-rr. 163 teeiie außer 6» kudrrei. ft. Lange, fttbofttxm, trnebtiton und Druaeret: Schulprab« t -dresie füt Depefch«: Anzeiger «»eßen. FrrniprrchanlchliißNr 6L Erstes Blatt. 155. Jahrgang Freitag 14. Süll 1900 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen monatlufc 7B $L. oterteU jährlich DU. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 ‘Bf.; durch diePost Mk.2.— viertel» iäbd auSichl. Bestellg. "inahme mn Anzei '<« ir die Tr rSp'amir« -'S vomrtttigS J'tlit, Jc^ernnretfl: ni'SwärtS 'J j'j. Beraalrvorit'ä) hiK den poliL und U > u LeU. v Wtttlo: füt .Stadt und ßanb" und „lNerichrsfaal": August Goetz, für den Anzeigenteil: HanS Beft üeuttge Kummer umfaßt 10 Seiten. Betrachtungen zum neuesten Wuhlirat-H'rozeß. In dem Auffehen erregenden Meineidprozeß des Kellners Meyer — der Angeklagte soll bekanntlich in einem der Ruhstrat-Prozesse falsche Aussagen über das Spiel des oldenburgischen Ministers und anderer angeblich Beteiligter gemacht haben — bekundet ein Zeuge, von Beruf Jurist, folgendes: Bei der Befragung Meyers in dem Prozeß wegen Beleidigung Ruhstrats durch die Presse, habe er kaum folgen können, und er könne sich denken, daß jemand, der in solchen Dingen in Irrtümer geraten sei, schwer wieder herauskolmme. Aus der Aussage des Untersuchungsrichters ist zu erwähnen, daß Meyer wahrend der Haft, die dem jetzt stattfindenden Prozesse vorausging, mehrmals bis zu zwei Stunden vernommen wurde. Außerdem unterzog ein Polizei-Kommissar, ein „Spezialist in Meineidssachen", den Meyer eingehenden Verhören. In einem Briefe aus der Untersuchungshaft klagte Meyer über heftige Kopfschmerzen, die er auf die vielen Vernehmungen zurückführte. Der weitere Verlauf und der Ausgang dieses Prozesses werden lehren, ob in diesem Falle ein Falscheid aus Irrtum und Verwirrung oder ob ein wissentlicher Meineid vorliegt. Wir wollen dem Ergebnis in keiner Weise vorgreifen. Wir wissen auch nicht, wie weit die Auffassung des Juristen zutrifft, daß er der Vernehmung kaum habe folgen können. Man müßte in dieser kritischen Situation zugegen gewesen fein, um ein selbständiges Urteil abgcben zu dürfen. Nur einige aNgemeine Betrachtungen seien für jetzt gestattet. Daß Falscheide vor Gericht, namentlich in Strafprozessen, bedauerlich häufig vorkommen, ist unseres Erachtens nicht so sehr der „wachsenden Verderbtheit und sittlichen Verwilderung" schuld zu ^eben, als dem Umstande, daß viele Zeugen vor Gericht einer geradezu lähmenden Angst und Verwirrung anheim fallen, Gerade der Zeugen besserer Teil. Der in den Gerichtssälen Heimische, der oft vor den Richtern gestanden oder als „Kriminalstudent" vielen Sitzungen beigewohnt hat, läßt sich natürlich nicht verblüffen. Mit aller Dreistigkeit und Zungengeläufigkeit macht er als Zeuge seine Aussage, nicht zu viel und nicht zu wenig, jeder Frage hält er Stich, und wird ihm ein Widerspruch vorgeworfcn, so weiß er mit außerordentlicher Gewandtheit eine Aufklärung zu geben. Ganz anders der, wenn man so sagen d.rrf, ungeschulte, unerfahrene Zeuge, der vielleicht zum ersten Male in die Lage kommt, vor Gericht zu schwören. Ein schuldbewußter Sünder kann kaum eine kläglichere Figur machen: Der Zeuge wird abwechselnd rot und blaß, er verändert fortwährend seine Haltung, seine Handbewegung sind theatralisch und gesucht, kalter Schweiß steht ihm auf der Stirn, zögernd, stockend, gestammelt folgen die Worte. Es geschieht, daß solche Personen aus dem Gerichtssaal am ganzen Leibe zitternd herauskominen, als wären sie einer furchtbaren Gefahr entronnen. Für diese Zeugen nun kann es unter Umständen geradezu verhängnisvoll sein, den Faden der Aussage zu verlieren und sich zu „verheddern". Wird ihm vielleicht in ungeduldigem oder strengem Ton etwa bemerkt: „Sie sagten vorhin, daß. . ., nun behaupten Sie, daß ..." — oann wirkt das auf manchen Zeugen, als ob er einen Schlag auf den Kopf empfinde. Der letzte Rest von Besinnung, von Erinnerungsvermögen, von Haltung geht verloren. Hilfesuchend sieht sich der unglückliche Zeuge nach allen Seiten um. Sein Blick wandert vom Richtertisch zu den Verteidigern, zur Anklagebank und bleibt schließlich, wie mit magischer Gewalt angezogen, an dem beobachtenden Vertreter der Anklagebehörde haften. Die erste Empfindung, die da wohl jeden ehrlichen Menschen brennend heiß befällt, ist: Dein Wort wird angezweifelt, Du stehst im Verdacht, es mit der Wahrheit nicht genau zu nehmen. . . Nun tritt leicht das Gefährliche ein: der völlig konfus gewordene Zeuge weiß nicht mehr, was er spricht, er klammert sich an das, was andere sagen, die zur Aufhellung em« greifen, stimmt Destr und Jenem zu, nur, weil in diesem schrecklichen Augenblick jeder, der ruhig ist, ihm wie eine Autorität erscheint, die das präzis wiedergibt, was ihm, dem Zeugen, wie in undurchdringliche Nebel gehüllt vorschwebt. Der von den Psychiatern geprägten charakteristischen Bezeichnung „Zuchthaus-Knall" nröchten wir den Ausdruck „Z e u g e n - K n a l l" zur Seite stellen. Hier wie dort kann es infolge jäher und starker Erregungen zu zeitweiligen Störungen der geistigen Funktionen kommen.. Abgesehen von beruhigendem Zuspruch, von der Vermeidung allzu langer Ausdehnung der Vernehmung, dürfte von der allgemeinen Einführung des Nacheides statt des Woreides eine zweckmäßige Wirkung zu erwarten sein. Denn vielfach werden vor der Vernehmung vereidigte Zeugen von dem Gedanken beherrscht, daß schon die Verbesserung oder genauere Fassung einer Aussage im Laufe der Vernehmung Gefahren heraufbeschwören könnte. Das berühmte „Donnerwort": „Sie stehen unter Ihrem Eide! schnürt auch manchem Zeugen eher die Kehle zu, als daß es seine Brust erleichtert. Dem Zeugen aber,, der da suhlt, daß er den Boden verliert, kann nicht dringend genug geraten werden, falsche Scham beiseite zu lassen und um etwas Zeit zu bitten zur Zurückgewinnung klarer Ermner- ungen. . _ Komische Tagesschau. Preußenkaffe und Neuwieder (taffe. Das offiziöse Berliner TclegraphenbureaU' stellt einigen Berliner Zeitungen nachstehende Mitteilung zur Verfügung. »Zwischen der Preußischen ZeutralgenosseusMaftokasse zu Berlin and der Landwir-tschaitluhen Zentraldarlehuskasse für Deutschland zu Neuwied, die gegenwärtig ein eingezahltes Aktienkapital von 8,5 Millionen Mark hat, ist nach eingehenden Vvrberatungen eine engere Interessengemeinschaft abgeschlossen morden. DaS Abkommen, das das beiderseitige Verhältnis regelt, ist imterm 26. Juni d. I. vom preußischen Jinanzminister genehmigt worden. An der Generalversammlung der Landwirtschaftlichen Zentral- darlehnskasse am 6. d. M. in Nürnberg, in der durch einstimmigen Beschluß der Aktionäre der Jahresgewinn und die Reserven bis auf 25 000 Mark für allgemeine genossenschaftliche Leistungen und anderweite Verpflichtungen der Zentraldahrlehnskasse abgeschrieben worden sind, hat der Präsident der Preußischen Zentralgenossenschaftskasse, Dr. Heiligensladt, teilgenommen, die Organisation zu dem entschlossenen Schritte beglückwünscht und aus seiner genauen Kenntnis aller Verhältnisse heraus die beruhigendsten Versicherungen über die Lage und die Zukimst der Landwirtschaftlichen Zentraldarlehnskasse gegeben. Diese Mitteilung bedeutet nichts weniger, als daß die Zentralgenossenschaftskasse der Landwirtschaftlichen Darlehnskasse, die in der letzten Zeit sehr kühne Geschäfte unternommen hat, zur Unterstützung ihres Kredits beigesprungen ist. Also die der Preußenkasse zur Verfügung stehenden Gelder werden dem Kreditbedürfnis der Landwirtschaftlichen Darlehnskasse zur Verfügung gestellt. Die Neueinteilung der Wahlkreise in Großbritannien. Die Vorlage zur Neueinteilung der Wahlkreise in Großbritannien und Irland (vergt. den heutigen Artikel „Aus den englischen Parlamenten") geht kaum so weit, wie man wohl erwartet hatte. Das englische Unterhaus hat zurzeit 670 Mitglieder. Während — abgesehen von den Universitäten, die als solche ihre eigenen Abgeordneten nach Westminster entsenden — bei absoluter Gleichheit der Wahlkreise auf je 65 000 Einwohner je ein Abgeordneter kommen würde, gibt es zurzeit Dutzende von Kreisen mit weniger als 20000, viele dagegen mit mehr als 100000 Einwohnern. Ein Kreis wie Newry hat nur 13137, aber Nomford 217000 Einwohner. Am schlimmsten ist das Mißverhältnis in Irland, das aus der gegenwärtigen Einteilung einen ungebührlichen Vorteil zieht, $at es doch 103 Sitze. Das war eine zur Zeit der Vereinigung mit England angemessene Zahl. Damals hatte Irland eine Bevölkerung von fünf Millionen, ungefähr die Hälfte von England und Schottland zusammengenommen. Heute hat es aber kaum 4 500000 Einwohner, oder etwys mehr als ein Achtel Großbritanniens. Gemäß der neuen Einteilung soll nun nach Möglichkeit der ideale Wahlkreis von 65000 Einwohnern innegehalten werden. Da aber zugleich auf die bestehende administrative Einheit von einzelnen Städten und ländlichen Distrikten besondere Rücksichten genommen werden sollen, so bleiben immer noch wesentliche Ungleichheiten bestehen. Soll doch auch nur Städten mit weniger als 18500 Einwohnern das Recht, als seperate Wahlkreise zu bestehen, hinfort genommen werden. Und so verliert Irland, das 30 Vertreter zu viel hat, nur 22, während England 17, Wales 1 und Schottland 4 neue Wahlkreise gewinnen. Man kann der Regierung kaum vorwerfen, daß sie bei der Neuaufteilung der Kreise die Interessen ihrer eigenen Partei über Gebühr wahrgenommen. Gleichwohl wird sie ihr von großem Nutzen sein. Schon die Uebertragung von 22 Stimmen aus dem ihr stets „aufsässigen" Irland auf das loyalere England muß ihr von wesentlichem Nutzen sein. Auch herrschen ja — im Gegensatz zu anderen Ländern — in England gerade in den großen Städten, die vornehmlich an Bevölkerung zugenommen, und daher auch insonderheit aus den neuen Maßnahmen Nutzen ziehen werden, die konservativen Elemente vor. Wenn daher irgend ein Schritt der Regierung die Siegesgewißheit der nberalen Opposition bei den nächsten Wahlen erschüttern kann, so ist es jedenfalls diese Neueinteilung der Wahlkreise. Deutsches Reich. Berlin, 13. Juli. Man meldet aus der schwedischen Hafenstadt Gefle: Der König von Schweden begab sich heute mit dem Kronprinzen, dem Minister des Aeußern, sowie dem deutschen Gesandten an Bord der Königsjacht .Drott" zur Begrüßung des deutschen Kaisers nach der „Hohenzollern". Als sich die KönigSjacht den deutschen Schiffen näherte, hißte sie die deutsche Flagge, worauf auf der „Hohcnzollern" die schwedische Flagge gehißt wurde. Die deutschen Schiffe salutierten. Die Geschütze der KönigSjaeht „Drott" erwiderten den Salut. König Oskar und der Kronprinz von Schweden begaben sich sodann an Bord der „Hohenzollern", deren Musikkapelle bei der Ankunft der Gäste die schwedische Nationalhymne spielte. (Da bei dieser Monarchenbegegnung der schwedische Minister des Aeußeren zugegen gewesen ist, so darf man wohl annehmen, daß die Frage dec Uniontrennung besprochen worden ist. D. Red.) — Die .Norddeutsche" schreibt: In stiller Zurückgezogenheit, aber nicht veraessen, begebt am 14. Juli ein hochverdienter Veteran der deutschen Diplomatie seinen 80. Geburtstag, Prinz Heinrich VII. R e u ß. In körperlicher und geistiger Frische blickt der Prinz auf em oeben zurück, das ganz dem vaterländischen Dienste gewidmet war. 1M9 wurde Prinz Reuß nach jurifhfdhen und landwirtschaftlichen Studien preußischer Reiterosfizier, 1853 trat er zur preußischen Gesandtschaft in Wien über. Hier begann seine Tip(omatenlauf bahn, der er nut geringer Unterbrechung (1876 77 bis zum Jahre 1894 große Einsicht, immer gleiche Pflichttrene, ungeivöbn- lichen Trift und reiche Erfahrung zur Verfügung stellte. Zn diesen an entscheidenden Ereignissen fo überaus reichen vier Jahrzehnten deutscher Entwickelungsgeschichte war Prinz Reuß an hervor ragenden Stellen des diplomatischen Dienstes dem Fürsten Bismark allezeit ein geschätzter Mitarbeiter gewesen. Seit der Gründling des Reiches vertrat er 23 Jahre die deutschen Angelegenheiten als B o t s ch a f t e r i n P e t e r s b u r g, K o n st a n t i n o p e l und Wien. Am 80. Geburtstage werden alle, die ihm in seiner langen Berufstätigkeit begegnet sind, des Prinzen Heinrich VTL Neuß in Treue imb Verehrung gedenken. — In der gestrigen Sitzung der Samoa-Gesell- schäft kam es zu erregten Auseinandersetzungen. Nach mehrstündiger Verhandlttng wurde dem Aufsichtsrate die Entlastung verweigert. — Die Reichstagsersatz mahl im Kreise Ober» barninr ergab: Pauli (freit) 6067, Bruns (Soz.) 6 214, Kollmann (freisinnig) 3511 Stimmen; fünf Ortschaften stehen noch aus. Stuttgart, 13. Juli. Die technische Kommission der drei Neckaruser-Staaten für den Neckarkanal wird im August zusammentreten. Es soll dann der Schaffung der Pläne für die Neckar-Donau-Verbindung näher getreten werden, ebenso den Plänen über die Kosten-Voranschläge. An die meist interessierten größeren und kleineren Städte und Handelskammern am Rhein, am Neckar, der Rems und Brenz will man sich um Beiträge wenden. — Die Verfassungskommission beschloß in ihrer heutigen Sitzung, daß die Vertreter von Handel, Industrie, Handwerk und Landwirtschaft in der Ersten Kammer je durch die Handels- und Handwerkskammern bezw. bis zur Errichtung der Landwirtschafts- kammern durch die landwirtschaftlichen Gauverbände gu. wählen sind. Der Entwurf der Regierung hatte die Be- rufitng durch den König vorgeschlagen. Statt des 30. Lebensjahres für die Wählbarkeit in beide Kammern nach dem Entwurf wurde das 2b. Lebensjahr gesetzt. Ein Antrag Haußmann-Gerabronn, für die Zweite Kammer die bisherigen Stichwahlen beizubehalten und für die Wahl der berufsständischen Vertreter iu die Erste Kammer im ersten Wahlgang die absolute, eventuell im zweiten Wahlgang die relative Mehrheit entscheiden zu lassen, wurde abgelehnt. Für die Wahl der sechs Abgeordneten Stuttgarts wurde der Proporz angenommen. Dresden, 13. Juli. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung der sächsischen Reform Partei machte der Delegierte Herrlein von der „Deutschen Wacht" die auffallende Mitteilung, daß der Wiener christlich-soziale Oberbürgermeister Dr. Lueger nebst seinen politischen Freunden vor drei oder vier Monaten die Absicht gehabt habe, die Berliner „Staatsbür gerztg." anzukaufen und sie allmählich in das Fahrwasser der österreichischen Parteigenossen überzuleiten. Der Reichstagsabg. Zimmermann bestätigte, daß Dr. Lueger zu diesem Zwecke in Berlin gewesen sei. Die Sache habe sich aber zerschlagen, und Lueger habe gedroht, nun ein eigenes Organ in Berlin zu gründen, das seine Richtung verträte. Die „Staats- bürgerztg." ist diesen Herren noch nicht antisemitisch genug, beklagte sich doch Herrlein darüber, daß in einem Propagandaartikel des Blattes nicht ein einziges Mal das Wort „Jude" und „Judentum" vorkomme. Ob man die „Deutsche Wacht", der man vorwirft, daß sie in jüngster Zeit sich wiederholt im krasien Widerspruch zur Parteileitung, speziell zum Abg. Zimmermann, gesetzt habe, noch weiter als offizielles Parteiorgan behalten wird, ist noch nicht entschieden, es ist aber nicht unwahrscheinlich, da, wie ein Delegierter sagte, „die „Wacht" uns braucht, und wir die „Wacht" brauchen", und da andererseits die Gesellschafter des Unternehmens „so viele Gelder darin stecken haben". Ließe man die „Wacht" fallen, so wären diese Parteifreunde erheblich geschädigt. ... , >1, Aus den englischen Parlamenten. London, 13. Juli. (Unterhaus.) Eine lebhafte Debatte emspann sich über die Zeit, die für die Erörterung deS angekündigten Antrages der Regierung bestimmt werden soll, eine Kommission zur Vorbereitung der Neueinteilung der Wahlkreise zu wählen. Augenscheinlich werden die Liberalen imt> Nationalisten die Vorschläge der Negierung nachdrücklich bekämpfen. Bei der Beratung de§ Heeresbudgets brachte Mc. Crae (lib.) den Antrag ein, den für die Freiwilligen ausgeworfenen Posten zu vermindern, nm gegen die Haltung deS Kriegsministers gegenüber den freiwilligen Streitürästen zu protestieren. Der Antrag wurde zurückgewiesen. Die.Opposition begrüßte die geringe Regierungsmehrheit mit anhaltenden lauten Beifallskundgebungen. — (O b e rhau s.) Auf eine Anfrage über die Feststellung der Entschädigimgsansprüche infolge der Beschlagnahme und Zerstörung englischer Fahrzeuge durch russische K r i e g s s ch i f fe erwiderte Lord Lansdowne, daß die Feststellung derartiger Ansprüche notwendigerweise Zeit erfordere. Der Minister zählte dann die Fälle auf, in denen von der russischen Regierung Entschädigungen gezahlt wurden. Earl of Jersey bat um Aust- Fünft über die Verhandlungen mit Deutschland wegen der Marschall- und der Karolinen-Inseln. LanS- downe antwortete darauf: Wir stehen mit der deutschen Regierung in Unterhandlungen wegen einiger Punkte, welche über den Rahmen des Monopols der Jaluit-Gesellschast auf den Marschall- und Karolinen-Inseln binausgehen. Wir haben unseren Botschafter in Berlin Laseelles angewiesen, Erkundigungen ein- -nziehen, unter ivetcfien Bedingungen Land erworben werden könnte, um uns eine Ansiedlung für Handelszwecke zu sichern. Außerdem haben wir Laseelles ersucht, festzustcllen, ob die englischen Firmen, die bau dem Handel auf den Marschall- Inseln ausgeschlossen wurden, nach dem 1. Oktober ihre Bemühungen ohne ira nd welche unvernünftiaenBekckrLnk- [ttngcn wikLer aufnehnrm dürfen. Wir haben ferner die deutsche Regierung auf das angeblich auf den Lcrrolinen-Jnseln bestehende deutsche Monopol aufmerksam gemacht. Wir stehen unter dem Eindruck, das; das 5?andelsverbot auf diesen Inseln kein absolutes ist, sondern daß es wahrscheinlich das Resultat unberechtigter Beding u ngen ist, von welchen die höheren Behörden feine Kenntnis haben. Wir haben der deutschen Regierung nahegelegt, daß eine EntsÄädigunasfrage erhoben würde, und daß wir wünschen, hnfi sie berücksichtigt werde. Wie es in ZluhLand aussiestt. „Daily Telegraph" meldet brieflich aus Petersburg, daß rin Komplott entdeckt morden sei, welches bezweckte, das Schloß Jlljinskoje bei Moskau, wohin sich der Zar mit seiner Familie begeben wollte, in die Luft zu sprengen. Dies sei der einzige Grund, weswegen die dorthin beabsichtigte Reise der Zarenfamilie aufgegeben worden sei. Unter den kaiserlichen Gemächern entdeckte man einen geheimen unterirdischen Gang, in welchem sich große Mengen Dynamit befanden. Zahlreiche verdächtige Personen wurden verhaftet, darunter zwei Ingenieure, welche die inneren Bauten des Schlosses leiteten. Das genannte englische Blatt ist indes bekannt dafür, baß es seinen Lesern gern Gruselgeschichtchen vorsetzt, die eine wilde Reporterphäntasie in Hundstagszciten erfindet. Kaum ernsthafter ist wohl folgende Meldung zu nehmen: ^rt einem in der Nähe von Moskau gelegenen Walde fand eine große revolutionäre Versammlung statt, an der etwa 30 000 Personen (?) teilnahmen. Die Versammlung wurde plötzlich durch die Kreispolizei gestört. Als die Arbeiter die wenigen Polizeibeamtcn bemerkten, bewarfen sie diese mit Steinen. Um die Beamten am Entkommen zu hindern, zündete die Menge den Wald an. Dieser war bald in ein Flammenmeer verwandelt. Gendarmerie und Kosaken gingen nut blanker Waffe vor. 50 Arbeiter wurden bei dem Kampf getötet und 300 verwundet. Nur mit großer Mühe gelang es, die Demonstranten auseinander zu treiben. Ein Gcndarmerieoffizier und 10 Kosaken erhielten gefährliche Verletzungen. Die Polizei verhaftete etwa 60 Personen. Trotz aller offiziösen Dementi dauern aber indeffen die Unruhen im Kaukasus fort. Auf einen Zuge zwischen Tiflis und Batum wurde geschossen und der Maschinist getötet. Aus Lodz wird gemeldet: In den hiesigen Kirchen finden jetzt täglich regierungsfeindliche Demonstrationen statt, wobei revolutionäre Lieder gesungen werden. Der Kommandant von Lodz hat den Geistlichen mitgeteilt, daß er sie verhaften lassen werde, falls sich die Demonstrationen wiederholen. Die deutschen Kolonisten in Südrußland erbaten vom deutschen Kaiser Hilfe gegen die raubenden und plündernden Bauern. Zur Klarstellung der Beziehungen zwischen Polen und Russen findet in Warschau Ende des Monats ein Polen- Kongreß statt. In einem Eisenbahn - Magazin der Eisenbahnstation Sarmara wurden versteckt zirka eine Million Rubel aufgefunden, welche seinerzeit vom Roten Kreuz auf den Kriegsschauplatz abgegangen, aber spurlos oer- schwu nden war. Die Besatzung des meuternden „Potemkin" fand in der Kajüte des ermordeten Kapitäns Golikow 1000 Rubel persönliches Eigentum desselben, die sic den Behörden in Odessa zur Uebermittelung an die Witwe Golikows übergab. Nach Petersburger Meldungen soll die Ausstoßung des Admirals Krieger aus der Marine bevorstehen, weil er es unterließ, den meuternden „Potemkin" sofort an- zugreifen und in den Grund zu bohren. Ein Flottc-kerlaß des Zaren. Der ruß'. Kaiser hat an den neuen Marineministcr Vizeadmiral Birilew einen Erlaß gerichtet, in dein er an die ununterbrochenen Niederlagen der Flotte erinnert, die sie der Möglichkeit beraubten, der Landarmee ihre Aufgabe zu erleichtern und einen Erfolg herbeizufähren. Ter Kaiser beklagt schmerzlich den Verlust treuer Seeleute, die ihr Leben flir das Vaterland dahingegeben haben, und sagt, daß es die Pflicht gegen das Vaterland sei, daß alle Seelente nach Krä'ten an der Erneuerung der Streitkräfte zur See, die für Rußland unentbehrlich ist, und an der Heranbildung und Vorbereimng eines geeigneten Personals Mitarbeiten, das von dein Bewußtsein seiner Pflichten durch drunqen sei. Der Kaiser sagt in dem Erlaß ferner, Birilew habe anläßlich der beschleunigten Armierung des zweiten und dritten für Ostasien bestimmten Geschwaders eine beinerkcnswerte Energie, Erfahrung und militärisches Verständnis a>i den Tag gelegt. Ei- Habe seinen Untergebenen frischen Geist und das Bewußtsein von der nationalen Wichtigkeit ihrer Arbeit eingeflößt. Es sind dies alles Dienste, die dein Kaiser, erlauben, mit Sicherheit aus Birilcw bei Erneuerung der Flotte zu rechnen. Mit der Erneniiirng zirm Minister vertraue er ihm die oberste Leitung des Marine-Departements mit dem Rechte an, ihm vettonlich über alles darauf bezügliche Vortrag zu halten. — Die jüngsten Ereignisse im Schwarzen Meere beweisen, so sagt der Kaiser ferner, daß der militärische Gehorsam bei den Mannschaften vollständig geschwunden ist, und daß die V o r g e s e h t e u ihre Pflicht nicht erfüllen. So außerordentliche verbrecherische Taten erfordern eine eingehende Unters it chunq und st r e n g e S t r a f c. Der Kaiser legt dem Admiral als erste Pflicht auf, den Geist militärischer Ordnung wieder herzustellen und dafür zu sorgen, daß die Flotte ihren Pflichten ivieder nachkommt. Der Kaiser weist auf die Notwendigkeit hin, für ein technisch gut dnrchgebildetos, gut diszipliniertes Flottenpersonal zu sorgeii, und die zu bauenden' Schiffe der Jetztzeit gemäß auszurüsten, sowie die technische Aiisbildung der Marine-Ingenieure zu heben. Bezüalich der Neuorganisation der Flotte verlangt der Kaiser, daß der Marine- minister augenblicklich mit der Sicherung der Verte i digung der Küsten aller russischen Gewässer beginnen solle. Hierauf soll er Schritt für Schritt, den vorhandenen Mitteln entsprechend, die Schlachtflotte ivieder Herstellen. 5>ie Kriegslage in Masten. Fünf Monate sind seit der Sch lach' bei Mukden nach der Verfolgung der Russen durch die Japaner nordwärts bis über Tieling hinaus vergangen, und feit dieser Zeit stehen sich die beiden gegnerischen Speere in annähernd den- denselben Stellungen gegenüber. Ein Beispiel, daß eure Armee, nach einem Gesamtverlust in und nach der Schlacht von fast 50 000 Mann in verhältnismäßig kurzer Entfernung Front zu machen und fünf Monate lang sich in dieser Stellung zu behaupten vermag, zeigt die Kriegsgeschichte kaum wieder. Seit langer Zeit und oft glaubte man die Anzeichen eines erneuten und angriffsweisen Vorgehens des japanischen Landheeres zu er Furien, umsomehr, als die Jahreszeit bis vor kurzem die militärischen Operationen begünstigte. Aber immer wurde man enttäuscht. An dem Willen des Marschalls Oyama, die Russen anzugreifen, darf man nicht zweifeln. Seine Handlungsweise zeigt seine vorsichtige Bereitstellung aller Mittel vor Beginn der Operationen, um sich durch sie den Sieg möglichst zu sichern. Man weiß, daß wenigstens eine halbe Million japanischer Soldaten, in sechs Armeen gegliedert, im Felde steht. Von diesen sechs Armeen operiert eine in Nordkorea gegen U3;rs Feuemehren, hat verhindert sei, dec aünscht dem Feste hat mehrere Extra« .54 Uhr norm, em Aießen-Fulda unb werden am Abend , Nidda gehen. - heute die Hauptschön zu werden. Donnerstag abend einzelnen durch- ius einen würdigen aßen. -and im Saale des Oberforst. Wohnsitz m die »rstmeister Andrö Kollegen, Burger- M Ze. Erlaucht ncn der Standes- iorstmei'ter Thum so Gefeierte dan-te und seine,Fam- e Auch seine seit- at nehmen, durch rotte nachzurul - ,rch Wonsolovor- inC6eif«** rmw», H oi“ minifle-i"”? * 5Ä erholten- ME Alfs- »°m Süanne m JS*S „nb 51c1"’0'"1 d-r fr*8 i«*l( feine« F ” ' h «uf de" tS W S «* Giesienev landwlrttchaftlicher Wcrterdeenft. .gliche Wttteruny in Heften für Samstag, den 15 ^uli 190? Reitrocije molkig, ctfuau kühler, vielfach starker Regen. ‘ Näheres durch dre G:eventzx Wetterkarte. Klage richtet sich gegen *i.. „ DZiener. Dieser hat daS Schreiben verfaßt und nut unterzeichnet, in dem dem Direktor Mollheim vom Vorstande und von der Kommission des Klubs vorgeworfen wird, sich einer unehrenhaften Handlungsweise schuldig gemacht zu haben. •* Villa Fa lconieri. Wir lesen in Berliner Blättern: Die von Richard Voß und Paul Heyse in vortrefflichen Dichterwerken verherrlichte Villa Falconieri in Frascatl hat Eingesandt. (Für Form unb Inhalt nLcr i-r Rubrik stehenden Arti?^ übernimmt die Redakt h -r? ■ntnbfifum gegenüber keinerlei Verantwortung.) ~ Gießen, 13. Juli. Anläßlich der Einladung des hiesigen Konz er tü ere ins zur Generalversammlung sei es gestattet, einmal etwas über den Kostenpunkt unserer Konz erte zu sagen, d. h. einmal in au« Form auszusprechen, daß sie zu teuer sind Daß sich auch in einer kleineren Stadt, selbst ohne Universität und ohne groM (Garnison billige und gute Konzerte ermöglichen lassen, beweftt Köthen in Anhalt. An Einwohnerzahl Gießen etwa volliggleich, besitzt Köthen einen „Gesangverein", der im Winter 7 Konzerte veranstaltet, davon 6 unter Mitwirkung M Winderstern- Orchesters in Leipzig, und das letzte nur mit Klaviervortragen und Gesang. Nach fachmännischem Urteil gehören die ,.PHi> harmonis^>en Konzerte" des W.'schon Orchesters zu den künstlerisch vornehmsten Veranstaltungen der Saison in Leipzig. „ Das Abonnement nun für die 7 Konzerte betragt für eine Familie im Jahre 16 Mark, eine Einzelkarte kostet 3 Mk Es gibt nur einerlei Plätze, die nicht nummeriert smd, der Saal faßt etwa 500 Personen. Neben diesen Konzerten veranstalt^ noch ein besonderer Verein 6 Kammer musikabeu^, für die das F a m i l i e n a b o n n e m e n t 12 M a r k beträgt. In Kothen kann also eine ganze Familie insgesamt 13 K o n z e r t e besuchen für 28 Mk., während bei uns in Gießen ein Einzelner für 10 Konzerte 27 Mk. bezahlen muß: abonniert er sich auf 6 oder 4 Konzerte, so kostet ihm das einzelne Konzert noch mehr Die Aufführung größerer Chorwerke, die wir vor Köthen voraus haben, reicht u. E. nicht hin, um den gewaltigen Prei^ntev- schied zwischen Köthen und Gießen zu erklären, hat doch Köthen auch andererseits 6 O r ch e st e r k o n z e r 1 e Die Neuordnung der hiesigen Konzertverhältnisse im letzten Jahr hat, wie wir bestimmt wissen, manchen wenig befriedigt. Mochte der Vorstand und die Generalversammlung des Kouzertverems davon Kenntnis- nehmen und auf Besserung bedacht sein. Uebrigens sei bei der Gelegenheit auch eimnal daraus hingewiesen, oaß unsere rwn- zcrte häufig viel zu lang dauern und manchmal eher entc Anstrengung als eine Erholung sind. Musikfreund. Im verflossenen Jahre ist vom „Gieß. Mz." mit Recht daS Niederschlagen einiger Bäume auf der Lahnmsel abfällig beurteilt worden, da hierdurch eine landschaftliche Schönheit vernichtet wurde. Jetzt ist es an der Zeit, daß zunächst von den W» wohnern der dortigen Gegend und Naturfreunden Einspruch gegen den Bau des Schuppens, welcher jetzt am Lahnufer aufgeführt wird, erhoben wird. In anderen Städten umsäumt man die Flußläufe mit gärtnerischen Anlagen, wahrend man in Gießen den schönen Ausblick von unserer Lahnbrücke, durchs Baulichkeiten, die Känalwagen, Sei^n- wagen usw. in sich aufnehmen sollen, vernichtet. (L-ehr richtig' D. Red.) Es muß dies umsomehr befremden, als man in unserer Stadt doch vielfach bemüht ist, in schönheitlichm: und auch sanitärer Beziehung Verbesserungen zu treffen. Diese beiden Gründe allein hätten genügen müssen, derarttge Bauten außerhalb der Stadt auftusühren. Vorausgesetzt, daß die Leichenwagen ikwen Weg nicht mitten durch die Stadt nehmen, werden sie regelärüßig um die Nordanlage fahren. Gewiß auch eine Annehmlichkeit für die Bewohner dieses Viertels! Die Totenwagen gehören einzig und allein auf unseren Friedhof oder ui dessen nächste Nähe. ,. „ . Hoffentlich tragen diese Zeilen dazu bei, unsere löbliche Stadtverwaltung zu veranlassen, in der Nahe des Friedhofes ein entsprechendes Gebäude zu diesemZweckeer- richten zu lassen. Die geringen Baukosten werden reichlich ausgewogen, durch die Annehmlichkeiten, welche dadurch vielen Bewohnern des Nvrdweftens bereitet werden. EinerfurViele. Bon R.-A. Raab-Gießen. Am 9. Juli fand im „Casino-Hos zum Gutenberg" in Mainz unter dem Vorsitz des Pros. Dr. Mittermaier eine Versammlung der genannten Vereinigung statt, in der folgende Gegenstände zur Besprechung kamen: . 1. die obligatorische Einführung» des Unterrichts tn forens. Psychiatrie an der Landes-Universität, 2. die ZwangS-(Fürsorge-)Erziehung. Zum ersten Thema referierte R.-A. Justizrat Dr. Horch aus Mainz. Er legte seinem Vortrag eine Resolution zugrunde, die von Prof. Dr. Sommer vorgeschlagen, zur Eingabe ans Ministerium bestimmt war und dahin ging, daß sowohl die Mediziner , „ „ , , „ in die bei Beurteilung und Begutachtung psychiatrischer Fälle maß- „Geisteswelt" in Beziehung stehende Persönlichkeiten ein- sebenben grsetzlich-n Minrmungm -mgesütz« werden sollten. - b Damals erreqte dort eine schlagende Briefantwort als auch den Juristen der Besuch eines Kursus tn forensischer rn ... Psychiatrie zur Pflicht gemacht werden solle. Dieses Postulat L-udcrmanns btel Hetterkett. ^te Sache hatte sich )o zuist so selbstverständlich, daß man sich wundern muß, daß ihm getragen: Em als Witzbold bekannter Verleger halte sich nut bisher noch keine ofiizielle Geltung verschafft worden ist. Und ber sgiffe um Mitarbeit an einer neu gegründeten Zeitschrift doch liegen hier in Hessen die Verhältnisse noch günstiger als (Subermnnn gewandt Das nur aerinaen finanziellen in Bayern (wie Privatdozent Dr. Weygandt aus Würzburg miteMj1 ^"^imann geroan«. Juas nui gelingen gnanjiy teilte). Die R-solutim kam ,nr Annahme mit dem Zusatz, das, Erfolg versprechende Unternehmen hatte nun am Schluß des in dem Unterricht der Juristen in der gerichtlichen Psychiatrie aus Bri efes den Verleger zu den Worten veranlaßt: Ich zahle die Psychologie gebührend Rücksicht zu nehmen sei. In der Dis- Hon onar—rar! Darauf Sudermann lakonisch : Wer mir kussion wurde nämlich von Landgerichtspräsident Dr. Hangen - , r. fx1(fe Reiträae—träae. betont, daß der Jurist auch Pstzcholoaie studieren mtisse, um sich ?™ür '~ra* °«n schme m> Dkiirage nage. die nötigen Kenntnisse aus dem Gebiet der Seelenlehre anzu- in.e ‘A ^-riier fpilweife eignen, dem sich Generalstaatsanwalt P r e e t o r i u s mit der Maichinenfabrik von Auerbach und ed)ei6c durch ö eiter teil Weife Bemerkung anschloß, daß es beim Mangel staatlichen Zwangs Zerstört. — In n raß b u r S wurde beim ch a . f' ck i^ Sache der Eltern oder sonstiger Berater sei, diejenigen,, die im ßcn einer. Stellung de^> leitete er- juristischen Studium stünden, mit allem Nachdruck daram hinzu- Durber von Danaolsheim ^r auf ^m^elbe firbeitete, er weisen, immer mehr die Grundlagen zur allgemeinen Bildung scbo s fe n. -• ,n 9to m fcrrfgteine unnttaglicije »i B 4. u durch gediegene philosophische Studien zu erwerben. Dabei wurde ^^e davon ts ) Prrsonen^ geisteskrank "werd-n nicht verkannt, daß bei der jetzt schon großen Ausdehnung des Tag vergeht, ohm daß d bi r b ^onen gemesrranr we^u Studienpensums jede weitere Delastung.dem strebsamen Studenten Ä äÄ?° sg“ues?a noch größere Opfer und Ausgaben bringt. ninnro furfMare Gewitter nieder wodurch die R-A^^Dr ^u?d^und M^ediziEa^r^Bal^/ Äide^aus Ernte größt^teils zerstört worden ist. Auch die Weinberge haben N.-Ä. Dr. Fu l d und Dteoizinalrat Dr. matter, oewe aus i • — In Alicante (Spanien) wurde ein An- dem R-few. b-S R.-A. D-. Fukb sei h--b°rg°h°ben: ^LU'n^ B ° m begehn 1. Wegen des Zweifels, wer zur Initiative und Kostenerstatt- das Stadttheater zu in icute-rn. ---- ung verpflichtet sei, entsprängen die Nachteile, daß die beteiligten Gnnfl nnh Gemeinden oft die Anträge auf Zwangserziehung verzögerten , und möglichst lange diese Last von sich fern zu halten suchten. Paris, ,13. Juli. Der von der chirurgischen Gesellschaft Und doch sei jeder Tag der Verzögerung besonders schädlich, eingesetzte Aus, chuß zur druiung ^^ovenschen Krebs he il- weil er die Verwahrlosung erschreckend weiter ausdehne und serums erstattete gestern durch Delbet fernen Beruht, aei die Remedur dann sich umso schwieriger gestalte. Rasches Ein- Krebskranken Dovens wurde m keinem greifen fei aber in solchen Fällen immer nötig. die geringste Besserung, dagegen in mindestens, fechszeyu $2. Bei der Beurteilung des einzelnen Falles dürfe man nicht Fällen rasche und s ere Der schlimm er ung ^oestellt. schematisch verfahren, sondern müsse individualisieren. Doyen gibt sich nicht belegt und will seine ^ebnisse te?m CH 3. Deshalb könne man auch nicht von vornherein allgemein rurgen-Kongreß vorl^en. Er erllc^, daß er bestimmen ob Anstaltspflege oder Erziehung in der Familie ungen fortsetzen werde. Im übrigen wird der Bericht als eme das Richtige sei. Dies müsse man von Fall, zu Fall entscheiden. Antlageschrift bezeichnet, deren scharfe übertrieben ist und Nicht Jedenfalls sei die in Preußen nod) in vielen Provinzen bis I gerechtfertigt sei. zu 90 Prozent aller Fälle beliebte Unterbringung der Pfleglinge ---^7711771^^2^ in Anstalten im Prinzip nickt das Richtige. Die Fehler ent- J{niDet|ltütd-Ztau)ttu)ten. sprängen hier offenbar der zu burcaukratischen Ausfühning durch Berlin, 13. Juli. Die Erschwerung der Aufnahme die Verwaltungsorgane, die an die Qualifikation der Pfleglings- u sl ä n de rn auf unseren technischen Hochschulen familien zu hohe Anforderungen stellten. Maßgebend sei nickt ^lgt auf Grund eines allgemeinen Erlasses, durch den bestimmt eine Jdealfamilie, sondern eine Familie mittleren -L>cklages. Mit ^irb, daß auf technischen Hochschulen die Aufnahme als ordeut- der Erziehung in Familien habe man aber namentlich inDessen, ^cker Studierender mit der Berechtigung der Zulassung zu aka- das mit seinen schon über hundert Jahren bestandenen Einncht- wischen Prüfungen nur auf Grund des Reifezeugnisses deutscher ungen sozusagen einen llassischen Boden für die Zwangserzieh- Gymnasien, Realgymnasien oder Oberrealschulen und gleichwer- ung darstelle, guten Erfolg gehabt. — Auf die Jugend müsse t^ger Vorbereittlngsanstalten erfolgen kann, man im Interesse der Verbrechensprophylaxe em besonderes - - —" ■ ■ ■— Augenmerk haben, das sei schon bei Goethe zu lesen, der tziseNvahn-ZcUung chgendlichen Elementen^elnen' Äptfakto/in "her Verminderung 77^-Ob^r^ch^ld^-D^Uer-b^toer&n" ^Sm ber f ^sÄngm ber stattlichen ^-^ ^M^aren .wenigstens in Gönnern zwei hohe Beamte aus Organe müßten die Institutionen der privaten Mildtätigkeit, hin-s dem^Eisenbabn-Mmisterium dort. , zu kommen: hiervon könne man sich für die Folge ein e weitere, I «koriAtalfiaf kräftige Förderung der Frage der Fürsorge für mmdenahrige Vettvahrloste versprechen. r . Köln, 13. Juli. Vor dem hiesigen Schöffengericht hatte sich des Medizinalrat Dr. Balser teilte über dasselbe Thema ferne finufmQnn§ Häfners Frau auS Köln-Nippes wegen Mißhand- praktischen Erfahrungen mit. Er hat gesiinden, daß bte allen- (unfl des Dienstmädchens Bilk zu verantworten. Frau mäßigen Feststellungen meist sehr ungenügend sind. Er befur- Häfner war mit dem Mädchen verschiedentlich in Differenzen ge- toortete: . roten, weshalb es alsbald zur Kündigung kam. Während der 1. Prinzipiell die Zuziehung eines sachverständigen Arztes I «elfteren ereiferte sich nun eines Tages, als das Dienstmädchen bei der Frage nach der Notwendigkeit und weiteren Ausgestaltung I midersvenstig wurde, die Frau derart, daß sie das Mädchen mit ber Fürsorgeerziehung, . Iden Fäusten packte, in eine Ecke drängte, zu Boden schleuderte und, 2. ebenfalls, wie Dr. Fuld, die individuelle Behandlung jodeln sie sich auf sie niederkniete mit den Händen drauflosschlug, einzelnen Pfleglinge: jedes Schablonisieren sei schädlich: Mädchen an den Haaren zerrte und es dabei mit den sonst 3. die genauesten Studien bezüglich des Pfleglings feloft, I übticben Kosenamen anschrie. Die Sache kam vor das Gericht und (einer Vorgeschichte, seiner Eltern, seines Milieus, I der Amtsanwalt erklärte, die Frau habe das Mädchen gmrz 4. die Einrichtung einer Art Zwischenschule, wie anderwärts, gehörig, doch über die Maßen „vermöbelt", weshalb er eine für die Fälle, in denen sich nur eine vorübergehende Verschlechter- Geldstrafe von 30 Mk. beantragte. Tas Gericht sah die Sache ung der ganzen sittlichen Verhältnisse mit begründeter Aussicht milder an. Die dem Mädchen verabfolgten Ohrfeigen feien nicht auf alsbaldige Besserung zeige. . I als eine Mißhandlung zu beiradjten. Das der Kaufmannsfrau In der Diskussion teilte Oberstaatsanwalt Theobald mit, ^ustehende Züchtigungsrecht sei damit nicht über- baß man in Oberhessen dadurch eine wesentliche Förderung ber k v, 11 e n worden. Aber die Fran sei nach der Richtung zu weit Zwangserziehungsfrage erwarte, baß die Dekanatserzrehungs- gegangen, daß sie sich auf das Mädchen gekniet, es an den Haaren vereine sich der Sache sehr annähmen. Es wurde auck hierbei gezogen und dadurch mißhandelt habe. Jndeßen. erachte das das Pfleglingsheim in Dillenburg erwähnt, das man Gerickft, so hieß es in der Urteilsbegründung, mich für diese Ber- im Anschluß an die letzte Befpreckung der vberhessischen Sektion gefjcn eine Geldstrafe vondreiMark für eine hinreichende Sühne, besichtigt hatte. Dort sind die Pfleglinge tagsüber . ber rhren ' Hanau, 13. Juli. In dem Gold he hle^r prozeß gegen Lehrmeistern in der Stadt beschäftigt und halten sich im übrigen &en Uhrmacher Mehlmann wurde dieser zu fünf Jahren Zucht- in ihrem Heim auf, dessen Hausvater versichert, daß die Anstalt I haus verurteilt. 'N b. dg ^ern)fbr öe Jhb '"""ääbaumefe S'-i 5'5-2 PwteHotat sch,,. *”*g .Siimen b,s "““"S Imb bieg. '■ °bg-lehm,on .'Watete», ”rroa*«n gemalt Allgemeine» 'Nl-ge. Ns,, « «msaffenbee,, ch e). Ein Druck- ’c'-, Die Mich, in vielen Städten Harburg dem Be- abei um die Her. nach den Verordne den Anforder- iubereitet und in en zugestellt wird, ien Sonntag bleibt bleiben nur noch llhr wurde in der . welche das link- icm Fahrrad sitzen- Frau verschiedene oilse in Anspruch gute Erfolge gezeitigt habe, daß die Pfleglinge auch nach der ---------- —------ — —; Entlassung sich gut geführt hätten und sich dankbar an bte Kandel Vvd er Kefir. Zeit ihres Heimataufenthalts erinnerten. I Von der Börse. Die uni diese Zeit übliche Geschäftsstelle Privatdozeitt Tr. Dannemann regte die ircage an, vv es I ^,^ses Jahr noch stärker auf als sonst. Daran ist sowohl picht zu erstreben sei, eine Zentrale mit psychiatrischer 4tegutQa)t5’I £Qen) niedrigen Kursen, als auch die Ga'hrung in Rußland ung der Pfleglingsfälle zu schaffen, damit man von vornherein Hie Börse schwankt zwischen der Furcht rocitem1 Unruhen wisse, wo es bei dem bett. Zöglmg fehle, "ei dem hoben Pro-der Hoffnung, daß es gelingen würde, diese endgiltig zu unter* zentsatz der abnorm veranlagten Kauder, bte im ~>ruf ber Znmngs- Heben einer weiteren Versteifung des Geldmarktes wirkte erziehung in pst)chiattische Behandlung gelangten, sei dies un-i^.^ ($.rmort)ung des Moskaiier Stadthauptmanns verstimmend unb bedingt notig. . , ~ r, (äbmte die Spekulation. Im Gegensatz zu fremden und einhei- Der Vorsitzende, Pros. Dr. 111 e r m a ter, fcbloU me ^er mi len g^enten die sich behaupteten, waren Rnffen niedriger im fammlung mit dem Hinweis, daß es sich bei den behandelten ^ur§ Newnork wirkte am Bankenmarkt diktatorisch: Baltimore Fragen nickt um theoretische ftzobleme, sondern, um eminent unb Chio-Eisenbahn stiegen in Deutschland wie am genannten praktische Gegenstände bandle. L>o sind au§ Börsenplatz, während Canada Pacific Shares, ebenfalls Newyork Handlung der Sektion Oberhessen sofort nach threr -^ubwhrs- fo( b „jedriger standen. In den Montanwerten zeigt sich eine Versammlung verschiedene Fälle alsbald zur viychiattifchen^Mgut- Rivalität. Während Kohlenaktien teils fest sind, oder sich, achtung gebracht worden, an denen man ohne solche dnregung rote ^arpenec Bergbau-Aktien auf Fussionsgeruelfte heben ,md vielleicht acktlos vorübergegangen Ware. Hüttenaktien durchschnittlich geringer bewertet Wie es hemt, sollen Es wurde in Aussicht genommen, ^rade die Frage Der bnrmt bie Tage tretenden Differenzen im Oberschlesischen Stahl- /ugenblichen Enormitäten mit einem Besuch Sos>imer Lau- ^erksverband schuld sein. , deshospitals im Anfang November L 33. auf JÄx Amerikanische Petroleum. Die VacumOil Co. will sammenkunft noch weiter zu erörtern. Näheres werden spater -n ber ^he von Hamburg ein bedeutendes Unternehmen ihrer Me Programme ergeben. I Ri-_xl ^s sie im Hamburger Platz bedeutende Abnehmer n den * Berlin, 13. Juli. Während täglich stattfinbenbe mpfreedercien besitzt. Die Proteste der Anwohner des Geländes Lernehmunaen im Pollzeipräfidiü-.'i keine Klarheit über gegen bie Grttchtung der Raffimeri wurden zurückgewiesen, peinliche Vorkommnisse im Flnb "OO^uschas^n Frankfurt a. M 14 Juli. iOrig.-Telegr. des »Gieß, vermochten, hat der von seinem Amte suspendierte Klubbirektorm:.bni a rft. 3 um Verkaufe standen 646 Kälber, Karl Mollheim, gegen den schwere Anschuldigungen erhoben Schafe n. Hämmel, 444 Schweine. Kälber 1. Qual. 87-90 Pf,, worden waren, gegen sieben Mitglieder de? Klubs Prioat-1 Lebendgewicht ^-b4W, 2. Qual. 80-84 Lebendgewicht beleidigungsprozesse angestrengt. Die grundlegende 48^Wg.^ Scheck'S ^mch ^^lität^ 00-00 Pfg. 'Schweine den RegierunqSrat S)r. JBertolb eg-oo Pfg., Lebendgewicht 54.00 Pfg., ,2. Qual chreiben verfaßt und mtt unter» | ^„qq Lebendgewicht 53 - 00 Pfg., 3. Qualität 62—64 lor Mollheim vom Vorstände und >'f. Lebendgewicht 00-00 Pfg. Geschäft bei Kälbern mfttel- lubs voraeworfen wird, sich einer! nicsiiq, bei Schweinen gedruckt, Ueberstand unbedeutend. --- ?? Zahnschmerz?? Nimm Diel. hv4*/. Flüssige Zahnplombe. Nur echt bei: Ang. Noll, Drog. t- rot. 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Angebot vergeben werden Verdingung von Wafferleitungsarbeiten. Die bei Herstellung der Wasferversorguugsaulage mit Hoch, and Niederdruckzone für die Gemeinde Gedern, Kreis Schottm, Ober, Hessen, vorkommenden Arbeiten und Lieferungen und zwar: Stück 9 Pfga L Steinhäuser, Neuen Bäue 17, IwiebkUillchm jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag von */,9 Uhr ab. Bäcker Schombes* Walltorstraße 51. 3400 Dekamitmachvng. Drund des §105 der Gewerbeordnung wird anläßlich Feuerwehrfestes für Sonntag, den 16. Juli 1905, Verkaufszeit für das Handelsgewerbe auf die Stunden 11 Uhr vormittags bis 7 Uhr nachmittags ausgedehnt. Gießen, den 18. Juli 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die HiSmarckstraße zwischen Lonystraße und Sudanlage von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird der Eich weg von heute an bis auf weiteres für den Fuhr- Verkehr gesperrt. Gießen, den 13. Juli 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Vollheringe prima neue Holländer sind in prachtvoller Ware soeben em- für reisende Damen in» Uppren können bei mir gekeltert OUllU werden, ä Pfund 5 Pfg. WeinsWen m aäm L. Kohlermaun, Bleichstr. 12. Auf dem Festplatz Feuerwehi*-Fest Giessen Theator-Kinomatograph Fernando Samstag abend 8 Uhr Eröffnnng. Neue Avtt. Mheriim Stuck 8 Pfg. 3745 Nciic ßsll. M^etingc Stuck 9 Pkg. Neue mriiikck Seckze Nkiic MIjks-KkMtt Acne Kartoffeln von 7 Pfg. an. Neue Zwiebeln 3 Psd. 20 Sßfg. Neue Gurken und Sauerkraut L. Steinhäuser Neue« Bäue 17. Titel I. QnellsaffunqSarbeiten, u II. Behälter 6150 und 70 obm), „ HI. Röbrengräben, _hw . . . Feinen Himbeersaft evang. Schwesternhaus, | vMd* Mark 1.25, empfiehlt Adolf -7cher, Hcrborn. btmgft vröhl'ILe UnioerfitStr-Vnickeret. Sietzen. IGMGSGGGGOSI Mssil-Atlsveckils von Kinder- nud Sportwagen Eine Partie durch Transport leicht beschädigter Kinderwagen ganz besonders billig zu verkaufen. 3630 A. Kilbinger SetterSweg IS. Die zur baulichen Unterhaltung der Gebäude des Realgymnasiums und der Realschule nötigen Schreiner-, Weißbinder- und Tapezierarbetten, sowie die Er- neuerung hölzerner Treppenstufen in der Stadtknabenschule sollen Donnerstag den 20. Juli d.J. vormittags 11 Nhr öffentlich vergeben werden. Arbelisbeschreibung und Be° dingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote aus Vor-- Bekanntmachung. In unser Handelsregister wurde heute eingetragen: Die Finna Philipp Wirth zu Langsdorf ist erloschen. Lich, den 10. Juli 1905. guy Großherzogliches Amtsgericht. MMl! isteinzancs.reinesÄesicht, rosiges jugenofrisches Aussehen, weiße, ammetweiche Haut und blendend chöner Teint. Alles dies erzeugt: MtbcckrLilienMMe Nur ächt mit Schutzmarke Steckenpferd A 50 Pfg. bei 1102 Wolf Zieler, Marktslr. 5. Versuchen Sie es auch! Aue einer solchen Flaeone JSellingho/p Cognac-€ssenz A 75 Pfg., bereite ich mir 2'/, Liter von meinem so I wunderschönen und wohlbekOmmlichon Cognac. Ebenso ber.-itet man schnell und einfach aus Mellingbc/Te Likör-Essenzen: Absinth. Alpenkrauterbitter, Allasch, Ananas, Angosturabitter, Anlsette, Apothekerbitter, Arr&o, Aromatique, Boonekarap. Breslauer Korn, Cacao, Ca mus, Cherry Brandy. Kurfürst!. Magenbitter, Citrönen, Cordlid, Cura^ao, Danziger Goldwaeper, Eier-Cognac. Eisenbahn, Elsen, Franzbranntwein, Halb und Halb, Hämorrhoidal, Hamburger Tropfen, Himbeer. Ingwer, Jag-d, Kaffee, KrAuter- Magenbltter, Kümmel, Maag-Kruiden-Absinth, Magenbitter, MagendoctonMarMchino, Nordhäuser Korn, Nuss, Fepermunt, PfelferoiüM.PorBloo.Petneranzen, Rosen, Rum,Bellene,Steinhäger, Slonadorfer-Bi'ter, Thorner Tropfen, Vanille, Wach- holder, Waldmeister, Wermuth- und Zhnmt-Ltkör. Ferner Punsch-, Limonaden- und Bowlen-Essonzsn. — Die Anleitung, betitelt: -Die Getränke- Deetilllerkunst fUr Jedermann* erhalt man gratis in den Verkaufestellen oder direkt franko von Dr. Mellinghoff X Cie. In Bückeburg. Verlangen Sie aber nur Mellinghoff’s Essenzen! 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Wer die Termine nicht benutzen will, muß die Impfung seines pflichtigen Kindes bis zum Jahresschlüsse auf seine Kosten bewerkstelligen lassen, widrigenfalls ihm im Januar nächsten Jahres eine vierwochentliche Frist zur Nachholung der Impfung unter Strafandrohung gesetzt wird. Außer den Pflichtigen werden auch Kinder, welche im kaufenden Jahre geboren sind, aus Wunsch ihrer Vertreter geimpft. Alle in einem Termine geimpften Kinder müffe« in dem ».Tafle später abgehaltenen Termine zur Nachschau nochmals erscheinen. Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, können gleichfalls dem Jmpfarzte in den öffentlichen Terminen vorgestellt werden. Die Impflinge müssen mit reiner Wäsche und rein gewaschenem j Körper zur Impfung gebracht werden. Es wird nur an einem Arme mit Lymphe aus dem Landesimpfinstitut geimpft. Kinder aus Familien, tn denen ansteckende Krankheiten herrschen, dürfen nicht in die Termine gebracht werden. Gießen, den 27. Juni 1905, ß*»/6 Großherzogin -/»ra-rrleisterei Gießen. . I. V.: Eurfchmann. pv5seldorf1902 - Gold.Wedfiille usilberne Stfifrtsmedftill© Aachener _ 8 Badeöfen M über 75,000 im Gebravcb Vollständig neues, hier noch nicht gesehenes Programm, mache ganz besonders aus die kolorierten Prachttableaux aufmerksam: Faust tn der Hölle, ca. 40 000 Aufnahmen koloriert. Die Reise nach dem Monde nach Jul. Verne 50000 Aufnahmen koloriert. Dre Reise in die Sommerfrische, urkomisch. Das wunderbare Bienenhaus, koloriert, und vieles andere. Ferner meine eigenen Origmalaufnahmen: Die Hochzeitsfeierlichkeiten in Darmstadt, Abfahrt Ihrer König!. Hoheiten am Fürstensaale Darmstadt. Die Einweihung des Kaiser Kriedrtch-Deukmals in Berlin, denkbar schönstes Porträt Sr. Majestät. Die Hochzeitsfeierlich- keiten tu Berlin. In 30000 Aufnahmen wird der Einzug vM.inuHUHen nuaeoow am >«w-. I der Kronprinzessin u. die Auffahrt der Majestäten u. Fürst' druck, der daselbst Erhältlich fmb Weiten in höchster Vollkommenheit dem Auge vorgeführt, bis zum genannten Zeitpunkt an L ~ Einzug der Kronprtnzeubraut am Pariser Platz am unsd " u?«S -ÄS™, l- ?,,n‘ 10081;, *lrä)0<,ng am 4. Jani, °i»,tg -xis.i»end- 14 Tage ° ™ Aufnahme, Ankunft der Herzogmbraut mt offenen Wagen, der Gießen, 14. Juli 1905. 1 Dom Se0 citun0 bec ^rilT»en und de§ Kronprinzen verlassen ^B.^tö'X'rt' I Viele andere Neuheiten. Tas Programm hat 300 Nummern. ------vkJ5- Allvater. | Eintritt I Platz 70 Pfg., IL Platz 50 Pfg., in. Platz 30 Pfg. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Zu zahlreichem Besuch ladet ergebens! ein Fernando. Ananasgetränk alkoholfrei köstliche» 3831 ErfrischungS-Getränk. Vi Liter-Flasche Mk. 0,35, für ca. 40 Getränke ausreichend, ferner ’/4 und :/8 Flaschen vorrätig bei: Wllh. Haa», Bleichstraße. H. E. Jughardt Nachf., Inh. Ang.Wallenfels, Marktpl. Karl Fckel, Marburger Str. Joh. Seibel, Ludwigsvlatz. Jos. Veeler, Ludwigftraße. 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