eter Bitter) Bien im Platzt nzsstW! em Werk * ?tt! Dl. «erzintten Einsatz« t> Schmiedeeisen rtiermaschiueir, «en, schneidmaschineu, ^hvorrichtllllSko. rieure sowie oC< Z «aschtne« Lager. Mieten n L^e«s wrbto aageferti-t- kauf wein gesamte? erten 529? Art Tolinger gten Preisen. *18, a“ MB «£ **Ä |,’i fciii *” klif • 11( nll » Zu ____Dt Mark 8.4, fören * biiai8» befotgt. Iirtmtii ?it. 2G7 ®r I 2 -mertel- ,äbrL austctil. Bettellg. Annahme von Anzeigen ür die laacsmmunet i? normumqd 10 Uhr. ,eiie "preid. lokal 12Pfa -usmärte 20 Pig. er i twortttch Hit oe. oolit. und aflaem. General-Anzeiger 155. Jahrgang Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eietzen Die Keutiqe Kummer umfaßt 10 Seiten. Polnische Wochenschau. Gießen, 13. Nov. 1905. In seinem grasten sozialen Roman „K lein D o r r i t", von fam uns der Gießener Theaterverein am nächsten Freitag (in paar bramatisierte Ktetiitel vorzufetzen beabsichtigt, spottet Tickens, brr geniale britische Humorist, über gar viele Dinge: über schwerfällige nnb unkluge Gerichtsbarkeit, über teils schlappe unb teils inhumane Gefängnisverwaltung, über brr Reickwn f'^rtbrrjigfeit, über verknöcherten Dureaukratismus, Aemtcrver- efbiing, verkehrte Afndererziebung, und vielerlei anderes, was uns nicht angeht, aber auch über manches, was ganz speziell für rns geschrieben zu sein scheint, so z. B über städtische Straßenreinigung, über die unabsehbare Langwierigkeit von Zivilprozessen, über die Kunst der Parlamente, „bei allem, hxi5 zu tun notwendig ist, zu aller- erft zu ergründen, wie es nicht zu tun sei." Der mit schiefen Spötteraugen um sich schmtende Dichter er-ähst von einem Amt, dem er den Namen „circumlocution-office“, Amt der Um- srlmrife ober Umstänblichkcitsamt, gibt, daß es der n ichtigste Zweig der Verwaltung sei. Die T^ronrefa bei Eröffnung brr Sitzungen besage im wesentlichen: „Meine Herren, Sic haben eine wichtige Arbeit vor sich, indem Sie sich b.iTÜber verständigen müssen, wie es nicht zu tun sei". Ebenso besage am Schluß brr Schlingen die Abschiedsrede: „Sie haben mit großer Selbst- rrleugnung und anerkennenswerter Vaterlandsliebe in diesen erbeitsvollen Monaten mit treuem Fleiße herausgcfunden, wie (s nicht zu tun fei". Wenn sich aber eigensinnige Wühler erleben, um ihre Behauptung zu verfechten, daß die Kunst brr Parlamente darin beste hm wüste, etwas zu tim, dann beweisi bem ehrenwerten Mitglied von brr Gegenpartei ein edler Peer haarklein, das; seine der rückschrittlichen Negation Ijutbü i -nde Ansicht niemals so fest auf breitem Rechtsboden gestanden l» be, als in der angeregten Frage; wer daran zweifele, sei schlimmer als ein Atheist. — Haben wir in Hessen nickst auch so ein NmständlichkeitSamt? Wem anderes haben wir cs zu verdenken, als far ersten Kammer, diesem „Varl am ent her Umschweif e", die in keinem anderen Bundesstaate so sehr ntm der Göttlichkeit ihrer Sendung durckbrnngcn ist, als gerade fai uns, daß die Wahl- und die Steuerreform in die Rumpel- !immer geworfen wurden, daß wir nach Baden mit neidischen -lugen blicken, selber aber immer noch nach altem abgestandenem Wehlunrecht wählen müssen? Neben unscrm Wahlgesetz bedarf »ar allem die erste Stemmer einer Reform von Grund auf. Diese Reform durchzusetzen muß eine der obersten Aufgaben unserer demnächst neu aufzufrischenden zweiten Kammer sein. Die hessischen Sozialdemokraten haben beschlossen, bei den LandtagSwehlen überall da, wo sie selbst ferne Aussicht us Erfolg bnben, des linksstehende Bürgertum zu unterstützen Man kann sich nur sehr schwer vorstellen, daß solche Entschließungen für die künftige Politik der sozialdemokratischen Gc- ssamlvartei bedeutungslos bleiben sollten. Der „V o r w ä r t s"-S k o n d g l lehrt, daß die Parteimoral her „Genossen" zu einer sehr kritischen Stelle gelangt ist. Eisners "!iemÜbung, die Reinheit der Grundsätze zu wahren gegenüber der Gewalt, die sie verletzt, kann nur mißglücken. Die Literaten hieben in der Parteibewegung zu isoliert: gegen die brutale Wirkung der Mittel, welche gegen sie ausgesviclt werden und noch :werden können, besitzen sie keinen Rückhalt, nicht jeder sozial- idemokratische Literat ist ein Lassalle. In Bayern bat die zweite Kammer zur Wahl- .g e s e tz v o r l a g e die „relative Mehrheit" und auch in erster .Lesung das ganze Gesetz angenommen. König Alfons weilt zum Besuche einiger deutscher Mon- ■areben in Deutschland Neun Tage dauert der Besuch, imb bem G'ste werden Zerstreuungen und Unterbaltunnen mannigfacher Art geboten. Die Madrider Zeittrngen haben sich darüber aufgeregt, daß die „Norfa. ANg. Ztg." abfällige Bemerkungen über die cng"blich bevorstehende Verlobung des jungen spanischen Königs mit einer deutschen Prinzessin gebracht habe und sie h'ben daran politische Betrackstungen geknüpft, die auf einen engeren Anschluß an England und Frankreich hinmislaufen. Nun htt ab.r die ..Nordd. Mg. Ztg." tatsächlich über d'e angeblichen Verlobungsabsichten des Königs kein Dort geschrieben und auch in anderen deutschen Blättern haben verletzende Aeußerungen der ermähnten Art nicht gestanden. Die Madr-far Presse ist also getäuscht worden. Man braucht diesen Zwischei ll nicht sehr tragisch z". nehmen, aber er ist ein kleine? und nicht uninteressantes Svmvtom zu vielen anderen und größeren, die man beobachten kann faffrr, daß in der internationalen Presse, nicht nur in der englischen und amerikanischen, eine planvolle Verhetzung gegen Deutschland besteht, die mit ungeheuerlichen Gerüchten und gelegentlich auch mit direkten Fälschungen arbeitet. In diesem Falle scheint es Leute zu geben, die sich sogar übet den freundlichen Verlauf des Besuches des Königs von Spanien am Berliner Hofe aufregen und die. um die Stimmung in Spanien zu beeinffussen, einfach eine Kränkung fa5 Königs durch das offiziöse Blatt der deutschen Reichs- tegierrng erfunden haben. Die Fleischteuerungsdebatte wurde auch in der vergangenen Doch? ohne Ergebnis weiter geführt. Eine in Gießen abgefaltene landwirtschaftliche Versammlung brachte nick's als die aus vielen anderen deutschen Orten bekannten Resolu-ionen, im übrigen aber zwischen Produzenten und Händlern keinerlei Ausgleich. Bayern und Sachsen faben beim BundeSvat die Frage der Oeffnung der Grenzen in Anregung gebracht. Gegen den Vorschlag d-s Reickzskanzlers, die deutschen Städte möchten den Fleisck>ereibetrieb. bezw. Fleisckwerkauf organi» fieren unter Ausschaltung der Fleischer und Händler, regte sich vielf'cher Widerspruch. Im rhein.-westf. Kohlenrevier ist die Beruhigung der Gemüter, die durch das neue preuß. Bergarbeiterschutzgesetz gebracht werden sosite, nicht eiugetreten. Die Bergleute klagen über die illoyale Anwendung der gesetzlichen Bestimmungen fas Berg- arbeitersckmtzgesetzeS, über die einseitige Diktierung einer Normal- arbeitsordw.ing, über die Beschränkung der Freizügigkeit und über die Votikottierung mißliebiger Arbeiter durch 'das Stiftern der Ucberweisrngsscheine. An den Fürsten Bülow hat die alte Siebencr- Kommission eine Petition gerichtet, die der Reichskanzler an den Handels'.ninister weitergegeben hat. Die Zechenverwaltungen sehen die erneut drohende Streikgefahr und forderten den Eisenbahnfiskus drin^nd auf, dem Wagenmangel abzuhelfen, da dadurch ein weiter Moment der Schürung des Konflikts gegeben werde Dem Weg angel habe man es zu verdanken, wenn gegenrcär‘ip die Mehrz .>( der Zechen ohne Kvhlenvsrräte sind. Durch den Wagenmangel mache sich der Eisenbahnf.Skus indirekt zum Mit fefodbigen, da der Kvhlenvorratsmangel bei der heute bis auf den letzten Nerv angespannten Eisenindustrie von fan „Genossen" als Streikstimulns ersten Ranges oufgcfafct wird. Außerdem habe der Wagenwcmgel unzählige Feierschichten hervorgerufen, wodurch der Boden zum gewaltsamen Ausbruch einer Bewegung sich vorbereitet und eine Stimmung erzeugt fabe, die gewöhnlich derartigen Streiks voransgefa. Auch im sächsischen Ko h l e n revier gilt die Lage für ernst. Gerade die unorganisierten Grubenarbeiter drangen dort zum Lohnkampf. Der Bergarbeiterverband warnt vor voreiligen Schritten. Oesterreich hat sein neuestes politisches Stadium, das der „passiven Resistenz", erreicht. Die Eisenbahnarbeiter streiken. Am SomStag empfing Min^stmpräsidcnt Baron von Gautsch eine Deputation der industriellen Verbände, die angesichts der Verkel/rsstörungen auf den Eisenbahnen die in fan Kreisen der Industrie herrschende Auffassung darlegte. Der Minister- Präsident bedauerte, daß mit dem Verlangen nach Crhähung der Löhne der Eisenbalmbediensteten eine Agitation für die Wahl - reformen verknüpft wurde. Die Regierung sei mit fan Arbeiten für eine Wahlreform beschäftigt, die auf moderner Grundlage beruhen und den Aa.svrückwn der Zeit genügen wird. Sacfa fas Reick>srates wird es fein, die Reform noch in dieser Wahlperiefa zum Abschluß zu bringen. Betreffs der ^fynfrage der Eisen- bahnbedicnsteten ist die Regierung enlschlo's.n, eine beträchtliche Summe für die Aufbesserung fas Personals sofort zu verwenden Unerläfififbc Voraussetzung sei die Rückkehr zur srengste" loyalen Pflichterfüllung. Selsten sich die V-dimsteten dieser Forfaw'na verschliesten, fei die Regierung entschlossen, ohne weiteren Auf- schi-b alle Mittel anzuwenden, um den Verkehr sickerzu stell en. — Die Wirkung dieser Zusicherungen ist nicht cmSgeblieben. Führte doch in fan Wiener Staatsbahnhöfen das Rangierpersonal fan neugeregelten Dienst bereits in korrekter.Weise aus, alle Züge werden jetzt dort und auf mehreren niefarasterr. Stationen wieder ol/ne jede Verspätung glatt faföichert. Im Eifenbahnwinisteriuw fanden ferner zuführen. Man machte in einer Fabrik den Anfang und forfarte von der Direktion die (Einführung fas Achtstundentages. ?lls die Arbeiter eine abschlägige Antwort erhielten, führten sie ihren Beschluß aus. Das gleiche steht in vielen anderen Fabriken bevor. So wird denn die Erhebung möglicherweise von neuem erfolgen. PaMiscke Uageyschan. Die Ansprache des Kaisers an die Nekrnten bei deren Vereidigung am 7. d. 9)1. halte, wie nachträglich bekannt wird, folgenden Wortlaut: „Rekruten 1 Nachdem Ihr mir soeben den Schwur der Treue geleistet habt, gehört Ihr nicht ntehr Euch allem an. Ihr seid durch Eueren Eid ausgenommen worden in die große Familie, welche dazu berufen ist, dos Vaterland zu beschützen, wenn es in Geiahr ist, Ihr seid durch den Eid, den Ihr angesichts dieser glorreichen Feldzeichen abgelegt habt, mein geworden. Durch den Fahneneid habt Ihr eine große Verantwortung vor dem höchsten Herrn übernommen, ich erwarte von Euch, daß Ihr Euch besten bewußt^ seid. Ich begrüße Euch als meine Soldaten. Mo es auch fein möge, gedenkt des Vorzuges, daß Ihr meinem Gardekorvs mit feinen großen und herrlichen Erinnerungen aus Eurer Väter Zeit angehören dürst. Darum beneiden Euch viele, und Ihr könnt mit Recht stolz daraus sein, und deshalb seid stets Eures Fahneneides eingedenk! Bleibt ihm treu wie Eure Kameraden, welche im lernen Lande, weit von der Heimat, nun schon seit zwöls fDlonaten unter Entbehrungen aller Art ihre P i l i ch t tun und einen schweren Kamps für das Vaterland und für deutsche Kultur kämpfen. Tas ist die Eigenart des deutschen S o l d a t e n , daß er w i 111 g dem Rufe seines Königs folgt, ohne Murren und Zagen, nur tm Vertrauen auf seinen König unb im Vertrauen auf seinen Gott, der den Rechtschaffenen nicht verläßt. Darum haltet auch s e ft am Gebet, denn der Ruf zu Gott gibt die Kraft, auch in schwerster Stunde, wenn man glaubt, es ginge nicht mehr, nicht zu verzweifeln, sondern mutig vorwärts zu schauen. Co tut Euere Pflicht in Gehorsam, dann wird auch der Dank und die An- erfenunng Euerer Vorgesetzten nicht ausbleibe Uebet euch in Selbstzucht unb seid nimmer müde tu Eurem heutigen Versprechen. Ter heutige Tag möge Euch allen in ernster und erhebender Erinnerung fürs ganze Leben bleiben, zumal Seine Majestät der König von Spanien durch seine Anwesenheit bei Eurer Vereidigung das Gardekorvs, dem Ihr nun angchört, so hoch geehrt unb au5= I gezeichnet hat. Seine Majestät der König von Spanien Hurra 1 Hurra I Hurra! Ein politischer Ckandalprozcß eigener Art scheint sich vorzubereiten. Bekanntlich besteht seit längerer Zeit ein scharfer Kampf zwischen der Münchener satirischen Wochenschrift ,SimpliztssimuS* iVerlag Alb. Langen) und den .Cittlichkeittzvereinen^, namentlich bereit Hauptvertretern Lic. 28eder»M.»Gladbach und Lic. Bohn in Elberfeld. Vor wenigen Tagen hat nun der zuletztgenannte in Bremen gelegentlich einer Versammlung gesagt, daß durch die Inserate im SimplizisnmuS .Schmutz ins Land getragen werdet Daraus erklärt jetzt Albert Langen in eine? Beilage des „Simplizissimusi: „Der Simplizifstmus hat, wie ich nachweisen kann, seit Jahren jedes auch nur anstößig erscheinende Inserat strenger zurüdge- ivicfcn, als selbst konservative Farnilienblatter. Richt etwa aus Prüoerie, sondern weil er als politisches und soziales Kampfblatt oerlogcncn Muckern nicht ein billiges Agitations- mittel tu die Hände geben wollte. Wenn der Licentiiat Bohn trotzdem dieses Tiittel gebraucht, so lügt er. Wenn er den Mut hat, mich zu verklagen, so rociic ich ihm die Lüge nach und berichte an dieser Stelle über den Ausgang des Prozesses." Der angegriffene Generalsekretär der Stttlichkeitsvereine wird kaum anders können, als die angebotene Klage anzu» nehmen. Kirche und Schute. Frankfurt, 11. November. Die Magistratswahl- Kommission beschloß der Stadtverordnetenversammlung zur Wahl als besoldetes Magistratsmitglied den Oberstudien. bireftor Tr. Iuliu 8 Ziehen aus Berlin zu empfehlen unter Bewilligung eines, seinem jetzigen Tiensteinkommen entsprechenden Änfangsgebaltes von jährlich 9)?. 10,600. Dr. Ziehen war früher Oberlehrer am Goethe-Gymnasium und wurde 1899 Direktor des Wöhler-Nealgymnasiums. In letzterer Stellung war er nur breiunbeinhalbes Jahr tätig; am 1. Oktober 1902 trat er sein Amt als Oderstudiendtrektor beim Kommando des Kadettenkorps in Berlin an. Ihm fiel namentlich die Aufgabe zu, den Lehrplan der preußischen Kadetlenanstalten nach dem Frankfurter System umzuwandeln.E TaS ist jetzt soweit zu Ende geführt, daß nach dieser Rich* tting der Annahme der Wahl nichts im Wege steht. Dr^ Ziehen ist geborener Frankfurter. Er hat soeben Dr. OppelSj vortreffliches »Buch der Gltern* in neuer Auflage heran gegeben, (fßerlag von Moritz Diesterweg in Frankfurt.) Hiflwcihulig des Schill rgedenksteins. Gießens 13. November. Trailßen vor der Stadt, am Trieb, stehen auf einet. Anhöhe, von der man weit hinausschaut in die hessischen Lande, drei Bätune, von Gießens Bürgerschaft, die allezrik freien Sinn und freies Wort als beste Bürgertugend zu schätzen wußte, drei Vorkämpfern der deutschen Freiheit zum. ehrenden Gedächtnis gepflanzt: Tie Lutherciche, die Schiller* eiche und die Blumlinde. Gepflanzt wurden die Bäume in den Tagen hochgehender Begeisterung für die Männer, deren Namen sie tragen, und vielen der älteren Mitbürger sind sie eine liebe Erinnerung geblieben. Aber die Tage der Begeisterung wichen Jahren rastlos hastender Arbeit und so tonnte es geschehen, daß diese Wahrzeichen allmählich mehr und mehr in Vergessenheit gerieten und immer seltener ge* nannt wurden. DaS gilt leider auch von der Schillereiche, die in dem Schillerjahr 1859, als sich unsere Väter nach langer Zeit dumpfen Druckes wieder darauf besannen, daß der Begriff Deutschland mehr sei als ein rein geographischer Begriff, von den Gießener Burgern den Manen des deutichesten Dichters geweiht wurde. Wie überall in deutschen Landen, wurde auch in Heffen und nicht zuletzt in Gießen jene Schillerfeier der Ausgangspunkt eines immer mächtiger werdenden Sehnens zur Wiedererlangung eines einigen deutschen und freien Vaterlandes und nach wenig mehr al8 einem Jahrzehnt wurde dieses Sehnen gestillt. Das neue deutsche Reich brachte den ungeheueren Aufschwung der materiellen Kultur, besten Früchte wir jetzt genießen dürfen, aber auch, da jedem Lichtbild auch seine Schatten nicht fehlen, den scheinbaren Rückgang des idealen Sinnes im deutschen Volk, der es bis dahin in allen Irrungen und Wirrungen begleitet hatte als fein guter Geist, als der Jungbrunnen^ aus der das Edelvolk der Erde die Kräfte geschöpft hatte, di« seine Wiedergeburt berbeiführte. Aber nur scheinbar war dieses Schwinden der deutschen Ideale der geistigen, politischen und religiösen Freiheit und wie das Schillerjahr 1859 der Ausgangspunkt der nationalen Begeisterung wurde, so wurde das Schiller* jahr 1905 Anlaß zum lauten Bekenntnis, daß die Ideale, die ec dem deutschen Volke in begeisterten Worten verkündigt hatte, ihre lebendige Kraft erhalten haben. Und so beging denn unser. Vaterland und nut ihm unsere Vaterstadt vor wenigen Monaten abermals seine Schillen'eier, und überall konnte man mit dem Wiedererwachen der Schilleroerehrung auch baS GebachtniS an bie erste Schillen'eier ausleben sehen. So auch in Gießen. So siel benn ber im Mai b. I. im Gieß. Anz. ausgesprochene Gebanke, bas Andenken an bie Schillerfeier von 1859 burch Errichtung eines bleibenben GedenkzeichenS wach zu halten und damit ber Nachwelt zu zeigen, daß Schillers Gedächtnis auch im Schillerjahre 1905 hier würdig begangen wurde, auf guten Boden. Der rührige Verkehrs- verein stellte bereitwillig die Mittel zur Verfügung zur Verwirklichung dieses Gedankens und bie Gießener Turner- schäft unternahm -s. biefe bürgerliche Echillerfeier würdig vuszustalteu, alles unter der freudigen Mitwirkung aller bürgerlichen Kreise unserer Vaterstadt. Gestern konnte da? Werk seine Weihe empfangen. Fahnen (5n den deutschen und hessischen Farben umrahmten den Fest- Platz. dessen Mittelpunkt vor der mächtigen Eiche der umhüllte Gedenkstein bildete. Im Halbkreis^ umstanden die Fahnendeputationen der hiesigen Vereine die Stätte, ihr einen prächtigen Abschluß gewährend. Im Vordergrund hatten etwa 150Mitglieder der hiesigen Männergesangvereine Aufstellung genommen und neben ihnen nahmen die Ehrengäste ihren Platz ein, der Rektor der Landesuniversität Geh. Hofrat Dr. Behaghel, Regierungsrat Dr. Wagner von der Provinzialdirektion, Landgerichtspräsident Kull mann, Major Hofmann, Oberbürgermeister Mecum, die Stadtverordneten u. s. w. Ein Musikstück unserer Negimentskapelle eröffnete pünktlich die Feier, worauf der Sängerchor, der unter der "Leitung des Universitätsmusikdirektors Trautmann stand, den Chor „Das ist der Tag des Herrn" meisterhaft vortruq. Hierauf hielt, während die Hülle des Denksteins fiel, /Stadtverordneter Bibliothekar Dr. Ebel mit weithinschaüender sStimme folgende Festrede: Hochanschnliche Festversammlung! Als im'Frühling vieles Jahres die Glocken durch das 4>cmb klangen und uns erinnerten, daß ein Jahrhundert verflossen, seit das deutsche Volk seinen größten Dramendichter ins Grab senkte, da verbot das ernste Bewußtsein dessen, was uns sein allzu früher Tod geraubt, noch ebe wir cs besessen, geräufckstwlle Feste. Dennoch waren es .-nicht düstere Trau'erfeiern, die nnr veranstalteten. Durch .alle Versammlungen ging vielmel)r als gedämpfter Ausdruck ^unserer Begeisterung ein Hauch freudigen Stolzes, daß wir 'rtmt Goethe sagen durften: „Er war unser!" Nicht von heute und nicht von gestern ist diese Begeisterung, längst hat sie in deutschen Herzen geglüht. Seit seine Werke gelesen werden, ist Friedrich Schiller unseres Volkes Lehrer und Führer geworden, dem es zujubelte, wie ihm einst die Jenenser Studenten nach jener denkwürdigen Aufführung der Braut von Messina zugefubelt hatten. Was er uns Deutschen bedeutete, das zeigte sich mit elementarer Gewalt am 10. November 1859. Damals beging man die hundertste Wiederkehr seines Geburtstages. Von den Bergen loderten die Frntd en feuer, donnerten die Böller und in den Städten wogten festlich -gekleidete Menschen. Es flatterten die Fahnen um die Denkmäler des Dichters, und in das Geläute der Glocken mischten sich Fanfaren und tausendstimmiger Lobgesang. Auch Gießen hat damals seine Schillerfeier gehabt. Schier überschwänglich war, was festesfrohe Köpfe ersannen. Drei Tage und Nächte dauerte das frohe Feiern.. Aber ist es auch verrauscht, ein dauerndes Zeichen der Erinnerung ist uns geblieben: hier diese Eiche pflanzten in jenen Tagen die Bürger unserer Stadt in dankbarem Gedenken jan ihren Schiller, sich selbst aber zur Ehre. In festlichem Zuge wurde der junge Stamm hierhergeführt, geleitet von der Turnerschaft und gehalten von zwölf ihrer Mitglieder im dünnen leinenen Turnergewand. Von den Fahnen, die damals im Zuge wehten, sehen wir heute noch die des Turnvereins und des Gesangvereins Harmonie. Von den jungen Turnern aber bearützen wir heute als Ehrengäste bei dieser Feier noch die Herren: Zahntechniker Christian Frutig, Mechaniker Wilhelm Hosch, Fabrikant Georg Emil Möhl, Ratsdiener Karl Moll, Stadtverordneten Louis Petri II. und Rentner Franz Senner. Ihnen als den Vertretern der älteren Generation sei der Dank der Jüngeren tentgegengebracht. Und warum, so fragen wir, feiert das derllsche Volk /gerade Friedrich Schiller mit solch hingebender Begeisterung; (gibt es dock) so viele, viele Dichter, die uns Herrliches und lilnsterbliches bescheert?? Wohlan, wie Bismarck als der UrthMs deutschen Charakters, so erscheint uns Schiller als der UrthMs deutschen ^Geistes. Nicht etwa, weil er nur deutsche vaterländische Stoffe behandelt hätte, nein, weil er deutschem Fühlen und Denken am reinsten und eindringlichsten Ausdruck verliehen hat. Eine der ersten Forderungen, die er aufstellt, ist die Her Freiheit der Völker von fremder Knechtschaft. Darum kämpft die Jungftau von Orleans für die Freiheit Frank- ireichs und darum befreit Wilhelm Teil sein Schweizervolk. Und weiter fordert er die Freiheit der Person. Aber Nicht jene zügellose Freiheit, die alle Bande frommer Scheu zerreißt, sondern jene Freiheit, die sich durch frei- iwillige Unterordnung unter selbstgeschaffene Gesetze zu einer ^höheren Sittlichkeit erhebt: Heil'ge Ordnung, segensreiche Himmelstochter, die das Gleiche Frei und leicht und fteudig bindet. . ." /Und endlich das Höchste: die Freiheit des Denkens. Tort drüben steht ein zweiter Eichbaum, von den Bürgern Gießens dem Andenken eines anderen deutschen Freiheitskämpfers gepflanzt, dessen Geburtstag — ein wunderbarer Zufall — auf denselben 10. November fällt: Martin Luthers. Wie der vom deutschen Volk den Zwang des Glaubens und des Gewissens nahm, so verlangt ^Hiller die Freiheit des Geistes, ivenn in der großen Szene des idritten Aktes des Don Carlos der Marquis Posa dem VÜlker- I beherrschenden Philipp die denkwürdigen Worte entgegen» tpuft: „Ein Federzug von dieser Hand und neu (Srfdjtiffen wird die Erde. Geben Sie Gedankenfreiheit!" Wie immer man dies Wort auch auslegen wag, ob als politische, religiöse oder wissenschaftliche Forderung; es spricht es aus, was in der Menschenbrust lebt: den ur- ewigen Drang nach freier, ungehemmter Entfaltung aller s edlen Kräfte drs Menschen. Und Hand in Hand mit diesen: Verlangen geht ein ^anderes, das die Vorbcdingmig ist seiner Erfüllung. Der Mensch ist fter geschaffen, ist ftei Und würd' er in Ketten geboren!" Tas ist die innere Freiheit, die ihm niemand rauben ckann und die sich griindet auf ein im innersten Herzen ^erwachsenes, unveräußerli hes (ehrt, auf das Bewußtsein (eigener Würde und eigenen Wertes. Jedem Stand suckit Schiller zu wecken „seines Werts /Erfühl": Dem Soldaten, dem Bauern, dem Bürger uni) nament lich dem Bürger: ' „Ehrt den König seine Würde / Ehret uns der Hände Fleiß", so fuigt er in seinem Lied von der Glocke, dem wunderbaren (Hohenliede des Bürgertums. Ter Soldat in Wallensteins Lager rühmt sich stolz: „Ter dein Tod ins Angesicht sck)auen kann, Der Soldat allein ist der freie Mann." Und im tranigen Bewußfein seiner Kraft entgegnet der Bauer Arnold Melchthal dem Freiherrn: ss*7e I Hercnlesa-Bateine-Corsets Feinste Marke. • Jedes -Corset trägt den Stempel „Herculesa-Baleine“. „D e r Arm, Herr Freiherr, der die harte Erde Sich unterwirft. . . Kann auch des Mannes Brust beschützen." Solche Menschen soll auch König Philipp aus seinen Untertanen erziehen und aus solchen Menschen setzt sich der Jdeal- taat Posas zusammen. Ja, der Staat! Tenn nicht ein h. i matlos es Weltbürgertum lehrt ^Schiller. Alle Kräfte will er bereinigt wissen zum Tienste des Vaterlands. „Was ist unschuldig, heilig, menschlich gut, Denn es der Dienst nicht ist für's Vaterland?!" Und weiter: „Nichtswürdig ist die Nation, die nicht Ihr alles freudig letzt an ihre Ehre." Und endlich das Herrliche: „An's Vaterland, an's teure, schließ dich an, Tas halte fest mit deinem ganzen Herzen, Hier sind die starken Wurzeln deiner Kraft." Aus diesen Worten haben die Kämpfer von 1813 Kraft, Mut und Begeisterung gesogen für den gewaltigen Kampf zur Befreiung Teutschlands. Ter Geist dieser Worte hat das deutsche Volk hinweggetragen über die traurige Zeit nach 1813 und bat in den Herzen wach gehalten die Sehnsucht nach der (Sinnett Teutschlands und der Freiheit seiner Bürger. Und als auch 1848 nicht die-Erfüllung der heißesten Wünsche des Volkes gebracht hatte, als dann die Reaktion auch noch zu unterdrücken suchte das Wenige, das gewonnen worden war, da blieb Schiller der Trost unseres Volkes und die Stütze seiner Hoffnungen. In diese Zeit fiel die Feier seines hundertsten Geburtstages, und überall kam es zum Ausdruck, daß alle Deutschen in der Pflege seines Andenkens und seines Geistes über alle Schranken politischer Trennung hinweg sich verbunden fühlten zu einem einigen großen Volke. Den Festzügen vorcm flatterte die deutsche Fahne, damals noch schwarz, rot und gold und überall, wo sie erschien, wurde sie mit brausendem Hurra empfangen. Seitdem ist es anders geworden im Vaterland. Was die Ahnen ersehnt, was die Väter gebaut, wir besitzen es. Aber stets aufs neue muß der Besitz errungen werden, soll er wahrhaft unser Eigentum sein. Es sind inmitten unseres Volkes genug dunlle Mächte an der Arbeit, die uns verkümmern wollen unser Recht auf Freiheit, politisch, wissenschaftlich, künstlerisch. Breit macht sich immer noch Liebedienerei und Strebertum, Egoismus uno erbärmliches Banausentum. Gegen diese Mächte gilt es, anzukämpfen, und zu diesem Kampfe sollen wir uns einen unter der Fahne Schillers, der uns Führer sei, wie er der Führer unserer Vorderen gewesen ist. Freiheit allen Kräften, Menschenwürde und Meuschenglück und Liebe zum Vaterland, das ist die Losung, die Schiller uns Teut- chen gegeben hat. Deshalb dürfen wir sein Andenken heute mit gleicher Begeisterung feiern, wie ehedem. Daß er ein sichtbares Zeichen ihrer Gesinnung sei, pflanzten unsere Väter diesen Baum. Daß wir die Ideale unserer Väter überkommen haben und sie in treuem Herzen bewahren, des zum Zeichen enthülle:: toir. heute diesen Stein. Und heute wie damals ist es das Bürgertum, das dies Wahrzeichen errid)tet. Gleich nach der Schiller^eier dieses Frühjahrs veröffentlichte Herr Geh. Hofrat Haupt im Gießener Anzeiger einen Artikel, in dem er zum erstenmal die Errichtung eines Gedenksteins vor dieser Eiche forderte und so den ersten Anstoß gab zu der Heilligen Feier. Tie Turnerschaft, feit je die Pflegerin nationaler Tugenden, machte sich den Gedanken zu eigen. Wie sie lebhaft für seine Verwirklichung eintrat, so veranstaltete sie auch diesen festlichen Akt. Der V e r k e h r s v e r e i n, der in der Förderung der Blüte unserer Stadt seine Aufgabe erblickt, gewährte in liberaler Weise die Mittel zur Ausführung des Steines., Sämtliche Vereine Gießens, allen voran die bereinigten Männer- chöre, geleitet von Meisterhand, haben sich eingefünden, um diese Stunde höher zu weihen. Ihnen allen sei herzlichster Tank dargebracht, dem Urheber des Gedankens und denen, die ihn ausgeführt! Tank sei auch den Behörden der Stadt, die die Erlaubnis zur Ausstellung des Erinnerungszeichens erteilt unb seine Pflege versprochen haben. So übergebe ich denn diesen Stein im Namen der Bürgerschaft Gießens der Obhut der städtischen Verwaltung. Möge er unter ihren: Schutze die fernsten Zeiten schauen als ein Denkmal freien deutschen Bürgersinnes. Nach diesen mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Ausführungen übernahm int Auftrag der Stadtverwaltung Ober- bürgenneister Mecum den Gedenkstein mit folgenden vortrefflichen, in bedeutungsvoller Stunde an bedeutungsvoller Stelle doppelt rühmenswerten Worten in Schutz und Schirin der Stadt: Hochgeehrte Festbersammlung! Es gehörte der Mut des freien Bekenntnisses der politischen Ueberzeugung dazu, wenn bor bald 50 Jahren, zur Zeit der Reaktion gegen die Bewegung mm 1848, die Gießener Bürger hinauszogen, um am 100. Geburtstage Schillers diese Eiche zu seinem Andenken zu pflanzen. Sie wollten damit sagen, die f r e i h e i t l i ch e Bewegung ist nur äußerlich unterbrütft, sie ist nicht tot, ihre guten Gedanken haben vielmehr Wurzel geschlagen und werden wachsen und grünen wie dieser Baum. In ihren jungen Jahren sah diese Eiche die Kämpfe von 1870, die dem deutschen Volke die politisck>e Einheit und ein gut Teil der früher vergebens erstrebten Freiheiten und Rechte brachten und damit einen vorher nie geahnten Aufschlvung deutschen Geisteslebens, des Handels, des Ackerbaues und der Industrie Teutschlands ein leiteten. Heute, zu Beginn ihrer besten Mannesjahre, sieht unsere Eiche auf neue Kämpfe um die Vermehrung der bürgerlichen Rechte. Aber wie ganz anders ist l)eute die polillsche Konstellation als vor 50 bis 60 Jahren. Heute kämpft unser Landes für ft an der Seite des Volkes und mit dem Volke gegen eine Reaktion, die dem Volke bo r en 11) al't en will, waS des Volkes ist. Er nähert sich dem Jdealstaate Schillers, wie ihn der Dichter in Don Carlos durch Marquis Posa schildern läßt. Bei so guter Bundesgenossenschaft kann der Sieg nicht zweifelhaft sein: die Opposition kann die Entscheidung wohl b er§ ögern , aber sie kann sie nicht ändern. In den nächsten Tagen wird die Hälfte des Hcssenbolkes wieder an die Wahlurne treten und sich für ober gegen die Förderung der bürgerlichen Rechte entscherden. Die Sradt Gießen steht diesmal nicht vor einer Neuwahl, aber Sbre .zahlreiche Anwesen hell, meine Herren, bürgt dafür, daß die Bürgerschaft Gießen - fest hält an ihrem alten Jdeak der Rechte und der Freiheit deS Bür gers. Möchte überall da, wo am nächsten Mittwoch die Würfel fallen, der Geist Schillers lebendig werden und die gute Sache zum Siege führen! Mit dem Wunsche, daß die weitere Entwicklung der bürget hd^cn Rechte anf gesetzlichem Boden und auf Grund unserer Verfasiung unser Barer, land und unsere Vaterstadt zur höchsten Blüte auf geiftigem und materiellem Gebiete fördern möge, übernehme ich diesen Tenkstein in die Obhut bet Stadt Gießen. .Das deutsche Sieb*, gelungen von dem vereinigten Sängerchor, schloß sich an, woraus nach einem Musikstück der Vorsitzende der Gießener Turnerschaft, Stadtv. Helm, ein dreifaches Hoch auf Kaiser und Großherzog anSbrachie, das begeisterten Widerball fand. Mit der Nationalhyme fand die einfach-würdige Feier, der viele Hunderte beiwohnten, ihren Abschluß. * Der Gedenkstein besteht auS einem mächtigen geschliffenen Stein, der auS einer Felsgruppc hervorragt, und tragt die Inschrift: Schillereiche. Nachfolgenden Geschlechtern zur K u n b c, daß dieser B a u m im Jahre 1859 zu Ehren des großen Dichters gepflanzt wurde. Gießen, im Schillersubcljahr 19 05. Der Verkehrsverein. So hat denn nunmehr auch Gießen sein Schillerdenkmal. Möge es ein gern und viel besuchter Wallfahrtsort unserer Einwolmerschait werden, möge es ein Ansporn werden, die Kenntnis der Werke des großen Dichters in allen Kreisen der Bevölkerung zu verbreiten und seinen Idealen nachzuleben l •$a§®e n itfbe§©e neraHu per inten benten. einer Versammlung des Evangelischen Vereins in Kreuznach wurde von einem Redner Mitteilung aemacht über den bisher nicht bekannt aeiporbenen Verlaus einer Audienz, die ©encraliuperintcnbent Dr. llmbecf im September in Koblenz beim Kaiser halte. Umbecf hatte in diesem Sommer daS Malhcnr gehabt, auf einer Erholungsreise in den Alpen abzustürzen und sich nicht unerheblich am Kopie zu verletzen. AIS nun 11. in Koblenz vom Kaiser empfangen wurde, fielen diesem Wundmale auf der Stirn auf. Er richtete an den Generalsnperintendenten die Worte: „WaS haben Sie denn da für s a m o s e Schmisse, Herr General, hipenntenbent ? DaS ist sicher die Ecclesia militans !* Umbcd erwiderte: „Nein, Majestät, ich bin gefallen und hätte mir beinahe den Hals gebroche n." Das besah sich ber Kaiser den Hals des Generaliuverintendent en und sagte aufgeräumt: „Das Genick bricht nicht!" * Die Stimme b e 5 Gewissens. Vor sieben Jahren wurde im Walde bei Ober kauf ungen die Leiche eines Schweizers gefunben, der an! dem Rittergut Windhausen bedienstet war. Er hatte eine Kuh nach Oberkaufungen gebracht und bart das Kaufgeld erhalten. Im Walde wurde er ermordet und beraubt. Alle Nachforschungen nach dem Täter waren damals ergebnislos geblieben. Da erkrankte vor kurzem der auf demselben Rittergute tätige Schmied W.; er mußte in ein Kasseler Krank e n b a u 5 ausgenommen werden In seinen Fieberphantafien beschäftigte et sich mit der Mordtat. Diese Wahrnehmungen in Verbindung mit sonstigen verdächtigen Äußerungen sollen ihn so belastet haben, daß seine Verhaftung erfolgte. • Toul, 11. Nov. DaS l e n k b a re 2 u f t s ch i f f L e b a u- dys unternahm gestern einen Aufstieg. Es handelte es sich darum festzustellen, ob es Lebaudy gelingen werde, auch über der gefähr- lief)en Zone von 1000 Metern mit dem Ballon zu bleiben und auch hier die gleiche Bewegungsfähigkeit zu zeigen. Lebandy blieb in einer Höhe von 1500 bis 1600 Metern. Der Veftuch ist also gelungen. Es wurde ferner versucht, aus dieser Höhe eine Verständigung mittels drahtloser Telegraphie des Ballons mit dem Ek'fel- turm herbeizuführeii. lieber das Ergebnis enthalten sich bie Behörden feder Mitteilung. ßisenöahn-Aeitung. — Die Bahn d»»rch denSintplon-Tunnel soll von dlnfaug an e l e k t r i s eh betrieben werden. Familien Nachrichten. Gestorben. Herr Heinrich Seip, Ockershanien. — Fran Eva Schneider Ww., Ostheim. — Frau Margarete Bletz, geb. Mohr, Hochweisel. Verlobte. Fräulein Elise Wendel, Lauterbach, mit Herrn Professor Tr. L. Schnz. Langen. Avsmg kvs den Zjkv!>k6sm!srkyisteru der Stntt Meheu. Aufgebote. Nov. 2. Heinrich Friedrich Sanerland, Eisenbahntechniker dahier, mit Maria Theresia Nies in Lorch. — 8. August Hilgardt, Metzgermeister dahier, mit Mathilde Schäfer Hierselbst. — Georq Scheuer, Sergeant dahier, mit Ottilie Dohert Hierselbst. — Karl Jeckel, Kaufmann dahier, mit Martha Lusche in Utzberg. Eheschließungen. Nov. 4. Karl Synofezik, Schneider dahier, mit Karolink Domnik Hierselbst. — Heinrich Schuchardt, Kanalarbeiter dahier, mit Auguste Röder Hierselbst. — Hermann Lorenz, Gerber dahin, mit Elisabeth Wollrath Hierselbst. Geborene. Okt. 31. Dem Taglöhner Heinrich Launspach ein Sohn Ernst — Nov. 1. Dem Ingenieur Otto Wegerdt ein Sohn. — 2. Dem Bauassistenten Martin Schütt ein Sohn Karl Balthaser Hellnmt. — Dem fiaternenroärter Friedrich Schäfer eine Tochter 9)larie. — 3. Dem Wirt Karl List ein Sohn. — Dem Dachdecker Ludwig Schmidt II. ein Sohn Ludwig. — 4. Dem Pflasterer Karl Gerhard- ein Sohn Ernst. — 6. Dem Bigarrenfabrifanten Karl Georgi ein Sohn. — 7. Dem Lokomotwhilfsheizer Karl Hecker ein Sohn Heinrich Wilhelm. — 8. Dem Bäcker Anton Erler ein Sohn Karl. Gestorbene. Nov. 4. Minna Gottwald, 11 Mte. alt, Tochter des Tag- löhners Adolf Gottwald, dahier. — Hermann Treppingor, 68 Jahre alt, Dampfwaschereibesttzer dahier. — 5. Hermann Spainer, 66 Jahre alt, Hüttendirektor dahier. — 8. Adam Dürr, 6 Mte. alt, Sohn deS WeißbindermeisterS Konrad Dürr dahier. — 9. Katharine Schudt, geb.Kalbfleisch, 61 Jahre alt, Rentnerin dahier. — Katharine Gorr, geb. Schneider, 58 Jahre alt, Leichenklerderin, dahier. — 10. .Friedrich Karl Volz, 1 Jahr alt, Sohn des Taglöhiters Friedrich Volz dahier. — Franziska Renlmeisler, 2 Jahre alt, Tochter deS Taglöhners Franz Relttmeister dahier. gesundeu. mager, darmkranke Kinder. bewährteste Nahrung für Gesicbtsausschlag Bezeugt Ihnen hierdurch gerne, dass ich durch den Gebranch Ihrer Ob* meyers Herba-Seife, nach verhältnismässig kurzer Zeit, von einem lästigen Gesichtsansschlag befreit wurde. Josef Bastine, Scbirmfabr., Mainz, i h. i. a. Apoth., Drog. u. Part p. St 50 Pfg. c. 1 Mk. Obenneycr L Co., llanafl. hT16/, -ÄS *‘V: unser» r Röchst m Gebie? ?li> " in di° ■öon b«h w .1 K °>«br°^ ■ r-ch 1 Ansporn werben - T§’n °«en fiteüfflk e vi n tenben ten. •eins infiretunad) über den bisher i ”le ^eneralinverintknb! ' J beim Kaiser 5 D-olhenr oehobi, c l bN'Nurzen imb sich r.. ' 'N'" U j„ Koblenz, ’ Mnwmole auf ber g- \ Renten die Worte: ,L | 'm,nie. hm Genu-, "esia militans!' U^, Je« "nb hatte mir deine "ch der Kaiser ben £■ 'sgeräuml: .Tastzi. " ?. Vor sieben Iah» $ nqen die Leiche ec* \< Qiit Windhausen bebierä ? ungen gebracht tmb V; | ! er ermordet und bereu: B aaren damals crncbniil? I ans demselben Riiterx D seler Krankenher H rphanlasien beirfialliiii! t J uiiqen in Verbindung r 1 ihn so belastet bnbrn, X A rcLustschiss Bebo? I Es handelte es sich d^- 1 rde, auch über bet grB y allon zu bleiben und c-:.- jeiijen. Lebandy Hieb: Fee Wernief) ist (fit fr Wer Höhe eine Sr'S Ballons ttäKbtwft« iä CO ct) OCo w< so o o er o> CO cO o C' o CD CO <■* O 3 CD r> CD ro O s CT cS c.: 3« S ro SD "32 S ö § ro' - czz. Ct) to K Q CD 3 3 er 3 3 3 » #1 r> t = "sd1 3 3 “ O _5" • e $2 — ct<5" O 31. ct ™ er —' o 3’ct 3 er CD <3 3 «2 2.2.3 ro « o =>2.7. 3 3 -• -CQ 3-0 CT 2 ' ro c 3 .2^ O- "er (£2 er P 72, ro 2 a< =• = O 3 32 CD ” 3 Co = 2 e 3 ro 3 e o ct ? L 3 3 O-^CO CD 3 3 2-6) Z-S O 3 0 — 3. •"> CT? —, 3 ro O * 3^5 »IS ^er = Z" 3 c— — CO —o O ÖO 3 ro* 3 2. o 3 s< - er ct ro c o 2. o — CD _6) o 8 rr OCT, 3 _K\ö S-6-3' "■>=« <4 3 3 * "* er —■ 02^3 O CT "iäi -*4 ro 3 • CD o O ?=" 3 CO^1 Z-k' *1 #» LS X’ 3 <$u 2 öd 8 2; o CT = 5 C« CT" CT @ G » 2-ct ro 22, 2, gj» *2 «4 » -D e o er 2 3 ro CT1 Aff CT Cv V; " 3* CD 2-8Z ^ =' t>8 5* -- WCT ?T 2 3 ges o — ct, 3 g-i o- V 2 £ « 72 , -^ ° CT O 3: o o “ -CT o* er CT 3 2 o -Q, & 3 =: -3 CT —n o ° 8 -3* 3 •^cd" 2. 3 er — — o- 2 s MMWA ro - (V) {5 ■ °:(S 7® — 2. «O-ro o CT CT ro_3 77 Q §2'= J?” 2.tä 3 2.8 - D. -pAS Ss§i^g ä2*G)l T-. MSSgA« K-S- Kct S*< s» 3 o: 3 Ct 2 L <3 3 — 3 3 er .-> o 3 * «B g L2. er — —- c er o 3 .CT; er er 3 -^a ? s or. 2 -3* o Co - o CT7> 3: - Lvg- ploipSuniielloUt en._______ )ekershauicn. - argarete Bleh, geb. M ;[f Lauterbach, mit öc teHrnSW and, EisenbahntechmleU, A __ 8. Viiguit HilW Lr E.-7k Totzert hierlelbst. Lusche in Utzberg- 1 dahier, mit M Ää»5 irkgerc«W’' wjUL •S?L- »j, $ Launspack em So^'^ ^ÄxW LK'8 jwftr er dahier-7s Kath^ bmtnenndab'tt- zZZs CQ Ct? eo M ö U6 O O uu co CT = 6t 5T » rs zs R. L^. o L. @3 3 3 CT-' er ?U a KZ — 2 g2-< 2 o ?8 77 CT CT" ro 3 CT O CB er O e tte LS o S = 2 rj « CT 6)A ZVZSDsr O> - • e.' 'S CTÖ)Ö 3> CT O' 6t 3 f ^5-A § o r CT ö Zs tL CT 6/' 8 8 CT.-SS-3CT 3 CT^ O 3 er K» c* ä?= 2 CT C €> e 3 CCT, —a" <«=-. er o s< 3 CD 3 G» 3 o er 3" er 3 3 CD 3< o -31 eo" CT « ec CT ro M § 3 3 CD "32 - SO 70 — ?2=:- 3^*5. ro 3’« S CT O 3 30 S er <-. ro O 3 C7- CB 3" ” 8 77. >-* 3 »" eo 3" 3 Q 3 3 Qi rsS S 3 3" 3- = CT 2 lr 72, 3 3 3 L- G — p:- 2 8 uw — S S‘ O CD 6)^ o rk'X r CT-t.^r « CT O CO "*' sCT »ö> " = 0-3 O J3 CT«' <2, O ' 3 f | KL Cö ct 5 AO 8 * CT S CT 3 2 2 -> o ~ =2 q. co 2» S CTZ CT CV Ö_. 3 3 CT ct ° 3 CT JCT ß» P, i ä g*« « ° 2. r-, TD o 3 ö» ro" Giessener Konzert “Verein Sonntag, den 19. November, abends 5*/, Uhr im grossen Saale des Gesellschafts-Vereins Zweites Konzert. © Erster Künstler-Abend Lieder- und Duetten-Abend von Fran Kammersängerin Herrn Kammersänger Erika Wedekind Hsns Buff-Giessen am Klavier Herr Hofkapellmeister Hermann Kutzschbach Programm L PuAtte. a) Liebesgarten ...... b) TJnter'm Fenster.................... c) Wenn ich ein Vöerlein wär’ . ...... II. a) Dans nn bois solitaire -.......... b) Wiegenlied d) Das Veilchen fJ. W. von Goethe)..... • Frau Wedekind. UI. a) Der Wachtelschlag 'S. F Sauter)...... ....... b) Wonne der Webmut \ (J w von Goethe) c) iseue Liebe, neues Leben f Herr Buff-Giessen. IV. a) Untreu nach b' Denkst Du an mich - - eigenen c) Manriana und Nureddin, aus „Der Barbier von Bagdad“ . Texten V. a) Norina und Ernesto aus „Don Pasquale“ . . b) Bose und Sylvain aus „Das Glöckchen des Eremiten“ , VI. a) Arie der Frau Fluth aus „Die lustigen Weiber von Windsor“ .... 0. Nicolai. Frau Wedekind. VII. a> Ossians Lied aus „Weither“........... J. Massenet b) Cavatine des Giuliano aus «J. Medici“ R- Leonca allo. Herr Buff-Giessen. VIII. a) Antonia und Hoffmann aus „Hoffmanns Erzählungen“ 3. Offenbach, b) Javotte und Benoit ans „Der König hat’s gesagt“ ........L. Dfelihes. PinfniffcVarfon 1- Platz Mk. 5.-, H Platz Mk. 4. , IN Platz Mk. 3.—, unnummeriert Mk. 2.50, Jjlllll lllunul lull Studentenkarten Mk. 1.—. sind in der Musikalien-Handlung Ernst Cha liier (Rudolph’s Nachf.i, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Ritter und abends an der Kasse zu haben. ^*1 u Oeffming des Saales 4V? Uhr. Gültigkeit haben blaue und rot weisse Karten, ungültig sind rote und gelbe Karten. Das dritte Konzert (erster Chorabend) CfA btatt. — W. A. Mozart: Requiem findet am 6. Dezember d. J. in der ulGUl&ll V U Maurische Tranennnsik. Dresden, Robert Schumann. W. A. Mozart. L. van Betthoven. Peter Cornelius. G, Donizetti Gnßkr Scrloui cmaill.Hausu.Küchcnsicrät' Don Samstag bett 11. bis Freitag den 17. November verkaufe ich zu Giessen — Neustadt 3ir. 19 im Laden mehrere Waggonledungen gute, emaillierte ” Haos- und Köclieo gerate s; zu den außerordentlich billigen Preisen, tßflttlb Jtt 50 ttttb 60 Bum Verkauf kommen: Waschtöpfc, Kochtöpfe mit Deckel, Wasserkessel, firner, Wasserkannen, Schöpfer, Kaffee- und Teekannen, Teigschüff ln, Gemüse- schüsseln, Waschschüsseln, Wannen, Schöpf- und Schaumlöffel, Reibeisen, Milchtöpfe, Pfannen, Kasserollen, Bratpfannen, Toilettceimer, Nachttöpfe, Taffen, Teller re. re. — Der Verkauf dauert nur kurze Zeit. — Die zum Verkauf kommenden Waren sind aus einem der besten und größten Emaillewerke. Jeder Käufer ist berechtigt, sich seine Waren selbst auszusuchen. n7R7Q Fran Hermann Butroni ans Emma 07727 Tietzen (Sormenstratze 13), den 13. November 1905. Lade» und Bureau Neuenweg. Die trauernden Eltern Heinrich Koch nnd Fran. Todes-Anzeige. Heute morgen um 7 Uhr entschlief nach kurzem Leiden " unser geliebtes 5kind I im Alter von 4 Jahren. Telephon 589. WitoeQm öiärbeck, Giessen Spezial-Geschäft der Oefen- und Herd-Industrie empfiehlt sich zur Uebernahme der ooooooooorc Sollet CkrvellitivUK BuuüsA. Lebkmgrß „ Lard.-LtdcmiikA „ Trüfscl-Lcberiillllß „ Mcttivyrß !>ma Franks. Wörstlhtll Kaef«äin.facl$chiiltCit5$e# (Staatlich anerkannte Unterrichtsanstalt) ^vorm.firtharMgrgM^ f y ttannstadl' c I baoröampfkesseljeder Art. für höchsten Betriebsdruck flppardfe; oller Art ‘ Mittwoch, den 15. November, abends 9 Uhr beginnen bei uns wieder zwei Unterrichtskurse — einer für Anfänger und ein Fortbildungskurfus — in Stenographie. Das Schulgeld für beide Kurse beträgt 5 Mk. Anmeldungen werden täglich in der Schule — Nord-Anlage 15 — entgegengenommen. Gießen, den 10. November 1905. v“/n Die Schiilkoinmission. t Wem Merck G. V. Eintrittsgeld 1 Mk., Jahresbeitrag 3 Mk. Derselbe wird vom Vereinsdiener Adolf Schwan im Laufe dieser Woche erhoben. Jeder Quittung wird eine Beikarte beigefügt: gegen Ausstellung des mitfolgenden Bezugsscheines und Entrichtung von 50 Pfg. per Stück können weitere Beikarten gefordert werden. Beikarten können nur für die Hausstandsmitglieder der engeren Familie verlangt werden und sind nicht übertragbar. Mißbräuchliche Be- mitzung dieser Karten zieht zunächst den sofortigen Ausschluß aus dem Verein nach sich und wird gegebenen Falles gerichtlich verfolgt. Die Bezugsscheine und Eintrittskarten sind beim Vereinsdiener oder auch beim Vereinsrechner Herrn Alexander Kuhr, Hensel- straße 1, erhältlich. v’/u Gießen, den 6. November 1905. Der Vorsitzende. Grosse Gelegenheiskäule in besseren Kleiderstoffen empfiehlt Carl Nowack. v ^e'?e Kiclcr Bücklinge und SgarstSeai empfiehlt billigst |5553 Eb. Dort, Walltorftr. 45. Hei:- und Koch-Einrichtung imtr ßrMabt sowohl wie zur Lieferung einzelner Oefen und Herde. 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Palmer aus Lffenbach. 8'/, Uhr: Familienabend im Rem tota. Mittwoch, den 15. November, vormittags 10 Uhr: ^uöresverfckmmkunfl im Konfirmandensaal d. Johanneskirche: „Die Erneuerung der christlichen Sitte in der Gegenwart." D’/u (Pfarrer Mühlbäußer-Basel. 5 Aklliikmislhk NslilÄe in der großen Aula der Universität, 8 Uhr abendS 1. Professor Dr. Wünsch: „Wanderung dnrch Athen" mit Lichtbildern am Dienstag, de« 14. November Abonnements für eine Person 4 Mk., für zwei oder mehr derselben Familie 5 oder 6 Mk. an der Kasse. Eintritt für den einzelnen Vortrag 1,50 Mk., für Studierende Mk. 0.50. c% Neuheiten in Chiffon, Sammet Rips und Veivet für Kleider empfiehlt Carl Nowack sllr. 26? t» - 35*—*” 5» ta'l« 1'!' . „ ihkin LASS sl?ä ,0dci i6« C| -en öiifforben, sur *’ U"b la Sllzey lediglich der Interessant ilt 1 bersozialdemokra R nicht eine Arbeite biber immer behaus olaubt, der sehe sich rr wird eS glauben c üotiiften Kandidaten schnitzer, Zigarrenarbe Angestellte oder Beau sagaldeniokratische Pc beainler, Kranfenkasie Siedakteur), zwei gl Tischlermeister und eii sind in der Person ei vertreten. TaS ist di Arbeiterpartei^ gut g tätigen Volkes zu vei tag verbleibenden sind ein Parteisekretc bescher, ein Nedakteu Nahe liegt eine Stadtverordnete — bei einer Toppe! und unter diesen 15 ; Jen man mit etwa! lnnn. selbst nei beamln, rinn LS zwei nennen stch auch ein fernst ruf an, aber der 'S »Arbeiters Ter der dritte Millio bezieht sich aber ti Millionär. Und faj Vertreter ins reichs bürgerlicher Kandid siamps tobte, im t ^t schon vorher o r>rke wurden ninhe! vertretene Bezirke w Wablgang erobert, ^ Stichwahl pefo ^'»nmenzahl. Djx ^s'olq für die So^ Tiefer bebauet m Berlin ist ein herrsch gemalt, die , vuSgeübt wird. M °aen Wahlen sich te”1 den Jnb ®i lr,rie" Erfolg u, Wim denn als ®, k'7'»U"d unat ^»ert«, @etol Wn 9t66te c Wtten, f? Sr-ä; ie"ten des f * h°b-n eä national ua , -9 ^ugung jor it)Q^’c ! ■ lrnueh?th? cn- we ®°«: reiften \ 61qu ( ” --in1 mili. Jj' ,lte'. m r-r Ä des !t“'Ä ®( i fc: * i 'flb allein E" 11 1