Montag 13* Ttzsbrrrar 1905 155. Jahrgang Nr. 37 Zweites Blatt General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Siehrn. fZMBS Rotationsdruck and Verlag der Brühl Ich« UnwerfttLtSdruckerei. UL Sange. Gießen. Redaktion. Expedition n. Druckerei. Schulstr. L, Lei. Nr 6L Xelegt.-gibt, i An-eig« Gietzen. es entschieden ab, wieder zu kandidieren. Auch alle früheren Gouvernements-, Kreis- und Adelsmarschälle, die danach in Vorschlag gebracht wurden, lehnten es ab, dem Beispiele Trubetzkois folgend, sich für den Poften wählen zu lasten. Da Trubctzkoi nicht zu einer Aendenmg seines Entschlusses zu belvegen war, und die Wahl infolgedessen nicht zustande kam, bleibt Trubetzkoi vorläufig bis zur erfolgten Neuwahl im Amte. Die Negierung will zwar von einer Konstitution nichts wissen, aber doch einige Reformen einführen, die indes an der Autokratie nichts ändern. U. a. ist eine Preß- und Zensurreform geplant, ferner soll eine Arbeiterversicherung ausgearbeitet werden. Es fragt sich nur, ob sich das Volk mit diesen Brocken abspeisen läßt. Vorläufig scheint es nicht der Fall. Denn die Proteste gegen die Selbstherrschaft nehmen in allen Teilen der Bevölkerung wieder zu. Die Zarin, so heißt es, arbeitet im Stillen für zeitgemäße Umänderungen und gewann auch den früheren Thronfolger Michael Alexandrowitsch dafür. Interessant ist, daß, als auf den Petersburger Putilowwerken 110 Agitatoren entfernt werden sollten, es sich zeigte, daß die Hälfte tot war. Auch aus dem Kriegsschauplätze will für Rußland die Lage nicht bester werden. Japan hat vier Schlachtschiffe nach dem Muster der neuesten britischen Schiffe in Bestellung gegeben und auch Geschütze im Werte von 500 000 Pfund Sterling in England bestellt. Wenn das Wetter milder wird, wird die tatsächliche Belagerung Wladiwostoks das Hauptziel der Japaner sein. Man glaubt, Admiral Kamimura werde sich bemühen, sobald wieder eine Schlacht am Schaho im Gange ist, die Landverbindunqen Wladi- ivostoks abzrrschneiden. Die Baikalbahn ist nicht befahrbar, die Bahn zwischen Mnkden und Chardin unterbrochen, Zwistigkeiten Kuropatkins mit seinen Generälen erhöhen die Gefähr- lichkeit der Situation. Die Nachricht, daß Großfürst Nikolaus Nikolajewitsch als Feldmarschall auf den Kriegsschauplatz ent-, sendet werden soll, bestätigt sich nicht. Nach einer Depesche aus Port Louis auf Mauritius soll es auch zwischen dem Admiral Roschdjestwenski und den Führern der bie. Flotte begleitenden fremden Kohlenschiffe zu Streitigketten gekommen sein. Letztere wollen nicht mehr weiter mttgehen. Es ist ein wahres Kreuz, das Rußland sich mit dem Kriege aufgeladen hat; aber immer noch weift der Zar den Frieden weit von sich, ja, er entsendet ein neues Armeekorps nach der Mandschurei und eine neue Armada aus Libau, Japan zu züchtigen. Ec will nun einmal siegen und seinen Willen durchsetzen. __ Deutscher Reichstag. 139. Sitzung vom 11. Februar 1 Uhr. Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der ersten Sb* ratung der Handelsverträge. _ . Abg. Grcri R e v c n t l o w (Arttis.) führt aus, der Abg. Gothem beschäftige sich mit einer Aeußerung des Fürsten Bismarck zu Herrn Giers. Herr Gothein habe diese Aeußerung überhaupt nicht verstanden. Redner polemisiert unter Beifallskundgebungen der Rechten weiter gegen Gothein und geht dann auf Einzelheiten der Verträge ein. Des weiteren verteidigt Redner die Haltungt des Bundes der Landwirte. Ob seine Freunde bie Verträge ablehnen oder amiehm.n werden, könne er heute noch nicht sagen. Tas hänge von den Aufschlüssen in der Kommission ab. Abg. Zimmermann (Antis.) begrüßt die Handelsvertrags namens se'ner Freunde mit Genugtuung. Seine Freunde \exeu angen hm üb errafft von der entschiedenen Abkehr von der Caprwi- schen Politik. Eittschieden gebrochen werden müsse mit dem System der Meistbegünstigung gegenüber den Nichtvertragsstaaten, besonders dm Vereinigten Staaten von Amerika gegenüber. Abg. Speck (Ztr.) erklärt, die Handelsverträge hätten doch nicht alles erfüllt, was seine Partei von dem Zolltarrf erwartet hatte. Redner bemängelt sodann die Vorlage nach verschiedmtlichen Richtungen hin vom süddeutschen Standpunkte. Eine ausdrucklE Auskunft sei nötig darüber, ob nach dem Vertrage mit Oesterreich- Ungarn die Kvmvotenz des Schiedsgerichtes sich etwa auch erstrecken sollte auf die Bestimmungen über Unterscheidung von Brau- und Futtergerste! Weiter müsse in der Kommission unter allen umständen klargestellt werden, wie in dem Vertrag mit Oesterreich- Ungarn ber Begriff „öst.-ung. Geweröeerzeugnisse uuszulegen fei. Vor der (ÄlediMng der Handelsverträge müsse ledenwW die Frage des Meistbegünß ignngsrcchts der Vertragsstaaten gründlich geregelt werden. Endlich wendet sich der er noch gegen die Ausführungen Gotheins, Bernsteins und Kampfs. Zum Schutz bestreitet Redner, daß die Verträge nur als ^uzes ^genommen aber nicht abgeändert werden könnten. Seme süddeutschen Freunva könnten die Verträge jedenfalls uur ärmeren, wenn Garantie gegeben werde, daß der 4 Mk.-Gerstenzoll mich wirklich in dieser Höhe auf alle Braugerste zur Anwendung komme und zweitens, wenn die Interessen der KlemmMerei gewahrt würdem Bayer. Minister Frhr. v. Feilitzsch weist den Vorwurf des Vorredners zurück, als ob die .bayerische R^erimg nich genug für die Interessen der bäuerischen Landwirtschaft emge- treten sei. Was zu erreichen gewesen sei, das sei erreicht wordnn Ebenso wie die bayerische Regierung, ebenso hatten alle anderen Bundesstaaten im Bundesrat den Handelsverträgen zugestimmt. Ter Minist-r atte, wie er, der StaatSsttt etar, JtO) gestern über die berechtigten Fordenmgen der §andw,rtf»att aus- fltforoten. Er W d« politisches Inters interesfe. Ter ^taat bat allerdings em politisches pntcreffe, die. berechtigten Förderinnen der verschiedenen Klasten der Bevölkermtzg LaWl-n. r« ÄA Sp«k hat gemeint, der Reuh-t^ habe das Reürt, die Handelsverträge abznänoern. Das \ex an zutage. „ . In fünf Tagen hat das preußische Abgeord-l netenhaus die zweite und dritte Lesung der Kanal- Vorlage erledigt und die große 'wasserwirtschaftliche Vorlage endgilttg angenommen. Tie Mehrheit betrug über hundert Stimmen, ein Resultat, wie es sich die Regierung nicht erfteulicher wünschen konnte. Damit scheidet aus der Diskussion der nächsten Jahre ein Gegenstand aus, der seit 1893 und früher die Gemüter in dauernder Erregung gehalten hat. Am Donnerstag wandte sich das Abgeordnetenhaus der Beratung des Etats der Hande l s - und Gewerbe Verwaltung zu. Hierbei setzte dre übliche allgemeine Debatte über Handwerkerforderungen und Mittelstandspolitik ein. Minister Möller erklärte, daß er seine Versprechungen betreffs der in Aussicht gestellten Berggejetznovelle prompt erfüllen werde. Er erklärte, daß in der heute begonnenen Woche die Novelle zum Berggesetz vorgeiegt werden könne. Ferner müßte vor allem auch eine Abänderung des § 65 des Berggesetzes im Hinblick auf die Stillegung der Zechen vorgenommen werden, ebenso eine Neuordnung der Arbeitsverhältnisse. Er, der Minister, halte es für seine dringende Ausgabe noch in dieser Session ein Gesetz einzubringen über die Abänderung der Knappschaftskassen. Im R u h r r e v i e r hat sich am Ende der letzten Woche der große Umschwung doch vollzogen. Auf die Ankündigung der Berggesetznovelle hin und mit Rücksicht auf die wiederholten Versprechungen der Minister Möller und sPosa- dowsky ließen die Bergarbeiter einen Teil ihrer Forderungen fallen und wandten sich zum zweiten Male an das Syndikat, um mit ihm in Verhandlung über die Wünsche der Arbeiterschaft einzutreten. Das Syndikat lehnte zürn zweiten Male ab. Nun trat die Siebenerkommission unter Beiseiteschiebung der Besitzer direkt mit dem Reichskanzler in Verbindung, der den Arbeitest seine Unterstützung zusagte für den'Fall, daß sie ?rst die Arbeit wieder aufnähmen und so den Vorwurf des Vertragsbruches aus der Welt | schafften. Auf diesen reichskanzlerischen Wunsch gingen I die Arbeiter ein. Sie beschlossen am Donnerstag mittag in einer großen Delegiertenkonferenz die Wiederaufnahme der Arbeit. Da aber viele Zechenverwaltungen oie am Streik beteiligten Arbeiter nicht wieder einstellen wollten, nahm der Ausstand in verschiedenen Orten seinen Fortgang. Eine am Samstag in Bochum äbgehaltene Sitzung der Siebenerkommission beschloß trotzdem, bei dem Beschluß der Telegierten-Konserenz, die Arbeit wieder aufzunehmen, zu beharren. Wo Lohnreduktionen und Maßregelungen stattfinden, soll der Kommission sofort Bericht erstattet werden. Die Gemaßregelten sollen sich bei ihren Organisationsvorständen melden, um Unterstützung zu erhalten. Weiter beschloß die Kommission, dre Regierung zu ersuchen, dahin zu wirken, daß den ^Bergleuten keine Schwierigkeiten bereitet werden,, wenn sie dre Arbeit wieder aufnehmen wollen. — Die düei Regierungs^- Präsidenten sind im Revier eingetroffen, um ber der Regelung der Verhältnisse mitzuwirken. Unter den Berg- leu len herrscht die größte Erregung, da von allen Seiten neue Maßregelungen von Bergarbeiter gemeldet LoIUu siüon über, 11000 Arbeiter aus den Belegschaftslisten gesttichieu worden sein. Man sieht mit Sorge der nächsten Zukunft entgegew — Auf den meisten Zechen in den Dortmunder Revieren fuhr am Samstag fast die ganze Belegschaft an, soweit schon Doppelschichten eingerichtet sind. Heute soll auf allen Zechen in der Dortmunder Gegend gearbeitet werden. Dort^ vollzieht sich alles in Ruhe. Bei der Dortmunder Union sind die streikenden Bergleute fast alle zuriickgekehrt. Wegen der Brüche in den Strecken dauert es noch wohl drei Wochen, ehe^ alle rabeiten können. Deshalb wird eine Anzahl von Arbeitern vorläufig im Tagelohn beschäftigt werden. Der Mülheimer Bergwer^verein hat beschlossen, um, die finanzielle Not unter den angefahrenen Bergleuten nicht zu groß werdeu zu lassen, schon am 15. Februar Abschlagszahlung zu lersten und am 25. Löhnung zu geben. Die Bergleute haben sich durch ihr im ganzen korrektes Verhalten von neuem manche Sympathien erworben. Tie Regierung aber wird nun ihr Wort, das sie verpfändet hat, einlösen und den Arbeitern mit ihrem Schutz zu Hilfe kommen. Tie nun doch wohl bevorstehende ^gänzliche Beilegung des Bergarbeiterftreiks wird im wesentlichen eine ! Folge der Versprechungen der Berliner Regierung sein und bildet für sie den zweiter Erfolg der vergangenen I Woche, deren erster die Annahme der Kanalvorlage war. Ter dritte groge Erfolg dieser Tage, die Annahme der Handelsverträge, wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Tie Regierung erlebte bereits ein Präludium in ider Tagung des Preußischen Landesökono- mie-Kollegiums und des Deutschen Landwirt- schaftsrats. In dem ersteren nahm Herr v. Podbielski das Wort, um zu zeigen, wie bedeutend die agrarischen Erfolge der Handelsverträge sind. Im Landwirtsckaftsrat aber sprach der Reichskanzler selbst, von dem Beifall der Agrarier überschüttet und von agrarischen TcmkeSbczeug- ungen überhäuft. Jü, in der Presse taucht jetzt auch dre Meldung auf, daß es Mgebracht fei, das Gehalt des Reichskanzlers zu erhöhen. Mit seinem 100000 Mark - Einkommen könne der Kanzler nicht länger aus- kommen. — Im preuß. Wgeordnetenhaus ist von Mrt- gliedern der natronaMberalen Fraktion folgender Antrag habe. , * .., . , , iP v In Belgien begann tm Anschluß an den deutschen Generalstreik 'ber Bergarbeiter gleichfalls ein General, ausstand, der nach neuesten Meldungen 86 000 Arbeiter umfaßt Einige belgische Blätter meldeten von mehreren Bombensunden. Indes dürfte auch dieser Generalstreik nur von kurzer Dauer sein. Einen direkten Einfluß hätte das Ende des deutschen Streikes nicht, da, wie besonders betont wird, die belgischen Arbeiter für den Erfolg ihrer eigenen Forderungen kämpfen und bie. Motive beS belgischen Streikes nur zum kleinsten Teil in ber Solibarität liegen. 3n Frankreich brachte auch die neue Regierung in ber Deputiertenkammer ein Kulturkampfgesetz ein, bas bie Trennung ber Kirche vom Staat forbert. Em wichtiger Paragraph, ber bieses Gesetz vorbereitet, würbe am Freitag 338 gegen 185 Stimmen ange- nomme n. Die Majorität besteht aus denjenigen Deputierten, bie bas Kabinett Combes bis zum Schluß unterstützt haben, sowie aus den ehemaligen dissidenten Republikanern ber Linken ber Kammer; überdies haben vier gemäßigte Republikaner und fünf Rationalisten für die Regierung gestimmt; 43 ^inäßigte Republikaner und Rationalisten enthielten sich der Abstimmung. Die Lage in Rußland ist noch immer äußerst ver- roorren Das Märchen von einem Drohbrief an den Zaren, ein ?lttentat auf den finländischen Senatsprorureur Johnsson, ferner bie Arbeiterrevolten in mehreren polnischen Städten Und der abermalige Ausbruch des Ausstandes in Petersburg gaben erneut Veranlassung zu lebhaftesten Besorgnissen. Aus den verschiedensten Gegenden des Riisienreiches tarnen Meldungen von Bluttaten. Die meisten Toten zählte man in ber Gegenb des polnischen JndnstneorteS Sosnowice an ber schleMien Grenze, und in Kiew verübten neuerdings mit einem Militärzug eingetroffene Reservisten Plünderungen und f|.urlpn einen Polizisten. Eine cinschreitende Kosakensotme euertc und erschoß 18 Reservisten. Auch der Adel Rußlands ist unzufrieden und reformfreundlich. In einer m mioSfau abgehaltenen Adelsversammlung zur Wahl deS neuen G^nernemeuts- und Adelsmarschalls lehnte Fürst T v u b e tz l o l emgebracht wvrven: . . Tie Regiwmg zu erfutften, balmt zu wirken, d«ß gleichzettig mit dem Inkrafttreten des neuen Zolltarifs eine mit richterlicker Unabhängigkeit ausgestattete Reichsbehörde eingerichtet werde, welche die Aufgabe haben soll, in Z o ll a n g el e g en h ei t en über Beschwerden gegen Entscheidungen der Landessinanzbeh^rden in entern nach ähnlichen Grundsätzen wie das Verwaltungsstreitverfahren auszuaestaltenden Verfahren zu entscheiden. Tie deutschen S t u d en ten kr e rs e emer Rerye von Universitäten und Hochschulen griffen das onrinöse Wort, das von verantwortungsvoller Stelle über die ,„akade- mischeFreiheit" gefallen sein sollte, in heftigen Protest« trmdgebungen an. In Hannover selbst wurde der Konflikt durch den Austausch einiger Erklärungen beigelegt. TieKabinettskrisisin Ungarn ist einer Lösung noch nicht entgegen geführt. Kaiser Franz Joses hatte zunächst Andrassy zu Verhandlungen mit der Opposition beauftragt und dieser woMe versuchen, mit Hilfe der früheren Opposition und jetzigen Mehrheit ein Kabinett unter seinen Führung zustande'zu bringen. Indes scheinen seine Bemühungen erfolglos geblieben zu sein, und Franz Kos- su t h ist am Samstag abend in Begleitung von zahlreichen Abgeordneten seiner Partei nach Wien abgereist zur Audienz beim Kaiser. Tie Kossuthianer wollen den Ausgleich mit Oesterreich nicht erneuern. Sie beabsichtigen, den Grasen Goluchowski, der durch den Abschluß des Han- i delsvertrags mit dem Teutschen Reiche der Verlängerung des gegenwärtigen Ausgleiches auf 12 weitere Jahre vor- qearbeitet hat, in Dnklagezustand zu versetzen, wett er nach ihrer Ansicht unter Mißachtung der staatsrechtlichen Grundlage einen internationalen Vertrag abgeschlossen VolUische Wochenschau Gießen, 13. Februar. Tie 2. Hess. Kammer wurde am 7. d. M. durch den Präsidenten Geh. Regierungsrat Haas mit einer Ansprache eröffnet, der er der Vermählung Sr. K. H. des Großherzogs gedachte und dem groHerzoglichen Paar die Glückwünsche des Hauses in einem dreifachen Hoch ausbrachte. Abg. Tr. Schmitt-Mainz brachte kirchenpoli- tische Fragen zur Sprache. Er konstatierte den Zwiespalt, der zwischen den beiden großen Konfessionen herrsche und ermahnte beide Konfessionen, die Gegensätze nicht zu verschärfen. Er bedauerte, daß die hessische Regierung gegen den § 2 des Jesuitengesetzes gestimmt habe. Tie von der Presse seiner aPrtei verübten Verunglinrpfmtgen Luthers und Philipps des Großmütigen rügte er mit gleicher Schärfe wie kleine Ungeschicklichkeiten der evangel. Presse Hessens. Staatsminister Dr. Rothe erwiderte, daß die hessische Regierung stets für den konfessionellen Frie-1 den ein getreten sei. Die hessischen Fürsten hätten niemals einen Unterschied zwischen den Konfessionen gemacht und das hessische Volk liebe seine Fürsten ohne Ansehen der Konfession. Der Staatsminister wies mit feiner Ironie darauf hin, daß es ja arrch den Katholiken in Hessen gar nicht schlecht gehe, was schon durch die wenigen, dieser- halb von Dr. Schmitt vorgebrachten Klagen bewiesen werde. | Just diese Versöhnungsbereiten Reden hüben und drüberr; gaben indes dem ^Ämtsblatte des Kreises Worms Gelegenheit, gegen die katholischen Mitbürger Hessens sstramm vom Leder zu ziehen. — Redner aller Parteien äußerten ihre Zufriedenheit mit der finanziellen Lage des Landes. Auch das von dem Abg. Ulrich (Soz.) gerügte Verbot des Auftretens des östreichischen Reichsratsabg. Pernerstorsfer in einer Versammlung in Offenbach fand die Billigung aller übrigen Parteien. Finanzmi-nister Dr. G n a u t h, der übrigens zurzeit in Berlin iveilt zur Teilnahme an den Reichstagsverhandlungen über die Handelsverträge, erklärte aus eine Anftage betreffend die Verhandlungen mit Preußen über die Lotteriegemeihtsch aft, daß die Verhandlungen noch schweben und die Ergebnisse noch keineswegs abzusehen sind. Er wäre aber W für eine Aenderung zu haben, wenn diese dem Ant^'l Rechnung tragen würde, den die Kollekteure der hessisch- thüringischen Staatslotterie sich bei dem Uebereinkommen gesichert haben. Ferner teilte der Fmanzrminister mit, daß noch diesem Landtag eine Eisenbahnvorlage zugehen werde, welche die Erbaurmg der Linien Höchst-Aschaffenburg, Bensheim-Lindenfels und eventuell auch Grün- berg-Lich in Aussicht nimmt; die Erbauung der ersten Linie hinge allerdings von den Entschlüssen des bayrischen Staates ab. Sehr großen Beifall fand natürlich die bemerkenswerte Aeußerung unseres Finanzministers, daß er an eine Erhöhung der Staats st euer nicht glauben könne. Die weitere Debatte brachte nichts Sonderliches Srschettck W-llch mtt Ausnahme des Sonntags. a Die „Siebener FamtNenblStter" werden dem |l |o| W MM || S i II H B B Bf W »Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der B W M |1 Ä M, g U, M stzejSIche LavdVttt" erscheint monatlich einmal. " SÄ V » ▼ ItaatSrfcfrflicfycr ^rrhmt, wie sich ans der Reicbsverfaffrmg ergebe. Nur der Kaiser bat das Recht. Verträge zu schließen. Ter Reichstag Tönne nur annedmen oder abK'bncn. Hierauf erfolgte nach persönlichen Benrer^mgcn Vertagung. Montag 1 llbr Fin-tsetznna. Schluß nach 63', Uhr. Aus dem preußischen Aöqeordnetenyause. Berlin, 11. Februar. Der Etat der B e r g v e r w a l t u n g steht heute zur Beratung. Nicht ganz leicht fällt es den Herren, den Streik und die Novelle zum Berggesetz aus der Debatte auszulassen. Aber über den Streik war wirklich genug gesprochen, itnb eine Aussprache über die Novelle ist nach Bekanntgabe ihres Inhaltes besser am Platze. Der Handelsminister zeigt die Einreichung eines Entwurfs über die Stilllegung von Zechen für die nächste Woche, denjenigen der Ergänzung des Berggesetzes für die allernächste Zeit an. Dann findet ein nationalliberaler Antrag auf Verbesserung der Gehälter der Werkbeamten seitens der Regierung formelle Bedenken, gelangt aber dennoch zur Annahnie. Verwunderung erregt im Hause eine Bemerkung des Abg. Franken, daß die Bewegung im Ruhrrevicr überhaupt kein Berg- ar beiter streik sei, sondern ein Wettlaufen der Parteien. Der Rest des Etats der Berg-, Hütten- und Salinenverwaltung wird schließlich bewilligt und für Montag der Etat des Ministeriums des Innern auf die Tagesordnung gesetzt. J,r Aufftattb in ^)-utsch-Siidu>e!lafrika. Nach einer Meldung General von Trothas ging am 6. Februar Hauptmann Morath mit der 5. Kompanie des Feldregiments Nr. 2 und zwei Geschützen der fünften Batterie von der Abteilung Meister gegen Nunub vor. Dieser Ort wurde nach kurzem Artilleriefeuer von etwa 200 Witbois und Hereros in eiliger Flucht nach Osten und Südosten verlassen. Nunub wurde dann besetzt. Der Feind ist anscheinend nach Noffob abgezogen. Major von Lengerke setzt von Westen her, der Posten in Aminuis (100 Km. nordöstlich Nunub) von Osten her die Aufklärung gegen den Noffobfluß fort. In Aminuis ist eine Postierung von 30 Mann, die von der Besatzung von Gobabis Verstärkung erhalten sollte. Ob diese schon eingetroffen ist, ist noch nicht bekannt. Die Verpflegung der Truppen stoßt auf Schwierigkeiten, weil die Ochsengespanne int Dünengelände verjagen. Die Beweglichkeit der am Auob stehenden Truppen ist durch sehr starken Verlust von Pferden beeinträchtigt. Lengerke und Meister haben zusammen 8 00 Pferde und Esel als Nachcrsatz beantragt, deren Heranführung nur langsam von statten geht, da die Etappenstraßen mit Transporten aller Art stark belegt sind und die Wafferoorräte nur für eine beschränkte Anzahl von Tieren ausreichen. Eine Befferung ist erst nach Ausführung der im Gange befindlichen Bohrarbeiten zu erwarten. Die Maschinengewehr-Abteilung Dürr trat am 7. Februar den Marsch von Windhuk über Rehoboth nach dem Süden an. Keer und Alotte. — Kaisermanöver. Wie schon kurz gemeldet wurde, bestätigt es sich, daß in diesem Jahre das 18. und daL 8. Arineekorps Kaisermanöver haben. Das 8.Armeekorps wird verstärkt durch die 68. Infanterie-Brigade, das Ulanen-Regiment Nr. 11, die 34. Feldartillerie-Brigade; das 18. Armeekorps durch die 55. und 56. Infanterie-Brigade, das Dragoner-Regiment Nr. 15 und die 28. Feldartillerie- Brigade. Beide Armeekorps erhalten je eine Luftschiffer- Abteilung.________________ Htto Krich Karlleöen Maderuo am Gardasee, 11. Febr. Otto Erich Hartlebelr ist beute mittag 12 Uhr an Herzschwäche g e ft o r b c it. * Otto Erich Hartleb en wurde am 8. Juni 1864 in Kkaustbal a. H. geboren und studierte die Rechte. Rach kurzer Praxis als Referendar gab er die juristisch Laufbahn auf und wandte sich ganz der Schriftftellcrei zu, in die er sich schon als Student mit seinem frischen ..Stndentcntagebuch" eiugeführt halt''. Rach einem dramatstmen Versuch „Angele" und einer brillanten Jbsenparodie „Der Frosch (1889) tat Hartl eben mit der Kvinödie „Hanna Jagert" (1893) den ersten großen Wurf. Im folgenden Jahre erschien „Die Geschichte vom abgeriffcnen Knopf", die er auch dramatisiert hat. Weitere Komödien und Einakter „Ein Ehrenwort", 1892: „Die sittliche Forderung", 1897: „Abschied vom Regiment", 1898: „Em wahrhaft guter Mensch" (1899) hatten vorübergehenden Erfolg, durch- schlagendetr erst der ,.R o s c n m o n t a g", das meiftgespielte Stück des Jahres 1900. Seine letzte Studenten-Komödie „Im grünen Baum zur Nachtigall", die in dieser Saison über einige Bühnen ging, hatte wenig Erfolg. . t f Der arme Otto Erich ist nicht alt geworden. Schon leit vier Jahren war seine beste Kraft gebrochen. Gerade als der „Rosenmontag" über alle Bühnen ging,, die Kasinobilder höchst amüsant befunden wurden und das Schicksal des Leutnants Rudorfs und seiner Traute die .Herzen rührte, kam vom Autor betrübende Kunde. Ein schwerer Schlag hatte ihn getroffen und auf schloß Marbach am Bodensee suchte er Genesung Harileben erholte sich wieder, aber er, der int Herzen eine ewige Studentenseele trug und der früher alljährlich "zum Salvatorboafestc nach München reifte, wo er von Max Halbe auf dem Bahnhof abgeholt, nach dem Bockkeller geschleppt und am andern Tage aus ihm heraus sck)wer geladen wieder zum Bahnhof zurucktransportiert wurde, war, der Not gehorchend, Abstinenzler geworden und ein ruhiger Mann, den von Zeit zu Zeit Rückfälle seines Leidens heimsuchten. Bon seiner neuen schweren Erkrankung an Gesichtsrose^ wurde dann im Dezember aus Wien berichtet, wo ihn der Mißerfolg seiner letzten Komödie hcrrt mitnahm, und in Italien, das der innige Verehrer Goethes und der Schönheit so sehr liebte, hat ihn unerwartet rasch der Tod ereilt. Eharakteristisch waren seine diesjährigen Bühnenerlebuipe. Seine neue Komödie, das Studentenstück, ist abgetebnt worden, aber ein Stück seiner Frühzeit, die „Angele", gefiel und steht jetzt noch erfolgreich auf dem Repertoir eines Berliner^Theaters. Das tmtfaßt Hartlebens „dramatischen Lebenslauf". Denn fein größter Erfolg, der mit „Rosenmontag", bezeichnet eigentlich den Airfang von feinem Ende. Auf der Bühne glaubte er Kour- promijse und Konzessionen an den allgemeinen Geschmack nötig zu haben. Zuvor aber und auf anderem Gebiete hatte er viel Köstlicheres geschaffen. In seinen Novellen hat er seinen besten Humor gegeben. Und feiner frischer, freier, echter Humor war Lebenssieger. Auch ihm, dem nachdenklichen Humoristen, war „ost das Leben rauh vorbeigeflofsen." Und nun ist er fort, vierzig Jahre alt. Verödet ist seine Villa bei Salo und nicht Mehr wird fein Segelschiff durch die blauen Wellen des Gardasees ziehen. Es iß schade um ilyn. Er war ein Bursche von unendlichem Humor, voll von den herrlichsten Einfällen. Berlin, 12. Febr. Die Seiche Adols voN Menzels ist geftern abend vom Trauer hause nach denr alten Museum übet* ührt worden. Den schlichten eichenen Sarg schmückte der vom Kaiser gesandte Blumenstrauß. — Im Frankfurter Kunstverein (an der Junghof- straße), dessen Initiative Frankfurt a. M. in den letzten Jahren eine Reihe der bemerkenswertesten Ausstellungen verdankt, wurde am 9. Februar eine große Sonderausstellung moderner holländischer Kunst eröffnet, an welcher sich beinahe alle namhaften holländischen Maler wie: Breitner, Gorter, Hulk, Jansen, Maris, Mesdag, Therese Schwartze, Witsen, Wijsmuller u. v. a. beteiligt haben. Zu der Veranstaltung erschien ein besonderer, mit 17 Illustrationen geschmückter Katalog, der durch das Sekretariat des Frankfurter Kunstvereins erhältlich ist. Spielplarc der vereinigten Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Dienstag den 14. Februar, abends halb 7 Uhr: Zur Er- imtcrimg an Richard Wagners Todestag: „Lohengrin." Mittwoch den 15.' Februar, abends halb 8 Ubr: „Carmen." Donnerstag deir 16. Februar*': „Iphigenie in Aulis." Freitag den 17. Februar geschlossen. Samstag den 18. Februar: „Undine." Sonntag den 19. Februar: „Götz von Berlichingen." Montag den 20. Februar geschlossen. Dienstag den 21. Februar: Zum ersten Male: „Die Zauberglocke/' Schauspielhaus. Dienstag den 14. Februar*): „Faust", 2. Teil. Mittwoch den 14. Februar. „Monna Vanna." Donnerstag den 16. Februar: „Faust", 2. Teil. (2. Abend). Freitag den 17. Februar: „Zaza." Samstag den 18. Februar: „Medea." Sonntag den 19. Februar, nachmittags halb 4 Uhr: „Familientag." Abends 7 Uhr: ,911t- öei bei berg." Montag den 20. Februars Zum ersten Male: ,Der tote Löwe." *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. , Als Ersatzmittel für die Muttermilch muß in erster Linie Kufckc's Kindermehl empfohlen werden, welches die in dey Muttermilch enthaltenen Nährstoffe im richtigen Verhältnis besitzt, von den Kindern gern genommen und vollständig verdaut wird. Der Gehalt desselben an Mineral- und Eiweißstoffen begünstigt die! Knochen- und Muskelfleischbildung auf das Beste. Die durch Knfeke's Kindermehl bewirkte feinere Gerinnung der Kuhmilch im Magen des Kindes macht dieselbe leichter verdaulich und schützt vor Erkrankung an Magen- und Darmkatarrhen. 83% --- ---- Seiden-Grieder-Zürich I Verlangen Sie Master von neuesten Seidenstoffen (schwarz, weiss und farbig). I Seidenstoff-Fabrik-Union . C27/, I Adolf Grieder & C!®, Zürcch- | Wer kennt sie nicht? tausendfach bewährte/ «oÄÄ Myrrholinseife. bViii 353 Fstm. Nutzholz an Winnerödcr Walde, fertig aufgearbeitet, sollen auf dem Submissionswege vergeben werden, nämlich: Werk- und Schnittholz, Stämme und Stammabschnitte von 30—50 Ctm. Turchm.: 10 Eichen — 11,42 Fstm., Aufforderung. Nachdem das Eintagebuch der Bezirkssparkaffe, vorher Spar- und Leihkasse Gießen, Nr. 26694, auf den Namen Anna, .Heinrich Decker Frau, dahier lautend, mit einem Guthaben Ende 1904 von 878.80 Mk. abhanden gekommen ist, wird ca. 30 Buchen — ca. 30 Fstm., 1 Platane — 0,77 Fstm., 1 Kmchbaum — 0,51 Fstm., 33 Lärchen — 59,52 Fstm., 13 Weymouthskiefern — 21,17 Fstm., Bauholz re. von 19—29 Ctm. Durchm.: 103 Eichen c= 46,48 Fstm., 141 Lärchen — 117,36 Fstm., 7 Weymouthskiefern — 5,01 Fstm., 44 Kiefern = 13,65 Fstm., 3 Fichten = 1,39 Fstm., Wagner- und Grubenholz von 12—18 Ctm. Durchm.: 71 Eichen = 14,44 Fstm., 38 Lärchen — 9,69 Fstm., 49 Kiefern — 8,41 Fstm., 93 Fichten — 13,45 Fstm. Das Holz lagert großenteils an ober nahe bei chauffierten Straßen, 3 Km. von der Bahnstation Reiskirchen, 6 Km. von Großen-Buseck. Die Gebote sind nach Sortimenten und Holzarten getrennt schriftlich und verschlossen an den Unterzeichneten einzuschicken, der auch bereit ist, das Holz im Walde vorzuzeigen. Die Eröffnung der Gebote erfolgt in Gegenwart der erschienenen Bieter Mittwoch de:r 22. Februar, mittags 12 Uhr, tm Felsenkeller, unweit des Bahnhofs zu Gießen. Zahlungsfrist bis Martini 1905 wird bis zu 300 Marl gegen Bürgschaft, für höhere Beträge gegen Hinterlegung von Wertpapieren bei dem Bankhaus A. Heichelheim gewährt. Bei Barzahlung an dieselbe Stelle werden 4% Rabatt (pro anno) bis zum Fälligkeitstermine berechnet. Winnrod, den 11. Februar 1905. Sames, Förster. Holz - Versteigerung im Sicher Stadtwald. Donnerstag, den 16. Februar, vormittags 10 Uhr Snfangend, sollen im hiesigen Stadtwald, Distrikt Groß- bäuserberg, versteigert werden: 220 Rm. Buchen- und Eichen-Scheiter, 200 , „ „ „ Knüppel, 165 „ , , „ Stöcke, 3800 Stück , Wellen, 6 Fichten-Siämme, 105 „ Derbstangen. Zusammenkunft am Nonnenröder Weg. Lich, den 11. Februar 1905. B18/8 Grosiherzogliche Bürgermeisterei Lich. Existenz-Nebenbesdiäiiipng. Für Giessen wird ein epochemachender, neuer, leicht absetzbarer Artikel in Alleinvertrieb an einen durchaus kreditfähigen Herrn mit bescheidenem Barkapital, da La?er nötig ist, vergeben. Hoher Verdienst. Ausffthrl. Detail-Offerte erbittet L. Zucker, Vertrieb von Neuheiten, Charlottenbnrer, Kantstrasse 87, 1 Tr. Tel.-Amt Ch. 4197. hvH/g der Inhaber des Buches aufgefordcrt, seine Ansprüche, an dasselbe binnen drei Monaten vom Erscheinen dieser Bekanntmachung an bei der Bezirkssparkasse dahier geltend zu machen, gegensalls die Kraftloserklärung erfolgen wird. Gießen, den 11. Februar 1905. B13/2 Ter Vorstand der Bezirkssparkaffe Gießen. Wiener. HoZzversteigeruug in Gräflicher Oberförsterei Laubach: Freitag, dcu 17. Februar d. I. 1. im Eichberg (L/*J5h uon Laubach): Buche: 278 rm Scheiter, 59 rm Prügel, 36 rm Stöcke, IGO rm Reiser; 2. aus Altegcricht: Buche: 45 rm Stammprügel, 262 rm Stammreiser(Schichten), 84 rinZopfreiser; Birke, Kirschbaum: 18 rm Prügel; Fichte: 4 Stämme — 0,80 cbm, 67 Stangen v. 9—14 cm Tchm. — 6,67 cbm; 42 rm Stammreisig (Bohnenstangen); 9 Lärch cn-Terbslangcn; 3. ans LauterbachSwäldchc«: 15 rm Kiefer -Nutzprügel (3 m laug); 4. aus Borugrabcn und Biberloh: Buche: 27 rm Scheiter u. Prügel 2. Kl., 33 rm Stöcke, 70 rm Reiserprügel, 220 rm Stammreiser (Schichten). 177 rm Zops- nnd Aslreiser; 6 rm Aspen-Prügel; 5. aus Silbach: 4 Aspen- Slämlne — 0,95 cbm, 10 rm Aspen- re. Prügel (z. T. Rnndscheit); 6. ans Giehern: Buche: 30 rm Stöcke, 60 rm Reiserprügel; Fichte: 5 rm Nutzreisig, 14 rm Prügel 2. Kl., 40 rm Stöcke; 7. aus vorgenannten Tistrlkten:. Kohlreis er nnd Lesholz. Das Holt unter 2.-7. kommt mittags — voranssichtlich schon bald nach 12 Uhr — im Eichberg (Wiese) zum Ansgebote. Zusammenkunft vormittags 101/, Uhr auf der Ruppertsburger Kreisstraße beim Eich berg. _,,, Laubach, am 8. Februar 1905. . B /2 Gräfliche Oberförsterei. Holzversieigeruug. Es werden versteigert: o 1. Moutaa, 20. Februar l. I. aus den D,strikten Bcltcrs- Gainer Wald 2a und 3, Steinweg. Ham, Wirberger Wald- lache Alter 5>aag 2 und 3a, Elp, Ochsenstall und Kaulhain der Forstwartei Neinhardshain Scheiter rm: 162 Buche, 2 Hainbuche, 32 Elche, 34 Riefer, 22 Fichte; Knüppel rm: 47 'Buche, 43 Eiche, 3 Aspe, 39 Kiefer, 8 Lärche, 56 Fichte (hierunter 8 rm je 3 m lang); Kniippetreisig rm: 65 Fichte (in ganzer Lange); gewöhnliches Reisig rm: 292 Buche, 77 Eiche, 44 Kieler, 77 Fichte; Stöcke rm: 58 Buche, 15 Eiche, 34 Kiefer, 79 Fichte. 2. Dienstag, 21. Februar d. I. aus dem Tlstrikt Hoherod der Forslwartei Reinbardstzain Scheiter rm: 666 Bliche, 24 Eiche, 2Asve; Knüppel rm: 134 Buche, 16 Eiche, 2 Aspe, 1 Kiefer; Reisig rm: 406 Buche, 30 Eiche, 2 dlöpe; Stöcke rm: 102 Buche, hierunter 8rm brennklein), 13 Eiche, 3Fichte. Zusammenkunft jedesinal vormittags 9 Uhr, am ersten Tage im Tislrikt Beltersbainer Wald 2a bei Beltershain bei Beinholz Nr. 1502, am zweiten Tage im Distrikt Hoherod bei GeiHMunen bei Brennholz Nr. 1718. Am ersten Tage wird nur eilt Teil des Holzes im Distrikt Beltershainer Wald 2a und 3, am zweiten Tag nur ein Teil des Holzes im Distrikt Hoherod vorgezeigt. Tie Nummern des zur Versteigerung kontinenden Holzes sind blau uuterftrifheu. B‘% Grünberg, den 10. Februar 1905. Großherzogleche Obcrförfterei Grimberg. Schober. Nutzholz-Versteigerung Gemeinde Waldgirmes. 1. Eichen. Freitag, den 17. Februar d. I., aus Distr. Dickdell, Güntersberg u. Hainaerwäldchen: 159 Stämme mit 120 Fstm. (darunter schöne Schnittstämme bis zu 3,50 Fstm. und etwas Wagnerholz), 22 Stangen 1. u. 2. Kl., 2 Rm. Nutzscheit. Ferner 3 Buchenstämme mit 2,61 Fstm., 14 Erlenstämmc mit 3,96 Fstm. Zusammenkunft norm. 10 Uhr an der ^Dicken Elche". Schluß am Forsthaus Haina. 2. Nadelholz. Samstag, den 18. Februar d. I., aus Distr. Gaubs-« köpf, Pfingstweide usw.: 483 Stämme mit 169 Fstm. (meist Fichtenballholz), 700 Stangen 1. bis 4. Kl. Zusammenkunft 10 Uhr vorm. oberhalb der Schwalben- mühle an der Pferdsheck. Waldgirmes, den 9. Februar 1905. Der Bürgermeister: Bernhardt. D11^. Holz-Versteigerungen im Kemeindewald Kungen. Mittwoch deu 15. Februar 1905 kommen im Gemeinde* wald Huugeu nachstehende Hoftsortimente zur SSerfteigerunq: 22 Fstm. Eichen-Schniltholz-Sta'mme von 40—60 Ctm. Durchm. und 3—8 Mtr. Länge, 1 Lärcheil-Schnittsta>llm von 33 Ctm. Dnrchni. und 6 Mtr. Länge, 4 Kiefern-Schllittstämine bis zil 37 Ctm. Dllrchm., 6 Fstm. Birken-Stämme, Fichten-Stämme, ir :r | Bauholz bis zu 18 Mtr. Länge und 15 bis : I 30 Cm. Durchm. . 24 80 300* Fendt. 140 300 30 400 18 50 80 14 40 30 5 Fichten-Derbstangen, Lärchen- ' °°* *■ r 250 Rm. Bnchen-Scheitholz, Eichen-Scheitholz, Bllcheit-Knüppel, Eicheil-Knüppel, Nadel-Knüppel, Buchen-Reisig, 24 „ Kiefern- j ou o,m. ^urcym. . Donnerstag den 16. Februar 1905 sollen versteigert weroen. Rm. Eichen-Reisig, „ Nadel-Re.sM, , Buchen-slockholz, Eichen-Stockholz, Nadel-Srockholz. Der Anfang ist jeden Tag vormittags 10 Uhr am Eingang nr den Wald an der Hnngen-Grüilbergerstraße. Hungen, den 7. Febrliar 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. SAUGGASMOTORE! Billigste Kraft! Ä ca. a/4 bis 17, Pfennige pro Pferdekraft and Stnnde. Motorenfabrik Oberursel Frank,buer't a M