fachausgtoger listoneMBlh« W* Bringe Samstag scha Rheinische Weintraube« i der Schulsttaße billig p Erkauf. [069 Anton Lchueiver. 120 22 62 1400} 96 791 [IW 92 42996 51864 629 719 [W 713 89 815 940 74 86 51t 495 [4001 538 \VM 78 6k >2070 127 W 204 [WS 42 985 5M63 75 185 855318 1400 ', 91111000/ 29 86 Ml 818 82 956 [1000/ 84 46 14001 W 74 [10001 fti 56039 5099 13335WJ 1001 81 [400| 106 4b yw nm og ßi5 68 [2000] 85 71b 400] 321 85 534 [400/ 36 Kl- ,0039 78 94 95 210 96 310 [< Ä41749l?M8 43 48 401 f/iAAi 96456 92554617 18 w ?,6 64 77 330 51 69 79 N 916 23 93 [400] 63 &W MMIM 7064796 862' 1« 79 216 [400] 84 90 (10« SS”1116«>OT2«S Hä?« Bs®? [4 ft 416231 ,8 [400] 820 « i' [200Ö < ÄZZM •JiftfÄ«161* Äg V- SS W- ä>.’Ä- N«*9*' Erstes Blatt. 155. Jahrgang diePost Mk. 2.—viertel- «ährl. ausschl. Bestellg. Unnahme von Anzeige« mr Die Tagesnummer ' is vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 18 Pf^ auswärts 20 Pfg. >era-twortlich für den polit und attgem« Teil: P. Wittko: für „Stadt und Land* und „Gerichtssaal*: Ernst Heb', für den Anzeigenteil: Hans Beck. GichemrAnzeig Eeneral-Anzeiger ö Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Samstag 14. Oktober 1905 Bezugspreis: monatlich 75Pf., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich Go Pf.; durch Nr. Ä42 Erscheint täglich außer Sonntags. Tem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Keffischen Landwirt die Gießener Zamitten- dlätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univers.-Buch»u.Stein- druckerei. R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. Redaktion 112 Verlag u.Exped.^^51 Adresse für Depeschen: Unzeiger Gießen. eukzsi viel dringlichere Aufgaben gäbe. Aber da wird jeder Dutzende von bösen Lücken im Bilderbestand der Nationalgalerie nennen können, von denen eine ganze Reihe für 160 000 Mark hätte gefüllt werden könne»:." — Einen ungewöhnlich großen Saphirkristall von Ceylon hft der frühere Gießener Professor Dr. R. Brauns für die mineralogische Sammlung der Universität Kiel erworben. Nach einer Mitteilung ait das „Zentralblatt für Mineralogie" beträgt das Geivicht des Kristalls 1500 Gr., seine Höhe 9 Zentimeter und der größte Durcknnesser auf der unteren großen Basis von Kante zu Kante 10.8 Zentimeter. Der Kristall ist trüb und undurchsichtig. Seine Farbe ist außen blau, innen gelblichweiß. Ein Rubin, der diesem Saphir an Größe kaum! nachgestanden haben dürfte, befindet fick im Besitze eines Sammlers in Oberstein. Er wiegt über 6000 Kvrat, also etwa 1200 Gramm, ist trüb und gleichmäßig braunrot, hat aber nicht mehr seine ursprüngliche Form, sondern ist in altchinesischer Bearbeitung geschnitten und stellt eine Landschaft vor. Bekanntlich stehen die Chinesen in der Bearbeitung harter und zäher Mineralien bis heute unerreicht da. — „Das schwarze Hol z", ein neuer Roman Ernst von Wildenbruchs ist in der Groteschen Sammlung zeitgenössischer Schriftsteller erschienen. — Maeterlincks „Monn a Danna" ist von mehr als dreihundert deutschen Bühnen aufgeführt worden und hat in etwa zwei Jahren 300 000 Fr. Tantiemen gebracht. Hamburg, 13. Okt. Siegfried Wagners dreiaktige Over „Bruder L u st i g" fand Dank der trefflichen Inszenierung und der glänzenden Darstellung in Anwesenheit des Komponisten und seiner Mutter bei der ersten Aufführung int hiesigen Stadttheater einen nur wenig bestrittenen, lebhaften äußeren Erfolg. Siegfried Wagner konnte einige Male vor dem Dorbang er)(feinen. Die Handlung bietet trotz der krausen Linien- ftihrung wirksame Bühnenbilder. Tie Musik ist streckenweise frisch, aber nicht eindringend. (Frkf. Ztg.- hunderts auf seinem weißen Briefpapier geschrieben wurden, ist nicht anzunehmen, und dürfte fei Wi^erholungen zu vermeiden sein. E. §). — Menzel? „Ba llso up er". Ein Mitarbeiter deS „Türmer" (Greiner & Pfeiffer in Stuttgart), einer überaus verständigen Monatsschrift, deren freimütige Tonart für jeden imbe- ianaenen Leser eine wahre Erfrischung bedeutet, schreibt: „Wie die Blätter berichten, ist Menzels „Ballsouper" um 160000 Mk. für die Berliner Nationalgalerie angekaust worden. Ich halte diesen Kaufpreis für viel zu hoch. Der Staatsbeutel kann und darf diesen Preis für ein Werk Menzels nicht geben, weil ein solches Werk für das Staatsmuseum den Wert nicht hat. Man weiß, tüie hoch der Kaiser Menzel schätzt: der Börsianer, der einen Menzel zu verkaufen hat, sagt sich also mit Recht, daß er in einer Galerie, auf die der Kaiser einen so starken Einfluß übt, einen enthusiastischen Käufer vor sich hat, und fordert entsprechend. Wenn ich mich gut erinnere, ist das „Ballsouper" gleichzeitig mit der „Piarza d'Erbe" bei der Versteigerung der Hennebergschen Galerie in München vor zwei Jahren zum Verkauf gekommen und hat damals noch nicht die Öälfte des jetzt bezahlten Preises erzielt. Der Preis, den 1879 der ja nicht billige Künstler dafür erhalten hat, wird sicher nicht den sechsten Teil der jetzt bezahlten Summe betragen haben. Unsere Museumsdirektoren dürfen keine Liebhaber sein. Es ist ihre Aufgabe, die dem Volke bewilligten Mittel so zu verwerten, daß ein möglichst großer Bestandteil der dauernd wertvollen Kunst dein Volke zugänglich gemacht werde, indem sie für die öffentlichen Museen gekauft wird. Der Museumsdirektor milß also mit den kaufmännischen Verhältnissen rechnen, er muß die Kunstbörse auszunutzen verstehen. Er muß überdies aber auch aui den Gesamt- charakter der ihm imterfteUici» Sammlung bedacht fein, deren Am qnbe es weniger ist, noch ein wertvolles Stück mehr zu haben, als em Gesamtbild der Kunst zu bieten. Tie Königliche National- galerie besitzt von Menzel 18 Gemälde, 85 Werke in Aquarell, lüuasch und Pastell und wenigstens 1-1.50 Zeichnungen. Man kann also als noch so eifriger Beivunderer Menzels nicht behaupten, daß dieser ungenügend vertreten fei. Trotzdem wäre gegen neue Ankäufe nichts einzuwenden, wenn diese nicht unter denkbar jm=- Kleines Ieuilleton. ** Gießener Stadttheater. Am Freitag ging zum -erstenmal in dieser Spielzeit Maeterlincks L^chauspiel „M onna Danna" über die Bühne. Das interessante Stück hat offenbar noch nichts von seiner Anziehungskraft verloren, seitdem es zum erstenmal in unserem Stadttheater gegeben wurde, denn der Theatersaal lvies eine recht gute Besetzung auf. Tie Aufführung, die das Schauspiel erfuhr, konnte im allgemeinen befriedigen. Tie Titelrolle wurde von Frl- Lia Maurice in recht ansprerfender Weise gegeben und Miuenspiel und Tcklamation, Maske und Ecberden vereinigten sich zu einem harmonischen Gesamtbild, das sich erfreulicherweise von Ueber- treibungen fernhielt. Tas daujftintcrcsse der Zuschauer galt aber nicht der Titelheldin, sondern dem Darsteller des Guido Colonna, als welcher sich der neue erste Leldcnspieler Sferr Otto ©teinmann bei dem Publikum einführte und zwar, wie vorweg bemerkt sei, mit großem Erfolg. Ter Künstler verfügt über eine vorteilhafte Bühn en erschein ung, fein abgewogenes sicheres Spiel und ein sympathisches Organ. Seine Auffassung der Rolle des Pisaer Feldhauptmanns war recht natürlich, namentlich in den dramatischen Höhepunkten des Stucks, in denen ich einmal einen namhaften Künstler von einer bedeutenden Öofbühne durch sein allzugroßes Pathos scheitern sah. An 5em Prinzivalli des Herrn Lüttjohanu konnte man seine Freude haben, er spielte frisch und natürlich und ließ in der Wiedergabe des Florenzer Feldhauptmanns, namentlich rn der ' 3zene mit Monna Danna im zweiten Aufzug, den denkenden "strebsamen Künstler erkennen. Den alten weltfremden und doch xelttoeifen Gelehrten Marco Colonna endlich gab öerr Witt- m a n n sehr wahrscheinlich, schlickst und natürlich. Don den Tar- tz'telleru der kleineren Rollen sei an erster Stelle sierr Georg Mendel erwähnt, der den Trioulzio recht glaubhaft gab, und -auch die Herren Valentin Nanninger (Boftoß Herbert Gerdes tzTorello) und Max Herr sch er iVcdio) führten ihre Rollen -im ganzen entsprechend durch. Die Inszenierung und Ausstattung 'entsprach billigen Anforderungen, wenn man davon absieht, daß [das Volksgetümmel etwas lauter und bewegter hätte sein dürfen. liche Mehrbelastung nicht nur der unverschuldeten großen und kleinen Grundbesitzer, sondern auch aller anderen Steuerzahler, Lohnarbeiter, Handwerker, Rentner usw. bringen würde, die gewiß nicht angezeigt ist." Und hinsichtlich der Gewerbe st euer heißt es: ,/Ob ein Betrieb schuldenfrei ober mit Schulden belastet ist, ändert an der Höhe der Aufwendungen, die er der Gemeinde verursacht, absolut nichts. Der verschuldete Betrieb bringt der Gemeinde in gleichem Maße Lasten, wie der gleich umfangreiche Nachbarbetrieb, der Schulden nicht besitzt, er kann deshalb auch in der Gewerbesteuer keine andere Behandlung beanspruchen wie dieser." — „Es mag richtig sein, daß bei Beurteilung der Besteuerung des Kapitalvermögens der Grundsatz von Leistung und Gegenleistung nicht ober boch wenigstens nicht in bem Maße Geltung beanspruchen kann, Ime das für Grundbesitz und Gewerbebetrieb der Fall ist. Trotzdem schien es schon aus Gründen der praktischen Politik nicht zweckmäßig, bei der Besteuerung des Kapitalvermögens den Schuldenabzug zuzu- lassen,der für Grundbesitz und Gewerbebetrieb aus durchschlagenden sachlichen Gründen nicht zugestanden werben konnte. Tie Entschließung in dieser Beziehung konnte um so leichter fallen, als es der Kapitalrentner doch wenigstens im allgemeinen und von Ansnahmefällen abgesehen in der Hand hat, seine Kapitalschulden abzustoßen und damit eine Besteuerung des mit Schulden belasteten Vermögens zu vermeiden. Es kommt hinzu, daß bei Gestattung des Schulden- abzugs für eine Art des Vermögens bei der Steuerveranlagung umfangreiche Untersuchungen notwendig werden würden, welchen 'Vermögensteil Schulden, für die Abzug gewährt wird, belasten, Untersuchungen, deren Notwendigkeit nicht zum wenigsten im Interesse der Steuerzahler vermieden werden sollte." Was den Steuergrundsatt der Leistun gund Geaen- lei stung anlangt, so ist das Zitat ans der Miquelschen Denkschrift zur preußischen Steuerreform über diesen Steuergrundsatz recht glücklich gewühlt, da sich ja Herr von Hehl so gern unb so oft in seinem Bericht auf Miquel berufen hat. In jener Miquelschen Denkschrift ist zu lesen: „Innerhalb der Kommunalverbänbe kann bie Leistungsfähigkeit nicht ben ausschließlichen Maßstab bet Besteuerung bilden, er wirb ergänzt werden müssen durch den Grundsatz der Leistung und Gegenleistung. Neben den die Leistungsfähigkeit berücksichtigenden Personalsteuern wird daher regelmäßig ein der Aufwendung für bie realen Güterquellen entsprechender Teil des Cteuerbedarfs durch Realsteuem aufzubringen fein. IN dem engbegrenzten Gemeindebezirk lassen sich sowohl die besonderen wirtschaftlichen Vorteile, bie den einzelnen Güterquellen aus den Veranstaltungen der Gemeinde erwachsen, als auch die derselben im Interesse von Grund- und Hausbesitz und Gewerbebetrieb verursachten besonderen Kosten mit hinreichender Sicherheit übersehen, um auf diesen Grundlagen das Maß der Real- befteuerung im ganzen wie für die einzelnen Güterquellen bestimmen zu können. . . . Natur und Aufgabe der Gemeinde entspricht nur ein aus Neal- und Personalsteuern gemischtes Steuersystem: die Realsteuem sollen den Grund und Boden und die Gewerbebetriebe für die ihnen vorzugsweise rugutkommenden oder durch sie veranlaßten Ausgaben nach oem Grundsätze der Leistung und Geaenleistung in Anspruch nehmen, während die Aufwendungen für allgemeine öffentliche Zwecke allen Einwohnern zur Last fallen und von denselben innerhalb der Gemeinde nach Maßgabe der persönlichen Leistungsfähigkeit, also im Wege der Einkommenbesteuerung aufzubringen find." Die Denkschrift der hessischen Regierung fügt hieran: „Es ergibt sich hieraus mit voller Deutlichkeit, daß auch der große Reorgani« fator des preußischen Steuerwesens eine verschiedene Behandlung von Staats- und Gemeindebesteuerung, einen verschiedenen Aufbau des öffentlichen Abgabewesens von Staat und Gemeinde nicht nur für zweckmäßig, sondern für notwendig gehalten hat." Wir möchten hinzusetzen: Aus allem geht hervor, wie sehr der Finanzausscl, ß der ^ie hentige Krimmer umfaßt 18 Seiten. Die AenLjchrift der hessischen Regierung zur Kemcindesieuerresorm. ui Aus der Denkschrift fei hier noch da? wiedergegeben, was sie zur Frage des S ch u l d e n a b z u g s v e rb o t s, sowie über den allgemeinen Steuergrundsatz von Leistungsfähigkeit und Leistung und Gegenleistung sagt. Zw nächst hinsichtlich des Schuldenabzugsverbots. Was die in dem Ausschußbericht erhobene allgemeine Beanstandung des Verbots des Schuldenabzugs anlangt, die, wie der Bericht sagt, den größten Widerspruch in zahlreichen Berufsgruppen des Landes gefunden habe, so verbietet das Miquelsche Prinzip einer Berücksichtigung von Leistung unb Gegenleistung bei ber Gemeinbebesteuer- ung einen Abzug von Schulden, unb es ist biefer Abzug denn auch in ber preußischen Grunb- unb Gewerbesteuer ausgeschlossen. Tie Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen, nach der seine Heranziehung zur Einkommensteuer bemessen wird, kann nach diesem Miquelschen Prinzip allein nicht die Grundlage ber Gemeinbebesteuerung bilben. Wenn aber einzelne Berufsgrupven des Landes Widerspruch gegen den Nichtabzug ber Schulden erhoben haben, so stehen diesen Berufs gruppen mindestens ebensoviele und ebenso bedeutungsvolle gegenüber, die dieses Verbot des Schnlden- cbzugs gebilligt bezw. verlangt haben. Bezüglich des Grundbesitzes sei hier nur auf die legale Vertretung der landwirtschaftlichen Interessen, den Landwirtschaftsrat, hingewiesen, dessen von einem hervorragenden Landwirt erstattetes Gutachten in dieser Beziehung sagt: „Tie steuerliche Heranziehung lediglich des Objektes ohne Nebenrücksicht auf die Person des Inhabers die Bemessung entsprechend bem Grundsatz von Leistung und Gegenleistung ist eine zwingende Notwendigkeit und kann jedenfalls zurzeit nicht entbehrt werden; denn wollte man in diesen Gemeinden nur die Leistungsfähigkeit der Person berücksichtige:! und aus vermeintlicher sozialer Billigkeit die große Zahl der verschuldeten Grund- und Gewerbesteuer-Pflichtigen mit ihrem Nettovermögen oder mangels eines solchen überhaupt richt heranziehen, so würden die wenigen ^leistungsfähigen Existenzen übermäßig belastet unb lahmgelegt; die Folge wäre eine offenbare soziale Unbilligkeit diesen gegenüber, eine nicht zu rechtfertigende Beeinträchtigung ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit zu gimften der aus welchen Gründen euch immer minderwertigen Betriebe; die endliche Folge tonnte auch ihr Ruin und der Zusammenbruch des Gemeindeverbandes sein." Tie Handelskammern haben einen Antrag der Handelskammer Tarmstadt aui Anbzug der Schulden beim fr/eirerbebetrieb abgelehnt, wobei jene Handelskammer nur fron der Handelskammer Friedberg, also nicht einmal von iner .Handelskammer Worms unterstützt wurde, während ber Schuldenabzug vom Grundbesft: auf bem Hanbelskammertag nicht einmal beantragt würbe. Tie berufene Vertretung bes Gewerbes endlich, bie Handwerkskammer, hat sich in ihrem Bericht zwar für den Abzug von Schulden ausgesprochen, aber nur unter der Voraussetzung, daß damit eine Gefährdung des ganzen Entwurfs nicht verbunden sei." Im einzelnen führt der Bericht hierüber an den betreffenden Stellen ne.') aus: „Erkennt man den Grundsatz als richtig an, daß die besondere Steuer vom Grundbesitz eine Realsteuer, bedingt durch den Grundsatz von Leistung irnib Gegenleistung sein mühe, so ist damit ohne weiteres auch die Frage des Schuldenabzugs erledigt. Denn die Leist- mngen der Gemeinde für den Grundbesitz sind davon unab- ffiängig, ob dieser mit Schulden belastet ist oder nicht, und es dürfen deshalb auch die Gegenleistungen des Grundbesitzes an die Gemeinde nicht davon abhängen, ob das (Eine ober andere der Fall ist. Es ist überdies nicht zu übersehen, daß die Zulassung de Schuldenabz qs, den das Dermalen giftige Grundfteuergeseh nicht kennt, eine steuer- — --------------------------------- ------. ii . —u nniir i ■wwa—i— Daß die florentinischen Stootsschreifen am Ende des 15. Jahr-1 günstigsten Verhältnissen abgeschlossen werden und wenn es nicht ersten Kammer auf dem Holzwege war, als er sich auf die Miquelschen Steuergrundsäye berufen zu dürfen glaubte. Don dec freien unb von der positiven hessischen Kirchenrichtung. Uns gingen heute folgende zwei Zuschriften zu, die wir der Oeffenilichkeit übergeben mit dem Hinzufügen, daß sie, nach der Aeußerung der einen beteiligten Gruppe, die letzten sind, die in diesem üblen Streite die Tagespresse publiziert. DaS erste Schreiben richtet sich gegen die „Berichtigung" Bernbecks in unserer Rr. 236. Es lautet: „Zu der von Ihnen abgedruckten Berichtigung des Herrn! Pfarrer Bcrnbeck habe ich folgendes zu bemerken: Es ist völlig richtig, daß die Abstimmung der Synode nicht einstimmig war, wie ich schrieb. Es haben sich von jeder Gruppe einzelne Stimmen abgesplittert, so 6 Nichttheologen der Linken, jedoch kein einziger Pfarrer. Wie die Berichtigung auf 11 Stimmen der Linken kommt, weiß ich nicht. Es bleibt also die Tatsache, daß sich die Linke dem Antrag mit Freuden ansckloß. Ebenso bleibt es ganz unzweifelhast besteben, daß das Kir ch en r e g im en t e in e A b st i m m u n g , die über die einmütige Stimmung aller Richte ungen ber Kirche keinen Zweifel ließ, einfach ignoriert hat. Darauf gründet sich mein Urteil über dieses, das ich auch voll auftecht erhalte. Zu dem unglücklichen Ausdruck „einstimmig" wurde ich dadurch verleitet, daß ich das, uns alle, Rechte sowohl wie Linke, erfüllende Gefühl einer einheitlichen Willensäußerung wiedergeben wollte und gar nicht auf den Gedanken kam, daß ich dazu aktenmäßig erft das Stimmenverhältnis feststellen: müsse. Diese Unvorsichtigkeit büße ich nun dadurch, daß ich meinen Gegnern eine Handhabe gegeben habe, die Aufrnerffmw- feit von ben eigentlich entscheidenden Punkten meiner Anklage abzulenken. Solche Ablenkungsversuche sind auch die beiden anderen Berichtigungen. Ihnen gegenüber weise ich auf die Tatsache hin, daß eine gleiche Bewegung gegen den Vorsitz der Geistlichen! im Schulvorstand schon einmal unter der Führung derselben Männer um ihre Kraft kam. Wer die Geschichte der Interpellation Wahl-Langen in' der Synode Herbß 1903 kennt, mußte mit mir dem jetzigen Antrag und seinem Schicksal mit großen Befürchtungen gegenüferstehen. Auch jetzt schon ist der für Korell z. B. in seinem Artikel eigentlich ausschlaggefende Qirunb sehr in ben Hmtergrunb getreten. Er verlangt das Aufgeben des Vorsitzes vor allem deshalb. weil ber Pfarrer hier an einer Stelle steht, bie einem andern gebührt, dem Lehrer, weil er dies unseres Standes unwürdig erachtet und weil er wünscht, daß der Pfarr stand durch-eine entsprechende Erklärung die Ansprüche desLehrersstützt. Ein Niederlegen des Dorsifes seitens des Pfarrstandes wäre, toemt die Aussichten des Lehrxws dadurch nicht entsck)eifend gebessert würden unseres Erachtens ein törichtes und lächerliches Schauspiel. Nachdem die Bewegung 1903 unter der Führung des Herrn Pfarrer Wahl-Langen verpufft war, verschwand sie von der Mld- fläche bis zu Korells Artikel im „Schulboten". Man ist alfo berechtigt, diesen als den Anla^ zur Wiederauftahme der Sacfe anzusehen. Ebenso wirb man es uns, fenm an der Durchführung dieses Antrags ein Stück freiheitlicher Gestaltung von Schule und Kirck>e hängt, nach den Erfahrungen von 1903 nicht verübeln, wenn wir fei Zeiten Sorge tragen, daß er nicht wieder in der Versenkung verschwindet. Mit dazu sollte und soft die Aussprache meiner Befürchtungen dienen. Ich werde sie so lange aufrecht erhalten, bis die Männer der eben herrschenden Richtung durch die Tat bewiesen haben werden, daß es ihnen ernst ist. Bei bem stetigen Anwachsen ihrer Macht werden sie ja rasch Gelegenheit dazu haben. Nun aber möchte ich doch die Aufmerksamkeit etwaiger Leser dieses unerquicklichen Zankes auf ben eigentlichen KerN ber Sache Hinweisen. Seit Jahren arbeitet in unserer hessischen Landeskirche eine ursprünglich aus der christlich-sozialen Partei Stöckers hervorgegangene energische Gruppe von Männern. Sie stellten dem Pfarrverein seine Führer und gewannen auf den Geist des Pfarrstandes entscheidenden Einfluß. Während sie hier das Schlagwort „Friedliches Zusammenarbeiten aller Richtungen" im Munde führten und tatsächlich die W a ch s a nt k e i t der fr ei- gerichteten Pfarrer einschläferten, drängten sie deren Einfluß immer mehr zurück. Jetzt endlich glauben sie sich auch bei uns stark genug und so wurde die positive Vereinigung in diesen Tagen gegründet, die die moderne Theologie! und die noch nicht unter dem Einfluß dieser Männer stehenden Pfarrer nach vreußischem Muster bekämpfen will. Gegen ^iig. ,r Niti. ®''h- «, fönrrtms ’ man«, Mn: ^ereinz. Är? M. b 'n' ■cn Lenins. Wti“. MLch Wett. 9Ä Uhr pünktlich. Vorbehalten. _ Preisliste gratis.' nö. Arras, Mannheim 18. 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Montag, d tat Nrgermistei (Zrücl unö Äelse ergebenden Bine« meiftbietenb berste Gi'egell, bei Grob- W 2. =" = a Bei M bMM vom morgens 8 vhr Die Schlich ölocke angezeigl. S verlassen werden, oried^sswre gesi Achen, de Grob VcrtnifdyM Frauenraucherabteile? Zu der Streitfrage, wo rauchende Damen in den Zügen unterzubringen sind, wird von eisenbahnamtlicher Seite mitgeteilt, daß rauchende Damen auf keinen Fall Frauenabteile benutzen dürfen und daß ihnen, wenn sie sich weigern, im Herrenraucherabteil zu fahren, das Dienstkoupce anzuweisen ist. Weigern sie sich auch in diesem Punkte, so müssen sie Zurückbleiben. Auch für die vierte An m.: Tie m Klammern geseizren Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der berrcstendenKranthcn aiü von auswärts nach (»Denen aeovaebte Kranke fonunen. __. V EL Ö ehs 6=)io e® - ff) Er starben an: Zusammen: Erwachsene: im ■ 1. Lebensjahr: Ä 1 • - xn eo n. O o «e. o 2 Summe 13 ,8) 10 (7) ,2 Ar! Achderzelchn Ausbau bei Mr werden und zwar: 1. Emwässe 2. Gaileiiu 3. Klein, I V ^ieihdin b. ölaierai Schlosse 8. r-Wk ». Deien u Italien ioroo^l durch 'vt\ deutschen wnnetn, dessen Eu rücht batte. Dor 'Laris die geeign geschah, kann uns, gereichen. Soweit die gebt, verhält mai '^ünbtn i?br zug ustlS. tolärunger 9(f> vor drr mo vkindnis Angebote Nischen frriiiS eine land mündlich ut ^roßbriianni . Vie entscheidende, ?kbrn k Ja] ?'>chen Fron '.uhren, muß i «MS englisch-^ beße % Mengung wr ' S 6n«qlön Konnte • da.S.Persönlich- irtjf ' mgaw" w ?°legenheiten ve El'chich dürste daß 7 üfoar s solche 9US..fa KL 6«nlfe !ei aber Z W I NeVi.6 S «freut u f't Si sKr, Größere Wests. Weberei in Bettbarchent, Pilot, Genua, Cord, Velour sucht für Hefseu- Sasiel einen tüchtigen Vertreter. Reflektiert wird nur auf einen Herren, der bei der besseren Detail- Kunbschast bekannt und gut ein- geführt ist. Anerbieten unter R. 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