Die Dienst- und Besoldungs-Verhältnisse der Staatsbeamten. Die Vorstände hessischer Beamtcnvereine haben den beiden Kammern und dem Großy. Ministerium eine Petition übersandt, zu der in erster Linie der Gesetzentwurf die Dienstverhältnisse der Staatsbeamten betr. vom 27. Ium 1903 Anlas; gibt. . Art. 3 dieses Gesetzentwurfes bestimmt, daß icder Beamte mit Ausnahme der Richter und der diesen gleichgestellten Beamten ohne seine Zustimmung gegen Vergütung von Umzugskosten! auf ein anderes seiner Berufsbildung entsprechendes Amt versetzt werden kann, wenn mit der Versetzung weder eine Zurücksetzung im Rang, noch eine Kürzung des pensionsfähigen Dicnst- einkommens eintritt. — Wenn, so führt nun die Petition aus, richterliche Beamte nur ausnahmsweise und unter besonderen Formen wider ihren Willen versetzt werden können, so treffen, die wesentlichen Gründe hierfür auch bei den übrigen höheren Beamten zu. Dazu kommt, daß unter Umständen die Versetzung einen Beamten viel härter treffen kann wie die Jnrmye- standsversetzung. Umgibt nun der Gesetzentwurf diese unter Aushebung des Artikels'13 des Dekrets vom 12. April 1820 mit besonderen Vorsichtsmaßregeln, so erscheint es als tut wvyl- berechtigter Wunsch, auch dir Versetzung unter ähnliche Vorsichtsmaßregeln gestellt zu sehen. Auch möchte cs sich empfehlen, me sreigewordenen Stellen in weiterem Umfang, als es bisher geschah, zur Reiibcsetzung auszuschreiben. Nach Art. 5 hat der Beamte alle ihm erteilten, ferner Diensb. stellung entsprechenden Nebenaufträge nach Maßgabe der Gesetze, Verordnungen und Dienstvorschriften gewissenhaft mahrzmrehmen. Da die Frage, welche Nebenausträge der dienstlichen SteU- ung eines Beamten entsprechen, leicht innerhalb der verschiedenen Zweige der Staatsverwaltung verschieden beantwortet werden kann, so bitten die Vereinigungen, auch hier im Zweifelsfall auf Anrufung des Beamten die kollegialische Beschlußfassung des Staatsmiiristeriums eintreten zu lassen. Art. l b lautet: Ein Beamter, welcher a\ daS 65. Lebensjahr vollendet und eine pensivnsfähige Dienstzeit von 40 Jahren zurückgelegt hat, oder b> das 70. Lebensjahr vollendet hat, kann seine Versctzuiig in den Ruhestand beanspruchen. — Dies« Bestimmung enthält eine Einschränkung der durch den Art. 7, des Gesetzes vom 27. November 1874 gewährten Vergünstigung, nach einer bestimmten Anzahl pensionsfähiger Dienstjahre —j ohne Rücksi^'t auf das erreichte Lebensalter — die Versetzung hi den Ruhestand beanspruchen zu fönnen. Da es Beamtenkörper von vielen .Hunderten von Gliedern gibt, von denen kaum eines daS 65. Lebensjahr überschritten hat, so besteht nach Ansicht des Petenten kein Grund, den Uebertritt in den Ruhestand zu erschweren. Vor allem aber würde die Forderung unter a) zu unbilligen Ungleichheiten unter Beamter; desselben Dienstzweiges führen, da von zwei Beamten desselben ^-.Maliers nunmehr der eine unter Jwjt » loiort 3 mn neu. ja i.ßiM I f ist SÄ3 M bis Sa^ ßi'/, L sf9 $#»*■ U. 3ÄP* I r Äiaiui, icht baldigst Stellung, Kelluersach noch er- .Mhl, Marburg a.L, aße 52. 8736 te aumÄe5n,e' ;ten l'e0SfluUi'Wc*^ Herrn W „ & .ten,daß?^»°gSUhr bis^'Elen be- jeglicher Art du, HictlauiatioiKn @epäd’ uni) Güler- cb.xiAa^warm.ct* Guttau Universal, t Wenzel, 04621 Neuen Baue 9IL > zweite Hallte biefti icht 16-jähriger Schüler ,sion. Schr. Meld. m. t6I6a.d. Gieß. An^ eck 3 Fahucu zum Fck ’ l(u Weserstraße 27, iv. iotgimggrgenTheodoi L. Rmw, ftM .Sk»«»» 1 u«b ! M M 2. Stelle g öSEk Ul Proi. Epamrr, Ludivigsplan 5. !3«w Echrsti! Meldung Putzfrau' ’ ^‘^bTditot f£8tb'^ 1 Ä* ' DM 1 LUJthi ÄLmrsckchparl. ' ^!"ädchHH MM Grünberg, = llesuchi. L äteinftrage 17. «eä Mädchen für uöortHt auf jojotl Schlosserei Ziegler, 31 a- 04576 braves äS?* MD Wr. 16» Zweites Blatt. 155. Jahrgang Donnerstag 13. Juli 1905 Grschetut togHQ mit vuSnahrn» be» Sonntag». Die .Stetzrner SamtHenblätttr* werden dem ^Anzeige, viermal wöchenllich betgelegt Der dtzeistjchH KoflöeUr ersehetnl monatlich einmal Eichener Anzeiger Rotationsdruck und Verlag bet Vrüblfche» UntoerfitäL3brudercL 8L Laag«. Gieße» Redaktion, Expedition »Druckerei: Schulftr.I, Lei. Nr. 5L Ielegu*tU>t.. Anzeiger General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen. Personenverkehr günstig weiterentlvickelt. Es wurden im Jahre 1904 fast 229 000 Personen befördert, und die Bahn erzielte einen Ueberfchnß von beinah: 46 000 Mk. Was diese Zahl bedeutet, erkennt man erst recht, wenn man bedenkt, daß die Allgemeine Deutsche Meinbahngesellschaft in Berlin, der die Biebertalbahn gehört, bei 9000 Mk. Vortrag cntS dem Vorjahre 206 922 Mk. Reingewinn erzielte und hieraus 2 Proz. Dividende auf ihr 9060 Millionen Mk. betragendes Aktienkapital bezahlen konnte. Absatzgebiet verloren. . Uebrigens sei hier erwähnt, daß die Brebertal- bahn im letzten Jahre wieder ein zufriedenstellendes Ergebnis hatte. Wenn auch der Güterverkehr mit 71,4000 Tonnen etwas zurückgegcmgen ist, so hat sich doch der Auch auf dem Gebiete des Güterverkehrs ist die Handels kämm er für verschiedene Erleichterungen ein getreten, hauptsächlich im Interesse des Erzbergbaues, der Stein- und Hüttenindustrie. Lllle diese Geschäftszweige Oberhessens leiden unter den hohen Eisen- bahnfrachtcn, die Erze und die Basaltsteiue für den Versand, die Hochofenindustrie unter den teuren Kohlenfrachten. Die Erzgruben und Basaltsteinbrüche liegen zu weit entfernt von den Hauptabsatzgebieten, die Hochofen in dnstrie von dem Ruhrkohlengebiet. Wenn auch die oberhessischen Erze Ausnahmetarife besitzen, so genügen diese, namentlich für die Braunerscnstcingruben des VogelSbergcs, noch nicht, um ihnen eine einigermaßen annehmbare Preisbildung und weiteres Msatzgebiet zu erschließen. Die Handelskammer hat vergeblich versucht, durch Einbeziehung von Frankfurt am Main in den Ausnahmetarif für Erze diesen die Benutzung des billigen Wasserweges ab Frankfurt zu ermöglichen/ Die Hutten des Sieg-, Dill- und Lahngebietes haben endlich anfangs dieses Jahres einen billigeren Tarif für ihre Brennstoffe erhalten, doch ist dieser Tarif so abgcstuft worden, daß die vom Ruhrgebiet am weitesten, entfernten Hütten, insbesondere diejenige zu Lollar, die geringste Ermäßigung bekommen haben, obwohl sie mit den teuersten Kohlen- und Koksfrachten zu rechnen haben. Hoffentlich bleiben die Bemühungen der hiesigen, der Wetzlarer und der benachbarten Handelskammern zur Aufhebung dieser diffcrenziellcn Behandlung nicht erfolglos. Für den obcrhessischcn Erzbergbau, besonders denjenigen bei Gießen, würde die Schiffbarmachung der Lahn bis Gießen von der größten Bedeutung sein. Die Handelskammer hat bekanntlich vor einiger Zeit eine Denkschrift über die wirtschaftliche Bedeutung der Lahnkanalisation für Oberhessen heransgegebcn. Diese liegt jetzt dem hessischen Finanzministerium zur Prüfung vor. Won sonstigen Gebieten des Verkehrswesens,, auf denen sich die Handelskammer im letzten Jähre betätigt hat, sei hier nur noch das Fernsprechwesen genannt. Auf Antrag der Handelskammer sind die Sprechbereiche von Gießen, Alsfeld, Lauterbach, Schlitz, Mtenschlirf wesentlich erweitert worden. Außerdem ist es den Bemühungen der Handelskammer gelungen, daß endlich zwischen Gießen und Frankfurt a. M. noch eine zweite Fernsprechleitung gebaut worden ist, da die eine Leitung vollständig überlastet war. Die vvrgefchlcvgene Herstellung einer direkten Fernsprechleitung zwischen Gießen und Köln ist zwar nicht erfolgt, doch soll eine Werb e sse run g d er L e i t u n g s- Verbindung mit dem Rheinland für das Jahr 1906 angestrebt werden. Pas Verkehrswesen (m Jahresbericht der Kießener Handelskammer. Die günstige Lage von Gießen im Schnittpunkt mehrerer wichtiger Eisenbahnlinien bedingt es, daß das Verkehrswesen und seine Verbefferung von jeher einen wichtigen Anteil an der Tätigkeit der Gießener Handelskammer genommen hat. Auch im Jahre 1904 ist die Handelskammer wieder für eine Reihe von VerkehrSverbefferungen eingetreten. So wurden auf ihre Anregung hin in Gießen, Marburg, Ge- münden, Hagen neue oder bessere Anschlüsse her- gestellt, während andere Anträge auf Vermittlung von Zugübergängen in Mücke, Gemünden, Fulda noch der Erfüllung harren. Die Bemühungen zur Verbefferung des Fahrplans auf der Gelnhäuser Linie führte im Sommer vorigen Jahres zur Einlegung eines neuen Personen- zuges, der um die Mittagszeit in Gießen eintrifft. Dagegen hat sich die Hoffnung auf eine durchgreifende Verbesserung de§ Fahrplans auf der Strecke Gießen-Fulda noch nicht erfüllt. Die von der Eisenbahndirektion für den jetzigen Sommerfahrplan geplanten beiden neuen Personen- züqe auf dieser Linie sind bekanntlich vom preußischen Eisenbahnminister vorerst abgelehnt worden. — Gemeinsam mit der Handelskammer Trier ist die hiesige Kammer für eine Verbefferung der Schnellzugverbindungen Berlin- Metz über Kassel-Gießen eingetreten, mit dem Erfolge, daß in diesem Sommer auf dieser Strecke zwei Nacht- Schnellzüge hergestellk wurden, deren Schnelligkeit annähernd denen der Linien Metz-Frankfurt-Bebra-Berlin und Metz- Köln-Berlin gleichkommt. Dagegen sind die Tagesverbindungen Bcrlin-Gießen-Metz und umgekehrt noch immer recht ungünstig. Vielleicht ließe sich eine bessere Tagesverbindunq mit Berlin und Mitteldeutschland durch Einlegung eines Schnellzugpaares auf der Fuldaer Strecke zum Anschluß an die durch schnelle Züge ausgezeichnete Strecke Frankfurt-Bebra Herstellen; die Aussicht auf eine solche Ver- kehrSverbefferung ist allerdings vorerst noch gering, da die Eisenbahndirektion erst jüngst sich gegen die Einlegung von Schnellzügen auf der Fuldaer Strecke erklärt hat. Auf der Gießen-Kölner Strecke ist in diesem Sommer endlich daS zweite Schnellzugpaar eingestellt worden, daS schon seit Jahren von der hiesigen Kammer befürwortet wurde. Wenn hiernach im Jntereffe deS Handelskammerbezirks nne Reihe von VerkehrSverbefferungen auf den vorhandenen Eisenbahnlinien eingeführt worden ist, so macht sich doch auch andererseits fortgesetzt daS Bedürfnis nach Erbauung neuer Bahnen geltend, die in erster Linie dem Lokal- oerkehr dienen sollen, z. Zt. aber auch für den durchgehenden Verkehr in Betracht kommen können. Insbesondere wird die wirtschaftliche Erschließung des nördlichen Teiles des Vogelsberges durch eine Eisenbahn stets aufs neue in Vorschlag gebracht. Die Bevölkerung des Vogelsberges weist seit langer Zeit eine Verminderung auf, und e§ ist in der Tat zu wünschen, daß nach dem Scheitern deS GeneralkulturplaneS im Jntereffe der Landesmelioration wenigstens eine geeignete Bahnverbindung hergestellt werden möchte. In Betracht kommen hier bekanntlich die drei Bahnprojekte: Alsfeld—Ulrichstein—Schotten, Mücke—Ulrichstein- Rixfeld und Ehringshausen — Großfelda. Der Jahresbericht der Handelskammer sieht davon ab, daS eine oder andere Projekt zu befürworten, wahrscheinlich weil die Interessen des Kammerbezirks hierin stark auSeinandergehen. In Alsfeld wird mit großer Rührigkeit für das Projekt Alsfeld—Ulrichstein—Schotten gearbeitet, während die Regierung, wie es den Anschein hat, dem Projekt Mücke—Ulrichstein sympathisch gegenübersteht, ohne jedoch diese Linie, wie verlangt wird, auf eigene Kosten zu bauen. Die Gießener Stadtverordnetenversammlung hat eS bekanntlich leider vor einiger Zeit abgelehnt, zu Gunsten dieses Projekts irgend welche Schritte zu tun, obwohl feine Verwirklichung der Gießener Geschäftswelt zu Gute kommen würde. — Der Handelskammerbericht weist dann noch darauf hin, daß in der letzten Zeit mehrfach Nebenbahnen gebaut worden seien, deren Wirkung nicht in letzter Linie darin besteht, einzelnen Plätzen des Kammerbezirks, insbesondere der Stadt Gießen, einen Teil ihres seitherigen Absatzgebietes zu entziehen. Gedacht ist hier wohl an die Linie Herborn—Niederwalgern, die den Verkehr deS Hinterlandes nach Marburg lenkte, ferner an die Linien Butzbach-Lich mit ber geplanten Fortsetzung nach Grünberg, Marburg, Dreihausen mit der vor- geschlagenen Fortsetzung nach Mücke u. a. Der Handelskammerbericht erblickt in diesen Rahnen eine Schädigung mancher Interessen des hiesigen Bezirks und gibt der Erwartung Ausdruck, daß durch die Erbauung der Limen Gießen-Brandoberndors und der Fortsetzung der Biebertalbahn über Bieber hinaus bis zur Linie Herborn- Niederwalgern wenigstens die dortigen Absatzgebiete dem hiesigen Handel erhalten bleiben. Da die Lime Gießen- Brandoberndorf, wie der Bericht an anderer Stelle ausführt, nicht auf Staatskosten gebaut werden soll, so wird man wohl an eine Privatbahn denken müssen. Hier stehen sich die Interessen von Gießen und vielen Orten des Kreises Wetzlar mit denen von Wetzlar und Butzbach gegenüber, die bekanntlich eine direkte Bahnverbindung zwischen Butzbach und Wetzlar als Glied der schon lange erstrebten direkten Verbindungslinie Frankfurt-Westfalen wünschen. Daß die Biebertalbahn bis jetzt nur eine Stichbahn bis Biber ist, ist sehr bedauerlich. Wird von Wetzlar aus die schon oft vorgeschlagene Bahn auch dem Hinterlande gebaut, dann geht Gießen auch jenes Gießen, 13. Juli 1905. ** Personalien. S .< H. der Großherzog haben dem Pfarrvikar Vogel zu Wallenrod die evangelische Pfarrstelle zu Ober-LaiS, Dekanat Nidda, übertragen. — Am 7. Juli wurde der Schreibgehilfe Schütz aus Butzbach zum Steuerkolnmiffariatsgehilfen bei dem Steuerkommissariat Osthofen ernannt. — Der am 28. Juni durch die Stadt- verordneten-Versammlung zu Mainz erfolgten Wahl des Bankiers Dr. Bamberger zu Mainz zum Bürgermeisterei- Beigeordneten der Proviyzialhauptstadt Mainz wurde die Bestätigung erteilt. ** Provinzial-Ausschnß-Sitzung. Am Mittwoch, den 19. d. Mts., vormittags x/29 Uhr beginnend, findet eine Sitzung des Provinzial-AuSschusses der Provinz Ober- Hessen mit folgender Tagesordnung statt: 1. Enteignung von Gelände zur Herstellung einer Straße längs den Gebäuden des neuen veterinär-medizinischen Instituts in Gießen; hier Ausspruch der Enteignung. 2. Verbreit terung der Mar barg er straffe; hier Enteignung von Gelände. 3. Gesuch des Wilhelm Maar II. zu Homberg a. Ohm um Erteilung eines Wandergewerbescheins. ** In der Reisezeit! In den Schaufenstern findet zurzeit am meisten bas Beachtung, was an die Reisesaison mahnt. Reisegarderobe, Reisenecessaires, Reisekoffer und sonstige Reiseutensilien werden gesucht; ebenso Reisehandbücher (die vortrefflichen Führer von Meyer, Grieben, Wörl usw.), denn ohne solche kein rechter Reisegenuß. Dann die Kürsbücher, ohne die man nicht prompt abdampfen kann und die manchem viel Kopfzerbrechen machen, wenn es gilt, aus den endlosen Ziffernreihen die richtige Tour zusammenzustellen. Eine wichtige Frage aber bleibt immer die: Wohin reifen wir? Ist das Gebirge, das Tal oder die See vorzuziehen, oder macht man eine Rundreise? Daß man beim Reisen merkwürdigerweise die Schönheiten der Natur meistens außerhalb des eigenen Vaterlandes auffucht und bewundert, das dürste wohl in der Natur des Menschen begründet sein, die vor allem das Fremde reizvoll findet, aber selten das, waS am nächsten liegt. Und wenn wir dann uns reisemäßig ausgerüstet und unser Bündel geschnürt haben, dann kann die herrliche, die köstliche Zeit des Reisens und Wanderns beginnen. Welche innige und sinnige Poesie in diesem Herumschwärmen in der Natur, die in ewig frischer Schöne zu uns spricht! Das freudetrunkene Auge siebt die köstlichen Matten, die goldigen Aehrenfelder und die Tiefen des schattigen, rauschenden Waldes Es schaut die unendliche wogende See, blickt über die Höhen des Vogelsberges und des Odenwaldes, des Taunus und des Rheins, oder blickt hinauf zu den starren Felsenhöheu oder gewaltigen Eisriesen. ?lll diese Fülle von Genüssen soll uns die Reisesaison erschließen. Glückliche Reise! £ K . ** „Soho t's i m g a n z e L e w e n e t g e h a a ße! Im Städtchen X. hat der Gesangverein Fahnenweihe. ernn sich, so Hofs im ganze Lewe net gehaatze!" Bad-N anheim, 11. Juli. Ein neuer Fremdenführer von Bad-Nauheim ist im Verlage der Verkehrs- Kommission erschienen. DaS Werkchen enthält eine Zusammen- Üellung alles dessen, was den Nauheim besuchenden Frem- den interessiert über Kurmittel, Bäder, Wohnung, Verpflegung, Unterhaltungen usw. Ein Plan erhöht das Verständnis für die Topographie des Bades. Der Fremdenführer wird vom Verkehrs-Bureau auf Wunsch kostenlos versandt. x Endbach, 12. Juli. Der hiesige Kriegerverein gedenkt am 13. und 14. August d. Js. ein Kriegerfest mit Fahnenweihe zu feiern. Als der Verein im Jahre 1902 auf Anregung des Landrats von Heimburg gegründet wurde, trug sich der Verein gleich mit dem Gedanken, nach dreijährigem Bestehen eine Fahne anzuschaffen. Der Verein hat am 2. Juni d. I. sein dreijähriges Stiftungsfest begangen. sd Darmstadt, 12. Juli. Erschossen hat sich der Unteroffizier Hammel von bet 5. Eskabron bes Dragoner- Regiments Nr. 24, anscheinenb wegen ihm zur Last gelegter Unregelmäßigkeiten. Die Homburg-Wiesbabener Bahn. Bei bei sogenannten Bäderbahn handelt es sich, so schreibt die Kl. Pr., nicht um eine einzelne Vetbindungsstrecke zwischen der Taunusbahn und der Frankfurt-Homburger Bahn, sondern um drei kleine Bahnlinien. Die erste zweigt von der Homburger Bahn nahe bei der Rödelheimer Niddabtücke ab und zieht in einem nach Nordwesten offenen Bogen an dem Griesheimer Wafferturm vorüber durch den Nieder Wald« nach der Taunusbahn. Sic soll hauptsächlich dem Personenverkehr dienen. Von dieser ersten und eigentlichen Verbindungsstrecke zweigt in der Nähe des Nömerhofes eine zweite Linie ab mit nach Nordosten geöffnetem Bogen; sie mündet in der Nähe des Nebstöcker Hofes gleichfalls in die Taunus- bahn. Die Strecke ist für den Güterverkehr bestimmt, da die Hauptlinie der Homburger Bahn entlastet werden muß. Als dritte Linie hat man eine Parallelstrecke zur Homburger Bahn gebaut, die von der Rödelheimer Niddabrücke bis zum Biegwald zieht. Auf diese Strecke soll das Geleise der Homburger Bahn übertragen werden. Der Umbau war nötig, um eine scharfe Kurve hinter der Niddabrücke abzuschwächen. Die Dämme der Bahn sind fertig; jedoch verkehren auf der Homburger Strecke noch fortwährend Kieszüge, die Material berbeischaffen zur Ausfüllung des Niddatales bei Röbelheim. Die Uebergabe der Bahn erfolgt am 31. Augäst. Schon Wochen vorher hat der Lehrer des Ortes dem Präsidenten die Festrede ausgearbeitet und eingepaukt. Der große Augenblick nabt. Eine'Menge Festteilnehmer hat sich imt die Rednerbühne geschart. Vorn die Ehrenmitglieder mit der neuen Fahne, die Ehrenjungfrauen und bann im weiten Umkreis bie auswärtigen Vereine und bie gesamte Einwohnerschaft. Lautlose Stille. Erwartungsvolle Blicke. Der Herr Vorsitzende hebt jetzt mit Stentorstimme an: „Hochgeehrte Festgenosse, liebe Gäste!" Da stockt er schon —i er hat schon den Faden verloren und er brummt vor sich hin: „Des Gewitter noch ernol, wie hot's jetzt aach noch gehaaffe? Gestern haw ich doch noch alles so gut gewißt!" Der Lehrer, der die heikle Lage erfaßt, hat sich an den Präsidenten herangeschlichen und raunt ihm einige passende Worte aus dem Stegreif zu. FlugZ neigt ber Redner sein Haupt nach der Stelle, woher die rettende Stimme ertönt; aber er bleibt stumm. Der Lehrer wiederholt feün Vorsagen etwas lauter. Der wackere Vorsitzende schüttelt das Haupt mnb ruft laut und erregt: „Na, na, Herr Liehrer, Sie ItotfUmbcn mit erheblich kürzerer pensionsfähiger Dienstzeit jenen »Lspruch erwerben könnte, als der andere. Diese Unbilligkeit Erde teilweise vermieden, wenn man unter Streichung von b) dem Artikel folgende Fassung geben würde: „Ein Beamter, welcher das 65. Lebensjahr vollendet oder eme pensionsfähige Dienstzeit von 40 Jahren zurückgelegt hat, kam: seine Versetzung in den Ruhestand beanspruchen." Bleibt Art. 3 des Gesetzes vom 2. August 1899 in Kraft, der penjwnssähige Vordienstzeit nur vom vollendeten 25. Lebens- jähre ab zu rechnen erlaubt, so wird ja nach dem Jahre 1939 fein Beamter mehr in den Ruhestand treten können, der mit vollendetem 65. Lebensjahre mehr als 40 pensionsfähige Dienstjahre erreicht hätte. Sollte die in dem Gesetzentwurf vorgesehene Fassung Gesetz werden, mithin ein Beamter fernerhin nicht mehr wie bisher nach 40 pensionsfähigen Dienstjahren den Anspruch auf Jnruhe- standsversetzung Iwbcn, so müßte er doch wohl auch die Möglichkeit haben, durch weitere Dienstjahre seinen Ruhegehalt zu erhöhen. Die Petition fährt dann fort: „Dabei fühlen wir uns in unterem_ Gewissen gebunden, unsere Ueberzeugung auszu- spvechen, daß die auch sonst in der neueren Gesetzgebung (Art. 7 des Besoldungsgesetzes vom 11. April 1898, Art. 3 des Gesetzes vom 2. August 1899) und in dem Ministerialbeschluß über die Handhabung des Besoldungsgesetzes bezw. der Anwendung der gesetzlichen Bestimmungen über die Besoldungsvordienstzeit in den Vordergrund geschobene Rücksicht auf das Lebensalter den Vorzug einfacher Handhabung nur mit der Preisgabe der Billigkeit erkauft und erfüllten kann. Der früher geübte Grundsatz, demzufolge die Rücksicht auf das Lebensalter bet Beamten von gleicher dienstlicher Laufbahn zurück- trat hinter der Rücksicht auf den Zeitpunkt der Staatsprüfung, der Erwerbung der Anstellungsfähigkeit, der Anstellung, ferner auf die Prüfungsergebnisse, die Bewährung im Amte scheint uns richtiger gewesen zu fein." Die Versorgung der Witwen und Waisen, zumal der nach kurzer pensions'ähiger Dienstzeit verstorbenen Beamten zu ver° deflern, erscheint, so wird hervorgehoben, als das dringendste Bedürfnis auf dem Gebiete der Beamtenfürsorge. Die Erhöhung des Mindestbetrages des Gehalts der Witwe eines höheren Staats- beamten auf 1000 Mk. wäre u. E. auch bei schlechter Finanzlage des Staates ausführbar. Eine kleine Hilfe könnte ferner dadurch gewahrt werden, daß z*r Hinterbliebenenversorgung nicht der im Augenblick des Ablebens des Beamten tatsächlich bezogene Gehalt zugrund gelegt würde, sondern ein angenommener Gehalt, der den wirklich bezogenen um ein oder zwei Drittel des Betrages einer Gehaltszulage überträte, je nachdem der Beamte (soweit er noch nicht im Bezug des Höchstgehalts wäre) seinen augenblicklichen Gehalt schon mehr als ein obev zwei Jahre bezogen hätte. Dasselbe Verfahren würde sich für die Berechnung des Ruhegehalts selbst empfehlen, wobei es wohl billig wäre, auch die über die vollen Jahre überschießenden Monate mit Bruchteilen von Prozenten in Rechnung zu stellen. — Es würde dankbar empfunden werden, wenn die in Zukunst in den Ruhestand tretenden Beamten an einer etwa späterhin eintretenden Gehalts- aufbesseruiig in der Weife beteiligt würden, daß ihr Ruhegehalt dem gliche, der ihnen nach der späteren günstigeren Gehaltsfestsetzung zustehen würde. Die Lage der Hinterbliebenen jung verstorbener Beamten ist umso trauriger, als die zu niedrig gegriffenen unteren Gehalts- klassen in keiner Weise einem höheren Beamten den Unterhalt einer Familie, noch viel weniger natürlich irgendwelche Ersparnisse ermöglichen. Auch^diese Betrachtung führt uns ivieder auf den Wunsch zurück, hohe Staatsregierung möge die Folge zu langer provisorischer Verwendung durch eme der Absicht des Gesetzgebers entsprechende Handhabung der Bestimmungen über die Bcsoldungs- vordienstzett mildern. Des weiteren dürfte, so sagt der Bericht, eine derartige Berücksichtigung des geleisteten Müitärdienstes zu erstreben sein, daß fernerhin nicht mehr derjenige, der gedient hat, in der Höhe der Vergütung deS provisorischen Dienstes hinter dem Nichtgedienten zurückzubleiben gezwungen wäre und daß das Militärjahr als pensionsfähige Vordienstzeit gerechnet würde. Die Petition schließt: -Die Mitglieder der imterzeichneten Veamtenvereine ftehen leider noch immer im Höchstgehalt hinter den Richtern zurück. Da ihnen diese kränkende und verletzende Zurücksetzung in keiner Weise begründet erscheint, so sprechen sie die ehrfurchtsvolle Bitte aus, es möchte mit dieser zwar in der Vergangenheit gewordenen, aber in die Gegenwart nicht passenden Zurücksetzung gebrochen und die Erreichung des richterlichen Höchstgehalts allen höheren Beamten unter sinngemäßer llebertragung der dort geltenden Grundsätze, insbesondere des dort herrschenden Verhältnisses der Zahl der Glieder der obersten Gehaltsklasse zu der des gesamten Beamtenkörpers ermöglicht werden; es möchte ferner die in Aussicht gestellte Ordnung der Rang- verhältnisse die gleiche Wertung der höheren Beamtenberufe zum deutlichen Ausdruck bringen." Unterzeichnet ist die Petition von folgenden Körperschaften: Verband Großh. Hess. Oberförster, i. A.: Schwarz, Großh. Forstmeister, Ober-Eschbach ; Verein Großh. Hess. Steuerkommissäre, i. A.: Dr. Metzler, Großh. Regiernngsrat, Gießen; Hessischer Oberlehrerverein, u A.: B l o ck, Großh. Realschuldirektor, Wimpfen ; Verband Großh. Hess. Staatsbaubeamten, i. A.: Lucius, Großh. Baurat, Mainz. mit der bon. Barcelona kommenden Mittelmeerflotte zusamme» zutreffen, flog der Verschluß eines Hauptdampfrohres in die Luft, wodurch zwei Heizer getötet und 7 andere v-T- wunde t wurden. Aunst und Mjjenschajt. Straßburg i E., 11. Juli. Professor Braun, bQ Direktor des physikalisa-en Instituts an der hiesigen Universität, teilte dem naturwissenschaftlichen Verein mit, daß seine Versuche bei drahtloserTelegraphiedie elektrischen Wellen wesentlich nur nach einer Richtung zu schicken, erfolgreich abgeschlossen sind. ___________________________________ Kimvirsitärs-Dachrlchten l] Marburg, 12. Juli. An der hiesigen Uiiiversität habilitiert sich am nächsten Samstag an der philosophischen Fakultät Herr Friedrich W. T. B e i l mit einer Antrittsvorlesung über „Die Anhänger be£ Romantik im englischen Roman." — Die Senate der Technischen £ o d) f ct) u 1 c u 910 r D - deutschlands haben generell die E i n s ch r ä n k u n g des Studiums für A u s l ä li d e r durch Erschwerung der Aufnahmebedingungen für das konimende Seniester verfügt. Verinisch-es. *Gruben-Unglücksfällc. Auf der Zeche Boru ssia bei Dortmund mußten am Mittwoch mittag die über 30 Mann starken Rettungsmannschaften, benen es gelungen war, von dem neuen Schacht eine Verbindung nach dem Wetterschacht herzustellen, durch den dann sechs Lcick-en zutage gefördert wurden, schleunigst wieder ausfal-ren, da ihnen aufs neue erstickende Rauchmassen entgegenströmten. 9Zur mit vieler Mühe konnten alle wieder an die Oberfläche gelangen. Bald darauf brach ein Flötzbrand aus, der das Bergungswerk ganz verhinderte und durch Mauerung lokalisiert toerden mußte. An einer Stelle sah man die Kleider der dort beschäftigt gewesenen Bergleute, aber keine Spur von den Vermißten. Die sechs Leichen gewährten einen grauenhaften Anblick. Man ist der Ansicht, daß es nicht gelingen wird, die Leichen der Vermißten aus dem nördlichen Feld zu bergen. In der in Essen am Mittwoch abgehaltenen Generalversammlung teilte der Vorsitzende mit, die Verwaltung treffe für das Unglück kein Vorwurf. Der Vorsitzende beantragte, zur Vorsorge für die Hinterbliebenen einen durch Zubuße zu beschaffenden größeren Hilfsfonds anzulegen, und teilte mit, der Grubenvorstand verzichte zu Gunsten des Fonds auf feine Tantieme, er leiste ferner freiwillige Beiträge dazu und empfehle dies auch den Gewerken. — Auf der Zeche Königsborn bei Dortmund wurde ein Bergmann, der gerade ausgefahren war, plötzlich wahnsinnig und stürzte sich mit dem Rufe: „Da wollen mich zwei mit dem Hammer auf den Kopf schlagen" in den Schacht. Sein Leichnam wurde gräßlich verstümmelt herausbefördert. — 130 Bergarbeiter sind bei dem Grubenunglück in Wales umgekommen. Am Mittwoch wurden 70 Leichen geborgen. Am Schachteingange fanden herzzerreißende Szenen der angehörigen J-rauen und Kinder statt. * Kleine Tageschronik. Bei Hildburghausen wurde in einem Gehölz die g a n z e F a m i l i e des Etuisarbeiters Ziegler t 01 aufgefunden. Ziegler erschoß seine Frau, seine vier Kinder und sich selbst. Die Ursache sind Nahrungssorgen. — In ?iner Buckstwuckerei in Leipzig sind zahlreiche Personen infolge des Genusses von verdorbenem Kartoffelsalat und Schweinefleisch erkrankt. Bisher find 30 Erkrankte im Krankcnhaufc eingeliefert worden. Die Zahl der Erkrankten beläuft sich im ganzen auf annähernd Hundert. — In Berlin hat sich wieder einmal eine Familien-Tragödie zugetragen. Die 29 Jahre alte Frau des Bäckermeisters Gramm versuchte sich und ihr 5 Monate altes Kind durch Einnehmen von Lysol zu töten. Beide liegen hoffnungslos darnieder. Das Motiv ist in häuslichem Streit zu suchen. — Der Tourist Heinrich Mannart aus Königsberg ist vom Olderer (Tirol) abgestürzt und hat sich chwer verletzt. — Als am Mittwoch das englische Schlachtschiff „Jmplacable" den Hafen von Gibraltar verließ, um Arö.ueröewcgung. Kiel, 11. Juli. Die Arbeitgeber des Baugewerbes beschlossen sämtliche kontraktbrüchigen Arbeiter heute auszu- sperre n. Wer die Unterzeichnung des 1902 abgeschlossenen Arbeitsoertrages verweigert, wird Abends entlassen. Viele Bau- Handwerker sind abgereift. _ Essen, 12. Juli. Das christliche Gewerkschafts» Kartell hielt eine von mehr als tausend Arbeitern besuchte Versammlung ab, die gegen dcn Arbeiterbund gerichtet war. In einer einstimmig angenommenen Resolution erklären sich die Essener Arbeiter solidarisch, weil die Arbeitgeber einen Anschlag auf das Koalitionsrecht der Arbeiter unternehmen. Der Bund gibt heute ein weiteres Flugblatt heraus. Die Lage ist unverändert kritisch. Nancy, 12. Juli. Die aus ständigen Bergarbeiter von Chavigny zogen gestern nach Neuve Maison, um die Metallarbeiter zu veranlassen, sich dem Ausstande anzn- schließen. Der Präfekt ging ihnen mit einer Polizeieskorte entgegen und forderte sie auf, auseinanderzugehen. Infolge eines unbedeutenden Zusammenstoßes schlugen die mit Stöcken und Werkzeugen bewaffneten Arbeiter den Präfekten über den Kopf, ohne ihn jedoch ernstlich zu verletzen. Die Ausständigen wurden zerstreut und es wurden drei Verhaftungen Dome it omni en. Kursbericht Frankfurt a. 31., 12. Juli Offiziere Schlusskurse. 3‘/2o/o Reichsanleihe ; . . 101.15 3o/o do. ... 90.20 3V,% Konsole .... 101.45 30/g do......90.30 3Vr"/g Hessen .... 100.50 31/,% Oberhessen . . . 99.30 4% Oesterr. Goldronte . . 101.50 4‘/6% Oesterr. Silberrento . 101.00 4% Ungar. Goldrente . . 98.55 40/0 Italien. Rente , . . 106.70 4% Portugieser I , . . 66,90 3°/. Portugiesen. HI . . 67.85 1% Unit Türken . . . 88.10 Türkenlose......134.10 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 53.25 4*/,% äussere Argentiner 44.15 3°/0 Mexikaner 4 Vs 7b Chinesen . Electric, tiohuckert Nordd. Lloyd , . Kreditaktien . . Diskonto-Kommandi Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsgcs Oesterr. Staatsbahn Lombarden . . Gotthardbahn . . Laurahütte . , Bochum . . . H arpener . . . Staatschatzscheine 67.95 . 96.40 . 134 00 . 122.70 . 207.70 189.30 . 142.90 . 155 90 . 169 00 . 144.50 . 18.40 . 186.50 . 261.00 . 245.50 . 213.30 . 100.50 Tendenz: ruhig. ^at sich Dr. Thompsous Seifeu- Pulver mit dem Schwan in tausenden von Haushaltungen gemacht. Allein echt mit dem Namen Dr. Thompson und der Schutzmarke Schwan. — Ueberall zu haben. 88 /e re «-! re 3 erco rt 3 £3 WS T^CD o "tt «SuTS CO er re *3 ,3 CD re O: 'S' of- S) £ •ZT ro £ ga S- Cv re 5.3 co . re re re 3 <$u o r-»-sEr " 3 re T3*T « n £2 0^2 3 re — er " 3 CO " 3.? S' c -T O: CO UV re CD re .-. re CD " 3 O ö or • - 3 rs — 2 3 re D 3^~- 3 - £0 - - F-CD re CT 5 cy re ■Ö’ " (5? er (=?? h ^-7'" er m S ™ rt t-r re xsu 3 »su o 3 G —o* gp re re CT 5. cdC 03 r» 33 __L ü, Li re 's? 33 ZLv" " MWZ - 3-' 3 O re re re er «— »-r-‘ O >2 re* 33 re ,-CD CD _ 33 r-i 12 33 re D 35 —” cs'J4.^ re <5v S 33 jS — 2. Q re e-t L3* CT — _ -^> j^cD 2.^0- « ro so - — er 33 c 3 er 33 33 re er re (S) & tz H —-j 5" e o » ö"o " §> re 5 E S3 - 33 S CD re «SV 33 <333 re ♦ 3^ *™t <3 D 3 « s 33 O 3 n re er er <-s re KC (2^ 5. cd 5" § * c CD -s 5 (/) 5 Q2 L O O . • c O C3 2-5 = O a> O cv $ « -i » = 3 L «e S ö § P er 8 S- er $3 O'D 3 3 2 3 re 33 . CD 3 o § K o Co ö ' 2.-3 CT 3 = 2 —. re 3 £< M L5 • SC re 'CH .33« 00 S3 CO 3 COCO I •? 3 CD «SU. re 3 er re S'S, 3« ^2 o CD 3 re o 3 —; er re " « 3 op_ o 2.® 5- « 0 erco 2 re re ö sä' fp «-«- 3 ä 3=: cu Pi. H 11 1 Ä en . ackert . nmandit. Bank . ink . keine . • 96.40 . 134 00 . 122.70 . 207.70 189.30 . 142.90 . 155 90 . 16900 . 144.50 . 18.40 , 186.50 . 261.00 . 245.50 . 213.30 . 100,50 hompjous Zeifeu- m Schwan in tau- -cht mit dem Namen - Ueberall ztt haben. A § t L 5 rBauermühle) aus statt 3726 FarsSmasidl Schott 3731 GIESSEN Ecke Wolkengasse 27 Bahnhofstrasse Kl Ht Itlljirt Gießw! Gießen, 13. Juli 1905. geb. Fangmann. 04632 Die trauernden Hinterbliebenen I. d. N.: Heinrich Bingcl. Statt besonderer Anzeige. Die Geburt eines Knaben beehren sich anzuzeigen Th. Vaubel und Frau Adele, W einhandlung Wein- und. Frühstücksstuben In- und ausländische Weine, Champagner und Mousseux Feinere Liköre Zigarren und Zigaretten Warmes und kaltes Frühstück und warme Speisen zu jeder Tageszeit D16/8 Separate Zimmer für Gesellschaften. Telephon 330. T 7MM Melkte. Montag, Mittwoch u. Freitag 3576 von 9 Uhr ab. Hcsfbäcker 08©!?. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Ableben unserer Frau Regine Bcssiea* sagen herzlichen Dank Wasserreiniger D. R.-P. angem. hv18/7 —i Wasser- und Dampfentöler ID. R. 6. M. Wasserenteisener D. R. P. a. automatisch wirkend. Hohe Garantie. Glänzende Zeugnisse. Vorzügl. Referenzen. — Billige Preise. Kostenlose Wasseruntersuchung durch eigenes Laboratorium. Prospekte und Kostenanschläge gratis. Dampfkesselfabrik vorm. Arthur Rodberg, A.-G. Darmstadt. T odes»Hnzeige. Hierdurch die schmerzliche Mitteilung, dass unser lieber Gatte, Sohn, Schwiegersohn, und Schwager Herr Ludwig Schön, Müller heute nachmittag 4 Uhr nach kurzem, schweren Leiden im 24. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Maria Schön, geb. Faber. Katharina Eiisabetha Schön, geb. Lenz. Grossen-Linden, den 12. Juli 1905. Die Beerdigung findet Freitag, den 14. Juli, um 4 Uhr nachmittags vom Trauerhause 'M M WHpiff MWUWWL Der Festansschnfr Fenemehr-Jübilänms-Fest!! V18/z Der Festausschuß. höflichst ein. Vls/7 3252 allem Zubehör hergerichtet werden. Näheres Bangeschäft Winn, Hosmannstr. 14. Jäeues Griteora 3510 ciiigelroffen. J. hi. SchulaOf. zu versehen y»/T In meinen Neubauten au der West-Anlage sind mehrere schön eingerichtete Iuöilänms-Ziest der beiden Ireiwillrgen Kenerwehren iir|iefrr mit dum srmdljlh-lkbhkstk« ßahueu- md GmrlandenschmM zu vermieten und per 1. Oktober cv. früher beziehbar. Durch Zusammenlegen von 2 Stockwerken mittels Verbindung einer separaten Treppe können die schönsten herrschaftlichen Wohnungen von 10—11 Zimmern mit TeuWer nnö österreichischer Alpemrck Sektion Gießen. r|?|o Zuckergehiilt zum Einmachen und zur Weinbereitung wie bekannt billigst bei Miss Berta. überall erhältlich. ss30/« Gebrüder imheuser Abteilung für Herren-Modewaren. Rettungswesen „ des DenW.nHm.AheWerelns Als Meldestelle außerhalb des Alpeugebiets besorgt die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers, Schulstraße 7, die Uebennittehing von Nachrichten über alpine Unfälle an die Angehörigen der Touristen und nimmt Anfragen und Anträge auf Nachforschungen nach vermißt geglaubten Alpinisten entgegen. Gießen, im Juli 1905. Nene KartoSein prima Qualität, empfiehlt billigst 3. Weisel 3614 Sonnenstr. 6. Telephon 235. Die verehrlichen Vereine, welche ihre Teilnahme an unserm Fest zugesagt haben, laden wir hiermit zu dem am Samstag abend 8V2 Uhr in der Festhalle stattfindenden F estlsommer-s Besten Schutz gegen Erkältung bieten unsere leicht und porösen U überzeuge die sich seit Jahren aufs Beste bewährt haben. Der Räumungs-Ausverkauf in HttttMchktiiin und Mnnnsnktnmnren findet nicht mehr im Laden Aläusburg IO, sondern im g. Stock, Eingang Wettergasse, zu äußerst billigen Preisen statt'. W. KATZ Mänsbnrg io, Eingang wettergnsse. 38 jähriges Stiftungsfest des liCHeeger^e^ems Kr©fdl®rf«Otesihe3’,g verbunden mit der Weihe einer neuen Fahne am 16, und 17, Juli 1905, 3721 Programm: Von 1 bis 2 Uhr nachmittags: Empfang der auswärtigen Vereine. 2% Uhr: Aufstellung des Festzuges. Nachher Begrüßung, Ueberreichung und Weihe der Fahne, Volksbelustigung, Konzert und Tanz. Bezugnehmend auf obige Mitteilung, bitte um geneigten Zuspruch. Der FestwirL: Freund. bet ®r a Programm Würzburg. Aschaffenburg. Sä 25 c18/, ’inWürfe/n. Regelmässiger Omnibusverkehr von und nach dem Festplatz. Projekte und Kostenanschläge sowie Ingenieurbesuche zu Diensten v--/. Telephon No. 35 '■ Abends 8 Uhr: Vorträge der vereinigten Gießener Gesangvereine unter Leitung des Herrn Musiklehrers Franz Bauer und unter Mitwirkung der Kapelle des Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm Nr. 116. Konzert und Tanz auf dem Festplatz. (Musik der Feuerwehckapelle). von M.1000 an von M 400 an i a s k o Louis Lind, Zigarrenhdlg., Kirchenplatz 10 Friedrich Lotz, Friseur, Bahnhofstraße 28 Philipp Mootz, Zigarrenhdlg., Neustadt 30 Joh. Seibel, Kaufmann, Ludwigsplatz 13 Wilh. Semmler, Zigarrenhdlg., Seltersweg Gustav Sonntag, Kaufmann, Sonnenstr 10 Joseph Strauß, Zigarrengesch., Mäusburg 1 Philipp Weiler, Zigarrenhdlg., Marktplatz 1 Leonh. Dechert, Friseur, Grünbergerstr. 13 Nach Vollendung meines Neubaues habe ich mein grosses Instrumenten lager, ganz besonders aber das Lssgea« m FSsägeSro noch bedeutend erweitert und empfehle nun in selten schöner Auswahl: Flügel Planinos Hi) 6 !iem 1 Louis Althoff, Kaufmann, Walltorstr. 16 L Christoph Bieker, Kaufmann, Neustadt 55 Richard Buchacker, Kollekteur, Neuen Baue 11 Ernst Challier, Musikalienhändler, Neuenweg 9 >>akob Häuser, Kolonialwaren, Ludwigstr. Daniel Heil Nächst., Zigarrenhdl., Lindenplatz 3 Heinrich Hettler, Konditor, Frankfurterstr. 1 Heinrich Insel, Friseur, Asterweg 5 Adolf Lenhard Nachfolger, Klinikstr. 22 ibrtfit lür 2 gute Teller Suppe. In wenigen Minuten nur mit Wasser zuzu- bereiten. Bestens empfohlen von _______________________Georg Adamk, Frankfurter Straße 9. Samstag, den IS. Juli: Abends 8 Uhr : Zapfenstreich durch die Stadt nach dem Festplatz. — Begrüßungsfeier. — Ansprache. Konzert durch die Kapelle des Jnf.-Rgts. Kaiser Wilhelm Nr. 116 unter Leitung des Herrn Musikdirektors Krauße. ÖS Sonntag, den 16. Juli: Vormittags 6y2 Uhr: Weckruf. Daran anschließend Empfang der auswärtigen Wehren. Musik der Feuerwchrkapelle. Vormittags 11 Uhr: Parade-Aufstellung auf dem Festplatz; hiernach Braudangriff an der früheren Universitäts- Bibliothek auf dem Brandplatz. Nachmtttags 1—2*/> Uhr: Festessen in der Festhalle, trock. Gedeck 1,50 Mk. (Die Musik stellt die Kapelle des Jnf.- Regts. Kaiser Wilhelm). Nachmittags 2x/t Uhr: Aufstellung oes Festzuges am Walltor. Nachmittags 3 Uhr: Abmarsch des Festzuges durch die Stadt nach dem Festplatz; daselbst großes Volksfest, Konzert. Montag, den 17. Juli: Vormittags 8—11 Uhr: Spaziergänge an der Hand des Führers für Gießen und Umgegend. Vormittags 11 Uhr: Frühschoppen auf dem Festplatz. Konzert durch die Kapelle der Gießener freiwilligen Feuerwehr unter Leitung ihres Dirigenten Herrn Herm. Weller. Nachmittags 3 Uhr: Konzert in der Festhalle. Tauz und Volksbelustigung aus dem Festplah. Abends 81/» Uhr: Aufführungen der Gietzener Turnerschaft und Konzert in der Festhalle; auf dem Festplatze Tanz und Volksbelustigung. Grotzes Brillant- Feuerwerk. zu Giessen auf Oswalds Carlen, vom 15. bis 17. Juli 1005 In de Kellner rincm del Lpiel des Keteiligter Zurist, Prozeß W er kaum daß jeman sei. schw ausging, nommei missar, et gehenden ungshast die er ar Der i werden le timb Veri liegt. Wi Wir miss« Entrisst,' Man m sein, M einige Da^ Prozesse achtens sittliche daß vi den l der Ze der o studen lich n geläuf viel ui H)m ei. orbentl anders scheue kommt, kann kc ablvech Haltun faltet i ßeftamr fernen herauski entronnk geradezu verlieren in ungel üebernahme der Gesamtanlagen einschliesslich sämtlicher zugehörigen Erd- und Maurerarbeiten Anfertigung der Konzessionspläne und Einholung der behördlichen Genehmigung M et | «Wen h ** 3ti ^gen. Nun tritt >vordene ’ M an t greifen, f Krecklichk Autorität ^ugen, h Der "ezeichnu^ "öeuge; N'folc Grunge! ?°n deru K. ScheffstsesSl Schanzenstrasse fanitg allen Seil Gcrteidigi s"agislher reter be da tr ________W Nur kurze Kochzeit erfordern Ausnahme-Taffe \ J für Schuhwareei Farbige Woche! Während dieses Sonderoerkaufes, welcher bis zum 21. Juli dauert, wollen wir mit unserem gesamten Vorräte in farbigen Schuhwaren räumen und kommen diese Artikel zu noch nicht gehörten Sg$®ttgs8eeäse0i zum Verkauf. Alle anderen Schuhwaren sind ebenfalls im Preise ermäßigt. Speien ggmasms Giessen, Bahnhofstrasse 58 ^rliner Eintrittspreis e: ♦ "bbst einer Beikarte (zwei Personen) Mk. 3.—, im Vorverkauf wrk. 2.50. Weitere Bei- O TAHOT OL v-'L.PTü > karten 50 Pfg. Gültig zu allen Veranstaltungen. Kinder haben unter Begleitung Erwachsener freien Eintritt, Söhne über 17 Jahre haben besondere Karten zu lösen. ♦ für alle Veranstaltungen Mk. 2.—, im Vorverkauf Mk. 1.75. Tageskarte: Mk. 1.—. Einmaliger Eintritt am 15. Juli 20 Pfg., am 16. und 17. Juli 50 Pfg. Verkauf sste^eo für das Feuerwehrfest in Giessen. Jubiläumsfeier der Gietzener Feuerwehren aus Anlatz des 50 iiix Kchhrss der beiden fmiiligti Feiemtsten Phonola zu m. 850 Pianola zu m. 1200 =■ - ■ 200 Instrumente stets vorrätig. - - - Jede Zahlungserleichterung - Höchster Barrabatt. 10jährige Garantie. - Freie Lieferung. Gespielte Pianos. Pianos zu vermieten auch Harmoniums. Monatl. Mietpreise: 2—12 Mk. Jede Reparatur an Pianos und Harmoniums wird in eig. Werkstätte fachgemäss u. vollendet ausgeführt Kia vierstimmen. Aufpolieren von Pianos. WILH. RUDOLPH, Filiale in MARBURG, Elisabethstrasse 4. W ■ iBsä MB