Montag 13. März 1905? 155. Jahrgang Erstes Blatt. Ve-«g»pr»t»r viert* monatl monatlich Gietzener Anzeiger General-Anzeiger Amts- mö Anzeigeblatt für den Kreis Giehen Verantworil'ch ffit den polit und cjjenie Teil: P. Wittko: für „©tobt und Land^ tmb „Gerichtssaal^: August Goetz; iür den An- zeigenteil: Han8 Beck. jährlich Mk. 2.20; durch Aohole» u. Zweigstelle monatlich 6b Pf.; durch die Post Mk. 2.—viertel*, jährl. ausschl. Bestellg.! Annahme D^n Anzeige» irr die Tr '.dn'nrmwt) 's vo-nnittaqs 0 'tTite-* Zc'^ermreiS: auswärts Äfz. Nr. 61 Grillet tsgttch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Vesfifchen Landwirt die Siebener FamUiev. Glätter viermal in der Woche beigelegt. KotationSdruck u. Verlag der Brühl 'scheu Vntverf.-Buch-u. Steindruckerei. 9L Lange. Redaktton, Grpeditton und Druckerei: Echulstraße 7. Adresse für Depesch«»: Anzeiger Gießen. Kernsprechanschluß Nr. 51. Kie Heutige Kummer umfaßt 10 Seiten. Ier Krieg. Ein völlig klares Bild von den Bewegungen, die seit Aem Beginne des Rückzuges der russischen Armeen von diesen und den sie verfolgenden Japanern ausgeführt werden, läßt sich, nod)i nicht gewinnen. Wie es scheint, sucht der HaupttÄl der Heeresmacht Kuvopatttns östlrch von der Eisenbahn in nördlicher Richtung zu entkommen Es fragt sich nun, ob in dieser Richtung genügend japanische Streitkräfte stehen, die imstande sind, den Flüchtigen den Weg zu verlegen. Ist das nichit der Fall, so darf man annehmen, daß die bloße Verfolgung vom Rücken her den Russen hier zwar noch! sehr schwere Verluste zufügen, aber doch ihre Vernichtung nicht herbeiführen wird. Anders steht es mit den werter östlich int Gebirge befindlichen ßlbteTnngen. Wenn diese sich, wie man vermuten muß, noch südlich von Fushun befinden, so wird es für sie sehr schwer sein, eine gangbare Rückzugsstraße zu gewinnen Auf alle Fälle wird, auch, wenn ein erheblicher Teil der russischen Truppen entkommst, diesser in einer derartigen Be- fchafseuheit sein, daß er an einen erneuten Widerstand unmöglich noch, denken kann. Ms Ergebnis der in der Weltgeschichte so gut wie einzig dastehenoen nahezu vier- zehntägigen Kämpfe imti Mukden kann man somit schon jetzt ansehen, daß die russischen M.andsch,ureiarmeen nahezu zer- trümmerrt sind, unid daß die Japaner, freilich mit zweisel- M ebenfalls furchtbaren Einbußen, das Ziel, das sich ihre Heeresleitung bei den diesmaligen Operationen unverkennbar gesetzt hatte, in einem bewundernswerten Maße erreicht haben. (Vgl. die heutige „Politisch>e Wochenschau".) 'Die heutigen offiziösen Meldungen lauten: Petersburg, 12. März. Em von gestern datiertes Tele- gvom'm des Generals Kuropatkin an den Kaiser lautet: An der Front der zweiten Armee, bei der ich mich befand, ist die 9tacht zum 1L März ohne Kampf verlaufen. Tie Nachhut -dieses Heeres unter General Gcrschelmann ist heute bis 7 Uhr Morgens in den Stellungen bei der Station Chuschitai geblieben. Von der dritten Armee habe ich keine B er ich te erhalten. Teile der ersten Armee befanden sich heute morgen 25 bis 3Q Werst südlich und südöstlich von Tieliug. Tieling, 12. März. (Petersb. Tel.-Ag.) Vom 7. ds., o Uhr früh bis zmn 9. MaiA griffen die Japaner die ruffische linke Flanke und die Stellungen am Schaho an. Sie erlitten große Verluste au- der Front. Tie Japaner umgingen allmählich unter hartnäckigen Gefechten den rechten Flügel und näherten sich den Kaisergräbern. Am 9. März wurden von den Japanern andauernd Angriffe auf die Eisenbahn unternommen; mit Mühe gelang es den Russen, die Ortschaft Ungentun zu halten; japanische Geschosse sielen auf die Bahnlinie. Um die Umgehungskolonne der Japaner von seinem Flügel zurnckzuwerfen, sammelte Kuropatkin große Streitkräfte gegen Tschentitun seitlich von Siaogusa und ging zum Angriff vvr, wobei er selbst mitten im Gewehrfeuer sich befand. Heftiger Wind mit Staub hinderte die Operationen. Tas Tors Tschentitun wurde genommen, doch griffen die I a p a n e r abermals den Flügel an und glichendenteil- weisen Erfolg der Russen wieder aus. An diesem Tage durchbrachen die Japaner die südlichen Stellungen der Russen bei Kiusanja indem sie von Osten und Westen zur Bahr vorrückten. Tie Japaner drohten Muk- den zu umzingeln, daher wurde in der Nacht des 10. März der Befehl erteilt, nach Tieling zurückzugehen. Am 10. März fuhren die Japaner fort, die russischen Positionen bei der Station Chutchitai cmzugreisen. Kuropatkin konzentrierte südlich von Chntchünn Artillerie gegen die Ortschaft Sesintun, nördlich von Tschentitun. Der Artilleriekampf dauerte den ganzen Tagan. Die Japaner beschossen das 13 Kilometer nordöstlich von Mulden gelegene Tsuettum. Gleichzeitig bedrängten kleine japanische Abteilungen die russischen Truppenteile iu der Flanke seit dem' Durchbruch bei Kiusanja. Tokio, 12. MäiH. (Amtlich) Ein Bericht des Marschalls Oyama, der am 11. März, nachmittags, hier eingegangen ist, mÄdet, daß unsere verschiedenen HeeresÄtellungen den Feind in allen Richtungen verfolgen und ihm bedeutende Verluste beibringen. Wir besetzten am Nachmittag des 10. März die Linie 13 Meilen nördlich vom Hunho und setzten am 11. März die Verfolgung fort. Unsere ALteilui^, die am Morgen des 11. März vom Fuho nach Norden ausbrach, begegnete großen Massen des Feindes, der sich nach Norden zurückzog. Nach einem Handgemenge wurden die Russen umzingelt und ergaben sich schließlich. In der Nähe von Mukden sind wir mit versprengten Abteilungen des in die Flucht geschlagenen Feindes in Kämpfe verwickelt; die Russen leisten andauernd Widerstand oder ergeben sich. Haufen von russischen Leichnamen werden überall gefunden. — Ein Bericht, der am 11. März eingegangen ist, meldet: Tie Zahl der russischen Gefangenen am 10. März wird auf 20 000 Mann geschätzt und nimmt seitdem fortdauernd zu. — Nach einer am 12. März eingegangenen Meldung betragen unsere Gesamt Verluste vom 26. Februar bis zum Morgen des 12. März 41222 Mann. Tokio, 12. Mürz. (Reuter.) Marschall Ohama schätzt die Zahl dergefapgenenRussenaufüber30 000, die Verluste der Japaner auf. 41000 Mann. Die Japaner nahmen gestern eine auf dem Rückzug befindliche russische Kolonne am Puho gefangen. Tokio, 12. März. (Reuter.s YLach einer "amtlichen Mitteilung beträgt die Zahl der von den Japanern gefangenen Rus sen 40 000 Mann. Die Verluste der Russen im Schccho- Bezirk belaufen sich auf 90 000 Mmm. Petersburg, 12. März. Der Korrespondent der Petersburger Telegrapheiragentur meldet aus Tieling von heute: Der Rückzug auf Tieling begann in der Nacht des 10. März und wurde Tag und 9ducht bis zum 12. März fortgesetzt. Während des 10. März wurden die enormen Trains auf der Mandarinenstraße zuweilen von der japanischen Artillerie beschossen. Unter den Trains herrschte völlige Unordnung; es kam vielfach zu Zusammenstöße. Besmwers groß war die Unordnung zwischen den Dörfern Tava und Ponhe. Tie Verwirrung, die die anderen Truppen ergriff, dauerte zwei Stunden. Staubwolken bedeckten Menschen und Wagen. Tie Finsternis hinderte daran, den r ichti gen W e g e in zu h a l ten. Tie Trains, welche auf der Mandarinenstraße ankamen, drängten die Truppen zurück. Als die Panik nachgelassen hatte, begannen die Truppen, sich zu fummeln, und führten die verlaffenen Wagen zurück. Kem Friede! Das „Echo de Paris" verofienllicht eine Erklärung des russischem Generals Dubauoss, welcher sagt, es gebe in ganz Rußland nicht einen Patrioten, der den Gedarrten eines schrnachvjollen Friedens aufkommen ließe. Tas wäre gleichbedeutend mit Entsagung. Tie Russen sind nicht geschlagen. Wir werden siegen, koste es was es wolle. Je mehr uns die Japaner nach dem diorden folgen, desto mehr entfernen sie sich von ihrer Basis Mukden. Nach einer Meldung aus Petersburg entschuldigte General Dragomirow sein Fernbleiben bei bem Ministerrate mit seiner offenkundigen Feindschaft mit Kuropatkin. Der Kriegsrat beschloß die Bestellung von einer Million Schrapnells in Hüll, um damir anzukündigen, daß der Krieg fortdauere. Der Termin für die Einberufung des Kriegsgerichts zur Beurteilung der Handlungsweise Stössels undGriepenbergs wird demnächst bekanntgegeben. Während an den Börsenplätzen die Hoffnungen aus baldigen Friedensschluß wenigstens bis Ende der vergangenen Woche wegen der Mederlage bei Mukden nicht schwinden wollten und an der Pariser Börse sogar die ^iachricht verbreitet war, das russische Auswärtige Amt habe dre Regierung wissen lassen, Kaiser Nikolaus sei zu Friedensverhandlungen bereit, tauten die letzten aus bester Quelle stammenden Petersburger Meldungen ganz und gar anders. Mle Nachrichten, daß die russische Regierung zu Friedensverhandlurrgen geneigt sei, entbehren jeglicher tatsächlicher Begründung. 9iichtig dürfte vielmehr sein, daß die bereits vor einiger Zeit in der Mobilmachungsabteilung begonnenen Vorarbeiten zur Entsendurrg bedeutender Verstärkungen beschleunigt durchgeführt urw bis zum Frühjahr etwa noch 400 000 Mann auf dien Kriegsschauplatz geworfien werden sollen. (Vgl. die heutige „Politische Wochenjchiu".) * Es zirkulieren in Petersburg Gerüchte, welche trotz ihrer offenbaren Unwahrscheinlichkeit beim großen Publikum Glauben ftndem So heißt es, GeneralRenüew- kämpf sei in den letzten Gefechten getötet worden und Kuropatkin habe Selbstmord verübt. Ebenso verlautet, daß die Russen me., als 300 Geschütze verloren haben sollen. Kußruuv in Sturm und Srang. Nach Meldungen aus Kiew ireymen die B auer n - Un - ruhen im mittleren und südlichen Rußland immer größere Dimensionen an. Der von ihnen angerichtete Schaden wird auf mehrere Millionen Rubel geschätzt. Unweit Riga bei der Station „Kotenhusen" haben sich^ die Bauern des großen Gutes Löwenstern erhoben. Die Menge begab sich nach dem Hause des Gutsbesitzers, demolierte das Gebäude, plünderte es aus und setzte einige, Speicher in Brand. Der Besitzer des Gutes erbat telephonisch von Riga militärische Hilfe, doch! als ein Extra-Militärzug nach ein paar Stunden eintraf, war die Menge schon auseinander gegangen. — Die Petersb. Telegr.-Ag. erklärt dagegen. die Vöeldungen über Bauernuurutzcn für übertrieben. Die Bauern in Balachp-w hätten, gestützt auf Urkunden, deren Echtheit nicht erweislich war, im Walde des Grundbesitzers ^woff Bäume, gefällt und sich geweigert, der Aufforderung der Behörden, dies zu unterlassen, Folge zu geben. Hierauf wurde Militär entboten. Mehrere Kosaken und Soldaten wurden von Steinwürfen verletzt. Tsie Menge wurde durch den Gouverneur beruhigt. Später gaben die Bauern die Namen der Aufwiegler an. Die Auswiegler wurden verhaftet Die Soldaten brauchten ihre Waffen nicht. Von den Bauern ist keiner verwundet worden. Jetzt herrscht Ruhe. Meldungen über Bauernunruhen in anderen Gegenden werden dagegen nicht dementiert. Tie Bombenexplosion im Hotel Bristol ^u Petersburg soll, obgleich, die Untersuchung keinerlei seste, Anhaltspunkte dafür ergeben hat, politischer Natur sein. Der englische Paß des Unbekannten soll gefälscht fein. Der etwa 35 Jahre alte Mann hatte seit dem 7. Februar ein Zimmer im Hotel bezogen; er verließ das Hotel täglich, gegen 12 Uhr und kehrte erst Ätitternachts zirrück. Er führte ein zurückgezogenes 2eben. Wie von informierter Seite verlautet, sollen keinerlei inkriminierende Dokumente gesunden worden sein. Gegenwärtig werden Attentate befürchtet und die Vermutung^ liegt nahe, daß der Unbekannte ein Attentat vorhatte luib durch unvorsichtiges Umgehen mit der Bombe von iljr zerrissen wurde. Die Petersvurger Polizei behauptet, daß es sich um einen japanischen Agenten handelt. Es wird befürtchet, daß zahlreiche Bomben bereits von ihm an Petersburger Revolutionäre verteilt worden sind. (Vgl. die heullge „Politische Wochenschau".) Graf Lambsdorff hat von dem,revolutionären Komitee einen Drohbrief erhalten mit der Mitteilung, daß er innerhalb eines Monats getötet werden würde, falls der Krieg bis dahin noch fortoauert. Leut-ches Reich. Berlin, 1L März, Der Kaiser ist gestern früh aus Wllhelmshaven an Bord des Linienschiffes „Kaiser Wllhelm II." auf Helgoland eingetroffen. Gegen mittag begab er sich nach, Bremerhaven luib besichtigte seine in Seebecks Dock liegenden Jaä)ren „Meteor" mrd „Iduna". Deute hielt der Kaiser um 9i/2 Uhr Gottesdienst an Bord ab; sodann besichtigte er den Lloyddampfer „Kaiser Wilhelm II." Die Abfahrt nach Bremen sand mittags statt. Dort befanden sich, aus dem Bahnsteig Prinz Heinrich- Bürgermeister Tr. Pauli und Senator Dr. Marins. Die Herrschaften fuhren durch die in reichem Flaggenschmuck prangenden Straßeir nach dem Ratsteller, wo dem Kaifetzl von den anwesenden Damen prachtvolle Blumensträuße überreicht wurden. Hierauf sand FrühMck im KaisersacLe statt. Ter Kaiser reiste um 3 Uhr 18 Min. ab. — Nach der „Nationall. Korrespondenz" hat gelegenllichs- der Beratung der 5^andelsverträge in Berlin zwischen den! einzelftaatlichen Ministern eine Besprechung darüber stattgefunden, wie notwendig eine Erhöhung der Einnahmen des Reiches sei. Man war überein^ stimmend der Meinung, daß die Zeitumstände eine weitererj Hinausschiebung der Äsung der Frage nicht geraten er»\ scheinen lassen. Ebenso wurde darüber ein Einverftänd-'l nis sestgestellt, daß durch die Versassung das Reich nächst aus den Weg der Erschließung weiterer indirekteü Einnahmen hin gewiesen werde. Welche Artikel hierbei' in Frage kommen, darüber dauern die Verhandlungen nochs fort. Zu gegebener Zeit wird eventuell in einer Finanz- ministerzusammenkunst das Plaeet zu den Vorschlägerr erteilt werden. Prinzregent Luitpold von Bayern feierte gestern, am 12. Aiärz, seinen 84. Geburtstag urchl zugleich sein 70jähriges Militärjublläum. Seit dem 10. Junt 1886 ist er Verweser des Königreichs Bayern, da König Otto bekanntlich mrheilbarer Krankheit verfallen ist. Im Kriege 1866 befehligte der jetzige Prinzregent eine bayerische Division gegen Preußen. Er ist mit großer Liebe Soldat.^ 1870/1871 hielt er sich im Hauptquartier Kaiser Wilhelms! aus. Die gesamte deutsche Artillerie verehrt in ihm mit Stolz den ältesten deutschen Artllleristen. Ein gestern erschienener Aruteebesehl des Prinzregeuteu besagt: Mit regem Interesse versolge ich Jahrzehnte hinüurch die Entwickelung der Armee, ihre Wandlungen und chn stets zielsicheres Fortschreiten. Heute spreche ich mit hoher Genugtuung aus, daß dank der fteudigen Hingabe alten Offiziere und Mannschaften an den Dienst, sowie btntf der von jeher herrschenden Manneszucht die bayerische Armee ein ebenbürtiges Glied des glorreichen deutschen Heeres bildet. Ich hege die zuversichtliche Hossnimg, daß die Armee ihre im Kriege nrie im Frieden bewährte» Traditionen stets hochhallen und auch fernerhin ihrev ernsten Aufgabe eingedenk bleiben wird. Meine innigstew Wünsche werden die Armee begleiten, so lange ich lebe.. Der Armeebefehl gibt sodann bekannt, daß der Re-geup dem Kriogsminister v. Asch den Hubertusorden verlieheiy habe. In Anwesenhett der im aktiven Militärdienst stechens den Prinzen überreichte der Prinzregent seinem ätteftetmi Sohn, dem Prinzen Leopold, den Feldmarschall-' stab mit einer Ansprache. An die Feier schloß sich einje tmüfir tärische Galatasel. Der Prinzregent besuchte ferner dies? Kaserne des Feldarttllerieregiments, dem er feit siebM^ Jahren zugehört. Am Kasernentore erwies die Wache int der historischen Uniform des Regiments aus dem Jahre 1835f' die Ehrenbezeugungen. Nachdem Oberst v. Rauscher bentf! Prinzregenten den D ank ab gestattet und ein Hoch ausgjeh bracht hatte, folgte die Vorführung eines Geschützes imft eines Munitionswagens aus dem Jahre 1835. Der Prinzregeut stiftete eine Bronze-Erinuer- ungsmeda.il le, die an alle Offiziere, Unteroffiziers und Kapitulanten zur Verteilung gelangt Ter Justizminister v. Mildner erhielt den Verdienstorden vom Heil. Michael erster Klasse. Der Kaiser richtete an den Prinzregenten runhsteheuj- des Handschreiben: „Durchlauchtigster Fürst, freundlich lieber Vetter und Bruder! Eurer Königlichen Hoheit ist es durchs Gottes Gnade vergönnt, am 12. März den Tag zu feiern, tat dem dieselben vor 70 Jahren in den Mllitärdienst ein- getreten sind. Euere Königliche Hoheit dürfen überzeugt fein, daß mit mir meine ganze Armee insonderheit baS Eurer Königl. Hoheit erlauchten Namen tragende Feld- arttllerie-Regtment lebhaftesten Antell an dieser seltenen! Feier nimmt. Mtt fteudigem Stolze erfüllt es uns, 6ure; Königl. Hoheit zu den llnfrigen zählen zu können und inj aufrichtiger Verehrung und treuer Waffenbrüderschaft spreche ich Eurer Königl. d^oheit meiner und meiner Armeei wärmste Glückwünsche aus. Ich benutze diesen Anläße um die Versicherung meiner vorzüglichen Hochachtung und verwandtschaftlichen Gesinnungen zu erneuern, womit ich verbleibe usw. Im preußischen Abgeordnetenhause stand am Samsrag das Extraordinarium des Etats der Ette«^ bahnverrvaltung zur Beratung. Eine Petition um Wiederaufnahme! des Trajektbetriebes Rüdesheim-BingerbrücS wird auf Antrag der Budgetkommissunl der Regierung zur Erwägung überwiesen. Auf Anrrag der Budgeckommission wird die erste Rate zur ErweUerung des Bahnhofs Biebrich von 3U0 000 Mk. gestrichen, weil die Interessenten sich mit dev Verwaltung über em neues Projekt geeinigt haben, für welches die Vorarbeiten noch nicht abgeschlossen sind. Südwestafrika. Der v£)ftpr. Ztg." wird telegraphiert: Oberst ßeut* wein, der nach der Riviera gereist ist, wird noch einige; Wochen dort verweilen. Zuverlässigen Mitteilungen aus dem Schutzgebiet zufolge handelt es sich bei der Kur des Obersten um eine Rückenmark-Erkrankung. Er konnte schon aus diesem Grunde nicht mehr Verwendung im Dienst finden. — General v. Trotha hat den Wunsch geäußert, aus dem Schutzgebiet abberusen zu werden. __________________ Ausland. Washington, 12. März. (Reuter.) In der Vei> Handlung betreffend die Forderungen deutscher Ansiedler in Samoa gegen England und Amerika wegen Beschädigung ihres Grundeigentums durch 'Truppen anläßlich Her Unruhen ifl bisher kein Fortschritt zu verzeichnen, trotzdem e? sich bei den Forderungen nur um kleine Beträge bandelt. Vielleicht wird es notwendig sein, tine Kommission einzusetzen, welche die Höbe deS Betrages sestzustellen bat. Die Engländer und Amerikaner halten die von den Deutschen erhobene Forderung von 65 000 Dollars für zu hoch und meinen, daß der Schaden mit 25000 Dollars vollständig gedeckt fel. Ans Htadl imd Lavd. Gießen, den 13. März 1905. " Vortragsabend der Schule für höheres Klavierspiel. ' Frl. Minna Körner hat, so wird uns geschrieben, mit der Uebersiedlnng in die größeren Räume zugleich eine sebr empfehlenswerte Neuerung getroffen, indem sie, den schon früher veranstalteten Schlußpruiungen setzt noch Vortrags-Abende zugefügt bat. Diese Maßnahme bat den ungemein praktischen Zweck, den Schülern der Oberklassen Gelegenheit zu geben, sich vor einem größeren Publikum hören zu lassen und damit auf die Oeffenttichkeit vorzubereiten. Das Programm des gestrigen Abends war, wie stets, ein gewähltes, bot neben Werken der Kammermusik (Schubert, Reinecke, Sitt und Karster) auch Klavier-Soli (Bach, Schubert, Weber und Karzanoff). Mit Präzision und Verständnis kamen alle Darbietungen zu Gehör, und es war darunter viel, das selbst verwöhntesten Ansprüchen vollkommen gerecht wurde. — Evangelischer Arbeiterverein. Am gestrigen Vortragsabend sprach vor gefülltem Saale Oberstaatsanwalt Theobald über das neue bürgerliche Gesetzbuch. Der Redner erläuterte zunächst durch Beispiele aus den bestehenden Verhältnissen, was öffentliches und was bürgerliches Recht ist. Sodann zeigte er, wie das bürgerliche Recht in das Leben des Menschen eingreift, wie es ihn begleitet von der Stunde seiner Geburt an bis zum Grabe und (z. B. im Erbrecht) darüber hinaus. Originell war die Art, wie der Vortragende die Zuhörer aufzuklären wußte. Er gab nicht belehrende Worte, sondern zeichnete Bilder und Beispiele aus dem täglichen Leben. Die Zuhörer sammelten damit sozusagen Lebenserfahrungen und ersahen, nach welchen Grundsätzen die Verhältnisse der Einzelnen zu einander geregelt sind im Familienrecht, Kaufrecht, Mietsrecht, Eherecht, Erbrecht usw., wie im neuen bürgerlichen Gesetzbuch jetzt alles einheitlich für ganz Deutschland zusammengesaßt ist. Man.ersah auch, wie die Bestimmungen dieses Gesetzbuches unseren heimischen Rechtsanschauungen besser entsprechen, als das vor 1900 geltende römische Recht. Rach d->m Schluß des Vortrags brachten Anfragen aus dem Zuhörerkreise weitere sachkundige Aufklärungen des Redners, dem reicher Beifall und Dank ge- tlyendet wurde. ** Besitzwechsel. Das Haus des verstorbenen Zimmer- meisterS Alker, Südanlage 3, ist für 97 000Mk. an Buchhändler Töpelmann übergegangen. *• Einen „Epilog zum Fall David" finden wir Irt den „R. Hess. Vbl." Diesem Blatt wird u. a. folgendes geschrieben: „Wenn Herr David jetzt das Trümmerfeld überblickt, das er 'tit seinem selbstbewußten und ecbt so^ialdemokrat'fchen Gebahren eingerichtet, so möchten wir ihm den Schluß der Entgeanuna ins Stammbuch schreiben, mit der Bismarck am 15. Dezember 18y4 den Genossen Vollmar abfertiate, als dieser den Wert des Beamteneides anzn'.iveiieln wagte: „Fch bitte chn Ooew v. Bogmarl, doch einigermaßen den Grundsatz zu behersiaen im Sinne seiner Bartei, der ich im großen und oan-en nicht so feindlich ae--'enübe''stebe. daß ich hier nur Roheiten mit Robei^n erwidern * lochte - - im Sinne seiner Partei möchte ich bitten: Sie lind eine starke und wachsel'de Partei: beherzigen Sic den Grundsatz: noblesse obliege! — und wenn Sie in der Politik eilte Geltung überbauvt haben wollen, so lernen Cie die Formen der a-' " (!) Lich, 12. M'- ^rn ^err Blum-Ost einen Vortrag über Die deutsche Flotte und die Koio^ckn. Daran schlossen sich Lichtbildervorführungen. Der Vortrag war stark besucht und führte zur Gründung einer Ortsgruppe des Flottenvereins unter Leitung des Herrn Rausch. Offenbach, 11. März. Heute nacht um 12 Uhr entstand in einer Schuh- und Pantoffelfabrik in der unteren Groß-Hasenbachstraße Feuer. Der schnell herbeigeeitten Feuerwehr gelang es, ein Umsichgreifen des Brandes zu verhindern; immerhin ist die Werkstätte, in der das Feuer entstanden war, zum großen Teil ausgebrannt. Viel Material, Werkzeug und Ware wurde vernichtet oder beschädigt. Ueber ^ie Entstehung des Brandes herrscht noch Ungewißheit. Deutscher Sludententag. (Nachdruck verboten.) S. u. H. E i s e n , 12. März. In Eisenach trat gestern der erste deutsche Studententag zu hochwichtigen Beratungen zusammen. Es ist dies die erste Tammo dieser Art überbauvt in Deutsch-land. Nachdem vorgestern abmd eine Begrüßungsfeier stattgesimden hotte, wurde gestern mit den Beratungen begonnen. Im Kaiserhof batten sich etwa 120 T-elegierte einoefunden. Vertreten waren alle deutschen Universitäten außer Greifswald, Erlangen und Breslau: ferner die technischen Hochschulen und die deutschen Bergakademieeu. Ten Vorsitz der Verhandlungen führte S'tud. S"ck-Ebarlottenbnrg. Tie Berat- unaen wurden unter Ausschluß der Oessen tlichkeit geführt. Vor Eintritt in den ersten Punkt der Tagesordnung konstatierte der Vorsitzende, daß diekathol. Verbindungen durch Schreiben an die Hochschulen und außerdem noch d'trch besondere Schreiben ein geladen, aber nicht erschienen sind. Darauf wurde in die Tao<'?,irdn"ng eingetreten. Nach mehrstündiger Debatte hinter verschlossenen Türen, gelangte der Antrag Leivzig auf Gründ- ung eines Verb andes sämtlicher deutscher Universitäten, technischen Hochschulen und Bergakademie en einstimmig zur Annahme. Nach Erledigung dieses Punktes fand im Kaverhos^ein Festessen statt. In b-w fortgesetzten Beratung wurde die neubeschlossene Ge- iam1oraav7wt'on lebhaft besprochen. Var allem beschäftigte man lich eingehend _ mit dem inneren Ausbau imb den Satzungen des neuen grauen Studeutenbundes. Die Satzungen lagen bereits in einem Provisorischen Entwurf vor. Der Entwurf würd' einer SatzunaEwmmmwu überwiesen, in die Vertreter der Universitäten Bonn, Bersin, Gottmgen und Marburg, sowie der technischen Hochschulen Charlottenburg und Hannover a"wablt wurdmi. Diese Kommission 1ofI im Mat anläßlich d?r Schillerfeier in Weimar zuiam- mentreten. Zum Vvrart des neugegründeten 1. Deutschen Studentenbmwes wurde Marburg gewählt, zum stellvertretenden Vorort Stuttgart. ..ach Erledigung dieser Fragen wurden die Verhandlungen aba^—imh 'mrf Montag vertagt. Der Festkommers. Für den Samsiag abend war in dem Lokal „Zur Erholung" efrt Festkommers anaesetzt. Unter den Anwesenden bemerkten wir u. ff. die beiden Bürgermeister der Stadt Eisenach, Schmi"der und Tr. Bräcklein,ferner, Professors!, Thümmel-Iena. Leh- mann-Leipz'g Ed Fler-Epenacht Nach Absingen mehrerer Knsip- lleder ergriff der Vräies, -.-tud Schulinos-Jena das Wort yt Tolgenver Begrüßungsansprache: „Aus allen Teilew des deutschen Reiches hat die Studentenschaft ihre Vertreter nach Eisenach entsandt, um einen Beweis davon zu geben, daß sie bereit ist, einzutreten für deuffche M-e istesfreibeit. So wollen wir auch an dem heutigen Tage in erfter Linie uns auf unser Deutschtum besinnen und desien einaedenk fein, das; wir in erster Linie deutsche Patrioten sind. Deshalb gedenken wir zuerst des Kaisers und des Großherzogs und wir gestatten uns, ihnen unsere .Huldiginig dar- zubringen in Gestalt eines donnernden Salamanders." (Beifall.) Nachdem die Gäste begrüßt waren, ergriff Stud. Zimmer- Mann-Hannover das Wort zur ost von stürmischen Beifall unterbrochenen Festrede: Mitten fit dem Parteigewühl, dem Klassengezänk unserer Tage, leuchtete heute hier an dieser denkwürdigen Stätte,, von der vor fast 300 Fahren wie auch vor 100 'Jahren durchgreifende Bewegungen deutschester, stetester ^frt ausgeganaeu sind, aus dem trüben dentsich-en Himmel ein Licht^ghs. der die Wollen teilte und Herzm traf, die warm der Moraenröte einer neuen Zeit entgeoeuschlaaen wollen. Hier, wo fast vor 100, Jahren die dnitsch" Burfhenschgst in ungewisse'- Hoffnung bess-wer Zukunft ihre Liebe und ihr Herz mtf den Mar eines geträumten deutschen Vaterlandes brachte, und in weihevoller Beaeisterung sich erhob gegen das Tvranuentum politischer Dunkelmänner, wollen wir heute die deutsch« Studentenschaft cmfebeit als einen der ersten T^ä^er gesundei>er deutscher Art und Sitte (lebhafter Beifall). D^^ deutsche S^odeutirm ist zu einer inneren Einheit uowvrdeu. cut Tnter"ss^no"m«''nschall. derm charakteristische Eiaenart sich n^t nur a-"s die G-chamcheit, sondern auf jeden einzelnen nach freier Erwählung übertragen hat. Trotz aller trenn"nd-n G-orniatze ist das deutsch" ^tildenteut"m durchdrungen von dem Geist der Zusammenaebori^^if in großen Fragen, von d-m Geist der Einstsit. die d;.-> Grundbedingima ffir ieden Erfolg ist, von dem starken Bew'Etstio, twß wir mit unserer ganzen N^rsn^si^,k»if eintreten müsi^u si'st dw''. was wir als wahr, groß und frei erkannt haben. (Beifall.) Eins aber basiert vor allem auf bi ei en Grundsäken. für uns Studenten das heiligste Gut. die altvererbte, imerschütterliche akademische Freiheit. Keine Verschleierima unserer Gesinnung, Freimut und Offenheit in allen unseren Taten, wäunlick>r Stolz sollen die Briuzivien sein, mit denen wir der Welt die Stirn bieten und mit unseren Angelegenheiten an die Bebärden herantreten, unser Weg gebt aerad-au'. ungebeuat bormärts auf hem Weg, auf dem uns die Freiheit voranollt. (Stürmischer Beifall.) Solange diefer Geist in nnfe^en Herzen flammt, solange noch ein deutsches Lied aus unserer Kehle driuat. solange noch einer unserer Burschen den Schläger zieht, solairge noch deutscher Metb auf unseren Küeiven stießt und deutlwe Freiheit unter uns wähnet, soll uns das nie genommen werden, um das die Studentenschaften von Marburg. Ebarlottenburg. Braunschweig und besonders Hannover so lfiß aestritten haben, unsere akademische Freiheit. (Ton- nenrber Beifall.) Im Namen der Gaste dankte Oberhürgenueist^r Schmieder- Eifenach fi'ir die frennbfi-me Begrüßung. Sie haben vorhin gesungen: ..Die Philister iinb uns gewogen zumeist". Nun, in wogen. ^Beifall.) Auf Flwem Pragramm haben Sie als Hauptpunkt die akadeniische Freiheit. Das ist ein Begriff, der manchem, der ihn kennen lernen sollte, uichst hekmrnt ist, (großer Beifalls ein Begriff aber auch, b~r von denen, die ihn kennen, sehr verschieden . Miniert wird. Mir hat am besten die Desinitton des Herrn Zimmermann vorhin gefallen. (Erneuter Beifall.) Den Gedaillen her, akademischen Freiheit zum Mgemeiuaut werden zu lassen, dafür konnten Sie sich keine bessere Stätte aussuchen als die alte Wartbi"-^stad<- ^Großer Beifall.) ! t er^e izt g e s ch lo s f en wurden, doch, gelang es, den größten Teil der Esnaeschlossenen rn retten. 17 davon sind schwer verletzt, 20 b is 3 0 dürften tot sein. Mehrere Leielmn wurd^^ Imtfita n^Tinrnnn. X'nrbrf vtib GießenerStadtan leibe Bös abg"l^"^--» s*» liner Stg'dteanleibe-Siibmsis'onsnrma Delbrüek, Leo und Eo. Diese bot sieb nm die Gießener Stadtanleibe beworben und mit ihrer angskündigt, sie würde auch noch einen Mennig mehr Bieren, wenn eine Konkurrenzfirma ein gleich Hobe? Angebot wie sie. nämlich 98,41 °/n, mache. Das war nun zulässig bei einem Konsortium der Fall, das unter der Führung der Darmstädter Bank siebt. Nun hätte Delbrück, Leo und Eo. 98.42 °/A gc boten. Das ganze Ver'gbren schien jedoch der Gießener Stadlver- waltuna wahrscheinlich nicht gerade nobel, sie nahm das Gebot der Darmstädter Bank an und lernte das der Berliner Firma ob. Zur Laae des K o h l e n m g r k t e s. Besremden bat es erregt, daß ieht schon wieder eine 20 °/0 Betriebseinschrä'ukuna seitens desKohleusnndikgts beschlossen wurde, während man annabm, daß nach Beendiguna des Stre'ks eine Periode der vollen Be- schästiguna der Syndikatszechen gesichert sei. Allem ^lnichein nnch stellt der Beschluß eine Demostration gegen die von der Negierung eingebrachten beiden Bergaesetznovellen dar. Es wird angenommen, daß die Betriebseinscbränknng bis zum l.Iuli in Krast bleiben wird. Gießen, 11. März. B i e h m a r k t. Bei , dem Markte am 7. und 8. März waren anfaetrieben 1182 Stück Rindvieh und 560 Schweine. — Der nächste Markt findet am 21. und 22. März statt, am letzteren Taae auch Vierde- und Krämermarkt. ko. Frankfurt a. M., 13. März. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anr.") Amtliche Notierungen der bensiaen Fruchtmarktvre is e. Reizen Mk. 18.50—00.00, Kurbesfischer Mk. 18.50—00.00, La Blata Mk. 18.50—19.50, Kanws "wk. 18.50—19.50, Roggen lbiesiaer) Mark 14.50—14.75, Gerste (Wetterauer) Mk. 18.00—18.50, Franken- selderMk.18,25—18.50,HgierMk. 14.50—15.50,MaisMk. 12.50—00.00, Weizenmehl 0 Mk. 26.75—27.25, 2. Dualität Mk. 24.75 bis Mk. 25.25, 3. Qualität Mk. 22.75—23.25, Roggenmehl 0 Mk. 22.00—23.25,1. Quglität Mk. 19.50—20.75, Weizenkleie Mk. 10.00 bis Mk. 10.25, Roggenkleie Mk. 11.50—00.00, Maiskeime Mk. 10.00 bis Mk. 10.50, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. fc. Frankfurt a. M.. 6. März. (Telegr. Qrig.-Bericbt des »Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Biehmorkt- vreiie. Zum Verkause standeu - 425 Qchsen, 145 aus Oestreich, 36 Bulleu. 13 aus Oestreich, 760 Kühe, Fersen, ©fiere und Rinder. 3 aus Oestreich, 290 Kälber, 195 Schafe und Hammel. 1785 Schweine, 0 Ziegen, o Ziegen-, 0 Schgstämmer. Bezahlt wurde für 100Bh,nd Schlachtgewicht Ochsen 1. Qualität 70—72 Mk., 2. Qual. 65—67 Mk., 3. Qual. 60—63Mk.: Büsten I.Qunl. 69 bis 71 Mk., 2. Qual. 55—57 Mk.: Kühe 1. Qual. 63—65 Mk., 2. Qual. 58—60 Mk., 3. Qual. 47—49 Mk, 4. Qual. 37—39 Mk.. 5. Qual. 00-00 Mk. Kälber: I.Qual. 80—82VW., Lebendgewicht 48-50 Pf., 2. Qual. 73—77 Big., Lebendgewicht 41—46 Pfg., 3. Qual. nO—00 Psg., Schlachtgewicht 58—60Psg., Schafe: I.Qual. 72—74, 2. Qual. 64—66 Vfg., 3. Qual. 00—00 Vfq.: Schweiue 1. Qual. 64—65 Vfg., Lebendgew. 51 Vfa., 2. Qual. 62- 63 Vfg., Lebeudgewichf 50—00 Vfg., 3. Qual. 56—58 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. — Geschäft bei Hornvieh schlenpend, Ueberstand bedeutend, bei Kleinvieh bei Schweinen nnd Schafen gut, kein Ileberstand. Gießener lgrndwirtschaftlrcher Wetterdienst. Vorausfichtttche Witterung in Hessen für Dienstag, den 14. März 1905: Meist trüb, Temperatur nicht peräudert, öfters Regen, im Norden stärker, im Süden geringer. Näheres durch die Gießener Weft-^karfe. (driqinal-Draljfmekdrlnqctt. R.B. Darmstadt, 13. März. (Eigener Draht? bericht.) Tie int Samstag-Abendblatt der „Franks. Ztg." aus „gut insormierten Kreiseu" verlautbarten Personalveränderungen werden uns von noch besser informierter Serbe cllU „wilde Komb-in ati on en" bezeichnet) als Vermutungen, denen zur-eit jede positive Unterlage) fehlt. Der Präsident der Qberrechnunaskammer, Lor^ bacher snicht zu verwechseln mit dem Geb. Oberjustizrat; Lorbacher) steht zwar bereits in hohem Alter, er denkt aber vorläufig nicht daran, seinen ^Abschied zu nehmen. Ebenso wird es uns als ausgeschlossen bezeichnet, daß der Geh. .Kabinettsrat Römheld die Msicht hätte, seinen Posten als Vertrauensperson Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs auszugeben und in den S-taatsdienst eiuzisiretew^ Ma-n, versteht auch nicht, aus welchem Grunde auf deut Posten des Provinzialdirektors von Oberst essen ein Personalwechsel sich vollziehen sollte. Geh., Rat Braun hat zwar in seiner dienstlichen Tätigkeit!! ein aroßes Interesse für diese Provinz gezeigt, aber um den Geueralkulturplan für den oberen Vogelsberg durchzu- sühren, braucht man doch nicstt gleich Provinzialdirektor zu sein. Dgß sich Geheimrat Tr. Br ei de rt auf diesem! Posten vorzüglich bewährt bat, beweist seine jüngste Auszeichnung. Es ist in eingeweistben Kreisen auch kein höherer Verwaltunasvosten bekannt, für welchen die Person des' Geheimraüsi Tr. Breidert in Betracht komwen könnte. Trotz, aller dieser Erwägungen ist aber nicht ausgeschlossen, daß^ sich im Laufe der Zeit einmul diese oder jene Personalveränderung in dem von der „Frkf. Ztg." angedeutetew' Sinne vollziehen könnte. Petersburg, 13. März. Die im Hotel Bristol erfolgte Bomben-Erylofion ist nun soweit geklärt, als feststeht, daß die Bombe zweifellos für ein neues Attentat bestimmt war. Wie von informierter Seite verlautet, war der englische Paß des Unbekannten gefälscht. Er ist Russe und Mitolied der Kampfesoraanisaiion, wie aus einzelnen feiner chiffrierten Briese hervorgeht. Man nimmt an, daß die Bombe Trepow galt. Rewyork, 13. März. Die Millionen-Schwind< lerin Miß Chadwick wurde schuldig befunden, sieben Verstöße gegen das Bankgesetz begangen zu haben. Für jedes Delikt wurde sie zu 2 Jahren Zuchthaus, also zusammen zu 14 Jahren Zuchthaus und je 10 000 Doll« Geldstrafe verurteilt. Vom Kriege. London, 13. März. Der Berichterstatter be§ Reuterscheir Bureand im Hauvtanartier de8 Generals Kuroki meldet am 9. d. Ms. über Fnsan: General Knropatkin vermochte in Mnkden während des Rückzuges der Armee die Japaner weit von der Eisenbahn abznhalten. Der Rückzng am Schabo wurde sehr gut avSgeführt. Fetzt, wo sich alle rnsüsiben Streitkräfte nördlirb vom Hunho befinden^ scheint es, als ob Knropatkin die Gefahr, umzingelt zn werden, glücklich vermieden habe, fpente durch, brachen wir die rnsfisäien Linien etwa 10 Meilen ost- lich von Mnkden und teilten dadurch Kurovatkins Streitkräfte in zwei Teile. Der einzig mögliche Weg für den Rückzua ist ein weniger als 6 Meilen Breitet Raum zu der Eisenbahn und der Straße, die jetzt ab« geschnitten ist. London, 13. März. „Daily Telegr.* meldet an8 Tokm von gestern: Von den japanischen Armeen hatte die des Generals Oku in den letzten Kämvstn die stärksten Verluste. Sie belaufen sich auf 15 0 0 0 Mann 1Wcr den Verwun, beten befinden sich die Ge'ueralme'vre nnd I w. b a s ch i. London, 12. März. Ter int Hauptauartiere des Ge-. uerals Oku befindliche Berichterstatter des Reuierscher^ Bureaus meldet unter dem 11. d. M.: General Oktp und sein Stab rückten heute in Mukden ein. Die^ Armee Okns h ZMnnes in Gießen. Wegzugshalber sofort bittig t nb^ugeben: feiner Glasschrank (Nußbaum), 3 arm. Lüster, Tische, I Sopha, Bettstelle mit Matratze, ! seines Damenfahrrad, Stüble u. a. m. Ludwigstratze 61. i Gut erhaltene Möbel billig trlSsMWt!l für kleinen besseren Haushalt gegen hohen Lohn aufs Land gesucht. Off. unter 1330 an die Expeb. d. Bl. Für meine Buchdruckerei suche einen 1249 Lehrling. _______________I. Weincrt. füc Schlosserei und UijniUB Installation sucht Karl Scherer, Wieseck 01452________bei Gießen._______ Braver Zum I. Tltzbach, Bildhauerei, __________Marburgerstr. 49. Laassrail oöer -MVchea für einige Stunden des vor- und nachmittags gesucht. 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Anmeldungen erbitte ich nachmittags bis 6 Uhr. 01432 Frau Th. Heß, Stephanstr. 7. Gesucht p. 1. Apr. ob. früh, ein Mädchen, das gut bürg cd. kochen kann u. Hausarbeit übernimmt 01406___Alieestraß^2, in. tüchtiges Mädchen für Küche und Haus zum 1. April ober später. 1260 FrauAdolfZinßer,Sübanlaae9. Tücht Lauffran für 2 Stunden norm, gc). StevHanstr. 42, p. (°"'° Ein einfaches, branchekundlges Iisdsnmädchen mit guten Zeugnissen sof. gesucht. Bäckerei und Konditorei Ph. Amberger* Frankfurt am Main gr. Gallusstrgne 6. MDWWW ZNNßK MlÜIi! sucht per 1. April 1905 Stellung, Lager- ober Reiseposten. Offerten unter Nr. 01431 an die Expeb. b. Bl. ______________ Gebilbetes Fräul., 22 I., sucht Aufangsstettung in feinerem Geschäft zum 1. April. Off. unter 01489 an die Expeb. b. Bl. 0X«7) Aelt.Frau, inbürgerl.Küche il Hausarb. erfahr., wünscht Stelle bei alleinst. Herrm. ob.Dame. Aust Lohn w. nicht ges. Off. a. fr. Sieger। Wme.. N'llingtn b. Hungen (Dberh.)i ircrldiicöcnc» Forderungen an die Landsmannschaft Darmstadtia sind bis Ende dieses Monats, im Hotel Kaiserhof einzureichen^ anderenfalls sie vorerst nicht' berücksichtigt werden. d13/» Die Landsmannschaft Darmstadtia. 2T. ö? /XXXai.1 Metzger Es wird beabsichtigt, hier eine Terrain- und Ballgesellschaft zu gründen. Wer sich beteiligen will, roenbet stch schriftlich unter 01495 an btc( Expebition dieses Blattes._______ Zur Ausdehnung eines be-fi reits bestehenden koukurrenzlosent vorzüglich rentirenden Ge-i schäfts wird stiller oder tätiger-! Teilhaber Mark Einlage! gesucht Offerten unter 01486 an^ die Exped. d. Bl. Eine Partie Pcklagestelle^ wird gesucht. [014561 Bahnhofs- Erweiteruug, Grotzen-Linden. In nächst. Nähe der höh. Schulen könn. 2 Schüler freundl. Aufnahme finden StevHanstr. 36, park. |ls<0 QnhwBaF erhält gute Pension. MvllUlöä Zu erfragen in der Expedition.___________01484 von auswärts, welcher eine hiesige höhere Schule besucht, finbet 00m neuen Schuljahre ab bei einent Lehrer freundliche Aufnahme. Anfragen unter Nr. 1348 an die Exped. b. Bl. erbeten.___________ Note Perücke verloren am Fastnachtdienstag! im Seltersweg ober anliegenden ( Straßen. Gegen gute Belohnung» abzugeben Restaur. Augustiner,! Ludwigsplatz. 01433, 1 rotledernes Portemonnaie mit Inhalt und Ring (gez. A. S.( Januar 05) von der Post zun Walltorstraße verloren. Gegen gute Belohnung abzngeben |oiwt W. Pfeil, Walltorstraße 22. Silit In’diiiie Ltütruiav-t mit Inhalt ist am gefingert Sonntag irrtümlich im Hotel „Prinz Karl" von jemandem, 1 mitgenommen worden. Rückgabe wird erbeten an die Expedition des Gießener Anzeigers. 1353 MW DitiiStagAbcllöbciWstl. Berfiergerrwg. Dienstag, 14, März l. Js., nach»«. 3 Uhr, Köllen im städtischen Psandlokal, kSellersweg Nr. 11, dahier die sivegenrnckständiger Gemeinde - Wiener 4. Ziel, Holz- und Machtgell», Gas- und Waffer- Äetd, EleLtr. Strorrrgeld, isrL. jGem.-St. 3. Ziel gepfändete Gegenstände ^Möbel aller Art) ^verstergert werden. 1233 Gern mecker, Pstmdmeister. Berste igerung. Dienstag den 14. März d. prrs., nachm. 2 Uhr, versteigere Neustadt 55 dahier gegenBarzahluug: a. 1 Plüschsosa. mit 3 Sessel und 1, Spiegel in Goldrahmen; b. 1 Biersüule, 1 Blitzableiter- apparat, 2 Nähmaschinen, zwei Handelswagen, 6 Dutzend mess. Wagschalen, 1 Billard, 100 Sack, Zement, 16 Dameuschirmc, eine ^dmtheke, 1 Fahrrad und Möbel aller Art. Versteigerung zu a) findet be° Emml. zu b) statt. [1323 Gerichtsvollzieher. T bdes» Anzeige Heute mittag wurde unsere, liebe gute Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Schwester Frau LlHft Strilbcl; geb. Busch, Giessen (Löberstr. 5), Mannheim-Neckarau, Elizabeth (New Jersey), den 12. März 1905. Im Namen der tieftrauernden Familie; Mari© Strubel 1346 Die Beerdigung findet Dienstag, 14. März, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des alten Friedhofes aus statt. T gefühlten Dank ans. Giessen, Darmstadt, 12. März 1905. Hi findet hv12/8 01502 Anfang 8 Uhr pünktlich. Ende gegen 10i/4 Uhr. F. Ad. Mchter L Cic., Rudolstadt. garren u. v. a. 1341 Ge i BI fcx, Gerichtsvollzieher. T Sc?. ÄA'äV.’; MW V*rvv- ‘- - I h 9i Witwe des Kreäsaa’ztes Ob». Fraws Strebe!, im 72. Lebensjahr durch einen sanften Tod von langem, schweren Leiden erlöst. Gleichzeitig empfehle mich für sämtliche Fahrradrepara- tureu und allen sonstigen Schlosserarbeiten. Spezialität: Beschlagen von Türen in Oceubauten. Mittwoch den 15. März l. I. nachmittags 2 Uhr werden im Biekerfchen Saale verstelgert: Sophas, Kommoden, Klelderschränke, Tische, Verticow, Schreibtisch,TrumeaumitSpiegel, vollst Bett, Regulator, 1 Theke mit Marmorplatte, 18 Paar Herrenschnürstiesel, 10 Mille Zi- WilBy Ziegler? Geldschrauk-, Bau- und Kunftschlosserei. vV. ist die beste I fiicdeniTEint C 5tuEk25'PF^ j Jean Bergmann Glaser ■ Lndwigstraße 52, Part, empfiehlt sich im Kilruhmen ton Bildern Spiegeln,EinsetzeuvonFenster- scheiben, sowie im Reinigen von alten Bildern billigst. 1344 Seine Werkstatt and Wohnung befinden sich jetzt Steinstr. 31a. Zu haben in einschl. Geschäften. b14' MUMM tii Sn M ,vri fini osnvos Zsüe - Die Beerdigung findet am Mittwoch, 15. März, nachm. 4 Uhr, vom Sterbehause aus statt. 01509 dugendfrische Guthmaiins < In ÄLetn-Liuderr könnte unter allergimftig. Vorbeding, eine Zijmeisürik errichret werden. Genügend vorgeschulte billige Arbeitskräfte sind Vorhand, u. ebenso hinreichende, pass., sehr preisw. Räumlichkeiten. Eignet such auch für Schreiner, Schmiede, Wagner, Eisenw. rc. Off. imt 01496 a. d. Exp. d. Bl. w , V'V, Heinrich. Emchhänser, Grossh. Mimsteriairevssor. Dast!ksagungH Für die nns aus Anlass des Hinscheidens unsrer lieben Matter und G-rossmutter Frau Johannette Straush, geb. Ganss, bewiesene Teilnahme spreche ich zugleich im Namen der übrigen Hinterbliebenen meinen tief- A Warnung. c, ?urcIl Nachahmungen ge- 1 B j wrll, der nehme beim Einkauf der PX ä J61 Rlchter'schen Anker-Hausmittel uur solche Schachteln an, die deutlich mit der berühmten Fabrikmarke Anker versehen sind. Findet mau unsre seit mehr als 35 Jahren rühmlichst befannten Anker-Hausmittel, wre z. B. Anker-Kenchelhonig (bewährtes Hustenmittel), usw. am Platze nicht vorrätig, oder sollte ver- sucht werden an Stelle des echten Fabrikats eine Nachahmung auszudrängen, dann wende man sich gefälligst direkt an uns und werden wir sodann für billigste Zustellung sorgen. hat Gott dem Allmächtigen gefallen, unsere liebe Gattin, Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter Frau Katharina Stephan, j geb. Bfflöhi, hn Mer von 69 Jahren nach kurzem Krankenlager heute morgen 8i/4 Uhr irr ein besseres Jenseits abzurrrfen. ia54 Um stille Teilnahme bittet * Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Christoph Stephan VI. Großen-Buseck, den 13. Marz 1905. Die Beerdigung findet Mittwoch, 15. März, nachmittags 2 Uhr, statt. Theater-Verein. 1. Zugabe-Vorstellung: Dienstag den 14. März. Maria Fnedhammer Drama in 3 Akten von Heinrich Lilienfein. Gast: FrL LilS^ Doneeker vom Grossherzoglichen Hoftheater in Mannheim. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekmmten die schmerzliche | Anzeige, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, K meinen unvergeßlichen, treuen Gatten, 1347 tv den Oberlokomotivführer Herrn Friesär.ThieSmaavn | nach kurzem, schweren Krankeickager zu sich zu rufen. Die tieftrauernderr HirrLer-tte-enen. Gießen (Steinstr. 23), den LL März 1905. Die Beerdigmrg findet Dienstag, den 14. März, nachm. | 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. W Todes-Anzeige. ES hat Gott dem Herrn über Leben und Tod gefallen, gestern Nacht 4 Uhr meinen innigst geliebten Mann, unfern guten Vater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Wilhelm forsWel im 27. Lebensjahr nach kurzem, schweren Leiden zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Um stille Teilnahme bitten Die tiesbetrübtcn Hinterbliebene«. Wißmar, Dahlhausen, Ozenrath, Pivitsheide, Esten, Mengede, Dahl u. Hohenlimburg, 12. März 1905. Bulle. Mittwoch den 15. März L I., vormittags 10 Uhr wird auf hiesigerBürgermeisterei ein der Gemeinde gehöriger abgängiger Bulle versteigert. Mendorf an der Lumda, am 10. März 1905. Gr. Bürgermeisterei Allendorf au der Lumda. Rein. 1300 Zer Frühjahrs- WrSk-i.We»M Tageskarten bei Herrn Cballier und an der Abendkasse zn Mk. 4.—, 3,—, 2,— und Mk. 1.50 (für Studierende). y10/8 Kriegerverem KesseLbach. Sonntag, 2. und Wontag, 3. Juli ds. Is. feiert der Kriegerverein Keffelbach fein 25jährigt5 |e$tchmg$fe$t. 1302__Der Vorstand. Der heutigen Ausgabe liegt ein Prospekt über die „Gartenlaube" bei. D19/s Donnerstag den 16. März d. I. in Marburg a. L. statt. Das Pferdemarkt-Äomitee. Gießener Omuibns-Geselischaft E. G. m. b. H. c13/3 Der Hufbeschlag unserer Pferde soll für die Zeit vom 1. April 1905 bis 31. März 1906 vergeben werden. Reflektanten werden ersucht, ihre Offerten Samstag den 18. d. Mts. auf dem Depot Marburgerstraße abzugeben. Hochfein parfiimirt.