdenkende Wähler belästigen, ist bekannt. Am schlimmsten geht eS zu bei den Wahlen, bei denen nur Arbeiter ihrem Stimm- unb Wahlrecht zu genügen haben, also z. B. bei ben Gewerbegerichtswahlen. Hier wird oft der rücksichtsloseste Terrorismus auSgeübt, sodaß man sich fragen muß, ob denn eine solche Beraubung ber persönlichen WillenSmeinung ungestraft geschehen barf. In welch roher Weise man sozialdemokratischerseits reichstreue Arbeiter an der Ausübung ihre? Wahlrechtes behindert, zeigt folgende Mitteilung des Wahlkomitees der vereinigten staatserhaltenden Arbeiter in Königsberg i. Pr.: ~ -Die Ausübung des Wahlrechtes kam etwa dem früheren Spießrutenlaufen gleich, und viele Anhänger der staatserhaltenden Parteien scheuten sich deshalb, an die Wahlurne zu treten. Dielen wurde es auch durch Gewalt unmöglich gemocht, an den Wahl- tisch heranzukommen. Schon vor dem Vofal umringten die Sozialdemokraten die Ankommenden, sie wurden gestoßen, geschoben und in der gemeinsten und unflätigsten Weise beschimpft. Man r i ß sozialdemokratischerseits den bürgerlichen Zettelverteilern ihre Plakate von der B r >i st, st i e ß einzelne Wähler mit Spazier st öcken in den Rücken, einer erhielt sogar eine Ohrfeige. Weiter wurden den gegnerischen Wählern die Stimmzettel nicht nur aus ber Sand, sondern auch anS den Taschen gerissen und vernichtet. An diesen wüsten Ausschreitungen beteiligten sich neben Gewerkschaftlern auch Führer der KönigSberger Sozialdemokratie. Das nationale Wahlkomitee bat unter dielen Umständen beim Polizeipräsidenten um polizeilichen Wablschutz gebeten und außerdem zu Protokoll gegen die Giltigkeit der Wahl Einspruch erhoben." Derartige Vorkommnisse beleuchten nicht allein, wie unfrei bas Volk im sozialistischen ZtikunftS- staate sein würde, sondern sie zeigen unS auch klar unb deutlich, wie nötig es ist, ben sozialdemokratischen Terrorismus zu brechen. Gegen die sozialdemokratischen Ver» unglimpfer dcS vom Lanbe erhofften vornehmstenWahl- rechteS Front zu machen, ist jetzt bie Pflicht aller bürgerlich en Wähler Hessens. * Tie Schiffahrtsabgaben. Es verlautet, daß alsbald nach Zusammentritt beS Reichstags, also wohl in der Generaldebatte zum Etat, die Regierung interpelliert werden wirb über die Einführung ber Strom'chiffahrtsabgaben. Bei ber Anwesenheit der einzel- staatlichen Finanzminister in Berlin soll auch diese Frage zur Sprache gebracht worden sein, mit dem Erfolg, daß Bayern und Württemberg jetzt nicht mehr in der Opposition gegen diese Abgaben verharren. Trifft das zu, was rvir bezweifeln, dann würde allerdings ein Antrag Preußens auf Einführung der Schiffahrtssteuer die Mehrheit im Bundesrat finden und dementsprechend sehr bald eingebracht werden. In der Sache selbst ist das Für und Wider zur Genüge erörtert worden, auch von süddeutscher Seite, und das spezielle Interesse Württenibergs an der Frage der Schiffahrtsobaaben hat der volksparteiliche Abg. Haußmann in der letzten Reichstagssession des näheren dargelegt. Er kam zu einem ab- kehnenden Urteil, und demgegenüber darf man gespannt sein auf die Erklärung des Vertreters der württ. Regierung im Reichstag. * Die Zurückziehung der ostassatischen Besatzungen. Ter Londoner „Standard" teilt mit, daß der Vorschlag Deutschlands, die internationalen Truppen aus Petschili zurückzuziehen, dein Auswärtigen Amte in London mitgeteilt worden sei und sich nur auf die Eisenbahnwachen, nicht auf die Gesandtschaftswache beziehe. Es sei noch zweifelhaft, ob der deutsche Vorschlag in London oder in Tokio Zusage erfahren werde. Tie englische und die japanische Regierung werden, wie der „Standard" weiter mitteilt, sich in eingehender Weise mit einander ins Einvernehmen setzen, bevor sie irgend welche Schritte tun. Dazu bemerkt Wolffs Telegr.-Bureau: Nach Erkundigungen an amtlicher Stelle teilte der japanische Minister des Auswärtigen bereits unter dem 28. Oktober dem kaiseri. Gesandten Graten Arco schriftlich mit, daß der Kaiser von Japan der Zurückziehung der Truppen der vereinigten Mächte aus Tschili mit Ausnahme der Gesandtschastswachen gern zu st i m m t. Tie japanische Regierung wurde beauftragt, die Fristen und sonstigen erforderlichen Maßnahmen mit Deutschland tuib den übrigen beteiligten Mächten zu vereinbaren. Man sieht aber, daß Englands Schlauheit sich nicht fangen läßt. De§ Kaisers Schachzug ging offenbar dahin, so schnell als cs anging, England eine Möglichkeit zu nehmen, durch die es der deutschen Politik eine Unbequemlichkeit hätte bereiten können. Je mehr Japan unter den Einfluß Englands gerät, um so mehr mußte, wie mit allen Eventualitäten in der Politik, mit der Möglichkeit gerechnet werden, daß Japan einmal der Versuchung erliegen könnte, unser Kiautschou zum Gegenstände einer Veränderting der Weltkarte zu wählen, bei der sich ein diplomatischer Erfolg leicht mit einem billigen militärischen hätte verbinden lassen. So paradox es klingt, so kann man doch sagen, daß Kiautschou besser geschützt ist, je geringer seine Besatzung ist. Ohne Schwertstreich werden wir in Zukunft Kiautschou behaupten oder verlieren; der Wachsanikeit unserer Politik bleibt allein das Schicksal dieses wichtigen deutschen Vorpostens im fernen Osten künftighin überlassen. ♦ „Kampforganisationen". Gegen den zu erwartenden Gesetzentwurf über die Vcr- seihunq der Rechtsfähigkeit an die Berufsvereine wird in der rechtsstehenden Presse mobil gemacht. Man gibt der Befürchtung Ausdruck, daß auf der Grundlage der Rechtsfähigkeit die Kampforganisationen der Sozialdemokratie, besonders die Gewerkschaften, sich mächtig entwickeln werden, denn mit der Radikalisierung der äußersten Linken gehe das Probeexerzieren der Gewerkschaften zum politischen Massenstreik Hand in Hand. Zunächst ist e§ wohl richtiger, mit dem Urteil zurückzuhalten bis zur Bekanntgabe des Gesetzentwurfs. Wie dieser auSsehen wird, weiß zurzeit Niemand. Es dürfte aber wohl kaum an Kautelen gegen eine Kräftigung der umstürzlerischen Organisationen mangeln. Graf Posa- dowsky hat die? bereits angedeutet, als er im Reichstag die grundsätzliche Geneigtheit der Verb. Regierungen konstatierte, den Arbeiter-Organisationen die Rechtsfähigkeit zu zu er kenn en. Er sprach u. A. von der Notwendigkeit, die Arbeiter in den meisten Staats- und gewissen öffentlichen Betrieben, welche dringende und wichtige Aufgaben der All- gemeinhcit zu erfüllen haben, nicht in daS Gesetz cinzube- greisen. UebrigcnS wird auch die Mehrheit des Reichstags, auf deren Antrag der Entwurf autzgearbeitct ist, sorgfältig prüfen, inwieweit er der Sozialdemokratie Spielraum zur Betätigung gewährt. Wer Sozialreform will, kann schließlich nicht Vorlagen nur deswegen ablehnen, weil sie auch den der äußersten Linken nahestehenden Kreisen zugute kommen. Es wäre Unrecht, den Arbeitern die Befugnis zu juristischer Ausgestaltung ihrer Organisationen vorzuenthalten. Es geht wohl auch nicht an, die deutschen Verhältnisse mit den russischen in Vergleich zu stellen und vom „Ansturm des deutschen Proletariats" 51t sprechen, dem Dämme entgegengesetzt werden müßten. Solche Auffassung läßt sich nur aus einem Gefühl der Schwäche ableiten, das bei dem Stande der sozialpolitischen Gesetzgebung in Deutschland unberechtigt ist. Der Reichstag wird deshalb nicht zögern, den gewerblichen DerufSvcreineu zu verschaffen, was sie seit langem fordern, die rechtliche Anerkennung mit allen Rechten und Pflichten juristischer Personen. Kcer iinb Iiotle. — Der Kaiser alsRegiments-Inhaber. Mit der Ernennung des Kaisers zum Chef des sächsischen Manen-Regiments Nr. 21 ist die Zahl der Regimenter, deren Inhaber der Kaiser ist, auf 27 gestiegen und zwar sind es 14 Kavallerie-, 12 Infanterie-Regimenter und ein Artillerie-Regiment. Von düsen gehören 12 Regimenter der preußischen Armee an; unter ben 15 übrigen sind 2 bäurische, 2 sächsische, 2 östreichisch-ungar., 1 württembcrgisches, 1 badisches. 1 hessisches (unser 116.), 1 englisches, 1 spanisches und 3 rustische Regimenter. — Tic Leistungen deS Dcntsclwn Freiwilligen Au tomobil- ckorps heben eine neue Würdigung in dem folgenden an den Ebes des Korps, seinen Bruder Prinzen Heinrich gc- Sichteten Schreiben des Kaisers Anerkennung gefunden. „Tie von mir abgehaltenen Manöver haben dem Deutschen Freiwilligen Automobilkorps -nm ersten Male tz^clegenheit zu umfangreicherer Beteiligung geboten. Ich freue mich, E. K. H. aussprechen zu können, tnr» mich die Leistungen des Korps in hohem Maße befriedigt haben, indem jeder Einzelne mit Erfolg bemüht gewesen ist, unter Einsetzen der eigenen Person der ihm zuteil gewvrdenen, oft recht fdynuerigen Aufgabe unter allen Umständen gerecht zu werden. Ich bin überzeugt, daß von den Dienst bc§ Krrps eine sehr wertvolle Unterstützung der höheren Truppenführung im Krieae zu erhhirten ist. Indem ich E. K. H. als dem hohen Cbef dieses Korvs zu diesem Erfolge aufrichtig Glück wünsche, bitte ich E K. H., den Mitgliedern meinen Dank und meine lebhafte Anerkennung zum Ausdruck bringen zu wollen." Ans Staöt and KanS. Gießen, 2. November 1905. ** Personalien. Sc. Kgl. Hob. der Großherzog haben den von dem Fürsten zu Erbach-Schönberg und von dem Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberq auf die evangel. Psarrstelle zu Seckmauern, Dekanat Reinheim, präsentierten Pfarrverwalter Friedrich Pabst daselbst für diese Stelle bestätigt. — Ordensverleihung. Se. Kgl. Hoh. der Groß- h erzog haben dem Forstwart dec Kommunalsorstwartei Tarsberg, Jakob Hauck zu Darsberg, auS Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand daS Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Dienste" verliehen. ** Ordensangelegenhciten. Der König von Preußen hat die Erlaubnis zur Anlegung ihnen verliehener hessischer Orden erteilt, und zwar des Komturkrcuzcs 1. Kl des Verdienstordens Philipps des Großmütigen dem Generalmajor Gallwitz, Direktor des ArmecverwaltungSdeparte- ments im Kriegsministerinm, deS Ehrenkreuzes desselben Ordens dem Major Grafen v. Kanitz, Adjutanten des Kriegsministers, dem Wirkt. Geh. Kriegsrat Schindler, Militärintendanten des 18. Armeekorps, und dem Geheimen expedierenden Sekretär Geh. RechnunaSrat Neumann im Kriegsministerium, de§ Silb. Kreuzes desselben Ordens dem Geh. Kanzleidiener, Botenmeister Stelzer im KciegS- ministerium. ** Oeffentliche Lesehalle. Im Oktober wurden 2166 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Litteratur 1050, Zeitschriften 331, Jugcndschriften 350, Verdichtungen 41, Literaturgeschichte 10, Länder- und Völkerkunde 51, Kulturgeschichte 38, Geschichte und Biographien 104, Kunstgeschichte 20, Naturwissenschaft und Technologie 82, Heer- und Seewesen 19, Land- und Hauswirtschaft 14, Gesundheitslehre 13, Religion und Philosophie 20, Staatswissenschast 9, Sprachwissenschaft 5, Fremdsprachliches 9 Bände. Nach auswärts kamen 71 Bände. ** Aus dem Bureau des Stadttheaters ES ist der Direktion gelungen, Fräulein Else Jüngling vom Hoftheatcr in Darmstadt für ein zweites Gastspiel zu gewinnen, so daß am nächsten Freitag eine Wiederholung von „Ma m zelle Nit auch e" stattfinden kann. ** Der Zirkus Otto Mark, der in einigen Tagen hier eintrifft, um auf Oswald garten einen ZyTlus von Vorstellungen zu geben, wird in der auswärtigen Presse reck'! gelobt. Co heißt es in einer uns vorliegenden Besprechung: Ter Zirkus Mark gab gestern abend eine ganz vortreffliche Vorstellung vor dicht gefülltem Zelt. Tas Programm war so abwechslungsreich und fesselnd, daß es der ausgezeichneten Einlagen kaum bedurft hätte, um das Publikum in bester Stimmung zu halten. Wir können den Besuch des Zirkus Mark nm dringend empfehlen. Der Aufenthalt im Zirkus ist angenehm, der Marstall interessant und die Vorführungen sind fesselnd vom Anfang bis zum Ende. "Hessisches Heimatpflege -und Volkstrachtenfest. DaS in Butzbach beabsichtigte Fest findet bereits allerseits die beste Förderung. Ter Fürst zu SolmS-Lich, der gebeten wurde, den Ehrenvorsitz für die Veranstaltung zu übernehmen, hat dieser Bitte entsprochen und sein lebhaftes Interesse an dem Gelingen des Festes zum Ausdruck gebracht. Bemerkenswert ist, daß in Butzbach bereits in alter Zeit häufig Volksfeste stattfanden, bei denen Volksschauspiele veranstaltet wurden. So lassen sich von 1417 bis 1596 17 Vorstellungen nachweisen, die auf dem Marktplätze stattfanden. Direktor E. Otto, jetzt in Offenbach, hat hierüber, sowie über daS Volksleben in Butzbach im Mittelalter überhaupt, eingehende und interessante Abhandlungen veröffentlicht, deren Inhalt für die neue Veranstaltung mannigfache Anhaltspunkte liefert. " In Amerika verstorbene Hessen. Frau Margaretha Glitsch aus Lauterbach, Witwe des Konrad Glitsch zu JohnStown, Pa., 82 Jahre alt. △ Großen-Linden, 1. Nov. Der erste Kursus der neu begründeten Wander-Koch- und HaushaltungS- schule wurde gestern hier durch Regierungsrat Dr. Wagner und Bürgermeister Leun eröffnet. — Die Eisenbahn- station will sich an daS vor sechs Jahren von der Gemeinde errichtete Acetylenwcrk anschließen; sie benötigt für daS neue Stationsgebäude und den Bahnhof zirka 40 Flammen. § M ü ck e, 1. Nov. Mit dem heutigen tritt Postsekretär Philippi in den Ruhestand. Mit ihm scheidet ein gewissenhafter, allzeit dienstbeflissener und tüchtiger Beamter aus dem Posidienste. Seine vorgesetzte Behörde schätzte die Verdienste deS tüchtigen Beamten nach Gebühr. Im vorigen Jahre erhielt er die Ernennung zum Postsekretär und in diesem Jahre erfolgte die Verleihung des Kronenordens vierter Klasse und deS Ritterkreuzes zweiter Klasse Philipps des Großmütigen. Am vorigen Sonntag verabschiedete er sich von feinen früheren 14 Unterbeamtcn in einer kleinen Feier auf Mücke, die so recht das schöne Verhältnis des Scheidenden zu seinen Untergebenen dartat. Bensheim, 31. Oktober. Vor drei Wochen war ein Beamter des hiesigen Postamtes plötzlich verschwunden. Eine Revision der Bücher stellte heraus, daß alles in Ordnung war. Vor wenigen Tagen hat man nach dem „B. A." den hier recht beliebten Beamten nahe bei Wien er g riff en. Seine Geldmittel waren erschöpft und zu Fuß hatte er die ganze Strecke zurückgelegt, man brachte ihn nach Darmstadt in ein Krankenhaus. Nach seiner Genesung dürfte man ihn dem Militär einverleiben; sich von der Militärpflicht loszumachen, soll die Ursache der Wanderung gewesen sein. (Kl. Pr.) Mainz, 31.Okt. Nachdem Bürgermeister Dr. Göttel- mann den Fackelzug abgelehnt hat, beschlossen gestern die Vorstände von 85 hiesigen Vereinen in einer Zusammen- funft einstimmig, nunmehr von dem geplanten Fackelzug Ab- ttand zu nehmen, dagegen Bürgermeister Dr. Göttelmann eine von der Kunstgewcrbcschule ausgeführte Adresse mit den Glückwünschen und den Wünschen, die man an feine Verwaltung knüpft, zu überreichen. (M. T.) Worms, 31. Okt. Der hiesige Lehreroerein nahm in 'einer letzten Versammlung in folgender einstimmig angenommenen Resolution Stellung zur Simultan schule: 1. Der Bezirkslehrerverem Worms steht als Glied des Hess. LandeSlehreroereins auf dem Boden der Simultanschule. 2. Er verlangt die Facha u f sicht und verwirft di.- geistliche Schulaufsicht. 3. Er verwirft jeden Einfluß, den die Kirche auf die Auswahl deS Unterrichtsstoffes und die unterriebtliche Behandlung der weltlichen Disziplinen auszuüben sich bestrebt. (F. Z.) fc. Frankfurt a. M., 1. Nov. Der 57jährige Schneider Georg Wolf öffnete gestern abend, als er in einer Wirtschaft in der Großen Friedbergergasse eine Notdurft verrichten wollte, aus Versehen die Türe zur Kellertreppe, stürzte die Treppe hinab und brach das Genick. Dec Tod trat sofort ein. — Im Bornheimer Landwehrwege wurde gestern abend der Briefträger Anton Biersack ohne Kopfbedeckung, anscheinend in erschöpftem Zustande, aufgefunden. Auf dem Polizeirevier gab er an, er sei überfallen und beraubt worden. Ueber die Höhe der angeblich geraubten Summe — es handelt sich um Beträge, die er bestellen sollte — verwickelte er sich in Widerspräche, so daß man nicht recht an den Ueberfgll glauben will.___________________ Dermttote». * Heber einen Einbruch in das herzogliche Schl oß in Dessau werden folgende Einzelheiten berichtet: Als die Wäscheoerwalterin nach einer kurzen Abwesenheit in das Schloß zurückkehrte, gewahrte sie, daß von einer ge. wölbten Tür die obere Füllung eingeschlagen war. Im Wohnzimmer stand ein Stuhl, der offenbar von dem Täter beim Verlassen deS Zimmers benutzt worden war. DaS Wohn- wie auch das Schlafzimmer der Wäscheverwalterin waren in größter Unordnung und vermutlich nach Wertgegenständen durchsucht worden. Ob etwas entwendet wor- den ist, war noch nicht zu erfahren, da die größte Bestürzung im Schlosse herrschte. Nach Lage der Sache erscheint e3 ausgeschlossen, daß eine Person von außen her in das Schloß gelangt sein könnte, da einerseits sämtliche unteren Fenster stark vergittert sind und andererseits ein Einbruch am Hellen Tage zu gewagt sein dürfte. Der patrouillierende Militär- noflen versichert auf daS bestimmteste, daß er eine fremde Person nicht habe passieren lassen. Die strengste Untersuchung der rätselhaften Angelegenheit ist angeordnet worden. "Wieder ein Eisenbahnunfall. Am 30. Okt. entgleisten infolge Schienenbruchs von dem von Adorf nach Chemnitz verkehrenden Personenzug Nr. 1773 zwischen Bockau und Aue die Maschine mit dem Tender, der Packmeisterwagen und ein Wagen 4. Klasse. Sechs Personen meldeten sich nachträglich als leicht verletzt. * Ein Schiffsunglück. Das „HclsingforS Dag- blad" meldet, daß der hamburgische Dampfer „Brietzig" den Kapitän des schwedischen Dampfers „Johan" sowie den Zimmermann dieses Dampfers und den Zimmermann dck Rigaer Schooners „Artares" an Land gesetzt hat. Diese beiden Schiffe waren am Freitag bei Blyth (Finnland) zusammengestoßen. Der Dampfer „Johan" sank innerhalb 5 Minuten; 21 Männer und zwei Frauen er» tranken. Dem Kapitän, dem Zimmermann sowie dem Zimmermann des „ArtarcS" gelang e§, sich am Kiel eines BooteS festzuhalten, bis die .Brietzig" sie am SamStag morgen aufnahm. Der russische Schooner ist mit 8 Mann seiner Besatzung vermutlich ebenfalls untcrgegongi'/z, da feine Spur von ihm entdeckt werden konnte. Der Zusammenstoß fand bei klarem Wetter statt. Die Ursache ist darin zu suchen, daß die Backbordlaterne deS russischen SchoonerS auSgelöscht war. "Von der eigenen Gattin zuni Tode verurteilt. Der Pariser Maschinist Nogues erhielt, während er in RenneS arbeitete, einen Bries feiner Frau mit folgendem Wortlaut: .Ich verurteile dich hiermit zum Tode, du wirst dich sofort umbringen, sonst mache ich eine Anzeige, welche dich in5 Bagno bringt." NogueS, der einmal im Rausche ein Sittlichkeitsvergehen begangen hatte, dessen Schwere seine Gattin geflissentlich übertrieb, zögerte jedoch mit dem Selbst« mord. Darauf schickte Frau Nogues ihren Bruder nach RenneS und gab ihm einen ansehnlichen Geldbetrag zur Bestreitung der Leichenkosten mit, den NogueS iind sein Schwager einfach verzechten. Inzwischen hatte die durch ein Telegramm „Alles fertig" verständigte Frau Nogues in Paris bereits Trauerkleider angelegt und befreundete Familien von dem plötzlichen Ableben ihres Gatten verständigt. Als dieser aber in Paris eintraf, gab es eine erregte Szene, und die Fra» ließ ihren Gatten verhaften, dessen Fall übrigens lange nicht so schlimm steht, wie sie e§ glauben machte. Er dürfte mit wenigen Monaten Hast davonkommen. Gießener Strafkammer. )( Gießen, 31’. Okt. Wegen Diebstahls, Betrugs undUrkundenfälsch' ung wurde der 18jährige Franz Schweizer aus St. Martin zu einer Gesamtstrafe von 6 Monaten und 3 Tagen Otefängni? verurteilt. Er war bei einem Händler in Butzbach kurze Zeil als Gehilfe tätig. Die Arbeit behagte ihm nicht und er suchte seinen Erwerb auf unredliche Art. Er begab sich nach Friedbera zu einem Kaufmann, der mit seinem Dienstherrn in Geschäfts Verbindung stand und schwindelte ihm vor, fein Dienstherr benötige Geld, er bitte um 30 Mk., cs dürfen aber auch 50 Mk. sein. Tetr Kaufmann behändigte ihni anstandslos 50 Mk. Bä einem Metzger gab er an, es sei für seinen Dienstherrn Fruchte gut an der Balpi, das er einlösen müsse; fein Dienstherr sei verreist und fein Geld reiche ihm nicht, worauf ihm 10 Mk. behändigt wurden. Unter gleichen Umständen erhielt er von einem Bäcker 10 Mk Ein Schmied, den er ebenfalls besuchte, traute seinen, Angaben nicht und gab ihm nichts. Run benutzte er die Abwesenheit seines Dienstherrn, um ihm Fahrrad und eine Kiste Waren im Gesamtwerte von 200 Mk. zu stehlen, mit denen er flüchtig ging, nachdem er vorher einen i?lbmeldcschein gefälscht und der Krankenkasse vorgelegt hatte. Der einzige Milderungsgrund wurde in feiner Jugend gefunden. Mit Rück» sicht auf das Geständnis wurden ihm 3 Wochen der erlittenen Untersuchungshaft in Anrechnung gebracht. — Die Ehssrau eines hiesigen Kellners hat gegen ein Urteil des hiesigen Schöffengerichts, nach welchem sie wegen Sachbeschädigung zu G Tagen Gefängnis verurteilt war, Berufung erhoben. Ein Mit- bciyobner ihres Hauses hatte sich über ihre Familie abfällig geäußert, weshalb sie ihn zur Rede stellte. Es cntspann sich ein Wortwechsel, der in Tätlichkeiten ausartete. Die nervöse Aron ergriff in ihrer Aufregung einen zur Hand befindlichen Nachttovf, den sie nach ihrem Gegner schleuderte. Dieser vev- fehltc sein Ziel und flog in eine Kvrridorscheibe, die in Trümmer ging. Dio Anklagebehörde focht das Urteil ebenfalls an unb -war zu Gunsten der Angeklagten. Sie führte au§, daß eine Sachbeschädigung nicht beabsichtigt war: wenn trotzdem eine solche erfolgte, kann Bestrafung nicht eintreten, da eine fahrlässige Sachbeschädigung straflos ist. Das Gericht hob das Urteil auf und erkannte wegen Werfens auf eine Geld«. K $arf; ' hat Aartei^ au? BahnN bu«. \..f W.st ÄW? langct€L MM J Mi«”“.® aNvaU gje a t SÄrt-Ö den Dr. V .^sprach, äSdb FtUil^ lwb Tividendenj^ dresdener -d ^icibenbe Dtüjr A Schaafsha. m-ten Gewinne jedoch nod) nicht »u Ä M ---«b7 Lank teilt mit m Magen uri) Wt Gewinne eine um Twibcnhe ata) auf erteilen Bnne Verlauf bev letzten L für TeulMand hofft iKigeni zu können. ted.net wieder auf I Lapstalerhöhung. Die net bei erhöhtem AI m Vorjahr:. Wergerfchc B 8-rwaltung beantragt uoiknöe wie i. V. sividende wie i. V. Bei der Reic ramäfcig grob. I i^me der Menstem Mde, dagegen st 8. K i r ch h a i n, tauig der Austrieb 5 - luf dem Tchweii rmn, herrjchlen hc 6U-1U9 M. p !e.Frantsurt< *Z C1? Einbruch am patrouillierende MjU dch et eine sn»> S,f fl™*Unt.tf* 'geordnet worden. uusall. Am zy, g 'euch? von dem r senden Personcnzi ' die Maschine mit d ' ein Wagen 4. W nachträglich als kij 18 «Helnngrors K ■ Tampfer .Brietzig' V ,Johan' sowie k >d den Zinnnerinann t Land gesetzt hat. r. ! bei Blyth (ftinnlor pser,Johan' sank mcr nd zwei grauenc Zimmern,ann sowie ic 1 e§, fidj am fiirf tia ’ijig' fie am Gant: wner ist mit 8 Mw ls unteto^sor tiben toxxxüe. t ■ c fiatt Tic Ursci rblaterne be§ tuj& in zum Tode ötu? gues erhielt, wähmd c einer Fran mit W"' mit zum Tode, du r ich eine Anzeige, nq der einmal im Sov'i jatte, dessen Schwere jra te jedoch mit dem SW' pie§ ihren Bruder n= jchen Geldbetrag zur v QoqiieS und fein 6 W e die durch cin Telegroc Logues in Paris bett nöe'te Familie" von - ständigt. Als die cr . ,te Szene, unb ta V ftüQ übrigens lange n m«* ®ri,,ltf“ em__ —‘ awmer. V Gießen, 31. OK ^1' W "ihm nifi °»d"L , Di-NDM "Z-R ihm vor, $ § * < M- d * >n 20° r vorher ew " CIM aelegt HL WA ht dos " , sie 1^ -AM W'li strafe von 5 Mark. — Der Taglöhner Peter Jung aus Reich hat zu Bad-Nauheim einem Eisenbahnbeamten den Dienstmantel aus dem Wartesaal gestohlen. Er ging damit flüchtig, wurde aber am Bahnhof zu Friedberg eingefangen. Wegen Diebstahls im Rückfall wur'oe aus 10 Monate Gefängnis erkannt. — Ein unverchesserlieher Dieb rst der Kvrbm. Wllh. Henze aus Magdeburg. Seine Strafliste weist außer Meineid meistens Diebstahls- stvafen auf. Am Tage der Entlassung nach Verbüßung einer längeren Strafe, stahl er zu Friedberg ein in einer Wasckllüche bangendes Wams, wobei er ertappt wurde. Trotz der Geringfügigkeit versagte ihm das Gerickst mildernde Umstände und verurteilte ihn zu 1 Jahr 3 Monaten Zuchthaus, erkannte ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre ab und stellte ihn unter PolizeiauAM— , _ Kirtchtsiaal. Stolp (PommerrO, 1. Nov. In dein Prozeß, den der Pastor Pötter gegen den Redakteur des „Bütower Anz.", Röhl, wegen Beleidigung angestrengt hatte, wurde Röhl zu 5 0 0 'J)i k. Geldstrase oder 50 Tagen Ge'ängnis und den üblichen Neben- strafen verurteilt. (Wir haben über den Verlauf des Prozesses in Nr. 256 unter dem Tuet „Pommersche Schulzuslände" ausführlich berichtet,. Aus Charlottenburg wird uns geschrieben: Rechtsanwalt Dr. Spohr aus Gießen wurde vom hiesigen Sc^ffen- gericht zu 100 Mark Geldstrafe und den gesamten Kosten verurteilt wegen Beleidigung des Dr. med. S i e f a r t hier, Vorsitzenden Der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung des Kur- pfuschertums. Die Klage ist zurückzuführen auf einen Brief, den Dr. jur. Spohr an den Kläger schrieb und in dem er, wie das Gericht aussprach, seine Eigenschaft als Rechtsbeistand dazu benutzt hatte, schwere persönliche Beleidigungen auszusprechen. Kandel und KerKehr. Koluswinjchast. Dividendenschätzungen Berliner Großbank en. Die Dresdener Bank berichtet, daß sich ihre Interessengemeinschaft mit dem A. Schaasshairsenschen Bankverein in waä>- sendem Maße bewahrte. Sie wird voraussichtlich ebenfalls 1 Proz. Dividende mehr als i. V-, demnach 8V2 Proz. verteilen. — Der A. Schaaffhausensche Bankverein spricht u. a. auch über seine Angliederungen sich günstig aus und über seine reichen Gewinne. Diejenigen aus der Bohrgesellschaft kommen jedoch noch nicht zur Verrechnung. Die Dividende wird vermutlich 81/1 gegen 71/4 Proz. betragen. Die Darmstädter Bank teilt mit, daß sie bei weiterer Vermehrung der stillen Rücklagen und Beibehaltung größerer in der Bilanz schwebender Geivinne eine um ein volles Prozent auf 8 Proz. erhöhte Dividende auch auf das um 22 Mill. Mk. gewachsene Kapital verteilen könne. (Sin bestimmtes Urteil sei jedoch erst vom Verlauf des letzten Quartals abhängig. Die Nationalbanl für Deutschland hofft die Dividende leicht von 6 auf 7 Proz. fbeigern zu können. Die Ko m m e r z - un d D is ko n t 0 b a n k rechnet wieder auf 61/t Proz. Dividende bei 33 Mill. Mark K'apitalerhöhung. Die Mitteldeutsche Kreditbank rechnet bei erhöhtem Aktienkapital auf 61/2 Proz. gegen 6 Proz. im Vorjahre. Mergersche Brauerei-Akt. -Ges. Worms. Die 23eriraltung beantragt für 1901/05 die Verteilung von 6 Proz. Dividende wie i. V. Das Hosbräuhaus Hanau beschloß 6 Proz. Dividende wie i. V. Bei der Reichsbank sind bisher die Ansprüche nicht übermäßig groß. Immerhin ergibt sich eine bedeutende Zunahme der Notensteuer. Stärkerer Goldabfluß erfolgte nach dem Zvlande, Dagegen strömte nichts ins Ausland ab. Märkte. E. Kirchhain, 31. Okl. Auf dem heutigen V i e h m a r k t betrug der Auftrieb 500 Haupt Rindvieh. Ter Handel war flott. — Auf Dem Schweinemarkl, zu Dem 600 Schweine zugefahren waren, herrschten hohe Preise. Es kosteten Ferkel 35—50 Mk., Läufer 60—109 Alk. per Paar. ke. F r a n k f u r t a. M.,1. Nov. Auf dem gestrigen Kartoffelmarkt wurde der Doppelzentner mit 5.20—5.30 Mk. bezahlt. Ta? Gemüse ist aufgeschlagen. Der Zentner Weißkraut kostete am Markte 2 Mk. Sport. O Fußball. Wohl 300 Zuschauer oder mehr, eine bis jetzt in Gießen noch nicht erreichte Zahl verfolgten mit Interesse Den Verlauf des Wettspieles Der Ofsenbacher Teutonia und des Gießener F. E. von 1900. Gießen war rotcDermn glatt überlegen. Offenbach verlegte sich meist auis „'Dlanern". Ein Tor, das zweifellos Die Torlinie Teutonias passiert halte, ronrbe leiDer vom SchieDsrlchter nicht anerkannt. So verlor Gießen, Das fortgesetzt von Pech verfolgt war, mit 0:1 Tore. Am nächsten Sonntag wird der Gießener Klub in Hanau gegen den L Hanauer F. E. v. 93 antreten, einen der besten Klubs von Süddeutjchland, Der seit 2 Jahren nur einmal in Leipzig geschlagen wurde. — 2er Gegner Des Gießener B a 11 s p 1 e l k l u b s zog es vor nicht zu erscheinen. FüinilirnPachrichlcii. G e st 0 r b e n: Marie Freifrau o.Ende, y» au Julie Baur, Darmstadt. — Frau Philippme Konrad, geb. Griebel, in Dillenburg. — Herr Gutsbesitzer Heiur. I s. Blecker in Sindersfeld. — Frau Mathilde Aaron, geb. Heidel, in Ehringshausen. — Frau Susanne Kreuder, geb. Adendorf, Als'eld. — Frau Elisabeths Naumann, geb. Weiß, Unter-Sorg. — Herr vr. weä. Hermann von Voigt, Mainz. — Frau Katharine Brechmtz, geb. Jung, Marburg. — Frau Anna Leydhecker, geb. Bader, DarmstaDt. Geborene: Herrn Pros. Schaum und Fraii Ella geb. Winter. Marburg, eine Tochter. — Herr Pfarrer Ehr. Schüßler und Frau Emmy, geb. Jrte, Blasbach, em Sohn. Verlobte: Fräulein Marie Seipp und Herr Wilhelm Schäfer, Ehringshausen. — Fräulein 9)lieferung so lange halten, weil das alsbaldige Verbringen der angenommenen Waren in die Waggons natürlich geraume Zeit in Anspruch nimmt Wage» an Wagen reiht sich infolgedessen hintereinander, Menschen untf Vieh müssen stundenlang bei Wmd unb Wetter ober der größtem Hitze aus freier Straße halten, bis die Reihe zur Wlieferungs endlich an sie lammt. 2luch der freie Bcwkehr nnrb durch eine solche Anstauung gehemmt und gefälwdet. Daß der Güterschuppen für die Empfanasgüter viel zu klcinl ist, beweist, daß eine Vergrößerung von 398 Quadratmeter vorgesehen ist (auch das ist nock) zu wenig), und es wäre sehr wünschenswert, daß wenigstens diese Vergrößerung schleunigst! zur Wirklichkeit toürbc. Wenn der Herr Berichterstatter, sich am Montag morgen einmal in den Güterschuppen begeben hätte^ konnte er einen Einblick gewinnen, wie berechtigt die von Interessenten vorgebrachten Klagen sind. Die angenommenen Gütep waren derart ausgehäuft, daß nichts zu finden war und alle möglichen Stockungen eintraten. Daß durch die Ueberfftllungcn manrfx5 Gut nicht sanft behandelt wird, muß wohl jedermann! einfehcn. WaS nun die weiteren Einrichtungen am hiesigen Gütepe bahnhof betrifft, möchte ich mich auf das Allernötigstc bt* schränken und zwar: 1) Tie Ueberdachungen an beit Güterhallen sind zu tut» und müssen mindestens um das Treifack)e vorgeschoben werden und zwar so, daß beim Ein- und Ausladen die Menschen unb die Pserde bem Unwetter nicht ausgesetzt sind und die Verladung im Trockenen vorgenommen werden kann. 2) Die An- und Wffihrwege zu den Waggon-Lodungen gc*, nügen in keiner Weise, cs muß unter allen Umständen ein zweiten Ausfuhrweg, unterhalb der Brücke, geschaffen werden. Es ist wohl noch eine Ausfahrt in der Nähe der Margarethenhütte vorhanden, aber dieser Weg ist fast den ganzen Tag durch Rangieren und Ucberfüllung der Waggons besetzt, verfehlt alfo1 vollständig seinen Zweck. Bei dem sehr großen Verkehr, (esk passieren täglich mindestens 300—350 Wagen rcsp. Lastwagen dieses eine Eiw- und Ausfithrwr >, ist es ein Wunder, daß nid# schon größere Unglücke vorgekommen sind, deshalb ist Ab» Hilfe hier unbedingt nötig. Die hiesigen Geschäftsinhaber haben ein reges Interesse daran- daß derartige Uebelstände beseitigt und der Verkehr auf dief leichteste und rafchcste Weife erledigt wird, denn Zeit i st Geld! H. , WiiMlMkHkdttlM »tt LodrsWk in örr Stnöt ibitge«! 34. Woche. Vom 20. August dis 26. August 1905. Einwohnerzahl: angenommen zu 28 000 (infl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 31,57 nach Abzug von 5 Ortsfremden: 22,28 ü/j®. Rinber Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. LebenSiahr: 2.-15. JahD Tuberkulose 2 2 — — Krebs 4(2) 4(2) — — Darmkatarrh 3 — 3 — Lebensschwäche 2 — 2 — Atrophie 1 — 1 — Schlagfluß 2 2 — — Altersschwäche Kl) Kl) — — Ueberiahren Kl) KD — — Hinrichtung 1 (1) KD — — Summe 17 (5) 1115)“ 6 — An m.: Tie in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. PFEiFFER &PiLLERS Kaffee-Essenz in Dosen. Per feinste Kaffeezusatz I Auch In Paketen und In für Küche u. Maushalt praktischen Packungen erhältlichI KAFFEE-ESSENZ S- - S CS S cn CS — S § er 5»" 5 = 2 titi ~ » a §

o S = er & CT er Ji-' o © & 5= CT r- n" « 3 = 3 5 s CT 5 O er s & S3 3- CT • 3? CT CTs A g 2 rs cs 2 et 5 «-s 3 o er C5 =. 5 «SO s P CT = 5 GS Ö 59 Ä X '•d <3* ——1 •£ *—* 0 0 2 O -2 «6 2» 3 S CT 3 Ck 3 S S S'o’ <1 CT 2 6)3 & CT 2 zD - O o s #1 —- 5 -s; o n — to 2. O —* CT CT Ot Q* s- rL = o S ct to x. 2 to >-* *-• 1 1 hste Tein drigste cs to ovember 1905. ■c -3 to Absolute 0 Feuchtigkeit < 0 ■■ CT ro es to o tOHU' Relative Feuchtigkeit c* • to iZlCQCZ) Windrichtung 0 c to to li». Windstärke — .. ...... er II II >-* _co co CT« n O n 3 ctSiS- — - 2. Weller pp «2- 6) O* s> - CT <0 D? CT ra ' ~ O' i' । C n o n o « ” => C-C 3. ro 2 CTS ^2 CT=: - . 0 . -5 S2 53 ■Sog®' to to ct (S) er 3 S r? es to s —;cs © » to 3 CT 3 CT 3 cs — c. 5 3 ■Ö3 8 cz oco 3 <0 er 3 3 S' to rt CO '&§ « 8 --- o — 33 3 2 CT CT 3 =.s c*' r» CT O - 3.*ro CT «6 x* et «"1 O O rs 5 =• ■ cs = W ® CT S 3 3 CS CT 5 ? rs ** o e ra s er- c c wl MST aufgenommen: I I L W L /' in Pei; Qarahaiix und Straussfedern 8 K «... 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